Nl.4. Donnerstag, 7. Jänner 1897. Jahrgang 116. Mbacher Zeitung. Vränllmerationoptiü: Mi! P ost verse» du » g : ffa»jjälir>>, ft, >5>, halbjählig fl, 75», I», llomptoir: gllüjjührin f! il, I>albiäyri,i ft, N'5<», Für bi>) Zustellimss in>l Haus ganzjährig si, 1, — InsertiunS^ebür: Für tlr!»? Iuser^ls diö z» 4 Hl'ilsi, ^5 tr,, ssrö»rr p>>r Zeil> l! lr, - dri öfteren WiederliuluiM» per ^,>>>e 8 tr. Die Laib, Zeit,» erschein! <^>ich, niit An«üa!,me der 2on>! und Feiertage, Die Adm<»!stratlu» desindet stch Connressplatz Nr, !i, die Nedactlün Vahnhofnasse Nr, >5, Iprechstuuben der Nedattion vun » di« n Uhr vormittag». Unfrantierte Äciele werde» nichl ani!en0!N»ien, Mlinuj^liple nicht zurückstellt. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. December v. I. dem Sicherheitöwach Inspector der Wiener Sicherheitswache Johann Huber das silberne Verdienstkreuz mit der Krone allergnä)igst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. December v. I. dem Amlsdiener im Abgeordnetenhanse des Reichsraths Franz Weninger das silberne Verdienstlreuz aller-gnäbigst zu verleihen geruht. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Architekten und Dombaumeister Julius Hermann in Wien und den Professor an der Wiener Universität Dr. Wilhelm Neuman n zu Mitgliedern der Lentral-commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst« und historischen Denkmale ernannt. Nichtamtlicher Cheil. Aus dem bulgarisch,:« Sobranje. ' Das bulgarische Sobranje beendigte die Berathung Wer die Contracte behufs Ausführung der Bauarbeiter, der Eisenbahnlinien Rustlchuk - Nova > Z^gora und Sarambey-Nova Zagora und verwies dieselben an eine Commission. Fast einstimmig genehmigte sie endgiltig bas Amnestiegesetz, welches aus einem einzigen ArtitVl besteht, der 'bestimmt, dass das Amnesliegesch vom Jahre 1894 auf alle iu derZnt uum 20. December 1883 bis zum Datum der Erlossum, des neuen Amuestie-gesetzes begangenen politischen Delicte ausgedehnt werde. Ferner wurde die Regierungivorlage. betreffend die Einführung lines 14pwcentigen Einfuhrzolles ab 1/13 Jänner, und der Gesehentwurf, durch welchen die drei bekannten Artikel des Accisena/setzes gemäß der mit Oesterreich Ungarn abgeschlossenen Convention abgeändert werden uud auch die Verz hrungsstener auf Alkohol und alkoholische Getränke revidiert wird, angenommen. In der Budgetdebatte hob Fiuanzminister GeZom hervor, dass das neue Budgt um rund 1,800.000 Francs unter jenem des laufenden Jahres bleibe, wodurch die Regierung den festen Entjchlnss beweise, so viel als möglich die Ersparuna/n fortzusetzen. Der Minister entwickelte sodann im Detail die Gebarung ant dem der Anleihe vom Jahre 1892 entnommenen Gelde seit seinm Amtsantritte und constatierte, dass die Regierung im L'iufe des Jahres 1895 von der Anleihe 18,760.000 Francs verausgabt und während des laufendeu Jahres einen Vorschuss von 10 Millionen gegen spätere Option, im ganzen also 28,760.000 Francs, aufgewendet habe. Von dieser Gesammtsumme wurden 25,627.000 Francs für die laufenden Eisenbahn- und Hafenbauten verwendet, der Rest sei in der Nationalbant und in den Staatscassen deponiert. Der Minister widerlegte die Beschuldigung, dass die Regierung das Budget von 107 auf 88 Millionen Francs herabgesetzt habe, indem sie die außerordeutlichen Credite nicht aufnahm. Die R^gtVrung habe leine neue Anleihe abgeschlossen und trage sich auch nicht mit der Absicht, eine solche aufzunehmen. Mit dem Reste der Auleihe vom Jahre 1892 werde die Regierung nicht nur die als Garantie dienenden Eisenbahnen und Häfen bauen, sondern auch noch eine weitere Linie herstellen, welche sie bereit sei, als Suftplemmtär-Garautie zu bieten. Eö sei nicht wahr, dass Bulgarien keine genügenden Activen im Vergleiche zur Schuld besitze. Jetzt betrage dir Schuld 169,814 404 Francs. Auf diese Gesammtschuld habe die Regierung zusammeu 152.310 500 Francs erhalten, denen Activen von 157,200 806 Francs gegenüberstehen. Die Einnahmen des Staates aus diesen Activen betragen 3,230.000 Francs. Der Minister schloss mit der Erwartung, dass seine Ausführungen jedermann überzeugen werden, dass die Regierung dcr gewissenhafte Vormund des Nationalvermögens und mit Eifer darauf bedacht sei, ihre internationalen Ver> pflichtungen zu erfüllen. Politische Uebersicht. Laibach, 5. Jänner. Das Abgeordnetenhaus nahm nach vier-zchntägiger Pause seine Verhandlungen wieder auf. Es ist der letzte Srssionsabschnitt, den das im Jahre 1891 gewählte Parlament zu absolvieren hat, und er wird der Fertigstellung des Budgets gewidnut sein. Die Auflösung des Hauses wird für Ende dieses Monats erwartet und dürfte derselben bald die Ausschreibung der Wahlen folgen. Im deutschen Militä'retat ist als ein« malige Ausgabe für 1897/98 ein Posten von 912.000 Mark zur Beschaffung von Feldbahn-Material ein-glstellt. Die Forderung resultiert aus der Nothwendigkeit, den für Zwecke des F.stungskriegs vorhandenen Bestand an Feldbahn-Material zu vermehren. Die Ge-sammtkowl hiefür sind auf etwa 6,803.100 Mark veranschlagt und sollen anf sieben Jahre vertheilt werden. Am Nmjahrstage ist in Deutschland eine kaiserliche Cabinetsordre zur Kenntnis der Armee gelangt, die eine sehr bedeutsame Ergänzung der Ein« führungsordre zu der Verordnung über die Ehren» gerichte der Officiere im preußischen Heere enthält. Ihr Zweck ist, den Zwlikämpfen zwischen Ofsicier/n vor« zubengen durch eine Erweiterung der Befugnisse der Ehreuräthe, die von jetzt an alle Streitigkeiten und Beleidigungen von Ofsicieren untereinander und mit solchen Personen, die nicht dem Ehrengerichte unter" stehen, cndgiltig entscheiden. In Frankreich sind die Wahlen für die theil-weise Erneuerung des Senats vollzogen worden. Nach dem endgiltigen Ergebnisse derselben wurden 69 Republikaner, 13 Radicale, 12 Conservative und 3 Socialists qewählt. Die republikanischen Pariser Glätter glauben, dass diese Wahlen die politische Rich« tuug des Senats iu keinerlei Weise ändern, eine schwere Niederlage der radicalen Partei und Gulheißuug der Politik des Cabinets Mcliue bilden. Die radicaleu Organe sind von dem Ausfalle der Wahlen befriedigt, nehmen für ihre Parki einen Gewinn von elf neuen Sitzen iu Anspruch und heben die Bedeutung der Nieder« läge des ehemaligen Ministers Constans und einiger anderer opportunistischer Persönlichkeiten hervor. Aus Brüssel wird telegraphiert: Die Meldung von Blättern, dass König Leopold bei den officiellen Neuj^hrsempfängen Rücktrittsgedanken geäußert oder auch nur eine Anfpielung auf seineu Rücktritt gemacht hätte, ist eine reine Erfindung. Die «Times» melden aus Ha van nah vom 30. December 1896, dass die gesammte Zuckerernte auf Cuba im Jahre 1897 auf 150.000 Tons geschäht wird gegen die Ergebnisse von 1,100.000 Tons Feuilleton. Zas Oehsnnnis von Kloonrber- Aalr. Roman von U. ttonau Dohle. Autorisierte deutsche Bearbeitung von Max Kleinschmidl, (2. Fortsetzung.) So vergieng die Zeit ruhig nnd einförmig, bis sich ein unerwartetes Ereignis zutrug, das die ge-heimniöuollen Vorgänge den Kernpunkt meiner Erzählung, gleichsam vorausküudete. Es war meiue Gewohnheit geworden, allabendlich in des Gutsherrn kleiner Jolle auf das ruhige Meer hinauszurndern uud ein paar Weißfische für unser bescheid>nes Nachtmahl zu fangen. Eines Abends war meine Schwester mit hinausgefahren und saß mit ihrem Buche im Sterne ber Jolle, während ich vorn meine Angel aus' geworfen hatte. Die Sonne war hinter der fchroffen irischen Küste versunken, aber noch bezeichnete eine goldüberflutete Masse von Wolken ihre Schlummerstatt.' Die Wasser, w weit der Blick nur reichte, waren von feurigen Hurpurstreifen umsäumt, und entzückt war ich auf-Manden, um das großartige Panorama, so alt und "u.ch so ewig neu, wieder zu bewundern. Da znpste ^'ch meine Schwester mit einem Ausrufe ängstlicher Ueberraschung am Aermel. ^ «Sieh doch nur, John», rief sie, «da ist ja ein "cht im Thurme von Cloomber-Hall!» Ich wandte mich hastig um und schaute Übersicht nach dem weißen Thurme, der hoch über die M umgürtenden Bäume hinausragte. Als ich hinsah, tonnte ich hinter einem der Fenster einen Lichtschein wahrnehmen, welcher plötzlich wieder verschwand, um nach kurzer Z^it jedoch in einem höheren Stockwerk auss neue sichtbar zu werden. Dort flackerte er eine Zeitlang, verschwand wieder und erschien dann nach' einander in den beiden unteren Etagen, bis ihn die Bäume unseren Blicken verbargen. Augenscheinlich hatte jemand mit einer Lampe oder Kerze die Thurmtreppe elstiegen und war dann wieder in das eigentliche Haus zurückgekehrt. «Wer in aller Welt kann das nur sein?» rief ich ans, mehr im Selbstgespräch als zu Esther. Konnte ich doch an ihrem verdutzten Gesichte sehen, dass ihr die Sache ebenso räthselhaft vorkam wie mir. «Vielleicht haben sich ein paar Leute aus Braulsome den alten Kasten einmal ansehen wollen!» Meine Schwester schüttelte den Knpf. «Keiner von ihnen würde sich dem Gebäude auch nur auf zwanzig Schritte zn nähern wagen!» sagte sie. «Außerdem, John, hat der Agent in Wigtown die Schlüssel, so dass, wären sie auch noch so neugierig, unsere Leute nicht hineiugelangen könnten,» Als ich an das schwere Thor dachte uud die massiven Fensterladen, die das uukre Stockwerk von Clooi'.lber gegeu neugierige Emdringliuge verwahrten, lonute ich nicht umhin, die Richtigkeit dieser Bemerkung anzuerkennen. Der Eindringling musste also entweder s.inen Eingang gewaltthätig bewerkstelligt, oder sich irgendwie die Schluss, l verschafft haben. Das Geheimnisvolle der Sache reizte mich, und ich ruderte so schnell wie möglich dem Lande zn, um den nächtlichen Gast selbst zu sehen und mich, wenn möglich, über seine Absichten zu vergewissern. Meine Schwester in Branlsome zurücklassend, rief ich einen alten Seemann, Namens Seth Iamiesou, der früher auf einem Kriegsfchifse gedient und vielleicht eiuer der stärksten Männer im Dorfe war, zu mir und gieng mit ihm über das Moor hinüber, dem Schlosse zu. Als wir uns dem letzteren näherten und ich ihm meine Absicht mittheilte, wurden seine Schritte ständig kleiner, bis er schließlich ganz Halt machte. «Mit dem Hause da ist's nicht recht geheuer», sagte er wichtig. «Der Eigenthümer selbst wagt sich nicht bis auf ne gute Meile heran.» «Mag sein, Seth, aber dort ist jemand, der sich nicht vor Geistern zu fürchten scheint», erwiderte ich, nach dem großen, weißen Gebäude deutend, das eben durch den Nebel sichtbar ward. Das Licht, das ich vom Meere her beobachtet hatte, bewegte sich hiu und her vor den unteren Fenstern, deren Läden geöffnet waren. Ein zweites, schwächeres Licht folgte dem andern ein paar Schritte entfernt. Augenscheinlich hielten zwei Personen, eine mit einer Laterne, die andere mit einer Kerze oder einem Sturmlicht, eine sorgfältige Rundschau im Hause. «Was mich nicht brennt, das blas' ich nicht», meinte Iamieson hartnäckig, ohne sich vom Flecke zu rithren. «Was geht's uns an, wenn sich irgend ein Spul odcr Alp iu Cloomber einnisten will? Damit ist nicht gut Kirschen essen!» «Aber. zum Henker., rief ich, «Sie glauben doch wohl nicht, dass ein Spuk hier in einer Kutsche vorfahren wird? Was sind denn das für Lichter dort am Ende der Allee?» «Wagenlampcn, ohne Zweifel!» erwiderte mein Begleiter, erleichtert aufathmend. «Wollen doch 'mal sehen, wo die herkommen!> (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 4. 30 7. Jänner 1697. im I^hre 1894 und die gesammte Tabalrrnte auf 75 000 Ballen gegenüber 500000 Ballen im Jahre 1895. — Die «Kölnische Zeitung» meldet aus New-York, die gegenwärtige Regierung sei kaum imstande, die fast in allen Staaten auf Bildung von freiwillgen Lorvs gegen Spanien gerichteten Bestrebungen zu unter« drücken. Sollte aber, wie verlautet, Mac Kinley bei der Cabinetsbildung den Senator Sherman zum Gtaatssecretär ernennen, so würde die herannahende, laum zu vermeidende Krisis sehr beschleunigt werden. In Constantinopel fand am 2. d. M. eine Berathung der Botschafter statt. Aus Madagaskar sind in der letzten Zeit günstigere Nachrichten eingetroffen. Die Lage im Lande bessert sich und die französischen Militärposten gewinnen gegenüber den Aufständischen fortgesetzt an Terrain. Auch in Nordmadagaskar macht die Wiederherstellung der Ordnung schnelle Fortschritte. Nur im Süden bleibt die Lage noch die frühere ungünstige. Der Straßenbau in der Umgebung von Tananarivo wird eifrig betrieben; über 2000 Arbeiter sind dabei beschäftigt. General Gallieni hat zur Befriedigung der Colonijien ein Gesetz über die Arbeit der Eingeborenen in Vorbereitung, welches besonders durch die Abschaffung der Sclaverei veranlasst ist uud hauptsächlich die Arbeiten der Eingeborenen bei den öffentlichen Bauten regelt. Nach einer Meldung aus Ostafrika habe eine englische Colon ne unter dem Capilän Stewart den Aufstand der Angonis unterdrückt. Die englische Streitmacht, welche 350 Mann betrug, stieß auf mehrere tausend Angonis unter dem Häuptlinge Schekusi, welche nach einem 20 Minuten währenden Kampfe in die Flucht geschlagen wurden. Schekusi Wurde gefangen uud nach kurzem Verfahren als Mörder christlicher Eingeborener in einer Handelsstation am Zambesi hingerichtet. Tagesneuigleiten. — (Hofjagden.) Am 7., 6. und 9. d.M. werben im Mürzsteger Revier Hofjagden abgehalten werden. Nach den bisherigen Dispositionen werden sich an diesen Jagden betheiligen: Se. Majestät der Kaiser, Herr Erzherzog Franz Salvator, Prinz Leopold von Baiern, 3ZM. Freiherr von Äeck, General der Cavallerie Graj Paar, General der Eavallerie Edler von Kricghamme,-, Graf Traun, Graf Wollenstein, Ackerbauminister Gca5 Ledebur, ferner Leibarzt Freiherr von W'ederhofer, Fürst Dietrichftetn und die Majore Graf Alberti und Freiherr v. Kulmer. — (Ein Heilserum gegen Lungentuberkulose?) Äus Berlin wird der «Wiener allgemeinen Zeitung» berichtet: Der hiesige Nacleriologe Niemann veröfftNllicht nächstens seine Entdtckung cines HeUserums ß/gen Lungenluberculose, das au«grze«chnete Heilersolge ausweisen soll. — (In englischen Hoslreisen) beschäftig! man sich sthr start mit dem Jubiläum der Königin, welch, s m das Jahr 1897 fällt. Am 2U. Juni weroei, es 60 Jahre, seit Künigm Aicloria die Regierung an» gettelrn Hal, und lhre RrgierlN'gszril ist r»s heute schon d«e längste welche je ein cngllscher Souve>än gehabt hat. Da drr 20. Iun, auf emen Sonnlag fällt, an welchem Tage btlannllich in England gar nichts unternommen und die Sonntagsruhe um leinen Prrls gestört werden bars, muss auch die eigentliche Feier — wahrscheinlich mit Ausnahme der kirchlichen — verlegt werden, und es ift noch ungewiss, ob sie am Montag oder Dienstag stattfinden soll. — (Der König von Ecrehous.) Aus Pari« schreibt man vom 29. December: Aus der Insel Jersey ist vor einigen Tagen ein Mann gestorben, der seit länger als fünfzig Jahren als Einsiedler auf einer Felscngruftpe, zehn Meilen nördlich von Jersey, den Ecrehous, gelebt halte, und der unter dem Namen e sich jenes furchtbaren Vorgangs noch erinnerten, nach den Dingen, die ihm die Möglichkeit in Aussicht stellten, Licht in das Dunkel zu vrnWN. Ec verließ indessen das Haus nicht klüger, als er es betreten. Wenigstens hier halte nichts sich gefunden, das den Faden zu riner Aufklärung hätte gebeu können. Es war nichts verabsäumt worden — wie Lora Hartner ihm ja auch gesagt — um dem Verbrecher aus die Spur zu kommen. Die nächsten Angehörigen des E> mordeten hätten nicht umfassendere Nachforschungen abstellen tonnen, als die Eliminalbeamten derzeit gethan Hütten. D,e Beschreibung aber, welche man ihm von jenem Gr.llmg, als dem muthmaßlichen Mörder machte, festigte in Heinz nur die Idee, dafs jener Fremde, den er verdächtigte, m«t demselben identisch sei. So nothwendig ihm seine Anwesenheit auf Hohen-landau auch dünkte, da ein vorzeitiger Frühling eine unerwartet frühe Bestellung des BodlNs erforderlich machte, so verließ er doch in den ersten Tagen des März die Heimat, um nach Newyork zu reisen. Er hatte mit niemand von seinem Reiseziele gesprochen, nicht einmal dem Inspector gegenüber, und die Nach-sendung von Briefen als überflüssig bezeichnet, da er in kürzester Frist zurückzukehren gedenke. Von Frau Harlner und Lora hatte er sich mit der Znsicheruxg verabschiedet, sobald als möglich seinen Besuch zu wiederholen. Nach einer sehr stürmischen Ueberfahrt war Heinz später, als er erwartet, in Newyork angelangt, gerade zu einer Zeit, als die Spalten der Tagesblätter mit dem Proceffe Harlort gefüllt waren, der überall das Tagesgespräch bildete. Ohne eine besondere Neugierde an den Tag zu legen, konnte er sich vou allen Einzel» heiten dieses Processes, der ihm bald das lebhafteste Interesse einflößte, unterrichten lafsen. Die Dinge, welche er in Erfahrung brachte, regten ihn fieberhast auf, aber sie führten ihn von einem W ge ab, den er sich vorgezeichnet hatte, und bald fah er sich in einem Labyrinth von Betrachtungen, das chm ein Erreichen des gesteckten Zieles in weite Ferne rückte. Was er hörte, musste ihn zwingen, ein Selbslu.kennluiö abzulegen, welches ihn Herbert Grüner gegenüber als emen von unbegründeten Vorurtheilen befangenen Menschen erscheinen ließ. Wie sehr man die Familie Harkort zu vermtheilen geneigt war, ob man auch den alten Grüner einen unredlichen Mann, seine Gattin eine hochmüthige, eitle und gefallsüchtige Närrin nannte, welche ohne Zweifel d^n Keim dis Lasters in die Herzen ihrer Kinder gelegt, zwei Glieder der Familie Grüner hatten nichts mit der Schuld ihrer Angehörigen gemein. Das eine war Herbert Grüner, welcher in Deutschland an der Spitze einer großen Fabrik stand, die er allzeit mit Umsicht geleitet und die ihn zu einem reichen Manne gemacht Hütte; das andere war die jüngste Schwester, eine Künstlerin von Ruf, die ihren Verdienst hilflosen Menschen zugute kommen ließ. Heinz von Hohmlandau hatte sich ohne Zweifel in Herbert Gruuer getäuscht; diese Ueberzeugung brachte ihn zunächst zu dem Geständnisse, dass er ganz und gar in der Irre gewandelt hatte. Aber nicht lange dauerte es, bis er andere Gedanken fasste, die demselben Ziele znfühttcn. Was er von Julius Grüner gehört, machte es wahrscheinlich, dass dieser nicht zuni ^lstenmale vnbrecherijche Wege gegangen war, als er znm Helfershelfer seines Schwagers wurde. Zwar pisste die Beschreibung, welche man ihm von diesem Menschen machte, nicht zu dem Bilde jenes Fremden, den der Fmherr lebhaft in seiner Erinnernng festhielt. Man schiloertt' ihm Julius Grüner als einen elganteN Lebemann, als eine Eischeiuuug, die man mit einer »romantischen» zu bezeichnen pflegt. Dunkle Auge", spitze Nase und Kinu, eiu gelblicher Teint, hatte zwac culch jener Fremde gehabt, aber Heinz dachte niHl daran, dass dleser letztere selbst in anderer Kleidung beü Eindruck eines eleganten Lebemanns hätte mach^ können. (Fortsetzung folgt) Laibacher Zeitung Nr. 4. 31 7. Jänner 1897. 50 ftCt. stieg, so erscheint die Sterblichkeit von 11-5 M. der mit Heilserum Behandelten gewiss ein überraschender Erfolg. ES starben in Krain im Jahre 1895 an acuten Infectionskrankheiten 2875 Personen, das ist von je 1000 Einwohnern 5-74 (gegen 4 62 im Jahre 1894, t 96 im Jahre 1893, 7-01 im Jahre 1892 und 3.92 im Jahre 1891), und zwar starben von je 1000 Anwohnern an Blattern 1 10, an Masern 0 3li, an Scharlach 0 6^, an Typhus 0.47, an Ruhr 1 27, lln Keuchhusten 0 44, an Diphtheritis 1'83. Kranken-Anstalten. Man zählte in Kram im Jahre 1895 eine öffentliche und zchn Privat-Krankenanstalten mit 1172 Veiten (745 Betten im Jahre 1894, «57 im Jahre 1893). Die Zahl der Betten betrug im Jahre 1882 nur 489, hat sich also seit der Zeit mehr als verdoppelt, wozu selbstverständlich der Neubau des schönen Landes-spitals, der in diese Zeit fallende Bau des Kaiserin Elisabeth-Kinderspitals und die Errichtung des Spitals der Barmherzigen Brüder in Kaudia bei Rudolfiwert beigetragen haben. Es ist diese Zunahme der Betteuzahl immerhin als ein wesentlicher Fortschritt zum Besseren zu betrachten und zu begrüßen. In diesen Krankenanstalten zusammen wurden verpflegt 4054 männliche, 2383 weibliche, zusammen 6437 Kranke, wovon 4898 auf das allgemeine Krankenhaus in Laibach allein cntsallen. Dieses Verhältnis hat sich also in zehn Jahren progressiv gebessert. Im Jahre 1886 3850, im zehnjährigen Durchschnitte (1886 bis 1895) 4887 Kranke, aus welchen Ziffern auch die gesteigerte Inanspruchnahme der Krankenanstalten hervortritt. Es entfallen im genannten zehnjährigen Durchschnitte auf je 1000 Einwohner 9-97 Personen, welche in Spitälern verpflegt wurden. Von den elf oben erwähnten Krankenanstalten bestehen drei in Laibach, und zwar: 1) Das allgem. öffentl. Krankenhaus mit 791 Betten 2.) das St. Jusef Siechenhaus » 100 . mit dem Spital für Geistessieche » 150 » 3.) das Elisabelh-Kinderspital > 36 Dann die Spitäler am Lande, und zwar: 4.) Das Gemeindespital in Adelsberg mit 12 Betten 5.) das Werköbruderladcsftital in Sagor » 6 » 6.) das Werlsbruderladespital in Idria . 1t) . ?.) das Dr. Lovro Tomanu'sche Spital in Sleinbüchel , 8 » 8.) das Werksspital in Afslma. . 20 . 9.) das Gemeindespital in Kroftp » 9 « 10.) das städt. Spital in Nudolfswert . 9 11.) das Spital der Barmherzigen Brüder in Kanoia »30 » Es entfiel im Jahre 1895 ein in Spitälern be« handelter Kranker anf 76 Einwohner und ein Bett auf 437 Einwohner. Vor zehn Jahren noch entfiel ein Kranker auf 123 Einwohner und ein B^tt auf 948 Einwohner. Was die KrankcnbeweglMg in den genannten Anstalten betrifft, so sind von den 6437 Verpflegten 466 gestorben, darunter unter den im allgemeinen Krankenhaus in Laibach Verpflegt n 4646 294. Es starben also in allen Anstalten znsammen von je 100 Kranken 7-2, von den im allgemeinen Krankenhaus in Laibach Verpflegten nur 6-3, dagegen von den in den Übrigen Anstalten im Lande mit Ausschluss der im allgemeinen Krankenhause Verpflegten 1791 172 oder 9-6 pCt. aller Verpflegte«!. Diefe große Sterblichkeitsdifferenz dürfte wohl, bank den vorzüglichen hygienischen Einrichtungen des Laibacher Spitals, das erst im October 1895 eröffnet wurde, noch weitere günstige Beeinflussung der Sterblichkeit des genannten Spitals erwarten lassen. Irrenanstalten. In der Landes-Irrenanstalt in Studenz und der Abtheilung im Krankenhanfe zu Laibach mit zusammen 240 Betten wurden im Jahre 1895 im ganzen 445 Geisteskranke (220 M., 225 W.) verpflegt. Die Summe aller Auslagen belief sich anf -"'349 fl., die Kosten per Kopf ir Tag auf 69-8 kr. Von den 445 Verpflegten verblieben 230 und ^15 kamen im Lanfe des Berichtsjahrs in Abgang, und zwar wurden geheilt entlasfen 32 oder 7-1 pCt. aller Verpflegten, gestorben sind 31 oder 6-9 vCt. Bemerkenswert erscheint, dass von den 204 nen aufgenommenen Kranken 9'80 pCt. wegen Missbranch ^es Alkohols in die Anstalt kamen; die höchste Ziffer 'leUt erworbener Blödsinn mit 22 05 pEt,, was "duett vielfach ebenfalls auf den Alkohollmssbrauch zurückzuführen sein dürste. satt ^ lkioige Thatsache der Zunahme der Irrsinns« f: k' t'ne Klage, die in allen Ländern erhoben wird, ' "°et auch in unserer Irrenanstalt ihre Bestätignng. Iab ^ ^ in der Anstalt Verpflegten betrug im 18^ ^^' ^" vor zwei Decennien, 224, im Jahre " 280, hat sjch al o in 20 Jahren geradezu ver« doppelt, und heute erweist sich die neue Anstalt als dem Andränge nicht mehr genügend. G e b ä r a n st a l t e n. In der Gebäranstalt im allgemeinen Kranken-Hanse in Laibach mit 20 Betten wurden im Jahre 1895 im ganzen 176 Mütter mit 160 Kindern vcr-pflegt. Im 10jährigen Durchschnitte 1886 bis 1895 wurden 192 Mütter mit 175 Kindern verpflegt. Von obigen Verpflegten starben 8 Kinder. Todt» geburten kamen 10mal vor, d. i. 7 pEt. der Geburten Zwillingsgebnrten kamen 8, Gasfengeburten 4 vor. Durchschnittlich beträgt die Verpflegsdauer einer Mutter 16 Tage. Das Verhältnis der Zwillingsgeburten zn den einfachen war ein derartiges, dass auf je 1000 Geburten 940 30 einfache und 59 70 Zwillingsgeburten entfielen, eine Ziffer, die die Vorjahre um eiu bedeutendes überragte (20 94 im Jahre 1891, 19 49 im Jahre 1892, 22 35 im Jahre 1893 und 2013 im Jahre 1894). Die Findelanstalt wurde im Jahre 1871 aufgehoben, fo dass dermalen keine derartige Anstalt mehr besteht; die Zahl der Findlinge, welche bei Pflegeparteien untergebracht waren, betrug mit Ende 1895 38 (11 Knadeu und 27 Mädchen).' Von diesen standen 1 oder 2 63 pCt. im I., 7. oder 19 21 pCt. im 2. 9., oder 23 65 M. im 4. L bensjahre und 23 oder 63 53 pCt. waren über 4 Jahre alt. Taubstummen- uu d Blinden-Institut besteht in Krain keines, doch besteht schon seit langem die Absicht, ein solches zu errichten, da für diesen Zweck die nöthigen Fonds bereits zur Verfügung stehen. C u r o r t e. Krain besitzt 4 Cnrorte, über welche amtliche Daten geliefert wurden, es sind dies das Warmbad Eatez im Bezirke Gurlfeld. Veldes im Bezirke Nad-mannsdorf, Tüolitz im Bezirke Rudolfswert und Bad Stein im Bezirke gleichm Namens. Ueber andere Cur-orte, Bäder und Sommerfrischen wurden keine ärztlichen Ausweise vorgelegt (z. B. Bad Galleneg, Sanct Margarethen in Untrrkrain u. a. m.). Von diesen Curorten weist Catez im Jahre 1895 1374, Veldes 959, Töplitz 171, Stein 134 Besucher auf, in welchen Ziffern auch jene aufgenommen sind, welche weniger als 6 Tage in den betreffenden Orten weilten. Nimmt man nun jene in Rechnung, die länger als 6 Tage im Curorte verweilte», fo stellen sich die Ziffern auf 12 in LateZ, auf 788 für Veldes, auf 83 filr Töftlitz und auf 124 für Stein. öatez und Töplih sind in der Besuchsziffer der Vorjahre zurückgegangen (letzteres wohl infolge des großen Brandunglücks im Jahre 1895 in außer-gewöhnlicher Weise), V?ldes und Stein erhalten sich mit Schwankungen hinauf und herunter fo ziemlich auf gleicher Höhe. Von Neuerungen ist in Veldes der neue Curfaal rühmend hervorzuheben, der im Laufe dieses Jahres in Gegenwart des k. k, Ministerpräsidenten Seiner Excellenz Grafen Badeni feierlich eröffnet wurde. Die große Differenz der Curgäste von Catez von 1374 Besuchern unter 6 Tagen und 12 über 6 Tage Aufenthalts erklärt sich daraus, dass das Bad meist von der im Umkreise der übrigens überaus heilkräftigen Therme (40 —50"N) wohnenden bäuerlichen Beviilkc-rnng besncht wird und dass für stabile Unterkunft dortselbst fo gut wie gar nicht vorgesorgt ist. Dass die Eurorte auf ein höheres Niveau gestellt werden könnten, unterliegt wohl keinem Zweifel. (Fortsetzung folqt.) * Sitzung des Dailmcher Gemeiuderatl)s am 5. Jänner. Vorsitzender Bürgermeister Ivan Hribar. Anwesend 19 Gemeinderä'the. Die Protokoll? der letzten Sitzungen werben ver-lesen und verificicrt. Es wird zur Tagesordnung geschritten. Namen« der Bauscction berichten: GR. Klein ilber d.e Berufung des Karl Binder und GR. Dr. PoZar ilber jene des Johann Godec gegen magisiratliche Bescheide in Bau-Angclegenheiten. Dem Sectionsantrag ent« plechend, wild beiden Berufungen bedingungsweise Folge gcn/ben. GR. Sagar berichtet namens der Polizciseclio», betreffend die Form der neuen Straßenaufschrifts» und Hllusnummern'Taflln. Der Bürgermeister empfiehlt in cinem an die Section gerichteten Schreiben, um der Er-llgung der Bevölkerung in dieser «ngelegcnheit ein Ende zn machm. dass alle Tafeln mit nur slovcnischen und beutfch-slovenischen Aufschriften im Laufe des Jahres 1897 entfernt, und auf Kosten der Gemeinde durch Ta-f,>ll, mit slovenisch-deuljchrr Aufschrift erfttzt Nicken. Die neuen Tafeln follen die gleiche Giötze und Gestalt wie die bisherigen mit dcutsch-slovenischer Aufschrift erhalten. Die Polizeisection schlicht sich den Anträgen des Vlirgermeistecs mit dem Beifügen an, dasö die vor lurzem angebrachten neuen Aufschriftstaseln mit slooenisch« beutscher Ausschrift nicht entfernt werden sollen. GR. Dr. G ress or ic hält seinen im Belaufe der Budgetdebatte gestellten Antrag auf Anschaffung von Straßentafeln mit ausschließlich slowenischen Aufschriften aufrecht und beantragt namentliche Abstimmung. GR. Dr. Tavcar tritt dem Antrage des GR. Dr. Gregoric neuerlich entgegen, indem er auf seine lrüheien Ausführungen in der Nudg tdebatte hinweist, und bemerkt, dass die Tendenz des von Dr. Gregoriö eingebrachten Antrags nur dahin ziele, der nationalen Partei Unannehmlichkeiten zu bereiten, da Dr. Ocegorit seinerzeit selbst ein warmer Vertheidiger der zweisprachigen Auffchriftslafeln gewesen sei. GR. Dr. Tartar betont auch, dafs der gegenwärtige Zeitpunkt schr unpassend gewählt s'l, um unüölh'grrweise Erregung in die Bevölkerung zu tragen. Nach einer Entgegnung de» GR. Dr. Gregoriö und einigen Bemerkungen des GR. Dr. Pozar erklärt der Bürgermeister, das« der Antrag des GR. Dr. Gregor iü bereits in der Debatte über den Voranschlag ab>-«elehnt worden sei und nur jencr auf namentliche Abstimmung über die Ant'äge d.^r Poliz isection erübrige. Der Antrag wirb sodann abgelehnt und es werden die Anträge der Poltzeisection mit großer Mehrheit angenommen. GR. Hr as lu berichtet namens der Vausection über die Reconstruction de« städlifchen Rathhaussaals. Die Section beantragt, dass nach den vom Vauamt ausgearbeiteten Plänen der Ralhhaussaal erhöht und oer» breitert und mit der äußren F^ade in Einklang ge« bracht werde. D?r fehlende Ballon soll erbaut und dec Saal mit einem Elubzimmer in Verbindung gebracht werden. GR. Dr. Krlsper stellt d «Mam'zelle Mouche», in welcher brlmintlich Fräulein Polulova line Glanzleistung bietet. Die Künstlerin erhielt eine plächtigr Blumenspe^de. Gcvhe An-kllennung fanden außer Fräulein Polatova namentlich Fräulein Slavkeva und die Herren Inemann, Poograjsli. Verov^el und Danilo. -- Die nächste Volftellung findet am kommenden Sonntag statt. Gegeben wird zugunsten des ausgezeichneten Regisseurs und Schauspielers, Herrn Rudolf Inemann, Nnzeil-grubers «Meineidbauer» (<^I^riv0pri«62iiiIc»). Wer um die Entwickelung des slovenischen Theaters halbwegs Interesse hegt, muss es als seine Pflicht betrachten, sich am Ehrenabende des allgemein geschätzten, liebenswürdigen Künstlers im Theater einzufinden. -n- — (Deutsches Theater.) Cs ist der Direction gelungen, die Schauspielerin des t. l. Hofburgthraters Fräulein Sofie Hassan für ein zwei Abende umsasscn-des Gastspiel zu gewinnen. Fräulein Hassan gehölt zu den liebenswürdigsten Künstlerinnen dcr Hofbühne und es werden ihre Leistungen, wie überall, auch das Laibacher Publicum in hohem Grade fesseln. H?ute wird die geistvolle Bühnendichtung «Francillon» von A. Dumas (Fils). die schon jahrelang nicht gegeben wurde, ausgeführt. — Morgen gastiert die Künstlerin als «Waise von Lowood». * (Feuer.) Dienstag gegen 10 Uhr abends kam in der Baracke des KausmannS Wölfling in der Schulallee, gegenüber der Domlirche, Feuer zum Ausbruch; es Wc,r die rechtseitlge Wand, wahrscheinlich durch Uebelheizung des Ofens, in Brand gerathen. Das Feuer wurde durch die rasch herbeigeeilte Feuerwehr, welche dir in Brand gerathenen Theile der Wand entfernte, bald gelöscht. Das Warenlager ward nicht beschädigt. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 3. aus den 4. d. M. wurden drei Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Zechprellerei, eine wegen verbotener Rücklehr in die Stadt und eine wegen Unterstand«, losigleit. —r. * (Vom Zuge überfahren.) In Ergänzung zum Berichte vom 4. l. Mts. wird gemeldet: Da« bei km 61 56 zwischen Podnart und Otoce vom Personenzuge Nr. 1718 in der Nacht vom 2. auf den 3. Jänner l. I. unerfahrene und gelöbtete Individuum ist mit dem 23jährigen BefitzerSfohn Anton Grilc von Otoce identisch. Die Leiche wurde mit total zerschmettertem Kopfe und abgerissenen Füßen um 3 Uhr 15 Min. nachts von dem die Strecke begehenden Bahnwächter Franz Kalan aufgefunden. Wie die seitens kes l. l. Gendarmerie-Postens in Kropp gepflogenen Erhebungen ergaben, gieng der Verunglückte in angeheitertem Zustande von Prezrenj? über Zalose nach Hause, wobei er von ZaloZe aus die Bahnstrecke gsgen Oloce zu benutzte. Hiebei ward er, da ihn bei der herrschenden Finsternis der Maschinen« sührer nicht bemerken konnte, vom Zuge erfasst und ge» tobtet. Ein fremdes Verschulden oder ein Selbstmord scheint ausgeschlossen. —r. * (Unglücksfall.) Am 2. d. M. gegen 5 Uhr nachmittags wurden die Pferde eines dem Weinhändler I. C. Iuvancic aus Unterfchischka gehörigen Wagens auS unbekannter Veranlassung im Octe Unterschischla scheu. Der Knecht Michael Kosjel ward vom Wagen geschleudert und musste in schwerverletztem Zustande in das Landes» spital transportiert werden. Die scheuen Pferde rannten auch den Vautechniler Josef Kalter aus Laibach nieder, der jedoch glücklicherweise nur leichte Verletzungen erlitt. —r. — (Unsall,) Nm 3. Jänner stürzte der Besitzer Johann Susman aus Prevail, Gerichtsbezirl O?er-laibach, der an epileptischen Ansällen litt, über einen Abhang aus den Elsenbahnlälper, wo er todt liegen blieb. —1. — (Gemein bevorstands-Wahl.) Bei der am 5. December 1696 in Hof vorgenommenen Gemeinde-vorftands.Wahl wurden Josef Primc von Maclovc zum Gemeindevorsteher, Johann Allar von Trebcavas, Alois Slrumbelj von Vinlovvlh, Johann Klinc und Johann Zupancic von Hof zu Gemeinderäthen gewählt. Aiterarisches. «Die Umschau». Unter diesem Titel erscheint eine 50, wöchentlich eine Nummer. Alles in dieser Rubrik Besprochene lann durch die hiesige Vuchhcmdluug Jg. v. Klciumayr Swdi in d?r Stadtiualdstraßc (1 H,); im Bezirke Laibach^Umgrbunq in deil Gemeinden Ieschza (^ H,), Piau^büchel <,l H.), St, Marlin ( mciudcn DM'rnil (1 H.), Huf (^ H), St. Michacl-Stoftitsch (1 H.), Sagraz (.'i H.), Seiscnl'cr^ ^ H.); in, Vezirlc Tscher» nrmbl in dcn Gcmciuden Altenmarlt (4 H.), Vliloraj (2 H.), .tterschtwrf (1 H.>, Pudzcmt'lj (9 H,), Thal (1 H.), Tscheruemdl ^1 H.) »nd Triducc (2 H.), Erloschen: die Notztranlheit bei Pserden in« Nczirle Laibach«Umgebung in der Gemeinde Nrunndors; die Nlatternsenche bei Vchafen im Bezirke Loitsch in der Gemeinde Unteridria' die Schweinepest im Bezirle Gottschee in der Gemeinde Gottschec; im Bczirle Gurlfcld in dcn Gemeinden Arch und Zirtlc - im Bezirke Krainbnrg in der Gemeinde Predassel, Ueueste Nachrichten. Sitzung des AligeordnetcnlMlses am 5. Jänner 1897. (Qngmal »Telegramm.) Das Abgeordnetenhaus des Nichsraths hat in seiner heutigen Sitzung die Verhandlung über dm Elat d>s Ministeriums für Cultus und Unter, ricbt fortgesetzt. Die auf das slovenische Untrrgyn^ nasium in Cilli Vezug habende Budgetpost wurde bei namentlicher Abstimmung mit 109 gegen 98 Stimmen abgelehnt. Beim Capitel «Industrielles Vildungswesen» betonte Regierungsvertreter Sectwnschef Graf Latour, der Aufwand fiir den gewerblichen Unterricht sri seit dem Iabre 1884 bedeutend gestiegen. Die Negürnng sei der Ansicht, dass drn thatsächlichen Bedürfnissen Rechnung getragen werden könne und nach Maßgabe des Besuchs auch eine Vermehrung ftlcchgreifen könne. Redner stellt mehrere Errichtungen in Aussicht, u. a. die Um« Wandlung der Gewerbeschulen in Maqenfurt und Lai« bach zu W'rknuiswschuleu. Die Debatte wurde geschlossen. Generalredner conti-», Abg. Schwarz, trat für die intensivere Pfleqe des böhmischen Gewerbeschulwesens ein, unterstützt die Anregungen des Abg. Vazaut, betreffend das Haudelsschulwesen, uud prote« stiert gegen die centralistische Ausgestaltung dieses Vildimgszw.'igs. Nach deu Ausführungen des Ge-neralredners pio, Abg. Engel, wurde der Titel an» geuommeu. In fortgesetzter Budgetdebatte wurde der Titel «Volksschule» verhandelt. Abg. Spiluic bespricht das Vollsschulwesen im Küstenlands. Abg. Koblar klagt über die Unterdrückung der Slovene» in Kärnten. Regierungsvertreter Sectionschef Vnlandt Rheydt weist drn Angriff des Abg. Spinii^ auf die Schulbehörden im Küstenlaude zurück. Abg Bendel frägt, ob die Regierung willens sri, den inteiconfesfioncllen Charakter der Schule zu wahren. Nach dem Abg. Zurkau wurde die Debatte geschlossen. Abg. v. Burgstaller beantragt die Errichtung einer Lehrerbildungsanstalt mit italienischer Unterrichtssprache in Trieft. Die Verhandlung wurde sodanu abgebrochen uud es wurde der zu Vegiun dcr Sitzung eingebrachte Dringlichkeitsautrag der Abgeordneten Kuäar, Dr. Ferjancic und Geuosseu wegen Hinausschiebuug des Rückzahlungstermms für die aus Anlass des Laibacher Erdbebens an tzaudfls- und Gewerbetreibende gewährten Darlehen in Verhandlung gezogen. Nach Begründung durch die Abgeordneten Kusar uud Dr. Ferjaucic wurde die Dringlichkeit an« grnommm und der Antrag dem Budget Ausschüsse zur möglichst beschleunigten Berichterstattung zugewiesen. Nächste Sitzung Donnerstag. Die Pest in Bombay. (viigiüal'Telegian»!!.) Bombay, 6, Jänner. In Kurrachee nimmt die Pest einen äußerst heftigen Charakter au. Die Panik iu Bombay wächst. Die Mühleu werden ob Maugels an Arbeit geschlossen. London, ss. Jänner. Reuters Office meldet aus Bombay: Die Flucht der eingeborenen Bevölkerung, einschließlich der Arbeiterfamilien, dauert fort. Die Flüchtlinge ziehen auf das Land, wo bereits großer Mangel au Lt'beusmittelu herrfcht. Bis jetzt haben 325.000 Einwohner die Stadt verlassen. GelegratNtne. Wicn, 6. Jänner. (Orig. - Tel.) Se. Majestät der Kaiser, Herr Erzherzog Franz Salvator uud Prinz Leopold von Vaiern sind heute nachmittags zur hochwildjago nach Mürzsteg abgereist, Wicn, <;. Iäuner. (Orig.-Tel.) Ministerpräsident Baron Banffy und Ackerbauministsr Daranyi diuierten gestern abends beim Miinstelpräsidenleu Grafen Badeni und reist, n um 11 Uhr nachts uach Budapest. Wien, 6, Jänner. (Orig.-Tel.) Sectionschef von Papay ist abends gestorben. Cattaro, 0. Iäuuer. (Orig.-Tel.) Gestern nachts brach in der hiesigen griechischen Kathedrallirche Feuer ans, welches sich auf die in der Nähe befindliche All'lleriekaserne erstreckte und beide Gebäude einäscherte. Der Schaden, deu die Kirche erleidet, wird auf 100.000 Gulden geschätzt. Verluste au Menscheulebeu kamen nicht vor. Petersburg, 6. Jänner. (Orig,-Tel.) Der Kaiser eruanutv deu Obeisten des Dragoner-Rrgimeuts in Niznij-Nongorod, Peiuzeu Louis Napoleon, zum Chef dcs 45. Dragoner-Regiments. Coustantinopcl, 5. Iäuner. (Olig..Tel.) Gestern erneuerten die Botschaften bei der Pforte die Vor« stelluugeu bezüglich der uolleu Durchführung der bisher nur ausnahmsweise ins Werk gesetzten Amnestie für die Armenier. Laibacher Zeitung Nr. 4. 33 7. Jänner 1897. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Ani 3. Jänner. Naumanu, Neumann, Me., Mien. — Eonnenbcrg, Kfm., Csatathuru. — Comiu, itfm., Oimiuo. — Ranzinger, Coluinis, Gottschee. — Vvncelj, Kfm., Eisnern, Am 4. Jänner. Icreb, l, u. t. Oberlient., Klagenfurt. — Vettlheim, ksm., Gr.'Kanizsa. — Doppelhofer, Bayer, Me., Graz — !,Neizen, Kfm.. ssiumc.__________________________ Vieteorologische Beobachtungen in Laibach. ~ ' ^ ' Ab. 744-1^-5 2 NO. schwach heitel_________ 7U.Mg. 743-8 -4 4 SW7 schwach bewölkt Nachnahme, durch Apotheker tochter, 2 I., Schießstättgasse 8, Scrophulose. — Karl Nidmciyer, Schriftsetzer, 22 I., Martinsstraße 29, Tuberculose. Am 5,. Jänner. Karl Bie, Musikerssohn, I V. I>, ^«' delMstraße 1, I^^rynßitiL eraup. Oeffentlicher Dank ("23) 12-7 dcm Hcrru Franz Wilhelm, Apothclcr in Ncuulirchcn, Mcdrr Oesterreich, Erfinder dei< autiihcumlltischcn und antiarthrltischen Vliltleinigunsssthecs. Vlutrcinigrud fUr Gicht und Rheumatismus. Menu ich hier in die Oefsentlichleit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhel m, Apo> theker in Nclinkircheu. meinen innigsten Naut auszusprechen für die Dienste, die mir desfen Blutreiuiguugsthee in meinen schmeiz^ lichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem grässlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Thee aufmerksam zu macheu. Ich bin uicht imstande, die mar» terndeu Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei jeder WitteruuMnderuna. in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebranch der Schwefelbäder in Vaden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächle durch im Veite herum, mein Appelit schmälerlc sich zusehende, mein Allssehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach vier Wochen langein Gebrauch nbgeuanntcn Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht uur ganz befreit und bin es noch jeht, nachdem ich fchon fechs Wochen keinen Thee mehr trinke, auch mein ganzer körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, dass jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn ^-rauz Wilhelm, so wie ich segnen wirb. In vorzüglicher Hoch-aclituna Grniitt Vttd»chiU'Ttrcitield. OoerstIieul,°Gattin, Franciöca Vrän geb Wohlmuth gibt im eigenen und im Namen ihrer Kinder die tiefbetrü» bende Nachricht von dem Hinscheiden ihres geliebten Gatten, resp. Vaters, des Herr Oeovg Wrcw Heizhans « Souschef der Südbahn i. N. welcher heute morgens um 3 Uhr im «2. Lebens-jähre nach langem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesaeramenten, selig ini Herrn verschieden ist. Die entseelte Hülle des theuren Dahingeschiedenen wird Donnerstag den 7, d. M. nachmittags um 3 Uhr vom Tranerhause Polanaoamm Nr. 3« aus auf dem Frirdhofe zu Sl. Christoph zur ewigeu Ruhe bestaltet werden. Die heiligen Seelenmessen werden iu der Pfarrkirche zu St. Peter gelesen. Laibach am 6. Jänner 1897. (Tcparate Parte werden nicht ausgegeben.) Her it Mi ist von ärztlicher Seite bei dem im Winter so häufig auftretenden Bron-chial-Katarrh der Kinder besonders empfohlen. H Theile Giesshübler Sauerbrunn werden mit 1 Theil heisser Milch vermischt und die Mischung lau (4535) verabreicht. i9-n Marsala bester sicilianischer Dessertwein wird von den Herren Aerzten den Kranken und Reconvalescenten empfohlen. (5353) Vs Lltor - Flasche 90 kr. 1.0—4 1 Liter-Flasoho fl. 160. Hei größerer Abnahme entsprechender Nachlass. Apotheke Piccoli „ziim Exigrel", Xjai"bsicli. Srnarie-Sesana, 14. Sept. 1W9G. Geehrter Herr Piccoli! Wollen mir 12 Fläschchen Magcn-tinctur mittelst Nachnahme, Post Sesana, zum zweitenmale senden, da Ihre berühmte Tinctur wirklich sehr gut ist und meiner Frau gutgethan hat. Mit Achtung (5352) 10-4 Anton Michelli. f Laibacher Bicycle Club. : Heute findet im Clubzimmer (Casfno-: Gebäude) um halb 9 Uhr abends die statt. Der Ausschuss. Wohnung mit drei parketierten Zimmern und allem Zugehör ist sofort oder per 1. Februar 1897 zu vergeben. Auskunft ertheilt aus Gefälligkeit die Administration dieser Zeitung. (88) 6—1 Im Cafe Europa sind folgende Zeitungen zu vergeben: Wiener Zeitung, Grazer Tagespost, Edinost, Slovenski List, Agramer Tagblatt, Obzor, Der Floh, Heitere (90) Welt. 2—1 : I Papierhändler ! der deutschen und slovenischen Sprache , mächtig, flotter Verkäufer, genauer Arbeiter, 1 mit hübscher Handschrift, (107) i findet sofort Aufnahme. ; Offerten mit Photographie sind an I A. Flatzer, Marburg a. d. D., zu richten. ; ! "(5482) 3^1 9?r. 8532. | Sßom l f. Seairtegeridjt in aKöttling toirb funbgemacfy, bajj ba3 f. f. $retS= geriet in SRuboIfziüert bie mit ©ejdjeib öom 9. ©ecember 1884, 3. 1630, über 2Äarcu§ ^lebec öon Serföisce ob 93er* fdjtoenbung öer^ängte SuratcI mit ©efdjeib oom 15. December 1896, 3. 1479, ; aufjubeben befunben Ijat. ! St. t SÖe^irfSgeric^t SRöttling am 20. : December 1896.____________________ \ (5411) 3—1 St. 8435. ! Drnga izvršilna dražba : zeinljišè. ; Ker dne 11. t. m. ni büo kupca, vršila se bode dne 12. januvarjal897, dopoludne ob 11. uri, druga izvrSilna dražba Lovrencu Sajovicu iz Sela lastnih zemljišè vložna št. Ill kat. obèine Vesce. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku , dne 12. decembra 1896. j Course an der Wiener Börse vom 3. Jänner 1897. Nach dem officiellen Toursblatte. 3lllNl»'Anl»h»N. "tlb «,0ts "^°tl»hel,l»He «n,te in Ätolen °"j. Villl-Nnucinver , . . i0l 85 102 Nü " «"Ibel ue,z, Iämier-Iul« ^l0l»o!ili» 1b l»^" ., «plU vnober !lui'8ü 1N2-I5 l»8^ "'»«walöwsc. ^" st, l^7i>l44 7b l»«03 ^° " ?""" "'" ü' '^'>'"> l4<; 50 l«»4^ -./° " 3"I!fieI 10» st, ,.',,'. W 15!', «0 dl°^ ^'°«<«>°!e , , KW fl. ,,u« Ü0 1«U5>0 l°' »>. " - , ü" st. !«8 !i0 1»9'Ü0 '» «°m,.Vfdbr, ^ l^> n, , !k«-->lb?'.. i"/» o/n «?"dre,lte. fteu«fr«< ,22'W IL3-10 »«, V «ottnnnte. fteuerfiei -. --.. °>u, pcr Uülmo . , 100 9d 101 ll» "bah^,. G,2«!l>un,ien. "lV'V""'.., G,.stn.«sr. »v°l,, i Nro..n°.°',st,uer!,(bw! i"^' '" "'""r,Num, . . 89 15lN0',b ^0 ° ."N""°l,..t>.Eilb,, ^° d!° i, . ^^ ', nx, st, N°m,------------->- '" «^ l, !i0!, ^, ^il»n. . „u 20 lUU'ÜU z>," ' ""dwl.« lioo st, K. Uz l»0,H„!^ ,/,...... »!j»'ÜU «»!!-.. "°"< «UN lf .^"^ ^ «" b°/, XUli'i.0 »!Ü4 !,!, »tld «an «ow Vtnatl zur Zahlung NbtrnommtAt Giseni.'Vrior.' l)b!il>ationen. E!lwl'!!l)bllhn «M! u. »««> M. !ür MU M, 4",«..... 116 45 I17'45 !l!!!.idr!hl>ah,!, 4s>s» u,«N<>« M. ! ÄOü M, 4" ,,...... jiLI'— I2l"?ö ^ia,,,, Illl>'pi, V,, ltm, ll<84, 4«/u ! !>»«!> IMILü Ga!!,Nchc N>>rl Uudwlg- Unhn, ° dlo, per Nltimo .... l»2'1.'> 122Ü5 d!u, Rrüte in lttonruwlhv,, 4°/„, sle!n>r!lstsür«'70 99 30 4"'„ bio, dlll, per UIUm« . . 8!»'7U Ui» !w btu.El,E,«l,V!>lb1 dto, bto. OUber 100 st., 4>/," „ 10l 3ü 102^5 dto. Gtlln» vbll«. (Ung, VNb,) v, I, 187«, b°.„..... 120 <>!> 121' - dlu,4V,°,<>VchanllegaI.«bl.°Obl. w<» »ü 101 Ub dt«. Pram»«»!, tl KX> st, », W. Il>2 — 1!>z— btll. bl°, k 5N st. o, «z, I51-Ü!! «52 s>u Tlirlh Neg. Uoje 4"/» 100 fl. . ,i!« — 18» - yrundtntl. > Gbltgallon»« (für 100 st. LM.). 4«/^ lroatMe »nb slavoliische , 97 40 —'— 4°/^ unssa.ilche (100 fl, U.W.) . u?-.^, W!,l' Hndl!» ilss»ntl. Hnl«h»n. DonauNsss, Uole b'/„ .... lli8'5!' «u!^!,» dlo, °«>Uetl,s l«7» . . 108'.. 1UU'»><, «»l^sn di>r Olad! GOrz, . . Il2'— — - «nlrhsli b, Ltadlgeuirixbe Men 104 «U !<>5,'30 N»Ie^e» d, KtadtgoMl'indc W!e» (<3 «üilcdc»! , dcrioib, 5°/» »01 ^ü l0^! 2i> «eld «are ßsanbbtits» «. 99 4U 100 4U dto, „ ,, lu üO „ 4°/^ 11b »0 11L eu bto, Prüm,-Hch!l»,. »"/,„ I.EM. — — —'— dti), dto. »°/u, II. /,°/,,vl, 101'üU —-^ Prioriläla < ^bligllti^ntn Mr K»U ft.), Herbliianbl.Nordbah!! Vm, »»»» 1U1 — 1U»'-- vesteri, Nordwrslbahn . , , Il<»'8ll lll'80 Ntaatsbalin....... 22k — 226'- Lüdbaliu k »°^..... 175.-4!, 17« 45> dtll. i> »",,...... 12/ ?!> «««'?» U,!g,'g»llz, Änt,» , . . 1u? 40 10« 40 4" „ Nxtcrlralnsr Vahne» , , 99I>0 lNO' Divers» zos» (per Gtüls), «udapfst.VaM!« (Dumbau) . K'8N 7 »0 Creditor l<»,> st...... 1»? — <»» "> Ilart, Lnse 4l> st, CM, , , . l>? — !>« ^ 4°/.T>o»au Damvssch, 10'ftCM. «U9 !>0 142'- Ofeilsl Uns? 40 fl...... üS'»" s.0 - PalffwLuss 40 st, «M, , , . 5«'50 l>»'- !«»,>!«, lN!'nz. Ocst.Gef, »„ 10 fi. ,3'— 20- lliollicn N>c»z, Una. «lies, v,, b st, 1U — l«'8» «udolpli U»!? »»ft..... '«»- 24- 6alm Lrsr 40 st, «M, . , . 70 75 717b 3!.>Ge»°l« Lultlluftllll,I,Hm. , 1K'50 1«'^» blo, btu, ll, Em, I««u. . . »5'— »?-- Uawachss U»!s...... 21-5» liil'K» ««ld «a« ß«l«!<»Hcti»» (per 8tü!glo.0eft. «an! »00 fl. »««/„ ». !»8' - 15> — 2U0 50 Uodcr, «»st,,Oeft,,»00fi,G,4<»"/, 4«2 — 4«5 «rdt.-«nst, s, Hnndu. , i«afi. —— -.— dto. b!o. per Ultimo Teptbr. 377 15 377-65 «rcbitba»!, Nllz, u»«,, UW^si. . 414-. 415 — Deposttenbanl, M«,, 200 fl, . 2»U—241 — «tscllmpte-Gr!., Miöst.. 5(X) ft. 78U—780 - Viro u, llllsseiw,, Wiener, 20UN. 2li!i — 28« — Hypotl,elb.,Vest.,200 fl.2k°/<,!k. 85'5<> 8650 Landerbllul, Oest,, 200 st. , , 2bl l,0 252 — Oesterr.unulli, >i!a»l, 600 fl, . 855 8b? - Unlonbanl 200 st...... 300 bo «l»1 50 Nerlel)r»t>ant. «ll«,. 14« fl. , «77- - '?« - Alti»n «on HlNnsPoel» Dnt»rn»hmung»n (per Ktt!1!> d!o. dto, (lit. l!) 20« ft. . 54« 7b 547-75 Donau ° Dnnchssch'ssahrt« »^ e>., vcslrrr., 500 ft, CM, . . . 49l>— 499 - Hut BodcndachrlH,-Ä.200st.K. l,!>'75 6«.',0 Ferdinand» Nordb, 1000 ft. TVt. »485 3475 Lemli^llzerilow, IM-ltilenb.. Gllcllschast 200 N, 6. . . . »91 50 ->N2'50 UIol,d, Ocft,, TUes», 500 fi. «M. ^'> - 427' ^ Oesterr. Nordwcstl). «00 ft. H. . ^70 75 271 25 dlo, blo. t!»t, u, 200 st. h Kübbahn »ao st. E..... 9^50 >.»5 - Vttbnorbd. Uerb.-V. 2ou st. «D!. !tk — 2«U l»r., Pri»» ritat!»>«clic» 10« ft. . . . 10ll »b io»'?5 Unz.gullz. »ilenb. »00 st. KUber »08 l>0 209' - Un<,.>wcIlb.(!«allb'«r»j)«ooft.O. »0» »5 ,l>9 A» «ien« iz°<-lllba!,»en>«tt,'«es. 85'— — — Indu Monla» Oeselllch., Oeft. °alp!»t »755 »8 05 Prag« cI. 200 ft. 6N8 —«70 __ »alau larj. Httinlohlen M» l. «10 — «15,^ ,,sch>üal!nül,I",P2plrrf., 200 l. 20950 — _ „Ltourerm.", Papiers, u. V. >«. i?o- - ,72 — Triflliler ltuhlenw.»li!el. 70 fi. lüO'-- ««z-. «»affcns..H.,0ch.,,- - Wlenerlxrg« Ziezel-Nltien'Ve!. »20 — «24 — z»ols»n. Amsterdam....... 98 iz 99»<» Deutlche Platze...... »875 5885 Uouboi!........ 1l8'85 120 I!» Pari,«......... 4750 47'!»7, Bt. Peterlbura...... —-— — - - Dalut»n. Dxcalen....... 5 6? L «V 20 ^icnu« Hlüele..... 9 b« »'»«> D.'N'Icht Ntich«t,ai!l»u>en . . k» 75 «0 Ilallcnische Aantnote» . . . 4540 45 iw V»Pltr'R>ib,I...... > »7,/ l 2?,,'