Nr. 19. Dienstag, 25. Jänner 1887. 106. Iahrssaug. Ollitlllcher Zeitung. Prs»umtr»ll«nsprciö: Mit Postversendung: gan,oa, ssllr die Zustellung ins Hnu» qai!z<übi!g fl. >, Iustrtionogrliür: FUr Ncinc Inserate bi« zu 4 Zeilen 2» sr., größere perZeüe >i lr,i dci l'stcllU WiedcrhDluugen pr, Zeile 8 Ir, Die ,,Laibachcr Zcilung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Die Administration befindet sich «ahicho^assc 15, di>- Redaction Wicncrstraße lü, — Unfranlierte Aricfe werde» nicht angenommen und Mauuscrivtt nicht zurüch^-stellt. Umtlicher Hheil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Jänner d. I. dem Superiutendential-Curator der evangelischen mährisch-schlesischcn Sup.'rinteudenz Augsburger Coufessioil. kaiserlichen Nathe Gnswo Stähliu in Brunn sowie dem Privaten Ludwig Asche in Wien das Ritterkreuz des Franz-Ioscph-Ordens, ferner dem Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde in Reichenbcrg August Auerbach das goldene Verdieustkreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. n„ Se k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Jänner d. I. dem ^audesgerichtsrathe in Laibach Dr. Karl Viditz aus ^nlass der angesuchten Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigcn ausgezeichneten Dienstleistung deu Titel nud Charakter eines Oberlandesgerichtsrathes mit Nachsicht der Taxe aller-gnadigst zu verleihen geruht. Prazäk m. >>. Der Miuisterpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat den Banadjuncteu Karl Cicin zum Ingenieur für deu Staatsbaudicnst in Dalmatien ernannt. Nichtamtlicher Mil. Der Landsturm. I. Die moderne Kriegführung, der Wetteifer der europäischen Militärstaaten in der Erhöhung ihrer Wehrkraft, die Sorge um die eigene Existenz und die Sicherung des Vaterlandes legt den Nationen Opf.'r auf. deren Last nur das Bewusstsein der großen Zwecke dleser Opfer, das wahre patriotische Empfinden zu Wlldern vermag. Ein Rückblick auf die letzten großen "liege, welche in Europa geführt worden sind, zeigt "us nicht nur deu gewaltigen Fortschritt des Heer. ^escns. souderu auch das kolossale Anwachsen der ^tesmassen. Fast alle contiuentalen Mächle haben heute ihre Armeen auf das Princip der allgemeinen Wehrpflicht basiert; auf dieser Basis aber ist auch weiter gebaut worden, und wenn hente, was die friedlichen Bestrebungen der leitenden Factoren verhüten mögen — ein neues großes Völkerduell insceniert würde, ein solcher Krieq müsste mehr als jeder vorhergegangene in das Volksleben eiugreifen. die weitesten Kreise in Mitleidenschaft ziehen, störend nnd hemmend auf die ganze culturelle und industrielle Entwicklung der Nationen einwirken. Die Vergleiche, welche bei Gelegenheit der Berathung der Landsturm-Vorlage zwischen deu Streitkräften drr einzelnen Militärstaaten des europäischen Continents angestellt worden waren, habeu überzeugend genug crwieseu. dass uusere Heeresverwaltung in pflichtmäßigcr Rücksichuahme auf die finanzielle Lage der Monarchie die größte Zurückhaltung iu der Vermehrung unserer Heeresbestände, iu der Erhöhung uuseres Kriegsbudgets geübt hat — aber auch eiue solche Enthaltsamkeit hat ihre Grenzen und kann nicht so weit ausgedehnt werden, dass die Schlagfertigkeit der eigenen Armee, die Sicherheit des Staates darunter leiden würde. Auch Oesterreich-Ungarn hat sich ent schließen müssen, einen bedeutsamen Schritt uach vorwärts auf der Bahn der Eutwickluug fewer Wehrmacht zu thuu und jene letzten Consequeuzen der allgemeinen Wehrpflicht zu ziehen, welche audere Militärstaaten bereits gezogen haben, um ihren Heeren deu mächtigsten Rückhalt im Volte zu sichern; das Landsturmgesetz ist vor die gesetzgebenden Körperschaften gebracht worden, und hat, wie es der ofterprobte Patriotismus aller Volksstämme unserer Monarchie nicht anders erwarten ließ, diesseits und jenseits der Leitha die Zustimmung der Parlamente gefunden. Wmn iu jenem Gcseye, das vor einigen Mouateu dem Reichsrathe vorlag, manches der Aufklärung und Ergänzuug bedürftig schien, die Durchführungsvorschriften, welche soeben der Oeffemlichkeit übergeben worden siud, haben volle Klarheit gebracht uud die gauze wohl» gegliederte, zielbewusste Organisation des Landsturmes auch dem Laien verständlich gemacht. Diese Organisation lässt uns ein Doppeltes erkennen: einmal die in allen Zweigen des öffentlichen Lebens, im Staats-uud Familienleben, in jedem Gebiete der bürgerlichen Thätigkeit fühlbare Bedeutung des Landsturim's im Mobilisieruugsfalle. und fürs Zweite die wertvolle Ver< startling, welche die Wehrmacht des Reiches von dem Landsturm zu erwarten hat. Die Landsturm-Organi« sation zeigt nns auch. dass man es nicht — wie wohl da und dort vermuthet werden konnte — mit regellosen Kriegshaufen zu thun haben wird, sondern dass das gewaltige Menschenmaterial, welches hier den Zwecken der Vaterlandsvertheidigung dienstbar gemacht werden soll, nach dem Werte der einzelneu Elemente gesichert und speciellen Dienstesbestimmungen zugeführt wird. Der Patriot kann den Momeut uicht herbeiwünschen, in welchem diese Organisation ihre Probe zu bestehen hätte — nicht weil er an der Zweckmäßigkeit und der Zukunft der Landsturm-Institution zweifelte, foudern weil ein solcher Moment nahezu dem Begiuu eiuer Umwälzung in allen Sphären der Gesellschaft und der friedlichen Arbeit gleichkäme. Oesterreich-Uugaru hat uoch keinen großen Krieg iu der Aera der allgemeinen Wehrpflicht auszukämpfen gehabt; wir haben noch keine Mobilisierung unserer Gesammtarmee erlebt und nur während des bosnischen Occupations-Feldzuges durch eine partielle Mobilisierung die schwache Andeutuug eines Aufgebotes der gesammtcn Wehrkraft feit der Begründung des Volksheeres erhalten. Landsturm-Formationen aber existierteu bis heute überhaupt uur in Tirol und Vorarlberg, wo sie seit Jahrhunderten, gefestigt durch herrliche kriegerische Traditionen, bestanden und in mancher ernsten Stunde den mächtigsten, militärisch hervorragendsten Gegnern imponiert haben Das Aufgebot von Millionen waffentragender Männer, der Auszug unübersehbarer Scharen von Vaterlandsvertheidigcrn, die eine öde Arbeitsstube, eiue trauernde Familie zurücklassen, er kaun nur erfolgen, weuu es die äußerste Gefahr ver» langt, wenu es eben die höchsten Güter der Nation, die Wohlfahrt des Vaterlandes, die Sicherheit seiner Grenzen uud seiner wehrlosen Bürger, die Ehre der österrcichischeu Fahnen gegcu übermächtige Gegner zu vertheidigen gilt. In' solchen Momenten jedoch, da der Monarch den Ruf an alle ergehen lässt, deren Kraft dem Reiche nützen kann, wird der Landsturm in seiner gegenwärtigen Organisation seine Macht bewähren. Angelehnt au das stehende Heer uud speciell an die Landwehr-Institutiou, in deren Rahmen sich gewissermaßen die Feuilleton. Die Taufe. <^ «Was sagen Sie zu einem Gläscheu Cognac. Herr Doctor?. «Vön Herzen gern!» Der alte Marine«Arzt .'Zeckte das Kelchgläschen vor und betrachtete sinnend die !"l Sonnenlicht golden funkelnde Flüssigkeit, welche dick w das Glas flosH und allmählich bis au dessen Rand emporstieg. Dann erhob er es bis zur Augenhöhe, blii^ Ate mit dem Auge, sog den scharfen Duft ein und Ichlürfte einige Tropfen, die er lange Zeit im Muudc "lnherrollte. Nachdem das starke Getränk durch die Aurgel geglitten war, sagteer- «O, das herrliche Gift! ^der besser gesagt, der verführerische Mörder, der köst-"che Zerstörer der Menschheit!» Du lieber Himmel, die wenigsten von Euch jun-^ Leuteu kennen ihn so recht uud gauz! Ihr habt uucrdmgs das bewunderungswürdige Buch «L'Assom-Ao»r» gelesen, aber Ihr habt nicht, wie ich, mit eigenen «uiqeu gesehen, wie der Alkohol eine ganze Horde von "Mom, ein ganzes Negerreich umgebracht hat ... "Ms als Alkohol, meiu Bester. Alkohol, welcheu roth-vartlge englische Matrosen mit dem allergleichgiltigstm ^cnchtsllusdrlick von der Welt in kleinen runden Fässern °" dle Küste rollten. in ^°H "M so weit gehen? Ich habe hier ganz mit l l ^^' ein AlkoholDrama gar seltsamer Art der n ' ^ w°l in einem Städtchen der Bretagne, in Mals ^""6 """ Pu"t-l'Abbee. Ich bewohnte da» dag u"'-/ch hatte Urlaub auf ein Jahr genommen — ^ Landhaus, welches ich von meinem Vater ererbte, und m ^" l" diese flache, öde Küste, über welche Tag "ucht rm garstiger Wind streicht; auf der sich stellenweise ungeheuerliche Gesteine erheben, die uach der Sage des Landes früher Gottheiten gewesen und die in ihrer Stellung, ihrer Gestalt und ihrem Ansehen stets etwas Unheimliches bewahrt habeu. Ich kann mich bei ihrem Anblick der Empfindung nicht erwehren, dass sie plö'Mch sich beleben uud landeinwärts schreiten oder mit ungeheuren Steinflügelu sich zu den Wolken erheben werden, zum Fluge iu das Paradies der Druiden. Das Meer schließt den Horizont ab, daö dumpf rolleude Meer mit seinen schwarzen, von Schaumkronen umspülten Klippen. Und die Menschen dieses Landstrichs besteigen das Uugeihüm, welches ihre Barken durch einen Stoß seines grünlichen Rückeus umstülpt und verschluckt wie Pillen. Sie gchm auf das treulose Meer in ihren kleinen Schiffen bei Tag nnd bei Nacht, gleichgiltig uud stumpfsiuuig. Sie sind sehr häufig b> trunken, diese Menschen: «Ist die Flasche voll, sieht mau die Klippen; ist sie leer, sieht man sie nicht» -also lautet eines ihrer Sprichwörter. Tritt man in ihre Hütte, so findet mau uiemals den Vater der Familie. Uud fragt mau das Weib, lvo ihr Mauu geblieben, da weist sie mit den Fingern uach dem grollenden Meer, welches seinen weißen Speichel unaufhörlich aus Land wirft. Dort ist er geblieben, als er eines abends zu viel getrunken hatte. Uud der älteste Sohn auch. Uud sie hat noch vier Buben, starte blonde Burschen. Auch an sie wird bald die Reihe kommen. Ich bewohnte also, wie schon bemerkt, mein kleines Landhaus in der Nähe von Pont-l'Abbee. Ich hanste da ganz allein mit meinem Diener, einem alten Seemann, und eiuer bretauischeu Familie, welche mein Eigenthum während meiner Abwesenheit behütete. Diese Familie setzte sich ans drei Personen zusammen, zwei Schwestern uud einem Mann, welcher eine der zwei Schwestern geheiratet hatte und meinen Garten in Ordnung hielt. Um Weihnachten herum gebar die Frau meines Gärtners einen Buben. Der Gärtner kam zu mir und ersuchte mich, die Pathenstelle zu übernehmen. Ich konnte uicht gut Neiu sagen, und der Mann bat mich, ihm zehn Francs borgen zn wollen, um die Kosten der kirchlichen Ceremonie bcstreiten zu können, Die Taufe wurde auf den zweiten Januar festgesetzt. Seit acht Tagen war die Erde mit Schnee bedeckt. Ein uugeheurer weißer, harter Teppich lag über die Landschaft. Das Meer erschien unter dieser weißen Fläche tiefschwarz, uud mau sah, wie es sich unwirsch bewegte, seinen Rücken aufbäumte, feine Wellen emporwarf, als ob es slch auf seine bleiche Nachbarin hätte stürzen wollen, die Nachbarin, welche todt zu sein schien, so ruhig, regungslos und kalt war sie. . . Um neun' Uhr morgens erschien der Vater Ke« raudec mit seiner Schwägerin, der großen Kermagan, und der Wärterin, welche ans dem Arme das in eine Decke eingehüllte Kiud trug. vor meiner Thür. Bald befaudcu wir uns auf dem Wege zur Kirche. Es herrschte an jenem Tage eine Kälte, um Kieselsteine zu zersprengen; ein Frost, welcher mit seinen« eisigen Braud die Haut zu zerreißen drohte. Ich dachte an das arme kleine Geschöpf, das man uns voran trug, nud sagte mir, dass diese bretonische Rasse wohl aus Eisen geschmiedet sein müsse, wenn ihre Kinder von der Geburt au derartige Promenaden vertrugen. Als wir vor der Kirche anlangten, fanden wir die Thür verschlossen. Der Curat war mcht rechtzeitig auf dem Platze erschienen. Die Wärterin setzte sich auf einen Stein uud begann das Kind zu entkleiden. Ich glaubte aufaugs. dass es feine Windeln beschmutzt habe; aber bald sah Llnbachcr Zeitung Nr. l!^ 156 25. Iiinncr 1887. Landsturm-Territorialbezirke einfügen, wird er die für Operationen im Felde bestimmen Armeen von manchen Fuuctiouen entlasten, welche bisher ihren Combattantcn-stand geschwächt, ihnen schädliche Detachierungen auf-geuöthigt hatten; er wird denGaruifousdicust im eigenen Lande, den Waffendienst im Rücken der Armeen, even« well die Bewachung nnd Vertheidigung offener Grenzen übernehmen, im technischen, administrativen, Transport--nud Sanitätsdienst anshelfen nnd endlich dem Heere und der Landwehr, welch letztere bei dem hentigen Stande ihrer Vervollkommnung dem stehenden Heere nahezu ebenbürtig ist, jene Ergänznng zuführen, welche bei der verhältnismäßig geringen Heeresstärke unserer Monarchie kanm zu entbehren ist. Die einzelnen Vestimmungen der heute erschienenen Vorschriften, anf welche wir noch zurückzukommen gedenken, zeigen uns, dass man für alle diese Zwecke des Landsturmes die geeigneten Elemente auszuwählen weiß, dass ein wesentlicher Unterschied gemacht werden wird zwischen militärisch geschulten und ungeschnlten Landstnrmpflichtigcn, dass man wohl nnterscheiden wird zwischen Auözug-Bataillouen nnd Territorial-Bataillouen, dass jedem ein seinem individuellen Können angemessener Platz angewiesen nnd namentlich der Ersatz von Abgängen im operierenden Heere nur aus ganz besonderen Kategorien von Stnrmmänneru gedeckt werden wird. Wir sehen ferner, dass die Härte der Institution dort aufhört, wo befouders wichtige öffentliche Inter-essen Ausnahmen fordern nnd wissen, jenen Mitbürgern, die als Stnrmmänner iyre Heimat verlassen, deu völkerrechtlichen Schntz, wie er regnlären Soldaten ge-bürt, in klarer Weise gewahrt. Gruß sind die Opfer, welche der Staat vou feiueu Bürgern fordert, indem er die letzten Cousequeuzen der allgemeinen Wehrpflicht zieht; aber das Beispiel anderer Reiche, die zwingende Nothwendigkeit, unser Volksheer auf eiue breitere Basis zu stellen, die Wehrkraft nnscrer Monarchie in achtunggebietender Weise zu erhöhen, rechtfertigt diese Forderung, der sich Oesterreichs Völker nicht verschließen werden, in altbewährtem Patriotismus uud in der richtigen Erkenntnis, dass eine starke Wehrmacht die beste Bürgschaft ist für des Reiches Frieden! In einem zweiten Artikel werden wir die näheren Bestimmungen der Durchführuugs-Verordnung znm Landsturmgesetz zur Kenntnis uuserer Leser bringen. Politische Uelierlicht. (Sanction ierte Landes-Gesehe für Steiermark.) Se. Majestät der Kaiser haben die Beschlüsse des steiermärkischen Landtages vom 15. und 19. Dezember, betreffend die Ausführung eines Zu-baues bei der Laudes-Irreuanstalt in Feldhof und eines Nenbaues des Taubstummen'Institutes iu Graz mit einem im Wege eines Sparcassendarlehens zn bedecken^ den Höchsttostenaufwande von zusammen 247 000 fl. zu geuehmigen geruht, insofern dieselben auch die Er--mächtiguug zur Vcrpfä'uduug am Stammgute des Landes entHallen. (Kärnteu.) Am vergangenen Samstag wurde die ministerielle Dnrchführungs Verordnung betreffs der Thl'ilnng gemeinschaftlicher Grundstücke und der Regulierung der hierauf bezüglichen Benühnngs- uud Ver- waltungsrechte in Kärnten von der Landesregierung publieiert. Der Zeitpunkt des Beginnes der Wirksamkeit des Gesetzes wird nachträglich bestimmt, sobald die technische Instruction betreffs der geodätischen Arbeiten festgestellt sein wird. Damit ist der Wünsch detz Landtages erfüllt, der bei Ablehuuug des Gesetzeutwurfes über die Verwaltung des Nachbarschafts- nnd Ort-schaftsvermögeus ausgesprochen wnrde — Der Kärntner Landtag wurde Samstag nach Genehmigung des Landeshaushaltes von 789 450 fl. und Feststellung einer Wproc. Landes- und Gruudcutlastuugs-Umlage auf die directeu Steuern uud eiucr 20proc. Umlage znr Ver-zehrungsstener mit einem dreimaligen Hoch anf Se. Majestät den Kaiser geschlossen. (Oesterrei ch ische Sta ats b a h n e n.) Die Aufhebung der zwei staatlichen Eisenbahnbctriebs-Dircc-tionen Bndweis und Spalato ist bereits durchgeführt, und find die Beamten dieser zwei Directionen den an^ dern Centralstellen im Sinne der scinerzeitigen Verfügungen zugewiesen worden. Eine Ausuahme bilden lediglich die Rechnungsbeamten, welche noch bis Ende Februar an dem Sitze der beiden ehemaligen Directionen verbleiben, um die erforderlichen Abrechnungen zu Ende zu führen. (Galizien.) Der galizische Landtag nahm einstimmig den Antrag Sapieha's an, dahingehend, der Landesausschuss sei zu ermächtigen, die für den Empfang des Kronprinzenpaares nothwendigen Alislagen zu bestreiten. Metropolit Sembratowicz erklärte, die Nuthenen stimmen freudigst diesem Aulrage zu, und bemerkte, dass bei allen Loyalitäts-Kuudgebungen für die Dynastie die vollständigste Einigkeit im Landtage herrsche. (Ungarn.) Der Finanzausschuss des uugarischeu Abgeordueteuhauses acceplierte die Vorlage des Miuisters des Innern, betreffend die in Dnrchführung des Gesetzes über die Aufhebung der Hauscommunionen in den früheren Grenzgebieten aufgetauchten Kosten in der Höhe von 40000 si. Sodann legte Referent Hegedüs die Neutextierung des Gesetzes über die Trausportsteuer vor, welche nach kurzer Discussion angenommen wurde. (Deutschland und Frankreich.) Die «Neue freie Presse» knüpft an die Nachrichten über französische Materialaukäufe und über das angeblich in Deutschland bestehende Ausfuhrverbot vou Pferden die Frage, ob man in letzterer Maßregel ein Vorspiel des Krieges erblicken dürfe und glaubt, diese Frage verneinend beantworten zu könueu. In Frankreich sei in letzter Zeit nichts hervorgetreten, was den Schluss gestatte, das französische Volk wolle für Sedau Rache nehmen nnd überdies sei die diplomatische Isolierung Frankreichs jetzt vollständig. Das Blatt vermag eine Erklärung für die genannte Maßregel nur in Gründen innerer Politik zu finden, meint aber anderfeits, dass deren mittelbare Folge sein könnt,', das Vertrauen der Franzosen in die friedlichen Absichten der deutschen Regierung zn erschüttern. (Zur bulgarischen Frage.) Was die bulgarische Angelegenheit als solche betrifft, so fehlen bisher nähere Alihaltspnukte für die Beurtheilung, ob der Versuch der Pforte, eiue Verstäudignng zwischen Rnss land und Bulgarien herbeizuführen, worauf es vor allem ankommt, gelingen werde. Auf die die Dinge in Bulgarien in ungünstigem Lichte darstellenden «Havas»" Nachrichten möchten wir kein Gewicht legen. Entstammten doch auch die letzttägigcn Meldungen über die angeblichen Verhaftungen Cankovs derselben Quelle, ans welcher, ankuüpfeud an die angebliche Verufnnss Stojanovs nach Sofia, das Bevorstehen ernster Ereignisse in Bulgarieu signalisiert wnrde. Die Bulgaren sollen durch diese Anlüudiqiiugeu vielleicht mürbe gemacht werden, um desto empfänglicher für die Vermittlung der Pforte zu sein. (Das französische Budget.) Der französische Miuisterrath beschloss, den Budgeteutwurf des Finanzministers fallen zu lassen uud das Project der Commission anzunehmen, wonach das Deficit durch die Emission von Obligationen mit sechsjähriger Laufzeit zu decken sei. Die Krise ist somit beseitigt. (Nussland.) Wie man der «Pol. Corr.» aus Petersburg meldet, tritt daselbst das Gerücht von einer bald bevorstehenden Wiederbesetzuu^ des bekanntlich seit dem Tode Gortschakovs verwaisten Reichskanzler-Postens auf^_____________________ Tltgesnemglciten. Se. Majestät der Kaiser haben, wic der «Bote für Tirol und Vorarlberg» meldet, der Oemriudefrac-tion Pencdallo zum Baue einer Wasserleitung eine Unter' stützuug vou 100 fl. zu spenden geruht. — (Akademische Feier.) In Graz fand Vamstag abends zu Ehren des in Ruhestand getretenen Professors der Chirurgie, Hofrathes Dr. v, Nzehaczct, ein uon den Studierenden dcr dortigen Universität unter Begleitung zweier Militär-Musikkapellen veranstaltetet Fackclzug statt. Eine Deputation überreichte dem Gefeierten ciue von 300 ehemaligen Schülern gefertigte Adresse. Nach dem Fackelzuge fand zu Ehrcu Rzchaczeks ein Festbankett statt. —- (Ueber die Temperatur der menschlichen Haut) haben in dem Labuvatorium des Professors A. Kunkel in Würzburg Keller mann und Wicdemann interessante Versuche ausgeführt. Das Ergebnis war, dass bei Männern von 20 bis 30 Jahren die Hauttemperatur des Gesichts zwischen 29,5 bis 32 Grad Celsius schwankte, aber sich meist um 31 Grad Celsius herum bewegte. Theile, welche der Abkühlung mehr ausgesetzt find, wie Nasenspitze uud Ohrläppchen sind kühler, bis zu 24, ja auch bis zu 22 Grad Celsius herunter-Die Haut ist über den Stellen, unter welchen Muskel" liegen, kälter; bei Zusammenziehen der Muskeln steigt die Oberflächentemperatur sofort, und zwar um 0,6 Grad Celsius und mehr. Der Temperaturabfall von der Haut bis zur Oberstäche der Kleider ergab sich in folgender Weise: es betrug z, V. bei 17,5 Grad Zimmertemperatur der Wärmegrad auf dem Nuck 22.3 Grad, auf der Weste 24,2 Grad, auf dem Lemenhemd 28,2 Grad und auf der Haut 31,2 Grad Celsius Am höchsten temperiert zeigten sich Männer der kräftigsten Jahre. Merkwürdig ist, dass Kinder bei vollständigem Wohlbefinden einen viel niedri' geien Oberflächen-Wärmegrad — 25 bis 29 Grad Cel siuö — zeigen, als Erwachsene, welche in deu eben erwähnten Temperaturen schon das Gefühl des Unbehagens und des Fröstclns haben. ich zu meiuem Entsetzen, dass man dem Kinde das Hemdlein vom Leibe zog und das unglückliche Geschöpfchen nackt, ganz nackt liesi in der eisigen Luft. Ueber eiue derartige Uuvorsichtigkeit eutrüstet, näherte ich mich der Wärterin. «Seid Ihr toll geworden? Ihr werdet das Kiud todten!» Die Frau erwiderte jedoch mit Ruhe: «O mein gnädiger Herr! Das mnss so sein! Der kleine Mann da muss den lieben Gott nackt erwarten!» Ich gerieth iu heftigen Zorn, schalt den Mann, drohte, mich zu eutferueu, uud versuchte es, das arme Kiud gewaltsam zu bedecken. Vergeblich! Die Wärterin floh vor mir nnd lief in den Schnee, während der Körper des Buben blaue Schattierungeu nuzunehmen begann. Eben wollte ich diese Wilden verlassen, als ich des Geistlichen ansichtig wurde, welcher, vom Sacristan und zwei Dorfbuben gefolgt, würdevoll einherschritt. Ich eilte auf ihn zu uud gab meiner Indignation Ausdruck Doch der Priester zeigte nicht das geringste Erstaunen und beschleunigte keiursweg feinen Gang. Er sagte: «Was wollen Sie, mein Herr, es ist hier so die Sitte. Alle machen es so und wir können sie daran nicht hindern.» Endlich öffnete sich die Pforte des Gotteshanses. Wir traten ein. Aber das Kind musste währeud der gauzen Ceremonie nackt bleiben. Dieselbe wollte kein Ende nehmen. Der Priester sprach langsam die lateinischen Worte, welche sorgsam scandiert von seinen Lippen fielen. Sein mit Spitzen verziertes Chorhemd machte mciu Herz erstaircn. Endlich, endlich war die Taufe nach den Satzuugeu der Kirche vollzogen, und die Wärterin wickelte das leise wimmernde Kind wieder in seine Decke. Der Curat sagte mir: «Wollen Sie nun das Taufregister unterzeichnen?' Ich wendete mich an meinen Gärtner: «Kehren Sie fo rasch als möglich nach Hause zurück uud trachten Sie, das Kiud wieder zu erwärmen.» Sodann gab ich ihm in aller Eile einige Anweisungen, um, weuu es Übelhaupt uoch möglich war, einer Lnngeuentzüuduug bei dem Kinde oorzubeugen. Kaum war ich wieder zu Hause angelangt, als ich auch in das Häuscheu meines Gärtners lief, um nachzusehen, wie es dem Kinde gehe. Aber weder Ke-randrc und seine Schwägerin noch die Wärterin mit dem Kinde waren heimgekommen. Die allein gebliebene Wöchnerin klapperte mit den Zähnen vor Källe nnd klagte über Huuger, da sie von frühmorgens an keine Nahruug geuommeu hatte. «Ja wo zum Teufel bleiben denn Ihre Angehörigen?» frng ich. Sie antwortete, ohne irgend welche Unruhe zu verratheu: «Sie werden uuterwcgs zu eiuem Truuke eingekehrt sein.» Das war so die Sitte. Ich schickte dcr Wöchnerin eine Terrine mit Bouillon und ordnete an, dass man ein tüchtiges Feuer im Ofen dcr Stube eutzüude. Ich befand mich in eiucr fehr ärgerlichen Stimmung lind beschloss, diese Unmenschen insgesammt davouznjageu. Um 10 Uhr abends waren Kerandcc u»d seine Bcgleituug noch immer nicht nach Hause zurückgekehrt. Ich befahl meinem Diener, sie zu erwarten, nnd begab mich zur Ruhe. Ich schlief fehr bald ein, denu ich habe eiueu Schlaf wie ein echter Malrose. Zeitlich morgcus wurde ich durch meinen Diener geweckt, welcher mir das Wasser zum Rasieren brachte. Kaum hatte ich mir den Schlaf ein wenig aus den Augeu gerieben, als ich auch meinen Diener frug: «Was ist's mit den Kcrandcc?. Der Mann zögerte eine Weile nnd stotterte endlich: «Sie sind bald nach Mitternacht nach Hanse gekommen, aber ... er, der Mann Kerandec. konnte tanm aufrechtgehen, so berauscht war er, und die große Kermagan gleichfalls uud die Wärterin auch. Sie scheinen auf dem Wege heimwärts in einen Straßengraben gefallen zu seiu uud dort einige Stunden geduselt zu haben, so dass sie es gar nicht b.merkten, dass der Säugling mittlerweile erfroren war.» Ich sprang mit einem Satze aus dein Bette: «Das Kind ist also todt?» «Ja. gnädiger Hert> Sie brachten es ganz kalt und starr der Mutter Ke' randec heim. Die Aermste begann bitterlich zu weinen, als sie ihr todtes Kindchen sah; nuu und da habe'' sie ihr halt auch zugeredet, sie solle triuken. um sia! zu trösten.» «Wie? Sie haben der Wöchnerin zll-geredet, zu triuken.» «Ja, gnädiger Herr. Aber das habe ich selbst erst vor einer halben Stunde erfahren. Da Kerandec keinen Brantwein fowie auch keiu Gelb mehr besaß, welchen zu kaufeu, da hat er deu rohe" Spiritus genommen, den ihm der guädige Herr zu^ Kochen gefchenkt hat; sie haben zn dritt alles g^ trunken, was in der großen Älechkauue übrig gebliebe»' war. Die Frau Kerandec ist davon anch recht kra>u geworden.» In aller Eile warf ich einige Kleidungsstücke übe^ ergriff einen Stock, um diese menschlichen Bestien A! züchtigen. Als ich in das Wohnzimmer meiues Oän' ners trat, stöhnte die Wöchnerin, welche sich au d^ Seite des Leichnams ihres Kindes in Krä'mpfen wa"^ Kerandec, die Wärterin und die große Kermag^ schnarchten anf dem Fußboden. . «Ich lieh die Wöchnerin pflegen. Sie starb!"" die Mittagsstunde.... . Der alte Arzt schwieg. Er ergriff die Flasche "'' goss sich noch ein Gläschen voll von der gelben FliW kcit ein, welche in der Sonne funkelte, wie ein "'! gelöster prächtiger Topas. Und mit einem Schlnck ^ gelte er das tückische nnd heiße Getränk hinab. Guy de Maupasja"!' Lailmchcr Zeitung Nr. 19 157 25. Jänner 1887. -^ (Hundswuth.) Aus dem Berichte des Ministeriums des Inneru über die Verbreitung der Hunds-Wuth in der diesseitigen Reichshälfte ist zu entnehmen, dass Fälle von Wuthtrankheiten, mit Ausnahme von Salzburg und den Küstenländern, aus allen Kronländern gemeldet wurden. Deren Zahl ist von 5tt0 im Jahre I«78 auf U11 im Jahre 1884 gestiegen und ist seither auf 724 gesunken. Von 724 wüthenden Hunden sind 178 gleich verendet, 543 getödtet worden uud tt sind entwichen. Von wüthenden Hunden sind 321 Menschen, ferner 3653 Hunde gebissen worden, 18 Personen wurden von der Wasserscheu befallen, während 303 Menschen durch rechtzeitige Anwendung der Gegenmittel von dieser schrecklichen Krankheit verschont blieben. Auch bei 25 Pferden, welche von folchen Hunden gebissen wurden, kam die Wasserscheu zum Ausbruche. — (Ein Opfer des Schnees in Dal-maticn.) Die Spalatincr «Difesa» schreibt: Am Neujahrstage war der 00jährige Luca Lela aus Kuna eben in der Küche seines Häuschens beschäftigt, im Vereine mit seiner Enkelin sich das Frühstück zu bereiten, als diese die Decke der Hütte krachen hörte. Ohne die Warnung des Mädchens zu beobachten, blieb der Alte in der Küche, da er einen Hahn fangen wollte, während erstere entfloh. Gerade, als der Alte das Thier ergriffen hatte uud die Schwelle der Küche überschreiten wollte, senkte sich uuter dem Gewichte des daraufliegenden Schnees die Decke der Küche und stürzte ein, unter ihren Trümmern den Alten begrabend. Die herbeigeeilten Mitglieder der Familie fanden ihn mit gebrochenem Genicke auf. „..7^ (Die größten Flüsse der Welt.) Der ruWM Generalmajor Dr. Alexander v. Tillo, welchem wlr eine sehr gründliche Untersuchung über die Länge der rutschen Flüsse verdanken, ist der Ansicht, dass die Länge von acht Strömen des Erdballes grüßer als 4500 km lst.Es beträgt die Länge des Missouri-Mississippi ) von dem Verbrauche aller übrigen gebrannten geistigen Flüssigkeiten nach Graden des lOOthei-ligen Alkoholometers vom Hektolitcrgrad 18 kr, ö. W. 2.) Durch diese Auflage darf bloß der Verbrauch, nicht aber der Handelsverkehr in Mengen von 1 lü und darüber, noch auch die Production getroffen werden. Da^ her wird: a) in der für die Verzehruugsstcuer als ge-schlosscn erklärten Stadt Laibach die Landesauflage zwar bei der Einfuhr über die Verzehrungssteuerlini?, beziehungsweise bei der Erzeugung eingehobcn, dagegen übernimmt das Land die Verpflichtung, die in der Landeshauptstadt Laibach cinstießenden Auflagebeträge bei der Ausfuhr in jenem Maße zu restituieren, in welchem die Stadlgemeinde Laibach die städtischen Zuschläge nach den bestehenden Vorschriften zu restituieren verpflichtet ist; b) auf dem offenen Lande ist die Auflage nach Wahl der Parteien bei der Einbringung in die Gewerbs-, beziehungsweise Aufbewahrungsräume oder erst beim Anzapfen einznheben. 3.) Der Beginn der Einhebuug diefer Landesauflagen ist von der k. k. Landesregierung im Einvernehmen mit dem Landcsausschusse festzufehen und im Landesgesetzblatte kuudzumachen; bis zn diesem Zeitpunkte ist zur Bedeckung des Abganges beim Landesfonde wie bisher eine felbständige Landesauflage von 0 fl. auf jedes Hektoliter verbrauchter gebräunter geistiger Flüssigkeiten mit der Einschränkung jedoch umzulegen, dass diese Auf' läge iu der für die Verzehruugssteuer geschlossen erklärten Stadt Laibach, gleichwie auf dem offenen Lande, weder bei der Erzeugung noch bei der Einfuhr eingehoben werden darf. 4.) Der Landesausfchuss wird beauftragt, für dieseu Beschluss die Allerhöchste Sanction zu erwirken. Weiters beantragt Abg. Suklje folgende Resolutionen: Im Falle, dafs die EinHebung der Landesauflage von verbrauchten geistigen Flüssigkeiten in Pacht gegeben werden sollte, hat sich der Landesausschuss das Recht vorzubehalten, die Einhebuug durch eigene Organe zu überwachen uud bei derselben auf geeignete Weife zu intervenieren. -^ Der Landesausfchufs wird beauftragt, rechtzeitig das Nöthige vorzukehren, damit es im Falle, als die Anbote der Unternehmer oder der Abfinduugs« genossenschaftcn für die Landesintcrcssen nicht günstig sein sollten, möglich sein wird, in eigener Regie die EinHebung (Nachdrucf uerbulen,) Zie Zglnnre des OMcks. Roman von Max von Weißcnthurn. (13. Fortsetzung.) Bill ^'" folgenden Morgen verließ Lord Almaine die m«k ^" Wesen war ernster und ruhiger, als ge-^"lich. während Cora's nervöse Lebhaftigkeit die puren der schlaflosen Nacht nicht zn verdecken im-'lande war. Der Lord lehrte nach London zurück, stürzte sich suck?. ^"" ^ '" ^" Strudel der Vergnügungen und d» !s dadurch die Erinnerung an ein Paar schöne, v? f^ Augen, an eine sanfte, melodische Stimme zu llchenchkn, aber es wollte ihm nicht gelingen, d? , ^ öenn einmal, selbst wenn er an der Seite d^ w ^ schönen wie koketten Lady Saint Maur durch . ru Park ritt oder mit ritteilicher Galanterie im Theater L v»" Fächer hielt, sah er plötzlich Cora's zuckende li,ik ' ^ vorwurfsvollen Augen im Geiste vor sich .° war so zerstreut, dass Lady Saiut Maur ihn wohl "wundert fragte, an was er denke? franl '?^ ^V Lncie. Ihre Braut, die Schuld daran?» ^ gte W eines Abends, als er bei einem glänzenden HMr ihr Tischnachbar war. «Seit vollen zehn nie« ? ^m Sie keine Silbe geredet und ich erlaube streut s'-'" "'""" Gesellschaft schweigsam oder zcr- sich n'? Almaine lächelte, während seine Augen hrftcte! blendende Erscheinung an seiner Seite ihm ,'^i Lucie?. wiederholte er langsam mit der bc>, S, ^" ^"' einschmeichelnden Stimme. «Glau-'ch an ^" ^" '"'l möglich, an sie zu denken, wenn ^lMl 5^"' Se'le weile? Weshalb erinnern Sie mich ' °">5 der Tag kommen muss, an welchem -' «Lady Lucie Belmont Gräfin Almaine wird!» lachte sie. «Bei Gott, Lucie ist sehr vertrauensselig, dass sie so lange in Italien bleibt und ihren Verlobten so lange sich selbst überlässt! Ich an ihrer Stelle wäre es nicht!» «Nicht? Und doch hätten Sie nichts zu befürchten!» Lady Saint-Maur lachte, und der Graf hatte den scherzend höflichen Ton wiedergefunden, welchen der erfahrene Weltmann so meisterhaft anzuschlagen verstand. Aber selbst die Tändelei mit der schönen Lady Saint-Maur befriedigte ihn nicht mehr, und drei Wochen, nachdem er des Malers stilles Heini verlassen, beschloss er, dort wieder einen Besuch abzustatten. «Wir sind ja als gute Freunde geschieden,» sagte er sich. während er nach Tryst fuhr. «Der Bruder muthmaßt nichts, es sei denn, dass jene alte italienische Dienerin mich verrathen hat, was ich jedoch bezweifle.» Der Weg dünkte den Grafen heute hübscher denn je; seine Laune verbesserte sich von Minute zu Minute; als er aber in die Nähe von Tryst kam, da wollte es ihm plötzlich scheine!,, als mache das Haus einen sehr unwohnlichen Eindruck. An der kleinen Pforte anhaltend, bei welcher ihm vor noch nicht langer Zeit jener folgenreiche Unfall zugestoßen war, der ihn zum Gast des Gcschwister-paarcs machte, warf er die Zügel feinem Diener zu und sprang vom Wagen, raschen Schrittes auf das Haus zueilend. Eine alte Frau öffnete ihm die Thür und theilte ihm zu seiner Bestürzung mit, dass die bisherigen Bewohner des Hauses verreist seien. «Wohin?» fragte Lord Almaine überrascht. «Ich weiß es nicht.» lautete die zurückhaltend ge-gebene Antwort. «Wie lange sind sie fort?» fragte der Graf welter, indem er, um die Frau mittheilsamer zu machen, ihr ein Goldstück in die Hand drückte. «Seit 10 Tagen,» erwiderte sie, um ein Bedeutendes höflicher, «nur so viel weiß ich, dass der Herr, welcher ein Künstler ist, in fremden Landen Studien machen wollte.» Mit einer Geberde des Unmuths wandte sich der Graf ab. «Der Vogel ist ausgeflogeu!' murmelte er zwischen den Zähnen. «Ich komme zu spät!» Am Fenster. Verstimmt kehrte der Graf nach der Stadt zurück; er hatte fest darauf gerechnet, Cora wiederzusehen, ihre Hand in der seinen zu halten, zu seheu, wie zartes Roth ihre Wangen färbte, sobald seine Blicke auf ihr ruhten, und feine Enttäuschung war eine bittere, aber nur momentan, denn alsbald sagte er sich, dass bei ernstlichem Wollen die Spur einer jeden Person wiederzufinden fein musste und dass, weun man nur die richtigen Geldmittel iu Anwendung bringe, sich gewiss auch der Ort entdecken lasse, an welchem Herbert Sinclair seine Schwester verborgen halte. «Ist es deutbar, dass er sie weggebracht hat, nur um jeden Verkehr mit mir abzuschneiden?» fragte sich der Graf. «Hat die Alte uns am Ende doch verrathen? Am letzten Abend wollte es mir fcheinen, als ob er Verdacht schöpfe, dann aber beruhigte mich doch wieder die Art seines Benehmens gegen mich. Gleichviel, ich lasse mich nicht so leicht abschrecken — Cora's Schön« heit verdieut es, dass man ihretwegm einen Kampf wagt!»-------- (Fortsetzung folqt.) Lllibnchcr Zeitung Nr. 19 158 25. Immer 1887. der Landesaustagen von gebrannten geistigen Flüssigkeiten durchzuführen. — Die Anträge und die Resolutionen werden angenommen. (Fortsetzung folgt.) — (Personal Nachrichten.) Wie uns aus Wien telegraphisch mitgetheilt wird, ist der Ncgienmgs-rath der krainischen Landesregierung Herr Dr. Ferdinand Freiherr von P asc otini-Iuriskovic zum Sec-tiunsrath im Ministerium des Innern mit Titel nnd Charakter eines Ministerialrathcs ernannt worden. — Der Provinzial des Franeiseancr-Ordens, Herr ?. Eusta-chius Ozimek in Laibach, begieng gestern sein 70jährigcs Jubiläum. ?. Ozimek ward am 24. Jänner 1817 zu St. Veit bei Sittich geboren und wurde am 12, März 1842 zum Priester geweiht. Vom Jahre 1845 an wirkle er als Professor, später als Director des Ordens-Gym-nysiums in Görz und übersiedelte im Jahre 1884 nach Laibach, wo er zunächst zum Vicarius der Prouiuz und im vorigen Jahre zum Provinzial gewählt wurde. Der Jubilar erhielt zahlreiche Gratulationen von nah und fern. — Als slovenischer Candidat für das durch den Rücktritt des Barons Pino erledigte Mandat des Land-gemeindenbezirkes Klagenfurt-Völkermarkt wird Professor Julius von Klein mayr in Görz genannt. — (Schluss der Landtags-Session.) Der krainische Landtag hielt gestern zwei Sitzungen ab und wurde um 10 Uhr nachts in der üblichen Weise ge-schlössen. In der ersten Sitzung, welche von halb 11 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags währte, wurde nur ein Gegenstand verhandelt: der Entwurf der Gemeinde-ordnung und Gemeindewahlordnung für das Herzogthum Kram. Die Nedner von der deutschen Partei snchten nach Kräften Mängel an diesem Gesetzentwurfe aufzudecken und gaben sich ausnahmsweise mit den alten diesbezüglichen Gesetzen sehr zufrieden; die Redner von der nationalen Partei stimmten im ganzen dem Entwürfe bei. Der Vericht bezeichnet das Elaborat des Herrn Landespräsidenten als «ein wohl geordnetes und vorzüglich durchdachtes, für das Land sehr nützliches Werk». Es lagen zwei Berichte vor: das Majoritäts' und das Minoritäts-votnm. Bei der Abstimmuug wurdeu die Anträge der Majorität angenommen, welche lauten: 1.) Der Gemeinde-Wirkungskreis sei unter den Hanftt- und Untcrgemeindcn zu vertheilen. 2,) Rücksichtlich des Gemeindewirkungskreises hat der Landesausschuss zu erheben, auf welche Weise der Wirkungskreis zu theilen sei zwischen die Haupt- und Untergemeinden, Auf gleiche Weise solle er hinsichtlich des territorialen Umfanges der Gemeinden vorgehen, insbesondere mit Rücksicht auf die Städte und Markte; weiters habe er die Ansichten der Gemeindevertretungen in Erfahruug zu bringen und auf Gruud seiner eigenen Erhebungen für die nächste Session den Entwurf der Gemciude-Ordnung und der Gemeinde-Wahlordnung, welcher in der heurigen Session vorgelegt wurde, dem Landtage unterbreiten. In der Abcndsitzung, die um 6 Uhr eröffnet wurde, stand auf der Tagesordnung die Petition der Ausfchussmitglieder der Gemeindevertretung von Oberlaibach um Enthebuug des gegeuwärtigeu Gemeindevorstehers von seinem Amte. Im Gesnche wnrdcn mehrere Punkte gegen den Vorsteher vorgebracht, die zu untersuchen es jedoch nicht Pflicht des betreffenden Ausschusses ist, daher stellte der Ausschuss dcu Antrag auf Zuweisung dieser Petition an den Landesausschuss, der einverständlich mit der k. k. Regierung die nöthigen Maßnahmen zu treffen haben wird. Ueber die Regierungsvorlage eines Gesetzentwurfes, wodurch einige Bestimmungen, betreffend die Ansübuug des Iagdrcchtes abgeändert werden, lagen ein Majoritäts- und ein Minoritätsvotum vor. Bei der Abstimmung wurde der mit dem Minoritätsvotum unterstützte Gesetzentwurf angenommen. Dem patriotischen Landeshilfs-vereine in Laibach wurde eine Subvention von 1W fl, bewilligt und dem slovenischen dramatischen Verein die Subvention auf 2000 fl. erhöht. Das Gefuch dieses Vereines um Bewilligung von vier Vorstellungen in jedem Monate wurde dem Landesansschussc zur Erlcdiguug zugewiesen; desgleichen die Gegenpetition der Logeubesitzer. Um 10 Uhr nachts schlossder Vorsitzende, Landeshauptmann Graf Thuru-Valsassina, mit feinem dreimaligen Slava und Hoch auf Se. Majestät den Landtag. — Der Abendsitzung wohnte ein zahlreiches distinguiertes Pnblieum. darunter viele Damen, bei. — (Hymen.) Zu Fügen in Tirol hat am 19. d. die Trauung des Herrn Josef Anton Grafen Äarvo-Waxenstein, Besitzer der Herrschaft Kroisenbach in Unterkrain, mit Fräulein Margitta Edle von Vagats stattgefuuden. Josef Auton Graf Varbo ist ein Sohn des verstorbenen krainischen Reichsraths-Abgeordneten Josef Grafen Barbo-Waxenstein. — (Slovenisches Theater.) Im landschaftlichen Theater findet heute abends eine slovcmsche Vorstellung statt. Zur Aufführung gelangt die komische Operette «Meseemea», Text von Bavdct-Mcarjev, Musik von I. von Zaje. Das Pnblicnm des slovenischen Theaters wird heute Gelegenheit finden, zwei neue Kräfte kennen zn lernen, und zwar: Frau Milka Gerbic in der Rolle der üizika und Fräulein Louise Danes in der Nolle des Innocens, Als Dirigent wird Herr Kapellmeister Gerbic fuugieren. Der Operette wird ein zweiactiges Lustspiel: «löco 8v oäß^'uill», vorangehen. — (Hans vonNülow.) Der rühmlichst bekannte Virtuose Hans von Bülow beabsichtigt, iu Graz ein Concert zu veranstalten, doch ertheilte ihm die dortige Polizei nicht die Bewilligung, weil von Seite der dortigen Ultra-Germanen Demonstrationen gegen Bülow befürchtet werden. Bülow dürfte sich von Wien nach Laib ach und Trieft begeben. - (Technischer Verein für Krain.) Im technischen Verein für Krain wird Herr Stadt^Iugenicur Hanus morgen abends einen Vortrag halten: «Ueber die gegenwärtigen Calamitäten der Wiener Hochquellen-leitung». Diefer Vortrag dürfte mit Rückficht auf den dermaligen Stand der Laibacher Wasserversorgung für die Fachkreise von großem Interesse sein, weshalb auch Nicht-Mitglieder, da Gästen der Eintritt gestattet ist, speciell hierauf aufmerksam gemacht werden. — ( — wohl jedem Besucher hinlänglich bekannt ist, gibt zu seinem morgen statt- findenden Benefiz die Strauß'sche Operette: Per lustige Krieg, aus welchen Abend wir hiemit die Theater besucher speciell aufmerksam machen. Neueste Post. Original-TelegrammederLaib. Zeitnng. Berlin, 24. Jänner. Gestern fand das Krönung«' und Ordensfest unter Theilnahme des Kaiserpaares statt. — Alexander vun Vattenbcrg reiste von Straß' bürg nach Mailand ab. Man behauptet, dass er dort mit Kalceu zusammentreffen werde. Vcrliu, 24. Jänner. Im Abgcordnetrnhansc e? klä'ite Bismarck, auf die ReichstagsverhandlungeN zurückkommend, die verbündeten Regierungen hätten all den Kaiser wesentliche Rechte abgetreten, welche del Kaiser niemandem überlassen könne. Der Neichsschutz obliege dem Kaiser, aber nicht der Neichslaqsmehrheit oder den Parteiführern. Die Entwicklung der Heeres eiurichtungru, wie solche angesichts der gefährlichen Lage nothwendig geworden, sei in drei Jahren nicht zu er» reichen. Fürst Bismarck tadelt die Gemeinschaft des Centrums mit den Socialdemokraten, gegen welche der friedliebende Papst selbst sich ausgesprochen; die letzten Ziele der Fortschrittspartei bezeichnete er als antimoi«' archisch, schließlich erklärt er entschieden, gegen den Vmn'urf, den Absolutismus einführen zu wollen, brauche er sich nicht zu vertheidigen. Paris, 24. Jänner. Wie der Aqence Havas alls London zugehende Nachrichten versichern, haben alle Mächte auf Einladung Nnsslands eingewilligt, in eiueN Austausch der Ansichten über die bulgarische Frage einzugehen. Äudon, 24. Jänner. «Daily News» erfährt, die deutfche Negierunq beschloss, bei Flourens anzufragen, was die jüngsten Truppenbewegungen an der deutscht Grenze bedeuten. Von der Antwort Frankreichs hängt die Frage, ob Krieq oder ob Friede, ab. London, 24. Jänner. Das Auswärtige Amt erklärt,! dass ihm keinerlei Nachricht zugekommen sei, welche die Behauptung der «Daily News» bestätigen würde. -" Lyons glaubt, dass Frankreich von den friedlichsten Absichten beseelt sei. Venedig, 24. Jänner. In der letzten Nacht hat ein heftiges Erdbeben stattgefunden. Schäden werden keine signalisiert. Gent, 24. Jänner. Während der gestrigen Theatervorstellung, in welcher viele Arbeiter anwesend waren, kam es zn Thätlichkeiten im Publicum. Die Polize' nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Vor den Eingänge» zum Theater sammelte sich eine größere Menge Socia' listen an, welche die «Marseillaise» sang. volkswirtschaftliches. Wien äen 24. .limrier 1887. XnolK'i', PI. loo Xc>., d«1>»,uptot. !l<>!>/.n^k< l>, 88" 1t,, p'üini't »d mkbr. 8t»tion 2,22,75, del, 22,75, !l«,6e> , Iu., ,,suiui>t °v Wiuu, N, —,—, 3i,bu, 32.—. , l'il»''« <'0»trilu«n!, i'sompt ad 'lrisnt il. 1«,... unil l«,I2>/2, Ko«. I»,—, 1«,^' äw, . P>r M»i ^l>8- >ld '1'riyut !!. 1!>,I!l>,,, lie-, !»,12>/<> l9,2» >>>>il'!tu«, sir IN NW l^tr. "/«, uuvuriinHnrt, prompt »d Wion ,—, 2«,25, —->""' liiü'iil. P>v 100 X»,, ru!>>8, prompt kl> Wi«u r>. —,—, 2«,50, 27,-. Ii!'!!lijl, pr. 100 Xo.. r,!l>i«! <'N8ll»«l!«8, prompt »d Wien —, , »2,— 32,°"' <)»>l»llllt«>, ,,<», pr, ^ud.-oliir,. ad VVwQ ll. —,—, 10,70. 10,75. , pr. X»g, ^optli, lld >Vinu ll. 11,05, bei, 11,«5, 11,75. 1'«t,>n1enm. pr, I"" Xa,, nidi^. knll/.iucllo'«, «t»i26,w!»tt>, prompt »l, Wien N, 20,- , d«l. 20,-, 20,25- ,!:,. Kxtr» »t»n!«r!ll. t'ium^nvr „ „ „ „ °.,—, „ —,—, 83.25. liiUlKn«. ätl,. „ „ n » -,—> « ".—' 21.2b. X»,ill»«.. zl»lk«I kud«1 ^ ^ 1ii«!,t, unvot«., «»1, I?»« U. 5,—. d»» 4,N5. N,—. 5li»«i'"I»I pr. ioo k«. «sllllllei'Ü!, « NOS—0 »og» , pra«pt »d U^mdur« 2U Ii,->I»rk, do«. -> Iis.il>V«i!>fotk6t>?,. prompt »k VVioi, N. —,—, 511,—, 50,50, 5i»eok. "«>r» ,, ,, „ „ —,—, 44,50, <»,—, VilnelllM. ä,u»'ek»itt, „ ,, „ « " >", —,^' 21,20' K»s«,,>,,l lrll„»1ta Wi«i> N, un,—, ds/, —,-, -, - -ä, ^»uto», ^ ,, „ „ 85,—, i, —,^> —, — - Verstorbene. Den 24. Jänner. Fmncisca Salbcrger. Inwohners 54 I,, starb in der Domlirchr Plötzlich am Schlagfluss. Im Spitale: D l> n 21. Iänn l? r. Theresia Ulancic, Arbeiterin, 46 "' Tubcrculose, ^ ^ Den 2 2. Iänner. Ferdinand Wittine, Schuster, 1" ^' Pyothorax. Ätcteorolossilche Beobachtungen iu ifaibach^. Z s ZD ft .n. ,^^fl VU.M^- 7^6.19 —10,8"^ windstill .....Nebel ^ .^ 24. 2 . N. 746.4? — 2.8 W. schwach bewölkt "' 9 . Ab. 747.63 — 2,2 SW. schwach bewölkt ^ Vormittags dichter Nebel, nachmittasss bewölkt. ^> Abnahme der Kälte. Das Tagcslmltel der Wärme —-b,3-3,4" unter dem Normale. ^< Verantwortlicher Redacteur: I, Naglii. 159 Course an der Wiener Börse vom 24. Jänner 1887. N^ dem ^«ellen TomM^ Veil Wal? Stllllts.Anlchen. ^rienrent« ....... ?^'«5 79 55 Eillerrente....... 8o.»i5, 50-75 l«ü4ci 4°/« VtaatSlose 250 fi. - - ,L>» - ,°«>'l 2°/n nanze 500 „ I3L75.I83-5C l«60n z°/, yssnftel 10« „ - - - - l»«4cr klaatslose . . 100 „ I«3b0iy4 5« «^" ^ . . 50 ,, ------------— «°mo»Mentenscheine , , per Gt. —----------- ^°/, vtfi. Volbrrnte, fteuerfrel . 10»9o>l««o "«st«r. «ottnrenl«, fleuersrei . 98 90 97.1« un«. Goldrente 4°/^ .... 98 8n »9-2» » Papicrrente 5«/<>,... 8«'!» ßü .. Eisenb.-Anl. i^ofl. ö. W. V. l4? 5« i<>8 5l> ., Tstbuhno^rioritaten . . — — 8,i - . Staat«'Obl.(U»«.Qstbahn)-------lLL - « „ . vom 1.187« . --'—NU5«, . . Prämien.Anl. ^looflö. W. Il8 25iiuz,5 ^?«'h>Neg.,Lose 4«/, 100 fl. . . ii9ooi20- ^rundcntl.. Obliaatisnen (Mi >oo fi L,»Hi,) ^'/° böhmische.......10»,_____., d°/« gaWschl....... l0»-30i04- °°/, mähliche....... 106 75107 2b °°/° mcderofterreichische . . .103 — 110 — ü°/<> obrrosterreichische .... 105- ^ - °°/„ ftlilll««....... 105 50 ___ ° /° »roatlsche und slavonische . ,05 50106 50 b °,» ficbenbürgisch« .... iu5bu i»4- Geld Ware 5°/„ Temesn «anat . . , .108 30 104.-5°,, ungarische......10275104 8« Nndere öffentl. Nnlehen. Tonau-Reg.'kose b«/« luu sl. . N2 50 N3 50 btc. »Inlnde 1878, steucrlrei . 'ut> - lvs Kb Nüleben b, CtablglMlindc Wien !»:"?>' »o5 50 Ni,lcyen d, stabigcmemdc Virn /, °/» 101'—101-50 dto. in 50 .. « 4°/« . »6 7l> »7^5. tto. Prämicn-Echuldverschi,»°/o 100 75101-25 Qefl.Hypothclenbanl I0j. 5>/,"/° ioi'—10175 Ocsi.-ung, Vüiil Verl. 5°/i> . . 101-30 101 60 tto. , 4'/,°/° - I0iuoio«.20 bto. „ 4°/„ . . 98— !»»-5« llng, alla, Bodencrcdil'Äctienges. in Peft in I. I«.'.9 vc>l, 5'/,<>/<, —'--------'— Prioritntd'Obligationen (sül IUU fi.) Llüabelh'Veflbahn I, Emission — — —-— ^erdi!>allds»3ivledu^n in ^llber loO'l0100-60 »lai,z-Ir,^s.«.'°^! . . ... _.^< -_ Galizischc ^>,ü ^'udwig »Bahn Lui. Id«I ^^l! l>, L. ^V,°,« - 99?b100-«5 iDeslcll. UiortNlsit'ah» - - -1U5 0010590 LtaatSbahn 1. Emission . . —'— — ^ Lübbahn ^ 8 »/<>..... 156— l57 — „ k 5"„..... 12? 7si128'L5 Nng.«galiz. Bahn.....-------lOI — Diverse Lose (Per stil«). «lrcbitlose luv ft...... 17«'—«71 — 4775 Palffy°i!os<- 4« si..... 4i!— 43- Nöthen Hreuz, oft. Ges. v. lU fl. 14 — 14 3U 8!udolf°Lose 10 fi..... il!-5« ,?-«« Ealm-^'ose 4« sl...... 5475 55.75 Et.«O»!l>oi«,Vosc 40 fl. . . . 5» 25 „s, 2b WaldsleiixVosc 20 fl. ... »4— 85 — Winblschgräh^'ose »0 sl. . . - — 45 — Vant.Nctien (per Stüü). Anglo»Oesterr, Vant »00 fl. . 104-75105 25 Äaulverein, Wiener, 100 sl. . gg.zh »8 ?l> Bdncr.-Änfl..Teft.z0UfI.S.40<>/<, zI« 5. 837 5« Lrbl,«Änft, s. Hand. u.G. i«u fl. 2?7'7U^?8-,-li..Ul!g. lUaul .... 8«»-—885 — Unil'Xdan.' 2u^» ,l.....211 25212-25 >l>«Icyicca»l, Ällss. !4>,, sl. . 148—^4U — <Äclo! Warc L'tten von Transport» ! U!,s'rnehmungen. (per Stück), Nlbrecht.Bahn 200 fl. Silber , —'--------— Nlföld ssium.-Vahn 200 sl. Silb, I8l> - 18b,ösl.°ung„ Trieft500fl.LM. 534—53«— Oefterr. »lorbwcftb. 200 sl. Silb, ivl öy iuii — dto. (Iil.il) 200 sl, Silber . 157 50^158 -Vrag-Dufer «tiscuv, 150 sl. Silb. 21-— 2«.— Mudolfotiahu 2UU fl. Silber . 18050 161 -Siebeuvür^cr üiseub. 200 fl. . — — —- -Staatseiscüd.!^!! ^uu sl. 0, W. . «45-—245 50 ! Gelb ware Südbahn 800 fl. Silb« . , .! 97 — 98 — Güd'Norbb.«crb,.^.2!>0fl.HVt. —-- —'— Thciü'Vahn 200 fl. ö. W. . . —'--------— Tramway.Ges., Wr. i?ofl, ö. W.209-5b21050 „ Wr.. neu 100 fl. »3 50 9l> — TranSport-Gtsellschaft 100 fl. . —-— — — Ung.'gal!,. Lisenb. 20a N. Silber 187>—168 — llng, Norboftbahn 200 ft. Silber l59'—i«0 — Ung,Weflb.(«aa»»Gra,)zoufl.S. l«a>— 165 — Induftrle'Nctien (per Ltillt). Egvbi und ätmdbcrg, Hiseu« und Stahl^Iilb. in Wien 100 sl. . —-— — — Elscnbabnw.'^'eihg. I. 80 fl. 40^/n 91- 93-— „>ilbcmühl", Papierf. u. V.'G. ß4'!;o «5 — «iontan-Oefellsch., öfterr.«alpine »4— «5-— Präger Hise>l