^ «» Sonnlag den l0. Juni t877. XVI. Jihrgaag vi- ,M°rbuig«r Sfi«»»»' «scheint j-den Sonntage MMwoch und Ar-itag. Pr-ift - für Marburg: gan,i-hi>° S haldjähria S ,1^. °i-rt«Ijah-i° l ö» k,! siir gustillun-ins Hau» monatlich 10 kr. — m»t Postverseiidnng: ganzjährig tt fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebahr 8 kr. pr. Zeile. „Politischer ^lldifftrelltismug?" Marluirg, 9. Juin. In seiner Rede, welche der Reichsraths A^>-geordnete Dr. Herbst alif der Landstraße zu Wien gehalten, sagt er u. Ä.: „Die gefährlichen Zeiten sind sür das politische Leben nicht die ausgeregten; sie si»ld auch nicht die Zeiten, wo der Versassnng oder der Freiheit eine wirkliche (Äesahr droht. Gefährliche Zeiten sind diejenigen, wo der politische Jndiffecentislnus sich dreit macht." Jene Kreise der Bevölkerung, welche nach t'^r Verfassung politisch nicht volll)erechtigt sind, lasse«» wir heute ansjer Frage; wir haben nur jene vor Augen, zu welchet» die Zuhörer des ?precherö zählen — die Vollbürger Oesterreichs — die Reichsratl)S'Wählcr. In diesen Kreisen herrscht der politische Indiffcrentismus init tödtlicher Macht — Beweis uic cingeschlasenen politischen Vereine, die nn-gelesenetl Berichte über die Vt^rhandlungen des '.Itelchsrathes, die ungehörten Berichterstattungeil der Abgeordlieteil in Wählerversamntlu»igen, die ungelesenen Leitartikel ei^nster Blätter, die ungeschminkten Aeuberungen der l^^Neichgiltigkeit bei jeder Gelegenl)eit, welche politisch Thätige machen soll. Und wenn die Vetfassung die politischen und wirthschastlichen Erwartungell auch der bescheidensten Kreise nicht ersüllt l)at, so tragen diese selbst wenigstens die gleiche Schuld, wie der Redner Dr. Heri'st uild seine (ÄesinnuiigS-genossen im Neichsrathe. Und wenn Dr. Herbst zum Schluße den Hitnmel angerufen, daß er uns vor dein politischen Jndifferentismus bewahren möge, so ist dies nicht blos eine Redensart, nein! es birgt sich dahinter unwillkiirlich ein beschämetldes Ge-ställdniß. Die Wähler allein sind es, welche den Nagkl schmieden znin Sarge ihres politischen Lebens — die Wähler allein sind es auch, welche die unerläßlichen Bedingungen dieses Lebens erkennen und sich die Freiheit durch po« litische Arbeit verdienen müssen. Der religiös (Älänbige vertrant dem Himmel u,»d darf nach seiner Ueberzcugung vertrauen. Der politische Vollbürger ist auf sich selbst gestellt, auf feine Staats- und Parteigenossen. Wenn wir unserer eigenen Kraft inißtranen; lvenn Mitwähler und Geivählte uns getäuscht und wenn trotz alledem uns die bittere Erfah-rung nicht klliger gemacht und wir theilnahms-los die Hände in den Schooß legen, dann flehen wir vergetiens — oann finden mir keinen Himmel, der uns rettei vor dem politschen Tode. Dcr kltrikal-bonaparliliijcht Plan. Unter diesetn Titel bringt der „Cotirrier de France" die Enthüllung, daß der Vatikan und Bonapartisten sich voll'kommen geeinigt. Dieses stinunt zwar nicht init deti Worten des päpstlichen Nllntius übereil,, welcher sich ofsen für die Präsidenlschast des Marschalls Mac Mahon auf Lebenszeit ausspricht, aber man dars nicht außer Acht lassen, daß der Vatikan nicht allein den, welcher l)ellte die Macht noch itt Händen hat, schonen muß, sondern daß er auch mit seinen Plänen heute noch nicht offener hervortreten kanit ohne dieselben unmöglich zu tnachen. Seit dem Jahre 1874, schreibt das erwähnte Blatt, ist lnait am päpstlichen Hofe sehr besorgt wegen der inlieren Politik Frankreichs. Sobald tnan eingesehen, daß der Thronbelteigung des Königs sich unübersteigliche Hindernisse entgegenstellten, sprach inan sich sür die Restauration des „kaiserlichen Prinzen" aus, und zwar unter der '.tzedingung, daß er dem Papste gegenülier bindende Verpflichtungen eingehe. Wie BrogUe in diese Jntrigue hineingerietl), läßt sich nicht genau sagen. Mau deutete wahrscheinlich seinen Dttrft nach der Gemalt aus, uitd er scheillt auch nur ein Werkzeug zu sein, dessen man sich zur gelegenen Zeit etUledis^en wird. Das, lvas man den ltt Mai nennt, war ein rein l,onapartistisch-klerikaler Streich. Aber jetzt beginnen die Schwierigkeiten. Es gilt, den Marschall niit allen Gemäßigten und nainentlich init deil geinäßigten Bruch-«heilen der republikanischen Partei zu entzweien und die Auflösuiig so schnell als ntöglich bekre-tireu zu lassen. Man macht sich keine Illusion über deil Aussall der Wahlen; man weiß, daß die Repul)likaner als Mehrl)eit zurückkoinnren werden, aber man iveiß auch, daß die Minderheit fast ausschließlich ans Bonapartisten und kaiserlich gesin'lten Klerikalen bestehen wird. Was wird der Marschall Angesichts dieser neuen Versatnmlung thuu? Die lvenigeil Orle-anisten, welche dann noch in seine Nähe dringen können, werden ihn» die Vereiniguilg der deidcn .skammern zu einem Kongreß in Vorschlcig bringen; aber die Bonapartisten iverden ihn» er-klären, daß. wenn er so liandelt. er Frankreich deni Radikalismus überliefert und die konfer-vative Partei verräth, der gegeuilber er Verpflichtungen eingegangen ist; die L^lerikaleit werden ihnl die nätnlichen Vorstelluirgen niachen und ihln beweisen, daß, »venu er zrnn Rück A e »l i l t«! t o n. Zar Vtschichlt des Abtrglaubrus. (Schluß). Auch »vir noch feiern die Jubelfeste unsere: Kinderfreude unter dein Welhnachlsbauine, unter dem Baunie, der, lvie das Volkslied fagt, nicht nur ztir Sonimerszeit grünt, sondern atich im schneekalten WilUer. Dein Inder erwachte sein Welterlöser Budt'lia unter dem Feigenbaum der Erkenntnlß zur ParadieSlvonne oer Rirvanaweisl)eit und Brahma's heilige Drei-eilugkeit entsproßte einer Lotosblume. Denken wir nuu aber au den Unsinn, den Betrug und das Elend, ivelches die Menschheit in Fornt des Wünschelruthenwahns, des Alraunenunsugs, des Misteldielistes. der um Menschenopfern ver-bltndenen Hailwerehrung der Gerlvaneit^ dainl aber auch ganz besonders in Form oes inedu zinischen Aberglaubens an die Heilkraft gewisser Wunderpflanzen heintgesucht hat, da wandelt uns ein Gratie»! ai». Selbst die Geschichte der Kunst, diese Balsatnküste jeilseit des großei» Oceans der bisherigen Lüge, genannt Kultur» geschichte, vermag uns nicht völlig über den Schmerz zu trösten, welchen der steinalte Jammer der Menschheit einkin Jede»» einflößt, der die Wohlfahrt der Völker nicht nach der Anzahl rauschender Triumphzüge und prunkender Schaustellungen, sondern nach deni tÄrade be-mißt, in welchen^ die Menschenherzen i,n Preise steigen. Denn dieselbe Seelenkrast, ivelche nns dein olympischen Zeus von Phidias schenkte, schuf auch das Götzenbild des Hlntzilopochtli, welchein Millionen bluteten. Deinselben Ver-lnögen, tvelchent wir die Syinphonien Beetho-ven's verdanken, etUsprangen auch die Grabgesänge, unter ivelchen auch die Brahlnanen Tausende und al»er Tausende iirdischer Witwen sich lebeitdig verbrennen ließen, und Äöethe's ^ Lieder entflossen derselben Quelle, wie die Zau-berforineln der egl)ptischen Priester oder die Bannflüche römischer Päpste. Diese Quelle ist die Phaittasie. welche, von der Vernunft gezilgelt, als eine gütige Fee die herrlichsten Gaben der Knnst spendet und die Wissenschaft mlt der Lösung der smten ohne Sold, was namentlich auf dei» allgebornen Raubsinn der Kurden einen gesährlichen Einfluß übt. Und welche Hoffnung hat die Pforte auf die Wildheit und Ausdauer dieser Reiter gesetzt. Vermischte Nachrichten. (Zur Erinnerung an GUtende rg.) England seiert die Einführung der Buchdructer-Kunst, welche dort im Jahre 1477 stattgesunden. e i n h a n d e l. Ausfuhr nach der Schweiz) Der österreichisch ungarische Konsul in Gens hat nach Wien lierichtet, daß sich sür den Absatz unserer Weine nach der Schweiz eine sehr günstige Gelegenheit darbiete, weil der Weinverbrauch im westlichen Theil jenes Lande» zunimmt, die Preise der sranzöstschen Weine aber fortwährend steigen. (Klo sterwirt hschast.) Aus Prze-worsk in Galizien wird dem „Dzienik Pos-nansN" gemeldet: „Die unter dem Schutze des galizischen Landes^AuSfchusses großgezogene Klo-sterwirthschaft in unsern öffentlichen SanitätS-Anstalten ist bereits vielsach einer scharfen Kritik unterzogen worden — das letztemal vor kurzer Zeit bei Gelegenheit einiger ^grober Unregelmäßigkeiten", welche die Barmherzigen Schwestern sich bei der Verwaltung der Kul« parkower Irrenanstalt zu Schulden kommen ließen. Diese saubere Pflege erstreckt sich aber auch aus die geistige Fürsorge, welche die Nonnen hierzulande den Waisenkindern angedeihen lassen. Vor wenigen Tagen ereignete sich in Przeworsk ein staunenerregender Vorsall, welcher verdient öffentlich besprochen zu werden. In Moszczany leiten die Barmherzigen Schwestern eine aus Landesmitteln dotirte Waisen-Erzte-hungsanstalt. Die Kinder werden da von den Jesuiten über die „Konservation des Secleu« Heils" so eifrig belehrt, daß die meisten ihr lebelang zum Frommen der Kirche in den Klostermauern verbleiben und jährlich das Kontingent der Münchs- und Nonl'.en-Armee vermehren. Pfleglinge, die es vorziehen, die Kulte gegen einen weltlichen Berus umzutauschen, werden nicht selten gewaltsam zum Verbleiben verhalten. So erging es in der letzten Zeit einem blühend schönen, zwanzigjährigen Mäd-chen, Namens Katharina Fronzek, welche nicht nach der Lehre der Herren Jesuiten sür ihre Seele sorgen wollte, sondern den Wunsch kundgab, frei zu werden und durch Arbeit ihre weitere Existenz zu fristen. Die srommen Schwe» stern von Moszczany wendeten alle erdenklichen Mittel an, um das Mädchen von dieser sündigen Absicht abzuliringen, allein die Mühe war vergebens, denn Katharina beharrte immer auf ihrer Absicht. Nun ließen sich endlich die Nonnen herbei, die Renitente nach Przeworsk ins Kloster zu fthren, um sie hier angel)lich in den Dienst bei der Fürstin Lubomirski aufuehmen zu lassen. Die Oberin der hiesigen Barmherzigen Schwestern, Apollonia Gizewska, that aber nichts dergleichen, sondern behielt durch volle fünf Wochen Katharina Fronzek im Kloster, um dieselbe späterhin ohne jedweden Grund in das Korrektionshaus in Lemberg, welches ebenfall» von Nonnen geleitet wird, zu schicken. Das unglückliche Mädchen befindet sich also ohne irgend» welches Verschulden unter den liederlichsten Dirnen in Gewahrsam, bloß deß»vegen, weil es den Zuflüsterungen der Patres nicht Gehör schenkte. Nicht einmal den nächsten Anverwandten ist es vergönnt, die ganz unschuldig Gemaßregelte zu besuchen. Das Faktum bedarf keines Kommentars, allein es wirst sich die Frage von selt)st aus, ob es in Galizien keine kompetente Behörde gebe, welche derartigen Mißbräuchen ein Ende zu bereiten vermag." (F ra ue n f rag e.) Der „Wiener Haus« frauen-Verein" errichtet in Prag eine Verkaufsstelle weiblicher Handarbeiten jeder Art, unl Frauen und Mädchen zu helfen, welchen ihre Lebensstellung die persönliche Berührung nüt dem Käufer erschwert. (L a n d w ir t h s cha f t. Aufmandlung des Getreides bei fenchter Witterung^) Bei regnerischer Witterung ist es gerathen, das Getreide aus eine Weise in Mandeln zu bringen, welche es gestattet, dasselbe selbst während des Regens zu binden. Man denke sich vier, sechs, acht u. s. w. das heißt überhaupt eine gerade Aitzalil von Garben so in einen geschlossenen Kranz gelegt, daß stets die Nehren der einen aus dem Schnittende der ander» liegen, und dann den Kranz so zusammengedrückt, daß die Garbenin zwei geraden Reihen dicht nebeneinander (parallel) und nur die zwei äußersten (senkrecht daraus) quer liegen, so hat man einen sch,nalen viereckigen Grundbau von geneigt stehendeil Garben, i»» denen die Nehren den Boden nicht berühren, mithin bei der nächsten Regenpause abtrocknen können. Droht dann der Regen wieder, so kann man dieses kranzartige Posta« ment rasch mit zwei oder drei Querlagen von Garben regendicht eindecken, an deren schies abwärts hängenden Aehren dann daß Wasser unschädlich herabrinnt. Mit etwa zwanzig die Garbensorm nachahmenden Papierschnitzeln kann man bei einigem Mutterwitze den Bau dieser Mandeln leicht begreiflich machen. Sie legen sich, einmal gelernt, rascher als die meisten anderen, tauge,l auch sür kurze» Getreide, verursachen keinen Körnerverluft durch Ausreiben und werden von Stürmen nicht leicht au»ein-andergeworsen, besonders ivenn man sie der Länge nach in die Stichtung der herrschenden Winde legt. Zu bemerken ist nur, daß die Garben nicht dicker sein dürfen, als die halbe Halmlänge ; auch ist es gut, wenn die vier die Ecken de» Fundanlents bildenden Garben nahe an den Aehren gebunden werden, weil sich dann das Ganze fester bindet. Man kann so auch ganze große Feime ohne Strohunterlage ausbauen, indem man um den ersten Kranz beliebig viele weitere legt und über diesem Postamente den Feim auf die gewöhnliche Weise ausbaut. ^ttarkuttjer Berichte. Sitzung de« Gemeinderathes vom 7. Juni. Herr Ludwig Bitterl von Tessenberg erstattet Bericht Über das Ansuchen der Sparkasse-Direktion, betreffend die Genehmigung jenes Vertrages, welchen dieselbe mit der Dom- und Stadtpfarre behufs Erwerbung einer Grund-parzelle zur Eröffnung eitler geraden Straße abgeschlossen. Diese Parzelle hat einen Flächen-rauin von l27 Geviertklaftern und kostet 19bö fl, da attch ein Kellergebällde abgerisseil werden lnuß. Nach dem Antrage des Bericht -erstatters wird dieser Kauf genehmigt. — Frau Anna Böhm, welche sich gegen den Ministerialvntscheid, betreffend eine Zahlung voil 430 fl. sür die Kanalisirung in der Deutsch-gafse nnd Kasinogasse an den Verwaltungs-GerichtShos gewa»ldt, ersucht, der löbltche Gemeinderath wolle mit der Betreibung inilehalten, bis die Erledigung stattgesunden. Die Sektion beantragt durch Herrn Ludwig Bitterl von Teffenberg, der Gesuchstellerin bis !. November d. I. Frist zu gewähren. Herr Marco bringt zur Kenntnib, daß von diesem Gerichtshose die Sachen gewöhnlich binnen zwei Monaten erledigt werden. Der Sektionsantrag wird zum Beschluß erhoben. — Herr Ludwig Bitterl von Tessenberg be-richtet über die Aufforderung des LandeH-Schnl-rathes um die Gewährung einer Entschädigung ftr da» Normalschul-Gebäude. Es ist eine aktenmäbig feststehende That« sacht, daß zur Erbauung des Hauptschul-Ge-bäudes in Marburg auch der Norinalschulsond im Konkurrenzwege herangezogen wurde, welchem damals die ökonomische Fürsorge für die Lehrerbildungszwecke oblag und daß ein beträchtlicher Theil der im Gebäude befindlichen Lokalitäten (cirka 3l Prozent) sttr Lehrerlüldungs-zwecke gewidmet war. Diese theilweise Widmung de» Gebäudes siir Zwecke der Lehrerbildung ist weder durch ein später erflossenes Gesetz, noch durch eine später eingetretene Thatsache beseitigt worden und besteht daher auch gegenwärtig noch zu Recht. Da nun dermalen die Widmung für den Zweck der Lehrerbildung dem Normalschulsonde abgenommen und auf den Staatsschatz übergegangen ist, und der letztere, wie in die betreffenden Aufgaben des Norlnalschulfondes, so tNlch in die gesammte Rechtslage eingetreten ist, in und vermittelst welcher der gedachte Fond jener besonderen Widinung nachkam, so erscheint der Staat auch berechtigt, die in Frage stellenden Lokalitäten für die Zwecke der Lehrerbildung in Anwendung zu nehlnen. Da nun aber Seitens der Staatsverwaltung für die Lehrerbildungs-Austalt anderweitige Lokalitäten beigestellt worden stild und dermal da» gesammte in Frage stehende Schul-gebäuoe einschließlich der früher für Lehrer-bildungS'Zwecke verwendeten Lokalitäten von der städtischen Schule verwendet wird, erscheint es weiters begründet, daß die Städtgnneinde dem Staatsschatze gegen dem, daß derselbe aus die fernere Inanspruchnahme dieser Lokalltäten für LehrerblldungSzwecke Verzicht leistet, ein entsprechendes Aeqnivalent gewähre, welches sich mit Rücksicht auf den Werth des Gebäudes und den von dem Lehrerbildungszwecke bestinim-ten Theil desselben, auf 6000 fl. zu belaufen hätte. . . . Der Stadtgemeinde katin übrigens nicht entgehen, welche bedeutellde Opfer der Staats-schätz für die Lehrerbildungs-Anstalt in Marburg. deren Bestand in vielen Beziehungen auch der Gemeinde zum Vortheile gereicht, be reit» gebracht hat und noch zu bringen genöthigt sein wird." Die Vertretung beschließt dem Antrage der Sektion gemäß: ,,Jn Erwägnng, daß nach den gepflogenen El Hebungen die fragliche Anforderung zur Zahlung von 6000 fl. an deu Staatsschatz weder auf gesetzliche noch rechtliche Griulde sich stützt, wird diesem Ansuchen keine Folge gegeben und der Herr Bürgernielster ersucht, diesen Beschluß dem löblichen k. k. Landes - Schulrath mitzu-theilen." — Herr Johann Girstma^r berichtet, daß Herr Anton ^mdl erklärt habe, dem Beschlnß des Gemeinderathes, betreffend die Beseitigung der Uebelstände vor dem Hause Nr. in St. Magdalena zu entsprechen und die Abänderun« gen nach den Bestimmungen des bezüglichen Protokolls ausführen zu lassen. Wird zur Kenntniß genommen. Die Bewohner der Josefi- und Baucalari-gasse ersticheil um entsprechende Straßenbeleuchtung, um Herstellung eines Fußweges läugs der Häuserreihe mld lim Reinigung der Fahrstraßen. Der Berichterstatter Herr Johann Girst-mayr findet, daß die Beschwerden nur zum Theile begründet seien. Das Sicherheitrg^ läiider an der Josefistraße sei in schlechtem Zustande; diese aber sei eine Bezirksstraße, die jetzt regu-lirt wird. Der löbl. Gemeinderath wolle lie-schließen: Nach Vollendung der im Bau begriffenen Regulirnng der Josefi-Bezirksstraße ist eine Stadtlalerne, am Forstner'schen Zaun so aufzustellen, daß diese im Mittelpunkt zwischen die am Forstner'schen Haus einerseits und am Wesseli'schen Hause anderseits angebrachten öffentlichen Laternen zu stehen konunt. — Herr Wiesinger erstattet Bericht über die Einweudungen der Interessenten gegen den Entwurf des Stadterweiterungs-Planes für St. Magdalena. Es haben nur sechs Reklamationen stattgefunden, die wesentlich dahingehen, daß der RegnlirungSplan nicht anf das ganze Stadtgebiet ausgedel)nt worden. Die Sektion beantragt, es möge ein vollständiger Plan ausgearbeitet werden; es mögen ferner alle Gegenstände ausgetragen werden nild sei zu diesem Behuse ein Komite von sieben Mitgliedern des Genleinderathes einzusetzen, welches durch zwei Sachverständige verstärkt werdeil soll. Dieses StadteriveiterungS^Komile soll mit den eiiizeliieil Interessenten verhairdeln und Rücksichten der Billigkeit gelten lassen. Als Sachverständige mögen die Herren Ingenieur Arledler ul,d Di rektor Perko beigezogen werden. Der Bürgerineister Herr Dr. M. Reiser l)ält ein solches Koinite sür üderflüßig; die Sache betreffe die Bansektion, welcher es freistehe, Experten beizuziehen. Auch wolle man versuchen, die Differenzei, mit jenen Parteien, welche lSinwendungen erhobeil, gütlich zu beseitigen. Der Plan habe das ganze Stadtgebiet zu umfassen. Nachdem noch die Herren Wiesinger, Dr. Reiser, Johann Girstmayr und Lobenweii» gesprochen, wird der Wunsch des Herrn Bürgermeisters von der Sektion zum Antrag erhöbe»» und diesein Antrage beigestimint. Zugleich wird der Herr Bürgermeister ermächtigt, die weiteren Arbeiten durch Herrn Lobenwein in Ausführung bringeil zu lassen. Herr Johann Girstmayr wünscht, es möge Herr Wiesiuger bei diesem Plane thätig mitwirken. ^ Das städtische Haus in Meiling soll als Landwehr-Kaserne neuerdings verpachtet, das städtische Ländgefälle, sowie der Garten bei dein v. Gasteiger'schen Hause zur Wiederverpachtung ausgeschriebe,» werden. ^Berichterstatter Herr Ludwig Albensberg.) (Heimische Kunst. Photographie von Marburg.) Herr Krappek hat eine Photographie von Marburg (Postgasie, Leyrer'sches Haus) zur Schau gestellt. Diese photographlsche Aufnahme der Stadt ist die größte aller kiisherigen und ehne Zweifel auch die küilstlerifch vollendetste, die wir noch gesehen. Wahl des Standpunktes, Weite des Gesichtskreises, Feiilheil nnd Schärfe der Darstellung l'erechligen zu diesein Urtheile nnd köilne»» wir iinr wüiischöli, daß viele Bestelliingen gemacht werden zur Eriiineruug an „Marburg iin Jahre 1877." (Blitz nnd Brand.) Durch- einen Blitzstrahl eiltzüildet, ist zu Groß-Rodin, Ge^ richtsbezirk Rol)ilsch, das Wohiigebäude des Gcnndbesitzers Georg Kropeujchek adgebrailiit. Der Schadeil beläust sich aus 800 fl. (Ertrunken.) Ain linken Ufer der Drauinsel bei Lal'oszen wiirde ein Leichilain mäiinlichen Geschlechtes allsgesunden. Die behördliche Untersuchung ergab, daß der Unbekannte 45 Jahre alt geiveseil und 4 Wochen iln Wasser gelegen. Spureii von Gewalt konnten an dieser Leiche iiicht entdeckt werden. (T r a n ll i' g.) MurkliS Grus BolnbeUcS und Ferdinaildine Boinbelles geboriie ReichS-gräfin voii DraSkovich geben Rachncht, „das; die Vermählung ihrer Tochter Sophie Gräsin Bombelies init dein Herrn Ferdiiiand Reichs-grasen nnd Herrii zu Brandis, k k. Käininerer und Oberlientenant i. d. R. des 15. Hußaren- regimentes" am 9. Juin in der Schlobkapelle zn Mendvor bei Warasdin stattfinde!. (S chulj nb il äu iN.) Die städtische Volksschule in Cilli, welche am S. Ju.n 1777 eröffnet worden, hat gestern ihr hundertjähriges Jnbiläum gefeiert (Impfung.) Heute den 10. Juni NachinittagS 2 llhr beginnt im Gebäude der Mädchenschule die Impfung durch den Konnnu-nalarzt Herrn llrbaczek. (Militärgeographie.) Eiile Abtheilung des militärgeographischen Institutes wird sich vom 1. November bi» 1. April in Marbltrg aufhalten ; die Vorarbeiten sollen aber schon iil diesetn Moiiate lieginnen. Die Abtheilung besteht aus zwölf Personeil und befinden sich darunter nenil Offiziere. Letzte Post Der Handelsvertrag Vksterreich Ungarns mit Italien vom Jahre 1867 tst bis (Knde 1877 verlängert lvorven. Die RegierungS?reise Ungarns hoffen l zttglich de» Beitra ges zu den gemeinsamen Angelegenheiten anf ein befriedigende«^ Er-gebniß. I» Rußland ist eine neue Aiekrutirang angeordnet worden und werden diesmal 218,VON Mann ausgehoben. Die ruffischen Kanonenboote, welche im Hafen von Nikvlajeff liegen, Verden die Oonaul^infahrt zo erzwingen suchen. Bor Salonich und Tmyrna fknd Tor-p do» gelegt worden. Die Rnfsen haben Venjak, Olti und Litarakilissa in Tttrtisch-Armenien ohne Kümpf fetzt. Wom Büchertisch. Geschichte dcr iisttrr-ungar. Mouarchie, das ist: der Entivicklung des österreichischen Staatsgebildes voil seineir ersten Ansäilgen bis zu seinein gegeilwärtigen Bestailde. Ein Volksbuch nach den besten Quellen bearbeitet von Moritz Smets. Der österreichische Kaiserstaat, desseir Entstehung durch einen geschichtlichen Prozeß von lnehr als acht Jahrhuilderteil vollendet ivorden ulld dessen staatsrechtliche Ulugestaltung in ein zweigelheiltes Reich auf verfassungsinäviger Gruildlage: die österreichisch-ungarische Monarchie seit dem Jahre 18L7 datirt, ist schon durch sein Völkergeiuisch, durch seil,e Läiidermasse unbestritten eines der iiltereffantesten Staatenge-dilde Europas. Der Versasser, durch seine früheren geschichtlichen Arbeiten derLesewelt bekannt, bietet nnil in den» vorliegenden Werke — der Frucht sorgsältigster uild umfasseildster Studien ^ die Geschichte der Völker, welche das Gebiet der heutigen österreichisch-ungarischen Monarchie belvohut habeil, oder beivohneii, sownt die Ge-ineiilsanlkeit ihrer Schicksale inil dieser nachweisbar; er bietet die Schilderuni^ des Werde-prozesses, des Entwicklungsganges der Monarchie, der maniligfachen Wandlilngeii, der ivechsel-vollei» Geschicke, ivelche dieselbe — uiNer verschiedenen Regieritilgssysteiiien— voir dem Tage ihrer ErheliUiig zu einein Erbkaiserthuine bis zu jenein des Zahres dilrch.^emacht. Das Werk, ivelches ili 17 Liefernngen von je drei '^^ogeil groß Lexikoll-Forinat erscheint, ist in fnns Bücher eingetheltt, ivelche wieder in inehrere Abschnitte zersalleil. Jedein Hefte ist ein Bild beigegeben. Fmis Hefte sind bereits er-schieileli. Preis jeder Lieseritiig Z0 kr. Das 9. Hest des ersten Jahrganges der ini Verlage Leykanl-Josessthal in Graz erschei-ilenden Monatschnst Heimglutcu herallsgegeben von P. K. Rosegger. eitthält folgeilde Aussätze: Uln'ü Heiinatland. Ein Bild ans dein Befreiungskämpfe der Tiroler von P. K. Rofegger. — Die Grabrede der Gräfin Sittner. Von Emile Mario Vacano. (Schluß). — Gaukle, gaukle, Müdchensalter . . . Vou Robert Hamer-ling. — Ein Thalgau des steierischen Oberlandes im Wechsel der Jahrhunderte. Eine Studie von Dr. Franz Krones. (Schluß). — Ein Ausflug in die Sternenwelt. Nach Karl Freiherrn du Prel. — Ein eigenes Heim! Zur Frage der WohnungSnoth von Prof. Dr. G. Jäger. (Schluß). — Ein steirischer Weltfahrer. Erlebnisse des Bauernsohnes Michel Moser aus Altausiee. — Der mystifizirte Rhapsode. Aus dem Lebeu eines Künstlers von Hans Walser. — Polte restante! -- Sonnenwenofeuer. Oberösterreichisches Kultur- und Sittenbild. - Aus der Jugendzeit im Walde. Erinnerungen von P. K. Nosegger. — Steirisches Schützenlied. Von Friedrich Marx. — Kleine Laube: Beiträge zur Geschichte des AberglaubeilS. Bußpsalm eines Schulmeisters. (Altes Lied aus denl Murboden). — In der Stnbat. Scene aus dem Vorarlberger Volksleben. — Rothe und weiße Rosen. Von Alfred Friedmann. — Beim Herrn Bruder aus der Jause. Ein Schwank von P. K. Rosegger. — Juni. — Bticher. - Postkarten des Heimgarten. Course der Wiener Börse. 9. Juili. Eiilheittiche Staatsschuld Creditaktien . . 142.— i>l Noten . 60.85 London . . . I25.Z5 in Silder . «6.30! SUber . . . . IN.25 Goldrente .... 72.30l Rapoleond'or . . Ittkber St.-'>l,iI.-Loje 11(1.25 K!. t. Münz-Dukalen 6.— iNankaktien . . . 776.— 100 Reichsmark . 61.6.') ZchVimmschllle und Dade- Anstalt in St. Magdalena. Dem geehrten Publikum wird angezeigt, daß die Schwimmschule und Badeanstalt in St. Magdalena am 1. Juni eröffnet worden und ergeht hiemit die höfliche Einladung zu rrcht zahlreichem Besuch. Abonnements werden daselbst täglich von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends angenommen. (658 Gingefandt Geehrter Herr Redakteur! Es wurde mir die Mittheilung, daß in Ihrer Stadt die ehrenrührigsten Gerüchte über mich, sowie über andere mit mir in?^erbindung stehenden, durchaus ehrenhaften Persönlichkeiten kursiren. — Ich erlaube mir daher durch Ihr geschätztes Blatt alle Jene, welche es tnteressirt, aufmerksam zu machen, daß die Konstatirutig meiner Verhältnisse durch das löbl. Marburger Bürgermeisteramt erfolgte, welches in bereit-willigster Weise meine bezüglichen Verträge, Aktenstücke und sonstigen Urkunden protokollarisch zur Kenntniß nahm. (676 Mich in lveitere Erwiederungen einzulassen, finde ich mit Rlickficht auf jene Individuen, welche die boshaften Gerüchte verbreiteten, unter meiner Würde. Genehmigen Sie, Herr Rkdakteur, die Versicherung meiner vollen Achtung, mit der ich zrichn- Albert Louis Stummer. Treviso am 7. Juni 1877. Die itt unserem lieutigen Blatte befindliche Gewinn-Mittheilung des Herrn I^««. 8uin«. ii» Ukin- ist ganz besi)nders zn beachten. Dieses weltbe-kannte Geschäft besteht weit über fiinszig Jahre und hat den bei ihm Betl)ejligten schon die griißten Hauptgewinne von Mark360.000. 270.000. 246.000. 225.000. 163.000. 160.000, 156.000, oftmals 152.000, t.^0.000, 90.000, sehr lit^usig 78.00s', 60.000, 43.000, 40.000. 36000 a. lc. Zt., am t6. Mai dieses Jal)reS schon wieder die große Piämie von 252.400 Mark und v^r Kurzem ebenfalls die große Prälnie von 246.000 Mark anSbezal)lt, wodnrch viele Leute zu reichen Kapitalisten geworden sind. sind nun wieder für einen kleinen Einsatz große Kapitalien zn gewinnen bis zn ev. 375.000 Mark. Auch bezahlt dieses HanS durch «eine weitverbreiteten Verblugungeu die Gewinne iu jedem Orte ans. Da durch dte getroffene gioßattige Einrichtuug in Vermehrung und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiliguug zn erwlirten ist, möge man dem Glücke die Hand bieten nnd sich vertrauensvoll an die Firma „Laz. SamS. Cohn in Hamburg" weuden, bei der man gewissenhaft nnd prompt bedient wird. Die Erhaltung der Gesundheit beruht zunl größten Theile in der Keinignng und keinhaltung der Säfte und des Slutts und in der Beförderung einer guten Verdauung Dies zu erreichen ist das beste und wirksamste Mittel: vr. Ilvsa's IivIwiisdalsiUli. Dr. Nosa's Lebensbalsam entspricht allen diesen Forderutlgetl auf das Vollständigste: derselbe belebt die gesammte Thätigkeit der Verdauung, erzeugt ein gesundes und reiues Blut, und dein Körper wird seine frllhere Kraft ulld Gesnltdheit wieder gegebeit. Derselbe ist für alle Verdauungsbeschwerdetl, namentlich ^ppetitlostgktit, saures Aufstoßen, Slähungtn, Erbrechen, Magenkrampf, verschleimnng, Hiimorlsliiden, lleber-ladung des MageitS mit Lpeisen zc. ein sicheres uild bewährtes Hausntittel, welches sich in kürzester Zeit wegen seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat. 1 große Flasche l fl. Halbe Flasche 50 kr. Hunderte von Anerkennungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird auf frankirte Zuschriften gegen Nachnahme des Setrages uach allen Dichtungen verschickt. Copia. Hochgeehrter Herr! BrandeiS. 1'.^. Jänner 1876. Seit längerer Zeit litt ich an Magenschmerzen uud Appetitlosigkeit. Dn wurde ich aus Jl)r Medi-j kament „Dr. Rosa'S LebenSbalsam" ausmcrksom gemacht nild Hube selben genossen. Nach Verbrauch der ersten Flasche bemerkte ich schon eine Bessernng nnd nach fortgesetztem Gebrauch sind bereiiS die Magen-schmerzen gänzlich verschwnnden, der gute Appetit hat sich wieder eingefunden und ich bin wieder ganz hergestellt. Indem ich Ihnen hiemit meinen herzlichsten Donk anSjpreche nud „Dr. Rosa'S LebeuSbalsnm" aUen Magenleidenden anfs Beste anempfehle zeichne ich hochachtungsvoll F. Staudigl. VW'" Zur freundlichen Beachtnng! Um unliebsameil Mißverständnissen vorzubeugen ersuche die ?.'I'. Herren Abnehmer überall ausdrücklich: Dr. iiosa's Lebensbatsam ans tZ. Fragners Apotljtke in Prag, zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehtnnng genmcht, daß' Abnehtnern an manchen Orten, wnln selbe einfach Lebenübalsatn und iticht ausdrücklich Dr. tlosa'o Lebensbalsam verlangteti, eine beliebige nichts wirkende Mischung verabreicht wurde. Echt ist Dr. Rosa'S Lebensbalsam zu bezieheu nur im Hauvt-Depot: Apotheke „zum schwarzen Adler" des B. Fragnvr in Prag. Kleinseite. Ecke der Spornergasse Nr. 205—III. AardurK! Wenzel König, Apotheker, I. D. Bancalari, Apotheker. Graz: I. Purgleitner. Apoth.. Joh. Eichler, Apoth., Wend. v. Trnkoki), Apoth., Adolf Jakic, Apoth.. Antou Nedwed. Apoth. z. Mohren. Cilli: Apoth. „Banmbach" nnd Fr. Ranscher. Leibnih'. Ottmar Rnßheim, Apoth. Mürzzu schlag: I. Danzer, Apoth. Rotten mann: Fr. Illing, Apoth. MM- Sätnmtliche Apotheken in Böhmen und ganz Oesterreich llngarn, sowie die nleisten Material Handlungen haben Depots dieses Lebensbalsams. O Daselbst ist ein sicheres und erproptes Mittel zur Heilung aller auch zu haben: , E„t,ündnngen. Wunden n. Geschwüre ä L5 n. 35 kr. erprobteste durch viele ärztliche Versuche als das verläßlichste Mittel bekannt zur Vi i Ui^UM« der Schwerhiirigkeit n. znr Erlangnng deS gänzlich verlorenen GehöreS. l Klsch. 1 fl. Heute Sonntag den 10. Juni 1877 im G a st h a u s g arten I« «I«r «riii»! von der 8üdbahttwerMtten-ZlluMkapeI1e unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn .ßttl». 67b Anfang 4 llhr. Entrse 15 kr. Z. 4360. (672 Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg tvird hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der Kom-munnlarzt Herr Urbaezek Sonntag den 10. Juni 1877 um 2 Uhr Nachmittags in der Ä ädchen-schule am Domplatze die Hauptimpfung beginnen nnd an den folgenden Sonntagen den 17. und 24. Ättni 1877 fortsetzen wird. Marburg am 7. Juni 1877. Der Bitrgermeister: Dr. M. Reiser. p. 7. In Bezug auf meine letzte Annonce gebe ich hiemit bekannt, daß ich der Bequemlichkeit für das Detailgeschäft lvkgen mit 1. Juni l. I. eine meiner Schnhwaarensabl ik Herrengasse Nr. 26 neu (im Hanfe der Fran Tanchmann) eröffnet, tvo-s lbst fortwährend ttorrsn-, Vamvn- l(inäoi-in größter Auswahl und zu den billigsten Preifen vorräthig sein werden. 651) Achtungsvoll Zl. lSp«t2vIr, Lokal-Verändtriing. Gmerich Waizer in Marvurg zeigt seinen hochgeehrten ?. Kunden erge-benst an, daß sein ssrisoui-- un6 ksZirgsvokM sich seit 1. Juni in der oberen Herrengaffe, im Hause des Herrn Prosch befindet, und die filialv von der Draugasie in die Tegetthoff-straße. vis k-vis der Handlung des Herrn Kokoschinegg verlegt wurde. (673 Dankend für das ihm bisher gütigst ge-schellkte Zutrauen, bittet er seine hochgeehrten ?. I. Klmden um ferneres Wohlwollen und verspricht prompteste Bedienung. Daak und Anempfehlung. Dankend sür den zahlreichen Besuch, der inir durch den ganzen Winter und auch bis jetzt zu theil wurde, empfehle ich mich den geehrten Gästen mit dem Bemerken, daß ich fortwährend die besten NatarVeine in Ausschank habe; besonders mache ich auf den guten rothen St. Peterer 1873er aufmerksam, der jetzt in Ausschank komint; auch gut abgelegenes Götz-sches Märttul»ler schenke ich jetzt. Die Küche ist gut bestellt. Bedienung prompt. 676) ' Achtungsvoll Josef Ribitfch vorm. So«dU». I.oIr»Iv»rSilil«riuie. Hlolllstin in Ilschufg, 8okulg»sso ilueu ItoeliZtzolirten t'. 1'. Xulläkn ei'ALdonst ÄU, lillss iln' vom 15. .luni lm ir» äer «kvrVi» IROri'vi»» UiIIvi RR«»« Mr. siell deiiiiäet. _ (662 llolurivll (512 l» UnrburA, Stielil's KurlensslM sinptivillt. soino photogaphischen Ärlieiten. «erantwortUche Stedaktio», Druck uud Ä-rlag von Eduard Zauschih m Vtarbmg. Mit einer Beilage. Beilage zu Nr. 69 der „Marburger Zeitung" s1877). AttSzusi aus dem Beobachtungsregister der mtteirslogischc» Btobachliiligsstiition Weiiibaiischule Marburg. k ui « S» 1877 Temperatur nach Celflu» 7 Uhr Uhr ^ V Uhr Luftdruck in Millimetern TageSmittel ^^ench. tigkeit in Pro-eenten Itttti i !. 17'0 27''^ 19-2 ?.'j7 9 65 14 4 23 3 t4 0 40 2 71 3. 14 4 23 0 15 6 4l 5, e9 4. ^7 0! 2K-K^ 19-4 409 64 ü. 18 0 27 6' 210 40 8 l)5 6. 19 2 27 8 21 4 396 6ü 7. 22 2 27.2 2l1 4 423 65 V. 20-0 j 29'7 ^ 21-6 418 63 Bewölkung heiter halb t»emölkt l^eiter AII »nerk u n g Mittlere Temperatur iin Mai: l3'7"-, mittlerer Luftdruck: 734'l)""". Regenlneil^je 56''5""". Am 6. Juni Begiiili der Traubenblütl)?. Mö1 m lilaftiurg. Ergebenst Gefertigter blinkt sür dfii bisherigen zahlreichen Besuch seines Ge- A schäftes und empfiehlt sich snr die Zukunft mit ooktsn ^ßatur-Iraudvnwvinvn, kossdavkoi' vom Jahre 1868 . . d.n Litkr mit 40 kr. KISNZVI' l875er.......„ „ „32 kr. oektvn Sausalvi- Leküekvr ... „ „ „ 24 kr. (t^as bkste Tranke! mit Kracherl oder SifonK) vvktvs kötl'sok08 Ml'lvndivr, stets frisch vom Znpfen. drn Liter zu 20 kr. sowol)l im Gkschästölokole, als ülier die Geisse. Was nun die Kiivks, Reinlichkeit, Billigkeit und prompte Bedienun;^ anlielangt, eisucht der ergebenst Geferti^zte die verehrten ?. I'. Bcivohner Marburs^s nur um einer» Versuch, mit dem vollsten Vkrtrauen, das; Niemand unzufrieden sein Lokale ^ Verlassen wird. Hochachtungsvoll (296 M. I?«mpreiln MSdol-Ltablissomv Allölvahl großrr Vorröthr von ma8siv Ael^vAenem Holii kllr vklst, Xa^ev- ul»ü La.äkktlu»vr-, Hütöl»., ^odnunFs^ uvä ^immer-LinrivdtuvAen in allvii Llliinelitil' innl loiiiLter Loit-s in kllstl tIoli?A>»ttunAvn, ^)oIitiit> lnatt. /.» It» äLUt» iill U« II t 8 rktis. ^32 l /^l!s liseklvi'- Wö lapoieioi'vr -Lrisugnissv liksttHuu^on ei'Iiittet: I'. I^aetiSr Itnrdurfii, su äie k»!» ilis-^ieliei'IaAe, Kr!>?.l!rvnr«ti>lll, VezeUlwssslsasse. t W N.ö. kruülili. 8el>ulii»»eliei' II»! keslen verliÄut'Sn: tKil, Kinderbltt ganz neu sammt Wäsche, I Kindersessel. l Blrchofen, 1 Gurtenbett. 1 Toi-lettktisch. 2 große Wäschivannkn, 1 Suviett^n-Pstsse, 1 schöner Tisch, 1 ncues Faß (5 E., lveingrün) und einige M^^gazin Stellagen. Aiizusragttt Tegetthoffstraße Nr. 16 neu. Maßnchmtn und Schniltitichntii. Gesertisttk liat das Maßnehmen und Schnitt-zeichnen bei der I. Hofkleidennacherin in Wien sich ant^ecigttet und eriichtet einen Tlurs von 18. Jntti d. I. a». Unterrichtssalon Hauptpla^ Nr. 16. 1. Stock. — Das Nähere zu erfragen in der Handlung zur lveißen Talllie, Hanplplak. ^83) Charlotte Hoftr. Nähmaschine. Eine gebrauchte Singkr« Nähmaschine ist killig abzugrbcn. Anfrage im Comptoir des I. Kadlit in Marburg. (674 gr oßeS Zim wer sammt Holzlage ist bis 1. Juni billig zu vergeben ; passend fitr einen alletnsteheni)en Herr» oder Dame. 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Ein stenndlichcs gassenfeitig, möblirt oder unmöblirt, mit separatem Eingange, wird zil nlietheii gesucht. Diesfällige Anträge übernilnint die Ad-ministvation dieses Blattes. (ßßz Zwei neue halbgedeckte ZyreiachS Wanctt verkauft Karti». (562 Dampf-n.Waiilicii>iad in drr Kärntner-Voriiiidt täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. ___1V6^______Alois Schmiderer. Gine Wohnung, bestehend aus 3 Ziininerti ultd Kliche nebst Zugehcir ist ain Hauptplatze Nr. 20 sogleich zu vermiethen. ^669 Nähercü bei Herrn Ludwig Albcnsberg. auf 24 Slarliii ist in der Postg'ss^ Nr. 4 zu vermielhen. Eine im vollen Netriebe stehende T-lL s > s ii sanunt arten in Marburg a. d. Drau ist durch Dr. Lor be r, Advokat daselbst, sogleich zu verkaufen oder zu verpachten. (635 litn'» solidrlle und grSßtr IlisöiuuLlZöl-I'g.lzril: Von III. kvz., Nsi'xvi'gas8e 17, empfikljlt sich zur prompten Lieftruiig il)rer geschmackvollst anSl^eführleil Fabrikate. 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Die vom Staate Hcimliurg ^arantirtc und iiitere sante große Geld-Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen Über 7 Millionei» Murk deutsche Reicdsmünze lietragen, enthält nur 79b<)l) Loose und werden in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen im Tanzen 42V00 Geldgewinne sicher gewonnen, nämlich: 1 großer Hauptgewinn und Prämie eo. 375.000 Mark, speziell M. 250.000, 125.000, 60.000, 60.000, 50.000, 40.000, 30.000, !Z5.000, viele Gewinne von 20.000, 15.000, 12.000, 10.000, 6000, 5000, 4000, 2400, 2000, 1500, 1200 ic. zc. Die Gewinnziehung der 1. Abtheilnng ist anttlich ans den >s. und 14. Juui festgestellt, zu welcher Lin ganzvs vi'iginal-i.oos nun 3 tl. 40 kr. ö.Vlk. Lin ^aldv8 vrigina! l.008 nui' l ll. 70 l(r. ö.Vli. Lin vivrtvl Original l.oos nur 85 l(r. ö.üV. kostet. Diese mit Staatswappen versehene» Origiual-Loose sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschnh seltist nach deil eiitferutcsten Gegenden den geel)rten Äuftraggelicrn sofort zil. Ebenso erfolgen die amtliche Gc>,^innliste uu0 die Gewinngelder sofort nach der Ziehung an jede« der be» mir Bctheiligten prompt und verschwiegen. Durch meine auögelireiteteu Äerbiu-düngen überoll kann mau auch jeden Gewinn in seinem Wohnort auSl'ezahlt erhalten. Mßf' Jt-de Bestellung aus diese Origitlal Loose kann lnm: auch einfach auf AWf" eine P^steinzahlungskarte lnachell ili Hamburg. Haupt'ComPtoir, Bank- und Wechsel.Geschäft. I»I»>»LvlM«lijrdkr Art l^eheben sofort: ü.70kr., 40 kr. wenn kein anderes Mittel hilft! (611 ^rak. VaniolltoÄ i! u. geruchlos. Portio» für 6 Velten Z0 kr. (612 Bei Herrn W. König, Apotl^eker. und xur Aminen 520) (Z0UiIit0r, odero llvrren^irvsv. Die Tuchliaildlmig jttf Siefattskirche ^ZüVWÜiitWl! Nr. 1 im Rothberger Haus ist nnstrritig die biUigsle B-zug^quelle von Tuch, und Schastvollwaar.n für Schneider, Sattler, V llardtischler, sotvie auch für Privat«-. (494 tgkn Ntlittgabt dts Vtschäslks von KosmKiwsei' I^ereAiIs, 8ek«fvoII-kleiilerstttlsen, I.vinenliiekeln, keinen Koeli-unu (677 I'tiotogi'Apliisvk arti8tisvko /Anstalt l:i9) äos V. 8eI>iIIes«lf«88e Xr. 22. aneli dei triidor VVittei unZ von 8 bi?; 4 111» r VsrAGr'^ lusdio. virä aut Ürnuä äsr Ilitliviln „»<1 tt«r Norrva: ?rokos«oi- Ur. Itittvr V. Lcl^rotk, ?i os'Nvilvr, vr. ^'^lsliokor uli^ salilrsidisr Vorsts unä «Vit NVNI1 .?^Uir«>n mit «ivkörvm Lrkoltsv »vzovoaast ?o?«u ligutkrankttviten allei' /^rt, »on Iv äo« I'viuts, ^k>K0n lv>ät?.s, ?lo<:Iitslt, SolnnoorKu^«. kl'l'f- Ulli! I'.!,rt«oin,ppon. ksvikö» Sommvr«pro«ssn, I.«dor tlovilg, ^rastdsulöll, vv» itNö i^nsvkllicllvu Kot>tl ävr XiuSor. vodfträios ist sis .Ioäs,> w»nll -n ewpt'vlilsn ->Is «in iZis Ilant vusittolrslläo» WlrÄ Vk,ri;vr» rdesriisito tür äis xesunäs ki^ut u1» ovllstitvt«« mittel oäor iu Ni^ävru ttNLSvenävt, so vsrivikt si« aarsvioo» öillv auvLlZr^vvöliuIiellv /».rtllvit uulj I'risvIlS, vvivs aurvl^ anSvrsll klittsi «rrviekt wvrcksv IlSuuoa uvä svdütrt Ä»uvrl»a vor »N«a odißou Hautiibsta. , . l^re'ls per 8tijcl< sammt Kebraucksan^siZUNA 3ö!(f. liVi'sk«!''» vntti^tt 40°/o ooitv. tit «slir sorxkitlti« dorsitst uuÄ uutvrsvUslllot »ici» vos0lltUed voQ»N«Q kdrlg,» 'tttsorftvifsv Äös Uanävt». _ -lur Vvrl^iitung von lAusvkungvn 7«r!»lltrs m»u »usürkvlllioi» »«rix?!'*» VUvvWSvttH uaü »V^t« äi« erüvo l^ei'^vi'8 'I'tieit5iualpreiss su listsin. trÜKö eit unll ^stail vverclen enlistsn an das 0v-noral-l^epQt: ^pvtdslcsr 0. Hö II in 'I'rvppau._ 'S ^ «v ki S ^ » ^ c» Nr. 6213. Gdikt. (646 Vom f. k. Bezirksgerichte Marburg l. D.U. wird bekannt gemacht, daß d>e freilviUigc öffent« liche Versteigerung der zum Verlasse der Frau Maria Ä lem entschitsch gehörigen, in der Karntnkrvorstadt zu Marburg befindlichen Hauö-realität C. Nr. 14 k'ol. 85 aä Magistrat Marburg Käriitnervorstadt. bestehend aus dem gemauerten, mit Ziegeln gedeckten cinstöcklge«t Wohnhause, welches vermög seiner günstigcn Lage in der srequrnten Kärntnerstraße zu jcdkm Geschäftöbetrikbe geeignet ist. bewilliget und auf den »s. Juni RS?7 Bormittag von I4V—ßÄ Uhr an Ort und Stelle des Hauses angeordnet worden ist. Kauflustige werden mit dem eingeladen, daß ein 10°/o Vadium vom Schä^werthe pr. 8080 st. zu erlegen ist, daß SchStzprotokoll, Grundbuchs-ijtrakt und LizitalionSbedingnisse täglich bei dem Gerichtskommissär Dr. Matthäus Reiser in Narburg eingesehen werden können. Die Pfandrechte der Satzgläubiger werden durch diese Feilbietung nicht beirrt. Marburg am 9. Mai 1877._ Marburg, 0. Juni. (Wochen warft« prei se.) ?veizen ft. 10.60, Korn sl. 7.—, Gerste fl. 0.—, t»afer fl.4.10. Kuknruh fl.tt.'i0, Hirse fl.0.—, Heiden fl. 6.00. Erdapfel fl. 4.70 pr.Hktltr. Fisolen U!, Linsen »0, Erbsen 28 kr. pr. .Mgr. Hirset'rein ^2 kr. pr. Liter. Weizengrieö 27, Mundttlkhl 24. Seunnelmehl 20, Polentnmehl 12, Üiindschmal^ st. l.20. Schweinschm.Uz 90. Speck frisch 69, gcränchert 86 tr., 'Äutter fl. 1.l0 pr. Klgr. ^»er 1 St. 2 kr. Rindfleisch 40, .Kalbfleisch ü2, Schweinfleisch jung üü kr. pr. .l^lgr. Milch sr. 12. abger. 10 kr. pr. lliter. hart geschwennnt sl. 2 tt0, nngeschwemmt fl. ».20. weich, geschwemmt fl. 2.60, ungeschivemmt st. 2.80 pr. Kl,mt. Holzkolilen l)art fl. 0.00, iveich t^0 kr. pr. Httlt. Heu 3.50, Strol,, Lager si. 3.70. Streu 2.10 pr. 100Klgr. kiiimlilttüi-l'IlMeii 666) 100 Stück 10 kr. sind in der Gärtnerei im Volksgarten zu verkaufen. ____________von Weinstein, Hadern, Mrssing, Kupfer. Zinn, Eisen, Blei, Kalb- und Schaffellen, Roß-, Ochsen-n. Schwtinhaaren, Schafwolle, allen Gaitungen Rauhlvaaren, Knochen, Klauen nebst allen aN' pkten Landesprodukten. von ungarischlil «ettfedern, Flaume» nnd g»sp«n-nenem ikoßhaar zu de» >>illlgst>n Priis'N. 287 Marburg, Burgplatz. Wasser ge^en Soinmer-jprossen. Üeberstl'cken, .jjtsichtsröthe lc. Dieses Wasser dnrch zel)» Tage angewendet, verdrängt spurlos Sommersprosseu, Leberflecken. GestchtSrothe le. (470 Ein Original'Klacon sammt Aniveisung kostet 80 kr. Nur zu bezieheu dnrch die Landschaft-Apotlieke in Graz, Sackstrape 4. Verstvrbeue in Marburg. Z. Juni: Heim Barbara, HauSbcsiherin, 81 Jahre, Allerhei^igengasse, Altersschwäche; 4.: Horwatl) Johann, SchneiderineiflerSsohn, 3 Wochen, Bürgerstrabe, Magenkatarrh6.: VolynSki August, StromaufseherSsohn, 7 Stunden, Draugasse, Lebensschwäche.