^ 61. Dmslm; aln 15. Tllttrz 1864. Dit „Laibachcr Zeitnng" erscheint, nüt Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und kostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig ii si., halb-jÜhrlg 5 si. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., lialbj. 6 si. Für die Zustellung in's HauS sind hallij. 50 tr. mehr zn entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., umn Kreuzband und gedruckter Adresse 15» fl., halvj. 7 si. 50 kr. Insertion«gebiitir silr eine Vürmond-öpalleüzeNe oder den Raum derselben, ist für Nualigc Einschaltung«lr., für 2maligc8 tr., für Amaligc 10 lr. u, s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 kr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzn zu rechnen. Inserlllc bis 10 Zeilen losten I si. U0 tr. fllr 3 Mal, 1 si. 40 lr. flir 2 Mal und 90 tr. filr 1 Mal (mit Inbegriff des InsertionSstempelS). Mlicher Theil. Mas Instizminislerium bat den Gerichlsadjnnktei, in Brunn. Dr, Eouard Sen ft. z>lm Staatsanwalls-Sllbstitnten mit dem Charakter eines Ratl'ssekrelärs dei dem k. k. Landcsgcrichtc in Troppau ernannt. Das Ministerium für Handel und Volkswirtl'schaft hat die Wiederwahl des Hektor Ritter v. Zahony znn> Präsidenten, und des Andreas Paulctig znm Vizepräsidenten der Handels- und Gcwerbckammer zn Görz bestätigt. Nichtamtlicher Theil. «aibach. 14. März Die Tlnonbesteignng des jungen Königs von Paicrn ^ndwig ll. beschäftigt in, Momente die Ta-geSpresse. Ma:: ergebt sich in Konjekturen über die Politik, welche Baiern nun verfolgen wird. ^lidwig ll, ift ein noch sehr junger Mann. der im vorigen Iabrc „.st __ gerade zu der Zeit. als König Alax in Frank' surt verweilte. — seine Volljährigkeit erreicht l,at, Von welchem (5>»sinß dieser Regiernng^lvechsel. der gerndc in einem für Dculschland so krilischcn Mo> menle eintritt, auf die Politik Bairrüö in den am Bundestag schwebenden fragen sein wird. darüber kann man in eicsem Augenblicke noch nicht einmal Vermuthungen haben, da ül'cr die SteNung. welche der jetzige König als Kronprinz zn den politischen Vc> ratbungen des Vlünchencr Kabincts eingeilommen, biöher nichts bekannt geworden. Vom Kriegsschauplätze liegt wieder eine Sieges« Nachricht vor. Die Ocsterreiä'er dabcn Skandciborg gestürmt, Der Kampf mnß ein bllitiger gewesen scin. denn das Tclegramin spricht von viclen Gefalle,-e». Je größer die Opfer werden, welche die denlschen Mächte für Schleswig-Holsteiu bringen, um so grober müssen anch die Anforderungen werden, welche man an das trotzköpfige Dänemark zu stellen l>it. Leider scheint es, als ob man der Konsequenz halber noch immer anf dem Londoner Traktat beharren wolle, denn die neuesten Nachrichten sprcchcn wieder von einem Waffenstillstand und von Konferenzen anf einer Basis, die von Dänemark aufgestellt worden. Ueber die politische Stimmung der Nord< schl es wigcr schreib! der Spezialkorrespoudent der «Times"' DicNordschlcßwigcr würden sich im Ganzen und Großen mit der Personalunion zufrieden erklären, diejenigen abgerechnet, w»lc!)c nach einer Vcrschmel> znng mit Dänemark verlangen. «Soweit einstweilen meine Beobachtung reicht, hat mich die Ansdebnung und der Grad dcö in Nordschlcswig. besonders unter den Landlenten. berrschenden anlidänischen Geistes wirklich in bohem Maße überrascht. Die Anssagen fremdländischer Augenzeugen, »reiche seit längerer Zeit im ?andc angesiedelt sind und gegcu deren Wahr lieitsliebc und Unparteilichkeit man auch nicht einen Schimmer von Verdach! vorbringen kann. ist i>, dieser Vezielinng von weit höherem Nerlhc alc; meine rige> Nln Beobachlungeu, die ich während rcr vier Tage. dag ich Fleusbnrg verlassen. angestelN l'abe. Auö solchcu Quellen wird nur anls Vcstimmtcsle versichert, daß der Wunsch der Cloning von Däncnnnk. zum mindesten einer administrativen Trennung, i» sehr grobem Umfange bis gan; au die Grenze bin ob< waltet, selbst unter vielen, die in Folge deö dem 3.,'ndc anfgezwungenen Unterrichtösystems nnr dänisch redc». Diese Erscheinung kann nnr einen Grund l'"l?en. und zwar ist das eiu Grund, übcr den nur eine tadclure Sliunuc berrscht: eö sind die Unter» drücknngösiicht und die kleinlichen ^nälcreicn der dä> nischen Veamten. welche aus andern Theilen des Königreichs dorten geschickt worden sind. Wir Eng. länder lebten des Glaubens, daß. wie Sürschlcöwia. in seinen Sympathien und Strebnngen offcnkunrig deutsch, so der nördliche Theil deS HcrzoglhnmS cut' schieden dänisch sei. Mein Anfcnlbalt hicrselbst iss allerdings noch viel zu lurz. als daß ich mich vom Gegentheil schon hätte überzeugen können; aber ich muß gestehen, daß Alles, waö ich bis jeyt gesehen babe, gar sehr dazu angethan ist. meine früheren Ansichten zn erschüttern." Vom Kriegsschauplatze. Der als Üonricr aus dem Hauptquartier des 6. Armeekorps hier eingetroffen? Rittmeister Graf Kinsky der Geucraladjutantur Sr. Majestät überbrachte fol. gcndcil Bericht des FM5.'. Varou Gablcnz über das Gcfccht dcr k. k. Truppen vom 8. März d. M,: Ich bin so glücklich, ocr hol)en Ocneralaojlllantllr über ein heule stallgcbableö rrfolgreiches. und lroß der uugüu« stigcu Tcrralüverhällnissc mil bewunderungswürdiger Bravonr der Truppe und vergleichsweise geringen Opfern erkauftes Gefecht melden zu können. Wic ich bereits zu berichten die Eyrc halle, war für heute dic Vorrückung des Armeekorps in zwei Kolonnen, ii'v möglich mil der Avaulgacdc bis Vcile, vom Ober« kommlnido angeordnet. Ein sehr auögtcbigcö Thau» weltcr. gefol^l von anhaltendem Regen, halte na-« lnciilllch dic Sritcniucge in einen grundlosen Zustand vcesetU. oaber c>er Marsch aller iu der Nacht vom 7. znm 8. größtemheilö absciis der Chance beqnar« tirtcn Trnppen. welche ihrilweisc heute Morgcni, schon um 2 bis ^ Uhr ans ihren gedrängten Dislokationen aufbrachen, ein sehr beschwerlicher war, Die Seiten» kolonnc des Herrn M^. Gras Ncipperg, bestehend anö der k. preußischen lombinirten «avallericbrigadc Orcrst Flies, dann den Iufanlcricbrigadcl, GM. Tomas und Dormus dcö k, l, tt. Armeekorps, welche alls der vor ciiugcr Zeit bei Götrup ül>cr die Kol« ding.Au gcbaulcu Äruckc dieser Gewässer überschreiten sollic, war. nachdcm im Laufe der Nacht das ange» schwollcnc Wasser die Brücke überflutet halle uno die dabin dic'ponirten Brückenwägcn auf den Feldwegen stecken geblieben, nach längerem Zeitverlust gcnölbigt. tl'eilo durch eine gangdar gemachic Furt. theils auf hergestellten Noihstegeu nno mit cincr Brigade über die Brücke bei Kolding überzugehen und lonnlc bei oer schlechten Beschaffe»l.'eil der lhr angewiesenen Wege nicht rechtzeitig auf gleicher Höhe mit der von mir besebligten und auf der Chaussee gegen Veilc vor« rückenden Ko.'ouue anlangen. Diese leptcrc mit dem Dragonerreglmcntc Fürst Windisch^äß und zwei Gc. schützen der Brigaoeballeric^ von Nostiz nntcr GM. Baron Dodrzenofy an der Tete. stieß erst ungefähr ^ Meilen südlich vo» Veile um 11 Uhr Vormittags auf feindliche Kavallerieposten. gsgcn wclchc der bei der Brigade GM. Varon Dobrzcnsky cingetbeilte Generalstabs-Haupünann Graf Uerlüll mit einem Zlig zur Reko^noozirung weit vorgiug und cinc stärkere, ihm entgegeinückcnde flindlichc Kavallerieablheilung ol,ne langes Besinnen mit der eben zur Hand haben« deu Hälfte dieses Zuges atlaqnirtc. Im Handgemenge wurde der geuannic Hauptmann dnreh mehrere Säbel« bicbc nicht nnerbeblich verwundet, war jedoch uach Anlegung eines leichten Nolbverbandes „ichl zu be« wegen, das Gefecht bis zu dessen Becndignug am späten Abend zu verlassen. Mit gleichem Heldeimmthc altaqnirtc Ol'er!l'cu< tenant Graf (5;ernin ail der Spitze seiner kleinen Ablbeilung. siel aber nach mehreren erdcbüchen Wun« den bewnßtlos vom Pferde nnd inußle. uachdem star« kerc feindliche Ablhiilnügrn zur Unterstützung heran« rückten, in Händen des Feindes belassen werden. Nach den hei der weitere:! Vorrückung und dier in Veile cingchollen Erkundigungen ist derselbe glücklicher Weise nicht todt, sondern verwundet. Nachdem ich die mittler« weile herangerückten Infanterie »Brigaden Nostii) und Gonoreconrt, welchen die Korpsgcschüp Reserve folgte, ausgiebig rasten gelassen balle, setzte ich um 12^/. Uhr Mitlags, da keine Aussicht auf das Eintreffen der Seiteukolonnc war. die Vorrückung um so melir fort, alö die Verschiebung des Angriffs auf deu nach« sten Tag vorcnissichtlich einen verstärkten feindlichen Angriff erwarten ließ lind die Truppen in diesem Falle hätten bivouakiren müssen und hiedurch jeden« falis mehr als durch eine weitere Vorrückung und e>n hiermit verbundenes Gefecht gclittcu haben wür« den. Durch cmigc Kanonenschüsse vertrieben, ränmtc dic gegenüberstehende Kavallerie das vorliegende Pla« teau und meine Kavallerie durchzog das beinal'e eine Meile lange, gegen Veilc sich l'luzichcnde Defile, welches au mehreren Stellen verhaut und zur nach« orückllchilen Infanterlevcrtbeidiguug geeignet war. fast unbehelligt, bis sie im Walde unmittelbar vor ge< uauuiem Orte auf stärkere feindliche Insanterieabthei« lnngen stieß. Ich ließ dieselben dnrch die Brigade GM, v, Nostil). mit dem Regimente Großlierzog von Hessen Infanterie Nr. 14 an der T<'te. angreifen und nach Veilc zurück« werfen, welches, obmol'l liarrikadirt und von Go schützen auf dem nördliche», dominircudcn Uter der tief cingsschniltencn Veile-Au bestrichcn, von der gc« nannten Brigade sofott mit Sturm unter klingenden! Spiele genommen wnrde, Der Gegner zog sich nun« mehr ganz in die crwähnle. von Natur ans sehr starke und noch durch Verhaue fast unzngänglich gc-machte Aufstellung nördlich der V^ile-Au znrück und bielt dieselbe nntcr Kommando des Generallieulenants Hegermanu ' ^indcncrona, unter »vrlchem der Oberlt Müller als Brigadier befehligte, mit drei Infanterie. Regimentern (1,. 7. 11.), zwei Kaualleric Regimentern, zwei Rohr- und eixcr Raketen < Batterie l'entzt. Ich zog nunmehr auch die zwei achtpfündigcu Batterien der Korpsgeschützreserve m's Feiler, ließ die Brigade Goudreeourl nach Vcilc nachrücken und crtbeilte der Brigade Nostitz, nachdem eine weiter ausgreifende Umgehung nicht thuulich war. dcu Befehl zllm An< griff der jenseitigen Höhen vorzugeben, zu welchem BclNlfe ich das '.». Feldjäger.Bataillon gegen die rechte Flanke deS Feindes, als den entscheidenden, laklischetl Punkt, dirigirte. in welcher Richlnng ich anch das 18. Feldjäger« Bataillon, dessen Fnbruug der GM, Graf Gondrecourt persönlich übernahm, vorgehen ließ. Dnrch diese musterhaft nnd mit der höchsten Bravour ansgefnhrlc Bewegung wurden die vom Feilte be< setzten Höl'cn erstiegen und den gegen die Front mit gleicher Entschlossenheit vorgebenden Infamerie Regi» meutern ocr Brigade GM, v. Nostitz il,rc schwierige Aufgabe erleichtert. Die einbrechende Duukelbeit und me außergeirölinlichc Ernlüduug der mir nntcrstchs>U'en Truppcu machten eine energische Verfolgung des Feindes, welcher sich gegen Horscns z>lrück^og und diesen Rückzug durch ein noch längere Zeit anhaltendes, wenn auch wenig wirksames Artilleriefencr zn decken suchte, unmöglich. Das Gefecht dattc von 2V« bis 6^, Uhr Abends gedauert und kostete den Dänen namhafte Verluste, worunter, soviel bis jeyt bekauut. eirca 200 Gefau-geue. Unsererseits ist die Zayl der Todten noch nicht genau ermittelt' jene der in deu ctablirtcn Spitälern aufgenommenen, fast durchaus schwer Verwundeten beträgt l,0, darnnlcr anßer den beiden schon früher genannten Offizieren, vom Infanterie » Regimenle Großbcrzog von Hessen Nr, 14 den Oberlieutenant Schädelbauer, durch mebrerc Kolbenschläge schwer verwundet. Lieutenant Pachner leicht; vom Infanterie« Regimeutc König der Belgier Nr, 27 0l'lrlleute>,allt Ralblcw. welcher schon bti Oeversee durch cme" Schuß, dessen Gewalt durch oas Portemomui'e abge» schwächt wurde, blcssirt un. ""-."enig" ^ der eingerückt war. heute jeloch emen todt ich n Schuß durch den Orden der eiserne.. Krone m l,c Vrnst er. S4V hielt und drmselbc» bereits erlegen ist, da»n von dcm> seiden Regiment,.' Oberlicuicnant Ivanowiäi leicht. Die Landung der Dänen alls' der holsteinische,, Küste halle einen eigenthümlichen Zweck. Am 5. März qingen die zwei Kompagnien Gardc, dic bishcr in Kopcnhagen lagen, ali und schifflcn sich. wie man glaubt, nach Älscn ein. Der Kopcnhagcncr Pöbel jubelte, denn er sal) in dieser Truppe eine Wache für den König. und er will. daß der König seiner Will» lühr preisgegeben sei Wie erstaunte man abcr. als die 500 Mann am 7. Morgens wieder ankamen, S>e waren nicht in Alscn. sondern im Landc Oldcn» durg gewesen und hatten die Aufgabe, sich der Person rcS Herzogs von Augustcnburg zu bemächtigen, der. wie man in Kopcilhagcn erfahren halte, auf Schloß Putllos einen Besuch machen sollte. DicseS Stitcnstück zur Eiltfülnling dcs Herzogs uon Enghien mißlang. da der Prinz sich nicht an Ort und Stelle defano. Die Dänen, welche die Ankunft von Bun» dlötruppcu fürchteten, eilten sich einzuschiffen. 6. S'ihung des krainischen fandtages am 14. März. Die Sitzung beginnt um 10'/, Uhr. Als Regic. rungSkommissär fuugirt Herr Landesrath Dr.Schöppl. Nach Verlesung und Annahme dcs Protokolls. Erledigung der Urlaubsgesuche der Abg. Kapelle und Gollob. Verweisung mehrerer Petitionen an dcn schon während der vorigen Session bestandenen Petitions« .lusschuß und M>tlbci!ung einer Zuschrift dcs Landes-regierung. betreffend die Vcrwallerstellc in dcm Zwangs« arbeitsliansc, wurde zur Tagesordnnng geschritten. Auf derselben stehen: Bericht des Finanz.Aus-schusses über dcn Voranschlag des Gruudcullasluilgo' fondes pi-a 1805. Antrag dcs Landes. Ausschusses auf Fruklifizirung dcr GnindcntlastnngsfondS < Ueber' schüsse. Antrag des Landes»Ausschusses auf Vesting lining der für den Direktor dcr LaudcS'Wohlthäligkcits« Anstalten nölhigcn Eigcnschaftcu. Berichterstatter über dcn ersten Gegenstand ist Abg. Suppau. Dcr Antrag dcs Finanz-Ausschusses lautet: Dcr hohe Landtag wolle beschließen: «1, Dcr Voranschlag dcs klinischen Grundeiillastimgsfondcs für das VcrwaltnngSjahr 1865) wcrde nach der rubrikenwciseu AliScinaildersetzung im Ev>Vl?crnisse mit...........629.470 fi. und in der Bedeckung mit . . ^__. 688 050 ft sohin in dcm zufruktisizircndcnUebcrschussepr. 5)8 580 ft. festgesetzt; 2. znr Bedeckung dcs Lanvesbeitrages sei ein 26pcrzentigcr Zuschlag zu den diicktc» Steucrn mit Ausschluß des Kriegszuschlages und ein lOpcr-zentigcr Zuschlag zur Vcrzchrungsstcucr vou sämmt^ lichen geistigen Getränken. dann dem Fleische nach Maßgabe der anznboffendrn a. h. Bewilligung ein< zuheben." Präsident eröffnet die Gcncrald.'l'allc. Abg M uIley ergreift das Wort zn sincr kleinen Ncplik auf die nelllich bei der Berathung über die Nachtragsdotation vom Vertreter dcr Regierung gc-machten Mittbcilungc». Er sagt. es bourse eines grüiwlichcrcn Strebcns, als bisher, um lie dem Ab« lösungsgescha'flc sich darbietenden Hindern ssc zn besci' ligcu. Seine damals gestellten Anträge hätte» nur bezweckt, das Vertrauen dcS LandcS zn der La»dcS< Koinmission zn heben. Bezüglich der hlüzugezogeneu Sachverständigen bemerke er, daß nicht «nisschließlich Förster, sondern auch Wirlhschaflskilnri.ie zugezogen werden mögen. Er glaube, daß dadurch nicht uur das Geschäft beschleunigt, sondern auch billiql'r vollzogen werde. Er sei übrigens überzeugt, daß ric Landes» Kommission sowohl, wie die Lolalkomnnsnonen stctS bestrebt seien, dic Mille! zu ergreifen, welche das Geschäft zum Besten des Landes fördern Er stelle folgende Anträge: 1. Allc zwei Monate sollen detail, lirtc Answcisc übcr dic einzelnen Operate in dcn öffentlichen Blättern veröffentlicht werden; 2. es sollen dort. wo es die Verhältnisse crl'M'chcn. auch WirthschaflSknnoige. welche das allgemeine Vertrauen genießen, als Sachverständige verwendet wcrdcn; !5, die landschaftliche Buchhaltung solle bei Abschluß dcr IahrcSrrchnung einen dctaillirlcn AuSwei) über die Verwendung des Grundenllastungsfonds vcvöffenl» lichen. (Dic Anträge wcrdcn unterstützt) Erz. Graf Anton Auerspcrg macht einige allgemeine Bemerkungen. Er warnt davor, sich auf daS Feld der konkreten Fälle zu begeben, das führe zu weit. Er bcdaure vor Mem. daß rag Grund, eutlastungsgcschäft ohne die Scrvilutsal'Iösung vor« genommen werde. Daß hie und da bei ?cr Ablösung mancher Vorgang als hart erscheine, dafür sei der Schlüssel nicht in dcm Gesetze, sondern in dcr spateren Instruktion zu finden. In dieser werden den Grund, enllastnngs-Kommlssälcn Vollmachten ertheilt, wie sie nicht einmal Nichtcr besitzen. Das mö> indeß seine gute» Gründe haben, und er sei überzeugt, die Landes-Kommission sei ernstlich bestrebt, die Wage des Rechtes im Gleichgewicht zu erhalten. Allein cs werden Bc-amte ver Grnndcntlastllng zugetheilt, welche durch Hin. ziehen der Geschäfte ihre Verwendung zu verlängern suche». Das einzige Mitiel hiergegen sei die Fest. stcllnng eines Finaltcrmins. welcher .im Inleresse des Landes, sowie der V^pfiichlcle» uud Bcrechliglcn gelegen sei. Alles, was Beschleunigung herbeiführe, sei willkommen; er wcisc nur auf dicDcvastirnng dcrWäl» dcr hin. in Bezug welcher ein wahrer Wcllcifcr herrschr, dcm nur durch Bcschleuuigung der AblöjungSgcschäfte eiu Ziel zu sehen sei. Darum erkläre er sich auch für dic Anträge 1 und 3 M u l I c y's . weil durch die Annahme derselben eine kleine Pression ansgeübt wcroc. Nur dcm zweiten Antrag desftlbcn könne er nicht beistimmen, hier sci dic Gefahr dcr Parteilich» keit zu groß. Abg. Mullcu bemerkt, er habe uur selbststän» dige. das öffentliche Vertrauen besitzende Männer in, Auge gehabt. Abg. To nl an tritt den Anträgen Mulley'S ent. gegen. Er spricht sich dai>n aus. es sci wohl wün-schenswcrlh, daß die bei der Ablösung sich ergebenden Rechtsverhältnisse, oft dcr schwierigsten Art. eine gründliche, befriedigende Lösung finden; allein, da dic Kommissionen ihrrm Amle mit Eifer und Neulich' keit vorstehcu, so solle mau sie durch Pressionen nicht oisgustiren. Die Stellung dcr bei dcr Grundcut, lastnng verwendeten Bcamtcn sci oft nicht gcraoe eine beneidcnswcrlhc, er habc sich salbst davon zn über-zeligeil Gelegenheit gehabt. Die Anträge Mnllcy'S lanfcn alls eine lästige, Kosten erregende Kontrolc hilialls; er werde gcgcu ciiic solche stimmen. RegicrungSkomnnssär Landesralh Schöppl gibt Aufklälliug übcr die bisherige Oepfiogeuheit in der Be. richterslaltung der Lokallommissioneil und sagt. wenn »er Laudtag cs wünsche, so könne die Veröffentlichung, oic jetzt halbjährig gsschchcn. auch vierteljährig ver» anlaßt werocn, hiermit bcl'cbe sich dcr erste Antrag Mnllcy's. Bczüglich dcs zwcitcn beiucrkt er. cs stehe den Parteien frei, sich die Sachoclständigeu scll'sl zu wäl'lc»; oft gcuügcn aber dic Kennlnissc der Wirth, schaftökundigen nicht, genanc Schätzungen vorzunehmen. Was Sc, Erzcllcnz Graf Anton Aucröperg bczüglich der Servitulcn gesagt, sci richtig; weniger das. was dcr Hcrr Vorrconcr bezüglich der cingcväumten Voll-machten bemerkt habc. Das Bestreben dcr Landcs. Kommission gchc stcls dahin. dic Wage dcs Rcchtcs nicht nach eincr Scilc sinken zn lassen. Was die zu« getheilte» Beamten bctresse. so stehe 'S in der Macht jeder Lokalkommlssion. wie jcdcs Bezirksgerichts, gegen tine Verschleppung dcö Geschäftes cilizuschrciicu. Einen Fiiinltcrmin zu scycn. sei spater uiclicichl nugcicigl. jctzt noch nicht. Er dankc dem Abg, Toma», daß er sich dcr Lokallommissioncn angrnommcu babe. Was den ?. Antrag dcS Abg. Mullcy betrifft, so gehe der» selbe die landschaftliche Buchhaltung au, sei daher an dcn Landcsausschuß gerichtet. Berichterstatter Abg. Suppan spricht gegeil die Anträge Mulley's, Die Veröffentlichung in der Ta> gespressc sci »„nöthig; was den zweilci, Antrag be-lrifft. so sci maßgebend, was der Herr Regicrungs-konimissär gesagt; bczüglich dcs dritlcu Antrages bemerke cr, derselbe könnc beim Rechnungsabschluß zur Sprache kommen, Bci dcr Abstimmung werden dic Anträge Mul« ley's verworfen. Dcr erste Antrag des Landcsanöschusse'? wird hierauf mit eincr vom Hcrru Rcgicrungolommissär bcaiuragten Erhöhung der Ausgabcu von W ft. Rcise-gcldcr für Bcisiprr angenommen, sc> daß das Er-fordcrniß sich mit 629.^)0 st,, die Bcdccknng m.t 088.050 fi.. der Ucberschuß daher mit :>84W fi. beziffert. Bcim zwcilcn Antrag dcs Landesauö,chu,ics be-merkt dcr Herr Rcgicruugskommissär. die Erhebung dcs Zuschlags zur Vcrzchrungestlmr wcrdc auf große Schwierigkeiten stoßen, cS schciuc id" bcsscr. ecnscl. bcn nur auf Wein und Wcinmost zu beschränken. Abg. Suppau bemerkt, cs sci das Alles schon in Betracht gezogen worden. m'd der Lanrecausschnß sci im Eiuvcrständniß mit rcr Finanzdircklio» zu dcm Beschluß gckommcu. den Modus vom Jahre 1804 beizubehalten. Der Antrag wird hierauf angcnommen. Es findel sofort dic drille Lesung Statt. Ucbcr dcu zweiten Gcgcnstand der Tagesordnung ist ebenfalls Abg. Suppan Berichterstatter, Der» selbe verliest ocn Bericht uud stellt dauu das Ersuchen an den Hcrrn Vorsitzenden, die SiYling auf einige Mi< nuten. Bchnfs eincr Besprechung dcr Mitglieder des Landesausschusses, zu simrcu Es gcschicht. Nach Wicdcranfnahmc der Verhandlung liest dcr Berichterstatter dcu Anlrag des Landcsausschusscs vor. Der« selbe geht dahin: «Der hohe Landtag wolle bc' schließen: l>) Die Frultifiziruug dcr Ucberschüssc deö Grund. Entlastungs-Fondcs babc durch börsemäßigcn Einkauf krain. Orundcnllastungs » Obligatioiien zu erfolgen; b) diese ucngeloNeu Obligationen scieu nicht zur Tilgung bestimmt, sondern als ei» Akllvnm dcs sscmdes zu behandeln; c) für die bisher börscmäßig eingclöNe» Obliga« tioncn im Nominalbctragc pr. Z82.15>0ft, scieu „cue Obligations» auSzufmigc» und in den Krcditsbüchcrn t>cs Grundcnllastnnsss-Fondcs in Vorschrcibung zu bringen, und dieselben sohin gleichfalls als ein Aktivum des Fondes zu bc« bandeln." Dcr Hcrr N e g ier u n g ok o m m i ssär änßcrt seine Bedenken gegen den dritten Tbeil dcs Antrages. Er bekämpft die im Berichte enthaltene Behauptung: «Die Vertilgung dcr börsemäßig cingelöstcn Obligationen war ein den einzuhaltenden Tilgnngsplan bc« irrender, und mit selben im Widerspruch siebender Zahlungsmodus, und der h. Landtag ist bei dem Um« stände, als drille Personen aus diesem Vorgange kci» ncrlci Rechie crworbcn habcn. nnzwcifclbaft befugt, in Anerkennung der Ungesetzlichkeit dieser Zablnngs-lcistnng die Ausfertigung neuer Obligationen zu beschließen, um so dcn bölscmäßig erfolgten Einkauf auf seinen wabren Eharakter. nämlich nnf dic möglichst günstige Fruktifizirungsatt dcr Fondsübcrschüssc zu-rnckzuführen. welchen Charakter er nach dem Sinne ocr a. h. Entschließung vom 20. Fcbniar 1856 auch immer beizubehalten hattc", in eingehender Wcise, und sagt. dcr Theil c des Auöschußantragcö cnchalte cinc Abänderung der Allerböchsten Entschließung und eine Beeinträchtigilug dcr jetzigen Besitzer von Grund» Enllastungs' Obligationen Abg. v. Wurzbach stellt dcn Antrag, dcn Gegenstand nochmals an dic Fiuauzkommission zur Berathung zurückzugeben. Abg. Suppau ist nicht dagegen, rcplizirt aber dcm Hcrrn Regiernngvloinmlssar. indciu er dessen Auschauung für unrichlig erklärt. Nachdem der Herr Ncgicrungskommissär „och Einigcs erwiedert, wird der Vertaguugsautrag des Abg. v. Wurzbach angcnommcn. Bclichtcrstattcr übcr dcn dritten Gegenstand der Tagesordnung ist Abg. v. Strahl, Die Verleihung dcr Slclle des Direktors dcs bicrorligen Spitales und der Landcswohllhätigkeils - Anstalten haben sich Se. k. k. apostolische Majestät allerhöchst vorznbe. hallen geruht, und cö ist anläßlich dcr letzten Vaca-lnr dieser Stelle dcm Laudes-AuSschussc erinnert wor« den. daß er nicht berechtiget war. in der KonkurS-Anüschreibuug zur Erlanguilg dieser Stelle dic Bedingung der Nachweisung des Doktorates dcr Ehirur« gie anfznuchnnn. weil durch dic Anforderung be» sNmmlcr Qnallfik.uionc,, i„ erclüsiv gezogener Grenze wsl'igNl-üS illdirckl cnich das AUcrhöchstc Vcvlcil)l>i!^o. recht eingeengt würoc. Gestützt auf dcn §. 18 l.. Z, I. dcr Landes-ordülüig stellt nun dcr Landes.Ausschuß den Aulrag: «1. D.'r hohe Landlag bcschließc. es sci znr Er« langung dcr Stelle eines Direktors dcr Landlswohl» tl'ätigkcils'Anstalteu i» Laibach nebst der allgcmciucu Uubcscholtenbcit, dcr Nachiveis über das Doktorat der Medizin und Chirnrgic, sowie ül'er die Kenntniß der deutschen und slovenischc» Sprache erforderlich; 2. der La»des - Anoschuß werde beanftragt. das Nöthige zn vcrsügsn, damit im vcrfassnngsinäßige» Wege dic allerh. Eanklion dicscs Beschlusses und mit ihr das einschlägige Landcsgesetz herbeigeführt werde," Abg. Dcschmann tritt dcm Antrage mit Enl-»chicdenheit entgegen. Er fragt, wic dcr Landes. Ausschuß, der in dcr jüngst vorgelegten Hausordnung dcs Spitals dcm Direktor so wenig Rcchtc cingcräumt. il'n für unwesentlich angesehen habc, nun in wider» sprechender Wcisc so hobc Anfordcrnngcn an dense!» ben stelle? Warum man nicht auch verlange, er solle Magister dcr Augenopcralion, Dr. der Ehcmie x. sei«? Wie der Landes. Ausschuß dazu komme, ci» Landesgrseh jetzt zn beantragen, lmchoem dcr Protest der Regierung vorliege? D^s hcißc K^nsiifte herauf, beschwören. Er finoc den Vorgang bedenklich. Pcr angezogene Paragraph der Landesoldnnng könne hill,' nicht Play greifen. Er wollc. daß in cincr so un« wesentlichen Sache leine nenc Differenz mit der Nc< gierung hervorträte. Er beantragt, ans dem crstcn Theil dcS Antragcö die Worte «und Chirurgie« aus-zuschcidcn und dcn zwcilcn Theil ganz fallen zn lasst n. Abg. Blei weiß crwicdert (,'lovenisch,) Abg, Svetcc stellt nach längerer (sloucnischer) Ncdc dcn Antrag: dic Beschlußfassung zu vertagen. blS die Dicnstls. Pragmatik für dic WohlthäligleltS. Anstaltcu vollendet sci. Während der Rede dcs Abg, Svetec macht stch eine große Unrlihe bemerkbar; der Ruf «zur Sache" wird öfter gehört, auch von Seite deö Hrn. LandeSha uptma n u s. Endlich verläßt ein TheN der Abgeordneten ungeduldig das Haus. so daß dic znr Beschlußfassung nöthige Anzahl nicht mehr vor< Handen ist. Präsident schließt deßhalb die Sihnng und beranmt die folgende anf nächste» Mittwoch an. Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen Dcbattc, Gcmcitidcgesctz, V43 Oesterreich. Wien, 14 Mar;. Vorgestern fand il, der Wol), nung des Redak>eurs der hier erscheinenden Wachen« schrift «Postcp". Herrn Osicckl eine Durchsuchung nach iUianuskriplcu sum. und wurde darallf dic soeben er« Ichiencnc Nummer 6 des genannten Vlattes polizeilich mit Beschlag belegt. Die Veranlassung zu dem Verfahrt» soll eine Correspond!,'!!; ans Krakau. welche über den Belagerungszustand in Galizien sprach, nno ein «Licdaus dem ^ager" gegeben haben. Die Mann. skripte wurden vorgefunden. — Die k. k. Lotto.Direktion ueröffenllicht das Rcsnllat dcr siebenten großen Staats'Lotteric. Darnach war dcr reine Ertrag 230.931 ft. 79 kr. und wurde derselbe für die dnrch die große Uederschwcm' mnng dcr Donau, Elbe. W.ichsel und ihrer Neben-stnssr Verunglückten bestimml. Auslaud. Aus Paris, 9. März. wird geschrieben: «Sie werden sich ermncrn. d qerer Zeit ernste Mahunngcn gegen einen Angriff auf Oesterreich hat vernehmen und erklären lassen, daß Italien von Frankreich keine Untcrstnynng zu erwarten l'abc. In diplomatischen Kreisen erzählt man sich ein Gespräch, welches der Kaiser jungst mit dem ilalienl» schcn Gcsand:cn Ritter v. Nigra batle, in welchem er Italien neuerdings eine nachdrucksvolle Warnnug er« theilte. Es war bei, einer Soiree der Prinzejsin Mathilde, Die liebenswürdige Fran hatte es sich angelegen sein lassen, uur solche Personen zu laden, welche dem Kaiser angenehm sei» konnten. Unter diesen befand sich anch ssavalierc dc Nigra, Der Kaiscr redete den italienischen Gesandten an, indem er idn frug. was es Neues in Turin gebe? Herr v. Nigra. ein schlagfertiger Kopf. antwortete rasch: Sire, Italien ist sehr unrubig; es ist in einer unlcid< lichen ^age u»d sttht den Augenblick koinmen. wo es dem Kriege nicht mehr wird ausweichen können. Der Kaiser bemerkte: „Nnn. dann mag es eben Krieg führen!" Herr u. Nigra glaubte auf diese Aeußerung des Kaisers l'in. einen günstigen Augenblick wahrzn-N'l'mcn und sagte: »,Wcnn Italien nur hicbei auf die Untcrstüpung Frankreichs rechnen könnte! Die italicnischc Armee ist zahlreich, abcr sie ist doch nicht sicher, ob sie die Oesterrcichcr schlagen wird." Dcr Baiser erwiderte trocken: «Sie muß sich eben dr« .">ühs„, cö zu können," — «Ja", fuhr Herr v. Nigra lon. «loclin Fliiollelch ivcni^stens die Garantie böte, baß Ocftcrlcich uns lücht die Lombardei entreißen darf?" Der Kaiser sirivtc ocn laurrnocn Geslindicn scharf und sagte mit Nachdruck: «Wir werden dort jede Macht anerkennen, wie wir Italien anerkannt haben." Vclroffcn frug Herr v, Nigra, ob er dieß nach Turin berichten könne? „Wcuu es Ihnen Vcr< gnügen macht!" antiuortctc dcr Kaiser und wendete sich zum Gehen. Die italienische Gesandtschaft ist in Folge dieses Vorfalls sel>r bestürzt. Dcr Inhalt des Gespräches wird laut erzählt, denn es licß sich nicht verheimlichen; es batlc Ohrcnzcngen." Stockholm, 11. März. Man versichert. Rnß. land liabc sich verpflichtet, 150 000 Mann gegen Schweden aufzustellen, wenn diese Macht in eine Allianz mit Zrankicich nnd England cintrcte. Lokal- und PromnMl-Nachrichten. Laibnch, 15. D^z. Nie wir vernehmcn. wird vcr Landtag anf ein Paar Wochen vertagt, so daß rrst nach den Ostcr« Feiertagen die Sitzungen wieder beginnen, ^- Unter den gestern im Landtage mitgetheilten Einlänfen befand sich auch eine Offerte des Herrn Josef Gregor! 6, die Verpflegung res Zivilspitals unter denselben Modalitäten, wie sie die Ordensschwestern eingegangen siiw. aber nm 5 °« billiger, übernehmen zn wollen, I.. Ioria. 13. Mär,;. Welchen Nachil'cil bös« willig, i" selbst auch ohne böser Absicbt unter das Pnblikum ausgessrcntc Gerüchte, insbesondere den in. dustriellen Unternchiuungeu bringen können, gehl aus folgendem Vorfalle hervor: Herr Jakob Seher,;, Kaufmann in Groß.Kanischa lieferte im Jahre 186." der hiesigen k. k. Werkswein» wirthschaft ciica 700 Eimer ungarischen Wcmes Nachdem davon bereits gegen 300 Eimer konsiimirl waren, tauchte da>5 Gerücht auf. daß olrsclbc nicht natürlich, sondern ans Holz und Spiritus fal'rizin sei. In Fol,'.e der allgemein gegen diesen Wein kund-«l'gebenfn Antipathie stellte die Weinwirlhschaft — dtrcn Obliegenheit es ist. dcu Äergarbeilern stets a»te „nd wohlfeile Getränke zu bietcu — dcu wci» <"en Ausschank cin und brach die Geschäftsmr5in< ^ung i„il ^,^^ genannten Kaufmannc — welchcr ^n-m^ Ncine offerirtc - ab. Herr Scherz verlor dadnrch den bicr nicht ohne Mühe gefundenen Absahweg, uud um roch wenigstens seine Solidität als Handelsmann darzuthnn, veranlaßte er die chemische Umersuchung des WeiucS, oic im Monate Februar d. I. unter der Mitwirkung des hoben k. k. ^andesgerichieS zu ^'albach von den Her. rcn Chemikern Alberi Ranlin nn? Franz v. i-'aden-bansen vorgenommen, das Resultat ücfcrte, „daß der Wein keine giftigen o^er schädlichen ^eilandtheilc enthält lind unr Stoffe in sich lrä.jt. welche der natürliche Wein besitzt, daher er »ichl als künstlich angesehen werden könne." Ob aber durch diesen, keinen Zweifel zulassen-den Kunstbcfund dem hiesigen Publikum ras jepl bei il'm gcgen den ungarischen Wein erregte Muuraucn benommen werde, steht kaum zn erwarten, wtil es noch immer an Verdächtigungen sowohl dieses Wei» ncö, als auch der in Idria fast durch cin Iahrhun» drrt schon für l'limane und wohlthätige Zwecke, ins» besondere für die Eihallung der hlcronigen Halipt« schule und der Apotheke wirkenden Weinwirlt'schaft, nicht fehlen dürfte. Es hat überhaupt den Anschein, daß sich Ein. zcluc, die das persönliche Intcressc dem öffcutlichcu oberordncn. uach dem Augenblicke der Aufhebung der Acrarial-Wcinregic schucn. um socann dcu geringen, sauer erworbenen Verdienst oes Vergmannes anstren-gungsloser auSbeilten zn können. vermischte Nachricht^ Seit 139 Jahren zückt die Neiterstalue Au« gust des Starken in Dresden cin gewaltiges Schwert, das dcr sächsisch'polnischc König recht gut zu führen verstand. Am 8. März um 0 Uhr Abends ift daS< selbe mit großem Geprassel zum Schrecken der anf dem öffentlichen Playc Lustwm,delliocn zu Aodcn gestürzt. — Dic „Vreöl. Ztg." erzählt: Die Frau eines Tuchmachers hat einen einzigen Sühn, dcr seinerzeit alö Reservist zu dcr Garde, wo er früher gedient hatte, eingezogen nnd mit seinem Regiment nach Schleswig gerückt war. Die besorgte Mutter schickte nun vor einiger Zeit dem fernen geliebten Sohne eine Unterstützung uun fünf Thalern zu, erhielt den Aries abcr wicdcr zurück, weil der Adressat nicht hätte aufgefunden werden können, ucrmnthlich, wcil dic Aorcssc unrichtig odcr falsch angefertigt nnd dcr Name undent' lich gcschricdcn sän mochte. Dic Fran mißverstand dic Znrnckscndnng dcö Aricfcö dahin, daß ihr Sohn nicht mehr hättc nufgcfnnocn werden können, wcil cr todt odcr vermißt sci, und beschloß dahcr im ticsstcn schmerz, sich das ^cbcn zn nchmcu. Eic stürzte sich anch iu der Thal in cincn Graben, nnd starb an den Folgeil dcö Schrecks und der Erkältung, dic sie sich zugezogen hatte, obgleich sie bald dem nassen Element entrissen wnrdc 5tmun war dic Fran begraben, als Nachricht von ihrem Sohne einging, dnß cr sich wohl und mnntcr licim Hccrc bcfindc. Dcr Vorfall wird imö vcrdüvgt. Concert. Vorgestern fand die dritte nnd lchlc Streich« quartttt'Plooullion der Herren Aer 5 ovSki, Ned« ved. Zappe nnd Zoyrcr in dieser Saison Statt. Es war der erste schöne Frühlingstag nach langer Mntcrzeit; der blaue Himmel, die strahlende Sonne, die milde Lnft batten die Menschheit in's Freie gelockt, nnd so kam es, daß zur Zeit des Beginnes des Con. ccrteö nnr cin äußerst kleines Publikum versammelt war, und erst wäbreno dcr ersten Pic^ füllten sich dic leeren Vänlc nach und nach. Das erste Quartett, welches zum Vortrag lam. war das von Haydn in <.'llul- mit der variirlen Volkshymue im Andanlcsahe. Gehlerer wurde sehr hübsch gespielt uiw sprach darum auch am meisten an. Die zweite Nummer bildete ein Sextett von Arahms. bei welchem die Herren Schuöker und Prcg > mitwirkten. Vrah m ö ist cin erst in dcr neuesten Zeil bekannt gewordener Komponist, der sich rasch clii,n bedeutenden Ruf er» worben hat. Er wird als dcr Nachfoi^ Schumann's bezeichnet, der nicht nur dessen hervorragendste EigeN' schaftcn geerbt, sondern auch es in mancher Beziehung zu uoch größerer Vollkommenheit gebracht habe. In wie weit diese Vchauptnng richtig ist. wollen wir hier nicht untersuchen; daß uns aber in oem Sextett lin Komponist von großer Begabung nnd stark auSge« prägter Individualität entgegentritt, oaö ist nicht zu läugnen. Wir bedauern nnr. daß das Publikum alle Schönheiten der Komposition nicht gewahren konnte, denn der Vortrag wur?c offenbar durch die Schwie-ligkcitcn. welche sich der Ausfübrung. namentlich bei ungenügendem Studium, entgegenstellten, sehr beein» tlächligt. Desto besser lvuldc das Vttthovcn'schc Oiiinlelt vorgetragen. So oft man diese reizende Komposition auch hört. so oft erquickt man sich daran; es ist. als ob man in cinem Blumengarten voll Duft und Farbeuglauz wandle. -— Wir hoffrn. daß oie Onartett'Prodllklionen auch im nächsten Iabre wieder« kehren werden; sie bitten dem Musikfreunde wirklich manchen schönen Genuß. Nur anf eins. was wir schon einmal erwähnten, möchten wir znrnckkommen; daL nämlich drei Streichquartette nacheinander zn viel für den Menschen sind. daß anch der größte Musik« freuno dabei ermüdet. Besser ist es. und in Wien pflegt man es j/ht immer zu thu», zwischen zwei Streichquartetten eine Klavicrpie(.'c. odcr eine Kompo« silion für Streichinstrumente mit Klavierbegleitung einznschieben. Dnlch die Abwechslung in der Klangfarbe wird der Geist frischer und empfänglicher erhal» ten. Mögen die Herren, welche in Zukunft Quartette veranstalten, dieß berücksichtigen. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Tkanderborg, 1?. März. Der Feind hat Skandcrborg l'entc am frühen Morgen geräumt, je» doch schwache Abtheilungen Infanterie uno Kavallerie im Laufe des Vormittags gezeigt. Soll größtcnthciis in der Nichluug anf Viborga, abgezogen sein und Aarhuus nur sehr schwach beseht babcn. Ich habe Slandcrborg beseht nnd meine Kolonnen gegen Aar< Huu6 vorgeschoben. Gablenz, FMi?. Dresden, 13. März. Eine zahlreich besuchte Laudesversammlutlg wegen Schleswig-Holsteins bat folgende Ncsolntion angenommen: Durchfnhrnng des vollen Rechtes und kräftige Unterstühuna. der das ganze Recht wahrenden Regierungen, Völlige Tren» nung der Herzogthnmer von Dänemark, die Regie« rnngcn, welche dentsches Recht vertreten, werden zn thatkräftigem Vorgehen iu dieser Richtung aufgefordert. Hamburg, 1^. März, Nachritten ans Stock« Holm melden, daß die Elzcsse daselbst erst nach Ein« schrcitnng des Militärs mil Anwendung dcr Waffen gedämpft wurden, worauf das AuflaufSgesen prokla« mirt wurde. Das offiziöse Dagliladet Allebanda berichtet alls Stockholm, 8, Mär,;, der Staatsralt? bal'e auf An« drängen der Wcstmeichte beschlossen, ein Observations« korps von 5X).sX» Mann anfznstellen, oas eusNtueN Schooncn uno Seeland besehen sollte, VlendSburg. IZ März. Von Kolding l2. Nach« mittago, wird gemeldet: Skauderborg von den Oester« reicher nach blutigstem Kampfe erstürmt, Viele Go falleuc. London, 1.'>, März. Aus Kopenhagen vom 13, wiro offiziell gemeldet: Der Feind ist gestern 8 Uhr Abends in Aarhuus eingerückt. )m Sandcwin hatt? hentc ein kleines Engagement stattgefunden. London, 14, März, Von Dänemark ist die Annahme der Konferenz angeblich bier eingetroffen. Die gegenwärtigen Hecresslellungen bleiben unverän« dcrt. Dänemark gibt die gekaperte» und mit Vcschlag belegten Schiffe heraus. Vnkarest, 12. März. Dcr Iustizminister Papin Ilariauo t>at seine Demission erhalten. Das Porte» fenille wird interimistisch von Orbesco verivallet. Vtew-Aork, '^ März, Meadc überschritt den Rapidann, nach Nlchmond marschircnd. Sherman hat sich nach V'cksburg. Longstrett nach Virginien znrückgezogen. Einem Gerücht zufolge seien die Uuions« trnppen vor Dalton zurückgeworfen worden. Markt- und Geschäftsbericht. Krainbnrg, 14. März. Anf dem l'entigcii Markte sind erschienen: 90 Wagen mit Getreide, uno .'! Wagen mit Speck, der Zentner zn 26 ft. (Wochcnmar kt. Preisc) Weizen pr, Meßen fi. 5)78; Korn st. 3.00; Gerste fl. —.—; Hafer fi. 2.5)0; Halbfruchi ft. —.—; Heideu ft. 2,80; Hirse ft. 3.— ; Kukuruß fi. 3 50; Erdäpfel fi. 1,40; Linsen ft —.—; Erbsen ft.--.—; F'solcn fi. 4.20; Rinos. schmalz pr. Pfund kr. 5)0, Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr. 28. dttto geräuchert kr. 40; Vutlcr kr. 42; Eier pr. Stück kr. 3; Milch pr, Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfuud kr. 18. Kalbfleisch kr. 22. Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; Habn< del pr. Stück kr. —, Tcmbcn kr. 15; Heu pr. Zlr, ft. 160, Stroh kr. W; Holz hartes, rr. Klaslei ft. 5.10. detto weiche«, fi. 3.50; Wein, weißer, pr, Eimer fl. 7. Theater. Heute Dinstag: Vierte Gastvorstellung der drei Herren I. Piccolo. I. Petit nnd Kiß - IozSi -Unsere Lehrbnbcn. VolkSstück mit Gesang in 3 Alten, von Verla. Morgen Mittwoch: Fünfte Gaslvorftclinn,, p,r drei Herren Zwerge: 1) <5>i» Probespiel. Schwank in 1 Alt. von Karl Inlins. 2) <3i» Dienstmann. Posse mit Gesang in 1 Alt. von I. Schönan, 3) Gin gesunder Junge. Schwan, mit Gesang in 1 Alt, von Salinare. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. 244 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an dcr k. l. ösfcntlichcn Aörsc in Wien dcn I I, März 18»!4. 5", Mctalliqms 7l..?<) Silber . .. N«W Vankaltirll . 774.— London . . . 11!1,5.<» Oreditattien . 1«<».6<) .^t. l Dukatcn liM Fremden - Hnnige. Den :^>. März. Ttadt Wien. Dic Helnii: Hül'inr und Richter, Haiidlmlgs-reiftnds. und Nclchclt. .Naofinann, von Wicn. — llrdanzhizh, Gul^bcssttcr. vrn Hö^ci». Elephant. Dic Hcrr,u: Schaff.'li Lichtcinvalo, — Stlirn'. i?lgl»t, u^'il Tricst. ^ ViimiS u»d T»Isl,'loto vo» Udine. - Haoisch, Wlschlift^rcislüdtr. l,^'» Gr»iz. — i!c»Hyl »»d Mizs^'. HandclS culc. »l'ii .slanischa.— Ü>tilllcr, VllchI)(Nidl:!!!^sr!ls,»drr, v^» Wic».__________ (447-2) Nr. 57N. Edikt zur Einberufung dcr dem Gerichte u u li c l a n n l c u E r d e l> nachdem u e r st o r l> c n r n Georg Zwck voli Podgier. Von dem k. k. Vczirksamle Stein, als Gericht, wird liekmmt gemacht, daß am 20. Jänner 1804 Georg Zwef von Polier ohne Hinterlassung einer leßtwilligcu Anordnung gestorben sei. Da dieseu» Gcrichle unlickannt ist. ob und welchen Personen auf stine Verlasscuschast lii, Eidrechl zustelle, so werdell aUe DiejlUigen, wllche hierauf aus was immer für tincin Ncchtügrnnde Ansoruch zu mache» gedenken, aufgefordert. il)r Erbrecht dinncil Einem Iayre. uon dem uuteu gcseyteu Tage gerechoel. bei dicscm Gerichte anzlimclcc». llllt' Ulller Ausweisuug iyreö (5'rlirechlcö ,hre Erliserklärung anzubringen, widligexfallö die Verl.lssenschast. für w'lchc inzwischen Auto» Vidiz al6 Ver!!issenschaflö-(5nralor bestellt worden ist. mit jenen, die sich werd«» erl'selllärl und lyreu Elbrechlö» til«! ausgewiesen yal'en. veryanoclt nnd ih»cuei!>gcantwortcl, oer'.ucht angelrclcuc Tl)cil der Vellasscnschaft ader. ooer wcllii sich Iiiemano erliscvklätt liälle. die gaü;c Vcrlassc»schift uom Slaalc alö eibloö eiügezo^cu würde. K. k. Vczlrkvlimt Sici». als Gcrichl, am 22^ gedllla^864^ ^ ,,,, ., M8-2) ^.......'.....' Nr. 634. Edikt. Vom k. k. Veziiksamlc Steiu. als Gericht, wird l'lk.nml gcunichl, cö d^l'> nbcr Ausiichcu der Fra» Maria Sue!i»lßer>l»q dcr mit dem Vcschcire dd. N. März 1801. Z. 1412. bswlUigttu. aber sistirleu exekuliocu ^silblltliu^ der dcu, Eltkliten gelwrl^eu Nraliläteu, als: der iin Gniudbliche Kommsiidii St. Peter >ul) Ulb-Nr. 5)0 neu, 15 alt. vov-kommcodeu .ul> Url'.'Nr. 12jl) nlt.44,icl!.Nklf.'Nr. 12j0. vorkommcudeu Ackern, ,,m» kinlxl^lviil, pc»l^»»!« im gerichtlich cryodeiisu Schäz-zuligswcrlhe pr. 210 fi. oil. W. we^eu schuldiger 18<.) si. s. .<>. <'. gr> williget, uiw ^ur Vcn'li.chmt dcislldcn die drei Togsayuiigeii auf reu 18. April. 18. Mai m,d 18. Iuul l. I.. jedesmal flül) von ',» bis 12 Uhr. iu dcr Gerichlükanzlci angeordnet. Hievo» werden die Kaufillstigen mit blm Veisaße verstaiioiget, dajz das Schäz> zuugsprotokol!. dcr Glundduchscrlrall lind die Vcomssnissc täglich hicramts ciogesehen werdell lmmcn. K. l. Vczirköamt Stem, als Gcrich', am 5. Februar 1864. (449-2) ?ir, 840. Edikt. Vo» dem k. l. Äezirksamte Stem, als Glliä't. wird hiemil bekmmt gemacht: Os sei über das Ansuchen des Markus Ceri'ic von Kreuz. no«, der Hcrr< schaft 5rsu,^. gegen ThomaS Sl.'pnil vou Podhrnschk.1 weg.u. . legcnen Hnbrcaliiäl im gerichtlich c>l)ol)c< neu SchclpuugSllicrlyc von 1^44 fl. 82 lr. öst. W. gewilllget, lind zur Vor< uabme derslldcu die drei Iclll'ictuiigs-tagsayuugcn auf den 21. April. 21. Mai und 21. Juni!, I.. ! jcocömal Vormittags um!> Uyr. iu der Gc> richlökanzlci mit dem Anhange btslimu>i worden, daß dic feilzlidielcnde Realiläl »nr l'ei dcr lcßieu Fe>Il)lklung auch uuler dem Schäniingölrcrihe all rc» ^'eistluc« »enden ymtangegebcu werde. Das Schayungsprotokoll, der Grund-buchscflracl uuo dic ^izltatiouolicdinguissc köimeu oei oi'fcn» Gerichte in den gewöhn« lichen Amlöstuiiden eingcstycn werden. K. k. Vczilloaml Sicm. als Gl-richt, am 22. Februar 1804, (451—2) Nr. l004. Edikt. Vou dem k. k. slä'dt. deleg. Vezirkö« gcrichie Neustaril wird im Nachhange zum eilßgcr'chllichcu Eolltc uom 10. Dczcml»^ 1^03, Z. M'.i l, hlcmtt kund gcnx'chl, dal> die exccntwe Feilliiclnng der dem Maldiac-Regina gehörige», zu Zernnz Ilegende» Hlll'rcdliial. Url'.-Nr. 247 ml Grnnol'nch rer Herrschaft RupertölM, über Ansuchen dco Ere-culion^fiiyrero flslirl wuroc. K. k. städt, d'leg. Bezirksgericht N.-u-stadll am 0, März 1804, (470-1) «»», u Vll-klmlV'!! >ini>«<» iu ;lll)l'l M> li.i l^urlll^lm unentgeltlich in das Haus zugesleUt. Aufhebung Spezial-Tllrifts Nr. äi. (Äcfm-dcrnng uou Alci in Muldcu, Platten und Röhren, VlciaMtc :c.) Vom 31. März 1>04 au wird dcr Spczial-Tavif Nr. l)l, wclchcr sich auf dic Bcfordcruug lion Älci iu Mulden, Platten und Röhvcn, Älciglättc, Olci-wciß, ^iscnblcch, Ciscndraht, Mennig, Üiscnnägcl, Nohciscu, Rohstahl, Schrot und Stabcism, ab Udiuc nach Unicing nnd Tricst bezicht, aufgchobcn. 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Il!!!!I^O»16! «t!!!!l>'ll'!l< !l, ^« Ol'lol^l»'!' I^il'lu»!^ , >v«,'!^.!>'!,',!>Nl!« l!»ul I!».'»!l >!!!(! >»t«i!»iv !»t, !I! !!!! »> !n ßc:vvu!>!!l<:!' ^V«il»L nr^:n dr- SBIHI de BOUTEHARD*S i1"^*"! aroniat. ZAUN-PASTA, < V, Dndirlfsit ! ""r"«?»:-;1*1" ! "Tfal *", ,'i(,|icr,r »is i.m«i. mid i»,,,,ui™ Mitt»i, ohne «JW 4 '»'««"«•? s';!"»:llnr, ""!„ z»b.i»rfini«ll »n»ii(!r.*ii, und n.d.m >i. krSfliB™,l unil .s!;i,- z Nr^istrilte H ^ Schulfmarke. z l»ioi". l>r. liiMilCü' veacl. Slanllen-Vomade. ^ Dicsi!, nach dem awcckmässi^'stcii terliiiiM-.li-«'li«"l|S<:ll4;l1 ^1'""^ mil Soi^alt »us rein \ ottr(ahäliH«l»<» ¦"8«*^«|IC"" «ion •/.usaniinfinB<-sol/lo N(»il»r>l - |"Ollialle «»rki «»tni wohllhiitig auf (las Wncl.sllumi d«:r ll:iaiv, i'1(lem SIU llesell)U1 f,'«schin«idip erhält und vor Aiislroukmms bewahrt; « aüoi \cr-ioiht sic dorn llaaru einen schönen Ni.turglan/- mj.l or iülil(| tlasticitiil, während sic sich glnii-Jizcilig zum Kc-sllialtiMi der hfiipitoi ganz vorzüglich eignes. 5ll (Priniiiril . Sctirrk^n » 50 tlkr. Sals. Oliven'Seife. 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