LailmchcrWMtmlg. Nr. 273 Prcin u m c«i»t! „nspr«, s : Hm «iomptoir g>»li'!. .5N. Fill dil' ^usttNim,! in? Hi,»» Mittwoch, 27. November I»:!«, lionezcbilhl bl« ill gellen: im»l«Ull., üm.ttUli., »m. l ft.; lonft pr. H:ile Im. «ft.. »m.«!r., 5m. l« ll. u. s. ». Hn<«l«i»«»ft nennen. Der Minister dcS Innern hat im Einvernehmen mit den betheiligtcn anderen l. l. Ministerien den Hciren 3l«lliz I. Pucher, Dr. Heinrich Morawih und lr. Friedrich Neumann die Bewilligung zur E'richtung liner slctiengescllschaft unter der Firma „Allgemeine Ii^ dustrial.Ballgesellschaft" mit dem Sitze in Wim eithlill und f<,,en Statuten genehmigt. Der Minister deS Innern hat im Eiüvernchmc» lnit dcn betheiligten anderen l. l. Ministerien den Hc,rcn ^ioscs Reihe«. Eduard Brüll und Samuel Ha hn b>e Bewilligung zur Errichtung einer ttcliengcsrllschafl Unlcr der Firma „Tramway-Vauaesellschaft" mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Stall,»:« gcnchlnisit. Am 23. November l87ii wnrden in der s. f, Hof ',mb Staats-°tl>cterci in Wien die italienische, böhmische, polnische rlithsiiischs. >l°vs>uschi>, lrolltischc und vunlanischc Ausgabe t,rS an> ll Anglist !^?2 ixnlcwfla bluS in dcr deutschen Ausgabe erschienene» Xl.IV ^tücle« des NcichSgcschblatleS an^negeben »nd vnsi'iidet, Dasselbe enthält nnter "r, li« he» Staatsvrrlrag uom 21. Mai 1^72 zwischen O.st.'^ reich Ungarn nnd dem deuljchm Neichi>, betreffend die Her. Ncllnng der Eiseubahnverbindnnsseii Ia^'lndorf. ^eobschiü) »nd Olberödorf-Mlsse. (Wr. Ztli, Nr 270 vom 24. November.) Mchtamtlicher tbeil Unter dem Volsitzc i,cö Herrn Hofrall,eS r>. Eitel' btrger haben iibcr «uftia,; Sr. (^xcellcll^ dcS Unlerrichl.' Minislcrs Gerathlx'ge» denoi'üen, welche dic Reform dcS gesummten Zeichenunterrichtes in Volks- nnd Äniliss» schulen, Gewerbeschulen, Realschulen, Gymnasicn, deli Specialschulcn n :c. zum Gegenstände l)ab n. Ai, der ttsten Besprechung nahmen die Herren Landesschulinspeclor Dr. Krist, Director F. Laufberuer, Oberbauralh P,o-frssor v. Ferstcl. ScclionSrath Schulz v. Slrasnicki. Director Walser und CustoS Bücher theil, Vom Tage. Die öffentlichen Glätter bringen die übcrcinstim' Aende Nachricht, daß mit der erfolgten Rückkehr Sr. Majestät des Kaiscrs nach Wien eine Reche wichtiger schwebender Fragen ihren e»dg,ltigcn Abschluß fi'idc» und gleichzeitig auch das P>ogramm sin dic nächste ""ichs ralljs session festgestellt werden soll. Untcr den Vorlagen, welche in erster Linie dem Abgeordnetenhaus« zugehen werde», befinden sich angeblich kaS Budget pro 1873. der Gesetzentwurf betreffend die Fortdauer dcS TheuerungSzuschusscS für die Bc.nnten, der Gcsetzcnlwurs belrcffcnd die Abände» inna der Paragraphe 6 und 7 des Staalsgrimdgesetzes nom 21. Dezember 1807 über die Reichsvcrtretung ^Wahlreform); der Gesetzcntwnrf, die Organisierung nnd den WirlungSlreis des VerwaltungsgerichlShofeS bltreffend. Die Einbringung der hier aufgeführten wichtigeren Voilagen — von Seile bcs Handels» und Fmanzminislers seien vorläufig einige kleinere Vorlagen zu.,ewärtigen — dürfte in der bezeichneten Reihenfolge statthaben. Verfassungsfeinblichc Stimmen geben sich der Hoffnung hin, daß die W a h l re f o r m fra g e nicht zur reichelrathlichen Behandlung gelangen werde Hierauf bcmcrlt das „Präger Abendblatt": ..daß die Durchfüh-rm'g der Wahlreform einen der HaufttprogrammSpunile des gegenwärtigen Ministeriums bildet und dem ent> schirmen Willen zur Durchführung der erwähnten Reform auch bald die That folgen werde. «Daß natür» lich auch die Gegner der verfassungSmaßi^el, Entwick-llii!^ dcS Reiches nunmehr ihre Vcmuhllngcü vcldoppcli', ll»l das sich von'ercitetidc Weil der Consoli^icrung zu h!nic,treiben oder doch zu stören, ist begreiflich. Merl-wint'igerweisc echauffieren sich abci gcradc dicjcnigcn am meisten aegcn dic direclcn RclchSralhsivahlc», welche von dem RcichSiathc übcrhanftt nichts wissen wollen und l,ls ^andlagS Abgeordnete von dem ihnen zustehen-dll! Wahlrechte fnr das Abgeordnetenhaus in dcr Rcl,tl lcinen Gebrauch ncmacht haben." Jenen vcrfassui'gsfcindlichcü Slimulen. die a>ls den unlnbsamcn VorfäUcn iin ungarischen Abgcordnetcnhause und im t,rolcr Landtage Kapital schlagen wollen, tritt die „Bohemia" mit nachsttlicndcm cntgcgcn : ,. 3o be« lliibc^d auch oic letzten Vorfalle in Ungarn, so vc,stim' mc»t, linch dic Vorqänac im >.?lcr ^axdlag u»f jeden Vclfassl!llgsf,c!ll,d, in welche, Slclllilia imnic, rr sich lisfindc, wirsrn inußlen, daS eine ist sicher, daß dic Feinde der pc,fnss>lnaSmäßigcn Entwicklnnq die lctzlcn sind, welche sich d.sscn zu freuen oder zu bcrühmcn Ursache haben. Was nicht im Kampfe wider dieselben durch Ungeschick oder Muthlosigscit verloren wird, das werden sie auf an» derm Wege sicher nicht gewinnen. Die tiroler Ge» schichte der letzten Tage hat gewiß (Srfahrlmgen gezeitigt, die den Faiscnrs der dortigen Opposition am allerletzten willkommen sein dürften, so sehr sie sich auch heule die Hände reiben und eines Erfolges freuen, tur überhaupt lcinrr und wenn, so doch nur ein ephemerer ist. In Ungar» aber stehen die Dinqe ganz anders, Dort stihl eine selbstbewußte, enMschlossene Partei der nihilistischs,, Opposition gcgcnllinr, eine Partei, in dcren Schoße manches faul scin mag, die aber vielleicht gerade eincS sol» chen Impulses bedürfte, um sich selbst, um chre Würde und ihre Macht wiederzufinden. Das leuchtet schon aus dem Antrage beS Deal-Clubs hervor, der auf den erften Blick den eigentlichen Gegenstand der TageSfrage nur streift, dafür aber gleich nach einem radicalen Mittel palliative Natur greift, ohne die Kämpfe und Stürme zu scheuen, welche derselbe voraussichtlich heraufbeschworen wird. Wenn aber eine Partei, die so viel politische Capacitäl besitzt und so innige Fühlung mit den maß» gcbcndsteri Regionen unterhält, den Moment für gelom» men erachtet, um die Giust einem derartigen Anpralle auszusehen, dann muß sie in der That die volle Gewahr dafür besitzen, daß sie die eherne Schlachtlinie auch e» halten lönnen wird, daß sie nicht in ihrer Mitte, nicht in der Flanlc cinm plötzlichen Ab« oder Ueberfall zu besorgen hat. Beurtheilen Sie danach die Situation und Sie werden finden, daß uns, den Verfassungstreuen hüben und drüben, die nächste Zeit wohl manche Anstrengung, manche ernste Stunde bringen wird, aber leinen Augenblick, in welchem wir nicht selbst Herren unsers Schicksals wären." Der „Boltsfrcund" konstatiert, daß die katholisch politische Partei in Wien dem Programme der sogenannten Rechtspartei durchaus fremd steht, ja sogar gegen allfüllige Zumuthungen Protest erhoben hat Im Proteste heißt cS: Wir protestieren dagegen, daß die latho-lisch.politischcn Vereine, wie schon einmal zum größten Nachtheil dieser Vereine und dcr guten Sache, nun abermals als Tummelplatz föderalistischer Agitation gemiS-braucht werden sollen. Warum gründet die föderalistische Partei keine föderalistischen Bereine, wie sie eine föderalistische Presse gegründet hat? In latholisch.politische Vcr-cinc gehört diese rein politische Partcifragc nie und nimmer hinein. Laut Statuten ist der Zweck der Vereine: „Wahrung und Förderung latholisch-conservatioer Interessen in kirchlicher, staatlicher und socialer Hinsicht " Der Zweck heißt aber nicht: Wahrung und Förderung föderalistischer Interessen, als da sind: 17 autonome Landtage, Sclbständiglcit der Königreiche und Bänder, besonders Böhmens, Erklärung der RrchtSungiltigleit der Verfas sung. Nichtbefchickuna oder Sprengung des Reichsrathes lc. . . . Dieses und Achnliches ist Zweck der Föderali. stcn-Parlei. aber nicht dcr katholisch-politische» Vereine, welche die behördliche Genehmigung nur mit Rilcksichl auf ihren Zweck erhalten haben. Jeder Verein hört auf, rechtlich zu existieren, wenn er den Bedingungen seines rechtlichen Bestandes nicht mehr entspricht. Wir erklären, daß wir als Theil der großen latho» tischen Partei weder mit dein kirchen- und religionsfeind' lichen Ccntraliömus, noch mit dem reichsfeinblichen Föderalismus gehen können, dcr trotz aller Versicherungen des Gegentheils antiöstcrrcichischen. centrifugalen Tendenzen huldigt und den Dualismus zugunsten VöhmenS in eine noch bcklagcnswcrthere Trias oder gar in einen zu Oesterreichs Untergang führenden Pluralismus erwel» tern will. ^'lllsll'llN!. Nitter Plaudart. Novelle von Albert Reinhold. , Die Geheimräthin von Rodlnhofen wandelte ruhe-'" in ihrem Gemache auf und nieder. Nur dann und ^,""n blieb stc momentan stehen und dann fiog ihr zor-"^ funkelnder Blick zu dem reizend im frischen Grün Aleytnen pandhäuSchen hinüber, welches ihre nächste .^chbarschaft bildete, al« suche sie dort dcn Gegenstand "ts Zornes und ihrer Wuth. t> .3" diesem Augenblicke öffnete sich die Thür und .." iunyeS, laum sechzehnjähriges Mädchen überschritt la!- schwelle. Es war ein reizendes Geschöpf, weniger ^^ als bezaubernd, eS lag etwa« in dem lieblichen tml ^' w"6 zwar nicht dcn Regeln der Schönheit n.'prach. dafür aber um so mehr zum Herzen rcdelc. ^lberdils ließ sich prächtiger's Goldhaar und ein dunl-^ blaues Augcnpaar nicht denken — mit einem Me, vcnore, die Nichte dcr Geheimräthin von Roden-3,'l"' war tines jener zarten reizenden Geschöpfe, an ."yes alle Feen dcr Wllt ihre glückbringenden Wünsche ""schwendet haben. ben A" Geheimrälhin hatte im Eifer dcr Wanderung h" «mtritt ihrer Nichte nicht einmal bemerkt, ^enore fest ^ ""l schelmischem Lächeln auf die erregte Tante. berM ö"g.l' ^ deren Zorn sie nicht im mindesten „Guten Morgen, Tantchen", begrüßte sie die Dame mit heller, klangreicher Stimme. Die Geheimräthin drehte sich rasch und scheinbar erstaunt um. „Guten Morgen, Kind! Na, das nimmt mich wunder, daß du schon aus den Federn bist. Da muß wohl irgend etwas besonderes dich herausgetrieben haben", sagte, die Geheimräthin beim Anblick des holden Mädchens. „Nichts besonderes, Tanlchcn, sondern etwas ganz gewöhnliches — dcr prächtige Sommermorgen. Weißt du, wenn die Sonne scheint, dann ist eS mir drinnen unerträglich, ich muß ins Freie." „Du warst schon im Garten?" fragte die Geheim' räthin, und die etwas sanfler gewordene Stimme wurde wieder rauh und fcharf. „Natürlich, Tanlchcn". entgegnete Lenore unbefan» gen, „Du wünschest doch nicht etwa, daß ich daheim bleibe?" „Allerdings wünsche ich daS, und ich wünsche, noch wcit mehr", sagte Frau oon Rodenhofcn immcr erbil-tertcr. „Ich wünsche, daß du ohne mein Vorwissen fernerhin den Galtcn nicht mehr betrittst, überhaupt nicht eher wieder dorthin gehst, bis die Mauer gezogen ist, welche dem frechen, zudringlichen Mcnschen für im. mer das Ausgucken verleiden soll." „Tante!" rief Lenore verwundert über die seltsame Aufregung der allezeit gutmüthigen und liebenswürdigen Frau von Rodenhofen. ..Ja, ja, sieh' mich nur so erstaunt an, bu bist ein dummes Ding und verstehst von alledem nichts, was einem chrlich-n Ehrislenmenschen das herz im Leibe umwenden sollte. Du hast wohl nicht einmal dcme gesunden Augen im Kopfe. Lüßt der unglückselige Mensch auch noch. nachdem er die Mauer der Erde gleichgemacht, dcn chinesischen Pavillon niederreißen, und ich habe nicht daS Recht, ihn wieder aufbauen zu lassen. Möchte nur wissen, womit ich die dadurch eintretende Lücke stopfen sollte, denn ich dulde eS nimmer, daß der — dcr — der, na, ich weiß wahrhaftig nicht, wie ich den rechten Name,! für ihn finden soll — hier freien Zutritt in unseren Garten hat." „Aber Tante, sagtest du nicht, baß der Herr daS Recht habe, die Mauer mitsammt dem Pavillon niederreißen zu lassen?" fragte Lenorc erstaunt. »Aergere mich doch nicht, Lenorc, ich habe dir schon einmal gesagt, daß du ein dummes Ding bist," brauste die Geheimrilthin grrcizt auf. „Ja. das Recht hat er, wenigstens das Recht drS Gesetzes, aber gewiß nicht das Recht der Menschlichkeit und deS Zartgefühls. Er ist ein Barbar, welcher es wagt, wehrlosen Frauen gegenüber angesichts eines alten FamilicnhasseS so aufzutreten." „Aber Tante —" „Schweig, Lenore." unterbrach die Geheimriilhin sie streng. ..ich weiß, baß du von derlei Dingen nicht« verstehst, und darum solltest du den Mann nicht in Schutz zu nehmen suchen, denn. nicht wabr. das »ar doch deine Absicht?" -, «, . 1938 Wir sind und bleiben Glieder der katholischen Partei, jener Partei, die im innigsten Anschluß an den Papst, an unsere Bischöfe immer und überall für Gott, Kaiser und Gesammt-Oesterreich einstehen wird. Nlr wollen Unabhängigkeit des heiligen Stuhles, Freiheit, Selbst« ständigteit und Selbstverwaltung dcr katholischen Kirche, die confefsionelle Schule und die christliche Ehe, Staat und Gesetzgebung auf christlicher Grundlage, gesetzliche Opposition gegen jede Entchristlichung im allgemeinen und im besonderen. Wir wolttn die Einheit, Machtstellung und Untrennbarteit des ganzen Oesterreich unter Habsburgs Szepter, die Autorität der Gesetze und der Ordnung. Gerechtigkeit gea/n die Länder und Völker Oester-reichs und Erfüllung ihrer berechtigten Wünsche, iuso-ferne dadurch die Einheit und Machtstellung der Mon. archie nicht beeinträchtigt wird. Wir wollen eine große, katholische, conservative Partei — durch dieselbe directe Wahlen, conservative Abgeordnete in den Vertrctungölürpcrn, deren Beruf es sein wird, christlichconservaliven Prinzipien auf gesetzlichem Wege und durch gesetzliche Mittel zum Siege zu verhelfen." Der „Pester Lloyd" erhält von seinem wiener Correspondenten unterm 20, o. mit Bezog auf die ga-lizischc Adresse folgende Mittheilung: „Die Auf« nähme, welche die galizischc Adresse hier findet, ist keine sehr wohlwollende, wie sich das angesichts des Erlasses der Adresse selbst schon bcgrelfl, — aber auch kcine besonders feindliche. Dic diplomatische Reserve, mit dcr die Adresse in einzelnen Absätzen auftritt, hat hier die gleiche Reserve im Gefolge, die nur hie und da fallen gelassen wird, um den Polen einige derbe — Wahrheiten zu sagen. Die Polen können, mit ihrer Ndresse in der Hand, die letzteren nicht als unverdient bezeichnen, dcnn si< selbst werden sich am besten klar darüber sein, daß es ihrerseits die offenste Tartüfferie ist, wenn sie über die mangelhafte Durchführung der m der Thronrede enthaltenen Versprechungen klagen, während sie gleichzeitig mit fast komischer Scheu auch nicht ein Wort für oder gegt., jenes Elaborat finden, das im Vcrfassungsausschussc unter ihrer Assistenz zustande kam. In dieftm Falle wird wohl die Anklage zur Selbstanklage, dercn Nachwirkung leine der sie umgebenden Phrascn wird abschwächen können. Eine besondere Wirkung in irgend einer Richtung er-warten wohl die Polen jetzt nicht von ihrem Entwürfe, indem sich in anttlennenswetther Weise die Verlegenheit, einem Adrcßantrage gegenüberzustehen und ihn nicht zurückweisen zu können, ausdrückt. Für die Landtagsmino-rität hat der Entwurf lein Wort; wozu auch so unbequeme Dinge nur nennen?" Ueber den Skandal im ungarischen Abgeordneten-Hause schreilit die „Neue Wochenschrift für Politik und Voltswirthschaft" folgendes: „Wir haben mit diesen Szenen im ungarischen AbgcordnetenlMse einen in der Ge< schichte des Parlamentarismus kaum noch vorgekommenen Skandal zu verzeichnen und können es nur bedauern, daß die Dealpartei für ihn leine stärkere Ahndung finden konnte, als eine Reform der Hausordnung. Nicht um die Form, um den Inhalt handelt cS sich. Im Grafen Lonyay wurde die Ehre dcS Eabinctcs der Dcalpartci angegriffen und die Partei mußte sich über diesen Punkt in unzweideutigster Weise ^klären, und die Tachfrage nicht mit einigen, geradezu unbedeutenden Worten ab< thun. Angesichts der unerhört beleidigenden Ausfälle gegen Graf Lonyay bedürfte es einer feierlichen Kundgebung für denselben; daß sie jetzt unterbleibt, ist eine kaum zu verantwortende Schwäche jener Partei, die, als die herrschende, vor allem darauf bedacht sein muß, daß die von ihr getragene Negierung gegen solche Angriffe gefeit sei durch ihren Charakter und nicht durch die Paragraphe der — Hausordnung." Zur Action der Oppositionspartei in Ungarn. Der „P. Ll." widmet der Skandalszene im ungarischen Abgeordnetenhaus« und der Action der Oppositions. Partei an leitender Stelle einen längeren bedeutungsvollen Artikel, dm wir in der Erwägung, als unsere Aufmerksamkeit in neuester Zeit ganz besonders Ungarn zugewendet wurde, nachfolgend reproducieren: „Der bedauerliche Vorgang in der Sitzung vom 18. November, dessen Schallen noch lange Zeit unsere politische Lage verdüstern wird, lann nicht als selbständige Erscheinung für sich inr Augc gefaßt werden; er tritt dem Beobachter als Wirkung tiefliegender Ursachen, als krankhafte Aeußerung unserer parlamentarischen Missre entgegen. Das Zufällig«: an dem Ereignisse reduciert sich auf das allergeringste Maß und immer deutlicher tritt die Absichtlichkeit desselben an den Tag. DaS war nicht die jähe Eruption persönlicher Leidenschaft, sondern das Aufflattern cincr Mi..', die mit Bedacht gelegt worden. Es wäre Täuschung zu glauben, der Skandal sei lediglich um des Skandals willen heraufbeschworen worden; derselbe gibt sich nachgrabe als consequenter Alt eines Feldzugsplanes lund, den die Opposition allmälig entrollt und schrittweise zu realisieren sucht. In dem unftarlamentarischen Angriff, den ein Abgeordneter gegen die Charalterinte-grität der Regierung führte, feiert die Linle die Thal eines Winlelried — dafür zeugte auch heute ihre zustimmende Haltung zu dem Antrage Ernst Simonyi'S. Wäre der Vorfall lediglich auf die Verirrung eines linzelnen Abgeordneten zurückzuführen, man müßte wahr» hastig um das Correcliv nicht verlegen sein, und am allerwenigsten hätte man Ursache, von einer ernsten par< lamentarischen Krisis zu sprechen. Wie mangelhaft auch die Hausordnung thatsächlich ist, immerhin bietet sie der Majorität einige nicht ganz unwirksame Mittel zur Ahndung rein persönlicher Ausschreitungen. Allem das pcisönlichc Moment tritt völlig in den Hintergrund zurück vo der unleugbaren Thatsache, daß wir es mit dcr Entwicklung eines Kampfes zu tb,un haben, den die Opposition gegen die Logik des parlamentarischen Prinzips, ges.en die berechtigte Macht der Majorität führt. Dcr Terrorismus der Minorität, der in den Rede-Bacchanalien zu Ende deS vorigen Reichstages seine Triumphe gefeiert, will abeimals zum Durchbruch kommen und dicseömal zu ungleich höheren Zwecken. Was der Oppo« sition in den Wahlen versagt geblieben, das will sie durch eine gewaltsame Verschiebung der Parteiverhältnisse im Reichstage gewinnen — das ist des Pudels Kern! Dieses Streben macht sich unverkennbar geltend. In der Parteipresse der Linken wird dem Vorhaben seit Abschluß der allgemeinen Wahlen ohne Unterlaß vorgearbeitet; im Reichstage aber gab Koloman Tisza das erste Signal zur thatsächlichen Ausführung dcs „geheimen Planes", der allerdings durchsichtig ist, wie Spinnengcwtbc. Durch die gewaltsame Herbeiführung einer Ministerlrise, für wclche in den Beziehungen der Majorität zur Regierung leinnlei Motiv vorhanden ist, soll die Deakpartei ge-spreng«, in ihre Atome aufgelüst und ein Chaos ge» schaffen werden, aus welchem sich unter dem Einflüsse der sogenannten „gemäßigten Opposition" einc neue Parteiformcüion herauskrystallisieren soll. Das Verfangen ist kühn und die Mittel zur Ausführung collioieren aufs schärfste mit den Geboten politischer Moral. Um die Cohäsion der Dealpartei aufzuheben, dazu erwiesen sich bisher die Mittel rein politischer Natur als völlig un- wirksam; vergeblich hißte die Linke auf den Trümmern des Bihanl Pi o^amms die Flagge dcs „Liberalismus" und der „Reformen" auf; eS fand sich in der Dealpartei lein Mann, den di« schillernden Farben zu blenden vermocht hätten; vergeblich wurden Bruchstückt oppositioneller Prinzipien über Bord geworfen, um die Partei regierungsfähig erscheinen zu lassen, vergeblich auch die Idee eines CoalitionSministeriumS lanciert, die Manöver blieben platterdings resultatlos und nur enger schlössen sich die Glieder der Majorität an einander. Da wird denn der letzte Trumpf ausgespielt. In ihrem Ehrgefühl soll die Dealpartei durch die stM-malische Verdächtigung der Charakterinlegrität einzel-ner Regierungsmänner getroffen werden. Gelänge cs erst, die moralische Basis der Regierung, das Vertrauen der Majorität zn erschüttern, so wäre die Sprengung der deatistischcn Phalanx wmiderbar erleichtert. Wud ein Stamm entwurzelt, jo wird auch das Erdreich ringsum aufgelockert, und wird daS Ministerium gewaltsam zm" Falle gebracht, durch die Minorität zum Falle gebracht, so fällt auch dcr Zusammenhalt der Partei, auS deren Schoße dieses Ministerium hervorgegangen, von welcher es gestützt wird. Das ist offenbar der Calcül der OP' Position, und sie hat ihn nicht ohne Kenntnis der Neigungen und Stimmungen entworfen. Sie weiß zu' nächst, daß — und wir sprechen hier unverhohlen ^iti offenes Geheimnis auS — in dem Verhältnisse zwischen der Regierung und der Deakpartei die Macht eines persönlichen Zaubers einzelner Minister nur eine untergeordnete Rolle spielt, daß keineswegs jene Begeisterung vorwaltet, welchc unerläßlich wäre, damit die Majorität unter allen Umständen das Ministerium wie ein Schiri und Schild umgebe. Und sie weiß ferner, wie tief cill gewisses Vorurlheil gegen die materiellen und geistige» Factoren finanzieller Unternehmungen und Operationen scldst in de>, fortgeschrittenen politischen Kreisen des Landes steckt, wie unheimlich es manche Geister in der „Hexenlüche" des modernen Geschäftsbetriebes überkommt, wie unentwickelt das Verständnis für das rasche Wach^ «hum dcr individuellen Prosperität in größeren Dime«' sionen zur Stunde noch ist und wie leicht das Mis< trauen in dieser Richtung wachgerufen werden kann .. ' Auf alle diese Momente hat die Opposition ihren Feld-zugsplan gcglündet, und wenn er gleichwohl scheitern wird, so danl^n wir es der politischen Superiorität und der gereiften Einsicht aller Elemente der Deakparlci. DaS Wesen der Frage wurde von der Majorität sofo't erkannt und sie hat darnach ihre Einrichtungen getroffen. Es gilt vor allen Dingen, den terroristischen Gelüsten der Opposition ein. für allemal einen Riegel vorzuscbie' ben und eine Bewegung unwirksam zu machen, die in ihren Endzielen gegen die Einheit und den Zusammen hang der herrschenden Partei gerichtet ist; cs gilt dlN Umsturz dcs parlamentarischen Prinzips, welches die Grund'aac unserer politischen Existenz bildet, mit alle« conslitntioncllcn Mitteln zu verhüten; das persönliche Moment aber, selbst in Bezug auf die einzelnen Regie' runasmänner, könnte angesichts einer Prinzipienfraae von solcher Bedeutung nur in zweiter Linie in Betracht kommen. Darin gipfelt der Antrag Korizmics'. den der A«' , tragsteller heute, von der Bedeutung desselben durchdruN' gen, entwickelt hat, wenn er auch in manche Abschw^ funyen verfiel, die besser vermieden geblieben wäre«' Das Resultat,, welches angestrebt und erreicht werde" muß, ist demnach vollständig klar. Die Dealpartei soU und wird aus dcr „parlamentarischen Krise" innerlich gefestigter hervorgehen, dcnn der Gedanke, daß sie ange' sichts der heutigen Lage zur Wächlerin dcs thatkräftige" „Ich tann ls nicht leugnen, Tante," entgegnetei Lenore schüchtern, „denn ich tann eS unmöglich barbarisch finden, wenn man linen lcmggenährlen Haß, wozu gar l lein Grund mehr vorhanden ist. beseitigen möchte." ^ „Kein Grund mehr vorhanden, Lenore", sagte die! Oeheimräthin gereizt. „Als wenn jemals der Grund! dieseS Familienhasses gelöscht werden tonne! Der Haß war da, seit Menschengedcnlen, und es wird niemandem einfallen wollen, denselben nach so langen Jahren! zu prüfen und ihm nachzuforschen. Er erbte sich von einer Familie auf die andere fort, von Kind an ist es mir gelehrt, die Nachbarn an der anderen Seite als meine erbittertsten Feinde zu betrachten, und ich habe das redlich durchgeführt nach besten Kräften. Als Kinder haben wir unS mit Steinen geworfen, geprügelt u. s. w. Später sahen wir unS nicht an und wenn wir unmittelbar an einander vorübergingen. Das dauerte nun so lange, bis der jüngste Sohn nach Austra. lien ging; man hörte nichts mehr von ihm und ich hatte mich in dem köstlichen Gedanken eingewiegt, daß meine Augen wohl niemals wieder eines jener verhaßten Gesichter erblicken würden. DaS alte Haus gegenüber lam scheinbar mehr und mehr in Verfall, keinerlei Reparaturen wurden daran vorgenommen, die Läden waren dicht verschlossen und die Spinnen machten sichs bequem, als fürchteten sie niemals wieder gestört zu werden. ..So standen die Sachen. Da eines Tages — ich vergesse mein Lebtag den Schreck nicht, den ich bekam — hielt ein schwerbepackter Reisewagen vor dem alten Hause. Noch hatte ich den Mund vor Schreck und Ver« vunderung offen, als cin Herr und eine schwarzgellei» dete, dichtoerschleiertc Dame ausstiegen. Das Gesicht deS ersteren, war mir vollständig fremd. Dennoch zweifelte ich teincn Augenblick, daß es jetzt mit meiner behaglichen Ruhe und meinem Seelenfrieden vorbei sei, denn der Fremde konnte niemand anders sein, als einer auS dem verhaßten Geschlechte, und sein sonnenverbranntes Antlitz brachte mir die Ähnung, daß der Jüngste von Australien hiehcr zurückgekehrt sei, um fortan hier zu bleiben. Ich hatte mich nicht getäuscht. Tags darauf ging's Arbeiten und Wirthschaften da drüben los. Die Fenster wurden geöffnet, von Spinngeweben befreit und geputzt, Maler und Tapezierer liefen sich um und im Gartcn war alsbald cin Dutzend Leute beschäftigt, um zu ordnen und zu säubern. Breite Pfade wurden ungelegt, Bäume unMliauen, andere gepflanzt, Treibhäuser in Stand gesetzt und wer weiß was noch mehr, kurzum es war ein Leben, als wenn eine Prinzessin eingezogen sei, und doch bin ich der festen Ueberzeugung, daß die schwarzgekleidete Dame niemand anders als seine Geliebte, irgend eine Mulattin oder Negerin ist. Ich lann keinem Menschen sagen, wie ich mich geärgert habe. als dieseS Leben losging und ich ging sogar lange mit dem Plane um. dies Haus zu verlaufen. Dennoch stand ich wieder davon ab, es ließ sich ohne bedeutenden Verlust nicht machen, und leider bin ich nicht derartig gestellt, daß ich einen solchen ertragen lann. „Nber daS waren seine Sachen, und wenn es mich auch wurmte, so hatte er doch das Recht, sein Haus und seinen Garten so in Stand setzen zu lassen, wie es ihm beliebte. Meinetwegen mochte er das auch thun, es wäre mir niemals eingefallen, auch nur ein Wort darüber zu verlieren, wenn es nur dabei geblieben. Nu^ tonnte mirs übrigens denke«", fuhr die OeheimrättM immer mchr in Harnisch gerathcnd, fort, daß er n>O bei seinen Sachen stehen blieb, sondern demnächst, "^t es von Nllcrs her in dem Hause war, bei meinen a^ fangen würde. Eines Morgens wache ich auf und s^ zu meinem Entsetzen daß machte, um Luft zu schnappen. , « „WaS soll das bedeuten?" fragte ich fast nth""" ' Er sah mich an, als ob ihn meine Frage in o höchste Stadium dcs Erstaunens setze. ^ ..g „Sie meinen die Mauer, gnädige Frau? Ja, ist eben auch meine Meinung, waS dies da bedeu soll", sagte er dann. ,,e i Diese Arroganz gab mir schnell meine verlor ! Fassung zurück. ^e „Nein. nicht die Mauer, mein Herr". entM» ich rasch und deutlich, ..ich meine vielmehr, w°s Auftreten hier bedeuten soll?" .,l ..Mein Auftreten? - Ich verstehe Sie M ! That nicht", cntgegnete er, mit den Achseln zuaeno. ! „So muß ich mich wohl deutlicher erklären, «" ^ ich jetzt schroff wie nur möglich. „Ich lann mn welcher Herr Simonyi dem Verlangen Ausdruck gab, daß die Regierung dem an hellem Tage umgehenden Gespenst der Verdächtigung den Gaiaus mache, hat schlechterdings leine Berechtigung und sein Antrag mußte aus Gründen, die wir bercits auseinandergesetzt, unbedingt zurückgewiesen werden; allein wenn Herr Simonyi es nicht auf einen unparlamcntarischcn Alt abgesehen hat, sondern ihm ihn Wahrheit die Reputation dcS Ministeriums am Herzen liegt, so lann er sich viel wirksamer in Interpellationen, Welche einzelne concrete Angelegenheiten zum Gegenstände haben, zum Echo der dumpfen Gerüchte machen und er wird dann der Negierung gewiß nur willkommene Gelegenheit bieten, Licht über etwaige unaufgeklärte Punkte der öffentlichen Verwaltung zu verbreiten. Die Deal' Partei hätte in solchem Falle leinen Grund, einer Dis-cutierung der Frage aus dem Wege zu gehen, denn sie glaubt nicht nur an die Makellosigkeit der Regierung und an die Lauterkeit ihrer Verwaltung, sie ist von derselben auch innigst Überzeugt und lönntc diese Ueberzeugung nur dann opfern, wenn ihr eine andere als besser begründet nachgewiesen wird. Heute bewegt sich die ganze Frage in einem fehlerhaften Zirkel; die Linke will ihre gegenwärtige Kampfcsart nur dann aufgeben, wenn das Ministerium füllt; die Majorität aber kann und darf dieses Ministerium, selbst wenn dasselbe sich zurückziehen wollte, nicht fallen lassen, so lange hiefür lein anderer Grund vorhanden ist, als daß daS aus der Majorilät hervorgegangen«: Cabinet der Minorität nicht gefüllt." Politische Uebersicht. Saibach, 26. November. Der „Pester Lloyd" sieht in den parlamentarifchen Vorgängen im ungarischen Abgeordnetenhaus«: der letzten äeit ein von der Opposition Wematisch betriebenes Slanbal machen, dem schon im Interesse des Par-^Mtntarismus ein Riegel vorgeschoben werden müsse, ""d verdammt entschieden die Form der Anklagen Si-wonyi'^ da diesem für einzelne Vcrwallungsgebrcchen ber Gebrauch deS Interpcllationslechtcs freisteht. - K. ^lsza reicht m der Sitzung des ungarischen Unterhauses von« 25. d. nach längerer sehr gemäßigter Rcdc den Gegenantrag auf Entsendung einer einfachen Commission zur Revision der Hausordnung ein. Infolge dessen wird die Sitzung suspendiert und sofort Ministerrath im Hause abgehalten. Die Stimmung des Hauses ist sehr versöhnlich. fast feierlich zu nennen. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen erklärt Cser-natony, daß er einsehe, Fehler begangen zu haben. Da ihm die Ehre des Hauses ebenso am Herzen liege, gestehe er ein. daß er eine Rüge verdient habe. Die lroatische Landesregierung hat die Beschwerde gegen die seinerzeit durch den Obergcspan Elsies erfolgte Auflösung der General-Congregation "ls ungerechtfertigt zurückgewiesen und das Vorgehen bes Obcrgespans als im Gesetze begründet gebilligt. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte in zweiter Lesung des Kreisordnu n gsent wu r fe s alle von der Fortschrittspartei und den Conservative», gestell. ten Nmendements; das Gottberg'sche bezüglich der Land» aemeinden-Vertreluna zu § 100 wurde bei namentlicher Abstimmung mit 2W gegen 66, das S^uman'sche be. züglich des Ausschlusses der Prorinz Posen zu § 182 bei namentlicher Mstimimmg mit 15l) gc^i, 82 Stimmen abgelehnt und die Vorlage m»t den Wahlreglements paragraphenweise in der Fassung dcr Regierung angenommen. — Wie ans glaubwüsdigcr Quelle verlautet, ist von dcr Berufung großer Hudustiitllen und Van-tiers für da« Herrenhaus für jetzt abgchhcn und sind zunächst Berufungen aus der Kategorie hoher Staats» dcamten zu erwarten. Die Majorität der Ndrcßcommission beschloß, sich darauf zu bcschiüntcn. die Einsetzung eines verant. wortlichen französischen Ministeriums zu beantiagen. Dcr Präsident Thiers besteht auf Lösung dcr VcrfassungSfragen, nämlich Verlängerung seiner Ge< walt. Ernennung eines Vizepräsidenten, Errichtung einer Pairstammer und lhcilweise Erneuerung dcr Nationalversammlung. Die Commissionsminorilät wird einen Gcgcnbcricht vorlegen.- Dem „Genfer Journal" wird aus Brüssel telegra» phiert, daß daselbst Verhandlungen wegen der Erneue» rnng deS del g is ch.fr an zö fischen HandclSver» trageS eröffnet worden scien, und zwar auf der Ga« sis deS Vertrages mit England. In römifchcn R egi erun g stre ife n ver-lantet, baß die bekannten drei Millionen Frcs. nur deshalb dem Papste gerade jetzt, kurz vor Beginn der Kammersitzungen, nach dem Vatican gesendet worden seien, um die Nichlannahme der italienischen Papierrente von Seiten des h. Vaters erforderlichen Falles als Vorwand benutzen zu können, um den Kammern den Vor-schlag zu machen, das Garantiegesetz entweder zu modi» ficicren oder ganz und gar zu annullieren; denn der Verweigerung der Annahme dieser IahrcSrente waren die italienischen Minister im voraus qewiß. Zugleich trägt man sich im Finanzministerium mit dem Gedanken, diese Weigerung gerichtlich bestätigen zu lassen, um alsdann seiner Zeit, d. h nach Verlauf von fünf Jahren, die Verpflichtung zur Zahlung der IahreSrente legaliter als erloschen erklären zu können. Die CorteS in Madrid haben die allgemeine Discussion über daS Verhältnis von Staat und Kirche geschlossen. — Die Versammlung der Föderatio-Repu» blitancr hat den Antrag eines Vertrauensvotum« für das republikanische Directorium verworfen. — Zu BurgoS ist eine republikanische Verschwörung un» lerdrückt worden; man fürchtet aber anderwärts neue Bewegungen. — Anläßlich der Militär-Conscription fanden in Madrid, in der Provinz Murcia und in Barcelona Unordnungen statt. — Die Carlisle« fahren fort, Telegraphen und Brücken zu zerstören. Hassesneuiffkeiten. — Die t. und l. österreichische Gesandtschaft am Hofe des Schah von Persien, bestehend aus dem Gesandten Grafen DubSly und den ihn begleitenden Herren, ist am 20. d. M. wohlbehalten in Tiflis angekommen. — (Personalnachricht.) Se. Excellenz der Herr Minister Dr. v. Stremayr ist vorgestern v»n Wien in Graz angekommen. — (Kaiser.Franz-Joseph,Stiftun g.) Vei dcr am 7. November 1872 unter dem Vorsitze des Herrn Vizepräsidenten, t. l. Obersten Johann Niller v. Friedel stattgehabten 39. VerwallungsrathSsitzuna. der Kaiser'Franz-Ioseph'Sliflung kamen nachfolgende Gegen» stände zur Verhandlung. Nach dem Berichte oeS Kanzlei- dlrectors sind feil der letzten Sitzung f7 Oktober d. I.) an patriotischen Beiträgen 369 ft. 71 kr., von den wirk, lichen Mitgliedern, deren Anzahl sich um 13 vermehrte, 6314 fl. 16 kr. eingelangt. Nach dem Berichte be« Kaf-sierS bestand daS Gesammtvermügen mit ^lc^t domplm?, di« andere ein Privatunternehmen, und seitdem letztere» i» Norton Folgale, dem ärmsten Pistricle London«, ein Vel. taus«local, mit Vuleslüche und Volksspeifesälen errichtet hat, ist es dem Armen möglich, fUr 5, sa^e fünf Kreuzer l I * Vcrgl, Nr. 269 b, Vl Meisen, wie Sie es wagen können, diese Mauer, welche Vonaltersher gestanden hat, niederzureißen." Wieder zuckte das malitiöse Lächeln um seine Lippen "Nd gleich darauf sagte er in ziemlich unhöflichem Tone: ., „Ich glaube nicht, daß ich gezwungen bin, Ihnen "°" mein Thun und Treiben Auskunft zu ertheilen. Aue ich es dennoch, so geschieht es gewiß nnr aus Nück-Wen für Ihr Geschlecht. Die Mauer steht auf meinem ^rund und Boden, und Sie werden es vielleicht nlchl '° merkwürdig finden, daß ich etwas zerstören lasse, was Citier Ansicht nach vollständig zwecklos ist." .. ..Zwecklos?" fragte ich erstaunt. ,Mein Herr. Sie "''sen wohl nicht, warum diese Mauer errichtet wurde?" "Doch, gnqdige Frau, ich weiß eS sehr genau," segnete er höhnisch, „aber das ist keineswegs im ^"de, meine Absichten inbetreff der Mauer aufzu- ^."- Ich habe nicht geglaubt, in der Heimat fo ent- Hleden« Feinde zu finden, um so mehr thut es mir 3°' daß es dennoch so ist, ich hoffe aber, daß die Zeit " versöhnlicher stimmen wird." ..Mit diesen Worten machte er eine Verbeugung ^ ließ mich ganz verdutzt stehen. Vergebens suchte ich ""H Worten so gerne ich auch meiner Erbitterung Luft Uacht hätte, es gelang mir nicht. Am andern Tage b « ich mir auf meinem Grund und Boden jene Tannen« i.« pflanzen, in Jahr und Tag wird sie freilich nicht ib«! H^e erreicht haben wie die Mauer, aber ich habe ^"damit wenigstens seinen Standpunkt klar gemacht. 2^,tn er uns gegenüber einzunehmen hat und daß >ch i" "ne Abänderung des ehemaligen Verhältnisse« nicht "cmutt denke. So, nun hast du elnen Uebervlick und weißt auch zugleich, wie du dich den Leuten ge» genübcr zu verhallen hast, wenn sie die Frechheit so weit treiben sollten, einen Verkehr mit uns zu suchen." „Tante, und wodurch entstand dizser Haß?" fragte Leonore. „Wodurch? Was weiß ich? Das mag schon seit Jahrhunderten so gewesen sein", entgcgncte die Geheim« räthin ärgerlich, „Ich halte mich nicht berufen, das Ge-hcimnis, welches diesen Familienhaß hervorrief, zu ergründen, das ist ja überhaupt vollständig Nebensache. Genug, er ist da und wird da blciben — ich meiner« seitS werde den Familienlraditioncn nicht ungetreu." Leonore sah, daß die Tante sich durchaus nicht in einer Stimmung befand, wo irgend etwas mit ihr aufzustellen war, und schickte sich daher eben an, das Zimmer zu verlassen, als die Tante sie nochmals zu-rückrief. „Sprich jetzt nicht mehr mit mir über jenen Menschen, Leonorc, das bringt mich immer in Galle und ich weiß nicht, warum ich mich unnützerweise ärgern soll, man hat so wie so Acrgcr genug in der Welt. Thue mir aber den Gefallen und meide die Nachbar» schaft, auch an dcr Stelle, wo jetzt der Pavillon abge-brochen wird, soll eine Hecke gemacht werden, ich will es schon einrichten, daß dcr freie Zutritt in unserem Garten ihnen ein bischen verleidet wird. Geh' nur nicht zu nahe an die Grenze beider Gärten, so lange die Arbeiter daselbst beschäftigt sind. Ich möchte dich. mein Kind, nicht gerne mit dem Nachbar zusammentreffen fehln." „Unbesorgt, Tantchen, dich werde mich nicht zu weit vom Hause entfernen. Weiht du doch, daß ich mich im allgemeinen am liebsten in der Nähe des Hauses aufhalte. Und nun laß dich den Nachbar mit sammt seiner Mauer und dem chinesischen Pavillon nicht lümmern, wir lassen ihn in Ruhe. dann wird er uns schon von selbst nicht anrühre,,." Mit diesen Worten schlang sie ihre Arme stürmisch um den Nacken dcr Tante und preßte einen derben Kuß auf deren Wange. Im nächsten Augenblicke tanzte sie aus dem Gemache. „Wildsang!" brummte die Geheimräthin. „Thut. als ob sie wer weiß waS für gute Vorsütze gefaßt hätte, und dich ,st allcs in den Wind gesprochen. Sie meine Lehren und Warnungen beachten! Und doch ist sie bereits erwachsen. Du lieber Gott, was beginne ich mit dem Kind?" Seusztnd salllle die Oeheimräthin die Hände und blickte durchs Fenster zum Himmel empor. Iu demsel-ben Augenblick aber fiel ihr Auge auf das Nachbarhaus, sie sah, mit welchem Elfer die Arbeit des Niederreißen« beim chinesischen Pavillon betrieben wurde und um ihren Aerger voll zu machen, erschien eben dcr Herr selbst unter der Veranda, und es war ihr. als wenn dessen Blicke sich unverwandt nach derselben Stelle richteten, wo sie stand. Entrüstet zog die Oeheimräthin die dichten, schwer-seidenen Borhänge zusammen und verließ dann zornig das Gemach, wo sie sich selbst vor der Neugierb« de» übermüthigen Feindes nicht sicher fühlte. (Fortsetzung f,lgt.) 3940 sich eine ausreichende Portion nahrhaften Fleisches zu verschaffen. Wer zehn Kreuzer aufwenden will, erhält dafür noch gedämpfte Kartoffeln, Gemüse oder Pudding. Flk be. mitteltere Kunden wird das Fleisch nicht gesalzen, sondern frisch präserviert in hermelisch verschlossenen Buchsen importiert, und stellt sich von solchem das Pfund ohne Kuo. chen auf 20 23 Kreuzer. Im Durchschnitt zählt jene Volls« lilche, deren Zahl sich übrigens von Woche zu Woche ver. mehrt, außer den Kaufkunden täglich bis 2000 Tischgäste. Die Einfuhr des überseeischen Fleisches in England ist außerordentlich gestiegen. Während sie im Jahre 1668 etwa 300.000 Zentner schwach gesalzenes Rindfleisch, einer Zahl von 60.000 Stück Thieren entsprechend, betrug, hat sie sich im Jahre 1871 schon auf 1,088.000 Zentner geHoden! Ohne Zweifel wird sich diese segensreiche Unternehmung, wel,d Michael Verhoväet: Diebstahl; Teröinar Michael: schwere körperliche Beschädigung; Nabuse Maria: Betrug; Dolinar Franz und mer Genossen: löffentliche Gewallhätigkeit. — Am 7. Dezember. Stubic Alois: schwere körperliche Beschädigung; Vizjal Iohcinn: Veru:i' treuung; Matekauiö Peter und Obermann Martin: Dieb» stahl; Mergole Ioief und Vene Maria: fchwere körperliche Beschädigung. — (Berichtigung.) Die in der 6. Landtags sihung stattgefunden«: Interpellation, betreffend die Steuer-einHebung im Bezirke Feistriz, ging nicht vom Abgeordneten Dr. Pollular, soudern Dr. Suppan aus. Neueste M Wien, 25. November. Die „N. Fr. Pr." hört, der Kalser habe die vom Erzherzog Joseph eingereichte Entlassung als Obeilommandant der Honveo nicht an» genommen. Die „Oesterr. Corresp." meldet, die Kaiserin werde mit den Erzherzoginnen Gisela und Valerie vor-läufig in Gödölliz bleiben. Trieft, 26. November. Einem Telegramme beS l. und f. Gesandten am t. italienischen Hofe, Grafen Wimpffen, an die l. l. Seebchürde zufolge wurde mit Decret vom 85. d. M. die gegen österreichische Prove-uienzen verhängte Cholcraquarantäne aufgehoben. Die Zulassung erfolgt nach ärztlicher Besichtigung. 5>lestraphischer WechselcurS vom 26. November, Papier-Rente 65.90. Silber-Rente 70.10. - itMtt Staats - N«lehe:i !03. — Haul - Act,?« 982. Credit Net'en 339. — London 109.15. — Tildn 108. .- il, t Mnu,'T>a- caten —.— NavolconSb'or 8.70 Sande! und Nudolfswerth, 25 November. Die DurchschuittS Pr.'st stellten flch auf dem heutigen Marllr, wie folgt: st. lr. ^tt? Weiden per Metzen 5 H0 Vutter pr. Pfund . — ! - Kor» ' „ 4 20 Eier Pr. Stück . . - U Gerste ,. 3 80 Milch pr. Vlaß . — w Hafer ,. 1 80 Rindfleisch pr, Pfd. - «4 Hulbfruch! ., 5,10, Kalbfleisch „ — -^ Hridm „ 4 — Schweinefleisch „ — 2b Hirse, .. — !--^ Schöpsenfleisch „ — 1» Kulnrutz „ 3 30 Hllhndel pr. Stllck —ZU Erdäpfel „ 1 50 Tauben „ - -- linsen „ — — Heu pr. Centner . 2 ' Erbsen „ 8 — Stroh „ . — ! 99 Fisolen ' „ 8 — Holz, harte« 32", Klft. 6 50 Rindsschmalz pr. Pfd. — 50 — weiche«, „ — ^ — Schwcmeschmalz „ - 50 Wein,rother,pr, Eimer 12 -- ^pccj. frisch, - 84 —weißer ., ^, ' Scteck, geräuchert Pfd. — , - Leinsamen Per Meheu — ! ^ 'Augekommene Fremde Am 86. November. «<«ss»»t. Drosig, Postmeister, «lanale. — Zellutti, Vauunler» uehmer, Ralschach. - Maser, sammt Tochter, Wippach. -^ Märn, Gynmasialprofcssor, Agram. — Malli, Kamscha. SlislnHii, Ndclöbcrg. — PaSuig, Kropp. «it«.'.? ^«,'n. Zebisch, Wien. — Frau Malli, mil Tochter, Neumartll, — Reinisch, Kaufm., Wien. - Iescheuagg, Besitze''' VeloeS. «>««,«> «,«»>«»>»». Eodelli, Kailfm., Seubal in Albanien. ' Watterich, l, l. Hauptmann, mit Frau Theater. Heute: Gin Teufel. Oriamal Lustspiel in 3 Alten von 3«' lins Rosen, Diesem folgt: Tulipatan. VurleSte Operette »» 1 Alt vo» Offenbach. .Msilel'snlu^sche HsoljachlmMll ill KaiMch 6 U. M«, 739.04 j 7.4 SW. schwach f. aanz'bew. 26. 2 „ N, 739.5g I 11.« SW mäßia grüßth. brw. <1.o» 10 „ Ab. 741,»«» -i- !>.« SW schwach gan, bew. Sciroccalstiünmug anhaltend, Wollcndecle ilieist geschlossn'' DaS Tagesmittel der Wärme -^ 9 5°, um 7 tt" iibcr dein Norma" ^Ü^sl^li^klll^^ ^l»'?:, 25. Novcinder. Man nahm die üvclauö hohen Cnrft, mit welchen die vorige Woche ss.'schlossen, znm Nilsgangsftnlllle einer ueneu Hansse, an welcher Banlpclpie" H»Vmnv».».»U/l. „nd VaugcsellfchllflS-Acticn gleichinäßig pavticipiclten mid ^war i» solchem Maße, daß nnr sehr wenige Papiere dieser Cattnna, ans ihrer sami^ägilicn Nolicnma beharrlc», viele aber nm mehrere Gulden auancicrleii. Mittags zcisslc sich eine allgemeine Ncalisiernnssölust, allci» dn'se Nealisiernncien slilisscu ohne erhebliche Slönmg vor sich; was von der einen Seite gk' geben wurde, ward von der andern willia aufaem'mmci, nnd die Curse schließe», wohl nicht auf den höchsten Notierungen beharrend, doch bedeutend höher als Samstag Das Geschäft in Anlagt werthen war ohne größeren Belang. 3llr 100 si. Gel», «?.>,. Vulbeltliche Staatsschuld ,u 5 p«t.-ln Noten oerzinsl. Mai-Novemb» 66 30 66 40 ^ Februllr-Aulll?st 66.30 66,40 » Si'.'^r . Jänner-Juli 70 30 70.40 . „ „ Npril-October. 70.30 70,40 Vol' V.I 1839 ... 339.^- 340.- . 1854 (4'/«) zu 250 ft. 95 50 96-1860 zu 500 ft. . .103.50 104.-.. , 1860 u 100 st. . 125.- 125.25 „ ,. 1864 Zu 100 st. . 1^9- 148.50 «taatS.Domänen-Psandbriefe zu 180 ft. ».W. in Silber . . 114— 114.50 «». »»«»d.ntlaftungH-Vbligatian^^ Für 100 ft. H-:^ Wüure «»hmcn . . . . zu5v«t 96.50 97.— y°lwft «in«bl.) vr. StÄck 102.— 102 50 Wiener Hommunalanlehcn, rücl- Wll< Wl"l>.l zahlbar 5p«t. fUr 100 ft. 83,80 84.- Held Willr. N.lu'o-üft«l. Vunt . , . 338.25 338 75 Vür.luerlitl ... 375.— 376,— P°bm-Treoitanftalt . , . 284.— 285.— Kreditanstalt f Handel u. Oe>«. . 342.— 342.25 «lrc^itallstalt, nllgem. uullar. . 138.-- 139 — Depositenbank...... 138.— 139.— EScumpte-OesMchllft. u ü. . 1085.—1100.— Franco iisterr. Van? ... 144,75 145.— Hondelsbant......29850 299.— Nlltionalbanl 984— 98« - Uuionbant , , 282.50 283.— Vereinsbanl . . , . , 209. - 210.— Verlehrabanc . . . . 252.— 253.- »5. Nttlen »on ^rau«po^tuntern«^» mungen. Geld Waare Alfüld-Finmauer Vahi, . 173 50 174 - Vöhm, Westhnhu........— -.— Carl-i!ubwig:Nahu . . .22950 23050 Donau-Dampfschifff. <»«jellsch. 646.— 648 — Elisadeth-Westdahu. . . . , ^48.50 249.— Llisabeth-Weftbahu (Lmz - Vud. weikr Strecke) . . 210.— 211.— Ferdinauos.Nordbahn . . . 2110—2120.— Fi>nfll5ch,u-N»rts»7Heb» . —.— —- ?. . .i^,.^,i2 '>'!. l . 219 50 22050 L?mber«»tzelll.«Iassyfr«»llhl, 147.— 148 — Llulid, »fterr....... 584.— 588. - Oefterr. Nordwestbahu . . . 217.- 217.50 Rlldolfs-Vllhn......174.- 175 — Siebenbllrger Nahn . . ------- —.-- Vtaatsba',':...... 341 — 342 — Gildbahn . ,.....202 25 202.50 Glld uorbd. Verbind. Vahn . 172,50 173.50 Theiß-Bahu...... 248 50 249.— Ungarische Nordostbahu . . 157 — 158.-Ungarische Oftbahn . , 127.50 128.50 Tramway, . . ... 384.— 385.— l?. Pflln»b»i0 50 dto.iil33I.rl»ckz.zu5pCt.iuö.W. 88,- 88.25 Nananalb. zu 5 pCt ö. W. . . 91.15 91 35 U« V ,b.,Cr«d.««nft. zu i>'/. P«t. 87.— 67.25 0,!. ,.>''»!'s^'li't«?s,ti«at:o« v:rz. 102 25 102,50 Fc»>l-Iosevb«.Vahn .... 9925 99.50 <^.»u^" ^c^' ?^. .«. . -l i.^r . 100.50 101.-0«»«,. «,r^»«^««>» . W.20 98.60 Biebeni,. Bahn w silber vcr,. . 87 30 67.0" Btaatsb. G.3°/«^500Fr. „l,«m. —.— '''" Sllbb. G. 3°/. z 500 Frc. pr. Slllck 108 75 l0s.^ Slldb.-O.i200ft.,.5^filr100fl. 92.75 93.^ sttdb.-Vons 6°, (1870 7>i) ä 500 FrcS pr. stllck . —. ^ ^'^ 'Nlss Ostbahn fllr 100 ft . 75.75 76.^ ». ^rivatlose lpcr Glück). ^rebitanfilllts.Haudelll.Oew. Geld »«A i.i 100 fl «,W......186 - Isbl^ Nnd«lf°Stiftunl, zu 10 ft. . . 14.50 1^ W,