^H- Dienstag, 23. August 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. ^3c!'',"/hHHl Post „anzjähliy sl. l5, hlllliMrig ,l. 7 5U. Im Comptoir: »^ ^n!»a,e b!s,., ^^'^'^- 3>>r die Zustellung in« Hau« ganzjähng fl. 1. — InsertionSgebilr: Für ^^^^^^^«" ^ üe'lrn 25 tr,. «rohere per Zeile L lr.; bel österen Wiederholungen per geile 3 lr. Die «Laib. Ztg,» erscheint täglich, mit Nulnahme der Sonn- und Feiertage, Die Abmlntftratlon befindet sich Longressplah Nr. 2, die Medactio» Aarmherzigergasse Nr, 15, Sprechstunden der Redaction von 8 bl« li Uhr vor« mittag«. Unfranlicrte Vriese werden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. ^ Amtlicher Eheil. !?"hoG,/lx"") k Apostolische Majestät haben mit ^hl des ^"schlleßung vom 14. August d. I. die tt^andwN"!! Murnik zum Präsidenten der ^nädjM?°f s-Gesellschaft im Herzogthume Krain ^' ä« bestätigen geruht. Käst ,n. p. ^'NädiV',."^ ^ Apostolische Majestät geruhten den ^ s^ ernennen: Mimten X"35"s^r Anton Ritter von Pit reich, 2 Oberst«. ^.^'litär-Obcrgerichtes zum Präsidenten w den ^" ^uitär-Oerichtshofes) ^"banten ^^^i"' Gustav Ratzenhofer, Com-^ilitär-Os -^""^^rigade, s"m Präsidenten '«»iliergerlchtes. ' ?^ochs/'""b k. A^st^.^^ Majestät haben mit ^"'Uichon ^'' lZl'eßung """ 1- August d. I. den ^'"UNM^ V"' "" der Universität in Czernowitz, ^fess^ ),Dr. Karl Hitler zum ordentlichen Jesses an k ^^reichischen Strafrechtes ulld Straf-!"lwen u,i^^^"""sltät in Graz allergnädigst zu ? ""GH " dem außerordentlichen Professor des ^ lH ^'' Strafrechtes und Strafprozesses an ?" und (5^"""sität Dr. Julius Varg ha den ^^fessors ki.s^""^ "nes ordentlichen Univerfitäts-Mldvollst zu verleihen geruht. Bylandt m. p. A^^chst^/ss"^l- Apostolische Majestät haben mit T>'"'sis ,"W"bung vom 6. August d. I. den» ^'^rdi "" .oc^' Universitätsbibliothek in Graz piors llllp.. ^^^' den Titel und Charakter eines "ergnadlgst zu verleihe« geruht. Bylandt m. p. ^^r'Ent'sM! .^°^lische Majestät haben mit L^ungsreFS.'^"^^" ^- August d.I.dem in ^ "nläls il, " der Statthalterei in Wien Franz i^ " dauert ^ "°" ^hm erbetenen Uebernahme ?"ter einest taxfrei den Titel und "' geruht, ^^"ungsrathes allergnädigst zu ver- Thun in. p. Verordnung des k. k. Finanzministeriums vom 19. August 1898, womit für den Monat September 1898 das Aufgeld bestimmt wird, welches bei Verwendung von Silber zur Zahlung der Zollgebüren zu entrichten ist. Mit Bezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom 25. Mai 1882 (R. G. Vl. Nr. 47) wird im Einvernehmen mit dem königl. ungarifchcn Finanzministerium für den Geltungsbereich des erwähnten Gesetzes und für den Monat September 1898 festgesetzt, dass in denjenigen Fällen, in welchen bei Zahlnng von Zöllen und Nebengebüron, dann bei Sicherstellung von Zollen statt des Goldes Silbermünzen zur Verwendung kommen, ein Aufgeld von 19 5 pEt. in Silber zu entrichten ist. Kaizl m. p. Der Ackerbauminister hat den Forsteleven Wilhelm Pohl zum Forstassistenten im Bereiche der Forst-und Domänendirection Gmunden ernannt. Den 20. August 1898 wurde in der l. l. Hof- und Staats» druckerei das XI_.Vll. Stück des Reichsgeschblattes iu deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 142 die Kundmachung des Cisenbahnministeriums vom 5ten August 18W, betreffend die Erstreckung der Baufrist für die Localbahn Sedlihte ge, le'ne Kathi., hatte sie ihre deutsche ?«^ 3"?. Das .süß. musst/ sich aller- ^ schon? "lß ren sr Mächtiges Gemüth als auf die Sinais ,i^ schm'ung beziehen. Schön war "Ht, aber sie hatte emc Gouvernante. ihre Eltern waren wohlhabend, das war auch etwas wert, fpäter war alles «zum Teufel gegangen» und Katia war als eine bettelarme Waife zurückgeblieben. Gründlich gelernt hatte sie nichts, mit ihren feinen, aristokratischen Händen war sie nicht imstande, sich auch nur das elendeste Stück Brot zu verdienen. Sie war also auf das Mitleid anderer angewiesen. Und sie fand Mitleid. Dimitri Nikolajewitsch hatte als Knabe mit ihr gespielt, als Jüngling hatte er sie geliebt, ihr große Hoffnungen in den Kopf gesetzt und was viel schlimmer war, ins Herz gesenkt. Dann lernte er eine andere kennen, ein vornehmes, reiches Mädchen, die hatte er geheiratet und die arme Katia wurde nun «aus Mitleid» ins Haus genommen. So war er überzeugt, als edler Mann zu handeln. Dass er dieses armselige Leben, welches er jetzt zu erhalten für seine Pflicht hielt, in Wahrheit zugruudc gerichtet, daran dachte er nicht, das wäre ja auch ein ganz toller Gedanke gewesen. So war denn Katia im Hause ihres Wohlthäters zu einer bescheidenen permanenten Theetrinkerin geworden. Sie galt als seine entfernte Verwandte, es war aber eigentlich nur Iugendfreundschaft und früher fchon Freundschaft der beiderseitigen Eltern ^ Katia bekam freilich ausier Thee auch anderes m essen und zu trinken, aber sie saß immer unten mn Tisch. Und so war es überall im Leben. Sie wurde zu allerletzt nach den Kindern bedient. Und merkwürdig, je älter sie wurde, umsoweniger schmeckte ihr das Essen. Jetzt trank sie fast nur noch Thee, Das musste man jagen: sie war eine billige Hauö» genossin. Aber allerdings, auch den Thee bekam sie ja nur «aus Mitleid». So gieng ihr Leben hin, still und einförmig. Katia Borissowna war mit der Zeit recht hässlich geworden, von der süßen, kleinen Kathi war keine Spnr mehr vorhanden. Und eine langweilige alte Theeschwester war sie außerdem. Freilich, wer mochte auch mit ihr Kurzweil treiben? Wenn man so «aus Mitleid» im Hause geduldet ist, das merkt gleich jeder, und dergleichen Wesen geht man am liebsten ans dem Wege. Dimitri Nilolajewitsch war ihr gegenüber anfangs wenigstens herablassend gnädig gewesen, später aber ärgerte er sich immer mehr über das langweilige alte Gesicht, das ihm den Treubruch seiner Iugendjahre in Erinnerung rief. Abgeschmackte Sentimentalität.' Hatte er ihr denn einen Eid geschworen? Nun also! — Was so die Blicke reden oder auch ein leichtfertiges Wort ausplaudert, das zufällig über die Lippen kommt, das alles hat ja nichts zu bedeuten. Nein, nein, er war und blieb ein edler Mann. Und dass cr sich jetzt folche Langeweile auferlegte, die Jugendfreundin bei sich im Hause zu haben, schon darauf hin konnte er sich etwas zugute thun und die «alte Schachtel» gründlich fühlen lassen, dass sie überhaupt nur «aus Mitleid» geduldet wurde. So gewöhnte er sich denn dicfcn abscheulichen Ton an. Er schalt sie und fuhr sie, auch in Gegenwart Fremder, bei jeder Gelegenheit an. Seine laute Donnerstimme tönte durch die Nämne. Nichts konnte sie ihm recht machen, alles, was ihm Unangenehmes im Leben widerfuhr, hatte sie verschuldet. Laibacher Zeitung Nr. 190. 1534 23. AugustM^. tung der Unserigen gespendet wurde, es klingt so ähnlich im Tone, wie jenes, welches auch den Truppen Radetzkys gezollt worden. In ihrer ganzen Haltung und ihrem Wesen spricht sich vor allem eines aus: die Ergebenheit für Kaiser und Vaterland! Hat die Heeresverfassung während der Regierung unseres erlauchten Herrschers wesentliche Veränderungen erfahren, so gilt dies noch in einem erhöhten Maße von der Staatsverwaltung und ihrer Organisation. Als Kaiser Franz Joses das Erbe seiner Ahnen antrat, herrschte in den österreichischen Ländern noch die ehrwürdige Tradition des 1«. Jahrhunderts, die Tradition Maria Thercsiens uud Josefs II., durch deren Wirken eine einheitliche österreichische Verwaltung geschaffen worden ist. Die große Kaiserin und ihr edler Sohn haben in dem halben Jahrhundert, das sie regiert, sich auch die Träger ihrer Ideen herangezogen, das pflichtgetreue, opferfreudige österreichische Beamtenthum, das die eigene Perfönlichkeit völlig in den Dienst des Staates stellte und von defsen Macht und Mission bis ins Innerste durchdrungen war. Die Entwickelung des 19. Jahrhunderts, die Ereignisse von 1848 stellten an unsere Monarchie neue Aufgaben und mit ihnen auch die Forderung nach neuen Verwaltungsformen. So riesenhaft schnell die culturellen Fortschritte in unserer Zeit sich anließen, ebenso rapid und gründlich änderten sich die gesammten gesellschaftlichen uud wirtschaftlichen Verhältnisse. Kein Zweig der Administration, welcher nicht in seinem Wesen eine Wandlung der Gesetzgebung und anderseits eine Erweiterung seines Dienstes erfahren hätte. Die Entwickelung uuseres Verfassungswesens, die Trennung der eigentlichen Verwaltung vom Justiz- und Finanzdienst, die commer-cielle nnd die Verkehrsentwickelung, die Reform des Volksunterrichts, alle diese großen Dinge, auf welchen das moderne Oesterreich-Ungarn beruht, sind in dem halben Jahrhundert ins Leben gerufen worden, da Kaiser Franz Josef seines erhabenen Amtes waltet. Auch diesen allen, die an dem großen Werke theil-genommcn, die dabei thätig gewesen und es noch sind, im Dienste des Monarchen uud des Staates die kräftige Entwickelung unseres Vaterlandes durch die ge-wisseuhaste Arbeit zu fördern, auch dem österreichischen Beamtcnthum wird durch die Stiftung der Iubilaums-Medaille eine huldvolle Gesammtanertennung zutheil, ein Erinnerungszeichen an all die vielen und wichtigen Anfgabcn, welche dem hochverdienten Stand unter dem geliebten Herrscher zu vollbringen vergönnt geweseil sind._____________________________________ Politische Ueberstcht. Laibach. 22. August. Die am 24. d. M. in Budapest begiuncnden M i ni sterco n ferenze n werden, wie in unterrichteten Kreisen verlautet, mehrere Tage in Anspruch nehmen. Dieser Umstand sowie die lange Dauer der vorangegangenen Berathungen in Ischl und auch die Stimmen der ungarischen Blätter lassen erkennen, dass zwischen den beiden Regierungen noch immer sehr wesentliche Differenzen bcstehen. Vs ist zu wünschen, dass den österreichischen Ministern, welche an die Aufgabe herantreten, die specifisch österreichischen Interessen uuter voller Wahrung der Anforderungen der Gesammtheit zur Geltung zu bringen, ihr mühevolles Werk geliuge. Das «Liuzer Voltsblatt» erhält «von hervorragender Seite» eine Betrachtung, worin die Nachricht von der angeblichen Wiedereinberufung des Reichsrathes begrüßt wird, und zwar deshalb, weil es dringend nothwendig sei, dass der aufrechte Bestand der gegenwärtigen Majorität neuerlich documentiert werde. Eine solche Erklärung werde der Katholischen Volkspartei keine Ueberwindung tosten, denn das deutsche und katholische Volt der Alpenländer wolle in seiner großen Mehrheit vor allem eine österreichische Politik haben, und diese könne nicht auf exclusiv nationaler Grundlage gemacht werden, sondern nur im Nahmen jener Grundsätze, welche die Majorität seinerzeit in ihrem Adressentwurfe niedergelegt habe. Die Majorität müsse durch ihr Executivcomits möglichst bald einen dicken Strich durch jene Rechnung machen, welche auf die Wicderaufrichtung eines centralistisch-liberalen Regimes abziele. Die -Wiener Zeitung, veröffentlicht eine Verordnung des Gesammtministeriums, mit welcher die Wirksamkeit der Geschwornengerichtc für die Kreis-genchtssprengel Iaslo, Neu - Sandec und Tarnow für die Verbrechen der öffentlichen Gewaltthätigkeit durch boshafte Beschädigung fremden Eigenthums, der Brandlegung, des Diebstahls und des Raubes bis zum 30. Juni 1899 aufgehoben wird. Einer aus Rom zugehenden Meldung zufolge werden uuverweilt Verhandlungen zwischen dem Päpstlichen Staatssecretariat uud der Uuionsregieruug in Washington eröffnet werden, um eine neue Hierarchie in den spanischen Colonien, die in den amerikanischen Besitz gelangt sind, einzurichten. Man glaubt, dafs der Vatican und die Unionsrcgierung sich an das Muster dcs Vorganges halten werden, der bei der Einverleibung der Nachbargebiete von Mexiko in die Vereinigten Staaten beobachtet wurde. In allen diesen Gebieten, namentlich in Neu-Mexiko, Kolorado, Arizona, Texas, Kalifornien wurde der spanische Clerus nach und nach durch Geistliche anderer Nationalität, insbesondere durch französische Geistliche, ersetzt, welche Wahl aus dem Grunde getroffen wurde, weil der französische Clerus iu den Vereinigten Staaten blühende Missionsanstalten besitzt und diese Missionäre geeigneter sind als die englischen und irischen, sich das Spanische an-zueigum und bei der spanischen Bevölkerung Vertrauen zu erwecken. Deshalb sei es auch wahrscheinlich, dass auf Euba, Portorico und eventuell auf den Philippinen der gleiche Vorgang beobachtet werden wird. Die guten Beziehungen zwischen dem Vatican und der Regierung der Vereinigten Staaten gestatten die Hoffnung, dass sich iu Bezug auf die kirchliche Lage auf den in amerikanischen Besitz übergehenden spanischen Colonien keine ernsten Schwierigkeiten ergeben werden. Nach einer aus Petersburg zugehenden Meldung ist es der Aufmerksamkeit der dortigen politischen Kreise nicht entgangen, dass die öffentliche Meinuug in Oesterreich-Ungarn gegenüber den Kundgebungen, die anlässlich des Besuches des Fürsten Ferdinand von Bulgarien in Cctinje stattgefunden habcn, sowie gegenüber den daran geknüpften Eommcntaren, obgleich manche derselben ihre Spitze gegen die Monarchie gerichtet hatten, große Zurückhaltung beobachtet hat. In dicscr Mäßigung habe sich reifes politisches Verständnis für die Abschätzung der Erscheinungen auf der Valkanhalbinscl und wohl auch der Wunsch bekundet, der Eventualität eiuer unzeit- gemäßen Polemik mit auswärtigen Blättern, „^, der einen oder anderen Weise Partei ergreifen .^ ^ und damit der Möglichkeit vorzubeugen, ^ ^, Cetinjer Vorgänge eine ihnen nicht gebnre P deutung gewinnen. Dieses nüchterne und -U»^ halten, in dem die gedachten Kreise auch "!^Mll der an den maßgebenden Stellen in Oesterrei^ ^: herrschenden Auffassung erblicken, werde in ^ anerkennend gewürdigt. ^siH Wie man aus Petersburg meldet, "^ ^ der neuernannte Gesandte in Peking, H^ ^l Giers, der kürzlich dort eintraf, und ^: Unterredungen nut dem Minister des Aeußer", ^, Murawiew, hatte, ungesäumt auf seinen P^?wlFl> AusAelgrad wird gemeldet, dass der -" ^ Präsident Dr. Vladan Gjorgjevic bcl '"' ^ alle Kreise des Landes sich erstreckenden A^Dif reise in erster Linie die ökonomischen .^ v ^ studieren wird, deren Hebung bekanntlich "^ P Hauptaufgaben des jetzigen Cabinets gehört. ^ in Aussicht geuommene Reise des Overcome ^ der activen Armee, König Milan, ^n^H ^ Provinzen des Königreiches wird ausschlie^^ ^ gelegenheiten des Heerwesens zum GegenstaN" ^ ? Wie die «Times» aus Hongkong ^M melden, dauert die Nieoermetzelung der Msit ^iii in Südchina fort. In Wutschou sieht lna"^j die Leichen der Getödteten auf deu Fluten de5 .. >c vorbeitreiben. Zweihuuoert Aufständische, ^M^ Taiwongkong eindrangen, wurden von d^lN ^ Ma geschlagen, hundert getödtet und vierzig 3 > geuommen. Tagesueuigleiten. ,.,< — (Hofnachricht.) Se. Majestät der K a'^ wird Freitag, den 2«. d. M., früh aus Ischl '" ^ «^ eintreffen und sich nach Schünbrunn begeben, ^ diesem Tage der Slijour wieder eröffnet '^ .," 2. September früh erfolgt die Abreise des l?"' ^ den Manövern nach Buzias. Am 8. Septenw,^ trifft Se. Majestät der Kaifer wieder in M" .^ — (Honterus - Feior.) Das unga"^ ^ t« graphen-Correspondenz-Vurean meldet vom ^ .^Hl aus Kronstadt: Von prachtvollem Wetter ^ ^ nahmen gestern die aus Anlass der Enthüll""^ Honterus'Dentmales veranstalteten Festlich^' ^,« Aufang. Die Häufer der Sachsen find mit 6" , ^ den nationalen und städtischen Farben gesch"" ^^ Vormittag fand die Generalversammlung des ^' bürger sächsischen wirtschaftlichen Vereines, des ^> bürger sächsischen Gesangvereines und der ÄNl5 ^' landwirtschaftlichen Genossenschaft, nachmittags el'^,.^ fest und abends die Generalversammlung d^ ^ bürger Gustav-Adolf.Vereines statt. Veil» ^ ^ abcnde versammelten sich etwa 800 Gäste, dan»' ^ 30 ausländische. Unter denselben sind zu nenne"' ^ fessor Virchuw (Berlin), Dr. Nhemeder (Minch"'^ fesfor Dr. Fischer (Marburg), Professor ^-M' (Berlin) und Consistorialbeisitzer Dr. Hcrmcns ^^!> bürg). Um 8 Uhr abends wurde das von ^ ^ Teutsch verfasste Gelegenheitsstück «Honterus» ""^^ worauf am Czentbcrge Frendenfeuer angezündet „>' Die Feier verläuft ohn» Demonstration und w»ro ^F ungarischen Bevölkerung mit Sympathie begle^. ^ findet die Entlmlluna dos «Öonterus-Denlinale^^f Zer Grauln vom Oolöe. Roman von vrmanos Vandor. (84. Fortsetzung.) Der einzige Mensch, vor dem Eliza überhaupt etwas wie Respect hatte, war der Senator. Ein aus Dautbarkeit uud Hochachtung gemischtes Empfinden flößte ihr eine gewlsse Scheu in seiner Nähe ein und yielt, wenigstens wenn er persönlich zugegen war, ihre Frivolität etwas im Zügel. Der drohende Bankerott ihres Vaters, des alten Agenten Hofingcr, war durch die energische Intervention des Senators damals abgewandt worden. Ein uubeschrünkter Eredit, der ihm die kritische Zeit hindurch gewährt wurde, machte das wrack gewordene Schiff bald wieder flott, das dann, der Direction des Senators folgend, in die ruhigen Gewässer solider Geschäfte lenkte und sich uicht wieder auf die hohe See trügerischer Speculatioueu und Ultimogeschäfte hinauswagte. Dem Senator waren die Differenzen im Hause seines ältesten Sohnes nicht unbckanut, aber auch er tonnte' nichts daran ändern. Ferdinands kalten, berechnenden Sinn uud seiue grenzenlose Selbstsucht kannte er zur Genüge, uud was Eliza anbetraf, so war er ein zu feiuer Menschenkenner, um sich über die Schwiegertochter nicht auch eiu zutreffendes Urtheil bilden zu können. Er hätte es natürlich lieber gesehen, wenn die Verhältnisse sich im Hause seiues directen Erben ruhig uud angenehm gestaltet hätten, aber da nun eben m dieser Beziehung nichts zu wollen war, regte er stch auch nicht weiter darüber auf. Die ehelichen Dissonauzeu des jungen Paares würden doch nie in einer friedlichen Harmonie ausklingen, das wufste er, uud deshalb gav er sich keine Mühe, deu beiden zur Aussöhnung hilfreiche Hand zu bieten. Sie mussten eben sehen, wie sie miteinander fertig wurde». Nur durfte Eliza in ihren Extravaganzen nicht soweit gehen, dass der Name Bartholdy dadurch in seiner bisher unantastbaren Ehrenhaftigkeit eine Beeinträchtigung erfuhr. Das war eiu Punkt, an dem feine Indolenz aufhörte. Eiumal hatte er Eliza bereits mit drohendem Ernst auf die Uugehörigkeit ihres Veuehmens aufmerksam gemacht, und es schien wirtlich, als ob seine Worte etwas Eindruck auf die leichtlebige junge Frau machten; sie nahm sich wenigstens in der ersten Zeit nach jener Unterredung etwas zusammen; bald war allerdings alles wieder im alten Geleise. Der Senator selbst hatte sich feit Jahresfrist sehr verändert. Senator von Bartholdy hieß er jetzt. Das Adelsdiplom, das an jenem verhängnisvollen Tage der gestörten Hochzeitsfeier uuüberreicht geblieben war, wurde ihm ewige Monate fpäter doch eingehändigt und vor kurzer Zeit war ihm, ebenfalls von höchster Stelle ausgehend, das höchste ehrenvolle Amt eines Obmannes m einem Schiedsgericht in wichtigen colonialcn Fragen übertragen worden. Aber seltsam! Das, was bisher das Ziel seines Ehrgeizes gewesen, was er so heiß gewünscht, ja, ersehnt hatte, das ließ ihn jetzt kalt, berührte lhn laum. Ja, es schieu beinahe, als wenn er es sogar vermeide, den neu erworbenen Adelstitel zu benutzen, und von der Ausführung feines einstigen Planes, ganz nach Berlin zu ziehen, war keine Rede mehr. Das fchneeweiße Haar hatte er fchon """ ^ Tode seiner zweiten Frau bekommen, alier ^^ letzten Jahr war er iu seinem Aeußern erst ; ^ zum Greis geworden. Die vordem hoch UN" H ^. tragenen Schultern neigten vornüber, und " tl^' stolze, charakteristische Haupt senkte sich leise,"' ü> es schwer au einer drückenden Gedankenb»"" ^ Furchen in der breiten Stirn, die Runen "" ^ ^ und Augen hatten sich verschärft und ver"^/ sein Gesicht hatte eine gelbliche Farbe ang" a die ihm das Aussehen eines Schwerleidenden u F Und er litt in der That! Kein M"U 5' ^ was in ihm vorgieng, welche seelischen Qnaic ^/> geheimen duldete. Wo er gieng und stand, d^ >^ ^ chm das Bild seiner verschollenen Tochter, "" t>F stoßenen Lieblings, vor Augeu. Er hatte ihr "^M aus dem Herzen reißen wollen uud es gieng v",^, !^ die Liebe zu seinem Kinde wurzelte zu fest lN " m umraulte so mit ihren Fäden sein inneres ^ ^e ^ er sich nicht mehr loslösen konnte von ihr, ^^, selbst zu vernichten. Selbstvorwürfe, Anklagen 9 "F. übereiltes Handeln erhoben sich in ihm und w«^ ,^ Zustand erst recht unerträglich. ES hatte sich '" ^ ereignet, was ihm die Angelegenheit, die ly> ^ so erregte und an den Rand des Grabes b"" ganz anderem Lichte erscheinen ließ. ^M, Die Nachrichten, welche er über den eye M Verlobten seiner Tochter empsieng, lautel",^ günstig über diesen uud ließen es ihm als ^ d<> tyeilhaste Wendung des Schicksals ersch""^ L' dieser Mann nicht sein Schwiegersohn gew^" (Fortsetzung folgt.) ^H^Mung Nr. 190. 1535 23. August 1898. !°" 21 ^ ^ ° natsfe st.) Aus Rom berichtet man ^eii ^/ ^lnlüsslich des Patronatsfestes des 3?" drench» 3"'^. "^^ bmte der Papst in Anwesenheit , "Betern . 7""len, ^clen Prälaten, Patriciern und ^atbiblioti!f ""^^schen Vereine Noms in seiner !^" ein au! """l Enipfang. Der Papst, dessen Aus-c ""e nlit n?^""^ war, unterhielt sich in bester !°"de ili V^"" Kardinälen über die religiösen Zu-ingress in !^".«""b über den letzten Eucharistcn-^senden NerV^ - ^''""^ defilierten sämmtliche ^ d^ ^l'vnllchlelten und Deputationen vor dem sollende ?" ^°^^' "elcher an jeden einzelnen ^"e Geick. f ^ "^^^' Der Papst erhielt auch "Ues. welck" ^' ^^^ ^"' bangen Dauer des Em- !? 6"de ^„/^. "'"tags begann und um halb 2 Uhr "^ehrn u^ ^"^h"e der Papst ein ausgezeichnetes w. ^ (Lien?^ Einerlei Ermüdung. ?" haben l,i"sl"°"t Stumpf re a c t iv ie rt.) ^cher i„ .""zUch berichtet, dass Lieutenant Stumpf, h"er hy/s, ^dten Tagen des vorigen Monates den n"""den und > ^ ^" Przemysl erschossen hatte, irrsinnig , ^sirie„ansi? " ^"^n Garnifonsarrest an die ""' sei Li/> '"^" abgegeben lourde. Wie nun ver-""°lw wol ""^^umpf aus der Anstalt als gesund - " Dienst "'^ h"be bereits vorgestern wieder ^ haben .^ ?rzemysl angetreten. Die Militär- ""en, Vom " ^"' ^ls der Officier die Mordthat i. ^ (D^I c^urechnungsfähigkeit verübthat. I d'Ai m°^ schnellste Torpedoboot.) Am ??Andine? . ?" deutsche Torpedojäger 608 eine ^° dch°^f, Gefährt auf offener See. Das Fahrzeug ^"beslrek """"u"g und gefüllte Kohlenbunker. Die ^""en unk 1/^'""^ '""de durchschnittlich in ?^indiaf,if Secunden durchlaufen, was einer ^ °" Aord «!°" ^ ^ ^"""l im Mittel entspricht, k» '^"ln n.I ^ befindlichen Marinebeamten waren, wie ?"°esene„I'' ^richtet, von dieser bisher noch nie H 2""zen ^., "ll ""is höchste überrascht. Während ^ lichtha, ?""!Z "nr aus den» Schornstein kaum ? slog ,^'^s schiff machte beinahe gar keine Welle ?^'chlu' d^ch'^ug d^ das Wasser. Derartige n^"°3r - ^?'n von 33 bis 34 Knote,-., was etwa tI> trinem ^ ^^""^ entspricht, wurden bisher d s >b insbesnn^^^^^äeuge der ganzen Welt cr- "Hiss «, '""derc mit einer so hohen Belastung, wie II ^- (T, ^""" ^llge führte, ""sponden^/"^) Wie das .mgarische Telegraphen- "er Im" """l aus Temesvar auf Grund com-^> ^"i E "?.""' ""ldet, ist die Nachricht von dem kin - ^i Nlor < l?^ """' "b"' die Tenles fiihrenden lie«?°^. nun s> ' "°bei mehrere Soldaten ertrunken «i7 )berh,^ u Uch aus der Luft gegriffen. Moritzfeld "ich M" ^ "lcyt anl Temesflnsse, es fließt dort nur '^"gefunden? ' ^" "" Uebergang von Truppen ^"'legr^," " 2 enentransp 0 rt.) Nach einem ^ei. "'s den. c? ^°st' berichten sibirische Blätter, "ach i"' °n N^?^°"lchiffe «Tangura-, welches NM "^ von?ns ^^""' "uf der Reise von Tjumen Tie w ""b die ,. .. ^^«ngenen 31 wegen Lnftmangel ^""ng s,al ^ "brigen schwer erkrankt seien. ^" lLocow .^ ^'"^^ Untersuchung angeordnet. "°ti? ^"zw 9p^ ^"" ^" Amerika.) Eine ge-^ldü 7?"annte, "^^"' ^ocvlnotivbau ist vor kurzem «llk^ ^tch^,",Baldwin.Locomotivwerkell in Phila-^Knelle Z"l^ Es handelte sich um die ^.""s^en Nea "U von vier Locomotive«, die von beW?' ^iateri„s "? ^um schnelleren Transport von ^tden U ""s der^'^ ^" Sudan - Feldzug nnd zur ^blNs 6s schei,. "Ueregyptischcu Eiseubahn benöthigt ^ he s>t di,L" !.'""! ^ls kein einziges europäisches ^ bellen konnt «?""' mit der gewünschten Schnellig, ^»lste - "lese ver^ " ""'dete sich an die Valdwin-^älisH^'er ^it 7,'^Meten sich nun, den Bau in der ^>t ib« Armen l,p führen, welche als kürzeste von !" ^1 ? gemach^ ,^"lcht '""^e. Der Contract wurde 7 in ^" oder . "^"sächlich sind die vier Maschinen ^ im "^pa beni??^^ "^ "n Viertel von der Zeit, '"^w^!^"ter V.>l ^ ^''^l''" wäre, gebaut worden, "^-^"beitet ^ ^"' ^^ Schnelligkeit, mit der man ^"nisch? ^ovinzial-Nachilchten/^ ^ ^ ^ande" ^"^"^euerwehr-Verdand. l"^im H"^6' welcher Sonntag, den >rten f "sschuss ?" alten Schießstätte stattfand, ?^b ?hw 0 ,,d ^^ zahlnich erschienenen De< ^o>i Vlchen?7"' Gelegenheit, den Gefühlen der z^ehen?" ^iaic ii^'^ Ergebenheit zu der geheiligten ^ "ttll^en Ali2 " , des Kaisers anlässlich des 3t" ^^°?e r?'''"" bes Feuerwehr - Verbandes 5> ^ N " des i» ^ begrüßte die Versamnllnng und ^'by "r,lik s"'.^llusschusses Herrn kaiserlichen "it. "nd ^ ""'/ Herrn Bürgermeister Juan Ichr«d"""e dein Vcreinssecretär Herrn In derselben wird auf die weihevolle Bedeutung des Jubeljahres hingewiesen und betont, dass auch die Feuerwehrmänner nicht zurückbleiben dürfen, und sich in die Reihen derjenigen stellen wollen, welche sich vor ihrem erlauchten Herrfcher als treue Söhne beugen und dankbar ihren Gefühlen Ausdruck verleihen, dafs die Weisheit der Vorfehung uus mit eiuem solchen Herrscher beglückt hat, der väterlich für alle seine Unterthanen sorgt und dem sie für seine zahllosen Wohlthaten dankbar sein müssen. Traurig waren hinsichtlich der Feuerwehr vor 50 Jahren die Verhältnisse in Oesterreich. Vernichtenden Bränden fielen ganze Dörfer, Märkte nnd Theile von Städten zum Opfer, ohnmächtig stand die Bevölkerung dem furchtbarem Elemente gegenüber. In wenigen Augen-blicken vernichtete es die Früchte jahrelangen Fleißes und mühevoller Arbeit, wohlhabeude Menschen wurden Bettler. Die damalige Bauart der Häuser und die Sorglosigkeit ihrer Bewohner waren zumeist Ursache der Feuersbrünste. Es mangelte an Feucrlöschvorrichtungen, es mangelte aber auch an ausgebildeter Mannschaft. Wie sieht es nun hente aus? Ueberall, wohin wir auch blicken, erblicken wir die Früchte weiser Gesetze, deren Zweck es ist, das Eigenthum der Bevölkerung vor Brandschaden zu schützen und alle Vorkehrungen zur Abwehr desselben zu treffen. Die Bauordnung hat verschiedene Bestimmungen, welche das Brandnnglück abwehren und der Verbreitung von Bränden nach Möglichkeit vorbeugen. Mannigfaltige Verfügungen nnd Gesetze schreiben vor, wie mit leicht» entzündlichen Gegenständen umzugehen ist und wie dieselben zu versorgen sind. Die feuerpolizeilichen Gesetze bestimmen den Wirkungstreis der Gemeinden zum Schutze gegen Feuersgcfahr. Gefetze bestimmen die Beiträge zu Fcucrwchrzwecken. Von größter Wichtigkeit ist aber die Errichtung von freiwilligen Feuerwehren nnd deren Gründnng Mt in die Zeit der Negierung unferes erlauchten Herrschers. Die erste freiwillige Fenerwehr gründete in Oesterreich zu Kamnic in Böhmen im Jahre 1656 Rochlitz. Das Feucrwehrwcsen schritt nun rasch vorwärts; wackere Männer vereinten sich, um freiwillig, uneigennützig, mit Freude in den geweihten Dienst der Liebe zum Nächsten zu treten. Im Laufe von 42 Jahren wnrden taufende von Vereinen mit hunderttansenden von Feuerwehrmännern gegründet, die unter dem Wahlspruch des erhabenen Herrschers «mit vereinten Kräften» ohne Rücksicht auf Gefahr arbeiten. Wer hat aber im Anbeginne fast jeden Verein gefördert? Die Liebe und Großherzigkeit defsen, den wir lieben und dom wir treu ergeben sind. Es existiert fast kein Feucrwehrverein, der nicht ein Geschenk von Sr. Majestät dem Kaiser erhalten hätte. Und heuer war's, am 7. Mai, als die vereinigten Feuerwehrmänner ihre Huldigung in der Residenzstadt dargebracht haben. Als erster empfieng sie der geliebte Herrscher; jeden Vertreter der einzelnen Kronländer zeichnete er Allerhöchst durch eine gnädige Ansprache aus, iudem Se. Majestät sich um die Verhältnisse der Feuerwehren des betreffenden Landes zu erkundigen geruhte. Wer hat aber die Feuerwehrmänner für ihre Thätigkeit geehrt? Sehen wir uns unseren krainischen «Feuerwehr-Vater» an! Seine Verdienste anerkannte der erlauchte Herrscher durch Verleihuug der beiden goldenen Verdienstkrcuzc, die seine Brust zieren. Wie glücklich sind wir Oesterreicher, dass uns der gütige Allmächtige einen Herrscher beschieden hat, den alle edlen Tugenden schmücken, unter denen als erhabenste die hervorragt, dass er kein anderes Ziel kennt, als seine Unterthanen glücklich zu wissen. Die Rede schloss mit folgendem Gelöbnis: «Wir Feuerwehrmänner geloben feierlich, indent wir eingedenk dessen sind, dass der geliebte Herrscher der grüßte und beste Untcrstützer der freiwilligen Feuerwehr ist, dass wir immer getreulich unsere freiwillig übernommenen Pflichten erfüllen werden und zu jeder Stunde zu Hilfe eilen werden, wenn uns die Noth ruft, auch wenn wir Gesundheit und Leben wagen.» Blicken wir auf deu ritterlichen Helden, unferen erhabenen Kaifer! Es gibt keine Gefahr, die er nicht im Kriege, bei Feuersbrunst oder Ueberschwemmung überstanden hätte. Ueberall gieng er mit leuchtendem Beispiele voraus. Gott erhalte Ihn noch lange rüstig an Seele und Leib, Ihn, der keinen Unterschied zwischen den Nationen kcnnt, Ihn, der alle seine Unterthanen väterlich liebt, Ihn, der Schützer des Friedens, Tröster der Unglücklichen und der edelste Förderer alles Guten und Nützlichen ist. Die hier versammelten Feuerwehrmänner, Seiner Majestät dem Kaiser und der Allerhöchsten Dynastie ergeben, rufen dreimal «klava,!», «Au, ^mnoö!» Mit stürmischer Begeisterung stimmte die Versamm-lnng der patriotischen Kunogelumg zu. ^ . , , Es wurde sodann eine Abordnung, bestehend ans den Herren Doberlet, Trost und ^u st. n gewählt welche im Wege des Landesprästdmms den Ge-snlilen der unentwegten Treue nnd Ergebenheit fur Seine Majestät und das Allerhöchste Kaiserhaus aus Anlass des fünfzigjährigen Negiernngsjubiläums des erlauchten Herrschers seitens der Feuerwehren des Landes Ausdruck verlieh. Nach Wiedereröffnung der Sitzung sprach der Obmann Herr Doberlet dem Herrn Bürgermeister Hribar namens des Landes-Feuerwehr-Verbandes den innigsten Dank für das Zustandekommen des Feuerwehr-Heims, das nur der Initiative desselben zu verdanken ist, aus. Herr kais. Rath Murnik begrüßte die Versamm-luug namens des Landesausschusses uud gab die Versicherung, dass derselbe auch künftighin wie bisher die gemeinnützigen Bestrebungen der Feuerwehren fördern und nach Möglichkeit unterstützen werde. Herr Bürgermeister Hribar dankte für die Anerkennung des Vorsitzenden, wies jedoch daraus hin, dass nicht ihm allein das Verdienst um das Zustandekommen des Feuerwehrheims zukomme, vielmehr der ganze Gemeinderath die Mittel hiefür bewilligt habe. Nach einer kurzen Erwiderung seitens des Vorsitzenden wurde zur Tagesordnung geschritten und der Secretär Herr Trost trng den Geschäftsbericht mit Bezug auf den zehnjährigen Bestand des Verbandes der Feuerwehren vor. (Schluss folgt.) Handels- und Gewerliekammer in Laibach. (Fortsetzung.) IX. Derselbe berichtet, dass F. R. die Verrch. tigung hat, das Uhrmachergewerbe uud deu Handel mit optischen Waren zu betreiben. Da jedoch nach der Ministerialverordnung vom 30. Juni 1884, R. G. Bl. Nr. 110, das Gewerbe der «Optiker» ein handwerksmäßiges ist und F. R. nicht jene Zeugnisse beibrachte, welche der H 14 des Gesetzes vom 15. März 1883, R. G. Bl. Nr. 39, und die Ministerial-Ver-ordnung vom 17. September 1883, R. G. Bl. Nr. 149, fordern; fo wurde ihm unterfagt in das Optikergewerbe einschlagende Arbeiten vorzunehmen. Nach § 30 des citierten Gesetzes wird der Umfang eines Gewerberechtes nach dem Inhalte des Gewerbescheines beurtheilt und da der Gewerbeschein des F. R. auf den Handel mit optischen Warm lautet, fo kann er das handwerksmäßige Optikevgrwcrbe fo lange nicht ausüben, bis er nicht den hiefür gesetzlich geforderten Nachweis geliefert und die Berechtigung von der Gewerbebehördl: erhalten hat. Da jedoch F. R. nur kleine Reparaturen vornimmt, dafs er in Brillen, Zwicker und Fernrohre Gläser einsetzt und manchmal ein Glas einschleift, dafs er weitcrs an den Augengläsern einen Seitentheil ersetzt und neue Schrauben einschraubt, entsteht die Frage, ob diese Arbeit nicht auch der Händler mit optischen Waren vornehmen kann. Die Section ist der Ansicht, dass zur Ausführung diefer Arbeiten, die keine besondere Fertigkeit erfordern, auch der Händler befugt ist und damit in die Gewerberechte des Handwerkes nicht eingreift. Dafs er Gläser einschleifen und einfetzen kann, ist wohl selbstverständlich, weil er als Uhrmacher dies können niufs, zum Einsetzen eines Seitentheiles oder zum Einschrauben ist jedoch leine besondere Befähigung nothwendig, weil ja dies jedermann, der die Bestandtheile beim Händler tauft, auch selbst thun kann. Die Section halt demnach dafür, dass der Händler mit optischen Waren derartige geringfügige Arbeiten, zu denen eine befondere Vorbildung und Fertigkeit nicht gehört, verrichten kann, weil er im anderen Falle nur fertige Waren und nicht Theile derfelben verkaufen könnte. Sie beantragt daher, die Kammer wolle im Sinne dieses Berichtes ihre Aeußerung der t. l. Landesregierung vorlegen. — Der Antrag Wird angenommen. (Fortsetzung folgt.) ** (Herbstmanöver.) Vorgestern früh wnrde das hiesige Landwehrbataillon nach Klagenfurt zu deu Manövern transportiert. — Am 27. d. M. langen in Laibach mehrere Artillerie-Stabsofficiere fammt Mann-fchaft und Pferden an uud begeben sich nach einem Rasttage von hier nach Innerkrain. Der Durchmarsch der übrigen Truppen erfolgt am 26. d. M., bezw. Anfangs September. Das Divisions - Artillerie - Regiment Nr. ? rückt in die neue Kaserne am 8. September ein. — (K. k. Centralcommission für Kunst-und historische Denkmale.) In der an, «. Juli unter dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn Präsidenten Dr. Josef Alexander Freiherr v. Helfert abgehaltenen achte.« Sitzung der ersten Section, beziehungswelse sechs e.l Sitzung des Plenums der k. k. Centralcommission fi,r Kunst-und historische Denkmale, gelangten Agende Kram betreffende Berichte zur Verhandlung: Aartholoniaus Vecnit berichtete über eine in jüngster Zeit im Herzog-thmneKram aufgeschlossene Fundstätte, welche von großer Wichtigkeit zu sein scheint. Sie befmdet s.ch be: emer prähistorischen Ansiedlung «ächst dem Dorse Mmichdorf bei Töplitz. In einem großen Hügel wurden 68 Gräber eröffnet, welche bestattete Leichen mit beigegebenen Armbändern, Perlen aus Glas uud Bernstein, einen schönen Bronzegürtel, endlich zwei Aronzefibulen mit siguralen Darstellungen nnd, was sehr beachtenswert wäre, wenn sich die Deutung bestätigt, einen Sporn aus Bronze enthielten. Da diese Fuude eine weitere Untersuchung der Oertlichleit dringend erheischen, beschloss die Central« Laibacher Zeitung Nr. 190. 1536 23. Maust 1^ commission, diese Fundstätte in ihr Programm für die archäologische Durchforschung Krams einzubeziehen. (Referent: Regierungsrath Dr. M u ch.) Conservator Professor Simon Rutar legt eine Beschreibung des Vinivrh bei Weißtirchen vor, welcher eine große Anzahl von Gräbern aus der Hallstätter-, insbesondere aus der La Tene-Periode, aber auch aus der Römerzeit enthält. (Referent: Derselbe,) * (Leichenbegängnis.) Die sterbliche Hülle des müden Erdenpilgers, den der unerbittliche Tod hinweggerafft, wurde gestern zur ewigen Ruhe gebettet. Welcher allgemeinen Beliebtheit und Hochachtung fich Herr Karl Till erfreute, bewies die große Theilnahme, die sich bei seiner Bestattung kundgab. Zahlreiche Freunde des Verblichenen und Traucrgüste aus den ersten Gesellschaftskreisen erwiesen ihm die letzte Ehre. Der Einsegnung im Trauerhause wohnte u. a. Herr Hofrath Schemerl bei; dem Sarge folgten: Spareassepräsident Herr Luck-mann, der Männerchor der philharmonischen Gesellschaft nnt Fahne, zahlreiche Mitglieder derselben, Abordnungen anderer Vereine und viele Honoratioren. Den Sarg schmückten herrliche Alumenspenden und ein eigener Wagen barg zahlreiche Kränze, die letzten Liebes- und Freundes-Grüße. In der Friedhof-Kapellc zu St. Christoph sang der Männerchor der philharmonischen Gesellschaft unter Leitung des Musikdirectors Herrn Zöhver einen weihevollen Traucrchor. Nach der feierlichen Einsegnung wurde der Sarg auf den evangelischen Friedhof übertragen, dortfelbst von Herrn Pfarrer Iaquemar erwartet, der am Grabe dem Entschlafenen eine tiefergreifeudc Trauerrede hielt. Ein zweiter Chor der Philharmoniker beschloss die Trauerfeier, die auf alle Theilnchmcr den tiefsten Eindruck ausübte. Möge der den Seinen viel zu früh Entrissene sanft ruhen! — (Die krai nische Sparcasse auf der Wiener I ub il ä u m s - A n s stell nn g.) Unter den Ausstellern aus Kram, welche speciell die Wohlfahrtsabthcilung der diesjährigen Jubiläumsausstellung in Wien überhaupt beschickt haben, befindet sich bekanntlich auch die trainische Spareasse, die infolge einer an sie ergangenen ehrenvollen Einladung ill derselben eine gedrängt zusammeufafseudc Darstellung ihrer gcmcin-uützigen und humanitären Thätigkeit im Laufe der letzten Deeennien zur Anschauung brachte. Wie an dieser Stelle vor längerer Zeit bereits kurz erwähnt wurde, ließ das heimatliche Institut zu diesem Behufe von der Küustler-haud unseres vortrefflichen heimischen Malers, Herrn Wettach, eine Reihe kleiner AlNiarelle anfertigen, welche in Naturtreue die hervorragendsten jener Gebäude und Anstalten in Laibach wiedergeben, deren Gründnng und Förderung entweder ganz oder zum großeu Theile der Unterstützung der krainischen Sparcasse zu danken ist. Eine weitere, kalligraphisch schön ausgestattete uud mit dem gelungenen Aquarcllbilde ihres neuen Amtsgebäudcs in der Knafflgasse entsprechend geschmückte Tafel dient gleichsam zur Erklärung der übrigen, ihr angereihten Aquarelle uud eut< halt zugleich iu wenigen lapidaren Sähen eine knappe Zusammeufassnug der wichtigsten Daten aus der im Gebiete gemeinnütziger oder veredelnder Wohlfahrtscinrich-tllugen bekanntlich ebenso vielseitigen als segensreichen Thätigkeitsgeschichte der lrainischcn Sparcassc. Einer kürzlich erfolgten Mittheilung nach, wurde dem Heimat-lichen Institute hiefür auch ein Ehrendiplom zuerkannt. Aber auch sonst scheint diese kleine, in ihrem künstlerischen Gesammtcindrucke ebenso geschmackvolle, wie zugleich für den in die Sache tieser eindringenden aufmerksamen Äc» sucher uud Menschenfreund eine gewiss erfreuliche Sprache redeude Ausstellung, an der ans der täglichen Tchar flüchtiger Rotundcbnmmler sicher so mancher achtlos vor-übergehen mag, ihre Liebhaber gefunden und — trotz ihres, vielen vielleicht nüchtern erscheinenden Stoffes — eine intensivere Beachtung nndAufmcrtsamteit erregt zu haben.Als Beleg hicfür mag ein, in gewissem Sinne immerhin schmeichelhaft zu nennendes Schreiben dienen, welches der krainischen Spareasse diesertage von einem russischen Excellenzherrn, dem kaiserlichen Staatsrathe u. V. aus Moskau, zugicng. Der erwähnte Forscher bemerkt in demselben, dass er, in der Absicht, in Nussland verschiedene Wohlfahrtseinrichtungen anzuregen und zur Durchfühnmg zu bringen, fich derzeit eingehend mit dem Studium der iu der Wiener Jubiläumsausstellung zur Anschauung gebrachten ähnlichen österreichischen Einrichtungen befasse nnd dass hiebci «spceicll die von der krainischcn Sparcassc gegebene, sehr anschauliche Darstellung ihrer Organisation sein ganz besonderes Interesse gefunden habe.» Mit Bezng hierauf stelle er daher an die uerehrlichc Direction das höfliche Ansuchen, ihm zum Zwecke seiner weiteren vergleichenden Studien aus diesem Felde alle auf die kraiuische Sparcasse, dereu Gründung und spätere Wirksamkeit bezughabcndcn Schriftstücke: Statuten, Jahresberichte, Fest- und Denkschriften u. dcrgl. gefälligst zukomme» zu lassen. — Es braucht hicbei wohl nicht bemerkt zu werden, dass das Präsidium der Anstalt diesem Wunsche des russischen Forschers soweit als möglich mit Vergnügen entsprochen hat. —pp— ** (Die Aufstellung des Hochaltars in der Petcrstirche zu Laibach) soll — wie verlautet — im kause des Monates September l. I. in entsprechend sekrUchrr Weise ersuigen. — (Loyalitätskundgebung.) Ehemalige Soldaten aus dem traiuischeu Uuterlande haben «in 21. d.M. in Rudolfs wert eine Jubiläumsfeier ver-anstaltet nnd in, telegraphischen Wege an das Landes-präsidinm die Bitte gerichtet, ihren Gefühlen der nn-wandelbarsten Ergebenheit und Dankbarkeit Allerhöchsten Orts Ausdruck zu geben. " (Stadtverfchöuerung.) In der Wolfgasse wurde diesertage nnt der Trottoirlegnng begonnen. Das Haus des Kaufmanns Nrbanc Unter der Trantschc wird im uuteren Theile theilweise renoviert. In den inneren Räumen des alten Magistratsgebändes werden derzeit die Malerarbeiten ausgeführt. Beim Ursnlincn-Pfarrhof hat gegen die Burgstallgasse die Fa^adierung der Hauptmauer begounen. Der restliche Theil des P. Lahnik'schen Hauses (Wasscrtract und Wolfgassc) soll demnächst entsprechend renoviert werden. ** (Neue Orgel.) Die Pfarrkirche in Zaplana bei Oberlaibach erhält demnächst eine bei der Firma Brüder Rieger in Iägerndorf bestellte neue Orgel mit 17 Registern. — (Genossenschaftliches.) In Mottling wnrde ein landwirtschaftlicher Verein «X,m6ti^1c0 äruätvo» als registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gegründet, welcher, fowie alle derlei Vereine, die thunlichstc Vcrbesseruug der materiellen Lage seiner Mitglieder bezweckt. —o. — (Section «Kr a in» des deutschen nnd österreichischen Alpen ve reines.) Im Deschmann-Schutzhause trafen vou Montag, den 8. d. M., bis einschließlich Sonntag, den 14. d. M, 31 Besncher, darunter 2 Damen, ein. Dem Wohnorte nach waren 3 aus Laibach, 6 aus Wien, 1 aus Eger, 2 aus Berlin, 6 aus Krainburg, 2 aus Mojstraua, 3 aus Mährisch-Ostrau, 5 aus Nadmannsdorf, 3 aus Afsling. Die Triglavspitze wurde von 16 Touristen bestiegen. Den Ab" stieg nahmen nach Mojstrana 19. Dienstag herrschte Regen, Sonntag abends Regen, sonst besseres, aber nicht besonders günstiges Wetter. — Die Zoishüttc wurde iu dieser Zeit von 12 Bergfahrern, darunter 1 Dame, be-sncht. Dem Wohnorte nach waren 2 aus Graz, 5' aus Prag, 4 aus Laibach, 4 aus Krainburg. Hievou kamen 9 von Kanter, 3 von Stein. Gipfelbesteiguugcn wurden unternommen: 10 auf den Grintonc, 2 anf die Sluta. Den Abstieg nach Kanter unternahmen 7, nach Stein 5. Das Wetter war ziemlich gnt. Die Golicahütte wurde in der Woche von Montag, den 8. bis einschließlich 14ten August von 11 Personen, darnnter 3 Damen, besucht. Die Besucher kamen aus Laibach, Veldes, Trieft und Villach. Die Anzahl der Uebernachtuugeu betrug 12. Der Abstieg erfolgte nach Assling, Lcngenfeld und Tarvis. Das Wetter war in der Bcrichtswoche am 9. ungünstig, die übrigen Tage schön. ** (Anfstieg auf den Triglau.) Vom 17. bis zum 20. d. M. bestiegen die Krcdarica und von dort aus deu Triglav 10 Personen, davon waren 3 aus Laibach. — (Saatensta nds - Bericht.) Nach dem Saatcnstandsberichte des Ackcrbanministeriums für Mitte August war das Wetter in dieser Berichtsperiode im allgemeinen dem Wachsthume und der Reife der Cerealicn fchr vorthcilhaft. Die Ernte des Roggens geht ihrem Ende zu, die des Weizens ist im Zuge. Sowohl cmanti-tativ als qualitativ ist das Ergebnis der heurigen Ernte vollauf befriedigend. Die Hafercrnte, die theilweise in vollem Zuge ist, hat befriedigende Resultate ergebe». Die Fcchsung der Gerste ist minder günstig und ist im Durchschnitte nnr eine Mittelernte zu erwarten. Vom Mais ist kein günstiger Ertrag zu erhoffen. Raps ergab eine Mittclcrnte. Bnchwcizen steht recht gut. Der Sommerlein lieferte eine mittelmäßige Ernte; Winterleiu hat bessere Resultate ergeben als ersterer. Frühkartoffeln ergaben ein sehr befriedigendes Resultat; auch Spütkartoffeln geben zn den besten Erntehoffnungen Anlass. Der Stand der Zuckerrüben hat sich gebessert. Der Weinstock zeigt sehr guten Stand. Das Obst berechtigt jedoch zn wenig Hoffnung. * (Großes Schadenfeuer.) Aus Adelsberg kam uns die Nachricht zu, dass in der Nacht vom 20sten auf den 21. d. M. in der 21 Hausnnmmern zählenden Ortschaft Gaberce, Bezirk Scnosetsch, 12 Häuser sammt Wirtschaftsgebäuden, Lebensmittcln und Futtervorrätheu abgebrannt sind. Leute und Vieh sind obdachlos. Die provisorische Unterbringung in den restlichen Häusern, eventuell in Senosetsch, wurde verfügt. Die Höhe der Scha-dcnsziffcr ist noch unbekannt und es sind die Erhebungen im Zuge. —!'. — (Ein frecher Dicbst aHl.) Am 13. d. gegen 1 Uhr früh schlich ein unbekannter Mann in das unvcrspcrrte Haus des Besitzers Josef Eerne in Obcr-birnbaum und entwendete kleinere Geldbeträge, die dessen Gattin und der siebenjährigen Tochter derselben gehörten. Weiter stahl er aus demselben Zimmer eine goldene Damen-remontoiruhr mit einem goldenen Herzchen im Werte von 32 fl. Als nun der Dieb den Schubladkasteu durchsuchte, wurde die Besitzerin Rosalie Cernc, welche in diesem Zimmer schlief, durch das dadurch verursachte Geräusch wach, zündete ein Zündhölzchen an, worauf im felben Mommi ein mittelgroßer, untersetzter, schwarz gekleideter Mann, der einen kleinen, schwarzen Vollbcn't h^^ ,^ dem Nebenzimmer herauskam und aus dein v" ^ Freie eilte; hiebei verlor er im Vorhause st'" ^ bedeckung. In derselben Nacht wnrde auch " ^ wohuerin Ursula Strajan ein Geldbetrag gestohle" ^< dem Thäter wird dnrch die Gendarmerie ^ geforscht. ^ — (Eisenbahnstatistik.) Das E> " ^ Ministerium hat veranlasst, dass die Hauptergeb"^,,j österreichischen Eisenbahnstatistit regelmäßig »M ^ werden nnd versendet soeben zwei Drucksch"!^ ,M' über «das Aulagecaftital uud die den Bahnc" g^ ^ Begünstignngcn nach dem Stande vom 31. ^,^' 1890» und die «Längenverhältnisse und bauliche» -^ . ^ berichten. Das Anlagccavital der Staatsbahue" » ^ danach einen Aufwand von 1.159,296.419 >^ 145.245 fl. per Betriebskilometer, bei den P""" ic^ l.503,043.899 fl. oder 171.872 fi. p" ^ kilometer. Die Länge der Bahnen war ^^i Kilometer, Bauläuge 16,855.« 15 Kilometer, " länge 2,500.819 Kilometer Zweigeleise-Stn'cke" ^ — (Ansage.) Ueber vielfache Anfrag"', ^ wir ersucht mitzutheilen, dass eine besondere A'^ ^ das Ableben des Kaufmannes Herrn Karl Tl" ! Partezettel nicht erfolgte. > s^ * (Aus dem Polizeirapporte^,, 20. auf deu 21 d. M. wurden zwei Verhaftung"^, nächtlicher Ruhestörung vorgenommen. M' — (Verlöre n.) An« 21. d. At, sind ""'"/ Gewerbsmanne Herrn I. M. in Udmat eine ^^ guldennote, 25 Stück Fünfguloennoten und vier lose in Verlust gerathen. ^^«-^ Neueste Nachrichten. Spanien und die Vereinigte» Ktastl»' k (Orinwal'Telegramme.» ^ h, ^ Madrid, 22. August. Ein vow ^'^ datiertes Telegramm des Generals I""benej ^ er habe von der Regierung noch keim' ^cp^FI die Unterzeichnung des Friedensprotololk's ^Fl Iaudenes fügte bei. dass die Insurgenten ^ 1 gegen die spanischen Truppen fortsetzen. , 1^ > San Francisco, 22. August. ^ K'l Mann Truppen sind gestern von Honolulu >> > nilla abgesegelt. ^ HlelegratNtne. ^ Wie», 22. August. (Olig.-Tel.) Erbpr"'^^ welcher sich nach Puchberg liegab, nM ^" ^z^ Nensser zn besuchen, lehrte im Lause des ^" Wien zurück. ,^ss Wieu, 22. August. (Orig.-Tel.) ElM gerer ist um halb 10 Uhr abends gli'tol, ' H Wien, 22. August. (Orig.-Tel.) O'^F Korrespondenz zufolge genehmigte das ^sßh^ Ministerium den Entwurf, betreffend di^ ^l^ der theoretischen Staatsprüfung für das ""I ^ niesen, sowie die Studienordnung für.^' .^g^ über mathematische Statistik nnd VeM" / an der Wiener Universität, welcher im 2"' ^ 1898/99 beginnen wird. Ailf^ Wien, 22. August. (Orig.-Tel.) 3" B«H heutigen Tages fand ein größerer Brand i^O ^ der Wiener Filiale der Stickerchirma ^ M München statt. Der Schaden wird ""> .^ 100.000 fl. beziffert. . ^"W Harn, 22. August. (Orig.-Tel.) D" >! inspector für Mittelschulen, Michael O^t Uf heute nachts gestorben. Der Verblich^ HF li die Erforschung und Conservierung ",?^ieF ' mäler in Spalato uud Zara große "^ ^ worben. ^ ? Oedeulmrg, 22. August. (Orig.-TeU " D^ Esterhazy ist heute nachmittags uM. ßiji»V 5)5. Lebensjahre auf feiner Besitzung '" ,^ Eonntate plötzlich gestorben. ^V Rom, 22. August. (Orig.-Tel.) D" U>L in Rom hat die Recurfe sämmtlicher v»" ^ gerichtshöfen Verurtheilten abgewiesen. ^jtzsU Paris, 22. August. (Orig.-Tel.) " .»l^ Cavaignac, welcher in Le Mans neuerl'A ^ denten des Generalrathes gewählt ""^'i'^/, Rede, in welcher er ausführte, die "^Is/ könne nur dann stark sein, wenn sü' .«d^ . habe, dass ihre Führer auch das Vcrtra"" ^ besitzen. y^, London, 2Z. August. (Orig..Tcl.) ,,h. /, des Prinzen von Wales ist sehr befru'd^ ^ ' Algier, 22. August. (Orig.-Tel.) ^ ,'c»'^ des Dampfers «Druentia. berichtet, A^,?i' am 20. d. M. abends den englisch"! "„ »>> tow', welcher von Algier lain, "U^i«''! Sinken brachte. 59 Mann von der ^Ht V' wurden an Bord der «Prncntia» s?ac/iA Algier überführt. Die «Perww» s"! >,.?.', <5 morgens. Das Schiff war auf dem ^vHe >" bürg begriffen und hatte Seide und Hh. von zweieinhalb Millionen Francs an « ->.!Hl Ieiwna Nr. 19N 1537 3.-,. A,m„N 1 «9« ^ "k°rol°8i!chc Veobachtuugen in Laibach. -^^^^ Eeehöhe 306-2 m. i eD^ ZH ««,„, Ansicht ZaZ ^ Ls!? Z^ ^l"d de« Himmel« H«Z - l7u'^ ! ?N sUf'W'Mig heiter ^N^i^^^^chwach heiter ^'^°gesmitte > ' windstill ,' Nebel , 0>3 "tt dem)ior,' " adrigen Temperatur 20 9«, um 'tt, nachmittags schwach^ schnell sich verziehendes > ^^^IV''-'^------------------ Redacteur: Julius Ohm.Ianuschowsly ^^^^iNlttfi von Wissehrad. ^ Twtsllgullg. ! 'n°hu,e i ' "' ^'brenden Veweise herzlicher ^nanläw?^ ^" ^'' geigen, ^^nen Kranz. >n. ^ ^Ablebens unws iunigstg.liebleu Franz Praschnikor '^«chen """"^'""^ und Vadciuhabers " wärmsten nnd tiefgefnhl l¥ohniufig r mit einem großen und zwei kleinen Zimmern, Vorzimmer, Speisekammer, Keller etc., ist io der Slomšekgasse Nr. 4 (Dampfmühlgasse) für den Novembertermin zu vermieten. Vom ticsfteu Schmerze gebeugt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Belann« ten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden der innigst geliebten Gattin, beziehungsweise Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin nnd Nichte, der wohlgeborenen Frau Anna Dergmann geb. Schantel Apothekers« und Hansbesitzers'Gattiu, welche am 22. d. M. um halb 6 Uhr nachmittags nach schmerzvollem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesacramenten, im Alter von 25 Jahren selig im Herrn entschlafen ist. Die entseelte Hülle der theuren Verstorbenen wird Mittwoch, den 24. d. M., nachmittags um 5 Uhr im Trauerhause Nathhausplatz Nr. 18 feierlichst ein» gesegnet und sodann auf dem Friedhofe zu St. Christoph in der Familiengruft zur ewigen Ruhe bestattet werden. Die heil. Seelenmesse wird Samstag, den 27. d. M., um 10 Uhr vormittags in der Pfarrkirche zu St. Nicolai gelesen. Laibach am 22. August 1698. Iusef Ncrgmann, Apotheker uud Hausbescher iu Rlitwlfswert, Gatte. — Josef Nergmann. Sohn. — Franz und Anna Tchantel, Eltern. — Kranz, Josef, Ernst Tchantel, Ariider. — Mizi Schantel, Schwester — Tony Nauth gcd. Vergmann, Schwägerin. — Kritz Nanth, Schivager. Beim Wagenbauer Ban sind folgende Wagen billig zu verkaufen: Zwei neue, halbgedeckte; ein «ehr eleganter Wiener Break; zwei halbgedeokte Wagen, noch wenig gebraucht; zwei Brooms und zwei offene, elegante Kalesohen. (3183) 2—2 Danksagung. Allßerstande für die vielen herzlichen Beweise trener uud freundlicher Anhänglichkeit anlässlich der langen, fchwereu Krankheit und des erfolgten Ablebens meines unvergesslichen Gatten Karl Till jedem einzelnen gebürend zu danken, bitte ich alle lieben Verwandten und Velanuten, auf diesem Wege meinen innigsten und besten Dank entgegenzunehmen. Insbesondere fühle ich mich verpflichtet zu danken für die überaus reichen und schönen Blumcnspenden uud die zahlreiche Betheiligung am Leichenbegängnisse der löbl. evangelischen Gemeinde und den l>. 1. Ver-einen: der philharmonischen Gesellschaft, dem Handels« Kranlenvcreine und dem Laibacher deutschen Turn« vereine, ersterer für den erhebenden Grabgcsang, Rosa Till. Course an der Wiener Börse vom 22. Auaust 1898. ^ d«m oMM« C°ursvlatte rs^"»>»i^-.s.e,^z. "'z 14,-75 l^b«h,. ' ' ' 924U z,2 10°/n «. Lt. ... l15'5N il« l« l!,sat>ctl>bllhn, 400 », »000 M, 200 M, 4"/«..... l2"'l° 121^5 ßranz Iusis Ä,. V«. l«»4, 4»/. «» «« 10U N.» Valizische ltarl < Uudwlg. ValM, bivrrse Stücke 4°/„ . . . . «»'<" 100 4U Voiarldrraci Aahn, Cm, l88j, 4°/n (div. St,) S,< f. 1U0 fl. N. U»« lua 40 Ung, Ooldrenle 4°/<, p« ««N« l20 ?b 12a 95 dt°. dt°, per Ultimo .... 120-75 120 «b btu, Rente in Krom'üwähr,, 4"/^ stem»srei für2W«loi!r!iNum, 98 bb 957z 4"/„ dlo, dto, per Ultimo , . 98 55 Fg 75 bto St,/,«/, 11» 70 12^7«, d/,°/, 1U0-- iui _ bio, Etaats-Obli«, (U»a, Ostb.) v. I. 187«, 5°/o..... 120 — 121' . bto.4'/,°/<>Scha»kegaI'«l!l.°Obl. 10Ü'3U,<»^»0 «0. Vräm,'«l>ll. k 100 fl, «, W, 1UU 50 ,ßi .^!> dto, bto, k 5«fl. ö,». ,6N5U iLiüb «,eiß i!i«a,'L°«e 4"/. «0 ft. . 140 — 141- GrundenU.»Gbligatiüne» (ftk 100 fl, fl. ü. U.) . 8N 5« 87-40 ^ »»alilcht und stavonische . 97-25 9»'— H»d«t bfftntl. Anlehen. D«N«l.«e«.>Lose lV/» . . . . 120 75 130 ?s> dt». »Nnlelhe 1878 . . I08-UU l10<>0 »»lebe« der Stadt Wrz . . il2 — —- Anle«» b. Ltablliemeinde Wien i(iz-l, b. kladlgin, M«, 172 2ü 1?» ^ «rleb«^««lel)e». verlosb. »"/, ,094,) ^l^ «elb Ware Pfandblltft (für too ll). Vodcr, allg,öst.i»50I,verl,4»/<, g^z« <,g.^ btu, PräM'Lchldv, 3°/„, I, 20 lui2U bto. bto, ü0jähr, ., 4"/« - - 100 2« iul2U Lparcasse,«. «s<„ »<> I. 5'/.°/, vl. iyz zy '^.^ Priolitätü-Gbligatlonen (fiir W0 fl.). Ferdinands «orblmlin u Dtpositenüanl, All«,. 200 ft. . 222-— 225 - EocoinpwOcs,, Nbrlst,, 500 sl. 75«'— 7^-— Giru'u, Lassenv, Wiener, 20Nfl. 257- 258 — Hypo sl. » 908 — 9U9 ÄN Unioobanl »00 fl. . . . ,« L«4'- 295 -»nl»»lHb«»l. »».. A» «. .ii?2—»73 — »elb Ware Hltien von Transport» Vnternehniunssen (per 2!ük>»!>, »00 fl, . 16lb 1825 Whm, ^urt>l>al),l lü0 fl, , . »61 — 202 — Vl'schltt-Iilab« (5is. ül>U ,1, LW. 1720 l?L5 dlu, t»0 lüt, >N 2<><» fl, . S23-—«24--Douau ^ Dcimpfschisialiin ° Ges., Oesterr,, ü!»> fl, l!M, . . 478 — 480'— Duz Aodeichacherlt, AüWfl H. 74-50 75-»- Fer'biüanbl! ^urdli, l»0«f!,l!«t. 32U2'5 l>405' Leml, Czernow,- Iassy ^ Eisenb.» Oest-Nschaft 200 fl. S, . . «8z-?5 294'?b Lloyd, vest,. Trieft, 5 flCM. 443— 444 — Oesterr. Norbioestb, 200 fl. T. «48-50 »50 — dto, dto, (lit, U) 200 fl. S. 285 ?ü 268-25 Praa^Düxer Äsenli. ,50 fl, O. , »650 97 — Vtaatseijenbal,» 200 ft. O. . 358-65 35815 Südblll)!! Ä!U fl, N..... 77-— 77-2» VÜdnoldb, Aerb'A, 20« fl, LM. 208-20 809-^0 Tiaimuay-Ges,,Wr,i7»fl,S,W. —-— — — dto. Em, ,887, 20» fl, , 513-— 516-— TramwavGes,, NeneNir,, Pri». ritätl-Äctien >»« fl, , , . 112 — U4-— Ung,°aallz, ltifenb, 200 fl, Silbe, »1850 214-50 Una/Westl,,(l«allb Graz)20«fl.V. 210-71 »H'75 «iener Hualbahnen-«ct, V«<. —,— — — Indufirit'Altien (per Stück). »augef., Nllg, oft,, wa ft. . . »«-«> 1^2 — sgydier Viscid und ZtahlInb. in Wien l i> . 155 —l55'50 Montan M,Vllsch,, Oest, alpine 165 — 1655U Prager Eije,, I„d, l»!l'i, ^»l> ,'l, 73g — ?g8 — Lalgo Tarj, Hl>>!„!u!>l>-!' «<» fl, 620 — 622 — „Schlbglmühl", Paplerf, Ä«'!>, »18 —«15 — ,,bt«yl«r»,", Papierj, u, !on.Leilill»st,,«lIn,,i»Pest, t ll......... «47 — 5ÜU-— Wl, AaxaeseNschast l<»> fl, . . 107 25 l0?-?ü Wieüelbeiger Zieael Äctleii'Ges. 8»5 — 82? — Diverft Luft (per Stück), Nubapest'Vasllica (Dombau) 670 710 «rebitlosc 100 fl...... 203 ?b 204-75 «Iar!,.«>ise 40 fl. 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Z. 8. 4/98/1, über das Nachlass-vermögen des Handelsmannes Martin Vrilej in Oberlaibach eröffnete kaufmännische Concurs übcr Einverständnis aller Massegläubiger und sämmtlicher angemeldeter Concursgläubiger gemäß ß 155 a. C, O. für aufgehoben erklärt wurde. K. k. Landes- als Com'ursgericht Laibach, Abth. III. am 17. August 1893. (3220) 4bl Edict. Im Concurse des Iofef Bizjak. Handelsmann in Dorncgg, hat der Masseverwaller Herr Ianko Rahne. k. k. Notar, derzeit in Egg. den Schlussvrrtheilungs-entwurf am 4. August 1898 eingebracht. Von demselben löanen die Concursglüu- biger beim gefertigtenConcursCommissär oder beim Masftverwalter Einsicht nehmen. Zur Einbringung allfälliger Ermne' rungen beim Concurs-Commissär wird die Frist bis 7. September 1898 bestimmt und zur Verhandlung über die allfälligen Erinnerungen die Tagfahrt auf den 14. September 1698, vormittags 10 Uhr, anberaumt. K. l'. Bezirksgericht Illyr.-Feistrih am 12. August 1898. (3205) ' ^329/98^ ! Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte in Mottling wird bekanntgegeben, es sei dem unbekannt wo in Amerika abwesenden Barthlmä Pecauer von Amtmansdorf Nr. 72 ein Curator aä »«Mm in der Person des Johann AllZtersik von Semic bestellt. K. l. Bezirksgericht Mowing am 1?ten August 1898.