MARBURGERZEITUNG amtliches organ des steirischen heimatbundes Verlag und Schririeltung Marburg t. d. Dr«a, Badgait« Nr. 6. Paninit' Ni. "5-67, 35-68, 33-119 Ab 18 Uhr Erichelnt wcrktIgUch alt Morgenxettung. Bazngiprali (Im voraua tahlbar) monatlich RM 1,10 •inschlleBlldi (Ugllch auBer Samitag) Ist die Schrtftleltung nur auf Peru ruf Nr. 38-67 erreichbar Unverlangte ZuFrbrlften werden 19.fl Rp( Pottzeitungsgebflbri bei Lieferung Im Streifband tuzügllrh Pouni bei Abholen lo der CescbSftsstella nicht rOckgeaandt Be* tAmtllcben Anfragen lat dai Rflckporto belxulegen Poitscheckkonto Wien Kr. S4.608. RM 3,—. Altre rh ditr<-h Poit monatlich RM 2,10 (elmrhl. 19,8 Rpt Poatzeltungtgebähr) und 3n Rpf Zustell- Oetchlftsitellen In ClIU, Marktplati Nr 12, Pomruf Nr 7. und In Pettan. Ungartorgaiie Nr. 3. Fernruf Nr. 89 gebühr Blnrelnunmero werden nur gegen Voreln^eodung de« Elnzelprruet und der Portoaudagen zugetendet Nr. 314 - 83. Jahr^anj; MarburjJ-Drau, Mittwoch, 10. November 1943 Einzelpreis 10 Rpf Der Auftakt im Pazifik Der neue gewaltige Erfolg Japans vor Bougainville — Um die Pfeiler der Salomonenstellung Von Marinekriegsberichtcr Dr. Hanns H, Reinhardt Das kaiserliche japanische Hauptquartier gibt bekannt: »Die Japanische Marineluftwaffe hat «elt dem Morgen <3e« 8. November einen feindlichen Geleil- und Eskorte-Pahrzuq In den Gewissem südlich der Insel Bougainville heftig angegriffen. Bisher sind folgende Ergebnisse festgestellt worden: E« wurden verdenkt: drei Schlachtschiffe, rwei Kreuzer, drei Zerstörer utid vier Transporter. In Brand geworfen und schwer beschädigt wurde ein Schlachtschiff, schwer beschädigt wurden mehr als drei schwere Kreuzer, in Brand geworfen und schwer be-«chSdigt wurden drei Kreuzer oder große Zerstörer, in Brand geworfen und schwer beschädigt wurde ein großer Transporter. Unsere Verluste bestehen aus fünfzehn Flugzeugen, die sich entweder vorsätzlich auf feindlich« Ziele stürz tcn oder nicht zurückgekehrt sind. Die Schlacht wird unter dem Namen »Zweite Luftschlacht vor Bougainville« geführt werden.« Der Schwerpunkt dM Seekrieges ün Pazifik liegt gegenwärtig zwischen dem 140. und 160. Längengrad, und zwar In dem Seeraura unmittelbar südlich des Äquators. Da sind es grob gesehen drei Hauptkampfgebiete, die In enger Wechselwirkung zueinander stehen. 1. Die Saloraonengruppe von der Insel Bougainville In Nordwesten bis naJx Guadalcanar und der Renell-Insel Im Südost, zwischen denen sich über 600 Seemeilen Länge die hart umkämpfte Inselgruppe erstreckt, 2. Die Insel des Bismarckarchipels, Neu-Ponunem und Neu-Mecklenburg oder — wie sie jetzt heißen — Neu-Brltannien und Neu-lrland. Hier ist besonders der japanische See- und Luftstützpunkt Rabaul am Nordende Neu-Britannien« von Bedeutung. 3. Der Ostteil von Neuguinea. . Hier haben die Alliierten mit dem heiß umkämpften Raum von Finschhafen (etwa gegenüber dem Westzipfel Neu-Britan-niens gelegen), mit den Stützpunkten am Hüongolf, Lae und Salamaua und mit Buna den Japanern wichtige Positionen entrissen, deren Bedeutung nicht zuletzt darin lleqt, dafi von hier aus auch Langstrecken |8ger die japanis^hnn Stützpunkte auf den Salomonen, im Bismarckarchl-pal und an der Nordostküste Neuguinea« erreichen können. Diwier Raum ist der Schauplatz des methodischen Vordringen« gegen den von Japan bei Kriegsbefrinn mit raschen Schlägen geschaffenen Sicherungs- und Versorgungshereich. Die strategische Idee der Alliierten zielt dabei einerseits auf eine Abschirmung der amerikanischen Nachsrhublinien nadi Australien andererseits auf die Schaffung von Aus-gangsbaaen für die geplante Großoffen-sive gegen Japans stratefjischwirtschaft-liches System im Südpazifik. Der Krieg, der hier um Inseln und Küsten geführt wird, ist ein Seekrieg, obwohl seine Waffen weniger dfe Kriegsflotten beider Gfvrner sind als Flugreuge, Flugplätze. Frachtraum und Landungstruppen. Inseln aber sind nur solange fester B^itz ihres Verteidigers, wie seine Streitkräfte ihre lebenswlc^itigen Ver-sorgungslinien freizuhalten vermögen Sie sind auf ISngere Sicht gesehen verloren. Heute scheint der Kampf um die Salomonen in seine entscheidende Phase getreten zu sein. Von ihren Stützpunkten auf den «üdftstlichen Inseln haben ameriV-nische und neuseeländische Verbände mit der Beset7ung der beiden »Schatramtsinseln« Mono und Stirling neue Operationen eingeleitet. Es war von vornherein klar, daß es dabei nicht um die kIHnen dlrhtbewaldeten Koral-leninseln ging, Ihr B'»«itz war nur takti-«crhes Mittel, und ihre einzige Bedeutung lag In der Nachbarschaft zu den eigentlichen Operatlons7|elpn der Landungstruppen, den beiden Eckpfeilern der japanischen Salomonenstellimg, Bougainville un<1 Hioiseul. Tatsärlillch sprannen weniae Tage darauf nordame^ikanlsche Failschirmtnippen Aber dem Westrand von Cholseul ah, und am Mornen des 1. Novembers landeten die Alliierten desnlelchen an der erbittert verteif'lgten Küste von Boiinain-vllle In der mfnnrovenurastandennen Kaiserin-Augiista-Bucht. Empfang beim Führer Besprechung mit bulgarischen Staatsmännern dnb Berlin, 9. November Der Fühler empfing am 5. November 1943 den kön/iglich bulgarischen Mini-sterprä&idenlin Bojlloff und den königlich bulgarischen Außeaminister Schisch-manoff zu einer umfassenden Aussprache über alle das Reich und Bulgarien interessierenden Pranen Die Besprechung beim Führer, an der von deutscher Seite dei Reichsminister des Auswärtigen von libbentrop, Gene-ralfeidmarschciil Keitel und Grnoral Jodl teilnahmen, verlief *m Geiste herzlichen Einvernehmens tind der bewährten traditionellen Freundschaft. Nach dem Empfang beim Führer waren der buignrisfhe Ministerpräsident und der bulgarische Außenminister Gäste des Reichsaiißenminislors von Rib-bentrop. Die Irpundschaftliche Aussprache wurrlr liier fortgesetzt und am Abend beendet. Diesen Unternehmungen gingen massierte Luftwaffeneinsätze gegen die japanischen Flugbasen des gesamten Gebietes voraus, die im Verlauf der Kämpfe mit gleichbleibender Stärke anhielten. Nach Reuter »brachen die Alliierten dabei alte Rekorde an Zahl der eingesetzten Flugzeuge und der auf Japanische Ziele abgeworfenen Bombenlasten«. Uber di« hierbei auch eingetretenen Rekordverluste schweigt indessen die britische Agentur. Die Gegenwirkung bestand in schweren Bomben- und Sturzkampfangriffen der japanischen Marineluftwaffe auf die Ausgangsbasen der amerikanischen Aktion. Nicht minder wirksam waren die Luftangriffe auf die Ausladungen vor Mono, wo zwei Kreuzer der B-Klasse versenkt wurden, und von überragender Bedeutung die Abwehr bei den Landungskämpfen am Strand von Bougainville, und die den Amerikanern wieder die jüngst und heute gemeldeten schweren Verluste einbrachten. Mit der Aktion gegen Choiseul und Bougainville unternehmen die Amerika-ner den Versuch, den Japanern die letzten Pfeiler der Salomonenstellung zu entreißen. Es entzieht sich unserer Kenntnis, ob im Japanischen Operationsplan eine Behauptung dieser Inseln um jeden Preis oder eine hinhaltende zeitgewinnende Verteidigimg vorgesehen ist, denn im Hinblick auf die Sicherung der strategischen Kernräumo spielt Bougainville etwa die Rolle einer starken Vorfeldstellung. Eine japanische Formulierung spricht von diesen Kämpfen als von einem »Vordringen der feindlichen An-(Fortsetzung auf Seite 2) T" ' •;? Mit Munition durch PK-Aiifn»lime: KrifÄ»Hfric1it*r BrrÄmiinn (Wb.) hrennenrle Dörfer B>ie imme «es Führers Ein Schild nach innen, eine Waffe nach außen P. D. Marburg den 9. November Wieder hörte das deutsche Volk die Stimme seines Führers, die Stimme die es liebt, weil die Liehe zum Volke daraus spricht, weil Klarheit von ihr ausgeht, weil sie Kraft und Glaube weckt, Fi* ist zugleich die Stimme, die dieses Volkes Feinde aus den gleichen Grün- lieber den Haufen geworfene Pläne Die strategischen Rückwirkungen der neuen großen japanischen Erfolge im Pazifikkrieg Von unserem tc Tokio, 9. November Die großen Japanischen Erfolge vor Bougaiville bedeuten für den Feind eine so schwere Niederlage, daß weitreichende Rückwirkungen auf die Strategie der Briten und Nordamerikaner unvermeidlich sein werden. Der gewaltige Verlust an hochwertigen Einheiten macht eine ganz neue Planung des Feindes notwendig. Briten und Nordamerikaner müssen den großen Ausfall an operativer Offensivkraft im Südpazifik irgendwie auszugleichen versuchen, wenn sie die geplante Rückerobe^ rung der verschiedenen Inseln und Inselgruppen fortsetzen wollen. Für den Ersatz der verlorenen Schiffe hat der Feind folgende Möglichkelten; Einmal können die Briten und Nordamerikaner von ihren Heimatflotten weitere Verbände abzweigen, doch ist es fraglich, wie weit sie die hier noch vorhandenen Reserven schwächen wollen und können. Zweitens können sie aus den. Mitteimeer weitere Schiffe holen, doch bedeutet die kürzlich erfolgte Abzweigung eines starken Verbandes nach dem Indischen Ozean zur Vorbereitung der geplanten Burma-Offensive schon eine erhebliche Schwächung der Mittelmeerkräfte. Außerdem ist es angesichts der schweren Kämpfe in Italien und des Einsatzes der deutschen Luftwaffe gegen den Feindnachschub im Mittelmeer fraglich, ob die dort noch vorhandenen Krähe weiter vermindert werden können, ohne die ganze Strategie im Mittelmeer ernstlich in Frage zu stellen. Schließlich könnte ein Teil der nach t c-S o n d e r k o r r e s p o n d e n t e n Ha dem Indischen Ozean entsandten Einheiten nach dem Südpazifik weiterqelei tet werden, doch würde es diesen Plan In Burma oder auf den westlich davon gelegenen Inselgruppen zu landen, sehr schwierig, wenn nicht unmöglich machen. Der neue große japanische Erfolg wird auch nicht verfehlen indirekt die ns Melchers zukünftige Strategie der Briten und Nordamorikaner erheblich zu beeinflussen, denn ihre Führung muß angesichts dieses schweren Schlages auch in Zukunft damit rechnen, ähnliche Verluste bei anderen Aktionen zu erleiden Sie muB das Verlustrisiko ihrer Planung erheblich heraufsetzen. Ein zweites Pearl Harbour Wieder einmal wurde Japan unterschätzt dnb Tokio, 9. November Die heftige Gegenoffensive der Japaner, die dem Feind jetzt ein zweites Pearl Harbour bereitet hat, ließ die Amerikaner lu keinem durchschlagenden Erfolg kommen. Daher versuchten sie jetzt, durch einen Großeinsatz von Transportschiffen, die von Schlachtschiffen, Kreuzern, Zerstörern und einer bedeutenden Luftarmada beschützt waren, hier eine Entscheidung zu erzwingen. Sie dürften allerdings nicht mit einem derartig starken Einsatz der japanischen Luftwaffe gerechnet haben. Nach Meinung Tokioter militärischer Kreise hatten die Amerikaner, die während der letzten Tage große Luftstreitkräfte zu Angriffen auf die japanischen Stützpunkte einsetzten, geglaubt, daß sie die Hauptluftkräfte der Japaner vernichtet hätten. Nur so ist es zu erklären, daß sich die Amerikaner mit ihren wertvollen Kriegsschiffen so weit in die Nähe japanischer Land- und Luftbasen wagten. Durch ihre Luftangriffe, die sie außerdem während der letzten Wochen von Flugzeugträgern aus und mit Langstrecken- bombern gegen die Gilbert-Inseln, die Markus-Inseln und die Insel Wake führten, hofften sie wohl, die japanischen Kräfte zersplittern zu können. Das Ziel der Amerikaner bestand also darin, durch einen Großangriff sich in den Besitz der Insel ßougainville zu setzen. Von hier aus wollte man dann systematisch die Operationen gegen die Bismarck-Inseln mit ihrem Hauptstützpunkt Rauba] einleiten. Diese Absicht ist durch die schweren Verluste der Amerikaner während der letzten Tage gescheitert. Man ist in Tokio jedoch der Auffassung, daß das Gebiet der nordöstlichen Salomonen auch noch in den nächsten Wochen der Schauplatz heftiger Kämpfe sein dürfte. Als beBonders bemerkenswert wird die Tatsache bezeichnet, daß die Amerikaner erstmalig seit langer Zeit für derartige offensive Operationen Flugzeugträger einsetzten. Der Nachschub an Benzin und anderen Materialien für ihre Lufteinhei-ten auf den einzelnen Inseln der Salomonengruppe dürfte sich als nicht ausreichend für ihre geplanten Offensiven erwiesen haben. Der deutsche Wchrmachth^richi Vereitelte Landung südlich Kertsch Deutsche Angriffserfolge bei Dnjepropetrowsk — Gegenstöße im Raum von Kiew dnb Führerhauptquartier, 9. November Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südlich Kertsch wurde ein neuer Landungsversuch der Sowjets abgeschlagen. In der Straße von Kertsch versenkte ein Slchertmgsverband der Kriegsmarine erneut zwei feindliche Motor-Kanonen-boote sowie ein Schnellboot und beschädigte ein Kanonenboot schwer. An den nördlichen Zugängen zur Krim hielten unsere Truppen wachsendem feindlichem Druck aucii gestern erfolgreich stand. Ein eigenes Anqrlffsunternehmen an der Dnjepr Front südwestlich Dnjepropetrowsk verlief erfolgreich. Der Feind erlitt erhebliche Verluste an Menschen und Material, während die eigenen Ausfälle gering sind. Im Kampfgebiet von Kiew nahmen die Kämpfe besonders südlich und westlich der Sindt an Heftigkeit zu. Während der feindliche Angriff in einigen Abschnitten gegenüber der entschlossenen Abwehr unserer Ttuppen nur langsam Boden gewinnen konnte, entrissen an anderen Stellen eigene Angriffe dem überlegenen Feind mehrere vorübergehend verloien geqangene Ortschfiften. Nordwestlich Sinolensk nahmen die Sowjet« Ihr« Angriffe wieder auf. Sie wurden bis auf eine einzige. Inzwischen abgerleeutsche Flugzeuge warfen In der vergangenen Nacht wiederum Bomben auf Einzelziele Im Stadtgebiet von London. Das Efrhenlawb itim Riltcrkrenr dnb Führerhauptquarlier, 9, November Der Führer verlieh am 4. November das F.ichrnlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Fuj^rn König, Kommandeur eines Gienadier-Re^iments als 318 Soldaten der H<'utschcn Wehrmarht Oberst Eugen König wurde am 19 Q, 1896 als Sohn des Kaufmanns Josef König in Trier geboren. den hassen müssen, derui des Führers Worte sind wie eine Waffe nach außen und wie ein .Schild nach innen. Wie oft hat Deutschland diese werbende und die kämpfende Stimme gehört, bis sie in dem beispiellosen, beharrlichen und zähen Kampf um des Volkes Seele bis in die letzten Winkel des Vaterlandes gedrungen war, bis sie auch die letzten Wmkel der einzelnen Herzen erfaßt und bezwungen hat. Als der Führer zum ersten Male, damals zu weniqen noch seiner Getreuesten, gesprochen hatte, da qesrhah ei aus der qroßen Sorqe um des Volkes Bestand. Als dann nach der Frringunq der Macht in der Aufliauzelt des neuen Reiches der Führer zu den großen Werken des Friedens snrach an den nationalen Feiertagen der Arbelt und des Emtedankes, an den Parteitagen und zu den kulturellen Schöpfunnen des natlo-nalsc^'.'lalistisrhen Staates, da werkte In uns des Fuhrers 'Stimme ein Gefühl des Stolzes und der Zukunftsfretide Niemals aber hat in dieaer Zeit des Friedens eine satte S^lhstztifrie^ienhelt aus ihr geklungen und wenn wir heute daran zurück-denken, dann rufen wir in unsere Frin-nerunn zurück daß In keinem Auqen-hlick der Führer veroessen hat, daß alle Frfoloe aus dem Kamnf nehoren winden und auch im Kampf zu bestehen haben würHrn Die Feinde, nenen dmal die an dieser Stelle gefallenen erfiten Blutzeugen der Bewegung ehrten. Aus dem nahen Hofnarten kündeten 1*1 Salutschü*;sc einer Batterie, daß IG deutsche M-inner vor 20 Jahren ihr Leben für die Aiiferstehimg des GroR-deutschen Reiches (leopfert haften. Die Fahnen halten sich gesenkt und die Wache rührte mit rjedHmpften Klann Trommel, während Gauleiter Paul Giesler den Kranz f'es Führer« und Generalfeld-marsrhall Keitel den Kranz der Wehrmacht am Mahnmal niederlegten. Feierlicher Höhepunkt des 9 November in München war die Ehnmg der ersten Gefallenen für das neue Deutschland an ihrer letzten Ruhestätte. 20 Jahre nach ihrem heldischen Sterben, zur Sellien Stunde, in der sie damals gefallen waren, schmückte in der ewigen W iche Gauleiter Giesler im Beisein des C'h fs des Oberkommandos der Wchrn 'Tcbt, Generalfeldmarschall Keitel, jed^n de' Ifi erzenen Sark'^phage mit einem Lorbeerkranz des Führers. Aul dem Königlichen Platz hatten sich mit dtn Angehörigen der Toten von 1923 d e Marschierer des 9. November und du anderen Willensträger des neuen Deutschlinds versammelt: Reichsleiter und G.iuleiler, zahlreiche Führer aus den Gliederunc|tn, Olfiziere und Solddten der donischen Wehrmacht. Vor der ewigen Wache war eine Ehrenkompanie der Waffen-angetreten, als die Blutfahne, Zeugin jener Stunden vor 20 Jahren an der Spitze des Zuges der Marschierer von 1923 herannetragcn wurde. Während Gauleiter Giesler, an seiner Seite Gcneralfeldmarschall Keitel, jedem der 16 den Kranz des Führers widmete, neigte sich die Blutfahne, und erklang, qespielt von einem Musikzug der Waffen-das Signal zum Aufziehen der Wache Das Niederlegen der Kränze ist beendet, die Lieder der Nation sind in-tornert Gauleiter Giesler und Generalfeldmarschall Keitel grüßen die Hinterbliebenen der Gefallenen des 9. November 1923, machen dann Front zur Blutfahne und erweisen ihr den deutschen Gruß. »Ein Abgrund tat sich auf« Eine bemerkenswerte griechische Stimme dnb Saloniki, 9. November »Nea Evropi« beschäftigt «ich noch einmal mit den Forderungen der Sowjet» nach Stützpunkten an der Agäis und zählt die Folgen auf, die eine Erfüllung dieser Forderungen für Griechenland mit sich bringen würde, Griechenlanil. schreibt das Blatt, werde sich im Norden den hereinbrechenden Sowjets, im Süden und Osten den bol-schewistierhen Kanonen und Inselbefestigungen in der Agäis gegenüberstehen und überdies durch das FuRfassen So-wjetrußland^ in diesem Meer von der Türkei als einer Ordnungsmacht von hohom Rang getrennt werden. So isoliert würde Griechenland in ganz kurzer Zeit eine natürliche Beute Moskaus werden. Der kritische Augenblick, in dem «Ich Griechenland durch die sowjellschen Fordeningen befinde, müßte alle Griechen wie von selbst verpflichten, sich in der Verteidigung de« Vaterlandes einig zii sein. Vor Griechenland habe «ich ein Abgrund geöffnet, vor des«en gefährlicher Tiefe alle Unterschiede und Spannungen Innerhalb des griechischen Volkes verstummen sollten. ff Warum soll Rom ausgelassen werden?" Ein führender englischer Politiker forderte Vernichtung der römischen Welt Von unierem r d-V ertretcr in Lissabon WS Lissabon, 9. November Die Bombardierung der Vatikanstadt durch angelsächsische Terrortiieger gewinnt euie besondere Bedeutung, wenn man »le mit einem soeben eräcluenenen Buch des bekannten britischen Politikers und Schriftstellers H. G. Wells, zweifellos eine der führenden Persönlichkeiten des britischen Geiisteslebens, In Zusammenhung bringt. In einer viel verbreiteten Bücherreihe, die Britannien für das Ausland herausgibt, bat er eine rund 100 Seiten lange Haßschrift gegen den Papst und die katholische Kirche veröffentlicht, in der er rundheraus und ohne Einschr&nkung die Bombardierung Roms verlangt, nicht nur, weil Rom, wie er erklärt, erine Quelle des Faschismus ist, sondern gerade, weil es auch der Sitz des Papstes ist. Keine andere Hauptstadt sei von dem Krieg verschont geblieben, warum soll Rom ausgelassen werden, schreibt der britische Schriftsteller. Warum erlaube man dem Papst, der für Wells ein offener Feind der Demokratie Ist, iingehüidert eine Zerstörung der demokratischen Freiheiten zu organisieren. Im Verlaufe seiner Ausführungen, die alles, was die katholische Kirche betrifft, in kaum wiederzugebender Weise beschimpfen, fordert Wells eine Beseitigung jener Kräfte, die, wie Mosley, Mussolini, Potain und Plus XII., aus Furcht um ihre Existenz gegen die gesunde und gerechte Weltordnung des Bolschewismus vereint seien. Den Papst selbst bezeichnet der britische Schriftsteller als »zutiefst Ignorant und geistig minderwertig« und erklärt, er sei nur durch einen Zufall zu einer »Spitzenfigur der undisziplinierten Verrücktheit dieses sterbenden Zeltalters« gemacht worden. »Der Papst, so schließt Wells seine Haßschrift gegen das Christentum, sei notwendigerweise ein ungebildetes und törichtes Hindernis, der Mittelpunkt des niedrigen Widerstandes dei katholischen Kirche, die im letzten Stadium ihres verpesteten Verfalls sich der Entwicklung der Menschheit zu einer besseren Weltordnung (die für Wells natürlich der Bolschewismus Ist), entgegenstellen will.« Man wird von amtlicher britischer Seite wahrscheinlich bthaupten, Wells habe dieses Buch lediglich auf eigene Verantwortung geschrieben. Man wird aber nicht erklären können, wie es denn möglich war, daß die britische Kriegszensur dieses Buch zuließ und warum ein großer und einflußreicher britischer Verlag, der in großen Massen seine Veröffentlichungen in das Ausland exportiert, ausgerechnet dieses Buch zum Druck annahm. Als polnische Emigran-tenhlätter in London die Ermordung von Katyn zum Gegenstand von Betrachtungen zu machen begannen, war man schnell dabei, ihnen die Zuteilung von Papier zu beschneiden. Man scheint aber genug Papier in London zu haben, um es tür diesen in seiner Schärfe bisher wohl einzigartigen öffentlichen Angriff gegen den Vatikan im Dienst« des Kommunismus übrig zu haben. Man unternahm auch nichts In London, um die Entsendung des Buches in das Ausland zu verhindern, sondern gestattet stillschweigend diese Haßpropaganda, die nun plötzlich aus Anlaß der Bombardierung des Vatikans ein besonderes Gesicht erhält. Nach dem letzten Dementi des alliierten Hauptquartiers, das bemerkenswert war wegen der lahmen Ausflüchte und Vorbehalte, hinter die sich Eisenhower zu verschanzen versuchte, wagt sich Reuter nun mit einem neuen Erguß hervor, indem überhaupt jede Möglichkeit eines anglo-amerikanischen Bombenwurfes auf die Vatikanstadt ganz entschieden abgestritten wird. Man beabsichtigt nicht, so heißt es dann, sich auf ein der Feindselte genehmes Nebengeleise leiten zu lassen, zumal da Grund zur Annahme vorhanden sei, daß der Vatikan selbst von der »Grundlosigkeit der Anschuldigung» überzeugt sei. Diese dreiste Behauptung der Londoner Agitation, die das Lügennetz, in das sie sich verstrickt hat, mit Gewalt zerreißen will, wird durch die Feststellung des Vatikan-Ingenieurs, der aus den Splittern festgestellt hat, daß die Bomben englischer Herkunft sind, schnell und grüivdlich abgefertigt. Damit ist auch der Versuch der Anglo-Amerikaner, die Stellungnahme des Vatikans zu ihren Gunsten vorwegzunehmen, Jämmerlich zusammengebrochen. Emanuels wankender Thron Der Streit um die Nachfolge tc Lissabon, 9. November kürzllche Neapelbesuch Viktor Emanuels von Savoyen war nach Ansicht des Sonderkorrespondenten von Reuter, Cecil Springge, ein völliger Mißerfolg. »E«j ist ziemlich sicher, daß König Viktor Emamiel abdanken wird, aber ob seine Abdankung sofort oder nach geraumer Zeit erfolgen wird, darüber wird «oJir viel gemutmaßt.« Viktor Emanuel habe In Neapel vergeblich mit Benedetto Croce, Graf Sforza, dem früheren Kammerpräsidenten Enrico d'Nicola und anderen antifaschistischen Politikern über eine Regierungs-neublldung unter Beibehält der königlichen Souveränität verhandelt. Er habe auch die bei r'er politischen Gestaltung der süditalieni«chen Verhältnisse sehr stirk mitbeteiligte britisch - nordamerikanische Mission mit in die Beratungen hineinziehen wollen. Jedoch habe diese Mission ihre Teilnahme abgelehnt, zumal unter den Mitgliedern des Hauses Savo-yen selber gewisse Streitigkeiten ent--standen seien Die Gemahlin des Kronprinzen Umberto, Prinzessin Maria Josepha von Pie-mont möchte den sechsjährigen Prinzen von Neapel als Kandidaten für den Königsthron nominiert sehen. Viktor Emanuel jedoch playdiert für die Übernahme der Regentflchaft durch «einen Sohn Umberto. Die Royallsten, an der Spitze Graf Acquarone raten Viktor Emanuel der Bildung eines Regentachaftsrates zuzustimmen, in dem ein nntlfasrhistischer Politiker mit einem Vertreter des Hauses Snvoyen zusammenarbeiten soll. Die Vertreter der Westmächte zeigen sich nach wie vor den dynastischen Wünschcn gegenüber sehr kühl. Freiwillige für den Vatikan Die Schutztruppe wird verstärkt tc Genf, 9, November Die ersten Vatikankreise verbergen nach der Überraschung nicht ihre ernsten Sorgen wegen der Folgen, die das Bombardement der Vatikanstadt auf internationalem Gebiet haben könnte, so meldet die Sch.veizer Depeschcnagentur. »Es geht um die zukünftige Situation der Vatikanstadt und der Stadt Rom überhaupt. Man weist in den Kreisen des hl. Stuhles darauf hin, daß es dem Papst nicht um die persönliche Sicher- MG-Feuer auf Leidfrägende Neue Untaten der Luftgangster in Italien dnb Rom, 9. November Wahrend die Bevölkerung der Stadt Ancona die zahlreichen Opfer des vor einigen Tagen erfolgten heftigen Luftangriffes zu Grabe truq, erschienen am Montag die angJo-amerikanischen Luftgangster von neuem und ließen abermals wahllos ihre Bomben auf die Stadt niederprasseln. Die vom Friedhof heimkehrende Monachenmenge wurde unter Maschinengewehrfeuer genommen, so daß wieder zahlreiche Tote zu verzeichnen waren. Weiter berichtet der römische Rundfunk von einem Terroranqriff auf den bekannten Badeort Viareqqio am Thyr-renlschen Meer. Hier wurden 23 Wohnhäuser völlig In Trümmer gelegt und zahlreiche andere schwer beschädigt. Vergebens versuchte die Bevölkerung In die umliegenden Kiefernwälder zu flüchten. Die Flieger verfola'Pn sie jedoch und trafen viele Männer, Frauen und Kinder, die tot oder schwer verletzt auf den Feldern liegen blieben, * Im besetzten Süditalien haben die Anglo-Amerikaner mit der zwangsweisen Aushebung von Arbeitern für Abessinien begonnen auf besonderen Wunsch von Haile Selassis. Drei italienische Faschisten, die in Palermo Flugblätter gegen die anqlo-ame-rikanische Besatzunqsbehörde verteilt hatten, wurden festgenommen und vor ein Krieqsqerlcht gestellt, das sie zum Tode verurteilte. Das Urteil wurde bereits vollstreckt. Die anglo-amerikanischen Besatzungsbehörden haben für das von ihnen besetzte süditalienische Gebiet die Be-I schlagnahrae aller im Besitz der Zivilbe-I völkerung befindlichen Schreibmaschi-! nen, Rundfunkempfänger sowie Photographenapparate angeordnet heit, sondern um den helligen Charakter der Papststadt geht. Jedenfalls hat der Vatikan alle möglichen Maßnahmen ge-< troffen, um der Situation gerecht zu werden und um möglichen Verwicklungen zu begegnen. Erstmals seit 1870 ist die Palatinswache beträchtlich vergröl3crt worden, 2500 Freiwillige wurden angenommen. 10 000 Freiwillige haben sich zur Verteidigung der Stadt gemeldet. Die Palatinswache hat ihren Dienst außerhalb der Vatikanstadt aufgenommen. Ein Ereignis, das seit 73 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Alle den hl. Stuhl gehörenden Gebäude, die Exterritorialität genießen, stehen unter der Bewachung der Neuangeworbenen. Königsgeburtstagsfeier in Rumänien tc Bukarest, 9. November Ganz Rumänien feiert am 8. November den Namens- und Geburtstag König Michael 1. Von überall waren Glückwunschtelegramme eingelaufen. An allen öffentlichen und privaten Gebäuden flatterte die Tricolore, In Sinai nahm Marschall Antonescu einen Truppenvorbeimarsch ab. Darauf überbrachten der rumänische Staatsführer sowie der Vizeministcrpräsi-dent Mihai Antonescu dem König ihre Glückwünsche und nahmen als seine Gäste das Essen an der Hoftafel. dnb Japanischer General verunglückt. Das japanische Kriegsministerium gibt bekannt, daß Generalleutnant Takoschi Sdkurada bei einem Flugzeugunglück am 10. September den Tod fand. Aultakt im Pazifik (Schluß von Seite 1) griffe gegen die Hauptwiderstandslinle im Südwestpazifika. Wahrend das Inselhufelsen des Bismarckarchipels abgesehen vom Luftkrieg noch außerhalb der Kample geblieben Ist, konzentrieren sich auf Neugumea Kämpfe um oen Raum der früher deutschen Nordostküste, Finschhafen selbst ist in alliierter Hand, aber seit Wochen melden beide Parteien harte und wechselvolle Kample vor allem nördlich des Hafens. Nicht minder erbittert schlagen sich die Japaner Im Raum nördlich von Salamaua und Lae, wo sich stärkere Verbände Im Laufe des Oktobers konzentriert haben, und In den Stellungen etwa 80 kiu südlich Ihre« Seestützpunktes Ma-dang, auf den australische Truppen in den Tälern de« Inneren Neuguineas gegen die Küste vorrücken. Auf diesem 5* "Oioisful '' ^tds'tcA IridItffW Neu Georg Rindova GujrfllcinlP^Zi*' e>i^np»n«tovil «um SMrm CRuz^iM 'bl ftkOTorr« r K . Htmti NEUE HCBRIOENfkT) I I Rennen-' « **Cnrt'r NtraUan- MUSTWßlteN tMtttkirrllhrtidkHlIrn» ' fl» nx>jvx^ w«itbtid-cn«i« Kriegsschauplatz haben beide Gegner erhebliche Truppen- und Materlaimengen eingesetzt. Japanische Schätzungen beziffern die Zahl der auf Neuguinea stationierten und in den Nachschubbasen bereitgestellten Feindflugzeuge mit etwa 3000 und die Zahl der hier kämpfenden Divisionen mit 10. Gewill hat der Stoß gegen die Salomonen und Neuguinea zu strategischem Raumgewinn geführt. Aber um welchen Preis< Allein im Juni verloren auf Neu-guined Amerikaner und Briten mehr als 14 ÜÜU Mann an Toten und Verwunde ten, und die Australier melden seit Kriegsheginn mehr als 60 000 Mann Verluste. Dabei ist in diesen Ausfällen ein wesentlicher Teil noch nicht enthalten: die Opfer des Dschungels, die in die Zehntausende gehen. Nicht umsonst erklärte dieser Tage Generalleutnant Hood, der Chef der britischen Heeressanitäts-dienste, die britischen Truppen hätten 25 bis 30 mal mehr Verluste durch Krankheiten als durch Verwundungen. So stehen gegenwärtig die Kampfgebiete Salomonen und Neuguinea im Mittelpunkt der Auseinandersetzung, Das darf indessen nicht darüber hinwegtäuschen, daß diese räumlich begrenzten Kriegsschauplätze Im ganzen gesehen doch nur ein Teil des pazifischen Kriegsgeschehens sind und daß dieser Krieg In wesentlich weiteren Räumen geplant und g/»kämpft wird, Es Ist ein zäher Kampf um Seewege und Schiffsraum, der über die ganze Weite des Pazifiks hin mit den modernsten Mitteln technischer Raumüberwindung und dem Einsatz neuester Waffen geführt wird. Trotz aller Anstrengung der Alliierten an den Land-und Seefronten Ostasiens ist aber ein wirklicher Einbruch in Japans strategisches System bisher nicht gelungen We der in der Tonnagenschlacht, noch Im Luftkrieg, noch im Kampf der Flotten. Eines ist sicher: die Amerikaner versuchen mit aller Gewalt, zu entscheidenden Erfolgen im Pazifik zu gelangen. Die Verlagerung der Neubautätigkeit der USA-Werften auf Landungsmittel, das notwendig gewordene Freimachen der Westküsten-Werften für die in steigendem Maße anfallenden Repafaturen, die neuerliche Verstärkung der USA-Marine-Korps um 500 000 Mann deuten in diese Richtung. Wenn sich die Amerikaner von England den schnellen Flug zeugträger »Detroit« (23 000 t) ausleihen und die baldige Indienststellung von neun neuen Flügzzeuglrägetn von 27 OOC Tonnen verkünden, so wirft dies ein Licht auf die mit allen Mitteln forcierten Verstärkungen für den Pazifik Mit welchen Fristen aber trotz alledem dio leitenden Männer der Vereinigten Staaten zu rechnen gezwungen sind, geht aus einer Meldung von der Kiellegung von 45 000 t-Flugzeugträgern hervor, die frühestens Ende 1945 fertig werden können, aber, wie es heißt, »noch rechl/.ei-tig genug kämen, um in die Entscheidung im Pazifik einzugreifen«. Dieser Emsigkeit der Vorbereitung, die in jeder Phase von einem Schwall siegverheißender Nachrichten begleitet wird, stand auf der Seite Japans ein hartes Schweigen gegenüber. Dafür sprechen die Tatsachen, wie in den Seeschlachten von Bougalnville. Im Grunde erleben Amerikaner, Australier und Neuseeländer im pazifischen Raum das gleiche wie Ihre Kamerflden auf den Schlachtfeldern Europas: bisher haben sie die geballte Abwehrkraft der Achsenmächte noch nicht zu spüren bekommen Aber in ihnen wächst mit unheimlicher Stetigkeit die dumpfe Erkenntnis, daß jeder Schritt näher an die Hauptkampflinien Europas und Groß-Ostasiens ein Vielfaches erfordern wird an Blut und Opfern. Kroatiens Bekenntnis Ein Telegramm Wechsel, mit dem Führer dnb Berlin, 9. November Der kroatische Staatsführer Dr. Ante Pawelltsch hat an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet; »Führer, das Blut der Opfer des deutschen Volkes, welches am 9. November vergossen wurde, ist zum Sinnbild dßs Kampfes gegen den Bolschewismus und die Reaktion geworden. Das ganze krf>i-tische Volk und ich persönlich beug.'^n uns vor dem Schatten dieser Großen m der festen Überzeugung, daß diese Opfer sowie das Blut der Söhne des deutschen Volkes, welches auf den Kampffeldern für die Erhaltung der Kultur und Zivilisation fließt, den Sieg für d is Glück des neuen Europa bringen wi'd. Führer, das kroatische Volk wird in d;3-sem gigantischen Kampf ausharren in tiefer Waffenbrüderschaft mit dem großen deutschen Volke bis zum endgiilti-gen Sieg eines neuen und gerechten Europas,« Der Führer hat geantwortet: i'Für die Worte des Gedenkens für dio Opfer des 9. November 1923, die Sie, Poglavnik, am heutigen Erinnerungstane persönlich wie im Namen des kroatischen Volkes telpgrnphisch an mich ge-chtet haben, sage ich Ihnen meinen aufrichtigsten Dank. Ebenso wie das Blut dieser Kämpfer nicht umsonst geflossen ist, werden auch die Opfer In unserem und unserer Verbündeten gemeinsamen Kampf um die Freiheit und die Zukunft Europas nicht umsonst gebracht sein. In der unerschütterlichen Überzeugung daß uns nach dem harten Ringen der Endsieg beschieden sein wird, gedenke ich mit meinen herzlichen Wünschen des tapferen kroatischen Volkes und seiner Zukunft.« Anerkennung fflr die Ausländsdeutschen dnb München, 9. November Der Führer empfing den Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP, Gaj-Icitcr Bohle, zur Berichterstattung über Fragen seines Arbeitsgebiets. Der Führer brachte hierbei seine Anerkennung für die stets bewiesene Treue des Aus-landsdeuischtums zum Reich und für die vorbildliche Haltung der Auslandsdeutschen und der deutschen Seeleute im Schicksalskampf der Nation zum Ausdruck. Neue Ritterkreuzträger dnb Führcrhauptquartier, 9. November Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Karl Warn-hofi, Führer eines Grenadier-Regiments, Leutnant Hans Bartkowiak, Pionierzug-führer in einem Panzergrenadier-Regi-nent, Major Karl Warnhoff, 1902 alt Soho eines Oberpostschaffners in Stolp geboren, hat mit nur 200 Grenadieren acht Tage lang den Nordrand von Charkow aitf breiter Front gehalten. Leutnant Hans Bartkowiak, am 8 3. 1917 als Sohn des Uhrmachers Bolcülaus Bartkowiak in Goerlitz geboren, hat mit seinen Schle-siern bei den Kämpfen Im Raum östlich Smoiensk aus eigenem Entschluß einen beherrschenden Höhenzug, dessen Räumung bereits angeordnet war, einen Tag lang gegen zahlreiche bolschewistische Aniiriffe gehalten. Mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wurde ferrer der T'lui'zeugführer in einem Jagdgeschwader f^eutnant Schack atis nartenstein in Ostpreußen ausgezeichnet. Der am 12. 11 1917 geborene Jaffddieger hat bisher 115 Luftsiege errungen. UnspTP dnb Der Duce r'lni In Malland. In den größten Lich'spif.'lhciusern Mfiilanfls wurde am WochGnrjndo erstmals im Film die Belreiuiui des Diice durch deutsche Soldali^n qe/i igt. Hierbei kam es über all zu lebhaften Kundgebungen für Mussolini. Auch wurden Bilder, auf denen der Führer mit dem Duce zu sehen ist, von stärkstem Beifall begleitet dnb Zerstörte Hoffnungen. Nicht ein einziges Unternehmen der südrussischen Eisen- und Stahlinfiustrie sei mehr intakt, wild in einem Bericht von sowjetischen Fachleuten gesagt, so meldet »Times« aus Mofikfiu, die vor kurzem von einer ausgedehnten Studienreise durch das Do-ne/bpcken zurückkehrten, dnb Kurssturz In USA. Die Wallstreet erlitt am Montan den schärfsten Kurs-fnll in Staotspapieren und Effekten, den sie seit langem erlebt hat. tc Amnestie In Rumänien. König Michael I. hat anläßlich seines 22. Geburtstages eine Reihe von Begnadigungen ausf(e«iprochen, die sich sowohl auf politische als auch auf gemeine Verbrechen und Vergehen beziehen. tc Kroatiens Gesandter In Sofia An stelle des zum Aufenminister ernannten bisherigen kroatischen Gesandten in Sofia, Dr, Peritsch, wurde zum neuen Ge sandten Kontercidmlral Jakschin er-nunnt. tc Judenaussiedlungen In Bulgarien. A'le Judun, die aus Sofia und anderen Stäflten aiisgosiedolt wurden, müssen nach einem Beschluß des Ministerrats ihm bis zur Aussiedlung inneaehablen Wohiiutigun bis zum 30. November räume ii. tc Eine bulgarische Illustrierte Zeitung »Madtira« ist in deutscher Sprache am S'inistag zum erstenmal in Sofia erschit-nen. _ Driiilt u Vor'aci Mflrburqer Verlars- ii Druikerel-Gcs m. b M - Verla(|Rii*ltiinr] Uiton RAiiinqarttipr, Haupts« tiriftlp lun() Anlon Cn^tsrhiick, bnldo In tvlarburo a d Drau, 0.idna«»(> 6. Zui Zoll lUr Anzrignn dio PrpitllMe Nr 3 vom 10 April 194'' oülllq Autfall doi l.lnlerung rtei Blalla* bei liöhntei Gewalt niloi DetrlebKitdrung gibt keinen Anspruch auf Rürkzublung des Bczugi-(•Idai. MimaHiilie Xuuduüou Viel Arbeit Trifft man heule einen Bekannten duf der Straße, dann fällt, meist schon bei der Frage nach dem Ergehen, das Wort »Viel Arbeit«, aber es i«t nicht so, daß der, der es ausspricht, nun dabei seufzen würde oder daß er es voll Prahlerei aus-•priche, um darin die Wichtigkeit seiner Persönlichkeit darzutun. Es ist ein neuer Klang in dieses Wort gekommen. Man bestätigt sich damit nur, daß man seine selbstverständliche Pflicht erfüllt, man entschuldigt «ich ein bißchen darin, daß man norh in der Heimat ist, und verrichert in diesem Wort, daß man der M^ner würdig ist, die draußen Deutschlands Grenzen schützen. Ein wenig Stolz klingt mit, wenn es ausgesprochen wird, ein wenig Demut vor dem Großen, dem wir alle dienen. »Viel Arbeil« — das ist heutft eine Hhte für jeden Es ist nicht wichtig, daß man boi dem Gniß, den man mit seinen Bekannten taiischt, versichert, es einem ^ut oder man habe sich wiedf\ erkältet. .\hpr ps ist wichtig, ddß r.i^in vor sich SGlbfSt versichern k.inn, mfln habe mehr Arbeit und mnn würde sich •chfimen, wenn es nicht so wäre, wenn man in dieser Zeit der fforhsp.innung nur das Maß des Alltags erfüllen wollte, das früher genügte. Da und dort ist ein Arbeitsplatz leer geworden, der Benifskamerad steht im Felde' und die Arbeit verteilt sich an die Sie leben weiter in uns Heldengedcnkfeicr in Tüffer Am Sonntag, den 7. November, um i Endsie{{ ru wecken. Mit den Schiebern 8.30 Uhr fand im Heidenhain die Helden- | und Meckerern räumte er energisch auf jjedenkfeier statt. Am Hcldenhain waren die Formationen der Wehrmannschaft, der Deutgehen Ju{e Ol tsq; uppenfuhrunq LiChtfil-West irn Kreis Irilrtii hielt ver(j^iiiqeiic Woche ihien großen Dien*>t(ippeil «i.». Ndch der Heqrilnunq durch ficn Ortsqnipppiiliihrer er:|rit1 Kicisluhrer Eii)erh(ir(ll dds Wort und hrhsiidelte ausliihilirn d-^n ht^-ute to-h'^nrien srhicksalhdlten Kcimpl um die OMSteuz aller europäischen Vöilter. Im zweiten Teil seiner Aii*>tiihriinqen erörterte der Kreisfühier fiie Fr^qe der politischen Mensf henführunq, wie sie s'ch dem Block- und Zellenlührer und dem Arntstraqei dpsit-zeis«ohni hen Pianz Psrhi'nits( h" k aus W'lken 27, siemeinde Wach: ■nb''Tq, brai'h sich durch Fall d- n re^^hten t'nter-aim. Di-- Verfinqlürkff»n befinden ;ich im Mirhiir,ipr Kr'Uikm^'.in r' Retchsgr.illn lamberq qi'«'l(trl)en. Im Mtor \ "Ti R2 Jrth"n darb im ;; bloß Dorf an d^ i Tinn« Reich nriii n Anna von I.amberq, die si.h um »li-me nde der Umqeqend, namentli- h um die Ht Mv-inde Neiihaus am Grimining *phr vrdient ge-ma.-ht hat. Unter anderem nriindete »ie das Altersheim m Uaterbuig. Wir hören im Kiindfunk Mhtwnch, lA. NoTcmbcn Ro!ch$prn^r»mini 8—-A.IJ: Zum HArrn und Behalten. — 11 — U.JO: Kleine« Konicrt — 11.30—12i Cber Ltnd und Meer (nur Ücrlin, Lcipiig, Posen). — 12,35—12.45; Der Bericht lur La|t«. — 12.43— 14 Aua Oper und OpercUe, — 14.15—14.4Si D*a Drutadie Tant- und Unterhalluofaorchealcr tpicK. — 15.30 16. Autfjcwahllc Kamtnermuiikaätie. — 16 17: Kinc unlcrhalliinic Stunde mit £ut (Je-laiinU-r .Muk'U. — 17 15--17.50; Runtc .Melodim-pUtle. — 17.50—IK, Dai tiuch der Zeit. — 18.3" — I*» Per ZiMlspieiJel, — 1'>.15—l<>.30i FrontSe-riihlc. — 20.IS-21 -Vl'ovon kann der I.»nd»er denn »t Hon tmiimtn«, l'ii»crh»"1un< (ör unsere Soldaten. — 21- ?,2. Die huntr Stunde. Dcutirblaadikf nden 17.|.t IR.30; Paul Cranrr-2\klui. 'Untc vnn .SAnitKouci>, Rhapiodic, Divcr-tiuifnlo. — 20.1>-;i: U'cik« von llind«! und Mo-latt, l.eitiirj Arthur Rothir. — 21—22: Aualeic Kili'iniT Selia'lp'alti'n. Ilpldcnlod eines luiigrn Grazer Offl-/lors. In (Ifn f,rhv/#^i<-n Abwehrktinipt'^n siidlirh Wt^l.kije L.uki Icirivl am 8. Oktc-bpr Leutnant Karlheinz von Likoser, Sohn des Mauplnictnns von Likoser aus Giaz, drn Heldentod. Trotz semer Au-qeiiverwundunq, die er zwei Taqe zuvor erlitten hatte, wdr er nicht zu be-wfQfn. ins La/arett zu qehen. Als nun dip Bftlsrhewishn dm 8. Oktober mit strirks'f^n Ktälttm einon verzweifelten Diir( hhriichsverstirh machten, deckte Lfuincinl von Likoser mit seinen sthwe-rori V'.'alfcn riris Borqen di:r Verwundeten und dris Zuri'f kqfiheii der Infftnterie so-Innne, bis sirli der letzte Soldat atjf eine neue R enrlstelluna zijriirkeulsrlu* Junqcn jus dem BanAl und au-» cier Sioviakel in Ariining. KiO deul-hThe .iv.nqi'n aus dorn B.'iiatbund und dus de Slowakei waien 'IWofhen im \Vi;hr* ertut.hli((iinqslaaer pfiitienherq (Krel« L'f 'f'nt, wo sie spotllirh ortüchtiqt und wf''t.in-.chf!ulif h rjf srbtiü wurden. Der L ir.' uliihT r erni'ihnte hnim .\hsrhied die Ju 'qrn, h'r die dieser irrste .Aufenthalt im R»-» r An diesem 1 (iqe sind in den T.».' «eri {jf^s Roirhrä, in denen de' Rußtaq s\'.titUch anerkannt ist ebenso wie im venanriencm Jahre von fi bis 14 L^hr alle der Ifnlerhaltunq dienenden Voranstai-tur>nrn verboten WIRTSCHAFT und SOZIALPOLITIK Ein Beifrag für den Endsieg Die steirischen Gausieger in der Milcherzeugungsschlacht 1942 In der Milcherzeuqunqwchlacht werden alljährlich diejenigen Erzeuqerbe-tricbe festqcstelll, tlie in beetimmten landwirtschaftlichen Größenklassen die besten Erfolqe hinsichtlich ihrer Milch-ablicfeiunq aufzuweisen haben. Daneben werden der Kreisbauernführer, der neben besonders quter eiqene.r Mllchab-lieferunq auch in seinem Kreis die besten Ablieforunqsziffem atdwei«!, und drr Molkereibetrieb, der s'ch am besten in der Milcherzeuqunqswhlacht bewahrt hat, aiisqez.eirhnet. In der .1. Milcherzeiiqunqsschlacht 1942 wurde der Landwirt Bachler in Ketten, Post A 'i-.i im Ennstal, zum Gauslener in der Gruppe der landwirtsrhaftllrhen Betriebe von 1 bis 10 ha, der Bauer Gottfried Ducho in Windischberq bei Göes-Leoben zum Gausieqer in der Gruppe der landwirtschaftlichen Betriebe von U bis 50 ha, die Bäuerin Genovefa Herzoq in St. Marein b«d'Neuniarltt zur Gausieqerin in der Gruppe der Landwirtschaftlichen Betriebe über 50 ha erklärt. Zu diesen Siegern kommen als erfolgreichste Kreisbauernführer der Kreisbauernführer von Leoben, Josef Schlaqer, als bester Molkereibetrieb der obercteirische Molkereiring Murboden, Knittelfeld, unter Leitung des Molkereidirektors Dipl.-lng. Sepp Relmoser. Daneben wurden in der gesamten Steiermark nicht weniqer als 531 Milchlieferanten festgestellt, deren Ablieferung als vorbildlich zu bezeichnen ist und die durch GewShrunq einer Geld- sowie einer Sachprämie auch nach außen hin Anerkennung finden. Als Vertreter des steirischen Landvolke« nahmen der Melker der Gausieqerin Genovefa Herzog, Johann Raniqqer, — Gausicqer Gottfried Ducho war erkrankt — Krelsibauernführcr Jose! Schla- ger, Molkereldirektor Dipl.-lng. Sepp ReLmoser neben dem Vorsitzenden Fritz Ertl und Geschäftsführer Dipl.-Inq. Hermann Ohler des Milch-, Fett-, Vieh- und Eierwirtschafteverbandes Steiermark als die Führer der steirischen Milcherzeu-qunqsschlacht an der am 28 Oktober 1943 in Dresden von Staatsscliretär Backe vorgenommenen Siegerehrung teil. Bei dieser Gelegenheit hob Staatsekretär Backe die bisher von der deutschen Milchwirtschaft erzielte Gemeinschafts-leistunq hervor, die sich In einer Stelgerung der Milchablieferung im Altreich von 14,9 Milliarden kq im Jahre 1938 auf 17 Milliarden kq im Jahre, 1942 auadrückt. In Steiermark ist die molkerei-' mäßige Milcherfassunq soqar noch In bedeutend höherem Ausmaß, nämlich von etwa 90 Millionen kg im Jahre 1938 auf 205 Millionen kg im Jahre 1942, gesteigert worden. aller Welt Zehn Reisende bei verbotenem Gleis-überschreiten ums Lehen gekommen. Auf dem Bahnhof Wrdau wuiden zehn Rei.^ende, dai unter vier Frauen als sie mit anderen verbotswidrig die Gleisan-Irigen übersrhreilen wollten, von einem Ritifflhrpndcn Pofsonenzug erfaßt und auf elf r SlotIo gelötet. Zwei weitere Fahrgäste truqcn Irbensgtifährlichf! Verletzungsti drivon. Die Verunglückten hatten trotz V'rrbots den küizeren Weg über die Gleise gewühlt, um zu ihrem Zuq zu gelangen, obwohl sie vorher von Bahn-btdirnsleten noch atisdrücklich gewarnt worrlon wnrrn, » Wlldsrhweinherde überfiel ein Dorf. In dem fiiedlichen Dorf Altenqespke in Westlaien gab es große Aufregung. Linp von pinT Jaad aufgestöberte Rotte vrip fiml Schwarzkilte'n raste plötzlich diirrh die Dorfstraße. Ein Mann der auf dem Rfidr unterwegs war, wurdp von einem angeschossenen Keiler angefallen und konnte sich nur mit Mühe des wütenden Tietes erwehren, indem er sein Rad gleichsam als Schild benut7te Die Mori-^rhen fKirhtÄton in die Häuser, während die Rotte durch das Dorf tohte und schließlich 'n die Kirche einfiel. Erst nach e'ner ganzen Weile verzog sich die wilde Jagd wieder ins Revier Wober kommt der Golfstrom? Der riolfstrom die warm<» Meeresströmung des nördlifhen Atlantisrhen Ozeans, kommt, was wenig bekannt ist, nicht auschlieillich aus d"m Golf von Mexiko, I sf-ndern erhält auch einen weiteren Zu-i fitiß aus dem Mittelländischen Meer. Die 1 Strömung teilt sich auch nicht erst bei j Irland in e'nen nördlich und einen süd I lieh gehenden Zweig, sondern bereits I in der Nähe der Azoren. Schätzt die Obstjungbäume vor Wildschaden Der Schutz unserer Obstbäume auf un- j diese aber jetzt nur sehr schwer zu be-eingefriedeten Anlagen während den i schaffen sind, eignen sich hiefür beson-Winter- und Vorfrühjahrsmonaten vor j ders Maisstroh, Schilf, Wildrosenqe-Wildverbiß ist unerläßlich. So müssen i strüpp und Schlehdornzweiqe, Dieses wir, um uns vor großen Schäden zu be- 1 Material muT so'^'fältig um den Stamm wahren, besonders alle Apfeljunqbäume ) his zu den Kronenästen gelegt werden, auf freien Fluren, Weiden, Landstraßen, ! um nachher mit Draht oder Weiden Acker und Feldwegen im Spätherbst gegen das Benagen von Wild in erster Linie Wildhasen, Kaninchen und Rehwild schützen. Es sind nicht nur frischge- i pflanzte Apfelbäume sondern, wie ich ; dies häufig beobachtete, auch Bäume in einem Alter von 8 bis 12 Jahren in strengen «chneereichen Wintern benagt worden. Dies konnte besonders in dem strengen Winter 1941-42 beobachtet werden. qründlich befestiqt zu werden. So ist es dem Wild verwehrt, an die Stämme heran 7.U gelangen um diese zu benagen. Man soll diesen Schutz Im Frühjahr nicht zu früh entfernen, da es sich in der Praxis immer wieder gezeigt hat, daß gerade in den Monaten Februar und März die Hasen ganz besonders gerne an die Bäume herangehen und dieselben benaqen. Die« ist damit zu begründen, Besonders ernpfehlenswert ist vor dem i Monaten gewisse iinbmden der Baume das Bestreichen mit Einbinden einer lO'/rigen Karbolineum-Lchmkalk-lösung. Besonders vorteilhaft sind die Lattengestelle sowie die Drahthosen, welche man um die Stämme Ifxit und bei hohem Schneefall oder obstbaulichen Arbeiten in die Höhe ziehen kann. Da halten sind, vom Wild zur Anregung des Stoffwechsels benötigt werden. Man soll daher immer mit dem Entfernen des Wildschützes bis Mitte April zuwarten. B. Zweifler Fort mit dem „Blauen Montag" Friedrich der Große schaffte ihn ab fn einem Edikt von 1783 also vor J[c-n.'iti l»iO Jahrfn, schaffte Friedrich Her Ciroßc den Fllaticn MontajJ» ah. Rpsondcrs die HandwerksjJ^csellfn in vielen Orten hielten an dii'Sfni seltsamen Rr.ujch, dt-m Sonntag >(lcich noch einen Fc irtnrf .m/.uhänifcn, beharrlich fest. In dem jfcnannlcn F.dikt heißt es u. a. : .So sit/f-n, ordnen und gebieten wir hiermit, daO der soijcnanntc freie und bl.iuc Mon-taß bri allen denjcniijen Gewcrkcn und lnr.ijrit|cn. wo derselbe noch im SciiwnnjJc (Jelicn sitlllf, sojjlc ch nach Publikation die.«ir5 Ediktes iJänzlich einiJestelll und die Gcsfllun an allen Montagen ebenso fle Oiö und lanije, als in den übrijjen \XtrklajJtn arbeiten sollen. I'm nun diesen Unfuß, welcher den Sl.'^ it und eine zweimonatliche Arbeit, da [landv.'crk.'5nu'ister und Gesellen zur Cppit!keit und der darauf notwendigen crft.lt^endcn Armut brmtjt, auf das sichrr-slf al /iistellen hefehltn wir hiermit aufs Ern*lt'ch';tf, dafi jeder iMo'sfcr, dcs^^n Gp«ipllc sich des .Montags, ohne rechtsmä- ßige Entschuldigung, von seiner Arbeit entferne, selbigen in unseren hiesigen Residenzen, dem Polizcidirektnrium und in andcr(;n Städten, wo kein Polizeidirektorium ist, dem Magistrat bei zwei Reichstaler zu erl-issender und zur Gewerks-kasse zu erlegender Strafe sofort anzeigen lind cm solcher Geselle, der diesen Miflbratich hartnäckig fortsetzen will, das erstemal mit achttägigem, das andere Mal mit 14lägigcm Arrest bei Wasser und F3rot bestraft, das dritte- und folgende-maj aber, öls fütsetzlich boshafter Übertreter unserer Gesetze, mit vierwöchentlicher Zuchthausstrafe belege, alsdann für handwerksunfähig — und untüchtig gehalten, und auf sein Handwerk an keinem Orte passieren soll so lange, und bis derselbe, nach vorhergegangenem obritj- j kfitÜchem Erkenntnis, zu seinem Hand- ' werke wiederum öffentlich abmitticrt ' worden.» Fürwahr, Friedrich der Große, i genannt der Alte Fritz, erkannte schon ' zu meinen Lebzeiten deutlich, was dem ; Volke und dem Staate not tat. GUliigkelt der Reichskarlen für Urlauber verlängert. Die Gültigkeit der Reichskarlen für Urlauber, die den Aufdruck »Gültig bis 14. November 1943« tragen, Ist bis zum 30. April 1944 verlängert worden. Diese Karten können also auch über den 14. November 1943 hinaus zum Wareneinkauf verwendeti werden. Zu' Vermeidung von Zweifeln wird jedoch darauf hingewiesen daf? die »Brotmar-keii für Wehrmachtanqehörige«, die auf hellrotem Papier gedruckt sind (Farbe der Küchenkarte) und über je 10 g Brot lauten, mit Ablauf des 14. November 1943 außer Kraft traten. Nach diesem Zeitpunkt gelten nur noch die inrwf-scben neu herausgegebenen Brotmarken iür Wehrmachtangehörige, d.e qle'ch falls über je 10 g lauten Diese Marken unterscheiden sich von alten dadurch daß sie auf weißem Papier in rötlicher Farbe gedruckt stnd und in perforierten Bogen hergestellt werden. Auf «inem reich verzierten Untergrund befindet sich in der Mitte der oberen Hälfte der Hoheitsadler, darunter der Aufdruck 10 g und darunter das Wort »Brot« Die Bezeichnung »Brotmarke für Wehrmacht-Angehörige« ist von links nach rechts »im den oberen Rand der Marke herum-gelegt. Pfandgeld für Verpackungsmaterial. Die Knappheit an Verpackungsmitteln hat dazu geführt, daß manche Betriebe leere nicht zurückgeben. Der Preiskommissar hat sich daher schon in verschiedenen Fällen, «o etwa bei Fässern und Säcken, damit einverstanden erklärt, daß die Lieferanten ein hohes Pfandqeld für die Ver-packunn in Rechnung stellen. In einem neuen E^laß hat er nunmehr qenehm'qt, daß auch die Mitqlief^er der Wirtschaft»- Vom 7. bis 13. November wrd verdunkelt von 17.15 bis 6.15! gruppe Elektroindustrie ihre Abnehmer zur Rückgabe der Verpackung verpflichten und ein Pfandgeld berechnen, das den Wert der Verpackung um ein Mehrfaches, höchstens jedoch um das Fünffache, übersteigen darf. Das Pfandgeld ist nach Rückgabe der Verpackung voll zurückzuzahlen. Durch diese Erlaubnis wird die bisherige Berechnung des Ver-pari;unqfimateriais und die Gutschrifter-teilung nicht berührt. SPORT u. TURNEN Mehr ab 30 000 Fufiballmann-■chaften Daß das Fußballspiel die popuUritc Sportart in Deutschland ist, darüb«r besteht natärlich kein Zweifel. Tausend« und Abertausende strömen re^elmäßij am Wochenende zu den Meisterschalts- und Freundschaftspielen, um dem so fesseln* den Spiele mit dem runden Lederball bei' wohnen zu können, Auch trotz der vielen kriegsbedindten Schwierigkeiten, die zur Zeit der Aufrechterhaltung eines regel-m&fligen Spielbetriebes entgegenstehen, sind es auch noch im fünften Kriegsjahre viele Tausende von Mannschaften, die an den Punktspielen in allen Gauen des Grofldcutschen Reiches beteiligt sind. Von dem Umfang des Fußballmcisterschafts-betriebes gibt am besten die Zahl der au* genblicklich beteiligten Mannschaften ein überaus eindrucksvolles Bild. Es stehen heute insgesamt nicht weniger als 31 734 Ful3ball-Mannschaften auf den Spielfeldern. * Aui der Abteilung Rapid der SG Marburg. Rapid-Fußballer am Donnerstag, den 11. November, um 19.30 Uhr, im Gasthaus Emerschitz, Nagystraße, wichtiger Spieler-Appell. Erscheinen Pflichtl Die unterstelriscbe Fufiballmelster* schaff wird am kommenden Sonntag mit nachstehenden Spielen fortgesetzt: Rapid II gegen Eichtal I, BSG Westen I gegen Rapid II und Edlingen I gegen Cilll II. Der sichere Sieg der BSG Weiten In Edlingen. Am Sonntag kam in Edlinqen ein Fußballmeisterschdftsspiel zwischen den beiden derzeit stärksten Sportqe-meinsrhaften der Untersteiermark zuf Austraqunq. Dies waren die BSG Westen aus Cilli und die SG Edlingen. Das Spiel endete mit 5:1 (3:0) für die BSG Westen Die Betriebssportqemeinschaft Westen führte ein schnelles und technisches Spiel. Der Gegner hatte den besten Mann der Mannschaft im Tor. Für die Europameisterschaft int Schwer* gewicbtsboxen am 14 November in Brüssel Tandberg und Sys setzt »ich das Ringgericht aus dem Berliner Schröder als neutralem Kampfrichter, Falony (Belgien) und Söoderlund (Schweden) zusammen. Gradjanski gewann Adria-Poiial. Um dem kroatischen Fußballklub Haiduk, Split, an der Adria eine finanzielle Grundlage zu neuem Aufstieg zu geben, hat der Kroatische Fußballverband einen Pokalwettbewerb ausgeschrieben, der zur Tradition werden soll und den Namen »Adria-Pokal« erhalten dürfte. Erster Pokalsieger wurde Gradjanskl, Agram Der Kampf Tandberg Sys tun die europäische Schwergewichts - Meisterschaft «oll nunmehr am Sonntag, 14. November, in Brüssel zum Austrag kommen. Europas Fussball-Spitzenklasse Dresden und Vlenna vertreten den deutaclien Sport Die Höhepunkte des Fußballjahres 1943 liegen hintei uns. Mit Ausnahme von Schweden, wo der Landesmeister Norr-köp.ng und AIK Stockholm das Endspiel um den schwedischen Pokal noch nachzuholen haben, sind Meisterechafts- und Pokalwettbewerbe überall abgeschJoscen. Em Blick auf die Zusammenstellung, die gerade in unseren Tagen durchaus auch einen politischen Werl hat, läßt der Vermutung Raum, daß die eigentliche Spitzenklasse des europäischen FußbalJ-sporls kleiner geworden ist. Denn in nicht weniger als sieben Ländern — Schweiz, Dänemark, Lettland, Kroatien, Portugal, Spanien und Italien — fielen Meisterschaft und Pokal an die gleichen Vereine und Mannschaften. In Deutschland war die Erringung dieses Doppelerfolqes, den bisher lediglich Schalke 04 einmal erzwingen konnte, lange Zeit der Wunschtraum des Dresdner Sport-Clubs. Doch in der Vorscbluß-ninde wurde die sächsische Meislerelf von Hamburgs schneidigen Flakkanonieren niedergekämpft, unii damit war der Weq zum Pokalsieq frei für Vienna-Wien. Fraqlos aber ist der deutsche Sport mit I dem Dresdner SC und Vienna im Kreis dei stärksten europäischen Vereinsmann- echalten hervorragend vertreten. Denn beide Klubs errangen ihre stolzen Erfolge zu einer Zeit, da wohl die Schwierigkeiten, nicht aber ihre Form »kriegsbe-dingt« waren. Die Liste der Landesmeister und Pokalsieger hat folgendes Aussehen; Belgien: Meister FC Mechehi, Pokalsieger Liersche SK| Niederlande: ADO den Haag, Ajax Rotterdam) Dänemark: AB Kopenhagen, AB Kopenhageni Norwegen; Viking Stavanger, Pokalsieger nichti Schweden: Norrköping, Norrköp-ping oder AIK Stockholmi Lettland: Estonia Reval, Polizei SV Dorpati Litauen; Tauras Kauen, Pokalsieger nichtt Lettland: ASK Riga, ASK Rigai Rumänien: FC Crajova, Tumu Severin» Ungarn: Csepel, Ferencvarosi Bulgarien: Lewski Sofia, Slavia Sofiai Kroatien: Gradjanski Aqram, Gradjanskli Slowakei: Armee-Elf Preßburg, Pokalsieger nicht; Italien: FC Turin, FC Turlni Spanien: Athletic Bilbao, Athletlc Bilbao] Portugal; Benfica ,Lissabon, Benficaj Frankreich; Meister nicht, Pokalsieqer Olympique Marseille] Schweiz: Graßhop-pers Zürich, Graßhoppersi Deutschland; Dresdner SC, Vienna Wien. und der Jäger Ponicjn noii Ihidölf lidns liartscfi 2 Fortsetzung l'nd nach einiqin Tagen kam wahr-hnftiri finii Utlr arn breiten Hute rückwärts und sah mit goldbraunen Augen voll lachenden Staunens auf den Wandschmuck Sie wandte sich zur Tür »Mali«, rief sie. »Biinqen's die Blumen her Alle löpf da herein, neb«'n mich auf den Tisch, daß die alten Damen gleich was Hülisches kriegen.« Sie hatte aus dem Glashaus von Rankenstein alle eisten Friihjahrsbluraen geplündert und den alten Damen mitge bracht, von denen sie wußte, wie sehr sie sich an solchem Dult und Farbenge-menge freuten. Es waren tlie schönsten Hyazinthenslöcke, die bald den ganzen Scidl mit Leuchten und Duften erfüli'en. Frau Utta hat'e ihren Pelz durch des b<;ii eigne Sihwere lässig hertibstreifen Icü-sciii ei w.ti hinter ihr auf einen Stuhl (.Lsunken, und sie stand in einem he'ien, firudigen Resuchskleide, das Hals und Arme freigab, an den Tisch gestützt bei iiiren Blumen, als Hanns eintrat und sie wie entrürkt anstarrte. Sie hielt stille, lächelte ihn an. Hanns s/-h, wie die herrliche Gesundheit ih er l^riisl mit den strotzenden Hyazinthen daneben um die Wette bliihte und di cinqt»' Und dieses prachtvolle Geschöpf mit dtMu schuldlos reinen, runden Antlitz, dieses Wt'ib, das so gesund war, und wie zur Mutter eines strotzend kraft-reirhen Geschlechtes auf die Erde gerufen schien, schloß halb die goldbraunen Autjen, legte den Kopf noch weiter zurück und schien sich's Wohlgefallen zu lassen, daß ihm die Stimme stockte Sir lehnte, freute sich, dehnsam sich streckend, ihrer Schönheit und versteckte das Lachen ihrer hellgoldbrau-nrn Augen, bis er es über sich brachte, nahertrat und eine wichtige und förmliche Raronsverbc^ugung machte Da sah sie ihn an, ganz von aller S( hulkheit abgetan, als ernste große Dame, neigte sich ar.mutreich, streckte ihm den voilweißen Arm entgegen dessen Hand er nahm und küßte, als käme sie aus dem Himmelreiche. »Das ist wohl Fiflron Hanns? Der wilde, heidnische Jaqer, der immer die großen Sonnwendfeuer auf den Bergen hat?« »Das hat Ihnen Himmelmayer erzählt.« Hftnns lachte. »Ja, der war neulich in den Rauhnächten mit mir auf dem Go-i'idnz.« »Sie, hören s«, sagte sie leise und vei-tiaulich an ihn herantretend. »Ein Weih nachtsbaum in Wien ist auch ganz was Schönes. Und Licht und Wärme und warme Menschenaugen und recht viel, Viel Jugend oder Erfolg rund um einen herum. Möchten's denn das gar nie sthen?« »Ich war doch meine letzten Studienjahre in der Stadt*, gab er kopfschüttelnd zurück. »Das ist nichts für mich. Wds zu haben war, davon hatte ich in sechs Monaten genug«. »Schauen's und mich treibt es schon wieder in den Fasching zurück —« »Ja, Sie —« Er sah sie von oben bis unten an und ging sogar um sie herum r'So eine Frau sollt immer zwischen vier Spiegeln stehen oder zwischen vierzin Paar Augen. Das ist freilich nichts für die Eulen im alten Dach unseres Kastells, »Na«, sagte sie, »für da, hinter dei SdwB, reichf'si es war ganz ein hübsches Kompliment.« Und dann ging sie der Baronin entgegen * Den ganzen Tag war sie zu Gaste gewesen. hatte den alten Doktor verjüngt, die Damen mit ihren vielen Geschichten aus Wien gänzlich aufgeweckt und tausend Erinnr lingen an ihre Jugendgeselligkeit in ihnen strömen gemacht. Hanns sagte ihr bald keine Komplimente mehri er stritt mit ihr: diese ihre Welt sei nichts und sie selber bloH Blendwerk. Hier im Schloß sei das große Geheimnlsi sie solle doch mal da bleiben und zu Doktor Urban in eine wehmutreiche Schute gehen. Sie nahm seine Kriegführung wie Komplimente hin, gab ihm in allen recht, und nui wenn er ernstlich böse ward, daß sie ihn gar so leicht nahm, legte sie den Kopl in die rechte Hand und sah ihn so vun allen Seiten recht lieb und nachdenklich an. »Ucht ist er, der Baron Hanns«, sagte sie. »Das weht einen wie Farnkraut und Buchenlaub an. Aber begreifen kann ich s nichti Da ist einer fein durchgebildet, hat so viel Gelesenes recht in sich ertahren und durchdrungen, könnte ein Stück Welt regieren und mit den Frauen handein wie er wollte — und lebt, um Rchböcke zu schießen.« Und am Abend, als sie ging, stellte sie sich vor ihn; »Einmal muß ich mir Sie noch ansehen. Denn apart sind .Sie... Hm, Also ich dank' schöm es war ganz was Neues,« Seine blauen Augen sprühten zornig, ihre goldenen lachten aber hinein) da wurden die blauen kindlich und bittend »Kommen Sie lange nicht mehr wleJerT^ Sie Hauch aus der Welt des Erfolges und des Truges?« fragte er leise, »Jetzt müssen einmal Sie zu uns hinaufkommen«, sagte sie. »Ich wlil's Ihnen leicht machen. In Graz sehen wir uns vielleicht einmal; da komm" Ich Ihnen ohnehin auf halbem Weg entgegeii Denn bis Ich wieder über die Sawe geh"; o je: Was suche ich denn da?« Und sie nahm Abschied. Den ganzen« Abend waren die Damen voll von Ihrer Schönheit und leichten, lustigen Grazie. Wie sie herzig zu spotten wußte und plastisch erzählte und wie sie mit dem ganzen tunden Antlitz plötzlich ernst und andächtig werden konnte, wenn Urban was Nachdenkliches sagte. Und ihren wegwandernden Augen seh man es an, wie sie ihm in Gedanken zu folgen versuchte. Ja, das wäre so eine Nachbarin. Die brächte das volle, lockende Leben mit sich. Schade, daß sie ihr Schloß verkaufen wollte Denn es war mit der Zweck ihres Besuchs gewesen, hier anzufragen, ob die Damen wen wüßten; für das einsame, lästige Schloß im Steirischen, das sie geerbt hatte und mit dem sie nichts zu beginnen wußte. »Ich war gar nicht oben«, hatte sie gesagt, »Da liegt's wie über einer Erdrutschen. Ganz icahl geht's von der Terrasse bis an die Sawe herunter Bloß hinten ist schöner Wald,« »Ja, so sind die Weingärten zu dieser Zeit. Die sollten Sie im Sommer sehen) da erstickt das Schloß beinahe in der grünen Umarmung dieser Reben. Kommen Sie doch im Sommer,« hatte Hanns gebeten. »Ach«, hatte sie gesagt, »da müßt' Ich den Zauberkasten bis dahin gar nicht anbringen,« »Gutj ich werde alle Käufer warnen.« »Slnd's so guti« Nun war sie fort. Seltsam, wie der Duft der Hyazln'hen durch das ganze Schloß kroch Er war aufwühlend, ahnungsreich) er bohrt* sich in Hirn und Herz mit reizvoll schmerzlicher Erinnerung. Es war, als hätte sie Ihn dagelassen, damit er ihm spottend wehe täte. So eine Frau kommt, lacht, spielt in leichten Gespräche, sieht einen an, gibt einmal Ihre warme Hand her, geht fort, — und das ganze Vaterhaus ist ein Abgrund von Leere und Un-.Zufriedenheit Einmal ein solches Geschöpf sehen, und schon brennt das Herzl Es wird dauern, bis Hanns sie wieder vergißt. IVIARBURGER ZEITUNG Steiritchcr Hclmatbiind Plichtmiigliederappell der MSDAP Im Einvernehmen mit dem Ortsgruppenleiter der NSDAP., Ortsgruppe Untersteiermark, findet im Heimatbundsaal, Tegett-hoffstraße Nr, 5, am Samstag, den 13. November 1943, mit Begirm um 16 Uhr, ein Pflichtnppell aller Im Kreisgebiet Marburg-Stadt and Marburg-Land wohnenden oder beschäftigten Mitglledei der NSDAP, statt, an dem teilzunehmen für jedes Parteimitglied Pflicht ist. Im Rahmen dieses Appells findet auch die Überreichung der Mitgliedskarten an die vom Gauleiter neu berufenen Mitglieder der NSDAP, statt. Uniformträger erscheinen In Uniform. Die Plätze sind 10 Minuten vor Beginn einzunehmen. Der Parteiausweis ist am Eingang unaufgefordert vorzuweisen. Hell Hltlerl (, A. Knaus, SA-Standartenführer. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU | BUBC.HCHISPIttt Haut* 15. 17.30, 19 45 IfljT F«raru» 8319 Tolle Nacht mit Mart« Harall Gwalav PrOhl'ci. TfcM Uagat. Hansl Aniitasdt Marina Riad und Wetnai ütocb. Bin frohg«laippi>nliAlp> PkiI Klinger und Hlldp JnnAPn. FOi liiq.'nrilli hf aniri 14 JanrpB ilirbl rugelaaaaai Kino - Heiimalhundiaal Mlllworh 10. (inci Donneraliig Ii. November Die schwedische Nachtififall Ein Pilin dor TtTrn-Pllm-Kuns» mit Ilse Wernar, Joachim GoMürhalk. Marianne Slmsoo u a. F'Oi Inficnd'ii hf nirhl MiqpUimpni GiirlcieM Mlllwoih 10. Novt'mbor. um 20 Uhr Fräulein Ein Ula-Filrn mit lUn Werner Mady Bahl, Annemarie Ho<-, goma Ddlin Erik Frey Haoi Leibelt u. a Ptir jnnrndllrhe nicht iiig«'lAsiit>nl t ichlfote^e I n#^enl»eyq Mlliworii, 10. und Dnnnerslug, II. November Karussel Ein iustlner Film mit M^irika Rökk o a. POi Jugt'iidltrhf nlihl rugeliinnfai fon-Licbtspiefe Stfadiiheater PeKau Nur DnniierHiag M. NiivL-mheri um 17 und 19.45 übt llann Mnat>r, llvrma Rolin und Frlli iCamper« In dem tollon Lustbpiti: Das Ekel 'Or Jngendllche tugelakkeul Mittwoch wegon Thp.Upr"or5iBlliinn (iPHfhloagen l.ic!i^ipieNhea#er ttann_ Mltlworb. in und Onnnerslag, II. Novembar Eine Nacht im Mai mit Marlka Rftkk Viktor Slaal, Oakar SIma und Karl SchflnbOck. — Für Jugendlich« nicht angelaitenl Lich<»pielch»enicM_ Mltlworb, 10, und Donnemlag, 11. November Das himmelblaue Abendkleid Ein veri]nü(]Ilchoi Spiel von Liebe Leid und Glfer-Bucht Ctfie Mdverbufer, Alberl Mitlerslock. Ellen ßanq, Gpnrg Aitüander, KSIhe Hadck. Charlott Dan* der! u a. — Für JU(|<>ndllrhc nirhl ingelaaaenl Vorsteiliinqeni Mittwoch und Samutag um 18 Uhr, Donnerstag um 1S.30 Ulir, Sonn- und Peiertaga um H, 16.30 und 19 Uhr Lictiit«pretpflirht vom 28 Oktober 1943. — Bekanntmarhnnri über die Inanspruchnahme v(ip Grundstüfken und Räumen des bleirisctien Heimatbunries vom 28. Okto-lici 194J — Vernrdnunq über die Regelung des Sv hoTTsle.ntpqerweFens in der Untersteier rndrk vom 2fi Oktober 1943 — Kehr-ordniinq Kit die Untersteiermark vom 26 Oktober 1943 — Anordnung über die neue Kchrbezirkßpinteilimq in der Untersteler-mark vom 26 Oktriber 1943 — Anordnung über Etrichtuno eines Weinbauhilfsfonds voin 23 Oktober 1943 — Bekanntmachung Obpi die Unoü'tiqkeitfip''V!än.inn einer Er-miichMnuna«u''kiiprle nn Orqanstrafmandfits-»■prf^hTn vi^rp ''7 Oktober 1943, Eln?elpreis 20 Rpf. Prb.iltllfh hflm Srhallei det Marlmrqer Verlags- (i. Druckerei Ghs m b H. Marburg/Drau, Bad gasse fi nei den (iesi hatlsstellen dei »Marburger Leitung« IN rilN Markfniaf? 12 (Fernruf 7) IN PET! AU Ungarti)rgijs!se. Herr Georg f^uhlei u t>ei den Einstigen Verkrtiilsstellen Bezugspreis' Monallifh RM 1 2,'i (stets Im vritdiis ?rttilhar| STADTTHEATER MARBURG-Drou Mittwoch, 10 November DER WILDSCHÜTZ. Oper in 3 Akten von Albert Lortzing Beginn: 20 Uhr, Ende: 22.30 Uhr Preise I Spielplanänderung. Am Donnerstag, den 11 November findet am Stelle der Operette »Auf der grünen Wiese« die Oper DER WILDSCHÜTZ, Oper in 3 Akten von Albert Lortzing statt Vorverkauf außer Montaq täqlich vnn 9 )ii 13 und von L^ bis 18 Uhr an d^r Theaterkasse ^bentergasfie 3 Sendet den Soldaten dt« • Marbutfet Zeitung' an dit Frnntf 2, Junghrns-Rat ilnzBigen finden durch die Narburqer Z e i i u n g weiteste \^erVireltnT>(<' vteiner Anzeiger Weihnüchts-Erfnrlwein-iiifspbB! Alle Kdufleule. die bei mir die Weihnachtsspiri-tuosen zu bestellen wünschen, werden gebelen, den auf Grund der gesammelten Ros-i-Nährmlttelabschnitlo Nr 30 der 55 Zuteilunasperiode beim zuständigen Ernährungsamt anzutordernden Bezugscheines bis längstens 20. No vember 1943 an meine Adresse nach Fqidi (Büheln) einzusenden, damit die Aufliieferunq rechtzeitlq und rei-bunqslos erfolqen kann 83 Grossbrcnncrcl Josef B^umann Egldt I. d. B. Kom Wirtschafter; Max Kern. wm Ein unsagbar hartes Schicksal hat uns das schwere Leid zugefügt, unsere EUein Pg. Gustav Puckl Y 26. Dezember 1897. 9. November 1943 OrtsgruppenfUhrer In Hohlenstein Pgn. Ricka Puckl 14. Mai 1910, 9 November 1943 Leiterin des Amtes Frauen In Hohlenstein unerwartet zu verlieren. Sie gaben, von leigen Banditen ermordet, am 9. November 1943 ihr Leben für Führer, Volk und Vaterland Das Begräbnis unserer teuren Eltern lindet am Donnerstag, den 11 November 1943, nach der Verabschiedung vor der Ortsgruppendienststelle des Siel-Tischen Heimatbundes (13 Uhr) auf dem Friedhof in Hohlenstein statt In tiefster Trauer: Gustav, Erich und Llesl, Kinder Ferdinand und Fanny Puckl, Eltern KrelsfOhrung Marburg-Land Der Kreisführer: Dobotzky Zu vcrkauj^ii I diljigi! h.iiii'ikai len des Kiei ses fuMii »iiid iuiii Hifise von RM d,5U piii SUic k he;in Vet ! Wciluunjsdniie riei Kreistubiung rriJdil zu ertidlten 23-3 Ilurdbuchhahne. Altsteirerrasse zu verkaultiii bei Martin Herya, Killeiihcrg, 1\ Unteibuhola, Kl eis l^eltau. ____ Mal«*ilroh /.u vt'ikuifen Kub-1 ler, Diauweiler, üenzyasse 3. i __ __ ' it!» ^ai'fßn Ocsiicht \ (iebrauc iile Oltuiiin Ist Zuschriften unter Danerposten X« an die >>^1 7,", Mfli-burg-Drau. 260-6 nofiionprln wird nufnenommfn ^n7ufraqen• FrauPnqnsee 7 p.5rierre, Marburq-Drau 277-6 Zu vermieten Schlafgelegenheit bekommt Pensionist oder Witwer mit Kind. Zuschriften unter »Witwer« an die »M, Z,«, Marburg-Drau, 26.S-7 MilchgeschäM nii: angeschlossener Wohnung gegen Wohnungstausch sofort zu verrieben Bewerber der Ortsgrupjie I.eitersherq lievnr/iigt Anz'ifra-nen hf f-1 Saltler r,ra:'e'stra-fie 7.5. 268-!) nnlcrrir/ut n- M I . • 10 Gebe an alleinstehende Frau möbliertes Zimmer ah, Marburg-Drau, Urbanistraße 37 264-7 Zwei selbständige Herren werden als Bettburschon aulgenommen, jedoch mit eigener Wäsrhe in Brunndorf Anzufra gen Lembach 21, 263-7 Für \ orlest*n, rletitF.' h -vfcrsatioii rmnliihM «icli deiitsrhe Fitiii Zii-'br ' Narbrn'M.Kjs■ an d e Marburq-nraii Gesucht wird Sprar!'l'-hier tiir engli<;rh^n l'nteirir-vielfältiqungen li'^fPTt rasrh u billig Kowatsch. M.irbu'M-Dr.. Herrengnsse 46. 270-14 Tausche Herrenstiel»'! Nr. 42, boxgelültert. gerien 1ndn in Ihiir.ngeti Martin Luther geboren, der. ülier sülnrn Einfluü als rehginsfr Refnrrndtor dadurrh fiir alle Duulfhcn gruD» Rnl«? itiinq erlÄnrjt hjt, ddfl er rntsrhelrtfnd in .lip Tnl .virkl ini) (in-serer S.iiathr aincrill, d(H m.t ihm fitipn nc'ipn Air, hnitt ihipr nr,. h(rhie hrghnt. Ebenso wie m.m s<^it dci Rflfoimfltlon mit d>m Zeilnller der ..Neuzeit" re-bnet, hebt mit Luthers Bibpl(ib(>rset7iitig die .Sprarhcpoche des ..Neiihcrhdriituhon" an. »Soincn lieben Dciitsclifn ni dioneti«, bofrachlutc Dr. Marlin Lulhcr tils seine ihm von der Vorschunj« gestellte Lebensaufgabe Danach hat er {gehandelt mit bestem Wissen und aus bestem Gewissen, so daß auch diejinißen Menschen deutscher Nationnl tSt. die dem Reformator Luther fern blichen, c" . in deutschen Volksmann Luther innerlich verbunden sind. Vor allem wrd dieser scliollcnrahe Bauernenkcl und rijnnnnssohn allezeit deswejjen gepries-"! werdcti, weil er eirc ungeheure. CcdilMiche F.mu'ii kunij auf die Entwicklun^f der dctilsclien Sprache genommen und n"t der spr-Tchlichen Einheit die politische K^iheif vorbereitet und erst ermöijlicht hn). Sai^hns(lcVite aus der Nähstube fort 711 den srhöner^n, schönsten Dinqen des Lebens Von der Kunst träumt sie, Nachruf für Hans Sittenber^er In von nach Eisqruh in Südmähren ist Im Alter 81 Jrihren Dr. II,ms Stfton!)orcf?r länqerem Lf^idon rjofitorhcti Vor wenirjpn Wochen hnttc der rireise. norh Immer srhnffensfrohe Mnnn aK erster den von Gaiile ter Dr Rainer verkiinrle-fon K-irntrfr Giiu-Srhrjfttumspreis emp-fanqpn Sittenberner. Tit Klarienfurt qeboren hnt in SPiner Vaterstadt Vnlkssrhulp und fjvmna«itim. In Gra"K und ^Vien die Uni-vrr«itä' berisrhe wif eine seine literarische Vorliebr» fürs Theater pr.iktitrh bekundende drnmntiirqi^^rhe TäMqkeit am Burqthnater absolviert Seit 1^01 ist Hans Sittenberqer mit H'sqnih verbunden, Hort lehrte er durch lanae Zeit an der Ohst-und Gartensrhule neiit^^rh, Gesrhirhte und Geoqrflphie dort schuf er. der Mtinn ans der bedrohten stidljrhen Gr^rirmirk, In der T-isqniber VolVc^ühn» ein Instrument des kiilturpllKn V'^'k'-.tii^icltiimpfrfi, dfts In der Kultirnesrhirhte Südmrfhren.s unverqossen b!f>iben wird Sein WesentlirhstP^ ahT hat er als Dirhter qeqehen. Seine Erzähliinq^kunst, dlft uns vor allem in der vor kirrem in neuer Auflaqe erschienenen ent7iirk<^n- den KlnacnfurteT Nnpoleon-Novelle »Scholastika Berqamln«, in den Romanen »Der qeheiliqte Vitus* und »Die Wallfahrt nach Kylhäre« vorlieql, die aber nicht minder aus seinen bioqrflphi-srhf>n Studien über GHllparrer und Schubert und über den Nürnberqer Findlinq Kaspar Hauser zu tin« spricht, ist aus einer lebensnahen Mischung von Ge-fühls-Inninkeit und ernster Sachlichkeit oeboreTi, H^rte des Lebens und Mitgefühl mit df'm Lebendiqen, ein feste«, erht bäuerliches, erht deutsche« Auf-der-F.rdo-Stehpn und ein ISrhelnde« TTher-den-Dinqen-Schweben «fnd Ihm, dem Freund und qeistiqen Erben eine« Ferdinand von Saar in schöner Gemeinsamkeit zu elqen. Wie sehr dieser Mann von FisrTfTub innerlich junq geblieben war, das hat «ein Drama »Sturm ObeTn Land« bowiespn, das vor wenigen Jahren der» KMrn'ner Gauktj'turprels empfangen hat. tfnd wie «srhr «ich Hans Sittenherger Hne kindliche he-wahrt hatte, das tönt in wunde'-hflbsrher Welse aus seinen 'nider noch unverÖffentHchten Kinderlte-H"rn, TU drnen der vor kur/em verstorben" MeistT des Hol7srhnlttes, sein en-7"rpr land-smann Swifbert T «^Hlssor die "Mrhi'tücfr^tfopnn olante. Rudolf Llaf vom Theater. Niemand versteht sie. Ihr# Kollcflinn,..^ machen sich über «ie lustig. Ihr Herr Bräutigam, der Gastwirt Lauch, den die »Leut vom Theater« nur wegen der hohen Rechnungen interessieren, die sie bei ihm machen, schaut gnädigst über ihren »Sparren« hinweg und heiratet kurz vor der Hochzeit eine andere, well halt die Gabi so gar keine Partie ist. Trotz ihres KummeriB lebt die kleine Gabi ihren Idealen weiter. Sie sind ihr sogar wichtiger als das sichere Brot im Modesalon Yvonne. Sie stichelt Heimarbeit, steht Modell, hungert sich durch und lernt und lernt. Eines Tages spricht sie bei Hollberg vor. Gewiß, sie hat Talent. Aber; ».Statt «ich selber zu vergessen, sich selbst zu verlieren, hören Sie sich selbst zu und sind begeistert davon, Sie sind noch zu jung. Sie haben noch zu wenig erlebt,..« hat Hollberg Ihr damals gesagt. Jetzt heißt sie Gabriele Dnmbrone und ist auf dem Wege zum großen Ruhm. Gabriele Dombrone — der Name bedeutet für sie Ende und Beginn zugleich. Am Tage, da sie ihn zum ersten Male auf einem Grabstein las, glaubte sie, daß ihr Leben zu Ende sei. Weil ihre Liebe zu Ende war. Ihre Liebe zu dem Maler Paul Madina. Sie halte ihn kennengelernt, als sie seinem Freunde Modell stand. Er halte sie mit «einer stürmischen Liebe an sich gefesselt, und an seiner Seite erlebte «ie In der wunderbaren Landschaft der Berge Wochen eine« großen, reinen Glückes. Aber das große Glück wandelt« sich für die kleine Ciabi zu einem Übermaß an Leidi Paul Madina, der Ihr anfangs verschwiegen hatte, daß er verheiratet war und dhr>r und mtifite plötzlich aufhören. Aus einem Land-hnu^e hinter schwärzen C'ichtjschpn hervor tön'e Klaviprspiel Nichts SchftncrPf. und Sphnsiichtiqprps, hI» so am Abend allein im Feld zu qchfji und nui einem einsomeii Hausp Musik zu böreni eine Ahnung von allem Guten und Liebenswerten wacht df) (luf. v