u SB snorbutatc gntung Amtlich«! Organ dei K und tiolirWNtmtgi %- d- MfiU* Badgasse Nr. 6. Fernrut) , 25-69. — Ab 18 Uhr ($ Uv nMr aM| Fernruf tttfil •rr«iehlMf. ^ ÜHVffUBtt« Zm».hnft^ weroen nicht rückeesandt. — ^fffU r- Po^tKheckM^to Wien Nf. 54.008. VMlaK 25-68 Ni frrf^t\H%l; Qft Antraf«« St«irischon Heimatbundat ilrsct^eint wöchentlich stchsmal als MurMnzeitung (mit Ausnahm^ dor äonn- u. »'ei«rtag«>. öeiugapwi (im voraus «tonatlich KM 2.10 eipichJ. |iu#t«H- ge^Ühr; bei Liefefiing ii« au^Mgli^h Porto; bc\ Abhole« »n ^er Ue- 8Gh«ft9«tel)« RM 2.—. — «nd cr^ugsbestellungen tn der Verwaltung. 3tf. 227 Dltorburfl (|. iProu, igrtitofl. la. e»pt>m6cr ifl« 91, ^oOrqonis Sprengsfoll in britischen KuriergenSck Ntii# iiil|illlliing«n Ubtr MactMnfchifton cl«r ehemvli^sn fngllcch»!! Qoiandtuchaft In ■•Igrid Umfmgralch« Spr^ngtioff^Fund« Im 0«r|«ii dcit Q«s«in(jl«€Hbisp)ie Ange-t stellte Pan^tsch der ehemaligen engli-i sehen Oesaiidtschaft gestaji>d, er iu-sammen mit drei Gehilfen awel Ta«P vor der Abreise d^s npr^amirljcanisphen Kensuls Raiikiil auf dessen AnoNf^M"« h^ 2E Packungen m|t SprengKörpf rn i bäudes vfriraben habe. Aus dem Geständnis des Punltseh gtht iiervor, daB die 6f>ren]ikörper in Ki&ten ö«r«?ii «pifiifi^ äufiwe aus Athen i^ch Bc^lgrsd Se seien vom engüsehe« MaHnaattaehea Master-son, dnaM Qftiiiieii Olen sowie den IIIKI Wood« iif a^h» untorg^** tiracht worden« Or^uniM ^tin«ten 4)6 AM»Miiißn P«nlU^8, Es wui-dtp Ngend« Sm^Klförpef varniund^i 4OQ Spreng-kdr^ von 130 Mnlimttef und 9 M'il^^r 10 iro99 s^VJärp Qtr. 170 Milliw^tef lang |ind 23 MUü-meter etuflf, 53 v^öHJ«, dener englischer Fabrikate, 6 verlötete Kapseln mit zweifacher AwfliänK^vorrich-tung, sechs Blechkapseln mit ie 1^ zu-samm^nstecKharen Z^HufoldbefiljHfni, Inhalt vermutlich Sprengstoff. AllBerdem wurden grolte Menr:en Zündschnüre upd Ziln'^keTzen anf^ltefnnden. Dieses hochexplosive Snrenffmaterlfll war an lÄnf Stellen des Parks In etwa 7H gm Tiefe vergrshen, In den letzten vier Moimteii vor ^^s-brucli des deutsch-iugoslawisclicn Krieges wurden, wie aus den Angaben der serbischen Angestellten der britischen üc- sandtschaft hervorgeht, wöchentliuh em-bis zweimal dureh Kurier aus Salu^üki und Athen olt bis 9u acht Kuriersäcke mit einem Taxi in das Gesandtichaftsr g^biiMde gebracht. Der Spreniestoltund ht der englischen OesandtaolMilt In Belgrad bringt den ein* wandfielen Beweis, daB iüinlks)i wie in andafen atideiirppjüaoKe^ Staaten die engis^H^ DiplanMiten nnter iviiabcjwtph d«r immnnt^^ d^ s«af«t WYM) aitsammonawli^et hfi-im^ Ihre MaQ|ienspel d^r rastlosen Energie Hifhnleins trägt. Per Krjeg wird zur großen Bewährungsprobe fiir das HSKK, Wa-s f^ühn-lein in seine NSKR-F(ihrer und -Männer in langer Friedensarbeit unter dem Wahl-spruph »Im Qroß^n deni«ß« — im Kleinen arbeiten« fiineinlegte, trägt reichste Früchte. D-ie gelstlgp Beweglichkeit Hühnieins is^ eine der Ursachen jener zahlreichen und wichtigen Sonderaufga- ben, diie ihm und defjfi NSKK von Partei. iimiiiMHiiiMiilHNi|WtiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiii|iiiiiimHiii|iiiiii|iiniii|iiiii^ Hortliv im Fniirertiauptquartier Dfr IUh»«r varllvh dam kgl. ungarlMK«n R«kh«v«rw«>»r dM aitttrkrfvi 4»s liaamm KrcuiM Au % dem Ftihrerhauptquartjer, \\. September. Auf pipladuns d(^ Fülirers stattete der Relohsvarwesor des iLöitlgr^ohes l-^nSflcn von florthy vom 9, bis IQ. September dotn Führer in seinem Führer* liauptquartier an der Östiront einen Besuch ab. Der Reichsverwesar war begleitet von dem kgl. ungarlsehen Minlsterpräsidanten und AuBenminlster von B^dossy »qiwie dem ^ii^ vnsarisch^n G^neralstab^ Feklmarschalleutnant Sfsom^Vlyt w unxaris«li« QmiHttf in Berlin Ftldmarschalleutnant iatpiay deutsehe GesawltP In Oudlff«t von Jagaw nahmen gieifshfaüs an d»r Reise des Reichsverwesers teil. WMhpend des Aufenthaltes ianden Be^ spr^lmng^ zwischen dem Führer un4 dem Relchsvf}rw9^ über die pPlitisiflie lind miütiirisptie taga statt, Die B^^or«-cfiung^ war^ l(etrag?n von dem pefst der trgdltipnelten Waffcnbrild^rsghaft (ter b^ld^ VQÜtpr, die heutP im Kemeln-samnn K^nipi g^en den Bolschewismus ihre B^wäiinwiK nndet. An dep politischen und militärischen Besprechungen nahmen von deutschsr Seitp der Reichsminister des Auswürfi-.gen von Rlbbcntrop mid der l^hef des Ohe Staat und Wehrrnacht iibertraseii wurden. Vom äußersten Norden bis nach Afrika reicht der Oesamteinsatz des NSKK, Hmideritausende von Führern und Männern des Korps trugen den Rock der Wehrmacht oder stehen im braunen und feldgranen Rock des Konps vom Atlantik bis in die Sowjetunion hinein, vom PolarKreis bis zum Schwarzen Meer. Daneben aber geht auch in der Heimat der Dienst unentwegt weiter. Hundert- M(it-Kaiiipiiiniiip9 schlössen und vernicntet Bisher 20QQ Gefangene aingabraeht Berlin, 11. September. Im mittleren Abschnitt der Ostfront schlössen g^tern die deutschen Tni|)pen eine sowietis^ha Kampfgruppe ein und vernichteten sie. In den VernicHtnngs-k^mpfen und bei Anfr^umMUg des K(5s-sets wurden bisher 2000 G^^ngene eingebracht. >♦' Oberkommandos der Wehrmacht Qene-rallQldmurscliall Keltel umj \x)n ungarischer Seitq der kgl. ungarische Minist;r-Prdüldent und Aulienminlster von F5ar-dQ§sy und der Chef des ungarischen Ge-neralstiiops Feldmarschalleutnant Szoni-batliely tQil. Während seines Hauptquartier des Reichsverweser von Hortliy dem Oberbefehlshaber de>> Heeres Qeneralfeldmar-schall von Brauchitsch im Oberkommando des Heeres einen Betiucli ab und folgte 2um Abschluß seines Aufenthaltes einer Einladung des Reichsmarsphalls Qöring in sein Hauplquartier. Die Besprechungen des fifi^rs mit dem Reichsverweser ddp Königreiches Ung«im yon Horthy fanden am 10. Sap^ tembw ihren AhsehlMf}. Der Führer verlie^i in feierlicher Form dem Rel^hsverweser in dessen Eigenschaft als oberster Befehlshaber der kgl, ungarischen Wehrmacht das Ritterkreuz des Fisernen Kreuzes. Der Führer ehrte damit dl^ Tapferkeit der kgl. ungarischen Truppen, die in treyer, bewährter Waffenbrüderschaft S^ite an Seite mit den deutschen Soldaten gegen den bol-Aufenthaltes im ! schewlstlsohen Feind europäischer Kul-Führcrs stattete! tur im Felde stehen. tausende finden in den Reihen des NSKK ihre vormilitärische Ausbildung auf wehrsportlichem und auf kraftfahrtech-nischem Gebiet — und immer neue Tau-sende von Motor-Hitler-Jungen wachsen in der Betreuung des Korps als die zukünftigen Krad- und Panierschützeu heran. l>iese gewaltige Kraftleistung der motorisierten Gliederung der Partei ist das Ergebnis der zähen Schulung, die schon in der Kampfzeit der Bewegung begann und im großen Schicksalskaniipf des deutschen Volkes ihre höchste Bewährung findet. Korpstüjirer Hühiilein — um nun des persönlichen Schicksals des Mannes zu gedenken, dem das NSKK allei» verdankt — wurde am 12. September l^^l in i Neustädlein (Oberfranken) geboren. Die Schulzeit verlebte er in Bayreuth, dessen Eiirenhürger er heute ist. Seine .sol-datiselie Natnr drängte ihn zum Offi-ziersbernf. Fahnenjunker. KrieKSSchule und Kriegsakademie in München und Kompaniechef, Batailionskoel Tag und Nacht an. Ihr Kampf erfaßt zu allen Stunden der Tages- und Nachttzeit die gesamte front vom hohen Norden bis zum Schwarzen Meer. Unsere Luftwaffe unterstützt die finnischen Venbände zwischen dem Weißen Meer und dem Ladogasee mit Bombenwürfen auf die Felidbefesliigungen, Artilleriestellungen und die sowjetischen Nachschübe. Sie bombardiert die Schiffe auf dem Ladogasee, auf dem bolschewistische Truppen vergeblich aus der Ein-schließuntg von Leningrad zu entkommen suchen. Sie z*erstört im ein.gekreisten Leningrad die Industriewerke, die Versorgungsbetriebe und die Befestigungen bei Tag und bei Nacht. Sie wirft ihren Bombenhagel auf Truppenansammlungen, Feld- unid Artilleriestellungen, wie Marschkolonnen zwischen llmen-See und ostwärts Smolensk. Sie zerstört die Eisenbahnlinien hinter der Front der Sowjets, vor allem im Raum Brjansk-Lgow und Konotop-Rylsk. Sie macht die sowjetischen Flugplätze unbrauchbar, vernichtet Flugzeughallen und Flugzeuge aus der Luft wie am Boden täglich m großer Zahl. Sie trifft motorisierte Kolonnen, bringt Eisenibahnzüge zum Entgleisen, zerstört Bahnhofanlagen mit Bomben schwereri Kailitoers, kännpft Flak- und Fel'dlbatterien nieder un'd vernichtet Schiffe im Moon-Sund wie auf dem Dnjepr. Sie versenkt u/m die Krim Trup-| pentransporter und Kriegsschiffe der j Sowjets. Sie läßt Mosikau ebensowenig 1 zur Ruhe kommen wie Odessa, wo Indu- ^ striewerke oder Schiff ebei Tag und bei Nacht getroffen werden. Keine sowjetische ' Stadt hinter der Bolschewistenfront bleibt von ihr verschont. Die deutsche Luftwaffe hat In der fln-Tiischen, slowakischen, ungarischen und italienischen Luftwaffe Waffenbrüder, die täglich In gleicher Weise wie sie selbst kämpfen. So entscheidet sie durch ihre Überlegenheit an Mann und Material überall bei den Erfolgen der Wahrmacht an der Ostfront mit. lagdgeschwader MOMen^Ober 2000 Abscbiisse ElnzlsartlRe Leistungen ehier verschworenen Kanvirfgemeinschaft Berlin, 11. September. Das Jagdgeschwader Mölders errang am 8. Seiptember seinen 2000. Abschuß. Den 2001. Luftsieg konnte Beokh durch Abschuß eines sowjetischen Jägers erringen. Bis zum 10. September wurden vom Jagdgeschwader Mölders insgesamt 2033 feindliche Flugzeuge fibge-schossen, davon im Osten 1357. Ferner wurden 188 Flugzeuge durch Bordwaffen am Boden vernichtet und 110 Flugzeuge durch Bom-ben am Boden beschädigt oder zerstört. 142 Panzerkanrpfwagen, 16 Geschütze, 34 Lokomotiven. 75 Fahrzeuge iiiniiiiiiiniiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiMiiiiiiiiiiiiinniniiiiiiiiiiiiimiiniiiiiniiiin Ingriffsaperaliolien in Ostei Erfolgraichar Varlauff — Zarslörta Bahnanlagan in Nardägyptan Führerhauptquartier, II. Sepfemiber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten verlaufen die Angriffsoperationen weiterhin erfolgreich. In Nordafrika erzielten deutsche Kampfe ftugzeuge am gestrigen Tage Bomben-volltreffer ki Vorratslager des Feindes bei Tobruk und Marsa Matruk, zerspengten Kraftfahrzeugkok>nnen und zerstörten Bahnanlagen in Nordägypten. Im Oolf von Suez vernichtete die Luftwaffe in der Nacht zum 10. September ein Handelsschiff von 6000 brt. Bei Luftkämpfen vor der nordafrikanischen Küste verlor der Feind am 9. September fünf Jagdflugzeuge. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder »j«i Tage noch bei Nacht statt. neier Binbrncb in sowieiische Stellungen im Nordabschnltt Sehr schwere Verluste der Bolschewisten Berlin, II. September. Ein erfolgreicher deutscher Angriff im Nordabschmtt der Ostfront führte gestern tief in die sowjetischen Stellungen. Die deutschen Soldaten drangen bis zu den Artilleriestellungen der Bolschewisten vor. Sie vernichteten und erbeuteten 20 Geschütze, darunter mehrere vom Kaliber 20 cm. Ein sowjetischer Divisionsstab wurde überrascht und zersprengt. . An einer anderen Stelle des gleichen Frontabschnittes machten die deutschen Truppen in erfolgreichen Kämpfen dreihundert Gefangene und vernichteten mehrere sowjetische Panzerkampfwagen. In allen Kämpfen, die am 10. September im Nordabschnitt der Ostfront stattfanden, hatten die Bolschewisten sehr schwere Verluste. Die vordringenden deutschen Truppen stießen in sowjetiscfie Marschkolonnen und zersprengten sie unter schweren tsolschewistischen Verlusten. Hellige Rimpie im Raum von Riew Sowjetische Verbände zerschlagen und in versprengte Gruppen aufgelöst Berlin, 11. September. Im Raum nördlich Kiew entwickelten sich gestern in dem At>schnitt einer deutschen Division heftige Kämpfe. Die deutschen Truppen zerschlugen im Verlauf dieser Kämpfe die sowjetischen Verbände und lösten sie In einzelne versprengte Gruppen auf. Eine größere Ortschaft wurde erotsert. Im Kampf um diesen Ort machten die deutsclien Truppen 1200 Gefangene und erbeuteten 60 Geschütze, 90 Maschinengewehre, eine größere Anzahl Kraftfahrzeuge, Pferde und Munition. In gleicher Weise war die Nachtwdivi-sion erfolgreich. In ihrem Bereich wurden nach vorausgegangenen Kämpfen etwa die gleichen Gefangenen- und Beutezah-len festgestellt. Vergeblicher Anschlag auf eine . DnieprbrIIcke ' Berlin, 11. September. , Einen erfolglosen Versuch zur Zerstörung einer Qnjepr-Brücke unternahmen die Sowjets am 10. September. Sie ließen auf dem Fluß brennende ölschiffe stromabwärts treiben in der Hoffnung, daß sich diese Schiffe ouer an die Brücke legen und sie in Brand ^tzen würden. Die Schiffe blieben jedoch weit vor der Brücke auf, Sandbänken hängen und brannten vollständig aus. : ' " ^ und Napoleois Schidtsal Englischar Mllltärschriftsfallar warnt bllnda Optimlstan Genf, 11. September. Bei der britischen Agitationsflut, die jeden Sinn für *die Wirklichkeit zu verdunkeln sucht, sieht sich der englische Militärschriftsteller Liddel Hart in der »Daily Mall« veranlaßt, allzu Leichtgläubigen den Irrtum vorzuhalten, wie töricht es sei, so zu tun, als sipiele es fiir die Sowjets überhaupt keine RO'lle, wie weit sie sich zurückziehen müßten. Eine solche Ansicht, so führt Hart au^i, übprsehc die Tatsache, daß beispielsweise zwei Drittel des Eisenerzes und die Hälfte des Stahls neben anderem kriegswichtigen Material für die Sowjets aus der Ukraine gekommen sei. Die Hoffnung, die blinde Optimisten auf neue Möglichkeiten zur Hilfeleistung durch die i3esetzung des Iran gesetzt hätten, seien wegen der schlechten Verkehrsverhält-ni.sse dabei weit übertrieben. Auch mit dem Lieblingstraum der Briten, daß die deutsche Armee einem napoleonischen Schicksal anheimfallen könnte, räumt Hart auf, indem er schreibt, daß der Winter auf die deutschen Truppen nicht solche Wirkung haben könne, wie 1812 auf die Armee Napoleons. »Damals«, so stellt Hart nüchtern fest, »seien die rückwärtigen Verbindungen \on Napoleon völlig vernachlässigt worden. Man habe vor über hundert Jahren mit unzulänglichen Mitteln im Antransport zur Front arbeiten müssen. Die Tatsache. daß dies alles für heute nicht mehr gelte, mache die Illusion eines gbi-chrn Schicksals von vorneherein zu-iiichte. aller Art und ein Parwerzug wurden vernichtet 354 Tiefangriffe wurden auf feindliche Flugplätze, marschierende Kolonnen, Batteriestellungen. Bereitstellungen feindlicher Heeresgrup(pen, Eisenbahnzüge und sonstige militärische Ziele durchgeführt. Dem Jagdgeschwader gehören 16 Ritterkreuzträger an. Die obengenannten Erfolge wurden m 12.252 Flugstunden errungen. Das Jagdgeschwader Moldens hat hierdurch wesentlich zur Niederringung der feindlichen Luftwaffe beigetragen und gleichzeitig erfolgreich in den Erdkampf eingegriffen. 1238 Lnllsiege des Bescbwaitors Itaulloll Sieben Angehörige tragen das Ritterkrene Berlin, 11. September. Das Jagdgeschwader unter Führung seines Kommodore, des Ritterkreuzträgers Major Trautloft, erzielte am 7. September seinen 1200. Abschuß ui>d hat seither die Zahl von 1238 Luftsiegen erreicht. Unter den im Osten ab^schossenen 850 Flugzeugen waren 500 Bomber und 350 Jäger. De^ 1238 Luftsiegen des Geschwaders stiehen lediglich acht eigene Verluste gegenüber, Dom Geschwader gehört der Eichenlauibträger Oberleutnant Philiipip mit 66 Luftsiegen an, sieben Angehörige des Geschwaders tragen das Rittenkreuz des Eisernen Kreuzes, 14 Flugzeugführer haben 20 und mehr Abschüsse. Eine einzige Staffel schoß allein 208 Gegner ab. Der erfolgreichste Tag des Jagdigeschwaders war der 30. Juni 1941, an dem bei einem starken Angriff der Sowjets von 80 anigrelfenden fcitidilohen Bombern 69 abgeschossen wurden. Am 6. Juli 1941 konnten 605 und am 7. Juli 60 Luftsiege errungen werden. Sechs Flugzeugführer mußten im Feindgebiet notlanden. Sämtliche sechs Flugzeugführer schlugen sich In Zeiträumen bi« zu zwölf Tagen wieder bis zu den eigenen Linien «durch. Bmenler laflangrifl ari ImriRimd Brande hi allen Teüen der Stadt Berlin, 11. September. Im Laufe des gestrigen Tages und lin der Nacht zum II. September wurde das von den deutschen Truppen auf allen Seiten umschlossene Leningrad erneut von deutwhe.i Kampfflugzeugen angegriffen. In allen Teilen der Stadt brachen große und viele kleinere Brände aus, die von den deutschen Truppen vor Leningrad noch lange beobachtet werden konnten. Bedenlende Stnki-llrfolie Im ■iltkr'n Frontabachnitl Berlin, 11. September. Im mittleren Abschnitt der Ostfront unternahmen gestern deutische Sturzkampfflugzeuge ausgedehnte und heftige Angriffe gegen militärische Ziele. Trup-penansammluiigen und Gleisanlagen wurden mit zahlreichen Bomben belegt und verschiedene Bahnhofanlagen, Bahnhofgebäude und Verladerampen durch gut-liegende Treffer in Bra-nd gesetzt oder zerstört. An anderer Stelle wurden zu gleicher Zeit Artilleriestellungen und sowjetische Panzeransammlun^gen mit Erfolg angegriffen. Neues iapaniscbes RanpHpiamer llr die Landesverleidiiinfl Tokio, 11. September. Das japanische Kriegsministerium gibt die Einrichtung eines neuen »Haiiptqüar-tiers für die Landesverteidigung« bekannt. das unter dem direkten Betchl des Tenno steht. Der Qeneralinspektor für die militärische Prziehung, General Yamada, wurde zum Kommandanten dieser neuen Kommandostelle ernannt, die »für die Verteidigung Japans, Koreas, Sachalins und Formosas verantwortlich ist«. lapan verscbürlt die Blockade an der chinesischen Riiste Schanghai, 11. September. Vizeadmiral Koga, der neue Oberbs-felilshaber der japanischen Flotte i den chinesischen (jcwässem. wird die von seinem Vorgänger in Kraft gesetzte Verordnung, nach der alle F'"iiliricn chinesischer Schiffc an der b'ockicrtcn Z.me der ch'nesiFv-lieii Küste verboten sind, nodi weiter ver^chärfeu. Vummer 227 »MarHunrer Zeltuns:« 12. Septcmt^er 1941' ?elte ? Jaropa gegen den Ungeist der Zerstörung" Ein Aufruf d«t ungarisch«n Ministerpräsidenten und Aussenministers von Bardossy Budapest, 11. September, Der kgl. ungarische Ministerpräsident und Außenminister von Bardossy erließ heute über den Rundfunk folgenden Aufruf: »Das ungarische Volk steht heute zum zweiten Male von Angesicht zu Angesicht der bolschewistischen Anarchie gegenüber. Das erste Mabvor 22 Jahren mußten wir mit ihr im eigenen Lande fertig wer-* den. Damals waren wir nach den Blutopfern des Weltkrieges erschöpft, und so hatte sie anfangs ein leichtcs Spiel mit uns. Monatelang mußten wir ihre Schrek-ken und ihre Schmach am eigenen Leibe erleiden. Diese aus Haß, Neid und Gewalt geborene Anarchie, die mit dem lügenhaften Anspruch auftrat, die soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen, verwüstete unser nationales Leben und zerstörte unsere moralischen und geistigen Güter. Nach den Leiden von viereinhalb Monaten fand sich die Nation wieder, und sie stieß aus ihrem Körper das Gift wieder aus, dessen Ansteckung seither für sie keine Gefahr mehr bedeuten kann. Als jedoch das ttefreundete Deutschland seinen gigantischen Kampf gegen den im Osten Europas lauernden Schrecken begann, nach dem brutalen und blutigen Sowjetangriff auf unsere friedlichen Städte, übernahmen wir im Bewußtsein unserer europäischen Pflicht auch sofort unseren Teil an dem großen gemeinsamen Ringen. Unsere Blutopfer in diesem neuen Kreuzzug bringen wir an der Seite der deutschen Wehrmacht und im öeiste d-alten Waffenbrüderschaft, gemeinsam mit den Söhnen vieler anderer Völker. Von Dank und Segen der ganzen Nation begleitet, wissen unsere wackcrcn Soldaten sehr wohl, warüm sie kämpfen. In den Städten und Dörfern, in die sie ein- ziehen, erleben sie all die Barbarei, all da Elend und Leid, das die Sowjetherrschaft mit sich bringt, in seiner schrek-kenerregenden Wirklichkeit. In der Kriegsbeute aber, die ihnen in die Hände fällt, sehen sie mit eigenen Augen immer neue Beweise dafür, welche Pläne diese Herrschaft gegen Europa geschmiedet hatte. Ziel dieses Ringen ist der Schutz der christlichen Gesittung des Atiendlandes. Ganz Europa steht in ihm dem Ungeist der Gottlosigkeit und der Zerstörung ge-genül)er. Der siegreiche Kampf, in dem die vereinten Aufbaukräfte der europäischen Völker heute unter der zielbewußten Führung der Achsenmächte stehen, geht um die Grundsätze, nach denen sie über ihr eigenes Leben ganz Europa im Zeichen der wahren sozialen Gerechtigkeit und der Gemeinschaft neu zu errichten entschlossen sind.« Selbst wenn es nur In der Nihe des Nordpols war Auch die USA lachen über die sonderbare britische Spitzbergen-Expedition Ncwyork, 11. September. Die von London mit großem Stolz gemeldete ' Operation auf Spitzbergen, durch die England bekanntlich mit ungeheurem Aufwand weit in der Arktis, dicht an der Grenze der bewohnten Welt, Truppen landete und die dort ansässigen wenigen Norweger nach En;^-land schleppte, ist auch in USA mit einigem Befremden aufgenommen worden. So schreibt »New York Post«, je mehr sich der Beobachter in USA mit dieser sonderbaren Expedition befasse, umso größer werde die Verlegenheit. Das größte Rätsel, so schreibt das Blatt, seien die jkngantischen Ausmaße, mit denen dic-Exipedition ausgeführt wurde, obgleich Spitzbergen bekanntlich nicht •besetzt sei. Das zweite Rätsel sei die Zerstörung der norwsegi'Schen Kohlenbergwerke und Kohlenvorräte auf Spitzbergen, zumal die Eisbildung bereits eingesetzt habe. Das dritte Rästel brlde die Evakuierung aller Norweger und die Zerstö-runc der drahtlosen Station in der Nor-wcgetiko-lonie, obwohl keine Anzeichen vorhanden gewesen seien, daß die auf Spitzbergen befindliche sowjetische Armee das Gleiche getan hätte. Das einzig Nützliche, das die Exptidi-tion erreicht habe, sei, so heißt es hier, daß sie dazu beigetragen habe, den Druck seitens der britischen Kommunisten abzuschwächen, die nach einer em;-lischen Kontinent-Invasion schreien. Es wäre zwar keine Exipedition nach dem Kontinent gewesen, schließt »New York Post« ironisch, aber es war wenigstens eine Expedition, und die Engländer hätten dabei mit ihren bolschewistischen Verbündeten gewetteifert, indem sie auch einige Verwüstungen anrichteten, selbst wenn es nur in der Nähe des Nordpols gewesen sei. ..europSlsche Neger" Ein Genfer Blatt zu den Träumen Englands und der USA Genf, 10. September. Die in Genf erscheinende französische Zeitung »L'Efforl« kömmt auf den kürzlich in der »Times« veröffentlichten Plan l'^nglancls und der USA zurück, den Sow-Ifi dem Kriege eine beherrschende Stellung in Europa einzuräumen. Wenn es nach den Wünschen dieser Staaten ginge, so schließt das Blatt, wä-r.en wir also dazu berufen, unter Sowjet-herrschaft zu kommen. Unsere Meinung spielt dabei keine Rolle. Wir sind für Albion »europäische Neger«, die es ohne Bedenken einem Sklavenhändler anvertraut. General Dentz nach Franbreicli zurachgehehrt Vichy. 11. September. fler aus den Dampfern »Koutoub'tu lind »I'Jjennc« bestehende Geleitzug, mit dem die letzten französischen ^ija^en und Zivilisten, an ihrer Spitze Armee-sreiieral Oentz und die französischen Oe-nerälc und Offiziere, die von den ländern als Geiseln wochenkiiig in Jerusalem festcelialten worden waren, nach Erunkreich zurückkehrten, ist nun in Marseille eingetroffen. Ilnenniidliche Angriffe In Nordairika Die Taten der deutschen Kampfflugieuge an einem Tage B e r 1 I n, 11. September. Die. Größe des Kampfes der deutschen Luftwaffe in Afrika wird anschaulich, wenn man einmal die Taten der Kampfflugzeuge nur eines Tages übersieht. Aul dem weit ausgedehnten Raum von Libyen, Ägyiptcn, Nordafrika und im Mittelmeer haben deutsche Fernkampfflugzeuge den Schiffen und Flugplätzen, militärischen Anlagen umd Hafembetrieben zum Beispiel am 10. September keine Ruhe gelassen. Ein Handelsschiff von 8000 bis 10.000 brt wurde getroffen, der Flugplatz Abu Sueir wurde mehrere Male bombardiert, Alexandria und Port Said erhielten Bombentreffer, d^^r Flugplatz Gereifa wurde mit Bomben belegt, im Großen Bittersee wurden Schiffe, darunter ein Frachter von 4000 brt, getroffen, der Flugplatz fsmaila sah seine Gebäude unter dem Bombenhagel in Brand aufgehen, Truppenansammlungen bei Sidi Barani und Marsa Matruk wurden auseinandergesprengt, drei Zerstörer vor der Küste angegriffen, die Ausladestelle In Tobruk mit Bonrben belegt, der Ostteil von Tobruk und der Nordteil von Marsa Matruk getroffen und der Bahnhof hier wie in Abu Haggag bombardiert. So beweist die deutsche Luftwaffe auch in Libyen, Ägypten, Nordafrika und im Mittelmeer, wo Malta immer wieder an- gegrifen wird, ihre Luftherrschaft in unermüdlichen Tages- u;id Nachtangriffen. Explosionen und rieäge Feners-bransie In 10110 Rom, 11. September, Über den Luftangriff auf die Petroleum-anlagcn in Haifa, vo.i 'dem der italienische Wehrniachtbericht von Mittwoch sprach, meldet ein Sontderbericht der Agentur Stefani. Anflug und Angriff spielte sich bei aus gezeichneter Sicht ab. An einer bestimmten Stelle des Anfluges trennten sich einige Flugzeuge vom Verband, um die Insel Cypern anzugreifen. Diese kleinere Abteilung von Kampflugzeugen belegte, nachdem sie 'einen Angriff englischer Nachtjäger'abgewiesen hatte, die Hafen anlagen von Famagosta mit Bomben. Die Hauptformation überraschte die Luftver teidigung von Haifa. Gleich die ersten Spreng- und Brand bomben waren Volltreffer. Mehrere Explosionen und riesige Feuersbrünste wur den beobachtet. Die vom .Angriff über raschte englischc Abwehr blieb völlig wirkungslos. Die nach Abwurf ihrer Bomben wieder zurückfliegenden italieni sehen Flugzeuge konnten noch auf weite Entfernung ausgedehnte Brände fcststel len sowie neue Explosionen, »Eine wahre Hölle« Pressevertreter besichtigen die befreite Stadt Revai — 10 v. H. der estnischen Bevölkerung von den Sowjets ermordet Helsinki, lU Seiptember. Wie das estnische Volk während der einjährigen Schreckensherrschaft des Bolschewismus erdulden mußte, konnte eine Gruppe von vier finnischen, vier italienischen, einem nordamerikanischen, einem Schwitschen und drei deutschen in Helsinki ansäßigen Journalisten, die als erste auswärtige Pressevertreter am 9. und 10. September die von den deutschen Truppen am 28. August t>efrejte Stadt Reval besichtigten, aus berufenem Muare Folgen britischer Unmenschlichkeit Vichy, 10. Septen'ibcr. In .Marseille traf dieser Tage ein mit drei Mann besetztes französisches Flugzeug ein, das -die Flugstrecke Dschibuti-Marseille in 19''i Stu.iden zurückgelegt hatte. Die Besatzung Ixstätigte Pressevertretern gegenüber in vollem Umfang die Erklärungen, die der Sender Dschibuti in der letzten Zeit über die englischen Druckmaßnahmen gegen die französische Kolonie abgegeben hatte. Die unmenschliche britische Blockade, so 'erklärten die drei Mann der Besatzung, laste fürchtei-lich auf der Bevöl'kerung, die durch Krankheit dezimiert werde. Insbesondere sei das Kindersterben geradezu grauenhaft. Trotzdem gebe die Bevölkerung von Französisch-Somaliland nicht nach und ertrage tapfer Entbehrungen und Quälereien. Niemand denke daran, sich den Forderungen der Belagerer zu unterwerfen. Das Eintreffen von Post und einer beträchtlichen Menge von Medikamenten auf dem Luftwege sei von der eurnpäi-schen wie von der eingeborenen Bevölkerung freudig begrüßt worden. .Auf dem Fluge nach Frankreich brachte das Flugzeug eine große Menge Post aus der französischen Kolonie mit. Grossfeuer In Chicago Munitions- und ölvorräte vernichtet Chicago, 11. September. In einem großem vierstöckigen Lagerhaus in Chicago brach Mittwoch ein Feuer aus, das sich zu dem größten der letzten Jahre entwickelte. Sämtliche Feuerwehren Chicagos mußten eingesetzt werden. Die Löscharbeiten wurden durch ständige Explosionen erschwert, die von dort lagernder Munition und von riesigen ülvorräten herrührten. Die Lagerbestände allein stellten einen Wert vcvn vielen MM-lionen Dollar dar. # 5eHe 4 »Marburger Zeitung« 12. September 1941 Nimimer 23'. Die EinscMiessung Leniagrads Ihr« mililMrltch« und wirtschaftlich« B«d«utung Leningrad ist eine Stadt von mehr als lirei Millionen Einwohnern, tiazu kommen etwa noch mehr als eine Million Verteidiger. Es ist klar, daß diese Menschen aut so engem Raum ohne Zufuhr von Außen nicht lange zu ernähren sein werden. Leningrad war als Hafen wie als Industrieort von hervorragender Bedeutung. Mit der Abschnürung dieser Stadt ist die Sowjetunion eines ihrer wichigsten industriellen Produktionsgebiete beraubt. Leningrad war auch ein Verkehrsknotenpunkt ersten Ranges, da von dort aus ein Eisenbahnnetz nach allen Richtungen aus. strahlt, und da ferner ein Binnen-Wasser-straßen-System an Leningrad angeschlos. sen ist, das über den Marine-Kanal die Verbindung von der Ostsee zur Wolga und damit zum Kaspischen Meer im Südosten und über den Stalin-Kanal die Verbindung über den Ladoga-See und One-ga-See zum Weißen Meer herstellt. Leningrad ist die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion und steht hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Bedeutung mit an der Spitze aller sowjetischen Städte. Wenn es auch seine Stellung als politische Hauptstadt an Moskau hat abgeben müs. sen, behielt es doch seine überragende Bedeutung als Hafen- und Industriestadt. Der Anteil Leningrads am gesamten Außenhandel der Sowjets beträgt, wenn man den Durchschnitt der Jahre 1933— 1935 zu Grunde legt, wertmässig in der Ausfuhr 29,4 und in der Einfuhr sogar 44,4 %. Als Hafenstadt umfaßt Leningrad über der gesamten Schiffbau-Kapazität vier Sowjetunion für den Kriegsschiff-wie für c'ien Handelsschiffbau, Es ist aber üuch sehr wichtig für die Rüstungsindu-sirie der gesamten Sowjetunion, vor allem für die Erzeugung von Geschützen, Munition, Chemikalien und dergleichen. Schon zur zaristischen Zeit waren die größte Rüslungsschmiede die Putilow-Werke, die jetzt Kirow.Werke heißen. Sie sind von den Sowjets umgebaut und vergrößert worden und stellen ein führende« Unternehmen der Eisen., Stahl-, Walz, und Maschinenindustrie dar, liefern vor allem aber auch Geschütze und Munition aller Art. In der Leningrader Industrie wurden 1035 mehr als ein halbe Million Arbeiter hefchäftigt. 50% der eieVrotechnischen Industrie, 25% der chemischen und 23— 24% der Schuhwarcnmdustrie sind in Leningrad vertreten. Daraus e^fibt sich, liaß die AusschaJtüno; Leningrads ebenso wie die der von rl^utschen Truppen er. «horten Industrie im L>niepr-Hogei t'inen he'^onders schwei'en Schlag für die Sow. ifts darstellt. D'e Ausschaltung von Leningrad kann durch keinerlei Vcrlagerun. gen o^'er Umstellungen auf etwa nnch verhliebenc Inciustr'ohezirke auch nnr nnnähernd ausge?;!'~hen werden, da die l.r'n'nQirader Industr auf manchen Gebieten eine untcrsetzliche Schlüsselstellung im Rahmen der Sowjet.Wirf'cliaft en-nahm. Ans der EinschlieRung Leningrads ergeben sich also vier Punkte von durch, sch'agerKi'er Bedeutung; 1. Die dort eingeschlossenen erheblichen Truppenmengen samt ihrem Verteidigungsmaterial und ihren Nachschublagern falle für den übrigen Kriegs. Schauplatz aus und gehen ihrer Vernichtung entgegen. 2. Leningrad ist als besonders wichti. ger Verkehrsknotenpunkt zur Ostsee und zu den karelischen Gebieten im Norden ausgeschaltet. J. Die Kü3tungstertlgun^ ira Leningrader Gebiet kommt für die Ausrüstung de' Hauptfront nicht mehr in Fiage, wodurch die gesamte Rüstungsindustrie einen er_ lieblichen Schlag erlitten hat. 4. Mit der Abschneidung von Lenin-t'rad ist auch die Nachs;häbbasis für die Außenposten der Sowjets an der Ostsse entscheidend beeinträchtigt, d. h. also für die Sowjet.Stützpunkte in H.''ngö auf finnischen Boden und auf den baltischen Inseln ösel, Dagö und Moon. Tür den Nordflügel des deutschen Meeres aber bedeutet (Jie Einschließung Leningrads nach dem Fall von Reval eine große Entlastung. VOLK und KULTUR iHiinHiiHHiiitHitiHiiiHininNinifHiiiiiititiiiiiiiifiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiHimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiitiiniifiiiitiiiiiiiiiiiiiiiii Der deutsche Rundfunk 16,2 MiÜlionefi Rundfunkteilnehmer in Oroßdeutschland Die Verbreitung^ die« Rundfunks machte im Laufe des vergangenen Jahres weitere Fortschritte. Im Gebiet d-es Großdeutschen Reiches wurden nach einem Bericht des Statistiscflen Reichsamtos in »Wirtschaft un^d Statistik« Mitte 1941 rund 16,2 Millionen RundifunktelltiehiTicr gezählt. Am 1. April -dieses Jaihres kamen auf 100 Haushaltungen 63 Runidfunkteilnchmer, im Jahre 1933 daigegen erst 25 Rundfunikteil-nehmer. Wie in den Vorjahren, hat sich auch im vergai>g-enen Jahre der Bestand an Rundfunkteilnehmern im allgemeinen in den Landesteilert, die in der Verbreitung des Rundfunks zurückgeblieben sind, stärker erhöht als in den Gebieten, die bereits seif längerer Zeit besser mit Rundfunkgeräten ausgestattet sind. Die Rundfunkdichte^ spanne zwischen Stallt umd Lanü hat sich durch eine größere Zunahme des Höror-bestandes in den Landikrelsen gegenüber den Stadtkreisen weiter verengt. Am 1. April 1941 wurden in den Stadtkreisen 4 v. H. mehr Rundfunikteilnohmer gezählt als am 1. April 1940; in «dem gleichen Zeitraum erhöht« sich der Bestand an Runidfunktcilnehmern in den Land'kreisen um 7 V. H. In den Stadtkreisen kommen nunmehr auf 100 Haushaltungen 72 Rund-funfkteilnehmer uixl in den Landkreisen 57 Rundfumkteilnelvmer. Das Deutsche Rcich steht unter allen Ländern «der Welt, -nach der Höhe seines Bestandes an Rundfunkteilfiehmern an zweiter und mit seiner Rundfunkdichte an sechster Stelle. Einen höheren Bestand an Rundfunkteilnehmern als das Deutsche Reich haben nur noch die Vereinigten Staaten von Ameriika uiwl eine höhere Rundfunkdichte üie Vereinigten Staaten von Amerika, Schweden, Dänemark, Neuseeland und Großbritannien. Im alten Reichsgebiet wurde zum ersten Male Anfang dieses Jahres die Rundfunkdichte Großbritanniens um ein Geringes überschritten, so daß das Deutsche Reich ohne die seit 1938 wieder eingegliederten Gebiete nunmehr in der Rundfunkdichte an fünfter Stelle steht. Kammerftängar Ernst Krauss starb Der Brauerknecht, der Wagner sang Im Alter von 79 Jahren ist auf seinem Ruhesitz in Walchstadt am Wörthsee bei München der frühere Heldentenor Ernst Krauß. dessen Ruhm einst über ganz Europa und darüber hinaus in die neue Welt straiilte, gestortjen. Er galt seiner Zeit als der Wagnersänger schlechthin. Seine Stimme feierte Triumphe, wo sie erklang, in Berlin wie in Petersburg und Wien, in Bayreuth und an der Metropolitan Oper in Newyork. Zugleich wohnte in seiner großartigen Erscheinung ein be-wunderswerter schauspielerischer Genius, der vor allem den Wagnerschen Helden, dem Lohengrin, stolzing, Siegmund und Tristan in großartiger Weise gerecht wurde. Lebensweg und künstlerische Laufbahn des nunmehr Verstorbenen waren wahrhaft ungewöhnlich. Heinrich Vogl entdeckte die einzigartigen Stimmqualitäten des damaligen Münchner Brauerknechts ' und schenkte ihm die erste Ausbildung, die Cesare Galliera in Mailand dann fortsetzte und abrundete. Ein steiler Aufstieg folgte. Vom Odeontheater in München ging er an die Mannheimer Oper, von hier nach Berlin — als Nachfolger Albert Niemanns! Der Berliner Staatsoper gehörte er mehr als ein Vierteljahrhundert an. Dann zog er sich, an Ruhm und Erfolgen reich, ins Privatleben zurück. Ein begnadeter Künstler ging mit ihm dahin. Eine Paracaltus-Fanfara Anläßlich des 400. Todestages von Pa-racelsus am 24. September wird als Auftakt der Veranstaltungen in Salzburg eine Paracelsus-Fanfare erklingen, die nach einem Motiv Paul Hofhaymers, eines Zeitgenossen und nachbarlichen Bekannten des Paraceksus vom Salzburger Domkapellmeister Professor Josef Messner verfaßt wurde. Diese Fanfare für zehn Bläser und Pauken umfaßt 16 Takte und bringt das titanenhafte Streben des gefeierten deutschen Arztes zum Ausdruck. Paul Hofhaymer, el.ier der berühmtesten Tondichter seiner Zeit (geboren in Radstatt im Pongau), war Hoforganist des Kaisers Maximilian L und begleitete diesen lange auf seinen Reisen. Er verbrachte seine Lehrjahre am Hofe Kaiser Friedrichs III., wurde 1480 Hoforganist •des Erzherzogs Sigismund von Tirol und trat nach dessen Tod in die Hafkapelle des Kaisers Maximilian ein. Nach des Kaisers Tod kam er 1520 als Hoforganist des Erzbischofs Matthäus Lang nach Salzburg, wo er das hexite noch bestehende Haus Pfeifergasse 18 erwarb, gegenüber der uralten Kumpfmühle, in der Paracelsus 1525 wohnte. Hofhaymer starb 1537. Sein Bildnis hat uns Albrecht Dürer in einer Handzeichnun^g unid in seinen Bildern zum »Triumphzug Kaiser Maximilians« erhalten. Paracelsus und Hofhaymer haben sich, wenn es auch urkundlich nicht nachzuweisen ist, als unmittelbare Wohnungsnachbarn, die sich gegenseitig in die Fenster schauen konnten, jedenfalls gekannt. Paracelstis erwähnte auch einmal den Hofhaymer als einen »köstlichen Künstler auf der Orgel <. * + O^kar Jölli — Intendant der Städtischen Wiener Volksoper. Der nach dem Tode des Intendanten Baumann mit der koininvissarischen Leitung der Städtischen Wiener Volksoper beauftragte Oskar Jölll wurde durch den Rcichsstatthalter in Wien, Reichstleiter Baidur von Schirach*, n-uanichr endigiültig mit der Führung der Voliksoper beauftraigt. Jölll hat sich vor der Verbotszeit als Gründer unfd Leiter der NS-Künstlerschaft des Gaues Wien vielseitig bewährt. In den Jahren 1935 bis 1938 war JöHi als Österreich-Referent in der Reichssendeleitu;ig in Berlin tätig, wo ihm die Durohflihrung der bekannten Aufklärungsvorträge und die Förderung ostmärkischer Kunst und Künstler oblagen. Nach «dem Umbruch wurde Jölli als Kulturreferent der Stadt Wien berufen. Diese Dienststellung behält er neben seiner In-tendantentätigikeit auch weiterhin in vollem Umfange bei. 4- Förderung werktätiger Laienkünstler. Aus Qra« wird gemeldet: Zehn Kaj)fenberger Itidustricarbciter, die mit ihrem beachtenswerteti Können erstmals auf Veranlassung des Kreispropaganda-Iciters in einer Kunstausstellung der werktätig Schaffenden an die Öffentlichkeit traten, besuchten als Gäste des Gaupropagandaleiters und Landeskulturwalters Fischer die Meisterschule des Deutschen Handwerks und die Ktmst-ausstellüng iti Graz. Den Gästen, die sicli neben ihrem schweren Beruf in der Freizeit als Aquarellisten und Graphiker betätigen und unter denen sich beachtlidic Tc'lente befinden, vermittelte dieser Besuch wertvolle Anregungen. 0 em 9Caus im Unterland ohne „Marburgar ZcHung" ................. DER BRENNENDE _SOMMER_I ROMAN VON DORA ELEONORE BEHREND (11. Fortsetzung) Jedenfalls trug man nicht mehr den ganzen Plunder von Mißhelligkeiten mit sich herum. Hatte ihn ein für allemal abgeschüttelt. Was aber heißt ein für allemal?! Der Tag muß kommen, an dem Schönbuch-Kowahlen ihn anfordert, sozusagen verschluckt, und an diesem Tage würde er ohne Vera sein, die doch immerhin mit der leisen Bestimmtheit der Storchs vieles fortgeschoben, über manches hinweggegangen war, dem er, Will, hilflos gegenüberstand. Weshalb hatte er sie gehen lassen? — Seine Schuld! »Esel, der ich war«, dachte Will, »'ne hübsche nette Frau, und dabei alles geordnet und voller Zukunft. Da fing man diese Liebelei an. Was aber bringt einen heut auf all die alten verrückten Sachen? — Nichts wie die blöde Rederei wegen der Brakels — nein, besser, man haut ab, sobald es geht.« Will fuhr mit ungeduldiger Bewegung Uber das dunkle Haar, und seine rotbraunen Augen, die immer unruhig waren, liefen schnell über Menschen und Gegen, stände, versuchten, sich an etwas zu hängen, an die arbeitenden Leute, die toten Fische, glitten immer wieder ab. E«? schien ;ieltc, niuß am nächsten Tag vielleicht schon in München auf den Brettern stehen — oder in Marburg. Der Theaterbesuciicr weiß im allgemeinen viel zu wenig von der Riesenarbeit und den Leistungen jedes einzelnen Qefolgschaftsmitgliedcs eines Theaters. Er kauft sich seine Karte, genielit die Aufführung und geht, mit Scliöncm bereichert, nach Hause. Aber, um einen bekannten Satz, zu gebrauchen, »ein Blick hinter die Kulissen« würde ihm zeigen, was einer Tlieater-auffülirung alles vorangeht, welcher komplizierte Mechanismus erforderHch ist, daß unseren Volksgenossen die Werke unserer deutschen Dichter und Kon>po-nisten in ihrer vollen Schönheit vermittelt werden können. Meute wollen wir uns einmal ein bißchen die »materielle« Seite des Theaters besehen. Nun, man kann schon satren: Der Herr Direktor hat es nicht leicht! Denn er trägt ja für alle »leiblichen« Bedürfnisse der Qefolgschaftsmitglieder die Verantwortung — und die sind, besonders bei einem Aufbautheater, wie hier an der südöstlichsten Bühne des großen Deutschen Reiches, deren Vorhang sich nun auf tut, gar nicht so einfach zu be-briedigen. Das Büro des kaufmännischsn Leiters, des Direktors Walther Nowak ist ständig belagert. Aber wenn man ein wenig »Ellbogen« gebraucht, kommt man dcch ?u ihm vor. Gerade steht die Operetten- nung, die sie bezogen hat, muß doch bHtzsauber aussehen! Und hinter ihr steht die kleine Margot vom Balett, mit Tränen in den Augen und klagt dem Herrn Direktor ihr Leid: »Die Mutter hat aus Wien noch nichts geschrieben!« Als ob er etwas dafür könnte! Sk) geht das weiter. Aber es gelingt mir trotzdem, m dem Arbeitstempo, das der ersten Vorstellung vorangeht, das Wesentlichste aus Direktor Nowak herauszuholen. Der kaufmännische Leiter des Marbiir-ger Theater ist eigentlich — Bonvivant! Theaterblut steckt in ihm; in seiner engeren Heimat — in Graz — besuchte er die Schauspielerschule, bis ihn der Weltkrieg in die Reihen der Soldaten rief. Nach dem Weltkrieg spielte er in einem deutschen EnscnTble in Bukarest und Tricst, 1936 zog er in Berlin dii Ver-anstaltungsfinge der Hitlerjugend auf — und dann wandte er sich der kaufmün-mschen Seite des Theaters zu. Er führte nach dem Umbruch die Craubühne Niederdonau In Baden bei Wien mit 15 angeschlossenen Theatern, gab Gastsoiele in der Slowakei, in Ungarn und im Protektorat und leitete nach Ausbruch unseres Freiheitskampfes Wehrmachtstheater in Nor\\'egen, Frankreich und Belgien. Direktor Walther Nowak ist dem Ruf nuLli Marburg freudig gefolgt. »Der Herr Direktor hat es nicht leicht!« Aber trotz allem: es ist ja so eine schöne Aufgabe, deutsche Kultur zu geben. Und dazu hat auch der kaufmännische Direktor ein kleines Wörtohen mitzureden! H.A. Mann aus uns*;rer Mitte, dem das Schicksal die höchstmögliche Alter^renze und gleichzeitig audi das Erlebnis der Befreiung der Untersteiermark geschenkt hat. Ein aufrichtiger, vornehm gesinnter, treudeutscher Mann ist nicht mehr. Marburg wird Ihm stets vjin ehrendes Gedenken bevrahren. * Kleine Chronik m. Von der Universität Ofai. Der Reichs, minister für Wissentfichaft, Erziehung und Voliksbildung hat Dr. phil. habil. Georg K a n t z, Studienrat an der IM. Staatlichen Oberschule für Jurvgen in Graz, die LehrtK-fugnis für Mathematiik erteilt und ihn zum Dozenten ernannt. m. Neu« Verordnungen. Die letzte Folge des Verordnungs- und Amtsblattes des Chefs der ZivilverwaJtung in der Untersteiermark vom 10, d. enthält unter anderem eine Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft, eine Verordnung über den Warenverkehr in der Untersteiermark, eine Anordnung über den Verschnitt und das Behauen von Nadel-rundhoiz, eine Anordnung über Jio Behandlung der Selbstversorger mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie Bekanntmachungen über die Erfassung von Emigranten, über die Einführung des Arbeitsbuches und über Wertscheine des Winterhilfswerks des Deutschen Volkes. m. Piatzkoniert der Wehrmacht in Marburg. Am kommenden Sonntag, den 14. d. von 11 bis 12 Uhr bringt ein Musikkorps der Wehrmacht im Marburger Stadtpark ein Platzkonzert zur Durchführung, das bei der Einwotcfii8w: 19^41 Nummer 227 Darstellunsi des oberen, die andere mit ?mer,des unteren Traktes, von Schloß Beh^ere, atusezeben. >Die Entwürfe stammen von l^rof. Puchmger und Prof. Zerritsch 'm. VerhaftmiK Etnbrecliers, Wie berichtet, wuixje am 30. August in der Wohnung der Brüder Stanislaus und Maditnir Widau in PotScligau bei iMar-hwz eingebrochen und Kleider, Schuhe uifd Wäsche im Werte von ca. 600 Mark gestohlen. Der Qendarmerie ist es nun seltmgen, den Täter in der Person des ?5-iähriKen Hilfsarbeiters Anton Kuniik 41IS. Gams auszuforschen, zu verhaften und dem Kreisgerichte in Marburg ein-«iliefern. * "m'.'Ctiibruch. Kürzlich wurde in Brunn-dorf bei Marburg im Dunkel der Nacht in die liolzhütte des Schuhmachers Franz Koftz eingebrochen« Die unbekannten Täter , erbeuteten •ein Damenfahrrad (Marke »Junior*, Ni*.'^80.399), Leder und ein paar Herrenstiefel. m. Abgänslie. Der in Marburg:, Schil-lerstraße 20, wohnhaft gewesene Rein-holdr QaHatiia wird seit 25. Au^:ust ver-n^ßt. D^r Mann.Ist 33 Jahre alt, mittel-groS; schlahik, h^lFblond, glatt rasiert und tfä^ Brillen. Er war zuletzt mit heller Kniokerbockerhose, braunem Lodenjanker, weißem Hemd utkI braunen Halbschuhen bekleidet. m. jiklit dem Fahrrad in das eiserne Straeengelifider. Der 4I-jährip:e Holz, händler Johann Denschan aus Tresternitz fuhr In Garns mit dem Fahrrad die steile Böschung herunter. Pfötzlich versagte dfe Bremse und Denschan fuhr mit größ_ fer Wucht in das eiserne Straßengeländer.,'Beim Sturz erlitt er schwere Ver_ l^uftg^n ah beiden Händen und Im Gesieht, Das Deutsche Rote Kreuz, das die erste Hilfe leistete, überführte den Ver_ ■ngTöckten Ins Marburger Krankenhaus. m« - Vom Waic^n ccstijrzt. Der in Po- Hersch bei Marburg bedienstete l9-jah-rige Knecht Friedrich Wohlschek kam m der Nähe des Eisenbahnviaduktes in der Dammgassö' bei' einer steilen Bö-!'Chung mit dem Wagen ins Ofeiten un^ stuT^te ab, wofeei er mit schweren Verletzungen bewußtlos liegen- blieb. Das Deutsche Kreuz überführte den Mann his Marburger Krankenhaus. o pstaufführuiig de« OroBfilms »Bismarck« in Aifraitt. hn festlichem Rahmen wurde in Agranr der' deutsche GroßfRm »Bismarck« erst aufgeführt.-Mehrere kroatische Minister, Vertreter der «deutschen Gesandtschaft, der deut«^ctren Wehrmacht nnd der AO. d«r NSDAP wohnt\?n der Erstautführumg bei, die von Musikdarbie-t^ngf«! elaes Musikkorps der deutschen Wehrmacht umrahmt wijrde. Die Gäste zoUten dem eindrucksvollen Filmwerk starken BeifaH, Bauer und Soktat im- neuen.Kroa- Wu Der kroatische Staatsführer empfing Hl Agram eine Atwrdnung der Landge-meitide aus Turcxpolje, die dadurch bekannt geworden ist.-daß fast »He ihre bäuerlichen Bewohner dem Adelstande angehören, der ihr Anfang vorigen Jahr-l^nderts für außergewöhnliche Ta-pfer-kert in den Kännpfeh gegen den östlichen Bedroher verliehen wurde. Dr. Pawe-lH$ch betonte ans diesem Anlaß, daß im neuen Kroatien wieder jene Einheit von Bauerntum und Soldatentum geschawen werben müsse, die die Kroaten durch Jahi-huTiderte zu einem der berühmtesten Kriegsvölker stempelten. Diesem Bestreben würden auch die Maßnahmen «er Regierung dienen. , ' ' o. Kommunistische Bintien treiben . ihr Unwesen. Vor eini-gen Tagen kam es im serbischen Dorf Raibrowo hej We-liVo-Oradischte zu 'einem Kaimf>f zwischen einer kommunistischen Bande und Tschet-nitzi: Die Komimunistenbande fiel in das Öorf ein, entwaffnete die Gemeindewäch-tcf, dranig in das Gemeindehaus ein und pHitinisSe vorliegen. Entschel-dwd ist im Augenblick die Tatsache, daß die Hoffnung Englands, die deutsche Getreideernte werde auf den Feldern verfaulen, nicht in Erfüllung gegangen ist. Zerronnen ist auch Englands Traum, die deutsche Oetreideernte durch Abwurf von Brandbomben und Brandplättchen aus der Luft mit Feuer vernichten zu können. Deutschland wij;d dank der c:.*o-ßcn Leistung seines Ländvolkes auch im dritten Kriegswlrtschaflsjahr nicht zu hungern brauchen. " * . ~ - WirtschaftsnoHzen X Die Enteigflungsvollmscht in Kroatien ist nach einer Agramer Gesetzesverordnung eingeführt worden. Sie bestimmt, daß jedes Wirtschaftsiinternehmen mit allen Rechten seitens des Staates Kroatien enteignet werden kann, falls die Volks- und' Staatslnteressen dies notwendig erscheinen Ussen. X Ein Warenaustausch*Abkommen wurde zwischen der Slowakei und Bulgarien unterzeichnet. Der Warenaustausch erfolgt auf der Grundlage von Privatkompensationen. Beide Vertragspartner behalten sich die Ein. und 'Ausfuhrkontrolle vor. X Ein erfreuliches Aktlvum kann die Handelsbilanz Kroatiens seit der Staatsgründung feststellen. Bis zum 1. August d. I. betrug die Ausfuhr 480, die Einfuhr 327 Mill. Kuna, so daß mit einem Aktivum von 153 Mill. abgeschlossen werden konnte. Deutschland nimmt als Handelspartner hier den ersten Platz mit 262 bezw. 175 Mill. ein, den zweiten Platz hat Italien inne. aigeben, daß die Briefe tatsächlich von ihm geschrieben waren. Et wollte nur noch wiissen, wie seine Frau in lehren Besitz gekommen sei. Dieses Geheimnis konnte enthüllt werden. Der Gatte hatte nämlich in Zeitungen Liebesinserate unter der Chiffre »Milada«, tSehnsucht«, »36 Jahre« aufgegeben. Die Frau, die diese Anzeigen las, faßte Verdacht und antwortete darauf. So entwickelte sich eine ziemlich umfangreiche Liebeskor-respondenz. Zu einer Zusammenkunft zu kommen, lehnte die Frau stets unter den verschiedenen Grtinden ab. Endlich gestand sie ihm, ein Kind zu haben, worauf der abenteuerlustlige Gatte erwiderte, daß dies kein Hindernis sein dürfe. Erst als die Frau m^'inte, genug Beweisstücke in der Hand zu haben, brachte sie die Scheidungsklage ein. die unter dem erdrückenden Beweismateriai das der Gatte selbst .ahnungslos geliefert Hatte, dphir. entschieden wurde, daß die f!he lus Schuld des Gatten getrennt wu'-ds. SCHACH Das Europa-Schachtürni^r 1941 in München Nach der am Sonntag abend erfolgten Auslosung nahm Montag im Münchener Künstlerhaius das Europa-Schachturnier J94t seinen Anfang. Gleich in der ersten Runde trafen der Weltmeister Dr. A 1 j e-c h i n' (Franikrelch) und sein alter Welt-melsterschaftsrivale E. Bogoijubow (Deutschland) züsamimen. Aljechin gelang es, sofort die Initfative zu crgreife.i und aus geschlossener Stellunig einen gefährlichen Königsangriff aufzubauen. Bogo-l'jubov gilng am Damgel vor und schien Gegenspiel zu erreichen. Durch eine- glänzende Abwicklutig stellte Aljechin seinen Vorteil jedoch klar. Bogolju- bow gab aiuf, als matt oder Materialverlust in einem Damen- und Läuferendspiel / nicht zu vermeiden war. In den beiden nachfolgenden Runden siegte Dr. Aljechin über den Holländer Cortlever im Turmendspiei. Kieninger und Stoltz trennten sich unenlschiedcn. Nielsen steht in seiner abgebrochenen Partie gegen Füster wahrscheinlich auf Verlust. Richter vcrof>ferte sich gegen Lundin, ebenfalls Mroß gegen Foltys. Beide mußten aufgeben, Bogoljiubow siegte in scharl durchgeführtem Königsamgriff gegen Ro-hacek, Remis wurde vJie Begegnung zwischen dem zwanzigjährigen Schweizer Meister Leopin und dem kroatischen Meister Rabar. In der vierten Runde sieigte Lundin über Rethy, nachdem er die Angriffsabsichten des Umgarn durchkreuzt hatte und den Durcbbruch i-n «der Mitte mit Bauerngewinn abschließen konnte. Nielsens Partie-Anlage zeigte das übliche solide Gepräge, Hinter geschlossener Bauernkette wurden die Figuren in Stellung gebracht. Der Schweizer Leepin wunde immer mehr eingeengt und mußte schließlich einen Bauern preisgeben. Nielsen siegte unter Bauernopfern im Könißsangriff. Füster verlor gegen Mroß. In einf nicht beenden. Stoltz gab während der ganzen Partie den Ton an und hat bei Abbruch in einem Läuferendsplel sichere Aussichten. Stand nach der vierten Runde; Aljechin und Nielsen je 2*A (1), Lundin 2%, Bogoljubow und je 2 (1), Mroß und Kieninger je 2, Opocensky \% (1), Füster, Rethy und Rabar 1 (2), Richter 1 (1), Cortlever und Leopin je 1, Rohacek 0 (1). VOR DEM RICHTER Die Getiebie des eigenen Mannes! Vor dem Olmützer Zivilgericht stand em nicht ali'täglicher Scheidungsfall. Die Ehegatten L. aus Littau erklärten, ihre Ehe sei so zermürbt, daß nichts anderes als die Scheidung übrig bleibe. Die Frau behauptete, daß die Schuld an der Ehe-zerrütung einzig dem Manne wegen erwiesener Untreue zufalle und legte eine Menge glühender Liebesbriefe vor, die er verschiedenen Frauen geschrieben hatte. , ' tt d«r .VcrhaiKlluiM» muüte der Mann TURNEN UND SPORT trnfiniiiiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiitiniiintiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniifiiiiiiiiiiHiiitiiniiiniiiiiiiiniHiiitiiiiiiiiiniiiiiiniiiiiiininiiiiniiiiiiiiii Spielffolge der Fussballmeisterschaft Zehn Mannschaften Im Kampfe um die steiHsohe Bereich«mais(erscbaft ersten Klasse für 1941/42 der Mit dem Treffen Marburg—Cilli wurde am vorigen Sonntag der Reigen der Kämpfe um die steirische Fußbailmei-sterschaft 1941/42 eröffnet, der nun all-sonntaglich in ihrem vollen Urrrfange weitergeführt wird. Der Spielplan lautet: 14. September; Cilli—Kapfenberg, Grazer Sportkhjb—L. W. Zeltweg, QAK— Leibnitz, Donawttz—Rosentha'l, Marburg —R. B. Graz, r 21. September: Kapfenberg—Marburg, L. W. Zeltweg—R. B. Graz, Donawitz— QAK, Leibnitz.—Rosentihal, Cilli—Grazer Sportklub. 28. September: Kapfenberg—Rosenthal, QAK—Grazer Sportklub, Leibnitz— L. W. Zelt weg, Donawitz—Marburg, R. B. Graz—Cilli. 19» Oktober: L. W, Zeltweg—Kapfenberg, Qrazer Sportklub—^Marburg, Rosenthal—OAK, R. B. Graz—Donawitz, Leibaiitz—Cilli. 36. Oktober; Kapfenberg—R.B.Graz, Grazer Sportklub—Leibnitz, L. W. Zeltweg—^Donawitz, Marburg—^GAK, Cilli— Rosenthal. • 2. November; I>onawitz—Kapfenberg. R B. Graz—Qrazer Sportklub, Rosenthal—L. W. Zeltweg, Marburg—Leibnitz, GAX^HIU . 9. November: QAK--Kapf©nberg, Ro-sentlial—Qrazer Sportklub, Marbufg— L.W.Zeltweg, R.B.Graz—Leibnitz, Cilli —Donawitz. 23. November: Leibnitz—Kaprfenberg, Grazer Sportklub—Donawitz, R. B. Graz -Justiz« kein Verständnis; es verurteilte den Tierquäler zu drei Wochen Gefängnis. a. An der Badewanne zu Tode ge' kommen. In dem ostholsteinischen Städtchen Oldenburg hatte ein 12-jähriger Junge ein Bad genommen. Als den Eltern schließlich auffiel, daß er allzulange im Badezimmer blieb, fand man den Jungen tot vor der Ba-1 Marburg, 10. September MI. Kundmachung Kastaniedrö^ter, die sich im Jahre ld41/42 ifm Bereiche der Stadtgemeirtde Mat^urg iwit dem Kastanienrösten befassen wollen, werden ^fgefordfert, sich Gewerbe- uitd Marktanrte der Stadt Marburg a. D., Pfarrhofgassc 2-II., Zimmer Nr. 31 vom 15. bis 20. September während der Amtsstunden zu melden. Spätere Anmieldungen werden nicht berücksicWigt. Der Politische Kommiiaar d» Paäk MarlMirff a. D. LA. Dr. Wf ber e. h. 6723 STÄDTISCHES WOHNUNGSAMT MARBURG a. d. DRAU Verlautbarung Alle Dienststellen und Parteien, welchen vom städtischen Wohnungsamte eine Wohnung zugewiesen wurde, müssen sofort mit dem Hauseigentümer bezw. Hausverwalter einen Mietvertrag abschließen, sonst verliert die Zuweisung ihre Gültigkeit und die Wohnung wird anderweitig vergeben. Alle Hauseigentümer bezw. Hausverwalter werden aulgefordert, dem städtischen Wohnungsamte zu melden, wenn die zugewiesenen Mieter bis jetzt keinen Mietvertrag abgeschlossen haben, damit über die Wohnung vom Wohnungsamte anders verfügt werden kann. 6680 ftunOmodDung Das Versorgungsamt Graz hält im Monat September 1941 Sprechtage bei nach» stehenden Gemeinden zur angegebenen Zeit ab: Mittwoch, den 10. September 1941: in Tüfler, Gemeindeamt von 14—15 Uhr> in St. Leonhard, Gemeindeamt von 16—17 Uhr; in Oairach, Gemeindeamt von IS bis 19 Uhr, Donnerstag, den 11. September 1941: Oejneindeamt Ratschach von 7.30—9 Uhr Gemeindeamt St Georgen von 9.30—12 Uhr, Gemeindeamt Mariathal von 3—3.30 Uhr, Gemeindeamt Billichberg von. 4—6 Uhr. Freitag, den 12. September 1941: Gemeindeamt Sagor von 7.30—12 Uhr, Gemeindeamt Mlinsche und Trojana von 3—6 Uhr. Samstag, den 13. September 1941: Gemeindeamt Hrastnigg-Dol von 7.30—9.30 Uhr, Gemeindeamt Trifall von 10—13 Uhr. Soweit Kriegsopfer noch nicht bereits erfaßt sind, können sich solche Beschä. digte und Hinterbliebene melden, die bis Ende April 1941 bereits eine Rente bezogen haben oder einen Bescheid des zuständigen Kreisgerichts oder Oberinvalidengerichts Belgrad vorweisen können, mH dem ihnen In der letzten Zeit eine Rente zugesprochen worden ist, die aber nicht mehr ausgezahlt wurde. . Anträge auf Neu- oder Wiederzuerkennung von Renten können erst nach Einführung des Reichsversorgungsgesetzes In der Untersteiermark en^gegengenom-men werden. Diesbezügliche Verlautbarungen folgen zur gegebenen Zeit. 6682 VCRSOROVNdSAMT GRAZ. Seite 8 »Marhursrcr Zeitung« 12. September 1911 Nummer 22*< Für das ehrende Geleit «uf dem letzten Weg meinea Vaters Ludwig P«ti iiiul ilie vielen Biumeniipenden danke icH allen seinen treuen Freunden lind Bekannten her«licli8t im Namen aller Verwandten. Ludwig Petz Anitsbiircfermeister In Wllschein. Aufruf an allt Leichtathlelanl Alle Jungen unter 18 JaHr«n, lüf djp l-fk stungsgruppe (,f»iohtatni^ti|t Interesse Haben, sollen sich am Freitag.