Tagesbote fiir Untersteiermark. PränumerationSpreise für Marbn r g: vierteljährig . 1v kr. monatlich . . .70 kr. Anstellung monatlich 15 kr. Einzelne Nummertt^4 kr. Organ der liberalen Partei. Erscheint täglich mitL^mnahme der S»«n- und Feiertage. Manuskripte werden nicht zurückgesendet. PrSnumerationSpreise mit Post: monatlich .... Ist. vierteliährig ... 8 fl. ganzjährig .... 12 fl. JnsertionSgebühr 6 kr. pr.Aeile. ^ RS«. (lS.) Marb»rg, Arettag t«. September tS?«. IX. Jahrgang. Die republik.mischt Re^ierunq in Paris entwickelt eine rnftlose Thcitigkeit. Der Befehl zur Brandlegunfl der vor Paris liegenden Waldun gen »vurde gejieben und ist tnit dcr Ausführung desselben bereits begonnen, daS Bois de B^'ulvt^n ist bereits ein Aschinhaufen. Die Polizci des Kaiserreiches wurde abgeschafft, das D» ucker i-G< werbe ist freijttgrben; auch im Beamtenkörper de«" Magistrates ist brdeutend ausgemustelt lvorden. Die Republik wurde bis jept nach offizirlte-» Pariser Blättern von Amerika, drr Lchweiz. Spa-uien und Atalien anelkannt. für zunächst ist die Anerkennung von Seite Belgiens in Aussicht l^e-stellt, was dahin gedeutet wird, daß auch England aus der bislier beobachteten rcservirten Haltung herauszutreten sich anschickt. Die Katastropl)c von Laon bestätiget sich. Genaral Tb eremin. so erzählen sich die Pariser, hat im Augenblicke der Uebergabe an die Preußcn die PulverkaMtnec der Eitadrlle in die Luft gesprengt. Als rildiich die unter dem Herzog von Mecklenburg stehcndcn Truppen erschiene»,, empfinx^ Theremin sie mit seiner Suite; einige Minutcil daraus flog er säbst sammt dem preußischen Gcneralstab in die Luft. Diese Geschichte ist natürlich erne Crsinduk'g, daraus berechnet. den Parisern nicht dcn Muth sinkrn zu lassen und ihren Fanatismus aufzustt^cheln — denn die Katastrophe war Folge eiues Zufalles. Alle Welt spricht jetzt in Paris von nichts mehr und ltichts »veniger. alS sich unter den Trümmern der Stadt zu begraben. Im Hotel de Bille ist die provisorische Re-gierung täglich bis fast 3 Uhr Morgcns in Per-mantttz. Rocheiort tvurde beauftragt, für den Fall der Roth d e Bertt)eidlgung von Paris mittelst Barrikaden zu orgariisiren; derselbe h«it mit dcn Sozialisten dermalen gebrochen. — Zwölfitun-dert Brieftauben btsorgcn den Postdienst ztvischen Paris und Tours. Di. Bank von Frank reich ist mit 800 Millionea gemünztem Gclde nach Toulouse geflüchtet. Mobilt^arde von Nantes kampirt im Tnilerien.^arttn. Garitiald» wird stündlich wie ivir glaniien olzne Grund erwarte». In Anbktracht der in Paris hcrrschenden großen Papiernoth erscheinen mehrere Journale nur mehr in halben Vogen. — )n den öffentlichen Versammlungen debattirt inan nur über die Bertheidigung von Paris, das ist gfg nivärtig die einzige Frage, welche Iedermanu ohne Uirterichied lkidenschastlichst ausrcgt. Die Sloveueu von einem Slovene» bkmtheilt. O Wir entnehmen dem slovenischen Blatte „Zvon" eine Erklärung des Herrn Levstik. früheren Redakteurs deS slovenischen Witzblattes „Pavliha". »varum dersellie daS tKrscheinen dieses Blattes sistirt hat. Die HauptsteUe l^met: „Weil man mir übel nimmt, die Wahrhei zu schreiben, so schwei^^e ich lieber, denn ein Lob hudler bin ich nie ^jewesen. Ich warne Äec'er mann. dieS bei den Slovenen zu versuchen; er wird die bittersten Erfahrungen machen — Die Slovenen unserer Generation sind einerseits noch zu kindisch, andererseits und inSbesoudere polltisch noch zu sehr korumpirt. Bei uns licrrscht über tviegend nur der naturgemäß Heu chelei und Lüge. Das Wissen und die »val)re Bildung tvird bei den Slovenen vcrachtet. Bei den Slovenen glaubt jeder, daß er Alles weiß, indeß weiß Keiner etwas. Nirgends blüht daher )en Sch'nachköpfen und J^,noranten besser der Weizen als bei den Slovenen und noch lange tvird ei fürsie blithen. Mit der augenscheinlichen Großthuerei und dem rücksichtslosen Absolutismus verbindet sich der schmutzige Materialismus. — Alles gellt nur dem Gelds nach, lvelches überall owohl in der Politik wie in der Wissenschaft maßgebend ist. tver aber kein Geld li^t. ist ohi.e veiters zum Schweigen verdammt, wäre er auch der inteUigenleste von Allen." Den Kommentar zu dieser Erklärung sparen wir uns für ein andermal! Korreft>ondenje«. Wien, 15. September. (Original-Korre-pondenz.) In Prag sind die Wülfel gefallen, die Majoritätsadresse ist. nachdem die Deutschen den Saal vetließen, einstimmig angenommen, d»e ReichSratl^Swahien abgeüHut worden; unter diesen nicht erfreulichen Auspizien für die liberale Partei lvurde heute die Rcichsrail)ssession unter l en üblichen Feierlichkeiten eröffnet. Die Phyosil^nomie des Hauses hat sich gründlich verändert, die Linke ist eng aneinander geschlossen, um wahrscheinlich der verstärtten Rechten Raum zu machen, viele be-annte Gesichter vermissen lvir auf ihren gewöhn-ten Plätzen, Anhänger der Gegenpartei haben dirse eingenommen. Im Ganzen dürften biS jetzt 140 bis 150 Reichsräthe hier versammelt teitl. für die der heiße stampf erst Montag, an rvelchem Tage die Präsidentenwahl st^rltfinden drüfte, i)e-ginneir wird. Die Ul.ramontanen und Föderalisten kandidlren Baron Giovauelli als Piäside t-teu. Dr. Smolka und Dr. Costa als Biz Präsidenten möglicher Weise Mit Erfolg, nachdem beide Parteien sich numrnerisch so ziemlich gleich gegenüber stehen Nach der Konstituirung «vollen die Anhänger der Verfassung die Vertagung beantragen, daMit nicht tvlchtlge präjudizirende Beschlüsse gefaßt werden können; die Ret^icrung hin-gegen will die DelegalionStvahl aus die Tagesordnung von Montag s^estellt wissen, um. nachdem sie die G^ldbetvilligungSquelle in die Hand b kotnmen denNeichsralh init seinen uabequeinen Erörterungen und Wahlreforinprojekten beim zu senden. Nachdem die Verfaffnn^^Spartei sich wohl bewußt, daß eS sich um Sein oder Nicht fein handelt, wird der Kamps mit allee Gchärfe ge führt werden, wird sie ihre besten Kräfte ins Fei», r senden um daS Ministeriuin zu zivin^jen endlich Farbe zu bkkennen. Daiion köunen Sie übeizeuist sen, eine vom Reich,?ratlje in legaler Weise vollzogene Aende-rung der Verfassung im föderalistischen Sinire, eine Beseitigung, beziehungsweise Restriktion ge wisser Gesetze ivird in Hollen und mächtigen Kreisen mit Freuden begrüßt und tNit noch großer, r Freut'e von dem Trifolimn Potockh-Taaffe Tschabuschnigg durchgeführt werden. Ihr Quasi-LandSmann. Pf. Maaven durfte doch nicht einziehen in das Latldhaus in der Herrngasse. Der zu erlvartende P^iirschub ivird nätnlich nur den Graferi Taaffe, v. Tschabuschnigg Nlld v. Holzgetlian umfassen, utn sie zn „parlamenta rischen" Ministern zu machen! Fällt da nicht Jedem daS lueu» n. U0U tuevnäo bei? Vielleicht dürste Ihnen noch nicht bekann seitl, daß auch hier nach dem Vorbilde deS ain Rheine gegründeten und bereits unter der Int ligenz zahlreiche Mitgliever zählenden Vereines für die Bewegung gegen die päpstlich« Unfehlbarkeit. ein solcher in der Gründung be griffen ist. iriie »vir auS guter Quelle erfahren haben. Mitglieder können nur Katholiken sein Zweck des Bereines ist, wie schon auS dem Na-men ersichtlich, gegen daS Dogma der päpstlichen Znfallibilität Propaganda zu machen; jedes Mitglied hat eine Erklärung dahin lautend abzugeben; daß dasselbe die Dekrete über die absolute Te« malt deS Papstes und. dessen persönliche Unfehl-barkeit als Enscheidnngen eines ökonnmenischen Konzils nicht anerkenne lmd als Neuenng auf dem Glaubensgediete Veriverfe. Zum Schlüsse erlaube ich mir. Sie aufmert sam zu machen, daß die Nachrichten aus Preußen für die liberale Sache immer bedenklicher lauten; die Sturmvögel der Reaktion zeigen sich allent-h'lben. Die Arbeiterführer in Braunschweig müssen ihre harmlosen Demonstrationen schwer büßen, harmlos darum, «veil der ganze Aufruf nur in dem Wunsche nach einer deutschen Re» publik der spätern Zukunft gipfelt, zn dessen Ausführung der von diesen Schwärmern gewühlte Weg nicht als gefährliches Mtitel angesehen wedren kann; zumal dieselben ausdrücklich vor An-wendungungesetzlicherMittelwarneu. Nach Angabe liberaler deutscher Zeitungen, z. B. der Montagsblätter steht eS so ziemlich fest, daß Preußen die französische Republik nicht an-etkennen und den Frieden mit Napoleon und Konsorten schließen wird. Nnr in dem Falle ivürde sich Frankreichs Lage günstiger gestalten, wenn sich Paris bis zur Konstituirung der Konstituante, d i. bis 16. Oktober halten könnte, denn daß diese der Ausdruck deS allgemeinen Volks» willens und zum Friedensschlüsse legitimirt sei. dürften selbst die Berliner Offiziösen nicht in Abrede stellen, während sie der jetzigen provisorischeu Regierung eben diese Legitimation absprechen. X Graz, 15. September. (OriginalK orre-spondenz.) Wir haben neuerdings einen Strikt zu verzeichnen, der bei dem großen Andrang von Fremden zur Ausstellung um so störender ist. als unsere Verkehrsmittel überhaupt in Folge deS Umstandes. daß »vir noch immer der projektirten Pferdebalin entbehren, so ziemlich unzulänglich sind — nämlich der Strike der Lohnkutscher. Der neue Fahrtarif für Führten in der Umgebung bildete den Hauptklagepuntt der Betroffenen gegen diese Neuerung, nachdein nun dessen Bestimmungen über den Rekurs der Lohnkutscher durch die Statt-halterei suspcndirt wurden, hatte man sich diese Renitenz nicht verhofft. Schon vorgestern »vo die Fiaker tnehrfach die Absi'^t ju strtken kundgaben, erging an die-selben von Veite des Magistrates in Gemäßheit deS Z 16 der Lohnkulscherordnung. der die Fia» ker '.'erpflichtet, täglich ihre Fuhrwerke duf den angewitfenen Standplätzen ausfahren zn lassen, die Aufforderung dieser Veipflichtung nachzukom-men unter Androhung eineS Pönales von 25 fi. für den ersten Fall der Renitenz, von 50 fl. für den zweiten Fall und von 100 fl. und dlM G?-iverbsverlusie fü'. den dritte» Bctretungsfall. Trotzdem erschienen die Fiaker gestern nicht ans ihren Staildplätzen nnd der Magistrat hat das Pönale voir fl. gegenüber jedem der 122 konzesslonirteii Lohnkutscher für verfallen erklärt. .^n der größten Verlegenheit befanden sich die Aerzte. dereii Rosseleuker ebenfalls Vertrags-brüchig lvnrden und Strike machten. Um dem Ueb^l einigermaßen abzuhelfen er-^ ging von Seitc deS Magistrates eine öffentliche Einladung an Private, entbehrliche Fahrgelegen^ heiten auf den Fiakerstandortell, besonders aber am Bal^nhofe und beim AnSsteltungSgebäude dtm Publikum allenfalls gegen eine zu vereinbarende Etltschädlgung zur Verfügung zu stellen, svivie auch die Hotelbesitzer ersuclit wurden, ihre Omni» buffe möglichst in Verwendung bringen. Zugleich wurden DienstmSnner an vie mehrerwühn-tkn Plätze zur Entgegennahme deS Gepäcks der Reisenden btordert. Hoffentlich werden sich unsere Fiaker eineS beffern belehren lasten und ihre ganz unj^erccht' fertigte Renitenz aufgeben. Mit 1. Oktober wird die vom Staate inS Leben gerufene Lehrerinnen BildungSavstalt ihre Thätigkeit beginnen, und zwar zuerst in den zwei untersten Jahrtzängen; wir begrüßen diese Maßregel als einen iveilern, dringend grbotenen unk' heilsamen Fortschritt auf dem Gebiete deS Unter-rich!Swescns mit Freuden und wünschen dem ju«-gen Institute ein kräftiges Aufblühen im 3nt.r-esse unserer weiblichen Jugend; denn der Einfluß dtr Mutter aus die Kindcr kann in ethischer Be-ziehung nvr dann ein ersprießlicher sein, wenn dieselbe mehr gelernt als in unseren jetzigen im allgemeinen unter dem Niveau der Mittelmäßigkeit stehenden Schulen für Mädchen c^cboten wird. Politische «ebersicht. Vom kriegt. Die Idee, m Paris die Belagerung anzunehmen. kritisirt sich einfach durch die Frage: Wo ist die Armee, durch welche ein Entsatz der Hauptstadt bewirkt werden könnte? Ueber die neuen franzöftschen Truppcnbil-düngen können nach glaubwürdigen Nachrichten folgende Mittheilungen zusammengestellt werden; den Linienanthell der Besatzuns^ von Paris bilden zur Zeit daS 35. und Sö. Llnienregiment, wovon das erste auS Civitaveechia eingetroffen ist. das andere aber bei Eröffnung des Feldzuges zu dem jetzt in Metz eingeschloffenem Corps Frossard ge hörte, demnach schon vor dieser Einschließung eine anderweilige Bestimmung erhallen haben muß. Sechs alte Linien Regimenter sollen dem 13. Corps deS Generals Binoy zugetheilt sein, alle die anderen noch herangezogenen neuen Kräfte der Linienarmee, wie auch die vor vierzehn Tage» erst neuformirte Marinedivlsion sind hinitegen mit dem der Armee von Mae Mahon zugctheil-ten 12. EorpS vor Scdan verloren l^egatt.,cn. Da» Gleiche ist mit den ersten aä:t, aus einberufenen alten Soldaten und Mob«lgardeu gebildeten provisorischen Regimentern geschehen. Die Ziffer dieser neu irrichteten Truppen körper war bis zum 4. d. M. bis zum Regi-mente Nr. 35 und ist nach den neuesten, bis zum 9. d. MtS. reichenden Rachrichten biS zum R-gimente Nr. 53 fortgeschritten, wovon indeß die letzten 33 Regimenter vorläufij, nur ans ganz schwachen KadreS und noch nahezu ganz unein-exerzirten Mobilgarden bestehen. Ein Bat.'iUon der PompierS von Paris ist ebenfalls vor Sedan mitgefangen und vernichtet worden. 3n Straß bürg hat sich die Lage der Besatzung uud der Bewohner schon bi» zur Un-erträgllchkeit gesteigert daS Bombardement dauert unaufhörlich mit niederschmetternder Kraft fort; der neuerlichst wieder gemachte Ausfall wurde mit Wucht und mit Beibringung namhaften Schadens zurückgeworfen. Die Festung Toul wird energisch bombar-dirt. in Folge dessen sind schon eine Menge Häuser in einen Schulthausen verwandelt. Die Besatzung l)ält sich jedoch gleich jener in Straßburg mit einer Zähigkeit und Ausdauer, die in Anbetracht der bereit« verlorenen Sache ans unbegreifliche grenzt. Bom italienischen Opcrationsterrain wird berichtet, daß daselbst d>e Division Angio letti. nachdem sie Frosinone besetzte, ihren Marsch gegen Rom richtet. Die italienischen Truppen nahmen die Garnison von Montallo. die sich nach Coruelo zurückgezogen halte, gefangen. Die Einwohner von Elvitavicchia haben eine Adreffe au den Äönig gerichtet, tn wtlcher dent Wunsche nach rascher Erfüllung der nationaleil Bestrebungen Ausdruck gegeben iviro. Das 4. AlMe.korps ist biS aus Schußweite gegen Rom vorgerückt. Die D Vision it^ijlv l)ot Eorneto besetzt. Dieser hofft durch diese Op -ration Eivitavecchia zu isoltrcn. Zwei Bataillone der Division Angioletti haben Teracma besetzt. Aeitungsfcha« Die „Politik" bespricht die Adreßdebatte; sie bemerkt aus diesem Anlasse treffend, daß n>äh-rend in anderen Ländern »«rohe Konflikte in der StaatSmetropole zur Entscheidnng j^ebracht werden, seit Etablirung deS DualiSutuS in Oester-reich die politischen Gegevsätze nicht nur Böhmens sondern gattz CiSleitlianiens in an einanocr platzen; denn die cisleithmljch' Frage gipselt in den deutsch böljmischen Prätensioncn und deren Gegensatz zum Willen der slavilchen Majorität n Böiimen daher die Wichti^tkeit. ivelche de» Verhandlungen des Pi^ager Lant'tageS inneivohnt; ,u bedanern sei. daß nach ziveittitUitem heftigem parlamentarischem Kampfe im W'senllichen die Frage noch auf dem Punkte stei)t. auf ivelch m sie sich schon seit Jahren befindet, daß die Hoffnung auf eine „gefügigere" Ht^ltung der Wiener RetUerung (!) und der VerfassuiigSpartei sich nichl betvährt habe. (Diese Gefngigk it wäre selbstverständlich ein Selbstmord geweseu. A. d. Red.) Im AUj,emeinkN sei daher die Adreßdebatte «zleich unfruchtbar »vie die früherer Jahre geblieben; nur habe die Linke den deutsch-nationalen Gedanken auffallender betont. Nach der Ansicht der „Politik" liätte die slavische Opposition den Laiidtagssaal gar nicht betreten sollcn, nachdem daS. waS sie wünscht, hinlänglich bekannt uno bereits in zivei negativ beantworteten Adressen ausgedrückt sei. Aus der Rede Skrejschovrky'S hebt 0aS dlntsche Czechenblatt sehr bezeichnend hervor, daß derselbe von einer legalen, auS dem Festhalten am böhinischen Staatsrechte und an der Denk-schrist entspringenden Steuern er «v eige rung gesprochen habe; daß der Neifall. den seine Rede begleitet, ein Zeichen sei. daß er im Linne dlS Volkes jicredet. uttbchindeit von jenen Einflüssen, die noai immer auf Wien hoffend blicken, aus jeu^S Wien, tvelches „die Völker nur ruft, wenn e« sie braucht." Aus Hafner'S Rede konstatirt die „Politik", daß er die brennende Frage nicht als Rechts-, ioadern alS politische Frage auffaßte, und macht ihm deshalb das Kompliment der Aufrichtigkeit. Das „Vaterland" bringt anS Anlaß der Elöffnnng deS ReichSralheS in Erinnern».!, daj; cS. als die ziveite Konferenz söderalistischcr Al». ^^eordnetcr üi Wien beschlotsen hatte, den Reichs-ratli für dieSmal behufs Budgetbelati^ung und die Wahl in die Delegation unter RechtSverivah-rnn« ^n beschicken, diesen Entschluß zivav nicht gebilliget. aber auch »licht bekämpft habe. DaS „Vater laud" erklärt, daß tvenn die Wahl gestellt wäre, die Aktion der sö>eralistischeu Partei zu zersplittern »(«er eine föderalistische Ma-joritöt IM Rrichsrathe zusammen zu bringen, es sich über setlle Bedenken hinivec^seßend. den le^te-ren Fall akz ptiren iviirde; nach seiner Ansicht vergibt eS sich und scinern Standpunkte, nämlich dem der Anerkennung der historisch politischen In« divldualitäten dadurch gar nichts, denn sind die anderen Länder bereit, einen Tlieil il)rer Rechte an den Reichsrath oder eine ähnliche BersatNM lung abzutreten, dann sei es eben an dieser de» zivischen dem Köni^^rciche Böhmrn und der Krone abzuschließenden Bertra^j zur Kenntniß zu nehmen (Wie gnädig! Anm. d. Red.), und in diesem Sinne könne der ReichSrath fortdauern (Unseren Dank! Anm. d. R^d.) Seieii die nn deren Länder hiezu nicht bereit, dann müsse sich eben die Thätigkeit des Reichs.atheS auf die Lud gktdebatte un die Wahl in die Delegation b -schranken, der Ausgleich müsse aber dort, ivo sein eigentlicher Platz ist. in den Landtat^en, geschlossen werden. Von einer Befestigung i>ri Dezemberverfassung fanli keine R de sein. (8ie!) Die „Presse" geißelt die Feigheit und den Wankelmuth der italirnlichea Regierung ge,tcn-über d^r Löjung der römischen Frage, welche nicht einmal jetzt eiiizuijeftehtü ivagt. daß nur die Fuicht vor der Revolution, nicht aber tlie Ja ter.ssen des Papstthums, ivie sie vorgibt, sie zui Aktion drängen. Italien werde in Besitz von RotN ohne Widerspruch voii Seite der katholi-sch-n Mächte gelangen, iveil sie eine ziveite Republik Mtl)r filrchten. als den Fall RoinS. Die „N. Fr. Presse" bespricht die Unter rcdung Napoleons und Bismarkö nach S dan-, sie beiveist, daß eS eine unverschämte Lüge deS Exkaisers, das; er den Krieg nicht getvollt und t?om Volte in denselben gedrängt lvorden; im Gegentheil würden die Franzosen seit 1866 zum Krittle gelietzt, diese trügerische Stimmung benutzte r, um auS" nichtigen Gründen seinen Rau^ug zu beginnen. Sie insinuirt den Berliner Offizl« ösen, Napoleon rein tvaschen zn ivollen, um daS Volk gegen die französische Republik zu reizen !!nd in die Stimmung zu versetzen, eine Restauration der Napoleoniden zu billigen, diese wäre sowohl für Deutschland alS Frankreich eine Zchmach; für Letzteres überdies die größte De-inüthigung. D^r „Wanderer" spricht sich dagegen auS, das; die Berfassnngspartei sich an der Session der Bersaminlung vom 15. Sept. betheilige, tveil die Böhme« die Wahlen für den ReichSrath noch nicht vollzogen haben. ES handle sich um den prinzipiellen Standpunkt; denn eS könnte sonst dem Ministerium einfallen, überhaupt nur die Vcrtrcter einzelner Länder zur ReichSVertretung heranzuziehen, die Folge hievon wäre die RechtS-losigkeit. Daher mögen die VerfassnngStreueil starr auf ihren Rechten beharren und keine Kompromisse eingehen. Auch das „N. W. Ta gblatt" huldigt der gleichen Anschauuug und räth zum Fernbleiben vom ReichSrathe, da man nnr freigebige Delegationen in Geldsachen erlangen tvill, die Bürger-minister und il,ren Atchang müssen den Reichsrath selbst sprengen und i>iene dieS gewissen höheren Kreisen zum lebenden Beweise, daß kein Parla-mentariSmuS möglich sei. Vo« de« La«dtage« Dtt böhmische Landtag hat n«nmkhr siine Thätigkeit vorderhand ebenfalls beendet. In der Sitzung vom 14. September legt Dr. Herbst alS Berichterstatter der Minorität die logischen und hlsiorischen Wiedersprüche der MajoritätSadresse und der Denkschrift bloS. Er wies auch die Unklarheit der Adresse nach und betvieS mit historisthen Daten, daß die Denkschrift Gkschichtszitale Te-schichtödokumcnten unvollständig entlehnt. Er se-zirte sodann daS April-Patent, dessen Paragrafe vielfach gegen das angebliche SelbstständigkeitS-recht Böhmens gerichtet find, und betonte den Hauptfehler der Denkschrift, der den Glauben läßt, die Geschichte habe seit 1848 für Böhmen still-gestan^^en. während schon der C ntritt der Czechen ia den 1848er konstitnirenden Reichstag ihr vermeintliches April- und historisches Recht vernichtete. Aus der Thätigkeit deS 1848er VerfaffnngS-Ausschusses tvies er nach, wie dort Palacky durch seine Anträge daS historische Recht preisgab, vährend seine Kollegen mit ihm in eine heute so perborieSzirte Reichsversammlung, und zwar nur in eine zisleithanische gegangen tvaren! (Bei-sallSsiuriN.) DaS lebendige geschichtliche Recht datire von 1861. nicht von dem 1848kr April-P 'tente, denn geschichtlich sei daS, waS geschrieben lvnrde. (Neuer Beifall). An» den Thun'schen Gubernial Erlässen be-iveist H-rbst die Falschheit der gestrigen Behauptung Leo Thun s, daß daS April Patent vollständig ins Leben trat. Er betonte ferner, daß das Bestreben der Czechen auf Oktroyirungen ge-richtet sei. tvelche die anderen Länder perhorreS-ziren. Anßerdem braucht der ezechische Depnta-tions-Borschlag Jahre znr Dnrchsnhruilg, und daS soll in einer Zeit geivährt iverde<,. die eben mit RiesenschneUigkeit eine große Armee vernichten, ein Kaiserreich verschwinden, eine Republik werden sal), lvährend inmitten nnserer Berathnngen viel-lticht das ..eivigc" Rom die «veltliche Hauptstadt Italiens tvild! (Große Beivegung rechts.) DaS Ziel des AüeeßstandpunktkS sei Oesterreichs Thei-lnng und Schivächungl Ihn akzeptiren, hieße die Deutsch O-'sterreichkr und die Verfassung, den Quell von Oesterreichs Kraft, preisgaben; ivir aber wollen Deulsch-Oesterreicher sein und bleiben, in unserer Verfassung die Garantien für die Existenz der Nationalitäten, der bürgerlichen, politischen und religiösen Freiheit betvahren. (Jubelnder Beif.ill links, tiefe Bewegung im Hause.) Der Berichterstatter de». Majorität. Dr. Riger konnte kaum zu Worte kommen. Nachdem die Sitzung ans eine hlilbe Stunde unterbrochen wnrde. gelingt eS ihm sich Gehör zu verschaffen; er nennt die verfassungsmäßigen bisherigen Zustande illiberal nnd tveist auf die Arbeiterfrage hin, welche die söge- nannten Feudalen, wenn sie zur Regierung gelangen würden, im liberalen Sinne löten würden durch Erweiterung deS Stimmrechtes. Rieger nennt die Znmnthung. daß die früheren Könige nicht die Rechte der Stände achteten, bei dem Umstände, daß dieselben Könige diese Rechte zu achten bei der Krönung beschworen, eine Maje stätS-Beleidigung. (Lärm auf der Linken, zur Ordnung!) Nach längerem Lärm und BeifaUe von Seite der Opposition fordert der Präsident den Redner auf. diesen Ausdruck zurückzunhm n. waS auch geschieht. Anknüpfend an eine historische Ausführung Herbsl'S, daß Böhmen von den deutschen Kasein zu Lehen gegeben wurde, bemerkt Rieger. daß in Konsequenz hievon der König von Böhmen viel leicht in nächster Zukunft LehenSträ^er des Königs von Preußen als deutschen Kaisers werden sollte. (Widerspruch deutscherseits.) Der Statthalter Fürst MenSdorff betont im Namen der Regierung, daß die kaiserliche Botschaft an den Landtag des Königreiches Böhmen und an keine andere Versammlung gelichtet ist, und fordert nochmals auf, den a. h. Intentionen zu entsprechen und die Wahlen in den ReichSrath sogleich vorzunehmen. (Wird schweigend aufgenommen.) Bei der hieraus erfolgten Abstimmung über den Antrag der Minorität auf Bornahme der ReichSrathSwahlen stimmten 77 (sämmtlicheDeut. sche) dasür. 147 (sämmtliche Großgrundbesitz r und Czechen) dagegen. Schmeykal erklärt im Namen der Deutschen, daß dieselben an der Beschlußfassung über die Adresse der Majorität nicht theilnehmen und zur Vermeidung jedeS Präjudizes den Saal verlassen werden, was sogleich auch geschieht. Die Großgrundbesitzer und die Czechen nehmen einstimmig die Adresse an. Fürst Karl Schwarzenberg beantragt, eine Deputation mit der Adresse an Se. Majestät abzusenden. Die Deputation fall aus dem Oberst-Landmarschal! und dem Stellvertreter nebst 18 gewählten Mitgliedern bestehen, waS angenommen wird. Marburger- «»d Provinzial« Nachrichten Marburg. 16. September. (Allgemeine steiermärkische Kran« ken> und Invalidenkasse. Filiale Mar-bürg.) Die Mitglieder dieser Filiale, deren Zahl bereits aus 2Vö ^stiegen, versammeln sich Sonn-tag den 18. (September Vormittag v Uhr in der GambrinuShalle. (Der Arbeiter Verein „Vorwärts") in Graz hat gegen seine Auflösung beim Mini-sterium des Innern einen Rekurs eingebracht. Demselben wurde jedoch keine Folge gegeben. Das gleiche Schicksal hatte jener des Wtener-Neustädter Vereines. (Die Köflach-Vordernberger) Aktiengesellschaft hat in Graz einen Kohlenslötz von zirka 200 gentner ausgestellt, welcher einen Kubikinhalt von fast 340 Kubiksuß enthält. tUöre äu Larr^ zu widerstehen und heilt ditselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen». Nerven-. Br»st', vungen', Leber«. Drüsen-. Schleimhaut-. Athem-, Blasen» und Nierenleiden. Tuberkulose, Schwindsucht. Asthma. Husten. Unverdaulichkeit. Berstopfnng. Diarrhöen. Schiaflostgkeit, Schwäche, j^morrhoiden, Wassersucht, Fieber. Schwindel. Blntaufsteigen, Ohrenbrausen. Uebelkeit und Er-brechen selbst während der Schwangerschaft. Dia-bete». Melancholie, Abmagernng. Rheumatismus. Gicht. Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeugniß Seiner Heiligkeit de» Papste», de» HofmarschaU Grafen Pl«»kow. der Marquise de Brohan. — Nahrhafter al» Fleisch, erspart die RevaleScivre bei Erwachsenen und Kindern ö0 Mal ihren Prei» im Mediciniren. Ceetisikat vom Herrn Dr. Medizinä Jofts ViSzlay. Szeleveny. Ungarn, 27. Mai 1867. Nein« Frau, die mehrere Jahre an Avpetitlofig. keit. Schtasiostgkeit, allgemeiner Schwäche und Schmerzen aelitten «nd alle Medikamente uud Bäder vergebens versucht ^tte, ist durch Du varry's ksv»I«soi«rv gänzlich herge-stellt worden und kann ich diele» exzellente Nahrung», mittel jedem Leidenden besten» empfehlen. Äm tiefsten Dankgefühl verbleide ich >nit Achtung ergebenster Diener 2osef Bitzlay, Arzt. In Blechbüchsen von '/, Pfd fl l 50.1 Pfd. fl. Z.V0. 2 Pfd. fl. 4.50. 5 Pfd. fl. 10. 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — kev»!e»oiörs Ldv-in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tasten fl. 2.50. 48 Tasten fl. 1.50; in Pulvcr für 12 Tassen fl. 1.50. 24 Tass n fl. 2.50. 48 Tasse« fl. 4.50. 120 Tassen fl 10, 288 Tassen fl. 20. 576 Tassen fl. 36 — Zu bezi.hen durch Barry du Barry ^ Co. in Wien, Gold schmiedgasse 8; inMarburg g. Kolletnig, Grazervorstadt, Tegetthoffstraße 10; in Pesl Rürük; in Prag I. Fürst; in Preß h»rg Pi»ztory; in Klagenfurt P. Blrnbacher; in Linz Haselmeyer; i» Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranzmeyer und Grablowitz, Apotheke zum Mohren. Murplatz; in Lemberg Rottender; in Klause n-bürg Krön st ädter; und nach allen Gegen-den gegen Baar oder Postnacknahme. Wasserstand deS DraufluheS am 16. September Morgen»: 3 Fuß 5" über dem Nullpunkte. Stadt-Theater in Marburg. Samstag, 17. September: Zum 1. Male: Komische Oper in 4 Akten von Mailhac und Halevy, deutsch von Juliu» Hopp. Mufik von I. Ossenbach. (Hohe Preise. Duhend- und Abonnement»karlen ungiltig.) Angekommene in Marburg. „Stadt Wien." Vom 5.—18. die Herren: Blnth, Kfm., Iserlohn. Anat»berqer, GeschöftSreis, Zwittan. von Terke». Pens. Hauptm., Wien. Kichier, kk. Bezirkshanptm., Scheibb». von Draschenovit». kk. pens. Oberst, Karlftadt. Hartmann, au» Wien. Jost. Weinhdlr.. St. Paul. Miczuda, Veamt., Wien, von Kempeler, GutSbes., Stuhlweißenburg, v. Andorffy, Advokat, m. Sohn. Ofen. — Die Frauen: Kienzl, Adl'okaten»gattin. m. Aamil., Graz. v. Neydisser, Minist..iltath» Witwe. Wien. „Schwarzen Adler". Vom 10.-15. die Herren: Varon Liphardt, GutSdefitzer, ans?>almatien. Terz, Wirth, Oberste>er. Lind. s. Sohn, Obersteier. Herzog. Weiilhändl., Kärnten. Smok, Oekonom. Uutersteier. Lang, Pfarrer, St. Martin. Hochmann, Agent, Wien. Lederer, Wirtl), Kärnten. Rosenberger, au» Graz. „Mohr." Am 15. die Herren: Sille, Fleischer, Unter-drauburg. Kreft, Kaufm., St. Georgen. Höuigmann, Lein-wandhdl., Graz. Thonhaliser, Kleiscker, St. Paul. L schko-nig, Privat, Bruck. Krau Muchitsch, Kaufm.-Gattin, St. Georgen. IM)' ^Nlne Partie Zündhölzl in Kistl ü. SSO« Stück um Ißd kr. Herrengaffe Nr. 123. /^ine schöne Theater-Loqe im 1. Stocke ^ zu vergeben. /^in zinserträgliches HauS in Mitte der ^ Stadt ist unter angenehmen Zahlungsbe-dingniffen mit kleinem Ankaufskapital verkäuflich. ^ gutes, billigst zu verkaufen. itt Lehrsnnge, welcher der deutschen und slovenischen Sprache tnächtig ist, wird hier in eine Maimsakturwaarenhandlung sogleich aufgenommen. Tcdneiderlehrjunge wird sogleich ^>^1n der Stadt aufgenommen. Auskünfte hierüber werden im Comptoir dieses Blattes erthcilt. Nr. 4347. (664 Konkurs-Ausschreibullg. Bei dem Stadtamte in Marburg ist durch den Uebertritt des bisherigen Amtsvorstandes in den Staatsdienst die Stelle eines politis6)en Atntsleiters in Erledigung gekommen. Zur Besetzung dieser Stelle, tnit welcher ein jährl. Gehalt von 1Y00 fl., ein Quartiergeld jährl. 200 fl. und eine dreimalige Quillqennal-zulage pr. 200 fl. nebst der Pensionsfähigkeit u. zw. beim Uebertritte aus dem Staatsdienste mit Einrechnung der in demselben zllrückgelegteil Dienstjahre verbunden ist, tvird der Konkurs mit dem Beifügen ausgeschrieben, daß Bewerber hierum ihre mit den Beweisen ihrer Befähigung zum politischen Verwaltungsdienste »lnd ihrer bisherigen Dienstleistung belegtei; Gesuche ln s längstens 30. Septeinber d. I. bei dem gefertigten Stadtamte z»l überreicheit oder portofrei anher einzusenden haben. Stadtamt Marburg am 2. Sept. 1870. Der Viirgermeister-Stellvertreter F. Stampfl. LörrvMkiäsr unä lVtvKv ««r in sokr gro»sor üu»«»KI zu staunend billigen preisen K29 d«i einem seit vielen Jahren bewährten MM» Kostorte, wo die beste Pflege und ge-"^^^Mwissenhasteste Aufsicht garantirt wird, werden Zöglinge aufgenommen. Realschüler haben den Vorzug. — Anzufragen bei Herrn Prof. Stopper, Schillerstraße, Leyrer'sches Haus und im Comptoir d. Bl. (661 Ein Kostknabe. 659 Bei einer anständigen Familie in Graz wird ein gesitteter Knabe aus guten; Hause in sorgfältige Verpflegung und Aufsicht genommen. Anzufragen unter der Adresse: L. Jahngaffe Nr. 5, 1. Stock, neben der Turnhalle in Graz. In der Grazervorstadt zu Vtarburg in der Nähe des Bahnhofes wird eilt einstöckiges Haus sannnt Garten und großen: Keller aus freier Hand itnter sehr günstigen Bedingungen verkauft. (650 Näheres inl Conlptoir dieses Blattes. Knndmachuln^ Es werden nachstehende Realitäten de« Herrn Peter Jakopp, Handelsmmm in Maria Rast zum freiwilligen Verkaufe unter vor-theilhaften Bedingnisseil angeboten, und zwar: a) Die Realität Urb. Nr. 142 aä^aal, knapp an der Pfarr- u. Wallfahrtskirche Maria in der Wüste und der nach St. Lorenzen führenden Bezirksstraße gelegen, bestehend aus S Wohn- utld Wirthschaftgebäuden, Wald, Wiesen, Aecker und Gärten in einem ganz arrondirten Grulldkomplexe über 4 Joch, von zwei Seiten vo,n Loretlzerbache abgegrenzt, dessen Wasserkraft zu industriellen Betrieben bekanntlich sehr verwendbar ist. Der Posten, dem nach seiner günstigen Lage keine Konkurrenz geboten werden kann, ist besonders für jeden Geschäftsmann und ins-besonders für einen Gastwirth wegen der vielen Jahrlnärkte anenlpfehlend. Das Wohngebäude ist gelnauert, hat mehrere Gast- und Paffagiers-Zimmer, ein Kauftnanns-Gewölbe, eine Fleischbank und einen Keller mit 140 Halb-Startin Rauminhalt. d) Die hievoll zirka 200 Schritte entfernt aelegene Realität Urb. M. 117 aä Faal, ebenfalls ein vollkommen arrondirter Grundkomplex, aus allen Kultursgattungen bestehend, einen niedern Alügel einnehmend, von drei Seiten von zwei Armen des Lorenzerbaches abgegrenzt; dieselbe hat fruchtbare Aecker, Wiesen, Gärte»! mit Obstbäumen ultd 38 Joch Hochwald. In Mitte der Realität befindeit sich die Wohll- ulld Wirthschastsgebäude mit Kellern, Presse, einer Schtniede, einer Mahlmühle und Ziegelofen. Der gesallllllte Grundkomplex hat 61 Joch und 411 Qltad.-Klft., liegt nahe bei der Bezirksstraße, eine Viertelstunde von St. Lorenzen. Die Kallfübedingnisse können bei Herrn Dr. Anton Wiblner, Advokaten in Marburg, eillgeseheil werden. 647 Marburg mn 10. Septeinber 1870. Der sogenauitte Rottner'sche Acker unter denl Kalvarienberge ii; der Nähe des Kärntner-Bahnhofes, iltt Flächeilmaße von 2 Joch, wird am 3. Oktober d. I. Vormittags von 8—12 llhr an der Stelle inl Lizitationswege verkauft, wozu Kallflllstige eingeladen werden. _662 Witt Lehrjung^ iiu reiferen Alter, der deutscheil und slovenischen Sprache niächtis^, findet allst»-gleiche Aufnahme in ^sü7 C. Söchar S Buchhandlung _______in Silli._^ Eiscilbahn-Fcihrordnttng. Marburg. Perfonen;iiae. Von Wien nach Trieft: Aukuttst 8 ll. 8 M. FnU) und 3 U. U M. Abend». Adfahrt 6 N. .^0 M. Früh und 8 U. 5l^ M. Abend». Von Trieft iiuch Wien: Ankunft 6 U. 19 M. Frilh llnd si'. M. Abend» Abfahrt 0 U. itl M. Kriih und 7 U. 7 M. Abend»' " 2.1s. St. o. lk«rantwortlich« NedaMon, ^^ruck und Verlag von Ednard Ianschitz 'n Marbnrg. Wnumeraliottsschein. Der Gefertigte priinumerirt Exemplar veS „Hagesöotn, fm Nnter- stetermark" für die Zeit von.....................................................................bis........................................................................... mit Postversendung; der Betrag pr. fl. kr. liegt bei und ersucht um Zusendung unter der Adr^esse: Name................................................................................................................................................. C^rakter................................................................................................................................... Wohnort.......................... Lehtt Post................................................................................................................................. Beschwert mit ................fl......................kr. Deuii DSU U. 5»nschttz j« Marhurß. An Vi« Admilliltatisa des „Tagesbstta str U»tersteim»irk" in Marburg. Beschwert mit Pränumerationsgeldern ......................st............................kr.