Nr 892. Samstag, 2ft. December l«90. W9. Iahrganst. Mtlllcher Zeitung. "»MW» N ll balbiübl!,, ss s, 50. Für die «uNtll»»« in« Hau« »anzMrig st. l, - Insertlons«bür: Für l't'ne Iniera.'f b", u 4 Netten 25 fr . »röktt "ver «eil. «lr,: be! «Wren Medellwlunae.' v« Ze»e 3 lr. Die »Laibacher Zeitung» erjchelnl täglich mit Nu«nahme der Könn» und ffeieitage. Die »ldm!n!ftrn»iv« befindet stch scllschaft z,i einer slovenischen Vereins« Sammlung nach Klagenfurt wie folgt: In der Uung des hohen Hauses vom 6. December d. I. sol die Harren Abgeordneten Hock und Genosse» ^yende Interpellation an mich gerichtet: «Zu der am in November d. I. in sslagenfurt staltgefundenen Sammlung des .Katholisch.politischen Vereines für ." Slovene« Kiirnlen«. hat Herr Gustav Pirc. Se» „"" der k. k. Landwirtschafts-Gesellschaft für Krain, feiner von demselben an den Centralausschuss der f. k. Landwirlschafts.Gesellschaft in Kärnten gerichteten Milth ilung vom k. l. Ackerbauminifterium mit Erlass vom 22. November den Auftrag erhalten, einen Vor, trag über «rationelle Viehzucht» in slooeniicher Sprache zu halten. Da nun ein Bedürfnis zur Belehrung der Landwirte in Kärnten, Lehrer aus Kram zu berufen, „icht besteht, da der Vorgang, dass für Versammlungen politischer Vereine Vortragende durch Erlässe eines Ministeriums bestimmt werden, ein ganz ungewöhnlicher ist und da es schließlich nicht ganz gleichgiltig ist, wenn die Einmischung krainijcher Agitatoren in die Verhältnisse Kärntens durch solche Verfügungen wenig' stens den Schein einer Aufmunterung durch die Regierung erhält, so stellen die Gefertigten an Se. Excellenz den Herrn Ackerdauminister die Anfrage 1) Ist es richtig, dass Herr Gustav Pirc mittels Erlasses des k. k. Ackerbauministeriums den Auftrag er» halten hat, im kaiholisch politischen Vereine für die Slovenen Kärntens einen Vortrug zu halten? und wenn dies der Fall sein sollte: 2.) Wie vermag Se. Excellenz der Herr Ackerbauminister diesen ungehörigen Vorgang zu rechlfertigen? Ich beehre mich, diese Interpellation, wie folgt, zu beantworten: Am 22. v. M. erhielt ich nachstehen des Telegramm: «Der kathulischpolitische und voll«, wirtschaftliche Verein für Slovenen in Kärnten mit dem Sitze in Klagenfurt hat für den künftigen Mitt. woch. 26. November, eine Versammlung von Landwirten ans den slovenischen Bezirken Kärntens ein-berufen. Anf der Tagesordnung ist auch ein belehrender Vortrag über rationelle Viehzucht, welchen Director Povie aus Laibach übernommen hatte, jedoch wegen des noch tagenden Landtage« ol? Abgeordneter zu kommen verhindert ist. Da bei 200 Landwirte, deren wichtigste Beschäftigung Viehzucht »st, zur Versammlung erscheinen werden, da dieselben der sluoenischen Sprache besser kundig sind. hierzulande jedoch kein der slo» venischen Sprache kundiger Wanderl'hrer bestellt ist. so erlauben wir uns Euer Excellenz ehrerbietigst zu ersuchen, dieselben geruhen zu verfügen, beziehungsweise zu bewilligen, dass der Wanderlehrer für Kram. Herr Gustav Plrc, welcher sich hiezu bereit erklärt hat. diesen zur Belehrung unserer Landwirte höchst wichtigen Vortrag abhalten dürfe. Euer Excellenz bockachtungsvollst ergebenster Alois Legat. Vorstand-Stellvertreter.» Dieses Telegramm ist vom Ackerbauministerium dem k. t, Landespräsidium in Laibach zur «wenn mög« lichen Entsendung P,rc' nach Klagenfurt und directer Verständigung des Herrn Legat» zugemittelt worden. Um 26. November langte wieder ein Telegramm des genannten Vereines ein, worin derselbe für die Ge» iattung des Vortrage« durch Pirc seinen Dank aus« spricht. Dies d?r ganz einfache und natürliche Vorgang von seinem Entstehen, bis zur Durchführung, welchen ich mir zur Feststellung der Thatsachen dem huhen Hause mitzutheilen erlaube. Gleichzeitig muss ich die Bezeichnung dieses Vorganges als eines «ungehörigen» umsomehr entschieden zurückweisen, als ich das Recht des Ackerbauministeriums. die Thätigkeit der mit staat-licher Subvention bestellten landwirtschaftlichen Wanderlehrer nach Maßgabe des Bedarfes auch über die Grenzen des Verwaltungsgebietes, für welches sie zunächst bestellt sind, hinaus in Anspruch zu nehmen, überhaupt und ganz allgemein als unbestreitbar be» trachte, wobei es selbstverständlich ist, dass bei allen Dispositionen des Ackerbauministerium« andere als sachliche Erwägungen ausgeschlossen sind. Bei Uebergaug zur Tagesordnung wurde zunächst das Gesetz, betreffend eine weitere Terminerstreckung für die Rückzahlung der au« Anlas« der Ueberschwem-mungen im Jahre 1882 für Kärnten bewilligten un» verzinslichen Vorschüsse, ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Abg. Ritter von Gnie-wosz berichtete hierauf über den Gesehentwu,f. be-treffend die zeitliche Steuer- und Vebürenbefreiung für im Gebiete von Trieft neu zu errichtende Industrie-Unternehmungen. Abg. Dr. Kronawetter erklärte, dass er das Princip der Gewährung von Steuererleichterungen und Befreiungen zur Paralysj?rung der Nachtheile, welche Trieft durch die Aufhebung des Frei» Hafen« unzweifelhaft erfahren müsse, billige, aber mit der Art, wie dieses Princip in der gegenwärtigen Vor« läge zum Ausdrucke komme, nicht einverstanden sein könne. Gesetze dürfen nicht so gemacht werden, dass die Regierung thun kann was sie will. Abg. von Nurgstaller wies darauf hin. dafs Fiume die zeitliche Steuern» und Gebürenbefreiung schon seit dem Jahre 1861 besitze; dadurch sei eine Ungleichheit in der Behandlung der beiden S »ftädte der Monarchie eingetreten, die zu Ungunsten Trieft« ausfiel. Rebner empft hl die Annahme des Gesetzes und schließt mit dem Wunsche, dass die neuen Industrie-Unternehmungen, die auf Grund dieses Gesetzes entstehen werden, dem Reiche und Trieft reiche Früchte tragen möqen. Regierungsvertreter Ministerialralh Dr. Böhm erklärte dem Abg, Dr. Kronawrtter gegenüber, das« eine laxative Aufzählung im gegenwärtigen Momente sehr schwer thunlich gewesen wäre. ohne irgendwo im nachtheiligen Sinne anzustoßen. Die Verhältniff''. die hier zu beachten seien, seien sehr h^itlich; sie berühren eine Menge von Interessen schon bestehender Unternehmungen, und da sei es zum Schutze der bestehenden Jeuisseton. ^ Heimsiihrung der Braut bei den Südslaven. I^.Wenn ein Fremder durch ein slavonisches Dorf tU'tet. so lann ihm eine liebliche Ueberraschung zu-t'r'l werden. Eine blutjunge, festlich geschmückte bau-^ Dorfschöne. der er begegnet, tritt auf ihn zu, !f?''"»t. ehe er sich dessen versehen kann. ihre Arme um V'Pft?, ^ und drückt einen herzhaften Kuss auf seme cet,n,^"" der su angenehm Uebersallene das Dorf-^""niell nicht und glanbt am Ende an eine Fort H"ll dieser unerwarteten Liebkosung, so verfällt er der "i^I'chtrit. Die Schöne, die vor ihm steht, erwarte 'ine A ""e Erwiderung i" klingender Münze Sle,st Tra.. -""'vermählte., und am ersten Morgen, der chrer lH"'g folgt, küsst sie jeden ihr Begegnenden und 'dafür eine Silbermünze. , ,, l»>d ^"1e Sitte ist in jenen Gegenden so sehr gang Hiln.^' dass der slavonische Bauer immer lleme <° d^ bei sich trägt. Ist das junge Paar sehr arm, 'ss"n 8M nur den Kus« m,d uicht die L'ebe Das auch hie Empfänger. Es ist oft mcht die Schön- heit, sondern der Glaube, dass die «Glückliche» Glück bringt, der dem in Rede steheuden Kusse Wert ver-leiht. Das Voll ist sehr mittheilsam, und man freut sich mit, wenn man in ein paar junge, glückstrahlende Augen blickt. Wir haben bereits in einem früheren Aufsähe ge-schildert, wie die Braut bei den Slidslaven das Eltern, haus V.rläsbt; wir wullen nun beobachten, in welcher Mise sie über die Schwelle der Hütte ihres Gatten tritt und welche Ceremonien die Umwandlung der Braut in ein junges Weib begleiten. In gutmüthiger Absicht versucht das Volk die Schwermuth der Braut zu zer. streuen. Wenu sie aus der Elteruhütte heraustritt, ver-anlasst der Hochzeitsleiter. der «klnr-i »val», einen froh-lichen Tumult. Er hat die Durflinder versammelt und schwingt nun, in deren Mitte stehend, seine große lederne Umhängtasche. Dabei fliegen nach links und rechts kleine Honigkuchen in di> sich fröhlich balgende Schar. Der «8t»ri svat» spielt den Schelm und eifert sie noch mehr an. indem er fälschlich ausruft: «Kinder herbei! Kinder herbei! In jedem Honigkuchen ist ein goldener Ducaten. seht zu, wer mehr bekommt!» Bei diesem ohrenbetäubenden Lärm besteigeu die Neuvermählten und chre Gäste die Wagen und rasen nun in möglichst toller Fahrt nach dem Hause der Braut. Der «8tai-i svat, trägt die junge Frau vom Wagen in das Haus. ohne sie den Boden berühren zu lassen. Der ihr nachfolgende Hochzeittzug wird entweder bei seinem Eintritte mit Weihwasser bespritzt oder mit Fruchtkölnern beworfen. Der jungen Frau wird eine Feuerschaufel in die Hand gegeben, und dann führt man sie zum häuslichen Herd. Dort rührt sie in der Glut. während ihr die Umstehenden den Segen der Fruchtbarkeit wünschen. Gewöhnlich wird in Kroatien der jungen Frau ein mänuliches Kind auf den Schoß g/i'ht, damit sie zuerst einem männlichen Sprossen das Leben gebe. Was die Braut für geheime Zauberkünste über die Schwelle des Gatten trägt, wissen nur ganz Ein-qew^ibte. besonders ihre Schwestern und Gespielinnen. Gewöhnlich verbirgt sie im Busen einen kleinen Spiegel, als Bürge schöngebildeler Nachkommenschaft, ferner in einem Tüchelchen etwas Brot und Salz, damit ihr diese Lcbensmittel im Hause des Galten nie fehlen mögen. Im Munde hält sie oft eine kleine Silbermünze, über die hinweg sie die Schwiegereltern und alle neuen Hausgenossen zum erstenmale küsst. Die S'lbermünze soll helfen, dass sie hier zum Reichthum gelange und der neuen Verwandtschaft, die sie damit küsst, so lieb werde «wie Silber». Und endlich verbirgt ihr Busentuch nocht etwas, was den Begriff auch des schlichten Weibes von den Fehlern der Männerwelt sehr ergötzlich illustriert. Es ist ein kleines Vorhängschloss, da« bezwecken soll, das« ihr Gatte — schweige, weder grob noch mürrisch sein möge. Folgen wir der Sitte d?« Vrauteinzuyes in da« Haus des Galten nach den schwarzen Bergen Monte» Laibllcher Zeitung Nr. 2s«. 2446 20. December 1890. binnenliinbischen Industrien nothwendig, dass bei jeder einzelnen Kategorie von Unternehmungen, um deren Begünstigung es sich handle, ganz genau zugesehen werde, ob die Gefahr einer lloncurrenz mit einer an« deren Unternehmung zu fürchten sei oder nicht. Abg. Ritter von Stalitz sprach der Regierung seinen wärm« ften Dank aus fiir die Einbringung dieser Gesetzes» Vorlage, für welche er stimmen zu wollen erklärte. Berichterstatter Ritter von Gniewosz bemerkte, dass im ungarischen Gesetze eine taxative Aufzählung der Gewerbe-Unternehmungen zulässig war. weil Ungarn in industrieller Beziehung noch ein Anfangsstaat sei. dort also leine Schädigung bestehender Industrie-Unternehmungen zu befürchten war. Dieses Gesetz wurde hierauf in zweiter und dritter Lesung unverändert angenommen. Nbg. Ritter von Vilinski erstattete mündlich den Bericht über das Gesetz, betreffend die Betriebsüber» nähme der Triester Hafengeleije durch den Staat; das Gesetz wurde ohne Debatte in Meiler und dritter Lesung angenommen. Hierauf wurde der Handels» und Schiffahrtsconvention mit Egypten (Referent Freiherr von Schwegel) die verfassungsmäßige Genehmigung ertheilt, und das Gesetz, betreffend die Handelsbeziehungen mit der Türlei und Bulgarien, in zweiter und dritter Lesung angenommen. Freiherr von Schwegel berichtete auch mündlich über die heute eingebrachten Verträge mit dem deutschen Reich und Vaiern inbe« tress der oorarlbergisch.n Gemeinde Mittelberg, welchen ohne Debatte die verfassungsmäßige Zustimmung ertheilt wurde. Abg. Dr. Kathrein referierte über den Gesetzentwurf, betreffend die Gewährung eines unverzinslichen Darlehen» aus Staatsmitteln an die Stadt« gemeinde Karlsbad. Nbg. Stejskal ist für da» Gesetz, wünscht aber. dass auch andere von den Ueberschwem» mungen geschädigte Gegenden Unterstützungen erhalten. Auch Abg. Vlajek spricht in ähnlichem Sinne und erblickt in der Vorlage den Beginn eiu« allgemeineren Unter« ftützungsacliou. Nbg. Dr. Ruß erinnert daran, dass Oesterreich der ganzen Welt gegenüber die Ehrenpflicht habe, der Stadt Karlsbad zuHilfe zu eilen. Die Vor« läge wurde hierauf «it den vom Nusschuss vorgeschlagenen Abiinderungen angenommen, nämlich, dass das Darl'hen vom I.October 1892 an in halbjährigen Raten zurückgezahlt werde und die Steuer« und Ge«! bürenfrechelt auch auf die zwischen der Gemeinde Karls» ^ bad und den Unterstützungswerbern resultierenden Ge» schäfte ausgedehnt werde. E« wurde sodann die vom Nusschus» beantragte Resolution des Inhaltes, dass die Regierung aufa/for« dert werde, in jenen Kronländern, in denen durch Elementarereigniffe in diesem Jahre eine Nothlage entstanden ist. die entsprechende Hilfe zu gewähren, und zu diesem Zweck die nöthigen Mlttel in Ampruch zu neh> men. nach einigen Bemerkungen der Abgeordneten Stöhr und Bons zum Beschluss erhoben. Die dem hause zugekommenen Petitionen aus Anlass ber Überschwemmungen wurden auf Antrag des Referenten Dr. Kathrein und nach Befürwortung durch den Nbg. Dr. Woldrich der Regierung zur Würdigung abgetreten. Nbq. Dr. Fan-derlit berichtete über das Gesetz. betr»ffend die Herstellung eigener Gebäude für die beiden Staatsgymnasien in Graz. Da» Gesetz wurde in zweiter und dritter! Lesung angenommen und die Sitzung hierauf mit Rücksicht auf das Leichenbegängnis des Freiherrn De Prelis um 2 Uhr nachmittag« abgebrochen.. i In der Abendfitzung brachte Nbg. Friedrich Sueß einen Antrag wegen Elbauung einer Wiener Stadtbahn ein. Nbg. RoskoZny stellte einen Antrag, betreffend die Berücksichtigung der Landwirtschaft bei der Erneuerung der Handelsverträge. Dr. Engel interpellierte wegen Reform des Apothekerwes?ns, Abg. Malfatti über das Verbot, dass die Turnvereine in Trient und 3to-veredo bei Ausflügen leine Musikcorps mitnehmen dürfen, Dr. Trojan wegen angeblicher Vergewaltigung der Eze> chen anlässlich der bevorstehenden Volkszählung. Das Haus erledigte sodann den Gesetzentwurf, betreffend die registrierten Hilfscassen, nach einer län« geren Debatte, wobei über Antrag Kronawetters die Bestimmung beseitigt wurde, welche für die Klage auf Unqiltigkeit des Schiedsspruches den Advocatenzwang festseht. Bei 8 27 wurde ein Zusatz angenommen, welcher die genaue Bestimmung über die Nebenzwecke enthält, die außer der Versicherungspflicht durch die Annahme des Zusatzantrages Kronawetters bei § 1 ge» stattet wurden. Die in der Generaldebatte beantragte Resolution Mengers wurde genehmigt. Der Präsident kündigte als Gegenstände der nächsten Tagesordnung das Gesetz gegen die Verfälschung der Lebensmittel, den Antrag Mauthner, betreffend die Erbauung billiger Arbeiterwohnungen, und das Gesetz über die Regelung der Baugewerbe an und erklärte, den nächsten Sitzungstag schriftlich anzuzeigen. Präsident Dr. Smolla schloss mit dem üblichen Neu-jahrswunsch. Politische Ueberficht. (Klagenfurter Gemeinderath.) In der letzten vertraulichen Sitzung des Klagenfurter Gemeinde-rathe« brachte Vicebürgermeister Dr. Posch im Hin blicke auf eine in den «Freien Stimmen» zum Ab> drucke gelangte Berichtigung des «Katholisch.politischen Vereines für die Slovene» Kärnwls» in Anregung, dass den dortselbst aufgestellten Behauptungen, dass Klagenfurt eine germanisierte Stadt sei «.. durch Er. Hebung und öffentliche Mittheilung der amtlichen Volls zählungsdaten entgegengetreten werde. Außerdem be< antragte Gemeinderath Dr. v. Hibler. dass anlässlich der diesjährigen Volkszählung auch festgestellt werden i soll, aus welchen Berufs» und Steuerkreisen sich das Gros der dort etwa ansäss gen Slovmen recrutiert. ^ (DasReichsqesehblatt) veröffentlicht das Gesetz über die Eonsulargerichtibarkeit in Egypten, die Verordnung des Ministeriums des Innern über die Arzneitaxe für das Jahr 1891 und die Beiordnung des Handelsministeriums über die Verlängerung der i Giltialeitsdauer der Pustmarken und sonstigen Post» Wertzeichen der Emission vom Jahre 1883. (Parlamentarisches.) Aus Anlas« der V'i ^tragsoerhandlungen mit Deutschland haben die Be sprechutigen der Nbgeordn.ten der A penländer ohne ,Unte,sch,ed der Pmtnen staltgefunden, infolge dessen wurde eine Deputation gewahll. welche namens der Länder Steiermart. Kärnten, Kram. Salzburg, Tirol und Vorarlberg die Regierung um nachdrücklichste Wahrung drr bei diesen Verhandlungen in Betracht kommenden landwirtschaftlichen Interessen d eser Länder eindringlichst zu ersuchen hätte. Diese Deputation, bestehend aus den Abgeordneten Baron Dumreicher. Dr. Heilsberg, Hofralh Lieubacher. Baron Schwegel und Dr. Wildauer wurde vorgestern vom Ministerpräsidenten und dem Ackerbauminlster empmuqen und hat sich auch mit den Referenten des Handcliminisle- riums. dessen Chef leider erkrankt ist, besprochen. Die Deputation erhielt allseits die Zusicherung der thllli' lichstlli Berücksichtigung der dargelegten Interessen. (Ausdehnung des Zo n e ntarifes.) M dem neuen Jahre wird. wie die Generaldirection der Staatsbahnen bekanntgibt, der Zonen'Kreuzertarif aus nachstehenden Lucalbahxe» in Geltung treten: W'tt mannidorf.Tbenfurlh. Olmuh-Celechowlh, NusleM dran. Kaschitz Radonitz. Potscherad Wurzmes. Elbogeli Neusattel. Chodau Neudeck und Böhm. Leipa-NielMs Gleichseitig werden die Jahreskarten für Theilstrecke» aufgelassen, dagegen de» Besitzern vlin solchen die V" nützung des Orient Expresszuges gestattet. (Aus dem czechischen Parteitage!.) Im Hinblicke auf die Fusion der czechischen Realist'» mit den Iungczechen ist eine Reminiscenz interessant, welche die l arbeiter hatte nämlich zur Zeit, als die Realistenparte' auf den Plan trat. eine Unterredung mit dem Führ" derselben. Hrrrn Professor Dr. Masatyk. in welcher sich dieser über das Verhältnis der Czechm zu de« Russen also äußerte: «Ich für meine Person denk«', dass im czechischen Volte keine politische Hinneign«« zu Russland ist und auch nicht sein kann. Wir si»d mit Amerika in viel innigerer Vezichung als mit N"!^ land. Man kennt einfach Russland gar nicht, und M glaub', man überschätzt die russophilen Tendenzen-Denn wie kann ein vernünftiger Politiker an irgelw eine Verbindung mit einem Volke denken, das lvtt nicht kennen und das uns nicht kennt? Die Majorn« des czechischen Volkes ist katholisch, eine Minors evangelisch. Nach meinem Dafürhalten kann eine grell' bare Verständigung mit Russland nur auf kirchl'^ religiösem Gebiete erzielt werden, und ich glaube, unse Volt wird nicht orlhodox werden.» (Zu den Handelsvertrags-VerhaNv' lungen) mit Deutschland liegt heute die Ml« vor, daö für das zweite Stadium der Verhandlungen eventuell in Berlin als Clinferenzurt in Aussicht ^ nommen sci. Auch wird mit R»cksicht auf den UM' stand, dass iu dem eventuell abzuschließenden ne" Vertrage die Nestimrmlngen über den Eisenvllhlllierl'9 wesentliche Abänderungen erfahren sollen, die Abhält"^ einer österreichisch ungarischen Handelsconferenz ana.elu ' digt. an welcher die Eis nbahnref.renten des ^!^:. chischen und unganichen Handelsministeriums sowie " V nreter der österreichischen und ungarischen Staat bahnen theilnehmen weiden. . ^, (Russische Nihilisten.) Seit dem Mst»»" des großen Nihilisten - Processes, der gegenwärtig " einer Specialjection des Petersburg/r S nates till aeführt wird, e»tlv!ckeln die Polizeibehörden groß. Eifer in der Verhaftung von Personen, die b^ ^ , plicität an revolutionären Unternehmungen v^ldaw ^. si'd. Bei der V rhaitung d>s Fräulein« Ioanoobka. Nchte des G-heinnath's Ilmak'j, warden i"A h^ Docum^nle und Eh>ffrenmanuscr»pte smsiert. w . ^,,,ld Polizei weitreichexde Auhaltspm'tle fiir die MM" ,^ zahlreicher Personen bietn. Geheimralh ^'""'l' d.sfe», Wohnung seine Nichte geheime Versamm"'"^ mit nihilistischen llonspiratoren abgehalten, ist "^"s ch d^r b'iliqen Synode unter Pobiedonosceo und ..^ die Vortummniss!! in seinem Hause auf das "schütt.". .s«nd.) (Die Schulreform in Deutsctlln In der vorgestrigen Schlußsitzung der Schule""^ ^, wurden m hrere Reformen bei den Reifeprüfung,,^ schlössen. Kaiser Wilhelm dankte hierauf den iM^ negro's, die ein so hartes, arbeitüberbürdetes Frauenlos umschließen, so sehen wir die Mutter des Bräutigams auf der Schwelle stehend die junge Frau erwarten.! Mit hocherhobenen Armen hält sie ihr einen kleinen! Knaben entgegen, den die junge Montenegrinerin drei» mal kräftig um ihr Haupt schwingen muss, damit sie, dem Hause bald heldenmüthige Söhne schenke. Dann wirft sie auf das Dach der Hütte einige Getreide-lörner, auf dass Segen und Fruchtbarkeit mit ihr einziehen. So geht sie über die Schwelle und dann in ihr bescheidenes Brautgemach. Am Morgen des anderen Tages erhebt sich die junge Frau zuerst und kleidet sich um. Die Stirn unter dem bräutlichen Schleiertuche, bis zu den Augen mit Gold bedeckt, tritt sie hinaus und holt im ersten Morgengrauen Wasser vom nahen Brunnen. In dem Augenblicke, da sie es schöpft, feuern die Brautführer ihre Flinten ab. und die Hochzeitsgäste erheben sich. Die junge Frau tritt nun der Reihe nach vor sie hin, verneigt sich bis zur Erde und reicht jedem ein Gefäß, den «Kain», in dem sich die Gäste waschen, während die Neuvermählte aus der Ibrika. einer kleinen lupfer« nen Kanne, Waffer über ihre Hände schüttet. Dafür lässt jeder Gast zum Abschiede ein Goldstück in das Naschbecken gleiten, die junge Frau aber kehrt in die Hütte und ihre nun still gewordene Häuslichkeit zurück. Unter den Südslaven Bosniens, wo der Islam seinen Einfluss auf das Volksleben geltend gemacht, sind die Gebräuche wesentlich ander«. Bei den Bos« mern slavischem Abluust, aber islamitischer Religion gleicht die Heimführung der Braut symbolisch stet« einem Mädchenraubc. Der künftige Gebieter lockt das junge Mädchen in den Hofraum, wirft ihr einen leichten Teppich über das Haupt, hebt sie auf sein Pferd und entführt sie, gefolgt von einigen Freunden, die in der Nähe ihre Pferde verbargen, in sein Haus. Dann folgt die Trauung vor dem Imam, nachdem der Kadi (Richter) den Ehecontract geregelt, und ein großes Freudenmahl. Während der slavische Tülke zum ersten» male bei seinem jungen Weibe weilt, beten alle Verwandten in der Moschee. Die junge christliche Bosnierin ist natürlich dieser Entfilhrungssitte nicht unterworfen. Der junge Gatte erwartet sie auf der Schwelle ihres neuen Heims. Slill und klanglos führt er sie in das Gemach, wo sie von nun an an seiner Seite wohnen soll. Einen überraschen» den Anblick bietet nur am Morgen nach der Brautnacht das Schlafgemach der Neuvermählten. Die Wände sowie der Fußboden sind über und über mit all jcuen prächtigen bunten Schürzen, Handtüchern, Tischdecken. Hemden. Kopftüchern belegt und behängen, welche die junge Frau seit ihrer Kindheit gewebt und gestickt hatte, und sie steht wie eine Königin inmitten der Schätze ihres Fleiße«. Die Freundinnen eilen herbei, um alles zu bewundern, ehe es wieder in den Schränken und Truhen verschwindet, wie die junge Frau von jener Stunde an in die glanzlose, nüchterne Alltäglichkeit zurücktritt. Bis nun sahen wir die südslavisch? Neuvermählte stets den Mittel- und Glanzpunkt der Hochzmsfesllich. "»" .„ Voll keit bilden. Anders verhält es sich in Gulqarlen. ^ wird der Braut ein peinlich schwieriges Verhalt ,^ gemuthet. Dem Bulgaren ist nicht die l!'A ,^'6 Braut, sondern der Zweck der Ehe. der Pst'A u^ die Hauptsache. Ernst patriarchalisch wird die ^ gebung der Frau sein, und ernst und gesaMM" sie in dieselbe treten. M-r» Die verhüllte Braut wird vom Hanse '^" ^hrt. auf einem Wagen ihrer neuen Wuhnstätte i"» ^„, Voran sprengen einige Reiter, ihre Ankunft z" ^^, Die Eltern des Bräutigams erscheinen auf der ^ schwelle, das junge Paar zu begrüßen. Sie » ^ ein. vom Wagen herabzusteigen. dieses verneu ^ jedoch auf dem Waaen stehend ehrerbietig. aA"" hei' nicht. Die Eltern treten nun näher und Mn ^ Neuvermählten mit lauter Stimme Kühe, ^>k ^^t einen Antheil an Grund und Boden. Da"«") .^ ^S man ein Stück weiße« Leinen vom Wagen v> ^ sje Zimmer, in welches die Vraut rinzutrevn V"'^^ schreitet mit gesenkter Stirn darüber hin. An °". .Mes überreicht man ihr einen Teller mit Honig und cl » ^ Sträuhchen, mit dem sie jede Thür, durcy " geht, oben und unten bestreicht. . <,«nelN bs" Die Ceremonien, welche sich nun '" ^'' lve"" Hauses abspielen, haben sür das Mg/A" tastH Angenchme«. Während die übrigen fr0y''^ s,O muss es abseits stehen und nur von Zelt Z" ^ 3"' tief verneigen oder die Hände der Eltern "w ^, milienoberhäupter küssen. Diesen Gebrauch "'.^ g"l Bulgaren «Smudluoanje.. ein Wort, o«» ttatbllchtl Zeitung »k. 292. 2447 »0. December 18^0. dein der Conferenz und betonte die wichtige Stellung des Religionsunterrichtes im Schulwesen. Cabinetechef Lucanus verlas sodann eine kaiserliche Ordre, worin Weitere Schulreformen und die Einführung des neuen Unterrichtsplanes für den 1. April 1392 angekündigt werden. (Socialdemokratischer Congress.) In Marseille fand diesertage ein Provinzial-Congres« der Arbeiter statt, welcher folgende Beschlüsse fasste: 1.) Das Privateigenthum ist in Eollectiveigenthum zu verwandeln; 2.) der Staat hat den Greisen und N'beilsuufähigen beider Geschlechter eine Rente zu ge-währen; 3.) den Unternehmern ist zu verbieten, dass fie auswärtigen Arbeitern geringeren Lohn geben, als den französischen Arbeitern; 4.) das Gesetz Waldrck-Rousseau's über die Syndicate ist zu verwerfen; 5.) der Lmigress fordert alle Arbeiter auf. sich in Syndicate zu gruppieren, um die politische Gewalt in die Hand z» bekommen. (In Irland) dreht sich der Kampf zwischen dm Freunden und den Gegnern des bisherigen Parteiführers Parnell zunächst um die am nächsten Montag in Kilkenny bevorstehende Wahl eines Parlaments» Abgeordneten an Stelle des verstorbenen Parnelliten Marum. Vincent Scully wurde als Candidat der Par» nrlliten, Sir I. Pope hennessy als Candidat der Anti» Parnelllten aufgestellt Parnell ist angeblich plötzlich aus Kilkenny verschwunden. (Königin Natalie.) Der «Köln. Zeitung» wird gemeldet: Die serbische Regierung werde dem-"ächst .Nonigin Natalie amtlich ersuchen, jeden Schritt, der dynastische oder staatliche Interessen verletzen könnte, künftighin zu unterlassen. Falls die Königin diesen ebenso guten, wie ernstlich gemeinten Rath nicht be-lolge. droht die Regierung die äußersten Folgen zu ziehen. (Aus den Niederlanden.) Der niederlän-b'sche General Nlevije und Rittmeister Poll wurden vorgestern vom Kaiser Franz Joses in feierlicher Audienz empfangen, notificierten den Thronwechsel in den Niederlanden und waren abends zum Hosdiner geladen. Gestern reisten dieselben in gleicher Mission nach Rom ab. (Das bulgarische So bra nje) berieth da« "lue Reglement für den Tabakbau und Tabakhaudrl. ^>e bither 40 Procent betragende Verbrauchsabgabe 'oll auf 90 Procent erhöht werden. Das Budget für b.a« nächste Jahr erreicht die Summe von 80 Mll» l'onen Francs. (Serbische« Budget.) Da« nächstjährige "bische Budget erfordert 80 Millionen Franc«. In« folge der neuen Steuern auf Tabak und Spiritnosen Uehen die Hinnahmen und Ausgaben fast im Gleichgewicht. Tagesneuigleiten. . Ee. Majestät der Kaiser haben im Allerhöchst« l'aenen sowie im Namen Ihrer Majestät derKaiserin °"ch in diesem Jahre zur Anschaffung von Brenn-Material für die Armen und Hilfsbedürftigen in Win °kn Vetrag von 5000 fl. zu spenden geruht. ,. — (Der Kaiser von Russland) beabsich« "»l in Paris eine Akademie für die russischen Künstler ""b Tondichter zu begründen. Die Nachricht stammt aus °" französischen Kunft-Zeitschrift «Le Monde Artiste», ^ bei dieser Gelegenheit eine interessante Zusammen ^""ng her Subventionen gibt. welche die russische Re-, lung in einigen Städten Russlands den Theatern zu» ^lnen lässt. So empfangen unter anderen folgende ^ Wöhnlicherweise von dem jungen Paare innere Ein» ^ und ernste Gedanlensammluug fordert. ; , Das Smudruvanje wird nur eiumal unterbrochen, t> km man der Braut ein weibliches und ihrem Gatten " wännliches Kind auf den Arm gibt und der «8tari 3^./ l" an den heiligen Zweck der Ehe mahnt. Um b '"ernacht reißt der Kum (Beistand) dem Bräutigam l,° Vllimensträllßchen vom Kalpak. worauf letzterer t>> lunges Mit, in ihr Vrautgemach führt, in welchem lv^U«nze Nacht hindurch Kerzenschimmer wahrgenommen eil,.»^? Morgen stellen die jungen Mädchen des Ortes die» ^l mit Wasser unter einen Baum: Nun folgt tzs.^Uhüllung der zum Weibe gewordenen Braut. Der tz,.Mlihrer führt sie unter den Baum. wirft emlge tllch ^""M in das Wasser und schnellt ihr Kopf-einil. " er mit zwei grünen Zweigen erfasst, mit H^ «schist«.« Bewegung hoch m die Krone des siibr,?"," "icht die befreite junge Bulgarin dem Braut-Weia" b" Hand. und sie tanzen einen f."Wchen Ncn? um den Baum. wobei die Neuvermählte den 'velck, ^ dem Fuße umstoßt, so das« das Wasser, m ^ sich die Münzen befinden, dahinfließt. Httf - sich" der Südslave die Braut heim. nach alter ' " ein neus« Leben! ,> Mara Cop. Städte Subventionen für Opernhäuser: Tiflis 168,682 Francs. Warschau 120.000 Franc«, Helfingfors 34,000 Francs. Für ihre Schauspielhäuser erhalten: Mo«lau 112.000 Francs, Petersburg 60.000 Francs, Warschau 28.000 Francs, Kiev, Tiflis, Charloo je 20,000 Francs. — (Ein Mordprocess.) In Paris begannen vorgestern die Verhandlungen gegen Eyraud und dessm Zuhälterin Gabriele Nompard, welche vor einigen Mo« naten den Gerichtsvollzieher Gouffö erdrosselt und seine Leiche in einem Koffer als Frachtgut aufgegeben haben. Der Koffer erregte auf dem Lyoner Bahnhofe Verdacht und wurde geöffnet; die beiden Angeklagten aber waren inzwischen nach Newyork abgereist. Dort wurde man bald der Vompard habhaft; Ey raub hingegen trieb sich noch einige Wochen in der Welt herum und wurde dann in Havanna verhaftet und an die französischen Behörden ausgeliefert. Er erklärte vor Gericht, dass der Plan, Gouff6 zu berauben, in London zwischen ihm und Ga. brielle Bompard vereinbart worden sei. Doch habe er Gouffs nur schrecken, nicht aber ermorden wollen. Gabriele Bompard leugnet überhaupt, dass sie von den Vorbereitungen Eyrands etwas gewusst und dass sie dem letzteren bei dem Morde Beistand geleistet habe. — (Vom deutschen Kaiserhofe.) Die deutsche Kaiserin wurde Mittwoch abends 8V4 Uhr von einem Prinzen entbunden. Der Kaiser wohnte der Auf» führung des «Tanhäuser» in der Oper bei und wurde im ersten Acte plötzlich abberufen. Nach dem zweiten Acte kündigte Oberregisseur Tehlaff auf kaiserlichen Befehl dem Publicum die Geburt des Prinzen an. Das Publicum nahm die Kunde jubelnd auf und verlangte die Ab» singung der Nationalhymne, welche das ganze Auditorium mitsang. — (Lehrerinnen-Export nach Chile.) Wie im Vorjahre eine größere Anzahl Lehrer, so wurden heuer sechzehn schlesische Lehrerinnen für Volksschulen in Valparaiso engagiert, und werden sich die jungen Mädchen noch im Lause dieses Monates einschiffen. Per Contract lautet aus fünf Jahre, ist aber für die Lehrerinnen nicht bindend. Gewährleistet von Seite der chilenischen Regie» rung ist freie Fahrt nach Valparaiso, freie Wohnung und ein Monatsgehalt von circa 150 st. Die Republik Chile hat innerhalb der letzten sechs Jahre über hundert öfter» reichische Lehrer und Lehrerinnen engagiert, von welchen aber die meisten nicht das Glück fanden, das fie in Süd« amerika gesucht haben. — (Der arme Ex. Khedive.) Im verflossenen Jahre schenkte der Sultan dem Ex Khedive Ismail einen in der türkischen Hauptstadt befindlichen Palast, dessen Erbauung seinerzeit über 600.000 st. gelostet hatte. Der Sultan ließ den Palast renovieren, nun Hal aber Ismail Pascha erklärt, das Gebäude nicht beziehen zu können, da er nicht imstande sei — die Kosten der Möblierung zu bestreiten. Wie man hört, hat der Sultan in gewohnter Generosität dem armen Ex Khedive zu Ein« richtungszwecken 120.000 fl. zur Verfügung gestellt. — (Langlebigkeit vonThieren.) Canarien. Vögel werden im ssäfig 12 bis 15 Jahre alt. in ihren heimischen Inseln aber u»d frei dabei erreichen sie ein weit höhere« Aller. Auf Ceylon starb neulich ein Elesant im Alter von 89 Jahren eines natürlichen Todes. Der Elefant wird hiernach beiläufig so alt wie der Mensch, wenn er ein hohes Alter erreicht. — (Ein albanischer Methusalem.) In dem Dorfe Djorn bei Monastir lebt ein Greis Namens Vaba Ismail, der mcht weniger als 140 Jahre alt sein soll. Das Wunderbare an diesem Greise ist, das« er noch rüstig marschieren und sein Gewehr trefflich Hand» haben kann. Seine geistigen Fähigleiten sind noch ganz normal, er ist sehr heiteren Temperaments und ein — Verehrer des schönen Geschlechte«. Vaba Ismail ist jetzt zum viertenmale verheiratet. Seine a/genwärlige Frau zählt fünfzig Jahre und foll in ihren Gatten geradezu verliebt fein. — (Ins Wasser gestürzt.) Das «Bureau Reuter» meldet aus Quebec! vom Gestrigen: Der zwischen Halifax und Montreal verkehrende Schnellzug ist mit der Vrücke bei St. Levis. gegenüber Quebeck. ins Wasser gestürzt. Der Zug war gänzlich unter Wasser. Vierzig Personen wurden getödtet, hundert verletzt. — (Vom Theater.) Aus Vraz wird berichtet: In der heutigen vertraulichen Sitzung des Gemeinde» rathes wurde die Direction der hiesigen städtischen Theater dem Gutsbesitzer Andreas Nmann in Sleinhof bei Rad» lersburg (früher Theater-Director in Straßburg und Königsberg) mit 23 gegen 16 Stimmen, welche auf den bisherigen Theater^Director Alfred Schreiber entfielen, von Ostern 1691 ab verliehen. — (Ein neues Opfer von MonteCarlo.) Man telegraphiert aus Nizza: Ein Fremder. dessen Identität noch nicht festgestellt ist, hat sich hier in dcr Rue d'Amerique an einem Üaternenpsahl erhängt. Der Fremde lam eben von Monte Carlo Hieher. — (Kochs Heilverfahren.) Aus Rom wird gemeldet: Dr. Baccelli hat in der römischen Klinil Versuche mit Einspritzungen Koch'scher Lymphe in die Adern gemacht. In einem Falle von Lungentuberculose zwischen dlm ersten und zweiten Grade war selbst bei großen subcutan injicierten Dosen leine Reaction ein« getreten, während drei Milligramm, in die Adern eingespritzt, eine ziemlich erhebliche Reaction mit Fieber bis 39-7 Grad hervorbrachten. Der Kranke bietet fichtliche Anzeichen der Besserung. — (Verhafte teEisenbahn-Ve die nftete.) Aus Newyorl meldet ein Kabeltelegramm: Mehrere Con» ducteure von Güterzügen und andere Angestellte der Cin-cinnati'Abtheilung der Louisville and Nashville Eisenbahn sind in St. Louis verhaftet worden unter der Anklage, dass sie Vahnzüge vorsätzlich haben verunglücken lassen, — (Ein Mord nä ch st Wien.) In Fischamend nächst Wien ist vorgestern nachts eine 79jährige Greisin von einem unbekannten Thäter durch Zertrümmerung des Schädels ermordet und beraubt worden. — (Aus einer englischen Schule.) Lehrer: «Angenommen, ein Mann, der sechs Meilen in der Stunde zu gehen vermag, gibt einem Zweiten, der nur vier Meilen in der Stunde hinter sich bringen kann, bei einem Wettgehen eine Stunde vor, wo werden die beiden zusammentreffen?» — Mehrere Schüler (gleichzeitig): «Im ersten Wirtshause l» Local- und Prouinzial-Nachlichten. Vom Eislauf. Der gesündesten einer, weitaus aber der populärste ist der Sport des Eislaufs. Viele Anzeichen lassen daraus schließen, dass seine Geschichte weit zurückreicht und dass bereits die Bewohner der Pfahlbauten auf schmalen «Knochenschienen» über die blanke Fläche ihrer heimischen Seen hinglitten, aber authentische Paten fehlen ebenso, wie die absolut sicheren Beweise über obige Annahme. Die Culturvöller des Alterthums konnten uns schwerlich über die Kunst des Eislaufs Nachrichten hinterlassen, denn unter dem «blauen Himmel, der stets über Grie» chenland lachte,» hat es ebensowenig Eisbahnen als etwa in der Campagna gegeben, und «Vater Homer» hatte sich sicher in seiner Odyssee die Schilderungen der Schrecken des Winters nicht entgehen lassen, wenn er von denselben eine Ahnung gehabt hätte. Die ersten Aufzeichnungen, welche wir über die Kunst des Eislauses besitzen, finden sich in einem nordischen Heldenbuch, in der Frithjof-Sage, in der uns, vielleicht ein wenig frei nacherzählt, mitgetheilt wird, dass nicht nur «der Recke im Ttahlschuh» ein Künstler auf dem Eise war, sondern dass auch «Schön»Ing'borg be-reits ihren Namenszug mit dem Schlittschuh in die blanke Fläche zu zeichnen verstand.» Erst viel später entstand dem Eislaus ein begeisterter Sänger in Klopsiock, der ebenso wie Goethe dem winterlichen Sport mit besonderer Passion huldigte und demselben einen großen Einfluss auf seine Gesundheit beimaß. In Mitteleuropa ist der Eislaufsport vermuthlich aus den Niederlanden eingeführt worden, bezeichnet man doch den Vogenlauf noch heute in vielen Gegenden mit «Holländern». Ob der Kunstlauf thalsächlich bereit« su entwickelt war. wie es nach Tegners Sang von der schönen Ingeborg erscheint, ist allerdings mehr als zwei» felhaft. denn Klopstock weih von einem Kunstlauf nichts zu erzählen; im Gegentheile schreibt er: «Ich erfinde noch dem hüpsenden Stahl seinen Tanz» «. Er hat den Tanz nicht erfunden, aber unsere heutigen Künstler auf dem Eise haben deren ein halbes Dutzend, und ihre son» stigen Kunststücke auf dem Eise, die sie nothgezwungen erfinden mussten, da dem Städter nur kleine Flächen, leine weiten Spiegel zum Laufen zur Verfügung stehen, würden jedem Circuslünstter zur Ehre gereichen. Was da« Eislauf-Jahr 18V0 zu 1891 betrifft, so verspricht dasselbe ganz außerordentliche Dinge. Sehr früh war der Eislausverein in der Lage, seine Pforten zu öffnen und so andauernd, wie in diesem Jahre war der Frost in den ersten kalten Tagen noch selten. Die ge» lehrten Geologen. Meteorologen ic.. welche behaupten, dass unsere Erde langsam zur Nordpollälte erstarrt, scheinen thatsächlich nicht unrecht zu haben, denn die letzten sechs Jahre haben uns Winter von einer Dauer gebracht, die srüher ziemlich selten waren. Unseren enragierten Eis-sportsmen und Sporting'Labies dürfte die oben an-gedeutete Metamorphose der Erbe kaum unangenehm sein, denn durch das ganze Leben Schlittschuh zu laufen, wäre sür ihre Passion kaum zu viel. Dass die Jugend, unser Nachwuchs, auf alle Fälle gegen eine solche Eventualität gewappnet ist, dafür hat der Herr Unterrichteminister ja auch bereits gesorgt, indem er den Lehrern die För» derung des Eislaussportes bei der Jugend an dos Herz legte. «Iung'Oesterreich» aber war wohl selten noch mit einer Schulverordnung so einverstanden, als mit dieser, und die obligatorischen Schleifstunden, vielleicht an Stelle einer griechischen oder lateinischen, wären sicher alltäglich ganz nach ihrem Wunsch. Für eine langsame allgemeine Ausbildung zu Es» limos wäre also der Grund gelegt. Die Mehrzahl der Mitglieder des Eislaufvereines zeigt schon seit Jahren, dass man halbe Tage lang. ohne kalt zu werden, auf dem Eise zubringen kann — die« auf ganze Tage lang auszudehnen ist nur ein Schritt — es würde sich also ledig« lich noch um einige Uebung im Fischthran-Trinken und Walrossfleisch°Essen handeln, um die Ausbildung unserer Epigonen zu Gewohnern eines großen Eishalle», aus dem ttatbachtt Feitun« 3tr. 292. 2448 20 December 1890. Walfische, Robben und Seehunde ihre einzige Gesellschaft wären, in erforderlicher Weise vorzubereiten. Jedenfalls gibt es CiSsportsmen, die sich schon heute als die derein-stigen Beherrscher der Welt dünken und jede« arme Menschenlind verachten, das nicht mindestens den «Achter» auf einem Fuß in allen Variationen ausführen kann. Doch Scherz beiseite; der Eislauf ist ein Sport, der mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gefördert werden sollte, das lehrt ein Blick auf die Taufende von Fröhlichen, welche sich ohne Rücksicht auf die Kälte in freier Luft stundenlang tummeln und neu gekräftigt zu der Arbeit in dumpfer Stubenluft zurücklehren. Der Herr Minister hat mit dem oben erwähnten Erlass den Erziehern der Jugend einen Weg gewiesen, den sie ganz selbständig weiter wandeln sollten, indem sie ihre Zöglinge nicht allein zum Eislaufen und Schwimmen, son« dern auch zu anderen sportlichen Spielen im Frühjahr und Herbste anhalten. Sie würden zahllose schwächliche Kinder zu gesunden Menschen erziehen und damit ein besseres Geschenk auf den Lebensweg mitgeben, als mit allem Wissen dieser Welt. —s. — (Localbahn Laibach «Stein.) Am 18. d. M. fand, wie bereits gemeldet, die technisch-polizeiliche Prüfung der Localbahn Laibach-Stein unter Führung des Herrn Oberinspectors Gersten brand und des Herrn Negierungsrathes Dralla mit günstigem Ergebnisse statt. Es intervenierten dabei zwei Functionäre der l. l. General-Inspection der österr. Eisenbahnen und außer dem Be-lriebsdirector«Stellvertreter Herrn Schaffer aus Villach noch mehrere Organe der betriebführenden l. l. Staatsbahnen. Nachdem die Rückfahrt von Stein nach Laibach in 4b Mi« nuten erfolgte und die Fahrgeschwindigkeit streckenweise anstandslos auf 40 Kilometer per Stunde gesteigert wer« den konnte, hat die Commission einhellig erkannt, dass die Erbffnung der Nahn am 27. December d. I. ersol« gen könnte, innerhalb welcher Frist die geringfügigen Nach» arbeiten an der Bettung und dergleichen vollendet werden müssen. Nach den geltenden Vorschriften muss zwi» schen der technisch'polizeilichen Prüfung und der Eröffnung ein Zeitraum von mindesten« fünf Tagen liegen. Die Station Tersein wird vorläufig leider vom Verkehre aus» geschlossen werden, weil die Zufahrtsstraße nicht fertig wurde. Die faclische Eröffnung der Bahn, beziehungsweise der anderen Stationen steht nunmehr nichts mehr im Wege, als ein Special » Uebereinkommen, von dessen Zustandekommen die l. l. Staatsbahnen die Aufnahme des Betriebes abhängig machen. Da die Nahn zunächst noch ohne die Station Tersein und ohne die Schlepftbahn zur l. l. Pulverfabrik eröffnet werden soll, forderte diese Stelle die Verrechnung der Selbstlosten des Betriebes an die Stelle des fixen Vetriebs-Coöftcienten bis zur vollständigen Eröffnung aller Stationen. Die diesbezüglichen Verhandlungen werden mit dem Verwaltungsrathe in Wien geführt und werden hoffentlich in den nächsten Tagen zu einer Einigung führen. Es wäre sehr zu wünschen, dass, nachdem die Betriebsfähigleit der Bahn nunmehr amtlich constatiert ist, lein Tag mehr ungenützt verstreiche. — (Maria«Theresien-Orden.) Wie man uns aus Wien berichtet, wird von dem Werke: «Militä» lischer Marill'Theresien«Orden,» nachdem die gesammte A»ftage desselben lange vor Erscheinen vollständig vergriffen war, noch vor Weihnachten d. I. eine zweite, un» veränderte Austage erscheinen. Die erste Auflage des Welkes ist nicht verläuflich gewesen. Mit den Exemplaren der ersten Auflage wurden nämlich außer den durchlauchtigsten Herren Erzherzogen, jlnen europäischen Souveränen und fürstlichen Persönlichleiten, welche Oberstinhaber von k. und k. vsterreichisch.ungarischen Regimentern sind, den ßsterreichisch'unganschen Reichs« und Landes>Vertretungen, den obersten Hof« und Staat««Würdenträgern, den Haupt« und Residenz« sowie Landeshauptstädten, den Hochstätlen der Wissenschaft und Kunst u. s. w. auch Heer und Marine sowie beide Landwehren der Monarchie von Ordenswegen betheilt. Außerdem hatten militärische Kreise und fast sämmtliche österreichische Mittelschulen auf das Werk sub> scribiert, und wurde die erste Auflage nur nach diefem Bedarf bemessen. Um nun auch weiteren patriotischen Kreisen den Bezug diefes Werkes zu ermöglichen, autori« fierte der Orden den Verfasser, eine zweite, unveränderte Auflage im Selbstverlage zu veranstalten und eine Sub» scription auf dieselbe einzuleiten. Der Subscriptionsweg wurde ans dem Grunde gewählt, um das Werk nicht zu vertheuern, sondern dasselbe zu dem durch die Gestehungskosten bedingten Regiepreis an die Abnehmer abgeben zu können. Die successive Fertigstellung der zweiten unveränderten Auflage wurde derart eingeleitet, dass die sub» scribierten Exemplare, soweit die ausgedruckten Kupferstich» Bildnisse ausreichen, vom 20. d. M. an sofort bezogen weiden können. Der Preis des Werkes sammt 44 Kupfer-ftichbildnissen beträgt im Subscriptionswege gemäß den eigenen Regiekosten 10 fl. für das gebundene Exemplar ohne Prachtausstattung. Die Subscriptionen sind an den, vom Orden autorisierten Verfasser und Verleger I. Lukes Wien. VIII.. Iosefstsdlerslraße 32, zu richten. — (Krainischer 2e h re r o c rei ,i.) I>, der vorgestern stallgehabten Versammlung des lrainischen Lehrervereine« h,elt Herr Professor Wilhelm Liuharl einen Vortrag über die Spaltpilze, zu denen auch die die gefährlichsten und verbreitetsten Krankheiten erregenden Batterien und Vacillen gehören. Darnach ward der Weihnachtsbaum angezündet, in dessen Gegenwart der Vereinsobmann, Herr Oberlehrer Ben da, elne Ansprache an die Versammelten richtete, in der er die Bedeutung des lichterstrahlenden Tannenbaumes für die Lehrerwelt schilderte. Mit der Vertheilung der Weihnachtsgeschenke schloss die sehr gut besuchte Versammlung, nachdem noch zuvor der unverwüstliche Vereinshumorist einen mit großem Veifalle aufgenommenen humoristifch-wissenschaft-lichen Vortrag gehalten. — (Verleihung von Stiftungen.) In der gestern abends abgehaltenen Sitzung der Handels« und Gewerbekammer wurden folgenden Schülern und Schülerinnen der hiesigen t. k. gewerblichen Fachschulen Stiftungen verliehen, und zwar: Josef Marguc, Franz Presterl, Karl Stari, Franz Ciber, Karl Cerne, Iofef Oernioec, Alois Repic, Franz Pretnar, Josef Kankelj, Varthlmä Habjan, Anton Kosmac, Iofef Perko. Cmilie Kmet und Antonia Dragar. — (Zur Einführung der Arzneitaxe.) Pas Ministerium des Innern hat. betreffend die Arznei« taxe für das Jahr 1891, folgende Verordnung erlassen: Am 1. Jänner 1891 tritt die unler dem Titel «Arznei» taxe für das Jahr 1691 zur österreichischen Pharma-lopöe vom Jahre 1839» im Verlage der k. k. Hof« und Staatsdruckerei erschienene, auf Grund der jünsten Dro-guen. Preislisten festgesetzte Arzneitaxe in Klaft. Alle Apotheker ohne Ausnahme, dann die zur Führung einer Hausapotheke befugten Aerzte, Wundärzte und Thierärzte haben vom 1. Jänner 1891 angefangen sich an diefe neue Nrzneitaxe zu halten und sich mit einem Druck« exemplare derselben zu verfehen. — (Vom Tage.) Schon duftet's und dämmert's, schon geht ein Ahnen von Weihnachtsfreude durch die Familien, ob arm und reich, und — mancher Familienvater erwägt in heimlicher Sorge schon die Lücke, die ihm die Feiertage und ihre Vorgeschichte im Geldbeutel machen werden. Auf den althergebrachten Weihnachtsständen häufen sich auch schon die Tannenbäume vom stattlichen Baum bis herab zum kleinen Schößling, über den, um mit Andersen zu reden, jüngst im Schnee noch das Häs« chen sprang. Jetzt, mit den Weihnachtsbäumen ist erst die Festzeit angebrochen! — (Oesterreichs Volksschulen.) Nach der neuesten Statistik über die Entwicklung des Schulwesen« in Oesterreich gibt es in Oesterreich 3,335.674 schulpflichtige Kinder. Von diesen genießen 21.895 Kinder wegen geistiger oder körperlicher Gebrechen gar leinen Unterricht, während 36.593 normal entwickelte Kinder sich der Schulpflicht gänzlich entziehen, und zwar in Procenten: Kcain 17, Dalmatien 23 2, Küstenland 30 5, Galizien 40 6 und in der Vulovina 52-1. Schulen bestehen 18.079, davon sind 16.688 Voll««, 415 Bürger- und 976 Privatschulen. Von den Volks, schulen waren 88 Procent sür beide Geschlechter, 6 8 Procent nur für Knaben allein und 5 2 Procent nur für Mädchen allein bestimmt. Von den 16,688 Volks« schul n sind 8400 ein«, 3916 zwei« und die übrigen Mkhrclassige Schulen. An den öffentlichen Schulen wirken 44.838 Lehrer und 13.913 Lehrerinnen. Auf eine Lehr« kraft entfielen im Durchschnitte 72'4 Schüler. — (Slovenisches Theater.) Im Saale der hiesigen Oitalnica gelangt morgen bei ermäßigten Preisen Franz von Schönthans Lustspiel «Die goldene Spinne» zur zweiten Aufführung. Am 26 d. M. geht das Charakter« bild «6o«poä Nrobglll» in Scene. — (Verleihung von Iubilä u ms« S t if« tun gen.) In der gestrigen Sitzung der Handels« und Gewerbelammer wurden die Kalser«Franz«Ioseph«l.'Iu-biläums-Stiftungen im Netrage von je 25 st. folgenden erwerbsunfähigen Gewerbetreibenden verliehen: Anton Knoblehar, Anton Sigmund, Cajetan Pogacml, Gregor Kobilca. Paul Iasbez, Johann Vilc, Ludwig Gliha und Johann Roth. — (Vom Vissport.) Auf dem Eislaufplatze unter Tiooli entwickelt sich wieder das allwinterliche bunte Leben, welches durch das heurige, besonders günstige Eis wesentlich gefördert wird. Morgen findet bei günstiger Witterung um halb 12 Uhr vormittags eine Production der Militärkapelle statt, und werden die Mitglieder ersucht, an der Casse die Mitgliedskarte vorzuweisen, ohne welche ihnen, gleich den NichtMitgliedern, der Zutritt nur gegen Lösung einer Tageskarte ü 30 kr. gestattet ist. — (Philharmonische Gesellschaft.) Das zweite Mitglieder-Concert der philharmonischen Gesellschaft findet heute um 7 Uhr abends im Saale der alten Schießstätte mit unverändertem Programme statt. —(Die Volksschule inWindisch-Lands-berg.) Einer Grazer Meldung zufolge entschied das l. k. Unterrichtsministerium entgegen den Beschlüssen der Gemeinde und des Ortsschulralhe« Windisch-Landsberg. dass an der Volksschule in Windisch-Landsberg die slo« venische Sprache als Unterrichtssprache zu gelten habe. — (Die Citalnica in Schischla) hält am 26. December ihre diesjährige Generalversammlung ab. Aus d<>r Tagesordnung steht außer den üblichen Jahres« berichten auch die Neuwahl der V»rein«su:«ctio»äre. — (Ein gestrandeter Lloyddampfer.) Aus Trieft wird berichtet: «Der Lloyddampser «Delfino», welche Montag von hier nach Dalmatien abgegangen war, fuhr bei Curzola auf, feine Lage scheint jedoch nicht gefährlich zu fein. — (Einen starken Bären) hat der Grundbesitzer Johann Wolf im Walde nächst Schwarzenbach, Bezirk Gottschee, erlegt._____________________ ^ Neueste Post. Original Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 19. December. Seine Majestät der Kaiser verlieh dem Erbgrohherzog von Luxemburg den Ste-phansorden. — Morgen beginnen im hiesigen GaiM-sonsspitale die Iujectionen mit Koch'scher Lymphe, welche in kürzester Zeit alle Varnisonsspitäler erhalten. — Im niederösterreichischen Landtag? gab heute del Landmarschall die Allerhöchste Sanction sämmtlicher Gesetze, betreffend die Vereinigung Wiens mit den Vor-orten, bekannt. Die Mittheilung wurde mit begeisterten Hochrufen auf Seine Majestät den Kaiser aufgenommen. Prag, 19. December. Das Ausstellungs-Comiti hat folgendes Communique' ausgegeben: Fürst Clary» Aldringen widmete der LandeL-Allsstelluna. 2000 st-Auch aus dem Reichen berger Kammerbezirte sind dtt Nnmeldlmgen so zahlreich eingelangt, dass die Aus» stellima. nunmehr sachlich und finanziell vollkommen sichergestellt erscheint. Budapest, 19. December. Die Hofgeistlichkeit de« Fürstprimas veröffentlicht im «Nemzet» eine Erklärung, welcher zufolge die Briefe des Cardinals RampoUa nicht durch sie an den «Magyar Allarn» gelangt sind- Trieft, 19. December. Die anlcisslich der s>"' hüllungen Labruyere's vorgenommenen Erhebungen ergaben, dass Padlewsli mit dem am 1. December von hier nach Santos abgegangenen Lloyddampfer der bla-silianischen Linie nicht abgereist ist; ein anderer DaM' pfer aber ist feit dem Attentate auf den General Sel'-verstov überhaupt nicht nach Amerika abgraMgen. Das russische Eonsulat in Trieft wurde von dem Resultate der Erhebungen in Kenntnis gesetzt. Rom, 19. December. Wie verlautet, wird der Papst anläsblich der Entgegennahme der Glückwünsche des heil. Cardinals Collegium« am Vorabend des Wely< nachtsfestes eine Ansprache halten, welche die gege^ wärtige Situation der katholischen Kirche und die Last des Papstthum« in Italien zum Gegenstände haben ft"- Paris, 19. December. Der «Soleil» meldet au« Dünlirchen, dass der Dampfer «Budapest» auf der Fahtt von Kiel nach Messina, fünfzehn Meilen nl>ro< lich von Ontssant. infolge eines Lrcls untergegangen fei. Die aus eilf Mann bestehende Schiffsmannsch"' wurde vom belgischen Dampfer «Reocin» gerettet.^^. Aunst und ^litevatuv. — («Eva Leoni»,) Roman von M. Bernhard. V"W von Friedrich Schirmer in Berlin. Preis b Marl. Dies" h"vA Roman eignet sich zur Lecture für das weibliche Geschlecht- ^ ist die Geschichte einer jungen Frau seit ihrer frühesten. , .^, Kindhnt bis zu den Tagen dauernden Glücks, welche uns '« . muthiger Form dargebracht wird. Vei der beuoistehenden «' nachtszeit sei aus «««« k>«/ » n°n« zon fi. I85>?»'1»8 3l' l»«Ntl » . MnWl lWfl. ,«ll»,4l.30 >»»4er Etaa,«l° >°/»»l>m,.Psbbr. b 1»«fi, - <4»?b'«S?l' V/. vest, »oldrenle. fieuerire« . ,<>? 6l> 1«? ?ü ölNeli,Nottn«ntt. steuert«! . ,<>1 40 i"i «, «»rauli««e Vlltndllbn. e«wl»vrr«l,llil>»n,c». tUwbtlhbadn ln V fteuerttel . «zz, - 1«8 - ^lanz Inlrph.Vllh" w Kllber . ,,4 75 !n, «»bwel« »W st, ü. w. »,?'- LL1 - l>elto Enlzb,'lirol »W st, 0. w. ,<,y - »in- tlljllbelhblll,!, ttir »<»<> Marl . 108 — " » '« "«» ftii WN Marl 4°/,. . - I,»'>c,l18 75 5lanz'I«ltph<«al,n »m. l»84 . 95^0 »>n gs> «°r»rlb«,tr Vllbn »»«f! «»«^ «» »ü l>3 «b an«, «°id«n»e 4°/. .... ,!,L«'l30! 'etln Papieiltnte b°/, ... US «ü ,0l<» si l»n«, E<,fnb,<«lnl.,onfi.«,W.O. «,8»u l,4— >t». dlo, cumul. Ltülle . . 9» »c rs 4l» «°. Oftbabn.Piluliläten . . —— — — «°. N!aatt°0bli°at. d. 1.18?« 11« ?b ,11 b» »t°. Kjtin5thent.Kbl.^>b,100fl. 90 80 -- 't». Vlüm. «Nl, K «W st «, W, 185'— '»!>'?ü l>t°. blo ^ 5«fi,e W, 1»40 1»? b<) «elb War, Grnndtntl.-Otlligllttonen «ül ION ff, CM.). ö°/o llllll,,sche...... Il,8 »?; «04 iü K«/„ mühr«cht...... 10».^ — - 5°/» ftrain und KuNenlanb . ^.^ — _ b°/„ nieberösterltlchisch, , . . 109 5n '1U - 5°/, sttwsche...... _ _ - ^ 5°/» trolltiscke und slavonNche . i«4_ i<,4b<» 5°/o fiebenbürailche . , . . 109 ^ —- 5°/» lemes« Nana» , . . i„8 zo na — z"/„ unanrisll»...... 88 5l, 88 !>n Andere össeutl. Nnlchen. Pl>Nllü-Ncg.°LoIt L°/, 100 fl. . ,^.70 ,gi — t:°. Nnleche 1878 . . ,yz.^ ,m-hl, Nnlebtn der Gtadt Vör« . . ,1, _ _ .. Nnlehcn b. vtabtgemewde Wlen ,s<._ ,^4 4» Prüm.'Anl. b. Otadtgcm. W!en 14? 7z <4X-z!f. V»r!fNbaU'»lnIel,rn verlo». ^>/„ «,g.^. gg ^ Pfandbriefe «ül 100 st.). Vobrncr. all«, «st. 4°/, » . ,,z 50 „3.5» dt« » <'/," ° - - - ,no - - lon 75 dl°. ' 4"^ ... H7,,z 97 gz, btl>, Prüm..Ochulbv«rlchr. 3«/, ,s»g 50 109-— l^cft, .,5 Prlllritäts-Obliglltlonen (für 100 st,). yerdlnand» siurbbahil . 4>/,",» , 88 3» 99 - Vor, Oetterr. «ordwestbahn , , , ,05 4" «n« - 3taa«bahn.......187 —187 5.9 Nükbahn il ^^......>43'7t, 15« 7l> » k b»„ , . , 117— ll«'- Una,^a»ler Htült) ««ditlolt lO0 fi...... <84 b(» ,8V- lllorv'Lolt 4« fl...... b4»'. 5525 4°/„ tionau.Dampfsch. iou fl. . <»«'— '»8 - «albacher Prä«..«nlel,. »0 »l, »«'?^ 2^» 75 0»e»er Lose 40 st..... 5» ^ 5« - Plllffh'llole 40 fl...... 51" - 5» —^ Nvthen Nieuz, öst. «es. d,, lo fl, 18 9i> 19- «udolph'jjose IN fi..... 19 — 19 5> ßaln'üllse 40 fi...... «s, — «« 7« 3l..Gt!!°l«'Uost 40 ft. ... S3 — St — Waldfirin°Lolc «0 st. . 35'- 36 — Wlnd!sch-Vräh-«llst 20 st. . . «'50 47 5» »tN,..Och, b,»«/,Prän,..Tchulo. verlch b. VobencrebltanNal» »?'^ 29 — Vaul. Nctlen ^der Vtüll), jlNgIo»Otft, Vanl iNX) st. 60"/, ». zg<» 8l» »60 8» «anloerew, Wiener 10U st.. . n3 9l> K4O'» >Ubncr..«nN, «ft. »UV st. O. 40«/»!»U1 " 332 bU fi, 30» 25 802 75 Treditbanl, «Ua, un«. u«»l» ft. . 3b8 »5 übü 75 DtpoNttnbanl, ^lllz. ^00 fl, 198 bl» !»9 bl> «cllMp.r H>1.,Ndr,N, üun st. »9> — s0l»'— Hlro' u. e.«.. ü ,!; 213 6', 0rs»err.',!N!,ar. Nanl »00 st. , l»?» »«» . Unionbanl »00 fi......237'..?«? 5, Verlehribanl. «ll«. «40 ff, »5? «, ,ü? 75 Actleu von Trausport-Unternehmnnnen. Nlf0lb°Fluman. Vahn 2lX)fl. 3, ,<,<> 25 »«i^ ?l, Vöhm. Nordbahn 150 fl.. . , ^,^ __ »0^-. . Weftbahn «0« fi,. , . zig ^ »,, .. . ö(w sl. ««, ,«5, n',« bt°, cm. «,) ilWfi. . ,83_ 47! - Donau > Dampsschlssfahrt. «e!.. l>fterr. 5l»0 fi. «M. , . „7z ^ »75 Dräu»««. lV.-Db.-Z.) » st, L l«,?.^ ,,8«! Dul'Uooenb. «»l'V. ^b. 10W fl. «W, ,74z ,755 «al.Carl.Lub»»..«. ^00 ff, ««z ,„,7^ „«, 21, »emb.»llzerno».«Iassy. Eisen» b°hn-«esell1ch. »Wfi. «. . , 2»? - «»8 — üll»hd,«ft.^una.,Tiu00 fi. 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