.U 297_____________ckrntass am W. Dezember________________l859 Die „Laibachcl Zeltung" ersch,int. «lit A,i«»ahn!t der Smi»- u»ft ^sisr!>'gf, täglich. u»t> kostet s>ilNl»l dcn Bsil^^e» i»> (l>i,„ptoir ganzjährig ll fi.. ha Ibjä krig ü st. 5l> fr.. >»it Kreuzl> a » d !»> (ll.'»n'^ loir ganzj, 12 ft., h^ldj. l» fl, Fiir die Znslellung in'« Haus smd h «Ibj, 5N kr. mthr zu entl ichtli». M i l >er Post port»fr,i ganzj.. uxter Kve,>zb>n,d un» gldlllckter Vlbreff, 15 ft., hall»j. 7 fi. 5U lr. In sertionsgeb ü hr für si»,Aar«lont>:2pillt,n-zeilt oder »en N.i,l,ir d>schal<«»g hinzu zu rechnen, Inserate bis lU Ieill» losle», 1 fi. 0« ll. für 3 »2»>»d V« kr. »r ^ Mal (,„il Inbegriff d,< Infertioneftemptl«. Plänumerations-Anzeige. Mit Anfang des Jahres R^6«V beginnt ein nenes Abonnement auf die „Laibacher Zeitung" und die „Blatter aus Krain". Die ausführ liche Ankündigung wurde in 3tro. H^s) dieser Zeitung eingeschaltet. Der Pranllmerations Preis betragt ganzjährig: im Heitungs Comptoir fl. Rl ins Haus zugestellt . . „ R2. ^ mit Post versendet . . „ R5. — Halbjährig beziehungsweise: fi. 5.5«>;fl. tt;st 7.5O. < weit srlbr nach c^r Gattn»g deS Markts zlim Vn-febre a»f demselben zugllllssrn sind. Waren, dcren Verlanf an ciur ^»nzsssll'll ssc-blllidl» ist, köimeii jedoch auch auf Märktc» mn'vm> den lnil dcr l'rzü^Iichcn Kolizrssiml vclscdcl>r>l Oc-wcrl'Slclttl» flil^dotl» wcvdcn. §. 63. Wrr cius rrm 'Ac^iclinl uo» Mälkt," ci» scU'st!!ällt>,grö Ocwrll'c lixicht (Fisr.n,t. Malklfayrcr). yat dissls ll.'cl! ^. ^ll alizümlldci,. i^. 6^. ^U'Xäl'dsr wcldsü n'icksichilich des Nrchte^ zum M.nNl'cslichc mic ^»laildrr l>ll).n,dsll, s^ ,vcit nicht li.ic Al'wcichung l)irlvou ill 'Amvciicnmg ocv Rc-zl^rozilät vrlfügt wirr. H, 0i;. G?gcnstäurl rc^Mc.vk!Vlrkclnö alls M.sftli. Inlnwmkls!, mW rcn il»un rurch spczicllr Vcr>?r!?-»Uügcu für ric Kllizci! glsich^üslUcn Va0sorll!!. da»» nuf .NirckwiMimklc», siii!" allc im flcirn Villlyrc gs« stattttln Warcu. lüsoftrüc mäü dic dlzii^Iichs!, M.nkt-l'eri-chli^üüql!, auödnickllch n»s ci";cl„c <Äa!lii!,gr!i vo» Ge,ic!,s!ä»dc», wie z, V. Virl). WoUs. Gelllidc. N>>,-derspillw^nrn x'.. l'l-schlM'tt siul'. ^. (i Ackl-s^lätl'l. (^l^»g»isjc, wllchc zu dcn laudc^ül'Iichll! N'l'cii^schlifti^ln^n t,s^ ^aii^sutc drr Umgs.-jciip gsl.'öicl,. li»d gcmsiiic Arlilcl dcö täglichc», Vsll>!lNlckl<<. ij. U7, ?l,!?lrc als diise ÄNik.l ai>f Wockl'»-marktt!, in Piidlll und Stmidc» f,il zu lialtc». ist in der Rc^cl nur dcil m dll' Ocoitindc scllisl woh»h l'nrils iu ciu-zeluei, Ortcl, l'i^hcr fm' dic l'.trcff.-»dsn (5r;cug!us,sc ""ch »iuöwar:i,ie Gtwnl'c'lsllle zl.^ll.ch.n siud. Es ist iidri^rus in Orttn. lvo rurch dir s.^haftci, ^twnliSIcnlc dcm Kmisumiiousdrdlnfe nicht culsprc'. chen ivarr. dlr politlschlii 3NsI1l' nli^iwmms» m^nc'i-i'Nsu. dliß für oir l'c^ü^ichs" 'Ailikrl .n-ch ciüs-wartiqc GlMsrl'ltrsil'rnoc lins dtii WochrnmälktsU zu--^'llissln weide». tz. 08. Allen Marltl'ssu^tl» ltel"!, im Betrildl tt)>er 'M>nk!^eschäfts Dir ^kichen Äefussüissc zu. Eilnichtnugsn. wou.icl) l^ic crstcn Slliudrn de^ Mm-ltcö für ^ir Einfaüftl im Kiemen vorbehalten werds». düricn nnr l'ei Uochcumärktcu und in An-wenl'un!'! ouf Vll'lixZlniltel slatlfin^en. ws»n dic ön-lichcn Oüvolüiblits» ln^ ^cdürfülssc dafür sprechen. ß. <^^. Der Mm'ktolll>l)r darf ^on dcn Gsmcüi» dcn mit kciillil ani-err». als sl'll'er )!ngcil'r» l'ell^t werden, welche cine Vergütung für deu üderlasseucn Nenim. den Gel'ranch vo» Buden uno Gerätl'schaftr». und für andere mit M'yaltuug dcö Mlnlle^ u>'il'l!u-denc Au^Iagsn I'ilden. §. 7l). Innerliall, obige» Vestim,nungen hat jecc Gemeinde, in wrlchcr Märkte adge!,)>Ulen werden, nnln Gcnllxuiguuq der polilische» 5,'andeichellc die Markt-crdnuii.i. welche auch den Marslgel'ührcU'Taiif z» e»l-halten liat. nach de» ^rilichen Bedürfniss,'» fest^osepen. wl'l.>ei auch zu lil-slimmen ist, in m>e weil der Ans-s'lmnk von Geträük,» nut» dic Vcralneichung vo» Speisen auf den Marklvläyen gtslaltet wlrdc. 8. 71. Vssondere Vorschrifie» dsstimmen. wie vo» Märklen erwc>ll'cl! wird. mit» irclchs ^»'lickstchlsl! l'si selchen Vewilliglingen zll l'col'iichtcn sind. Sechstes Amptstück. Gewerbliches Hilfspersonale. ' §. 72, D>t Rtchlövclhäüliissc zwischril den selbst-sländigen Grwcrl'clreil'cliden und ilnem Hilsspelsol,ale (Gehilfen und ^sl>rli,!^e») sino. insoferne nicht das gegenwäitige GcirN Iicslinrcre Vlslimlnun^ru c»ll»äll. nach den Vsstimmum^'u des allgemeilicil dürgcrlichen Gcsepucheö zu deurtheilen. l>) Gehilfen. §. 73. U»t,r G>h lf>» wcrde» in rm-slm Gescyl H.'Ndl'.lngödiener. Gesellen und FakritVarlicitcr, d.nin dic in gleichen Dieuslverl'ällnisssn stehenden weidlichc» Hilfsarbeiler vn-slanreü. Dic für hl'l'eic Dlsllstlcistlmgcu angesttlltell In-divi^nen, w>c W>rks!!l>!lr. Mechaniker. F.ikioren. Buchhalter, Aas'ttls' ZeiHuer, Chemiker. dan» die fur l'loße Haodlauger- u»d andere gröbere Ardeilen »ulfgenc'mmenrn Arbeiter und Ta^löhurr. ei'dlich t>ie Perioinn. welche lici dcm Bclriclie ciües Oewerltts l'loö Hau^gssln-c^ieustc ^.rrlchten. wie Klllnei. Fnhrlncchle ?c. werden nnter dl» Gehilfen nicht l'sgriffcn. ^. 74. Jeder Gel'ilfc »uuß mit den nölbigen Aliöwlis'» versehen sein, welche bei Handlungsoiencr» >n de» bebördlich vidnle,, Zl'u,,nissl'!l dlr früheren Dicnslaeber, bei andere» Gehilscn in dem Ärbeilöbuchc l'lsleb!». Uüteriuhmer, >l>elch>- Gehilfen l'Ime einen solchen Allöweie! in Verwendung nehlnen. ,nachcn sich slrafl'ar mid l'afic» N'it den ^eyteien dem frübercn Disuslgeb.r für de» durch den eigcnmächligen ?!u^tiilt dec! Ge-Ixlfs» lvwachse»!'!! Lch>>dl» n.icl' Maßgabe deS ^ >302 ocel aljgemeinc» bülgeilichs» Gcs'tzl'uchri«. Dcm frühlllü Dleuslglbcl stsht .nlch d."3 Reä-t zu. deu Wiedllriütlitl dcö eigeiünächiig emsa/lrelenen Gebilfeu ^il scrssi,,, «j.. 7l>. Die Art der Vriwendnng eines Gehilfen, seine'Bezüge und so»slige Slell-.iug. die Dauer de.' Dienst^erdältnisses, dic altfälNgc P^'be;r>t nnd dis Kündigungsfrist sind Glgcustano freiel! Ucbereinkom-mcnö. I" Ermang!»ug eines solchen wild die Acdin. gung wochenllielilr Ablolmung und eine vierzehntagigr 5lüi!dlgll»gefl>sl vorallögesepl und in den anderen Ve< ^ilbl»igl» der Oll^^cb,a»ch >nr Richüchuur genommen, ^. 76. Der Gcyilfc ist vcipfiichttl, dem Dienst. gebcr Treue. Folgsamliit und Achtnng zn eri!',!ssn. sich anständig zu beiragcn. die bldlii'gsnt od^l orls» übliche )Irbe>lS>eit eiNzuhallen. tie ibm nnverlralltsn gewerblichen Verrichtungen nach blsle» Kräften zu. dr-sorgen, über die Vttliebömrbällliissc ceS Dirnstgebels Verschwiegenbeit z» beobachten. sich gegen Milgehilfsn lind H.niö^enosscn veriräglich z:> benebmen und die Lehrlinge, so wie die nnlcr seiner Aufslcht arbeilsüdeu Kinder gut zu behandeln. Er ist berechtigt, die be^ bundenen Bezüge uir rechten Zeii. li„s .->nslä»di»,e Behandlung und blim Äuotlillc ei» wahrheilSgltreues Zcngnip i» ?l»s^'rlich ^u Nshmen, ih. 77. (5s ist den Gehilfen verlöten, wil^kmlichs Feicrlagc nno sogenannte blaue Montage zu lallen, l'hilr liinwiliiguiig des D>enstglbess für eigrne Rechnung o?er für fremde Albcitsgebcr zu arbeitcn. und nntcr sich Verabredungen zn treffen, nm durch a/mein^ schaflliche )lrbeilsu» t>rr Os^llss.' «) zum Dienste unbrallchbar befunden lt'ird; l>) cilic Handlung verültt, dllich welche d.iS in il)U zn seßende Verli-aueu gegründeter Weis, verwirk« wird, oocr lv>un ciuc solche Handlung nach der Aufilliyme zur KennlniL des DicnslgebrrS gel.nigt; c) oh>,e Einwilligung deö Dicnstgelürö ein der Ver» wrnduug beim G.werbe nblrägliches N'bei'g.schäst belrcibt; ll) sich hartnäckig weigert, drö DlsnilgsderS rechtmä« ßige Weisungen zu voliziclien. o^r die M,tgtbilfe»,. ^chrlüige oder das Hliusgeslndr ulin Ungehoriam. zur Auftshnung gegen den Dlcnstgeber. zu unordentlichem ^cl'lnöwandel odrr zu unerlaubt,'» H^d' In»gc» zu verleite,! sucht. oc>rr sich s>i,,r Eliren« l beleidigiiüg gc^en den Dieustgeber odrr t»lsst,i Ang, hörigc oc^cr ciner anderen w>se»t!ich,» oder miedtr» boltcil Pftichwerleplüig schuldig nllichl- «) durch eigenes Verschillde» arbsilsiliifäliig ivird. oder wenn rie unverschuldete ArblitSunfähigkell über vier Wochen dauerl,' s) durch läuger als acht Tage gesanglich angehalten wird. 2. Der Vehilfc ist inöbcsondere zur Allfhebuug des Verlragrö bcrcchligt: ><) wenn er ohne Scharn für seinc Gesilodheit dle Arbeit nichi sorlsepen k^nn; !») wcnn dcr Diensl^el'er stch lhailich,r Viißhanolunaen oder dcr Ucbcilreluiig der Ehrcubelcldigmig gegen ibn schllldig macht; (,) wenn dcr Dicustgeber ih» zu linstitlichrl« oder ge- s.ßwldrigln Handlungen zu veilciieu such!; <1) we»n der Dienslgiber ih,u die bedungenen Bezüge ungebührlich vorenihält. oder andere wcssniliche Vcrlragsbestimmuugsn verlc^t; <) wenn der Dienstgcb'r i» Konkurs verfällt oder sonst verbinden ist. dcm Gehilfen B.schäfligung uno Ver. dienst zn gel'cn. 8- 7l). Wcnll rcr Dienstgeber ohne cincn gesep' lich zulässigen Grund (ß. 7«) eiilen Gehilfen vorzeitig enlläijt. oder durch V rschllldcu von ssiner Seite Grund zur vorzeitigen Auflösuüg des Dilnslvtrpält, uissls gibt. so ist er verpftichlet. dem G»l'ili,u dr»> i,'obn uno die sonst bellingenen oder ll»g,führlr» Bezügc fsir dttt uoch übrigen Thcil rcr Kündigungs, frist zu vergülcu. §. 80. Wen» ei" Gebilfe scinlii Dienslgel>,r obne geseplichc» Grund (§, 78) vorzeitig verläßt, jp ist der Diexstgeber berechtigt, deilseldcn durch die Ruft» Ächörde zur Nückkebr iil dic Arbeit für die »och ftp» Icndc Zeit zu vtrhalteu mW dcu Ersal) des erlilcnen Schadens zu vcrlangcil. Ucbcrrieß ist ein solcher Gc« Hilfe angemrsseu zu bestrafen. ^.81. Durch das Aufholen des Genierbbltlie. bcs und duich den Too des Gehilfen erlischt das Dieustuerhällniß von scll'st. Doch ist i», Falle des freiwilligen Aufgebe,^ des Gcwerbcs odcr rer durch Schnlo ooer Zufall vou Seile des Dicnstgebcrs hcrbcigsführten Einlassung ocs Glhilfen. derselbe berechtig!, für den Eingang der ^ünriguugsfrist Schadloohaüung anznsrrechcn. §, 82. Für größere Gewcrbsuntcrnchmnngeu. in welchen gcwöbnlich mehr als 20 Arbeiter obne Untcischicd dcs Osschlcchtcs »nd dcs Alters i» gc-nicinschafllicheu Welkstättcn zusammcnwirlcll, gclleu ncbstbei folgcude besondere Vorschriften. ^, 83. Ulber das gcsammtc Arbcitspcrsonalc ist rii, Velzeichixß mit Angabc dcs Vor- uno Zunamens. dre> Altlr", der Hcimatsgemciude, dcr dieust-lichcn Vestimmung und der Vezüge zl> fübreu und der Vcbörce auf jcdcsu>aligcs Vcrlaugcu vorzüwciscu. F. 84. In dcu Wc>k>'lätlen muß eine Dicnst-Ordnnng Zugeschlagn sein. »uorin ini>bcsondcrc sol-gcnrc '^sstiinmnngeu c>ui?zu,drückcn sind: l<) nbcr dic verschiedene» ^lasscn deS ueriuiiidctcn Pcrsoualcö »».0 seine Dieusluerrichluilgen; iusbe^ sonrcre über dic Vcrwcnrung dcr Weiber und binder »lit Nückncht auf obusische K'äftc ll»d den für lcytere vorgsschiicbrnrn Schulunterricht: l>^ üb,r dic Daucrzeil dcr Arbeit; l') ül'er die Zcit rer Abrcchuuug lind dic Äblölmungs- uelhällnissc; ni Falle der Erkrankung odcr Vernnglücküng; s) n)>ir allfä'lligc ^,'öbnungsabzngc und Arbcilestrafen bci Ucbcrüclungcn dcr Diclistordnuug; ß) über dic Kündigungsfristen und die Falle, in welchen das Dicnstvcrhällniß soglcich aufgelöst >uer-dcn kann. Ei» Duplikat dcr Dienstordnullg ist dcr Acl'örde vorzulegcil. §, 8ü. Wcnu mil Rücksicht auf die große Zal,l der Arbeiter oder die Natur dcr Acsä'ä'ft,gung einc besondere Vorsorge fur die Unlcrstüyung dcr Arbeiter in Fällc» dcr Vcruiiglücknüg occr Erkrankling nöthig erschcint. >tcr»sl,lNlr ^'crpsiicl'tct. nnicr Vci« tvagslm'tmig der Ardcitcr snlwct>,r ei»e ftll)slsl^»r>i^c Ul!tl!stüt!ung'3kass'' c'icscr Art bci sciucm Eladlisscmcnt zn crilchts», orcr einer schon bcftel'ciidcü beiziilscien. ^. 8li. Kinder nntcr 111 Jahren dürf,n gar „ichl. Kinder ül'er l0 Ialire. adcr untcr l2 ^ahrcn. »ur gcgeo Veibringnug ciins ndcr Anllingcn dcs Vatcrs oder Vormilurcö von dem Gcincilldmorsta»."? nutlgcfertigtcn Erland!'ii)s^,ines znr Arbeit in glöül' rcn Gcll'srliSilnlerncbmiiugcii uerivrndct u'crdsn. u>,d ,zw.ir nur zu solchcu Aldcltcn, welche dcr Gcsundhsil nicht nachlhciüg sind uno dic lörpcrlichc ElNiricklung nicht hindern. Drr (^rlanb'.nüschein ist nur dann an^ufcitiqcn. ivcnu cinw^cr der Vcslich dcr ordentlichen Schule mit dcr Pcrwc»dnng bci der Gciverl'önittsrüel'nililig vereinbar crschl-int, odcr uon Slile ocs Gcwndc-Inhabcrs durch Errichtung uon bcsondcren Ochulcn für l'eu Nntcrricht der Kinder »c>ib den Anordnungen dcr SchuII'lhördc gcnngcnde Voisorgc gettossen i!i. §. 87. Für cic ^nriuiourn u,,!'r 14 Iabrcn ran' die Arbcilözlil laglich 10 Sluodcl,. für solche übcr N, aber untcr 16 I.,l)ren. laglich 12 Llundsn nicht übersteigen n»c> nur in cntspicchcudcr Oinihl'ilung ,nii gcnügenrcu Nul'ezcilc» bcmcsscn wlrdc». Zur ?tach>arbcil. d. i. znr Arbclt nach N Ul'r Abcnds und vor .'l Ubr MorgenS, dmfcu Ii^ioiducn untcr Ui Iahrcn nicht ucrlvcnrct wcrdcn. Doch lann l'c: Gewerben, wo Tag und N^il g^irbcilet wird. und wen» sonst dcr Velricb gefalndct wäre, die Vc> börde anäi dic Vcrwenrui'g der Albcitcr uulcr lli Iabren. adcr nicht nntcr 14 Ial'rci!. znr Nachteil uolcr dcr Bedingung gestalten. daL rmc angcmcssciic Abwechslung i„ der Tag« ni,d Nachiarbeil staltfindc. Ebcn so kanil dic Vcliorr-e in Fall>u ciueö anücr» ordcnllicheu Albeit^bedürfnisscS cinc uorübcrgehcnrc Verlängciliug dcr Arbcil^zci! um 2 S>»»dcn für ric Arocitcr nnlcr 111 Iabrcn. jedoch nur für dic Dauer von höchstens uier, Wochen gcsiattcn. d) ^chrlingc. §. 88. Als l'cbrlmg wird angcserc», wer bci einem sclbststäiidigrn Ocirclbetrcibeudlu znr pra?tlschcn Ellernnng tcs Gewerbes in Verwendung ttitt. §. 89, Um minrcrjährige ^.'l'llmgc daltcn zu dürfen. muß der GlwerliSilchalxr das 24. i.'elilnejahr zurückgllcgt dabcn. Icnc. wclche wegen eines Verbrc^cns ül'crhan^t, oder wcqen cincs aus Gewinnsucht bcgaüglnen oc>cr gegen die öffentliche Sittlichkclt gelichttlen Vcrgchcns. odcr einer derlei Uebtriretung verurlhcilt wurdc». sowie jene. wclchsn nach §. 137 ras Rccht, ^chr. ^inge zu halten, cMzogen mnrde. dülfcu weder will' dcijahrigc ^«hrlingc anf»evmcn, noch die bereits auf« gcnolnmluen langlr bcl'allc». D>c polilische l.'aul)csstells ist abcr ermächtigt, in Fällen, wo ciu Nachtbcil odcr Mißbrauch nicht zu bc< sorge» ist, uach Vcrllclünnng der Gcnosjeuschaft eine ausuahmrwcisc Vewilligung eintreten zll lassen. 8- W. Die Aufnahme minccijäl'rigcr ^chrlingc hat alif Grnno cineS, oic Äcriü^nngeu dir Aufnadme und Vchaudlllng uul> inslnsonoerc die Dauer dcr Lehrzeit festseßenoen Vertrages z» gcschchcn, dcr. wenn der ^thrhcrr einer Gcnossenschaft angchört, vor »cr Vorslchung ricscr ^cplcrcn, sonst alicr uor dcr Gc> mci,,dcuorstthung abzuschließen und daselbst aufzube» wahren ist. §, 9l. Vci dcr Aufuabmc eiucs ^.'chrlings kaiü, einc Probezeit bedungen uicrocu, während welcher jedcr dcr dcic'cn Thcilc nach Vclicbcn zllcüctirclen kan». Dic Probezeit darf zwei Monate nicht ül'cisteigen. H. 92. Dic Daucr deü ^cdlvcrdälluisscö. das Lchrgclo, dic Vcdingllngcu der Verköstigling. Wohunüg ?c. si«d Gegenstand freier Ncbcrciiikunst ' doch oarf linc langerc, alö die für das Gcw rde ortüüb!iä>e längste Dancr rcr ^elir^eit nicht slipulüt wcrdni. In Ermangcliüig b^soiidcrcr Vcradrcrungcn ist sich an dcu Qrisgcbrauch z» haltcu. ^. l^^j. Dc: Lehrling >st ocm ^chllicrril zu F^lg-samkcil, Treue. Fleiß. austa»digem Bctlagcn. Vcr< !chloicgel,ht!t ucrpftichtct, und muß sich uach dessen Aüweisung im Gewerbe verwenden. Ei,» minocrjahrigcr Lehrling ist rer bänglichen Zucht dcs ^chlhcrrn nulcrioorfc»; er genießt siiuen Schul) und sciuc Obsorge. §. 94. Iul (Hrlranküngsfalle hat der ^cbrling, der in dcr Hauvgcuossciüchaft des Lehrherrn lebt. anf dic glcichc Hilfe Anfpinch, lvclche nach den allgcniei'' ucu Gcsepcu oc» Dicustgcbcrn gsgcu ihre Dicnsldoicu obliegt. §, 9^. Dcr Llhrhcrr Hai sich die gnucrblichc Au.', bilouug dcs ^ehrlliigö anbiegen scill zu lassi», und ihm die hierzu erforderliche Zcil uud G>Icgcichcil durch Vcrwliiolmg zu anderen Di'ustlcistungcn nichl zu lnlziehcu. lHr hat »'u nlindcijährigln ^!cl>rling zur Aibrit-samkcit uud guleu Stticu, zur lHlfüllung dcr rcligiö« seu Psiichttn. zum Vesuche des gcscßlich vorgcschric-bcl,,n Uulcrrichtcs. nuo n'cnll in dem Orle einc ge-wci bliche Fachschule für ^.'cbllingc bcstcbt. a»ch zum Vcslichc dcr !,^!»rcn anzuhalten, slch i^cr Mißh.nlo-ll!!,g »cSjlU'eu zn «Nl^iiltclr. llllv il'ü gc^r» soich«! V'0!> Seitc dcr Dienst» uno Haus,ienl'sscu zu schüpk.'i. Im Falle cer Erkraükung oocr dcs EiUlanfsns rcs mind.-'jährigen l.'«hlll>igs uno >n anc^cicu iu,chl>-gcn Volkommnisscu, wclchc die Dazwisä,'enkunft dcr Clicrn. Vormül>rcr oler sonstigen Al^gchorigc» cttki» scheu, hat er diese zu bcnaHlichngcu. ^. !)li. Auch das 5,'rhrvcrbällniß kann (Uis wich-tigtn Gründcn vor Adlauf der ausdrücklich oder stillschwcigeud bedullge»cn Dauer sogleich anfgslöst werden. Dieses lu'tt iusbcsonvcre ein: 1. Von Seite ocs i.!chrbcrrn. u) lucnn Dcr ^clnling sich eine dcr lm tz> 78. Punk! 1. lil. l) uno als l Monal gefäugllch angcliallcn wird. 2. Von Scite rcs ^yiliugs, bezichungsweisc seiner gestplichcu Vertlllcr: ») weuu l-cr ^»hrdcrr dic ihm oblilgenrcn Pflich" lcn gröblich vllnachlässs'gl, den ^'cbrllng zn nn- siitlichen odcr gss,l)wic'rigen Handlungen zu vcl- lcllcn ficht, oder das Rccht dcr häuöl!'1en Zucht mißdrancht; li) wenn dcr ^ehrherr durch mchr als ci,>eu Monat gesanglich angehalten wlld, oder auch bei kürze« rcr Zcit, wcnn nicht für dcn ^cbcn^unlcrhalt d,s ^ehrliugs gcsorgl ü't; c) wenu oeu, ^ehrycrrii dinch St^af.rkcünlniü das Gcwlrbc zeülich ciugestcllt wild; (!) wcnn der ^'lhrhcrr in cinc anderc Glmeindc ül'crsiedclt; doch muß ocr Ailtrag auf ^öjung dcS Vtlhällnisscs längstcns biuncn zioci Monalcu uach dcr Ucbcrsicdcluug gcstcll! wcrocn. ^,, !17. Gc.,cn cine vierzchnlägige Alifkür.digllNg lanu d.r ^cl'rling Die ^'clnc ucrlasscn. wcun er seinen '^cruf ä»rerl oder zn eincm audcru Gewerbe übcr-geht; wenn er durch die Aushaltung dcr ganzcn Lehrzeit vcrhlndcrt wäre, von einer sich ibm darbirteudc» Ge< lcgcnuctt dcr Vcrsm'gnng Gebrauch zn machcu, odcr wenn ociscllic von feiucu Elteiu wegen cingcllctener Veränderung ibrcr Umstänrc z» ihrer Pficgc odcr ;ur Führung lhrcr Wirihschaft oder ihres Gcwtlbcü beuölhigt wird. §.' 38. Durcv ric tingclrctcne Unfählgkcil dcs Einen oder Audcrcn, die cingcgang.-nlu Veroftichtun- gcn zu erfüllen; durch dcn Tod dcs uelnhcrr» oder ^el'rlingö, oder durch das Abtreten des Lehrherrn vom Gewerbe erlischt der Lelirvcrtrag von selbst. §, 99. Wird das i^hrvlihällniß vor Ablauf der ausdrücklich oorr stillschweigend festgeschtcu Dauer cib-gcbrochcn, oder I,ort dcr Gslvcrbcbctrich auf. so fiu-dcu dic Vcstimmnngcu dcr ^^. 79, 86 und 8l An-wcudliug. tz. 1li0. Vei Aufiösnng deö Lcblvcrl'ältnissrö hat der ^ihrhcrr dem Lehrlinge anf Vcllangcn ein Zrng« »ig über die zugebrachte ^ehrzcu. sriu Vctragcn'während derselben und die gcwouncue Alisbilrnng im Gewerbe mlszusttllcn. §. Kil. Eiu Gewerbsmann. dcr !oi>s,nllich ci-neu entwichenen ^chrlmg aufuimnil, »uachl sich strafbar, und hat mit ^cylcrem dem vorigen ^chrberril für den ihm durch dic Entwcichuug dcs ^chrlings er« luachseucn Schaben nach Maü>iabc d,s i^, 1!W2 dcs allgemeinen bürgsrlicheu Ocsehbuches zu'haften. Dcr cnlwicheue Lchrling wird auf Vcrlangcn des Lchrherrn in die l'chrc zurückgebracht und unler» licgt einer angcmcsscneu Vistrafnng durch densfll'cil oder nach UunläxdsN durch ric V.l'öroe. c:) Gsincinsamc Vcstinimnngsü. 8- ll)2. Hircitigkcitcn der sc!bstständigcn G^< lUll-bclrcibenl'cn mit ihrcn Gebllfcn nnd ^brlingcu ans dem Diciist- und ^clnv, rl'ältnissc. wclche während der Daucr dessclbcn oder wenigstens vor Verlauf uon Ai) Tagcn uach dessen Aufhörcn angcbra^l werdcu, sind, lucnn dcc Gcwcrbclrcibcüoc eincr Gciil.'sst'i!schaft angcl'ört. von dcr Oc»osft»sch.ift^'.'orstcl.'ung im Wcge dcr gütüchcn Ailsglcichung odcr nölhigenfaUs durch Erkcnuiniß zn crlcblgcn. Gchort dcr sclbststä'uoigc Gcwclbclrcibcudc kci» »cr Gcnossfüschaft aii. so sind diesc Slrciligklilcn vou rcr politischeil Vehöldc zn verhandeln unr zu rilischcideu. Dic Erkenntnisse dcr Gl'nosscnschastsvoistchung sind im VcrwaÜnngswcge vollzicljbar. Gegen dissclbü, steht den Vclhcüiglen rnrch acht Tage oir V.rnfung an dic poliüsli'c Vcl'örre offbung uicht aufgehalten wird. Jene Sireüigkcitcn. N'clchc nack Verlauf uon !il> Tageu n.ich Alifhörf» dcs Dienst, odcr Lcbrocrbalt^ nisscs angebracht ivcrdcn. gehörcu vor dcn oidlnllichsu Nichler. ^. >l)A. Vci rcm Eintrillc und dcn, A»?lrille sincs (Vryllfc» l'vrr ^syrlm.is ft„v die l's,trl,c»0s» P0- l>;l'i!i,1>l!I Mlll'!I!,s,öv0!'fchrlf!!'!! z>! l's^I'illt'ts!! . xnv cs hat übcrdieß, «oenn dcr Dienst» od,r i.'cbrbcrr eincr Gcnoffeuschast angrl'ört. ric Mcldnng g!lich;cl>ig anch bci dieser zll gcschchc». ^, 1l)4. Was i« dicscm Hauolstnckc von den Gcwcrbsunlcrncl'Ml'r,! als Dienstgrbcru odcr Vchrher« rcn gesagl ist. gilt auä' von dcrcu Sltll'.'crtrctcril. in sowlit uichl eiüzelne Vcsti,i>ln>lngcn dcr Nalur dcr Hache nach »llr anf die Person r>,s Gcwe>bsi>,Habers Anwendnng finrcn. tz). Ill.'i. Auf die zu klNiiinännisch,!! Diensttn vcr' wcudctru Gibilfcn uno ^cbrlüigc (kanfmännisäics Hil!svc>soi>alc) fi>,dcn ric 'V.slimmun^ru rifses H»upt> stückcs »ur i» softrnc Aoweoruug. als rücksichllich res Dicllst- und 3cbroc>bä!!»isscs dil-scr Pcisoncu in den laudcsrcchllichcn Voischrificn nichl elw.is Anderes angeordnet ist, Siebentes HlNtptltnck. (Yeuosseuschaften. H. 10U. Unter dcnjslngcn, loclchc glcickc odcr verwandle Gewcrbc in siiur odcr in nachbarlichen Gc< mcinrtn brirli'bcn, ist cin gemcinschafllichcr Verband anfrechl zll crliallen unr >u so fcrnc cr noch nlchl bc« steh! . so vicl als möglich herznstcllcn. Oine Ocuosscnschafl kann nach Umständen ailäi die Gcwcrbclrcibrndcn nicbrcrer O.'ineindcn und vcr-schicdenalligc Gc'l'crbc umfasscn. tz, 107. Wcr iu rcm '^l^irkc cincs wichcn Vcr-1'anrcs das Gcwcrbc. für n.>c!ches dersclbe bcslcht. icll'ststänrig l'elrcibt. wird schon durch den Antritt dcs Gcwcrl'cv Mitgliro dcr Gcnoss,» gcs Eiin'crnedmcn orcr nbcr Vcgcbrcn der cinen aus ibnen durch dcu Aussoruch rcr polllisch!'» ^aurcestclle nach Einvcrncl'mcu der Hanrrls- Kiid Gcwcrl'clammer zu Oiuer Gcnosscnschaft vcrsinigl wcrdni. §. 110. In gleicher Wcisc ünd gcnossrnschaflliche Pcroindungcn solchcr GcwlrbSkntt. wclche oiohcr in kcilicm Vcrl'anrc stanren. bcrzustcllcu. §. 111. Der lcrr'lc-rinlc Umfang, anf wclchcn sich ric cinzclncn Gcnosscnschafic» zu crslrcckcn habcn. «ß «s knnn jederzeit von der polnischen Landrsstellc nach Eiuuernehmung der Handeli?. und Gewerdekannner bestimmt werden, §. 112. Ill beim Antritte eines Gewerbes ei), Zweifel, ob dasselbe in eine Genosscuschaft und in welche einschlafe, so bat die Plliöidc nach Anbörulig dcr Handels- nnd Gcwerbckammcr über die Zuweisung zu entscheiden. §, 11A. Die Gehilfen nnd Lebrlingc dcr Geuos« scnschaflS-Mitglieder weiden als Allgkbörigc der Ge> nosscnschaft betrachtet und sind alS solche dril Vor« schriflcn derselben nnlcrworfcn. tz. 11^. Der Zweck der Gonossenschaslcn besteht in der Förderung derjenigen Anstalten nnd Vorberci« lnngen, welche die Bedingungen der gemeinsamen ge> weiblichen Inleressc« abgeben. Insbesondere obliegt ibncn : n) die Sorge für die Erdaltnng geregelter Zustände zwischcn den Mitglieder» der Genossenschaft und 'hreu Angcbörigen ^^ ^ ^)' insbesondere in Bezug alif den ^cdr.' und Dienstuerband; ^) die Austragung der bezüglichen Streitigleiten (§. ^) dic Gründung oder Föidernng voil Fachschulen nud die Vs>'!>fs!ch!lgi derselben; achten über die i>, ilivrm Wirknmi.üt'reise lisgeuden Verhä!t!',!sse an dir Vebö'ldc „»d oic Handelü. nnd Gewcrbckammcr il'rcö Vel.irkes: l) endlich die Mitwirkung in allen, Vorkebrunqen der ösfcnüicheu Verwall>,ng. welche sich am dir Ge samnilbeit der Gewrrbsgeuosscn 'oeziebeu. ^,. 11ü. Durch ric Errichlnug von Gcuosscuschas. lt» dan für N'icmandcn der Aütrlil oi^er err Veliieb eines Gcwetbcs writer beschränkt werden. als duich das gegenwärtige Geseh bcslimmt ist. H. 1l6. Dic Genossenschaft wiid '.'cri'.clüi »nd dcrcn'Geschäfte werden besorg!: n) durch die Versammlnngen dcc Geuossenschafi; l>) dllich den Gcni,'sse»schaflövor^a»d. bestcb<'nd ans dem Ausschüsse nnter der ^cttung de^ Voistederi'. n treffen, daß die ei»' leinen Gcwlrbösi.attnngsN d»vch angcnnsisnc Verilui» lllnn der Perlramnömänner nnf dirscldcn veüre- ten seien. c Wadl deö Leieren :>»teil,sgl der Vrstalignüg der Vrhörde, Die AmlSDauer dcr ^»eschnßmitglicder nnd der VorNcl'cr währt in dcr Regel drei Ial?rr. nach eeien Verlauf sie wieder wa'hldar sind. 8- 119. De„ Vlisan,!!i>nngen sind UlV.'l'cl'allei'. u) die Prüfung nnd Gcnrl'miginlg der Rechnung^'' schlüssc n»o Ial'rc^v0>anschlä,ic nnd die VeniiN' mnug des dülch 1'ml.igen alifznl'iingeüden Vc> tragc ö ' !') die SyNcmisirnng des besoldeten HilfvperscmaleS; l-) dir Versügnng nl'cr das Stamnnnrmogen der Oc- nl,'ss^n>1)aft; <>) dic ^lschlnssc nl'cr Enichlmlg nnd organische Äen< bernngen der HüOalttn für die unler «'). 1l^. dezeiäineten Zwecke' <>) die Schlul,s'assun,i in auderu dnrä» die St>>ln!,n näl'er ;» dszeichi'sN^cu wichligeu 'A!!gele,ienl>silen. 'Der Verstand li.sorgt die Ial,f»'nden Geschäfts, §. 120. Stimmdcrcchiigt i„ der Genossenschaft lUld walildar ^l Vertraue,!'»,nä»nel!l nnd An^schnsseil sl»d nur diejenige», welche idr Gcwerl'e licieiis durch ^^> Ial'l'c allfrecht lielriel'»!, dal'en. Äu^-,sschlossln vom Slimmrichle ni,d dcr Wähl> l'N'l'slt sl„d disjenige». welche wege» emcs Verirr» chen^ i",l'er^aur>t. wegen eiucS ^clgel>cn<< od^r einer llfl'crirclnng an? Gewmnsnch! odev gcgeu die öffe»l> liche Slltüä'llil, ircgen Schleichhandels, wegen sckwc. ler Gcsällöl'lliellrllnng o.'er schulderen Kouflnse^ ucrnriheüt worden sind. Wälil-sno der Zsü. "lö ein Gswsll'Sinbal'er wc< gen eiuer der l'l'l'^eichnetcn Handlungen in Unter' snchnng slcl'l oder idm das Gewerl'c durch die At« hö,de ciügesiclll ist. l^n» delsell'e leiü Sliminrechl in der G.nosscnschast miölU'cn und tVi» ?>in, in lerftlden bekleids». H. 12l. ^ür die !22. Dcm VorNaude wird daS R^chl lingr> räumt, nl'er die Miigllldcr nud 'Angehörigen der G,e nosseuschasl l'ei Verlcpung der Ocnos^uschaflsuorschllf' lcn eiugcmlsstnc Ordnnugsslüifeü. aiü: Verircise uno Ocldftrafcn l'lS 5 Gulden. ,^n vciyänge». §, 123. Die für dic Oiforderiusse dcr Genossen, schaftrn nöihlgeil Geldinlllcl, sowllt solche nicht uns den Zinsen des vorl'andinlü Vermögens dir Drcknng cchalicu, werden mil Genelnnlgnug der Veliördc auf dic Mitglieder der Gcnosscnschail nm^clegt uuo dürfc» lm Vclwattuugöwcge ei!,gclNsl'en werde». §. 124. Wem» l'li eincr Genossenschaft eine Anstalt znr Unlerslü^ing der pilfsbedürftigen Gchil-fcn durch gcmcii'sainc Vcilvägc der Gcwcrlisiuhal'cr lind der Gcyilfen mit allglmemcr Vcipftichluu.i znin Vrilritle cirichtct w,ro, so darf der Vcürag dcr Gc-hilfcn nicht höher als mit ii Prozent vom ^oyngul, ocn. l,!,o jcntl. welchen die Geivellisiüyal'er für jeden il»er Gchilfeil aus eigenen Miltclu zuzulegen haben, nichl yöher als niit dcr Hälfte dea Vcilragcö sliucr Gchilicn ».'ennsscu werden. Vli drr Vcrwaliling solcher AnNalten (Untcr^ slüyuügölasscn) ist dcn Hehilscn ein angemcsslner Einfinß zu sichrrn. §. 12,'i. Uin das gegrüsliügc Anffinden dcr Ar-I>ci,ögcl'rr und der Arlitli^neymcr zn erleichllru, sino l'ei d>'n Gcnosssnschafteu Voilnciluiigen zur Einsicht aufzulegen, iu welchl'u dtt ail'süsnchcnl'rn Gly'lf.'ll nno dir GlwlN'oinl'al'cl, oie nm solche Nachfrage hallen, ei,»getragen werden. H. 126. Zu gewerblichen Vchhäslöunternckmun-gen auf gemeinschaftliche R.chmmg und zlir Herstel, !,,ng oder Vestaudnahinc ron qe>r'c>l'lichcl! Anlagen znr gcmcinschafll,chen Bcuüßuug lann, außcr in Fä^cn. wo derlei gemeinschaflliche Anlagen anv öffenlllchc» ^'ück>ichtei, durch oic ^ct,'ör^c ai'gcordncl werden, wir z. V. bei Schlachlhänscril. teil, Mitglied der Genossenschaft wldcr icinen Wille» zur Theilnahme gezogen wcrdeu. ^, 127. Inncrhail.' dieser plinzipi'.'llül Veslimmnu» gen sind für jedc Genossenschaft spezielle Slalni.n zil entwerfen nnd der polnischen ^andesstellc zur Grney-migung uorzlllege». Die Statuten halien zu cotyalttll die nähert» Vlstimmungcn ül.>er: >,) deu Ninfang dcr Genossenschaft' l») die Gcnossensch.n'lS-VcifammIun^n nnd dic denssl- l'rn voldchallenln Augelegcnheitcn ^ <') die Wahl drr Verlraneü^mäuncr dci den größ,rrn Geilossenschaften; '<) «.^ ^..s.,....„,„f.^,„,.^ .,..^ ^, , ü»^l)t i><>^ lH^iassen« !c1>aflo^l'lslan0eü «uw ocsfti, Wüluügsfill^ -<>) die Vlrwallui,^ deo Geiu'sssiischafio'.'ciiüö^ene!; 1") dcn Vlrlhsillii'g^ll'aßslal) der Uinlageu' 55) dai> !.'rl eer Anüt'.a,pi„g mm Sl>cit!.,k.!le» auv dem Arlicit.?« und ^ehroeihältnissc ^^, 102 u»d 121) zu deoliachleuec Verfalneu; l>) die uäycrrn Vcslilnmllugen üblr rie Vcrkängnng der OidüUügösliascn l,K 122), §. 12U. )st mil der Genossenschaft eine Uü-lcrslül)nugolasse oert>u,>oel!, so l)al)cn dic Staluiex auch die Vorschliflcn ül'cr die Glöße der Vcilräge uno die Art ihrer (5m>al)llmg übcr die Ncgcl» zur Be« slimmung deü M^ßo der Unicislüßungs» . über die Bedingungen, unlcr welchen dcr Anspruch ans Uferst üyung crworl)!" wild uno UlNorcn gel)t. nuo lu so-feine ea sich n,» G>scl!e»l<,ssen dandcli. auch ndcr deo Einfluß, den dic Glhilfeu auf die Verwaltung cerscl» I^'cn zn nrdmc» Hal).», zil cnidalle». ^, 129. Du Ocuosftuschafll'» steliei, nnl.r dcr Ausfiel der 'i^dördc, welche zur Ulli.rwachuug tcö g.seymäßigtn Volgangei; dei drms.Il'e» eigene ilom- nüssärc l'.stcllt. -M'l Hlllii!gfe,t,n udcr luuere Gescllschafloau-grlegc'ndeile» ^l.'ö>e» anoschlie^lich auf dli, Vciwal- Die la"d'^n^I>chen Dene,!N»l!gen dcrsrll'cn (Gie-Mien. Gilee». I>'>,nngsn) löüncu lieili.lialleil werden. »i> I3l). Veslhl ri»c dermal deslehendc Iniiung ein Vermöge!! "no wird dicftk'c mit anecren Gcwcr-l'r» ^u cioer G.'-osft!isä'a,! urreim.zt. so gcl,t nach Berichtigung rcr Passlm» dao Vermögen in daö E,-geiül'um "l neucn Gcuossenschafi ül'cr; doch kleil'en ocn u,r Zcil der Vimn^ung oorlüindtneu Mitglie« bcin nnd A»gcl,'ö>igru dci früheren Iunnug jeuc Volilicilr gcsichcn. alif welche sic l'ei dem Fott^e. ilaudc dir I'.mii'.g »u:ö deren Vermögen ^luspinch gehabl käm». ^.'öst sich die Innung auf. odne ii» eine uenc G.noffcusch.ifl üln-lzugtheu. so wird daS Vermögen n>,tcr glcichcül Vvrl'ldallc der Ocmeiüdt zngewlcseu, in welcher die Inr.uug ihren Sit) h.uie. (Schlus, foli;t.) .s-»ente wi'.o ausgegebn uud versendet: das <<'audcö' Ncg'Iernng^l'latt fur da^ HerzogtlNlni ^raiu. Erster Theil. LX. Htück. Xl. Jahrgang 1t).'i9. Inhalts'Nebersickt: Nr. 2l!4, ^nudmachiuig de? k. f. ziiiaiizmlniswimnS vom tt. Nooeml'cr 18üU. ül'cr eine Erwcilclnng der Verzollung« - Vefngnisse einiger Zollämter IstrienS. Nr. 26.'>. Die kaiserliche Verordnung vom 29. No-^eml'er 185N, womit der ß. 124 deS allgemeinen l'ürgerlichen Grsc^'iichc'? aufgrholien wird. Nr. 266. Erlaß des k. k. Finanzministeriums vom At). November 18l>9, womit die ostrrrrichijchen Gläubiger des l'cstaüdcncn loml'ardisch » veneliani-schen M,U<' ;ur Aomeldnng idrer Fordernngen und Vorlage dcr bezüglichen Papiclt aufgefordert werden. Nr. 2<>7. Verordnung des k. k. Finanzmimstrriums uoin 30. November, 1869 ül'cr die bedingnibweisc Orhöhmig dcs Verzehrungsstener-RückuergütungS-Belragrs für ausgeführtes Pier. Nr. 2ljst. Erlaß dcs ?. k. Finanzministeriums vom 12. Dezember Ittü!), womit die Velichtignug der vom 1. Jänner I860 an fällig werdenden Zinsen des freiwilligen AulehcxS vom Ialne 1554 in llingcnber Sildermimze verfügt wird. Laibach den 30. Dezember 1859. Vom k. k. Redaktions'Vurcml des Landes'Negiernngs« Vlallcs für Krain. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 29. Dezember. Weder Kongreß noch Laglieri-oni^ll' baben jtl)t für unö Österreicher so bei'llltcudes Interesse, ala das ileur Gewerbegeftt). das. von jedem Patriolc» seil langer Zeil tlscdül und befürwortet, eubllch er« schieucn ist. Eö ist ein neuer Schritt anf der Aal)» dsV gesnnden volkswiridschasllichen Eulwicklllllg lmb mil demselbeü wird ein gänzlicher UmschwUl'a. i» den glsammicü gewerblichen nnt> ökoiiomischen Vsll'älinis« st',i Oeslerlrielis eri^Igcu. ein Umschwu„a.. der den einzeluen Geiverben »nd Geschälleu zum Vorllieil ge> reichen, deu Woblstand der Mitlelllasse hcl'cn, die fiüalnieUt!' Kräfte dcs iiandes vermehren mub. Dic .^onlurrenz ist eröffnet, die Prodnllion wirb sich slci« gern nnd daS Prodnlt. das sich im Inlaude fiioes voriliciltiafts» Adsaycg ltfrente, wirt» sich cinen Weg in'ö Anöland l'ohnen' der Reichthum an Nalulpio» duften wird nicht mekl todt liegen. Oestsireich la,,„ eine Oioßmacht <» d»r Industrie weiden. Nun wiro sich'ü zeige», ob der Mister willlich tin „Mcistcr" ist, odss ob nicht mancher G'stlle diese Vc^fichunng ^»e< st»«-r v^l'ifn«'. De5 Z«nfn barter Ablianglzjllil. kann mil a/riiuiem .«ssa-pilal kl» silbststäüdl^er Mann werden. Das Publikum aber, die ssonsumculcn weroc» den Vortheil habt», schnell'r. besser und l'iINi,cr bedient z» wcroen. Wcndru wir ilus nu,! ^u dem Oesrpe selbst, es stcllt im Al!gcnni»en ^wei ^>>leg0li>l» von Gewerben auf: freie und, konzlssioüüic Zil leytere» geköre» jene. dic au« böhereu poli^ilipen Nücksiä'tsN l>l,cr Kontrolle uulerli'gen müsss». DaS G,se>) ne,n>l dcrcn 14. DaS Geschlecht «'einludet in Vc;ug auf die Zu-lasslln^ zu Gewerbe» kciueu Uxlerschied. Es lö'n»,n also alich Frauen Gcwcrl'c l'ctlc,beu uuo disrinil er» öff'ict sich Tauscude» ei»? »ene Aufsicht a„f Eristenz. Dic Frelzllgi.ileit ist ausdrücklich ausgesprochen und nur in wtüi^rl, Punklei'.. besonders in dcil, Absäuülte über Varll°iDrdnuug. noch auf ds» sog^i.niuien „Olll'< bedarf" '^e^ig genommen. Alle j/ne güüi^i^cil Ve» ilimmnugeu. welche bieder ^u so schwieligen (z>>.lschri. düngen wcgeu ^Gciuertisstöllinq" gmchrl l'al'c,,. si„l> besriligt u»o die Wal)! sc^> Gen'erbeS, so wie d,r glcichzeiüge Vctrieb mehicrer Gewerbe pollstäxdi^ frc, acgede». Die einfache Aiülirlcniug des anzulrelendsl, Gewerbes orer u> eröffiniiden Gciä'äfies genngl, um sofort, snlls nichl bcioudere Axttäude vorliege», den 'Uetrieb des Geschäftes beginne,, zu lömle». Der Vcgriff von bürgerlichen n,ld bsfuglen Meistern fchlt natürlich gänzlich; das D>snslossl)alt,,iß der Meister zn ilneu Gebilfen nn> G^sl-lle» wiid ganz w,. zwang ist anfgcbobcn. au seiue Steür trill der ei»' fache Vertrag be« Ausuahme des ^(l>rli»gs. Hinsicht, lich der Sireiligkeileu zwischen Gciverbctreibendr» »»it ibreil Ocbilfeu l!n:> ^ebrlingcu snischsidel in erster Zustanz dir I'tireffeude Geuosseüsch.ifl. Die Genossen, schaflen sind bestimmt, an die Stelle der Züusie nuo Innuugen zu lrcte». und dcre» bishlrigei, Gerechl. saiue, soweit dieselbe!! mil der ncueu Gewelbr > Oi d» liung vcrlräglich. auszuüben. Eiu Vllcl anf das Gcs.y genügt darzutbun. baö dir Il.giernng den Pedürfuisscn der Vevölleruug gcrne Nlchuuug trägti wie sie es tdut. beweist, in ivelchem lU'svalen Sinne d.,s Gcscy abgefaßt ist. D^r eiste Schlüt ist getban. die Hmdernlsse. welche der G<> weidcfreid.!» cntge^nttclc!,. werden schwinde,, und ails dirs/m Forlschrilte weiden die ersorießlichstcii Wirkungen für die Monarchie bervolgehlu. ««»<» Oesterreich. VZien. Die Werbung vo» Freiwilligen für die päpstliche Armee wird niit E»dc Jänner geschlossen. Zwei Bataillone Nlit jc 7ö<1 Mann durchaus deabschicdctc österreichische Nililärö sind dercitö voll-zählig, oem driticu uild leyten Bataillone werden soeben Freiwillige miö den Kronlänocr,' zugefübrt, Dcr Sammelplatz dcr Freiwilligen isl Mcidling. roch kom-men die Freiwilligen nicht allcin ans Wir» n»d Um-gebu»g. sondcro ans den verschiedensten Gegendeu des Nlichcs dahi». Trieft. Der Präsident der Nepublik Haiti. Herr Geffrard. hat au den hiesigen haitischen Kon-snl. Herrn E. Ballcr, linterm 2li. v. M. ei» Schrei-dcil gerichtet, woriu es unter Anderm heißt: «Ich werde der Aufgabe, die nur von Golt anverliaut wnrde. nicht unlicu werden, den» alle mcine Bc-müblingeu haben nnr die Zivilisatioll mcilles Vatcr« iaures »lnd das Beste lueiner Mitbürger znm Ziele. — Mit Vergnüge» werdc ich Ihic Auoeutungeli über den Abschluß cl»es »ms dem Prinzipe der Gcgcnsei-liglclt beruhenden Handels» und Schlfffahllveilra-ges mil Oesterreich zur Ke»nt»lü nehmen." Mit Bezug auf letzierc St.lie bemerkn w>r. daß scit dein Sturze des Kaisers Faustin daö Monopol des Kaffeh« Handels, welches üi>scr übte und das cin Qu^nlnm von ungefähr 10 Mill. Pf. umfaßlc. angehört hat llnd dicftr Hanoel vollkommen freigegeben wurre — ein Umstand, dcr um so mehr Bcachtling verdiVnt. als gerade dieses Jahr die Einfuhr von Domiugo-kaffch auf unserm Pl.ihe zie«>lich bedeutend war. (Tr. Ztg.) Deutschland. Verliu, 2A. Dez. In Bezlig auf den Suez-kaual berichtet eine offiziöse Korrespondenz der »Br. Ztg." . daß eine Aufforderung Frankrelchs sich seinen Bemühungen für dic Ansfüdrung des Untcruchnicüs in Konstanliuopel anzuschließen, dießscits abgelehnt ist. Die Nachricht, daß das Gegenihell bercits ge-schchcn sei, inlrß demnach berichtigt wc:dcu. Prell-ßen gebt von der Ansicht aus. daß die Spekulation mit dein Suezkanal denen überlas!/» werccn muß, die ihren Vortheil aus ihr ziehen. währeuo Norddeutschland hci der Erhaltung dcr bisbeiig.» Handcls-w?gc fur den Verkehr mit Indien iin höchsten Grnde interrfsirt ist. — Die «Br. Ztg." enlninunt eincin Priv^tschrei: l,',n ans Paris von einer Person, «deren Millkcilun-' gen das vollste Vertrauen verdienen". Folgendes.' ^I» engeren Kreisci, zirkulirt ein wunderliches Gerücht, wclches vielfach besprochen wird. Der Kaiser Napoleon soll nämlich >u Betreff der natürlichen Orenzen in Verli» wichtige Eröffnllugen beabsichligcn. Sein Ideengang ist ungefähr folgcnoer: Dic gegenwärtige Machtstellung Frankreichs sei kcin, grünende. Er habe Rußlands Ucbermacht im Orifnt. Oester-reichs Uehcrmachl in Italien gebrochen. Er nehme cs über sieb, die maritime Macht Englands auf das ^rechte Maß zurückzuführen. Das seien jedoch nur „egalioc ErrungcnschafllN und nur durch die Wieder-,rwerbul!g der >m Jahre l8!6 verlorenen Grenzen könne Frankreich gcsichcrt und der Hnede Europa's auf lange Zelt hin gesichcrl werden. Der Augenblick scheine ll.'M gekommen zu sein. diese Angelcgenhelt in's Anqc zu fassen und von Preußcn. für oaö e<: an Entschädigungen nicht schlc» »vürde. hänge cö ab, sie auf flicdlichem Wege ani>zulragcn. Frankreich. Die französische Regierung hat beschlossen, die s,lte»stln Urknndcn in den Nalional'TIrchiveu res Kai> seirsiches durch Photograpvie vervielfalligcn z,n lassen, so daß die Sammlnng d»r kaiserllchen V,l'!lolhcl in dieser Veziehunq möglichll vcrocllständigt wird. und die Bibliotheken der Departements sich auch dle archi« palischen Seltenheiten verschaffen können. Großbritannien. Im Nalhkausc z» Nomsey fand am 2l. d. M. eine Iahrcsveisalüinlung des rorligeu 'Arbeiter, veitlus, ooer vielleicht richtiger gesagt, landwirthschafl» lichen Vereins. Slatt, bei welcher i!oro Palmcrston dcn Vorsiy führle und lie Preise vertheilte. Am Alieird fand cin Festmahl Statt, welchem der Premier gleich« faUS plä'sidirte. Nachdem die l>erlö,nmlichcn Trink« sprnche ausgebracht waren. erbob sich der Premier-Minister Englands und sprach: «Ich erhebe mich. un> dcm zu l!nldigen, was wohl als eincs der Wunrer der modernen Zlvilis.llion betrachtet werden darf. Ich spreche von der Presse. Einen» Jeden, ver jetU eine im vorigen Jahrhundert veröffentlichte Zeitung mit den dcutznlage erschcincnden wunderbaren Blättern vergleicht, muß der Gcgensay im höchsten Grave auf> fallen. Die Masse dcS Stoffes, das Talent der Be> arbcilnng. die züUe der Nachrichten jeder Arl. dic wir jcßl täglich beinahe in jedem Blatte finden, sind einer der schlagendsten Beweise beS Fortschrittes, wel. chctt die nienschlichc Intelligenz in unseren Tage» ge niacht hat. Die Presse kann wirklich den Vergleich mit dcr Dampfmaschine und dem elcklrischcu Telegra« pheu ausfallen; aber es gibt eincu Theil ihrer Thä« tigkci! . welcher sich in Ven leßlcn Iahreu vor allcm Allderu forlcnlwlcktlt hat. Ich habe gehört, daß gegen Ende des uorlgcn Iahrhullderlö cin Manu, Namens Woodsall. lebte, dcr Debatten zu keröfs/»llichcu pflegte; uno 'dncr nicht sehr auf feiner Hlllh ül. die Bcrichiersl.Mcr Dlngc niederschieiben, die besser nicht gesprochen wor< den wäre». Ich clinnerc mich, wic elusl cm sehr würdiger nischer Abgloroneter, Herr Richard Kecnc. sich darüber beklagte, doß die Slcnograpftcn eincr vc'N ihn» am wrigeil llbcnde gehaltene» Rede nichi volle Gercchüglcit clwie>c» bäiteu. Die Antwort, welche er darauf erhielt, war vielleicht mehr bissig als Höftich, doll! sie lautete: ,,„Hcrr Kccue, wir ha» bcn aus dem, was Sle gesagt haben, eine so gute Nede gemacht, wie lins möglich war. Sind S>e aber mit unsere» ^cistungcn nicht znfricvcu, so wcr-oeu wir das nächste Mal das belichten, was S>c irilk» üch sagcu. und, was Slr sclbst auch d^oou, halten mögen, so fürchlen >uir roch, daß Ihren Frenndcn das Gerlchl nicht besonders munden wiro."" Wahr. baft erstaunlich ist o>e Oeualllglclt, mit welcher die lül Hallse dcr Gemcinen gehallenc» Rede» wicderge^ geben weroen. Sind die Rede» derart, oaü sic dle Ausmcrksamlclt auf sich ziehen, so werde» sie Worl für Won wicocrgcgebcn. uno lch lau» lualir» bafllg nicht b,'grclfcu. wie is der mcuschllche» H>n,o mögüch ist, dlM Gesprochenen mit solcher Schu llig' keil uno Genauigkeit zu folgen. Ich fing einmal gleich vieleu Andere» an, Stuncru in ?cr Sicoographic zn nehmen; doch will ich offen gcstebcn, daß ich auf zwei völlig unüb.rstcigliche Hiüdcrulsst sliiß. Das eine bestand darin, daß ich uichl stcnograpblsch schreibc» konnte und las zweite lind größere laiin. oaß ich d.!s. »ras ich geschrieben haue, nicht lese» konnte. Ich dringe mm cln Hoch aus auf >luc Instiilmo». ivctcher 0er Forlscyrilt rer ^wills^lluo uno aUc Z»lcl< essc» des Bandes so gro^'-n D.ink ^llioeu. Die Pr.ssc, sie lebe hoch!" Türkei. Konstantinopel, l4. Dez. In rer S»ez^ Angelegeildlil hat dlc Pforte beschlossen, der Diplomatic die Regelung dieser Irage zn überlasse», wo-fcru dieselbe dcr Türkei die erforoeiliche Gara»:ie bezüglich rer Integrität ihrcs Gebiclcs ertheilt. — Hr. v. TlMlveuel uud die übrigen Gesandten scheme» gc< neigt, auf eiuc Transaktion einzugehen; die Pforle wird die auf o«e vorgeschlagene ^.'öinng bezügliche Note redigiren. Scrbicn ül l» Gäbrllng. — Der Invests llll'^crman für de» Bcr) von Tullis ist abgeschickt worocn. Der türkische Bevollmächtigte ist zugleich beauftragt, den Trlbut cinzuf^rrer». — Das Gonver-nemeul Hal die Mill. Pf. St., wclche von oe>» Au« lch.n zur Einziehung des Papiergeldes noch übrig war, verkauft. Vermischte Nachrichte:». Aus Idria, 24. Dez. wird uns geschrieben, daß dcr akademische Maler und Bildhauer zu Idria Herr klulas Tschefelini» gestorben >st. — Der Eigenthümer des berülimte» (5af<'' dc Foy im Palais Roy.'l zu Paris. Qncslcl. ül dieser Tage in fcincm Eiskeller, i» den er zur Revision des Vorralhes biuabgcsticgeu war. erfroren nno so lim's ^cbeu gekommen. Neueste Nachrichten und Telegramme. Vcrlin, 27. Dezcmber. Die „N. Pr. Zlg." schreibt: «In diplonniüscheu .ssreiftn uollint nia» hier ziemlich allgcmci» an. d.iß in ^l'l^c dcs E>scheincns der Pariser Broschüre «Der Papst und dcr Kongreß" der Icßterc nunrcstcns clmas bin.niSgcschobc» iverdc» dürflc. unl> zwar weil dadurch Separat Unterhaudlu»' gcn in Betreff dcS Kirchenstaates zwischen einige» der ^ongrcßmächlc hervorgerufen worden sino. Man nimmt ferner an. daß in Folge dicser Broschüre zweifelest geworren, ob der Kardinal Anloneüi in den Kongreß cintrelcn wird. und daß der Fürst Gmlschl.foss seine Abrc'.sc vo>l Petersburg verschieben dürfte." — Die preußische Regierung hat, wie von mehreren Seilen gemeldet wird. die Schrillt einiger Mächte ill Kon> stanllnopcl wegen rer ' Konzession zum Suez »Kanal nicht u»ll>stül)t> sondern auf die betreffend, Einladung ihre Ansicht vorbekalie». Neuestem au5 3llllie>l. Turin, 24. Dez. Der einst vielgenannte Bischof von Mi, Artico ist gestorben. Die „Armoma« bezeichnet als hervorstehenden Charaktcrzna. dcr Pariser Broschüre die innere Unwahrheit. Das Ministerium gestattete, daß den lombart-ischcn Beamte» die Glatte pro 1860 noch anticipant bezabll werben. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ernennungen Eavours nuo Dcsambroiö zu Kongreßl'cvollmächlig-tcu; ferner die Namen von Mitgliedern dcr Komis-sio» für Abfassung eines Gesetzentwurfes zur Ver-schm,lzu>lg dcr Zivi!gcsel)e der allen und nlucil Provinzen unter dem Präsidium Migl>elti's. Modena, 22. Dez. Durch Tagsbefel»! Fanti's ist c-fahndet. Genua, 23. Dez. Die Fregatte „Veroldo" i!l znr Abliolling oo» Mafchineu für ein, neue Schran« benfrcgatle liud zwei Kanonenboote n.,ch London ge-gangen. ((Eingesendet.) Eiü frommer Wunsch ^um ncuen Jahr. Walirli.ift arme. bedürftigf Menschen zu unterstütze», ist Pfticht cincs jeden El"ist.-». Jede Slaot. besondcrs eine H.nipistadt. hat viele wirklich Arme, die einer Unterstützung bedürfen. darunter sind viele, welche aus Ehrgefübl im größlen ElenD schmachten, währe,,» die übrigen G.'wodnbcils> beltler sich a» j.den, Feitag ibrc Säckel mit Kreuz?!'!, füll-'U, und sodann in der nächste» Schnap^Boutia,ue ihren Erlös vergeuden, i'ail'ach besitzt d.rgleichcn Gcwohuheitöb.tt'er, im Vergleiche ;u jeder größcrn Siadt, eine uugcwölinlich große Zahl; bei einer Nunrc dnrch dic Stadt an einem Freitage kann sich Ici'tr^ mann hievon die Ueberzeugung vcisch.'ffeu. Daß von diesc» sogenannten GcwodiiblltSbelllcln am mci« stcn die Geschäflslcule und Gewölbsbcsihsr geplagt sind, bedarf wobl nicht erst der Bestätigung. Diesem großen Ucbclstanc'r wäre ftbr Icicht al'^ znhelflll. ohne dabei die wahrhaft Bfdürfligeu um 'hrc Al.,.o,e» '.. f,^ Niloiuig eines 'Armllisou^rs (mcines Wlssriis bcstcht schon ein solcher) Sorge getragen und ei» geeignttes lokale, in welchem aUc Freitage zu bestimmt,» Stn». de» die Verlheiluug geschieht, ermillelt würde. Der Fond hicrz» wird srhr leicht n»o genügend aufgebracht werden können; es wäre zn dicsem Behm'e eine Sllbskription bei alle» Handels« un» G'werbs-ll.neu, Hausbesitzer» und Privaten zu eröffnen ' Ie< dcr würde sich gcrn z>l cincm bestimmten jährlichen Beitrag verpflichten nnd l'itvc'» könnten wirklich Bc» dürftige, mit Armsnkaitt» versehene, cnn Freitage l'llheilt werben. Es wcrd.n sich gewiß Männer finde», die sich oer Mühcwallllng dl'»!?ct luerps». Ich l'offs. d,»ß b