PMiM mafm v rofovlnl Preis Din 1*50 71. Jahrgang Erscheint wöchentlich siebenmal. Schrtftleltung (Tel. Interurb. Nr. 2670) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurciceva ul.4. Briefl. Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returniert •SÄ2JI Ä ESMhI Üäö Nr. ,23 Samstag, den 9. Mai 1931 Inseraten- u. Aiknnements-Annahme ln Maribor: jJÜiiceva ul, 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24.Din, durch Post monatl. 23 Djn, für das übrige Ausland mönati. 35 Din, „Einzelnummer t bis 2 Din. Doumer gegen Brianö Beginnende Klärung im Kampfe um den Vräfibenlenftuhl — Äustizrninister Berard kandidiert nicht 3mer nationale Höiomai-ausfiettung in Varw H. E., P u t i-5, 7. Mai. Der Präsident der Republik Düutnergue Hai gestern nachmittag, in Begleitung^ des Warfchalls Ästautey und däs italienischen Ttaatsininisters Senator Prinz di Sealea die vor den südöstlichen Toren der Hauptstadt gelegene Internationale Kolonialausstellung besucht und sie damit der Oessentlich keil übergeben. Urtier dem Donner eines Ehrensaluts von 101 Kanonenschüssen, die auf dem nahegelegenen Artillerieschießplatz Vincennes abgefenert wurden, durcheilte der Präsident...mit seinem Gefolge im Kraft-wagen die Wunderstadt, die in jahrelangen Arbeiten aufgebaut mrrbtrt ist, um im. sran-?>ösischen.Volke das Bewußtsein für. seine Kolonialmacht, für die Bedeutung feines 55elireiche§. das an Ausdehnung das Mutterland um das 25sache übertrisst, wachzu-dtisen und der übrigen Welt das Zivilisie-rungswerk der weißen Rasse in allen Erdteilen vor Augen zu führen. . " Die Ausstellung ist im Walde von Vin-^nnes rund um einen von zwei Inseln be-lebten See angelegt worden. Sie bedeckt eine Nüche von 110 Hektar; einem besseren Einmud von ihrem Umfang vermittelt wohl ker finanzielle Aufwand, der sich allein für Frankreich und seine Kolonien auf 400 Mil-%nen Franken stellt. Mit dem Augenblick, in dem man das Msstellungsgelände durch das Haupttor 6e= versinkt für den Besucher die europäi-M Umwelt. Schon die palmenumsäumte Mfahrtsstraße schafft eine exotische, für den Esginn einer Reise durch die Eingeboretten-Ikadte aöer Kontinente geeignete Stimmung. Drüber an. der „Eite des Informations", wer gewaltigen, von treppenartig aufstel-llender Kuppel gekrönten Halle, in der alle ubsormationSmittel (Karten, Pläne, Litera-% Modelle. Abbildungen, Muster usw.) wfan,mengetragen sind, vorbei an dem Pa-der Insel Madagascar, der Kopie des jn raten Ziegelsteinen erbaute» Kv-^Palastes der Hova-Dynastie, 'dessen hochtragender Turm von vier gewaltigen aJ0Wkichfen mit stcilaufgerichteten Hörnern wird, gelaugt man zu der südlich der t,.j65 hch hinziehenden „Avenue des Colo-lt>m ^tan9a:iH", um die sich die Ausstel-rtzj?^3ebäude sämtlicher Kolonien Frank-!ich llruppieren. Rechts und links- heben A.„^Nächst vom zarten Grün des Waldes big Falben — weiß, gelb, rot, blau — ttQ a?nuten aiüs Französisch-Jndien, Guya-^ü-Caledonien. Martinique, Reunion slhj^t,^wdelou.pe ab. Drei Kirchen in ver- Kolvnialstilen mahnen an das Werk der Missionen in allen g* der Welt. Nhtz r, lkewaltigen Palmen hinwandelnd, Qri man Pch dem Kern- und Glanzstück ^nchBlrmCrt Ausstellung; Der naturgetreuen ’h Irts,n rV9 des Tempels von Angkor-Vat ^ujeitäf In gewaltiger, eindrucksvoller E-ktüvm' tö9t er mit vier 50 Meter hohen seiner 60 Meter hohen 90UU Wanetl »„t,1,6. diesigen Tiaren ähneln, zum 9wventat ^.dlsihrshimmel empor. Eine mü- U ^ CTUfUC. M0- 1 Treppe, die von stilisierten ^kauann n, Löwen und siebenköpfigen hinrt owacht wird, führt von der tenwerr U Erstaunliche an diesem ' an dom hie Baumeister der P a r i s, 8. Mai. Jn der Kampagne um den Präsidentenposten ist insofern eine gewisse Klärung ein getreten» als Senatspräsident D o umer in der Oesfentlichkeit seine Absicht kundgab, sich der Nationalversammlung als Kandidat zu präsentieren. Er hat gestern eine Note veröffentlicht, worin er dagegen protestiert, daß er von seinen Gegnern als ein Feind der Friedenspolitik hingestellt werde. Doumer ist entschlossen, seine Kandidatur unter allen Umständen und gegen jedermann aufrecht zü erhalten. Dagegen hat Justizminister Berard gestern erklärt, daß er unter keinen Umständen gegen Briand kandidieren werde. Somit dürfte sich der Kampf um den Präsidenten- stuhl zwischen Doumer und Briand ob« spielen, vorausgesetzt daß der Außenminister heute in der Kammer eine große Mehrheit für seine Politik findet, die ihm die Kandidatur ermöglichen würde. Mas» zweifelt jedoch nicht im geringsten daran, daß Briand aus dem Sturm gegen seine Kandidatur als Sieger hervorgehen wird. Endgültig vertagt Das Außenamt veröffentlicht ein offizielles Kommuniquee, in dem kurz mit-geteilt wird, daß die Mitglieder des Londoner Flottenausschusses gestern einen Gedankenaustausch über den augenblicklichen Stand der französisch-italienischen Marineverhandlungen geführt haben. Das Kommuniquee betont, daß die Frage in Gens von den Außenministern der drei London, 8. Mai. interessierten Staaten in direkter Aussprache behandelt werden wird. Jn diplomatischen Kreisen erklärt man, daß diele amtliche Mitteilung nichts anderes besage, als daß die Verhandlungen im Flottenausschuß endgültig vertagt worden sind, da die Angelegenheit auf einen toten Punkt angelangt ist. Moöeme Kllegswaffen gegen eine Räuberbande Dramatischer Kampf mit einem vielfachen Mörder Die Stadt stand gestern unter dem Eindruck eines Belagerungskampfes der Polizei gegen eine in einer Wohnung in der 90. Straße verschanzte Räuberbande, bestehend aus dem vielfachen Mörder C r a w l c y, seinem Freund und seiner 16jährigen Geliebten. Die Polizei kämpfte N e w y o r k, 8. Mai. dabei mit den modernsten Massen. Ganze Straßenzüge wurden abgesperrt und das Haus mit Maschinengewehren und Bomben beschossen. Dabei wurden die Räuber schließlich mit Tränengasbomben überwältigt. Im ganzen wurden gegen 700 Schüsse auf beiden Seiten gewechselt. Große Brände in Japan . T o k i o, 8. Mai. Infolge der großen Trockenheit der letzten Zeit sind an vielen Stellen Brände ausgebrochen, die großen Schaden anrichteten und auch Menschenopfer forderten. Ein großer Brand ist im Badeort Jamanaschi ausgebrochen, der eine Reihe von Häusern eingeäscheri hat. Man spricht von 700 Häusern, doch dürfte die Zahl etwas übertrieben sein. Bei den Löscharbeiten sollen gegen 10.000 Personen Verletzungen davongetragen haben. Die Zahl der Toten ist noch nicht bekannt. Dem Brand fielen auch 30 Hotels zum Opfer. Große Brände wüteten in Schirolana, einer Borstand von Tokio, wo 65 Menschenleben dem furchtbaren Element zum Opfer fielen. Jn der chinesischen Vorstadt von Joko-hama brannten 50 Häuser nieder, darunter auch das chinesische Konsulat. Mehrere Dutzend Häuser fielen auch in Tojama dem Feuer zum Opfer. Aehnliche Meldungen treffen aus verschiedenen Teilen des Landes ein, wo Hunderte von Häusern, größtenteils kleine Holzbau- ten, eingeäschert wurden. Man schätzt den Schaden, der durch die Feuersbrünste entstan den ist, auf viele Millionen Jen. Die genaue Zahl der Menschenopfer konnte noch nicht festgestellt werden. Die Brände wüten noch immer, da es am Lände größtenteils an Wasser fehlt. . .. .. Courtauld gerettet. Kopenhagen,^ Mai. Der englische Grönlandforscher C o u r->t a li I d, der vom strengen Winter im ewigen Eise in seine Wetterwarte eingeschlos seit wurde, konnte jetzt von einer Flieger-expedition aus der verzweifelten Lage befreit werden. Der Forscher war am Ende seiner Kräfte angelangt. Kurze Nachrichten L o n d o n, 8. Mai. Der Sekretär für die Dominions Th.mas erklärte in einer Rede in Leeds, daß sich gegenwärtig in England zwei Millionen Arbeitslose befinden, England zahle die höch- sten Steuern in der ganzen Welt. Wenn der Steuerdruck nicht Nachlasse, werde dadurch die Initiative, die für Staat und Industrie von größter Wichtigkeit sei, vernichtet werden. B e.r l i n, 8. Mai. Morgen besucht eine Gruppe von bcum scheu Fliegern England, um den vorjährigen Besuch der englischen Flieger in Deutsch land zu erwidern. Sie Apparate fliegen von Düsseldorf über Amsterdam und Belgien nachj London und dann nach Heston, wo sie landen werden. Land o;tt, 8. Mai. Außenminister Henderson wird sich aus seiner Reise nach Genf zwei Tage in Paris aufhalten, um Mit Briand über die Frage der. deutsch-österreichischen Zollunion zu ver handeln. Es verlautet, daß die englischen Kronjuristen in der Zollunion keine Verletzung der Friedensvertrage von Versailles und St. Gemäht erblicken. Nach. ihrer Met nung verstoße der deutsch-österreichische Wirt schaftsplan auch nicht gegen das GmUer Svnierungsprotokoll vom Jahre 1922. F u n ch a I, 8. Mai. Die Aufständischen, die sich auf das Krieg? schiff „Curlew" geflüchtet hatten, wurden jetzt ausgeschifft. Sie werden wahrscheinlich-auf den Kap-Verdrschen Inseln interniert werden. O s l' o, 8. Mal Da die Regierung in der gestrigen.Abendsitzung des Parlaments in der Minderheit geblieben war, reichte heute das Kabinett die Demission ein, die vom König angenommen wurde. Börsenbericht Zürich!, 8. Mai. Devisen: Beograd 99.134, Paris 20.28375, London 25,21, New York 518.875, Mailand 27.17, Prag 15.37, Wien 73,02, Budapest 90.535, Berlin 123.60 Ljubljana, 8. Mai. Devisen: Berlin 13.535, Budapest 991.36, Zürich 1095, Wien 799.57, London 276.38, Newyork 56.71. Pa ris 222.13, Präg 168.31, Triest 2997.36 Gasthaus Lesnik, Nova vas Sonntag, den 10. Mai IZI Bekannt vorzügliche Küche. Hausmehlspeisen. Frisches Faßbier (Krügel D 3'50) Es empfiehlt sich 5m Lesnik. Khmer sich jahrhundertelang, die Nachbilder immerhin zwei Jahre lang abgemüht haben, ist die filigranartige Bearbeitung des teins. Das ganze Gebäude ist über und über mit spitzenähnlich durchbrochenen Ornamenten, mit prachtvollen Reliefs bedeckt; es ist, als ob die Steinbildhauer mit Goldschmie den hätten wetteifern wollen. Ein kurzer Blick noch auf die indochinesischen Gebäude, die sich wie buntes Spielzeug um die gigantische graue Tempelmasse scha- ren, auf eine anmutige Pagode aus Kambodscha mit vergoldeten, geschwungenen Firsten, ein Fischerdorf des Laos, ein tonchinesisches Dorf mit dem Hause des Mandarins und einige anamitische Wohnhäuser, und ein Sprung" von nur wenigen Metern trägt uns aus Asien hinüber zum „schwarzen Erdteil" Afrika, der die zweite Hauptsehenswürdigkeit der Ausstellung beigesteuert hat: Das westafrikanische Dorf. Dunkelrot, zinnengeschmückt, erhebt sich aus einer „ Ngchbilbiing der alten Muselmanenstadt Djennä ein großer Palast im Sudan-Stil, der nicht weniger als 5000 Quadratmeter bedeckt und dessen fortähnlicher Mittelbau eine Höhe von 45 Metern erreicht. Wenige Schritte weiter tut sich Uns das berühmte Tor von Bab Man sour in Meknes auf, der Eingang zu der Abteilung Marokko, die aus einem blendend weißen 'Palast aus Marrakesch, zahlreichen Eingeborenenhütten und -gärten besteht. Ost gfrikll ist durch du Druck hall-- oumsnuij, üCit tJ. mxiw»^TJy?^,^ssstaBxaumamam mm Briand ©leger? Sturm der Rechtsparteien gegen teine 2Lußenpo!itik — Man will feine Wahl zum Staatspräsidenten verhindern Häuser wie große Granaten aussehen, Tunis durch mehrere Eingeborenenwohnungen, Algier durch ein mit Keramiken geschmücktes Palais im Maghreb-Stil, aus dem ein schlan kes Minaret 40 Meter hoch emporschießt. An der ausländischen Abteilung der Kolonialausstellung, die sich am östlichen und nördlichen Seeufer hinstreckt, haben sich besonders Belgien, Italien, Holland, die Vereinigten Staaten und Portugal beteilige. Belgien errichtete ein Kongo-Dorf, lai'ggestreckte, niedrige Gebäude, deren gewölbte Strohdächer auf bunten Holzfäulen ruhen und von bienenkorbförmigen, ebenfalls stroh gedeckt. Kuppeln überragt werden. Italien hat die berühmte Basilika des Septimus Severus aus Leptis Magna (Libyen» neu auferstehen lassen und außerdem einige Bauten von Rhodos reproduziert. An erster Stelle unter den Ausländern aber steht zweifellos Holland mit einem Tempel von den Sundainfeln, dessen geschweifte Giebel zwei hohe., schlanke Türme tragen, die aus lauter aufeinandergefetzten viereckigen und sich verjüngenden Dächern bestehen. Daneben erheben sich ein Tanzhaus von den Bali-Inseln und mehrere Häuser der Inselbewohner, alles in reich geschnitztem und farbenprächtig bemaltem Holzfachwerk. Tie Vereinigten Staaten haben eine naturgetreue Kopie des Geburtshauses von George Washington in Mount Vernon geschickt und Portugal drei Gebäude in portugisischem Kolonialstil, die wie Miniaturfestungen anmuten. Die eigentliche Ginweihungsfeier, die sich an die Rundfahrt des Präsidenten der Republik anschloß, fand in Anwesenheit fast sämtlicher Kabinettsmitglieder, des Kaisers von Anam und zahlreicher Ehrengäste in dem außerhalb des eigentlichen Ausstellungs gebäudes gelegenen Kolsnialmuseum statt. Dieses Museum, das als einziges Gebäude der Ausstellung zur dauernden Erinnerung erhalten bleiben wird, weist einen in der Welt einzigartigen Schmuck auf, einen die ganze Höhe einnehmenden Relief-Fries, der um das 88 Meter lange und 60 Meter breite Gebäude herumläuft und die Rassen, die Fauna und die Flora des gesamten französischen Kolonialreiches darstellt. Um die Ausstellung zu einem internationalen Ereignis zu gestalten und die Bern-eher aus allen Himmelsrichtungen anzulocken. ist ein umfangreiches Festprogramm ausgestellt worden. Bis zum Oktober dieses Jahres werden sich in Paris die internationalen Kongresse. Konferenzen, Sportveranstaltungen usw. jagen. In der Ausstellung selbst werden Veranstaltungen aller Art, indochinesische, arabische, afrikanische Feste, exotische Nächte mit Feuerwerk, Bestrahlung der Gebäude und 'Wasserspielen — dafür ist eigens ein „Wasserthewter" und ein riesiger Springbrunnen in den See hineingebaut worden — organisiert werden: die in den einzelnen Abteilungen untergebrachten Eingeborenen haben 'hre Musik, ihre Tänzer und Tänzerinnen, ihre Theater mitgebracht. In einer Ecke der Ausstellung ist von der deutschen Firma Hagenbeck ein großer Tierpark geschaffen worden, in dem sämtliches Großwild der Kolonien in Freiheit — nach dem in Stellingen zuerst verwirklichten System — vorgeführt wird. Den unzähligen Menschen, die sich schon einmal sehnlichst eine Reise um die Welt gewünscht haben, die es aber immer wieder aus Rücksicht auf ihren mageren Geldbeutel bei einer Sommerfrische in irgendeinem abgelegenen Winkel bewenden lassen mußten, ist hier eine nicht so bald wieder« kehrende Gelegenheit geboten, ihren Traum mit geringen Mitteln zu verwirklichen, ein Märchen aus Tausendundeine Nacht zu erleben. ©er deutsche Exkronpnnz in Italien Zürich,?. Mai. Das Blatt der italienischen 'politischen Emigranten „Libera Stompct" will erfahren haben, daß der deutsche Exkronprinz seit einiger Zeit in Italien »peilt und bereits wiederholt vom König int Familienkreise empfangen worden sei. Dem deutschen Exkronprinzen sei ein Ehrengeleits der faschistischen Garde zur Verfügung gestellt worden. Ferner habe der Exkronprinz als offizieller Gast in Begleitung der Prinzessin Jolanta dem römischen Pferderennen beigewohnt. Die faschistische Presse habe den Wink erhalten, den Aufenthalt des Exkronprinzen nicht politisch *u kommentieren. P a r i s, 8. Mai. Die große, von langer Hand sorgsam vorbereitete Offensive gegen B r i a n d hat gestern nachmittags in der Kammer begonnen. Vor allem ist es die Rechte aller Schattierungen, die gegen den Außenminister Sturm läuft, Es handelt sich eigentlich weniger um die von Briand verfolgte Außenpolitik, die ja von den nationalistisch eingestellten Gruppen schon lange bekämpft wird, als vielmehr darum, diesem Mann, dem ruhenden Pol im Kommen und Gehen der französischen Negierungen, den Einzug ins Palais Elg--sce unmöglich zu machen. Briand ist gegen wärtig der ernsteste Anwärter auf den am nächsten Mittwoch neu zu besetzenden Posten des Staatsoberhauptes, obwohl er offiziell seine Kandidatur nach nicht ausgestellt hat. Man ist jedoch in Frankreich und im Ausland fest davon überzeugt, daß trotz der großen Ausmachung der Sturm gegen Brirnd im Sande verlaufen und daß der Außenminister nach seiner, für heute abends erw.',ritten großen fRtbz das Botrmr der Kammer erlangen wird, woraus ihm offiziell die Kandidatur für den PrLsidenteupcfterr an getragen werde: soll. Kennzeichnend für die Kampagne ist daß dieselbe auch ans die Straße verlegt wurde. Das Haus ist dicht besetzt, die Galerie* überfüllt, in der Dipiomaienloae ell; Set»; tretet des Auslandes, die fckfc Wünsche! Sitzung im Palais Bouröc-r mit größter! Spannung verfolgt. An der T-'-gesardnung, befinden sich zehn Interpellationen, die i sich vornehmlich ans die deutsch-österrci- i chische Zollunion, auf den Flottenpakt und ■ aus die Wirtschaftskrise beziehen. Tie j Schuld für den Mißerfolg Frankreichs in: diesen Fragen, soweit davon gesprochen | werden kann, wird Briand in die Schuhe! geschoben. Als Erster sprach ein Anhänger Briands j der Radikale N o g a r o, der die deutsch- j österreichischen ZoKnctcintinfitwn einer j scharfen Kritik unterzog und dieselben mit den bestehenden internationalen Abmachun gen als unvereinbar bezeichnete. Tie i wirtschaftliche Vereinigung Oesterreichs mit seinem deutschen Nachbar sei für dasselbe selbst äußerst schädlich. Die Politik Wiens müßte darnach gerichtet sein, sich neue Absatzgebiete im Osten zu erwerben. Ter Vertreter der republikanischen Linken, F o u g e r e, betonte, daß die Wiener Zolloereinbarungen den Frieden in Europa bedrohen. Er sprach Briand Anerkennung für seine Politik der Beruhigung aus und erklärte, daß nur die Verständigung den Frieden festigen und unseren Kontinent vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch retten könne. Der Anhänger Tardieus F o n ch e u r begann schon scharfe Salten auszu,ziehen und verlangte von Briand Aufklärungen über die Schritte, die er gegen die Zollunion zu unternehmen gedenke. Frankreich müsse die Rückgängigmachung der zwischen Wien und Berlin vereinbarten wirtschaftlichen Abmachungen durchsetzen, da dieselben eine Verletzung der bestehenden Verträge darstellen. Nach dem Radikalen M a r g a i n e, der ungefähr im selben Sinne sprach, ergriff der Anhänger Morins Ibarne g a r a y das Wort und bezeichnete den Wiener Zollvertrag als eines der größten Attentate auf die Konsolidierung Europas. Deutschland wolle Oesterreich zu einem Vasallen machen und dadurch den Siegerstaaten seinen Willen aufzwingen. Redner kritisierte England und Italien, die sich nicht gleich auf die Seite Frankreichs gestellt hätten, wurde jedoch von Briand mit der Erklärung zurückgewiesen, daß bei de Staaten mit Frankreich solidarisch seien •md die Frage an den Studienausschuß des Völkerbundes verwiesen wissen wollen. Frankreich stehe keineswegs isoliert da, was die Konferenz der Kleinen Entente in Bukarest bewiesen habe und was auch die bevorstehende Tagung in Genf neuerdings beweisen werde. Redner sagte ferner, Frankreich sollte lieber seine Verbündeten unterstützen, als Deutschland Milliardcn-kredite gewähren. Die Sitzung wurde hieraus auf heute nachmittags vertagt. Ter erste Teil der großen Debatte über die etngebrnchten Interpellationen verlief noch verhältnismäßig ruhig, dagegen werden für heute Sturmszenen erwartet, da die schwersten Kanonen der Rechten, wie F r a n k l i n - B o u i l l o n und M a r i n, das Wort ergreifen werden. Um dem Sturm im Parlament erfolgreicher zu gestalten, wurde als Austakt Mittwoch abends eine große Protest-versammlung gegen die deutschösterreichische Zollunion abgehalten, in der auch Franklin-Bouillon und Marin sprachen und hiebei die Briandsche Friedenspolitik aufs heftigste angrifsen. Ein Redner forderte sogar die Bevölkerung aus, sich Mittwoch vor dem Elyseeischen Palast empfinden und Briand, falls er zum Präsidenten der Republik gewählt werden sollte, einfach hinauszuwerfen. Gestern abends wiederholte sich die Protestversamm lung in einem anderen Teil der Stadt. Auch hier wurden Abzugrufe auf Briand ausgebracht. Der größte Wo! " Patzer der Erde ...... ' ;■■■■■ B m ™Tii ■/' f - : < - < .J,y*; p v/v. ... -.yZ Xw, ■. -z-rav.' . das „Empire State"-Gebäude in Newyork, ist dieser Tage eingeweiht worden. Der Wolkenkratzer ist 415 Meter hoch, hat 86 Stock- ten des Gebäudes öffneten. werke und beherbergt 25.000 Me:. >. ;t. Präsident Hoover drückte in Washington auf einen elektrischen Knopf, wodurch sich die TL- Mü? ff'Osi chrilte in der BkhmMrma des Kreb'es Ter Londoner „Daily Heralb" meldet, daß in der Behandlung des Krebses zwei höchst bedeutsame Entdeckungen gemacht »vorden sind. Die eine Entdeckung wurde von einem Londoner Physiologen gemacht, ! bec die Ursache des Krebses dem Mangel konstitutiver Elemente im Blut zuschreibt und der einen bemerkenswerten Erfolg durch Behandlung der Krebskranken mittels einer Injektion mit einem aus der sogenannten Nebenschilddrüse gewonnenen Präparat erzielte. Konvention zur Kriegetierhütung Ein Vorschlag der schwedischen Regierung Die schwedische Regierung hat dem Generalsekretär des Völkerbundes einen interessanten Vorschlag übermittelt. Es handelt sich um eine Konvention zur Kriegsverhütung. Es wird darin die obligatorische Veröffentlichung aller Konjliktsfälle und aller Berichte des Völkerbundes verlangt. Namentlich soll auch die Frage des Einflusses der Presse in Zeiten internationaler Verwicklungen einer Prüfung unter zogen werden. Es besteht die eminente Gefahr, daß in Konsliktssällen eine' unverantwortliche Pressekampagne und t-nden- Die andere Entdeckung wurde von eine«j holländischen Arzt gemacht, der ebenfau6 den Krebs auf die genannte Ursache zurück' führt und eine eigene Methode der Krebs' diagnostik festgelegt hat, die von der Aus' fassung ausgeht, daß der Krebs durch irgesi” etwas, das mit der Unbeständigkeit des weißgehaltes des Blutes in Zusammenha«^ steht, hervorgerufen ist. Der holländisch Arzt hat ein chemisches Präparat gewönnet' wodurch das Eiweiß stabilisiert wird «" durch dessen intravenöse Injektion bei Kra«' fett, bei denen sich der Krebs schon in oorjsi;' schrittenem Stadium befindet, das WaE tum des Krebstumors nicht nur zum stand gebracht, sondern sogar in einig6 Fällen scheinbar eine vollständige Heilubö erzielt wurde. 211 Eapone oder fein Doppelgänger llgemeines Aufsehen erregte in Amelt^ Mitteilung der populären Krimiualz6' ft „Detektiv-Magazin", daß der &erll2j : AlCapon gar nicht der richtig6 one sei. Der richtige Al Capone soll ® ich vor etwa zwei Jahren von einem 1^ Gegner erschossen worden sein. An f6 le sei der eigens dazu aus Italien y cholte Bandenführer Calabrese gen ? J AI Capone so ähneln soll, »nie ein „ ändern. Weder die Polizeibehörden n . Chicagoer Unterwelt konnten Ver ifen, so meisterhaft sei die ganze * 1 * theit arrangiert worden. Der Betrug ^ erst dann herausgestellt haben, aw ^ trbeiter des. „Detektiv-Magaznw ^ chen der häufigen Fahrten der nres zum Friedhof festzustellen ve es ergab sich, daß die Namenlose,. reich mit Blumen geschmückte ! die Ueberreste des toten Al ^apo ^ -rgt. Zahlreiche Reporter suchte« me auf und stellten an ihn die r ?v Enthüllungen des Detektiv- ^ • aiirtfirftpit entsprechen l?oer ^ , Genf, 7. Mai. ziöse Berichterstattung zur Erhöhung der Kriegsgefahr beiträgt. Die Regierungen müssen verpflichtet werden, solche journalistische Methoden zu unterdrücken. Insbesondere müsse gegen jede agressive Propaganda von Zeitungen gegen einen ausländischen Staat eingeschritten werde«-Es handelt sich dabei um keine Einmischung in die Pressefreiheit, sondern «M ein Recht des Völkerbundes und aller Staaten zum Schutze des Friedens u«d der Nation. pone lachte und sagte kein Wort. Die großen amerikanischen Blätter fangen die neuesten Sensationen auf und erinnern daran, daß vor zwei Jahren eine auffallende Aenderung im Aussehen Al Capones zu bemerken war. Der Gangster erklärte damals, daß seine Ge-fichtszüge während der zehn Monate, die er in Texas verbringen mußte, sich verändert hätten. Dieser Erklärung luutbe damals Glauben geschenkt. Jetzt aber soll es erwiesen sein, daß Al Capone niemals in einem Dexa er Gefängnis eingesperrt war. Wahr oder erdichtet, die sensationslüsternen amerikanischen Blätter und ihre Leser haben einen neuen Schlager und darauf kommt es letzten Endes an. Ein ©piel&all der Lust-flrömungen Berlin, 7.,Mai. Der deutsche Segelflieger G r ö n h o f f, der mit. seinem Se gelslugzeug von München nach Kaaden (ÖS3t) einen neuen Streckenweltrekord im Segelfluge ausgestellt hat, ist gestern in München »us Eger kommend eingetrofsen. Aus der Schilderung des Fliegers ist zu ersehen. daß sein Unternehmen eines der gefährlichsten gewesen ist, daß die Segelsliegerei bisher überhaupt zu verzeichnen hatte. Bereits nach seinem Abfluge war Gronhoff in ein Gewitter geraten, durch das sein Flugzeug schwer beschädigt wurde., Die Leinwand bespannung der Mgel war durch Hagelkörner vollständig durchlöchert. Sein Höhenmesser zeigte Höhen in der abwechselnden Spanne zwischen 200 und 2000 Metern. Durch eine einzige Böe wurde er schon auf tschechoslowakischem Gebiet einmal von 2000 auf 200 Meter herabgedrückk, um dann wieder in rasender Geschwindigkeit aus 2100 m emporgeschnellt zu werden. Kreta Garbo sflmmüde? S t o ck h o l m, 7. Mai. Di: Blätter melden aus Hollywood, daß GretaGarbo bereits im nächsten Monat ans den USA. endgiltig nach Schweden zurückkehren werde. Sic soll die Absicht geäußert haben, sich in WärmlaNd ein . Gut zu kaufen und dort niederzulassen. Als Grund wird angegeben, daß Greta Garbo filmmüde sei und Hollywood satt habe. Ferner berichten die Blätter, daß Greta Garbo die Absicht habe, sich zu ver heiraten. Als künftiger Gatte wird einmal eine fürstliche Persönlichkeit und ein zwei-iesmal der Stockholmer Ingenieur Anderson benannt. Andere Blätter wissen auch zu melden, daß Mar Reinhardt Greta Garbo telegraphisch aufgefordert habe, in Oesterreich vnd Deutschland Gastspiele zu absolvieren. Leichter Lauf und leichtes Lenken hängen wesentlich von der Bereifung ab. Die mit peinlicher Sorgfalt gearbeiteten Continental-Reifen rollen .leicht dahin und erleichtern dem Motor die Arbeit. ISiiiinentei Ing. Ferd. Friedau, Maribor. Vor dem Untergang Oswald Spengler über die Zukunft der weißen Raffe Sklaven unserer eigenen Schöpfung Wie aus München berichtet wird, sprach Oswald Spengler anläßlich der Jahresversammlung des Deutschen Museums über Kultur und T e ch n i k; in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte er die Behauptung, daß der M e n s ch der höchstentwickelte Vertreter des R a u b-t i e r t y p u s sei; der Unterschied zwischen Mensch und dem Raubtier bestehe nur darin, daß mit dem Menschen die in- dustrielle Technik in die Welt gekommen sei. Die technische Entwicklung der weißen Rasse sei jetzt abgeschlossen; der Mensch sei zum Sklaven seiner eigenen Schöpfung geworden. Die w e i ß e R a s s e, ausgenommen die Russen, stehe unmittelbar vor ihrem U n t e r g a n g; das letzte, was noch zu tun übrig bleibe, sei, diesen Untergang mit Heroismus zu ertragen. Ein fliegender Flugplatz Das neue Riesenluftschiff der Vereinigten Staaten N e w y o r k, 7. Mai. Die Vereinigten Staaten haben ein Riesenlustschifs gebaut, das zweimal so groß ist wie der „Gras Zeppelin". Es führt den Namen „Alton" und soll eine richtige fliegende Festung sein, Das Lustschiss wird ohne weiteres in der Lage sein, viermal den Ozean zu überqueren, ohne Gas oder Bctriebsstoss ergänzen zu müssen. Ans dem Rücken des Luftschiffes ist ein F l u g p l a tz angelegt, aus dem eine Anzahl von Aeropia-nen landen und starten kann. Die Herstellungskosten des Luftschiffes betrugen rund 7,000.000 Dollar. Es wurde zunächst nur für Kriegszwecke gebaut, doch sollen ähnliche Luftschiffe auch für den Passagier verkehr gebaut werden. Der unersättlitlle Bauch des Films Wer. hat sich nicht schon darüber gewun-srl, daß die Produktion emes Films so Rel Geld verschlingt? Nun, die ungeheure ^hzahl der verschiedensten Dinge und die ^geheuren Mengen, die zur Filmerzeu-jGttg benötigt werden, erklären diese Tätige wohl zur Genüge. Keine andere Jndu-' r'e unter der Sonne verbraucht ■ so viel ^sschiedenartige Dinge als die Filmindu-' *ie. Der Einkäufer eines amerikanischen . ^ßunternehmens erklärt, in einem Jahr ^ -°00 verschiedene Artikel aus 37 verschieden Ländern eingekauft zu haben. .An der Spitze steht natürlich der Ber-t^nch von Rohfilm, der seit dem Tonfilm ionders stark gestiegen ist. Eine große ^erikanische Firma verbrauchte im letzten hr allein 100 Millionen Fuß Filmmaleri- Qtin 1-lmh an SIDitlimm TOntov ctifm ein Ö^° tUn^ 20 Millionen Meter Film, gr? ^Aknge, die fast dem Umfang der Erde . .M ist. Was sonst gebraucht wird? Che-Aps Seidenstoffe, Hanf, Holz, künstli-ItnrFn ' Holzbeine, Krücken, Nägel, Be-zi^^Osngskörper, Wiegen, Kupferdraht, Ben (ft ' Anbe, antike Stühle, Gläser, Porzei» Puder, Dynamik, Sextanten, fttun, Grammophone, telegraphische Jn-(zu Sucher, Bleistifte, Lippenstifte htafrf,' n'h Grassamen, Schmuck, Eis- rche cn' Rattenfallen usw. ins Unend- kel 1 in der ganzen Welt keinen Arti-iio'nZf:,. CU!C amerikanische Filmproduk-iöet5eir “ im Laufe eines Jahres er-Rhßte PrDrllt,5' Der Einkäufer einer Firma einen 'ürzkbch ejn dreibeiniges Pferd, 5tvej ntm einen Tag alter Kücken und Die m.,.»1 Hundekuchen anftreiben. • -> jedes Films ist ein Drehbuch. Ein Nachkomme des großen Volenkönigs Sobieski Der kleine Friseur als Stimigser&e Wien,?. Mai. Der Pokcnkönig Sobieski, der im Jahre 1683 gemeinsam mit dem Herzog von Lothringen Wien von der Türkenbelagcrung befreit hat, besaß ein ungeheures Vermögen. Tausende Joch Ackerland waren sein eigen, trotzdem bot ihm damals das dankbare Wien ein Ehrengeschenk von 40.000 Dukaten. Sie wurden aber nie bezahlt. Jetzt hat sich in Preßburg ein kleiner Friseur gefunden, der entschlossen ist, besagte 40.000 Dukaten mit Zins und Zinseszinsen von der Gemeinde Wien einzutreiben. Dieser Friseur Karl Seiff übte sein Gewerbe lange Zeit treu und bieder aus, bis ihn sein greiser Vater an sein Totenbett rief und ihm das große Geheimnis verriet: „Wir sind die direkten Nachkommen des Polenkönigs Sobieski, der im Exil den Namen Seiff angenommen hatte. Die Dokumente findest du im Archiv von Komorn." Worauf oer Vater starb Ter kleine Friseur, der über Nacht zum Nachfolger und — Erben des großen Polenkönigs und Türkenbezwingers geworden war, hängte sofort Rasiermesser und Seifenbecken an den Nagel und fuhr nach Kölnerni Dort fand er tatsächlich die Dokumente. Er kletterte seinen Stammbaum zurück. Verwendete Und da Drehbücher, und alles, was mit einem Szenarium zusammenhängk, auf Papier geschrieben, ist der Papierverbrauch einer Filmgesellschaft gigantisch. Für -vier Filme brauchte die Szenarioabteilung nicht weniger als zwanzig Ballen Papier. Tausend Gallonen Benzin werden in einem Hollwooder Atelier täglich verbraucht. 8000 Scheuerbürsten im Jahr usw. Am bezeichnendsten dürfte aber wohl die Tatsache sein, daß im vergangenen Jahr, um alle Rechnungen für diese Dinge zu begleichen, alle Löhne, Gehälter, Honorare für die Arbeiter, Künstler und Handwerker auszuzahlen, die bei der Herstellung von den Filmen eines Jahres tätig waren, einhundert-unddreißigtausend Schecks ausgestellt wurden .. . Karla King (Hollywood). sein ganzes Vermögen auf die Herbeischaf-snng von Geburtsscheinen, Ehebriefen, Totenscheinen, studierte in unzähligen kleinen Orten die ältesten Kirchenbücher durch und hat heute in einem Schubkasten seiner ärmlichen Preßburger Wohnung eine lückenlose Folge von Dokumenten liegen, aus denen klar hervorgeht, daß er, Karl Seiff, Friseur in Preßburg, der direkte legitime Nachkomme des Polenkönigs Sobieski ist. Und nun ist er daran, der Welt seine Ansprüche anzumelden. Karl Seiff, der sich jetzt Seiff-Sobieski nennt, ist entschlossen, das Erbe seines königlichen Ahnherrn anzutreten. In Polen hat er bereits die nötigen Schritte zur Wiedererlangung seines Eigentums eingeleitet. Und nun kommt Wien dran. Karl Seiff hat zwar keine Ahnung, welche Summe 40.000 Dukaten nach unserem heutigen Geldwert sind. Er weiß zwar nicht, uin welchen Betrag die alte- ungetilgte Schuld durch Zinsen und Zinseszinsen angewachsen ist. Aber daß diese unbekannten Millionen eines Tages sein Eigentum sein werden, daran glaubt Karl Seiff-Söbieski mit ungeheurer Hartnäckigkeit. Der Nachweis seiner Abstammung von dem Polenkönig Sobieski ist ihm gelungen. Seiner Meinung nach muß das genügen, um seinen Anspruch auf die nebelhaften Millionen seines königlichen Ahnherren zu recht-fertigen. Und seine Ueberzeugnng ist so stark, daß er sein ganzes Vermögen ' darangesetzt hat, um zu seinem erhofften Dasein als Mul timillionär zu gelangen. Wien wird heute vom Nachkommen seines Türkenbefreiers So bicski, vom Friseur Karl Seiff, belagert" ... international# Biographisches Archiv Das Internationale Biographische Archiv (IBA), das seit nahezu sieben Jahren besteht, bringt in diesen Tagen die 300ste Wochenlieserung heraus In überparteilicher und durchaus objektiver Weise wurden einige Tausend Personalien veröffentlicht, die zusammen eine einzigartig dastehende Sammlung ergeben. Ter Lebenstgang der wichtigsten Persönlichkeiten aller Nationen wird im Rahmen dieses biographischen Archivs zum Gegenstände rein sachlicher Darstellung. gemacht. Das Hauptverdienst an der Gründung und Verbreitung dieses international bekannten Unternehmens kommt Dr. Ludwig M u n z i n g e r in Dresden zu. Die Redaktion für den europäischen Südosten führt seit der Gründung das Wiener Redaktionsbüro Q u a i s e r, Wien 1., Plankengasse Nr. 4. Der Ehezwang in Ve ften In Anbetracht der großen Zunahme der Ehescheidungen, die in dem letzten Jahre in Persien etwa 40% aller Eheschließungen ausmachten, erließ die persische Regierung eine Verordnung, die die Freiheit der Scheidungen in erheblichem Maße beschränkt und gleichzeitig den Ehezwang einführt. Bis jetzt waren die Ehescheidungen in Persien besonders für die Vertreter des stärkeren Geschlech tes mit keinerlei Formalitäten verbunden. Der Mann verließ ganz einfach seine Frau. Damit war die Scheidung vollzogen. Die neue Verordnung sieht besondere Auszeichnungen für Frauen vor, die seit fünf und mehr Jahren in der Ehe stehen. Bei den Völkern des Islams war die Sitte allgemein verbreitet, daß der Bräutigam seinem zukünftigen Schwiegervater für die Reize seiner Auserkorenen bezahlen mußte. Diese Reize wurden im buchstäblichen Sinne des Wortes gewogen. Je schwerer ein Mädchen war, desto bessere Aussichten eröffneten sich ihrem Vater. Das neue persische Gesetz bekämpft diese uralte Sitte und führt an ihrer Stelle eine Junggesellensteuer ein. Junggesellen, die das Älter von 26 Jahren erreicht haben, werden in Zukunft 600 Dinar an den Staat bezahlen müssen. Dieser Betrag ist um so höher, je älter der Junggeselle wird. Das Einkommen dieser Steuer soll armen und kinderreichen Familien zugute kommen. Äm Lande der Wafser-dämpfe In der kleinen italienischen Stadt Vol-terra hört man Tag und Nacht einen eigentümlichen Lärm. Es klingt, als wäre es der dauernde Donner eines furchtbaren Gewitter?. Wenn man den Weg verfolgt, der mitten im Gebirge nach dem Süden führt, steigert sich dieser Lärm immer mehr und wird so stark, daß man die eigene Stimme nicht mehr hören kann. In der Gegend von Lar-derello, etwa 30 Kilometer südlich von Bol-terra, ist das Getöse am kräftigsten. Hier hat auch die Landschaft ein merkwürdiges Aussehen. Die ganze Gegend sieht vollständig ausgebrannt aus. Man sieht keinen einzigen Baum, nicht einmal eine Pflanze. Rund um das Tal erblickt das Auge des Reisenden neben den -Bauten viele Maschinen, Rohrleitungen usw. Heber all dem schweben dicke Schwaden von Wasserdampf und Rauch. Es ist das Zentrum der italienischen Borsäure-Industrie. Der Rohstoff für die Erzeugung der Borsäure und der Amoniaksalze wird hier von der Natur selbst im Ueberfluß geliefert und zwar durch die salz- und säurehaltigen Gase, die aus der Erde strömen. Tie leichteste Erschütterung des Erdbodens genügt in dieser Gegend, um einen Ausbruch einer unterirdischen Gasquelle zu verursachen. An manchen besonders gewaltigen Stel len, bedarf es nur eines wuchtigen Schlages auf den Erdboden, um eine Gaseruption hervorzurufen. Das Betreten dieses Gebietes ist deshalb mit einer gewissen Gefahr verbunden. Seit einigen Monaten ist der ganze Bezirk abgesperrt. Diese Vorsichtsmaßnahmen erwiesen sich als notwendig, denn von Zeit zu Zeit werden Erdklumpen durch den Druck der Gase in die Luft geschleudert. Aus den dadurch entstandenen Kratermündungen werden mit gewaltiger Kraft Wasserdämpfc und siedendes Wasser ausgestoßen. Bis jetzt gelang es den Ingenieuren nicht, den Druck dieser Wasterdömpfe zu ermessen, da die Instrumente, die dabei zur Verwendung kommen, wie leichte Federn fortgefegt werden, auch wenn sie einige hundert Kilo wiegen. Man beschränkt sich darauf, daß die Wasserdämpfe in besondere Wasserbehälter geleitet werden, in denen nach dem Verdunsten des Wassers ein hoher Prozentsatz von Borsäure und Amoniak-Kristallen zurückbleibt. In der letzten Zeit begann man mit außerordentlich gutem Ergebnis, die Kraft der ausströ-menden Wasserkräfte in elektrische Energie umzuwandeln. Wenn ein neuer Krater im Entstehen begriffen ist, hört man zuerst einen unterirdischen Donner. Darauf beginnt Samstag, den 0. Mal I0vl -jr'r ------------------- rSB die Erdoberfläche sich rasch zu erwärmen. Alle in der Nähe befindlichen Pflanzen verkümmern zusehends. Es entsteht dann ein Riß in der Erdrinde und gleichzeitig fangen die Gase an, mit einem fürchterlichen Getöse auszuströmen. Die Dörfer, die in der Nähe des neu entstandenen Kraters stehen, müssen schnellstens geräumt werden. Die Arbeiter, die in den Borsäure-Anlagen beschäftigt sind, werden täglich mit Lastautos zur Stelle gebracht und nach Arbeitsschlnß zurücktransportiert. Sogar in der etwas abseits gelegenen Stadt Laderrello ist der Lärm schwer zu ertragen. Alle Menschen tragen dort Gummipfropfen in den Ohren. Die Türen und Fenster sind mit Jsolierungsmate-i-ial versehen. Wenn die Kirchenglocken läuten, sieht man nur wie sie sich bewegen. Die Glockentöne hört man aber nicht. Die Einwohner von Lardenrello unterhalten sich mit einander auf der Straße nur durch Zeichen. Lfteater und Kunst ‘iMItmaWater m 3Ha?iöor 2Ieger>.ofre Freitag, 8. Mai: Geschlossen. Samstag, 9. Mai, 20 Uhr: „Inkarnation". Zum letzten Mal. Ermäßigte Preise. Sonntag, 10. Mai, 15 Uhr: „Doe Marieki". Veranstaltung des Frauenvereines — 20 Uhr: „Csardasfürstin". Letzte Aufführung. Das (S&orlotiaerl der „Glasvena Jtlotfca" Verflossenen Samstag hörten wir nach längerer Pause, die eifrigster Arbeit gewidmet war. wieder den Gesangschor der „Glas bena Matica", der bekanntlich von einer sehr erfolgreichen Tournee durch Serbien zu rückgekehrt ist. Die Vortragsfolge des Konzertes gliederte sich in der Hauptsache in zwei Teile, von welchen der erste dem Kunstlied, der zweite dem Volisliede gewidmet war. Beiderseits suchte man die besten und dem breiteren Publikum zugänglichsten Ver treter zu bringen. Die Zusammenstellung in dieser Art muß also hinsichtlich des aus-gewählten Materials als sehr.gelungen und wohldurchdacht bezeichnet werden. Man bekam. in gedrängter Kürze ein belehrendes und schönes Bild des gegenwärtigen Standes unserer Chorpomposition und gewann auch einen Einblick in das Gebiet des Volksliedes, wie es im äußersten Nordwesten und Südosten des Reiches gesungen wird. Man wurde sozusagen von Kärnten über Prek-murje hinab nach Kosovo versetzt. Der Wech fei zwischen gemischten, Frauen- und Mäu-nerchören, sowie Sologesang und Chören mit Solis brachte eine stete Abwechslung in die Bortragsfolge und verlieh derselben einen bewegteren Rhythmus. Nun im Einzelnen: Erster Hauptteil. Als Einleitungsnummer wurde nach einer Ansprache des Obmannes, Herrn A r n u s, der gemischte Chor „Barbari mi sun" von G o t o v a c gebracht. Der Komponist gehört zu den anerkannten jüngeren kroatischen Komponisten und neigt stark zur dramatischen Richtung. Deshalb findet er Mittel zu ausdrucksvollen Steigerungen und mächtigen Krastäußerungen. Aus dem genannten Chorwerk weht ein Ausdruck des Selbstbewußtseins und die Sängerschar wählte sich die Komposition sozusagen zum Motto. Ein vielgesungener Tonmeister ist heute Adamie. Seine „Svatovski" sind Vertonungen nationaler Texte, wie sie Adamie sehr liebt. Die Arbeit ist sehr gelungen durch geführt. Zarte Ausdruckskraft wechselt hier mit fröhlicher Schalkhaftigkeit und in den beiden letzten Teilen ist dem Chor Gelegenheit zu wirkungsvoller Gradation gegeben. Unsere beiden einheimischen Komponisten, M i r k und Dev, waren durch die Chöre „Zeleni Juri" und „Jurek" vertreten. Der erste zeichnet sich durch seine Frische und Bewegtheit, der zweite durch eine naive, und ansprechende Scherzhaftigkeit aus. Der Frauenchor brachte drei Kompositionen mit Klavierbegleitung, und zwar: 2 a-j o v i c : „Pesem Prinwrki", ein Werk voller Romantik und Begeisterung, entsprechend dem textlichen Vorwurf, der die Gefühlsäußerungen eines Mädchens nach dem geliebten Seemann zum Inhalt hat, und Adamie: Zwei Lieder aus dem bosnischen Garten („Poj, Petelin" und „Zgodaj vstala mlada devojka"). Sehr wirkungsvoll gehalten, bekunden sie nationale Farbengebung und das zweite ist in harmonischer Hinsicht reichlich ausgestatlet. Zweiter Hauptteil. Die Reihe der Volkslieder in kunstgemäßer Bearbeitung eröffne-re M a r o l t s Männerchor: „Ljubi konja jase", welchem Z a j c e o i c „Pjesme od kola" folgte. Beide sind meisterhafte und -harmonisch interessante Bearbeitungen von Volksmelodien. Der gemischte Chor brachte als Schlußnummer folgende Bearbeitungen: M o k r a n j a c : Achter Volksliederreigen aus Kosovo. Ein schon des öfteren aufgesühr tes, abwechslungsreiches und wirksames Werk, welches man immer wieder gerne hört. Diesem folgte das eigenartig anmutende mazedonische Volkslied „Ovca", darauf D e v s Bearbeitung des kärntnerischen Volksliedes „StraZno grmi in se bliska", das sehr eindrucksvoll ist, und zum Schluß H u ba d s effektvoll durchgeführte Bearbeitung des humoristischen Volkstextes „Vatikan ples". Zwischen beiden Konzertabteilungen sang unser heimischer lyrischer Tenor Herr 2 i v k o Lieder von Lajovic („Spleen" und „Mesec v izbi") und Wirk („Kitajski inotin") Die beiden ersten sind sentimentalen Charakters, das letzte zeigt orientalische Farbengebung. Der Sänger brachte die Lieder mit solchem Erfolg, daß er sich noch zu einer Zugabe entschließen mußte („Pod pendLeri"). Was die Ausführung des Programms anbetrifft, so können wir uns sehr kurz fasten. Der Chor muß als erstklassig bezeichnet werden, rnrö zwar ebenso hinsichtlich der stimmlichen Qualitäten wie auch des technischen Könnens und der Jnterpretations-gabe. Er ist frei und folgt der Hand des Dirigenten geradezu vorbildlich. Die C h o r s o l i st e n (Sopran Frl. B o d e n i k, Bariton Herr F ag a n e l l i und Baß Herr V I a h) absolvierten ihre Aufgabe in anerkennenswerter Weise und desgleichen die beiden Klavierbegleiter der Frauenchöre (Frl. P e r t o t und Herr C v e t k o). Ter Konzertsolist Herr 2 i v k o ist ein stets gerne gehörter, ambitiöser Sänger der vom Dirigenten Wirk auf dezente Weise bewürbe. Der Chordirigent Herr Professor M i r k hat den Erwartungen, zu denen er gelegentlich seines ersten Auftretens auf dem h'esigen Konzer'tpodium Anlaß gab, voll entsprochen Ohne aus Weitschweifigkeiten einzugehen, muß man sagen, daß er ein wah rer Führer seiner Sängerschar ist, beseelt von Liebe und Begeisterung für die Sache. Schade, daß der verdiente Dank für d'e Mühewaltung und den erreichten künstlerischen Erfolg, an dem beide Teile, Dirigent wie Chor. Anteil haben, nicht durch einen besseren Besuch der Veranstaltung zum Ausdruck kam. H. D. Kino Burg-Tonkino: „Er und seine Schwester", das glänzendste Lustspiel der Saison mit Vlasta B u r ia n, Anny Ondra und Roda-Roda in den Hauptrollen. Union-Tonkino: Erstaufführung des größten und neuesten Willy Fritsch und Lilian Harwey-Schlagers „Meine Frau — Deine Frau". Ein 100% ige§ Ton- und Sprechfilmereignis ersten Ranges. Radio Samstag, 9. Mai Ljubljana 12.15, 13 und 18.30 Uhr Reproduzierte Musik. — 19.30: Englisch. — 20.30: Abend Veranstaltung. — Beograd 20.30: Konzert. — Wien 19.50: Theateraufführung. — Graz 18.20: Lustige Ecke. — B r ü n n 21: Konzert. — Müh l-flicr 20.45: Unterhaltungsabend. — 22.20 Leichte Musik. — Toulouse 21.30: Operettenabend. — 22.30: Militärkonzert. — 23.45: Nachtmusik. — B u k a r e st 21: Opernübertragung. — R o m 21: Franchet-ris Oper „Christoph Columbus". — Prag 20: Abendveranstaltung. — Mailand 22: Konzert. — 23: Leichte Musik. — B u-d a p e st 20.50: Militärkonzert. Anschließend Zigeunermusik. — Warschau 21: Orchesterkonzert. — 22.15: Chopin-Abend. — 23: Tanzmusik. — Daventry 20.30: Bunter Abend. — 22.50: Orchesterkonzert. — 23.45: Tanzmusik. Sport MannMafrstenmsmeisreilchasl von Iugo^awren Die Tenniskämpfe um die diesjährige Mannschaftsmeisterschaft von Jugoslawien werden am kommenden Sonntag auch in Maribor ausgenommen. Bekanntlich wird die Konkurrenz in zwei Zonen ausgetragen. Die Zone A, in die auch Maribor fällt, umfaßt wieder eine westliche und östliche Gruppe. Die westliche Gruppe stellt eigentlich eine inoffizielle Meisterschaft von Slowenien dar, da der überwiegende Teil der Wettbewerber im Draubgnat ihren Sitz hat. In Maribor eröffnen die Wettkämpfe die Mannschaften „Rapids" und „Maribors". Beide Vereine haben nun auch schon ihre Vertreter bekanntgegeben, die bereits verschiedene Schlüsse ermöglichen. Dürften die routinierteren Herren „Rapids" die Oberhand behalten, so müssen den Damen „Maribors" die größeren Chancen eingeräumt werden, zumal „Rapids" Klubmeisterin Frau Dr. K r a u ß durch einen schweren Unfall außer Gefecht gesetzt wurde. Die Kämpfe, die um 9 Uhr vormittags auf den erweiterten „Rapid"-Plätzen ihren Anfang nehmen, werden nun wieder sehenswerte tennissportliche Begegnungen unserer heimischen Vertreter des weißen Sports mit sich bringen. : SK. Rapid. Heute, Freitag, abends Spielerversammlung im Cafe „RotovL". : „Rapid" nach Cafonec. Die Schwarz-blauen bestreiten kommenden Sonntag in Oakovec ein Gastspiel gegen den dortigen Fußballmeister. : Das erste Radrennen des Arbeiter-Rad« sahrerverbandes in PobreLje, das am Sonntag, den 10. d. um 14 Uhr auf der Strecke Pobreche — Sv. Martin vor sich geht, steht bereits im Mittelpunkte des Interesses unserer Arbeitersportler, sodaß eine äußerst scharfe Konkurrenz zu erwarten ist. Nach dein Rennen findet im Gasthose S i m o n i 8 eine gesellige Zusammenkunft statt, bei der auch die Preisverteilung vorgenommen werden wird. : Alfi Pelka zieht sich zurück. Der seinerzeit so erfolgreiche Goalmann „Rapids", der auch des öfteren mit größtem Erfolg in der Repräsentanz Sloweniens mittat, erlitt schon vor längerer Zeit eine schwere Verletzung am Fuß, die ihn für mehrere Monate außer Kampf setzte. Die Verletzungen erwiesen sich nun als derart schwer, daß sie einer längeren Heilung bedürfen. Pelko cntschlm sich daher, wenn auch schweren Herzens, st$ gänzlich vom aktiven Sport zurückzuzieh^' * Wohlbeleibte Menschen können durch fl*' wissenhaften Gebrauch des natürlichen „Franz-Joscf"-B!tterwassers ausgiebigen Stuqlü711^ ohne Anstrengung erzielen. Zahlreiche fachänst-liehe Berichte bestätigen, daß, auch Nieren- und Gichtleidende, Rheumatiker, S.ein- und Zuckerkranke mit der Wirkung des Franz-Josef-Wistst^ sehr zufrieden sind. Harald Bernkovens blondes Modell Roman von GertRothbe r g. Copyright by Martin Fencbtwanger, Halle a. d. Saale. 19. Fortsetzung. Doch es fand sich nichts. Zwei Klavierschülerinnen konnten mich nicht vor der einbrechenden Not retten: sie zahlten wöchentlich für je zwei Stunden drei Mark. Die Tochter der Leute, die ich in unsere Wohnung genommen hatte, war immer gut gekleidet, und auch sonst geht es den Leuten nicht schlecht. Eines Tages sagte Hilde Bernd zu mir, ich möchte sie begleiten. — Modellstehen! — Sie erklärte es mir oberflächlich, aber ich konnte mich nicht entschlie ßen. Trotzdem mir Hilde sagte, die Maler würden mich nicht beachten, ihnen gälte nur das Modell; sie zahlten gut und damit wäre die Sache erledigt. Die Not wurde größer, da griff ich zu. Hilde Bernd brachte mich zu Raßmussen. Und ich merkte bald, daß ihm das Modell Nebensache war. daß er sich für mich interessierte. Da habe ich ihm nur zu verschiedenen Kopfskizzen gesessen, Akt stehen konnte ich ihm nicht. Ich sagte es ihm. Da wurde er sehr böse, schimpfte und sagte, er hatte seine Zeit mit den Skizzen vertan, und nun müsse ich ihm Modell stehen. Er nannte einen hohen Preis. Aber ich konnte es trotzdem nicht. Als er mich küssen — wollte, habe ich Nach ihm geschlagen. Da — hat — er gesagt, das — gefiele ihm, ich — ein, nun kann ich es nicht weitererzählen." Ihr blonder Kopf sank auf seine Hand, die zuckend vor Empörung auf der Sessellehne lag. „Doch. Rea, jetzt müssen Sie weiterer-zählen. Gerade jetzt muß ich alles wissen." „Ich — konnte es nicht. Ich — mich hat noch nie ein Mann geküßt — und er — er — versuchte, mich anzufassen. Da habe ich mit einer kleinen eisernen Stange auf seinen Kopf geschlagen. Und — da — war — auf — einmal — Blut, soviel Blut. Da bin ich fortgelaufen, immer weiter, bis an das Was ser. Und nun haben — haben Sie mich — gerettet — und — nun wird man mich — holen, weil ich eine Mörderin bin." Der ganze (eingliedrige Körper des jungen Mädchens zuckte, während sie diese Worte hetvorstiesi „Armes, kleines Mädel — armes, kleines Mädel", sagte Bernkoven leise und strich behutsam über das dicke, blonde Haar. Da hob sie den Kopf, wandte das Gesicht ihm zu, sah ihn an mit den schönen, seltsamen Augen, die Blaugrün wie nordische Seen waren. Und ihm wurde ganz eigen zumute unter diesem Blick, ganz eigen. Raßmussen also! Wer sonst als er! — dachte er, und ein Zorn ohnegleichen war in ihm auf den leichtsinnigen Menschen, der keinen Unterschied zwischen den Frauen zu machen verstand und vielleicht auch rar keinen machen wollte. „Sie bleiben vorläufig hier, Rea." Sie sah ihn an, als hörte sie nicht recht. „Hier bleiben? Das kann ich doch nicht! Ich — bin doch — eine — eine . . .!" „Sprechen Sie das Wort gar nicht erst aus, Rea. Es war Notwehr. Freilich, Zeugen sind keine da, aber man wird Ihnen schon glauben, wird mir glauben müssen, wenn ich mitteile, was ich selbst erlebte", sprach er fest. Da beugte sich Rea zu ihm hin und küßte seine Hand, ehe er es verhindern konnte. „Das sollen Sie nicht, kleines Mädel." Ihre Augen ruhten auf dem breiten Ring an seiner Linken. Und ihr Blick wurde versonnen, schmerzlich. Er sah es nicht, er sah sie nur erstaunt an, als sie leise sagte: „Sie verachten mich doch nun; bitte, lassen Sie mich heimgehen. Ich verspreche, daß ich in meinem Stübchen warten will, bis man mich holt." „Nein, bleiben Sie hier. Ich bitte dringend darum. Ich — habe noch einen Weg zu besorgen: währenddessen warten Sie bitte hier auf mich." „Ich will warten", sagte sie ergeben. Rasch trat er zurück zum Tisch und faltete die Zeitung noch einmal auseinander. Nichts! Kein Mord. Oder hatte man muffen noch gar nicht gefunden? Sei" Wirtsleute versorgten ihn mit. Möglich es immerhin, daß er den Befehl geg^ hatte, ihn nicht zu stören. Ihn an diesem Abend nicht zu stören! Bernkovens Zähne knirschten aufeinande > Ein scharfer Blick zuckte zu dem Mädch,e hinüber, das, den blonden Kopf tief ge'ielV mit gefalteten Händen dort saß. Ein Befr*1' tes Atmen aus Bernkovens Brust! Nein, die da drüben hatte nicht geloged jedes Wort war Wahrheit! Sie war [dsty ' los. Nur Raßmussen! Nur er war schuld- ^ Die Hand Bernkovens drückte auf d^ Klingel. Zweimal. — Frau Eisner ersuch ' „Liebe Frau Eisner, kaffen Sie vorer! unfern Schützling noch nicht allein. Die ne Dame ist noch aufgeregt, plaudern also ein bißchen mit ihr. Ich Habe e -Dringendes zu besorgen." „Sehr wohl, .Herr Professor." Bernkoven verneigte sich und ging- geradewegs zu Raßmuffens Wohnung. tpirb t't Frau »yy giu 11- . Lederer öffnete ihm. Ms sie ihn kannte, knickste sie tief. „Ah, der Herr Profeffor! Da f| der Herr Raßmussen freuen! Das he-ßt, g Hab' ihn heute noch gar nicht gesehen, sagte gestern abend er möchte nicht weh- stört sein." (Fortsetzung folgt-' Lokale C Freitag, den 8. Mai Banknotenfälfcher VopoviL vor unferen Richtern Aus dem bewegten Leben dieses Abenteurers Vor dem Dreiersenat des Krcisgerichtes in Maribor hatte sich heute vormittags der 52jährige ehemalige Kaufmann Jovan P o-p o v i L aus Beograd wegen Fälschung von englischen Pfund« noten zu verantworten. Popöviä ist ein Abenteurer, der sich schon in der ganzen Welt herumgetiieben hat. Seine Spezialität ist Notenfälschung. Wegen Unbefugter Herstellung von Papiergeld stand er schon mehrmals vor den Gerichtsschranken. So büßte er im Fahre .1923 in Konsas in den Bereinigten Staaten wegen dieser seiner Manie eine viermonatige Kerkerstrafe ab. Bor drei Jahren hatte er es mit den Wiener Gerichten zu tun. Hier konnte man ihm die Notenfälschung nicht recht Nachweisen, wohl wurde er wegen Betruges und anderer Delikte abgeurteilt und schließlich als lästiger Ausländer ausgewiesen. Wegen Geldfälschung stand der Mann auch in Altona vor Gericht. Schließlich kam er nach Beograd, wo er sich einige Monate aushielt. Am 16, Dezember v. I. wurde Popoviä in Zt. Jlj gefaßt, als er ohne Reisedokumente die Grenze überschreiten wollte. Hiebei machte er den Versuch, das Finanzorgan, das ihn zur Gendarmerie eskalierte, zu bestechen, um ihn laufen zu lassen, was ihm jedoch nicht gelang. Heute hatte er sich daher auch wegen versuchter Bestechung einer Amtsperson zu verantworten. Bei ihm wurden zwei photographische Platten mit Abbildungen englischer Banknoten zu 5 und 10 Pfund vorgefunden. Popovick hatte dieselben während der Eskorte zur Gendarmerie in der Tasche zerdrückt, doch gelang es ihm nicht, das corpus delicti unkenntlich zu machen. Eine Zusammenstellung der Glassplitter ergab deutlich, daß sich der Mann wieder seinem Spezialfach, der Notenfälschung zugewandt hatte. Popoviä behauptet, er habe nicht die Absicht gehabt, Banknoten zu fälschen. Er habe nur Reklamezettel für den Vertrieb von Seife Herstellen wollen, auf welchem als originelles Propagandamittel englische Pfundnoten abgebildet sein sollten. Diese Ausrede ist jedoch so plump, daß ihm die Richter dieselbe nicht glauben konnten. Der Gerichtshof erkannte Poppvie für schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren und einem Monat schweren Kerkers sowie zu fünf Jahren Ehrverlustes. Bor dem AbMuß der tfntcrfuärang im FMe Mohorko Die umfangreiche Untersuchung in der Mordaffäre von Jelovec, die mehr als einen Monat in Anspruch nahm, steht unmittelbar vor ihrem Abschluß. Mohorko, der die ganze Zeit über ein gelassenes Benehmen zur Schau trug, machte in dieser Zeit eine ganze Kette von Aussagen. Wenn man anfangs den Angaben einigen Glauben schenkte, so scheint es doch, daß Mohorko durch seine Geschwätzigkeit eine gewisse Taktik verfolgte. Aber schon in der Untersuchung konnten zahlreiche Aussagen völlig widerlegt werden, sodaß eigentlich kein einziges wichtigeres Moment in den letzten Tagen der Untersuchung zu verzeichnen war. Mohorkos Angaben bezüglich der Beteiligung Hriberskis an der Mordtat in Jelovec erscheinen insbesondere im Zusammenhang mit der parallelen Untersuchung der österreichischen Behörden als frei erfunden. Auch konnte die dieser Tage vorgenommene Konfrontierung.Mohorkos mit dem von ihm bezeichneten angeblichen Mörder des Besitzers Kancler in Zober K l a n c n i f keine Klarheit herberführen, sodaß es auch hier den Anschein hat, daß ihn Mohorko verleumdet. Was die übrigen Personen, die am Mord in Zober beteiligt gewesen sein sollen, betrifft, konnte bereits nachgewiesen werden, daß die Mutter des inhaftierten Kovaö, An-va K o v a L wohl Mohorko Unterkunft gewährte, aber von dessen Absichten keine Kenntnis hatte. Die Angaben Mohorkos, daß ihn die nun gestern wieder freigelassene ^ttna Kovao für einen Mord an einer Per-wn, die im ersten Prozeß gegen ihren Sohn Rudolf ungünstig ausgesagt hätte, gewinnen wollte, erscheinen als frei erfunden. Wohl wnnte aber festgestellt werden, daß sich Mo-yotko, der mehrere auf den Namen Gradis-lautende Dokumente bei sich trug, in der ^vsten Aprilwoche, also unmittelbar vor dem Massenmord in Jelovec herumtrieb, sodaß wine Angaben, daß er in dieser Zeit in Oe-i erreich bei Hriberski geweilt hätte, als aus ,et Luft gegriffen erscheinen. Wie weiter Wstgestellt werden konnte, hat Mohorko die Dokumente dem Bergknappen Gradisnik in t Erreich seinerzeit entwendet. Mohorko web sich unter diesem Namen auch längere ff1} 'n Oesterreich herum und verübte in alw Seit mehrere Diebstähle, wofür er auch ■ fiftttaft wurde. Die österreichischen Behör-altz ,l.Dnren deshalb jetzt nicht wenig erstaunt, ach plötzlich aus dem Dieb Gradisnik der tun r Mohorko entpuppte. In dieser Rich-fen ® werben noch Nachforschungen getrost qj ' worauf der Untersuchungsrichter Doktor nrzLm ° d sek, der die Untersuchung mit €r Umsicht leitete, das gesammelte Ma-, terial der Staatsanwaltschaft übergeben wird. Schwerer Gtraßemrnfcrll Der berüchtigte „Monte bello" und zwar dessen obere Kurve war heute vormittags neuerdings der Schauplatz eines schweren Straßenunglücks. Knapp vor 10 Uhr vormittags passierte den kurvenreichen Berg der Kraftwagen des Marenberger Holzhänd lers Herrn W r e n t s ch u r. der sich auf einer Geschäftsreise nach Maribor befand Unmittelbar daraus, als das Fahrzeug bereits die Höhe erreicht hatte, kam chm ein Radfahrer in der Kurve entgegen. Im selben Augenblick rannte auch schon der Radfahrer gegen das Auto und schlug, wie alle Anzeichen sprechen, mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe, während sich das Fahrrad gegen den Motor preßte. Den Kraftwagen verriß es in diesem Augenblick, doch konnte ihn der Wagenlenker rasch zum Stehen bringen. Die Insassen nahmen sich des schwerverletzten Radfahrers sofort an und hoben ihn in den Kraftwagen. Wie bereits festgestellt werden konnte, ist der Verunglückte der 58jährige Besitzer Anton BreSko aus Sv. Dzbolt. Beim Anprall erlitt Breoko Schnittwunden am Kopfe,. überdies klagte er über große Schmerzen im Hinterhaupte und am Rücken, sodaß man befürchtet, daß er auch innere Verletzungen davongetragen hat. In wenigen Minuten erschien die Rettungsgesellschaft mit dem Chefarzt Herrn Dr. Karl I p a v i c am Unglücksort. die dem Schwerverletzten die erste Hilfe leistete und ihn hierauf ins Allgemeine Krankenhaus überführte. m. Evangelisches. Sonntag, den 10. d. M. um 10 Uhr vormittags wird anläßlich des M u t t e r t a g e s ein Festgottesdienst stattfinden. Anschließend um 11 lihr werden die Kinder ihren Muttertags-Gottesdienst feiern. m. Ehrende Auszeichnung. Der Gesangverein „Jedmstvo" m Kvtor, einer der ältesten Gesangvereine im Staate, ernannte den rührigen Chorobmann der „Glasbena Ma-tica" Herrn Janko A r n u 8 zu seinem Ehrenmitglied und übermittelte ihm dieser Tage aus diesem Anlasse ein künstlerisches Diplom. Wir gratulieren! m. Eintägiger Kurs über die Vertilgung der Schädlinge und Krankheiten der Öbst-bäume. An der hiesigen Obst- und Weinbauschule findet am 13. d. M. ein eintägiger Kurs über die Vertilgung der Schädlinge und Krankheiten bei den Obstbäumen statt. Der Kurs ist unentgeltlich nur mögen die Interessenten ibre Teilnahme bis zum 12. d. j M. der Direktion der Wein- und Obstbau-! schule bekanntgeben. Die Vorträge finden von 8—12 und von 14—18 Uhr statt. m. Volksuniocrsität. Heute, Freitag, um 20 Uhr spricht der Zagreber Primararzt Dr. Max G r o ß m a n über die Dauer, den Aufschwung und den Untergang des Volkslebens, worauf wir nochmals aufmerksam machen. nt. Eine Beograder Theatergruppe in Maribor. Auf ihrer Rückkehr aus der Tschechoslowakei ist gestern in Maribor eine Beograder Theatergruppe unter Leitung ihres Direktors Mihajlo S p a f i 6 eingetroffen. Die Truppe, die in allen größeren Städten der Tschechoslowakei gastierte, tritt heute, Freitag, um 20.30 Uhr im Saal des „Na« rodni dom" auf. Es gelangen Lustspiele und komische Szenen zur Ausführung. nt. Abgängig ist seit mehreren Tagen der 53jährige Gerbergehilfe Anton K o k. Eventuelle Aufschlüsse über sein Verbleiben mögen der Polizeibehörde bekanntgegeben werden. m. Von einem Pferd ins Gesicht gebissen. Der 18jährige Sattlergehilfe Martin V i l 8-n i k streifte in der CvetliLna ulica einen alten Gaul. Das Pferd wandte sich blitzschnell um und erfaßte den Burschen mit den Zähnen an der Wange und Stirne. Der Bursche, der hiebei erhebliche Verletzungen davontrug, mußte ins Krankenhaus gebracht werden. m. Die Drau wieder im Steigen begriffen. Der Wasserstand der Draü ist in den letzten Tagen wegen des neuerlichen Wetterumschlages wieder rapid angewachsen. Wenn auch die Furcht der Bevölkerung im unteren Teil des Laufes begründet erscheint, so wurden bisher noch keine größeren Schäden verzeichnet. Wohl ermöglicht aber der hohe Wasserstand einen regen Floßverkehr. nt. Wetterbericht vom 8. Mai 8 Uhr früh. Luftdruck: 736; Feuchtigkeitsmesser: + 10; Barometerstand: 739; Temperatur: + 12; Windrichtung: WO; Bewölkung: ganz; Niederschlag: Regen. m. Kranzabläsen. Im getreuen Gedenken an ferne verstorbene Gattin spendete Herr Schneidermeister S o d i n der Freiwilligen Feuerwehr den Betrag von 100 Dinar. — An Stelle eines Kranzes für den verstorbenen ehemaligen Präses Herrn Stane K e n-d a spendete der Motoklub Maribor der Rettungsabteilung den Betrag von 100 Dinar. Herzlichsten Dank! Das Kommando. nt. Hund verlaufen. Schwarze große Dogge heute früh verlaufen; sie hört auf den Namen „Crni". Abzugeben bei N e tritt a n n, Krekova ul. 18. * Eine bedeutende Handelsförderungs-cxpedition wird England in Kürze verlassen, um eine Tour durch Europa, Palestina und Aegypten bis Kapstadt zu unternehmen. Die Expedition, mit der Herr Capt. Geoffrey Malins O. B. E. betraut wurde, wird von mehreren bedeutenden Geschäftsleuten in Lon don_ unterstützt und die Ford Motor Gesellschaft hat einen Wagen leihweise zur Verfügung gestellt. Die Expedition hat lediglich einen Handelsförderungszweck. Die Ford Motor Company hat bis. zum 14. April 20.000.000 Wagen erzeugt. * Familicnabendkonzert, heute, Samstag, im Hotel Halbwidl. 5717 HauswirlfGaWAeö Wenn abends Besuch kommt Die Kriegs- und Nachkriegszeit haben es mit sich gebracht, daß unsere gesellschaftlichen Sitten bescheidener geworden sind. Immer mehr ist man davon abgekommen, so wie früher Gäste üppige Diners oder Soupers vorzusetzen. Statt dessen lädt man sich gerne abends Besuch ein und ist vergnügt miteinander, trotzdem man nur eine Kleinigkeit vorgesetzt bekommt. Tee und Kuchen oder auch eine leichte süße Speise sind dabei besonders geeignet. Einige leicht zu bereitende süße Speisen seien in der Folge angegeben: Käscspeise (Stippmilch). Din weißer Käse (ungesalzen und ohne Kümmel) wird mit Zucker glatt gerührt uno allmählich Milch (noch seiner Sahne) und i Vanillengeschptack dazugegeben. Je nach Belieben kann man die Masse dünner oder fester machen. Dazu gibt man eingemachte Preiselbeeren öder auch einen beliebigen Fruchtsaft. Man kann auch die Speise mit Zucker und Zimt bestreuen. Saurer Milchpudding. Ein Liter saure Milch wird glatt gerührt und Zucker nach Geschmack hinzugefugt. Dar an kommt ausgelöste rote Gelatine (20 g) und abgeriebene Zitronenschale. Diese Speise wird sofort steif, so daß die Zubereitung nur wenige Zeit in Anspruch nimmt. Dazu gibt man eine Frucht- oder Vanillensauce. Am feinsten ist als Zusatz Schlagsahne. Eierkäfe. Man schlägt 10 bis 20 Eier gut durcheinander. Rührt sie mit Milch und ein klein wenig Salz so lange über schwachem Feuer, dis die Masse dicklich wird, darf sie aber nicht zu heiß werden lassen, damit die Eier nicht gerinnen. Dann füllt man die schnell in eine Form. Eventuell kann man auch einige Korinthen, die man vorher in heißem Wasser hat aufguellen lassen, lagenweise durchstreuen. Dazu wirb kalte süße Milch gereicht. Eiergelee. 1 und ein achtel Liter Milch, 4 ganze Eier und 4 Eidotter, eine abgeriebene Zitrone, Zucker und Zimmt werden gut durcheinander gerührt, in eine tiefe Schüssel getan, die man aus kochendes Wasser setzt, solange bis die Masse dick geworden ist. Nach dem Erkalten bestreut man sie mit Zucker und gibt Preiselbeeren dazu. Apfelsinenkörbchen mit Gelee gefüllt. Man schneidet ansehnliche Apfelsinen mit einem scharfen Messer in 'der Mitte glatt durch, nimmt mit einem Obstmesser das Inwendige bis zur Schale heraus, dann durch schneidet man an der Schnittseite gleichmäßig die Schale, so daß ein Rändchen in der Breite eines Strohhalmes entsteht, das gleichfalls in Strohhalmbreite an beiden Seiten der Apfelsine festbleiben muß. Dies Rändchen wird zusammengesaßt und oben mit einem schmalen farbigen Seidenbändchen zusammengebunden, so daß eine kleine Schleife entsteht. In diese Körbchen wird Apfelsinengelee gefüllt und zum Erkalten ausgestellt. Aus ©lobmjqraötc sl. Aus dem Klerus. Zum Pfarrer in So. Martin bei Slovenjgradec wurde der bisherige Kaplan in Start trg Herr Anton S o m r e k ernannt. fl. Landfeuer. Vergangenen Sonntag brach in Grabiäce beim Besitzer Alois Ko tnik ein Feuer aus, welches in kurzer Zeit das Wohn- und Wirtschaftsgebäude einäscherte. Der Schaden, der nicht einmal zur Hälfte durch Versicherung gedeckt erscheint, beläuft sich auf über 80.000 Dinar, sl. Einbruchsversuch. Ein noch unbekannter Täter versuchte in der Nacht auf Dienstag in die Kanzleiräume der Holzindustrie Mirko Steiner einzubrechen, doch tour' de er vom Nachtwächter verscheucht. Dämmerung der Filmstars. Infolge des Siegeszuges des Tonfilms verblaßte der Glanz vieler berühmter Filmstars, die sich für den sprechenden Film wenig eignen. DouglasFairbanks und MaryPicksor d, die in früheren Jahren meist bewunderten Sterne am Himmel von Hollywood, befinden sich seit Monaten „im Ruhestand". Das Künstlerpaar beabsichtigt, den Sommer in London zu verbringen, wo für sie ein herrschaftliches Haus im Westminsterviertel gemietet wurde. Douglas ist bereits in London eingetrofsen und erklärte Zeitungsveportern gegenüber, er habe keinesfalls die Absicht, endgültig auf die Filmlaufbahn zu verzichten. „Kommt Zeit, kommt Rat", antwortete er den Presseleuten aus ihre diesbezügliche Frage. Was Mary Pickford betrifft, so fühlt sie sich bereits am Ende ihrer Filmkarriere und verfaßte sogar ein Testament, aus Grund dessen alle ihre Filme vernichtet werden sollen. Sie spielte für die Generation, die ihr das Leben gab und möchte es unter keinen Umständen haben, daß ein neu entstandenes Geschlecht bei der Vorführung der Filme gähnen soll, die Bei ihrem Entstehen dir Welt begeistert hatten. au Wirtschaftliche Auslanöverbinöungen Mitteilungen des Exportinstitutes Das Exportinstitut tu Beograd teilt wieder eine Anzahl von Anfragen aus dem Ausland für verschiedene Ausfuhrartikel mit. Interessenten wollen sich mit k o tt f t e= tenÄ n g c 6 o t e r, welche die genaue Bezeichnung der Waren, ihre Verpackung, das verfügbare Quantum, den Preis, möglichst kalkuliert cif Ankunftshasen des betreffenden Staates, resp. franko Grenzstation und die Lieferfrist beinhalten mögen, unter Beifügung eines Musters direkt an das Exportinstitut wenden, von wo aus die direkte Verbindung zwischen Interessenten und Offertanten hergestellt wird. Bei allen Anfragen und Angeboten sind die hier beigedruckten Nummern anzuführen. 7108 — Rotterdam sucht Kistenholz — 6309 K o 8 i c e, Holzkohlendestilate — 6349 — M i l a,n o, Holzkohle, Brennholz, Bauholz, Bretter , und Kisten — 6140 P i-r ä u s, Bohnen und Getreide — 6467 — Andrste, kleine weiße Bohnen — 6645 Tripolis, weiße Bohnen — 6664 B a- grad eine Beratung über den Heuer in einem Obstzentrum des Landes abzuhaltenden Obst züchterkongreß stattgefunden. Mit dem Kongreß wird eine Obstausstellung verbunden sein. Die Organisation der Obstzüchter arbeitet tatkräftig auf weitere Steigerung der Obstausfuhr hin. ri, Gemüse — 6658 — Neapel, Gemüse. Eine Anzahl großer ausländischer Unternehmen sucht auch die V e r t r e t u n g jugoslawischer Exportfirmen. Das Exportin-stitut stellt auf Anfrage die Verbindung hei- •'7» /%•#♦ Mischer Interessenten Mit den betreffenden Vy-ilvivIV V Vertretern her. Bei Anfrage sind auch hier die angeführten Nummern zu verwenden. Vertretungen suchen demnach: 1010, Lissabon, Lebensmittel 1111, Milano, Leim und Düngermittel (organische) — 1287, A m st e r d a m, Zerealien, Samen — 1285, Lwo w, Pflaumen, Nüsse — 1887, Budapest, Nüsse und Dörrobst :— 4294, A m st e r d a m, Tischlerholz — 4377, Kopenhagen, Trikotagen und Möbelstoffe — 5659, Dresden, Eier — — 6635, St. Maurice (Seine), Trikotagen — 7302, Barcelona, Kunstseide — 6349, Milano, Brennholz, Holzkohle, Bauholz, Bretter und Kisten — 6645, Trist o l i s, verschiedene Artikel — 7274, Barcelona, eingesalzene Rinderhäute. l. Stalldünger im Gemüsegarten ist zumindest alle drei bis vier Jahre notwendig, um das Baktcrienleben des Bodens zu fördern und ihn auch locker und durchlässig zu erhalten. In der Zwischenzeit langt man aber im Notfall mit gutem Kompostdünger als Ersatz für den Stallmist aus. Daraus ergibt sich schon, wie wichtig die Kompostbereitung für den Kleingärtner ist. l. Die vertrockneten Blätter der Erdbeeren sowie der obenauf liegende strohige ausgelangte Dinger wird im Frühjahr entfernt, das Unkraut gejätet und der kurze Dünger eingehackt. Nach öfterem Hacken wird, sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen, nochmals kurzer Dünger in die Zwischenräume ausgebreitet. Dieser bleibt bis nach der Ernte liegen; er bietet gleichzeitig einen Schutz gegen das Beschmutzen der Früchte bei starkem Regen. l. Veredelung von Fuchsien. Fuchsien werden nur auf Fuchsien, und zwar auf starkwüchsige Sorten, veredelt, unter ändern auf folgende: Schiller Marinia, Eleonore, Winterkönigin, Antigone. Die Veredelung kann durch Kopulation, Spaltpfropfen oder Okulation erfolgen. Trotz alledem sind aber wurzelechte Fuchsienkronenbäumchen besser-als Veredelungen. Schmerzet rfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre innigstgeliebte unvergeßliche Gattin, bezw. Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Maria Pavalec, geb. Rumpler Militärbeamtensgattin Zugoflawischer Außenhandel im ersten Quartal Die Daten über den jugoslawischen Außen Handel im ersten Quartal des laufenden Jahres sind fertiggestellt. Demnach betrug der E x p o r t in den Monaten Jänner, Februar und März 755.118 Tonnen im Werte von Dinar 1.159,067.213. Me Einfuhr betrug 243.976 Tonnen im Werte von Dinar 1.341,825.986. Unter den E i n f u h r a r t i k e l n fallen folgende Positionen auf: Es wurden 259.610 kg Z u ck e r im Werte von Dinar 708.851 importiert, ferner 6000 kg Schweinefett, — 50.356 kg M eh l, — 1500 kg Weizen, — 89 Millionen. 452.676 kg Kohle, — 1,217.208 kg P f lanzenfett,- 31.618 kgSeif e, — 38.347 kg Cho kolade und 790.788 kg T a l g. X Unsere Weinausfuhr. Nach amtlichen Angaben „betrug die Weinausfuhr Jugoslawiens im Monat März d. I. 1649 Tonnen im Werte von 5.62 Millionen Dinar gegenüber 1894 Tonnen im Werte von 7 Millionen Dinar im Monat Feber d. I. und 203 Tonnen im Werte von 1.07 Millionen Dinar im März 1930. Gegenüber dem Feber zeigte sich ein kleiner Rückgang, gegenüber dem März 1930 aber noch immer eine beträchtliche Steigerung. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 5393 Tonnen im Werte von 19.63 Millionen Dinar zur Aus- 1379 Tonnen im Werte von 5.94 Millionen Dinar. Die heurige Ausfuhr hat sich demnach zur vorjährigen vervierfacht. X Umsatzsteuer für Mineralwasser. Die Steuerabteilung des Finanzministeriums hat in Bezug auf-die Umsatzsteuevbezahlung bei Mineralwasser verfügt, daß diese Steuer vom Produzenten zu erlegen ist. An der gleichen Stelle ist auch die Umsatzsteuer für das Packmaterial z,t bezahlen. Wird in der Rechnung die Verpackung besonders angeführt, dann ist auch die Umsatzsteuer gesondert zu bezahlen. Ist die Verpackung jedoch nicht besonders in die Rechnung gestellt, dann-erfolgt die Bezahlung nur auf die fakturierte Ware. Diese Verfügung hat besonders für jene Produzenten von Mineralwasser Wichtigkeit, die auch gleichzeitig Pro-, duzenten des Verpackungsmateviales sind. X Eine neue Geflügelkrankheit. In der Umgebung von Bos. Brod ist eine neue Geflügelkrankheit aufgetaucht, die in den dortigen Besitzungen große Opfer fordert. In einzelnen Gemeinden ist bis zu zwei Drittes des Bestandes umgekommen. Die Ursache der Epidemie ist noch nicht erforscht. X Deutsch-rumänische Verhandlungen abgebrochen. Die Verhandlungen über den deutsch-rumänischen Handelsvertrag wurden, wie aus London berichtet wirst, endgiltig unterbrochen. Ebenso wurden auch alle Diskussionen in der Frage der deutsch-österreichischen Zollunion abgebrochen und sollen erst wieder nach den Genfer Verhandlungen ausgenommen werden. X Landesobstausstellung. Am 7. d. hat Freitag, den 8. Mai 1931 um 5 Uhr früh, nach kurzem, schweren mit Engelsgeduld ertragenen Leiden und versehen mit den Tröstungen der hl. Religion im 36. Lebensjahre gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis der teuren Dahingeschiedenen findet Sonntag, den 10. Mäi 1931 um 1415 Uhr von der Leichenhalle des Allgemeinen Krankenhauses aus nach dem St. Magdalenen-Friedhof in Pobrezje statt. Die hl. Seelenmesse wird am Montag, den 11. Mai 1931 um 7 Uhr in der St. Magdalenen-Pfarrkirche gelesen werden. Maribor, Slov. Bistrica, Wien, Wiener-Neustadt, am 8. Mai 1931. Franjo Pavalec, Gatte. Ernest und Cölestina Rumpler, Eltern. Ludwig. Franz und Robert, Brüder. Pepi und Fanni, Schwestern. Alle übrigen Verwandten. 5750 Statt ieder besonderen Anzeige. Cchmerzerfülit geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr innigstgeliebter, unvergeßlicher Gatte, beziehungsweise tieubesorgter Vater, Schwiegervater, Großvater Bruder und Onkel, Herr Franz Koren Beamter der Staatsbahn Donnerstag, den 7. Mai 1931 um 8 Uhr früh unerwartet im 59. Lebensjahre für immer von uns gegangen ist. Das Leichenbegängnis des teuren Dahingeschiedenen findet Samstag den 9. Mai um 17 Uhr von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Pobrezje aus statt. Die heil. Seelenmesse wird Montag, den 11. Mai um halb 9 Uhr in der St. Magdalena-Pfarrkirche gelesen werden. Maribor, Kranj, den 7. Mai 1931. 5713 Maria Koren, Gattin. Max, Ludmilla, Franz, Irena und Ewald, Kinder* Alle übrigen Verwandten. Statt Ieder besonderen Anzeige. fuhr gebracht, im ersten Vierteljahr 1930 bei dem Landwirtschaftlichen Verein in Beo- Die paufchalumsahsterier Artikel 4. Der Importeur hat in der Deklaration die Eisenbahn- bezw. Dampfschiff-Frachtspesen anzugeben, soferne er mit der Faktura nicht nach-weist, daß diese im. Preise inbegriffen sind. Die Ausweisung geringerer Spesen zieht die Verantwortlichkeit nach den Zollvorschriften nach sich. Artikel 5. Die in Zollfreilagern in Häfen eingelagerte Ware ist pauschalsteuerfrei, soferne damit Dampfer versorgt werden. 6. Gelegentlich der Auszahlung für Lieferungen an den Staat und Selbstverwaltungskörper wird auch die Umsatzsteuer für die in Artikel 5 der Verordnung Z. 16100 vom 14. März 1931 vorgesehenen Lieferungen gezahlt." Die Zahlnngsstellen sind nach dem neuen Gesetz bedeutend erweitert. Neben den Steuerverwaltungen nehmen die Einhebung dieser Steuer vor: die Zollämter, Eisenbahn- und Dampfschiff stationen (für Brennholz u. ä.) die Gemeindevorstehungen (für Schlachtvieh und die Ausladung von Holz von Flößen); die Verzehrungssteuerorgane (für die der staatlichen Verzehruugs Yeuer unterworfenen Artikel). IX. Kontrolle. Der Steuerpflichtige, dessen Umsatz der Pauschalumsatzsteuer unterliegt, ist verpflichtet, den behördlichen Organen alle Angaben zu machen, we sie verlangen, in erster Linie die Umsatzbücher vorzulegen, und weiters während der Ar- beitszeit Einblick in alle übrigen Geschäftsbücher, Dokumente, Aufzeichnungen (Telegramme, Korrespondenz usw.) zu gestatten. Soferne der Arbeitgeber zufällig nicht im Geschäfte (Unternehmen) anwesend ist. haben die behördlichen Organe das Recht, diese Daten nur von den hiezu ausdrücklich bevollmächtigten Angestellten zu verlangen. _ Jeder Arbeitgeber (Steuerpflichtige) soll daher für den Fall, daß er im Betrieb nicht anwesend ist, einen seiner Angestellten bevollmächtigen, den behördlichen Organen alle verlangten Daten zu geben, da die Steuerorgane, soferne der Arbeitgeber dies unterläßt, das Recht haben, die Daten von jedem Angestellten zu verlangen. X. Garantie. Während es nach dem alten Umsahsteuerge-setz nur eine persönliche (Einzel- und solidarische) Haftung gab (siehe Art. 7 des alten Gesetzes), ist im Pauschalsteuergesetz (§ 11) vorgesehen, daß für die entfallende Steuer und die Strafen die Ware haftet, die Gegenstand einer steuerpflichtigen Anschaffung ist. XI. Verfahren. Hinsichtlich der Ernhebung, Kreditierung, Sicherstellung, Verjährung, Strafen, sowie des Berufungs- und Strafverfahrens gilt: 1. für verzehrungsstenerpslichtige Artikel: sinngemäß das Gesetz über die staatliche Verzehrungssteuer, während diesbezügliche Beschwerden dre Verzehrungssteuerbehörden erledigen; 2. für Artikel bei Einsuhr: die geltenden Zollvorschriften, während diesbezügliche Beschwerden die Zollbehörden erledigen; 3. für Ware einheimischen Ursprunges: sinngemäß, d. H. analog das Gesetz über die direkten Steuern, während diesbezügliche Beschwerden die Finanzbezirksdirektionen erledigen; 4. für den der Schätzung eines Steucrans-fchusfes unterliegenden Umsatz: der Reklamations ausschuß. XII. Uebergangsbcstimmungen hinsichtlich alter Vorräte. (Aus dem Gesetz über die Abänderungen und Ergänzungen des Gesetzes über die Pauschalumsatzsteuer vom 28. März 1931). § 4. Für den Umsatz von Waren und Dienstleistun gen in der Zeit vom I. bis zum 31. März 1931 haben die Umsatzsteuer jene Personen zu entrichten, die nach den bisherigen Vorschriften ver pflichtet waren, für den in diesem Zeitraum getätigten Umsatz ein Umsatzbuch zu führen, während die übrigen ein Viertel der für das Jahr 1930 festgesetzten Umsatzsteuer zu zahlen haben. Personen, deren Steuervervflichtung erst im Laufe des Jahres 1931 erwachsen ist, zahlen die Umsatzsteuer für den Zeitraum seit ihrem Arbeitsbeginn bis 31. März 1931. wenn sie nicht verpflichtet waren, ein Umsatzbuch zu führen, nach der Schätzung des- Steueraus^chusies. § 5. Personen, die nach der Verordnung über die Pauschalumsatzsteuer nicht als Zahler dieser Steuer vorgesehen sind, sind verpflichtet, für die Ware, die sie auf Lager haben, bis zum 15. I April 1931 eine Steueranmeldung betreffend d,e Zusammenschreibung und den Wert dieser Ware zu unterbreiten. Die Anmeldung muß enthalten: die Zusammenschreibung und den Wert der re am 1. Jänner 1931, die ZusammeuschreihnW und den Wert der vom 2. Jänner bis zum 31-Mürz 1931 empfangenen Ware und die Susann menschreib,mg und den Werk der in diesem Zen raum in Verlag ^brachten Ware und schließ sich den Wert der Forderungen aus dem U!rV [atj von Waren, die sowohl im vorigen als oit$ int laufenden Jahre auf Kredit hinausgegeben wurden. Die Anmeldungen sind der zuständigen Steuer Verwaltung zu unterbreiten, die sie bis läng' stens Ende Mai 1931 dem Steuerausschuß Prüfung verlegen wird. Personen, die Geschusth bücher führen, sowie jene, die zur Führung **' nes Umsatzbuches verpflichtet sind, sind veroum den. mit der Anmeldung beglaubigte Auszug-aus ihren Geschäftsbüchern betreffend den ~!’ der erwähnten Ware beizubringen. . , Personen, die in der Verordnung und in os Tarif über die Pauschalumsatzsteuer als Zahw-die'er Steuer vorgesehen sind, haben die crroai,--te Anmeldung nur hinsichtlich des Wertes »er Forderungen für die bis zum 31. März auf «- dit hinausgegebene Ware zu unterbreiten. Auf Grund der Prüfung des.SteuerausW--' ses nach diesen Anmeldungen wird die e---Verwaltung die Umsatzsteuer mit 1 u. S-Warenwert und den Forderungen am 1 1931 bemessen. . . „ OMr, Hinsichtlich der Beschwerden und de--Verfahrens ruf Grund dieser Anmeldungen ^ wie in jeder anderen Hinsicht gelten.die -rigen Bestimmungen über die Samstag, teil S. SÄut xdöi. V ,„5uuwu/ueer Leitung“ Kummer LLir. ■MMWOBMWMBWBBBBMW——CW—BWWWtlllIII■ IIIIIIPHIWmWm—WI^WI1 WWWllMilBIHMflflUSlHjLllB'IHIilBlllW^MilMMI1111,| | \\ ||| | || ,| Die schöne Wohnung Wie richtet man fein Wohnzimmer ein? Praktische Vorschläge für die Ausgestaltung des Wohnraumes John Ruskin schreibt in seinem Buch „Menschen untereinander": „Eine Frau soll te ihr Heim mehr als irgendeinen anderen Ort lieben. Sie sollte es so selten verlassen, wie eine Königin ihr Reich und sollte sich nur innerhalb seiner Schwelle ganz beruhigt fühlen." — Mit diesen Worten ist die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Heim, die wir alle fühlen, der Mann ebenso wie die Frau, zum Ausdruck gebracht. Diese Verbundenheit kann uns zum Glücksstern oder zum ständig bösen Alpdruck werden, je nachdem wir es verstehen, unsere Umgebung zu gestalten oder zu entstellen. Die meisten Wohnungseinrichtungen sind unschön, weil sie unzweckmäßig sind. Sie sind sozusagen „im Ruhezustand" ein ganz erfreulicher Anblick.- sobald sie sich aber bewähren sollen, sobald wir darin wohnen u. im Eifer der täglichen Pflichten bald dieses, bald jenes verschieben, dieses und jenes benutzen, entsteht das Chaos. Nur eine klug durchdachte Einrichtung gewährleistet eine reibungslose Abwicklung des Tageslaufes Das Kernstück des Heimes ist das Wohn z i m m e r, umso mehr als man gerade jetzt vor einer wahren Massenflucht aus den großen Wohnungen gelesen hat. Die Zwei-und Dreizimmerwohnungen sind die gesuchtesten, so daß bei Zusammenlegung der Zimmer dem Wohnzimmer die größte Bedeutung zu fällt. Die Notwendigkeit in einem Raum zu essen, zu schreiben, zu nähen und Kinder spielen zu lassen, zwingt uns, genau darüber nachzudenken, welche Möbel man für das Wohnzimmer wählen und wie mau sie aufstellen muß, so daß trotzdem genügend Platz für die Bewegungsfreiheit der Bewohner bleibt. Wie sieht denn nun im Durchschnitt das übliche Wohnzimmer aus? Wir kennen es alle, zehn Einblicke in verschiedene Wohnungen haben zehnmal den gleichen Anblick geboten: in der Mitte des Zimmers der Tisch, mit Plüschdecke bedeckt, darauf eine vielfach verschnörkelte Schale. Uw den Tisch herum vier schwere Stühle. Ueber dem Tisch die Hängelampe mit der 50-Watt-Birne. An der Wand ein Büfett mit symmetrisch angeordneten Kristallkaraffen, Nickelkörben, Likörservicen, Teegläsern in Messingbechern. Gegenüber eine Chaiselongue, in einer Ecke ein zweites, verkleinertes Büfett, die Anrichte, toller mit vielen Gegenständen bestellt. Die Tapete dunkel und groß ornamentiert. Nun, was ist daran auszusehen? Gewiß, die Einrichtung an sich ist kaum zu tadeln. Aber wird sie wirklich allen Anforderungen des Lebens gerecht? Konstruieren wir ein-Wal ein Menschenleben, das sich innerhalb dieser Einrichtungsstücke zufriedenstellend ab Wickeln könnte. Ich dächte mir, daß es geeignet wäre für ein älteres, ruhiges Ebe-pur, das den Raum hauptsächlich zum Es-Plaudern, Zeitung lesen und gemütli-Netn Kaffeebesuch gebraucht; da es alle Mö-el für den genannten Zwecke vorsieht, wä-e es ganz ausreichend. Durchaus unzweckmäßig wird es sich jedoch erweisen als Wohnzimmer eine Hausfrau, die gezwungen ist, viel darin zu nähen. Da wäre vieles zu ändern, wollte sich die Hausfrau nicht aufreiben am Dienst au solcher Wohnung. Die zahllosen Gegenstände am Büfett und Anrichte, die in dem Raum einer Schneiderin besonders der Verstaubung ausgesetzt sind, stehen viel besser im Innern des Büfetts, nur eine Schale läßt man zurück, um das Auge zu erfreuen. Der große Tisch muß mit Ausziehplatten zum Zuschneiden versehen sein. Man nimmt ihm die Plüschdecke, die Stoffrestchen, Fä- den und Staub besonders anhaften, und ersetzt sie durch eine nicht zu leichte Leinendecke. Den Tisch selbst stellt man zweckmäßig nicht >n die Mitte des Zimmers; so wird wichtiger Platz gewonnen für die Bewegungsfreiheit der schneidernden Frau, das Anprobieren und Auf- und Abgehen vor dem Spiegel wird erleichtert. Statt der Chaiselongue wählt man ein Sosa in der Länge des Tisches, drei Stühle umstehen die übrigen Tischseiten. Statt der Anrichte empfiehlt sich eine Kommode mit mehreren Schubfächern zur Aufbewahrung der Schnei derstücke, Garne und Zutaten. Unzureichende Beleuchtung, die man leider so häufig findet, obwohl sie doch nur wenig erspart, kann die Nerven einer auch bei Lampenlicht arbeitenden Frau vollständig zerrütten. Für eine Lampe von mindestens 100 Watt Stärke, abgeblendet durch weiße Seide, muß gesorgt werden. Auch für die Familie mit Kindern, die kein eigenes Kinderzimmer haben, ist der durchschnittliche _ Einrichtungstyp unzureichend. Es g'It, im Elte cnw ohnzi mmcr eine Kindereckczu schaffen. Auch m diesem Falle ist es ratsam, den Tuch, an >-:r me Mahlzeiten eingenommen werden, in eine Ecke des Zimmers zu verlegen,, damit beide Parteien, Eltern und Kinder, möglichst wenig einander stören. Da die Kinderecke kindlichen Charakter haben muß, wird man gut tun, dem Gesamtraum eine lichte und freund liehe Note zu geben. Dies erreicht man durch helleTapeten, leichte und nicht zu große Möbel, schleiflackierte Stühle und Tische. Ein kleineres Büfett genügt, um die empfindlichsten Porzellanstücke aufzunehmen, die übrigen können in der Küche untergebracht werden. Von der Aufstellung von Nippes- und Gebrauchsgegenstänöen auf dem Büfett ist unbedingt abzuraten, da sie für die Kinder eine Gefahren-, für die Mutter eine Arbeitsguelle bedeuten. Eine Vase mit Blumen aus dem Tisch, ein bastgeflochtener Korb für Früchte oder Gebäck auf dem Büfett, das sind zwei Lichtblicke, die genügen. Neben der persönlichen Einstellung gelten noch einige allgemeine Regeln. Man wähle im Wohnzimmer möglichst Helle Tapeten; sie schaffen einen sauberen und freundlichen Eindruck. Die Gardinen seien waschbar, licht echt und leicht abzunehmen. Der Tisch muß groß sein, das ist nötig für die Mahlzeiten und auch fürs Arbeiten. Aber etwas niedriger als bisher üblich kann er sein, damit wird eine gewisse Behaglichkeit erreicht. Die Hängelampe über dem Tisch sieht eine nach unten strahlende, direkte Beleuchtung vor und außerdem, für Besuch und festliche Gelegenheiten, eine indirekte, die das Licht zur Decke strahlt. Sehr gemütlich ist ein Platz vor dem Fen st e r, ein kleiner Tisch und zwei Sessel zum Plaudern, Kaffeetrinken und Lesen. Die schaldämpfende und wärmende Eigenschaft von Teppichen trägt ganz besonders zur Behaglichkeit eines Raumes bw , Feuilleton Der Knopf Skizze von Carry Brachvogel. Miß Ethel — je nach Bedarf hieß sie auch anders ganz anders! — stand vor ihrem Ankleidespiegel und betrachtete den Gesamteindruck ihrer Persönlichkeit. Sie war zum Ausgehen gerüstet. Oder nein, nicht nur zum Ausgehen, sondern zum Werke, zu einem richtigen, wichtigen Werke, wie ihr solches schon mehr denn einmal geglückt war. Zu diesem Werke bedurfte es feiner Finger und eines feinen Spürsinns, weshalb sich Frauen besonders gut dazu eignen, vorausgesetzt, daß sie jung und hübsch oder sonst irgendwie imstande sind, Männer zu bezaubern . . . Miß Ethel hatte bezaubert. Sie lächelte ihrem Spiegelbilde zufrieden und ermunternd zu da sie an den Oberingenieur Wox-ley von den berühmten Werken Matchinson u. Co. dachte. Gelegentlich eines Gartenfestes hatte sie ihn kennen gelernt und ebenso beträchtliches wie laienhaftes Interesse für seine Tätigkeit und seinen Betrieb gezeigt. Davon war er bezaubert gewesen, denn er setzte natürlich alles auf sein persönliches Konto. Da sage noch einer, daß Männer nicht eitel sind! Und als sie dann mit gutgespielter Zaghaftigkeit fragte, «8 «5 wohl möglich wäre, solchen Betrieb (den sie sich wie ein modernes Märchen dächte!) unter fachkundiger Führung zu sehen, ging er nicht nur bereitwillig, sondern entzückt auf den Gedanken ein. Vergnügen und Ehre würde es ihm sein, ihr alles zu zeigen. „Das wird einmal etwas anderes sein, als immerfort Direktoren aus aller Welt zu führen, von denen man nie genau weiß, ob es wirklich Direktoren sind und nicht am Ende doch Leute, die Werksspionage treiben wollen". Sie hatte weit aufgerissene, erstaunte Augen gemacht. „Werkspionage? Gibt es das wirklich? Ist das nicht nur eine Ausgeburt von Konkurrenzangst u. Konkurrenzneid?" „O doch, das gibt es." Er lachte dazu herzlich über ihre Naivität. Miß Ethel lächelte noch immer ihrem Spiegelbilde zu, fand sich klug und hübsch, war sie auch. Kein Flappertyp, sondern durchaus Dame. Diskret gemaltes, intelligentes Gesichtchen, feine Haarknoten im Rak ken, nicht zu kurzes Trotteurkleid, weiße Sei denbluse mit schönem, aber unauffälligem Gürtel, der statt einer Schließe rechts und links dunkle Knöpfe mit feiner erhabener Goldverzierung am Rand zeigte. Einer dieser Knöpfe war Miß Ethels geniale Erfindung. Wenn man nämlich auf die Goldverzierung dieses einen Knopfes drücke. . Miß Ethel war nicht so naiv wie Oberin -geniur Woxley meinte. In besagtem Knopf befand sich eine winzige, aber ungemein scharfe Kamera. Wenn diese heute richtig funktionierte (sie hatte schon öfters tadellos funktioniert!) würde die „Great national Chimistry", die schärfste Konkurrentin von Matchinson und Co., für Miß Ethel auf der Bank eine hübsche Summe einzahlen, nicht die erste ihrer Art und hoffentlich auch nicht die letzte. Miß Ethel hatte keine Bedenken gegen ihren von der allgemeinen Moral etwas abseits liegenden Beruf. Wozu auch? Werksspionage war nicht Kriegsspionage, bedeutete nicht Blut, sondern nur, daß statt der Firma $. die Firma D. Riesengewinne einsteckte. War das wirklich so schlimm. Miß Ethels Frauenlogik verneinte die Frage. Und wenn ein Oberingenieur auch noch so beglückt scheint, weil man sich seiner Führung anvertraut, so müßte man ja hirnverbrannt sein, wollte man solchem Glück nicht die Hand bieten. Miß Ethel wurde von Woxley mit strahlender Miene begrüßt, entledigte sich im Garderoberaum ihres kleinen Boleros, ihres Hutes, ihrer Handschuhe, ihres Hand-köfferchens. So wollte es die Vorschrift, von der er so leid es ihm tat, nicht abgehen durfte. Sie lachte, als er sich deswegen entschuldigte, holte aus dem Handköfferchen ein winziges Seidenbeutelchen, daß außer einem kaum wahrnehmbaren Taschentuch ein Geld täschchen ähnlichen Umfanges enthielt, schüttelte beides vor Woxleys Augen aus. „Damit Sie ganz sicher sind, daß ich nicht Werk-spionage treibe!" Er führte sie überall umher, zeigte alles. Miß Ethel war sehr interessiert, fragte viel und verständig, ließ unbemerkt mit leichtem Fingerdruck ihre Kamera arbeiten, löste ebenso unbemerkt die Mechanik, die den Knopf am Gürtel hielt, und er glitt in das Seidenbeutelchen, das sie sichtbar mit kleinem, frechem Pendelschlag hin und her schwingen ließ. Sie war außerordentlich ver gnügt, denn als erfahrenes Berufsfräulein wußte sie, daß jetzt, da man sich dem Ende der Führung näherte, draußen im Garderoberaum die neu entdeckten, gefürchteten Kurzwellen eingeschaltet würden, die jede photographische Aufnahme zerstören. Diese Einschaltung, von der die Werksspionage nichts wissen sollte, aber dennoch wußte, geschah nicht etwa auf Veranlassung Woxleys, den Miß Ethel allmählich für reichlich naiv, um nicht zu sagen dumm, erachtete: sie war einfach Vorschrift, geradeso wie niemand mit einer Aktenmappe die Werkräume betreten durfte, wenn er nicht zu ihnen gehörte. Jetzt handelte es sich nur noch darum, das Beutelchen dem Kurzwellenraum fernzuhalten. Dank seiner Winzigkeit, glitt es zu Boden, ohne daß jemand acht darauf gab. Zu dem wurde Woxley in eben diesem Augenblick abgerufen, und ein Arbeiter führte an seiner Stelle Miß Ethel weiter, bis der Oberingenieur nach kaum fünf Minuten ihnen nach eilte, sich entschuldigte und selbstverständlich seine Besucherin zur Garderobe brachte, all-wo er ihr höflich in ihren Bolero hineinhalf, den Hut reichte und es sich nicht nehmen ließ, ihr beim kunstvollen Umlegen des Schals behilflich zu sein. Sie amüsierte sich mr stillen ttmt glich und d«chl-' , Wenn da Müßtest, Wes -ch rcciyi W&ixnez, «p» ioha dumm, «,-en» fte wi KWMlKWW st111111 ■ ‘ 'hjm/"ij!- um feieöli Fensterecke im Wohnraum einer 2 ^ -Zimmerwohnung. ngsgenossenschaft berufstätiger Frane», Frankfurt a. M.. Arch. B. Harmkeü.) Aus einem Wohnzimmer. (Arch. Heinrich Tessenow, Berlin.) 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Ich muß gleich wieder zurück.' Mitschuldigen Sie die Ungeschicklichkeit, durch die ich "Sie nochmals bemühen muß' . . ." „Bitte, cs ist mir ein Vergnügen, Sie beruhigen zu können. Das kostbare Beutelchen — hier ist es!" ~ Er griff in die Tasche seines Rockes und reichte es ihr. „Sie müssen es gerade in dem Augenblick verloren haben, als ich abberusen wurde. Ueberzeugen Sie sich, daß sein Inhalt unversehrt ist bis — a, bis auf den Knopf, der sich von Ihrem Gürtel löste. Den habe ich als Andenken an diese unvergeßlich-interessante Stunde zurückbehalten. Ich hoffe, sie. haben nichts dagegen Anzu- wendcn?" ' c-...... Miß Ethel hätte natürlich sehr viel dagegen einzuwenden gehabt. Zog es aber vor, stumm zu entschwinden'. Ihre Meinung über die Dummheit verliebter Männer hat sich seitdem etwas gründlich geändert. Verschiedenes »tTlTTTVTTtTTTffTTTl Abonnenten werben ausgcuouv men. Mittag- und Abendtisch 15 Din. Zweimal täglich Bra-teri, Mehlspeise oder Kompott. Adr. 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