Laibacher Zeitung. .M »» Hamftag am R. Mai «8H» Dle „Laibacher Heit>ma" erscheint mit Ausnahw, der Smm? »nt» Fciertage, tägllch, ,«n" lostet sammt dcn Vnlngen mlptoir ganzjähriq ll ft., halbjährig l» fi.^0 kr, mil .streuzbano l»,«mnvtoir ganzjährig 12 st.. Halbjahr!., <» st. ssiir die^ Zustellunq in's Hau« »,id linlbjähriq »» si,^>,sh! ^ii enlrichi.,. Mil oei P^tt vl'rto srei aa» < i ^ hvia u»' rme 3l'nll»li-.. '»r ^reim.lliqc 5 !r. . n,l i M.,! mw ^0 lr. siü 1 il»la> einzuschallen, ^>l dinV» <^, l'iilnc» ist nn'ch dcm „,'il"'is,'>ischc» Gcscfte vmn <». '.'lovlüil'fv I, I. sin- 7»»!!il!0N?ftlN!ll'fl" n»ch 10 lr. sur ,i„s jldeSiü.lli^r <»in,^'>ill!inq !'!!!er Promes' senabnehluer, von dem eigentlichen Rechte, welches er sich dnrch Zahlnng des Preises erworben hal, seinen klaren Begriff hat, und wenn dann vollends der andere Hhell, der Verkänser, diese Unkenntiuß benu^end, ble vorhandene ll!,sl^nlu>!» ii'id ^.nli^iiug selnerseite. noch erhöhet. In ^rankfnrt und in deil Nachbarstadten hat dieses letztere Promessengeschäft, namentlich seit den Staats-Lotterie-Anlehen von Bade« uud Chur-hessen <><> 184.i, anf eine unglaubliche Weise übcrhand genommen, und es haben sich verschiedene Handlungsfirmen anfgethan, deren Geschäfte sich auf den Vertrieb solcher Promessen beschränken. Von Bankhäusern, wie sich diese Firmen nennen, haben sie nichts als den Namen, denn in der Regel fehlt «hnen aller Fond und dem mit ihnen in Verkehr Tretenden bieten sie keinerlei Garantie, wahrend an der Börse die Bescheinigung über em eingegangenes Promessenge-schäst in einem einfachen Schluftzettel besteht, geben jene Promessenverkäufer ihren Abnehmern bunt ausgeschmückte und schön lithographlrtc Scheine unter den klingenden Bezeichnungen: „l/ertiftcatc", „Obli-gatloneu", „Actien" :c., und diese Scheine , da sie ofc glänzender als die wirklichen Original-Vose ans-gcstattec sind, verfemten den Unkundigen m den Glauben, daß sie schon an sich etwas Werthvollee. seyen; ansierdcm dient der Inhalt dieser Scheine, in welchem der Verkäufer oao Maß feiner eigenen Verpflichtungen uud der Berechtiguug seiues Abnehmers auf ein Minimum zu rednciren versteht, andererseits durch Aufführung aller der Vortheile, welche d« Origmal-^ose dem Inhaber bieten können, sow,c durch eine schmähliche Vermenguug der Begriffe „ Original-^,os" nnd „Promesse," das gewinnsüchtige und deßhalb entselM) lelchtglänbige Pnblicum anreizt Dieser Inhalt dcr Scheine dient nur dazn, den Irrthum der Käufer z» steigern, und ihuen einen uu-richtigen Begriff von den, Werthe der Ware zu geben. In den lneisten deutschen Bundesstaaten ist dap Promessenspiel wegen der Gefahr, welche der Spieler länft, durchaus verboten, und verschiedene '.lie-gierungen, wie ;. B. die großherzogl. badische uud kön. Württemberg'sche, haben außerdem noch ihre Unterthanen wiederholt vor Bctheiliguug bci den ans hiesigcm Playe, wo das Ausgeben von Promcssen an und für sich crlanbt ist, und in den Nachbarstadten stattfindenden Promessenansgaben anf das Eindringlichste gewarnt. Vielleicht noch mehr aber als dnrch diese Warnnngen ist lm südwestlichen Deutschland das Pnblikum dnrch die traurigen Erfolge des Promessenspiels klüger geworden. Die Promessenver-känfer haben sich daher, um das eingebüßte Terrain wieder zu gewinnen, mehr nach der Ferne gewandt und auch namentlich in Belgien, der Schweiz, in Ober-Italien nnd vor Allem in Oesterreich sehr bereitwillige Abnehmer für ihre Ware gefunden. Dnrch diesen Absal) nach entfernteren Gegenden wird aber den Promessenverkäufern ihr saf;,en, ein gewisser Iuliust Schottenfels aus Rüsseleheim, grosiherzogl. Bandes-gerichts Großgerau, besondere arg getrieben. Er com-binirte im Jahre 1ft4!< Promessen über Lose verschiedener Anlehen, zu einer Art Classen-Lotterie und emittirte, als fiugirte „Actien-Administration", zn horrenden Preisen dazu sog. „Attien," welche m der That nnr triegerische Promessen waren. Im Anfange des I. Itt-'ltt veranstaltete SchrttenfelS ferner aus den (von ihm dafür geliebenen^ Namen emev Frankfurter Spezereikrälners Louis Krumbholz, welcher aber im Auslande natürlich als Ehef eines Banquier-hanses fignriren mußte, eine ähnliche s. g. Actien-Vertheilnng in noch viel großartigerem Maßstabe. Den größten Absatz fand dieser Mensch mit seinen Actien in verschiedenen Kronlandern Oesterreichs. Da aber diese Unternehnnmgen im Frühjahre znr Kenntniß der Behörden gelangten, so wurde wegen ihres offenbar betr»egerischen Charakters' gegen Schottenfels eine t5rilmiial:U!itersuchung eingeleitet, welche wegen Ausdehnung der Sache noch jeßt nicht been-digt ist. Als sie vor einigen Wochen nach Eingang der requirirten auswärtigen Vernehmungen wieder in Angriff genommen wurden, um ihrem Schlüsse zugeführt zu werden, wurde auch bekannt, daß unter Betheiligung des Iulins Schottenfels, welcher sehr bald aus der Untersuchungshaft emlasseu worden war, in den leftten Monaten ein ganz ähnliches Promes« sengeHhast, w«e die mcriminirten, gleichfalls unter einer falschen Firma ,1, Offenbach geführt werde, die großherzogl. BeHorden m Offenbach haben darauf in dem Gcschaftslocale der Handlung Schottenfels ^ Maie», Bücher nnd Papiere in Beschlag genommen. Unter den bei dieser Gelegenheit mit Beschlag belegten Papieren fanden sich namentlich viele der bekannten Lotterie-Promessen vor. Sieht man zunächst von dem änßern Anschcn der Scheine ganz ab, und sucht nnr dasjenige zn erforschen, was der Ausgeber selbst ansgesprochen hat, so muß man sich wohl an die anf dcr rechten Hälfte der Mckscitc des Scheines gedrncktc Bekanntmachnng halten und sich durch ihre Worte leiten lassen. In dieser Bekanntmachung erklärt I. 'Rothschild Sohn ,n Offenbach, daß bei ihm sechs verschiedene, von chm aufgeführte StaalS-Lotterie-Anlcheuolose zu beziehen seyen, so wie daß er, um eine vortheilhafte Betheiligung an diesen An^ lehen zu ermöglichen, und die Anschaffung der betreffenden Effecten zu erleichtern, die Eimichtnug getroffen habe, daß b« Zahlung m mehreren aufeinander folgenden Terminen geleistet werden sonne und demnach die Betheiligten, von der ersten Einzah-lnng an, an den laufenden Ziehungen Theil nehmen. „Zn diesem Zwecke seyen Billets ausgestellt, Wgen welche bestimmte Emlageu zu geschehen hatten; »ach vollständiger Ableistnng sämmtlicher Einlagen »m-deu die Beche,l,gten d,c Anlehenslose erhalten; sollten aber im Lanse der Emzahluugen auf ,enc durch term«-weise Zahlnng zu beziehenden Anlehenslose Gewmm' fallen, so würden dieselben vier Wochen nach de» Gewlnnzlehnng von Rothschild ausbezahlt- Das ro« Rothschild offerirte Geschäft bestände also nach dieser Bekanntmachnng dann, daß er gegen d,c termmweise zu leistende Zahlnng die verschiedenen Anlehenslose zn liefern verspricht uud zugleich den Kontrahenten den möglicherweise auf eines dcr z" l'.">,>'><>,»den Lose fallen den Gewmn bereite zusicherl Ueber die Preise, welche ^l>chsch,lo dafür von seme» Abuehmmi verlangt, und über d»e Termme 422 der Einzahlung ist in der Bekanntmachung selbst nichts angegeben, sondern findet sich darüber das Nähere in der unter jener Bekanntmachung aufgeführten sogenannten „Bilanz." Darnach verlangt Rothschild für die offerirten Anlehenslose in fünfzehn Einzahlungen 377^ Gulden. Um zu dieser Zahl zu gelangen, führt er die kleinsten Gewinne auf, welche iu den Zihungeu der betreffenden Aulehen zu erreichen sind, und smmnirt dieselben. Diese Nebeneinander-seßuug und Ausgleichung der Summe dieser Gewiune auf der einen Seite, und der Summe der verlangten Einzahlungen auf der anderen Seite, ist etwas rein Willkürliches, von Rothschild Beliebtes uud hat nicht die geriugste iuuere Beziehuug; was auf die liuke Seite der Bilanz geHort hatte, wäre der Curswerth der betreffenden Lose gewesen uud die alleufalls vou Rothschild zur Sicherung gegen etwaiges Steigen der Culse in Anschlag zu bringende Prämie; diese Prämie hätte jedoch nicht sehr hoch seyn können, da Rothschild vor Schaden schon dadurch gesichert erscheint, daß er nur bei Ableistuug sämmtlicher Einzahlungen verpflichtet wird, unbeendigte Einzahlungen ihm aber, ohne ihn zn verpflichten, verfallen waren. Nimmt man nuu das Frankfurter Cursblatt vom 2. Juni 183t (der 1. Iuui war ein Sonntag) zur Hand, so findet man, daß sämmtliche von Noth-schild offerirte Effecten an jenem Tage für die Summe von circa 273 st. auf der hiesigen Börse zn kaufen . gewesen wären, und Rothschild verlangt sonach, obschou er bereits, wie erwähnt, sonst gesichert ist, über 100 st. oder 37"y mehr als der CurS-Preis. Wenn mau also auch wirklich den Worten der „Bekanntmachuug" traue,,, und das darin angebotene Geschäft für in Wirklichkeit beabsichtiget halten wollte, so ergäbe sich dennoch eine im höchsten Grade unbillige und sogar uu-redliche Uebervortheilung der Interessenten, und der Versicherung Rothschild's, daß er die Anschaffuug der betriffeudelv Effecten erleichtern wolle, ist nichts weniger, als entsprochen. Faßt man aber die Art und Weise, wie die Einzahlungen in dem Plane des Rothschild festgesetzt find, näher in's Auge, so wird man finden müssen, daß nicht einmal jenes, dem Unternehmen einen übermäßigen Gewinn sicherndes Geschäft im Ernste bezweckt wird, daß dieses vielmehr nur dazu dienen soll, cin anderes, noch viel schlimmeres zu verdecken und zu bemänteln. Nach der Bilanz sind nämlich im Ganzen binnen Jahresfrist die 377'^ st. in 9 Raten zu bezahlen, u. z. in 8 zn je 13 st. eine jede, und in einer Schlußzahluug zu 237', st.; in dem Betrage dieser Schlußzahlung, welche mehr als das Doppelte aller acht vorhergehenden Ratenzahlungen zusammengenommen ausmacht, muß man nothwendig das directs Gegentheil der angeblich zu erleichternden Anschaffung der Staatslose erblicken, und es bedarf gewiß keines weitern Beweises für die Ansicht, daß Rothschild die Schlußzahlung nicht erwartet,ja sogar das Erfolgen derselben, wie das Eintreten seiner Verbindlichkeiten möglichst zu hiuterlreibeu sucht. Fällt aber diese Schlußzahlung uud damit für Nothschild die Verpflichtuug, die StaatSlose wirklich zu liefern, hinweg, so bleibt den Betheiligten nach den Worten des Planes für ihre gemachteu Einzahlungen nur „der Antheil an den laufenden Ziehungen der betreffenden Anlchen;" es ist dieß natürlich nur eine euphemistische Redeweise, uud weun man dem Dinge fest in's Auge schaut, wird man unter der Maske die verpönten Promessen entdecken. Auf d«r linken Hälfte der Rückseite der Scheme nämlich sind den 8 ersten Einzahlungsterminen entsprechend, 8 verschiedene Ziehungen der Etaatslotterie-„Anlehen" angegebn, au welchen die Einleger bethei-l.gt seyn sollen. So erwirbt sich der Einleger durch die erste Emzahlung der 1« st. ^e Betheiliguug an der 27. Ziehung des badischen Anlehens vom Jahre 1843; durch die zwe.te E.nzahlung die Bethe.l.guug an der 28. Ziehung d«e,es Anlehens und der 13. Ziehung des churyessischen Anlehens von 184ü «.s.». <^t anderen Worten. Rothschild gibt Promessen zu den m dem Plane angegebenen Ziehungen der Lotterie-Aulchen zu dem gleichmaßigen Preise von 13 st. Dagegen, daß Rothschild für Promessen der verschiedensten Anlchen «inen gleichmaßigen Preis angesetzt, läßt sich von Vorne, herein und an sich nichts emwendeu, da es ja nach einer Combination der annähernde Durchschnittspreis der verschiedenen Promessen seyn könnte. Znnächst also ist der eigentliche Werth der verschiedenen Promessen zu berechnen und dann mit diesen Preisen die von Rothschild angesemen von je 13 st. zu vergleiche». Um deu eigentlichen mathematischen Werth einer Promesse zu fiudeu, braucht mannurdcuTurchschnitts-gewiuu, der bei der betreffenden Ziehung auf das einzelne herauskommeude Los fallt, durch diejenige Zahl vou Losen, auf welche im Durchschnitte Eine Nummer herauskommt, zu dividiren, oder aber jenen Durch-schuittsgewinn mit dem das Verhältniß der herauskommenden zu deu liegen bleibenden Nummeru darstellenden Bruche zu multiplicireu. Auf diese Welse kommt man für die von Nothschild verausgabten Promessen zu folgendem Resultate: Erste Einzahlung: eine Promesse zur 27. Ziehung der badischen 33 st. Lose ist circa 29 kr. werth. Zweite Einzahlung: eine zur 2«. Ziehuug der badischen 33 st. und zur 13. der churhessischen 40 Thaler Lose, die erste 12 kr. und die andere 38 kr. Dritte Einzahlung : eine Promesse zur 14. Ziehung der nassauischen 23 st. Lose — 36 kr. Vierte Einzahlung: eine zur 17. Ziehung der hessischen 23 st. Lose — 1 st. Fünfte Einzahlung: eiue zur 29. Ziehung der ba-discheu 33 st. Lose — 29 kr. Sechste Einzahlung: eine zur 30. Ziehung der badischen 33 st. Lose uud eiue zur 14. Ziehung der chur-hessischen 4« Thlr.Lose, die erste 12, die andere 33 kr. Siebente Einzahlung: eine Promesse zur 21. Ziehung der hessischen 30 st. Lose — 2 st. 13 kr. und Achte Einzahlung: eine zur Ili. Ziehung der ba-dischen 30 st. Lose ^ 1 st. 4 kr. Der Börsenpreis der angeführten Promessen ist selbstverständlich bedeuteud höher, als der mathematische Werth derselbe»; doch steht cr uoch immer zur Aussicht wenigstens in einigem Verhältniß. Der Preis von 13 st. dagegen, wie ihn Rothschild festgeseyt, steht dagegen außer allem Verhältnisse; daß etwas, was einen reclen Werth von 7 si. 3 rikanische Generalconsul, Herr Payne, nach einer monatlichen Krankheit am 9. d. M. gestorben. — Aus Iudien erhalten wir einige Berichte über den bevorstehenden Feldzug gegen die Birmanen. Die Briefe auS Bombay reichen bis zum 3. April, ans Calcutta bis zum 26. März. Am 23. hatte das leytt Erpeditionscorps Calcutta verlassen und die Truppen von Madras hatten sich auf die Flotte am 27. und 29. eingeschifft, um sich am 4. oder 3. April bei Maulmain zn couceutriren. Die Verzögerung ist dem Commandanten Godwin zuzuschreibeu, welcher vorgeschlageu hatte, den Feldzug nicht vor October zn unternehmen, um dann mit größerer Energie zu Werke zn gehen. Dem Hofe von Ava wurde eine Frist bis 3. April zu friedlichen Ausgleichungen eingeräumt, wenn diese leftte Frist uicht angenommen wird, so schreiten die Engländer zum Angriff. Die indische Finauzverwaltnng verlangt jeNt 4 LakhS täglich als Kriegsentschädigung von den Birmanen, welche sich zur Vertheidigung rüsten und keinen Verhandlungen Gehör geben wollen. Man sagt, sie hätten einen Theil der Stadt Martaban verbrannt, um einmal den oft sich erneuernden Feuersbrünsten ein Ende zu machen, da dle Häuser aus Holz waren. ^ Wenn es den Engländern nicht gelingt, bis Ende Mai die Bir,na„en zu besiegen, so werden sie sich im Juni zurückziehen müssen, da die Regenzeit eintritt, und im October würdeu die Angriffe von Neuem anfangen. Die Bewohner von Eusufzaie griffen die Truppen s!200 Mann) unter Befehl Campbells an, welche aus Puschawur sich zurückgezogen hatten; sie wurden jedoch uach einem dreistündigen Gefechte besiegt. — Aus dem Nizam liest man von vielen Raubmorden, welche dort begangen wurden. — Der Armeecommandant von Bombay, Auchmnty, hat auf seinen Posten verzichtet, der General Stavely wurde zu seinem Nachfolger ernannt. — Die indischen Ionr-nale sprechen von Unordnungen, welche in der Verwaltung vou Voroda herrschen ; mau sagt, Lord Falkland werde wegen seiner schlechten Regierungsweise von seinM Posten abberufen, um das Gouvernement von Boroda dem Sir Georg Clerk oder Sir Georg Anderson anzuvertrauen. - Man liest von schrecklichen Stürmen, die unlängst auf dem indischen Meere und auf dein Lande herrschten. - Der Criminalhof von Bombay hat vom 1«. bis 23. März drei TodcS-Ur-thcile ausgesprochen, worunter gegeu ein Mädchen, welches cin fünfjähriges Kind erdrosselte, um ihm einen Halsschmuck zn stehlen. AuS Venedig erfahren wir, daß am 27. gegen « Uhr Abends die russischen Großfürsten Nico-laus uud Michael uach Bologua abgereist sind. Turin, 26. Aprll. .. ^-.. Heute habe ich Ihnen über ein trauri« ges Ereigniß zn berichten. Knrz vor 12 Uhr Mit> tags erplodirte ein Pulver-Magazin in der söge-nauuten Pallonefabrik in der Vorstadt Dora. Die Erplcsion war fürchterlich uud die ganze Stadt wurde dadurch erschüttert. Die Bevölkerung jeneS Stadttheiles, welcher der Vorstadt Dora näher ist, war in wenigen Augenblicken in den andern Theil übersiedelt. Man sah Weiber und Kinder weinend fliehen, uud in den Feldern Lebenssicherheit suchend; die Lüden wurden gesperrt, die Trommeln schlugen, die Glocken länteten. In der ganzen Stadt war ein Jammer- 428 geschrei. Die ersten, welche zur Unglücksstätte eil. ten. waren der Herzog von Genua und die Minister des Krieges, des Innern nnd der öffentlichen Arbeiten. Zum Glucke hatte das Feuer in das Hauptmagazin nicht eindringen können, wo die größte Menge Pulver sehr gut verwahrt ist. Diesen Augenblick brennen noch einige Hänser, die Feuersbrunst scheint jedoch in Abnahme. Alle Wägen dcr Stadt, die man nur finden konnte, wurden auf Befehl der Negierung re-quirirt. Der König ist aus Moncalieri angelangt. Die Deputirtenkammer versammelte sich für einige Augenblicke, und ging gleich auseinander. Für heute Abends bleiben alle Theater geschlossen. Es ist nicht möglich, jetzt den Schaden zu erfahren, gewiß ist eS jedoch, daß viele Todte und Verwundete ins Spital von h. Moritz und Lazarus gebracht wurden. — Gestern Abends 6 Uhr fand daS feierliche Begräbnis, des verstorbenen Kammerpräsidenten, Commandeur Peter Dionis Pinelli Statt. Alle religiösen Körperschaften und das Domcapitcl gingen voran, die Senatoren, die Deputirten. die Minister, die Staats-rathe, daS Municipium, die Professoren der Universität, die Advocaten, die Stabsofficiere und mehrere ansehnliche Bürger folgten dem Sarge. Die Nationalgarde und die königlichen Truppen waren auch ausgerückt. Oesterreich Vttien, 2!>. April. Die k. k. Kriegsschule, dereu Organisation Ee. Maj. der Kaiser bereits genehmigt, wird am 1. November l. I. in's Leben treten. Sie hat die Bestimmung, Offiziere aller Waffen, für höhere Chargen, vorzugsweise aber für den Generalstab und für die höhere Adjutautur her-anznbildcn. Offiziere werden nach wenigstens 2jähriger vorzüglicher Dienstleistung bei der Truppe als Offiziere, und wenn sie das 2«. Jahr nicht überschritten haben, aus ihr Ansnchen nnd nach entsprechend abgelegter Prüfung in die Kriegsschule aufgenommen. Dieser höchste aller militärischen BildnngsAnstalten wird in Wien etablirt nnd ist unmittelbar dem Armee-Ober-commando untergeordnet. Der Lehrcnrs zerfällt iu zwei Jahrgänge. Die Freqnentanten müssen den Truppendienst bei jenen Waffengattungen üben, in welchen sie nicht gedient haben. Zn diesem Behuf, werden sie vom Armee-Obercommando in die verschiedenen in Wien garnisonirenden Truppenkörper eingetheilt, um mit denselben alle Uebungen mitzumachen, nnd zwar in jedem Jahre bei einer andern Waffe. Die Kriegsschule stcht uuter einem Director, der ein General oder Oberst des Generalstabes ist. Die Anzahl dcr Schüler hat in beiden Jahrgängen zusammen 30 nicht zu überschreiten. — Zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers von Nußland, Höchstdessen Ankunft am 8. Mai d. I. hier erfolgen dürfte, wird am !>. oder IN. Mai eine große Parade auf dem Ererzierplatze am Glacis vor dem FranzenSthore Statt finden, wozu nachstehende Truppen werden beigezogen werden: daS 1l. Jäger-Bataillon. Prinz Emil Infanterie, das 2. Bataillon des 1. Banal Grünz-RegimentS, Iäger-Lehr-Division von Brück an der Leitha. 2 Bataillone Pionniere, Noßbach Inf., 7- Jäger-Bataillon, 2. Bataillon vom N. Gränz-Negiment, das 2. Lehr-Aataillon, Constantin Inf., Warschau Inf., die Grenadier-Bataillone Schröder, Lindner und Müralt, die Garde-Genso'armerie, Schwarzenberg nnd Erzherzog Carl Uhlanen, König Ca" ?""M" und Graf Wallmoden Cürassiere, die A "'^ehr-Dlvisiou, ein combinirtes Artillcrie- ^W'" Batterien, die 9. Sanitäts-Compagnie. «e der gestrig«. „Lloyd" meldet, wurde vorgestern eme fthr achtre ^ Kation hi,sig,r I«du-str.eller von ^r. Ercellenz dem Herrn Finanzminister empfangen und erh.elt von demselben die bernhigende Zusicherung, daß eS mcht der Wille der Finanzverwaltung sey, die Escompte reeler GeschaftSrrechsel in der Nationalbauk zu beschranken. ^- Aus Ungarn treffen fortwährend viele Adelige hier ein, - so wird der „Neuen Zeit" aus Wien geschrieben — da kaum mehr ein Zweifel darüber berrschen kann, daß eben jeyl daS künftige Schicksal Ungarns defiuittv entschieden wird- Die Berufuug es Herrn Erzherzogs - Gouverneurs vou Ungarn, so wie des Freiherrn v. Jellachich zu den gegenwärtig im Ministerium des Innern stattfindenden organisatorischen Berathungen motiviren hinlänglich die Spannung, mit welcher man das Resultat dieser Berathungen erwartet. Das Ergebniß derselben wird unverzüglich dem Rcichsrathe zur Begutachtung vorgelegt werden, und man hofft, daß die darauf Bezug habende» allerhöchsteu Patente in einer verhältnißmäßig kurzen Zeit veröffentlicht und in Wirksamkeit treten werden, womit dann wohl anch in allen Provinzen die normalen Zustände eintreten dürften. — Nächstens soll eine Verordnung erscheinen, welche das EUenmaß der Webewaren regelt und bestimmt, daß ein jedes Stück solcher Ware mit seinem Inhalte genau nach Ellen bezeichnet seyn müsse, um die Käufer gegen häufig vorkommenden Uebervorchei-lungen zu schilpen. — Nach Briefen aus Berlin werden die Verhandlungen der Zollconferenz vor dem Schlüsse derselben nicht knndgegeben werden. Der k. k. österr. Gesandte am Berliner Hofe, Herr Vrokesch-Osten, erhält sich von dem Gange derselben in Kenntniß, um regelmäßige Berichte darüber nach Wien erstatten zu köunen. — Der Abschluß eines Vertrages zwischeu Oesterreich und der Schweiz, betreffend die gegenseitige Auslieferung der Deserteure, steht demnächst zu erwarten. — Einem Berichte des „ C. Bl. a. B." über die in Görlil) am 21. d. M. gehaltene 102te Hauptversammlung der Oberlau si tz'scheu Gesellschaft der Wissenschaften entnehmen wir, daß unter andern Herr Franz Palacky zu Prag zum Ehrenmitglied ernannt, uud der k. k. österr. BezirkS-commissär Hr. Freiherr v. Margelik zn Wotritz in Böhmen als correspoudirendes Mitglied gewählt wurde. — Für die mit doppeltem Preise (100 Rthlr.) wiederholte Preisaufgabc: „Quellemnäßige Darstellung der Geschichte des Krieges zwischen dem dcntschen Könige Heinrich II. und dem Herzoge Voleslaus Chrobry von Polen" waren drei Bewerbungen eingegangen, deren aber keiner der Preis zuerkannt werden konnte. Zum 31. Jänner 18il4 fällig mit dem Preise von U0 Rthlr. ward folgende neue Preisausgabe beschlosseu: „Critische Geschichte IohannF Markgrafen von Brandenburg, Herzogs zu Lnrembnra nnd zu Görlitz, nach Urkunden nnd Chroniken dargestellt, mit Regesten deS genannten Fürsten." Linz, 27. April. Seine Majestät der Kaiser haben mit allerhöchster Enlschließuug vom 19. d.M. auf Grundlage eines zwischen der Traunthaler Steinkohlengewerkschaft nnd den Kohlenwerksbesitzern Herrn Grafen St- Julien v. Waldsee und Herrn Aloys Miesbach wegen Errichtung vou Pferde-Eisenbahnen zur gemeinschaftlichen Verführung der Erzeugnisse aus ihren Kohlengruben im Hausruckkreise zur Linz-Gmundener Eisenbahn, im commissionellen Wege zu Stande gebrachten Uebereinkommens die vorlänfige provisorische Bewilligung zu den Vorbereitungen für nachfolgende Bahnanlagen zn ertheilen geruht, und zwar: für die von allen Interessenten zu benutzende Hauptbahn von Wolfegg über Schlatt und Lambach bis znr Gmundener Bahn dem Hrn. Grafen St. Inlien von Wallsee, dann für den in selbe einmündenden Bahnzweig von Attnang bis Echlatt der Traunthaler Steinkohlengewerkschaft. Das hohe Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bau« ten hat, wie wir vernehmen, zur Vollendung der Allerhöchst gestatteten Vorarbeiten und Emlcituugen den Zeitraum eineS Jahres festgesetzt. Hermannstadt, 22. April. Wie der „Sieb. Bote" vernimmt, hat in Folge einer h. Ministerial-verordnung eine Berathnng von einberufenen Ver° traucnsmännern deS israelitischen Glaubensbekenntnisses in Siebenbürgen uuter dem Vorsitze deS Landes-rabbiners in Carlsbnrg stattgefunden, welche die Aufgabe hatte, Vorschläge und Entwürfe zur Regelung der israelitischen Cultusverhältnisse auszuarbeiten uud der Negierung vorzulegeu. Als leitende Grundsätze hiefür seyen vorgezeichnet worden, daß Cnltusgemein-dcn gebildet werden, in einer jeden noch so kleinen Gemeinde wenigstens ein Vethans bestehe, und daß die Rabbiner und Neligionslehrer nicht nur die entsprechende Bildung zu ihrem Berufe besitzen, sondern auch in sittlicher und politischer Beziehung die Bürg- schaft eines tadellosen, musterhaften Wandels bieten sollen. Zara, 20. April. Der „Oss. Dalm." meldet aus den türkischen Gränzprovinzen: „Die Bewohner der Dörfer Zubzi, Kruscevizze und a. m. in der Herzegovina sind noch immer fest entschlossen, sich eher auf dalmatinisches Gebiet zu flüchten, als die ihnen von den türkischen Behörde» abgeforderten Waffen abzugeben. In den letztverssossenen Tagen sind 76 mit Waffen, die den in der Nähe von Stagno und Ragusa wohnhaften Rajah abgenommen wurden, bela-dene Maulthiere von Trebigne nach Mostar getrieben worden. Die türkischen Trnppen, deren Eintreffen in Trebigne seit langer Zeit angekündigt worden ist, sind daselbst noch nicht angekommen. Dem Woiwoden von Grahovo, der sich jüngst zum montenegrinischen Senat nach Cettigne begab, um Weisuugen über sein Verhalten bezüglich der türkischen Ansprüche auf das von ihm administritte Gebiet einzuholen, wurde bedeutet, er solle von den Vorgängen in der Herzegovina keine Notiz nehmen, dagegen aber die Waffen gegen türkische Truppen ge-branchen, falls diese Grahoro besetzen wollten. Die Lage der Rajah in der Herzegovina ist überaus bedauerlich. Im Innern der Provinz haben sie, von Fnrcht und Angst niedergedrückt, nirgends Widerstand versucht und sich überall gutwillig entwaffnen lassen. Der russische Oberst KovalevSki, der kürzlich nach Montenegro gegangen, ist von dort bereits zurückgekehrt uud hat die Reise nach Trieft angetreten. Deutschland. Verlin, 2«. April. Die Commission der zweiten Kammer, der die Grundsteuergesepentwürfe zur Berathung vorliegen, ist mit ihren Berathunger, dem Vernehmen nach so weit. daß nur noch die Verlesung und Genehmigung des der Kammer vorzulegenden BerichtS bevorsteht. — Die verschiedenen Partelen haben mit großer Lebhaftigkeit in der Commission ihre Ansichten vertreten. Dem Amendement der entschiedenen Rechten auf volle Entschädigung stand von der linken ein Amendement auf Aufhebung ohne Entschädlguug gegenüber. Die Majorität der Commission hat in Uebereinstimmung mit der Regierung eine 13'/,fache Entschädigung acceptirt, nnd es läßt sich mit einiger Sicherheit annehmen, daß das Plenum diesem Antrag der Commission beitreten werde. — Was die Grundsteuerveranlagung betrifft, so befinden sich die Abgeordneten mehrerer größerer Städte, namentlich auch Berlins, in einem Dilemma. Uebereinstimmend mit den von der Regierung dem Steuergesetzentwurf zn Grunde gelegten Principien erwecken ihnen doch die erheblichen Lasten, die sie ihren Mandanten nach dem Gesetzentwurf auflegen, erhebliche Bedenken. Be, den Berliner Abgeordneten sind diese Bedenken in um so höherem Maße vorhanden, als der Betrag der neuen Steuer für Berlin (330.160 Thlr.) den der alten (161.41V Thlr.) nm mehr als 1' ..mal übersteigt- Den Verhandlungen in der Bundesversammlung über die Abwicklung und Rcgulirung der schleswig-holstem'schen Angelegenheit werden sich Verhandlungen, die Liquidation der holstein'schen Bnndeserecution betreffend, anreihen. — Dießseits sind bereits, wie wir hören, Mitte des letztverssossenen Monats die letzten Gelder für Verpflegung der dießseitigen Truppen nach Holstein remittirt worden. VreSlau, 24. April. Heute fand die Einweihung des neuen katholischen ConvictoriumS Statt. Vor zehn Jahren wurde auf Anregung des Hrn.Domde-cha.mn, Professor Dr- Ritter, in einem Hause auf der Sterngasse daS sogenannte Convict gegründet. Die anfänglich in Gaben der Liebe der Anstalt zugewendeten Mittel gestatteten nnr die Aufnahme einer sehr geringen Zahl armer Studierender zur Ausbil, dung für den Priesterstand. Durch die unablässige Fürsorge Sr. Eminenz deS Cardmal Fürstbischofs, deS Domcapitels und des Clerus der Dlöcese BreS» lau ist ermöglicht worden, diese Anstalt zur Aufnahme von 70 Zöglingen zu erweitern. /424 Ttuttaart, 22. April. Vom Ministerium des Innern werden jeftt allmonatlich durch den „Staatsanzeiger" amtliche Mittheilungen gegeben werden über die Zahl der Ausgewanderten u. s. w.. über die Schiffe, mit denen sie die europäischen Seehäfen verlassen haben, sowie zur Beruhigung und Notiz der zurückgebliebenen Angehörigen die Zeit der Ankunft, und ob dieselbe glücklich erfolgt ist in den amerikanischen Ausschiffungspläften. Frankfurt <,. Vt, 24. April. Die Berathungen der Preßfachmanner gehen ihrem Schlüsse entgegen. Wohl noch mi Laufe dieser Woche dürften dieselben ihr Ende erreichen. Der von ihnen ausge< arbeitete Entwurf allgemeiner Preßnormen wird alsdann an den „politischen Ausschuß" der Bundesversammlung überwiesen werden. Der „politische Ausschuß" wird sich mit dieser Angelegenheit jedenfalls erst dann beschäftigen, wenn die Presifachmauner ihre Vorarbeiten geschlossen haben werden. Von der Niederelbe, 2N. April. Leider scheint es nur zu gewiß zu seyn, daß zu deu bedrängten Schleswigern und zu den hilflosen vormarzlichen Offizieren sich bald noch eine grofie Auzahl Holstein'scher geistlicher und weltlicher Beamten, zum Theil noch mit zahlreichen Familien, gesellen werde. Schon haben in Kiel, Oldesloe und an andern Orten eine Anzahl seit l848 fungirende Beamte ihren Vorgängern das Feld raumeu müssen; aber weit zahlreichere Absetzungen und Entlassungen stehen noch in Altona u. s. w. bevor. Lübeck, 24. April. Zu Moutag, den 2«., P, wie in Hamburg, auch hier die Bürgerschaft con-vocirt. Unter den Vorlagen von allgemeinerem Interesse befindet sich eine Nückäußerung des Senats, betreffend den Gesetzentwurf über Vollziehung der Civilehe, welche, bei beiderseits christlichem Glaubens-bekenutniß nicht Statt haben soll. In seiner Art neu ist ein zur Verhandlung gestellter Antrag, dahin gehend, daß der Loskauf von der Militärdienstpflicht m Uebereinstimmung mit dem Einkommensteuersysteme gebracht werde, so zwar, daß von dcn ärmcrn Volksclassen beim Loskauf ein nur niederer Ansah entrichtet werde; die Wohlhabenden aber 10 pCt. vom reinen Einkommen abgeben. Wer nicht bezahlen kann oder »rill, ist verpflichtet, einzutreten und zu dienen. — Aus Schlesien gehen fortwährend Vorstellungen bei der preußischen Regierung ein, worin auf Nothwendigkeit eines Handelsvertrages mit Oesterreich hingewiesen wird. Schweif Vern 22. April. Wic wird die conservative Partei dm eben errungenen Sieg benutzen? fragt man von allen Seiten. Um in möglichster Uebereinstimmung zu handeln, werden übermorgen Abge-ordnete aller Bcmer'Acreine sich hier zur Berathung versammeln. Schon treten in der conservativen Presse zwei verschiedene Richtungen hervor. Die eine, ver-treten im »Vaterland,« welches Herr» Blö'sch nahe steht, will Versöhnung mit der großm Masse des mißleiteten Volks und möchte nicht weiter gehen, als zur Befestigung der Ordnung unumgänglich ist, so wie besonders Alles vermeiden, was deu Anschein von Mache, Verfolgungssucht ?c. haben könnte. Die »Independauce suiss ' dagegen, das Organ oes Patriziats, verlangt Maßrca/ln, welche voraussetz-l'ch die Ruhe auf immer sichern sollen. Dahin rech' "«t sie Aufhebung der Hochschule, welche den Na. ""n »Akademie" wieder crhalteu wl'irdc, Aufhcbuug oder durchreisende Reorganisation des S.minarö in Münchenbuchsee; Reorganisation der Kollegien des .U'ra j thnlweise Revision der Verfassung durch den großen Rath und Wiederherstellung d>s der Regie» rung l«4« entzog«^ Beamten.Abberufungsrechts, em neues Preßg,^ „, Diese Puncte sollen über^ morgen berathen werden. Die Zeitung «Vaterland« bringt über die Zahl der früheren Abderufungsbegehren, folgende Anga. den, Von den 15.805 sind ,. zurückgezogen, ^l fl'ir ungiltig erklärt worden, vltid,n also ,!l>l der Lyoner Armee. Ich ersuche Sie demnach, mich cm einem von Ihnen zu bestimmenden Tage bei der Einweihung zu repräsentiren.« Der General Castellane beantwortete die An. spräche des Herrn Duhamel, Maire des zweitcn A» rondifsementö in Lyon, bei der am 2l. stattgehabten Feierlichkeit mit folgenden Worten: „Der Prinz-Präsident hat mir durch den Auftrag, ihn bei einer Feierlichkeit zu ripräsentiren, der er zu seiuem led' haften Bedauern selbst nicht beiwohnen kann, eine ungewöhnliche Ehre crwiesm. Ich erinnere mich mit angenehmer Genugthuung, daß ich mich mit dem „großen Mann« drei Feldzüge mitgemacht habe. Als ich im Jahre l«l2 in Nußland in seinem Zelte schlief, konnte ich nicht denken, daß ich, von seinen, Neffen zum General <" << ernannt, im Jahre i«52 berufen seyn werde, den ersten Grundstein zur Sta. tue des Kaisers zu legen. Napoleon zog Frankreich aus der Anarchie; der Prinz, scin Neffe, hat durch dcn Act des zweitcn Decembers nicht „ur Frankreich, soudcm ganz Vllrapa geretttt. Wir waren im Jahre l«52 mit uneinigen Gewalten zur Bekämpfung des wohl mganisilten Sozialismus augelangt. Gott allcin wciß, was sich ereignet hatte, auf jeden Fall große Uuglücksfa'lle, wenn auch schließlich mit Got. tcs und unserer Baj onue ten . Hilfe am Ende die Gcsl'llschaft gesiegt halte. Man hat verderbliche Lehren gepredigt, man hat es gewagt, sic in Nilk-samkeit zu setzen und das Vllbrcchen zur Tugend zu siämpeln. Schaaren wir uns Alle um den Priiv zen Louis Napoleon, um seine Gewalt zu kralligen und ihm in seinem Segenswirken zu helfen." Mehrere Mitglieder von Generalrathen habeu sich geweigert, den von ihnen verlangten Eid zu leisten, und es vorgezogen, ihre Entlassung einzureichen. Herr von Estanceliu, gewesenes Mitglied der Legislative, schrieb vi5lll ', der eine Uebersicht der po^ litischm Ereignisse im Innern Spaniens gibt. „Die sämmtlichen Prvviuzen", heißt es darin , „genießen der vollkommensten Ruhe; nur in einigen Bezirken sind einige Banden vorgekommen, die indes; nur auf Augenblicke der Wachsamkeit der Bürgergarde cut-gangen sind, oder deren Anführer ihr Wagstüct mit dem Tode gebüßt habeu. Dieß ist z. B. der Fall mit dem berüchtigte» Cabr<- in Catalouien; auch Bou ist endlich deu Soldaten in die Hände gefallen, und erwartet jeftt sein Urtheil." Die „Uebersicht" lobt die Thätigkeit iu den Arsenalen uud im Schiffbau überhaupt, so wie die Bemühungen, Mahou (Minorca) zu befestige». Nie Arbeiter arbeiteu uuter der Aufsicht eines Ingenieur - Brigadiers, die Batlerieu werden mit Geschüften neuer Construction beseftt und im Hafeu stationirt eine Schiffsabtheiluug von einer Corvette, zwei Brigantiueu uud einem Dampfboot. „El Orden" enthält eiueu ausführliche», Artikel über den Aufschwung der spanifchen StaatSpapiere und den lebendigen Börsenverkehr in der lefttcn ?eil, der nicht mehr Schwaukungeu wie iu den Jahren 1844, 184Ü und l«4tt beklagen lasse, wo die Fi-uauzverwaltung weder so geordnet noch das Land so beruhigt gewesen sey, wie jeftt. Dcr Artikel schließt mit folgenden Worten: „Nichts freut uns so sehr als die schnellen Fort» schritte, die der Credit gemacht hat, in unsern Augen das sicherste Zeichen der Festigkeit, auf der cr beruht-Dieses Resultat ist nicht durch künstliche Mittel herbeigeführt worden. „Die Macht der Negierung, die Ruhe und Ord> nuug uud der gesunde Sinn des spanischen Volkes, der sich immer mehr kund gibt, geben noch bessere Aussichten für die Zukuuft. ES wird wohl unserem Patriotismus erlaubt seyu, diese Ausdehnung deS Credits mit gerechtem und natürlichem Stolze zu betrachten." Vsmanisches Ncich. Eonstantinopel, l7. April. In der türkischen Hauptstadt hat sich weder in den innern noch äußern Verhältuissen eine Veränderung ergeben. Man ist in Erwartung und Spannung über deu Ausgang der ägyptischen Angelegenheit; über Fuad Effendi's Sendung ist noch immer Dunkel verbreitet, obwohl man allgemein versichert, seine Mission sey eine fried' liche. Fuad Effeudi ist bereits am :l. in Alerandric» augekommen, wo er mit großen Ehren empfangen wurde. Sowohl dic einheimischen Beamten als die fremden Consulate machteu dein Abgesandten dcs Großherren ihre Auswartung; er hielt sich jedoch nicht lauge auf, uud reiste am solgeuden Tage nach Cairo, wo er im Palaste Kaissuu abstieg uud sich besonderer Auszeichuuug erfreute. Man ist hier uoch unnm der Ansicht, die Sache werde ein Geldopfer von Seite des Vicekouigs kosten. Die Pforte will bei dieser Gelegenheit zwei Fliegen mit einer Klappe schlage", uud indem sie die Centralregierung zu stärken und den Einheitsstaat um eiuen Schritt weiter zu bringe« sucht, will sie auch die Fiuanzen etwaS kräftigen. Auf der Insel Samos hat dic geseftgebendc Versammlung iu Uebereinstimmung mit dem Kaima-kam die Eiuseftung von Friedensrichtern und die EM-führuuq des Notariats bescklossen. Auch wnrde eme neue Schule für Altgrichisch, Mathemat'k. Gesch'Me, Geographie und Franzosisch eröffnet. Verlegn Ign v Kleinmayr und Zedor Vn.nber,, Veraimvmfluw, 5e».i„.'a.el'<>' ^ Ja", v. Kleinmnyr. Inhanq zur FaikaHerZeitunH. Telestraphischer Eours» Bericht der Staatßpapiere vom 30. April l852. Etaatsschulbv,rschr,ibunsss» zu 5 v^t. sin (§M) «5 5» 1/X Va»f.«ct>en. vr. Stück ,272 fi. ln «U ff. '5. M....... 1542 1/2 ll.in (5. M. Acticn dcr Wicn Glogqnitzcr Eisenbahn zu 5l,y fl. ,r.. Guld. 122 Bf. Ufo. FranNurt a.M., ( fm 120 ft, !»l>d. 3<r,. Guld. 120 1/4 » Monat. Lonbo» »ür < Pf'md Gterli»,,, Oulde» l2-15 3 Mo».,t. Mailand, fnr 300 Oesterreich. Vire, lyuld. 122 3/4 Bf. 2 Mom.t. Marsnüe, f»r ^N«^>a»s.n. . (««>!', 145 Bf. 2Mo»,>t. 'l!,i> is. s<>r »0N Franke» . . (."nid. 145 Af. 2 Moiuu. Ausarest für 1 Gulden . . . para 225 zi T. Sicht. Gold- '.md Silber-Course vom 28. April 1852. Brief. weld. Kais. Münz-Ducaten Ngio .... - 293/8 detto Nand- bt» ...... - 291/» Napoleonsd'or's ...... — 9.52 Souverainsd'or's ...... — 17.10 Ruß. Imperial „ . . . . — 10.1 ^riedrlchsb'ol's ...... — Itt.ll Eng!. Eoveratnqs .. .... — 12.16 Eilbtragio ...... - 22 l/2 Veyeichniß der hier Verstorbenen. Den 23. April 1852. Anton bandar, Taglöhner, alt 46 Jahre, ins Civil, Spital Nr. l sterbend überbracht. Den 26. Franz ^„»le^iö, Bäckergeselle, alt 32 Jahre, im (6ivil . Spital Nr. I, an der Abzehrung. Den 27. Hr. Anton Ramor, Tischler, alt 42 Jahre, im Civil. Spital Nr l, an der Lungcnsucht. Den 28. Hr. Joseph Graf, Spitals.Pfiündn.r, alt 73 Jahre, in der Polana-Vorstadt Nr. 16, an Altersschwache. — Joseph Gertschei, ^ohntutsche,, alt 71 Jahre, in der Gradischa. Vorstadt Nr. 2l, an der Lungenlähmung. ^ Den 29. Fianz Reichmani,, Strafiing, alt 48 ^ahre >m Btrafhause Nl. 47, an der Auszehruna ._ Der ?ll,na Korda^-, prov. Aufsehe, ewitwe. ihr Kind Ioscph, alt 2 Jahre, in der Polana-- Vorstadt Nr. 26, an der l.'ungenlahmul,g, A 584^ ^ Gemälde Ans stell« ng in Htaibach ist, vom 3 Mai l. I. angefangen, täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, von 9 bis 12 Uhr Vor- und von 2 vis 5 Uhr Nachmittags zur allgemeinen Besichtigung eröffnet Laibach, am3tt. April ,852. Filiale des österreichischen Kunstveremö in Laibach. Der Vo'l!ai,d- Z. 586. (I) Dagnorreotyp- Porträts, nach oer neuesten und besten Methode, werden ganz rcm bei dem Gefertigten, m der Theater-Gasse Nr. ,<), angefertigt. Vmil Dzimski, Galanterie-Buchbinder und Daguerreotypist. Z> 579. (,) Im Schlosse Nasscnfuß, in Unterkrain, lst Wein von mel)' ^klen^Iahrganaen zu verkaufen. Vrot- u. Fleisch-Tariff in der Stadt Laibach für den Monat Mai 1952- Gewicht Preis Gewicht lPrei« Gattung der Feilschast ^s Gebäckes Gattung der Feilschaft h„ Fleischgattung ' ' l I l II! Rindfleisch vhneZuwage ron Mast- Brot. Ochsen...... i — — iy,/^ dlo vo» Zugochsen, Kühen u. Stieren Mundsemmel . l ' ' ' ' ^ !,« . ^ 2'"^"" ...... ^' l ' » ' ^ " /4 l Bf! fin'l Fl,isH«»bn^hme unler 3 Pfund bat leine Zugab» vom . l . . . — 3 l '/<» V« Hinllllopf,, Ob,rfüßen . Nieren und den ««schieben,» bei der VldlN. Semmel 4 __ <7 ' ' 0 >> > Mal» Gtall; bei einel Abnahme von 3 bi« 5 Pfund »aglflen < aus Mund: /> — > 4 3 '^4 '^ ll"l> »>e Fleischer berechtiget, diervon 8 i!otb. und bei 5 bi« 8 Pfund »«^ernmelseia —. ?«usl>lüctlich v,lbot»n, sich bei diesel Zuwage ftemdorligelFleilch. " " > aus ordlN. — 20 l 3 theile, al«: Kalb,. Vchaf., Schwein. Fleisch », dgl. zu bedienen, ^Semmelteia v l f< 2 6 Wsl immer eine FeiXckaf« nicht noch dem t»rmiy!»,n Preis, V»» ^ l Ml s "'^ ' °^^^ '" ^'"'^ <lcl»n oder andern Qualität, a'.t durch H?n^on - M»>nt 1 I4 ^5e>: __ ^ d„ Laie volgcschl<»b,n ist, verlauft, wir» «och t,n d»!t,h»no»n >^0lren^^)r0l ^^^. ^ H> ^o ^ 0 , W.seV«n unnachsich«l>ch b,sll»st werben. In welcher Hinsicht auch « t die Oblasibrsl aus Nack»« ... — g> l 3 Satzung answeiset. »u bezahlen. jed» Ueberhaltung und »evo,- Mthlteiq. vul^o l> ' » l 3l) ^ 0 M erlauben sollt,, sogleich dem Magistrat, ,l,r g,se»zl!ch,n »estra. ^! fung anzuzeigen 3. 583. (4) BRxtcr, lie Blond, Bradfeliow die lump. in London patentirte Oelfarben Druckbilder für Albums, Stammbücher, Gartonagen, Htubenver- zierungen n. s. w. Von diesen in England w,e in Deutschland mit großem Beifall aufgenommenen Bildchen, welche in ihrer Art das Schönste, was bis jetzt in Oelfarbendluck erschienen und zu Tausenden verbreitet sind und noch werden, bestimmten auch mich, eine Parllne zu beziehen, um das geehrte Publicum damit bekannt zu macben. Da über l00 «liver»« Genre Bildchen, wie Landschaften, schon erschienen, so führe ich nur einige mit PreiSbezeichnuna an. ' » 2Q kr. z»«»5 Stiick: l) 3 verschiedene Blumenbouquets. » 20 k.. 2) Der Liebe Aufenthalt. 3) Die Muscl>elsamm-lerinncn. 4) Taranlellentanz. b) Schloß Windsor, Rücklehr von der Jagd. 6) Walliser Viehlreiber. 7) Ruine StolzenfelS a. Rh. 8) Werd, ich Erfolg habe.,? 9) Ansicht vom Eomer-Tee. 10) Eine Was. sermühle, Landschaft, il) Der Tiroler Walzer. ,2) Amtdig. (c:«n»l« «r.»l,«l«.) ,3> Der HochzeitStaa 14) Das Liebespaar. i5) Di, Abre.se. l«)D'e Jungfrau am S,e. «7) Das Mädchen aus der Fremde, l«) Türkisches Madchc" «m Bad,. l9) jUnills ,m Musckelsckiffchen. 20) Die nackte Lauten, lpieltlm. 2,) Sylphyde. 22) Lugano.See ,n stallen. 23) Die Maurische Braut ?c. Z» 3« kr p<»r Htück: i) Der Harem. 2) Der griechische Natioilaltanz, 3^ Die Priorei St. Ruth (Mondlandschaft) 4^ Der erste Eindruck. 5) !'»» 6«8 lrni«, l u„d 2 i» 36 kr. » 4» kr. p«»r Stück: l) Paul und Vlrglma. 2) 2 Mmiaturoiidchen, ,o Stück auf einem Blatte, ü 40 kr. ,c. ö fi. > ,» kr. pl>> Stück l) Die Braut. 2) Die Aehrensammlerm ?c. » fi » 3» kr. p<,» Stück !) Die heilige Familie, nach .Raphael. 2; Ansicht von Verona. 3) Jenny Llnd, Portrait lc. « fi « Htt kr p«,» Stück: l) Das Abendmahl. 2) Der Seq,n. Icsus auf dem Schooße sein« Mutter segnet Johannes lc. Ferner Stücke zu fi «, fi. V VV kr, die bei mir stets zur Ansicht bereit liegen; auch bin ich gerne geneigt, wo zur Auswahl ge. wünscht wird, per Pust auf das Land zu senden. Laibach den «v April «832. J. Cioiilini. Buch,Kunst u. Musikalienhändler. P rivat Unterricht m dcr italienischen Hprache ^ nnd Viteratnr, schnell und qriindlich, sowohl ' all Einzelne als anch stemeinschaftlich, an Herren und Frauen, ertbeilt aeaen die billigsten Bedinannaen: €'. MM. +Harltl