Nr. 5s». Donnerstag am 9. März 1865. Die „kalbach» Zeitung" «schcmt, mit Ausnahme der ^«WWßnH» Illselliansgtblilir ftlr ciu: Garmoub - Tpallenzeilt, Sonn» nnd Feiertage, täglich, nnd lostet samn,t den ober den Naum derselljeil, ifi siir l malige Einschal, veilagm im Comptolr ganzjährig 11 fl., halb- rnng s lr., fttr 3malige8lr. ft!r «malige lb lr. u,s, w. jilhrlg 0 fi. 50 fr., mit tlrcuzband im Comptoir 3" diesen Veblihren ist nc>ch der Insertion« - Gtempel gllM. 12 st., halbj. 6 fl. Für die Zustellung in'« ^ ^^ ^' ^ ""^ jcdesnwlize Einschaltung hinzu zu Hans find hlUbj. 50 fr. mehr zn entrichten. Mit rechnen. Inserate bi» 10 Zeilen losien 1 fl. 90 fr. der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und ge- kNr 5 Mal, I fi. 40 lr. ftlr l Ual nnb »0 fr ftr drnckter Adresse 1b fl., halbj. ? fl. eo kr. «Hs»W>^W>WM^^ l Mal smi» Inbegriss de« Insertion«ftnnpel«). ^laibacher Zeitung. Äintlicher Theil. DaS Ministerium für Handel und Volkswirthschaft hat die Wiederwahl deS Trojano Vicentini zum Präsidenten und des (Giuseppe Scrinzi zum Vize-Präsidenten der Handels- und Gewerbelammer in Verona bestätigt. Nichtamtlicher Theil. Laiback), 8. März. Die Auträa.e deS vom Finanzausschüsse eingesetzten Snbcomit<;'s, welche wir unten mittheilen, ent< sprechen durchaus nicht dem Geiste der Verständigung, der die Regierung bei Bekanntgabe ihrer RcduktiouS« vorschlüge nnd bei ihrem Eingehen auf den VriutS'-schen Antrag leiteten. Wenn man glaubt, man werde durch stete Opposition der Regierung weitere Konzessionen abnöthigcn, so dürfte man sich inen; eS würde gewiß auch einen schlechten Eindruck machen, ließe sich die Regierung z» einem Marklen und Feilschen herbei. In der Art, wie daS Subcomiö die ViremcnlS zulassen will, nämlich bei gewissen Gruppen, bei anderen Ansätzen nicht, konnte jedenfalls der Haupt» zweck, das Verfahren abzukürzen, nicht er> reicht werden. Es wiirdcn lici diesem Modus im Ausschüsse nnd im Hanse eine Mcnnc Vorschläge auf« tauchen nnd weitläufige Diskussionen nicht zn ucr-meiden sein Wenn endlich das AbgeordnctenhanS nach großem Zeitverlust zur dritten Lesung gelangt sein wird, begänne wieder daS Herrenhaus die Dc-tailbcrathung, wobei wieder neue Auträge gestellt und leicht möglich Aenderungen getroffen würden, die eine Rücksendung zum Abgcordnctenhause zur Folge hätten. Kommt aber daS Budget als Ganzes vor das Herren» haus, so muß dieses den Regicrungsabslrich on dloo annehmen oder verwerfen. Unter normalen Verhältnissen wären wir ganz für die möglichst detaillirlc Feststellung deS Staats-Haushaltes durch den RcichSrath. Aber wir befinden nns auf dem merkwürdigen nnd schwierigen Uebcrgang zn einem nm mehr als zwanzig Millionen plötzlich redlizirlen Budget begriffen und haben überdicß auS vielfachen wichtigen Rücksichten mit jedem Tage zu kargen. Wir zwcifclu, baß irgend Iemaud in den Reihen der Opposition auf eine andere Weise zu Werke ginge, wenn er unter diesen Umständen sich auf der Ministcrbank befände. Es ist also eben so nngcrccht als nnklug, der Regierung mit Gegenvorschlägen zu öeibc zu gehen, welche den Iutcresscn des Publikums durchaus nicht naher stehen' als die Vorschläge der Regierung. . Allerlei pikante Nachrichten frischen heute daS Ncnlc Thema der preußischen AnnerionSfragc einigcr-n alien auf. Mc der Telegraph meldet, richten sich l,5n^ -" '" ^" schlcswig.holsttin'schcu Häfen ganz ^ ^ .">>; unbclümmm, ol, Oesterreich, ob der Bnnd seme Suswn.mmg nachträglich gcbcn oder vcr-weigern werdende Hafcnorte Kiel und Hörnphasf zu preußischen Hafcn organisirt. Znr Illnstration der Zuversicht und UncrMttcrlichlcit der preußischen Plane mag es dicncn, daß die Regierung in Berlin die ^cit l'crcits für rcif gcuug erachtet, um das Votum'dcr ')llonsyudicl iiber dic Erbfolgcausprüchc loszulassen, ^lc Hcrrcn Krousyndici haben als gutc Preußen gedudelt und ihr Gutachten lautet: Die Erbansprüchc l>cr Krone Preußens auf Theile SchlcSwig.HolstciuS fMd als begründet erkannt worden. So mcldct ein Vcrlmcr Blatt, die MonlagSzeitnua. Wir halten die Nachricht für glaubwürdig. Die österreichische Antwort auf die preußische Depesche vom 21. Februar ist Dinstag, den ?. d. M., nach Berlin erpebirt worden. Gegenüber dem mcri-torischen Inhalte bcr preußischen Depesche ist die österreichische Antwort als eine bloß vorläufige zu bc-trachteu. Sie crtlätt, wie man vernimmt, die preußischen Vorschläge, wclchc entschieden abgelehnt werden, für durchaus ungeeignet, als Basis weiterer Verhandlungen zu dienen. Gegenvorschläge müßten auf ganz anderer Grnndlagc beruhen. Die Depefche soll sich durch einen schr energischen Ton anSzcichnen und ihre Schärfe zunächst in der Art nnd Weise be-stehen, wie das striclc Fcsthallcu an dem Art. M. des Friedenöucrttagcs betont wird. Wic dem Rcntcr'schcn Bureau nuS Frankfurt geschrieben wird, sollen sich Baicrn nud Sachsen über folgenden zahmen Antrag am Bunde geeinigt habcn: „Dcr Bundestag 1. druckt die zuucrsichtlichc Erwartung aus, daß cö dcn Regierungen Oesterreichs und Preußens gefallen möge, die Verwaltung der Herzog« thümer Schleswig nnd Holstein sobald wie lhnnlich dem Erbprinzen von Anguslcudurg zu übertragen. 2. Der Auudeötng ersucht die Regierungen Oesterreichs und Preußens, die von ihuru in Bezug auf daö Hcr-zogthum ^auenbnrg gethaileu Schritte sobald wie möglich mitzutheilen." Die Nachrichlcn auS Mexiko sind, wie der „K. Z." auS Paris geschrieben wird, viel ungünstiger, als man glaubte. Iuarislcn treten cms ollcll Seiten mit crucnertcr Energie auf, nnd die Niederlage der Franzosen bei San Pcdlo, wo ihrcr cinc grüße Zahl ge» tödtct odcr acfanncil windc, isl nicht dcr ciiizigc Erfolg, dcn dic ilicplllililcmcr elfochten. Sic hieven auch bei Espinaco del Dial'lo fast cinc nanze Kom-paMie Franzofcn nieder; „nr zehn Mann derselben konnten sich retten. Unter dcn Inarislcn befinden sich viele Nordamcrilancr. In Paris ist man ünßelst besorgt, und im Ministcrrathc lam cS wegen Mcxilo'e zn den stürmischcslcn Debatten. Ein Theil der Minister war für Abscndung von Verstärkungen, andere erhoben sich aber mit Energie gegen das fcr. nerc Verbleiben in Mcrito, uub einer der Minister ging so weit, zu sagen, „daß Mexiko für daS zweite Kaiserreich daS werdeu könnte, was Spanien für das erste war." Ueber New-Mk wird gemeldet, die Franzosen seien in Mazatlan belagert, Goiwcrneur PcSquera ziehe Truppen gegen sie zusammen. Juarez sei nicht in Sonora, sondern in Ehihuahua, Vorbereitungen zu einer neuen Campagne treffend. Die Siege bei San Pedro el Fucrte hättcn den republikanischen Geist im Nordwestcn Mexiko's angefacht. Aus dem FillanMöschujsc. Dic Anträge deS vom Finanzausschusse niedergesetzten Subcomitc'S lanlcn: 1. Keinen Gegenstand abermaliger Erwägung bildm jene Posten dcS Etats, welche in dem vom Ministcrinm vorgeschlagenen ncncn Entwürfe dcS StaalSvoranschlageS dem ursprünglich eingebrachten Enlwurfc gcgcuübcr ganz nichcrnhrt geblieben sind. Dahin gehören: k) alle Positionen dcr Bedeckung-!>) nachstehende Kapitel dcS Erfordernisses: 1. Hofstaat, 2. KabinctSkanzlei, 4. Staaterath, 5. Minislcrrath, 12, Untcrrichtöralh, 1^., ^x und 16. Sutmentioucn, 17. Kassaucrwaltung, 18. Pensionsctat, 19., 20., 21. Verzinsung m,d Tilgung dcr Staatsschuld. 2. Das Gleiche gilt von dem 3. Erforderniß-lapitcl: „RcichSralh", da in demselben von Seite des Ministeriums keine andere Aenderung als die Weg-lassung dcr für den Bau dcr ParlamcntShäuscr eingestellt gewesenen 500.(00 fl. vorgenommen wurde. 3. Bezüglich dcr übrigen Kapitel dcS Ersorder-nisscs hält das Snbcomitö dafür, daß cS nicht sciu Beruf sei, Anträge in Ansehung dcr Ziffern zu stellen, und erkennt scinc Aufgabe viclmchr darin, Anträge zu stellen, einerseits darüber, in wie fern cs möglich und zulässiig sei, den cinzclucn Ministerien und Ccnlralstcllen cinc freie Gcbahiliiig dnrch Zugcstehung auSgcdchuter ViremcntS zu ^währen und alidcrcrscilS in dcr Richtung, daß die Rechlc deS Reichsralhe gegen jedcS aus cinem solchen ausnahmSweiscn Vorgang abzuleitendes Präjudiz so wcit als nur immer möglich gewahrt bleibe. 4. In ersterer Beziehung wird beantragt, daß alle Kapitel dcS Erfordernisses in ihrer Vollständig« leit gewahrt bleiben, daß also cinc Ucbertraguug aus einem Kapitel in ein andcrcS ausgeschlossen sci; daß , erncr bei folgenden Kapiteln jedenfalls nachstehende Titel mit sclbstständigeu Zifferansätzcn ausgeschieden bleiben, und zwar: Bei Kapilcl VII, politische Verwaltung, die Titel: 10. Straßenbau, 11. Wasserbau, 13. Neubauten für politische Verwaltung nnd Strafanstalten, 15). Allg. Dispositionsfonds; bei Kapitel VIII, KultnS und Unterricht, die Titel: 1.—tt. KnltnS, ?.—17. Unterricht; bei Kapitel XXXIX, Ministerium für Handel nnd Vollswirthschast, die Titel: 1.—14. Eigentlicher StaatSaufwand, 5>. ur.d 6. AetriebSauSlagcn; bei Kapitel XI., Ministerium der Justiz, die Titcl: 4. Ncubauteu. 5). Zulage der GcrichtSadjunkten; bei Kapitel XI.U, KontrolSbehördcn, die Titcl: 5>. Militär-Ecntralbuchhaltung, 6. Belohnungen und Aushilfen; bci Kapitel XI^V, Handelsmarine, die Titel: .". Erhaltung der Hafcn- und Hochbauten, 4. Neue Hafen» und Hochbauten. 5. Die Scheidung in ordentliche nnd außerordentliche Ausgaben ist beiznbchall-n, jedoch in derselben Abtheilung (demselben Kapitel, Titel n. f. f.) daS Vircment zwischen denselben freizulassen. 6. Jedem Staatsooranschlagt sind auch dort, wo cinc Pauschalbewilligung für ein ganzes Kapilcl stattfindet, die einzelnen Titcl. so wie sie die nrsprüna.-liche Regierungsvorlage enthält, aufzunehmen, z. G. Kapitel VI, Ministerium des Acußcru, die Titcl: 1. Eenttllllcitnng, 2. Diplomatische Auslagen, 3. NuS-lagen der Konsularümter, 4. Pcrzentual-Zuschüsse. 7. In dcm Eingänge deS Finanzausschusses ist dcr bci demselben beobachtete Vorgang ausdrücklich als ein ausnahmSweiser zu bezeichnen und daS Recht deS ReichsrathcS zu wahren. 8. Dem Hause wolle empfohlen werden, eS sei der StaatSvoranschlag für 1866 zur Vorberathuna. an einen Ausschuß von 3tt auS dcm ganzen Hause zu wählenden Mitgliedern zn weisen, welcher hicbei nach dcu nämlichen Grundsätzen vorzugehen und seinen Bericht dem hohen Hause dann vorzulegen haben wird, wenn daS Finanzgesetz fiir 1805' erledigt worden ist. Dr. Herbst, Rcscrcnt. Oesterreich. Wien, 0. März. In der heute Abend stall-gefundenen Sitzung dcö Finanzausschusses wurde über dcu Etat dcö Handelsministeriums verhaudclt, Vc-lannllich hat dcr Referent einen Abstrich beantragt, dcr von der Adstrichssumme dcr NcgicnmgSnote um 135.000 fl. übertrofscn wird. Ucbcr bicscs Thema entspann sich nnr cine seljr kurze Debatte; schließlich wurde dcr von dcr Regierung beantragte Abstrich angenommen. Es folgte hierauf die Bcrathnng über das Etat des UnterrichtSralheS, welches anf dcr heu« tigcn Tagesordnung nicht gestanden war. Gegen duS Regicrungsprüliminllre, das mit 55.olulig dcr in den Vorjahren den Staatsrath betref« senden Resolutionen beschlossen. Außerdem wurde dcr Etat dcr lroatisch'slavonischcu Hoflanzlci erledigt. — Die ,.G.-E." enthalt folgende Erklärung: Bei dcr Ausdehnung, wclche die Spekulation iu den Aktien der f. k. priv. österr. Kreditanstalt hier und an den meisten auswärtigen Börsen gewonnen hat, ist deren Eoursstand iu der Regel nicht nur maßge« l'rnd für die Tagcssliiumung, sondern es gilt derselbe iu vielen Fällen auch als Nerthmesser für österrei« chischc Effekten überhaupt und dadurch zugleich, namentlich im Auslande, als Norm für die Beurtheilung dcs österreichischen Staatskrcdits. In Betracht dieser Umstände und im Interesse des letztern, ist die „G.'C.", wclche auf den W.iusch ihrer auswärtigen Abonnenten jetzt auch Vorfülle auf uolkswirthschaft« lichcm Gebiete in den Kreis ihrer Besprechungen zieht, in letzter Zeit cinigemalc bemüht gewesen, unwahren und aus die Entwcrthung der benannten Aktien Ein« fluß übenden Gerüchten durch Mittheilung entgegen« stehender und der „G.-E." von kompetenter Seite zu« gegangener Thatsachen entgegen zu treten. Wenn wir in dieser Alt unterm 27. Februar und 3. März uns über das wahrscheinliche Ergebniß der vorjährigen Jahresbilanz der Kreditanstalt ausgesprochen haben, so sind wir heute in der Lage, unsere deßfallsigen Mittheilungen dahin zn bestätigen, daß durch das Resultat dcr vorjährigen Geschäftstätigkeit der An« stalt, frldst nach Abzug der erlittenen Verluste, eine fünfperzcmige Verzinsung der Aktien vollständig ge» sichert ist und diese eine Beanspruchung de« Reserve» FondeS nicht erheischt. Sollten indeß seitens dcr Ver« waltnng größere Abschreibungen auf einige ältere Aktiv« Posten der Anstalt beschlossen werden, so dürfte dazu allerdings eine theilweise Inanspruchnahme de« Ne« servcfondes erforderlich werden, was indeß selbswer« ständlich die Vcrhüllmsse deS Institute« nicht weiter alterirt. Zugleich wird uuS mitgetheilt, baß die ssre« ditanstalt allerdings bei dem Fallissement von Johann Harll in Rcicheuberg mit nahebei 400.000 fl. inter-essirt, für diese Summe aber vollständig gedeckt ist. Trieft, 8. März. Heute empfing Se. Exz. der Herr Statthalter, Freiherr v. Kcllcrsperg, eine Deputation, bestehend aus den Herren Dr. v. Vasscgio, Ritter v. Goßlcth, Ambr. di Stef. Ralli, P. Revol« tclla und E. Rittmeicr, welche ein gegen 700 Unterschriften augcscheucr hiesiger Kaufleute, Grundbesitzer, Rhcder, Industrieller und Gcwcrbölcule tragendes und an Se. Maj. den Kaiser gerichtete« allerunter« thämgstcs Bittgesuch überreichte und Sc. Exz. er« suchte, dasselbe zu unterstützen. Das Gesuch bezweckt, wie die „Tr. Ztg." schreibt, die Beschleunigung des Beginnes der projektirtcu Hafenbauten in Trieft und dcS damit in Verbindung stehenden BaueS einer be« finitiven Eisenbahnstation. Der Herr Statthalter nahm dasselbe schr günstig entgegen und versicherte die Deputation seiner vollsten Unterstützung bei Tr. Maj. und den hohen Ministerien. Das Gesuch entspricht dem allgemeinen Wunsche der hiesigen Bevölkerung, und wir erinnern daran, daß eine ähnliche Eingabe vor nicht langer Zeit von hiesigen Gewerbsleuten Sr. Exzellenz dem Herrn Statthalter überreicht wurde. Aus Wlegline wird telegraphisch von einem dort in letzter Nacht (vom 7. auf den 8.) wüthenden Sturme berichtet, bei dem das griechische Pielego „ElioS" die österr. Brigantine „Lampo", Kapitän Lucich, uud Sr. Maj. Kauoncnboot „Medusa" sehr arg beschädigt wurdeu. Der Sturm hat anch an den Molo'S Schaden augerichtet. Nach einem Telegramm der „Debatte" aus Agram, 6. März, erklärt Septemvir Prica, daß daß von der Prager „Politik" mitgetheilte Programm wirklich existirc und sich dcr von den Grafen Janco« vics uud BogovicS miluuterzeichnete Originaltext in feinen Händen befinde. Der Hoftanzlcr Mazurauic sei bei dcr Abfassung dcs Programmes, daS im Iäuucr 1861 entstand, uicht bethciligt gewesen. Per« aulaßt wurde diefcs Programm durch die in Folge dcs Oitobcrdiploms geschaffene Situatiou, durch die damalige Unklarheit dcr staatlichen Verhältnisse nnd deS lonstitutioucllcn Prinzipes, wie dasselbe in den Landesstatuten dcs Grafen Golnchowsli zum Ausdruck gelangte. Iancooics uud Prica hätten das Programm zu Deal gebracht, dieser jcde Mcinnugsänßcrnng ver« mieden, jedoch erklärt, daß er die Gruudanschauung dcs Programms, dcr alte Rechtsucrband zwischen Ungarn uud Kroatien habe aufgehört, nicht theile. Bozen, 5. März. Heute Abend verschied dcr Landeshauptmann-Stellvertreter Herr Karl v. Zal» linger. Karlowitz, 4. März. Man schreibt der „G.-E." : Ueber Verlangen des Patriarchen wnrde die Führuug ciucs ausführlichen Diariums beschlossen, weil in den Zeitungen falsche Bcrichtc vorkommen. Die Organi« strung der Pfarrgemeinde wnrde nach der Synode-Vorlage bis zn §. 57 berathen und angenommen. Hanptbestinlmuugen desselben sind: Dcr Präses der Pfarrgemciudc wird gewählt. Die Wahl kauu auch den Pfarrer treffen. Bei Besetzung der Diakons«, Kaplans« und Pfarrersstcllen übt die Gemeinde, wenn sich zwei Drittheilc der Mitglieder in dcr Wahl cini« gen, das Präsentationsrecht aus. Im eutgcgcugesetz-ten Falle ernennt das Konsistorium einen von Zweien oder Dreien, welche die meisten Stimmen haben. Ans Vriinn, 5. März, schreibt mau dem „Fdbtt." : Die Zahl dcr beschäftigungslosen Arbeiter ist fortwährend im steigen begriffen. Auch im Laufe der verflossenen Woche sahen sich einige Schafwoll-waarenerzeugcr gcuöthigt, eincn Theil ihrer Arbeitskräfte zu entlassen. Diese Arbeiter.Entlassungen dürf« ten, wenn sich die Geschäfte am hiesigen Platze nicht bald zum Bessern gestalten, woran jedoch allgemein gezweifelt wird, in größerein Maßstabe fortgesetzt werden. Die beschäftigungslosen Arbeiter werden ohne Rücksichtnahme darauf, od sie nach Brunn zuständig sind, wöchentlich mit einem Geldbeiträge zwischen 1 und 2 Gulden belheilt. Die Vcnheilung wird von den Pfarrern vorgenommen. Ausland. Aus Dresden, 4. Mürz, wird geschrieben: In der gestrigen 50. Sitzung des engereu Ausschusses für daS deutsche Sängerfest in Dresden wurde Mit« theilung übcr die eingegangenen Anmeldungen zum Feste gemacht. Nach dieser mit großer Vorsicht und in Minimalsätzen gehaltenen Mittheilung beträgt die Pcrsonenzahl, in welcher die einzelnen Sängerbünde aufzutreten gedenken, bis jttzt gegen 16.600; unter diesen Anmeldungen befinden sich 230 aus Tester« reich (außerdem haben sich aus Oesterreich als Korporation ohne Pcrsonenzahl.Angabe 54 Sängerbünde, 22 Vereine und 6 Deputationen angemeldet), 8800 auS Sachsen, 3500 auS Preußen, 1000 auS Baiern, 500 auS Hannover, 250 ane Frankfurt a. M, 280 auS Lübeck, 20 auS PaviS n. f. w. Die Anmeldungen aus der Schweiz, Schleswig-Holstein, Rußland und von anderwärts, von wo noch Anmeldungen zu er« warten sind. sind zur Zeit noch nicht eingegangen. Jedenfalls dürften übcr 2O.lX)0 Sänger sich an dem Feste betheiligen. Turin, 2. März. General Lamarmora ist seit seiner Rückkehr auS Neapel sehr übler Laune, seine Ansichten stimmen nicht mit dem übcrcin, was wäh. rend seiner Abwesenheit geschehen, und er soll mit dem Gedanken umgehen, nach der Rückkehr dcS Kö« nigs aus Mailand seine Entlassung zu nehmen- Die Demonstration mit dem Bildnisse des Pietro Micca am crsten Corsotnge hat den französischen Gesandten Baron Malaret schr geärgert, so zwar, daß er au keinem der drei letzten Eorsolcige öffentlich erschien. Cr schien nicht übel Lust zu haben, die erwähnten Gildnisse konsiezireu zu lassen, doch begnügte man sich damit, den drci Masken, welche sie vertheilt hatten, ihre Erlaudnißkarleu abzufordern, so daß jetzt die Polizei und der französische Gefcmdle die Namen der drei „Verwegenen" leuucu, welche Napoleon III. und Frankreich mit einer Mine und brennender Lunte drohen. Alle unabhängigen Blätter bringen dic Gc» schichte bcS Pictro Micca, der drci Kompagnien fran« zösischer Grenadiere und eine Batterie mit sich selber in die Luft sprengte und Turin rettete. Der Kriegsdampfcr ..Dora" hat das österreichische Trabalcl „Spiridione", welches anf seiner Fahrt von PatraS nach Venedig mit einen furchtbaren Stnnnt zu kämpfen nno scinc Mastcu und Segel verloren hatte, nach Ancoua in Sicherheit gebrächt. Rom, 28. Februar. Heute um halb 1 Uhr Nachmittags empfing dcr heilige Vater im großen Konsistoriumsaale dcs ValicanS die flemdcu Katho« lilcu, dic jcht iu Rom siud, und ihm cinc Ergeben« heitsadrcssc zu Füßcu zu legen wünschten. Es waren wohl beiläufig zweihundert anS dcn verschiedensten Ländern Europas uud Am^ilaö. — Das päpstliche StaatShandbnch für 1865 ist uuter dem Titrl ^imuui'w l>antiÜ00 uulängst Herans« gcgcbcn worden. ES enthält zuerst cm Vcrzeichniß der päpstlichen uud kardiualicischcu Funktionen während des Laufes des Jahres, der Audicuztage dcS Papstes, eine Chronologie dcr 256 vorhergeheudcu Päpste, und dann anf 257 Seiten cinc Uebersicht dcr ganzen la-lholischcn Hierarchie in allen fünf Welttheilcn. Der Papst führt dauach dcu Titel: Statthalter Jesu Ehristi, Nachfolger dcs Fürsten dcr Apostel, oberster Pontifex der katholischen Kirche, Patriarch dcs Occidents, Primas vou Italien, Metropolitan von Rom uud Souverän des Kirchenstaates. Dcr gegenwärtig rc« gierende Papst ist geboren am 13. Mai 1792, erwählt am 16. Inni 1846. — Der Kardinäle sind gegenwärtig 61, also sind 9 Hüte vakant, da daS Kollegium 70 Mitglieder zählcu soll, vou denen 6 Kardinalbischöfc, 50 Kardinalpricster und 16 Kardi-ualdialonc sind. Von jenen 6l siud 18 noch von Gregor XVI. ernannt. Ihrer fünf sind übcr 80 Jahre, 13 übcr 70, 28 übcr 60, nur einer ist noch nicht 50 Jahre alt, der 48jährige Giuseppe Milefi-Pironi.Ferrclti. Dcr älteste, Mario Mallei, isl 89 Jahre alt. Sodann zählt die römische Kirche l2 Pattiarchalsitze, 15 l Elz-Bisthümer, 689 ViSthilmcr, zusammen 855; doch siud im Augenblick nur 728 besetzt. Dazu kommen 235 wirtlich bcsctzlc bischöfliche Stühle in Mrtiwi^ inliäelimn. — Uütcr dcn Patriarchaten sind fünf des orientalischen Ritns, nämlich 3 in Antiochia, für die Melchiteu, Maro-nitcn, Syrer, 1 in Babylon für dic Chaldäcr, 1 in Cilicicn für dic Armenier, sieben Patriarchate gehören dem lateinischen Ritus, Koustantinopcl, Ale-randria, Antiochia, Jerusalem, Venedig, Ostindien, Lissabon. — Dcr Erzbischöfe hat dcr orientalische RituS 24, der Bischöfe 4-1. Der apostolischen Vi« tariatc gibt es 101. der Delegationen 5, dcr Prä« fckturen 21. Pins IX. hat allciu 4 Erzbisthümtr und 94 Bislhümcr errichtet, 12 Kirchen zu Metro« polen erholicn und 15, Vitariatt ein^tsctzf. W»s die diplomalische Vertretung des Päpstlichen Sochlcs n»-geht, so wird sie besorgt durch 8 Nuntien (zu Vrüsjcl, Lissabon, Madrid, Mcxito, München, Neapel, Paris, Wien), 3 Inlernuntien (Haag, Florenz und Mooeua, Rio de Janeiro), einen Geschäftsträger (zn Luzern.) — Der Abriß, den daS Slaatahcmdblich von der weltlichen Verwaltung des Kirchenstaates gibt (dlllch 1 Präsidentschaft und 4 Legationeu mit 20 Delegationen) nimmt vou dcr Okkupation nicht die mindeste Notiz; er beziffert die Bevölkerung des Kirchenstaates auf 3 Millionen 134,688 Einwohner. Paris, 6. März. Der Kaifer erklärte in dem letzten Ministerrathe, an einen Truppenabzug auS Mexiko sei nicht zu denken, so lange daselbst die französische Fahne cngagirt sei. Die ungünstigen Nachrichten haben die mexikanische Anleihe auf den Kurs von 50'/. herabgcdrückt. — Der Herzog von Morny leidet, dem Vernehmen nach, chronisch am Magenkrebs. -- Die Majorität der Abgeordneten droht in der Adresse eine Warnung gegen dcn Unter-richtszwaug aufzunehmen; auch foll ein Amcudement zu Guustcn probcivcifcr Beurlaubung bei Solchc.n, die wegen politischer Vergehen verurtheilt wurden, aufgenommen werden. — Dcr „Monde" veröffent« licht den Protest dcs mexikanischen Episkopats bezüglich dcr Vcrordmmg übcr die Kirchcngülcr uub deS Tolcranz.EoillS. Pariö, 7. März. Der heutige „Monitcur" meldet: der bisherige Gesandte iu Mexiko Marquis Moulholon ist zum Gesaudlcu iu Washington, Al' phons Dano zum Gesandten in Mexiko ernannt worden. Dcr dem StaalSralhc zugewiesene Grsctzcntwnrf über den Elementarunterricht beruht nicht auf den iu dein Bciichtc des Ministers Duruy entwickelten Grund» lagen. D:r Bericht folltc bloß als Ausdruck der per-sönlichen Meinung dcs Ministers wegcu der in dcm^ selben enthaltenen wichtigen Aufschlüsse der Ocffcnl« lichtcit übergcbcu wcrdeu. London, 7. März. Die heutige „Morning-Post" schreibt: Rußland spreche angeblich gegenüber den Großmächten offen von der Inkorporation Polens ; Fürst Gorlschakoff habe dem französischen Botschafter erklärt, eine uuerläßliche Bedingung für die Wiederannäherung Rußlands sei, die polnische Frage fortan nicht mehr als europäische zu behandeln. He" v. Brunnow habe Achulichcs gcäußcrt. Rußland Hütte ersucht, den Bclagerungszustaul» in Oalizlen bi« zur Durchführung der Inkorporation aufrecht zu erhalten. HHZ Dem „Memorial Diplom." gehl auö Mexiko die Nachricht zu, daß auf den Wunsch des heiligen Stuhles cine spezielle Kommission vom Kaiser Maximilian mit der Mission betraut worden ist, den Konflikt, der sich zwischen dem päpstlichen Hofe und der mexikanischen Ncgicrnng erhoben hat, beizulegen. Kaiser Maximilian hat seinem SlaatSministcr, Hcrrn Velasqnez dc ^con, znm Präsidenten und ersten Äc« vollmächtigtcn Mepto'S dieser Mission gewählt und demselben noch zwei Slaatsträlhe bciqc^cbcn. Dicsc Herren sollten auf dein zum 15. o. Äl. in St. Na-zairc erwarteten Paletboot in Europa ankommen. Lokal- und VrmnM-Nachrichten. Laibach, N. März. Gestern Abends nach 10 Uhr begab sich der die Route über St. Nazaire cinschlaacndc Transport mexikanischer Freiwilliger ans den Bahnhof, von wo die Abfahrt nach 12 Uhr erfolgte. Die Musikkapelle des l. l. Regiments Ludwig, die mexikanische Balail-lonömusit und eine große Menge Voll begleitete die Scheidenden, welche farbige Lampions trngcn, znm Bahnhofe, wo die Musik während der Eiuwaggoni-rung mehrere Pieren spielte. Dic Zeit, wann der letzte Transport unS verlassen wird, ist noch un-bestimmt. — Gestern Nachmittag zwischen 4 nnd 5 Uhr versnchte der Diener eines am alten Markte wohnen > den Offiziers sich durch Erschießen zu entleiben. Die Kugel ging nntcr dein Kinn in den Mund nnd zerriß nur die cinc Seite dcS Gesichtes. Man brachte den Unglücklichen iu'S Spital und hofft, ihn dnrch vorläufige künstliche Einbringung von Speisen am Leben zn erhalten. — Am 29. April d. I. findet die neunzehnte Verlosung der krainischen Grunbcnllast»ngS«Obliga< tionen Statt. — Das dem Josef v. Pilbach gehörige laud-tafllche Gnt KanderShof wird am 24. April vom hie« sigen k. k. Laudesgcrichte exekutive feilgeboten. ? ? Stein, 0. März. Ich bin Ihnen noch daS FaschingSreferat fchuldig; da wir aber schon tief in ocr Fastenzeit sind, so will ich die Erinnerungen nicht zu wach rufen, um der weiblichen Welt daS Herz nicht zu schwer zn machen. Der Fasching war 'hier so lustig, wie seit vielen Jahren nicht, nnd die Ge^ selllgleil, momentan wenigstens, zur außerordentlichen Lebhaftigkeit gesteigert. Sogar die Ehemänner waren lN derselben Zeit so liebenswürdig, wie noch nic, und Üanzfcinde nnd gelehrte Büch-rwUlmcr scchen wil sich lebhnft dethciligen, ja sogar anregen, lcitcn und für< dern. Es war Zeit, daß der magere Mittwoch kam, um dem Teufclöspielc, dem Tanz und Mummenschanz ein Ende zu machen, denn fönst hätten die Buch- Händler an gelehrtem Absätze, Sie an Korrcspondcn- zen nnd die sämmtlichen ehcherrlichm Börsen an so. lidem Bodensätze empfindlichen Verlust gelitten. Wir hatten 4 Tanzlriinzchen im Lcseverein, thcilweise mit Mummenschanz, Damengewinncn, humoristischen Vor» lesimgtll und prächtigem Gesänge; wir hatten 3 Bälle, deren einer den anderen übertraf, einen improvisirtcn, einen der Artillerie-Unteroffiziere, welcher geschmack- voll, fehr heiter und anregend war, endlich einen Vüngcrball, mit unerhörtem Besnche für Stein, sehr hübscher Ausstattung und einer Menge Ueberraschun- gen für die Damen, die so viele Cotillon-Nittcr und Eomlhurc schufen, daß mau bei einem diplomatischen Feste zu sein meinte. Die Sänger bewiesen, daß sie nicht bloß gern singen, sondern anch eifrigst tanzen können. Ein Sängcrlränzchcn hatte der Vodnitfeicr eiuen festlichen Ansdruck gegeben, und durch gut accen> tnirtc Deklamation eines Gedichtes von /orm die Bedeutung beS Manneö und Tages hervorgehoben. Leider «?ar der Fasching auch wieder durch den Ausbruch eines Natioualfehlcrs, der besonders in un» seren Gancn starl herrscht, getrübt. Es kamen zwei ^odtschlägc vor, und der eine, im Bezirke Egg, den f,!/ SW. der Burschen, bei Hochzeiten ein Geschenk das'^> /'^' "'"^"' ueranlaßt halte, ward Ursache, boten würd! ^" "usül'ung derselben strcugc vcr- .",".,„'' Der Sim, dcrscll'en ist schou läUstst " , 5"«cu, uud ist durch Verschwinden so na cher c lwnrd.ger, echt nationaler HochzeitSqebmuche a.chcr Zusammenhang mit der Bedeutung des Tages gekommen; :mr die Unsitte blieb, die G leaculmt !u reichlichem Weingenusse zu hltztcn Trinlcr aneinander gerathen, um alle oder neue Streitigkeiten anzufechten. — Hat der Fafchiug der Lust seine Katakomben sie-l' scrt, wn-d die Fasten dem Mitgefühle für die armen. M"gllud.-n Landsleulc in Iuncrlrain feine 5pscr Klugen. Die Sänger werden ein musikalisches Kränz-°)e» zum Besten derselben veranstalten, uud so hoffen erw^.^'«^!?"-" b" ll"'gs>, Fastenzeit die frisch rrwecltc Gcsclliglclt in Slciu nicht in Todc^schlaf versinken nnd dnrch sie zugleich ein Ztrimßchcn der Armuth in den Schoos; fallen wird. Ihre Notiz über die Fcstnchmung eines gefähr. lichen Individuums in Poudjc und die Flucht eines anderen mnß dahin berichtiget werben, daß bcr fest« genommene Uebcllhäter bei der wüthenden Gegenwehr verwundet wurde, während über cinc Verwundung des Flüchtling« nichts Sicheres bekannt ist. Ersterer, der selbst bewaffnet war, lonulc erst nach stattgehabter schwerer Verletzung überwältigt werden. Wir danken dem Eifer nud dem Mnlhc unseres Gendarmerie-Posten« in jüngster Zcil schon die Feslnehmnng inch, rcrcr sehr gefährlicher Pclsoucu. — In Kärntcn herrscht ein großer Prlchcr« mangel. ES sind dort 75 KaplauSposleu ni.lcsctzl, und werden 27 Pfarren sKuraticn, Erpositnrcu) von Nachbarscclsmgcrn nulprovidirt. Einzelnen Priestern wnrdc deshalb die Erlaubniß ertheilt, au einem Tage zweimal die heil. Messe z» lesen. „Selbstvc, stündlich wird dicsc Konzession an bestimmte Bedingungen gc-buudcu, welche jcdcu eigenmächtigen Mißbrauch und jede Verletzung der dem Allcrhciligstcn schuldigen Ehrfurcht hiutauzuhaltcn geeignet sind", ^ heißt eö in cincr sürslbischöflichlu Vcroldnung für die Diöccsc Gilrk. — Mau mcldc! lu>c< Witdo» in Sleielinart voiu 2. Vlärz: Zwci italienische Llcinlnechcr, Daniel Sglicrzer uud Johann Molinari, waren gestern iiu hiesigen Stcinbrnchc init Sprengen bcschafliat. Eic hallen ein Bohrloch angebracht. dicscS gcsülll uud die Mine angezündet. (-m Könige von Preußen in Aucrleimung seiner Verdienste als vormaligen k. preußischen Eonccrlmeister der Kronenorden verliehen worden. Vermischte Nachrichten. Eine Statistik der ^giwranz bringen mehrere italienische Blätter. Das 'vicdergldorcuc Köuiarcich welches bekanntlich 22 Millionen Bewohner zählt' enthält darunter 17 MUio!,-», ^clche ^ber lesen noch fchrciden tonnen. Dirß Gcständniß über dc» italicuischcn Don Ouizotlsmus, dcr nun auch schon an der Spitze der Zimlisatimicu marschircn will, ist in der That rührend schön, — Am 22. v. M. starb iu Lauczcnlhal iu der Schweiz der 84 Jahre alte Josef Iost, ehemaliger Soldat des Schwclzcr-Negiuicutö v„^igs XVI.. der als 12jähri^cr Tambour dci der Erstürmung der Tui-lcricn im Jahre Nl^ durch das Voll. nuter dcn wenigen Schweizern war, dic damals dem Tode cnt-tamcn. In späteren Jahren war cr als Aufsehcr bci dem Lo'wcndcillmal in ^uzcrn angestellt. — Der englischen Admiralität ist auf nichtamili-chcm Wege ein Telegramm zugegangen laut welchen, die brittische Flotte wieder einen herben Verlust erlit« teu hätte: I. M. Schift .Galatea" (Kapitän Ma-gliire. 2li Kanonen, .^'"7 Tonnen, !>!sX> Pfcrdclraft, mit einer Bcinannung von l>U> i7fsiz,c^l, und beuten) sci in der Nahe dcS Eap Hcnry, unweit der Mün< dung des Ehcsapcakc an der Küste Birginicus, ganz« lich untergegangen, und es herrsche stwsic Bcsorgniß über das Schicksal der Mannschaft. Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. Wien, tt. März. ),n Finanzausschüsse erklärt Vtecs« rn be;üsslicl» der Auträssc des Hubcomit«'ö. die 3tessierunft verlande die wörtliche slnnahme ikrrr Propusitionen. Der Hi«an;a»»öschufl beschloft dem Absseord« »rtenhanse ;n empfehlen: Neberssang ;nr Tagesordnunss bezüglich des VrintS'schen Antrages. Der Ausschus, ist f»ir Veratliung des Budgets >»»»«» H^ittt, wenn das z»?«» «Hitt^ erlassen. <<'!>, gcstcm früh « Uhr ^<» Minuten Vormittags in Wicu aufgcgrbrnes ^clcgramm ist erst Abends '> Uhr ?,''' Min. hicr eingetroftcn. D. R.» Prag, 7. März. (N. Fr. P:.) In dem Presi-prozcß der „Politik" wurde der Redakteur, angeklagt der (ihreubelcidigung gegen Offiziere, von der Ueber-lrctung des H. lo dc? PrcßgcsctzeS wegen Beweis» mangel frcigcfprochen, der Verletzung des §. !j2 aber schuldig erklärt, zu 80 fl. Strafe und 00 fl. gan-lionSverlnst verurlheill. Dat« cizbischöflichc Ordiuarialsblatt vcröftcnt-licht die Eucyllika, den Syllabus und die Bcslim-mungcn wegen dcS Iubiläuins, Verlin. 7. März. Die ..Nordd. Allg. Ztg." veruimmt: Sowohl Kiel, wie das Höruphaff werden zn Häfen der preußischen Marine eingerichtet. Verlin. 7. März. lN. Fr. Pr.) Der König wird im Frühjahr Karlsbad besuchen. Die österreichische Antwort iuorläufige Depesche vom 5. d.) ist eingetroffen. Die offiziösen Organe sprechen sich noch vertrauensvoll über die Fortdauer der Allianz auS. Die Verhandlungen werden fortgeführt werden. Berlin, 7. März. sN. Fr. Pr.) DaS Petcrs-bnrgcr Kabinet hat seine Nückäußcrung auf die preußische, die schlcSwig - holstcin'schc Sache betreffende Notifikation auf den Anfang des künftige« Monats vertagt. Der (5zar trifft Ende dieses Monats in Darm-stadt ein; cinc Gegcgunng mit Napoleon III. ist Gegenstand von Verhandlungen der französisch-russischen Diplomatie. Brüssel. 7. März. (N. Fr. Pr.) König Leopold gedenkt binnen Kurzem Berlin und Darmstadt zu besuchen. Mark!» und Vlschifisbmchle. Laibacb, ". März. Auf dein heutigen Martte erschienen- Ni ^agen uuo I Schiff ll Klafter) mit Holz, uud 10 Metzcn Erdäpfel. (Wochenmnrlt. P, eis c.) Wenn, vr Mek,n fl -.-(MagazinS.Prcis fl. ^.76); K ",^ .^ (Mg; Pr. si. 2.62); Gerste fl. - -.- sVigz. Pr. si 2 ^» Hafer fl.-.- (Mgz. Pr. fl. 1.80); 5al frucht fl " ^ (Mgz. Pr. fl. 2.77)-. Heiden fl.-.-(Mg: Pr ss 2 «>)). b^ fl.^.'- Mgz. Pr. fl. 2.77) K.?knruh fl ^'"' (Mgz. Pr. f. -j.Ol); ^däpfel fi. 2.- (Maz Pr fl.-.-); linsen fi. 4.- (Maz Pr N ^ /.' (Mgz. Pr. fi. —.—); Rinds chmalz pr. Pfund kr 00 Schweineschmalz fr. 44; Speck, frisch f? " d"/o geräuchert kr. 44; Butter lr. 55; (iier pr Stück tl-.iz; Milch (ordinär) pr. Maß kr. w; Nindfleisch pr. Pfund kr. 19-21, Kalbfleisch kr. 22, Schweine-fleisch lr. 24, Schöpsenfleisch kr. —; Hühndcl ps ^lück kr. 53, Tauben kr. IN; Heu pr. Ztr. fl 1 1<>' Stroh kr. 75; Holz, hartes 30", pr. Klastrr fl. 9 5>(/ detto weiches fl. 7.— ; Wein (Mgz. Pr.) rother pr 6lmcr von 1l l>is 15 fl., weißer von 12 bis 10 fl. (Mit <5imechnuna der Vcrzehruugsstcucr.) V^eustadtl, «i. März. < Wochenmarlt - Prei se.) Weize>, pr. Metzen sl. 4.-; Korn fl. 2.50; Gerste fl. 2.-; Hafer fl. 1.30; Halbsrncht fl. 3.— ; Heiden fl. 2.50; Hirse fl. :.'.,^0; Nukm'utz fl. 2.50; Erdäpfel fl. 1.80; Lmlen fi. 4.80; Erbsen fi. 4.1«; Fisolen fi. 4.-; Rinbg. schmalz pr. Pfund kr. 40; Schweineschmalz kr. 40-Speck, frisch lr. 30; dctto geräuchert kr. 35; Butter sr. 40: Eier pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß lr. 10; Nindfleisch pr. Pfund lr. 21; Kalbfleisch lr. 26; Schweinefleisch lr. 20; Schöpsenfleisch lr. —; Hahn-del pr. Stück kr. 25; Taubcu lr. - ; Heu pr. Htr. fi. 2.— , Stroh fl. l.— ; Holz Haues, pr. Klafter fi. 6.20, bctto weiches fl. -^.—; N-in, rother, pl. Eimer fi. 5.- , detto weißer fi. 4.—. Cheater. Hcutc Donnerstag: Der Hausmeister aus der Vorstadt <7riginal'Posse mit Gesang in 3 Alten, von Anton Langer. Musik vom Kapellmeister Adolf Müller Verantwortlicher Redakteur: Istuaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr 5k Fedor BambeVg^In^ih^, " 524 Telegraphische Effekten- und Wechsel Kurse an der l. t. öffentlichen Börse in Wien. Den 9, Mäsz. 5'/. M.-talllqu»« 71.90 18iM„r Nnl,ih, 93 W 5'/. Nat..A»l,h. ?«?.'i iud Kctn, Handtlsllute. vc»n Gottsch«,. Elephant. Tie Herrcn: Kl^uß. Folst-^ügsnieur, von Nil'üis. — Paulgcrg, Kaufli'ann, von Wi,n, — l5^gl>il',rgtr, Handlungsltlseüder, von Vedenl'ach, (4«0) Nr. ?l!> morc-. Firma- Protofollirungen. Beim k. k. Bandes- als Handels» qerichte zu La.bach ist am 28. Februar d. I. die Eintragung nach. steycndcr Firmen in die Register für Onizelnsirrm'n bewilligt und veranlaßt worden. Nr. 6es Herrn I. P. Moroculli. Vatiquier uon Graz. in rie cfesulive Feilbietlii,^ rer t«cm Herr» Simon Smllk von Perall gehörige!?, ge-richllich anf 422 fi. 65 5r. und 20 fi. 60 kr. bewendeten Fährnisse, a!s: eine groLe DrahtNifieümaschilie aücr ConNrliktio». abgein'lßt. f.immt den vazi, gehörigen Weikzeugen; ei»e milllere Dral?lNiftenmnschl!>e ^ ei>,e kleine Drahlstifienmaschiue lieuer KouNruklio» von Allisderg i 20 Zentner Draht ^ ein Zenlner Drahtstiflcn; eine Schlosstllialik samnit Schlaube» und Feilen' eine Tischlerbank sammt Werkzeugen; eine Dezimalwage; «ine llelue Dezimalwage; eine grope Schalwage; eine kleine Schalwagt; eine Drcchlslifitnpllßlimschilil' scuunilZ»' gehör- eine Vetlftall samml Malratzen il»d Kohen; ein tinner Tisch; ein Sessels ein altes Schreibpult; ein alter Spiegel; ein alter Lpeisekasten; eine llrine Wanduhr ^ ein« Splißlmme; ein gassel mit eisernen Reifen; ein alter Schuliladkasten. mid 40 Stück weiche Vrctler wegen schulrigel ^XX)fi. c^. „. c. bewilliget, und zu bereu Vornahme die Tagsaßuug aus den 20. Mar, »mo 4. April I. I.. jedesmal Vormittags um 9 Mr. in lol^ Perau mit dem Veisahe .n:g^. Fcdvuar 1865. (^98—2) Eine Wohnung von drei bis fünf Himmcrn sammt Sftnr< hcrdlüche und großem Keller ist uon lonnnmdcn Gcorgi an zu vcrgcbc». Das Nähere Klagellfmter Strasse ?ir. K9 im Oasthause „Zur ncncn Welt". In der dcntsche,» Gassc Nr. 185 im 1, stocke ist m,e Wohnung, brs!lh,'i,d au(> vier Zimmer«», Vol;im-ünr. >tllchl> . S^is?, Hol^cllcr und Vo-dmtammer. ^u Ororssi ;» vcrgelif,,. (507—N ^^l^ F»' eW Verkauf »M Mcjsiül, Schmied- unl, VHeism, Auf dem Äal»,hofe l'aibnch der k. k. prir. Sudbalnigeftllschaft sind die Metallbestandtheile einiger unbrauchbar gewordenen mechanischen Ol'ielte an den Meistbietendlll zu verkaufen, und zwar: »»»«« Zoll-Pfund Schmiedeiscn, 4383« „ „ Gußeisen, «7» „ „ Messing. Es werden nun Kauflustige eingeladen, besagtes Metallmaterlale auf dem Vabichofe in l'aibach bei dem Uilterzcichncten in Augenschein zu nebmrn. was täglich gescheben kann; auch kölmei, bei demselben längstens bis HQ. d. Mt. schriftliche ssaufsoffcrte für jede Metallsoitc im Einzelnen, oder allt zusamnlen, eingebracht »uerden. Laibach den 8. Mlz !8s'>'>. Ingenilur. l M Richt zu übersehen! N ! Der ergcbenst Gefertigte empfiehlt dein verehrten l'. T'. > ! Publikum sein großes Lager von « I Mljslll^^-^lillllenjchilllllll. I > sowie für die spätere Saison nach dcr neuesten Aasv« > > auü in- und ausländischen Stoffen in jeder deli?bl> > R gen Größe > » Ferner sind bei ihm verschiedene » ! Seidene Alpacca und Baum- > ! woll-Negenschirme ! I in großer Auswahl zu den billigsten Preisen zu haden. D ^ Auch übernimmt er das Ueberziehen, wozu eine > « bedeutende Answahl von Stoffen bei ihm sich befindet, D ! und besorgt jede Art Neparatuven prompt und billig. 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