Preis 10 Rpf F.rschcint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage) RcziiRsprcis: Abholen monatlich RM 2.—, bei Z ii s t e 11 u n r RM 2.M> * Einzelnummer RM O.lü Unverlangte Zuschriften werden nicht zurückgesandt Olr. 112 OUarfturö a. 6. Srou OTontafl. 19. OTtal I94i 8i. 3albroono Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Telephon 25-C7, 25-68, 25'6ü Aiarburj! a. d. Drau, Badgasse Nr. 6 • Anzeigen und Abonnements-Annahme in der Verwaltung • Bei Anfragen Rückporto beilegen Englands schwere Verlnsie im Luithrieg Der Herzog von Spoleto zunn Köni^ von Kroatien ausgerufen — Kroatien reicht bis an die Adria Frankreich hat sich entsdiieden Vor einer Woche hat der Führer den Vizepräsidenten des französischen Ministerrates Admiral Darlan empfangen. In aller Welt wurde dieser Empfang als hochpolitisches Ereignis von größter Be. deutung gewertet. Vor allem fand er natürlich in der französischen Presse leb, haftesten Widerhall. Frankreich habe sich nun, so hieß es da, eindeutig und klar für die freiwillige Eingliederung in das neue, von Adolf Hitler errichtete kontinentale Europa entschieden... Nur London hüllte sich zunächst in tie^ fcs Schweigen. Man spürte förmlich, wie peinlich England von dieser neuen Lage überrascht, wie schwer es getroffen war. Als nun aber auch noch die Nachricht aus Washington kam, daß Roosevelt sei_ ne seit Wochen für den 13. Mai angekündigte, von der britischen Regierung so heiß ersehnte »große und entscheidende« Rede auf den 27. Mai verschoben habe, da begann sich London zu rühren. Den Anfang machte Außenminister Eden, der sich, von Anfragen geradezu überschüttet, zu einer — keineswegs glucklichen •— Erklärung gezwungen sah. Er sprach hastig und nervös und mußte wieder einmal zugeben, daß die Situation äußerst schwierig und die Regierung oh. nc bestimmte Nachrichten sei. Seine Ausführungen gipfelten in ziemlich allgemein gehaltenen Drohungen gegen Frankreich. Auffalleiul langsam kam dann auch die englische Presseheize in Gang. Sie bc_ gann mit einem langen Hericht des »Ti_ incb«-Korrespondenten in Washington, iler seinem Blatt meldete: »Eine nordamerikanische Besetzung der Azoren, der Kapverdischen Inseln und der Kanarischen Inseln sowie der Küste Französisch-Westafrikas, vor allem der Hafenstadt Dakar, ist unter gewissen Umständen nicht ausgeschlossen.« Pas war also das Zuckerbrot, das England den USA hin. hielt. Im Anschluß daran ging ein wirres Lamento in der Londoner Presse los, Roosevelt möge doch seinen britischen Bundesgenossen Jetzt nicht im Stiche lassen. Großbritanniens Angst, daß Roosevelt am Ende abschwenken könnte, wurde nocii vermehrt, als aus Washington verlautete, der Präsident würde möglicherweise bei der Rede am 27. Mai nicht einmal die Frage des amerikanischen GelcHzugdien-stes hei Materialsendungen aus den USA nach England berühren. In ihrer verzweifelten Lage faßte tlie britische Regierung den Entschluß, Amerika vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Als das geeignetste Mittel hiezu erschien ihr Syrien. Nachdem vorerst betont worden war, daß "die französische Regie-i'ung in Vichy kein Recht mehr habe, das syrische Mandat weiterzubehalten, begann London mit dem Abwurf von Flug-zetteln über den syrischen Städten. Die Bevölkerung wurde darin zum Aufruhr gegen Frankreich aufgemuntert und gleichzeitig wurde mit dem Bombardement syrischer Flugplätze und anderer wichtiger Pujikte gedroht. Dieser Drohung folgte die Tal. Britischc Flugzeuge belegten — allerdings mit ziemlich geringem Erfolg — die Luftstützpunkte Pal-Uiyra und Rayak mit Bomber., und Samstag wurden die Luftangriffe wiederholt. Zugleich haben die USA zehn in iiord-amerikanischen Häfen liegende französische Schiffe, darunter den Riesendampfer »Normandie«. beschlagnahmt - - natür- lich für England. Nun schwingt sich London bereits zur weiteren Drohung auf, daß die englische Luftwaffe demnächst Paris angreifen werde. Die französische Regierung liat ihre Kaltblütigkeit angesichts dieses unerhörten Vorgehens des ehemaligen Bundesgenossen bewahrt. Sie erklärte, wenn England angreife, werde man eben die Angriffe, die eine weitere Torheit der skrupellosen englischen Politiker seien, erwidern. Immerhin kann darauf hingewiesen werden, daß Frankreich in Syrien etwa 60.00() zumeist altgedientcr Kolonialsoldaten stehen hat... Vielleicht ist es gerade jetzt auch zeitgemäß, daran zu erinnern, daß die deutsche Luftwaffe keine einzige Bombe auf die französische Hauptstadt geworfen hat, und .daß damals, vor etwa einem Jahr, dieselben englischen Blätter, d'e heute die »Verniclitung<< von Paris fordern, geschrieben haben: »Werden es lUe Deutschen wagen, Paris zu bombardiepen, das Herz der Menschheit?« Womit wieder einmal bewiesen ist, daß für die Briten Begriffe wie Menschheit und Menschlichkeit nur dann existieren, wenn es ihnen in den Kriwn paßt und wenn es ihren politischen und sonstigen Geschäften gerade förderlich ist. A. Ger. Gegen Amerikas Eimnischung SCIIARFI*: ERKLAi:RLN(iEN DKR FRANZOESISCllEN PRESSE P a r i s, 10. Mai Die /eiliiiijf „Lcs N'ouvouiix Temps" befaßt sich mit der Reaklioii in don und Wiishiiij^loii auf die l*>klä-ruugrn des iMarschtdls Potain. Was die llaitung der Reiiierung Roosevelt au|{clio, so spreclie und liandle sie wie ein Kricßführoiider, der rulselilossen sei, l'raulireieli als Feind zu behandeln. FranzftsiseliP Selilffe wurden be-sehlagnahml, der rSA - Rotscliafler Leah.v In Vieh.v habe nieht aufgehörl, vom franzUslsehrn Staalsehef «He Auf-gabp der Politik der dlptomatisehen und politischen l-'relheü zugunsten des anßeisäclislsehen Hlocks zu fordern. I)as Wellie Haus verlauiie vei Maakuil und Ale-huaiba an. Die Engländer hatten beträchtliche Verluste. Gegnerische Panzerabteilungen mußten sich in ihre Lager zurückziehen. Irakische Bomber griffen in der Wüste britische Panzerwagen an, von deneii einige vernichtet wurden. Ferner wurden Erkiindungsflügf durchgeführt, von denen die irakischen Flugzeuge alle unversehrt zurückkehrten. Feindliche Flugzeuge überflogen Bagdad und warfen einige Bomben über dem Lager, von Raschid ab. für dessen Unabhängigkeit einst französisches Blut geflossen sei, erkläre, die Besetzung von seit Jahrhunderten Frankreich gehörenden GeWetcn wie Gua.vana und Martinique ins Autklärungen von i^>ankrelcb zu verlangen. Frankreich siehe es zu, Erklärungen von Roosevelt zu verlangen. Der französischen Regierung siehe es zu, dem amerikanischen Volk zu sagen, es möge selii Wolih> ollen i'rankrelch gegenüber bewahren. Das amerikanische Volk solle Roosevell uichl die Freiheit geben, l'rankreich zu beleidigen, auszuplündern und zu bedrohen. Frankreich würde sich uichl mehr an Roosevell wenden, sondern direkt an da;« nmeri-kauische Volk, das keinen Krieg wolle. Washingtoner Märchen M 0 n t c V i d e o, 19. .Mai Mit scharfen Worten verurteilt ein Leitarlikel der »El I^ebate« die Politik iler Krii'^;slict/.er in US.\, die sich zu-;;anglii'her Elemente im Lande bedienen, um /u ihrem Ziele /.u kommen. .»El De. batet kommt dabei auf die Versuche, überall amerikanische Flottenbasen zu errichten, zu sprechen und bezeichnet diese Bestrebungen als unsinnig und ver. dreht. Mit allerlei Schaudermeidunj^en, so heißt es weiter, versucht man das Volk furchtkrank zu nuichen. Wenn man schon von einer »fünften Kolonne« spricht, schreibt das uruguayische Blatt, so ist sie et>€n in diesen Kreisen zu sehen, die sich bemühen, die Nation mit Verspre. cliungen und Schmeicheleien in ein Kriegsabenteuer zu ziehen, aus dem sie nur als Ruine übrig bleiben wird. Slanfu bombardiert Tokio, 19. Mai. Nach einer Domei-Mcldung bombardierten japanische KampfflugzeujEie am Sonntag die militärischen Anlagen von Sianfu, der Hauptstadt des alten China und jetzigen Sitz der Provinzregierung von Schansi. Mehrere Kasernen und andere kriegswichtige Anlagen wurden mit Sprengt)omt>en beworfen. Im Laufe des Nachmittags wurde Welnan, ein wichtiger militärischer Stützpunkt östlich von Sianfu, angegriffen. Hier wurden heftige Brände in Lagerhäusern verursacht, Kroatiens Mission in Rom Auf der Heimreise Rom. 19. Mai. Die von Ür. l'awci lisch ijeführtc kroatische Abordnuns: liat Soamitas: abends die italienische Hauptstadt wieder verlassen. Zum Abschied hatten sich der Ducc, Auüciuivinlstcr Graf Ciano und zahlreiche weitere führende italienisdrc Persönlichkeiten sowie Vertreter des diplomatischen Korps auf detTi Bahnh<>^ cinccfimdcn. Seite 2. »Martiuf'grer Ze!fuii12 Lebensquell des Volkes Ringsendung des Großdeutschen Rundfunks zum Muttertag Berlin, 18. Mai. In einer Ringsendun^ des Großdcut->ciien Rundfunks zum Muttertag hielt Rcichsniinister Dr. Fr ick folgend: Ansprache; Deutsche Mütter und Frauen! Zum zweiten Male in dem großen Ent- Mutter soll der schönstc Dank der ganzen Nation an die deutsche Muttor sein. Die Sendung beschloß die Reichs-frauenführerin Frau Scholtz-KIink mit nachstehenden Worten- Eine Stutudc herzlicher Gemeinschaft haben deutsche Mütter und ihre Kinder srhpifiiinfT«bimr.f v«ir^ K t, soeben unserem Volk geschenkt, dessen Es ist selbstverständlich, daß ihre und unsere Gedanken am Kriegsniuttertag zu die Mutter an ihrem Ehrentag hineingestellt in das große Zeitgeschehen, in dem gerade von ihr besonderer Einsatz gefordert wird. Unser erster Gruß gilt den Müttern, die mit dem Verlust ihres Sohnes oder ihres Mannes da& schmerzlichste Opfer bringen mußten. Nicht minder herzlich gedenken wir der Frauen und Mütter, die lieuie noch um ihre Lieben im Felde ban-gen. Das nationalsozialistische Deutschland ist bemüht, diesen Frauen und Müttern wenigstens die wirtschaftlichen Sorgen für sich und die fhrigen abzunehmen. Für den Familienunterhalt ist heute schon in großzügiger Weise gesorgt. Mit besonderem Dank gedenken wir aber auch der großen Zahl der Frauen, die, dem Ruf des Führers folgend, in immer steigendem Maß'e sich in die Reihj der schaffenden Deutschen eingliedern, die den Mann dort ersetzen, wo er zur Durchführung de-r zeitbedingten Aufgaben am nötigsten ist und hier ihre Pflicht an einem neuen Arbeitsplatz erfüllen: in Mu-1 iiitions- und Rüstungsbetrieben, an Schal-tcrn und Schreibtischen, in Zügen und Straßenbahnen und wo immer es sei. So haben sie Unersetzliches dazu beigetragen, die Kraft des deutschen Volkes zu stärken und zu erhalt'en. So wie der arbeitenden Frau und Mutter in der Stadt, so gilt unser Dank vor allem der Frau auf dem Lande. Schon im diese Mutter neben der Sorge lür ihre Kinder ein gerütt-elt Maß von Arbeit in Haus und Hof, im Stall, auf dem Felde und im Garten. Es schien fast un-müglich, daß sie noch mehr unternehmen könnte, wenn ihr auch schon vor dem Kriege und iiielir noch im Kriege durch den Einsatz des weiblichen Arbeitsdien->tes die Arbeit in mancher Weise erleich-jert werden konnte. Wenn auch auf dem Nande die fehlende männliche Arbeitskraft oft durch Gefangene ers'otzt werden kann der Frau verbleibt doch, wenn der Mann erst eingezogen ist, die gesamte Sorge um den Besitz, für Saat und Ernte. Von ihr hängt heute in hohem Maße die Sicherung unserer Volksernährung ab; ohne Ihre tätige und unermüdliche Mitarbeit wäre sie nicht möglich. Der besondere Dank des deutschen Volkes am Muttertag gilt wie immer, so auch jetzt wieder den Frauen, die d'em deutschen Volke in diesem Jahr Kinder geschenkt haben, sowohl den Frauen, die zum ersten Male das Wunder der Mutterschaft erlebten, wie den Müttern, die ihrer vielleicht schon zahlreichen Kinderschar ein neues Gcschwisterchcn geschenkt haben. Das nationalsozialistische Deutschland h.qt von Anfang an durch Wort und Tat bewiesen, daß es die Mutter, insbesondere die kinderreiche Mutter, aufs höchste ehrt und ihr mit allen Kräften zu helfen entschlossen ist. Daß dieser Arbeit des Nationalsozialismus ein Frfolg beschieden war, der nicht nur uns mit Dankbarkeit erfüllt, sondern auch die Aufnverksanikeit und Verwunderung in der feindlichen Welt hervorrief, ist unser Stolz. Wie viel grüßer darf aber heute unser Stolz und unser I')ank an die Mutter sein! Die Geburtenzahl des Jahres 1940 steht nicht hinter der des Vorjahres zurück. Dieser Erfolg übertrifft unsere eigenen Erwartungen lind zeigt nicht nur, daß die mancherlei Hilfe, die Mutter und Kind genießen, gut angewendet worden ist, sondern daß auch die I:rziehungsarbeit zum nationalsozialistischen Wollen und Denken hier schönste Früchte getragen hat. Denn, darüber müssen wir uns im klaren sein, materielle Hilfe ist gut, aber sie ist doch nur in zweiter Linie wirksam. Das erste ist, daß die schönc Lebensaufgabe der Mutterschaft von ganzem Herzen bejaht wird. Wenn'ich heute (fen Dank des deutschen Volkes an die Mutter zum Ausdruck bringen durfte, so weiß ich, daß mir Millionen von Söfititn und Töchtern diesen Dank ihrer eigenen Mutter gegenüber von Herzen aussprechen. Ihr, deutsche Mütter, seid der Leiiens-qtiell des deutschen Volkes! In Euren lie-tfcflden und sorgenden Händen liegen Schicksal und Zukunft der deutschen Na-ijon. Zu Eurem Schutz ist der deutsche Soldat an allen Fronten angetreten. Der Sokialcn an seine den Müttern gehen, die keinen Jungen mehr etwas fragen können, und zu den Soldaten, denen keine Mutter mehr antwortet. Daß wir leben dürfen, unsere Arbeit verrichten können und unsere Kinder eine Heimat haben, ist möglich, weil andere bereit waren, für uns zu sterben; sie waren alle einmal Träger von Hoffnungen und Wünschen ihrer Mütter, der Tod ihrer Söhne aber für die Zukunft der Enkel hat diese Mütter über ihre Wünsche hinauswachsen lassen und aus ihnen das heimliche Heer der Tapferen des Führers gemacht. Aus allen Worten, die heute hier gesprochen wurden, klang ein Stolz; Deutschland braucht uns, wir dürfen unserem Führer helfen! Nichts anderes ist unser Schaffen in Fabrik und Haushalt, in unserer Klnderziehung oder unserer Forschungsarbeit _ am deutschen Acker oder mit dem Schwert — nichts anderes als der Wille, zu helfen. Diesen Willen haben in besonderem Maße jene deut- schen Mutter mitgebracht, die mit ihren Männern und Kindern Haus und Hof verlassen haben, um mit ihrer Hände-Arbeit wiedergewonnenem Land ein deutsches Gesicht zu geben und dabei selber eine Heimat zu finden. Ihnen und all den vielen Volksdeutschen Müttern, die Deutschland als das große heilige Wort in ihren Herzen bewahrt haben, reichen wir heute unsere Hände in dankbarer Liebe. Alle Deutschen aber sind daheim bei ihrem Führer, und deshalb können wir am Tag der Mutter nichts anderes sagen, als daß wir unseren Soldaten danken, unsere Mütter lieben, dem Führer aber gehören mit allem, was wir sind und habenl Frau Scholtz-Klink schloß ihre Ansprache mit einem Gruß an den Führer, dem heute die Soldaten und die Mütter seines Volkes die ganze Liebe aller Deutschen entgegenbrächten. Nene Erfolge der Kampfflieger nml H-Boote Luftangriffe gegen Häfen in äUd- und Südostengland / Britische Gc^genangriffe aus Tobruk zusamnrteng^KOChen Berlin, 19. Mai. Das Oberkonimando der Wehrmaclit gab am Sonntag bekannt: Kampfflugzeuge vernichteten im Kanal zwei Schiffe mit zusammen 5500 brt. und beschädigten im Laufe der Nacht vier weitere Frachter. Daneben richteten sich Luftangriffe gegen mehrere Häfen in Süd- und Südostengland. In Luftkämpfen über Südenj{-land wurden drei britische Jäger abgeschossen. In N o r d a f r i k a brachen mehrere von Artillerie und Panzern unterstützte britische Gegenangriffe aus Tobruk heraus im Feuer der Artillerie des dcüt:-.;hen Afrikakor,p» zusammen. Deutscii-italicni-sche Kräfte brachten bei einem Gegenstoß eine Anzahl Gefangene ein. In den letzten Kämpfen bei Solluni und Fort Capuzzo wurden vier feindliche Panzer und weiteres Kriegsgerät erbeutet sowie eine Anzahl Gefangene gemacht. Der F'ji;id warf in J.!cr lelzlen Nacht Ln verschiedenen Orten Westdeutschlands, so in Köln, Spreng- und lirandbomben ab. Wohnhäuser wurden zerstört und Gleisanlagen geringfügig beschädigt. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger schössen zwei der angreifende Flugzeuge ab. In der Zeit vom 15. bis 17. Mai verlor der Feind zusammen 26 Flugzeuge. Von diesen wurden 19 in Luftkämpfen und durch Nachtjäger, fünf durch Flakartillerie und zwei durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeit gingen elf eigene Flugzeuge verloren. < B'C r 1 i n, 18. Mai. Das Obenkommando der Wehrmacht gab am Samstag bekannt: Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Scheve meldet die Versenkung von fünf britischen Handelsschiffen mit zusammen 33.612 brt. Kampfflugzeuge vernichteten im Seege-bict ostwärts Schotttand und nordwestlich Irlands drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 16.000 brt. und erzielten Bomben Volltreffer auf zwei weiteren Schiffen. Kampffliegerverbände griffen in der letzten Nacht mehrere Stunden lang Rü-stungs- und Versorgungsbetriebe einer Stadt in den Midlands mit guter Wirkung an. Dabei wurde ein <(>riti8ches Flugzeug über feindlichem Gebiet abgeschossen. Kampf- und Jagdflugzeuge bombardierten bei Tag und Nacht brittsche Flugplätze, darunter besonders erfolgreich den Flugplatz Hawkings. Auf dem Flugplatz St, Eval entstanden durch Treffer in Hallen, Unterkünften und auf dem Rollfeld schwere Schäden. Marineaf-tHlyrie nahm feindliche Schiffe, die Siich der KanalkOste zu nähern versuchten, unter Feuer und zwangen sie zum Abdrehen. In N-ordafrika führten Spähtrupps des deutschen Afrikakonps bei Tobruk erfolgreicht: Unternehmungen durch und brachten eine Anzahl Gefangener ein. Zwei feindliche Panzer wurden zerstört. Die In SoUum in das Fort Capuzzo eingedrungenen britischen Kräfte wurden in kühnem O^nangriff wieder nach Osten zurückgeworf^. Sollttni und das Fort Capuzzo sowie sämtliche früheren Stellungen shid Wiedel" in der Hand des Afrikakorps. Deutsche Kampfflugzeuge griffen mit guter Wirkung in die Kämpfe bei Solluiu und Tobruk ein. Im Mittelmeerraum griffen Einheiten der deutschen Luftwaffe in der Nacht zum 16. Mai und am gestrigen Tage mehrfach erfolgreich Flugplätze und Hafenanlagen auf der Insel Malta an. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften in Westdeutschland wahllos eiire Anzahl von Spreng- und Brandbomben. Außer einem kleinen Indu-slricwerk wurden keine wehrwirtschaftli-ehen Ziele getroffen, Nachtjägcr und Marineartillerie schössen zwei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. Der Kampf um Amba Aiadschi HELDENHAFTER WIDERSTAND DF.R ITALIENISCHEN VERTEIDIGER Rom, 19. Mai. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das liauptciuartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika hatte unsere Gegenaktion auf die Angriffe des Feindes vollen Erfolg. Der Eeind ist zum Kückzug gezwungen worden. Gefangene und Material fielen in unsere Mände. Unsere Luftverbätide haben Tobruk bombardiert. Verteidigungsanlagen, Trup-pena'n Sammlungen und Kraftfahrzeuge wurden im Abschnitt östlich von Solluni Iwrnbardicrt. Im Luftkampf wurden ein feindlicher Boniber und zwei feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen Im Ägäi'schen Meer haben feindliche Flugzeuge einen Einflug auf Rhodos durchgeführt. Es entstanden unbedeutende Schäden. In Ostafrika geht um Aniba Aiadschi der erbitterte Widerstand der noch übe lebenden Verteidiger, die unter dem persönlichen Befehl des Merzogs von Aosta heldenhaft kämpfen, unter Umständen, die wegen des Materialsmangels, der erlittenen Verluste und der Unmöglichkeit, die Verwundeten zu evakuieren und zu pflegen, von Stunde zu Stunde schwerer werden, wei-ter. In der Gegend von Galla und Sidanio wurde ein feindlicher Angriff zurückgewiesen. In den übrigen Abschnitten ist die Lage unverändert. Kreta unter britischem loch BLUTIGE ZUSAMMENSTÖSSE MIT DER BEVÖLKERUNG Rom, 17. Mai. Uc4ier die Lage auf Kreta berichtet der Bukarester Vertreter des »Popolo di Roma« auf Grund von Aussagen über Istanbul nach Konstanca geflohener Reisender interessante Einzelheiten. Darnach werden der König und die Minister der sogenannten griechischen »Regierung« von starken britischen Streitkräften und Spionen des IntelHgence Service überwacht, weil ihr Leben von Patrioten der Insel stets Ix'droht wird. Selbst in den entlegensten Dörfern wurden britische Garnisonen eingerichtet, und zwar wenitgcr aus militärischen Notwendigkeiten als aus Gründen der inneren Ordnung, da ninn einen Aufstand der Bevölkerung von Kreta befürchtet. Zahlreiche, dem englandhörigen Regime ergebene griechische Gendarmen und englische Polizisten wurden ermordet. Das anmaßende Auftreten der englischen Offiziere, das gewaltsame und willkürliche Vorgehen der Soldaten dcö Britischen Imperiums haben nicht nur in der Hauptstadt, sondern an vielen Orten der Insel wiederholt zu blutigen Zwischenfällen geführt und die wenig angenehme Lage aller dorthin geflohenen griechischen Politiker, die von der Bevölkerung als die Verantwortlichen für alles Klend angesehen werden, noch verschärft. Neue Eichenlaubträger Hauptmann Joppien und Oberleutnant Müncheberg Berlin, 19. Mai. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht überreichte den Jagdfliegern Hauptmann Joppien und Oberleutnant Müncheberg das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. ' Englische Verluste S j o {• k Ii o I ni, 1'^). iVlai M io Konlrr meldet, iinilHßt d(e amtliche \ rrliisdislo der dun Ii LiKangritfc aul I-nglHiid lx:lroifciien zivilcii Opter im Monat April WMK) Toto sowie nalie/u 7000 Verwundete. FXm- liondoncr Uund-fimk gil)( dazu iiotli ergänzend bekannt, daß M'il Heginn der l.ultungrifle auf (ii'oUbriiannien die CJesamtzalilen der Opfer unter der /i\illwvölkernng )x'.-tragen: Leber 34.(MiO Tote, und über -tft.OOO Seliver\erlelzle, insgesamt also ül>er e-teiiigt. Hie englischen Fliegerangriffe auf Ben explo-dierlen auf eiiKMU zweiten TiinkscbiH. Aul.ierdem wurde ein Trachter in Bratul Keworfen. MMN)-'TouiM>r dureh l''«rnkHinpfHug/euge vernichtet Berlin, 19. Mai. Ternkampftlug/.euge liaben in den frühen Morgenstunden des Sonnabend 250 Kilometer uestlicb Irlands einen britischen l landelsdampfiM- >on StMIO brt schwer iM'scbädigt, sodai) er zu sinken iK^gaini und von der Mannschaft >erlassen wurde. Andere deutsche Flugzeuge, die einige Zeit später das sinkende Schiff lxy»buchteten, stellten fest, dafS die Tadung aus TlugM'.ugen und Flug' zcugteiJen Ix'stand. Nummer 112 Das neue Könisreich Kroatien Der Herzog von Spoleto zum König ausgerufen / Staatsakt m Rom / Italienisch- ^1 ^ 9 o kroatischer Staatsvertrag ■ ■ ^ ^ « Rotn, 1'^. Mai. Im Könhcspalast auf dem Oulr^nfl wurde Sonntag vomiittaKs feierlich der Herzog von Spoleto /um König von Kroatien ausgerufen. Im Throniiaal liatteii nicbem dem Thron u. a. die zur l'eicr Reladencn diplomatischen Vertreter der äni Drciiiiächtopakt verbundenen Staaten, die Mits^lieder der Rcffierun;^, die Präsidenton des Senats und der Kammer, die Staatswürdenträ-y,er, die MarschäHc Italiens und weitere holie Vertreter der Wehrmacht sowie der gesimite Hof Aufsteliuntc }^en<>nnnen. Ein Trompeleiisignai «ab das Kiiitreiien des Köniffs und Kaisers Viktor Enianuel bokanntt, neben ilun der Duce. der Kronprinz urnd die Mitjflieder des Hauses Sa-voyen sowie der Aulkuiminister Graf Ciano. Als der Kf'mi^ Platz «enonnnen liattc, wurde die kroatische Abordnung' Ml den Thronsaal geführt, an der Spitze Pawelitsch. PawcHtsch riclitete an den König eine kurze Anspracliet in der er auf die Wie-derlierstelhing der souveränen Unabliän-gigkeit und FreHieit des krcailsclien Volkes dank der Siege der Truppen der Achsenmächte hinwies, die Eingliederung Kroatiens in die europäische Neuordnung hervorhob und unter Hinweis auf die historischen Bande zwischen Italien und Kroatien den König und Kaiser um die Benennung des Königs von Kroatien aus dem Hause Savoyen ersuchte. Der König und Kaiser dankte dem Po-glavnik für das Angebot, betonte gleichfalls die geschichtliche Bedeutung der Eingliederung Kroatiens in das von DeutscMand und Itatien geführte Aufbauwerk und benannte darauf den Herzog von Spoleto, den Bruder von Aosta, zum König von Kroatien. Der König begrüllte darauf den neuen König von Kroatien mit Handschlag und lieli sicii durch den Poglavnik die Mit-gliedci: der 'kroatischen Abordnung \'K)r-stellen. Die vom Poglavnik Ante l-'awelitscli geführte kroatische Abordnung war am Sonntag am 9.3() Uhr im Sonderzitg in Rom eiiigcitroffcii. Zur Begrüßung der Abordnung hatten sich u. a. eingefunden: Der Diicc, der italienische Außenminister, der Parteiscä^retär Minister Serena, die iVlitglieder der Regierung, die iPräsiden-ten des Senajts und der Kammer und die diplomatischen Vertreter der im l.)rei-müch'tepakt verbündeten Mächte. Im Anschluli an die Feier im Uuirinal begab sich Pawelitsch in den Palazzo Venezia und unterzeiciuietc dort in Anwesenheit des Duce tind des Aulienmi-nisiers Graf CiaiK) den Staat^svertrag, dc^ die kroatische Staatsgrenze endgültig festsetzt und die poMsclien und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Krou-ticn und Italien festlegt. Der neue König von Kroatien wird sicii in der nächsten Zeit zur feierlichen Krönung nach Agram begeben. Der Herzog von Spoleto wird jedoch bereits von heute an als König von Kroatien angesehen. Das Grenzabkommen Rom, 19 Mai. Der italienisch-kraatisohe (i r e n z-V e r i r a g sieht eine Teilung Dalnuvtiens adriatischen (jebiet gegenüber Italien keine mi'Btiirischen Kinrielitungen zu Lande, zu Wasser und in der l.uft oder Ope-ratioMsbasen zu sclmffen. Weiter wird es keine Kriegsmarine unterhalten. Ein dritter Vertrag zwischen Kroatien und Italien fülirt den Titel »(i a r a n t i e -und Z II s a m ni e n a r h e i t s - A h k o ni-nien«. Er legt fest, dal.» Italien die (ia-rantie für die Unabliängigkeit und Integrität des kroatischen Hoiieitsgebietes überninunt. Die kroatische Regicruii'-,^ verp^iichtet sieh, keine internationalen Abkonnneii zu treffen, die nicht in Ober-einstinmning mit dieser Verpiliclitnng Italien gegenüber stehen. I'erner hat sicli die kroatische Regierung verpflichtet, in allen Eragen des Aufbaues ihres Heeres mit dem italienischen Heer ziisannnen-ziiarbeiteii. Iiis zum Absciilull direkter Verträge bleiben alle bisherigen italienischen Abkonnnen mit dem ehemaligen Jugoslawien vorläufig noch für Kroatien in Kraft. Das (iarantie- und Zusaminei' arbeits-Ab'konnncn wurde auf 25 .laiire abgeschlossen. Lebenslauf des Herzogs von Spoleto Rom, 19. Mai. Aiinone von Savoyen-Aosta, Herzog von Spoleto. wurde als zweiter Sohn des Herzogs von Aosta. des Vetters Emanue! III., und der Prinzessin Helena von Orleans am 9. März 19(ll) in Turin geboren. Sein älterer Bruder, der nach dem Tode des Vaters den Titel eines Herzogs von Aosta. angenonnnen hat, ist Mzekönig von Äthiopien. Der Herzog von Spoleto heiratete 1939 die Prinzessin Irene von (iriechcnland. 1928/^9 leitete er die, von der italienischen geograpliiselien (lesellschaft veranstaltete Karakorum-Expedition. InfPe-bruar 19.10 ging er als l'reiwilliger an die abessinische Nordfront. Dabei erwari» er sich die silberne Tapferkettsincdaille. Nach dem Abschluü des [""eldznges übernahm er den ßefelil der -1. Marinedivi-sion. Am lö. März wurde er zum Oberbefehlshaber der Elottenbasis Spezia ernannt. zum Steirischsäi Heimatbuiid Aufnahme bis 1941 Englands Ohnmacht f RANZÖSIStHER PROTEST (lEüEN ENGLISCHE ANGRIFFE AUF SYRIEN Damaskus. 19. Mai. Wie aus Kairo gemeldet wird, hat der französische Hohe Kommissar von Syrien General Henry Dcntz im Namen der französischen Regierimg behn britischen Generalkonsul in l^eirut gegen das britische Bombardement syrischer Flugplätze Protest eingelegt. Erneute englische ßombisnangrifie Ankara, 19. Mai. Wie aus Beirut gemeldet wird, wurden die englischen liombenangriffe auch am Sonnabend früh fortgesetzt. Sie forderten Opfer unter der Zivilbevölkerung. Eine Reihe französischer Soldaten und Offiziere wurde getötet. Auch Paris soll bombardiert werden! So dankt England dem verratenen ßnn-desgencssen Genf, 19. Mai. Der politische Korrespondent des >Dai-ly Expresscf schreibt. dal5 Paris uiid andere französische tlebiete, die gegenwärtig von der Rat verschont seien, bombardiert werden sollten, wenn die Vicliy-Regierimg ihre neue Poiitik durchiühre. _ Diese kaum glaubliche Absicht ist britische Zweckpolitik in Reinkultur. Noch ist kein Jahr vergangen, da schrieben eben die gleichen englisehen Zeitungen: »Werden es die Deutschen wagen. Paris zu bombardieren, das Herz der Menseh-heitVvc Die deutsche Eurtwaffe hat bei ihrem siegreichen Vorstoll keine Bombe auf die französische Hauptstadt gewor- fen. obgleich kehi (iegner. iiisbeM)ndere auch nicht die Raf. sie daran hindern konnte. Eediglich der Pariser I"lugi>latz l.e Bourget wurde aus niilitärischen (jründen bombardiert. Heute liegen fü'*! die Engländer erst recht keine inilMäri-sehen Notwendigkeiten vor. Paris oder andere französische (iebiete zu hoiiibar-dicreii. Doch an der Themse hat man nicliij nur ein kurzes (ledächtnis. sondern eine noch grölkre Wut. deren (irölle im im-gekelirteii X'erhältnis zum militärischen Kinnien steht. Und aus diesem (ieiüh! der Ohnmaelit drolit man dem verrate-nni Bundesgenossen von einst, um ihn vielleicht doch noch einzuschücliteni nnd die französische Empörung über die i)ri-tisclien ^cluirkenstreiclie von Dakar und Mcrs-el-Kebir vergessen zn machen. Die französische Regierung und die Bevölkerung von Erankreich haben aus Aibions Iierfider Haltung die ihnen zweckmäliig erscheinenden l'-olgermigen gezogen. Frankreichs Protest abgelehnt A n k a r a, li\ .W.ii. Wie aus Ik'irut gcmcklol winl, plnnt | der britische Oeneralkoiisiil in Heirul, der! trotz lies ;\bbruches der diploiUiUischLii ' ^ Hcziehungeii zwischen London nnd Vieliy i I bisher in Beirut geblieben war, seiae Ab'-' I reise nach Palästina. Lr ließ dem fran/.ii-I sischen Hohen Kommissar eine N )'e /ii-' gellen, worin der Protest, welchen der Miolie Kommissar Den!/. ge;',en liie englischen Angriffe auf syrische Flii-plät.^' .'tusgesprochcn hatte, zuriickgeu ie-on wird. ge und Krankenhäuser getroffen word'-'ii seien. Die l^ngländer nehmen keine Rücksicht auf internationale Abmaclmngcn und die primitivsten (les'el/e iler Menschlichkeit. .AiiJ^eluirige iles .SanitälsdirtT^tes seien mit Masctiineneev.ehren beschos,;en worden. Englaiidfeindiiclic KuntljiehunjEjen in Aleppo R o m, Hl. \\[\ . Wie .Agenzia Steiani ans Aleppo meldet, wurde der irakische ünterriclitsmini-ster bei seinem ICintreffeii von dv.r syri-chen Jiigend mit begei-^ierten .Sympathie-laind.'^etHingeii einplanten. Die Bevölkerung n-;hm an dii-^sen englandfeindllclr/'n DcnioiisMMlionen teil und ficvsie? dnmir ilie gleiche Haltung wie schon bei der Ahrt'ise von mehr : nach dem Irak. lOOi) Freiwüligi ERFOLGREICHE ANGRIFFE Rom, 19. .Wai. Agenzia Steiani meldet aus F-eirut, daß irakische Flugzeuge am Freitag einige englische Schiffe im Hafen von Hasra mit großem l:rfolg bombardiert haben. D a m a s k u s, 19. Mai. Ein ergänzender amtlicher Bericht aus zwischen Italien und Kroatien vor. Ita-'dem Irak vom Sonnabend meldet von der lien erhält das ganze Küstengebiet hin- Westfront, daf^ irakische Stoßtruppen auf ter Zara, einschlielilich Sibemco und Spa- feindliche Truppenabteilungen stießen, iato. Ferner erhält Italien alle bisherigen ilie Fie unter Schweien Verlusten in die jngoslawischen Inseln der dalmatinischen schlugen. Weiter wirt Küste, mit Ausnahme der Inseln BrazzO daß am 14. Mai in der (legem •ird bestätigt, ;end von Ihtla- und Eesina. die Kroatien verbleiben.' biza ein feindliches Flugzeug in Brand ge-Schlielilich erhält Italien die Bucht, von | i'ii-'t und vernichtet wurde. Die Angriffe Cattaro bis zur montenegrinischen (Iren-i der irakischen Lultwalte auf Cineklebraiie ze. Der Hafen von Susak neben Eiiinie 'Un lö. Mai hatten den Verlust von drf wird — mit einem gewissen Eandgebiet iHind herum — It\lien abgetreten. Neben den Inseln Brazzo und Ecslna verbleibt auch die Insel Pago Kroatien. - Ein weiterer Vertrag behandelt die feindlichen Flugzeugen durch .Abschui'^ zur Folge. Ferner wird die Vernichlung von fünf Flugzeugen am Boden bestätigt. Ein irakisches Flugzeug mußte hinter den eigenen Linien zu Boden gehen; die Be- rn i I i t ä r i s c h e 1! Abmachungen zwi-1 Satzung wurde gerettet. In der Nähe von sehen KrKiatien und Italien. Kroatien ver-1 Ri'tbali wurden leindliche Panzerwagen pflichtet sich danach, auf dem gesamten ni'd Bomben beworfen, die große Verluste DER IRAK-LUFTV^'AFFt: I verursachten. Die teiiullichen Luftangriffe' beschräiikien sich ;iui' Erkiindungsiiüge über dem Weichbi'd iK-r Hauptstadt. Es' wurden aucli ein;ge Homli -n abgeworfen, d'e jedoch keinen Schaden veru.-ve. htw-n.' Poli/ei'treitkialte iler ira-kischeii Witsieii-arniee verliiiuiei teil die Zusammenzielr.iiig ■ feindlicher Truppen. ' , Ruthah !n iraki-ehcn Händen C) e n f, IS. Mai. ; Die irakischen Zeitungen clementi: rcn, i wie die Agentur PFl aus Bagdad meldet, ; erneut die He>^etzung von Riitbah vlurch ■ die l''ngläiider. Sie fügen hinzu, dal'» die ; irak'sehe Flagge nach wie vor ülu-r den Befestigungen von Rutbah w:cht. Brllcn beschlef^cn SanilätseinrichJuii(?[en 1) a m a s k u s, 19. A\a:. Wie aus Beirut gemeldet wird, untcr-'reicht die irakische Abendpres.^-e vo'in l(i. und 17. Ma; den iM'otest der !rak-Reg' dien ril' l:^, ■-und lünisii'arbf /^ !Mi!\L'en zwisclien Sow:elun'(m U!id dem L'ak Fauz; K.'Ciki, de; i> dr:Sl-r"nsi'>i;no Frei-hc IsLä'npÜer A n k a r a, ''V De- nai''siinjn-'-'Clic Fr-:' i'a"/' K vk', der in ir r ■ '' ' ^ en h'ang eiiu - >' ■>! 1 | . • seiner Freiwilligeniorm, tion ;n 1er N.lii-(ler transjord: n (jron. e .a G.' lechtsberülr.nng mt lien l*ngl.-' uL rM n-K'ominen tinil ha. we' e \ -a- h Transjnrdaniea b s 'm d:^ i i A'i' man unlernonimen Kauki war wäh.'e'"d de- \\'.bkru > Offizier in der türki^chi^n \r n 'e. Pei h'ii Saai.i w r er lir trnk .'j:' 1er \ 'in. ch-de:n der lr;ik un.'ib'ir : gt word.n war, bcga.b K iuk; n.'di Ba'-'^'aJ ;"id ri > tctr im ''ak^sthen < k-iist La i lir ' 19.i(^ tauchte it mi P;'l'';.li ■ i a i; ' i iiberp'^hin d'e Fiih'";m:j g.'.-EjeP .\i! -Stande^ d'e t-ng'andjr. D ai'- - ner >ira(ei.n>;c'h n P' ■; !ning w i c " d kaigl'^'ideni so i ■, p •. poh 'i ' eine hohe de' " ••■i'e ■'■'f ' ''u a Ko'".' :'uss,'t/te. Nacli un 7 i>» ::!• v'id^r'.a;!' cls Palästin-i \i'ft:a;i,uies i'üui''le ; - muK dem Irak. Dort kb'e er "ai 1 b er sich iet.'t wieder a^r ■'ak'-'v.Ii-mi Ai'aiei' aktiv zur Verfiign'"g gc V''lt hat. ■®a £c:ef unö t>er5>miet cf ' i Pee Skitsstke H^iniähid in der Un^<« rsfieiermark Seife ?. »Marbtirger Zcltuiyg<.< 19. Mai 1041 Numiuür 112 General Tsolakoglu Oriecbenlands Ministerpräsident Griechenland hat in diesen Ta^^cn seinj Staatsform geändert. Aus dem Könip;reich CiriechenlaTid ist der Griechische Staat, •JUS dem »Basiliuni Hellas« die »Hellinike Politia« geworden. An der Spitze des neuen Griechenland steht als Ministerpräsident der frühere Oberkonimandieren-de der Bpirus-Armee, General Tsolakoglu. Der Heimat nach ist der heute 5f>jähri- Zcichming: (jcriill / Bilder und Studien; ge Tliessalier, von Beruf und Wesen Soldat. An allen Kriegen Griechenlands während der letzten drei Jahrzehnte hat er als aktiver Kämpfer teilgenommen. In sol-datiscliein Verantwortungsbewußtsein ist er Anfang Mai an die Spitze des Staates Kotreten, nachdem die für den Krieg vor-antwortlichen Politiker nach Kreta geflohen waren. Die von General Tsolakoglu geführte lipirus-Armee hat an der albanischen Front die Waffenehre Griechenlands in monatelangen, ha^^en Kämpfen gewahrt. Die Tapferkeit der griechischen Soldaten hat der Führer in seiner Reichstagsrede ausdrücklich anerkannt und durch ehrenvolle Entlassung der kriegsgel'angencn kriechen in ihre Hciinat gewürdigt. In den Kämpfen der Epirus-Armee hat sich nicht nur die Tapferkeit der Soldaten, sondern auch die Umsicht und das Verantwortungsbewußtsein des Komniandie-rcmk'n wohl bewährt. Als Staatsfilhrer steht General Tsola-koglu jetzt vor 'einer noch schwereren Aufgabe denn vf)rhcr als Heerführer. ^Fern von fremden und privaten Interessen, nur im Interesse des Volkes«, so heißt es in dem Aulruf des Ministerpräsidenten, »muß danach getrachtet werden, daß (iriechenland wieder lebt und daß dem Volke Arbeit und Friede gesichert wird.<,< Beseitigung der Kriegszerstörungen, Sorge für die entlassenen Soldaten, Wiederherstellung der Verkehrswege und Sieherung der Versorgung des Landes sind die ersten großen Probleme, die die Regierung Tsolakoglu zu lösen hat. Außenpolitisch bekennt sich die Rej^ierung Tsolakoglu zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Deutschland. Die Hel-linike Politia soll nach dem Willen Tso-lakoglus ein leUendiges Glied der neuen europäischen Ordnung sein, die unter i'ührung der Achsenmächte aulgebaut wird. Blaue lugens brausen durch die Luit MIT FLUGZEUOEN AUF DER JAOD NACH MINENSUCHBOOTEN PK. Der Tommy hatte vor seinem ten wir bei der Luftwaffe Erfolg. Die ...o 'Dunkelheit war schon hereingebrochen, als endlich der Kommandeur einer Flak abteilung einen Wagen zur Verfügung stellte. Das Prisenkommando war schnell in dem soliden dreiachsigen Hcntschel untergebracht und die letzte Etappe zum Ziel begann. »70 Kilometer, die schaffen wir glatt in zweieinhalb Stunden«, versicherte der Fahrer und man durfte es ihm glauben, nachdem man erfuhr, daß er im Zivilleben Fahrer eines Ferntransporters ■war. Rückzug aus Saloniki auch den kleinsten Seefahrzeugen Befehl gegeben, in südlichen Gewässern Griechenlands den Krieg abzuwarten. Das Personal der Mi-nensuchflotille, die für diesen Hafen vorgesehen war, fand daher nicht ein einziges für ihre Zwecke brauchbares Fahrzeug. Ehe ein geregelter Nachschub von Saloniki aus und dazu auch die Versorgung der einheimischen Bevölkerung durchgeführt werden konnte, mußte aber unter allen Umständen un-d schnell ein Wc-g durch den Golf von Saloniki von Minen freigemacht werden. Der Flottillenchef mußte also, so oder so Fahrzeuge aus anderen Häfen heranbringen. Eine weiter südlich gelegene Hafenstadt war am nächsten Tage gefallen und dort mußte man Fahrzeuge vorfinden. Es galt nur schnell dorthin zu gelangen. Ju 52 wurde freigemacht Der Landweg wäre auch mit dem Kraftwagen eine Angelegenheit von Tagen gewesen, Obschon die Luftwaffe weilgehend eingesetzt und kaum zu erhoffen war, daß auch nur eine Ju zur Verfügung stehen würde, unternahm der Flotillen-chef doch einen Vorstoß in dieser Richtung. Er hatte liie ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe richtig eingeschätzt, denn es wurde eine Ju 52 freigemacht, die das aus 30 Mann bestehende Prisenkommando durch die Luft auf 70 Kilometer an den Bestimmungsort heranbrachte. Innerhalb einer Stunde startete die Ju, brachte bei herrlichstem Wettfr 30 blaue Jungens weiter südlich, über das blaue Wasser des Golfs von Saloniki, am schneebedeckten OlyniP vorbei, auf den Feldllug-hafen in der Thessalischen Ebene, wo hunderte Flugzeuge aller Typen in ständigem Wechsel landeten, tankten, Hontben aufnahmen und wieder feindwärt-- starteten. »Wenn das nur gut geht<:', meinte ein »Lieber bei größtem Sturm auf See...« Wie hat er sich geirrt und wie vertrauensvoll haben wir den Zustand der griechischen Landstraßen beurteilt! Diese Straße war nicht allein schlecht, sie war auch tückisch, denn sie machte uns auf zwei Kilometer glatter Fahrbahn sorglos, bi'S uns das erste Schlagloch von einem Meter Breite und zwei Meter Länge fast das Rückgrat stauchte. Wir schlingerten in der Nacht mit unserem schweren Wagen meist in Schrittgeschwindigkeit durch die Gegend — »lieber bei größerem Sturm auf See, als auf diesem verfluchten Rest einer Straßek wetterte ein Seemann, als er wieder einmal mit dem Kopf gegen die Seitenwand des Wagens bumste. Sechs Stunden dauerte die Fahrt, 'es war eine Erlösung, als wir die glatte Straße einer größeren Stadt spürten. Sie j schien von allen Menschen verlassen, 24 I Stunden vorher war sie erst von den deut-j sehen Truppen besetzt worden. Wir fuh-j ren an haltenden Kolonnen vorbei, pas-jSierten einen Posten, der uns auf das wenige Meter weiter in der Fahrbahn gäh-_ nende Loch einer Fliegerbombe aufmerk-'sam machte. Es ging uns darum, in die Nähe des Hafens zu kommen. Mit eincnt kriegsmäßigen Signal fanden wir ihn. 24 Stunden später die ersten Fahrzeuge Wir hörten eine gewaltige Detonation und waren keine 500 Meter weitergefahren, als in unserem Scheinwerferlicht eine Reihe halbbekleideter und von Nässe triefender Menschen lautschreiend auftauchten. Ihrem wilden» von sinnlosen Arni'-und Handbewegungen begleiteten Gerede entnahmen wir schließlich, daß ihr Schiff in der Hafeneinfahrt von einer Mine zerrissen worden war. Es waren die Überlebenden dieser nächtlichen Tragödie. Wir konnten nichts anderes tun, als ihnen beruhigend zureden. Wir stiegen, an allen GHedern zerschlagen, aus unserem Wagen, gingen zum nahen Hafen und erkannten 'eine lange Reihe am Kai festgemachter Schiffe. >Das sind die Anfänge unsrer Mittelnieerflottillc« stellten wir fest. 24 Stunden nach dem Abflug aus Saloniki hatte das Prisenkommando der Kriegsmarine 200 Kilometer südlich die ersten Fahrzeuge für die Flottille in Dienst gestellt. Kriegsberichter J. V i d n a. U-Boote am Feind Bor 1 in, 17. iMui Wirvi<'l Zaliigkcil, Einsalzbcreilschall, Opfcrinul, Anstrengung und Können (iiiliinli'rslecivl, wenn U-Boole, wie kürzlich gemeldel wurde, einen stark ^csicliorleii (ieleilzug solunge verfolgen, bis 13 feindliclu' Handelsschiffe inil mehr als 7G.Ü(J!t) hrl zu den Irschen geschickt sind, kann man sich Seemann, als wir iiH Gleitflug dicht über'mir scliAvcr vorslellcn. So eng der die iuif dem Bndcn stehenden Maschinen fegten und nach einer Kurve rumpfcnrl aufsetzten. Der Seemann verzichtet nicht so leicht l's ging gut, eigentlich aber zu schnell lür die Optimisten, die annahmen, nun müßte das kleinere Stück des Weges doch nur ein -»Klacks« sein. Zwar hatt.' der Flottillenchcf von einem leicht aufzutreibenden LKW gesprochen, aber auch da machte der unter allen Umständen vorgehende Nachschub für die ständig im Vorgehen befindliche Front das Suchen nach einem Fahrzeug zu einer stundenlangen .Angelegenheit, zu einem Fußmarsch nach den verschiedensten Dienststellen in einer Stadl, die durch ein Erdbeben und durch den Krieg zum größten TeM zerstört war. Wir gingen aus einer Ruine in die andere, wo in einem halbwegs erhaltenem Raum der diensthabende Offizier uns immer wieder unsere Bitte abschlagen mußte. Aber der Seemann resigniert nicht so leicht. Wir suchten die Stellungen verschiedener Einheiten auf und wieder hat- Plalz im U-Bool selbst ist, so weil isl der Baum, in dem es kämpft. Srhon leilzügc fahren, werden dauernd ge-ßänderl, um den Gegner vor immer neue Aufgnhen zu stellen. Die Ab-wchrwaffen werden nach Kräften verstärkt. lü'sl am Sonntag wurde davon berichlel, daß eine U-Boot-Falle schwer beschädigl werden konnle. U-Bool-F'allen sind harmlos aussehende h'ahrzeuge, die aber slark l>eslückl sind und die das U-Bool, das sieh ihnen näherl, plötzlieh mit hefligem .\rlillerie-l'>uer ül)crl'allen. Bei »ler leichleii V<'4'wuiidJ)arkeil der« U-Boota ist die (jei'alir, die von solchen Fallen droht, besonders groß. Aber auch' die Zerstörer, durch bis Februar 193:J als praktischer Arzt täu'g. Er betätigte sich auch auf sjKirtärzllichem Gebiete und beim Deulschen Roten Kreuz. Dr. C'onti war es, der dcjn schwer-\'erwundetcn Horst Wessel als der Vertraute seiner geliebten Bewegung bis zum Tode zur Seile stand. MÜ dem Kampf um Berlin ist sein Name unlöslich verbunden. Sertritt zur SS; seil dem .30. ,Tanuar 1038 hat er den Bang eines SS-Brigadeführcrs. Als auf dem Parteitag 102t) der XSD-Aerztebund ins Leben gerufen wurde, nahm Dr. Conti an der Gründungsversamnilung teil und wurde Gauobmann für Berlin. Im Mai 1932 wurde Dr. Conti in den Preußischen Landtag gewählt. Nach der Machtübernahme wurde Dr. Conti vom Ministerpräsidenten Göriija als Kommissar z. b. V. in das Preußische Ministerium berufen. Er säuberte das Gesundheitswesen nnd die Krankenkassen Preußens von Judentum mid jnarxistischer Korruption und gestaltete 1033 die Sozialhygienische Akademie in Berlin zur Staatsmedizinischen Akademie um, zur späteren Akademie des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Am 15. Mai 1031 zum Gauamtsieiter des neugebildeten Hauptamtes für Volksgesundheil ernannt, wurde er 10;^> Sladtmedizinalrat der Reichs-hauplstudt Berlin. Als solcher leitete er u. a. den ärztiiehen und (iesund-heilvsdienst während der XI. Olympischen Spiele 103(). .\m 20. April 10,30 wurde Dr. (^onli Zinn Beichsgesundheilsführer und Leiter des Hauptamtes für Volksgesundheit, zum Leiter des NSD-Aerzlebun-des und zum Reichsärzleführer ernannt. Die Lanführung nahm der Stellvertreter des F'ührers, Rudolf Heß, am 22. April 1030 persönlich vor. August 1030 übernahm Dr. Conti als Staatssekretär im Reichsministerium des Innern die Abteilung Gesundheilswesen, öffentliche Wohlfahrt und das Veterinärwpsen. Dr. Conti bekleidet in der NSDAP zurzeit den Rang eines Oberbefehlsleiters. SiHti nMnri rechtzeitig und nicht erit in den letzten Tagten m. l'ode§fR(le. Im .Marburger Ciau-krnnkrnhnus verschied am Snin.on 28 Jahren. Die Lcic.lio wurde nnrh Negau überführt. Ferner ist am 17. d. der Bnhnschaffner i. R. Josof Klampfer gestorIxMi; die Beerdigung findet heute um l.S.3fl amFran-ziskancrfriedhof in PolHTseh statt. Herzkranke durch Diät geheilt Tagung der Kreifilaufforscher in Bad Nauheim jede Nahrungsaufnahme stellt an den Kreislauf schon beim gesunden Mensehen hohe Anforderungen. Schon eine halbe Stunde nach einer Mahlzeit ist eine Steigerung des Sauerstoffverbrauches und der Herztätigkeit festzustellen. Professor Grafe-WUrzburg hat nun langjährige Untersuchungen darüber angestellt, ob diese Funktionssteigerungen in jedem Fall wünschenswert sind. Bei Unterernährung kommt es zu einem starken Abfall des Kreislaufes und einem abnorm niedrigen Blutdruck. Das wirkt auf alle Organe ein und führt bereits in den Anfangsstadien zu Kopfschmerzen, Herzklopfen und Schwäche. Überernährung dagegen bringt dein Kreislauf erhöhte Lasten. Vor allem führt die Lebensweise der Luxus- und Vielesser zu Kreislaufechäden. Besonders stark wird der Kreislauf durch Eiweiß belastet. Von außerordentlich praktischer Bedeutung ist die Frage, ob Arterienverkalkung und Blutdrucksteigerung durch eine falsche Ernährung hervorgerufen werden können. Für die Arterienverkalkung ist das nicht nachzuweisen. Untersuchungen Über die Wirkung des animalischen Eiweißes (Fleischkost) sprechen nur zum Teil dafür^ daß durch Fleisch leichte Blutdrucksteigerungen ent-•stehen. Für die Entstehung der Arterienverkalkung dürfte def Genuß von Fleisch nicht besonders verantwortlich zu machen sein. Kohlehydrate (Kartoffeln, Brot, Erbsen) scheinen für die Entstehung von Herz- und Gefäßkrankheiten ohne Bedeutung zu sein. Sie verhalten sich völlig gleichgültig. In jüngster Zeit werden nun die Lipoide, das sind Fettstoffe, angj-schuldigt, der Arterienverkalkung Vorschub zu leisten. Sicher ist, daß sie fich im Blut ablagern. Ob sie aiber zur Verkalkung der Arterien führen, Ist noch ungewiß. Auch das gewohnheitsmäßige Trinken großer Flü^sigkeitsmengen, sofern sie nicht alkoholisch sind, scheint keine Veränderung am Herzen und am Gefäßsystem hervorzurufen, wenn der Mensch sonst gesund ist. Salz wird in weiten Kreisen als gefährlich angesehen. Es wird aber sicher zu Unrecht angeschuldigt, die Verkalkung zu fördern. Anders liegen die Verhältnisse, wenn der Kreislauf schon erkrankt ist. Bei Fettsucht wird das Herz besonders stark belastet. Falsch ist aber die Ansicht, daß Zuckerkranke meist an .Arteriosklerose sterben. Bei einer Massenuntersuchung stellte man nur bei 00% Zuckerkranken Verkalkung fest. Bei Gicht mm ,ti>ieses stUoM laud Der Dichter Max Meli über die Unter-Steiermark und ihre Menschen j In den Julitagen des Jahres 19HJ weilte Ma,\ Meli in Martiiirp, Pettau und Cillt, imi im Rahmen des Schwäbisch-deut-scitcii Kult". ... aus eißcnen Werken' zu lesen. Unser Schriitleiter hatte damals Gelegenheit den Dichter über seine Eindrücke zu befragen. Wir j^eben im folgenden diese Unterredung wieder; »Steirlscher SüdcMi, du weinlaubum-kränzter Garten der Schönheit, du son-nenbeglänzter, paradiesischer Hnnmels-strich«, singt weiland Ottokar Kernstock, ein Sohn dieses Lande?, geboren in Marburg an der Drau. Dichter und Schriftsteller wie Rudolf Hans Bartsch, Karl Bienenstein, Wolfang Burghauser, Bruno Ertler, Ludwig Mahnert, Julius Franz. Schütz und Margarete Weinhandl haben in begeisterten und hinreißenden Schilderungen die Schönheit dieses Landen de' Edelkastanien und Weinhllgel. das nun wiederum wie ernst dem Deutschen Reiche angehört, durchs ganze deutsche Sprachgebiet getragen. Wer kennt sie nicht, diese sonneiitrunkene, fruchtverheißende, blütenschwere Landschaft, diese mus'krilisch i£e?cliwinr''enen Hügel, an der Südseite Weinberge, an der Mrird-seite rauschender W.'dd. Und endlich ihr».' Kriinung am Fußi' -üdlicher Atncnkelten. inniitton der grünen Wi-in- und Hupfeii k'lilseligkeit des Sanntales, dort, wo die Sann tnit ihren klaren Wellen so tnancher Berg bemooster Trümmer grüßt«, auf die Sclineegipfel herabsehen: Cilli, von den Römern ah Hauptort von Noricum »Claudia Celeja« geheißen, im Mittelalter als der Sitz der mächtigsten Grafen Deutschlands »Cilley« genannt. * Es war am 10. Juli 1933. Eine Stimme flötete ins Telephon »Ich wollte Ihnen nur sagen, daß Max Meli heute abend Cilli verläßt. Wollen Sie ihn sprechen? Dann kommen Sie sofort ins Cafe ».Merkur«, wir werden zusammen essen.« — Das ist ein Aufruf! Man kennt Max Meils zarte Gedichte und die gotischen »Spiele«, die zu dem schönsten deutscher Dichtkunst zählen und tiefste Gläub'gkeit atmen, man kennt die Gelassenheit seiner Weltanschauung und den edlen Schliff seiner Sprache, man weiß, wie er allen Dingen mit der hingebungsvollen Phrfu^cht folgt die ein Teil seines Wesens ist. Man wird einem Freund gegenübertreten, den man licht kennt, den man noch nie gesehen hat... Dann stehe 'ch endlich dem sinnenfro hen und doch ein wenig tranrig-bedacht Samen Dichter der Innenschau gegenübe' und beobarhtv.' seine ruhifjen. vorsichtiger Bewegungen, sein schmales ble'ches Ge s'eht mit den ernsten dunV'en, ver'^onne nen Angen, Wie iung doch >t und wie ihirch|L^»'srhalft' Fine selten'' " ' btlieit liegt darin. r.s ist klar, was in einem Interview mit Max Meli zu fragen ist: im .Augenblick — ich betone noch einmal, die Begegnung erfolgte an einem Sommertag des Jahres 1933 — Marbtjrg an der Drau (Erinnerung und Wiedersehen mit seiner Vaterstadt), Eindrücke im südsteirischen Lande, Pläne für die Zukunft, Möglichkeiten eines Besuches bei den Volksgenossen in der Wojwodina, und vielleicht noch die Hauptsache: Literatur. Max Meli antwortet, wird warm, und es wird Plaudern daraus. »Schon lange«, so erzählt der Dichter, »war es mein Wunsch gewesen, meine Geburtsstadt an der Drau wiederzusehen. Ich habe deshalb den Vorschlag des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes, den deutschen Volksgenossen der Drauban-schaft Jugoslawiens einen Besuch abzustatten und dor+ zu lesen, mit viel Freud'' aufgenommen. So habeich Marburg, an dessen l.ehrerbildungsanstnlt nie'n Vater s'eben lahre wirkte und wo meine Mutter sehr, sehr glücklich wa.\ mit einem '^roßen andächtigen Schauer betreten den einer emnf'ndet, wenn er nach 46 Hhren 'n die S'adt 7''rl'"'Vkehrt. in der er -^eboren worden ist. Ich kann n'cht verhehlen. daß es für mich e'n fremder Eindruck war, in M^^Hiurg allc'n durch die Straßen zu gehen und keine deutsche .A II ^ c h r i f t 71' finden. Ich ver -tehe d'e F'nstelhing, die das diktiert ■Mcht f^an?. da 'ch es schöner f'nüe, wen^ 7wel Vö'ker, die ^it uralten Zeiten zu-•>:nmnu'n leben und einander unleugbar eines dem anderen manches verdanken, dies auch ruhig anerkennen. Ich hatte noch die Gepflogenheit von mehreren tschechoslowakischen deutschen Städten im Gedächtnis, wo Uberall zweisprachige .Aufschriften zu finden sind. So war es mir 'n .Marburg nicht ganz leicht, die Straße zu finden, in der das Haus steht, wo ich geboren wurde. Es war dies früher die Kaiserstraße 4, heute heißt sie Krekova uliea. Doch dieser Eindruck ist bald gewichen. Ich sah mich in Kürze sowohl menschlich als auch künstlerisch von den Angehörigen der deutschen Volksgruppe auf das liebenswürdigste begrüßt. Ein ' Autnausfhig im Drnutal bis Faal zeigte mir die hervorragenden landschaftlichen Schönheiten.« 1 »Welchen Eindruck hatten Sie in Pettau?« »Ich habe Pettau entzückend gefunden. Die liebenswürd'ge Gastfreundschaft eines itineen Ehepaares ermöglichte es mir auch, Neustift zu sehen, und ich habe aus den Verbindungen von Altrömi-schem und von Rokoko, von Stadt- und Landknltur In dieser Landschaft die entzückendsten Eindrücke empfangen,« »Und wie fanden Sie Cilli und den deutschen Menschen hier in die-'^er 5>tadt?« »Der erste Eindruck von Cilli ist, das lujß man wohl sagen, ein sehr stattl'cher. M[m hat durchaus nicht das Gefühl, in einer kleinen Stadt zu sein. In den Straßen 1 herrscht reges und auch auffallend deut- ScMc 6 iAlarburgcr ZeitunR« 10. Mal 1041 Nummer U2 -wieder kmmnt es leicht zur Vcrkijlkun.ij. Hi^r meide iiiaii jede Überernähruiiß, Nicotin und Alkohol. In seiner Zusammeii-fassung erklärte F^rofcssor Grate, daß bei einem gesunden Menschen die normale lirnährung kaum zu Schäden führen kann. Bei Stoffwechseikrankcn dagegen muß die Ernährung individuell abgestimmt werden. Die lirfalirungen der jüngsten Zeit haben gelehrt, daß bei eingeschränkter Ernährung Herzkrankheiten lange Zeit ertragen werden können. Im Hcß-Kranken-haus in Dresden wurden hierfür besonders viele Beweise gesammelt. Darüber berichtete Professor Grote-Dresden. Viele Störungen des Kreislaufes wurden üurcli Fasten und Rohkost aufgefangen. Bei hohem Blutdruck wirkte *;chon ein sechslä-gigcs Fasten mit Obstzufuhr sehr günstig. Beim Obstsaftfasten benrerktc man eine starke Ausscheidung schädlicher Stoffe. Es gibt keine auch noch so schwere Form der Herzerkrankung, die nicht durch Fasten, Diät und Rohkost günstig beeinflußt werden kann. Von tausend Herzkranken, die in den letzten zwei Jahren in Dresden behandelt wurden, konnten Uber achthundert allein mit dem Mittel der Diät gebesser werden. Fastenkuren können in jedem Alter, auch im Greis'enalter, noch durchgeführt werden. TURNEN UND SPORT Deutsche Fußballmeisterschaft Rapid-Wien Sieger der Gruppe IV. Im KntsdieiduniCJikaiii'pf der Ciruppc IV der deutschen Fußballmeisterschaft er-raiTii jiesteni Rapid-Wicu dm Pratcrsta-üion über die TSV 1860 Müiiohcii uiit J:0 (1:0) einen eiiideutigeii Sieg, der ihm die üruppeiiTiicistcrscliaft chrbraclitc. Ra-ptd war schon vor der Pause im Angriff gefährlicher, sodaß die Münchner sich die länjfste Zeit in der Abwelir befanden. Den Führurbgsitreffer enzielte Dworacek in der 29. Minute mit einem Bonibcn-schuß, dem das xweite Tor erst hi der 75. Mdnufte durch Kaspireik folgte. Der Schlußstaiid taff€ltag stand im Zeichen- recht guter Leistungen. Am erfolgreichsten war der Post SV, der die 4X10U Meter in 44.f^ und die lange 20X200 Meter-Staffel in 8:10.S gewann. Der TSV war über 4X400 Meter in 3:25.8 und über 3Xioo Meter in 8:04.4 sieg-reich, während bei den Franen der MTV über 4X100 Meter in 52.5 und über 10X100 Meter in 2:12 siegreich Wieb. ; Rund um Alt-Leipzig. Ilen Leipziger Großstaffel'lauf rund um die Stadt gewann der TSV 67 Leipzig in 7:38.8. Die Strecke betrug 3:2 Kilometer. : Die deutsche Rugbymeisterschaft gewann Elite Hannover mit einem 12:8-Sieg im Rückspiel gegen Siemens Berlin. Im ersten Treffen waren die Hannoveraner mit 11:3 siegreich geblieben. : Das zweite VorsetihiUruiidens.piel der deutschen Frauen-Hockeymeisterschaft gewann in Haniburg Knickers WüTzbatrgl gC};en tlarvestehuder mit 2:1. Das Fnd-^piei, das am 1. Juni ausgetragen wird, bestreiten also Würzburi;cr Kickers und WAC. : In der dänischen FuUbaiinieisterscbaft ist Frem-Kopeirhagen nicht niehr einzuholen und kann nun den Meistertiitel für sicli in Awruch Trehnwn. : An den deutsctien Stralienincister-scliaften werden sich auch drei dänische Radrennfahrer, und zwar Knud .lacobsen, Jörgen Wiborg nnd Pe^er Hamen bctci-IIkcu. : Das deutsclt-schwedisciio Fechtcr-treffen in Stockhohn begann am Wochenende mit dem Maamsdiaftsfechten auf Degen. Im Gesamtergebnis sieg-te Scliwe-'den mit 22:lü. : Behn Dresdner Großstaffeliauf «her 4.1 Kidomcter siegten die Läufer des DSC in 9:02.2 überlegen. : Luftwaffe — Kriegsmarine 1:1. Das große Wehrmaehtssportfest in der Reichshauptstadt erreichte seinen Höhepunkt mit dem Fußballspiel zwischen den Mannschaften der Kriegsmarine und der Luftwaffe, das ein 1:1-Unentschieden ergab. : Im Radrennen »Rund um das Wiener Rathaus« blieb der Münchncr Hörmann siegreich, indem er für die 62 km 1:34.34 benötigte. : Mit 11:1 ist der SV Donawitz den Rosenthalern im Punktekampf unterlegen. : Italiens FecWmeisterscliaften nahmen in Mailand ihren Anfang. Im Florett waren der Glympia-sieger (iandini und Marzi mit je 6 Siegen und 1 Niederlage am erfolgreichsten; ibeide weigerten sich jedoch, den Etitscheidiuiigsikaanpf aitszu-tragen. :Ferencvaros — ungarischer FttBball-meister. Die-Kämpfe um die ungarische Fußballmeisterschaft wurdten a^n Sonntag beendet. Ferencvaros schlug im letzten Spiel den Tabellenz weiten Ujpest mit 5:2 und gewatnn dannit endgültig den Titel. I : Das StraBenreiinon auf der Strecke Helsinki—Borjca nnd zurück brachte den Schweden einen durchschlagenden Er-fol-ff. Der WeltrekordiTKi'nn im Erssohnell-lairf Seyffarth war mit seinem Landsmann Heliberg weit entei'lt und wurde Spurtsieger. Preisikeit und Sauger belegten nach Sturz imd Defekt den sie-'benten und achten Platz. VOR DEM RICHTER * Das eigene Grab geschaufelt Polnischer Yikar läUt Volksdeutschen ■ morden Daß die Deutschenhetzc der polnischen Geistlichkeit im ehemaligen Polen sich bei Ausbruch des Krieges höchst verhängnisvoll ausgewirkt liat, fand hi einer Verhandlung des Sondcrgericlits Posen erneut ihre Bestiltigung. Wegen Mordes an Volksdeutschen standen sechs iPolen vor dem Richter, darunter der frühere 31 Jahre alte kathKJ'llsche Vikar Roman Ziclinski. Dieser hatte dafür gesorgt, daß eine Gruppe Volksdeutscher in Kurhcim, Kreis (jneseii, einer der bekannten und übe! berüchtigten Prozesse gemacht wurden. Auf seine Veranlassung wurden die Volksdeutschen einem »Verhör« unterworfen, in dem po'lnische »Zeugen« aussagten, die Deutschen hätten sich der Spionage schuldig gemacht. So wurde in diesem Verhör u. a. auch das abgedroschene Märchen von den Blinksignalen aufgetischt, die die Deutschen gegeben hätten. Das Ergebnis war, daß der Volksdeutsche Wiedemeyer erschossen wurde und sein eigenes Grab schaufeln mußte. Vor Gericht kam klar und eitideittig zu Tage, daß der ails Deutschenhasser bekannte Vikar Zielmski die treibende Kraft dieses Mordes an dem Wehrlosen war. Zielinski'wurde imit noch drei weiteren uimiittelibar an dieser Mordtat beteiligten Polen zAm Tode verurteiiJt. FrähfingSlifcht »Det se mit niinc 'Todrter vor der Tür stehn, will' ick noch über-sehn; 'det sc aber 'ne halbe Stunde mit 'ni Rücken an den Klingelknopp lehnen, dct, mei Heber Schmusikus, verbftt' ich mir!« Entgeltliche Mlttelhingen _ Dr. M. Bedianir', l'acharzt für innere KranklicKen, ordiniert wieder rcgelniä-ßßig Luthergussc II. 27.53 Hornhaut und Hühneraugen entfernt schmerzlos »Bata« Marburg. 1871 Bekanntmachuns der im ehemaligen Jugoslawien außerhalb der Untersteiermark liegenden Warenvorräte. Alle in der Untcrsteiermark ansässigen Firmen, die m den nunmehr zu Kroatien gehörenden Gebieten Jugoslawiens derzeit noch Warenvorräte (Roh- und Hilfsstoffe, Fertigwaren) lagerncj und diese nachweisbar vor dem 11. April d. J. bereits bezahlt haben, haben diese Vorräte nach Art, Menge, Preis und Lagerungsort SOFORT» längstens jedoch innerhalb der nächsten 8 Tage dem Chef der Zlvü-vcrwaltung in der Untersteiermark, Wirtschaftsberater, Marburg. Schillorstraße 12, II. Stock bekanntzugeben. 2663 Jhiili.L schcs Leben, Ja, und die Menschen hier? Ich habe unter den Angehörigen der dcut-.^chen Volksgruppe in den drei Städten Marburg, Pettau und Cilli die donkbar an-p;ciichmstcn Stunden verbracht. Ich glaube, sagen zu dürfen, daß ich derart wertvolle Mensche^i hier kennen gelernt habe, daß mir um das Kulturleben der Deutschen in Jugoslawien nicht bange sein kann.« »Haben Sie vielleicht Ernst GoW oder Dr. Heinrich Po tf) es c hii i g g, den Wegbahner und Weggenossen Hugo Wolfs, der jai auch ein Südsieirer war, persönlkh gelrannt?« >Emst Ooll nicht. Dodi seine Gedichte sind mir natürlich bekannt. Ich finde sie ganz wundervoll. Es ist eine echte lyrische und musikalische Begabung in ihnen und es ist sehr zu bedauern, daß es Göll nicht gegönnt war, sich künstlerisch zu betätigen. Sein Schioksal hat mich se4ir bewegt. Dr. Potposclinißg, den Freund Hugo Wolfs, habe ich woW in liebenswürdigster Erinnerun?^. Ich haix! semcn Tod sehr beklagt und es war mir ein besonders reizender Genuß hier in Cilli, als mir Herr Dr. Fritz Zan^^g^^crr auf seinem Weln-1x?rg die »?3 Bicbüsszcnen in Läniriler-fomi« vorstpieMe, die ich nicht kannte unJd in deneit Potpeschnigg sicirischcs Wesen er den Zalilungs-und W üieineikfhr ab^'cs« blossen worden, dft entlassen wurden. Sie tragen weiße Armlbmden, auf denen ihre Volkszugehörigkeit zu lesen ist. Vor uns am Wt»gc stehen einige Dutzend Pferdegespanne, hoch mit Möbeln ibeladen. »Wo ist Simowitsch?« ertönt es au« den Reihen der zum serbischen Wehrdienst gepreßten Heimkehrer. Sofort wird es auf den W'a:^n der Flücht^iiige lebendig. Ein lautes Palaver setzt ein. Fäuste werden gegen Bellgrad geballt. Auf die entlassenen Soldaten machen die Demonstrationen je-dwh wenig Eindruck. Sie wissen, daß die Sert>en das gleiche Ausmaß an Schuld tragen, wie die bestochene Ver-schwörercliqut\ Mag die serbische Erbitterung nun auch in vielen Fällen echt sein, hl jedem Falle kommt sie zu spät. Jjeogen sertvlscher Zefstönin^wtit. Vor uns auf dem sanft ansteigenden Hügel erhebt sich die Stadt in strahlender Maisonne. Aus der Entfernung kann man noch keine Spuren der BonÄardie-rung feststellen. Da die Wagenkolonnen den Flu6 blockierten, müssen wir die letzten Kilometer bis zur Save zu Fuß zurücklegen. Traurijg ragen die Trümmer der riesigen Hängebrü<Äie aus der Save hervor. Auf dfe ^ren^ngen haben sich die Serben verstanden. Vernichtung und Zerstörung ist aber auch das Einzige, was die l^iegsverbrecher zustande gebracht halben. Dutzende von gesprengten Brük-ken haben v^ir a«f unserer Fahrt durch die besetzten Gebiete sehen können. Offenbar haben sie in diesem Fach gründlichen Untericht bei den englischen Ge-heimaigenten genommen. Die Zerstörungen wurden so planlos durchgeführt, daß bei der Sprengung der Donaubrücke 200 setbische Soldaten ihr Leben ließen, die gerade im Au;genblick der Explosion auf einem Kahn unter der Brüdke hin-durchfuhren. Auf der Savebrücke wurden zwei Pferdeges(pa*in'e m'rt serbischen Bauern vernichtet. Wie Belgrad beaetzt wurde. Da die von den deutschen Pionieren erbaute Pontonbrücke geöffnet werden will es, daß an der gleichen Stelle, wie uns deutsche Soldaten erzählen, Hauptmann Klingcnberg den Fluß überquert hat und danach mit 9 Kradschützen gegen die Festung Belgrad vordrang, Tausende von Gefangenen machte und damit eine der kühnsten Taten des serbischen Feldzuges vollbrachte. Aufräuttiung^rbeiten in vollem Gange. Der erste Eindruck, den wir auf der anderen Seite gewinnen, ist: es herrscht Ordnung! Überall Plakate in deutsch und serbisch, Verordnungen, Verhaltumgsmaß-rqgeln und Befehle in knappem militärischem Stil. Auf den Plätzen und in den Hauptstraßen sind für die Aufräumungs-arb'eiten, die in vollem Gange sind, serbische Gefangene herangezogen worden. Die Wasser-, Elektrizitäts- und Gasleitungen werden bereits von Facharbeitern ausgebessert, sodaß in zahlreichen Bezirken wieder Licht brennt. Ebenfalls hat der Verkehr in den Hauptstraßen wieder eingesetzt, sodaß mehrere Straßenbahnlinien verkehren. NitflUrg^ftige deutsche Organisation. Im 'krassen Gegensatz zur Panik und Kopflosigkeit, die das Handeln dtT einstigen serbischen Regierung auszeichnete, steht die Arbeit der deutschen militärischen Stellen. Auf der Ortskommandantur wurden wir Zeugen mustergültiger deutscher Organisation. Vor dem Gebäude steht eine lange Kette von Auskunft- und Hilfesuchenden. In kurzer Zeit werden sie von den diensttuenden Offizieren abgefertigt. Dat>ei ist es bewunderungsw'ert, mit welchem Verständnis die deutschen Soldaten der fremden Not gegenübertreten. Deshalb ist es auch zu verstehen, daß die Bevöikerung die deutsche Ordnung begrüßt, nachdem tagelang Plünderer und Diebe eine gesegnete Zeit aus dem Durcheinander machten. Geplündert wurde vor dem Enscheinen der deutschen Truppen in unvorsteHbarem Maße. Bin ungarischer Journalist berichtete uns, daß Gendarmerie und Soldaten d-ie Plünderungen von Lebensmitctl- und Kleidergeschäften nk;ht untersagten mit der Bogründun-g, das ar-m'e Volk müsse doch auch seinen Nutzen haben(!). Die Plünderer wurden dadurch ermutigt und scheuten auch nicht in vielen Fällen davor zurück, die Besitzer von Juwelier- und Wertsachengeschäften zu ermorden. Von Recht und Ordnung war keine Rede mehr. Serbisches Gangsterunwesen. Wir wundern uns daher nicht, daß die meisten Geschäfte geschlossen haben. Selbst in Gegenden, in denen keine Bombe niederging, hatten die serbischen Gangster ihre Mitmensctwn ausgeplündert ... Wenn trotzdem keine Lebensmit- mußte, um Schiffe hirKlurchzulassen, ver-Melnot für die Bevölkerung eintrat, so versuchen wir mit einemi Boot über den Fluß danken das die Bewohner Belgrads nur zu gelangen. Wir haben Glück: Pioniere rudern uns mit einem schwankenden Boot dem Umstand, daß die deutschen Soldaten mit ordnender Hand eingriffen. Die fibeir >Ich gehe nur mit, wenn Du Sieger wirst.« Hans-Joachim antwortete: »Ich gewinne den 100 Meter-Lauf.« Am Start stand der schmächtige Junge zwischen den älteren Kameraden des Travemünder Turnvereins. Der Start. Schuß knallte und schon spritzte Jabs aus den Startlöchern. Nach dem ersten Drit. tel hatte ej- sich bereits bis zur Spitze vor« gekämpft, ging in Führung und durchriß als erster das Zielband. Leutnant Hans-Joachim Jabs wurde am 14. November 1917 in Lübeck als Sohn eines Inspektors geboren. Er besuchte das Johanneum seiner Vaterstadt und erlangte 1935 das Reifezeugnis. Am 4. Dezember des gleichen Jahres trat er bei der Luft, waffe ein, wurde am lö. Dezember 1937 zum Fähnrich befördert, erhielt seine Ausbildung als Flugzeugführer und wurde am 1. Juli I93S in ein Jagdgeschwader versetzt. Am 13, September wurde er zum Oberfähnrich und am 8. November 1938 zum Leutnant befördert. Kurz darauf wur. de er in ein Zerstörergeschwader versetzt. Nachdem er am 1. Mai 1939 Adjutant einer Zerstörergruppe geworden war, wurde er am 1. August 1940 zum Ober, leutnant befördert. Als der siebzehnte Strich an seiner A\e HO mit dem Haifischmaul gemacht wurde, erhielt er das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz für t^eine Einsatzfreudigkeit und seinen in allen Kämpfen bewiesenen Mut. Kriegsberichter W. K a h I e r t Sfite 8 »Marburger Zeitung« 19. Mai 19^ Nummer Iii ZUmfi. JlOH MtlM BURG-KINO Fernruf 22-10. Zwielicht l:in Ufa-Film mit R. Heidelberg, V. Staal, P. Wcgener, C. Rad-datz, Urs. Grabicy, Wil. Rose. Neue deutsche Wochenschau. Für Jugendliche nicht zugelassen! VORFÜHRUNGEN täglich um 16, 18.30 und 21 Uhr. — An Sonn-und Feiertagen 13.45, 16, 18.3^ und 21 Uhr. Kartenvorvcrkaut von 10—J2 Uhr und eine Stunde vor Beginn der ersten Voratclhnig. — ESPLANADE Fernruf 25-29. Über alles in der Weif b * Ein Karl Ritter,Film der UFA mit Paul Hartmann, Hannes Stilzer, Fritz Kampers, Oskar Sinia, Maria Bard, B. Orews, C. Löck, M. "von Dittmar. Neue deutsche Wochenschau. Für Jugendliche zugelassen! GÄRTNER'LEHRLING Reine clirliche wird aufgenommen. Ranner, BEDIENERIN Marburg. Dalmatiengasse 7. ^ür Stadtwohnun« gesucht ab 2749-8 1 'luni- Vorzustellen: Ing. Baliege. MclliiiRberK 1^- Gebrauchtes FAHRRAD zu kaufen gesucht. Anträge an Lubej, Baukanzlei. Mellin* gerstraüe 25 2672-3 BEAMTER perfekt in deutscher Sprache unü allen Kanzleiarbeiten, sucht entsprechende Stelle. Anträge unter »Sorgsam« an die Verw. 2747-7 SliUik Moderne 4- Ms e-Zliiiiiienvohnang mit Bad und Garten, cvent. Einfamilienhaus, dringend zu mieten gesucht. 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Mai in folgenden Räumen cntgef^engenoinmen: Ortsgruppcnliilirung Brunndorf (Gcni/?inde Brunndorf) Kirchplatz No 2 Zeit; 9—13 und 14- -19 Ortsgruppcnluhrung Freidegg (Gemeinden: Meilingberg,-Koschak, Freid^gg) Villn Miriin, Mcllingbcrg 71 " Zeit: 0—13 und 14—10 Orbgrupiu-nlülirwiig Freidegg (üemeindcn Walherg, M;detsehnig, St. Peter) St. Pefor, Sciiulgcbäude Zeit: 15—20 Ortsgruippenfülirung Gams (Gemeitideii: Garns, Roßbach) Garns 124 Zeit: 14—20 Ortsgruppenführung LeüerJ^i^erg "(Jecmclnden: Kartbchowin, Pütschgau, ünler-pofschgau) Villa Mirini, Mellingiberg 71 Zeit: 0—13 untl 14—19 ()rl^>gruppciiluhrung Marburg !, H, III und IV (Stadtgebiet linkes Drauufer) Sophicnpiatz (Reisebüro) Zeit: 9—13 und 14—19 (Jrtt^gruppi'nführung Marburg V und VI (Stadtgebiet rechtes Drauufer) Turnsaal der Volks- untl Bürgerschule, Magdalenengasse Zeit: 9—13 und 14-^19 Ortsgruppenführung Pobcrsch (Gemeinden: Poberseh, Zwettendorf) Turnsaal, Friedhofgasse Zeit: 9—13 und 14—19 Orisgrufpenführung Rotwein (Gemeinden: Oberrotwein, Unterrotwein) Geni'oindcamt Rotwein , Zeit: 9—13 und 14—19 Ortjigruppenfüiirung Thesen (Gemeinde Thesen) Pettauerstraße 33 Zeit: 15—20 2651 Kundmachuno FREIE UND FREIWERDENDE WOHNUNGEN UND LOKALE sowie Wöhningen, die infolge Flucht der Besitzer nicht benützt sind, sind dem Städtischen Wohnungsamt, Domplatz 11 schriftlich bekanntzugeben und sind die Hausbesitzer oder Hausverwalter für die strikte Einhaltung dieser Anordnung verantwortlich. Ebenso sind alle möblierten Zimmer, die sich zur Vermietung eignen, anzumelden. Vermietete Zimmer, die frei werden, sind unverzüglich bekanntzugeben. In keinem Falle darf eine Vermietung ohrn.» Wissen des Wolinungsamtes stattfinden und werden in Hinkunft Zuwiderhan-tlclnde strengstens bestraft. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg 265« Wohnungsamt. I. JÄGER Verordnung Ub«r d^n Arb^ltt^lntati In dtr Unt^rst^Urmark Um einen geregelten Arbeitseinsatz in der Untersteiern^ark sicherzustellen, ordne ich auf Grund der mir erteilten Ermächtigung an: § 1 1. ArbeitspUtjce dürfen nur mit Zustimmung des für die Arbeitsstätte zuständigen. Arbeitsamtes verlassen werden. 2. Arbeitskräfte dürfen nur mit Zustimmung des für die Arbeitsstätte zuständigen Arbeitsamtes entlassen werden. 3. Betriebe des Metallgewefbes, des Baugewerbes und des 'Verkehrsgewerbes dürfen Arbeitskräfte nur mit Zustimmung des für die Arbeitsstätte zuständigen Arbeitsamtes einstellen. 4. Wird ein Arbeitsverhältnis ohne Zustimmung des Arbeitsamtes gelöst, so i^t die Beendigung des Arbeitsverhältnisses rechtsunwirksani. Der Arbeiter oder Angestellte ist verpflichtet, auf seinen bisherigen Arbeitsplatz zurückzukehren; der Öetriebsführer kann ohne Zustimmung des Arbeitsamtes eine Fortsetzung des Ar-beitsverhältinsses nicht ablehnin. 5. Die Zustimmung kann unter Auflagen erfolgen. c2 Die vorstehenden Bestimmungen gelten sinngemäß für Familienangehörige, die in Betrieben von Ehegatten, Eltern, Voreltern oder Geschwistern regelmäßig mithelfen, auch wenn sie nicht als Arbeiter oder Angestellte beschäftigt sind. §3 1. Nicht in der Untersteiermark anssässigen Betriebsführern oder Beauftragten und anderen Stellen als den Arbeitsämtern ist jede mündliche, fernmündliche, schriftliche, durch Zeitungsanzeigen oder In anderer Form erfolgende Anwerbung, Vermittlung oder Verpflichtung von Arbeitskräften verboten. 2. Die in der Untersteiermark ansässigen B'etriebsführer sind verpflichtet, alle offenen Stellen dem für den Betrieb örtlich zuständigen Arbeitsamt zwecks Besetzung zu melden. §4 Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden nach Nr. 9 der Verordnung vom 14. 4 1041 bestraft. Marburg a. d. Drau, den 29. April UM-l. Uiherreithtr. Annahme-Untersuchung ¥M Freiwilligen der Weflen«SS In der Zeit vom 20. Mai 1941 bis 22. Mai 1941 finden an folgenden Orten An» nahme-Untcrsuchungen von Freiwilligen für die Waffen-SS statt: 20. V. 1941 14 Uhr in Marburg, Göthestraße 2, 21. V, 1941 9 Uhr in Pettau, Gcndarmerieposteii, 21. V. 1941 15 Uhr in Oberradkersburg, Gendarmerieposten, 22. V, 1941 9 Uhr in Unterdrauburg, Gendarmericposten, 22. V. 1941 15 Uhr in Cilli, Polizeidienststelle. Angenommen werden freiwillige Volksdeutsche der Jahrgänge 1911 bis 1924 mit und ohne Dienstzeitveppfjichtung. Mindestgröße 170 cm. SS-Ergänzungsstelle Alpenland XVtll. Nebenstelle MARBURG, 2732 Fabriksstraße 17 (Fernruf 2665). Bekamrinachang der Im ehcmati0cn Jugosliwlcfl außerhalb der Untersteiermark lie-,..gendeh Wai^vprräte. Alle in der Untet^teiermark ansässigen Firnien, die in den von Italien besetzten Gebieten des ehemaligen Jugoslawien derzeit noch Warenvorräte (Roh- und Hilfsstoffe, Fertigwaren) lagernd und diese nachwelslwr vor dem 11. April d. J, bereits bezahlt haben, haben diese Vorräte nach Art, Menge, Preis und Lagerungsort sofort, längstens jedoch innerhalb der nächsten 8 Tage dem Chef der Zivil-vcrwaltung In der Untersteiermark, Wirtschaftsberater, Marburg, • ' ScWleustfaße 12, II. Stock, bekanntTnigeben. , 26fi2 Uau^bchrU'Ucilcr Aiitou Gersciiackj SLciivcrU'cLcuUcr HuüpUchrilliciLcr UUu kavpcr — Druck dci* ^M^irburgcr Druckci'ci'* f