Ni. 118. Dienstag, 25. Mai 1897. Jahrgang 116. Laibacher Zeitung. ^""crntionSpreis: Mi! P of! verse» du »a : gnuzjährig fi. 15. halbjährig fl, 700. Im Eomptuir: Z"ws> st, ,1^ lilllbjahlin sl, L b», ssiir die g»s!eN>i»l, in« Hau« aaiuiähri», 5 l ' Inser»io»i tr.: bei öftere« Wiederlioluüne» per Zeile 2 kr. Die «Laib, Zeit.» erscheint lüglich, mit Nusnahme der Fsn» u»b Feiertaae, Die Administration befindet sich Congrelsplah Nr. 2, die Medactimi Äaluchllsgasse Nr. 15. Sprechstunden der Nedactioil r>on « l>«« li Uhr vormittag», Unfrankierte Äril'se werde» nicht lln^enoiuinen, Mamiscripte nicht zurückgestellt. Alntlicher Theil. . .,„ Se. l. und k. Apostolische Majestät geruhten aller-^dlgst Seine k. u. k. Hoheit dm Herrn'Feldmarschall. Meuaut Erzherzog Franz Ferdinand von "e.>terreich - Este zum Oberst-Inhaber des Uhlanen-Vmeins Nr. 7 zu ernennen. y Se. l. und k. Apostolische Majestät haben dem ^ Mspraktikanten im löuiglich ungarischen Ackerbau-Zerium Paul Grafen Szäpäry die Kämmerers-lde taxfrn allergnädigst zu verleih?« geruht. ^ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit tts/ ^ unterzeichnetem Diplome dem Hauplmanne 5, ^.blasse des Infanterieregiments Forinyäk Nr. 86 ,^t,ch Tesar den Adelstand mit dem Ehrenworte ll»r.>> "l'b dem Prädicate « Eiben forst» aller-^gst zu verleihen geruht. !^ichw!ntlicher Theil. Die Quotcnsrage. ^ Die Conserenz des Ministerpräsidenten Grafen 'll ^!. ^^ seinem ungarischen Collagen Baron Vanffy Ulm . v^l hat, wie gemeldet wurde, zu keiner Eini-wnl ^^ bie Quote g^sührt. Der «Neuen freien Presse» Ain tritt man nunmehr in parlamentarischen und Hio^l , Kreisen dem Gedanken näh^r, dass man zu einem !ll>t,! "^ richtiger zur Prolongierung des Status ^z l? ^erde. An unterrichteter Stelle wird jedoch auf «Knsj bhlcheste bestritten, dass diese Modalität den Ge-Ne^^ "ln^icher Besprechungen oder Erwägungen ge-bifi.,,,^tte, und noch immer von der Möglichkeit einer "'uvrn Losung gesprochen. ^^as «Fremdenblalt. bespricht an leitender Stelle ^Gierigkeiten der Verhandlungen uud schreibt u. a.: Mkl ^erhandlungeu dieser Art jede Regierung die '"Vr» ""^ Parteianjchauungen in den Parlamenten stitlm ^ öühen muss. ist selbstverständlich. Eine con heh^ "^e Negierung tan» sich dieser Pflicht nicht ent° theil' '"^ '" '^ l,egt ja auch für jeden Vertrags-^^e mächtige Bürgschaft einer wirksamen, bis zur äußersten Anspannung des Willens getriebenen Wah rung seiner Interlsseu. Das aber darf rundweg aus geschlossen werden, dass momentane Parteicollisionen, oder aus andereu Ursachen entspringende Cu»fticte irgend einen Einfluss auf eiu Werk nehme» könnten, das, für ein Decennium und demnach voraussichtlich weit über die Dauer gewöhnlicher parlamentarischer Constellationeu berechnet, die Basis für das gesammte wirtschaftliche Leben der Völker der Monarchie bieten soll. Dies hieße die wichtigsten Staats- und Reichsinteressen dem Uu fähr überlassen. Nur insownt als die Parlamente den Ausdruck der Gesammtüberzeugung über die von jeder Reichshälfte zu übernehmenden Verpflichtungen offen baren, kommen sie für die Regierung in Betracht. Wie aber die momentane Stimmung einzelner Fractionen beschaffen ist, das bleibt zweifellos dabei außer Frage, Es bleibt dann den Fractiouen hinterher überlassen, ihre Stellung zu ixchmeu und damit auch die Vei> antwortung, die damit verbunden wäre, auf sich zu laden. Die österreichische und die uugarische Regierung müssen beurtheilen und darüber schlüssig werden, welche Quote von einem jeden Parlamente als der wahre Ausdruck ökonomischer Leistungsfähigkeit und öffentlicher Verpflichtung anerkannt werden durfte. Darüber hinaus kommen die parlamentarischen Verhältniss, nicht in Betracht. Zu voreilig und Mifellos nicht zum Vortheile unserer Interessen wird jetzt in alle Well verkündet, unfer Abgeordnetenhaus sei durch seiiie parlamentarischen Wirreu gar nicht in der Lage, einen Ausgleich zu schassen. Es ist bedauerlich, dass man eb hier nicht auf eme Probe ankommen lassen kann! Glaubt man denn wirklich, irgend eine Partei hätte den Willen, eine Qnote abz'lchnen, die Oesterreich voll kommen befriedigen, den Sieg unseres Rechtes und unserer Interessen bedeuten würde? Was soll mit Ueber-treibuugen dieser Art erreicht werden? So parteiblind wäre keine einzige österreichische Partei und keine hätte den Muth, ein für Oesterreich gerechtes Arrangement zurückzuweisen, selbst auf die Gefahr hin, gleiche Vortheile nicht mehr zu erlangen. Die Parteien haben Waffen genug, um Regierungen tödlich zu treffen. Sic können nach den letzten Wahrnehmungen den ganzen constitutiouellen Apparat lahmen. Aber sie dürfen nichr Waffen schwingen, die über die Regierung hinaus — das Reich und dessen innere Einheit treffen und den materiellen Wohlstand aller Volkslreise leicht zerrütten könnten. Mit eher ist anzunehmen, dass ein wirklich günstiger Ausgleich die Parteien selbst entwaffnen, sie durch sein Gewicht und seine Vortheile bemüssigen würde, den Sturm für eine Weile einzustellen. Nicht in den momentanen österreichischen parlamentarischen Verhältnissen liegt deshalb der Grund, dass eine Einigung über die Quote aus Budapest nicht gebracht wurde. So schlimm ist es trotz der betrübenden Zwischenfälle der letzten Tage mit unserer Volks» Vertretung nicht bestellt. Die gesammte bisherige Erfolglosigkeit in dieser Frage ist aus der Schwierigkeit ab« zuleiten, eine Verständigung zu erreichen, die dem ungarischen Reichstage eine erträgliche, der österreichischen Reichshälfte eine genügende Correctur des gegenwärtigen Veilragsverhältnisscs bieten könnte. Die ungarische öffentliche Meinung ist für eine unseren Wünschen entsprechende Erhöhung nuch nicht entschlussbereit und auch bei uns herrscht noch leine Klarheit, bei welcher Quote die öffentliche Stimmung sich beruhigen würde. Schließlich wird aber doch, ob mit oder ohue Provisorien, auch hierin ein festerRuhepuukt gefunden werden, auf dem das Ausgleichswerk mit Erfolg wird aufzurichten fein. Vielleicht wird diefes Ziel weit sicherer erreicht, je weniger die Ungeduld dabei mitwirkt, je mehr man sich dessen bewusst bleibt, dass nicht ein Ausgleich überhaupt, sondern nur ein für Oesterreich annehmbares und gegen das bisherige auch Vortheil» hafteres Arrangement angestrebt wird. Ist einmal solch ein Ausgleich abgeschlossen, so kann er sich getrost auch iu unserem Parlamente präsentieren. Er braucht vor Stürmen nicht zu verzagen. Die Parteien können gegen die Regierung und die Majorität — aber nicht gegen den offenbaren Vortheil der Bevölkerung Obstruction betreiben. Bericht der Gelverbe-Inspection. IV. Bei der nachfolgenden Besprechung der Wahrneh< mungcn, welche unter diesem Gesichtspunkte gemacht worden sind, ergibt sich gewissermaßen von felbst die Nothwendigkeit, die im Berichtsjahre neu entstandenen oder wesentlich erweiterten Anlagen von jenen älteren Feuilleton. Heiligsprechungen. ^ <^^ ^"6 ""^ heran, wo die twige Stadt wieder lltchl^upiatz einer der großartigsten und seltensten lkcchlw Festlichkeiten sein wird — einer Heilig-^vll n"?' Pius I X. hat während feines langen Pontificates eil, «"Au 32 Iahreu nur zweimal, 1U62 und 1876, <0. ^es Fest gchiert. Leo Xlll. wird es j.tzt, im ltkli^ ^"^ ruhmreichen Negierung, schon zum 18^ ^alr feiern. Aber die beiden anderen Male, ^Kig "" 1UKU, wurde die Feier in timm virhüllniö-^t d "An und sehr unlnquemen Raume, dem Saale , l die ""lhalle vou St. Peter, vollzogen und erst Mlrll st bevorstehende hat der Heilige Vater be Wei, '^ l'k wieder, wie vor 1870. in den weiten ? ^br P.eterslirche selbst vorzunehmen, wo seit ^Ulia ^'"k ""hl stattgefunden hat. Zur Bei-l, Hn »^'om jedoch Eintrittskarten nöthig sein. Me"te » Peterskirche sind schon seit vielen Wochen f^chtu, " Arbeitern von früh bis spät mit der 'e sih"ug und Ausschmückung beschäftigt, und damit ^ dor," ^"^ bewegen können, bleibt seit Anfang ^l'tt« ? W°che die Basilica an den Werktagen "»t>e ^ geschloffen. Schon erhebeu sich im Hinter- > ^ d H^bYteriums und zur Scite dcs Hoch- te ^ den ^"lPe lür die päMichen Throne und ^'tte^ Seite» die Tribünen für die Mitglieder ^ltes^. Mchenhä'user, fur den Großmeister des b^ l ^ruö „ehst Gefolge für das diplomatische !e. tl un^ ^ die Damen desselben und für die ^den w ^"""" dcr römischen Aristokratie. In "Men des Querschiffes werden noch große Tribünen für andere angesehene Perfonen errichtet. Bekanntlich sind die beiden Personen, deren Heiligsprechung auf den 27. d. Mts. anberaumt ist, die seligen Anton Maria Zaccaria und Peter Fourier. Der erstere, geboren im Jahre 1500 zu Cremona in der Lombardei, war zuerst Arzt, wurde dann Priester, stiftete den Olden der Aarnabiten oder regulären Elerikcr vom heiligen Paulus und starb in seiner Vaterstadt im Jahre 1539. Der andele, geboren 1565. wurde 1585 Augustiner Chorherr, 1597 Pfarrer zu Matincourt iu Lothringen, wirkte erfolgreich nicht nur für die Reform feines Ordens, sondern auch «ür die Wiederbelebuug des religiöse» Geistes iu der Be« völterung, weshalb er den Ehrentitel «Apostel von Lothringen' erh,elt, und starb 1640. Nun dürfte es den Lefern wohl auch willkommen sein, etwas über das Verfahren zu veruehmen, welches der Heiligsprechung vorangeht und in ihr feinen Abschluss findet: Hier kurz das Weseutlichste: Ist irgendwo jemand im Rufe der Heiligkeit gestorben, so setzt der betreffende Bischof eine Commission ein mit dem Auftrag, eine genaue Prüfung des Lebens, wandels des Verstorbenen vorzunehmen. Das Ergebnis dieser Untersuchung versieht der Bischof mit feiner Unterschrift und feinem Siegel und fendet es nach Rom mit der Bitte um Einleitung des canonifchen Processe. Hier werden dann die erhaltenen Acten einem Postulator m,d einem Consistorial-Advocaten übergeben. Die großen kirchlichen Orden, Sei welchen solche Sachen häufig vorkommen, haben in ihrem Schoße je einen ständigen Postulator. Sonst ist der Postulator gewöhnlich ein Weltgeistlicher von der Nationalität des betreffenden Verstorbenen, der nun den Titel «ehrwürdiger Diener Gottes» erhält. Der Postulator und der Advocat fassen die Acten des bischöflichen Processes in einer Denkschrift zufammen. Dann werden die Schriften des Verstorbenen einer sorgfältigen Prüfung unterworfen, ob keine Irrthümer gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre darin enthalten sind. Hierauf folgt die strenge Untersuchung über den Lebenswandel, um den Beweis zu erbringen, dass der Verstorbene die christlichen Tugenden in heroischem Maße geübt und sich gegen kcine derselben irgendwie verfehlt hat. Ein Beamter der Riten Congregation, der den Titel «Anwalt des Glaubens» führt und gewöhnlich scherzweise «Advocat des Teufels» genannt wird, ist verpflichtet, alle erdenklichen Einwände vorzubringeu. Und dies ist leine bloße Formalität. So wurde der Selig-sprechungs-Process eines sehr frommen Papstes aus dem 18. Jahrhundert niedergefchlagen, weil der Advocat des Teufels festgestellt hatte, wie der Verstorbene sich durch einen unwürdigen Günstling habe tauschen lassen uud dadurch gegen die Tugend der Klugheit gefehlt hatte. Ist diese Untersuchung günstig ausgefallen, so wird dem Heiligen Vater darüber Vortrag gehalten, welcher dann das darauf bezügliche Decret veröffentlichen lässt. Nun kommt die Untersuchung der Wunder, die Gott auf Fürbitte des Ehrwürdigen gewirkt hat, und deren wenigstens zwei für eine Seligsprechung erforderlich siud. W-nn auch in Bezug auf diesen Punkt alle Zweifel beseitigt siud, fiudet nach einigen weiteren Formalitäten die Seligsprechung statt, wodurch die öffentliche Verehrung gestattet wird. Nimmt nun der Ruf des Seligen fowie feine Verehrung mit der Zeit zu und werden auf feine Fürbitte neue Wunder gewirkt, so wird nach Einholung der Zustimmung des Papstes oer Pwcess wieder aufgenommen, nach dessen günstigem Verlaufe der Papst selbst die Heiligsprechung vor-nimmt, wodurch die Verehrung für die ganze Kirche vorgelchrieben wird. «Augsb. Postztg.. Laibacber Neituna Nr. 118. 1064 25.MaiM7. Betrieben zu trennen, welche heuer zum erstenmale in> spiciert wurden. Die Betriebe der ersteren Art sind durchwegs sehr zweckmäßig gebaut und ebenso ein» gerichtet, ja es verdienen manche derselben nachgerade als Musteranlagen bezeichnet zu werden. Ihre Beschrei» bung im einzelnen würde den Rahmen dieses Berichtes weitaus überschreiten; einige wenige Beispiele jedoch, welche geeignet sein dürsten, die auf diesem Gebiete angestrebten Ziele erkennen zu lassen, mögen hier Er« wähnung finden. Nach langwierigen Kämpfen mit den Anrainern ist es heuer endlich der Firma P. Ammann diesen Vorwurf für seine Partei zurück, die Wuroe" Hauses möge der Präsideut wahren. Nächste Sly"'» heute. Auf der Tagesordnung stehen der Sermsla^ die Handwerkervorlage und die Vorlage, betreffeno Krankenversicheruug. ^ Die italienische Kammer nahm am 2^' die Debatte über Afrika wieder auf. "1.^^ Redner begründeten die von ihnen beantragten ^ " ordnungen.' andere erklärten, auf die Begründung verzichten, da die Kcimmer mit Ungeduld ?»e , > stimmuug erwarte. Ministerpräsident Marchese dl M" erklärte, dass er jede die Verschiebung der VeratY^» bezweckende Motion sowie die Motion, welche ^ Aufgeben der Erythräa vorschlägt, ablehne, «no . die Freunde des Ministeriums, die von G""" n. Rubini beantragten Tagesordnungen anzuney ,^ welche die Erklärungen der Regierung zur ^" ,j, nehmen und die politische Verhaltungilinie des ^" steriums billigen. Bei der hierauf folgenden nam^ lichen Abstimmung über die Tagesordnungen ., Deputierten de Marinis (Socialist), Imbrian, (<" caler) und Pozzi (Rechte), welchen zufolge die KA zur Berathung über das Aufgeben der eM"''" Colonie schreiten solle, wurde dieselbe mit "^ «"„ 140 Stimmen abgelehnt. Neu» Deputierte enty". sich der Abstimmung. Sodann wurde die Tagesorol> Martinis', betreffend die Aufschiebung der VeralY"H in namentlicher Abstimmung mit 320 g^" g Stimmen abgelehnt und die von der sn'g> ^ acceptierte Tagesordnung Gallo - Rubini, wclH ^ Erklärungen der Regierung zur Kenntnis"^, und dieselben billigt, gleichfalls in namentlicher ^ stimmung mit 242 gegen 94 Stimmen bei 20 Gl' enthaltungen angenommen und hierauf die <^v Schlossen. ^ Gegenüber den Meldungen verschiedener u^,^ discher Blätter, wouach die Stimmung in Bulg a .^, gegenwärtig keine besonders friedliche wäre, vM ^ die «Agence NalcaniPie»,dass die bulgarische Mg ^ und die bulgarische Nation mit Ungeduld ^!.^^^ endigung dls Krieges erwarten, um die Durchlüg ,,i der verheißenen Reformen in ganz Macedonien zu lernen. ,^ Wie man aus Belgrad meldet, soll ""^,^ seit längerer Zeit ins Auge gefasste Besuch ^ " ^ Alexander beim englischen Hofe im Spa i" ^l stattfinden. Die Nachricht, dass sich König '" ^^ demnächst nach Karlsbad begeben werde, »" , ^ richtigzustellen, dass es vorläufig noch ungelvlss^ ;„ der Köuig die ihm von den Aerzten verordnetes ^ Belgrad oder in der Quellenstadt selbst durchw ^ wird. Sollte letzteres der Fall sein, dann d"ll ^, der König gegen Ende Juni nach dem s^n böhmischen Curorte begeben. ^ Aus Athen wird der «P. C.» in s^Ai5 unserer Nachricht von der Wahrscheinlichkeit des z, trittes des Cabinets Rhallisnach erfolgtem ^' ^ schlussc mit der Türkei gemeldet, es herrsche ^" >„e< Ansicht vor, dass in diesem Falle der gewesene-" ^ minister im Cabinet Delyannis, Herr Levlvl '^ in allen Kreisen der Bevölkerung große SY"'^ b^ genießt, zur Bildung des künftigen Minister«"" rufen werden dürfte. Zie Htose von Jericho. Ein Märchen für große Kinder von E. Leberecht. (1. Fortsetzung.) Wie ein Schleier legte es sich vor Gretchens Blick. Die Wände des Stübchens wurden weiter und höher, und immer sonniger, immer wonniger wurde es um sie her. Ledern rauschten zu ihren Häupten, und unter den grünen Kronen ruhte ein junges, schönes Weib in orientalischer Kleidung, stolz wie eine Königin mit der blauschwarzen Flechtenkrone. «Das ist die ,Iudenpetson°, die,garstige alte Hexe> sagten die Rosen.» «Das war ,Ierichos Rose', die schönste unter den Schwestern. Deinen Thränen danken wir die Auferstehung,» fuhren sie fort, «nun sollst du zum Dank ihre Geschichte hören und die unsere, denn sie sind eng miteinander verwachsen.» Und nun erzählten sie, wie der Vater der schönen Orientalin ein reicher Kaufherr gewesen, dessen Kameele unerschöpfliche Reichthümer aus feinen Ländern brach ten, und dieses alles legte er seiner Tochter zu Füßen, dem einzigen Wesen, das er liebte. Sein Weib war ihm früh gestorben. «Wir wissen es wohl, wir wissen es wohl!» flüsterten die Blumen. «Dort in ihrem Garten haben wir geblüht; die Feigenbäume haben es uus oft er-zahu.» Nur eine Sorg? hatte der Vater. Die schöne Tochter wies alle Freier ab, mochten sie jung oder alt, der"^ "'ch,wn. «Sie hat lein Herz,, hieß es in «luge., hell «Unz.e ,«>.«'««st^^^ blau ^eme talischen Männern; hoch und schlank war er, wie die Ceder des Libanon. Wir sahen es, wie ihre Augen leuchteten, wenn er nahte; wir sahen, wie ihre Wangen sich höher färbten. Er verkehrte viel in dem Hause ihres Vaters. Sie sahen sich oft. Oft waren die beiden im Garten und er erzählte ihr von der kühlen nor-difchen Heimat. Schön klangen die Worte von den edel-geschwungenen Lippen; schöner noch schien ihr die Sprache der blaueu Augen; sie redeten die Sprache des Herzens, der Liebe. Eines Abends giengen sie wieder unter den üppigen Feigenbäumen dahin; leise wehte der Wind durch die C^dern, feurig glühten die Granatäpfel im grünen Laub. Sie schritten den Hügel hinauf zum Pavillon an uns vorüber. «Judith, liebst du mich?» fragte er sie da und beugte sich zu ihr nieder. Wie ein Funke leuchtete es auf in den dunklen Sammetaugen. «Mehr als mein Leben!» sagte sie leise. Eine Welt lag in den Worten. Er küsste sie. Nicht einmal, viele, vielemale. Sie ließ es geschehen, bebend wie die Lotosblume, wenn die Wellen sie umschmeicheln. «Behalte mich lieb, meine Rose von Jericho!» bat er. «Diese Rosen mögen dich an diese Stunden er» innern und dieses bescheidene Kräutlein, von dem die Sage geht, dass es immer wieder frisch wird, wenn ein Tropfen Wasser es netzt l» Ec brach uns. Sie drückte eiuen Kuss auf unsere Blätter, ehe sie sie in den Gürtel steckte, wie die Zeugen von all der Liebe und Treue, die er ihr hier schwor. Bald darauf nahmen sie Abschied. .. ^ldell Tage verrannen, Wochen vergiengeu. VlelH . ^ sie die Züge Judiths. Sie sprach wenig, auch " ^i)^' nicht, Nur die schwarzen Augen wurden noch u ^ und weun der Abend kam, küsste sie zuweNe" Blätter. Leise sagte sie dann: , M «Ihr habt es doch auch gehört, d"ss ^ ^ lieb hat; ihr wisst es. wie ich: er wird wiedeN"» .F Und er kam wieder, aber ande.s, als >' hatte. t^t l' Ein Jahr, zwei Jahre vergiengen, da ^e» plötzlich in das alte, ehrwürdige Haus- '"> ^ >^ es wohl; wir lagen indem alten Gebetbuchs ^ hF Sie hielt inne in ihrer Beschäftigung; >>b< die Blumen mit der Gartenschere gesanbe" M schnitten. Ein Schrei der Freude Merle ""^i^ Lippen; sie wankte ihm entgegen mit unau»>p Gefühlen. , lv^ Anders hingegen der Fremde. Fast t<" ^ßl> seine Züge, aufemander geprefst die einst > Al Lippen. Fremd klang seine Stimme, als er ausstieß: , „,il, ^ «Um Gottes Barmherzigkeit willen, M^ ich einen Arzt finde?. ys.me "!> «Einen Arzt?» Schlaff sankVn tne Ar»'.^ Eine bitterschwere Enttäuschung zog über Züge. Und dann kam es leise über ihre 5M . «Lass mich deinen Arzt sein, Robert!' ^^ «Nein, nein,» sagte er fast wild, «9'"^^ wort auf meine Frage, mein Weib liegt llN. «Dein Weib?. (Fortsetzung folgt.) Laibacher öeituna Nr. 118. 1065 25. Mai 1697. w Der Aufstand auf Cuba ist. wenn die jüngsten "M'chten von der Infel verlässlich sind. so gut wie ^drückt. Generalgouverneur Weyler hat an die MNlsche Regierung einen längeren telegraphischen ?"Ht erstattet, der im wesentlichen Folgendes be-M' Von dem westlichen Ende der Insel bis zu Vu ?kWg.ten Linie von Iucarro in der Provinz «Mo Principe fahlen die Züge regelmäßig; auf den u lvern und in den Fabriken wird gearbeitet. In der ^vlnz Pinnar del Rio bleiben noch ungefähr 500, H der Provinz Havanna 100. in der Provinz Mnzag 5^ zu der Provinz Santiago 500 Auf-Mlsche. Alle sind schlecht bewaffnet und in kleine ^"ppen zerstreut. Maximo Gomez irrt an der Spitze ^ etwa 100 Mann umher, die übrigen Führer Klw ^ Hoffnung, den Kampf weiterführen zu j ""/n, verloren. General Weyler hofft denn auch. din, ö" 6"t die Ruhe auch in den beiden Pro-jy W' wo noch gekämpft wird, herzustellen, nämlich ^Luerto Principe und Santiago. In der liberalen ih ^Spaniens ist man mit dem Vorgehen gegen-M Antillen - Insel nicht einverstanden, und der einer m ^^ ^"^" Sagasta kennzeichnete kürzlich in ^l "ersammlung von Senatoren und Abgeordneten bm ^ die Lage auf Euba dahin, dass keine Frage seien" ^loN und die Uebelstände nur verschärft ^"'. angesichts dieser Verhältnisse habe die liberale 3 «,' beschlossen, den politischen Waffenstillstand mit sii^gierung nach zwei Jahren abzubrechen. That-W, '^ es schon vorgestern im Senate zu einem ^ 'Nen Nencontre zwischen dem Minister des Aeußern ütln^ von Tetuan und dem liberalen Senator Comas ^onwien. Tagesneuigleiten. ^.^(Regierungsjubi'läumSr. Majestät t>ln',i filers.) ^ur Feier des sünszigjahrigen Regie. ^°'l"blläum« Sr. Majestät des Kaifers und des gleich-Ml,« b" Jahr 1898 fallenden 600jährigen Stadt-l„ h,"^ hat der Gemeinbe°Ausschuss von Korneuburg X>„k Sitzung vom 20. d. M. über Antrag des Bürger« ^t,l? ^°"z Schaumann beschlossen: Ein vierclasfige« tz^Wnafium zu gründen, dasselbe «Kaiser Franz Iosef-0^.. ""»«»Realgymnasium» zu benennen und am 4len 1gg°" 1898 mit der ersten Classe zu eröffnen; im Jahre b»t<5 . Restaurierung der dortigen Nugustinerlirche lH^'Ühren und den Klrchlhurm mit eine« neuen Hy "en Helme zu schmücken; auf dem Hauplplahe einen Öl, ^'"^talbrunnen zu erbauen und denselben mit einer ^lu/ ^^ ^"l" Korneuburger Rallenfänger erinnernden ^lch, §" ^önen und endlich eine Ehrenlette zu stisten, ^vss! > leweillge Bürgermeister der Stadt Korneuburg >v>tb ^en und repräsentativtn Anlässen zu tragen haben »l»tb^ (llln Held von Llssa.) Am 17. d. M. ^'" ^°la der Pilot der laiserllchen Marine Antonio lt y^'^«selbe hatte fich in der Schlacht von Lissa, die üX,«' ^n, Kriegsschiffe »Radehsy» mitgemacht, besonders tz^'l'chnet. Damals wurde ihm von einer Kugel ein '"schmettert. ^k ^z^ahlen unbWahlexcesse inKroatlen.) ^llbt» Voinjaci vom 22. d. M. gemeldet wird, fanden "" 5 n?"lässlich der Landtagswahl Excesse statt. Schon <5 ^ früh hatten sich gegen 1000 Menschen vor blisth"vtfeingange angesammelt. Als der Commissar ^e kl ^"" Auselnanbergehen aufforderte, griff die '»«^ "k ausgerückte Mililärcompagnie mit Steinen an; ^ ^ bäusern wurde geschossm. Ein Soldat erhielt »tch ^uerftich ins Gesicht, mehrere Soldaten wurden lH ^""wilrse verletzt. Das Militär gab Feuer, wo« "tbkn ^"" Angreifer gelobtet, mehrere verwundet ' "le Wahl wurde siftiert. ^t ^(Eröffnung des Vlackwell.Tunnels.) ^ d ^ und die Prinzessin von Wale« eröffneten am ^llt "l- unter großer Feierlichkeit den Vlackwell-Tunnel ^ltl ^ Themse. Der Tunnel, ein sehr bedeutendes . H n Ingenieurlunft, dessen Bau fünf Jahre in An. ^!h,, hm, ist sür Fuhrwerke und Fußgänger ein- ^le inline Gesammtlänge beträgt 6200 Fuß, die ^" Iuh. Er besitzt zwei Fußsteige. ^X,^/Vteteor.) Aus Kahhülte im Fürstenthum '"> ? s.°"g.Rudl)lftadt wird gemeldet: Am 19. d. Ml«. ? H^l 45 Minuten fiel dicht oberhalb Meuselbach zb ^ll ll "°en, dem schon in der Mürauer Stras- ! ^N V!'"" Hltta, mit einem Messer in die Brust k?' ^l« «> ""b bald darauf. Die Ursache der Unthat ^"""l'n «ozel fich eines mllsahrenden Mädchens an» "" zvl,?"le. welches von Hröla und dessen Kameraden ^'"ch belllstizt worden war. — (Cinen Einfluss künstlicher Zähne) auf den Charakter des Menschen will ein amerllanlscher Urzt beobachtet haben. Nach seiner Meinung wirlt der säurehaltige Speichel aus die in den gahnftücken enthaltenen, in der Regel verschiedenartigen Metalle ähnlich wie diü Säure auf ein Volta'sches Element und erzeugt einen elektrischen Strom im Gebis«, der das Nervensystem beunruhigt und Verstimmung hervorbringt. Mit der Z?it soll fich daraus eine bleibende Einwirkung auf den seelischen Habitus des Gebissträgers ergeben. — (Ertrunkene Soldaten.) Nei Angers ertranken, wie aus Paris vom 21. d. M. gemeldet wird, während eines Ponlonmanöoer« sieben Geniesolbaten. — (Ausstand der Belgrader Fiater,)Die Belgrader Flak r striken wegen des von der Polizei an» geordneten Unisormzwanges und wegen der Unentgeltllchleit der Fahrten von Polizeibeamten. — (AuswandererelendinNordamerila.) Nach einem Berichte des l. u. l. Consulates in Philadelphia haben sich die Arbeitsverhältnisse in dem Harllohlen-diftricle Ost-Pennsy^vanlens, welches da« HauplansiedelungS« gebiet der in dem Eonsularsprengel Philadelphia lebenden Österreicher und Ungarn bildet, sowie in anderen Theilen der Union in letzter Z«it sehr ungünstig gestaltet. Angesichts dieser Lag? der Nrbeiterclassen in den Vereinigten Staaten Nordamerikas erscheint die in dem Jahresberichte des Generaleinwanderungscommissärs in Washington pro 1896 mit 65.108 angegebene Einwanderungszahl aus Oesterreich' Ungarn, wovon 34.205 aus Oesterreich und 39.898 aus Ungarn entfallen, umso aussallender, als fie die größte seit Beginn der österreichisch-ungarischen Emigration nach Nordamerika, feit dem Jahre 1891 bis 1392, ist. Diese besonders starke Einwanderung trifft noch dazu mit der periodischen Geschäftsstockung zu» lammen, welche, wie in jedem Präsibentenwahljahre, so auch i« Jahre 1896. und zwar in letzterem Jahre durch eine schon seit 1894 stetig zunehmend- allgemeine wirtschaftliche Depression wesentlich verschärft, herrschte. Die groß? Masse der Auswanderer kam daher in Nme« rlla zu einem Zeitpunkte an, wo die Arbelternachfrage ties unter das normale Niveau gesunken war und selbst die mit den Octsverhältnissen vertrauten, in einem früheren günstigeren Momente Elngewanderten nicht «ehr genügende Arbeit zu finden vermochten. — (Verheiratete Kinder in Indien.) In Indien sind 100.000 Knaben und 627.000 Mädchen unter vierzchn Jahren rechtmäßig verheiratet. Von diesen jugendlichen Eheleuten haben 8600 Knaben und 24.000 Mädchen nicht einmal das viert« Lebensjahr zurückgelegt. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Vom Poftdienfte.) Insolge der über eigene« Ansuchen erfolgten Uebecsehung des l. l. Post-Eommlssär« Franz Knotet nach Prag wurde die Bereisung der l. l. Post« und Telegraphenämter im Revisions« bezllle Nr. 2 (Unterlrain), umfassend die Vezirls-hauptmannschaftcn Ülttai, Goltschee, Gurlfeld. Rudolsswert und Tschernembl, dem l. l. Poftconciplsten Herrn Karl Czarda übertragen. — Am 16. d. M. trat in Godowitsch, politischer Bezirk Loltsch, ein neues Postamt in Wirksam» leit, welches sich mit dem Vrief. und Fahrftoftdienfte befasst, als Vammelftelle des Poftsparcass-namles fungiert und seine Verbindung mit dem Postnehe mittelst der schon bestehenden, zwischen Unterloitsch und Ioria täglich zweimal verkehrenden Poftbotenfahrt, sowie der unter einem von der Strecke Schwarzenberg bei Idria-Hoteberschltz auf die Strecke Schwarzenberg bei Idria« Godowltsch verlegten täglichen Fußbotenpost erhält. — Zufolge Anordnung des l. l. Handelsministeriums hat das Post» und Telegraphenamt Traunil behufs Vermeidung von Fehlinstradierungen sortan den Namen «Traunll in Krain» zu sühren. — Die Nussührung der Telegraphenleitung von Gurlfeld nach Arch wird anfangs des künftigen Monate« in Angriff genommen werden, o. — (Neues Postamt.) Am 1. Juni l. I. tritt in V?glia, politischer Bezirk Görz, ein neue« Post. amt in Wirksamkeit, welch?« sich mit dem Vrief- und F,hrpustduer in der zweiten Hälfte des Monats Juni Vorträge über die Naturgeschichte und dl? Jagd der in ssrain vorkommenden Wildgaltungrn, die Wildhege, den Iagdschutzdienst und die Iagdschutzgesttze abzuhalten, um solchen Organen des Iagdschutzdlenstcs, die darin nur «angelhafte Kenntnisse besitzen, Gelegenheit zu bieten, ihr Wissen zu ver-vollständigen. Diese Vortrage werden innerhalb eines Zellraumes von acht bis zehn Tagen stattfinden, wenn fich eine genügende Zahl Aspiranten gemeldet hat, und find diesbezügliche Nnsragcn an den Nusschuss des train. Jagdschutz-Vereine« in Laibach zu ftellrn. Von Seite der Behörden und des Landesausschusfes halte fich der Verein, wie immer, des größten Entgegenkommens zu erfreuen. Die lrainische Sparcasse hat auch im Jahre 1896 dem Vereine in munificenter Weise 100 Gulden gespendet. Delegierte des Vereines find in nachstehenden Oerlchtsvezirlen ernannt: Gischoflack, Egg, Gotisch«, Großlaschlh, Gurkseld, Krainburg, Laas, üillai, Neumarltl, Oberlaibach, Radmannsdvtf, Ratschach, Rudolsswert, Stein, Tschernembl und Wippach. Dieselben haben die Pflicht, in ihren Bezirken die Interessen der Jagd zu fördern und alle für die Jagd wichtigen Vorlommnisse rechtzeitig zur Kenntnis des Ausschusses zu bringen, um dort, wo es nöthig sein sollte, Abhilfe zu schaffen. Der «usschus« des Vereines lenkt die Nusmerlsamlelt der Vereinsmitglieder auf die Unfallversicherung des Iagdschutz.Personales sowie auch auf die Haftpflicht für verursachte Körper« beschüdigung bei Ausübung der Jagd gegenüber drillen Personen zu lenken und ist gerne bereit, diesbezügliche Anfragen zu beantworten. Jene Vereinsmltglieder, welche kommendes Frühjahr durch den Verein gepaarte Reb« Hühner beziehen wollen, werden ersucht, fich diesfalls bis 1. Jänner 1896 schriftlich an den Verein zu wenden, da für später einlangende Aufträge leine Garantie übernommen werden könnte. Ueber den befriedigenden Stand des Vcrelnsvermögens gibt der Cassebericht Ausschluss. Die Einnahmen betrugen 1029, die Ausgaben 567 fl.; Das Vereinsvermögen beziffert fich mit 2963 si. — (Lehrbesähigungs-Prüfungen.) An der l. k. Lehrerinnenbildungsanftalt beginnen die Lehr» befählgungsprüfungen sür Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen der weiblichen Handarbeiten am 21. Juni d. I. um 8 Uhr früh. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 22. auf den 23. d. M. wurden sechs Verhaftungen vorgenommen, und zwar drei wegen Excesses, eine wegen Herumstreifens und zwei weg n Trunkenheit. — Vom 23. auf den 24. d. M. wurden sieben Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Excesses, zwei wegen Trunkenheit, eine wegcn Holziebftahls, eine w'gen Herumstreifen« und eine wegen verbotener Rücklehr. —r. — (Ueberfallen.) Am 16. Mai zwischen 11 und 12 Uhr nachts wurde Georg Laznil von Pobutll in Vrdo beim Hause der Witwe Gertraud Ternovc von zwei unbekannten Burschen plötzlich überfallen und misshandelt. Die Thäter waren mit Wagenlippen bewaffnet und es erlitt Georg Laznil am Kopfe zwei große tlaf« sende Wunden und mehrere Vlutunterlaufungen am Leibe, Rücken und an der Schulter. Laznil befindet fich gegenwärtig in schwerverletztem Zustande in häuslicher Pflege. Der Beschädigte erkannte unter den Thätern den Kaischlers-sohn Andreas Vovl von Waitsch. Die gerichtlichen Erhebungen sind im Zuge. 1. — (Schwere körperliche Beschädigung.) Um 16. d. M. abend« zechten mehrere Burschen im Gafthause des Gemeindevorsteher« Franz Slibar in Selzach zusammen. Gegen 11 Uhr nachts verließen die Burschen das Gasthaus und als sie auf der Straß; anlangten, ge» rlethen diefelben in einen Streit, wobei Johann Cenilic den Johann Hafner zu Boden warf und sich sodann entsernte. Als Hafner vom Boden ausstand, sprangen die Burschen Ignaz Lavlar, Michael Krel und Valentin Tavcar auf ihn los, Waisen ihn zu Boden, stieß n ihn mit den Füßen und einer von ihnen versetzte ihm auch unter dem rechlen Auge einen Stich mit einem Messer. Hafner ist schwer beschädigt. Ignaz Lavtar wurde als der Thal veldüchNg vlthllsltl und an da« Vczlrlsgericht Vischoflack — (Der Klagenfurter Männergesang-verein) feiert am 26. und 27. Mai den fünfzigjährigen Bestand. Die Sängerrunde des Laibacher deutfchen Turnvereines wird bei diefem Feste durch eine Abordnung, bestehend aus sechs Sängern, vertreten sein. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 24. Mai 1897. (Original-Telegramm.) Vicepräsident Ritter von Abrahamowicz theilt mit, Präsident Kathrein sei durch ein plötzliches Unwohlsein verhindert, der heutigen Sitzung beizuwohnen. Der Vicepräsident widmet hierauf dem verstorbenen Ab» geordneten Hofbauer einen warmen Nachruf und theilt mit, er werde einige ältere Regierungsvorlagen dem Vudgetausschusse zuweisen. Abg. Groß ersucht, dieselben in der ersten Lesung dem Plenum zuzuführen und auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu stellen. Der Vicepräsident erklärt dem ersten Wunsche Rechnung zu tragen, der zweite Punkt bleibe der Entscheidung des Präsidiums vorbehalten. Dann wurden Petitionen verlesen, darunter eine Petition der Stadtgemeinde Graz, inbetreff der Sprachenverordnungen. Abg. Dr. Ritter von Hochenburger beantragt die vollinhaltliche Verlesung der Petition und die Beigabe derselben zum stenographischen Protokolle und beantragt hierüber die namentliche Abstimmung. Der Vicepräsident lässt die Petition verlesen und erklärt, dass die verlesenen Petitionen immer ins stenographische Protokoll aufgenommen werden, weshalb die beantragte namentliche Abstimmung hierüber entfällt. Bei der nächst verlefenen Petition der Stadt« gemeinde Ronsberg, gleichfalls die Angelegenheit der Sprachenverordnungen betreffend, beantragt Abg. Dr. Groß die vollinhaltliche Verlesung der Petition und erklärt, dass gemäss der Geschäftsordnung zur voll« inhaltlichen Verlesung von Petitionen ein Beschluss des Hauses nothwendig sei. Der Antrag Dr. Groß wird in namentlicher Abstimmung mit 214 gegen 11 Stimmen angenommen. Abg. Dr. Funke beantragt bei der nächsten Petition gleichfalls die vollinhaltliche Verlesung und die namentliche Abstimmung hierüber. Abg. Günther beantragt eine Pause von 10 Minuten. Hierauf wird die namentliche Abstimmung vorgenommen. Bei jeder weiteren Petition wurde seitens der Linken die vollinhaltliche Verlesung, 10 Minuten Pause und die namentliche Abstimmung beantragt. Die Anträge werden angenommen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung setzte die Linke ihre Obstruction fort, indem sie die namentliche Abstimmung über jede einzelne Petition und zuvor eine Pause von 10 Minuten beantragt. Abg. Kaizl fragt den Präsidenten, ob er nicht einen Befchlufs des Haufes einholen wolle über die Frage der Zuläsfigleit einer Pause von 10 Minuten vor der Entscheidung einer so minimalen Sache, nach< dem die Geschäftsordnung eine Pause von 10 Minuten nur für komplicierte Abstimmungen festsetzt. (Stürmischer Widerspruch links; stürmischer Beifall rechts; großer Lärm.) Vicepräsident Kramar erklärt, er wolle das Haus in dem Sinne der Ausführungen Kaizls be° fragen. (Großer Lärm.) Zahlreiche Abgeordnete der Linken erklären sich gegen diese Befragung, welche sie als Gewaltstreich bezeichnen. Vicepräsident Kramar will zur Abstimmung über den Antrag Kaizl schreiten. (Großer Lärm.) Ein« zelne Abgeordnete schlagen auf die Pulte. Der Vice« Präsident gibt neuerlich das Glockenzeichen. Die Abstimmung ist zunächst infolge des Tumultes unmöglich. Als es schließlich gelingt, die Abstimmung vorzunehmen, erhebt sich die ganze Rechte und das ganze Centrum für den Antrag Kaizl. (Großer Tumult linls, demonstrativer Beifall rechts.) Da es unmöglich ist, die Ruhe herzustellen, verlässt der Vicepräsident seinen Platz, wodurch die Sitzung suspendiert erscheint. Inzwischen dauert die Erregung im Saale fort. Die Abgeordneten rufen einander Schimpfworte zu. Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt. Tagesordnung : Erste Lesung der Regierungsvorlage, betreffend die Gerichtsgebüren. Process Tausch-Sühow. (Orlglnal'TelearllMM.> Nerl < n, 24. Mai. Heute begann der Process Tausch'Lützow. Tausch ist beschuldigt des Msineides und der falschen Zeugenaussage, Lützow der Schädigung des Militä'rfiscus mit 50 Mark durch eine falsche Quittung. In der Einvernahme erklärte Tausch, er habe den Agenten Normann - Schumann nur bis zum Jahre 1893 be» schäftigt, während ein zur Verlesung gelangter Brief beweist, dass er ihn bis zum Jahre 1896 beschäftigt hat. Tausch leugnet, die politischen Artikel inspiriert zu haben und behauptet, erst später erfahren zu haben, dass Normann jene Artikel geschrieben habe, da der Autor Tausch durch Normann suchen ließ. Im Verlaufe des Verhöres bestreitet Tausch, über das Ohrenleiden des Kaisers dem Journalisten Kran« Mittheilungen gemacht zu haben. ,. l, Lützow behauptet dagegen, den bestimmten ""> trag erhalten zu haben, die Nachricht über ein «", getretenes Ohrenleiden des Kaisers unter der glw Vorsicht in der Presse zu lancieren. Lützow erl" writers, Tausch habe gesagt, die Erkrankung des Kal,l sei auf krebsartiger Grundlage entstanden; der ^a habe den Krebs von seinem Vater geerbt. ^"" bestreitet weiter, den Artikel im «Berliner TaMu über die Kaisermanöver in Elsaß Lothringen inspw^ zu haben, während Lützow behauptet, den Allftrag halten zu haben, um über die Thätigkeit der pol>">y Polizei in den Reichslanden zu berichten. Tausch y". ihm nach seiner Rücklehr gesagt, er werde orden"", über die Polizei in den Reichslanden losziehen. Auch die Materie zu dem in der «Welt' ". Montag erschienenen Artikel über Krisengerüchte ew^ Lützow, trotz der Ablängnung seitens Tauschs, ,^ diesem erhalten zu haben. Auch einer andelen "^ von Artikeln, in denen nach der Ansicht der ÄNl H Tausch, bezw. Liltzow, sich Leckcrts bedient habe" ' ' behauptet Tausch ganz ferne zu stehen, während ^"v^ behauptet, Informationen dazu erhalten zu haben, Verhandlung wird sodann auf morgen vertagt. Griechisch-türkischer Krieg. (Vrlginal-Telegramint,) r^aittl Constantino pel, 24. Mai. Die VoU^ unternahmen gestern und heute gemeinschaftliche A^z wegen Beschlagnahme des griechischen Ha"dels>^ Ilelegrarnnre. ^ ^ Budapest, 24. Mai. vom Minister des Innern eingeleitete Dlsc'!""^ d«^ suchung gegen den Intendanten der Opel . ^ v Nationalthealers Baron Nopcsa die Grunds" ^l' erhobene« Anschuldigungen feststellte, gab de""^sB' Nopcöa seine Demission, um die be'de" ^ ^ keiner Schädigung durch die bestehende Ag" ,^ znsetzen. ^ ^ Dy" ,iic Hambnrg, 24. Mai. (Orig.-Tel.) In der ^g' Actiengesellschaft vormals Alfred Nobel 6 ^. Mz fanden heute kurz nach tt Uhr morgens i" ^" Explosionen statt, bei welchen vier Perfol" ^ wurden. . '^6w^ ,,ie Berlin, 24. Mai. (Orig,Tel.) ^H>lH, Fortsetzung der Berathung dir H?"^' phe"^ nahm das Haus eine Anzahl von P", HMl'lst ^ maß der Commissionsbeschlüsse unter M ^ ^e",. von socialdemokratischer uud freisinniger ^ ^eü Anträge an. Die weiteren Paragmphe '" erhebliche Debatte angenommen. Laibacher Zeitung Nr. 118. 1067 25. Mai 1897. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Pii,s» ^'" 25 Mai, Baronin Vecsey s. Tochter, Graz. — Pavlica. MnA' I^' ^ ^"s"»' ^"°"' Ioanovits, Willfing, ssischer, htit "'Meftper. Goldmann, Mandolfo, Singer, Kflte.. Wien. Lbe^ ^'M,, Schweiz. — Kassovitz, Hermann. Kslte., Prag. — "»eis", n ' Kfm., Domschale. - Schmalz. Kfm.; Pellini. Bau» 8f/"'>a'bach. — Folnegovic. Besitzer. Aaram. — Massarel, ß^' >lagerndorf. — Löwi. Fischer, Kflte., Budapest. - Scarpa, ', ckmme. — Storch, Kfm., Berndorf. Hotel Stadt Wien. YZelten^'" ^' ^"'' Hochwürden Excellenz Graf Pöttickh von cay!,,^ü- k. l. wirklicher Gcheimrath n>ld Kämmerer, Groß» de« f, ^. ^s Hohen Deutschen Ritter. Ordens, Rathsgebietiger ^°s» l c ""^ Deutschmeistcrthumes, Comthur von Haugwitz, ^ellck '^^ Protonowr, Großlreuz :c. lc. ?c.; Nix. Reingruber, GH/' Ialubey, Hamel, Puslmler, Braun. Me.. Wien. — Lutz »'«fin., Cervignano, — Silgradt, Kfm., Dannstadt. — ^ib'll! ' ^^2' ^ ^l^< Ks"'-' Stnltgart. — Agnola, Kfm., tzch"/?.' ^ Gmeiner, Kaufmannsgattin, Ratschach. — Pustachio, Ho«c> ' ^e.. Graz. — Beinloser. Director. Trieft. — Ettin« "' Dechant, Dolina. — Wicher, l. t. Oberthierarzt, '"lllnanger. Verstorbene. ^ 3i ^«' ^- Mai. Andreas Mulej, f. l. Rechnungs-Revident liüll K f ^' Wienerstrahe 15, Lungenentzlindnng, — Katha« «nan, Hausbesitzerin, 68 I., Kirchengasse 15, Wassersucht, Echw?'!' ^4, Mai. Josef Vidmar, Vesitzers-Sohn, 2 I., ^Nlzdorf lg, Fraisen. Im Civilspitale. ^ke^ ? 2 ^>. Mai. Carola Ueslovsel, Arbeiters.Oatin, 34 I., ^'- pulm. Meteorologische Veobachtungeu in Laibach. Seehöhe 306 2 m. ^I^^^/' !___^ _^ «" U U^l7" 724 - 5 '19-9 s'SSW7s«Mäch '' bewölss'" " 9 » Nb. 726-7 15-3 > SW. schwach___ bewölkt ___'^ 25. l ? U. Mg. I 727 - 3 ,12 - 9 I SW. schwach ! ' Nebel , 1^2^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 16 4", um 1-3» über dem Normale. Verantwortlicher «ebacteur: Julius Oh»«3. " »tvz IH.mer Iul! 10«--102 5« ,U»r i° ^ " «pril'Oclodn W5-— »««üU !?»»l l»? >. gnnze »8 »b>lk9 z,t> ' ^»» ^;.. - ' bo ft. lS8 lib l»» «ü '«wbr. ^ ,«,, st, . . lhz... l5g^.. !>^ l)e»» ^^ i bt«,z,^°ldrtntt. fttutriitl l«ll 8U 1»8 — ^r^' ^" ttronenwähr., z>, '»" ^l"l»W Kronen «nm. »0« 8ü lvl Ob r/°«tz^ "" "'Nmn , l«x> Ub l0l Ul, ' ^»)^.I"vcsti »8^0 0«!, 3,'ff''»ahn w Ellber '» lt!, ..... ,9-40 100-45 °"..... SSSUlU0 50 <,i^»l,^, -...... »84 70»»» 7b ^X^ ""w,°U.z,,x>N,«W, «,?'5(! «!8'L0 «o« Staate znr Zahln»» »beru«««e»e »ll>»ttH»t»». «lisabtlybahn »no u » M. 4°/, ab l.'»»,',, «.Vt. . . . lie»l> ll?'8O '/lNabtthblllin, 4<><> u.»<«x> W. zloo Vi, 4°/n..... l»l-3!> lLi, »5 scmiz Josephs,. !tm. l!<»4, 4»/« lw 75 100-75 VaXzüchs »nrl < Ludwig. »ahn. diverse Stücke 4°/„ . . , , l»i0— l0!)Uu «orarlbergel Vahn, Em. l884, , 4°/, 4°/, bto. bto, per Ultimo . 9U U0 lW i« b»0,Vt.!t.«!,«olb10Nfl..4>/,°/<, l»3 - 1L3K0 bto. bto, Vilber 100 fi., Hl/,°/, l«l ?l» 10!» 75 bto. Lta«t».c>bl<«. (Un«, ONb,) v, I. 187«, 5°/°..... 120 »0 1»l 50 bto,4>/,°/u LchunliegllI.«bl.^)l,l, 100 L5 101 Sl< bt«. Präm,««nl. ^ 100 fi. ». «». 154 - 158— dto. bto. «^ littst. «.W. ll>2 - ii>4 — Iheih«eg..Lole 4°/» l«0 st. . 142 25 14275 Plundentl.«Gbllgation»« (für 10« fi. ÜM), 4°/, kroatische »nb slavonilche . S8 — »850 4°/, UN«>°r!Icht (100 fl, ».«j.) . 9? S0 98 60 And»?» 2ff»ntl, Anl»h«n. Vonau«Ne«,'U«!t 5°/„ . . . . 128 — 128 50 dto. .««leihe 1878 . . 108 l»0 — - «nlehen der Vtadt Vürz, . , 112 50 — — «nlexen b. Ntadtgemeinbe Wien 104-25 105 U5 Nnleocn d, Ttabtgemelndc W!e» (Silber odei Gold). . . , i2?-«t, 128 50 Prämien'llnl. d. Gtadtgm. Wien lSSl>0 16?-- Ubrsebau-Nnlchen, verloib. 5', i0u 50 101 2b »>". »r^in^ Land»! «»lehen 9875 »8'2ü » «ar< ßsandbrUft (fürioofl.). Uoocr, all», «st. in 50 I, verl. 4'/, 98 U0 1 80 bto. t'räm.'Echlbb, ««/, l.ikm. 118 »5 119 85 bto. dto, 8°/,. ll. «m, 11?.. 117 7k N.-0fterr,L<>nbt».Hyp,.«nfl.4/,"/<,»! 10150 — — P,lsritzl,.Gbli,allon,n (für 100 fl,), ff,rbl,n8°/»^Frc«.5<)«p.Ot. ^..^. _..__ VÜbbahn »°/^», Krc«, liou p. Ot. 177^ 17« «0 bto. 5°/, 5 «00 ft. p. 100 fl. 126 40 1»?- Un«..«»llz, «ah»..... 108 108 »0 4°/, Untertrainer Vahnen . 99 ^ zu0 — ,i«lft «°s» (p«l Vtuck). «ubap«st««llfil . 6 80 780 «lrebitlose 100 st...... 188'— 198 80 IlarX-Lose 40 fl. «M. . . - 58 50 S0 — 4°/nDonau.»ampfsch lUOft«««. 150— 154- ofener Lose 40 fi...... «l, - «l> 50 Palffy-Lose 4« fl. «M. - - «0 5» «2 — Rothe» «freuz.Oeft.Vts.v., 10 N. 20— 20-40 ««then Kreuz. Una. «es, 1.5 ft. 10S0 iizo «udolphLose 10 fl..... L5— »«-. VlllM'«°se 40 fl. IM. - - - 75— ?7 — 3t..«tN0<»-İIe 40 st, «M 74 25 ?4-75 W»ldft««n-L°st 20 fi, «M. SU— «3-- Gewlnstsch, d, 8'V, Pr..Ächulbv. b.Vodrncreditllnftalt.l.'im. 1585 ie ^5 dto. bto, ll. lk» 1««», . »6'5n »7 >>u «»«Hocker «»!, i«> »!> 23'25 »«ld «ar, lANll'Oltl»« (p»r Tr«!l>. «»«lo-0est. «anl »00 fi. S0»/,». 1U0 2l> 161 »b Vanlverein, Wiener, 100 ft. . 2l»8 b0 2U0 l,bcr,-N:!ft„O!>ft.,200fl.O.4N°/, 4«? — 4«« t»0 «rbt,.«njt. f, Hanb.u, «, ISU fi. — — —— dto. bto. per Ultimo Eeptbr. 3S» 2l» »«2 7!» «lrebitbanl, »ll«. uiiz.. »00 fi. . 398—»9«!»l, Depofitenbanl, «ll«., »00 fl, . 2»5 75 2»ö?ü ««co«ptt»«es., Nbröft., 500 fi. 73„ 50 74t- »lr«»«u. «lassend., Wiener. 200». »7»-- 2?i — Hyp°thtlb.,Oeft^»00fl.»5°/o». 81— 84- öänderbanl, Otst., »0« fi. , . »4! — »4it,0 Oefterr.°ungar. Vanl, «00 ft, . 955 — 95b — UnioilbllNl »0» fi...... 300 50 3«l 50 Nerlehrlbanl, «ll».. 14 — Altt»n non Zlan»post< Int«rn»hmunß»n (per EtÄck). «usfi«°Ttpl. «isenb. 800 ft. . . 1S4» 1658 «Ohm. Norbbahn 150 fi. . , 271-- 272 - Vutchtiehrabee Eis. ö00 fi. Ferdinands Norbb, 1000 fi. «M. 3l^05 »üib Lemb.- «jfrnow.-Iassh. «llsenb,» 0 2»? 25 Piag-Duitr«isenb. l50fi.T. . 93 - 8350 Ltlllltstisenbllhn »0» fi. O. . . »53 — 3b»'5>0 Eüdbahn 200 fi. O..... ??--. ??-t,0 Vilbnordb. Verb.»«. 200 fi. «W. 214 »5 »14 75 Tram»«:»! «ts.,Wr.,l?0st.«.W 4»! - 425 - «el» i»a« tiH«»a!» V«I., Neue Wr., Orl«. c!lil«t.»ctlen 100 fi. . . .106— -.— Un«..gali<. Hl?,nb. »»Ost. b»lb« »10 ?ll »ll So Unz.H.'Ith.(Rllllb Hr5(, »«y^ier Vilen« und Vtahl^Ino. in Mm 100 fi..... 73 — ?5 — 2bnw.°Ltihg., «irste, 80 fi. 122 50 128 50 ,,«loe»ühl", Paplerf. u. «. «. 91— 9L — Llefinaer Vrauerei 100 fl. . . iz» 50 i»?-l»0 MontaN'Veselllch., Oeft.»alpine 85 45 95-95, Präger ltilen-gnb..»es. 200 fl. «80 — «8» — S»lao°I»rj. Steinkohlen 80 l. 610 — Ult»'__ ..Schlö«l»ül,l",Papiers., »00 l. 21» —«14.- „Vtetiierm/', Paplerf. u. «..». 16« 50 in?-— Trisauer »ohlenw. > ««s. 70 fi. 1»? l>0 1«8 l>0 «affenf.-«.,0«st.ln Wln,, »00 l. 318 — 820— «aggon'Leihllnft., «ll«., ln Pest, 80 fi......... 5SU —5»b — Wr. Nllugelellschaft 100 fl.. . 108 . 104 — «ienerberaer Ziea»l<«ctl«n«»«l. 316— lliu ül, ze,ls»». «Mfterbam....... 99vt» 9915 Deutsche Plütze...... « S0 58 7» liondon........ »9 l»0 II» «l> Pari»......... i? 57, « S5 Ot. Veterlbura ....... — — — Dalulen. Ducaten........ b»? 5i>9 2»-ffr«!c» Stücke..... 9 5» 95^ Deutsche «eichlbanlnoten . . 58 60 58«?, Ilaücnilchr «twütnole» . . . 45-«?. 45-37, V»ti«.Nub«l...... 1 »«,7» 1 2?,,^ ^I^' 3 Nr. 2844. »3ür ^utorsbeftellung. ^h^ v,e ullbrkannt wo befindlicheu Mtens^lger nach dem vor fünf ?lc un^"'^ verstorbenen Anton Mar-^t, 15 ber. vor vier Jahre», in Krsinvrh ^ z. ^'^lbmen Katharina Cesnovar ^t, U^Vehä'ndiguna. des hiergericht-3>o. 1^" eilbietungsbescheides Z. 2150 Men^k vril 1897 Josef Weibl aus ^stellu? ^"" Curator bestellt und die i> ^ , 6^" denselben veranlasst. ^Hai ^rlsgericht Nassenfuß am ^<^Q^-^—^_^^^__________________________ v^ Nr. 1649. . Vom wlttäten-Velsteigerullg. b be an.. ^ Bezirksgerichte Zirknitz k ^ s"^,t gemacht: s7^s" über Ansuchen der klüinischen ^"Una 'Ü ^'bach die executive Ver-»,3^dl)?s " dem Franz Opeka von »nMrigen, gerichtlich auf 960 fl. >if sammt dem auf 2 fl. ^llli^ »esehlichsu Zugehür derselben ^"hlllw ^'^u z^ei Feilbietungs-»d^ ?'. "nd zwar die erste auf den b'l.^b- Juni 189? ^l^'.Iuli 1897. """Mags von 11 bis l 2 Uhr. bei diesem Gerichte in Zirlnitz mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealität sammt Zugehör bei der ersten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswerte, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbot ein 10°/„ Vadium zu Handen der Licitations'Commission zu erlegen hat, sowie das Schätzungsprotokoll und der Grundbuchs-Extract können in der diesgerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Zirknitz am lOten Mai 1897. (2224) 3—2 St. 2929. Oklic. C.kr.okrajno sodišèe v Kranji daje na znanje, da se je na prošnjo Jakoba Bizjaka iz Brilofa (po dr. Ötempiharju) proti Janezu Bizjaku iz Srednjevasi priSenèurji v izterjanje terjatve lOOgld s pr. iz sodbe z dne 14. januvarja 1897. st. 272, dovolila izvrsilna dražba na 1345 gld. cenjenega nepremakljivega (posestva vlož. št. 31 zemljiske knjige [kat. obö. Britof (Freithos). Za to izvršitev odrejena sta dva roka, na 14. junija in na 12. julija 1897, vsakikrat ob 11. uri dopoldne, pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem roku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izvleèek iz zemljiske knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodiäöi pregledati. C. kr. okrajno sodiäöe v Kranji, dnè 8. maja 1897. 7i686)Y^3 "sriizöT Oklic. Dne* 11. junija in » 16. julija 1897, vsakikrat od 10. do 12. ure dopoldne, vršili ae bodeta izvršilni dražbi posestva Janeza Cimpermana iz Nareda št. 6, vpisanega v vlogi št. 17 kat. obèine Selo, sodrio na 2880 gld. cenjenega in na 163 gld. sodno cenjenih. k temu posestvu pripadajoöih pri-tiklin. G. kr. okrajno sodišèe v Velikih Laäicah, dn6 7. aprila 1897. (2210) 3—2 St. 8625. Oklic. C. kr. za m. del. okrajno sodisèe v Ljubljaai daje na znanje, da se je na prošnjo Jožefa Hromca, kovaèa iz Podgorice (po dr. Storu), proti Simonu Zajcu, posestniku pri Sv. Jakobu ob Savi, v izterjanje terjatve 9 gld. 70 kr. s pr. z tusodnim odlokom z dnè 16ega oktobra 1896, St. 21.226, dovolila iz-vršilna dražba na 1915 gld. cenjenega nepremakljivega poseslva vlož. št. 196 zemljiske knjige kat. obö. Podgorica. Za to izvräitev odrejena sta dva roka, na 2 6. junija in na 26. julija 1897, vsakikrat ob 11. uri dopoldne, pri tem sodišèi v razpravni dvorani s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem roku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek ix zemljiäke knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodišèi vpogledati. C. kr. za m. del. okrajno sodišèe v Ljubljani, dne 29. aprila 1897.