LllibacherOMtung. Nr. 159. Pvnnu me rat« o lisp lci l': In> Comploil ganzj. fi. II, b0. hi!r dic Z»stcs.!»!>; >„« Hau» halbj. 5» l> Mil dor Poft ganu. fl. I5>, yalbj. ft. ?.5>«, Freitag, t4. Juli Vnserti«n«gebühr bi« ,u Zeilen ! ,m°I«0ll.. »m. »U lr., »m. i ft.z sonst pr.Zeilc Iu,.«lr., «n>. »ls., 3m. IU lr. u. s. w. InscrlioiiOstcmpcl jede<>m. »» lr. l87l Aültlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allcr-hdchslcr Entschließung vuin 17. Imii d, I. den Sccrctär dcr Handels- und Gcwcrbckammcr in Grünn Dr, Fran; Migcrta zu n ScctionSrath im Handelsministerium alleranadigst zu erkennen geruht. Schacffle m. p. Am 12. Juli 18?! ninrde i,i drr l. k. Huf- und SlaalS- drückcrel das XXVI!. Slilck des Neichsgesctzblalte'» an^^egcbc» m,d versende!. Dclosi'!be r»!l>lil! iintcr Nl'. !,n!i!^> ;>r>ischen Oesterreich-Uüqarii imd Sachse» llbcr die Eiseilbahuaüschlilsse mi der liühinisch^ächsischeli Grenze liei Wcipcrt, Georgs-N'alde und W.xii^dolf; Nr. !!2 den Stac,li>u,rlr^ss uuui 24. December 1>^?<) fluschen Oesterreich N,isiliüi imd Slichseil wec^e» Adändernnss dr>> tz <; de^ die l5rlui»!!!i!'> mier lHisenlwhn zwischen Neichenber^ und ^ittcul lieireffenden Sta<,t. G. Vcrnardi 5. A. Vicevich 5, B. Knssich 2 50. S. Blasina 2 50, G. Sorich 5, B. Zaica 5). V. Pissaiich 5, B. Mandacovich 5. A. P,ctinar 2 50 und A. Biedermann 20 Franco. Weitere Beiträge werden in der Präsidialscclion des l. l. Ministeriums des Aciißeru. Hcnenaassc Nr. 7. im 2. Stock, Departement l, vom Director, laiserl, Rath Anton Ludwig Scidl übcrnonnncn, quittirt uud in der „Wiener Zeitung" kundgemacht. 3. Verzeichnis! der o«i dem Herrn Marinccommandantcn, Viceadmiral Friedrich Frcihcrrn v. Pöck für das Tcgetlhoff- Denkmal in Wien eingegangenen Beilräge, u. z.: Bon den Herren: ,^ran; Schaumann, Bürgermeister in Korneuburg 25 fl.; Schaumann und Comp. in Korncubnrg 25 si.; Taufabricanten Jos. Angeli in Trieft 100 fl.; Fcldzcligmcislcr Ernst Haltung 50 fl.; Emcmucl ^cchncr, l. l. Notar und Bürgermeister in Wcisscnbach 5fl.; Joseph Attencder in Wcisscndach 1 fl. Summc 20<) fl. Wicn, den II. Juli 1N7I. Politische Uebersicht. Laibach, 13. Juli. Die Ncisc des Kronprinzen in Böhmen wird von allen Parteien in freudigster Weise gefeiert. Die „Bohemia" sagt in eincm den Kronprinzen be« grüßenden Artikel: ..Der herzlichste Empfang seitens der deutsch-böhmischen Bevölkerung wird dic jimgsten Bcr dächtigungen zurückgewiesen und dem Prinzen gesagt haben, daß es eine böse unverantwortliche Politik wäre, welche cS dahin brächte, das in dieser Bevölkerung mächtig schlagende VoyalitalSgefuhl erkalten zu machen." Das wäre allerdings eine sehr böse, oerrätherische Polilil. von welcher wir die Ueberzeugung hegen, daß sie von leiner Seite ungestraft versucht werden könnte. Mit aller Bestimmtheit wild versichert, daß der galizische und böhmische Landtag am 7. August, die anderen Landtage am 31. August einberufen werden. Die Polonisirung der Lemberger Universität macht UebergangSbestilllmungsn nothwendig, und in der That hört man. daß für die Durchführung der vollständigen Polonisirung ein drciiühriger Zeitraum slaluirt worden sei. Mit der gleichsalls bcreils genehmigten Aushebung des dentschen Theater. Privilegiums in Lcm-berg wird einem allen LandcSwunsche entsprochen. Die anderen adminijt>atiucn Conzcssioncn werden kaum lange auf sich warten lassen, obwohl cin Theil derselben Sache dcs neuen VtalllMirs sein und bleiben wird. Was Hcrrn von Possiogcr betrifft, so ist er noch immer für das General-Consulat in Warschau txfianirt. Dic ihm imputirte Unkenntniß dcs Französischen und die daraus deducirlc Unfähigkeit für diesen Posten fällt — wie der Correspondent eines ungarischen Glattes behauptet — immer noch weniger schwer ins Gewicht, als die That fache, daß der gegenwärtige General-Consul in Warschan Baron Brenner, nicht ein Wort polnisch oder russisch versteht, und seine Beobachtungen aus diesem Posten nothwcndigerweise durch daS Medium der officicllcn russischen Kreise, die allerdings französisch sprechen, schöpfen muß. Nach einer Mittheilung der „Bohemia" haben edenso wie BiSmarl die Minister von Frankreich. England, Sachsen und Paiern den Grafen Veust zu seiner Rcde in der Delegation beglückwünscht. Der ..Tr. Ztg." wird aus Florenz gemeldet: Bekanntlich wurden bei der ktztcn in Anwesenheit des Königs Victor Emanuel in Neapel vorgenommenen Preisvertheilung der m a rit i men A us ste l lu n g auch mehrere von der österreichischen Marine ausgestellte Gegenstünde preisgekrönt. Der Marincminister Aclon hat nun diesen Anlaß benutzt, um cin in dm herzlichsten Ausdrücken abgefaßtes Schreiben an das östtrr. Marinecommanoo, beziehungsweise an die Marincscction des KriegSministcriums zu richten, worin cr dieselbe hievon benachrichtigt und im besonderen Auftrage dcS Königs beifügt, daß cS Sc. Majestät sehr gefreut habe, bei diesem Anlasse seinen aufrichtigen Sympathie» für Oesterreich und seiner hohen Achtung für dic dstcrrci-chische Kriegsmarine offenen Ausdruck geben zu können. Es bestätigt sich, daß von einflußreicher Seile her in Rom sehr eifrige Bestrebungen zur Erzielung eines moäu8 vivsuäi zwischen dem h. Stuhle und der italienischen Regierung im Zuge sind. Unter den Notabilitäten, von denen man in solcher Richtung ersprießliche Thätigkeit erwartet, wird auch dcr österreichische Gesandte, Baron Kübeck, in erster Reihe und zwar umso mehr genannt, als er eine von allen Parteien gerne c,c-schcne Persönlichkeit ist. Ucbrigens soll der Papst am 10. d. den Cardinal Merode und den Iesuilengeneral zu sich beschicken haben, und es wird versichert, daß diese beiden kirchlichen Würdenträger nach dem Einzüge dcS Königs mit Visconti-Venosta eine Begegnung hallen und als Vertreter der Idee eines Ausgleiches mit Italien gelten. Der italienische Ministerrall, hat in letzter Zeit dic Ernennung eincS Präfeclen für Rom und die weitcrc Aufhebung der religiösen Körperschaften in dcr neucn Hauptstadt in Erwägung gezogen. In der ersteiwähnlen Richtung hat man neuerdings den Minister der öffentlichen Arbeiten, Herrn Gadda, ins Auge hcfahl, dessen kürzlich in Rom stattgehabte Thätigkeit den gehegten Er- Wie Wenden im S'precwalde. * Im Süden der Provinz Brandenburg dehnt sich der Spnewald mit seinen lichten ^'aub- und Tannenwäldern, semen saftreichen, von Hunderten von Canälcn dnrchschmltelttn Wiesen, seinen blauen, malerisch schönen c Kahne in einem bucht- Baumgruppen m '^" ..Hoff" ist von mächtigen dach so unNM n "^' b" das bemooste hohe Stroh« Seriugcr Entfern« ""V"be,rgen, d°b cs sich schon in also i'lbcr der «Ä, ^" Bl,ckm entzieh,. Man sichl Wiesen- und Wasse « ^'"'^" «"d blau n Getreide', büsche scheinbar ohne N '"^artig diese hohen Oc-hinaus in die bläuliche?' '^ "^^"' 3""""' weiter dem andern zurück, s° d°k">"'^ "" Gebüsch hinter aehende ^inie des Horizonte« mi' .""^" ""^ "^ ^ - ^. ^ ^ '^ wle durch einen partartig 'Wir entlchileii iiachstrhendc i»^,. « . ^ -fast vergessenen fleischen V°lt«rest^"?°'Ue«ch'ldernnc,e» eme^ der seit lnrzem bei Adolf Nefel.l « ' p"''^'"^''«^''"^ gelockerten Waldessaum gebildet erscheint. — Die mächtigen Wohnhäuser beherbergen unter demselben riesigen Strohbachc auch öfters den ganzen Viehstand, natürlich durch Scheidewände getrennt. Stockwelle kennt man nicht; alle Wohnräumc sind zu ebener Erde. Die älteren Häuscr sind theils von Schrotholz (über einander gelegten Balten) ausgeführte Blockhäuser, theils Fachwelt gebäude. Die Fächer sind entweder mit Vchm oder rothen Ziegelsteinen ausgefüllt; die Ballen sind nicht selten schwarz angestrichen. Die Fenster sind zum Theil noch mit kleinen, runden oder viereckigen und in Blei gcfaßtcn Scheiben vclschcn. Von außen sind die Wohnräumc der Menschen mit reichen, schön systematisch ge-> schichteten Holzoorräthcn umgeben, so daß nur die Fenster frci blcibcn, während vor dcm Stallt dcr nicht min» der sorgfällig aufgebaute Düngerhaufen der Maßstab für den Bichsland. mithin für den Reichthum des Besitzers ist. Fast jcdcs alte Haus ist mit einem Spruch, entweder religiösen InHalls oder einer ttebensrcgel menschlicher Klugheit, geziert. - Treten wir ins Innere, doch hübsch demüthig, mit gcbücklcm Hauple, damil dasselbe nicht unsanft mit dcr own Schwelle dcr Thüre und in der Wohnstube nicht mit den ..Untcrzügcn," den dic Dcckc stützenden Querbalken, in Aclührung komme, so fällt uns beim ersten Blicke eine Reinlichkeit und Zierlichkeit auf, wie sie das mit Moos bedeckte, runzlige Strohdach gar nicht erwarten lieh. ^ängO dcr ssystall» hcllcn Fenster, die fast lüglich gewaschen werden, laufen der Wand nach die hülzcrnm Bänlc. blank gescheuert. In dcr Ecke steht cin mächtiger Tisch, oft mit geschnitzten Beinen, über demselben hängt von dcr Decke herab die kleine Oellampc, und rings um denselben an den Wänden stcckcn in dcsondcren ..Ryacln" die Schusseln. Teller. Tassen und runden Blcchlöffcl. Nicht wett von dcr Thüre steht ein mächtiger Kachelofen, der Sommer und Winter gebraucht wird. Dort aber hinter der blen- dend weißen, von der Decke bis zum Fußboden reichenden Vcinengardine steht das riesige. hochllufl,ethürmte Ehebette, welches mit seinem ungeheueren Gestelle, mit seiner Bettwäsche und dcm Uebcifluß an Flaun, ein kleines Vermögen repräfenlirl und mit Rccht dcr Stolz jeder Frau ist. Ein reiner Tisch mit ttandcsproductcn bedeckt, mit Brot, Vutter, Käse und einer Flasche Branntwein, und daS Bitten des gastfreundlichen Wirthes laden dich ein. ^aß dich nicht nöthigen! Ic größere Stücke Brot und Käse du nimmst, um so größere Ehre widerfährt deinem Gastfreunde. Erwarte aber tcinc Trller und Messer, oder daß man dir vorschneide und vorlcae; der Gast führt ein Messer bei sich. er mag eS heraus-nehmen. In dcr Nähe der Wohnung ist auch daS dazu ge-hvrende Ackerfeld. daS der Sprecwäldcr nach Gedlttfn'ß zu vermehren versteht; an den Ackcr grenzt d,c Wiese. Bei der wasserreichen Lage dcs ganzen Bandes lit begreiflicherweise jedes Stück Acker- und Wc.deland von dem andern durch schlammige Wassergraben geschieden. Hier wuchert baS Schilfrohr, Ricd acnannt, und loiegt scinc rcichgcglicdcrtcn Rispen schwankend ,m Luftzüge. Oas reife Rohr gibt das Matcilal zum Dachdccken, die Rispen dienen als Zimmerschmuck. Daneben spreizen sich der Ealmui« und die langblättrigen Schilfe mit ihren dunllen Vlllthenlolben auf schwankem Stiel:; auch die Vinfe und die c^il" i'iüustli« mit ihren hcrzförmi' aen Glättern und ihrer weißen Blülhenscheide findcn sich nicht selten. Ein Vergnügen für die Spreewalder ist's ganz be< sonders, sich nctt zu kleiden. Sie können es nicht lassen, m lhrer Weise sich zu schmücken. Bei den Männern herrscht die Liebe zur blauen Fa,be vor. und ein blauer, lang herabhängender Tuchrock. dunkle Hosen und bis zum Knie reichende glänzende Slicscl sind' ihr höchster Schmuck. In diesem Anznge prangen sie jedoch nm 1168 Wartungen entsprochen hat. Was den zweiten Gegenstand betrifft, so soll beschlossen worden sein. mit den Aufhebungen fortzufahren und dabei namentlich jene Institute ins Auge zu fassen, deren Locale für die verschiedenen Verwaltungen passend erscheinen; Inslitute, die unter der Patronanz fremder Regierungen stehen, werden selbst' verständlich verschont bleiben. Aus >cn Delegationen. Wien, 12. Juli. Dic Reichsraths-Delegation genehmigte ohne Debatte das Mchrerforderntß anläßlich der Erhebung des Berliner Gesandtschaflspostens zum Votschaftcrpostcn. nnd des Gnadcngehaltes für die Mutter Tcgetthoff's; sodann erfolgt die Berathung des Kriegsbudgets. In der Generaldebatte kündigt Faltenhayn Namens der Rechten Anträge, betreffend die Erhöhung der Auöschußpositionen, an. Figuly legt seinen persönlichen Standpunkt klar. der auf Vermeidung der Kriege gerichtet ist. Dcr Kriegsminister erllärt. alle möglichen Ersparungen bewirkt zu haben, aber die Ausführung des Wehrgesktzcs und die successive Wehrhaftmachung von 800.000 Mann bedinge wachscnde Auslagen; jctzt sei er schon in der Lage. 650.000 Mann aufstellen zu tonnen. Graf Beust empfiehlt angelegentlichst das Kriegsbudget dcr Delegation; die Wehrhaftmachung des Staates sei nothwendig, um jedes Unrecht mit eigener Macht zurückweisen zu können; sein Grundsatz sci, allen möglichen Porwand zu einer feindseligen Gesinnung gegen Oesterreich zu benehmen, deswegen ist gerade der gegenwärtige ruhige Moment geeignet, die HeercSorga-nisation durchzuführen, ohne zu Mißtrauen Anlaß zu geben, neben der Beruhigung dcr Friedenspolitik müsse auch dcr Armee die Beruhigung gegcbcn werden, daß ihr an Gedeutung nichts genommen werden soll; die Armee habe auch wie das Voll die Ueberzeugung, daß der Klica ein Unglück ist, aber ein Gedanke lebt in der Armcc: Ocherreich-Nngarn darf keinen unglücklichen Krieg mehr führen, wenn es zum Kriege gezwungen werden sollte. Dcr Kriegsminister weist die Nothwendigkeit der bcgchrtcn, aber vom Ausschusse gestrichenen Aufstellung dcs dreizehnten ArtillerieregimentS nach. C z e r-lawsli befürwortet die Regierungsvorlage; Sturm hebt die angebliche Unzufriedenheit in der Armee wegen des Mangels an Stabilität hervor und lritisirt einige Reorganise: ionemaßrcgeln. Der ztncqsmlnister weist die Angriffe Sturm'S zurück und führt des Weileren aus, daß die ursprüngliche Organisation nicht geändert wurde, daß die Zufriedenheit in der Aimee im Gegentheile zugenommen. Smolka müiitt, das politische Moment der letzten h ochwichtigcn Ereignisse müsse bezüglich dcs Kriegsbudgets von Entscheidung sein. Er legt die ungünstige Situation Oestclrcichs gegenüber den Nachbarmächten dar und bedauert, daß dcr Rcichskanzlcr dic ^age so rosig darstillte. Er sagt. der Reichskanzler glaubte wahrscheinlich sclbst nicht, daß man seine Worte ernst nehm»!. B e u st replicirt, daß gerade die Friedenspolitik geeignet sci, die von Smolta besorgten Gefahren zu beschwören und daß seine Schilderung dcr?age ohne Hin-lcrgedankcn, ganz ernstlich gemeint war und anders nicht anfgefaßt werden wollte. Vei der Abstimmung wird die Errichtung eines dreizehnten Nrtillerieregimcnls m,t 26 gegcn 25 Stimmen abgelehnt, dagegen für t^ Cadres dcr dreizehnten Batterien die Regierungsvorlage mit 89,991 fl. mit 28 gegen 26 Stimmen angenommen. Die Kosten für Beriltcnmachung dcr Compagnie-Commandanten werden abgelehnt, hingegen die Gagen-erhühung für Oberste und Oberstlieutenants bewilligt und die Gebührentangenle für tincn Schalttag abgelehnt. Die bei Titel 1 (Cemrulleilung) von CzcrlawSli beantragte höhere Position wird angenommen, die bei Titel 2 von demselben bear,lniatc höhere Ziffer mit 26 gegen 25 Stimmen abgelehnt und der slusschußantraa angenommen. Morgen Fortsetzung dcr Berathung. ZUM Entwürfe einer neuen Vleßgcsch' Novelle. * i. Der dem Abgeordnetenhaus«: vorliegende Entwurf einer Novelle zum Prcßgcsctzc bezweckt cinc grundsätzliche Reform dcr österreichischen Prcßgcsctzgebung in dcr Richtung, daß die Preßsrcihcit auf eine meitrc Basis gestellt und der Presse sowohl gegenüber der Prüvention als dcr Repression cine gegen tendenziöse Verfolgungen gesichertere Stellung cingcläumt werde. Es ist diese Novelle seit dem Bestände dcs Prcß^sctzcs vom 17. December 1862 bereits die drille, dicseS Gesetz abändernde legislative Emanation. Sie hat zunächst eine Vorgängerin an dem Gcsctze vom 15. Oktober 1868, welches in das System und ii, die einzelnen Bestim mungen des Prehgcsctzcs bedeutende Vückcn riß. indem es, uon anderen minder wesentlichen Aenderungen abgesehen, den der Staatsanwaltschaft früher eingeräumten Berich-ligungSzwang aufhob und ein anderes, von einer würdigeren Auffassung der Presse ausgehendes Berichtigungs-uerfahren an dessen Stelle sctztc; mdcm es serner das System dcr picßgcsctzlichen Vcraittwulllichtcit wesentlich anders normirte, von dem Syslcmc der cunnilatioen zu dem dcr successiven Verantwortlichkeit überging; indem es endlich das objective Verfahren vollständig umgestaltete und mit Rechtsmitteln zum Schutze dc> Presse nnigab. Eine zweite Voi-gängerin bildet das Gcsctz vom 9. März 1869. wodurch für die Beurtheilung dcr durch die Pressc begangenen strafbaren Handlungen Schwurgerichte eingeführt und das Verfahren in Preßsachen unter Zugrundelegung des strengen Anllagcprincipcs neu geregelt wurde. Speciell die Presse betreffende Bestimmungen enlhält endlich auch die Strafgesetznooelle vom 17. December 1862 mit dem Paßgesetze vom nämlichen Datum. Kommt nun, wie cS die Absicht des Ausschusses dcS Abgeordnetenhauses ist, noch eine weitere Novclle hinzu, so gestallet sich unsere Prcßgcsctzgcbung zu cincm sehr schwerfälligen, in dcr Handhabung schwierigen, für oc,i Juristen schwer, für Laicn fast gar nicht mchr verständlichen Conglomerate von Gesetzen, welche sich gegenseitig abändern, ergänzen oder aufheben. Ein ganz neues Prcßgcsctz schicne uns unbedingt gerathener, ein Gesetz, welches nebst den neuen Bestimmungen der beantragten * Die „Grazer Zeitmig" bnngt obigen Artikel auö dcr Feder eines dem dortigen Nichlerslande angehürige,, Juristen. Novelle die nicht aufgehobenen Bestandtheile dcr frühen Gesetze in sich aufzunehmen und unter einander in ri> ^» organischen und systematischen Zusammenhang zu brii,- , gen hältr. ! Der Standpunkt des vorliegenden Gesetzentwurfs wurde bereits Eingangs als der einer freisinnigen R -form des Preßgesctzcs anerkannt. Geqen die Mittel dol, welche da zum Zwecke vorgeschlagen werden, lassen sich s vom Ncchtsstandpuntte manche nicht unerhebliche Bcdli -len geltend machen. Betrachten wir das Wesen der einzelnen Paragi, . phe dcs Entwurfes. Die §§. 1 und 2 entHallen ei,,e Erleichterung des Verkehres mit Druckschriften, n.dcm sie die Clthcilung des Rechtes, Druckschriften zu verkaufen, auch an andere Personen als dic Verleger oder H^,< i ausgeber zulässig erklären, indem ferner hinsichtlich nicl,'-periodischcr Druckschriften die Vorschrift, daß sie tlN Namen deö Verlegers zu enthalten haben, aufgeholfn wird. Eine sehr wichtige principielle Reform enthält § 3 des Entwurfes, indem er die Verantwortlichkeit wcqcn ..Vernachlässigung der pflichtmäßigen Ob< sorgc" aufhebt und bestimmt, daß einc Verfolgung und Bestrafung wegen eincr durch dcn Inhalt einer Druckschrift begründeten strafbaren Handlung nur gegen jene Personen stattfinde, welchen dieselbe nach dcn allgemeinen Grundsätzen des Strafgesetz?« zugerechnet werden kann. Die Institution der Vcrantwültlichlcit wegen Vernachlässigung der vflichlmüßigen Obsor^, eingeführt durch die M 29 und ff. des PreßqesctzcS vom 17. December 1862, hatte dcn Zweck, dic Verantwortlichkeit für Prcsz-delicte über den in dem allg'incilttn Slrafgesltzc gezognen Kreis von Bcthciligtrn auszudehnen und nebst dln an der strafbaren Handlung materiell Mitwirkenden anch andere Personen in die Strafbaitcit einzubezichcn, welchen blos eine Vernachlässiguug dcr ihnen vermöge ihr.r Stellung bei einem Zeitungsuntcrnchmcn nach den Pns!< , aesetze obliegenden Pflichten zur ^ast fällt. Die fragliche ! Institution hatte ferner den Zwcck, für die strafucrichl-liche Verfolgung ein Surrogat zn bietcn, wenn in cinnn bestimmten Falle die Ermittlung des Verfassers eines strafbaren Artikels oder dessen Verfolgung nicht mißlich war. Dieses Surrogat soll nun nach dem Entwürfe durch das objective Verfahren, welches nach den weiteren Bestimmungen dcssclben in sehr rrwcil^ricr Ausdchüun^ znr ' Anwendung kommen soll, geboten werden. ' Vom allgemeinen strafrechtlichen Standpunkte ans läßt sich die beantragte Reform nur vollkommen billigen, denn nach demselben kann dic Strafc slcts nur dcn schuldigen treffen, dieser aber lann nur unter Delijeni" ucn gesucht und gefunden werden, welche das Ttrafg^ sctz als dic wcgcn böser Absicht oder wcgcn Verschuldens (M,l8 odcr culM) subjectiv strafrechtlich Verantwortlichen erklärt. Eine andere Frage aber ist eö, ob mit Rücksicht aus die besonderen Verhältnisse t,l.r Prcssc jene snbsidiäic Verantwortlichkeit wohl leicht zu cntbchrln ist? Eiüt Frage ferner ist es: ob dcr imch drin Enlwürs an die Stelle des aufgehobenen InstilnlcS tretende Ersatz als gi! rechter. Mckmägiger und auch für die Prcssc selbst ersprießlicher bezeichnet werden tönnc? dcs Sonn- und Festtags, sonst sind sie in Leinwand gekleidet. Die Frauen und Mädchen aber lieben die recht prunkenden Farben, blau, roth, weiß. grüli, anch gelb. Ihre Tracht ist malerisch: roth und blau und gelb gestreifte kurze Röcke, bnntc Schürzen, die länger sind als dcr Rock. ein eng anschließendes dunkles Mieder. „Leibchen," weihe aufgeschlagene Hemdärmel und ein roth und gelb geblümtes Brusttuch. Ihre frifchen, muntern Gesichter, die das Starkknochige und Breite der Russen durchaus nicht haben, umgeben sie mit einem geschickt und malerisch gelegten weihen Kopftuche. „Kopflappe," das bei den Mädchen noch bunt ist und daS bräunliche Haar wenig schen laßt. Die Haube. ..Mütze," mit ihrer großen Krause wird nur vor dem Gange in die Kirche, bei Familienfesten und zu den Jahrmärkten aufgesetzt. Auf schuhe und Strümpfe verzichtet der Sprce-wälder während des Sommers; bei Festlichteilen trägt die Spreewälderin aber schneeweiße Strümpfe und Schuhe von Olanzleder. Reinlich uud sauber aber ist alles, auch bei den Feldarbeiten, wo die blendend weißen Kopf' tücher weit hinausleuchten, wenn die Frauen gruppenweise auf dem Felde arbeiten. Die Ackercultur ist eine reine Spatencultur und deshalb liefert sie sehr hohe Erträge; daS zwanzigste Korn ist eine gewöhnliche Ernte. Zuweilen wird der Roggen 2 bis 3 m. hoch. und ein Tourist sprach aus. daß er, selbst in Italien, nirgends eine so üppige Vegetation gefunden habe, als im Spreewald. Der Spreewälder weiß aber auch alles, was die Natur ihm bietet, geschickt zu benutzen. Der Untergrund dcö Spreewaldes bcstcht theils aus Sand. theils aus Moorboden und Torf, dcr oft 4 bis 5 m. tief geht. Dieser an sich ist unfruchtbar, erzeugt höchstens einen dürftigen Rasen, wenn nicht Überschwemmungen erheblich nachhelfen. Allein mit Spreesand und Dünger wohl vermischt und durch Gl'abcn aufgelockert, so daß die äußere vust hinzutreten lann, gibt der Boden herrlichen Ertrag. Um sich Sand zu verschaffen, werden theils die in den einzelnen Sprcearmen sich bildenden Sandbänke abgestochen und in die Kähne geladen, theils, wo Mangel an solchen Sand> bänlen ist, legt sich der Sftreewäldcr einen „Sandfana" an. Er nöthigt durch hineingelegtes Holz und andere Hindernisse die Strömung oeS Wassers, eine etwas andere Richtung zu nehmen und den mitgefühlten Sand an dieser Stelle abzulagern. Dieser wird mit Moor und Dünger vermischt und auf die neue AckerstcUc gebracht. Oder man schält die Grasdecke ab, läßt den Rasen verwittern und mischt ihn dann mit Sand und Moorboden. Zur Düngerbereitung benutzt der Spreewälder theils das gröbste getrocknete GraS, theils ^aub, theils Stroh und namentlich die Strohstoppeln, die ziemlich hoch. nicht dicht an dcr Erde mit der Sichel abgeschnitten werden. Dic Bccte werden hoch angelegt; sie ragen bis gegen 1 m. über die Wicsenfläche und bieten einen malerischen Anblick, zugleich von dem Fleiß ihrer Bereiter zeugend. Der Charakter der Wenden ist gastfrei und gesellig. In den Winterabenden versammeln sich die jungen Mädchen mit ihren Spinnrädern in einem Hause des Dorfes, ^n schnellerem Schwung drehen sich dann die Räder bei den Worten der geschickten Erzählerin. Nach 0 Uhr Abends wird auch den Baucrnburschcn der Zutritt gestattet. Dabei erleichtern sie sich ihre Arbeit noch durch Gesang. Ihre Volkslieder sind stets launigen Inhalts, ihre Gesangsweisen haben ^lwas sehr melodisches, ge> dchntes, fast wehmüthiges. Sie lieben es. die einzelnen Haupttänc durch eingeschobenc Tonsenlungen von einander zu halten. Die Vergnügungen der Sprccwälder sind einfacher ländlicher Natur, theils veranlaßt durch die Jahreszeit ten — Erntefest — theils durch die kirchlichen Zeiten — Kirmeß — theils durch Familienereignisse, unter welchen sich die Feierlichkeiten tiei den Hochzeiten durch ihre Eigenthümlichkeiten auszeichnen. Der Haupttag, an welchem Hochzeiten gcfcicit werden, ist der Freitag. Zu demselben wcrdcn die »ächsttn Verwandten der Brautleute und einige Ingcndfreunoc des Biälltigams. sowie cinige Freundinnen dcr Bicmt geladen, ^lcht Tage vorher gcht dcr Hochzcitsbittcr, Festordner, „Pobratsch" genannt, und ladet die Gäste zur Hochzeit ein. Der Pobratsch hat ans seinem Hnte odcr auf dcr Mütze einen möglichst buittcu Strauß, in dem auch Guldflimmer und Eilbcrfädcn glänzn; von demselben flattern rothe und blanc scidcnc ^ande». llnl die Schultern, namcntlich von dcr r°chtcn 3chnllcr zur Hüftc. hat er ein langes weißcs. lcincn^s Tuch gescklnn-gen. welches an der Hüfle in einen Knoicn mit Schleifen gelegt ist. so daß die beiden mil rothen und wcißcn Fransen verzierten Enden tics herabhängen. Dabei hat er einen Säbel umgeschnallt, dcr gewöhnlich ein Caval-lcriesübel aus den Zeiten dcr Freiheitskriege ist. und vorn an der linken Biust hat cr nvch cin Blumen» bouquet und ein ftei herabhängendes buntts Tuch. -^ Zur Hochzeit bringen die dcr ,.Hochzc!tSmnil(l ' befrcnn' delen Nachbarinnen und Bclannten dcrsclbcn (auch dcr reichsten), als Beihilfe zur Ausrichtung dcr Hochzeit, Eier. Butter. Spcck. Milch. Qua>t. Hichncr n. s. w. lafür warden ihnen Portionen von ten Huchzeit?sp^iicil zugesandt. An dem Hochzeitstage schwimmcn zu .Nahn« oder wandern zu Fuß die Hochzeitsgäslc gcgcn Mittag an das hochzeitliche Haus heran. Eö hnrscht cin fM-licheS, bewegtes ttebcn in und an demselben. Kleine geputzte Kinder aus dcr Nachbarschaft sammeln sich lici seinen grünen Matten, schauen aus an den Wasserstrahl» und Fußpfaden und verkünden jnbelnd dic Aullinft ncn'.r Gäste. Der vorher schon erschienene Pobralsch gcht ihm" entgegen, empfängt sie und füh,t sie in die Hochzeit stube. wo die verschämte Braut ihrc Glückwünsche nüt einfachem, herzlichem Händedruck annimmt. Sämintliclic Hochzeitsgäste sind mit Sträußen, duntcn Tücher", herabhängenden seidenen Bändern geschmückt. Außer de« 1169 Hagesneuigkeiten. Die Neise Sr. k. Hoheit des Kronprinzen. Prag, 11. Juli. Se. k, Hoheit Kronprinz Ru. dolf besuchte heule den gräflich Waldstein'schcn Garten und verweilte daselbst eine halbe Slunde. Eodann begab sich Sc. s. Hohcii iü dao Landeögebäude. Ä<:tm Eiu,iilte in den ^!andlagssaal wurde Se. k. Hoheit vom Landes-auöschusse empfangen, ließ sich die Vintheilung des Saales erklären, die Mitglieder dcö ^andesanöschusseö vorstellen und richtete an jeden einige huldvolle Worte. Bei d.-m Denk-male des Feldmarschallö Nadctzky vorbei, fuhr Sc. k. Hoheit Über die steinerne Arückc auf die Allstadt, um das Nathhcmst zu besichtigen. Das Gebäude praugle im Flaggen-schmucke, das Inxe're und Acußere des Nathhauses war prachtvollst decmnl, Auf dem Ningplatze vor dem Rath-Hause waren sämmtliche Vereine und Genossenschaften Prags mit fliegenden Bannern und MusikcapcNcu aufgestellt. Veim Anlangen Sr. k. Hoheit erschallten donnernde Hoch- und Slwa-Nusc und iulonirten die Musikcapellen die Voltshymne. Der Bürgermeister und Stellvertreter begrüßten Se. k. Hoheit vor dem Portale des Nathhausci«, Se. l. Hoheit erwiederte huldvollst die Ansprache, besichtigte sonach mehrere Säle, alle Sehenswürdigkeiten, das allcrchnmliche Uhrwerk und die Capelle, wo Se. f. Hoheit den Namen in das Gedenkbuch einschrieb. Von dort begab sich Se. l. Hoheit in ,den große» Sitzungssaal, wo sich die Mitglieder des StadtverordlietcncoUcginms mit den MagistratSbeamtcu, die Osficiere und Commandanten der BlirgercorpS uud die Näthe der Präger Handelskammer versammelt hatte». Stürmische Slava- uud Hoch-Rufe erlöutcn, als der Kronprinz den Saal betrat. Se. f. Hoheit ließ sich zuerst den Präsi-denleustcllverlreler der Handelskammer v. Zdekaucr, darauf die einzelne»« Stadtverordneten uud schließlich die Officiere der Vürgercorps voistcllcn uud richtete an jcdeu dcrfclben einige srcnndlichc Wo^te. Nlö Sc. k. Hcheit darauf den Balcon betrat, bruch dic gedrängte Vvlksnicnge in cndlofcn I:ibcl aus. Ein imposantes Schauspiel bot 'das Defiliren der zahlreichen Vereine. Hierauf fuhr Se. l. Hcheit,un-mittelbar in die kaiserliche Burg Muck. — (Personal nach richt.) Der Major v.Nerncck, in weiteren Kreisen als Echrifisteller nuter dem Namen Bernd v. Guseck bekannt, ist am Samstag in Berlin im Alt«? von 08 Jahren gestorben. — (Ausstellung von Zeugnisse,«.) Vorgekommene Wcch'nchmungeu bestimmten den Herrn Unterrichts minister zu dcr Verfügung, daß künftighin bet jedem Se-mcsiral- ode, Abgangszeugnisse, welches von einem mildem Oeffentlichkeusrechle nicht belieheuen Privatgymnasium oder von eiucr solchen Pnvatrcalschule ausgestellt wird, dieser Umstand schon iu der Ausschrist des Zeugnisses ersichtlich zu ^ machen ist. Mittelschulen hingegen, welche das Ocffeullich-kcitsrecht besitzen, können die Semestrul- und Abgaugszeug- ^ nisse uach derselben Form ausstellen wie öffentliche Gym.' nasicu oder 3tealschulcn; jedoch haben sie, wenn ihnen das Oeffeutlichteitörecht eist seit der Allerhöchsten Entschließung! vom 27, Juni 1«5)0 verliehen wurde, am Schlüsse des Zeugnisses den Zusatz hinzuzufügen: „Dieses Zeugniß tst zufolge Miuistcrialerlaß vom . . . Z. . . den Zeugnissen von Staatsrealschillen (Gymnasien) gleichzuhallen." Das Ncchl zur Ausstellung von Maturitätszeugnissen muß eiucr nicht staatlichen Anstalt, wenn sie anch das Recht derOcffentlich- keit erhalten hat, noch besonders und ausdrücklich verliehen werden. Wo dies nicht gefchehcn ist, bildet die Ausstellung von Zeugnissen der Reife behufs des Besuches der „Universität" ' oder der „höheren Facullälsstutuen" oder einer „technischen Hochschule" :c. :c. einen Mißbrauch, der einer strengen Ahndung unterliegt. ! — (6 i n erschütternder Vorfall) ereignete ^ sich, wie der „P. Lloyd" erzählt, am Bord des im Tisza-Dober Theiß-Durchstiche bcfmolicl>'„ Bagger-Dampfers „Ipar". Es war um Mi,'.^>'>'. sämmtliche Schiffsleute befanden sich unter Deck, auch vle Beamten des Schiffes, die eben ihr Mittagsmahl beendet, iu ihren Cabinen. Auf dem Vorderdecke des Schiffes allein verzehrte ein Matrose sein Mittagsessen, welches ihm seine Frau, die Schiffslöchin, ebon zugetragen hatte. Beide, ein junges Ehepaar, begannen nun. nach Außfage der Küchenmagd, sich zu necken und zu fcherzen, was damit endete, daß der junge kräftige Mann seine Frau ergriff, sie über das Schiffsgeländer hob u»d ihr scherzhaft' drohte, sie über Nord zu werfen. Lcidcr follte dieser allerdings derbe, aber unlcr Schiffsleuten nicht allzu uugewöhulichc Spaß ein schlechtes Ende nehmen. Die junge Frau, welche sich iu den kräftigen Armen ihres Gatten auch i» dieser Situation nicht gefährdet glaubte und heiler lachend am Halse ihres ManneS hing, stieß unglück« licher Weise mit deu Füßen an die Scharniere des Ge landers, dicscs öffnete sich und beide stürzten vom klafter« hohen Deck in die Theiß. Zu ihrem Unglücke stand das Schiff im Momente gerade vor einem reißenden Wirbel von mindestens 1l! Klaftern Tiefe und so blieb denn alle Mühe, sie zu retten, umfonst und vergebens waren die wahrhaft ricscumäßigcn Anstrengungen der .Nameraden, durchwegs handfeste Szegedincr Burschen. Der verunglückte Matrose war der stärkste Mann uud beste Schwimmer am Bord, allein die Last seilies ihn fest umtlammcruden Wci« bcs zog beide in den Abgrund. Ihre Leichen wurde» bis jetzt noch nicht aufgcfuudcu und es muß daher abgewartet werden, bis die Theiß — »ach Schiffersage — ihre Opfer freiwillig herausgibt. ^ — (E rn tc na chri chlen.) Tie Nachrichten, welche über den Stand der Ernte sowohl in Oesterreich als den Nachbarländern bekannt werden, sind noch immer ziemlich widersprechend. Im großen Ganzen kann man annehmen, daß in Ungarn, mit Ausnahme einiger durch Ueberschwcm-mungeu mitgenommenen südlichen Gegenden, die Ernte eine gute sein wird. Dagegen lauten die Berichte aus Galizien und der Bukowina nicht allzu rosig; speciell die Bukowina soll eilte entschieden schlechle Ernte haben. Die Ernte iu Südrußland gilt für gut. Aus Deutschland liegen ausführliche und erschöpfende Aerichle noch nicht vor, doch heißt es, daß die Ernte nahezu als eine mittelmäßige betrachte« werden könne. Iu Frankreich, ist der Anbau weit stärker ausgefallen, als erwartet wurde. Die Landwirlhe haben fast überall die durch den, Krieg vernrfachleu Störungen überwunden, und der Ausfall gegen die gewöhnliche Production wird bei weitem nicht fo bcdcuteud erscheinen, als bisher angenommen wurde. Das Resultat der Ernle selber sei an manche» Stellen ein sehr gutes, an anderen jedoch nur ein nahezu mittelmäßiges. Sicher sei, daß ein Erport nach Frankreich sich entfallen werde. Erntcberichte aus England fehlen noch. — (Der deutfche Kronprinz), welcher mit i seiner Gemalin nach England reiste, kann sich über den ^ Empfang, welcher ihm bei seiner Ankunft auf dortigem Vo>' 5en zu Theil wurde, nicht beklagen. Schon in Gravesend, lvo da« lronprinzliche Paar von der HaHl der Kömgin ..Victoria and Albert" landete und wohin Gras Bernstorfs ihm entgegengereist war, wurde derselbe von einer dichten Volksmenge begrüßt, und in London erst harrte ein dichter Menschenknänel stundenlang am Bahnhof aus das Ein» Neffen des Ertrazugcs, wahicnd eine andcic Masic das deulfche Bolschaftsdolel fast umlagert hielt. AUcnthaldcn sal) man deutsche Gesichter und hörte man deutsche ^orle; aber auch das euglische Element war stark vertreten uud stimmte, wenu vielleicht nicht gleich begeistert, doch gleich lebhaft in die donnernden Hurrah« ein, welche das Thronfolgerpaar bei feiner Ankunft empfingen. Der Prinz und die Pnn-zessin von Wales begleiteten das deutsche Thronfolgerpaar in dem nämlichen Wagen nach der deutschen Bolschasl, vor welcher die Menschenmenge mil jedem Augenblicke dichter wurde und nicht eher auseinandcrging, bis der Kronprinz die Prinzessin von Wales an dc» Wagen geleitete und diese mit ihrem Oemal nach Marlborough House zurückkehrte. Am Abende brachte ein deutscher Gcsangverciu den Gästen ein Ständchen aus der Terrasse hinter dem Bolschaftshotrl. — (Aus Frankreich.) „Paris-Journal" erzählt, daß die „Internationale" in Paris ein großartiges Unter stützungsbureau eingerichtet hat, welches die Hauptstadt zur bessern Uebersicht der Hilfsbcdürfligcn in 51 ^cctionen ein getheilt und seit dem 20. Juni kolossale Summen ausfzc zahlt hat. 12.l)00 Männer, 10.000 Frauen uud !jb.000 Kinder erhalten von diesem Bureau eine regelmäßige 0 tausend Fraucs täglich schwanken und die nöthigen Gelder von London gesendet werden. „Es ist eine Art gc« heimcr Regierung in großartigstem Maßstabe," bemerkt „Paris-Journal," „und die Polizei hört und sieht von alledem nicht das Geringste. Wir aber vccbürgen uns für die Richtigkeit diefer Mittheilungen." — (In Bue nos-A yres) ist das gelbe Fieber endlich erloschen, nachdem es die furchtbarsten Verheerungen angerichtet und die Bevölkerung der Stadt vielleicht bis auf 20.000 Seelen reducirt hat. Ein Theil der Ei»-wohner begann bei dem Abgang des Berichtes zurückzukehren, aber man hält die Zukunft der unglücklichen, einst so blühenden Stadt skr vernichtet und glaubt, daß die Stadt Nosario die Stelle von Bmnos-Ayres als Hauptstadt der Eonsöderation einnehmen wird. Die taiferlich brasilianische Regierung hatte, der Stimme echter Humanität folgend, eine Eommission von Aerzten mit Hilfsmitteln aller Art auf einem Transportschiffe uach Bucnos-Ayres zur Unlerstützuug der dortigen Aerzte abgefendet. Man ließ das Schiff nicht nur zur Landung nicht zu, sondern erklärte auch, daß man die ärztliche Unterstützung zurückweisen müsse und nur die mitgebrachten Hilfsmittel annehmen wolle. Locales. — (Vom Frauenvereine.) Der hochwohlgcborne Anton Freiherr v. Codelli - Fahnenfeld hat die bei der am 22. Juni 1671 abgehaltenen Generalversammlung des Verwandten findet sich auch frühzeitig die..Schwaschka," die fciu bunt geschmückte Freundin der Graut. ein. Die Braut trägt auf ihrer weißen, mit steif gestärkter und dicht gefältelter Krause (von der Größe eines milllcrcn Karrenrades) versehenen Haube zwei Kränze, einm grünen Nautmlranz und einen uns Perlen uud goldigem uud silbernem Flitterstaat gewundenen Kranz, etwas tiefer als dm grime,,. Der ganze Kopf aber ist mit künstlich gclcgtcn seidenen, llcincu, bunten Vand-schlcifcn, gemachten Nluuun und mit bunten, glänzenden Perlen gar unmuthig verziert. Daö glitzert nnd blinker! und flimmert und zittert bei jeder Kopfbcwcgung. Am Hltltcllopfc hängt henmtcr, mchr tamm< als zopfartig, weiße und grüne offene Seide, die weder gezwirnt noch gesponnen scin darf. Das Halstuch ist schlohweiß, fein w Spitzcngrnnd gestickt; die Jacke von feinem schwarzen ^uchc. cden so der Rock und die Schärpe von schwarzer ^"de. Die Braut hat nur ein weißes Tuch, höchstens «oai ctuen NoSmarinslmgel in der Hand. - Der Bräu- ,i?"' .^ ^" ^U zur Kirche, trotz Wind und Wetter. H°"pl° zurücklegen muß, trägt auf dem Na». "" t"cl '^'""'cS, lt-oncuartiacs Kränzchen von falls off" "llltclstaat. und am linken Arm hängt cbc^ er sich auck ""^ ""d griinc Seide. Aber Geld steckt damit es imn"!,','.""b ""hr ^ er zur Hochzeit braucht. Ehe nicht feble ""«"''ant werde nnd in der ganzen chcn Brot. iDe/^ ^'^'" ^""'^ auch oft ein Slück-NM, glaubt an he^^l noch arg voll Aberglauben, Besprechungen Lä. / ^^"stcr. Verwünschungen nnd Weg ode N«uer ein Hase ulier den ^Un !ück' Selts m'U ""' 7^e. so bedeutet n?>i ^,.»l^«., n'^l< 6 er — abweichend von se,- vor ^.n gekommenen Gäste werden im Hochzeitshause ^"V ^5° "Nich "'tt Kaffee und «uaicu tractirt. Smd nun alle Vorbereitungen zum Gange in die Kirche beendet, so muß der Podrutsch das Brautpaar bei den (ältern „auSscgncn". In feierlichster Nedc bittct er nämlich die Mein im Namen des Bräutigams und der Graut um Verzeihung für verursachte Sorgen „nd danlt für erwiesene elterliche Vicbc. Darnach dcstcigcn sie die 5lähnc. und die llcine Sprecwald. flotte setzt sich in Bewegung. Hu Kahne wird so weil gefahren, bis die Totalität das "Einsteigen in bereit gehaltene, offene Leiterwagen gestattet. Schnell geht cS nnn zur Kirche. Vor dem Pfarrhansc abgestiegen, ordnet der Pobratsch dic Gäste. Voran schreitet dic Braul. geführt vom Pobralsch. letzterer im oben beschriebenen Kostüm, mit gezogenem, Säbel, was andeuten soll, daß er und die Oemeindc mit Gut, Blut und Lcbcn dir heut zu gründende Ehe in Kriegsgefahr und anlxrer Noth zu vertheidigen bereit seien. Ihr folgen dic E'chwaschta, die Branljungfcrn und alle weiblichen Gäste. Darauf folgt der Bräutigam, geführt von feinem Jugendfreunde; ihm folgeu die männlichen Gäste. In der Kirche an^ gelangt, gehen sie in derselben Ordnung um den Altar, worauf die Brautleute neben einander vor dcn Altar gestellt werden, während sich die männlichen HochzcitS-gästc zur Rechten, die weiblichen hinter dem Vrcmtpaar aufstellen und dic Schwaschla dcn Hut des Bräutigams hält. Nach dem Trauatte grht der „Jubel" an. Das Musilchor empfängt die Vermählten" a.n der Kirchthür nnd geleitet sie znm Wagen. Der wendijchc Iubclruf ..Iujuju" oder ..Iuchuchu" ertönt oft, die Musil bläst fröhliche Stücke, und im rufchen Trobc fa,hrcn die Wa-geu bis zur Kahnstclle, hier und da von Kindern und jungen beulen mit bunten Giindcin aufgehalten, me quer über dcn Weg gezogen sind, worauf ihnen von ocn Hochzcilsleuttn Geldstücke als ^üscuclo zugeworfen weroen. Dcn ersten Kahn besteigt das Musilcho l, dlc übrigen die HochzeilSleute. und in fröhlichem I' ,k'l fchw,mmt die Flotille dem HochzeitShause zu. Hier werden alle zuerst wieder mit Kaffee uud Kuchen gclabt, und nach etwa einer Stunde beginnt das Hochzcitsmahl. Die Anforderungen, welche dasselbe an dic Gäste macht, sind nicht gering. Sieben bis neun Gängc folgen in cincr ganz bestimmten Ordnung und zwar ziemlich bunt durch einander. Dcn Neigen ndffnet Bntler, Brot und Käse; dann folgen in sehr kurzen Untertirechungtl, Mcissuvpe mil Fleisch und Rosinen, Milchhirsc mil Rosinen und rolhem Zucker bestreut, Biersuppe, Meerrettich mit Fleisch, Erbsenbrei, Rosinensuuce mit Fleisch (eine Arl Blut» suppc mit Rosinen und Backobsl), Wurst mit Backobst und gcdackcncr Quark (d. i. eine Art Mehlspeise, an die viel Butter und Rosiucn gethan werden uud die fchc gut schmeckt); dcn Schluß macht gewöhnlich Graten, wozu Branntwein getrunken wird. Allc festen Svelsen, wie Fleisch. Braten, Wurst. Quark und Kuchen, werden vom Cantor in so viele Theile getheilt, als Gaste an-wcscnd sind. WaS die Gäste nicht verzehrn, nnrd nnt uach Hause genommen. - Nach einigen Stunden z.chcn allc mit Musil, dic auch zu Tische cmfacsp'rlt hat. m cin nahes Wirthshaus. Gcgcn morgen kchrcn stc in« HochzcitSbMS zurück, das Nacklcsscn zn halten. Dicfc sscsllichlcilen dauern gewöhullch .^ lns 4 Tage. Am nächsten Sonntage gcyl dic ganze Hochzeitsgesellschaft, tcnnbar an ihren bunten Tüchern und Bändern, in die Kirche. Aus dcr Kirche geht's wieder ins Hochzcitshaus nnd auch bald in die Schänkc, wo sich sämmtliche Freunde imd Freundinnen ringefuliden haben, um jubelnd die Nachhochzeit, „Pcrpusch." zu seiern. — In dem Artikel, dem wir vorstehende interessante Sittenschllderungcn entnommen haben, finden wir keine Andeutungen, inwiefern der Wende noch die bezeichnendste Vollseigenlhümlichteit. die Sprache, bewahrt habe, es wird uns jedoch von einem Bcsncher jener Gegenden versichert, daß die aus dem Sftrccwalde relrutirten Wehr-Männer noch durchaus wendisch reden. 1170 Laibacher Frauenvereins zur Hilfeleistung für verwundete und kranke Krieger, dann Unterstützung der invalid gewordenen Soldaten und deren Witwen und Waisen auf ihn gefallene Wahl zum Protector und Vermögenscurator in einem an den Berein gerichteten schmeichelhaften Schreiben anzunehmen erklärt und den Betrag von 50 fl. zur Permehrung des Vereinsfondes gespendet. — (Theater-Subscription.) Wie wir hören, erstreckt sich die für die kommende Saison erforderliche Subscription auf 5500 fl. Es würden daher mit Berücksichtigung der Beitrage, zu denen die Logenbcsitzer sich bereits verpflichtet haben, noch 1000 st. aufzubringen fein. Wir zweifeln nicht, daß dieses auch wirklich geschehen wird, da die Theaterfreunde übeihaupt ein selbstverständliches Interesse an dem Zustandekommen einer gediegenen Saison, wozu alle Aussicht vorhanden ist, haben und daher gewiß den Logenbesitzern nacheifern werden. Wir werden bald in der Lage sein, dem Publicum Näheres über die uns von Director Walburg in Aussicht gestellten Genüsse mittheilen zu können. — (Eisenbahnnachricht.) Das ungarische Ministerium für öffentliche Arbeiten und Communicationen hat dem Dr. Ethbin Costa und dem Grafen Felir Arz sammt Consorten die Bewilligung zur Vornahme techni-schner Vorarbeiten für die von Karlstadt und Ogulin an die Landesgrenzc zu führenden Theilstrccken einer von ^aibach nach Karlstadt und Vgulin projectirten Eisenbahn auf die Daner Eines Jahres ertheilt. — (Eisenbahn B il lach . Tarvis.) Die politische Begehung dürfte demnächst stattfinden. Wie man hört, gedenkt das Handelsministerium das Verfahren der öffentlichen Offertvcrhandlung, wie es bei der Concessioni-rung der Strecke Kleiu-Neifling-Amstetten und neuestens bei der Eisenbahn ^cmbcrg-Stiyi in Uebung kam, auch bei dieser Bahn zum Princip zu erheben und sowohl betreffs der Vauvergebung wie der Geldbeschaffung die öffentliche Concurreuz auszuschreiben, -- (K l a gen fürt er Ausstellung.) Die Kaiser Ferdinands- und die möhrisch-schlesische Nordbahn bewilligt allen mit auf Namen lautenden ^egttimationöscheinen versehenen Besuchern der Kuustindustne-Ausstellung in Klagenfurt, deren Dauer bis 30. Juli verlängert wurde, vom 12. Juli an, die Südbahn-Oesellschafl alle» nach Klagenfurt Reisenden vom 16. bis 30. Juli eine Fahrtermäßigung von 50 Percent des gewöhnlichen Postzugspreises in Waggons 2. und 3. Klasse. Dle reichhaltige, Ausstattung dieser Ausstellung mit vielem Sehenswerthcn und einigen Nnica-len, ferner die sich anschließende instructive Auösteüuna. des berg- und hüttenmännischen Vereines von Kärnten dürfte eine genügende Veranlassung sein, die sich darbietende Gelegenheit zu benutzen, gleichzeitig das südliche Alpengebiet Oesterreichs kennen zu lernen. Eingeseudct. Tic delicate Heiluahruna, ll.^nlo.^^^ <1u Ii.ii-1-; beseitigt alls 'Kraull,eltcn, die der Medici,, widerstehen : nämlich Magen-. Nerven-, Vrusl-, Vmiglil-, ^'cber-, Truscu-, Schleimhaut-, Ä,hem-, Blasen- »nd Nierenleiden. Tuberculose. Diarrhöen, Schir>i,lds,,chl. Asthma. Husicn. Unverdaulichen, Verstopfung. Fiedcr, Sclnmn-d>'i, Blulainst.'igm, Ohreudraiiscn, UebelleN mid Erbrechen selbst in der Schwaiigerschaft, Diadcteö, Melancholie, Mmageninq, Rhenmaliue. Gicht, Blcichsnchl. — Au6;»g aus 72.0 0 i^cr-lisicaleu Udcr Oenesnugeu, die aller Medici« getrotzt: Ccrlificat Nr. 06471. Prunttta (bci Moudovi). den 26. October 1809. Mein Herr! Ich lmm Sie versichern, daß feit ich vo» der wundervollen I^v^^oilir» äu U»,rr^ Gebrauch machte, da« heißl seil zwei Jahren, siihlc ich die Beschwerlichkeiten meines Altero uicht mehr, noch die Last meiner 84 Jahre. Meine Beine sind wieder schlank geworden; mein O.sichl ist so gut, das; ich keiner Brille bedarf; mein Magen ist start, als wäre ich 30 Jahre alt. Kur,, ich fuhlc mich verjüngt; ich predige, ich höre Beichte, ich besuche Kranke, ich mache ziemlich lange Reisen zu Fuß, ich fühle meinen Versland llar und mein Gedächtuiß erfrischt. Ich ersuche Sie, diese Erklärung ;u veröffentlichen, wo und wie Sie cö wüu-schen. Ihr ganz ergebener Abb,- Peter Castelli, IjacQ.-W'ilieoi. und Psarrcr zu Prunctto, iircis Mondoui. Nahrhafter alö Fleisch, erspart die l^v«!^»!,!^ bei Erwach-seilen und Kindern 50 Mal ihren Preis iu Arzneien. In Blechbüchsen von > Pfuud ft 1.50, 1 Pfund fl 2.50, 2 Pfund fl. 4.50. 5 Pfund fl, 10, 12 Pfund fl. 20, 24 Pfuud fl. 36. Nev2>e30>»i!-e 0lw'-.ol»l<;« i:i Pulver und in Tabletten für !2 Tassen st. 1.50, 24 Tassen fl 2 50. 4« Tassen fl. 4,5", iu ' Pulver filr 120 Tassen fl. 10, fill '^^ Tassen fl. 20, fllr 57«; Tassen fl. 36. Zu beziehen durch Barn, du Varry Vi«Q, ^Hi1Ü3l:IizH«l«« Ilr. 8,12 I^Hidacli Ei) Mahr. > i,l Marburg F, itullctnig. ui Klagensnrl P. Birubacher, > iu Graz Gebrüder O l'crra uzmayr. iu Innsbrncl Diechtl H^ Frank, in ^,'inz Haselmaycr. in Pest Türot, in Prag z I. Flirst, iu Briinil F. Eder, solvie iu allen Städten bei guten l Apoiheteru »nd Specercihändlcru; auch versendet da« Wiener Ha»S nach allen Ocgcudeil gegc,' PostallN'eisuug oder Nachnahme. Wir machen hierdurch auf diV im heutigen Blatte flehende Äunaucc der Herren 2 ^tciu decker 35 (^o. i» »amburst besonders aufmerksam. Es Handel! sich hur um Original-Lose zu einer so reichlich mit Haupt-Gewinnen cinsgeslaw-ttli Verlosung, daß sich anch iu unserer Gcgcnd line sehr lebhafte Betheiligung! voraussetzen läßt. Dieses Umcrnehmcn verdient um so mehr da« > volle Vertrauen, indem die licslcn Ttaatijgaranlieu gcboleu siud nnd auch vurbcnanl'.tcö Haus durch eiu slels streng reelle« Handeln uud Auszahlung zahlreicher Gewinuc allseits bekannt ist. Neueste Past. lOriniual-Telegramme der „Laibacber Zeitung.") Wien, llt Juli. Nrichörathsdrlc^ation. ,^urtsctzuuss dcr Sp^cialdcl'ntte übcr daS KrirgS-liud^et. Voim Titel Truppc» wvrdc» für einen erhöhten ^riedeilSstand der Kavallerie 3.^ Millionen mehr, als der Ausschust beantragt hatte, bewilligt. Vei dcr Nesolutiun. betreffend die Auf-stellullss eines ?tormalfrieden 3. Juli. Bei den gestrigen Unruhen während der protcstautisch"! Proces sio» schritten die Truppen ei.». verwundet, tt Polizei-„läuuer u„d >tt Soldaten grtödtet. Um Mit ternacht war die Nuhe wieder hergestellt; »HO Verhaftungen. Prag, 12. Juli. Se. l. Hoheit dei Kiollprinz ^rzl,crzog Rudolf fuhr heute um 8 Uhr Morgen« zur '>p<< gc>chcnltc Pokal befand. Nachdem dcr Kroi,^ Prinz seinen Namen im Gedenlbuchc eingetragen, verli!» .jl). - 5p^ Metalliquel) mit M°«, nnd Nov^i'w'-Ziuscu 5!).'i<). .- 5,i,.rc Naüoml Anl^eli llttR). 1«,X!'>. Da« Posldanipfschiff ,,Eiuil'ria", Eapilän Haacl. welche« am iil. ^uui vou Hainlinrq direct uach New-Hnrf abg^aüsseu, ist ain 2, Juli wohlbehalten dort ai!a,etc»mmeu Handel nnd Wslic.wlrthscljaslllchei. Verlosuu g. (Ära uuschweige r ^!ofe.) Ser en Ziclüluq vom .'lO.Iuui. Oezuci.eu wurdeu: 275, 307, 40«, 512, 702, ?«!> '«67 Ül2 '.»97 1013, 105>2, 1130, Il<)2, 1210. 121'». ,'ll»3, ,737 I!».l? 'll»l:<:' 2I354, 3382. 3« 3?!.:;' 3837, 3884, 3!^5,, 4214, 4241, 4330, 4358, 4427 181.".' 5.0?'i' 5,37<>, 5)5.43, 55>72, 5889, 5954, 5957, 0017, 0332,' 0<> Thale,-Serie 4358 Nr. 7, zu HM« Thaler Serie 3««4 Nr. 1<», zu <;<><» Thaler Srrie 1013 Nr. 27, zu !8 Nr. 2i, Serie 5379 Nr. 42, Serie 5054 Nr. 2!), Serie «^«3 Nr. 30, zu 70 Thaler Serie 912 Nr. 20, 47, Serie 193? Nr. 3, Serie 2954 Nr. 19, Serie 537!» Nr. 10, Serie 9329 Nr. 13. Alle in obigen Serien enthaltenen, hier nicht aufgeführten Nummern schalte» deu lleiustcn (vewiun uon 21 Thaler». Hlugekommene fremde. z Am 12 Juli l «l«»s»»nt. Die Herren: Äellak. itaufm.. Wie». — Dornig, / Kauf»,., Wien. - Wcisjlopf. Kaufm,. Wien. Laßly, Schnee' becci — Fischer, Kaufm.. W>e», — »iiüer u. Vestsnecili, Wien. - Swolwdci, Wien. - Pidrouc, ssablicant, Hlrvpp.'— Breu »er, jtaufm., Wien. Dainjan, Handelsui., Fin,ne, We stcrmcier Trieft. - Terzaqhi, l. l Militärbeamte, (hiaz. Bauer. Wien. - Thoma»», Vewerlsdesi^rr, ?tciul)!ichl. Malesovic, Haudelsm., Spalatu. Tie ssraurn.- Milller mit Tochter, Klaa.eufnrt, — Heller, Kaufmanns lHatti», Trieft. 5tz<»««t ^Vl«'„. Die Herren: Maidingrr, .«anfn,., Wien. Obcnuann, Beamte, Plauina. ^ Isalumc, Tapezierer, Agram, Horwaih, .^taufm,, Marburc;. Weber, .^n,fm,. Oraz Girardelli, (^ulsbesitzer, Trieft. - Kohu. .^iausm, Trieft, ll:,!«',«!««!,«»^ »«»!'. Die Herrcu: (5'beihart, Baunutcrueh mcr, Sissel. - Calu. Trieft. — (laropresi. weisender, Ora,;. Horwath, Scisenberg. -. Zvotlj, Wippacl'. !?«<»»,,»«>». Die Herren: Oaräetic, Hol,',l,ändlrr. Hisset, — Dauila, NcÄitshörer, Aqrain. - Malli, Bolauilcr, Wicu. " eüteleorol^lsche AeoOlichlunucil iil ^ll)aT ' 0 U Mg, 327 „2 ^».,. 'windstill Nedel 13 2 „ N. ?>2tt,!,8 -r-I?!l NO mäßia z.Hiilfte bcw. O..,« ,0 . M. !^7.,>? ^ ,12 4 I N, schwach j ^,.,z dem ! Dichter Morgrunrbcl, Kllhl. Vc,rmillacis wrchs.lnde Nach' mitlaßs zunchmeude Äcwölkung. Abeudrolh, Du« Toa'c^mit!,-! der Wärme -j- 12^,", um 23" unter dem Normnle. Veranlwnrilichcr i)lcdll^lcur: Igna^ u. >l l e i n <„ <, u r ij2 ., .,,^,'»«4,5 ^Ne„. l2 IM. ^,'^ialich m Fnlae Fü>lwirtu»g dcr gesteru sti^Mei, Ursachen, ohne besondere Veranlassung, war lnc Biilsc siau. Die (iurse, welche sich Mmnei,« elwaö 5,3 ^/Nll'l.llU/l. erholt hatte», gingen Mittags wieder und zwar theilweisc bcdeutcud zuriicl. Diese Bewegung theilte stch so ziemlich gleichmäßig alle» Üffccteu mit, nur Rcille. Staalölose und — Lombarden vermochten sich zu behaupten. Die fa'lgcndeu von halb 2 Uhr da irtcu NoUruugen sind 14,6. das Resultat eiuer^gegeu Schluß ciugctretcucu Vcsscruug. «. Al!ae,«ei«l ^taat^ickuld. ,'in 100 fl. Gelt W«.:rp ^n^-llllche -taalsschi'ld zu 5 p^' i» Noten verziusl. Mai-November 59 25 59.Zo ' Februar-Augusl l>9 25 5^.35 I SUbcr I Iäuuer-Inli 6«W 09.- April-October. »>8.90 09.— i! >!< . I. 1«39 ..... 295.- 296- .. „ 1854 (4 °/j M 250 si. 94," 94.50 ., I 1860^.^0fl. . -101.-10120 - . 1W0 zu 100 si. . . N225 113.75 , « 1864 zu 100 fl. . 128 25 128.50 >aats-Domänen-Psa»ddrleie ,u 120 st. ü W. in Hilbli . . 1^3.- 123 50 Ls. Grundlntlastung«-«?blizario»7c:l. Fur 100 ft. H.tt Waare ^z:r,?u . . , . zu 5 püt 96.— 97.— /al,,leu....., !'. ,. 7.^.^. 7550 Nicder-Ocsterr>!ich. . „5 .. 97.50 98.— Ober-Oesterreich . . „ b „ 94.__ 95^. Siebenbürgen ... „ 5 „ 7575 7650 ^e:ermW.l?bft. Linzahl.)pr.Stücl 92 80 93- Wiener Eommuualllnlehen. rück- Geld Waare. zahlbar 5 pEt. für 100 fl. . . 8" "" ^'20 , «. Accien von BssN?i:»siituten. ! t»eld Waare j Älic,lo-u,lell. Nuul . . 251 — 251.50 Baulucreiu.......220.— 222.— Noden-Tn-dnaujtall ... 2s>5 - 257.— Hreditansialt f, Haudel u. Gew . 280 80 28l — lireditaustult, aligcm. ungar. . 107 50 108 50 Eecunlple-Oejellschllst, u, il. . . 93«. 940.-Frauco-usicrr. Bani .... 115.50 116.— Generalbaul.......—.— ^-.— Handelsbank.......150.50 151,50 Natiunalbant.......768.— 770,-- Uuionbant.......264 75 265.- Vereiusbanl......105.75 106.— V?r!ehrsl>anl.......170.50 171.50 R? Actien vvu Trlinspurtunternel,' MUNgen. Ve!b Waare Älföld-Fiumaner Bahn ' .^'^ A>„ «öhm, Westbahn.....3^ ^3" Carl-«udwig-«ahn.....245.— 245 25 Donllu.Dampfschifff. Gejellsch. . 57«.—579. - ElUadclh.Weslbahu.....218.50 219.50 Elilawh-Westbllhn (Linz-Bud- lveiser Strrcle).....198 50 199.— Ferdinand«.N°idbc>hli . . . 2100 2102.-Füufkcchfn-Varcltr'Vllhu . . -.— 176.— Oeld Waare K?llN'rdd, Verbiud. Vahu , . 176.— 177.— Theiß Bahn..... .24375 244.25 Ungarische Nordostbahu . . . 162.— 1^2.50 Ungarisch: Ostbahn .... 82 75 83.25 Tramway........217.75 218. r. Pfandbriefe (fllr l00 fl) Mg. üst, Vodm-Ciedit-Nnstalt Gelb Waare dlllttsbar zu 5 pEl. in öilbn 106,25 106 50 dtc,.iu33I.r>laz.,u5>pCt,iuö.W. 86,75 87.— Nationalb. zu 5 ftEt, ü W 92 — 92,20 Ung. Vod.-Treb.-Anft. zu 5'/, p .70 S db.-G.« 200 fl. z. 5« s,ir 100 si. 89 50 89.70 ,Slldb.-Vo!l6 6"/, (1870 74) ^ « 500 Frcs pr. s lilck . ^. __ Ung. Ostbahu sllr 100 fl. . 84.80 85. ! >». Privailosc iprr Sliick.) Kreditanstalt f. Handel u. Gew. Meld Wame ^ ,u 100 st ü,W......17575 l 75.25 Rudolf-Stiftung ,u 10 ft. . . 15. - 15.50 Wechsel (3 Won ) Oild Waare ÄUljSbur« für 100 st südd. W, 103 60 103.70 Fraulsurt a.M.100 st. dtttt, 103 80 103.90 Hamburg, für 100 Marl Ha,:« 91 2<» 91,30 ^'ondo«, für 10 Pfund Gt.-rlmy 123.40 «23 50 Pari«, jür 100 Frauc» ... 48 40 48,50 Geld Waarl K. Müuz-Ducatn . 5 fi. 83j',. 5 fl. 84j lr ^illpoleonsd'ar . . 9 „ 83j.. 9 „ 84 ^ Preuß. Lafsenlcheine. 1 « 84 « 1 .. 84 > ^ Silber , 121 ,. 75 ,, 122 25 « «raiuifche Orundentlastungs - Obllgatiouen, Pri-»lltnotirung: —.— seld, — Waur,.