Kummer 2 || Sonntag den 7. Jänner 1923 48. Jahrgang ____Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntaq früh. ------ Gchrlftttiling iKb : PrUnnora «Heo Ät. ». lelevbo* « -«»««» di«», g e» ■*»!>« in der Braealhiic, gegfli Itirtnun bllli-,»« «cMhirn »tgegengeuo«»'» 11111 * V *«H «: i«t fcirt Jfilaab olerteliährUi Din 25.-, haldsäi>rlg Din 50.-, gcatfAfcHa VW 100.-. H«r da« I*»Uib wt1pt«(5t*l« «rhdh,»g. — «metae Din , (PoStnina plaSaaa v gotovini.) Aus auf Stimmenfang... Wie unS von mehrere» Seilen miigete'lt wird, sind Agilaloren verschiedener slowenischer Parteien eisrig am Werke, deutsche Wähler für ihre Sache zu gewinnen. Ein beliebter Trick war in diesen Tagen z. B. folgender: Irgendein Agitator tritt an den deutschen Wähler heran und erzählt ihm im Tone moralischer Entrüstung, daß man seinen Namen im Wählerverzeichnisse ausgelassen habe, trotzdem dies in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Er erbietet sich auf daS bereitwilligste, die Eintragung dcS deutschen Wahlberechtigten zu reklamieren, wobei er natürlich darauf rechritt, daß sich nun der gute dkUtiche Mtchel gewissermaßen verpflichtet sühlcn werde, am Wahltage der plötzlich so hilsreich ge-wordenen Partei sein« Summe zu geben. Ta ein Teil unserer Leute in diesen vier Jahren politischer Rechtlosigkeit und angesicht« der sprachlichen Schwierigkeiten und in der Erinnerung an die unzähligen Nadelstiche der jüngste« Vergangenheit wirklich vii solcher Formsache nicht durch-brechen: daß die Kinder sich nicht in die Folgen einer jugendlichen Schwärmerei vet wickeln und daß die Ehen glücklich sind. Persönlich sagte mir eine mcdcrne Japanerin, daß sich« Jahre tn ihrcm Leben verloren, verlchivendet wa rn: die Jahre ihrer Eh«. Und eine Studentin sagte mir, daß fast a^e Fr.uen tnk'GiUnde unzlücklich mit jeder arbeite» könne», die eines guten Willen» ist. Aber wir wissen, daß jede nur dann mit unS rechne» wird, wenn sie mit der durch die Führer repräsentierte» Gesamtheit geredet hat. Jede deutsche Stimme, die auS dem Entschlüsse des einzelne» der oder jener Partei zufällt, ist geschenkt, ist umsonst gegeben. Jede verschleuderte deutsche Stimme ist unserer Gesamtwohlfahrt geraubt. Wir bekennen un» offen und frei als Oppor« • tunistcn! Aber wir sind Opportunisten edler Art. Wir wollen nichts, was uns nicht gebührt. Wir werden jenen Hilfen, die ur.S zu unseren Rechte» helsen wollen und können, die gutmachen wollen: soweit eS möglich ist. Deutsche Stimme» dürfen nicht gefangen werden. Unser Weg ist wohlüberlegt uud wird in diesem unseren Blatte rechtzeitig ge« wiesen werden. _ Dir alte» Herren. lAuS Leserkreisen.) Sie haben nichlS zu lachen, die alten Herren von heute. Wie altes Eisen, daS ma» ausrangiert und in die Rumpelkammer wirst, so werden sie bei« seile geschoben, die alte» Herren; niemand will mehr etwa» von ihn«, wissen, erbarmungslos werden sie kalt gestellt. Der Batcr Staat gar, der s-tzt sie eine» Tagc» rücksichtiloS vor die Tür. (DaS kann sich der Staat erlauben, auch wenn er eine roch so schwache Regierung hat, denn alle anderen Menschen können dem Staate gesthrlich werden, die Pensionisten nicht, sie sind streikunsähig.) Mögen sie körperlich noch so rüstig, mögen sie geistig noch so frisch sein, mögen sie ihren Posten roch so gut auisüllen und mit allen Fasern ihres Herzen» an ihrem Berufe hängen, der Mohr hat feine Schuldigkeit getan, der Mohr kaun gehen. Weg mit euch alten Herren, Platz da für die Jugend! Junge Besen wollen auch mal s:ien, sobald die Ehe geschlossen, wenn sie sich auch dank ihrer E'ziehung und d« ererbten Ruhe und Beherrschung allmählich in da» Unabänderliche filzen. Ich verwerfe daher diese Art ganz und gar. E» ist endlich doch angenehmer, mit dem Manne unglücklich zu werden, den man scar6» abgehaltene Reparation»-konserenz vollkommen gescheitert. Zwischen England und Frankreich klafft in der Frag« der deutschen Ripirationen ein unüberbrückbarer Gegensatz. Die Italiener und Belgier haben sich dem französischen Standpunkt, der von einer Herabsetzung der Leistun-gen nichts wissen will, angeschlossen. In Frankreich rechnet man damit, daß am 15. Jänner die sranzö-sische Aktion in Deutschland beginnen werde. Sie soll darin bestehen, daß die Franzosen die wilitä rische Besetzung der Distrikte Bochum und Essen, seiner jenes Teiles des RuhrgebieteS durchführen werden, den Marschall Foch bestimmen wird. DaS besetzte Gebiet wird ein Zollkordon von Deutschland um etwa» zu sehen, ich meine Unanständige» zu sehen, der käme nicht auf seine Kosten. Jh wußt«, wo ich war, weil ich absichtlich dahin gegangen war und, weil e« so eigenartig eingerichtet, viel darüber gelesen hatte; wäre ich jedoch auf meinen Wanderunge« zusällig dahin gekommen, so hätte mich nicht» ahnen lasse«, daß dies nicht anständige Häuser sind. Au» einem Hause klang Samusenmusik und mein kleiner Maler sagte mit vem Genuß, mit dem «in Franzose vom Maxim spricht; „Das ist da» aller-allerschlimmste Haa» l" Und er kniff die Augen gewaltig zusammen. Wenn so, wa» ich nicht bezweifle, dann steht selbst da» eller-schlimmste Hau» sehr, sehr unschuldig au». Zn der Hauptstraße sind Geschäfte, ganz wie überall, nur ist es alle» stiller und man sieht nur Männer auf- ur.d abgehen, alle sehr ruhig und voll kommen bekleidet. E» ist Sitte, den Frauen immer etwa» mitzubringen: Obst, Backwerk oder sonst eine Kleinig-kett und an dem Auigang selbst steht der Liebettempel, mit zwei vnschlurigcnen Mohrrüben aus dem Stein. Nichtsdestoweniger muß ich sage», daß ich nie voll atmete, solange wir im stadtgroßen Boshiwara wan-delleri, denn mir stieg plötzlich der Gevanke auf, wa» et» Europäer unter solchen Umstände« aitcs tun könnte. Und hier sprach ich nicht einmal di« Landessprache l I» manch tii.tr kleinen Querstraße flog mir das Herz in den Mund od«r wieder tn die Schuhe, obschon ich immer lächelle mi, festgefroreuem Lächeln, aber Japaner sind Japaner — und mein Begleiter führte mich so ruhig h«raus, al« wir hereingegange«.--- Stile 3 abschließe». Dem Verhängnis scheint also freier Laus eröffnet zu sein. Amerika hat neuerding» seine Vermittlung in der Reparationsfrage angeboten. Wie sehr cS Frankreich um die Vernichtung deS Deutschen Reiche« zu tun ist, beweist die Ablehnung eines Vorschlages de« Staatskanzler« Cuno, worin den Franzosen ein fester Fried« für di« Dauer eine» Menschenalter« angeboten wurde. Die Artikel Lloyd Georges auf den Index der Franzosen. Einer Meldung auS Köln zufolge hat die RheinlandSkommission die Entsernung der ZeitungS-anschlüge angeordnet, welche die Auseinandersetzung Lloyd Georges mit der französischen Rheinlandpolitik wiedergaben. DaS Verbot wird damit begründet, daß die unter einer tendenziösen Ueberschrift wieder-gegebenen Erklärungen eine» gewissen Politiker» der Alliierten geeignet seien, die öffentliche Ordnung zu stören. Vorgehen der kleinen Entente gegen Ungarn. Die ungarische Regierung hat mit ihrem vor einiger Zeit erschienenen Gesetze über den Schutz der Ruhe und Ordnung im Staate ein Gesetz erlassen, daS einem Mobilisierungsgesetze verzweifelt ähnlich sieht und die Hemmungen in dem FriedenSvertrage zu umgehen scheint, die eine allgemeine Wehrpflicht in Ungam verbieten und die Menge deS HeerrS und der Waffen strenge beschränken. Der Punkt 7 dieses Gesetzes ermächtigt nämlich die ungarische Regierung, im „Interesse der öffentlichen Wohlsahrt uud Ber-pflegung" alle Staatsbürger von 13 bis 50 Jahren zur persönlichen Dienstleistung heranzuziehen. Ueber-die» sieht das Gesetz die Kontrolle deS Post-, Telephon-und Telegraphenverkehres vor, sobald dies das Interesse der öffentlichen Ordnung oder die außen-politische Lage erfordern sollten. Die Kabinette der kleinen Entente, deren Mißtrauen die faschistischen Bor bereit ungen in Ungarn, die Verbindungen zwischen italienischen und magyarischen Faschisten, ferner gewisse militärische Rüstungen im höchsten Maße erregt haben, sind nun an die Botschasterkonferenz in Paris mit einer Note herangetreten, in der die Großmächte aus das gefährliche Umgehen der Friedens-bestimmungen durch Ungarn aufmerksam gemacht werden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Botschafter-konserenz im Hinblick auf die Möglichkeit sozialer Unruhen und die Haltung Italiens nich>» gegen da« ungarische Gesetz unternehmen wird. Aus Staüt und Land. Zur Wohnungsfrage. DaS Beograder Amtsblatt (Sluzbene Novrne) verlambart eine Er gänzungSverordnung deS Ministers für soziale Für-sorge zum Wohnungegesetze. Derzusolge hat der Mieter. sallS er mit seinem Hausherr» zu keinem Uebereinkommeu hinsichtlich der Höhe deS MietzinseS gelangt, di« bisherig« Mitte wtiter zu b«zahl«n; di« neue, vom Geriete festgesetzte Miete gilt vom ersten Tage deS Monates an, daS auf die Eingabe deS Gesuches um Feststtllung des MietzinseS folgt. Fall« der Hausherr den Zins nicht in Empsang nehmen will, kann ihn der Mieter bei der Verwaltungsbehörde hinterlegen. Diese Beträge sind in Ljubljana, Maribor, Eelje und Plus beim Stadlmagiftrute, in anderen Orten bei der BezirkShauptmanoschast zu deponieren. Ein« neue Wohnungsverordnung? Wie wir dem Beograder Vreme entnehmen, hat der neue Minister für Sozialpolitik Dr. Ninko Peric erklärt, es werd« mit Rücksicht auf die große Erregung, die in Mieterkreifen über die Steigerung der Mieten herrscht, sofort nach Zusammentritt des Parlamentes eine neue Wohnungsverordnung vorgelegt werden, laut welcher die Mietpreise dieselben bleiben werden wie jetzt. Die neue Verordnung wird rückwirkende Kraft haben. Kunftnachricht. Unser Publikum wird sich sicherlich noch der eig«aartigen Persönlichkeit un» Kunst d:S ToudichlerS Paul Rohr erinnern, der hier de» öfteren mit größtem Erfolge konzertiert und > a-meirtiich in kleineren kunstsinnigen Kreisen mit s«i, »n Liedern tiesgehende Wirkungen erzielt hat. Nach viele« Ung,mach, w'e e» eben «in«« echten Küustlrr nie «spart bleibt, scheint nnn«ehr der Stern deZ Komponisten endlich auszugehen. Kürzlich fand dank d«n beharrlichen Bemühungen deS Hausei Windisch-grätz ein Rohrkonzert in München statt, über welch,» Herr Dr. Fritz Zj»gg« von einem Zuhörer svt« genden hochersreulichen Bericht erhielt: „Eä war prachtvoll schön! Frau Hller, ein« berühmte Ctilt 4 killier Zeitung Nummer 2 Münchner Sammersängerin, hat eine herrliche Stimme und trug die Lieder mit einer Kraft und einem Ausdrucke vor, der überwältigend war. Rohr am Klavier begleiten» natürlich auch fehr gut. Der Er. folg war auch dementsprechend. Im ausverkauften Saale ein richt endenwollender Beifallssturm. Viele Leute waren so ergriffen, daß sie kein Wort heraus bringen konnten. Der arme Rohr, überschwenglich begeistert, küßte der Sängerin die Hände, er zeigte aus sie — sie aus ihn, jeder schob den Ruhm auf den anderen und Rohr war in einem GlückStaumel, so daß er die ganz« Weit umarmen wollte. Er wurde mit GratulatlonSbrieseu überschüttet, auch D'Albert schrieb ihm, und eine Sängerin bat um die Erlaubnis, seine Lieder singen zu dürfen. Frau Hiller möchte noch mit ihm nach Wien und Berlin fahren und ihn an die Münchner Oper bringen. Sie hatte noch nie einen solchen Ersolg wie mit den Rohrliedern." — Außer dem durchschlagenden Erfolg und den in diesem Briefe erwähnten ZnkunflSauS-sichten ist vor allem die Anerkennung vonseilt einer Größe wie D'Llbert (der Schöpfer dtr Oper „Tief-land' und anderer großer Welke) sehr erfreulich und wertvoll und gibt jenen Recht, welche die Kunst deS Tondichters von Ansang an ungemein hoch ein-schätzten. Konzert der Glasbena matica aus Ljubljana Wir machen nochmals auf das Konzert deS Chores der GlaSbena matica aufmerksam, daS am 6. Jänner, 4 Uhr nachmittags, im großen Saale des Hotels Union stattfindet. Der Chor genießt einen ausgezeichneten Ruf und hat nicht nur in Ljubljana, sondern auch aus größeren Kunstreisen durchschlagende Ersolge geerntet. Der Leiter de» Chores Direktor Subad ist ein hochgebildeter Musiker und gewiegter egenSchori; ihm vor allem ist eft zu verdanken, daß die GlaSbena matica aus kleinen Anfängen zur ersten Bereinigung dieser Art in Slowenien geworden ist. Der Kartenvorverkaus findet in der Tabaktrafik der Frau Kovac, Aletsandrova ulica, statt. Das andere hiesige Blatt kann es auch in einer Zeit, wo es wahrlich anderen Gedanken nachhängen sollte, nicht unterlassen, an uns seinen Zahn zu wetzen. So will es aus der .selbstbewußten" Schreibweise unseres Blattes die Ueberzeugung gewonnen haben, daß wir Deutsche in Slowenien eigene Kandidaten für das Parlament aufstellen werden. Aus der tiefen Beleidigung, die es darob äußert, müssen wir fast annehmen, als ob dieses Blatt in einem u«S unbegreiflichen Optimismus damit gerechnet htiNe, eS könntm am Ende doch txutsche Stimmen für feine Sache abfallen. Es bezichtigt die «übergroße Nachsicht' feiner Partei-ganger, daß sie schuld an dieser Eulwicklung trage. Und in der Tat, eS hätte, wenn sein Verdacht bestätigt werden sollte, wirklich nicht Unrecht: die „übergroße Liebe nnd Nachsicht", die uns besonders von dem anderen hiesigen Blatte in seiner wildesten geit zuteil wurde, müßte uns gelehrt haben, eigene Wege zu gehen. Die obligaten Drohungen sind überflüssig, man sollte wissen, daß — das Blatt meint, man werd« nns gründlich zu Gemüte führen, daß .wir nicht mehr in Altösterreich seien — in Oesterreich niemand beleidigt war, wenn die Slowenen eigene Kandidaten ausstellten. Im übrigen braucht dem anderen hiesigen Blatte kein einzige» Haar unserer Entschließungen wegen weh zu tun. Nadle in Celje Wie der Republikaner mitteilt, wird der kroatische Baueruführer Stephan Radit am 7. Jänner im Gasthaufe zur Krone an der HauptauSschußsitzung der republikanischen Partei teilnehmen. Evangelisch« Gemeinde. Der Gottesdienst am Sonntag, dem 7. Jänner, findet um 10 Uhr vormittag« wieder im Gemeindesaale statt. Trauung, Am 4. Jänner l. I. fand in Pletrovii die Trauung deS Herrn Guido Iglar, Zorstgeometer in Maribor, mit Fräulein Grele Wambrechtfammer statt. Als Trauzeugen fungierten der Bruder d«S Bräutigams Herr Eamilo Jglar, Beamter der Firma Ralusch, und Herr Dr. Karl Kieser aus Maribor. Edelwelbkrünzchen Aus Maribor wird unS geschrieben: Nur einige Tage trennen uns noch von der vielversprechenden Veranstaltung des Mac» burger RadfahrerklubS .Edelwtiß 1900", die am 10. d. M. um 8 Uhr abends in sämtlichen Saal-räumlichkeiten der Brauerei Götz statifindet. DaS rege Interesse legt ein beredtes Zeugnis für die Bc-liebthett deS Vereines ab und läßt auf einen Massen-besuch schließen. Im Götzsaale soll schon lange Zeit keine solche Gemütlichkeit geherrscht haben, wie eS am 10. Jänner der Fall sein wird. Die Klänge der Musik deS B«retneS »Drava- werden zum Wiegen und Drehen einladen, im ersten Stock wird eine Heurigenmusi? und ein Salonorchester die Stim-mung heben. Eine Rutschbahn i« Parterre wird sicherlich -viele Besucher anlocken uud die Fröhlichkett kein Ende nehmen lassen. Eine besondere Ueber» raschung wird ein von zahlreichen Damen und Herren unter Leitung deS Herrn Heinz Scheidbach vorge-führler steirischer Tanz bilden. SS ergeht also nochmals der widerhallende Ruf: .Am 10. Jänner zum Edelweißkränzchen!" Der Kommunlstenprozeß in Celje Am SamStag fand vor dem hiesigen KreiSgerichte die Verhandlung gegen die Trtfailer Kommunisten wegen Verbreitung kommunistischer Ideen statt. Der Haupt-beschuldigte Anton Manfred wurde zu zwei Jahren schweren Kerker« verurteilt, seine Mltbeschul»ig>en Albin Erjavec, Franz Kozar und Franz Bogve wurden mangels verläßlicher Beweise freigesprochen. Wäschedlebftähle sind in unserer Stadt eine beliebte Spezialität von bisher trotz aller Anstrengungen unserer Polizei noch immer nicht dingiest gemachten Langfingern geworden zu sein. In der vorigen Woche stahlen sie in der Nacht von Freitag auf SamStag vom Dachboden des Hauses Nr. 7 verschiedene Wäschestücke von beträchtlichem Werte, die dem Major S. gehörten. Die Hausfrauen werden gut daran tun, die aufgehängte Wäsche äußerst sorgsam zu bewachn,. Lehrlingsanbot. Dem Hrvaisli Rad-Sa, Verein zur Erziehung der Handels- und gewerblichen Jugend, Zagreb, Guridulitgaffe 11, stehen für nachstehende Zweige deS Gewerbes bezw. Handels folgende Lehrlinge zur Verfügung: 2 Buchdrucker, 60 Schmiede. 60 Schneider, 58 Schuhmacher, 80 Tischler, 2 Wazner. Jcd«r Kaufmann und Gewerbe-treibende tut eine gute Tat, wen» er vom genannten Verein einen oder mehrere Lehrlinge verlangt. Es sind ehrlich«, brave und unverdorbene Knaben, viel-fach arm, ohne Eltern ic, die dem Meister treu und dankbar sein werden. Allenäheren Weisungen erteilt der Verein »HrvmSki Radiia" Zagreb, Gundulitevauü 11. Die Elektrifizierung der Stadt Celje und Umgebung. Am 29. Dezember v. I. fand in den Räumen der Zadrujna Zo«za in Celje unter dem Borsitze Dr. Bolit' eine wichtige Sitzung des VorbercitungSauSschusfeS für die Elektrifizierung von Celje und Umgebung statt. An der Versammlung nahmen für die Stadtgemeinde Herr Ivan Rebek, für die Westensche Fabrik Herr Direktor Pfeifer, für die Zinkhütte Herr Direktor Baebler, für das Faaler Elektrizitätswerk die Ingenieure Turnick und Äebi, sowie andere Sachverständige teil. Die in-teressanten und durchaus sachlichen Beratungen er-gaben nachfolgendes Resultat: Selje und Umgebung erhält den elektrischen Strom vom Faaler Elektricitätswerke und zwar vom Transformator in Laiko. Zur Ueberführung der elektrischen Kraft von Lasko nach Celje und zum Baue eines Transformators niederer Spannung in Celje wird eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 8,000.000 K gegründet. Die Aktiengesellschaft würde ans der Firma Westen, der staatlichen Zinkhütte und der Stadt Celje bestehen. Vom Transformator in Celje würde die Großindustrie, d.»i. die Westen'fche Fabrik und die Zinkhütte, den Strom direkt empfangen ebenso wie die Stadt Celje bezw. die Gesellschaft, die von der Stadt gegründet werden soll, damit da» in Celje befindliche Strom-netz erneuert und in der Stadt und Umgebung er-weitert werde. Diese Investitionen würden etwa zehn Millionen Kronen kosten. Die Beschlüsse werden dem Gemeinderat zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Der Warschauer Prafidentenmörder zum Tode verurteilt. Am 30. Dezember fand in Warschau der mit Spannung erwartete Prozeß gegen den Mörder de« Präsidenten Dr. Narutowicz statt. Der Angeklagte erklärte, die Kugeln feien eigentlich dem Marschall PilsudSki zugedacht gewesen; in seinem Schlußworte bat NiewiadomSki den Gerichts Hof, man möge ihn zum Tode verurteilen. Da? Gericht verkünde!? nach kurzer Beratung daS Todesurteil. Ein Kind mit Froschoberkörper. Im Hillemühltale in der Tschechoslowakei wurde ein Kind, wciblichen Geschlechtes, zur Welt gebracht, das am unteren Köiper normale Menschenarmen zeigt, während der Obcrköiper mit dem Kopse daS AuS-sehen eine« richtigen FeoscheS hatte. DaS Kind ist gestorben und wurde al« Abnormität nach Prag überführt. Wirtschaft und Verkehr. Die ungarischen Reparationen an Jugoslawien. Wie aus Beograd gemeldet wird, überreichte der ungarische Geschäftsträger de« Mini* sterium des Aeußern ein« Note seiner Regierung, i» der angeboten wird, statt deS Lebendviehs landwirt-schaftliche Maschinen und Eisenbahnmaterial auf Reparationen zu liefern. Ueber die Annahme de« An. gebotes ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Stlnne» in Jugoslawien. In der letzten Zeit brachten inländische Blätter wiederholt Meldungen darüber, daß der bekannte deutsche Großindustrielle Hugo StinneS mit Budapest in Verbindung getreten sei und die Abficht habe, sich in Rumänien und Jugoslawien an verschiedenen Unternehmungen zu beteiligen. Wie nun auS Berlin gemeldet wird, hat Hugo StinneS diese Nachrichten kategorisch in Ab-rede gestellt. Die Selbsthilfe Oesterreichs. Am 22. Dezember erfolgte die Gründung der österreichisch«« Nationalbank mit einem Kapital von 30 Millionen Goldkronen, deren Aktien trotz der kurzen Zeichnung«-frist bedeutend überzeichnet wurden. Auch d«r Stand d«r Zeichnungen für die 8tzige österreichische Gold-anleihe 1922, deren ZeichnungSfrist nur noch bis 30. Dezember läuft, ist ein äußerst günstiger, so daß man auch hier fast sicher mit einer Ueberzeichnung rechnen kann. Die 8Hige Goldschatzrnleihe wird in der Höhe von 6 Millionen Dollar begeben. Die einzelnen Stück- werden auf l0, 40 oder 100 Dollar lauten, einzahlbar in AuSlandsvaluta oder in öfter-reichischen Kronen. Zur fixen Relation 1 Dollar — 70.000 ö. Kronen. Die Rückzahlung erfolgt am 1. Juni 1923 nach Wahl deS Zeichners in Dollars oder in österreichischen Kronen mit dem vollen ZeichnungSbetrage. Die Anleihe wird mit Zustimmung deS Völkerbunds durch da» Zollgefälle und da« Tabakmonopol sichergestellt. Der Erfolg dirsrr inneren Anleihen wird da« vertrauen zur österreichischen Krone weiter befestigen, di« bereits drei Monat« stabil geblieben ist trotz deS Sturzes d«r Mark. Dieses wachsende Vertrauen zu Oesterreich« Wieder-ausbau geht insbesondere auch hervor auS den Ver-Handlungen über di; Garantie der große» KredithilfS-anleihe de« Völkerbundes für Oesterreich sowohl im englischen Parlament wie in »en Parlamenten der anderen Garantiemächte. Die tschechische Krone als Spielpapier Die Schwankungen de« Kurses der tschechischen Krone in der letzten Zeit hab«» in Prag ein« Nervosität hervorgerufen, zu der keine Veranlassung vorhanden wäre, wenn die Steigerung de» Kurse« fett dem Spät-herbste 1921 in der wirtschaftlichen und finanziellen Lage deS Landes begründet wäre. Die tschechijche Presse hat versucht, den jüngsten Sturz der tjche-chischeu Krone aus Börsenmanöver zurückzuführen, wobei die offiziöse Preffe der Version den Vorzug gab, daß nicht ausländische, sondern inländische Spe» kulanten die Schuldtragenden seien; man kann nicht sagen, daß sie Unrecht Hai, wenn auch in einem anderen Sinne als dem ihren beliebten. Durch die Hauffepolilik deS eisten tschechischen Finanzministers Raschin war di« tschechische Krone zu einem inter-nationalen Spielpapiere geworden. Man griff nach der verhältnismäßig billigen tschechischen Valuta, um an ihr zu gewinnen, weil »an wußte, daß die ganz« tschechische Finanzpolitik mit allen Mitteln bestrebt ist, auS politischen Gründen, wie man glaubte, den KurS in die Höhe zu treiben. Die bald darauf au«-brechende Jndustriekrise in der Tschechoslowakei, der Rückgang der Staatseinnahmen, ohne daß ein« merk, liche Minderung in den Ausgaben eingetreten wär«, ließ jedoch in Verbindung mit der künstlichen Stei-gerung des Kronenkurse« da« Defizit im Staats-haushalte ungeheuer anschwellen, und die aus-ländischen Kronenbesitzer begannen allmählich un-sicher zu werden. Da aber »ie tschechisch« Krone unter anderem auch von der sinkenden deutsch österreichischen Krone lebte, mußte ste unter deren seit September eingetretenen Stabilisierung leiden, trotzdem da« in England aufgenommen« Anl«h«n zu ihrer Stützung verwendet wurde. Im November bereits mußte Raschin mit starten Abgaben aus-ländischer Zahlungsmittel einsetzen, die dem tschechischen Bankamte in der ersten Dezemberhälste bereit» ein Fünftel feines ganzen Devisen Vorrats kostete. Raschin will nunmehr eine neue Pfiindanleche kontrahieren, um die tschechische Krone zu stüden. Ob da« gelingen wird, ist eine andere Frage, oa die ausländischen Besitzer tschechischer Kronen schwankend geworden, im Auslande aber so viel tschechische Kronen plaziert find, daß ein Ungefähr große Abgabe» verursachen kann, denen gegenüber die tschechische Bankverwaltung machtlos ist, da sie die auswärtigen Börsen nicht wie die Prager Börse zu Werkzeugen ihrer Politck machen kann. Der Kurs der tschechisch:» Krone wird eben nicht durch die Finanzlage de« Staate« bestimm», sondern durch die Stimmungen der internationalen Spetu-latio» und durch die finanztechnischen Schiebungen, Nummer 2 Cilllet Zeitung C«tt 5 OSRAM NITRA Das sonnenk/are weiße ßicht die daS Prager Bankamt vornimmt und die inner-politischen Zwangsmaßnahmen, die e» vornimmt, um der unleugbar vorhandenen Baissetendenz ent-gegen,uwirkcn. Die Behauptung, daß inländische Spekulanten die tschechische Krone zu demolieren suchen, ist ein Unsinn. Die Fioanzdiktatur RaschinS macht dergleichen unmöglich. Der einzige maßgebende In-laridsspekulant ist daS Prager Bankamt, und wenn man dem tschechischen «bge« ordneten Blaschek Glauben schenken will, wäre eS der Finanzminister Raschin selbst, der spekuliert und zwar nicht im öffentlichen, sondern im privaten Interesse. Der genannte Abge« ordnete erzählte darüber kürz-lich im Prager Abgeordneten-Hause folgende«: „Raschin ist VerwaltungSrat der ZivnostenSka banka, der Zuckerfabrik Schöller und Co., der I. böhm. Rückver-sicherungSgesellschast der Firma Medika, der böhm. Zucker-Handelsgesellschaft, der jsüdböh« mischen KohlenwerkSgesellschast und noch einiger Akllengesell« schaften. Raschin ist aber auch der Rechtsvertreter einer englischen Bankgrupp,, mit der der Staat und Die Gemeinde Prag Anleihe» geschäfte machen. Die letzte englische Anleihe hatte Raschin zu einem Kurse von 50 tschechischen Kronen für den Dollar ab« geschlossen. Bei dem heutigen Kurse bei Dollar? sind wir bereit« um eine Milliarde geschädigt. Da Raschin die Krone noch höher treiben wollte, beabsichtigte er eine noch größere Schädigung de« Staates zugunsten seiner englischen Bankgruppe. Bei dem Abschlüsse de« letzten Prager Stadtanlehen« aber hat er derselben Gruppe Ratschläge zu Un« gunsten der Prager Gemeinde gegeben.' 46) (Nachdruck verboten.) Z»as Hrandhotel Wabylon. Boman von Arnotd Nennetl. Sie betraten den Raum, der durch die Kost-barreit seine« Inhalte? fast geheiligt erschien, und Rackjole sah sich aufmerksam darin um. Am letzten Ende dieses KellerS besand sich ein Gitter, durch welches ein schwacher Lichtschein eindrang. »Wa« ist daS?' fragte der Millionär erstaunt. „Das ist nur ein BtntilationSgitter. Gute Ben-tilation ist für die Erhaltung der Weine sehr wichtig.' .Sieht eS nicht beschädigt aus?" fragte Rack-fole und, eine Hand aus Babylon« Schulter legend, flüsterte er plötzlich: „E« ist jemand hier in diesem Keller. Hören Sie nicht dort hinter jenem Flaschen-lager jemand atmen?" Die beiden Männer standen einige Sekunden regungslos horchend im Scheine des einzigen elek« irischen Lichte«, daS in der Mitte deS KellerS an der Decke angebracht war. Die Hälfte des KellerS lag im Dunkeln. Schließlich ging Racksole entschlossen durch den Mittelgang längs der Flaschenlager auf die rechte Ecke zu. .Komm heraus, du Schuft l" sagte er in leisem, zornbebendem Ton und zerrte eine kauernde Gestalt hervor. Er hatte einen Mann zu finden geglaubt, aber die Gestalt, die er nicht gerade sanft angefaßt hatte, war niemand ander« als Nella, feine eigene Tochter. ft O Dreiundzwanzigste« Kapitel. »Aber Papa, du solltest dich doch erst verge-wissern, ob du auch an den rechten Mann gekommen bist, bevor du von deiner schrecklichen Muskelkraft Gebrauch machst," begrüßte Nella ihren verblüfflen Bater. „Ich glaubt wirklich, du hast mir die Schulter zertrümmert.' Sie rieb sich die Schulter mit einem halb ko> mischen, halb schmerzlichen Gesicht. Der Rock ihres dunkelgrauen Kleide« war schmutzig und zerrissen, und die sonst so elegante Nella sah au«, al« ob sie soeben au« einem brennenden Hau« gerettet worden wäre. „Guten Abend, Miß Racksole," sagte Babylon, sich höflich verneigend. .Da« ist ein unerwartete« Vergnügen.' — Felix Babylon blieb in jeder Lage immer der tadellose GesellschastSmensch. „Dars ich fragen, wa« du in meinem Wein-keller tust, Nella Racksole?' — Racksole war sehr ungehalten, seine Tochter für einen Verbrecher ge« halten zu haben; er verabscheute Ueberraschungen, und bei dieser Gelegeuheit war er über alle Maßen überrascht worden. UeberdieS war eS ihm höchst peinlich, daß Nella in dieser sonderbaren Verfassung von einem Fremden gesehen wurde. „Ich will dir alles erklären, Bater. Ich konnte bel dieser Hitze nicht schlasen und hab« lange in meinem Zimmer gelesen. Al« e« halb EinS schlug, legte ich da« Buch fort und ging auf den kleinen Balkon meine« ZimmerS, um vor dem Schlafengehen noch etwas Luft zu schöpfen. Du weißt ja, ich wohne jetzt im dritten Stock. Ich lehne mich also über die Balustrade und schaue hinunter aus den kleinen Hos, der dte Hotelmauer von SaliSbury Lane trennt. Zu meinem Erstaunen sehe ich. wie eine Gestalt über den Hos schleicht. Ich wußte, daß von da auS kein Eingang ins Hotel sührt; übrigens liegt der Neine Hof etwa zwanzig Fuß unter dem Straßenniveau. Ich passe also auf. Die Gestalt geht auf die Hotel-mauer zu und entschwindet meinen Blick«». Ich beuge mich, so weit ich kann, über die Balustrade. Ich konnte den Mann zwar nicht sehen, aber ich hörte ihn.' „Was hast du gehört?" fragte Racksole hastig. „Es hörte sich wie das Geräusch einer Säge an und dauerte eine gute Weil« sort, vielleicht eine Viertelstunde." „Warum in aller Welt bist du nicht zu mir gekommen, um mich davon zu benachiichligen?' „Ach, Väterchen, 'ich weiß nicht,' sagte sie liebenswürdig: „Ich begann mich sür die Geschichte zu interessieren, und ich wollte der Sache lieber allein ans die Cpur kommen. Nun, Mr. Babylon," fuhr sie jetzt mit berückendem Lächeln, zu Babylon ge-wendet, fort, „wie ich schon sagte, das Geräusch dauerte eine gute Weile. Endlich hörte eS auf, die Gestalt kam wieder zum Vorschein, durchquerte den Hos und kletterte über die mit einem Geländer ge-krönte Hosmauer in die SaliSbury Lane. Zch fühlte mich einigermaßen erleichtert, denn ich wußte immer-bin, daß er nicht in» Hotel eingedrungen war. Ich sah ihn langsam SaliSbury Lane hmabschreiten und hörte, wie er einem vorübergehenden Schutzmann Guten Abend wünschte und ihn um ein Streichholz bat. Der Schutzmann gab e« ihm, er zündete sich eine Zigarette an und ging weiter. Wenn man sich ein bißchen den Hal« verrenkt, kann man au« mei-nem Fenster ein Stückchen Themse und Quai sehen. Ich sah, wie der Mann den Quai überschritt, sich über die Ufermauer beugte und mit jemanden dort zu sprechen schien. Dann ging er vom Quai gegen Westminster zu und war sür mich verschwunden. Ich wartete noch einige Minuten, ob er nicht zurückkehren würde, und da dies nicht geschah, hielt ich die Zeit sür gekommen, Nachforschungen anzustellen. Ich lies also die Stiegen hinunter, auS dem Hotel hinaus in die Salisbury-Lane und schaute über das Ge-länder ln den Hof. Gegen die Innenseite der Hof-mauer gelehnt, stand eine Leiter, fo daß e« ganz leicht war, in den Hos zu gelangen, wenn man erst einmal da« Geländer überstiegen hatte. Ich hatte Schrifttum. Köln und der Niederrhein. Potsdam 1922. Berlag Edmund Stein. 24 S. 4". Mit dem Zustande-kommen dieser wettvollen Publikation ist einem lang gehegten Wunsch vieler Freunde und begeisterter B«r-ehrcr de« schönen Rhein« entsprochen worden. Diese Sammlung feinsinniger Aufsätze und Verse ist in ihrer wohldurchdachten Zusammenstellung eine erfreu« liche Bereicherung der Literatur über den Niederrhein. Mit einem Lobgedicht auf Köln, in dem e« al« der Welt Krone gepriesen wird, aus dem 16. Jahrhundert hebt die neue Veröffentlichung wirkungsvoll an. Kenntnisreich schildert Professor Dr. Wrede die geschichtliche Bedeutung der prächtigen alten Stadt und in einer längeren Reisebeschreibung de« Alt« meister« Goethe sind begeisterte Worte über seine Eindrücke in Köln festgehalten worden. Die Schönheit und der künstlerische Wert des Kölner Dome« sind eingehend behandelt: über das veränderte Aussehen der heiligen deutschen Stadt durch die fremd« Besatzung wird von einem unbefangenen Neutralen sachlich berichtet. Dem schönen weiten Land am Niederrhein mit seinen ummauerten Städtchen und trotzigen Wacht-türmen, dem breiten, silbern schimmernden Fluß in der flachen, sattgrünen Landschaft — all der zauber-haften Schönheit am Niederrhein sind in einer Reihe von Aufsätzen warmherzige Worte gewidmet. Tem« peramentvolle politische Nachrichten und Glossen, ein reichhaltiges Echo des Auslandes und viele Buch« besprechungcn neuer rheinischer Literatur vervoll« ständigen die schöne, inhaltreiche Publikation, die allen ihren Lesern mit der Fülle interessanter Aufsatz« ein liebes, wertvolles Rheinbuch werden wird. schreckliche Angst, jemand könnte in diesem Augen» blick in der SaliSbury Line vorüber kommen und mich beim U'berklettern des Geländer« ertappen. Glück-licherweise passierte mir nichtS Schlimmere«, al« daß ich mit meinem Rock hängen blieb. Ich durchkreuzt« den Hos auf den Zehensp!tz?n und entdeckte unten, in der Hotelmauer, fast unterhalb meine« Fenster», ein eisernes Gitter. Ich mutmaßte sofort, der geheim-niivolle Gast habe au« mir unbekannten Gründen an diesem Gitter gesägt. Ich rüttelte tüchtig daran und war gar nicht erstaunt, als ein guter Teil de» Gitter» in meinen Händen blieb und ge-rate genug Raum entstand, um einem Menschen da« Durchschlüpfen zu gestalten. Zch war sofort ent» schlössen, durchzuschlüpfen, und jetzt wünsche ich, ich hätte eS nicht getan. Sagen Sie, Mr. Babylon, haben Sie jemals versucht, in einem Kleid durch ein «nge» Loch zu kriechen?' „Ich hatte nicht das Vergnügen,' sagt« der klein« Felix und verneigte sich abermals. (Fortsetzung folgt.) Hast Du Sommersprossen, Mitesser, Runzeln, Winunerlnt Gebrauche Elsa-Hautschutzpomade! 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