^lt 29^ Dienstag, 5. Februar 1889. 108. Jahrgang. Mibacher Zeitung. «"Mt!??l ???'«? l ^^ PoNvll«tnbun«: gan»l«hli, st, 1», halbjliyllg ms b« «onu. und yelertage Die «d»«n»ftratl,» »«<«< Vni,, '.'??l°^^ das 3^'n Werkes beratheu hat; allein w" Herrsch" ^, ^er ritterliche Sohu eines regie- i tt?-^ ^e'eiu selbst ver- «/ch "ich sA^lk "erreicht hätte, daran er- l>> ^ern^ !^l>n ggr nickt «.^"en°Bri^^^5 dem Tisza-Iubiläum er-die N^lvhn verstand 5?)"'"^"' '" ""chem mich sche?"eure des A at. dass Se. Majestät ihn uud 'Die österreichisch-ungari- V/" und das"^ Md. in Audienz em-zu 1 eilte sos,.. "' in seinem Namen einzu-trtten Knner. und ^""' ^mal. es war niemand 2^ fand ibn k - ?'"^' ich unangemeldet eim >rs7'Kronftr>,'^'.der Arbeit, wie immer. din/M, diftlo^Zueb ,,l s.inem Briefe, dass ich >,Nl ^eis^sll) erforschen solle, ob dem Ear-^rde.^"" er auck c- '"' u'cht beschwerlich fallm ' ""lde 7^,I"«^'genwart fchwer entbehren es doch nicht gerne fehen, wenn ein so alter Herr nur ihm zuliebe sich einer so großen Mühe uulerziehen würde. Ich zeigte dem Cardinal diesen Passus des Briefes. Er wusste den Wert desselben sehr gut zu würdige«. Nur gegen den «alten Herrn» erhob er launige Einwendung. «Seien Sie beruhigt, Eminenz, Ihre Feinde werden schon erzählen, dass Sie kein ,alter Herr' sind!» Wir befanden uns oben. im kaiferlichen Burg« palais. Mein Freund Weilen im schwarzen Frack, ich in ungarisch'r Gala; jeder von uns mit seimm Heft unter dem Arm, Weilen mit dem deutscheu, ich mit den, ungarischen. Se. Hoheit machte uus in voraus darauf aufmerksam, dass er erst den ungarischen Text Seiner Majestät überreichen wird. deshalb, weil in Wien der Ungar Gast ist uud di<> Priorität dem Gaste gcbürt. Sc. Majestät cmpfieng uns bei dieser Gelegenheit in skin'M innersten Arbeitszimmer, nicht im Saale der diplomatischen Audienzen. Es ist dies ein ruhiges, kleines Zimmer, ein einfaches, prunkloscs Hnm. Dennoch ist darin ein unschätzbarer Sckmuck enthalten: zwei Porträts in Lebensgröße. Beide stellen Ihre Majestät die Königin in ihrer blühendsten Jugend dar. Se. Majestät war in sehr heiterer Laune. Seine Ge> sichtsfarbe weitt auf eine männliche, in angestrengter Thätigkeit gestählte Gesundheit, in seinen kräftigen aus. drucksoollen Ziigcn war bei dieser Gelegenheit, außer der bei ihm gewohnten, mit Hoheit gepaarten Freundlichkeit, eine gewisse freudenswihlende Zärtlichkeit sichtbar. Nicht ein Huldigung empfangender Monarch uud ein Huldigung spendender Prinz standen einander gegenüber; sondern Vater und Sohn. Die Reden wären nicht ans einer Schrift verlesen; sondern sie kamen aus dem Herzen. Die ganze feierliche Scene trug den Charakter einer wahrhaft patriarchalischen Begrüßung und Annahme. Als der König dem Krön» Prinzen die Hand reichte und dieser dieselbe küsste, erinnerte uns das an unsere eigenen puritanischen alten Sitten. Sodann überreichte der Kronprinz dem Könige die ersten Hefte des Werkes in ungarischer und beut« scher Sprache, worauf Se. Majestät sich zu mir wandte und in ungarischer Sprache seine Anerkennung der Redaction unb den Mitarbeitern gegenüber aus» sprach, dass sie in so kurzer Zeit das Inslebentreten eines mit so vielen Schwierigkeiten verbundenen Werkes ermöglichen. Sodann conv^rsierte der König mit den beiden Redacteuren längere Zeit und wünschte Auskunft über die Details der Zufammenstellung unb Edition des Werkes. Mit einemmale wandte er sich wieder zu seinem Sohne: «Diesen Artikel hast du geschrieben, nicht wahr?, frug er, auf den einleitenden Artikel hinweisend, und dann richtete er plötzlich die Frage an die Redacteure: «Ist dieser Artikel gut geschrieben?. Worauf ich noch außer der gebürenden Antwort sagte, dass der Kronprinz der beste Schriftsteller dieses Wer-kes sei. Und darin lag nicht die geringste Schmeichelei. Kronprinz Rudolf besaß einen so gedrungenen, markanten und ausdrucksvollen St'l, welcher in wenigen Z'ilcn ein ganzes Bild zu geben vermag, dass wir diesen uns alle zum Muster nehmen können: dies-und jenseits der Leitha. Nach dieser feierlichen Uebergabe lehrten wir in die Appartements des Kronprinzen zurück. Bei der ülltbachel FeUun« Nr. 29.__________________________________________230_______________________________________5. Februar 18«^ ein Hoffourier zu Pferde, ein sechsspänniger Hofwagen mit dem Flügeladjutanten und dem Ordonnanzofficier — an jedem Waqenschlage ein Leiblakai. Ein sechs' spänniger hofwagen mit dem Obersthofmeister des Höchstverblichenen — an jedem Wagenschlage zwei Leiblakaien, die Leiblakaien paarweise, zwei Hoffouriere, der sechsspännige schwarze, mit sechs Schimmeln bespannte Leichenwagen mit dem Sarge. An jeder Seite gehen vier Leiblakaien und mit brennenden Wachsfackeln vier Edelknaben. Sechs Arcieren'Leibgarden rechts, sechs un garische Leibgarden links, von anßen aber: Acht Tra« banten-Leibgarden rechts und acht Leibgardereiter links, leisten die Begleitung; eine Compagnie Infanterie und eine Escadron Kavallerie machen den Schluss. Der Zug nimmt den Weg über den Burgplah, Michaeler und Iosefsplatz, durch die Augustiner- und Tegetthoffstraße zu den Kapuzinern auf dem Neuen Markte. Schun früher haben sich die Hof- und Staatsbeamten, der Stadtmagistrat, die Cleriseien und Spitäler in der Augustiner.Hofkirche versammelt, von wo sie dem Leichenzuge bis zur Kapuzinerkirche vortreten und an derselben vorüberziehen. Das Innere der Kapuzinerkirche ist schwarz ausgeschlagen, die Kniebänke und Kirchenstühle sind schwarz überzogen, der Fußboden ist schwarz belegt. Auf die Meldung, dass die Leiche herannahe, verfügen sich die bereits incognito angekommenen Allerhöchsten und höchsten Herrschaften in die Kirche auf die bestimmten Plätze. Der k. t. Hofstaat und alle übrigen geladenen Gäste haben sich daselbst schon vorher ein> gefunden. Sobald der Leichenwagen an der Hauptpforte der Kapuzinerkirche angelangt ist, wird der Sarg herabgehoben, von dem Pontificanten an der Spitze der Geistlichkeit empfangen, unter deren Vortritt in die Kirche getragen und auf die in der Mitte derselben aufgestellte, rings mit brennenden Lichtern umgebene Trauerblchre niedergelassen. Der Obersthofmeister, der Flügeladjutant und der Ordonnanzofficier des Höchst« verblichenen folgen bis dahin und begeben sich dann zu der für sie vorgerichteten Kniebant. Nun erfolgt die feierliche Einsegnung, worauf von den Sängern der Hofmusiklapelle das Libera abgesungen wird. Der Sarg wird sodann erhoben und unter Trauergebeten und Fackelbegleitung in die Gruft hinabgetragen. Der Ponti» ficant geht mit der assistierenden Geistlichkeit voran. Der Erste Obersthofmeister mit dem Stäbe, der Obersthofmeister, der Flügeladjutant und der Ordonnanzofficier des Verewigten folgen dem Sarge. Die Leibgarden, Edelknaben, u. s. w. bleiben in der Kirche zurück. Unten in der Gruft geht die nochmalige Einsegnung vor sich. Nach Beendigung der Gebete übergibt der Erste Oberhofmeister dem Guardian der l^. Kapuziner die Leiche und empfiehlt dieselbe seiner Obhut, händigt demselben den Schlüssel zum Sarge ein, worauf alle aus der Gruft in die Kirche zurückkehren. Während dieses in der Gruft vor sich geht. verlässt der Allerhöchste Hof die Kirche, aus welcher sich dann auch alle übrigen Anwesenden entfernen. Wien, 3. Februar. Vorgestern noch vor 8 Uhr erschien das Kaiserpaar an der Leiche seines einzigen Sohnes. Der Kaiser führte seine Gemahlin am Arme. als er aus seinen Appartements durch die langen Gänge der Hofburg dahinschritt. Der Kaiser und die Kaiserin schienen gefasst in dem großen Schmerze, der ihre Brust durchwühlt. Aber die Spuren desselben lassen sick nicht verkennen; mit zitternder Stimme sprach der Kaiser die wenigen Worte, die in diesem Augenblicke von ihm gehört wurden. Der Kaiser und die Kaiserin knieten an dem Bette nieder, in stummem Schmerze versunken. Lange verblieben die erlauchten Herrschaften um ihr verschwundenes Glück versammelt, und als sie aus dem Trauergemach traten, da hatten Ihre Majestäten und die Kronprinzessin Thränen in den Augen. Se. Majestät, dem äußeren Scheine nach gefasst, sagte nach schwerem Seufzen: «Wir waren zu stolz auf unseren Rudolf,» — Ehevorgestern. als die ganze trauererfüllte kaiserliche Familie beim Monarchen versammelt war, wurde auch die kleine Erzherzogin Elisabeth, die Waise des edlen Verstorbenen, herbeigeführt. Da fragte das bezaubernde Kind, zum heißgeliebten Großvater gewendet: «Nicht war. der gute Papa ist nun zum lieben Gott gegangen, zu dem wir sonst beten?» Und als über diese rührenden Worte des Kindes alle in Thränen und Schluchzen ausbrachen, meinte das Kind bestürzt: «Hab' ich denn etwas Schlimmes gesagt? ...» Wien, 3. Februar. Wie verlautet, wird ein Armeebefehl des Kaisers und Königs der Armee den Tod des Kronprinzen verkünden, der von seinem ersten Tage bis zu seinem letzten Athemzuge dem Heere angehörte, und schließlich wird die Bestimmung getroffen, dass das 19. Infanterie-Regiment, dessen Oberst-Inhaber der Dahingeschiedene war, für ewige Zeiten den Namen «Kronprinz Rudolf» zu tragen habe. Wien, 3. Februar. Die Kaiserin legte auf den Sarg ihres Sohnes einen Kranz von seltener Pracht nieder, den aber weder ein Band noch irgend eine Inschrift ziert. Es war dies der Wunsch der hohen Frau. Der Kranz ist aus Maiglöckchen — der Lieblingsblume des verblichenen Thronfolgers — weißen Rosen, weißen Nelken und weißen Camelien zusam» mengesetzt. Ein sehr feiner schwarzer Flor bedeckt denselben vollständig. Statt des Bandes befindet sich am Kranze eine feine lange Creve.Schleife mit einem Knoten und an der Seite ein kleines Bouquet der vorerwähnten Blumen. Erzherzogin Marie Valerie legte gleichfalls einen ganz weißen Kranz aus Maiglöckchen und anderen weißen Blüten, ohne Band und Inschrift, nieder. Aus der Handelskammer, in. VII. Herr Kammerrath Max Krenner berichtete, dass die k. k. Landesregierung der Kammer den von der Kirchenvorstehuug St. Mathiae zu Vucka für die dortigen Jahr- und Viehmärlte vorgelegten Markttarif zur Abgabe der Aeußerung über die Angemessenheit der Tarifsätze übermittelt hat. Mit der Urkunde vom 30steu April 1842 haben Seine k. k. Apostolische Majestät Ferdinand I. der Gemeinde Vucka im politischen Bezirke Gurkfeld die von jeher ausgeübte Berechtigung zur Abhaltung von Jahr- und Viehmärkten an fünf Tagen des Jahres bestätigt. Das Marktstandrecht zu Bucta stand vor dem Jahre 1809 den Herrschaften Pleterjach und Ruckenstein aus dem Rechtsgrunde des Landesgerichtes zu. Mit Decret des Kreisamtes Neustadll vom 10. December 1825, Nr. 11.060, ist das-selbe der Pfarrkirche in Bucka auf Grund der §§ 20 und 21 der Organisations-Verordnung vom 23. Juni 1814 (P. G. S. Band 1, Abth. II., p. 115) nnd der Gubernial-Currende vom 18. November 1824. Nr. 16.126 (P. G. S. Band 6, p. 462). aus dl>m Nechtsgrunde del Anweisung der Standplätze auf pfarrkirchlichem Gmim zuerkannt und seitdem von dieser stets factisch ausgeübt worden. .„ Die Ausfertigung obiger Urkunde vom Jahre 1«^ auf Namen der Gemeinde Bucka, statt auf Namen oe Pfarrkirche daselbst, dürfte daher auf unrichtige AnM der damaligen Vertreter der Gemeinde bezüglich "» Rechtstitels zurückzuführen sein. weshalb auch 1"«^ der Gemeinde niemals ein Auspruch auf die Stan^ q?lder erhoben wurde. Nach dem Thierseuchengesche M 29. Februar 1880. R. G. Vl. Nr. 35. müssen die M^ berechtigte« die Kosten der sanitären Ueberwachung ° Viehmärkte bestreikn. Diese betrugen im Iah« 1»^ für die Viehmärkte in Bucla 61 fl. 93 kr. Na« ^ Tarife vom 25. November 1839 wurden folgeude Mw standgelder eingehoben: Für eine große MarW 20 kr. CM. oder 35 kr. ö. W.; für eine mittlere "> kleine Marlthütte 6 kr. CM. oder 105 kr. ö. W.; ' ein Pferd 3 kr. CM. oder 5 25 kr. ö. W.; M " Stück Rindvieh 2 kr. CM. oder 3 5 kr. ö. W.; ^ "^ Stück kleines Hornvieh und Schweine 1 kr. CM. ^ 1 kr. ö. W.; für einen Töpferstand 6 kr. M.H 10 5 kr. ö. W.; für einen Korb mit Ware 2 kr. <^' oder 3 5 kr. ö. W. Zu einem späteren Zeitpunkte w"" noch beigeseht, dass für das Holz für die kleinen "' mittleren Stände 10 5 kr. ö. W. zu zahlen ist. ^ Dieser Tarif ist theils ungenügend, theils «> Rücksicht auf die Kosten, die die Beaufsichtig""«. ^ Viehmärkle verursacht, zu gering, und deshalb hat ^ Kirchenvorstehuug St.Math'iae zu Vucka unterm ^ ^ 1887 folgenden Markttarif festgestellt: Von einer aM Markthütte 40 kr., von einer mittlern Markthiitte ^ ' von einer kleinen Marlthütte 10 kr.; für das beigegw Holz 11 kr., von einem Wagen 10 kr., von e>" Warenkorb 5 kr., von einem Wagen mit Verlag artikeln 20 kr., von einem Stück Rindvieh 4 ^ ^ einer Kalbin oder Kalb 3 kr., von einem großen ^"^ 3 kr., von einem kleinen Schwein 2 kr., von einen Schaf, Ziege 2 kr., von einem Pferd 0 kr., von e Fohlen 3 kr., von einem Töpferstand 11 kr., vo» "' , Buschenschankstand 12 kr. Für das Recht, durch " Jahre den Stand immer auf einer Stelle zu bW . 35 kr., von einer großen Markthütte 2 bis 3 st' von einer kleinen Markthütte 1 bis 2 st. h,e Die Gemeindevertretung von Studenc, z» ^M„ Ortschaft Bucka gehört, hat in ihrer Sitzung am A ^ März 1887 anerkannt, dass die Marttgebüren der.^ St. Mathiae zu Bucka seit 1825 gehören. "M^ Märkte auf kirchlichem Grunde abgehalten werde«- h, Kirche hat auch seit dieser Zeit die Einkünfte ^ und auch die Auslagen bestritten. Die GemeMve^, auch anerkannt, dass die Pfarrgemeinde Bucla ^ eine selbständige Gemeinde, sondern UntergemelNvr ^ Studenc war und dass die Kirche die Geb^e" ^i> das Maiktprivilegium bezahlte. Der Vergleich de»M und des neuen Tarifes ergibt, dass folgende Tal ^ neu sind: 1.) Von einem Wagen 10 kr.; 3.)von^c Wagen mit Verkaufsartikeln 20 kr.; 3.) vo« ^ Ziege. Bock oder Schaf 2 kr.; 4.) von einem Füllens 5.) von einem Buscheu-Schanlstande 12 kr.; "^ g»f das Recht, durch drei Jahre den Stand i""H^ einer Stelle zu behalten: a) von einer großen ^ U sie in verbesserter Gestalt wieder vor dem obel! ^li' dacteur, welcher sodann die offenste, objectivste.^ übt. und während er einerseits durch seine iiberc '^eK Fachkenntnis imponiert, weiß er die zwischen .b^hei^ Redactionen auftauchenden Mcimmgsverschlev mit seltenem Takte zu schlichten. ,;,he ^ Wenn ein Dichter, ein Schriftsteller Vorl" ^ seinen Schreibtisch Hut, so ist dies eine gewö'hw'"^L scheinung; er ist an denselben gewöhnt; aber t»e ^ Prinz hat noch einen anderen Beruf, andere '^i,. gunmen. Sein Beruf weiht ihn zu einem 3" M" sein Vergnügen ist die Jagd. Zu beidem geho."' 1l"° Blut. starke Nerven, eine gestählte Constitut.'"^ b^ diese Dinge sind dem Kronprinzen Rudolf "'A ^ fchieden worden. Er, der um Mitternacht aus!' ^M > in die Alpen zieht, in das Röhricht, in einem ^K s Rocke, mit einem einläufigen Gewehre in ^ ^^ defsen Schuss den sicheren Tod bringt, von "'^ilhA begleitet, als oft von einem unbekannten, freni^'^B dem Sturme trotzend, fchwere Mühen besiegHB ' all das für ein Vergnügen, was einen gew ^de" ^ Gelehrten sofort der Unsterblichkeit — ja d" > Welt zuführen würde. .^cche ^ Am nächsten Tage findet er am Sch"'» ^ höchste Vergnügen an der literarischen A""'W> heißes Blut. empfindsame Nerven. schw"Ngl1"l le",« taste gehören. Dass er an einem Tage Ar", ^z soll, am anderen Tage das Heer des Geiste»' das Außerordentliche. .»a«« Leitung Nr. 89. 231 5. Februar 1iW. word^ ^'. ^ übrigen Tarifsätze sind gering erhöht vier u .^^"" einer um 5 kr., einer um 9'/, kr., i l/ , ls V« kr., einer um 1'/^ kr., zwei um je /< n.. emer um '/, kr., einer um "/, kr. da« .^ /^ ^^ "°" bie neuen Tarifsähe mit den durch für 3'^ ^" '^ December 1868, L. G. Bl. Nr. 17, dw ^"«e festgesetzt?» Gebüren, so erreichen nicht alle lell>si ^ ^"selben, übersteigen sie aber in keinem Falle, sick >, «? "'"" al'lnmmt. dass einige Malktbesucher Stii^ ^ ^^ erwerben werden, ihre Marlthntten oder zm'.,', °"^ch drei Jahre immer auf einer Stelle des schatt «^« zu haben. Die k. k. Bezirkshauptmann» Tarifes befürwortet die Genehmigung des neuen lebe« l.^ Section ans den vorliegenden Acten er-undVs« > b°ls die Marltgebiiren nicht zn hoch sind chen Ä ?" Marktverkehr mit keinen andncn als sol-den .il. s » belegt wird. welche eine Vergütung für und f, "'senen Raum. den Gebrauch von Ständen bun^n «?"^" '"'t der Abhaltung des Marktes ver-zur ?n Auslagen bilden, so kann sl> nur den Antrag sich - ..""e empfthlen: Die geehrte Kammer wolle realen« '^" Aeußerung an die löbliche k. l. Landes-die V '^ bie Genehmigung des Markttarifes für Der »n» "'^ Viehmärkte in Bucka aussprechen. — ------^l^a wurde anaeiiommen.______________ Volitische Uebersicht. der wewi«? p'' nzRud 0 lf.) Die Wissenschaft, welche Zeit seines Lebens gepflegt Zeit ^i (Muldigt hat wie kein anderer Fürst seiner bat das Schlusswort ge- zu wsi^?> ^"^ unheilvolle Ereignis im Jagdschlösse beruie>,P.i N' ^" wenige Sätze sind es, in denen die Men- «n - '"" °" Wissenschaft ihr Gutachten ab-Zweisel ^.^" '^ erschütternder Inhalt lässt keinen auz dem n ^ ^" "ber die Art, wie Kronprinz Rudolf Position ' ^"v' und ttber die psychische Dis- grifn ' '" Welcher er nach der todtbringenden Waffe l'efbekl^o^^"" dasein abzuschütteln, das nach seinen ihm als zwecklos dass an k' n''" sein. Der Sectionsbefund stellt fest. Male einer ^^ ^ Kronprinzen untrügliche Merk-^n oran. Ä! "^^ normalen Geisteszuständen führen-^Adelk.3'^" Veränderung des Gehirnes nnd der NierkeilKw^ "^^enommen wurden. Als besonders be< und Kran « ?. ^ ^ «vorzeitigeVerwachsung der Pfeilen vall. ? -l °"sesehen werden, und auch die an« ^dlittinn?^''^en Erscheinnngen alle. welche das !'"' um die K^^c /''"'lu anführt, reichen vollanf "ronpiz,, .^ll'ssfolgerung i« rechtfertigen, dass der k todbrin''^""^ Zustande von Gristesverwirrnng. "brückt ^ ^^' l,rgen sein Haupt gerichtet nnd "^tert m,.l« 5, - lchMig erscheint es sonach und un° w der lent) » - "' ^lche äußeren Umstände gerade '""k. anf ^'.A" auf den Kronprinzen eingewirkt nnd ^" GcsckV '''^^ Zustände zurückzuführende, des Mußernd> .?^"^^orenen Willens zum Leben sich c be„. dal« k'^'sche Disposition derart potenziert Muss der K ,^ unglückliche Prinz plötzlich den Ent-^hnlicher w ?stvernichtnng fasste und mit nicht ae ^^' "luhe und Standhaftiateit ausführte. ' (Parlamentarisches.) Alle Clubs des Abgeordnetenhauses haben sich Samstag zu Trauerkund-a/bungcn versammelt. Der Hohenwart-Club beschloss auf Antrag des Obmannes Grafen Hohenwart ein» stimmig, den Ausdruck der innigsten Theilnahme für den Kaiser uud die Kaiserin sowie für die Kronprin zessin Stephanie im Sitzuugsftrotokolle zu constatieren. (Polnische Blätter) erfahren, dass der sriner^ zeit znr Deportation verurtheilte polnische Bischof von Wiloa. Hryniewiccki. infolge der russisch - vaticanischen Unterhandlungen begnadigt werden wird. Es soll ihm aber der Aufenthalt innerhalb des russischen Reiches nicht gestattet werden. (Das Ab geordneten Hans) wird nächsten Donnerstag seine Sitzungen wieder aufnehmen. (Wiener Handelskammer.) Der Handels-minister hat der Wiederwahl des Rudolf Isbary zum Präsidenten und des F W. Haardt znm Vicepräsidenten der Handels- und Gewerbekammer in Wien für das Jahr 1889 die Bestätigung ertheilt. (Zur Situation.) Politische Folgen in dem gewöhnlichen Sinne des Wortes kann das Ableben des Kronprinzen nicht haben. Nur eiu Habsburger ist a/storbm, nicht Habsbnrg. Oesterreich ist schwächer und ärmer, aber es ist noch Oesterreich. Anf die Staats-geschäfte selbst hat der «erste Unterthan des Kaisers» ja noch keinen Einfluss genommen, so lebhaft er sich auch für sie interessiert hat. Der Ganq der Regie» rungspolitik im Innern kann keine Veränderung er» leiden. Auch eine Veränderung unserer auswärtigen Beziehungen ist nicht zu befürchten. (Dem preußischen Abgeordnetenhause) ist eine Gesetzvorlage, betreffend die Erhöh-nng der Civilliste um 8,500.000 Mark, zugegangen. Der Einbringung dieser Vorlage giengen bekanntlich Verhandlungen mit den Obmännern und Slimmführern der verschiedenen Clnbs des Abgeordnetenhauses voraus, und die Vorlage kann als ein Ergebnis dieser Besprechungen betrachtet werden. (Frankreich.) Der Gesehentwurf betreffs der Wiedereinführung des Arrondissement-Scrutiniums ent» hält eine Uebelgangsbestimmung, wonach bis zum Schlüsse der Legislaturperiode keine partiellen Wahlen mehr staltfinden dürfen. Ein Schreiben Boulangers beglückwünscht die Patriotenliga zu ihrer Haltung während der letzten Wahlperiode, insbesondere Sonntags. (Prinz von Vattend erg.) Wie das Berliner «Militär-Wochenblatt» meldet, wurde Prinz Alexander von Vattenberg auf sein Ansuchen von dem bisherigen Dienstverhältnisse ü, 1a üuil6 des liar^L 6u Coi-i'x-Regiments und t»s zweiten hessischen Dragoner. Regiments ausgeschieden. (Die griechische Regierung) hat sich niit der Verlängerung der gemischten Gerichte in Egypten einverstanden erklärt, nachdem ihr die Ernennung eines neueu griechischen Richters beim Appell ^ Gerichtshofe zugesagt wurde. (Samoa.) Die Nachricht, Deutschland habe auf Samoa an den Gegenlönig seines Schützlings Tama-sese. Mataafa, den «Krieg erklärt», ist dahin lichtig- gestellt worden, dass deutscherseits mit militärischen Mitteln wider Mataafa und dessen Anhang vorgegan» gcn wird. Tagesneuigteiten. Se. Majestät der Kaiser habcn über Vor-schlag Sr. Excellenz des Herrn Ministerpsäsidenlen Orasen Taaffe ans einer anlässlich der Gedenkfeier Allerhöchsterer vierzigjährigen Regierung gewidmeten Wohlthätigleitsspende einen Betrag von 5000 Gulden für die allgemeine Poliklinik in Wien zu bestimmen geruht. ___________ — (Kaiser Wilhelm) hat den telegraphischen Wunsch geäußert, doch zum Leichenbegängnis nach Wien kommen zu wollen. Kaiser Wilhelm ließ vermelden, dass er auf keinerlei Etikette reflectiere, er wolle Dienstag morgens ankommen und abends abreisen. Kaiser Franz Josef dankte abermals verbindlichst und gab neuerlich dem Wunsche Ausdruck, dass Kaiser Wilhelm nicht komme. — (Eine Art Naturwunder) ist in Nordamerika im Staate Georgia entdeckt worden. In der Nähe des neu entstandenen Ortes «Hillman» befindet sich eine felsige Gegend, die ganz von Elektricität erfüllt ist. Die Felsen, der Erdboden, sogar das Wasser zeigen sich elektrisch. Wer zum Beispiel die Hand in den dort rinnenden Bach tauchl, erhält einen starken elektrischen Schlag. Jedoch ist die Stärke der elektrischen Strömung nach den Tageszeiten verschieden, und wechselt wie Ebbe und Flut. Das Georgiamiralel beschäftigt die amerikanischen Gelehrten sehr eingehend, aber eine wissenschaftliche Erklärung der Erscheinungen ist ihnen bisher nicht gelungen. — (Der Sarg des Kronprinzen.) Der Sarg. in welchem der verblichene Thronfolger zur Ruhe bestattet wird, wurde Samstag fertiggestellt. Es ist ein Doppel» sarg. Der äußere Sarg ist aus Eichenholz gebaut und ganz mit schwarzem Sammt überzogen. Die Ränder desselben zieren echte schwere Goldborten. Der Deckel des Sarges ist gleichfalls mit schwarzem Sammt überzogen und mit einem großen goldenen Kreuz aus Goldborten geschmückt. Rings um den unteren Theil des Sarges sind abwechselnd je eine goldene Krone und ein Adler angebracht und sechs Henkel von Metall befestigt. In diesen Sarg wird ein zweiter Sarg gestellt, der aus weichem Holz gefertigt und vollständig mit Goldstoff ausgeschlagen ist. Ebenso auch ist die Decke zum Sarge von innen mit Goldstoff ausgeschlagen. In den inneren Sarg wird eine Matratze und ein weißer Atlaspolster, auf welch letzterem der Kopf ruhen wird, gelegt. — (Eine bankerott geworbene Stadt.) Die Stadt Pisa ist insolvent geworden, und die Gläubiger wollen das Rathhaus mit Beschlag belegen lassen. Zur Abwehr dieser Maßregel schlägt ein italieni» sches Blatt eine Lotterie mit dem schiefen Thurm als ersten Preis vor. — (Folgen eine« Papageibisses.) Einer der bekanntesten Münchener Wirte, Josef Grünwald, Besitzer des «Grand Hotel», ist an den Folgen eines Bisses, den ihm ein Papagei beigebracht hat, gestorben. Nachdruck verboten. ^°" °us d« ^" nnö Feiöen. Parchr Gesellschaft von K. du Voisgobeh. 'Abe l^- ^'Fortsetzung.) Pole?, r Sle haben doch Freunde in der Metro» k- 'Da"f'^Herr!» hier zu ?..«"? d°nn die Frage erlanben, was 5, -Ich H. beabsichtigen?»" N" bekomm«, "^''gagement an irgend einem 3ue Schul. '' -^3 h"be eine qnte Stimme und l°^ "''' '5 lei f"r die 3 / Mange? 'K' ^' ^ Elches Engage-Ne^, "pfchlunaKl'.i l ^W" Ihr Lehrer wenig, »egebe,,?.' ylungswefe an irgend einen Director mit- 5l!^'"nen!"di/"wi" director, aber an eine seiner ^ lei. 'K U er mir sagte, sehr berühmt ge- ""d ich hoffe, dass "icht ^'- «eider w..^.' "" "" N°H "nd That ich °5 "? auch der Nr-.""'" Professor ihre Adresse l^>lti'gen b^ des Hotels, in welchem D'A behauptet, den Namen nicht zu ^'Hn^^ bttchwn?^^ '".^nne der Dame, welche ^gewle^" °uch he«" '" 9"""" h°ben. so b'e juna?^" nmnen nicht vorenthalten.» " Bernde. «Ich hriße Mdrea Vi« tellio, mein Vater. Vitale Vitellio, war Maler und Dichter; er hat eine Tragödie geschrieben, die von dauerndem Werte ist, und wenn Sie Florenz jemals besuchen, können Sie in der Kirche St. Maria Novella zwei seiner Bilder sehen.» «Ich danke Ihnen, dass Sie Vertrauen zu mir haben,» sprach d'Artige, der weder von dem großen Künstler Vitellio noch von seinen Werken ein Sterbenswörtchen vernommen hatte, «ich bin brreit. Ihnen zu dienen, und vielleicht kann ich Ihnen wirklich nützlich sein. Sie haben das Empfehlungsschreiben Ihres alten Professors zweifellos bei sich? Wollen Sie mir dasselbe zeigen?» «Sehr gen»,' entgegnete das junge Mädchen, indem sie ein kleines Handläschchen öffnete und d'Artige ein ziemlich umfaugreiches Convert reichte, welches eine aus mehreren Zeilen bestehende Ndresse trug. «Wei 8U0 I'alax50 il I'al-iej» (in ihrem Palais zu Paris), lautete die etwas unklare Wohnungsangabe. Kanm aber. dass er diese Worte gelesen, blieben d'Ar-tige's Augen wie gebannt haften auf dem Namen, der auf dem Convert zu lesm stand. «Bianca Monti!» rief er dann in gänzlich verändertem Tone. «Bianca Monti ist es, an welche Ihr Lehrer Sie gewiesen Hal?» «Ja. mein Herr. Bianca Monti,, entgegnete das junge Mädchen, überrascht wegen des Anödruckes sicht-lichen Befremdens in den Zügen d'Artige's. «Sie kennen die Dame, wie ich sehe?» «Ganz Enropa knlnt sie!» cnla/gnete der Ge-sandlschaftisecrelär mit ungewohnter Lebhaftigkeit. «Wie kam Ihr Gefangslehrer dazu, Sie speciell an dlese Dame zu verweisen?» «Weil sie seine Schülerin gewesen ist und außerdem meinen früh verstorbenen Vater nicht vergessen haben kann, mit dem sie einst befreundet war.» «Nh, Bianca Monti war befreundet mit Ihrem Vater?» «Ja. und zwar so befreundet, dafs auf einem der Bilder, welche in der Kirche Santa Maria Novella ausgestellt sind, auch ihr Porträt sich befindet. Es steht für mich außer allem Zweifel, dass die Dame die Tochter Vitale Vitellio's nicht unbeschützt von ihrer Schwelle weisen wird.» «Auch ich zweifle daran nicht,» versetzte d'Nrtige, «aber die Dame, welche Sie suchen, ist heutzutage nicht mehr die Sängerin von einst; sie hat sich ve» heiratet und ist jetzt eine Gräfin, als welche sie tau. send Rücksichten zu nehmen hat. Es wird erfoiderlich sein, dass ich ihr den Besuch, welchen S>e ihr zu-grdacht haben, im voraus ankündia/. Wollen Sie mir den Brief Ihres Professors anvertrauen, damit ich ihr denselben übergebe?» «Nein,» entgegnele die junge Italienerin rasch, «es liegt mir vielmehr daran, ihr das Schreibtn selbst zu überbringen, wie mir dies mein Lehrer ganz besonders aufgetragen hat.» «So theilen Sie mir wenigstens mit, wo Sie wohnen, nnd ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass Sie von heute an in zwei Tagen entweder den Besuch oder einen Brief der Dame empfangen sollen.» «Es sei!» erwiderte das junge Mädchen. «Das Hotel, in welchem ich abgestiegen bin. befindet sich Rne de Baux Nr. 22. Ich werde zwei Tage warten und erst. wenn ich bis dahin nichts vernommen habe, weitere Schritte thun.» «Ich danke Ihnen verbindlichst nnd gestatt«' mir, für den Fall. dass Sie meiner bedürfen sollten. Ihnen hier meine Karte, aus der zugleich meine Adresse verzeichnet steht, zn überreichen.» (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 29.________________________________ 232 5. Februar 1889. Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Trauerlundgebungen.) Beim k. k. Landespräsidium haben aus Anlass des plötzlichen Dahin-ganges Sr. kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen Erzherzog Rudolf weiters condoliert: Die Beamten der k. k. priv. Südbahn in Laibach, die Leitung des «weißen Kreuzes», der Citalnica-Verein, die «ttl^dsua maUoa,», der Herr Strafhaus-Dirigent für die Beamten der Männer-Strafanstalt in Laibach, die Leitung des Instituts Waldherr, der katholische Gesellenverein, der Verein «Mrodni üom», «vramatiöiio üruZtvo», der literarische Verein «Liovsn^H matica» und die Leitung der Fachschule für Holzindustrie und Kunststickerei. — Vom heutigen Tage ab liegt beim k. k. Landespräsidium ein Condolenzbogen auf. — Der Trauergottesdienst findet nach der Rückkehr des Herrn Landespräsidenten aus Wien statt. — (Der krainische Landesausschuss) hat am Sarge des Kronprinzen Rudolf einen Pracht« vollen Kranz niederlegen lassen. — (Aus Stein) berichtet man uns unterm 2. Februar: Die Trauerbotschaft, dass unser vielgeliebter Kronprinz Rudolf todt fei, hat hier die allgemeinste Theilnahme hervorgerufen. Schon am Abend des 30. v. M. kamen diesfällige Gerüchte nach Stein, und am 31. morgens wurden diese durch das bezügliche Extrablatt der «Laibacher Zeitung» zur Gewissheit. Alle hiesigen öffentlichen Gebäude, resp. solche, in welchen sich k. k. Aemter befinden, dann die Volksschule, Citalnica, der Stadtpfarrthurm lc. und einzelne Privatgebäude wurden schwarz beflaggt. Ebenso wurde auf der sogenannten Kleinen Veste eine schwarze Flagge aufgehisst. Die Trauer ist eine allgemeine. Während dieser Tage waren der hochw. Herr Pfarrdechant 1. Oblak namens des Decanates, der hochw. Herr Guardian namens des Franciscanerklosters, sämmtliche hiesigen Staatsbeamten unter Führung des Herrn k. k. Bezirksrichters Guido Schneditz, der Gemeindevorsteher der Stadt Stein, Herr Franz Fischer, mit mehreren Gemeinderäthen, der Obmann der Bürgercorporation und des hiesigen Ortsschulrathes, Herr I. Murnil, die Lehrerschaft, Herr Notar Dr. Schmidinger, die Obmänner des Veteranen-, «Lira-,» Citalnica- und Feuerwehrvereines von Stein beim Herrn Bezirkshauptmann erschienen und gaben ihrer innigen Antheilnahme an dem fchweren Schicksalsschlage Ausdruck, den unser allgeliebter Kaiser, das erlauchte Kaiserhaus und das ganze Reich erlitten. Vergnügungen, welche in diesen Tagen hätten stattfinden sollen, wurden abgesagt. — (Die Handels- und Gewerbelamme r) hielt Donnerstag abends eine außerordentliche Versammlung ab. Veranlassung b>zu gab die erschüt» ternde Nachricht von dem unerwarteten Tobe des allgeliebten Kronprinzen Erzherzog Rudolf. Die Kammer gedachte der außerordentlichen Eigenschaften, die so vor« züglich den edlen Geist des Lieblings der österreichischen Völker zierten. Die Trauer, in welche unser Allerhöchstes Kaiserpaar und die verwitwete Kronprinzessin Stefa nie versetzt wurden, fühlt die gesammte Bevölkerung Krams mit; und wie alle Stände ihr tiefgefühltes Beileid aus diesem Anlasse zum Ausdrucke bringen, so ist auch die Handels« und Gewerbekammer der Dolmetsch der Gefühle des Handels« und Gewerbestandes. Die Ver-! sammlung der Handels- und Gewerbekammer beschloss daher, eine Deputation, bestehend aus drei Mitgliedern, zum k. t. Landespräsidium zu entsenden mit der Bitte, dasselbe möge das tiefgefühlte Beileid dem Allerhöchsten Herrscherpaare und der allgeliebten Kronprinzessin-Witwe zur Kenntnis bringen. — I>i die Deputation wurden gewählt die Herren Kammerräthe: Johann Ba umgart n er, Johann Horal und Franz Sou van. — (Aus der Geschäftswelt.) Die Handels- und Gewerbekammer versandte an die Handel» und Gewerbetreibenden in Laibach folgende Mittheilung: Der unterzeichneten Handels« und GW' Ein endloser, immer wieder sich erneuernder MenW. ström wogt die del« Zugang bildenden Straßen. ^ Hofkapelle ist schwarz ausgeschlagen. Leibgarden halt die Ehrenwache. Die Haltung der Bevölkerung >' musterhaft. Die «Montaqsrevue», die «So'M- "" Montagszeitung», «Extrapost» uud die übrigen WocY^ blälter schließen sich mit tiefgefühlte Nachrufe» f>" allgemeinen Trauerchore der Wiener Presse au Mit Kranzspenden sind von der Köuigiu Victoria, vv' Prinzen und der Prinzessin von Wales. Prl"M Beatrix eingetroffen. Minister Freiherr v. Fel"^ legte nameus der ungarischen Landwehr einen PlaH vollen Kranz auf den Sarg des Kronprinzen nieder- Wien, 4. Februar. Der österreichisch-una"^ Verein in Cincinnati richtete an den MinisterpräMN Grafm Taaffe die Bitte, den Ausdruck des t,M Beileides dem Kaifer zu Füßen zu legen. 3" ^ Generalversammlung der österreichisch-ungarischen ^ Peritonitis. — Mathias Gregoric. Arbeiter. ^ I"^' M«' culose. — Maria Sustar, Amtsdiencrs'Witwe, 64 ^5" mutterlrcbs. Meteorologische Beobüchtu^l^il^W!!^ ___Z ! «"« ! Z° ! _^----a3 ^^.M^?1s<-ss^3~«sW7lchMch1^S^ Hü« j 4,2.N. 7lh? -0-4 W. chwach »", ^„f 9. Ab. 7240 -06 W. schwach bewöM ^,,F. Schneefall den ganzen Tag mit geringen U>m ^,„ l/ anhaltend. Das Tagesmittel der Temperatur — 1 ^ ' ^ l. unter dem Normale. s _________Nerantwortlicher^Redacteur: I. Na a^>s^ Gestreifte und carrierte Seidenstoffs 80 kr. ms st. «35 pr. Meter - (ca. llüO versch'^H versendet roben» und stückweise Porto- und Ms"'d" M' Depot tt. IIvnnv1»«i-ß (K. u. K. Huflief.), N'Nh) s^ umgehend. Nriefe losten 10 kr. Porto. l^>^ 233 Course an der Wiener Börse vom 4. Febrnar 1889. »a« dem o^ieum L°urM°tte —-—______ g.. Geld Waie Äberr!".?^ ^''"e mNcten 82 90 82 10 ^l4»/ Q, -...... 83 55 N3 75 l««!>er ü>," "'°°>l»ole. uü» st, 1345.0 135 5,0 lnwer .' ' V"ze 5«» si, -------141 - ^" Lt»M>'s/i""wl 1l>r <>/ ^ ^" ^78— 179- _ ^^"ll, , , IH3 75 154 2Ü 0^"«^">'tc. steuerfrei . ,1130 11150 ""rnrc^e. steuerfrei . 9« 35 »8 55 W!°bc»7. "'"««gen. ^°r°rlbN^^ '" 2 L° >b '^"/' ^l"' si, o, W, 214 . 215 - ?'''°l'e!I. a,,,, n" '^" ", 0, W, »05-25 206 2Ü ^"'° s« ° W' 3"" Marl . 115 75 UN 50 ^°,,z.^"''^ll'l4'V,,, . . 122—122-75 ^'«e^z^».,'^ ^°0 «^ t'°°V"r'r^ ' - - 1°"« 10,'5« °- d° ^l "0si,0,W,T, l45.w145.7O ° 2s!bah,.N''l Ttiille , , ,45!«» «45 70 °^ ^ ^ '"« N4-75 115 25. '' P«m-« "".'^b, loost. »9 70 INO-W ^ ^ «"l, ^ loo n, g, W. 188—13250 ^'t ^, 1lX> fl, ,24,75 12525 Geld Ware Grundenll.-Oblilllltionen (für 1»w si, CM), 5°/„ «lllizische..... 10425 104 !«» 5"/,. mährische...... 109— —— 5"/„ krain mid Küstenland . . 10»— —— 5"/„ mederüsterreichische . . . 10950 110— 5"/,. steirische...... 104-75 —— 5"/„ lroatische und slavonische . 104— loa— 5"/„ stebeiiliürssische . , . . 105— 1O5'I5 5"/„ Temcser Äanat . , . . 105 — 105 15 5"/,. u»narischc...... 105^-10515 Andere öfjcntl. Anlehen. Dona» Nr«, Lose l>"/„ 100 st. . 122 — 12250 bto, Anleihe 1»7» . . 10!!,50 1075,0 «»lehrn der Stadl VUrz . . 110— —- Änlehrn b. Ltabtnemclndc Wie» 105'5<< IN^5c. Pram, Vliil, b, Ltadt^em, Wie» 143— 14» 50 Äörlenba» Anlehen verlos. 5"/„ 945« 9550 Pfandbriefe (sür 100 st), Äobcncr. alia,, vst. 4"/„ O. , , 12?-12200 d/,«/„. , . i<»»-50 10' — l»u. » 4"/„ . . . 98-30 »8-80 bto, Präm.-Schulbverschr, 3"/„ 104 .- 10450 Ocst. Hypothrlenoanl 10j. 50"/,, 101^ — — Oest, un«, Vanl berl, 4'/,"/« - lni oo 102 — detto . 4«/„ , . 9«-!!<> 100 — betto 50jäl,r, » 4"/„ , . S8-L0 100- Prioritäts-Olllissationen (für 100 st,), Ferdinand« «orbbahn /,"/<> . »00-70 INl — Geld Ware Oeslerr, Norbwcstbahn , . , 10KW 10? 30 2laa!öliahn....... 200 —?01.— Lüddahn k 3>'/u..... 143-70 144 3l> ' il 5«/n..... 121 — 121 5»0 Una. galiz, Vahn..... 99 «< 100 20 Diverse Lose (per Etücl), Lrebitlose 100 st...... i^g^z l»4 _. lllart, llose 40 st...... f,i'5<> f,L__ 4"/„ Donau Dampssch, 100 fl. . 122-50 123 50 iiaibacher Präm. Änleh, 20 st. 2375 24 2l> Ofener Lose 40 st..... «,-75 N2.l»<> Palff» Lose 40 st...... ,«»50 «1 .. «othen ilren,,, öst. Grs, v„ 10 st. i» «5 19 15 Nudulph Lose 10 fl..... 217z 22 25 Salm Lose 40 fl........,^ gz.z^ Et, Wi'uoi« Lose 40 st. ... . .^ ^.„ Walbstein Lose 20 st..... ^.^ ^525 Winbüch Gräh Lose 20 si, . . 5.7,50 zn^, Vew, Sch, d, !<"/„ Präm, Schuld versch, d. Bodrncrebitanstalt . ,7— i» — Bank. Actien (per Stück). Ansslo Oes», Vanl 200 st, l!0"/„ E, 127— 127 25 Vanluerein, Wiener 100 st, . . 100 50 10?-. Vbncr, Anst, äst, 20» st, S, 40"/„ 2<>!» 50 270l><» «lrdt. Anst, f. Hand, u. W imfi, !i,l «0 312 — Credübanl, Allst, ung, 200 st. . ül2 50 313-- Depositexlianl, All«, 200 fl, , '1«« 5<» st, . 51» —522 — Oiro uCasseuv, Wiener 200 st, 1W 50 2 5«^ Hypotheleiib,, öst, 200si,25"/uE, «750 «850 Gelb Ware Lünderbanl, öst, 20» st, <». . . 226 25 22N?l, Oesterr-unnar, Vanl llOO st, . 892 — 894 - Unionbanl 200 st...... 82025 2li0 75 «crlehrsbanl, Mg, 140 st. . . 15450 155 50 Actien von Transport-Unternehmungen. (per Etücl), Albrecht Nahn 200 st, Silber , 55 75 5«. — Al!u,d ssiuma», Bahn 200st, I. 19<->-5l> 197 — Äöhm, «ordbahn 150 ft. . , . 20».. 209- . Westbah« 200 fl. . . . 317—3^0 - Vülchtiehradei Eis. 500 st. 00 <«al.ahn Gosrllsch, 200 fl, C, , , 223 — 223 5>< Llot,d,öst, !!!,n,Trl> Veld Ware Ung, Nordoslbahn 200 fl, Silber l?8 — 17» 50 Ung,Wrstb,(Naab «r2i)200fi.S, 111 75 :82 25 Industrie Actien (per Etücl), «auges,, «llg, Oesl, 100 st, . »8 - »9- -«tghdier «tisen- und Stahl Ind. >n Wien 100 fl...... 59,«» go«» Eisenbahn«.-Leih»., erste, 80 fl. — — 94«) «Elbemühl», Papiers, u. N,-V, b? t»0 !.» 50 Liesinner Urauerei tOO st, . . j,05 50 loe 50 Montan (Gesell,, üsterr,-alpine 55 70 5»i >l) Praner «tisen ^lnb, Ges, 200 fl, «10 50 61, - Ealao-Tarj, Eteinlohlrn 80 st, .-— ,- — »Schloglmühl'. Papiers, 200 st. -. — ... — 'Lteyrermüh!',Papiers,«,U-V. 126-75 127 2b Irilailer Kohlenw-lZes, 70 fi, .-------— — Wllssens.-G,,Oel< inWieni»0fi. 365 - 875 — Waagon Leihanst,, Mg, in Pest «0 fi......... 78-50 7» -. Wr, Vaugesellschaft ><»<> st, . . 7u.— ?» «» Wienerberger Ziene! Äetien Ves, <»5 «»IK6 50 Devifcn. Deutsche Plähc......5»-15 b» 35 London........1L2 75 12l-1ü Pari«.........478t, 47 »7. Valuten. DlllllttN........ i»7 5S9 20 ssrane« Stücle.....! »55^ 957 Deutsche Neichsbanlnotrn . . 59 '2^ 5»2U Papier «nbel......!i 28,«, l-2^. Italienische Vantnoten (100 L.) I 4?l!0 4? ?o