5V)»' 1 ^H Pränumerationsprc i«i ?m Lomhtoii ssanzj. ^».l. l <») ll. II. hall'j. st, 5>'5<>, yi!r dic Zilstcllunn in« Hau« ^' halvj. s><> lr. Mit ber Post g «» /^§ U»iedcch°lungen per Zeile 3 ll. H. V » ^« Mit R. U«tt«st beginnt ein neues Abonnent out anf die „Kulmchcr Zeitung". Der Präuuinerations Preis beträgt für die Zeit vom 1. bis Ende August: Mit Pust unter Schleifen.....I fl. 5', kr. Für Laibach ins Hans zugestellt . . . l ^ — „ 3m Comptoir abgeholt . . . . . . — „ 92 ,. Für die Zeit vom ».August bis Ende Dezember: Mit Pust unter Schleifen..... kr. Mr Laibach ins Halls zugestellt . . . l> „ ^ „ 5m Coulptoir abgeholt......4 „ 60 „ Nichtalntlichtt' Theil. Die Ausgabe des neueu Parlaments. Die staatsrechtliche Partei iu ihren beideu Frac-tiouen, den Pechen uud Feudalen, ergreift jede Ge-legellhcit, sich dem Grafen Taaffe zu u'äheru uud ihm ihre Prupusiuoneu zu machen. I,,s»weit sich diese ailf die staatsrechtliche Stellung Aöhimus beiiclicu siud dieselben )chou letzt uur zum Theile dismtabel,' aber es unterllegl kelnem Zwe.fel, daß sir. wem» Graf Taafe geue.gl Ware, wnklich iu Vciha,idluug n c u-zutreteu. sehr bald emeu Umfaug gewinnen würden der jede weitere Erörterung ausschließt. Die Czccheu uud die Rechtspartei macheu noch andere Anerbietuugen. Sic sind bereit, das Budget in der gewünschten Höhe zu votieren, das Wchrgcsch puio ot. «imiM zn erneucru, die Delegationen ganz zur Verfügung der Rcgicruug zu stellen. Sie wollen einmal die Rechte eiuer parlamentarischen Majorität ausnützen, und als solche sehen sie sich, wenn die Regierung anf ihrer Seile ist, bereits schalten. Ohne dah die letztere irgendwie ihren Standpunkt präcisiert Hütte, stehen die Verfassungspartei und das Konglomerat der anderen Fractioueu, welche staatsrechtlich leicht auf ciu Programm vereinigt werden könnten, numerifch in gleicher Zahl einander gegenüber. Wenn das zu bildende Ministerium sich auf die Scite der Czecheu stellt, so zieht es uoch jene Elemcute des Centrums an sich, welche man vorerst immerhiu zu der Vcr-fassuugspartci zähleu mag, die aber m Wahrheit mit iedn- Regieruug gehm, welche also iu dem crwähuteu Falle, däß Graf Taaffe mit der staatsrechlichen Partei paktierte, sich zn derselben schlagen und jene Majorität herstellen würdeu, welche um den Preis von „autouo-mistischeu," richtiger gesagt föderalistischen Concessionen allerdmgs das Wehrgesetz uud das Budget votieren uud die Delegatioueu gauz uach Wuusch zusamincu-sehen würde. Bestände also die Anfgabe des Grafen Taaffc nur dariu, diese Dmge fertig zn bringen, so tonnte er heilte schon lrmmphielend verkünden, sein Wert sei gelungen. Aber darf man vom Grafen Taasse nicht voraussehen, das; er d,c Erfahrungen, welche Graf Hohen-wart gemacht hat, übersieht, so tritt dazu iu maßgebender Welse em anderes Argnment, welches ihn alle diese Aucrbieluugcu uud Verlockungen von sich abweisen heißt. Graf Hohcuwart hatte, als er Kabiuetschef wurde, ulcht uur sciuc gauze verfassungstreue Vergangenheit abgeschworen, er war auch dazu entschlossen, über das deutsche Clement in Oesterreich zur Tagesordnung überzngehcn. Graf Taaffe ist weder so ver. geßlich noch besitzt er den heiostratischen Muth uud die Absicht, deujeuigeu Theil der Bevölkerung, welcher m der ganzen Vergangenheit und Gegenwart nnseres Staates die hervorragendste Rolle spielte, der stets ein erprobter Träger der Staatsidee gewesen, der in allen Länder», die Kultur, das Kapital' uud die Arbeit vertritt, iu die Ecke zu stellcu. Es gibt keiu Kabiuet Taaffe, »u welchen uicht das deutsche Clemeut. die dentscheu Idccu deu mahgebcudeu Einfluß übcu sollru. Allerdings wird es dem Minister des Innern schwer gcnng gemacht, an diesem Programme fest-znhalten. Jene publicistischeu Organe, welche man als die Repräsentanten der Verfassuugspartei zu betrachten gewohnt ist, arbeiten wissentlich oder unwissentlich mii Bienenfleiß der staatsrechtlichen Fraction in die Hände, iuocin sie täglich uud stüuollch den Grafen Taasfe als einen vou iyurn' völlig Verlassenen hinstellen nnd es eventuell dma»lf aukuiunieu lassen Wolleu daß er an emer Coalition der Fortschritts- mit der Rechtspartei scheuere Naturlich schlagen die ezechischcn nnd fendalen ^S^'7- ^"'^ blos in den Zeitungen - darans möglichst v.el Kapital, mdem sie ihr Büudnis, die be-. !^''^1 "// Hl"«ebuug an ihre Anschauungen als d.e einzige Rettung hinstellen. ^ c^Z auch dieses Manöver ist nicht geeignet, den Gu sen Taaffe in semen Absichten zu erschülteru. Es »st wahr, die Czecheu, die Poleu, die Rechtspartei, die Feudale,,, die Fort chrittspartei haben ihre anerkannten ",,t lhueu kann als emc Verstaudiguug mit der Partei betrachtet wer-ocil. Nicht so vcrhaltcu sich die Dinge bei jenem con- servative» Theile der Verfassungspartei, welchem in dem Kabinette Taaffe die Führung zugedacht ist. Ob-wol numerisch die zahlreichste Fraction auch des neuen Abgeorduetcuhauses, sehleu ihr doch die anerkannten Führer, uud Graf Taaffc muß die mühselige Arbeit auf sich uehmcu, sich mit möglichst vieleu Mitgliedern dersclbeu auseinaudcrzusctzeu. Weun nuu die Thatsache auch geeiguct ist, die Eutwictluug der Dinge zu verlangsamen, so wird doch die Mission des künftigen Kabmetschess oarau nicht Schiffliruch leiden. Wenn nöthig, muß die Orgauisatiou dlcser Partei der Neubildung des Ministeriums vorausgehen. Das schwerste Uebel des österreichischen Parlamentarismus liegt darin, daß die Opposition immer geueigt ist, die Regieruug zu stürzeu, daß sie sich aber niemals dazn entschließt, au deren Stelle die Geschäfte zu übcruehmeu. So geschah es wiederholt unter dem Ministerium Aucrsperg, als mau die Verfaffungspartei iu eiuem gewifscu Sinne uoch als eiue einheitliche be-zeichnen tonnte. Es mußte immer wieder eine Regieruug im Amte verbleibe»», welche keine Majorität im Parlamente für sich hatte. Schlimmer noch würden die Diuge, wenn der Fall einer Regierung durch eine Vcrbiudung der heterogensten Elcmeute, die niemals zu eiuem Kabiuct zusammengeschweißt werdeu tonnten, erfolgte. Dann würde das Chaos walteu, die Krone würde bei deu correctesteu cuustitulioucllei» Gesinnungen geradezu vor die Nothwendigkeit einer uuparla-meutarischeu Action gestellt sein, um nur die Staats-maschiue uicht ,u das Stocke» gerathcu zu lasseu. Die „Montags-Revue", der wir die vorstehenden Erörterungen entnehmen, betont, daß es endlich an der Zeit sei, eine Majorität zu coustruieren, die fest zur Regicrllug steht. Wmn die Verfassuugspartei nicht will, daß eine solche — nicht vom Grafen Taafse, aber bei-splelsweisc vom Grafen Hoheilwart oder von» Grafen Clam — auf strcug vcrfufsuugsmäßigem Wege gegen sie gebildet werde, so resulttett für deu besonnenen Theil derselben die Pflicht, den Kern einer zielbewußten Mehrheit fchun jeht zu bilden. Das genannte Blatt schließt seine Betrachtungen mit folgender Stelle: „Wir wifseu recht gut, daß auch eiu feudales Regimeut auf dle Dauer sich nicht gegen das Deutschthum in Oesterreich zu behaupte»» vermag. Aber wir hoffen, daß die Mehrheit der Velfassungs-partei es vorziehe»» lvird, den Deutschen eine harte Prüfungszeit, wie sie ihueu von einem Regimente Clam oder Hohcuwart beschieden wäre, zu erlassen und die Coulinultäl der Entwicklung zn wahren. Wenn das , Gros der Verfassuugspartei sich zu dieser Aufsassung Feuilleton. Äkla oder auf dunklen Wegen. Roman vult Ed. Wngncr. (Forlschunq.) S^Hn auch, Mr.Dalto1l. Er .st^euso stNg Mr ^l!'.n.'^^"' ^'l'hl. ihl, zu verhaften," sagte PM^Hn!"' "" ^'"^ D"a.»neut eutfalleud. „Er- b.v...^^ ^laud Ingestre, so lauge als Lord Mont- Iol W n'V'"^^ lich, Plöhlich anf nnd riß sich von di T^) "! '^' d". ll)>. schon ergriffe,» hatte, eilte d 1os ^..^'"', !'"b "'s beul Hanse. Er wnrde i» di ? . ^?'''^"' """1 den Klippen. Ob er hoffte, ""kommen, uud den rechten Weg Weis s'^,^ " .^^'sichliate, seinem ^ben au sam, Ä s ^ "" ^ z.» macheu, läßt sich mcht d di. si ^"Z!' '" <"""' Analen Felseueinschnitt. ÜrMbar ? ^ "^ ^"^'" schl'"derteli ihn mit furchtbarer Gewalt gegeil die scharfen Klippe,,. Verfolg . ns"? Venvünschnugen folgte.» ihm s.ine M er s^.F dem gefährl.cheu Felse,noeg nach de.n Wm N ^^ ^u ein Entkomn.cn des Eutflohe„eu mchr ?/. ^ ^'^"' ^'' konnte seiue», Schicksal uicht des Mü 3^'^ D" Aelohuuug. die auf das Haupt setzt w.s 5 des letzten Marcm.s vou Moutherou qe-rh^ ^"'/"e zu neuer Energie a», nnd mit IM »^ "'.^gten sie deshalb der Spnr des omcyttlngs n, die schauerliche Felsentiefe. Sie wollten chr edles Wild nicht entfliehen lassen, mit dessen Gefangennahme sich das Geheimnis des Dramas von Monlhcron euthüllen mußte. 5». Kapitel. Verein t. Während die Polizisteu au der Meeresküste dem Flüchtling michfurschten uud uach langem, vergeblichen, ^n'?/"^ ^" "'^'bl'ch "llstellteu Leichnam des ^" s anffandrn, der s, lange als Lord Moulheron g go und den letzt solch' eiu furchtbares Eude er-c ll yatle, faud ,u dem Zimmer des Schlosses, wo sich '"be" '»och em tief crschütterudeö Schauspiel abgewickelt hatte, eine rührende Szene statt. Hlerre Renard war von einigen Polizisten ab-gesuyrt N'orden, l»ud die beide,» Gatteu. die einander w lange ^ahre hiudnrch feru ycwcseu wareu, staudeu sich schwelend gr^'uüber. Mr. Dalton war der Erste, der die Stille uuter-dracli l^r reichte dem Lord die Haud, die dieser warm druckte. ^ ' " „Seien Sie willkommeu iu der Heimat, Mylord," hol) er an, „„loge das Mißgeschick, das Sie so lange von der thcilrcn Stätte Ihrer Ahnen fernhielt, siir immer von Ihn»,,, Haupte verbauut sein." . , ," ^"^ dankte seinem trenen Freunde mit herz« lichen Worten. "Ich habe eine Abschrift von den Aussagen des Müllers Gvrgg nrbst den anderen Äeweiseil vou In-gestre s und Nenards Schnld und Ihrer Unschuld an das Minlswium gesaudt." fuhr der ehrwürdige Mauu baun fort, „„„d um Ihre Aeguadiguug gebeteu oder um Aushebung des Urtheils und Freifprechung von der Anklage gegen Sie. So hören Sie denn. Während wir die Bestätigung abwarten, tonnen Sie hier oder im Schlosse Montherou bleiben. Ich will der Form wegen einen zweiten Polizisten im Hause lassen, damit es nicht den Anschein habe, als verkenne ich meine Pflicht; aber iu Wirtllchkcit siud Sie frei, und Ihr Name ist von allem Makel befreit! Ich wüufche Ihnen vom Hcrzcu Glück uud versichere Sie meiuer Theilnahme an dem großen Unrecht, das Ihuen widerfahre,, ist, sowie meiuer übergroße»» Freude, zu Ihrem loiederhngestellte,» Glück etwas beitragen zu dürfe»." Lord Stratford Herou drückte Mr. Dalton stumm die Haud; dauu schweifte seiu Blick zu Lady Wolga hiuübel. Sie halte uuch teil» Wort zu ihm gesprochen, aber ihre dunklen Allgen ruhte», sehusüchtig auf ihm. ..Ich will uach dem Schloß gehen," sagte Lord Stratsuld; „aber zuvor — haben Sie lein Wort für mich, Wolga?" Sie näherte sich ihm. (kr öffnete seiue Arme, und ohuc ein Wort, ohne eiucu Ausrnf flog sie an seine Vrust. uud iu dieser seligen Wiedervereinigung waren alle Mißverständnisse vergesse»» und die Leiden fo vieler Jahre verwischt. , ^ Kciues von ihnen konnte ein Wort sprechen, ^n ihrer unermeßliche»» Freude vergaßen sie, daß ste mcht alleiu wareu, bis Lady Marlhams Stimme die Stllle unterbrach. < . ^. -^ „Sie scheinen zu vergessen, Wolga, daß S»e mcht mehr Lord Stratfords Gattin und daß Sie von chm geschieden sind. Er hat eiuc audcre Geliebte gefunden, dieses Mädchen hier." « ^ ^. . Lady Wolga entzog sich den Armen Lord Strat-fords und blickte Alexa an. „Wer ist sie?" fragte sie. I486 bekennt, dann wird dem Czechenthum wieder jene Stellung zugewiesen, die es vor einigen Monaten besaß. Man^wird in Prag zufrieden sein, in einigen zulässigen Concessionen den Grund zum Verlassen der bisherigen unfruchtbaren Passivitätspolitik zu finden." Zeitungsschau. Die Vorstadt-Zeitung kaun an den Ernst einer Allianz zwischen Czechen nnd Polen nicht recht glauben. Uebrigens genüge auch eine solche slavische Allianz nicht, um einen Umsturz der Verfassung auf parlamentarischem Wege herbeizuführen. Die Deutsche Zeitung glaubt, Graf Taaffe bediene sich nur der Czechen und des „Ausgleiches" als Schreckmittels, um die Deutsch - Liberalen zu bewegen, zu der beabsichtigten Erneuerung des bisherigen Wehrgefetzes ihre Zustimmung zu geben. Die Neue freie Presse glaubt der österreichischen Diplomatie Mangel an wirtschaftlichem Verständnisse zum Vorwurfe machen zn dürfen; die Hcnlptaufgabe derselben wäre, die zwischen der öfter« reichischen und ungarischen Regierung zeitweilig auftauchenden wirthschaftlichen Differenzen aufzuheben und den particulüren Strömungen gegenüber den Reichsund Einheitsgedanken kräftig zu verkörpern. Die Gemeindezcitung bekennt sich rückhaltlos zur „Reichsftartei". die nicht uur möglich, sondern vollberechtigt sei. Ein bischen weniger streng verfaß sungstreu, etwas weniger national, etwas weniger liberal und reactionär, darin liege der Witz einer „Neichs-partei", welche, alle versöhnend, die Majorität aus allen Parteien rekrutieren muß. Die Bohemia constatiert, daß der Eintritt der Czechen in den Reichsrath in deren eigenstem Interesse liege, und würde es tief bedauern, wenu dieser Eintritt an der Garantiefrage scheitern sollte. Die Triester Zeitung vermuthet, Graf Taaffe sei bereit, den Czechen Concessionen zu machen, verweise sie jedoch mit ihren hochgespannten Forderungen an den Reichsrath, was denn auch der richtige Weg sei. Die Lage in Griechenland. Aus Athen wird der „Pol. Korr." mitgetheilt, daß das griechische Parlament nicht so sehr wegen der griechisch-türkischen Grenzrequlieruilgsfrage, als vielmehr wegen der leidigen Finanzfrage einberufen wurde. Mehr als 30 Millionen Francs sind in den Banken als Ergebnis des auswärmen Mewllanlehens von 60 Millionen angehäuft und dürfen nicht verwendet werden, da der eigentliche Zweck, nämlich die zwangsweise Circulation von etwa 85.000,000 Papiergeld aufzuheben, durch die unvollständige Deckung des Anlehens nicht erfüllt wurden ist. Dazu kommt noch, daß die Regierung recht bald große Summen brauchen wird, theils um im gegebenen Momente die Armee zu mobilisieren und zur Besetzung der abzutretenden türkischen Provinzen bereit zu halten, theils auch um eventuell den griechischen Ansprüchen durch die That gerecht werden zu können. Es hat sich also vor allem die unbedingte Nothwendigkeit herausgestellt, die Bewilligung zu erlangen, diese Summe zu anderen Zwecken als zur Aufhebung des Zwangskurses verwenden zu dürfen, und deshalb wurde noch drei Wochen vor Schluß der Kammerperiode eine außer- ordentliche Session einberufen. Die Eile, mit welcher diesmal die Deputierten der Einladung Folge leisteten, spricht nicht nur für die Nothwendigkeit der Anwesenheit des gesetzgebenden Körpers, sondern auch für den Eifer, mit welchem die verschiedenen Parteien sich die schwankende Majorität in der Kammer zu sichern suchen. Gleich in der ersten Sitzung geriethen die Gegensätze aneinander. Die Opposition besteht aus den drei Fractionen Trikupis, Zaimis und ans den Anhängern Deligeorgis', die ihre Partei, obwul nun des Führers beraubt, aufrechterhalten. Diese Fractlonen nun stimmen darin überein, das Kabinet Kumunduros zu stürz«',!, was sie durch ihr Verhalten bei der Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten der Kammer bekundet haben. Diesmal siegte noch das Ministerium, indem sein Kandidat Papamichalopulos, Ex-Finanzminister, mit 71 Stimmen zum Präsidenten gewählt wurde, wäh-reud der Gegenkandidat der Opposition, Trikupis, nur 68 Stimmen erhielt. Obwol die Wahl des Präsidenten eigentlich nicht als Kabiuetsfrage angesehen wird, so hat dieselbe wegen des Einflusses eines oppositionellen Präsidenten auf den Gau^ der Verhandlungen dennoch eine derartige parlamentarische Bedeutung, daß eine Niederlage bei dieser Wahl die sofortige Demission des Ministeriums nach sich gezogen hätte.' Noch schlimmer ging es bei der Wahl der Vizepräsidenten zu; mit einer Mehrheit vo» zwei und drei Stimmen drangen die Kandidaten der Opposition durch. Obschon das Kabinrt Kumnnduros mit den vereinigten Gegenparteien an und für sich einen harten Stand hat, gcsellt sich dazu auch noch die Schwierigkeit, daß Oberst Grivas, der Kriegsminister, gegen den Wunsch vieler Anhängn- Kumunduros' und vielleicht auch dieses letzteren selbst in das Kabinet getreten war. Bekanntlich ist derselbe ein Mitglied des wegen seiner Wahlbeeinflussungen desavouierten Kabintes unter Äul-garis gewesen, den die gegenwärtige Kammer vor drei Jahren in den Anklagezustand versetzt hatte. So kam es, daß Grivas erst nach Schluß der letzte» Session in das Kabinet treten konnte. Jetzt aber, da unabwendbare Umstände die Anwesenheit der Kammer erheischten, sah er sich veranlaßt, dieusteshalber (!) sich nach dem Lager vouLepcnos zu begeben, um dort während der kurzen Kammersession die Uebungen der Armee zu überwachen. Hierauf jedoch, wie es heißt, vom Mmister-conseil selbst dazu aufgefordert, seine Entlassung zu nehmen, that er dies telegrafisch; seine Demission soll angenommen worden sein, was aber nicht verbürgt ist. Würde Kumuuduros über einige Ministerposten (etwa Finanzen, Justiz und Krieg) verfügen, so könnte cr durch eine geschickte Wahl von Persönlichkeiten aus der gemäßigten Opposition sich wieder eine feste Majorität verschaffen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, daß entweder Kumunduros selbst oder die vereinigte Opposition schon am nächsten Montag die Vertrauens-, respective Mißtraucnsfrage stellen werden. Fällt das Kabinet Kumunduros, so hofft es, bei den verschiedenen in der Opposition herrschenden Strömungen das neue Kabiuet, wie dies schon am 4. November d. I. geschehen ist, bei seinem Eintritt in die Kammer soforc wieder zu stürzen. Zeigt sich dagegen die Majorität zugunsten der Opposition constant, so wird entweder Trikupis oder Zaimis mit der Neubildung eines Kabiuets beauftragt werden. „Sagt es dir nicht dein Herz, Wolga?" antwortete er. „Wer ist sie?" wiederholte sie ihre Frage. «Wolga," sprach Lord Stratford Heron — jetzt der Marquis von Montheron, denn das war sein rechtmäßiger Titel, — „oas Kind, welches du als todt beweintest, war nicht unser Kind." „Nicht nnserKind!" hauchte Lady Wolga hervor. „Neiu. Ich hörte, daß unsere Ede gerichtlich geschieden War und daß du wieder heiraten wolltest; und in meiner Verzweiflung uud meinem Leid reiste ich nach Nizza und raubte dir unser Kind. Sie ist seitdem immer bei mir gewesen, die edelste, treueste und aufopferndste Tochter, welche der Himmel je einem Manne geschenkt hat. Sie ist nicht Alexa Strange, sondern Constanze, deine Tochter — unser Kind!" Es heißt, daß Freude nie tödtet, und es ist gut, daß es so ist, soust würde Lady Wolga diese Nacht uicht überlebt haben. Lassen wir hier den Vorhang fallen. Die Szene, welche sich nun abspielte, läßt sich nicht beschreiben; jedes gefühlvolle Herz wird sie sich selbst ausmalen uud mitempfinden. Lady Markham, deren Triumph sich in eine wtalc Niederlage verwandelt hatte, fand es für gut, sich schweigend auf ihr Zimmer zurückzuziehen, uud Mr. Dalton verließ ebenfalls das Gemach, um Vater, Mutter und Tochter allein zu lassen in ihrem unaussprechlichen Glück! Am andern Morgen kam Lord Kingscourt im Schlosse Mont Heron an, wo ihm die wunderbare Kunde von der Heimkehr Lord Stratford Herons mit feiner Tochter, dem Tode Roland Ingestre's und der Verhaftung Pierre Renards mitgetheilt wurde. Ohne eine weitere Erklärung abzuwarten, woher Lord Strat- ford Heron nnd seine Tochter so plötzlich gekommen seien, ließ er sich cin Pferd satteln und ritt wich Clyffebonrne. Alexa sah ihn von ihrem Zimmer aus kommen und eilte hinab, um die Erste zu sein. die ihm die Nachricht von dem Vorgefallenen überbrachte. Si> empfing ihren Geliebten an der Thür. Alls ihren Augen flammte helle Freude nnd cin Slrayl überschwenglichen Glückes verklärte ihr liebliches Gesicht. Nie hatte er sie so gesehen, nie hatte sie ihn so freudig begrüßt. Etwas überrafcht fragte er uach der Urfache ihrer Erregung. „Mein Vater ist hier!" antwortete sie einfach. „Dein Vater ist hier?" wiederholte er frendig. „Mit seiner Rückkehr nach England hat er gewiß auch seine Ansicht inbctresf unserer Verbindung geändert." Statt zu antworten, führte ihn Alexa, oder richtiger Constanze Heron, in das Mmgenzimmer, wo ihre Eltern sich befanden. „Ah. Mr. Strange," s^gte der Graf nach achtungsvoller Begrüßung der Lady Wolga, „das ist eine an-genehme Uebcrraschmig, Ich freue mich um so mehr, als sich auch für mich an dieselbe ncuc Hoffnungen knüpfen Ich darf wol hoffen, daß Sie jetzt anders über meine Verbindung mit Alexa denken, und daß ich sie nun als meine Braut betrachten darf." Lord Montheron reichte dem jungen Manne lächelnd die Hand, indem er mit erkünsteltem Ernst erwiderte: ..Ich muh bei meiner frühereu Entscheidung bleiben, daß Alexa Strange nie Ihre Gattin werden kann." (Echluh folgt.) Trikupis und Zaimis werden beide als Kandidaten für das nachfolgende Kabinet angefehen. Beide Parteien werden im Einverständnisse mit der Partei des verstorbenen Deligeorgis vorgehen und sich gegenseitig unterstütze«. Falls Zaimis zum Nachfolger Kumnn-duros ausersehen wird. so werden Trikupis und seine Anhänger nicht persönlich an der Regierung theilnehmen, während, wenn die Wahl auf Tritupis fallen sollte, es leicht möglich wäre. daß Zaimis, wie dies schon beim Kabinete Triknpis vom 2. November 1878 der Fall war, anch persönlich in dem neuen Ministerium mitwirken dürfte. Zaimis hat bei feinen öfter wiederholten politischen Wendungen kein positives Programm aufgestellt. Trikupis dagegen, dessen Politik die ,.Hora" vertritt, will vor allein anderen das Land durch sich selbst erstarken lassen, ohne die Quellen der Finanzen zu er schöpfen. Durch successive Einübung und Schulung der Militärkräfte full das Land so vorbereitet werden, das',, wenn der richtige Moment des Handelns gekommen sein wird. d. i. wenn es sich um die Besetzung dcr cedierleu Provinzen oder gar um den Krieg Handel'.! sollte, Oncchcnliind sofort in die Action treten könnte, ohne erst zu außerordentlichen Mitteln greifen zu müssen. Er tadelt das gegenwärtige Ssstem, nach welchem Jahre hindurch die Kräfte des Volkes immcr angespannt und die Mittel erschöpft wnrdeu ohne greis bares Resultat. Auch er ist für die anderweitige'Verwendung der eingelaufenen Ocldcr. unterscheidet sich aber vom jetzigen Ministerium bezüglich dcr Ausführung der uöthigcu Maßregeln. Was endlich seiue Ansichten bezüglich der schwc beudcn griechisch-türkischen Frage betrifft, so ist Tri' kupis überzeugt, daß suwol den'Intentionen Europa'^ als den Interessen der beiden Nachbarstaaten ein nach' barliches, friedliches Zusammenleben zumeist entspreche. Nur dadurch würde eiuerscüs den Bestrebungen Europas und anderseits der Aufgabe jedes gegenwärtigen um künftigen griechischen Kabiucts Rechnung getragen wcr den, einer Aufgabe, welche den Schutz, die Conscrvic rung, die Erstarkung und schließlich die nationale Ent wiällMg des Oesammt-Hcllenismus in sich schließt. Dazu aber gehört vor allem dcr gute Wille vonscitr der Pforte, d. h. die treue uud buchstäbliche Erfüllmm des Uj. Protokolls der Berliner Konferenz im Sinnc der griechischen Iutciprctation. Anch Tritnpis würde also wic zl.omuuduros'Delyanis auf dem l'l. Protokolle bestehen und davon nimmer abweichen. Politische Rundschau. Dcm kriegsgerichtlichen Erkenntnisse in der Affaire dcs „Große n K urfürsten" zufolge wurde Contre-Admiral Vatsch zu sechs Monaten und Kapitän-lieutenant Klause zu eiuem Monat Festungshaft verurtheilt; Kapitän Kühne wurde freigesprochen. Wie die „France" au» sicherer Quelle wissen will, wird der Präsident der französischen Republik Herr Grcvy während der bevorstehenden Kammerferic» eine Rundreise durch Frankreich beginnen. Wie cö heißt, wird er sich zuerst nach Marseille begeben. D" „France" ist von diesem Projekte sehr befriedigt; ein so makelloser uud sittenstrenger Mann wie Herr Grcvy könne nur gcwinueu. wenn die Massen ihn von Angesicht zu Angesicht kennen lernen. Dcr italienische Scnat genehmigte mit 60 gcgcn 15 Stimmen das Gesetz inbelreff neuer Eisenbahnen, sowie d^is Gesetz, betreffend die Alkoholsteuer. Belgien begeht am 4. Oktober dieses Jahres die fünfzigjährige Feier seiner Unabhängigkeit. E"> Gesetzentwurf hat für diese Feier einen Spezialkredit von '1,847.000 Francs ausgeworfen, von welchen Ml Millionen für eine historische Ausstelluug dcr belgisch^ Kunst. 425>,()00 Francs für ein musltalischcs Fest, ^00,000 Francs für einen historischen uud allegorisch^ Fcstzug und 1.500.000 Fraucs für Volksfeste verwendet werden sollen. In mehreren rnssischen Gouvernements si»d anläßlich der stattfindenden Fclderregulierung Bauers unruhen ausgebrochen. Während man am Samstag in den politisch^ Kreisen Konswnlinopels der ungctheilten Meinung wa''< der Sultan habe sich entschieden, K h ereddi n Pasä)" das Verbleiben im Amte durch Annahme sowol bl'l Reformvorschläge desselben als auch der vou ihm ^" forderten Pcrsonalvcräuderuugen cndgillig zu cr»>^„ lichcn, fcheint nach Meldungen, die der „Pol. Korr-aus der türkischen Hauptstadt zukamen, dcr EntsclM dcs Snltans rasch wieder ins Schwanken gekommen/ sein. Samstag abends fand unter des Sultans pcrs^,, lichem Vorsitze ein Ministcrcunseil von ungewohnt'" lauger Dauer statt, an welchem Khrreddin Pascha '"^ theilnahm. Auch die iu Konstautinupel verbreitet.^ weseue Annahme, daß dieser Conseil zur dcfimll^ Entscheidung führen werde, schrillt sich nicht als s^ rechtfertigt herausgestellt zu haben. ^ ,, Nachdem die Führer der Opposition ein ^ trauensvutum der griechischen Klnumer provo^ hatten, verlas Ministerpräsident Kumuuduros ^ . königliches Dekret, welches die Auflösung der Kl"""', ausspricht. Bevor Kumunduros das töuiglichc D^ ^ mit welchem die Auflöfuug der Kammern angM"' 1487 wurde, verlas, erörterte er die günstige innere Lage Griechenlands. Bezüglich der äußeren oder griechischen Frage sagte er, daß dieselbe in voller Lebenskraft sei und die Sympathien ganz Europa's besitze. Wir haben, Whr er fort, niemals weder Europa noch der Türkei Milwß zur Erkaltung gegeben. Konnten wir mit uu-fercn schwachen Mitteln mehr leisten? Saatenstandsbericht des k. k. Ackcrbauministeriums nach dem Stande Mitte Juli 1870. Die Witterung war in der ersten Iulihälfte in der nördlichen und mittlereu Zone kühl uud vorwiegend regnerisch, in der südlichen dagegen meistentheils heiß und trocken, doch erstreckte sich die kühle, regnerische Witterung auch auf Südtirol, während andererseits die yeche, trockene Wllterung auch in einem großen Thcile der ungarischen Ebcue — weit hinaus über die Grcuze der südlichen Zone — herrschte. Trockcuheit hatte auch dle podokschc Ebene in Ostgalizil.ii, dagegen war ein durchaus eutsprechender W.'chfel der Witterung in der ^utowiua und in Siebenbürgen; i» den meisten Alpenlandern fiel auf deu Alpeuwcideu wiederholt Schnee be, meistcus sehr empfindlicher «alte. Die Nog gen ernte wurde fast im ganzen Flachlande Ungarns während der ersten Iuli'woche, w dm Vorläuderu der Alpen, dauu iu Kroazieu und ^lebenbnrgci,, so wie auch ii, den T'efländeru Böl> nuns. Mährens, Galiziens uud der Butowiua in der Weiten ^ulnuoche, nnd z,uar meisteutheils erst in om letzten Tage» derselben, begonnen. Die Ernte, arbeiten wnrden zwar größteulheils durch Regeu sehr gryemmt, was thcilwrisc auch das Erutr«Erqebnis w'wn'stlg beei!,flußle. doch wird über bedeutende Schaden, wenigstens bisher, noch nicht hänfig geklagt. ^ ,fs b^,y,, ftch die m.istm Klagen nnr anf mm, H' ^""d die vereinzelten Klagen übe mangelhafte Kmnereutwicklnug dnrch aünstiae Strickte ub" ^ Wnlerbilduiig aufgewoge?^V ^ Mit Rücksicht au d e erwän,t.'i. i .s /c< - ^ ^ noch mehr auf den in f übereu m i^< ^ " ziemlich häufig vorkomm ndm ^iw^3 K. ""ä "ten d^iffe ^Hi^n^^ wel zu weu.g bestim.ute Augabe'i vorliegen .md os wuu fur jetzt unr milgethcilt werden, daß für die ^ordwestläuder sowie für die Alpen und deren Vorländer mehr Ernten über dem Mittel als Mittclerntcn. und mehr Mittelernteu als Eruten uuter dem Mittel gemeldet wurden, während für Ungarn das eutgegeu-gesetzte Verhältuis sich herausstellt und für die Nordost-wndcr die günstigen nnd ungünstigen Angaben sich die ^5age halten. Bezüglich der Qualität sind jedenfalls °" guten Nachrichten bciweitcm in der Mehrzahl; nur aus Niederösterreich wird über dickschalige Körner "Ut> aus Ungaru über gedrückten schwachen Kern geklagt. m,k c Weizen ernte hat in den Karstlände'rn . " N" sudllcheu Ungarn (so weit sie dort nicht bereits üln'i, ^ war) in der ersten Inliwochc, in dem ""gen Mchlande Ungarns in der zweiten Iuliwoche l5,'^"c"/ ^"' ^üstenlandc uud IU Dalmazieu ist die "we jrhr uubefnedio.end ausgefalleu. Iu Istrien ist 3 z">nl»ch großer Theil des Wcizeus noihrrif gc« ^,,?^^Gesamilitergebnis diefcr Länder wird für ba,.^ l '"" ^ '"'^'Uügmder fein, als dort über-mi .. ^' ?.?'l1 augebmlt wllrde. Die Ernte in den nganfchen Ebenen fällt bisher mittelgut aus. iusoferu NY die Eruteu über uud uuter dem Mittel ausgleichen. ^. nl den Landern, in u.elchcn der Weizen noch auf 0r Wurzel steht rechuet illan bisher größtentheils auf gut. oder wemgsteus gut mittlere Weizencrnten. Die Klagen über Rost ilnd Brand, besonders über letzteren dann Me über Lagerfrncht uud iiber verdorbene Farbe Nnd heuer belwettem weniger zahlreich, als sie im Vorjahre zu gleicher Jahreszeit erhoben wnrden Im allgemeinen durfte demnach auf eiue ziemlich gute U^ '""s auch durch mehr Berichte sä mÄ! ' "'^'""U "ud. Ueber besonders schö.^s Mvnls Koril wird aus dem Arader Eo.nitate -Kk>!' "' ^""clM. vcrschru.npftes Korn aus dem "NMburgcr Eom,tate berichtet. ^^^_________(Schluß folgt.) Hassesueulsskeitell. ii^!^.^"^ ^^ Stndentcnwclt.) Ein vnu pawutischrn Gefühlen beseelter Studiusus rief seinen aruk "" aelMdeu Cullegen nachstehende» Abschieds, sie selltt' " ^ "'^' lchiine Sitte der Studenten, daß nss, . .^'". ^'" Stunden der Freude uud des Frohsinns stud ,.? O ^^ höheren Gefühle der Begeisterung für die I s^'^'' ^eale .Ehre. Freiheit. Vaterland" ver-im Ki«'.. . ." "°^ ""'" ",eiuc Meiuuug, worin ich ^inue vieler zu sprechen glaube: Gedenket, wo Ihr ein paar fröhliche College« beisammen seid. des 18ten August. Die Eintheilung unseres Studienjahres brmgt es mit sich, daß der Geburtstag unseres Kaisers, dieses Laudesfcst. mitten in die Zeit der Ferien fällt, Ich ! brauche Euch wol nicht zu erimirru. was wir Studenten speciell uuscrrm Kaiser schulde,,, dessen fürstliche Gunst für uns in jüngstvergaugener Zeit in der großartigen Franz-Iosevh-Elisabeth-Stiftung sich so herrlich manifestiert hat, um Euch diese schöue Pflicht näher ans Herz zu lcgeu. Mögen sich nlso allüberall, wo mehrere Musen-söhne beisammen siud, diese zu einer fröhlichen Kaiser-tueipe zusammenthun, manch' Glas voll guten Gerstensaftes auf das Heil miseres Kaisers leeren, manchen dounerkräftigen Salamander ihm zu Ehreu reiben; siud's Eouleurstudenteu. so möge» sie nach altem heiligen Brauche LaudeSvater stecheu; sind'S ihrer nur wenige, vielleicht nur die bescheidene Eullegiumszahl, so mögen sie doch vereinigt ein „Vivat der Kaiser", eiu „Hoch Oesterreich" und dazu ein schönes Lied aus voller Brust ertönen lassen." — (Eisenbahncongreß.) Am 28. d. eröffnete der Herr Statthalter Graf Thun iu Salzburg im Auftrage des Herrn Handelsministers den Eiscubahneoxgreß. Er begrüßte den Verein Namens der Regierung uud betoute die hohe Bedeutung desselben für die Wieder-belebuua, uud Verjüngung des Verkehrswesens. Seine Rede wurde mit großem Aeifalle aufa.e,wmmen. Der Vorsitzende Direktor Schrader der Aerlm-Anhalter Bahn dankte der Regierung und der Stadt Salzburg für den wohlwollenden Empfang des Vereines deutscher Eisen-bahueu imd erösfuete die Geueralversammlung. Von der Verlesung des Iahre5belichte5 wurde Umgang genommen. Dem Kummissiousautrage entsprechend, gelangt die Angelegenheit der Vereinstarteu dermale,, nicht zur Beschlußfassung, Die Stalutenkommissilm und Vereinskarten« kummlssion werden vereinigt diese Frage für die nächste Generalversammlung vorberathen. — (Zum Plistbeutcldiebstahl in Wien.) Die beiden Angeklagten wurden, und zwar Johann Ky-metal zu sieben Jahren, feine Geliebte Iosefa Hauucel zu acht'Monaten schweren Kerlers verurthcilt. — (Eiu arges Gewitter) tobte am 2l. o. abends iu Raibl und richtete sehr großen Schaden an. Die bekannte Steinlawine, die kaum ein Kilometer nördlich von Raibl entfernt liegt und im Winter vorigen Jahres vuu den steilen Abstürzen sich herabwälzte, wurde! dnrch die nächtlichen Regenstnrme abermals weiter, in der Richtung gegen den Seebach hin, vorgeschoben. Zunächst wurde von derselben die Reichsstraße eiuige Meter hoch überschüttet und das Betl des SeebacheS um ebeuso viel eingeengt. W.igenverlehr ist über diese» Trümmerhaufen hin unmöglich. Wichtiger als dieses Hemmnis erscheint jedoch für dirseS arme und rauhe Thal die augenscheinliche Thalsache, daß bei einer Wiederhulnng solcher Terrainverschiebung. die das nächste Gewitter herbeiführen kann. sufort der Abfluß des Seebaches gehemmt uud dadurch die Häuser vou Raibl iu einen See eingetaucht werden. Dies ist umso mehr wahrscheinlich alS. genau dem östlich herabkommenden Muhrbruche entsprechend, drüben auf der andern, westlichen Seite des Seebaches cme Steinlawine lauerud hängt, durch deren Mitwirkung den Wellen des Seebachcs alsbald eiue ^arrn-re eutgegengestellt würde, die sicherlich lange genug vorhielt, um Eigenthum und Leben der Einwohner vou Raibl auf das schauerlichste zn bedrohen. — (Orkan.) Am 27. d. abends brach iu Trieft ein Orkan ans, welcher im Triester Hasen einen bedeutenden Schaden an den Schiffen anrichtete und mehrere Menschenleben lostetc. Im ganzen wurde» drei-uudzwauzig Schiffe mehr oder minder erheblich beschä» digt. Eiu österreichisches Schiff, mit Holzkohlen beladen, giug zugrunde. — (Meteur.) Iu der Nacht vom 2(>. d. M., nach l Uhr, wurde iu Innsbruck am nördlichen Fir« mmneute ein prachtvolles Meteor mit grünlichem Glänze beobachtet, welches sich vuu Westen nach Osten bewegte und geräuschlos verfchwaud. Ao Kales. Vom Anthropologentagc. (Schluß.) 2. Sitzun g. Die zweite Sitzung war von einem noch zahlreicheren Publikum besucht; auch das zarte Geschlecht stellte em reichliches Eoutiugent. Nach einigeu geschäftlichen Miltheilnngen vunsenc des Vorsitzenden, belief, fend den nachmittägige,, Ausflug auf das Kaibacher Moor,c., ergriff Herr Graf Guüdaker Wurmbraud das Wort zn feinem Vortrage „Ueber die Aufgabe der Anthropologie in Oesterreich." Redner gibt einen Rückblick nber die Entwicklung der anthropolögifchen Wissenschaft iu den nordifchen Ländern Europa's, wo sie zuerst gewissermaßen zu einem nationalen Eult heranwuchs. ,n Dcntschland, Belgien und Frankreich; berührt sodann die Gründung des anthropologischen Vereins in Wien und jenes' zu G> az; schildert die Thätigkeit dieser Vereine, die nach verhältnismäßig kurzer Zeit Außerordcutliches geleistet haben, wie es z. A. die vou Virchuw entworfeue prähistorische Karte Deutschlands beweist. Reduer betont, wie nur ein ge-! I meinsames, einheitliches Vorgehen anthropologischer Lotalvereine auf diefem Gebiete Großes leisten könne, und fordert schließlich die Versammlung auf, in Laibach ein Lotalcomite zu gründen, das sich mit der prähistorischen Erforschung Krams zu befassen habe. (Beifall.) Dr. Ob er müll er hielt Virchows Rassenlarte wegen Außerachtlassung der historischen Momente für nnrichtig. wogegen Dr. Neu mann spricht. Nach noch einigen uuwescntlichcn Bemerkungen faßt die Versammlung folgende Resolution: „Der erste österreichische Anthropologentag hielt es für dringend wünschens-werth, daß in Oesterreich ähnliche Schädelmessungen lmd Ausuahmeu der Farbe der Haut. der Haare, der Augen ?c. vorerst an Schülern der Mittelschulen vorgenommen werden, wie dies bereits in Deutschland geschah. Die Initiative hiefür aber überläßt der Anthropologentag den Lokalvereinen, die in steter Vereinbarung mit dem Eentralverein in Wien vorzu« gehen hätten." Die Resolution wurde mit vielem Veifalle angenommen. Darnach verliest Herr Forstmeister M. S cheyer einen sehr eingehenden und genanen Bericht „Ueber die Hsidengräber in« Bezirke Ratschach und Untertrain und die daselbst in jüngster Zeit gemachten Funde." Musealcustos Herr Deschmann dankt dem Berichterstatter für seine Bemühungen und hebt bei dieser Gelegenheit die Wichtigkeit derlei genauer und gewissenhafter Berichte über Graberöffnungen ganz besonders hervor. Es folgte nun der Vortrag des Herrn I. Szom-b a l h y „Ueber den kraniomctnschen Apparat des t. l. natnrhistorischen Hofmusrums iu Wien." Redner gibt einen Ueberblick über die bisherigen Methoden der Schädelmcssuugen, die alle mehr oder weniger ungenau seien, führt den am k. k. Hofmuseum zu Wien in Gebrauch stehenden Apparat vor uud erklärt die Handhabung desselben. Der nächste Vortrag war der des Dr. Ober-müllcr: „Ueber die vorrömische Bevölkerung No-ricums". In diesem seiueu Vortrage entwickelt Doctor Obermüller Ansichten und Ideen, die unseren bisherigen Kenntnissen über diesen Gegenstand schnurstracks zu» widerlaufen. Das Referat wird vonfcite der Herren Dr. Much nnd Dr. Neumann einer vernichtenden Kritik unterzogen. Ersterer weist namentlich darauf hin. daß die sogenannten „irischen Jahrbücher", die bis 5000 v. Eh. reichen sollen und auf die sich Redner berief, eine der unerhörtestcu Geschichtsfälschungen sind und im allgemeinen als solche angesehen worden. Berufung auf folche „Quellen" fei daher unstatthaft. Letzleier führt des Weiteru aus, daß die assyrischen Keiliuschristen, aus welchen Dr. Obermüller Schlüsse zog, durchaus nicht soweit entziffert feien, daß dies gestattet werden könnte. Diese etwas lebhafte Debatte, "U der fich noch einige Mitglieder betheiligen, wird unter allgemeinem Applaus geschlossen. Der letzte Gegenstand der Tagesordnung war die Verlesung eines Referates, eingesendet von Dr. F. Luschin „Ueber alte Gräber in Bosnien", vonseite des Herrn Musealcustos Drschmann. Aus demselben geht hervor, daß Dr. Luschiu in Bosnien ein überreiches Materiale prähistorischer und anthropologischer Gegen-stände gefnnden habe. Er nennt Bosnien geradezu ein „lraniologisches Eldorado". Die Tagesordnung des ersten österreichischen Anlhropologentages war hiemit erschöpft. Auf Antrag mehrerer Mitglieder bleibt das bisherige Comite in Aelivität und wird mit dem Arrangement der nächsten Versammlung betraut. Nun erhebt sich Hofrath R. v. Hochstetter. dankt dem Eomitc für feme rühmenswerthe Thätigkeit, den Vortragenden uud Referenten fowie sämmtlichen Theilnehmcrn — und der erste österreichische Anthro-pologrntag ward geschloffen. Allgemeiner Beifall der Thl'ilnehmendl'n sprach deutlich für das große Interesse, das sie demselben entgegenbrachten. Der größere Theil der Mitglieder verfügte sich nachmittags um 3 Uhr auf das Laibacher Moor, wo eine Stelle der in Anthropologentreiscn hochbcrühmten Laibacher Pfahlbauten blosgclegt wurde, damit den Interessenten Gelegenheit gegeben werde, die Verhältnisse dieses Pfahlbaues' selbst in Augenschein zu nehmen. Nachdem wir hiemit unserer Pflicht als Berichterstatter des Anthropologentages Genüge geleistet zu haben glanben, können auch wir unsererseits nicht umhin, unserer vollen Äefriediguug Ausdruck zu grbeu. nicht nur über den Verlauf der Verhandlungen, fundcrn anch darüber, daß die Versammlung der Anthropologen überhaupt in unserer Stadt getagt hat War es doch wieder einmal ein helles Ausflackern des Geistes der Wissenschaft in uuserer unmittelbaren Nahe, das jedem Freunde der Aufklärung und des Fort-schrilles gewiß ilnuclgcßlich bleiben wird. Wir schließen nnsern Bericht mit den Worten Dr. Kecsbachers: W°s wir Euch östlich bicicn ist cs prunllos auch. Hclill äufl'rc 'jutlM auch. wic's sonst wol Vrauch. Ail.lt irdl'i doch das Herz sich srmdig regen Und brwql Euch Grus; uud Handschlag sroh entgegen. 1488 — (Bezirlsrichter Dr. Kraus' Leichenbegängnis.) Das Leichenbegängnis des seinen erhaltenen Verletzungen erlegenen Vezirksrichters Dr. Kraus fand gestern nachmittags unter zahlreicher Betheiligung nicht nur seitens der dortigen Bevölkerung, sondern auch Vonseite seiner Freunde und Parteigenossen, welche aus der Hauptstadt und den nachbarlichen Städten gekommen waren, um dem wackern Dahingeschiedenen die letzte Ehre zu erweisen, statt. Eine Deputation des hiesigen k. k. Landesgerichtes uud des städt-del. Bezirksgerichtes sowie ein Theil des Männerchores der philharmonischen Gesellschaft, welch' letzterer sowol während der Einsegnnng in der Pfarrkirche als auf deni Friedhofe bei der Beerdigungsfeierlichkeit je einen Trauerchor vortrug, hatten sich dem Leichenzuge, der von der Bischostacker freiwilligen Feuerwehr angeführt wurde, ebenfalls angeschlossen. Der von Feuerwehrmännern getragene Carg war mit Kranzspenden förmlich bedeckt. Wir bemerkten unter anderen prachtvolle Kränze mit Schleifen, gespendet vom Gremium des k. k. Landesgerichtes, von« städtisch-delegierten Bezirksgerichte Laibach, vom constitutionellen Vereine, vom Männerchor der philharmonischen Gesellschaft in Laibach, vom Bischostacker Bezirksgerichte, dem dortigen Steueramte, einen von der Bischostacker Feuerwehr :c., lauter Beweise, welch' großer Achtung und Beliebtheit sich der leider einem ruchlosen Verbrechen zum Opfer Gefallene allgemein erfreute. — (Personalnachricht.) Die „Presse" empfängt ans angeblich lauterer Quelle die Mittheilung, daß der bisherige Hofselretär in der Kabinetskanzlei Sr. Majestät des Kaisers, Herr Josef Schneid Ritter v. Treuenfeld, welcher infolge seiner Wahl zum Reichsrathsabgeordneten aus dem Verbände der k. t. Kabinetskanzlei geschieden ist, eine dienstliche Verwendung im bosnischen Bureau erhalten hat. — (Der Anthropologen tag) zählte unter seinen illustren Gästen auch Se. Durchlaucht Fürsten Ernst Winoischgrätz, als Mäcen und eifrigen Pfleger der Numismatik und der Altcrthnmskunde in den weitesten wissenschaftlichen Kreisen bekannt. Seine Durchlaucht nimmt den regsten Antheil an der prähistorischen Durchforschung des Landes. Das gestrige, für die Einheimischen und für die aus der Ferne gekommenen Gäste höchst interessante Schauspiel der Blos-legung eines Theiles des Laidacher Pfahlbaues ist nur dadurch ermöglicht worden, daß Fürst Windischgräh der Geschäftsleitung den erheblichen Betrag von 50 fl. zn diesem Zwecke zur Verfügung gestellt hatte. — (Aus der Handelsschule.) Die im In-und Auslande beftrenommiertc Handels-Lehr- und Erziehungsanftalt des Herrn Ferdinand Mahr in Laibach wurde im abgelaufenen Schuljahre von 83 Zöglingen (51 Pensionären und 32 Externen) besucht. Den ersten Jahrgang der Wochenschule frequentierten 47 und den zweiten 36 Zöglinge; der Heimat nach waren 40 aus Oesterreich, 24 aus Italien, 13 aus Ungarn, 4 aus Serbien und je 1 aus Rumänien und Bosnien. Die Gremialschule besuchten 86 Schüler, und zwar 44 den ersten, 23 den zweiten und 19 den dritten Jahrgang ; der Heimat nach waren 75 aus Oesterreich, 8 aus Ungarn, 2 aus Italien und 1 aus Baiern. 15) Schüler unterzogen sich der Freisprechungsprüfung. — Nachgenannte Zöglinge der Wochenschule wnrden in das Ehrenbuch eingetragen: im ersten Jahrgange: Koncar Wilhelm aus Laibach, Arko Johann aus Gottschee. Po-sftichal Anton aus Schischka und Stojanovits Paul aus Pan^ova in Ungarn; im zweiten Jahrgange: Wicdncr Johann aus Hall in Tirol, Isailovits Iovan aus Klc-zan in Rumänien, Candussi-Giardo Georg aus Rovigno in Iftrien und Rosenberg Bela ans Mokrin in Ungarn. In der Gremialschule wurden bei der öffentlichen Schlußprüfung, welcher die Herren: Handelskammerpräfidcnt Dreo, Bürgermeister Laschan, Handclskammerrath Treun und Handelslammersekretär Murnil beiwohnten und woselbst der Herr Handelskammerpräsident Drco die Schlußrede hielt, öffentlich belobt, u. z. im ersten Jahrgange: Kurrent August aus Laibach, Lehrling beim Herrn M. Achtschin. und im zweiten Jahrgange: Decman Anton aus Laibach, Lehrling bei Herren R. Goricnik H Ledenig, — (Aufgefundene Leiche.) Am 22. d. M. wurde im Pischenzathale bei Kronau ein Leichnam anf-gefunden. Derselbe wurde als jene des Johann Oman von Kronau erkannt und constatiert, daß sich Oman am 20. d. vom Hause mit der Absicht entfernt hatte, seine im Pischenzathale gelegenen Wiesen besichtigen zu wollen. Da weder an der Leiche noch an deren Kleidern Spuren einer Gewaltthat wahrnehmbar waren, Oman über-dics an Epilepsie litt, so ist es wahrscheinlich, daß der Tod des Betreffenden nur irgend einem Zufalle zuzuschreiben ist. — (Schadenfeuer.) Am 22. d. M. brach, wahrscheinlich durch Unvorsichtigkeit der Hansleute, am Dachboden des Wohnhauses der Maria Winoischcr in Strasisch Feuer aus, welches sowol das Wohn- als auch die Wirtschaftsgebäude der Besitzerin einäscherte; die abgebrannten Objekte waren bis zum Betrage von 700 st. versichert. — (Aus Ober train.) Im Badeorte Veldes sind derzeit sämmtliche Sommerwohnnna,en, namentlich das Hotel „Mallner", vollzählig von Badegästen und Sommerfrischlern besetzt. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wicu, 20. Juli. Die „Pol. Korr." meldet aus Belgrad: Die europäische Kommission zur Bestimmung der Grenzlinie zwischen Serbien und der Türkei löste ihre Aufgabe zu allseitiger Befriedigung. Zwifchen Vranja und Kurschumle wnrdcn Serbim 12 Dörfer zugesprochen als geeignete Vcrtheidigungs-linie gegen Aruanteneinfälle. Die Kommission verbleibt in Belgrad bis zur Ratification. Rom, 29. Juli. Aus höheren politischen Rücksichten wnrde Noncetti znm Nnnlius in Baiern er« nannt. Derselbe wird wichtige Depeschen nach Deutsch" land überbringen. Der bisherige Nuntius Masella wird die letzten Anträge Bismarcks betreffs eines Uod man von der Frage des Investitur-Ferumns absehen ; der Khedive wird fortfahren, snnen jährlichen Tribnt nach Konstantmopel zn senden, worauf sich seine Beziehungen zur Pforte beschränken werden. Frankreich und England werden den Mächten die Einsetzung einer Liquidirrungstommis-sion vorschlagen, deren Aufgabe es sein wird. die Interessen der Gläubiger Egyptens nach Möglichkeit zu wahren. An Stelle europäischer Minister wird man wahrscheinlich Generalinspektoren ernennen, deren hierarchische Stellung nicht so sehr ins Auge fallen, deren Intervention in den administrativen Angelegenheiten Egyptens aber darum nicht minder reell und inappellabel sein wird. Die „Rcpublique" glaubt, daß auch europäische Unterstaatssekretäre für die hervorragendsten egyptischen Ministerien ernannt werden dürften. N 0 m, 28. Juli. Im Senate erwidert Cairoli auf mehrere Anfragen über die auswärtige Politik der Negierung, daß das gegenwärtige Ministerium dasselbe Verhalten beobachten werde, wie das zurückgetretene; er werde so wie dieses den Frieden, die Ausführung der Verträge, speciell des Artikels 24 des Berliner Vertrages, im Auge haben und die Nationalitäten begünstigen. Der Ministerpräsident sprach sich im weitern sehr sympathisch über Griechenland und Rumänien aus, welch' letzteres Italieu alsbald nach der Ordnuug der Religionsfrage anerkennen werde. Er erklärte es für unrichtig, daß die in Egypten ansässigen Italiener den Schutz fremder Mächte angerufen hätten. Die schwebenden Unterhandlungen gestatteten ihm keine weiteren Darlegungen über die auswärtige Politik; Italien werde versöhnlich und fest sein. Telegrafischer Wechselkurs vum 29. Juli, Papier - Ncute 66 5.'.. — Silber-Rente «8 18, — Gold» Rente 78 50. 1800er Staats-Mlehen 12« 5.0, - Äant°?!ctien 827. - Kredit-Aclicn 270 70. — London 115 75. - Silber — —. K. t. Müuz-Dulatcu 5 47. - 20 - Fraulcn - Stücke 922. — 100-Rcichsmart 5680. Wien. 2!). Juli. 2'/, Uhr nachmittags. (Schluhlurse.) ttreditactien 270 70, 18«0cr Lose 12« 50. I«'«4er Lose 158' , österreichische Rente i» Papier 66 55, Staatsbahn 280 25, Nmdbahn 219' , 20-Franlcnstncfc 9 22, ungar. .^reditacüen 25,7-50, österreichische ssrancobanl -'—, österreichisch? Än^lobaül 125 25. Lombarden 90 . Unionbaul 8« 10, Lluydactien'584 —. türkische Lose 20'«0, Commuual Anlehen 110 25, Egyplischc —, Guldrente 78 45, ungarische (Holorcntc 9315. Fest. Angekommene Fremde. Am 28. Juli, Hotel Stadt Wien. Uranii, Holzhäudlcr, Iiumc. — Karabaiel und Neumann, Professoren; Schweinburgcr und Hrrzl, Kauf' Iculc; Hauer, t. l. Hosrath, und Dr, Arncth. Wien. — Uurton, cuglichcr Konsul, s. (Ycmahliu; Somali, Hutsdcs.' v.Toniasii', Advokat, und Urbaucie', Trieft, Ritter v. Goftlcth, hrast' mg. — Varon Woltensperg, Scllo. - Woitha, Ksm, Praa Hotel Elefant. Ljnbic, Weltpriester, Agram. — Stecher Ämnlla, Kcuifmann6ll.attm, Trieft. - Üuber, Wertslcitcr der Blei bcrger Union, Villach. — Trautwein, Ingenieur, Graz. Scholz Anna, Prufessorsgatlin. Oberösterrcich. Hotel Europa. Fürst ^üindischgräl), Littai. - Lutsch, Marina AladciuieProjcssor, Iiumc. - Dcdet. Lehrer, Cilll. Mohren. (5. u. (iichstett. Graz. — Fintcr, Ferlach. — Toma», Ungarn. - Vuaum. holzhimdlcr, Mousalcoue. — Arcg<" Beamter. Villach. , ' Kaiser von Oesterreich. Kapelj Mathilde. Stein. — HottM", ^ilfSamtcr-Dircttur der Handels- und Gcwcrbetammcr v»n trieft._______________ Verstorbene. Den 28. Juli. Heinrich Lccli, Schristschcrlehrling, 17 I>. (ihröngassc Nr. 5, Lungcutnbertiilose. Den 29. Juli. Dem Franz Zirar, Taglühucr, ein Kind, weiblichen Geschlechtes, Hraoetztudors Nr. 2'.), todtgcburcu. Im Zivil spit ale: Den 27. Juli. Michael Ogrin. Inwohner, 74 I. (Po laimFiliale Nr. 42), Lungeiiemphysem. Den 2'.). Juli. Maria Voy, Kaischlerösrau, 42 I., Dar,» talarrh. — Der Maria Schwab, Arbeiterin, ein Kind, weit" lichen (Geschlechtes, todtgcboren. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^ - .- k W 5 ß « " ^ 3Z,ß 7U.Mq, 74185 -l-12 2 ?iW, schwach heiter 29, 2 „ N. 740 15, -j-22 4 O. schwach halbheiter 0 00 !< „ Ad. 740 0« >15 6 O. schluach heiter Heiterer Mora.ru, qe^'n Mittag und Aiachiniltag elw^ bciuöllt. dainl ganz heiter; angenehmer Abend. Das Tage" miltcl der Wärme ^ 16 7", um 2 ^" unter deul Normale. Verantloortlichcr Redacteur: Ott 0 mar Baulbcrss. M^vs^H^Hvi^t ^"n, 28. Juli. (1 Uhr.) Die Vörse vcrtehrtc bei äußerst schwacheiu Geschäfte iu ziemlich matter Tcudcnz. die Kurse gestalteten sich infolge dessen etwas ungünstig" <)^l.s<5Nv^1lU/l. als vorgestern. Velb War« Papierrente........6650 6660 Silberrente........68- 6815 «oldrente.........78 40 78 50 Lose. 1854........116 11650 I860........126 25 126 50 ^ 1860 (zu 100 st.) - - - 129 - 129 50 1864 . . . ... . - 158' - 15825 Una. Prämien.Nnl.....102 75 103 - Kredit'Ü..........16825 16850 Rudolfs.«.........18 25 18 50 Pramiencml. der Stadt Wien N0 25 110 75 Donau20'b" 5"/«...... 101 75 W2'^ Vevlsen. Aus deutsche Plätte..... 56 40 ^ Loudon, lurze Sicht .... 1,575 l>5^ Loudon. lange Sicht . . . , Il5!»0 l>6 ^ Paris.......... 4570 4b <' «eldisrten. Dlllatcn . . < . 5 fl. 48 lr. 5 sl. 4? ' Napolconsd'or . 9 , 22'/,^ 9^2.' Deutsche Reichs» Noten .... 56 . 80 „ 56 „ 90 ^ Iilbcrgulden . . 100 „ — „ 100 , Krainischc Orundcntlastungs.Oliligatl""^' Oeld 91 50. Ware --. ^ Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 66 50 bis 66 60. Silberreutc 68— bis «310. Goldrcnte 78 40 bis 78 50, Kredit 269 10 bis 269 30. Anglo 1^'"" 124 10. London 11575 bis 116-. Napoleons 922'/, bis 923. Silber 100 - bis 100' -.