Liibtcher Tmblxtt. Nr. 42. PtanumetationSyreise: Kiir Laibach: Ganzj. fl. 8 40; Auftellung ins HauS ertlj. 25 tr. Mit bet Post: Oanzjahr. fl. 12. Redaction ttnb Expediti on: Badnhosgassc Nr. 1b. Samskag,21 . Februar 1880. - Er«; K2J?f E 3n|crtion6t>ieife: 6in» , _ _ altige Petitzeile » 4 tr., bei \ V ieterholungen » 3 tr. Hn» _l V. zeigeu tie 6 Aeilen 20 It. Zum Petersburger Attentat. Die eingelaufenen officiellen Meldungen uber die Schreckensthat vom 17. d. geben sich gar nicht mehr die Muhe, die Explosion im Winterpalaste in einer Weise darzustellen, dass man biefcibe wenigstens moglicherweise als bie Folge einer zu-falligen Gasentzundung oder sonst eincs unseligen, aber unvorhergesehenen Zwischcnfalles betrachten konnte. Mit kurzen, durren Worten wird berichtet, dass man es mit einer Explosion von grotzen Masien Dynamit zn thun hatte, welche acht Solbaten tobtete unb 45 Personen tiernmnbete, unb bass hier aller Wahrscheinlichkeit nach ein Attentat auf bas Leben bes Kaisers vorliegt, wel-chem derselbe nur Dank bem Schntze ber gbtt* lichen Vorfthnng entraim. Gleichzeitig verlautet, dass den rnssischen Slattern verboten wurde, Nach-richten uber das Attentat unb die basselbe beglei-tendeii Nebeimmstanbe zu ueroffentlicheti, bevor bie-selben im „Regiernngsanzciger" Ausnahme gefnn-deii haben. Trotz biefer Borsicht, welche sich gum Theile wohl auf bas Bestreben zuruckfiihren lasst, ben Gang ber eingeleiteten Untcrsuchung nicht ftihen zu lassen, gehen Berliner unb Pariser Slattern telegraphische Mittheiluugen zu, welche intereffante Streislichter auf das Wesen unb die Frechheit der revolutiouaren Bewegnng sowie auf ben Utnfang ber gegen biefetbe ieiber frnchtlos ergtiffenett Gegemnatzregeln werfen. So ist es befaitnt, bass Kaiser Alexauber wahrenb seines letzten Aufeuthaltes im Winterpalais alle erdenk-lichen Vorsichtsmatzregeln anwenbete und nur hoheren Beamten unb ben Mitgliebern des diplo-matifchen Corps Eintritt gesiattete. Wie bie „l'sien gedrnckt und an die 'Wahlo^ vertheilt werden sollen, dass diese Mah--tegel schon einen Zeitanswand von zwei bis drei Wochen ersordere, und dass die gauze Drucklegung rein vergeblich ware, wenn nicht der einzelne Wahler Zeit behSlt, die Liste selbst eingehender studieren zu kSnnen Anherdem nehme die Vorbereitung zu der /krsten Ziehung der Laibacher Lose viel Arbeit in 'Auspruch, wahrend nach ersolgter Ziehung in dieser Richtung keinerlei Hindernis vorhandeu sei. GR. Regali beantragt, fur den III. WahlkLrper den 5. April, fur den II. Wahlkbrper den 6. April und fur den I. WahlkSrper ben 8. April auzusetzen, welchem Antrage sich auch GR. Snppan anschlieht. Der Antrag Negalis wirb zum Beschlusse erhobeu. Im Anhange zum Referate des Magistrats-ralhes Jeras fiber bie Znsammensetznng der Wahl-commissionen beantragt GR. Dr. Sup pan, bie Obsorge hiesiir, cbenso wie in sruheren Jahren, ouch heuer dem Biirgermcislcr zu uberlassen. GR. Regali sieht in diesem Antrag eine Verkiim-merung der Rechte der Gemcinbevertretung unb ein den Bestimmungen der Gemeinbe-Orbnung zuwiber-lansenbes Ansinnen unb erklart, dass die Ueber-weisung der Commissionsbildung sur die Gemeinde-wahlen erst im Cause der letztcn Jahre iiblich ge-worden sei. Dagegen wendet sich GR. Suppan, indem er nachweist, dass diese Gepflogenheit butch« aus feine liberate Eiiifnhrnng fei, bass fie auch schon unter nationalem Regimente bestanden Habe .unb bass erst in letzter Zeit ein ans die Ueber-tragung der Commissionsbildung an den Biirger-meister lantender Antrag von einem Mitgliede der vationalen Partei ausgegangen sei. Uebrigens scieu es Erwcigungen rein praktischer Natnr, welche ben Gemeinberath bisher bestimmten, aus bie Umstanb-lichkeiten ber Commissionswahl zu verzichten. Die Bebcnken Regalis, als ob man sich baburch einer Verletznng ber Gemeinbe-Orbnung schulbig mache, wiberlegt GR. R. v. Kaltenegger mit ber Be-merkung, bass in ber Gemeinde-Ordnung nirgends davon die Rede sei, dass die Commissionsmitglieder ftir die Gemeindewahlen gewahlt werden miissten. Es heiht nur, dass bie Bestellung derselben dem Gemeinderathe obliege, und Habe letzterer offeubar freie Hand, diefelbe auf dem Wege der Wahl vor-zuuehnien oder aber den Burgermeister mit der Ernennung der betreffenden Vertrauensmanner zu beauftrageu. — Der Gemeinderath schlieht sich dem diesbezuglichen Antrage des GR. Dr. Snppan an. (Schluss folgt.) — (Nix deutsch.) Nach telegraphischen Meldnngen ber slovenischen Blatter hat ber Abg. Dr. VoZnjak im Bndgetansschusse des Abgeordneteu-hauses bereits die Annahme zweier Resolutionen dutch die elericale Majoritat durchgesetzt, wornach die Mittelschnlen, nanilich die Lehrer- und Leh-rerinnen - Bilduugsanstalten , die Gymnasien und Realschulen, in den slovenischen Lanbestheilen der volligen Slavisierung bcmnachst zugesuhrt werben sollen. Als Unterrichtssprache soll in biesen An-stalten bnrchgehends die slovenische eingesuhrt werden, jedoch find Dr. Vosnjak und der nrslavische Gras Hohenwart dermalen noch so grotzmiithig, zu gestatten, dass nebenbei das Deutsche als ein Sprach-gegenstand betrieben und den Slovenen Gelegenheit geboten werde, auch etwas Dentsch zu lernen. Es ist kaum zu zweiseln, dass die im Ausschnsse an-genommenen Resolutionen dutch die eletical-nationale Majoritat des Abgeordnetenhauses zum Beschlusse erhobeu werben. Jebensalls bars man baraus ge-spannt sein, welche Haltnng ber ueue Unterrichts-minister gegennber biesem Attentate auf bie Reichs-sprache beobachten wetbe. Solite wirklich die Re-gietung zur Ersnllnng dieser nationalen Utopien die Hand Dieten, so werden wohl zunachst die armen gedtuckten Slovenen es zu spiiren habeu, mit Welch' materiellen Nachtheilen eine bornierte geistige Ab-schlietzung verbundeu sei. Vor allem dursten die nur sur den Unterricht in der slovenischen Sprache approbierten Schullehrer die Ersahrung machen, dass an den Volksschnleu Sloveniens der ganze Lehrernachwnchs nicht untergebracht werben kann. An deutfchen Volksschulen blicbe dem slovenischen Lehrer eine Anstellung verschlossen. Noch trauriger wurde sich die Cage ber Lehranitscqnbibaten gc-stalteu. Was die Vebun^„'„n an ben Prii-paranbien anbelangt, so ware selbstverstcinblich von benselben bas Deutsche verbannt, nur zweifelu wir recht sehr, ob jene Parteigenossen bes Dr. Vodnjak, bie ihre Kinber in beutsche Uebungsschulen schicken, mit bieser Aenberung einverstanben werben. Die slovenischen Gymnasien sollen nur ber Borlauser einer slovenischen Universitat ober Polytechnik sein; es ist nur bie Ftage, ob ber Staat so viel Gelb hat, urn solche lebensnnsahige Anstalten ein kummerliches Dasein sristen zu lassen, oder ob er schlietzlich noch die Slovenen mit einer Hochschule beglucken will, die sich rtwa auf bent Niveau ber Agranier Universitat befanbe. Wir wollen jeboch hoffen, bass bie neuefte slovenische Suppe nicht so heih genossen werben wirb, als fie Herr Dr. Vosujak gekocht hat. Es hat noch ein gntes Stuck Weges von einer gefafsten Resolution bis zn beren Durchsiihrung. In den Ministerialbureaus schlasen Hunderte von Resolutionen bes Abgeorbnetenhanses ben Schlaf bes Gerechten, und so bflrfte es auch dem fauatischen Projecte des Dr. Vosnjak unb seiner Gesimiungsgenossen wegen Anstreibnng des Deutschen aus ben Schuleu in ben slovenischen Lanbestheilen ergehen. — (Handelskammersitzung.) Dienstag, ben 24. Februar 1880, um 6 Uhr abends sindet im Magistratssaale eine ordentliche bsfenttichc Sitzung ber Hanbels- unb Gewerbekammer fiir Krain mit folgenber Tagesorbnnng ftatt: 1.) Vorlage bes Protokolles ber letzten Sitzung; 2.) Geschastsbericht; 3.) Bericht fiber bie Rcchnnng pro 1879; 4.) Be-richt fiber das Gesnch urn bie Bewilligung zur Vornahme technischer Borarbeiten stir bie Strahen-vicinalbahn Laibach-Stein; 5.) Bericht fiber bas Ge-such urn Besreiung ber Jnsassen von Krainburg von ber Entrichtung der Wegmaut £>ei ber Rficf* sahrt vom Krainburger Bahnhose; 6.) allfattige fonftige Antrage. — (Der Grazer Thierfchutzverein) hat den Praparatenr am frainifchcn Landcsmuseum, Hcrrn Ferdinand Schulz, die bronzene Ehren-medaille nebst einem sehr schmeichelhasten Anerken-nungsschreiben fflr deffen Fursorge wegen Befchaf-fung von Vogelsutter fur die Singvogel im ab-gelaufenen strengen Winter zugesendet. Durch die Bemfihungen des Genannten und durch die allgemeine Theilnahme des Publicums ist in ben Sammel-bfichsen ein Betrag von 24 fl. 50 kr. zum Anfaufe von Vogelsutter, ausjerbem sinb burch besoubere Spenben vier Merling an Santereien zu Stanbe gekommen. M6ge bteses genteinnfitzigc Unterneh-meu, welches gewiss bazu beitragen wirb, die banfbaren besiederten Sanger an die Wald- nni» Allee-Anlagen nnterTivoli zu feffeln, in den weitesten Kreifen Anklang finden und der Vogelwelt auch sur ben nachsten Winter die liebevolle Ffirsorge deS Publicums erhalten bleiben. * * Aus Krainburg wirb uns vom 19. b. M. be-richtet: Diese Woche nimmt hier einen sehr trau- rigen Verlauf, fie fieng bamit an, bass ber vulgo Joza Pobgorc, welcher jeben Montag ben Wochen-markt hier besucht, am Morgen bes ersten Wochen-tages vom Schlage gerfihrt wurbe. Er starb noch im Verlause bes Tages unb wurbe als Seiche nach Neumarltt fibcrsfihrt. — Mittwoch vormittags tarn ein beilansig 26- bis 28jahriges Frauenzimmer mit-telst eines Comfortables von Laibach hier an unb logierte sich im Gasthause „zur alten Post" ein. Dieselbe soll in ©teiertnarf ein VerhaltniS mit einem derzeit in Oberkrain lebenden jungen Manne unter* halten haben, urn dessentwillen fie auch nach Krainburg gekommen war. Da derselbe jedoch nichtS mehr von ihr wifien wollte, so uahm fie in ben Nachniittogsftimben Gift in Gestalt von Kaisergrfin unb starb nach Verlauf von einigen Stunben eineS sehr fchmerzvollen lobes. — Heute wurbe beim hirfigen k. I. Bezirksgerichte bie Realitat be8 Cernr aus Kokriz, Pfarre Prebahl, executive verkaust. Der ©enannte hptte sich bie lefet? geautzert, bass hurdi biesen SScrlauf k»r Saufer unb er selbst un^ glficklich fein wfirben. Unb ber Mattn hat Wort ge-halten. Als der fffiufer Jurij Kvas vulgo Kalinsek aus PSatt, Pfarre Zirklach, das bereits gekauste Haus besichtigen wollte, traf er ben Eerne eben baron, mit ber Holzaxt bie ThiirstScke zu zertrum-mern. Als er ihn bieferhnlb zur Rebe stellte, fchlug bieser ihn mit ber Axt berart auss Hinter-haupt, bass er sogleich zu Boben ftfirzte. Nachbent Cerne seinem Opser noch mit Messerstichen ben Rest gegeben, machte er sich aus ben Weg nach Krainburg, too er einige ©chritte auher ber ©tabt von ber Genbarnterie nach hartcm Kampse verhaftet unb an bas k. k. Bezirksgericht abgeliefert wurbe. Angekvmmene Fremde am 20. Februar. Hotel Ttadt Wien. KLlbl und Bartolii, Kaufleute, Wien. — Ramsburg, f. k. Oberingcnieur, Graz. — Gottfried, k. k. Bezirkscommissar, sammt Frau, Gottschee. — Mastny, Linz. — Eichelter, Tourist, Trifail. Hotel Elephant. Gelles, Kfm., unb Herz, Wien. — Lach, Laas. —Hudovernig, Veldes. — Schwelig, Marincbeam-ter, Pola. -- Mitteregger, Concertunteruehmer, sammt Frau, Villach. Hotel Europa. Pfcifer, k. k. Lieutenant, Gorz. — 9iuffa, Holzhandler, Triest. Kaiser von Oesterreich. Spiler, Ksm., St. Peter. Baierischer Hof. Jaklitsch, Gottschee. Wtohren. Kandors, Cilli. — Kollcr, Privat, Lengenfcld. - Rcnicr, Pettau.______________________ Gedenktafel uber die am 24. Februar 1880 ftattfinbenben Lici-tationen. 1. Fcilb., Juvankik'sche Real., Laas, BG. Laas. — 2. Fcilb., Rozman'sche Real., Lausach, BG. Krainburg. — 2. Fcilb., Pintar'sche Real., heil. Geist, BG. Lack. -1. Fcilb., Nebcz'sche Neal, Robockendorf, BG. Adelsberg. — 1. Fcilb., DauH'sche Real., Michelstctten, BG. Krainburg. — 2. Fcilb, Grebcnz'ichc Real., Pergaria, BG. Ratschach.— 2. Fcilb., Ilrschitz'schc Real., Slap, BG. Mv-pach. - 1. Fcilb., Bulz'schc Real., Preloge, BG. Gurk-felb. — 3. Fcilb., Jeraj'sche Real., Dornze, BG. Krainburg. Witterung. Laibach, 21. Februar. Angcnchm, warm, der Schuee in bet Ebcne ber nachsten Umgebung utib an sublichen Bcrgabhangcn fast vcrschwun-bcn. Warme: morgens 7 Uhr — 0 4°, nachmittags 2 Uhr + 9 3° C. (1879 + 4 8°, 1878 + 3 6° C.) Barometer in, Steigen, 736 30 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel ber Warme + 3 3°, utn 3-7° iiber bent Normale. Wiener Borse vom 20. Februar. iltlgemeine Sleali- (Relb 2Batf fAttld. Papierrenre 7130 71 35 Eilberrenie 72 20 72 35 Voldrenre 85 15 85-25 ©taatMofe, 1854. . . 123 50 124 — 1860. . . 130— 130 25 1860 zu 100 fl. 132 50 133'— 1864. . . 175*25 175 76 SromUntlaftimgs- •Blifloliooea. Galizieu............. Siedenbitrgen SCemefet Banal . . . Ungaro............... Under« dffenttiA« AnUBen. Donau-Regul.-Lose . ling. Pramienanlehen Wiener Anlehen . . . Hetitu v. i$on&en. Creditanstalt f.H.u.G. Vtationalbank......... Hetita e. droospurt-tinUrnehmungtn. Llsold-Bahn......... Donau - Dampfschiff -Elisabeth-Westbahn . HerdinanbS-Stordb. . vranz-Ioseph-Bahn . Haliz. Aarl-Ludwigd. Lemberg • Lzernowiy -Llovd-Hesellschaft . . 98 — 8885, 88 — 89 50 111-25 117'ldO 12385 98-25 88*75 8850 90— 111 75 117-50 123 50 305 80 306 840 — 841 — 149 25 616 — 150 — 2355 165 — 259 — 149 75 617 — 191*— 2360 166 50 259 50 157-25 157 75 631 - 633 Nordweftbabn . . . RudolfS-Bahn . . . StaatSbahn .... Sitdbabn............ Ung. Nordostbahn . JHand&ricfc. Bodencreditanflalt in Gold........... in 6 ft err. Wahr. . Nationalbank.... llngar. Bodenkredit- |)riorilat*-®6Iig. Elisabethbahn, l.Em Ferd.-Nordd. i. Gilder ^ranz-Ioseph-Bahn. )al»z.K-Ludwigb.l.E Deft. Nordwest-Babn Siebenbiirger Bahn StaatSbahn, 1. <5m. Siiddahn ik 3 Perz. * 5 „ . flrioalfoft. Creditlose.......... Mndolfslose .... Devisea. London ............. 45 lljiihrlich immer eiiten betrachtlichen Abgang bicses theurcn Materialcs zu beklagen, was von mandien gar nicht geroiirbiget ioirb. Es foil mich auherorbcntlich freueii, wenn meine Bitte von Erfolg ist, unb bitte ouch fiir bie Zukunft allc mir Wohlwollenben, fid) in biefer Angelcgenhcit fiir mich zu intcrcffieren. Zum bestcn Danke in Dorans verpslichtet sich Kustcrv Iische^ Sternallee Nr. 13. Bei bemselben sinb billig fiir ben Hanbbetrieb zwei Sc>darr>«sser«ppcrrcrte zu vcrkaufcu, toelche am Tage jeberzeit befichtigt rnerbeu fbnneit. 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Das geohrto versicherndo Publicum und inabesondoro unsero geelirton Partoien, dureii deren Sympathie und Vortrauen unsero Gesellschaft iliro derzeitige hervorragonde Stellung erlangt hat, werdon uns die Anerkennung nicht versagen, dass sie jenen soliden Grundprincipien, auf welche diesolbe ihro Geschiifto basierte, atets treu blieb und an denselben, unbeirrt durch die von unserem Gobaren so weit abliegenden Versuche raancher Concurrenzanstalten, unerschiitterlich festliiolten. Der consequonten Beobachtnng dieser Principien folgten die lohnenden Resultate! Mit JahresscMuss erscheint unser Grundkapltal if. W. A. 3.000,000, nicht durch Zuzahlungen der Actionare, sondern durch die gesaramelten Goivinstreserven vollcinbeziililt — die Reserve« mit dor statutonmassigon Hoho 1.1100,00(1 11. y. W, dotiert, und infolge des giinstigen Standea unaerer Gesellschaft vermogen wir die zur Deckung der Schiiden dionende Priimienreservo mit einer so namhaften Summe auf das folgende Jahr vorzutragen, welcho alloin geniigen dUrfte, die wahrend des nachsten Jalires vorfallenden Schaden zu decken. Die Erroichung so schoner Resultate eraoglicht uns nun, dem versichernden Publicum in der Feuerbranche eine neue Beglinstiguiig einzui'aumen. Wir haben niimlicli beschlossen, Wolmliiiuser und landwirtschaftliche Gebiiude von nun ab mit der Begilustlgung in Versicherung zu nelimen, dass, wenn sich dor Hauseigenthiimor odor Grundbesitzer verpflichtet, Gebiiude solcher Art auf sechs nacheinanderfolgende Jahre zu vorsichorn, unsore Gesellschaft das ersto Jahr als Gratisjahr gewilhrt, so dass die Partei, indem sie das orsto Jahr ohne Priimiongeld und nur gegen Entrichtung der Stompel- nnd Schreibgobtiren ver-sichert erhalt, die Priimie erst vom zwei ten Jahre ab zu bezahlen verpllichtot ist. Wir halten uns iiberzeugt, dass dor hiemit durch uns gobotene Vorthcil entsprechende Wiirdigung bei dom versichernden Publicum finden wird, denn es ist nun demsolben, trotz Ungunst dor Verhaltnisse ermoglicht und erloichtert, die Versicherung auf eine liingere Zeitdauer abzuscliliessen. Indem wir nun diese none Begiinstigung zur Kenntnis bringon, glauben wir, die Ueberzeugung hegen zu diirfen, dass das goehrte Publicum in dieser unaerer Yerfiigung ein Zeichen unsorer besondereu Willfiihrigkeit, in dor Gewahrung dos im vorhinein zu geniossenden Gratisjahres abor die Erwiderung des uns von don goehrten Parteien entgegongebrachten Vertrauons erkennen wird. Wir bemerkon noch, dass unsero zahlroichen Agenturen gerne bereit sind, mit niiheren Erliuterungen hieriiber zu dienen, und zoichnen hochachtungsvollst die General-Agentschaft der ersten ungarischen allgemeinen Assecuranz-Gesellschaft. <3-. ZMZicori. l)ie Haupt-Ag-entschaft fiii* Kraiii and Siidsteiermark beflndet sich bei Horrn (36) 4 Jakob Dobrin in Lsiibach, Franciscanerplatz Nr. 45. In grosseren Orten werden fiir diese Assecuranz ZBezirlzs-vertreter aufgenommen. Druck von Jg. v. Kleinmayr & Feb. Bamberg. SBerleger: Ottomar Bamberg. Fur die Redaction verantwortlich: Dr. HanS KrauS.