^K». »843 ___ > KelMst.^ll oen i. Jänner. 3 l l L r i c n. driest, 17. Dce. Dcr Fürst von Schwar-zenberg, Erzbischof von Salzburg, schiffte sich gestern auf dem nach Ancona gehenden Dampfbo»te tin, um sich nach Rom zu begeben, wo c» den Cardinalshut empfangen soll. — Der englische Gesandte in Constantinopel, Sir Stratford-Canning, ist hier von Wicn cing.-trosscn, «nd wirb morgen fi,'ne Reise mit dcm schon ftit l4 Tagen seiner har^ renden Krlegödampfboot Cyklop fortsehln, zunächst nach Athen. N e u t s eh l a n v. Ne^enSburg, 18. Dec. In dem benachbarten Donausiauf, wo di? ?lrbcitcn an der Walhalla bereits feit einem Deccnnium große Gewerbsthätig-teit verbreiten, wird im kommenden Jahr wilder cm bedeutender Nau ausgeführt werden. Es läßt der Hr. Fürst von Thurn- und Taxis das alts, unschöne und in den Räumlichkeiten sehr beschränkte Schloß daselbst zu emcm umfangreichen, dreistöckigen Sommerpalais neugestalten und erweitern—zu einem, aller Voraussetzung nach fthr stattlichen Gebäude, welches eine dcr ersten Zierden in den Umgebungen des deutschen Ehrcntcmpcls seyn wird. Der Bau soll bis zum Spätsommer 1842 vollendet und voll-ständig im Innern eingerichtet seyn, indem man zu der im October desselben IahrS bevorstehenden Einweihungsfeier dcr Walhalla dem Besuche vieler hohen Gäste entgegensaht. Die genannte Feier wird, wie die hohe Bedeutung dcS Momentes nicht anders erwarten läßt, mit großer Pracht begangen werden. Gelegentlich erwähnen wir noch, daß das Innere dcr Walhalla jetzt gänzlich von den Gerü. stcn befreit ist und mit seinen glänzenden Marmorwänden, mit den riesigen Karyatiden obcr dem Fricß und mit den im reichsten Goldschmuckc prangenden Verzierungen des Gebälkcö einen unbeschreiblich herrlichen Anblick bietet. (Regensb. Z.) München, 23. Dec. Seit zwei Tagen erhält eine Nachricht alle Kreift unserer Residenz in fr?u-digcv Bewegung. Vorigen Sonntag hat der am hiesigen Hofe «ccreditirtc k. preußische Gesandte, Graf v. Dönhoff, die Zusicherung dcr Einwilligung von Seite der hohen Aclteru der Braut Sr. Maj' unserm König überbracht, und cs ist sonnt die Verbindung Sr. k. H. dcS Kronprinzen mit der königlichen Prinzessinn Marie von Preußen, Tochter Sr. k. Hoheit des Prinzen Wilhelm, Oheims des regierenden Königs von Preußen, welche die Gemüther schon längst beschäftigte, außer Zweifel gesetzt. Wenn dicft Botschaft jedes Herz, das für daS angestammte Fürstenhaus >er Wittelsbacher schlägt mit freudiger Hoffnung für die Zukunft unsers Kronprinzen erfüllen muß, wenn sie ganz geeignet ist, eine Garantie für die dauernde Vermittlung der versch»visierten Confession?« darzubieten, und man in ihr auch in Betreff der Ausbreitung des Zollvereins eine Bürgschaft für das fortblühende Glück dcS Vaterlandes erkennen darf: so kann un> ser deutsches Gesammtoatcrland in dieser wiederholten Annäherung zweier stiner mächtigsten Für-stcnhauscr nur die Gewährleistung eincr segcnvollen ruhmreichen Zukunft erblicken. (Münch. pol. Z.) Frankreich. Folgender Bericht des Generals Bugecmd ist gestern im Kriegsministerium eingetroffen: »Algier, den 6. December 1841. Ich hoffte wohl, einige gute Nachrichten aus dcr Provinz Oran mittheilen zu können, war aber weit entfernt, diejenige zu erwarten, welche mir durch ein Schreiben des Ober, sicn Tempourre, Commandanten von Oran, zugekommen. Bei dem Lcftn der ersten Seite glaubte ich, 2 bsr, Oberst überlasse sich fur bett Augenblick ung«. gründeten Hoffnungen. Und wie halte ich auch so schnell an die Unterwerfung von sieben 'Stämmen an den Ufern der Tafna glauben sollen! Aber die Ueberzeugung kam augenfällig, als ich las, daß ein Dampfbo-t die Häupter der Stämme an der Mündung des Flusses Tafna (ostlich vonOran) abholte und sie nach Oran führte, wo man dahin übereinkam, daß ein Theil dieser Stämme an das Vorgebirg Falkon kommen, und die Mächtigsten auf ihrem Gebiete bleiben soücn, welches zu vertheidigen sie sich für stark genug hielten; daß endlich Oberst Tempourre und General Mustapha mit seinen tausend Reitern den Auswandernden auf eine Encfcrnung von 12 Stunden von Oran entgegengingen. Zugleich belichtet mir Oberst TiMpourre, daß Buhamedi, Abd-El-Kaders Kalifa von Tlcm« sen, durch Ali Y,amany aufs Haupt geschlagen wurde, und sich mit 250 Reitern bis an die Gränze von Ma? tokko zul'ü^gezogen; daß sein regelmäßigcsBataillon sich aufgelöst hat/ und die Kabylen, welche in demselben dienten, zu ihren Stämmen zurückgekehrt sind; endlich, daß sämmtliches Gepäck des Kalifa, so wie die Stadt Tlcmsen von den Arabern geplündert wurde. Tlemscn lst van den Leuten Abo . El-KaderS und vonden maurischen Einwohnern geräumt. General Bedeau berichtet, daß die Vcni Grrtuf und die Bs-ni Zeruet, das rechte Ufer des Schelif, nicht fcrn von seiner Mündung bewohnend, sich g^en den Emir aufgelehnt haben. Wenn alle dicsc Nachrichten sich vcrwirklichcn, was zu erwarten stcht, so stürzt das mühselig aufgeführte Gebäude des Emirs von allen Seiten zusammen. Abd-El-Kader befindet sich in der Provinz Oran, zwischen einem dreifachen Aufruhr, und überdies; hat er zwei französische Co-lonncn gegen sich. Bald wird der übrige Theil der Provinz sich ergeben, und da die Macht des Emirs vorzüglich auf diese Provinz sich stützt, so ist zu Hof.-fen, daß der künftige Feldzug die Eroberung dcr Provinz nahe bringen, wo nicht beendigen wird. General Changarnicr hat in der Umgebung von Algier noch eine kleine Razzia im Atlas gemacht; 45 'Araber nebst einer Anzahl Schlachtvieh sind in seine Hände gefallen. (Kurz vorher fielen ihm bei einer Razzia 106 Gefangene in die Hände). Diese kleinen Handstreiche bringen in jedcr Beziehung eine gute Wirkung hervor. Es herrscht vollkommene Ruhe; der Feind läßt sich weder im Sahel, noch auf der Ebene blicken. ES treffen fortwährend Flüchtlinge ein, einige von ihnen versichern, daß in der Pro» vinz Tonstantitle Ven Salem, welcher cine Verstärkung von Bcrkani erhalten, bei Emsila von Ben Diaf, Unteranführer Mokranis, unseres Kalifas, in der EbeneM edschana, zum zweitenmal geschlagen wurde. Bugeaud. — Nachschrift. Lieutenant Pelle, dcr abgesendet wurde, um einen Stamm nn Ostcn, dessen Reiter auf die Arbeiter am Arrasch Feuer gegeben und Einen get'odtet hatten, zu züchtigen, ist mit den maurischen Gendarmen wieder zurück. Er kannte nur einen Theil des Stammes erreichen, dem er 800 Lämmer und 1800 Ochsen abnahm. Von den Kabylen verfolgt, kehrte er um und hieb 20 von -ihnen nieder. Die genommene offensive Stellung hat allcn Unternehmungen dcr Araber ein Ende gemacht." Der Gcncralgouverncur hat die Arbeiten an dem Graben, Miit welchem.em Theil der Metidscha eingefaßt werden soll, besichtigt. Siegehcn lasch vor sich. Die gute Witterung und gute N«hrung wirken günstig auf den Gesundheitsstand der be, der Ar-bcit verwendeten Truppen. Es werden bloß zwei Blockhäuser nn den Enden dcr beiden Linien errichtet und mit Infanterie besetzt. Zwischen dcn Block» Häusern patrouilliren beständig Neiterabcheilungcn, welche unter sich durch einfache telegraphische Mittcl in Verbindung stchen. Dcn Bau zweier Dörfer hat das Geniccorps begonnen. Die Preußische Staatszeitung enthält folgcndes Schreiben ihrcs Corrcspondcntcn aus Paris vom 13. December: „Die Verminderung dcr Armee um cin Vierthcil ihres Bcstandcs, welche dcr heurige Monitcur ankündigt, ist cine neue Gcwähr dafür, daß die Gesinnungen des Cabnnts dcr Tui-lerien nicht von dem leidenschaftlichen Gcschrci der Press: und von dcn Vorurtheilcn cines leider nur zu großen Theüs dcr Nation beherrscht werden. Die Negierung, im vollständigen Gegensatze zu der vor« herrschenden Meinung, ist überzeugt, daß die äußere Nuhc, das gute VcrnehMcn F-.'ankreichs mit sci-nen Nachbarn, die erste Bedingung alles o'ffcntlichcn Gedeihens sey und als solche nicht sorgfältig genug gchütel und geschützt werden könne. Die Lcute, wcl-che das Monopol dcs Patriotismus zu haben glau-bcn, denken anders über diesen Punct. Was kümmert cs sie, daß dic innere Entwicklung Frankreichs stillstehe, oder gar rückwärts geht, wcnn nur die Aussicht vorhanden ist, scincn Umfang durch die eine oder dis andere eroberte Provinz zu vergrößern! Was verschlägt es ihncn, daß die einhiimischen Quellen des Wohlstandes versiegen, wenn sie hoffen dmfcn, sich auf Kosten frcmdcr Völker schadlos zu 3 halten! Denn daß Frankreich aus jedem Kriege siegreich hervorgehen würde, versteht sich, der Ueberzeugung dicscr Leute zufolge, ganz von selbst, und sie rechnen daher jedes neue Jahr und jede neue Bürg« schaft des Friedens für einen baren Verlust für Hie Ehre, den Ruhm, die Größe ihres Vaterlandes----- Der rasche Wechsel der Mmistericn ast eine allde» kannte Thatsache, deren nach^heilige Wirkungen nicht allein auf die Verwaltung, sondern auch auf dic moralische Verfassung der Nation schon oftin französischen und in auswärtigen Blättern ihre Würdigung gefunden haben. Weniger bekannt ist es, das die Departcmentalbehördcn fast eben so häufig gewechselt werden, als die Ministerien, And de« ser befahl ihm abzusteigen und spie ihn an, als er sich weigerte zu gehcrchcn. Nun stieg Hr. Warrington ab, ergriff den Diener und führte ihn vor den Pascha; bls ^etzt Hat er aber noch teine Genugthuung." (Allg. Z.) HüVamerik a. Den letzten Nachrichten aus Buenos - Ay-res, die bis zum 8. October reichen, zufolge, stand General Oribe 12 LcguaS von der Hauptstadt von Tucuman, nachdem eine Abtheilung seiner Streitmacht unter Anführung des Obersten Lagos «in 409 Mann starkes Detachement der revolutionären Trup^ pen gänzlich aufgerieben hatte. Nach Privatbriefen hätte Lavalle das Gebiet der Republik geräumt. — Die Operationen des Generals Santacruj gegcn Peru sollen knnen glücklichen Fortgang nehmen. Angostura, 21. Sept. Die englische Regierung hat dcn Auftrag zur Absteckung der Gränzen 4 des brittischen Guiana einem Hrn. Schomburg anvertraut. Dieser Bevollmächtigte hat nun die englische Flagge auf einem Theile des unbewohnten Ge» bicts aufgepfianzt, welches Venezuela gehört, und welches sich an der Südseite der Mündung deS Ori-nocostusses, von der Spitze bei Cap Varinas bis zu Hem kleinen Flusse Amacuro binnenwarcs und von der Küste an, von Norden nach Süden, bis zu dem Flusse Poumaron erstreckt, wie dieß sich deut-lich angegeben findet auf der vortrefflichen Spe, cialkarte von Venezuela, welche kürzlich in Caracas herausgekommen ist. Dieser Act hat die Bewohner von Venezuela in große Unruhe versetzt, da cr späterhin vielleicht die Sicherheit dieser Republik gefährden kann, weil dadurch die Mündung des Orinoco,, folglich, der größte Theil von Venezuela und seines Handels gänzlich von England beherrscht werden konnte. Ich hoffe, daß man den Rcclamationcn Gerechtigkeit widerfahren lassen wird, welche unser Cabinet deßhalb bei der englischen Regierung cm-legt; was aber auch dabei herauskommen möge, so befürchte ich, und viele andere sind meiner Mei« uuug, von dieser Sache furs erste keinerlei Einfluß auf unsere Handelsverbindungen mit andern Staaten, weil jenes nicdriggclegene und ungesunde Land, dessen sich die englischen Agenten bemächtigt haben, erst mittelst großer Aufopferungen und außcrordent. licher Anstrengungen irgend bewohnbar zu machen seyn wird. (Allg. Z.) Vermischte Nachrichten. In Lyon, auf dem iorum V6tu» der Nomer, grabt man gegenwärtig den Grund zu einem neuen Gebäude, und man fand dabcl mancherlei werth-volle antike Gegenstände, unter andern cm vollständigem Schmuckkästchen, das vor ctwa achtzehnhunderd Jahren einer vornehmen römischen Dame angehörte. Es finden sich darin: ein Collier von Smaragden mit den dazu paffenden Ohrgehängen; ein anderer Schmuck, wahrscheinlich Amethysten, die aber etwas gelitten; einc sehr merkwürdige, wenigstens zwei Ellen lange Kette, Ringe, auf deren einem ein lateinischer Namen, und »der Venus geweihet," gravirt ist; drei Paar Annbänder, einige gedrchct wie eine Schnur, anhsrc in der Form «ines Collier, uno das dritte Paar kus dickem Golddraht beste» hcnd, der strickartig zusammengedrehet ist; ferner schr gute Pcrlen von bedeutender Größe ?e. Das Gold der Armbänder und an den anderen Sch^iuck-sachcn war so vollkommen rein, daß «s so glänzend geblieben war. als käme es eben erst von dent Juwelier. Petersburg, Rußlands Hauptstadt, ist ohne Zweifel die größte Branntweintrinkerin.«. Ihr Brannt-weinschank ist, wie die aller russlschen Städte, verpachtet, und die Pachtsulmne benagt jährlich 7 Millionen Rubel. Gewöhnlich hat diese Pacht ein reicher russischer Kaufmann übernommen, welcher bloß zur Bewachung Petersburgs g,cgen Einschmuggeln von Branntwein eine kleine Armee von 2000 Leu> ten in seinem Solde lM. An Gehalten zahlt dertel-be jährlich 1,200,000 Rubel; der bloße Transport des Branntweins in den Straßen Petersburgs aus den Mag,azi«.en in die Trinkhäuser kostet ihm 200,000 Nudel, und Conto fnr Pfropfe, Siegellack und Etikette beträgt 70/000 Rubel. Für Erb ach im Odenwalds war vor Kurzem der Besuch d«s bekannten Eremiten von Gauting, des Freiherrn von Hallberg, ein Ereignis:, welches do:"t nicht so leichr in Vergessenheit sinken dürfte, Se. Erlaucht der Herr Graf Eberhard von Erbach fahen den einsiedlerischen Reisenden al5 Tischgast bei sich, und zwar in einem Costume, wie eS die strengste Nlttersitte zu gebieten schien, nämlich cin schwarzes Sammetbar ret mit Straußenfedern, ein knapp anliegender kurzer Reiterrock von demselben Stoffe,, weiße Beinkleider mit Silberborten und hohe Stiefeln mit Sporen. Dieser gewählte Anzug des Eremiten und sein. langer ehrwürdiger Bart konnte des Eindrucks auf die Menge nicht verfehlen. Das Zifferblatt der Thurm-Uhr an der Kirche von Urvuna (an der Gränze von Spanien) hat als Inschrift die schauervollen Worte: „vulnerant om> nl.'s, ultimo necat." (»Alle verwunden, die lchte töntet.") Du haft wohl Recht, du melancholisches Zifferblatt, alle Stunden verwunden uns mit dcn Spitzen deiner Zeiger, und jedes Umwälzen des Rades führt uns dcm Unbekannten zu. Um die Unwissenheit eines jungen Edelmannes lächerlich zu machen, sagte cin Höfling zu Ludwig XIV., daß man cin großes Buch von dcm schreiben könne, was dieser Cavalier nicht wüßte. — Und cin sehr klcineö Buch, antwortete der König mit «rnstcr Stimme, von dcm, was Sie wissen. Eine alte Frau wendete sich kmzlich mit eincr bedenklichen Miene und mit den Worten an ihre kranke GevaMrinn: Ich wi'll Ihnen cin probates Hausmittel sagcn, Sie müssen mir abcr verspre.- ch.-n, kcincn, Gebrauch davon zu machen. ^ ________— ... ,...______ Vcrleger: Ignaz Alois Edlcr v. Kleiumaur. Anhang zur Fml,acl)er^eitm»H. ^erjeichniß ver hier Verstorbenen. D«n 22. Dec« mbe r zslll. Matthäus Hren, gewesen«, Aufleger, alt ?L Jahr«, in dl» Krakauvorstadt Nr. z«, an Altertschwä-ch». — Dem Andreas Sima, 3i«g»lm,iste» und Haus« besitz«, fein Kmd Katharina, alt 2 Jahre, in der Hnnduvorstadt N«. ^9, an d« häutigen Vraun». D«n 2l». D«m Herrn Anton Knobloch, Stadteassa. son««ü«»,, sein Sohn Carl, Schul»? der vierten Grammatical« Classe, alt »5 Jahr», in der Sladt Rr. «89, an der Lungenschwintsuchl. D«n 25. Maria Strauß, Dienstmagd, alt 3» Jahre, im Elvilspital Nr. t, an der Lungensucht, — Maria Panz«, Dienstmagd, alt 26 Jahre, im <§ivil-spilal N». 1, am N,lvtlifitl>tr. Den 26. Dem Franz Susanilsch, Aufseh« ln de« Zuckerraffinerie, sein« Frau Katharina, «ll 2s Jahre, in der Polanavorstadt Nr. 24, an der Lun-gtnsucht. — Dem Joseph Suppan, ZuckerfabritsAr. heiter, s«in «rstgebornes Iwillingskind FrüNjisca, alt « Wochen, in der St, Pelcrbvorstadt Nr. LO, an Vonvulsionen. Ankündigung der Wiener allgemeinen Theaterzettung, des Onginalblattes für Kunst, Literatur, Musik, Mode und geselliges Leben. Herausgegeben und rcdigirt von Adolf Bäuerle. I8'l2. Fünf und dreißigster Ja h rgan g. Verbreitet in fünfTau fend Exemplaren. Mit vermehrtem Texte, bereichert durch neue Mitarbeiter und Correspondenten. Durch ganz ntue, dem Auge höchst wohlgefällig« Lettern aus Sollingers rühmlichst bekannter Buchdruckers. Auflage auf Groß. Median» Velinpapier. Wegen Slärk« der Edition und eiligen Beförderung auf Schnellpressen gebruckt. Mit Ausnahme der Sonntage, bei täglicher Erscheinung der Blätter, und insbesondere noch fast in jeder Woche durch Lieferungen in ganzen Bogen vermehrt. Mit be» ausgewähltesten Sammlung der elegantesten Modenbilber für Damen u,id Herren jeder Saison vorauseilend. Dann mit eben so geschmackvollen theatralischen Costume Bildern, Trachten, Masken, allegorischen Anzügen. Mit Wiener.Scenen aus dem Leben genommen n. :c. Alle dlese Bilder in Kupfer und Stahl gestochen und prachtvoll illuminirt. Mit Prämien und GratiS'Beigaben an Text und Bildern :c. :c. ic. Auch dem fünf nnd dreißigsten Jahrs ih. «er Eristenz geht die »Thealerzeitung« mit eben der Llbensfrische «nlgtgen, mit welcher fie all« früheren ausgestattet hat. Da zeigt sich kein« Lethargie, tein Stillstand, kein Nachlassen dcs Eifers: da herrscht immlr diefilbe Regsamkeit und unermüdliche Thätig. k«!l, gerade so, als wenn dieses Blatt sich erst seinen Lesekreis bilden müßte. Wohl fprlchc irgcnd «ine Stim. me vsn Anfeindlmgen; die »Wien r Tbealelzeituna/ «ber feindet Niemand an. Möge jedes Ioumal seinen W<'g gehen, die ,Thealsrz»ilu,ig"gö»nt f, Il'st dem äem-lichsten Blällchen sein» Lebenszeichen; fie Hal rhre Eki» sttttz fclt vier und dreißigIal) r c nanfdi« lühm« lichste Weise gesichert, und »in,n Aufschwung genom» men, an welchem namenlos» Scribler veigtbens rütteln. Ist der Raum, in welchem deutsche Zeitungen sich bewegen, nicht groß genug? Wozu di» Ergießun» »en d«g Neides und der Geifer der Mißgunst? Also unbekümmert um all« Gehässigkeiten wird die „Thealerzeitulig« auch ini künftigen Jahre ihren Flug fallsetzen. Sie hat abermals neue Verbesserung«» l^ur Laib. Z.ilunH v. t Jänner ll^2,) und Einrichtungen vorgenommen. Sle bleibt nicht stehen auf der Höhe, die sie cr-eichl; fie will noch wck-ter fortschreiten und Alle« aufbieten, einen noch grö, ßern Lesekreis zu erlangen. Zeitschriften hab«n keinen besseren Probierstein für ihre Ve» liebtheit als den Antheil des Publicums. Es würden sehr viele Tagsblältcr sehr glücklich seyn, und in einem wahren Hochmuthsgesühle ihre Trefflichkeit ausposaunen, wenn sie nur den zehnten Theil der Abonnenten dcr »Wiener 2heatlrz?ilung« ihr Eigenthum nennen könnten. Die »Tdeatelzeitung« wird demnach nur noch rüstiger im künftigen Jahre werden. Dcr Leser verlang! von einem gltten Ionrnal, daß es ihn von Allem in Kenntniß setze, was gut, schön, nützlich, lehrreich oder zum mindesten ergehlich ist. Die »Thealerzeicungn wird dieß auch ferner so hallen. Dee Leser wünscht, der Inhalt silier guten Zeit'chiist f,y pikant, interessant und amüsant. Hier witt? allen diesen Anforderung^ entsprochen. Der Leser denkt ferner, «ine Zeitschrift möge auch noch nach Ioh^l» 6 «M Wetk voll anziehender Mittheilungen seyn; auch ein alter Jahrgang möge noch immer als Nach, schlagebuch reelen Werth besitzen; hier wird er «ine Chronik alles Wissenswerten, «in Album alles Schs. nen, ein ElinnerungS.Blatt alleS Merkwürdig,«, ein l5onv«rsations-Lericon, ja eine kleine Vibliolhe? alles Wichtigen und Zeitgemäßen finden, O^er bilden unscie trefflichen Novellen, 9l«isedeschreibungen, historischen Denkivürdigkeiten, vermischten Aufsätze, di« Beschiel, tungen von tausend Erfindungen und Erfahrungen, Eilednissin und Begebenheiten nicht noch, nach'lan,' gcr Vergangenheit, dee anziehendste Lecture? Man n8i,0 und «8<» in die Hand; es find kleine Folianten über 200 Bogen, eng gedruckt, stark! Keinem Leser kann entgehen, daß hiec ein Reichthum von wenigstens l2,«0l) Artikeln aufgespeichert ist, wie ihn keine Zeilschrift in ganz Deutschland aufzuweisen vermag. Welche Masse von Erzählungen und Novellen, welche Unzahl lehrreichcr und erheiternder Betträge, welche Reihe von Corre' spondenz.-Nachrichten aus der ganzen Well! Welch« Fundgrube für alle möglichen Heilschristen zur Aus' beute. Es ist berechnet worden, daß dreißig Journal!« jtcn und vierzig Kalend,rmacher von einem Jahr» gang der »Thealerzeiumg" bequem leben können. Dessen ungeachtet soll der Inhalt der letzten zwei Jahrgänge der »Theaterzeituna/, eie doch m:t so allgemeinem Beifalle aufgenommen, und den ohnehin großen Absatz auf das Doppelle gesteigert haben, in k.men Vergleich mit dem Jahrgang l8»2 zu stellen seyn. Es soll in diesem neu«u Jahr« durch, aus nicht« von Bedeutung vorkommen, was hier nicht seine Mittheilung fände. Handel und Industrie, Dampfschiffahrt und Eisen, bahnen, Speculation und Erfindung, Wissenschaft und Kunst, Erprobtes und Erfahrenes, Wirklichkeit und Fantasie, Production und Kritik, Nunst und Literatur. Luxus und Haushalt, Erlcbniß uno Fiction, Ernst und Scherz, jeder Zweig menschlicher Forschung und menschllchcn Strcbens soll hier beleuchtet, und Vege-denheit und Raisonnement mit unübertroffener Schnelligkeit mitgetheilt werden. Die beliebten bunten Artikel, welche so vlele Journale nachzubilden sich bestrebten und die v»n der »Theat,rzcilung" schon vor einigen zwanzig Jahren zuerst eingeführt wurden, von wenigen aber mit der Rührigkeit, Auswahl, Mannigfalligw't, Geschmindig. keit gebracht werden können, weil den Nachahmern theils die Quellen fehlen oder die Auslagen dafür zu bedeutend sino, oder weil sie zu wenig Geschmack be< filzen, um solch« Spiegelbilder aus dem Leben, solch« Artikel zusammen zu fassen; diese beliebten bunten Artikel werden auch noch ferner mit mu-' slerhaftem Anfwande an Interesse und mannigfachem Inhalte forlgesetzt. Da die Mehrzahl d«r Leser mit Recht durch eine Zeitung erfahren will, was es NeuesZibt, so wird hier allen Wünschen genügt, und iede Nummer der „Th.-aterzeilung« wird ein Ka» leicoskop aller wichtigen Vorfälle aus der ganzen Welt seyn. Die Theaterkritik aber wirb mit Ernst ge-handhabt werden. In Wien vertreten sie bei diesem Icumale Männer, deren Namen einen guien Klanz haben. vl>. Meyn« rt, Ab ami schreiben bl« Veur. lheilung d,r beiden Hofcheater. Das In- und Aus» land hat bereits über diese beiden die rühmlichsten Urlheile abgegeben; sie stehen als geachtete, unan. tastbare Berichterstatter da, und die Vorstadtbühnen weiden wechselweise mit anderen tüchtigen Kunst, richttrn von dem Redacteur dieser Blätter besorgt, der fce,lich den Grundsatz hat, daß man bei Privat.Inst.lulen den Maßstab, welchen man an Hofbühnen anlegt, nicht gebrauchen dürfe; daß Di« rectoren, die nur an tie Einkünfte ihres Unternehmens gewiesen sind, und vielen Hunderten v^n Menschen Brot geben, nicht durch gehäßig« Urlheile verfolgt »erden sollen. Was die Zeitung für Damen betrifft, »ine lang« bestehende Rubrik unseres Blaltes, so versteht es sich von selbst, daß den Anforderungen des Frauen-geschlechies mit aller Vorliede für ihre Wünsch» genügt wird. Hi«r bringen wir zur «Sprache: Reiselust, uno Bad,leben, höhere Gesellschaft und Familien-Olück, KoSmelik und Toileltcnkunst, Ball und Gesell« schaft, Mode und Oeconomie, Gartenkunst und Land« wirthschaft, Gesundheuspflege und Erziehungskunde, kurz was die Damenwtlt, bestehe sie nun auS der eleganten Frau oder der schlichten Hausmutter, aus der Festgeberinn oder der Pflegerinn ihrec Kinder, wichtig, amüsant, oder ergetzlich erscheint. Eben so sollen auch der Jugend werthvolle Mittheilung«n gemacht werden. Eine Unzahl lehrreicher und nützlicher Gegenstande soll sis hier finden. Es sou ihi Gelst blschäftigt. ihr Herz gebildet weiden. Der anständige Ton dieses Blattes wird die Ael« lern und Vormünder ulnrjeugen, daß sie durch Mit. lheilung der „ThealeiMung« ihren Schützlingen «in guleS Journal in die Hände geben. Noch haben wir viele ander« Leser im Auge. D«S Militär, welchem wir so viele Artikel widmen, und diesem Stand« so viele schöne Artikel verdanken, das auch unser Journal mit solcher Vorliebe halt, daß es bei keinem Negimenle in der ganzen MonH», chie, bei keiner seiner Branchen fehlt; die Handllswelt, den Kaufmann, den Fabrikanten, dessen lndustriöse Fortschritte wir nuZfühlllch besprechen; den Ökonomen, den w>r mit dem Neuesten ,aus dem Gebiet« der LandivlNdschaft begannt machen; den Künstler, Hess,« Acelier uns nicht fr,md ist; den Technik er, dessen intercssanttln fur fünfIahrgan, g», gratisund portofrei. Auch können — ohne Anspruch auf einen dritten Jahrgang, wenn in Wien sogleich mit 32 si. C, M , in jden Provinzen und im Auslande mit 25 fi. C. M. abvnnirt, und dieser Betrag in vorhinein rollständig an das Comptoir in Wien, aber an k»in Postamt »ingesendet würde, zwei compl,tt« Jahrgänge, z, B. l8e»2 und l8^5, sammt allen Text-blättern und den vollständigen, hiezu gehörigen illumi-nirten Bildern abgelassen werden. Eine Einrichtung, die seit Jahren allgemeinen Eingang und Beifall gefunden hat, und die Theater, zeitung bei einjähriger Plänumeration um '/z, bei zweijähriger um '/^, bei dreijähriger um "/5 wohlfei» ler macht. Nur wird bemerkt, daß die Bestellungen, um dies« Vortheile zu »rha ten, noch vor A us gang des Monats Jänner 1L'!2, sammt barer Einsen» dung der Beträge an das unterzeichnete Com p> toir, und sonst an keinen andern Ort, auch selbst an kein Postamt gemacht werden dürfen, — daß hie< von auf keine Weise abgegangen wird, und daß spätere Bestellungen nur nach den ge-w ö'hnl ichcn Pränumeralins Bedingungen angenommen weiden könnten. 4) Comptoir der Thcaterzcitunq in Wien, Rauhensteingasse, Nr. 926 , v>5 ü viz v»m Wiener. Zeitungs. Comptoir. Das Probeblatt der Wiener Thea-terzeittmg für das Jahr ,3^2. Mit der heutigen Nummer der La i dacher Zeitung wird das, aus einem ganzen Bogen bcstehclide Prodeblatt dcr Wiener allgemeinen Tl) eate rze i tung für das Jahr 1842 ausgegeben. Dcr Leser ersteht aus dem vielfach interessanten Inhalte dcr beliebten, und alle Zeit-Interessen umfassenden Theaterzeitung, daß sie im neuen Jahre »och reichhaltiger, noch vielseitiger gestaltet seyn wird, als blöhcr; daß sie in zwei Hundert neuen Rubriken Alles enthalten wird, was dem gebildeten Zeitungsfreunde zu wissen und zu erfahren nothwendig, und daß gcwip gegenwärtig kein Journal enstirt, welches gehaltvoller, gediegener und an nützlichen, lehrreichen und ergetzlichen Mittheilungen reicher zu nennen wäre, als dieses beliebte,, in alle Kreisen und Familien, in den Städten, wie anf dem Lande aufgenommene, täglich erscheinende Journal des Herrn Adolf Bä^erlc in Wien, welches im Jahre 1842 schon >d,en fünf und dreißigsten Jahrgang beginnt, und in sünf Tausend Exemplaren verbreitet ist. (")Schon öfter hat die kniba th er Zeitung die W >^ C, er a l < g em »ine H h e a l e rz«it u:) g e>l,5 Theil nehmen. Dann b'ingt sie «uS «llen Hül'pcftädten Europas immer das Veste und A«> zieh,nbste. Wenn man dieses Journal hält, ist man immer ^jour mit all«m W'chl'g«n und W>ssensw»r, then, »as auf der ganzen Hide geschieht. Dann gibt s,, »in« hockst amüsante und belehrendeDamenzei« tunK, mit bi«s«r allwöchentlich so vortrefflich §«» zeichnet« und illuminirte Modenkupfe», nn Stahlstichen, und prachtvoll illumlnirt, daß es ein» Lust ist, dieses Journal zu besitzen. Nimmt man an, d«ß da5 trefflich rlbigirte Blait tä glich ausgegeben, im größten Quartformat auf Velinpapier abgedruckt wird, ss erscheint auch der Prei« höchst billig, und welche angenehme Nerei, cherung ied^l Bidlalhek, jedes Familien--Vereint, „der öesegefeUschafl gibt nichi ein Jahrgang b»r Wientr Thealerjeilung.dienichtnu.«: inganz Deutschland, die in der ganzen civil i. fl,l,n Welt lhr« Z««unde und L»s»r g»» funden hat.^ ' Literarische Anzeigel Z. W10. (2) Bet Georg Axch(lf Buchhändler m Laibach, am attcn Markt Nr. 167, ist zu haben: FeNx Iof. v. Trauenstern^ k. k. Kreisfecretar, Anwendung der Gesetze oder das Verfahren in schweren Po- lizeiüdertretungen. Dieses practische Original-Werk^ welche« aus vier starken Bändca besieht und nur 8 fl. (5. W. ungebunden kostet, enthÄt die Geschäfts-auffätze, dana die vollständig abgefaßten Untersuchungen Hber alle im Ge- setze vorkommenden Fälle der schweren Polizeiübertretungen, mit Berufung auf die Gesetzesparagraphcn und nachträglichen Verordnungen. Da von diesem in der Wiener Zeitschrift: Archiv der juridisch-politischen Amtöverwaltung, sehr günstig recensirten und bestens anempfohlenen prakrifchen Original-Werke nur wenige Eremplare mehr vorräthig sind, so werden alle öffentlichen und Privatdeamten, Richteramt^-candidaten, Advocate», Professoren und alle Juristen der österreichischen Monarchie zum el>-sten Ankaufe dieses Werkes mit dem Bemerke« eingeladen, daß der Gebrauch desselben schon mehrere, in der Praxis unerfahrene Beamte zur Amtirung im Fache der schweren P olizei übertr e-tungen vollkomme» befähigt Hal. Bei Ignaz Alois Edlen v. Kleinmnyl, Buchhändler m Laibach, ist vorralhig: Munoe, Nr. C., die GrafenbergerWasserheilanstalt und d,e Prieß,i,y'sche Curmethode. Nebst einer Anweisung, die am häufigsten vorkommenden Krankheiten/ als: Glchr, Rheumatismus, Scrofeln, Syhpplis, Hä» morrhoiden, Fieber, Entzündungen, In« fiucnza, und eine Menge anderer chronischer und akuter Uebel, durch Anwendung des kalten Wassers mit Schwitzen, nach der Grafenberger Curmcthode gründlich zu heilen. Ein Handbuch für dlesemgen, welche nach Grafcnberg oder irgend einer andern Kallwasser-HeUanftalt zu gehen oder auch eie Cur zu Hause zu gebrauchen gesonnen sind, so wie für alle Kranke, die gesund werden, und für Gesunde, die es bleiben wol» len.Für.fie vermehrte Austage, Leipzig. l64r. z fi. 2t> kr- Bei C. Gerold in Wien erschien in Commission und ift l>ei Ign. Eol. v. Klei n- mayr zu haben r Behold, F., Ansichten und Erfahrungen über den L nbau 0er Zucker.- Runkelrübe, aus Veranlassung der Versammlung deutscher Landwlrthezu Carlsruko. iZHi. z st. Mayr, P. P. B>, Predigten, i. und 2. Band. Innsbruck l63y. 2 si. 3Ä kr. Sintzel,M., leichtfaßliche latechetisch? Reden (Christenlehren) eines Dorfpfarrers an die Landjugend. Augsburg 1840. l fi.20 ?r. Vieira, Ant., Adventspredigten/ zum erstenmal aus dem Portugiesischen überscyl vc»n-v r. F. I. Schermer. Wnßenburg iS/zw. tsi.^bkr. .