rMv • > fO Kpl faiwttaf f owiit«! tS Rpl EmChekt wftcb-etkMith Mi€b«inal ata Morgtnzcitunj (mit Aut-nihme der Feiertsge). ~ Bezugspreis: Ahhotea monatTich 2.—. bei ZutteUmig RM 2.10. — Unverltn^e Zuadufften lyardca nicbt zurfickseMiidt jnoilninitt Beilung Amtliches Organ des Steirischen Heimatbandes 9tr. IM'ISO 9Ror6urg o. &. Drau eam0tao/6onntag, 5./6.3un I94i dl. SaDraong IlBiiniallsaiiie Veilolgoiig an der ganzen M Ditt B«ratimi an mohrf n Si«N«ii Ub«rschritt«n — Zahl der am Boden zerstörim Sowjei- Hugieuge beträchtlich erhöht Senulieiieile Dokimentenfunde Ntvot B«W4»iMiiateffial Mr Moskaus Ansfriffsabäichten Ad« den FfllirerbaiipttHf^rii#«. 4, Jidl Ott ObtftomoiiiNlo dw Witarmacht gibt bektnnt: Tmtz 8cbwl«rigitr WogeverfalHiiiue schreitet die Verlolgiwg der sowJet-rmiltdUB Wfhrmioht auf dtr ganven Front unauihaltsam vorwärts. Der ab-fldiiiiiWi Ftliid ertoktot durcli don rücksichtslos tief in das flinterland greifen-dan Eioaatz uoscrar Luftwaffe schwerste Einbuße. in dar Mitte dar Aiwlifafroot wurde die Bereslna an mehreren Stellen üiarschritten. Nördiefi davon Ist die lettisch-russische Grenze erreicht. Unter deoi am laatrlgen Tage gesichteteo Peutematerlai befinden sich auch OeneralstabBiuir^, die den letzten Aufschluß Uber die Angriffsabsichteti der sowfetrussischen Weiimacht eneben. Die Ancriffsafyslcfliten werden auch dadurch belegt, daß nunmehr ein gc-oauer Oliertillclc Uber die hi letzter Zelt vorgenommene gewaltige Vermehrung der sowlatfusflischea FhigpIMtze an unserer Ostgrenze vorliegt. Während vor dar Besetzung durcfi die Sowletwehrmacht in Bessaral»ien, Polen, Litauen, Lettland und Eetland Imteeamt nur 90 Fhigplätze vorhanden waren. Ist diese Zahl In dar Iqirgaii gwladhat tM auf 814 mm Teil bestangelogter FhigpUtxe ange-wachMn. - - - i Efaie doroh besonders beauftragte Offiziere vorgenommene Untersuchung dir eroberten sowletmsafechen Fhigplätze hat ergeben, daß die am 22. Jiml als am Boden verniclitet gemeMete Zahl von Fhigceugen um 20 bis 25 Prozent höher Ist. als zunächst durch Luftbeobachtungen festgestellt werden konnte. Im Kamfif gegen QroBbrftannlen verseife die Luftwaffe vor der britischen QtttkUste zwei Bewacher mit zusammen ICno tirt und beschädigte bei Lands-Cnd ein größeres Handefsecblff durch Bombentreffer. Tages- und Nachtangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen ffafenaiilimi fcn SOdweaten und SMosten der inseL Bei Angriffsversuchen brlttedier Flugzeuge an der KanaMcllste schössen Jäger und Flakartillerie am gestrigen Tage elf fHndllche Fhigzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermlOt. Der Feind wart in der letzten Naeht an verschiedenen Orten West- luid Nordwestdeutscfilands Spreng- und Brandbomfien. Die Zl\ilbevöBcerung hatte geringe Verluate. In Bremen entstanden unliodeutende wh-tschaftüche Schäden. Dachstuhlbrände, vor allem In Dortmund, konnten bald gelöscht werden. Jäger und FMtartMerle schössen zehn der angreNeadeo bHllschen Kampfflugzeuge ab. Der Kommandeur eines Infanterie-Re-Rrhnents, Oberst Hipp, und der Kommandeur eines Artillerie-Regiments, Oberst Welcker, sowie der Oberleutnant Hakkenschmitt, der Oberfeldwebel Peter-mann und der Schütze Ansinu eines Kraftrad-Schützen-Bataillons zeichneten sich durch hervorrajfende Tapferkeit aus. In den Luftkämpfen der letzten Taze errang Hauptmann Oesau seinen 54., Oberleutnant Franziskat seinen 21. Luftsieg. Explosion s-^uf englischem Flugzeugträger Wer wird (Ditglied des Steiriscben ßeimatbun&es ? Auf Grund zahlreicher Zuschriften aus dem Leserkreis, die sich mit der Frage beschäftigen, wer Mitglied des Steirischen Heimatbundes wird, haben wir die Bundesführung des Steirischen Heimatbundes um Stellungnahme gebeten. Die Kanzlei des Bundesführers teilt Nachstehendes mit: Der Aufruf an die Bevölkerung der Untersteiermark, ein Bekenntnis zu Führer. Volk und Reich durch Anmeldung zum Steirischen Heimatbund als der totalen politischen Organisation des Un-lerlandes abzulegen, hat freudigen Widerhall gefunden. 323.807 Männer und Frauen haben sich in die Meidelisten des Steirischen Heirratbundes eingetragen, f^a das erreichte vierzehnte Lebensjahr eine Voraussetzung für die Aufnahme in die »^Deutsche Jagend« bildete, das erreichte achzehnte für die Aiifnahme in den »Steirischen Heimatbund« und da die Kreise Trifail und Raim aus arbeitsmäßigen Gründen bisher nicht berücksichtigt wurden, entspricht die vorge-namite Zahl, bezogen auf die allerdings zweifelhaften Ergebnisse der jugoslawi- iiiiiiiiiiiiiiinittiitfiitiiiiiiMfniiiiiiiiiiiinfiiiinniuiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiHiiiiiininiiiiiMiiiiiiiMiiiiiiiiHifiitiiiiiiiiiititiiiii Neue Mordtat der Briten SchwtauneBde deatsche Soldaten von engli&chcr U-Boot-Besatzung erschossen Mehrere Tote Oe n f. 4. Juli Aus Vichy wird gemeldet: Auf dem englischen Flugzeugträger »Furious« flog, wie OFl. aus La Linea berichtet, aus bisher unbekannten Ursachen ein Benzintank in die Luft. Mehrere Mitglieder der Besatzung wurden getötet. Ein Flugzeugführer, »wei Marineoffiziere und ein Militärarzt, die bei der Explosion ums Leben kamen, sind am Dienstag auf dem Friedhof von Gibraltar beigesetzt worden. Berlin, 4. Juli In d«n nordgriechischen Hafen Ka-valla lief mit sechs Mann das Rettungsboot eines griechischen Motorseglers ein, dessen Besatzung imter dem Eindruck eines grauenhaften Erlebnisses stand. Die geretteten griecliischen Seeleute berichteten, daß ihr kleiner Fischkutter von ehiem britischen Unterseeboot versenkt wurde. Während dto griechische Besatzung zusammen mit den griechischen Passagieren sich in das Boot des Motorseglers habe retten dürfen, wurde die deutsche Besatzung im Wasser schwimmend von den britischen Matrosen mit Maschinengewehren erschossen. Ehe von deutscher Seite eine Veröffentlichung dieses Vorganges vorgenommen wurde, der an die Fälle »King Stephan«, »Baralong« und »Cossack« erinnert, wurde eine Vernehmung des Kapitäns und der Besatzung des griechischen Motorseglers in Anwesenheit neutraler Ausländer durchgeführt. Die neutralen Ausländer haben während der Verhandlung die Berichte der einvernommenen griechischen Seeleute mit tiefem Abscheu vor der gemeinen Mordtat der Briten zur Kenntnis genommen. Die von dem griechischen Kapitän und sämtlichen fünf Mitgliedern seiner Be-satjcung unterschriebene eidliche Aussage lautet: »Der 35 Tonnen große Motorsegler ..Osla Paraskov** wurde am 20. Mal 1941 um 12.00 Uhr auf der Fahrt von der Insel Lemnos nach Kavalla 20 Seemeilen nordwestlich von Kastron von einem britischen linterseebot aus 1000 Meter Entfernung durch vier Schüsse über das Schiff angehalten. An Bord befanden sich außer der griechischen Besatzung ein deutscher Offizier, ein Unteroffizier und zwei Mann. Das SchÜf stoppte sofort. und ein griechischer Matrose winkte mit einem weißen Tuche.« Trotzdem wurde der deutsche Offizier vom Turm des inzwischen längsseits gegangenen Unterseebotes aus mit der Hstole beschossen. Ein Offizier des britischen Unterseebootes forderte die griechische Besatzung auf. In das Rettungsboot zu gehen. Die deutschen ^1-daten wurden sodann mit einem Maschinengewehr bedroht und gezwungen, sich über Deck zu begeben. Darauf eröffnete das Unterseeboot aus nächster Entfernung das GeschUtzfeuer auf den Mo-torsegler> der sofort in Brand geriet und schnell sank. Mit teilweise brennenden Uniformen sprangen die deutschen So|. daten Ins Wasser und wurden, im Wasser schwimmend, solange mit Maschinengewehren beschossen, bis alle getroffen und untergegangen waren. Die griechische Besatzung war in einer Entfernung von .10 Metern Zeuge dieses grausigen Vorganges von Anfang bis zum Ende. Deutschland wird aus dem rohen und unmenschlichen Verhalten der britischen Kriegsmarine die entsprechenden Folgerungen riehen. Entrüstungsturm In der Weltpresse Berlin, 4. Juli Der neue Mord der britischen Kriegsmarine. der die Methoden der englischen Kriegführung sinnfällir kennzeichnet, hat in der Welt tiefen Absch^ und einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen, Auf Grund der authentischen Berichte in der »Neuen Zürcher Zeitung«, der »Suisse«. der spanischen Nachrichtenagentur »EfCf. sowie der bulgarischen Zeitung »Utro« liegen aus allen Teilen der Welt ausführliche Pressestiinmen vor, In denen dieses neue britische Verbrechen eindeut^ geibratfdmarkt wird. Die »Marburger Zeitung« amtliches Organ des Steirischen Heimatbundes Mit Wirkung vom 5. Jtill 1941 ist die »Marburger Zeltung« zum amtlichen Organ des Steirischen Heimatbundes erklärt worden. Die »Marburger Zeitung« steift damit das wichtigste Bindeglied zwischen der politischen Führung und der breiten Otfentlichkeit in der Untersteiermark dar. Sie wird In Ihrer neuen Eigenschaft als offizielles Sprachrohr des Steirischen Heimatbundes denen und ihren höchsten Auftrag darin erblicken. ein wahrheitsgetreues Spiegelbild des Kampficebtes, der Arbeit und Aufgaben im Rahmen der programmatischen Zielsetzungen des Steirischen ffelmatbundes zu sein. Die Bevölkerung der Untersteierniark wird aufgerufen, diese Bemühungen zu unterstützen und sich durch weiteetge-hende Verbreitung der »Marburger Zeitung« in den Dienst an Volk und Heimat zu stellen. sehen Volkszählung vom Jahre 193L einer 95-prozentigen positiven Abstimmung der untersteirischen Bevölkerung und stellt ein überwältigendes Bekenntnis dar. Von den männlichen Mitgliedern des Steirischen Heimatbundes haben außerdem 66.566 ihre Anmeldung zur Wehrmannschaft des Steirischen Heimatbumles vollzogen und sich damit bereit erklärt, in zäher Arbeit Körper und Geist zu stählen, um als politische Soldaten für die neue Heimat anzutreten. Trotzdem ist es klar, daß dieses Bekenntnis. im einzelnen gesehen, das Produkt verschiedenster Erwägungen darstellt. Den Volksdeutschen, glücklich über die endlich vollzogene Heimkehr ins Reich, war die schönste Stunde ihres Lebens angebrochen. Ein zäher Kampf um die Erhaltung ihres Volkstums in feindlicher Umwelt hftte durch den Sieg seme Krönung erfahren. Die breite Masse, besonders der bäuerlichen Bevölkerung, die aus ihrer Sympathie für Deutschland nie ein Hehl gemacht hatte, und die sich in zwanzigjähriger Fremrechen sind, können nicht Mitglieder des Steirischen Heimat-buiides werden. Es kann aber heute bereits gesagt werden, daß die gesamtbiologische Lage deir untcrsteirischen Bevölkerung als aussresprochen gut zu bezeichnen ist. so dalj die vorerwähnten Fälle äußerst selten {2 bis 3"''») vorkoni-tncn. Personen, die als führende Slowenen deutschfeindliche Aktionen begangen haben, asoziale Elemente, Verbrecher, Säufer usw. können selbstverständlich auch nicht in der Organisation des Steirischen Heimatbundes Aufnahme finden. Einer besonderen Beobachtung werden alle jene Nichtdeutschen unterzogen, die seit l. Jänner 1914 aus Krain und dem Küstenland zugezogen sind. Dabei wird jeder einzelne Fall »ipezifisch /u heliandeln sein. Zum Beispiel kann ein Holzfäller oder ein Arbeiter aus Krain, der im Zuge der Arbeitssuche in die Untersteiermark gekommen ist und uns biolmgisch^ entspricht, durchaus Mitglied des Steirischen lieimatbundes werden, während ein slowenischer Intelligenzler. der als Vertreter einer bewußten Slov/enisierungspolitik, als Tscliitsche, ins Unterland kam, nicht aufgeiKimmcn wird, weil wir nicht die \bsicht haben, uns Läuse in den eigenen Pelz zu setzen. Heute kann bereits gesagt werden, dai.{ rund W"'" der ziun Steirischen Hei-inatbund Gemeldeten durch die Über-priifnngskoinmission als unbedenklich bezeichnet wurden und daü daher gegen deren Aufnahme keine Hindernisse bestehen. Die restlichen 10"'« werden zu einem .späteren Zeitpunkt einer neuerli-clien Oberprüfung unterzogen, soweit sie niclit im Zuge einer volkspolitisch notwendigen Flurbereinigung außer Landes gesetzt sind. In der Buiidesführung des Steirischen lieinuitbundcs arbeitet eine eigene Abteilung mit zahlreichen Kräften an der Verarbeitung der von den Überprü-fungsk'Ommissioncn ortsgruppenweise iibersandten Fragebogen durch Erstellung der Zentralkartei und Schreiben der .Mtigliedskarten. \:s ist damit zu. rechnen, daß bereits in den nächsten! 'fagen ni einigen Ortsgruppen die Mitgliedskarten des Steirischen lieimatbundes und dessen Abzeichen zur Verteilung gelangen. Da es sich hierbei um riuiiderttauscnde Fälle handelt, werden einige Ortsgruppen erst zu einem späteren Zeitpunkt ihre Mitgliedskarten und Abzeichen erhalten. Docli ist bis 20. Au-•;ust die gesamte Mitgliederorganisation des Steirischen Heimatbundes erstellt. Wer im Besitz der Mitgliedskarte und des Abzeichens ist, ist damit berechtigt und verpflichtet, am Tx>litischcn, kulturellen und wirtschaftlichen Aufbau der l'ntersteicrmark mitzuarbeiten. Gerüchte, du 1.1 der größte Teil der un-terstcirischen Bevölkerung ausgesiedelt werden soll, sind das Produkt einer abgrundtiefen Dummheit oder stellen eine feindliche Parole dar, mit der Zielset-;nuig, Unruhe in das Land zu tragen. Im Steirischen Heimatbund wind der überwältigende Teil der untersteirischen Bevölkerung, unbeschadet heute noch bestehender sprachlicher Verschiedenheiten, gemeinsam den Weg zu Führer, Volk und Reich finden, um dereinst als Bürger des mächtigsten Staates der Welt mitzubauen an einer gewaltigen Zukunft. In zügiger Vorwärtsbewegung UNSERE TRUPPEN NÄHERN SICH DER »STAUN«-UNIE Berlin, 4. Juli Die gesamte Ostfront Ist in züslKer Vorwärtsbewesung, wenn dl« Sowlet-armee an der ganzen Front auch weiter zähe Kämpfe liefert. Hinter den vorge-lienden Truppen vollziehen sich nach wie vor wichtige Aufrärnnungsarbeiten durch Abkämmen des Geländes und Reinigen von zersprengten Truppen und einzelnen Überbleibseln der Sowjetarmee. Die deutsche Luftwaffe hat ihre Kam,pftätigkeit nunmehr nach den ersten Vernichtungsschlägen gegen die Sowjet-fliegerformationen und ihre Bodenorganisationen hauptsächlich der Unterstützung der deutschen Erdoperationen zugewandt. Neben dem Eingreifen in unmittelbare Kämpfe erfolgt vor allem die Zerstörung der rückwärtigen Verbindungen des Feindes, Insbesondere des Eisenbahnnetzes. Da das Sowjet-Eisenbahnnetz ohnehin recht dünn ist, sind jetzt große Verkehrsstauungen die Folge. Dai^iit wird dem Gegner sowohl die Möglichkeit eines geordneten Rückzuges als auch die Heranführung von Reserven erschwert. Die Gesamtlage zeichnet sich jetzt wie folgt ab: Die Offensivpläne der Sow}e(s gegen Mitteleuropa sind unwirksam und ausgeschaltet. Die In der Nähe der Grenze aufgebaute gewaltige Front von Sowjetstreltkräften ist durchstofien und zer$f>Uttert. Wesentliche Teile sind restlos vernichtet und ausgeschaltet Die Truppen-, Waffen- und Flugzeugbestände der Sowiets sind durch die bis-her^en VernZchtungskämpfe derart «geschwächt, daß die Verluste nicht mehr aufgeholt werden können. Die gesamte bisherige Sowjetfront ist auf der ganzen Linie Im Rückzug. Die deutschen und verbündeten Tnnipen stoßen scharf nach und nähern sich Jetzt der sogenannten »StaHn«-Linie. Die »Stalin«-Linie ist eine gedachte Verteidigungszione der Sowjets, die sich vom Schwarzen Meer hinter der alten Sowjet russischen Grenze zunächst ostwärts des Dnjestr entlangzieht, um dann, nach Norden abbiegend, über Schitomir den Dnjestr-Abschnitt zu erreichen. Sie setzt sich hinter dem Oberlauf des Dnjestr fort über die Landbrücke \Vi-tewsk bis Pleskau uml verläuft dann ostwärts desPeipus-Seesundder Narwa bis zum Finnischen Meerbusen. Da die Sowjets hier seit Jahren Vorbereitungen zur Verteidigung getroffen haben sollten, ist zu erwarten, daß die Sowjetarmee alles aufbieten wird, um diese Linie zu halten. Jahrestag der Namensgebung der Hitler-Jugend FESTLICHE KUNDQEBUNQ IM DEUTSCHEN NATIONALTHEATER IN WQMAR Ungarische Truppen bereits in der aaliiisciien Biiene Budapest, 4. Juli, lier Heeresbericht des ungarischen Ge-iieralstabes vom 4. Juli besagt, daB die ungarischen Truppen den im Rückzug befindlichen Feind bereits in der gaüzischen Ebene verfolgen. Weimar, 4. Juli Der 15. Jahrestag der Namensgebung der Hitler-Jugend erhielt seinen Auftakt durch eine erhebende Feierstunde des Tages im Deutschen Nationaltheater, die gleichzeitig auch die Eröffnung der vierten Wochenreihe der Weimarer Festspiele der Deutschen Jugend bildete. Durch die Anwesenheit des (ieneral-stabschefs Cieneral Bozzoni von der faschistischen Stautsjugend und seiner engeren Mitarbeiter wurde auch erneut die enge Schicksalsverbundenhcit der l)eiden verbündeten Nationen dokumentiert. Der Zuschauerraum bot ein überaus festliches Bild. In der Mittelloge hatten Reichsleitcr Baidur von Schiracli, Gauleiter Reichsstatthalter Sauckel mit Mitgliedern der thüringischen Staatsregierung, General Bozzoni und hohe Vertreter der Wehrriiacht Platz genommen. Außerdem waren die Hauptamt^chefs und Amtschefs der Reichsjugendführung, zahlreiche Gehictstülirer und Obergau-führerinucn sowie Vertreter des kulturellen Lehens anwesend. Parkelt und Ränge füllte die erwartun,q:sfroh gestimmte Jugend des Führers. Max Re-gers »Vaterländische Ouvertüre«, gespielt von der Staatskanelle unter Lei. tunc von Generalmusikdirektor Paul Sixt. leitete den Festakt sinnvoll ein. Dann nahm der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugendführers Stabsführer Helmut Möckel, das Wort, um einen Rückblick auf die Tage der Kampfzeit zu geben und der geschichtlichen Entscheidung zu gedenken, da der Führer der Jugend dieses Reiches seinen Namen gegeben hatte. Die Stadt Weimar und der Gau Thüringen seien dadurch für immer mit der Jugend verbunden. Stabsführer Möckel erwähnte dann die großen Eta^ppen der Aufbauarbeit, die seit 19?(S bis zum Beginn des Krieges innerhalb der Hitler-Jugend geleistet worden war und sagte, die Frage der Bewährung sei allein gegeben durch die Leistung der Hitler-Jugend im Kriege. Jeder einzelne habe hier seine Verpflichtung zum Einsatz vor Augen gesehen. Das Prinzip der Ju-gendfühmng habe sich in diesem Kriege bewährt. Zum Schluß richtete Stabsführer Möckel einen besonderen Gruß herzlicher Kameradschaft an .General Bozzoni und die anwesenden italienischen Jugendführer. Reichsleiter Baidur von ScMrach ließ gleichfalls in seiner Ansprache die Erlebnisse jener Tage aufklingen, als die Hitler-Jugend vor 15 Jahren auf dem Reichsparteitag zu Weimar durch den Führer ihren Namen erhielt. Mannigfach seien die Ausstrahlungen Weimars im Großdeutschen Raum in den vergangenen Jahrhunderten gewesen. Der deutschen Jugend, die hier von Jahr zu Jahr an den klassischen Stätten des deutschen Ginstes weilt, rief der Redner ins Gedächtnis, daß die wahre Größe aus der Einsamkeit und der inneren Schau erwachsen muß. Der Reichsleiter kam sodann auf die gegenwärtig in Weimar stattfindenden Festspiele der deutschen Jugend und sagte, es scheine ein Gegensatz zu bestehen, wenn gewissermaßen im S,chatten der. §chlacht sich hier in Weimar die*' Jugend mit den Dichtern und Denket« «href VölKcs betaßt, während draußen di*' «^hfernt Sprache, de» Krieges i erkh'ngc: AVef df'eijjr .Auflassung ,huldige, [habe aber , den .V^iiiti :' irfts, -deutschen ! Kam|)fei flicht bcgHfJen! Es JjeJie nicht I um den äußeren Ruhm, sondern um die ' Behauptung und Durchsetzung der Kul-! turidee, die durch die Achsenmächte repräsentiert v\crde. Besonders wichtig sei cs, daß die Jugend hier in Weimar be-_ greife, daß sie an einer klassischen ' Stätte des Wortes versammelt sei. Die nationalsozialistische Revolution habe aus der Tiefe der deutschen Sprache geschöpft und mit dieser Sprache den Menschen bezwungen. Die vergangenen letzten Monate, als Hunderttausende deut-, scher Menschen aus den weiten Räumen I des Ostens zurückkehrten, hätten bewiesen, daß die deutsche Sprache ein ent-! scheidendes Element unserer völkischen Gemeinschaft ist. Dann gedachte Baidur von Schirach in ehrenden Worten des Einsatzes der jungen Deutschen im jetzigen Kriege. Viele Führer der Hitler-Jugend hätten ihre Treue zu Führer und Volk mit dem Tode besiegelt. Baidur von Schirach schloß mit den Sätzen: »Nicht allein das große Wollen, sondern das große Tun ist entscheidend. Das liat uns Adolf Hitler vorgelebt. Wir tragen nicht nur seinen Namen, sondern wir tragen auch seine Idee; so wie seine Jugend durch ihn unsterblich ist, so Ist er unsterblich durch sie. Generation auf Generation wird sich in seinem Geiste in Weimar versammeln, um das Treugelöb-nls zu erneuern.« Der von der Jugend begeistert aufgenommene Gruß an den Führer und die Nationalhymnen beschlossen die festliche Stunde. Die 15. Jahresfeier der Namensgebung der Hitler-Jugend fand am Freitag Vormittag ihren Abschluß mit der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel an den Armbrust-Gaststätten, wo im Jahre 1026 die GroRdeutsche Jugend den Namen des Führers erhielt. Gauleiter Sauckel betonte dabei, daß hinter den Fahnen der Hitler-Jugend ein neues Volk heranwachse, das das große Ert)e unserer Zeit nicht nur bewahren, sondern vollenden werde. Rc'chslclter Baidur von Schirach nahm sodann die Enthüllung der Tafel vor, d'e er in die Obhut der Stadt Weimar übergab. Sie trägt folgende Aufschrift; »In diesem Hause erhielt die Jugend Grol^utschlands auf dem Reichsp^el-tag der nattonalsozlalistischen deutschen Arl>eiterpartei am 4. JuH 1926 den Namen des Führers: Hitler-Jugend.« Gegen Englands Versorgungsschiffahrf Bisher 12,433.000 brt versenkt Marburg, 4. Juh Nach dem Wchrmacht^ericht vom Donnerstag, der die Juni-Bilanz des Kampfes gegenüber der britischen Versorgungsschiffahrt brachte, wurden im sechsten Monat 1. J. durch den Einsatz der deutschen Kriegsmarine und der Luftwaffe 768.950 brt, versenkt. Allein 417.450 brt entfallen davon auf den Anteil unserer U-Boote. Berücksichtigt man den nicht zu kontrollierenden Verlust, den der Minenkrieg England brachte, und den nicht unbeträchtlichen Ausfall durch Beschädigungen, so ergibt sich für den Monat Juni wieder eine sehr erhebliche Einbuße an Tonnage für Großbritanniens Versorgung. Seit Beginn des Jahres 1941 sind die Versenkungsve^luste der britischen Handelsschiffahrt in keinem Monat unter 700.000 brt geblieben. Mit Ende März d. J. war die Gesamtverscnkungsziffer auf rund 9,917.000 brt gestiegen, im folgenden Vierteljahr ist sie nun um weitere 2,516.000 brt auf Insgesamt \2 Millionen 433.000 brt angewachsen. Das ist ein Verlust, der sich für England bereits katastrophal auswirken muß, zumal die Leistungsfähigkeit der britischen Werften erheblich eingeschränkt ist und dl© Reserven der für Großbritannien erreichbaren Handelsflotten der Welt sich zusehends vert)rau-chen. Die stets gleichbleibenden monatlichen Verlustziffern machen sich überdies angesichts der schon so beträchtlich zusammengeschmolzenen britischen' Handelsflotte selbstverständlich von Monat zu Monat unangenehmer bemerkbar. Im Jahre 1937 betrug der Weltbestand an Handelsschiffen etwas über 66,000.000 brt. Diese Ziffer hatte sich bis zum Kriegsausbruch nicht wesentlich verändert. Auf England entfielen davon 20,600.000 brt. Nach ihm folgten die USA mit 12,400.000, Japan mit 4,500.000, Norwegen mit 4.300.000, das Deutsche Reich mit 4,000.000, Italien mit 3,250.000, Frankreich mit 2,900.000 und die Niederlande mit 2,600.000 brt. Kein anderer Staat erreichte die Zweimillionenton-nagc. Die Sowjets standen vor Dänemark und Spanien mit 1,250.000 brt an drittletzter Stelle. Aus dieser Ziffer wird klar, daß der Eintritt Moskaus in den Krieg an der außerordentlich schwierig gewordenen Lage der britischen Versorgung nichts zu ändern vermag. Man darf schließlich auch nicht vergessen, daß jedes Land den weitaus größten Teil seiner Handelstonnage für sich selber benötigt und daß bedeutende Bestände an. Schiffsraum überhaupt nicht die Möglichkeit haben, die offene See zu erreichen, wie dies z. B. eben jetzt mit der russischen Handelsflotte Im Schwarzen Meer und in der Ostsee der Fall ist. Drei versenicte Frachter Trupipentransporter und Flugzeuge aus USA verloren N e w y 0 r k, 4. Juli. Aus Newyorker Reederkreisen erfährt Associated Press, daß der britische Frachter »Point Lobes« (4802 brt) auf dem Wege von Los Angeles nach England mit einer Ladung von Flugzeugen im Atlantik versenkt wurde. Das gleiche Schicksal ereilte den britischen Frachter »Cairo City« (4792 brt) Im Mittelmeer. Fr hatte britische Trum>en an Bord. Außerdem wurde der griechische Frachter »Themoni« (5719 brt), der In englischen Diensten fuhr, versenkt. Der griechische Frachter »Point Clear« (49.?) brt) ist .schwer beschädigt in Alexandrien zur Reparatur eingelaufen. Norwegischer Tanker unter britischer Flogge R o m, 3. Juli. Der unter britischer Flagge fahrende norwegische Motortanker »Reginan (9545 brt) ist, wie Agenzia Stefani aus Newyork auf Grund von Nachrichten aus Schiffahrtskrcisen meldet, auf Englandfahrt versenkt worden. Nachrichten über die Besatzung fehleiL Der IVlörder von Primo de Rivera hingerichtet Madrid, 4. Juli. In Granada wurde die Todesstrafe gegen den rotspanischen Milizmann Tos-cano vollstreckt, der an der Ermordung des Falangistenführers Jose Antonio Primo de Rivera teilgenommen hat. Tos-cano war führendes Mitglied der anarcho-syndikalistischen Partei und hielt sich nach Beendigung des spanischen Bürgerkrieges in verschiedenen Ortschaften Andalusiens versteckt. jypMPBt tASSÜrnmä mtnnßc 5^8. Jptft «9^ Sdie 3 Vormarsch nach Bessarabien whJ iiimlliibcli»!! IwppMi IHMnchiMwi — Nach viMttUndigMn lar BoltciMwItt PR~,4.'jai- ZwisdieQ Jlfaiskraiut» du Schilf und aiil resbericht heraus. Er hat folgenden Wort-laivt: Seitdem die bolschewistischen Armeen zum offenen Krieg gegen Finnland ge< schritten sind und mif Bombenüberfällen gegen zivile Wohnzentren begonnen haben, haben sich die Operattonen des Heeres folgendermaßen entwickelt: An den Landesgienzen gab es kleinere Kämpfe an mehräen Stenra hn Zusam-menn^g mit Aufldärungstätlgkdt, wobei der Versuch des Feindes, über unsere Grenzen zu dringen, überall zurflckgewie- sen wurde. An einigen Stellen hatien sich unsere Truppen wichtteer Punkte in dem Gebiet jenseits der Grenze bemächtigt. Seitdem die deutschen und finnischen Truppen die Ostgrenze im nördlichen Finnland üt>ersclintten haben, ist das Vorrücken planmäßig vor sich gegangen. In der Gegend von nanko gab es ständige tieiderseitige Artlllerletätigkelt An der Südfront handelt es sich vorzugsweise am Minieningen, Patrouillen-und Erkundungstätigkeit. Um die Verteidigung der Aalandsinseln durchzuführen, wurde die Inselgruppe besetzt« Ein feindliches Unterseeb'oot Ist in unserer Minenzone gesunken. Unsere Luftstreikräfte haben die Eisenbahnlinie und Wohnzentren gesichert und feindliche Transportzüge, Flugplätze und Knotenpunkte bombardiert. Unsere Jäger und Luftabwehr haben zum Abend des 2. Juli 48 Maschinen abgeschossen. haben, daß sie sehr gut und reichlich mit modernen l^affen und modernem Gerät ausgerüstet sind und steh zudem hartnäckig verteidigiui. Mag das aus Angst vor der Gefangenschaft geschehen, aus soldatischer Tapferkeit, oder mag daran die angebotene Sturheit des primitiven Menschen schuld sein — jedenfalls müssen sich unsere Ba-taükme jeden Meter Boden schwer erkämpfen. In einem einzigen kleinen Ort am Pruth beispielsweise sitzen noch nach vierstündigem Kampf und nachdem die deutschen Kompanien das Dorf längst genommen und durchschritten hatten, Sowjetsoldaten in den Baumkronen und in den Schilfdächern der versteckt liegenden Häuser und setzen den Kampf bis zum letzten fort. Vor allem haben sie sich im jenseitigen Schilfgelände festgenistet und beschießen die vormarschierende Infanterie. Unter den Gefangenen sind auch Rumänen, die in Bessarabien zur Sowjetarmee eingezogen und jetzt im Kampf gegen die Deutschen und Rumänen eingesetzt worden sind. Diese Rumänen in der Uniform der Sowjets hat>en natürlich nicht den geringsten Wunsch verspürt, gegen ihre eigenen Landsleute zu kämpfen, und sie suchen die erste beste Gelegenheit, um Schluß zu machen und Uberzulaufen. Umso ausgezeichneter ist dagegen das Zusammenart>elten der rumänischen and deutseben Trappenteile. Man sieht deutsche und rumänische Pioniere gemeinsam ihre Floßsäcke zum Wasser des Pruth tragen, man sieht deutsche und rumänische Artilleristen auf einem Acker gemeinsam ihre Geschütze bedienen, man sieht deutsche und rumänische Infanteristen gemeinsam mit Granatwerfern, Infanteriegeschützen und Maschinengewehren die jenseitigen Höhen am Pruth erkämpfen. Nach vierstündigem Kampf' sind bis zum späten Abend hinein die Höhen genommen, der Gegner beginnt bereits Ausweichstellungen zu beziehen, sein Gewehrfeuer wird schwächer, der deutsche Vormarsch in Bassarabien vom Pruth zum Dnjcstr beginnt zu rollen. fiHnends WatfFnlalen itoiitsdMr intoiterte-DivMoMii Zahlreiche Sowjetpanzer zur Strecke gebracht B e r I i n, 4, Juli. Bei den Kämpfen vor Dobno vernichtete eine deutsche Infanterie-Division im Angriff gegen starke bolschewistische Panzerkräfte in zwei Tagen 98 Panzerkampf-wa^, diuitnter eine Anzahl schwerster 52-Tonnen-Panzerkampfwagen. Eine andere Division hat hn selben Raum 58 bolschewistische Panzerkampfwagen in Brand geschossen und zerstört. Diese hervorragende Waffenleistung ist umso höher einzuschätzen, als den beiden Divisionen keine eigene PanzerunterstÜt-zung zur Verfllgung stand. Nur auf ihre j eigenen Panzerabwehrgeschütze, leichte Infanteriewaffen und einige leichte Ar-! tillcriegeschütze angewiesen, haben sie' Panzer für Panzer zur Strecke gebracht. Bei Minsk emgeschlossene Teile der Sowjetarmee Ubergelaufen Aus d«m>Führerhauptquartler, 4. Juil Das Oberkommando der Wehrmacht gibt.bekannt: Nachdem sie Üire politischen Kommissare erschossen hatten, sind heute 20.000 der bei Minsk noch einge$chk>8senen Teile der Sowietarmee übergelaufen. wome Sialii „znächr bis 6raz? AUSSAGEN GEFANGENER OFFIZIERE UND VERSCHIEDENE DOKUMENTE BESTÄTIGEN. DASS DIE BOLSCHEWISTEN ZUM UNMITTELBAREN VOR-STOSS NACH DEUTSCHLAND BEREIT WAREN B e r Iin, 4. Juli i saouchow Alex Pawlowic erklärte bei Die Beweise für die Angriffsabsichten seiner Gefangennahme, daß in der sow-der Moskauer bolsdiewlstischen Macht-1 jft'schen Armee seit lanKcni die G^viß-haber auf Grottdeutschiand häufen sich | über einen deutsch-russischen Krieg in zunehmendem MaBe. bestanden hatte. I>er neueste Beitrag für diese Fest- Die Sowletunion hatte die bestimmte Absicht, Deutschland noch vor Einbringung der Ernte anzugreifen. Leutnant Pawlowic, der 22 Jahre alt ist und einem Infanterie-Regiment angehört, erklärte weiter, daß sie seit etwa zwei Wochen kriegsmäßig ausgerüstet wiorden wären und u. a. auch ihre Cr-ucnnungsmarken erhalten hätten. ' Sein Regiment hat für den Angriifs-beglnn den Auftrag erhalten, Deutsch-Przemysl von Westen und Osten zu umfassen, während die Heeresgrupi>e Kiew dazu bestimmt gewesen war. In das Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei durchzustoßen. Bei ihrem siegreichen Vordringen aiii Minsk hob eine deutsche Truppeneinlieit in einem Waldstück bei Oiieniki einen Qefcchtsstand der Sowjets aus. Mehrere höhere Offiziere der Sowjetarmee wurden gefangengenommen. Unter ihren Ausrüstungsstücken und auf dem Ge-fechtsstand fanden die deutschen Soldaten zahlreiche Generalstabskarten von Kalaad, der westlich von PaJmyra lieg^, in die Hände der Engländer gefalten war. Die Eroberung des Berges Kalaad ermöglichte es der britischen AiHnerie, die tiefer gelegene französische Kaserne in Pal« myra direkt zu beschießen. Die Verteidiger der Staidt beschlossen darauf, (Sc Stadt zu (H>er|geben. Inzwischen ist die englische Kolonne, die Palmyra genommen hat, von dort aas in Richtung Horns weiter vorgerückt, Horns ist ein wichtiger Knotenpunkt und liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Palmyra. Von allen übrigen Fronten fai Syrien werden lokale Angriffe berichtet, Beirut wurde in der vergangenen Nacht von der britischen Luftwaffe wieder bombardiert, wobei das Gebäude der Handelskammer völlig vernichtet wurde. Eine neue vom Irak kommende Truppe hat hn äußersten Nordosten Syriens die Grenze überschritten. Die französischen Streitkräfte, die dieser Kolonne gegenüberstehen, sind zahlenmäßig sehr ge-rinjr und verfügen auch über keine ausreichende Ausrüstung. Dfe Lage fn diesem Abschnitt wird daher in den hiesigen militärischen Kreisen als wenig ermutigend bczeichne't. Marschall Petain an die Verteidiger von Palmyra Genf, 4. Juli. Aus Vichy wird gemeldet: Anläßlich der Einnahme von Palmyra durch die britischen Streitkräfte hat der französische Staatschef Marschall Petain an den Oberkommissar von Syrien, General Dentr, folgendes Telegramm gerichtet: »Sagen Sic allen, die an Ihrer Seite kämpfen, daß ganz Frankreich Ihren 1 Kampf mit Anteilnahme verfolgt. Ich sa-I lutiere vor der tapferen Schar der Vertei-I diger von Palmyra, die erst nach einem 13tägigen verzweifelten Widerstand ge-I gen zahlenmäßig und materiell weit Über-i legene Streitkräfte unterlegen ist. Ihr Opfer wird eine Quelle der Stärke für Frankreich bleiben.^? Stellung wird von der kämpfenden deutschen Tru-ppe im Osten erbracht. Im Süden der Front wurde am 29. Juni 1941 nach der Gefangennahme eines höheren sowjetischen Stabes eine in vielen Kästen verpackte Ausstattung mit Karten In kleinem Maßstabe vorgefunden. Die Kartenblätter reichen nach Westen — von Moskau aus gesehen — bis zur Linie Insel Rügen, Berlin, Dresden, Prag, Graz, FünfMrchen und Flume. Die Kartenblätter beweisen, daß Moskau schon seit geraumer Zeit sich mit klaren Angriffsabsichten auf Groß-deutschland trug. Bei den Kämpfen im mittleren Abschnitt im Osten geriet mit Tausenden von Bolschewisten aller Waffengattungen auch der Kommandeur des 4. sowjetischen Sohützenkorps in deutsche Gefangenschaft. In seinem Gepäck wurde neben wertvollen Auf- . . , , ^ n • , Zeichnungen m Tagebuchform und an- deutschen Ostgel>icten. deren Dokumenten eine Generalstabskarte gefunden, die wichtige Ehizeichnungen enthält, aus denen die AngriffsabskHiten der Sowlets gegen Deutschland hervorgehen. Der bolschewistische Leutnant Ko- Mehrere dieser Karten waren mit taktischen Zeichen und Stoßpfeilern versehen, die weit nach Ostpreußen und Pommern hineinreichten. Dieser Fund wirft ein bezeichnendes Licht auf die bolschewistischen Angriffsabsichten. „Heiliger Krfeg gegen ; England und die luden" I A 1 e p p 0, 4. Juli. I Die gesamte Presse des noch freien Syriens und des Libanon veröffentlicht an hervorragender Stelle den Aufruf des palästinensischen Freiheitskämpfers Abdul Razak zum Meiligen Krieg gegen England und das Judentum, in diesem Aufruf werden die englischen Machenschaften angeprangert, durch (jold und Intrigen die geheiligte Erde des Orients den Mohammedanern und Christen zu rauben, um daraus ein Judenreich zu machen. Während die Juden sich des Reichtums des Landes bemächtigen, würden die Araber zu Sklaven herabgewürdigt. In dem Aufruf wird ferner daran erinnert, daß die Engländer auf dem friedlichen Boden Syriens und des Libanons unschuldiges arabisches Rlut vergossen und die heilige Stadt Damaskus bombardiert haben. Die Pflicht jedes Arabers sei es, zu den Waffen zu greifen, um den englisch-jüdischen Angreifer aus dem Land zu werfen. Der „ruhebedürftige*' Wavell Schanghai, 4. Juli. London hat gleichzeitig gleich eine ganze Reihe von »Gründen^; für Wiivells Abschub nach Indien hckannigegeben. Daß diese Begründungen einander widersprechen, scheint London nicht weiter zu stören. So liieß es u. a. auch, General Wavell sei von seinem Posten enthoben ^ m m m m m.m u m mm ' Indien vcrsetzt worden, weil er Brititchar Panzervoratett in Nordafrika j SiiSSS Post«, indem sie schreibt: England könne nur die Leute zum Narren halten, denep es ein Vergüngen sei, zum Narren gehalten zu werden. abgewiesen WICHTIGES EISENBAÜNZENTRUM ÖSTLICH DIERT Rom, 4. Juli. Der italienische Wehfmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika wurde ein Vorstoß englischer Panzer durch unser Feuer abgewiesen. Unsere Luftvertainde hafcien terhin die Befestigungsanlagen von To-bruk mit Bomben (»elegt uiä ein wichtiges Eisenbahnzentrum östltoh von Marsa Matruk bombardiert. Der Feind hat Hinflüge auf Tripolis und einige Ortschaften im Gebiet von Bengasi durchgeführt, die Schäden an Wohnhäusern und eklige Opfer verursachten. In Ostafrika hat eine unserer Kolonnen einen erbitterten Kampf südlich von Core (OaNa und Sidamoi) mit Erfolg abge- MARSA MATRUK BOMBAR- schlossen und dem Feind beträchtl. Verluste zugefügt. Englische Flugzeuge haben bei einem Einflug im Abschnitt von Gondar ein Lazarett getroffen. Ein Flugzeug wurde von unserer Bodenabwehr brennend zum Absturz gebracht. Die Lage In Syrien Palmyra übergeben — Britischer Angriff auch im Nordosten Syriens Genf, 4. Juli. Aus Vichy wird gemeldet: Zu der Einnahme von Palmyra durch britische Streitkräfte erklärt man in hiesigen militärischen Kreisen, daß die nur von 300 Mann und 20 FHegern 13 Tage lang gehaltene Stadt am 3. Juli morgens lem Uhr fiel, nachdem voift^ der 8efg Die Zeitung vertritt die Ansicht, daß die Gerüchte, die behaupten, Meinungsverschiedenheiten zwischen Wavell und Churchill sowie ernste Differenze.i zwischen Wavell und Wilson seien für Wavells Enthebung wesentlich mitbestimmend gewesen, mehr Anspruch hätten, geglaubt zu werden. Die Zeitung meint, daß, wenn Ruhebedürftigkeit der Grund für die Versetzung gewesen sei, hätten viele führende Persönlichkeiten in England versetzt werden müssen. »Wenn Wavell wirklich versetzt wurde, weil er ruhebedürftig ist«, so schließt »Shanghai Post«, dann gibt es für ihn sicherlich weit gesündere Erholungsplätze als aus-gcvectmet Indien.« Zwischen Dfinastrom und Finnisdiem Meerbusen Geographisch« ErläuUrungon zum baltischen Kampfgebiet Oer Raum zwischen Düna und Finnischem Meerbusen, wo im östlichen Winkel Kronstadt und Petersburg-Leningrad liegen, ist jetzt zu einem wichtigen Kampfgebiet der Endabrechnung mit dem Bolschewismus geworden. Von der Düna dehnt sich das lettische Land nach Norden, Osten und Westen, bis die Sprachgrenze des estnischen Volkes, das bis zu dem Finnischen Meerbusen wohnt, erreicht ist. Im Osten ist Estland von dem Fluß Narowa begrenzt, der aus dem 3513 Quadratkilometer großen, 144 Kilometer langen Peipussee in das Meer strömt. Das baltische Land ist im wesentlichen tlach, doch mit anmutig belebtem hügeligen Gelände. Nur nach dem Zentrum dieses Raumes zu, wo das Aaplateau, der Ursprungsort der livländischen Aa liegt, gibt es einige größere Erhebungen, die größte ist der Gaisingkaln, der aber auch nur 315 Meter hoch ist. Von Flüssen finden wir in diesem Raum als beträchtlicheren nur die Aaa, die in den Rigaschen Meerbusen fließt. An ihren Ufern erheben sich an einer Stelle anmutige steile Wald-höhcn bei den Orten Treyden, Cremon und Segewold, übrigens alten Ordensburgen. Diese Gegend des Aatals wird etwas großtönend »Livländische Schweiz« genannt. Sie bildet aber jedenfalls eine der malerischsten Gegenden Lettlands. Reich ist das Land an Seen. Im östlichen Teil liegen der große Lu-bahnsche See, der Innissee und der Al-lokstesee. Auch um Riga herum finden wir den großen Stintsee und den Jägel-see, schon fast in das Stadtgebiet durch Villenkolonien hineinbezogen. Im Süden Estlands liegt der stattliche Wirzjerwsee, eigentlich eine Doppelbezeichnung, da »Jerw« eben »See« bedeutet. Im Osten ilehnt sich der gewaltige Peipussee als Grenze bis nach Pleskau herab. Die Hauptbahnlinie im Raum zwischen Riga und Petersburg ist die von Riga nach Dorpat und über Wesenberg nach Nerwa und weiter nach Petersburg führende Strccke, die von Südwesten nach Nordosten den baltischen Raum durchquert. Bei dem Knotenpunkt Walk zweigt eine Bahn über Pleskau nach Petersburg ab. An dieser Hauptbahnlinie, zu der noch allerlei Kleinbahnlinien in dem westlichen Teil des Landes gehören, liegen die Städte Wenden, Wolmar, Walk, Das lettische Land trägt, bis auf die Sandzone mit Kiefernbestand um Riga herum, einen sehr fruchtbaren Charakter mit ausgedehnten Mischwäldern, fetten Feldern (auch Flachsbau) und weiten Wiesen. Am charakteristischsten für die Landschaft sind aber die »Wäldchen«, meist kleine Birkenhaine auf einzelnstehenden sanften Hügeln, die zahlreich durch die Landschaft verstreut sind. Die Dörfer sind meist in einzelne »Gesinde«, Einzelhöfe mit Nebengebäuden, aufgelöst, die mit ihrem wohlgehaltenen Apfel-, Beeren- und Blumengarten, mit Schindeln oder Stroh gedeckt, sehr anheimelnd wirken. Der bewegtere Bodencharakter der Südhälfte des hier betrachteten Raumes wird nach Norden zu meist flacher und eintöniger und Estland zeigt auch einen magerem Boden als das fruchtbare Lettland. BTRSfors n/ü'sse/buru P/etskoJ^ L^insk* REVAL Botttschß senberg ßenstBin . Emmas NQwgorod hUin aaro AnSikü< \ g 0 e r Binasff* rvfWGttur AI» ; f \ \ SttSi •k Windau l rshew ^asenpot}^ Opo,tschko m^Grobin]^ Toropez WelikijeLuki Sok^niki y^akimfa Dagd(L y bu ra' zeikta/ Rokitkis ==^^rötfinQen Schaute 1 setos • Rtela\fa$ niney» •mau tdainlat. Wukomir witebsk »jf/ \jahow •Lop^l %cha^chniki^^'^^ D^fhin Smorgonie Italien *•. Gumbinn szmtano hafajwifschi / y^Wgloz^r^ Rakow Suwalkt astenburg fnsk örzen Tscnaussy Ortets Oidandm. 1 Nowpgrodtk Horma Szczuczy^ Ncj^bg Botnuis wkowysk ranowttschi lut(i\ Lörabe nwtm Lubaszewo Ü)orpth}W% (/) Sloboöa niec Siedle rest-Litows Die Städte dieses Raumes haben sich fast alle, in Lettland wie in Estland, aus den Ordensburgen entwickelt, so Fellin im Westen nahe der Ostsee, Wenden mit einer berühmten Ordensburg, die zur Zeit Iwans des Schrecklichen teilweise in die Luft gesprengt wurde, Wesenberg und Dorpat in Estland, sowie Narwa, dessen Ordensruine großartig an der Narowa aufragt. Von den Städten ist besonders die Universitätsstadt Dorpat zu erwähnen, deren Bedeutung kaum im Verhältnis zu ihrer bescheidenen Größe steht. Die Stadt ist jahrhundertelang der geistige Quellpunkt des Landes gewesen, wo beste deutsche Gelehrte sowohl aus Deutschland wie aus dem Baltikum wirkten. Mit ihrem »Dom«, das heißt dem Berg der Ordensburgruine und der stattlichen, . .. . . . Universität bietet die Stadt Dorpat ein! estländische Steilküste (Ghnt) weist ge- DNB-Bildtrdienst. tonisch oft bedeutend. Als, Restgüter, deren Landbestand a^fgeteilt wurde, bieten sie natürlich nicht mehr den wohlhabenden Eindruck von einst. Die Kraft dieser baltischen Länder hat stets im Agrarbesitz gelegen, sowohl dem bäuerlichen wie dem rationeller bewirtschafteten der Güter. Die Schwesterstadt. Rigas und Hauptstadt Estlands, RevAl mit etwa 128.000 Einwohnern ist gleichfalls von dem baulichen Geiste der Hansastädte geprägt, mit bedeutenden Kirchen und wohlerhaltenen alten Festungstürmen. Reval liegt am westlichen Teil des Finnischen Meerbusens. Der Hauptverkehr nach Petersburg ging aber stets mehr von Riga über Dorpat, obwohl auch Reval durch die Bahn über Narwa mit der russischen Hauptstadt verbunden ist. Die freundliches Bild. Sie liegt am Embach, der sich in den Peipussee ergießt. Charakteristisch für das Land sind auch die zahlreichen stattlichen Guishöfe, meist von großen Parks umgeben und architek- (PK.-Koch-Wclibild. M.) Geiansene Sowiet^oklaten werdeu eiuieehracht rnde bei Reval große Schönheiten auf. Wenn wir noch die westlichen Hafenstädte Pernau und Hapsal und das wichtige Bnltischport am Finnischen Meerbusen erwähnen, so sind damit die bedeutenderen Zentren dieses Raumes erschöpft. Dr. L. K. Die Beresina einst und heute Crinn«runsen an Naipoleons Zug nach in der zweiten Woche des epochalen Ringens im Osten zeichneten sich die großen deutschen Siege mehr und mehr auch in dem territorialen Gewinn ab. Im Norden war am 1. Juli Riga genommen, über 40 Kilometer südwestlich daran wurde fast gleichzeitig die Beresina erreicht, Sie ist nunmehr bereits an mehreren Stellen überschritten. In der Sondermeldung, die von den großen Erfolgen der deutschen Luftwaffe berichtete, wurde der Raum östlich der Städte Minsk und Bobrujsk als das Gebiet «e-nannt, in dem das Jagdgeschwader Möl-ders bei der Unterstützung des deutschen Vormarsches besiondere Erfolge erzielte. Hier operieren die deutsche!-Truppen also schon im Kerngebiet Woii' Tutheniens. Die Beresina rief bei ihrer Crwähnuii.^ im deutschen Wehrmachtbericht natur- gemäß überall historische Erinnerungen wach Auch Stalin hat es sich am Donnerstag in seinem Hilfeschrei, den er im Rundfunk an England und die USA richtete, nicht entgehen lassen. Napoleons verlustreichen Übergang über die Beresina als erfreuliches Omen für die Sowjets zu betrachten, und er hat sich bemüht, daraus einige Hoffnung für die Zukunft abzuleiten. Napoleon, der bei Studianka (15 Kilometer nördlich Borissow) zwei Brücken über die Beresina schlagen jieß. versuchte nun in den Tagen vom 26. bis 29. November 1812 auf seinem Rückzug aus Moskau sein Heer über den Fluß zu bringen. Der Vcrsuck gelang nur zum Teil. SchoTi am 28. lagen die Brücken unter russischem Artilleriefeuer , und am nächsten Tag wurden sie abgebrannt. Tausende von Erschöpften, Kranken und Verwundeten fielen damals in die Hände der Russen. Hier scheiterte also Napoleon endgültig mit seinem Plan der Niederwerfung Rußlands. Er scheiterte, weil er seinen Feldzug allein auf rasche Besiegung des russischen Heeres und anschließenden schnellen Friedensschluß mit dem Zaren abgestellt hatte, den er in die kontinental-europäische Abwehrfront gegen England vergeblich hatte einreihen wollen. Auch der Größe und Eigengesetj^lich-keit des russischen Raumes war Napoleon in keiner Weise gewachsen. Die Nachschubprobleme konnte er mit den Mitteln der damaligen Zeit, die weder die Damtpfmaschine noch den' Motor kannte, nicht lösen. Er konnte auch in einer Epoche, die keine Millionen-Ar-meen aufzustellen vermochte, nicht daran denken, auf einer Front von zweitausendfünfhundert Kilometern, vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer, in das Zarenreich einzudringen. Seine Armee operierte auf der einen Straße,- die von Ostpreußen über Kowno und Wilna geradewegs nach Osten führte, und marschierte auf eben dieser Straße wieder zurück, bis sie an dem Beresina-Fhiß das Schicksal ereilte. Die deutschen Fluggeschwader, die Panjierregfmenter und die. motorisiel'ten Drvisfe'^ien' werden, als sJe' didseii ^ SfchlckSaHflü« erblickten. nur mit einem ^kurzen bedanken konstatiert hat>ert,Jwie.flien Feld^ug Im yüfe vonTjaS Jähi^'ÄoÖn-dert haben. WKse bil- den für eine Wehrmacht, die nach Ki^eta siegreich über^tttc und die. beim Rhfiin-übergang zugleich V.die Maglnotlhiie durchstieß, kein HhKiemis mehr. (PK.-Knobloch-Schorl-M.) Brennende Dörfer auf dem Rüickzugsweg der sowjetischen Truppen Die zurücltHutenden Sowjetrussen haben in zahllosen Fällen trotz ihrer Flucht noch versucht, die eigenen Städte und Dörfer in Schutt und Asche zu legen. Hier marschieren Stoß-Iruppmänner durch eines dieser brennenden Dörfer Die richtige Zustellung der Zeitung kann nur erfolgen, wenn bei der Bestellung die genaue Anschrift und der Postort angegeben werden. Wir bitten dies l)e5on-ders zu berücksichtigen. ..!7n:arl>urger 3eilun0" ''»rtriebsabteilurg Nummer 158/159 »Marb'urger 2fe>tung« 5.16. Juli 1941 Sehe 5 AUS STADT UND LAND Jugend am Gewehr Besuch in d^r Jugendsportschule am Bachern Die vormilitärische Ertüchtigung der Jugend ist im Zuge der Aufbauarbeit in der Untersteiermark mit allen verfügbaren Mitteln in Angriff genommen worden. Im folgenden werden Eindrücke vom Besuch des Lehrganges zur Kriegsausbildung der männlichen Jugend im Steiri-schen Heimatbund wiedergegeben. Buntes Leben »und Treiben empfängt uns auf den ersten Blick. Und schon roltl vor uns die Tagesarbeit der jungen Männer ab. Grauweiße Drillichröcke schieben sich längs durch kniehohes Gras ins ret. tende, dichte Gestrüpp. Drüben ertönen kurze Kommandos, und in mustergültiger Disziplin zieht die Gruppe an uns vorbei. Im Talgrund xu unseren Füßen, zwischen steilen Wicsenwänden, knallt es hin und wieder auf. Und dann die Meldung; »Neun, hoch lin'ks!« überall Gruppen von 10—15 Junggenossen, die ihre im Laufe von 10 Tagen erworbenen militärischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und sich niii wahrem Feuereifer mühen, den Kriegbschein lu erwerben. PeinHchste Ordnung und Sauberkeit Der Lagerleiter, ein Offizier der Wehrmacht und ehemaliger HJ-Führer, geleitet uns zunächst in das Mannschaftshaus, dessen lichtdurchflutende Räume peinlichste Ordnung und Sauberkei't zeigen. Schlafsäle wie Wohn_ und Küchenräumc verraten deutlich die hier waltende deutsche Gründlichkeit, die auch das geringste Mahnzeichen an die vergangene ser_ bische Hausverwaltung mit ihrer berüchtigten ■ Unordnung und Nachlässigkeit ausgemerzt hat. Wenn man sich vorstellt, daß hier eine bisher der serbischen Willkür, Verbildung und Verwahrlosung ausgesetzte Jugend untergebracht ist, so ist das Ergebnis dieser nur mehrtägigen zimmerten Bänken empor, erstatten Meldung über ihre Arbeit und schon nimmt der Lehrgang seinen Fortgang. Und immer wieder sieht sich der Beschauer vor die Frage gestellt, mit welchen Hilfsmlt. teln sich der Unterricht im Wechselspiel von Rede und Antwort mit solch erstaun, lieber Klarheit und in solch knapper, sol- Zum Appell angetreten deulscljcn Wehrerziehung mehr als über, raschen ! uiul stellt dem Leiter des Lehrgangs und seinen militärischen Ausbildern ein hervorragendes Zeugnis der geleisteten erziehlichen Arbei aus. Wir folgen dem Lagerleiter hinüber in die Unterrichtsstuben. Bliitzartig schneL len die jungen Männer von ihren rohgc. Der Lehrgang beim Dreieck zielen datischer Art abwickeln läßt. Sind hier doch Jungen beieinander, die wahllos, ohne Rücksicht auf geistige und sprach- liche Voraussetzungen, aus den Reihen der Jugend Im Steirisclien Heimatbund herausgegriffen und auf 10 Tage in die. '^es Wehrlager einberufen worden sind. Und wenn dann kundig das Gewehr in seine Bestandteile zerlegt, und jeder Teil wiederum des näheren erläutert wird> und wenn diese Jungen mit einer verblüffenden Genauigkeit, — wohl sprachlich noch trocken und unbeholfen — den Vortrag des Ausbilders wiederholen, so ist dieser einzigartige Erfolg jener unbelrr. baren, mühevollen Kleinarbeit zu danken, die hier aufs Große gesehen einen wesentlichen 'Beitrag zur Charakter-, Wehr, und Willensbildung der untersteirischen Jugend leistet. Verblüffende Unterrichtserfolge [>rauften beim Dreieckzielen bewährt sich der gleiche Geist. Die Kleinsten, kaum 14 Jahre alt, üben sich im Zielen und Druckpunktnehmen mit beispielgebender Hingabe und Sicherheit. Soldaten mit Fronterfahrung haben als Ausbilder ihre helle Freude am begeisternden Tun der Jüngsten ihrer Gruppe, die besessenen Scharfschützen gleich ihre stetig wachsende Künste prüfen. »Liegend freihändig« und »liegend aufgelegt*?: versuchen die andern ihr Können und fordern unablässig zum Weiftstreit um den besten Schuß heraus. Kartenkunde und Geläirdebeschreibung, Aainahmen Persche Tarnung gegen SIcht des Feindes bilden den Übungsstoff der nächstgelegenen Gruppe. Mit gespannter Aufmerksamkeit sucht der eine auf'setner Karte einen bestimmten Ort herauszufinden, während der andere, geschickt getarnt, sich dem Auge seiner mutmaßlichen Verfolger unter Ausnutzung des Geländes entzieht. Eine Frage noch an den diensthabenden Arzt: Krankhei+ war bisher ein seltener Begriff. Die Jungen sind gesund. Luft und Bewegung tun ihr Möglichstes, um gesundheitliche Sitörungen fernzuhaltm. Auch auf dies^i Gebiete ist für die Ju. gend da oben ausreichend gesorgt. Jugend, die zu uns gehört »Lehrgang zum Appell angetretene, lautet die Meldung, Jetzt sehen wir die Mannschaft in geschlossener Formatioa 120 Jungen im Alter von 14—18 Jahren, nunmehr mit den Anfängen der deutc:hcn Sprache vertraut, marschieren stramm ausgerichtet am Lagerleiter vorbei. »Die blauen Dragoner, sie reiten ins offene Feld durch das Tor« ertönt es wie aus einem Guß. Freude am Waffengang spricht uns an. Diese Jugend, die da marschiert, war und ist deutsch, auch wenn sie gezwungen war, in einer volks. fremden Welt aufzuwachsen. Sie gehört zu uns, zu Deutschland. Lehrgang reiht sich an Lehrgang. Wenn im Herbst die Nebel fallen, werden viele Hunderte von Jungen aus dem Unterlande zu wehrtüchtigen Jungman-nen erzogen worden sein. Es ist ein dan. •kenswerter Versuch der Bundesjugend, führung des Steirischen Heimathundes und der Wehrmacht, gerade in der Untersteiermark Pläne in Tarten umruwan. dein. Im Bereich der Erziehung sind un. geahnte Möiglichkeiten offen. Diese auf. zugreifen und zu vollenden, das zeigt uns das Lager oben am Bachern. Dr. Heinz Lindner. Di« FraiMn kälmpften für ihr Veiicstum Rasche Eingliederung In die deutscbe Frauengera^oschaft Immer wieder ist bei der Heimholung von Grenzgebieten eines der größten Er* lebnisse die innere Übereinstimmung zwischen den deutschen Menschen, die bisher durch Staatsgrenzen voneinander getrennt waren. Dieiiseits und jenseits dieser schematischen Festlegung wurde dasselbe gedacht und gefühlt, wurde in den Jahren des Aufbruches — wenn auch oft unter anderen äußeren Formen — dasselbe angestrebt. Auch in dem deutschen Gebiet, das jüngst erst im Laufe der politischen Ereignisse ins Reich heimkehrte, in der Untersteiermark, wird diese innere Übereinstimmung zum Erlebnis. Als kürzlich in Marburg an der Ckau die Oaufrauen-schaftsleiterin des Gaues Steiermark mit den führenden Frauen der Helmatbewe-gung der Untersteiermark zusammerrkam, em 3taju& 'tn Unterland ohne iMarbupger Zeiluiig iBMüJiTIWiii SkM UUi ^ futtideftut Von Erich Paetzmann Eii-ieti Sonnabends, so zwischen zehn und elf, als'Anna Kröaer gerade beim üläserspületi war;;trat em junger,Mann in die Gaststube und verlangte ein Bier und einen guten Tafelkünimel. »Kümmel ist leider nicht oben«, sagte Kajte und schenkte das Bier ein, »aber vielleicht darf es ein Kom sein?« »Nein, das darf es nicht. Übrigens, was heißt das: nicht oben?« »Im Keller haben wir noch, aber dann müßte ich erst frisch abfüllen.« »Ach so —• na, dann will ich mir das meinetwegen nochmal überlegen.« Damit trank er sein Bier an, tupfte sich mit dem hellblauen Schmucktuch aus der Brusttasdie den Schaum von den Lippen und musterte Anna sehr ungeniert. . »lim — sauen Sie mal«, begann er nach einer Weile, »das Dorf ist ja so leer. Sind die Leute alle auf dem Feld?« »Nein, sie sind zur Kirche in das Nachbardorf. Oer Amtsvorsteher hat nümlicli heute Trauuiiff, das heißt seine Tochter.« »Aha. Oann sind Sie ganz allein im Haus, nicht walir? Fürchten Sie sich nicht?« »Ich? Nein, wieso?« lächelte Anna, »wer sollte mir denn was tun?« »Nun, Ihnen wolil weniger, aber vielleicht Ihrem Geld, das Sic dort drüben verwahrt haben.« »Woher wissen Sic denn das?« »0, ich vermute es nur. Und außerdem wird ja etwas Wechselgeld in der Kasse liegen, so zehn bis zwanzig Mark.« »Nein, soviel sind es nicht!« versicherte Anna hastiger, als es das Gespräch erforderte, ai)er sie bemerkte plötzlich zu ihrem Schrecken, daß der junge Mann einen eigentümlich kalten und beobaclitendcn Ausdruck in den Augen hatte. »Nein, längst nicht soviel I« beteuerte Anna nochmals, »wirklich! Sie glauben mir wohl nicht, was? Oder warum sehen Sie mich so an?« »Weil ich mir gerade vorzustellen versuche, wie Sie sich wohl einen Einbrecher ausmalen. Mit Stiemacken, wie? Und Stoppclbart wie ein Räuber aus dem Walde. Wissen Sic, mein liebes Fräulein, wie zum Beispiel der Einbrecher aussah, der vor zwei Jahren den Geldschrank der Molkerei drüben in Neudorf ausgenommen hat?« »Nein, aber woher wissen Sic denn das? Kr ist doch nicht gefaßt worden.« »Gefaßt nicht, aber sein Signalement ist bekannt. Oder der angebliche Schmier-ölreisende, der im lierbst im Gut ScWom-inen seinen großen Fischzug machte. Wissen Sie das? Nein? Nun. sie sahen keine Spur anders aus als andre nette, jungen Leute mit guten Umgangsformen. so etwa — na, sagen wir, wie ich zum Beispiel,« ' »Ja, aller —« stotterte Anna, »warum sagen Sie mir das?« »Weil wir gerade so gestprächsweise darauf kamen«, antwortete er mit einem Lächeln, bei dem es ihr kalt über den Rücken lief. »Übrigens habe ich mich nun doch zu einem Tafelkümmel entschlossen.« >Ach. ich habe mich geirrt, es ist keiner mehr da.« »O doch, im Keller! Schauen Sie nur richtig nach. Und außerdem wissen Sic ja wohl, daß Sie einem Gast keine vorhandenen Waren vorenthalten dürfen. Das kann Sic ssigkeit bitte rlk:h an zu weinen. Dabei kam ihr plötzlich der Gedanke, daß ja auch ein yerhrecher in irgendeiner verborgenen Tiefe seirtes fierzens noch ein Mensch sein müßte. Sie erhob sich also-wieder und ging zurück, entschlossen, ihn, wenn es sein imißtc, auf den Knien — — Da sah sie, daß die Gaststube leer war. Und neben dem Rierglas lac die abgezählte Zeche und eine kleine weiße Karte. Sie nahm sie lioch und las; »Komme in zwei Stunden zurück. Versuchen Sie inzwischen, mir zu verzeihen und bei Ihrem Vater ein gutes Wort einzulegen.« — Anna drehte die Karte herum und mußte mitten im letzten Schhiohzen, das ihr noch in der Kehle saß, laut herauslachen. Als der junge Mann zurückkam, hatte er mit Herrn Kröger nur noch halbe Arbeit. Die andere Hälfte hatte ihm Anna abgenommen. Denn auf der Kehrseite der Karte hatte in schöageschwungener Kursivschrift gestanden: Heinz Gutherr, Vertreter der »Assekuranzia«, Versicherungen gegeiii Einbruch, Diebstahl, Hagel usw. Blaufuchsjagd in Usishir Jagdmetheden auf Japans nördlichster Insel Auf Ushishir, einem kk^inen Eiland der zu Japan gehörenden Kurilen-Inselgruppe, gibt es eine.aVr merkwürdigsten Jagden der Welt, jene, auf den Blaufuchs. Dieser wird nicht mit dem Gewehr erlegt, sondern mit einer Eigenschaft, die man'sonst gerade dem Fuchs zuerkennt: mit List. Es ist eine d3enso unblutige wie ungewöhnliche Jagd. Dcr Mensch gibt sich sozusagen solange als Freund des Blaufuchses aus, bis der Pelz dieser bewährten Polar, tiere schön genug ist, um verkauft zu werden. Dann verwandelt sich der scheinbar so freundliche Mensch, dCf sich durch da war sofort die Grundlage für die gemeinsame Weiterarbeit gefunden. Inzwischen sind schon viele reichsdeutiische I rauen in das ehemals jugoslawische Gebiet hinübergegangen und haben mit der Aufarbeit begonnen. Schnell, reibungslos und ganz natürlich vollzieht sich die Eingliederung. V ollfstunisarbelt der Frauen Auch in den Jahrzehnten der Trennung vom Reich, auch als jugoslawische Staatsbürgerinnen, blieben die deutschen l'rauen der Untersteicrmark Ihrem Wesen Iren. ^ Sic leisteten wichtige Voikstuins-uncl Sozialarbeit, zun^ichst unter dem Namen des »livangelischen l'rauenvereins«, der aber niemals eine konfessionelle, sondern eine rein nationale Gemeinschaft war. Viele Jahre lang blieb dieser Verein das einzige Betätigungsfeld für die un-tcrsteirischcn l"'rauen. grannn sah in der Frauenarbeit eines der wiclitigsten Wirkung&gebiete der Volksgruppe überhaupt. Nach drei Jahren fand alle bisher illegal geleistete Arbeit ihre Zusammenfassung und Festigung in der Gründung des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes. Die Frauen wurden in dieser Gemeinschaft aller volksbevvußten Deutschen besonders auf sozialem Gebiet eingesetzt, um die materielle I:\istenz der bedürftigen Volksgenossen zu sichern und sie damit gleichzeitig weltanschaulich auszurichten und Sic in ihrem Volkstum zu festigen. ürolte Erfolge auf sozialem Gebiet Sammlungen von Kleidung, Nahrung und Heizmaterial, unentgeltliche ärztliche Behandlung und Beschaffung von Medikamenten, Untersuchung der Kinder aller Volksgenossen mit nachfolgender Höhensonnenbestrahlung und Verschickung der Kinder auls Land stärkten Lebenskraft und Gemeinschaftsgefühl der Volksgruppe. Die jungen Mädchen wurden durch Unterricht im Nähen und in der Säuglingspflege praktisch und zugleich weltanschaulich geschult. Regelmäßige Hausbesuche, besonders bei bedürftigen Volksgenossen, stärkten den inneren Zusammenhalt. fjurch die Förderung fraulicher Berufe wurden die jungen Mädchen :air Selbständigkeit und Entwicklung ihrer l'ähigkeiten geführt. Nur einige Beispiele sollen zeigen, wie groß, das soziale Verantwortungsbewußtsein in der kleinen Vol^ksgruppe war: Die Deutschen in Slowenien brachten im Jahre 1940 Millionen Dinar nur für soziale Zwecke auf. In Marburg allein wurden 150 Familien erhalten und ärztlich betreut, 400 Kinder standen unter ärztlicher und zahnärztlicher Kontrolle und Behandlung. Zu Weihnachten 1940 wurden in Marburg 350 Volksdeutsche Kinder vollständig angekleidet, wobei die Frauen 1000 Wäsche- und Kleidungsstücke nach Maß in den Nähstuben selbst anfertigten. Minderbemittelte junge Mütter erhielten leihweise vollständige, aus 70 Stück bestehende, ebenfalls selbst angefertigte Säuglingsausstattungen. — Pflege von Volkskunst und Brauchtum Ein besonderes Tätigkeitsfeld fanden die untersteirischen Frauen des Kulturbundes in der Pflege von Volkskunst und Brauchtum. Den Höhepunkt dieser Bestrebungen bildete eine große Ausstel- I lung im Jahre 1940, die zusammen mit Gottscheer Heimarbeit eine reiche Auswahl echter altdeutscher Volkskunststik-kereien zeigte. Sämtliche Handarbeiten hatten Frauen aus den Reihen des Kulturbundes selbst angefertigt. Auch Fragen der Wohnkultur wurden immer wieder theoretisch und praktisch behandelt, um die Frauen zu befähigen, für ihre Familie ein wahres deutsches Heim zu schaffen. Alles, was in den mehr als zwanzig Jahren der Trennung von den untersteirischen Frauen oft im Verborgenen in mühsamer und selbstloser Kleinarbeit geleistet wurde, wird nun in der gesamten großdeutschen Frauenarbeit aufgehen. Die Überführung des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes in den Steirlschen Heimatbund, die Organisation aller Untersteirer, die sich rückhaltlos zu Führer und Reich bekennen, ist bereits vollzogen. Folgerichtig und mit einer naturgegebenen Schnelligkeit werden sich die untersteirischen Frauen in die neuen Verhältnisse und Aufgaben einleben. Das Blut war stärker... Ihr Blut war stärker als Paragraphen, und die Stimme des Herzens sprach eindringlicher als die jugoslawische Gesetzgebung. Mit Freude und in der Gewißheit der unlöslichen Schicksalsgemeinschaft grüßen alle deutschen Frauen die Frauen der Untersteiermark, die ihnen innerlich auch in der Zeit der Trennung stets nahe waren. Ihre Leistungen in^ den zwanzig Jahren der Fremdherrschaft'sind das nach außen hin sichtbare Zeichen für das Bekenntnis ihrer Herzen Stadtgeschichte aus Grabsteinen Gräber verdienter Mttnner auf dem Marburger Stadtfriedhof Ein Artikel der »Marburger Zeitung« vom 18. Juni d. J. schilderte den beispiellosen Zustand des alten Marburger Stadtfriedhofes, der ein trauriges kul-turdokument für die Zeit der jugoslawischen Herrschaft darstellt. Die Verwahrlosung und geldgierige Ausbeutung dieser Stätte des Friedens ist umso empörender, als hier eine Reihe um die Stadt Marburg hochverdienter Männer ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der alte Stadtfriedhof war schon einmal berufen, eine historisch U>berzeugende Ro-lle zu spielen, als sich die deutscheti Marburger auf die deutschen Grabinschriften auf diesem Gräberfeld beriefen, um damit den deutschen Charakter der Stadt zu erweisen, auf die das neue jugoslawische Reich Anspruch erhob. Die Erinnerung an die Menschen, die hier begraben liegen, stellt ja einen guten Teil der Stadtgeschichte im 19. Jahrhundert dar. Der älteste, bis vor kurzer Zeit noch feststellbare Grabstein stammt aus dem Jahre 1802, obwohl der Friedhof sicher noch weiter zurückreicht. Er bezeichnete die Grabstätte der Bürgerin Katharina Moosbrugger, Die nächstjüngeren Steine waren die des Bürgers und Lederermeisters Ullrich Hartnagel und einer Verwandten des Altbürgermeisters Altmann (1811). Deutsche Namen finden sich auch auf den anderen ältesten Grabsteinen, so des Glasfabriksbesitzers Anton Langer (1814) des Altbürgermeisters Josef Altmann (1817) und des Anton Zöhrer, bürgerlichen Gastwirtes »Zum weißen Lamm«, einer Gaststätte Alt-Marburgs (1810). In der Mitte des Friedhofes steht die im Jahr 1827 aus einem Vermächtnis der Bürgerstochter Elisabeth Ledinig und anderen Beiträgen erbaute Kapelle mit einem kleinen Glockenturm. In und um die Kapelle liegen die Grabstätten mehrerer geistlicher Würdenträger, darunter die des 1862 verstorbenen Bischofs und slowenischen Schriftstellers SlomSek, unter dem der Sitz des Bischofs von Lavant von St. Andrä im Lavanttal nach Marburg verlegt wurde. Auch sein Nachfolger Stepischnegg ist iiier begraben. Aber auch die Gräber dieser slowenischen Bischöfe haben das Dom- und Stadtpfarramt nicht abhalten können, den Friedhof Fütterung das Vertrauen d'es Blaufuchses erworben hat, in seinen Todfeind. Die ältesten Einwohner Japans, die so. genaimten Ainu, die man in Nippon gerne als »Steinzeitmenschen« bezeichnet, be. fasi^en sich auf den Kurilen, vorzüglich auf der erwähnten Insel üshishir, mit dieser eigenartigen Jagd. Ein Besuch auf den Kurilen, Q'em nördlichsten japanischen Inselbogen, dessen 36 Inseln rein vulkanischen Ursprungs sind, ist nur während des Sommers gestattet, im Winter dagegen von der Regierung verboten, um die Blaufuchs.Jagd nicht zu stören. Man erreicht das Eiland', dessen Blaufüchse Weltruhm genießen und ungleich wertvoller sind, als ihre Artgenossen in Alaska und Sibirien, von Hokkaido aus und sieht sich plötzlich in eine eigenartig reizvolle Landschaft versetzt mit beinahe r-uiipolarem Charakter. Die außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen bringen es mit sich, daß der Pelz des Blaufuchses von Üshishir so ungewöhnlich schein ist und daß man ein kleines Vermö. gen für ihn bezahlt. Obgleich die Tiere seit vielen Generationen so schlechte Erfahrungen mit den Menschen machen, werden sie im Winter ungewöhnlich zahm, sodaß man sie ohne besondere Anstrengung fangen kann. Mit außerordentlicher Vorsicht uncJ Geschicklichkeit gehen die eingeborenen japanischen Jäger vor, um sich das Vertratien der Tiere zu erringen. Und da sie niemals irgendwie GewaU anwenden, lassen slph die Füchse in jeder Saison aufs neue täuschen. Sie werden dadurch, daß man ihnen reicWich Futter gibt, so furchtlos, daß die Hütten der Eingeborenen mit Drahtnetzen geschützt werden müssen, damit die Füchse nicht eindringen und eventuell die Speisekammern ausplündern. Und wenn sie keine Nahrung erhalten, dann sammeln sie sich zu Hunderten vor den Türen und geben durch lautes Geschrei zu verstehen, daß sie Hunger haben. So werden sie während der kalten Jahreszeit förmlich die Haustiere ihrer eigenen Jäge^ und ahnen nicht, daß man Tag für Tag ihr Fell mustert, ob es schön genug — dick, haarig und dunkelblau strahlend — geworden ist, um verkauft zu werden. Ist dann der Tag gekommen, an dem die Füchse der QuaHtät ihres Felles nach zur Beute reif geworden sind, dann verbindet man den Walfischspeck oder das Seelöwenfleisch, mit dem man sie füttert, mit einer einfachen Falle, in die die gutgläubigen Tiere arglos hineinspazieren. Die weniger schönen Exemplare läßt man wieder laufen, vielleicht werden sie in der nächsten Saison an die Reihe kommen, wenn sich ihr Pelz entwickelt hat. Und nach der Schneeschmelze eilen die ,Tiere gleich Zugvögeln in das Hinterland, wo sie im Sommer nach Herzenslust auf Hasen und' kleine Vögel Jagd machen, bis sie der hereinbrechende Winter aufs neue ihren menschHchen Verfolgern in die Arme treibt. zb. in dieser empörenden Art verkommen zu lassen. Die Fürsorge beschränkte sich darauf, im Jahr 1936 die deutsche Gedenktafel für SlomSek durch eine slowenische zu ersetzen. In diesem Teil des Friedhofes findet sich noch ein Denkmal besonderer Art: Auf einem großen Granitsockel erhebt sich ein eisernes Denkmal von quadratischer Grundform, das eine kleine gotische Kapelle darstellt, mit einem Kreuz. Das Denkmal, das eine Gesamthöhe von etwa 5 Metern hat, ist den vier Opfern eines Eisenbahnunglückes in Marburg aus der ersten Zeit des Eisenbahnbetriebes gewidmet. Am 31. August 1840 fanden bei der Explosion der Lokomotive »MÜrz« zwei Ingenieure und zwei Heizer den Tod. Von den namhaften Persönlichkeiten, die auf dem Friedhof begraben wurden, sei vorerst der berühmte Geoplast Franz Keil genannt, der — von Beruf Apotheker — bei seinen geognostischen und meteorologischen Studien auf die Idee gekommen war, von mehreren Gegenden der Alpen Reliefs herzustellen. Er war Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Vereinigungen und verlebte die letzten Jahre seines Lebens in Marburg, wo er Heilung eines Leidens zu finden hoffte, das er sich bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten zugezogen hatte. Er starb im Jahr 1876. Der Gemeinderat benannte ihm zu Ehren eine Gasse in der Kärntner Vorstadt, seine reichen wissenschaftlichen Sammlungen gingen in das Eigentum der Ober-realschule über. Ein schmuckloser Grabhügel bezeichnete die Ruhestätte des Marburger Lo-kalhistori'kers Dr. Rudolf Gustav Puff. Sein Verdienst ist die mühevolle Erforschung und Sammlung des Quellenmaterials für die Geschichte der Stadt Marburg. Puff war Geschichtsprofessor am Obergymnasium und benützte seine ganze freie Zeit, um mit rastlosem Eifer in Schlössern, Pfarrhöfen und Schulleitungen der ganzen Untersteiermark ge-schichtliches Quellenmaterial aufzudek-ken. Im Verkehr mit dem Volk gelangte er auch zur Kenntnis von mancherlei Überlieferungen aus Brauchtum und Sage, die er getreulich sammelte. Die Früchte seiner jahrelangen Arbeit veröffentlichte er in dem 1847 bei Leykams Erben in Graz erschienenen, mehrbändigen Werk »Marburg, seine Umgebung, Bewohner und Geschichte«. Seine Grabstätte wurde 1929 vom Museumverein wieder hergestellt. Eine Reihe von Marburger Bürgermeistern, die sich um die wirtschaftliche, bauliche und kulturelle Entwicklung der Stadt im vergan/genen Jahrhundert große Verdienste erworben haben, hat auf diesem Friedhof die letzte Ruhestätte gefunden. Hier wurden begraben der Reichs-ratsa'bgeordnete und Bürgermeister Dr. Duchatsch, gestorben 1887, der schon erwähnte Bürgermeister Josef Altmann, gestorben 1817, der Bürgermeister und Notar Anton Gomilschegg, gestorben IBS.*?, der Bürgermeister und Notar Othmar Reiser, gestorben 1868, der Bürgermeister und Gründer der Gemeindesparkasse Andreas Tappeiner, gestorben 1868, Bürgermeister Josef Bancalari, gestorben 1871, Bürgermeister und Notar Matthäus Reiser, gestorben 1895, und der Bürgermeister Alexander Na'gy, gestorben 1909. Von den vielen hier bestatteten Marburgern, die im wirtschaftlichen und politischen Leben ihrer Zeit eine große Rolle gespielt haben, seien noch erwähnt der Reichstagsabgeordnetc Dr. Fxluard Wolffhardt, gest. 1905, der Reichstagsabgeordnetc u. Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Dr. Hermann Freiherr von Gödl-Lannoy, gestorben 1892, der Landtagsabgeordnete und SparkassendirektOT Julius Pfrimer d. Ae., der Arzt Dr. Anton Thaddäus Mally und sein Sohn, derlang-1 jährige Stadtarzt, Bürgermeister-Stellver- Achtung! Die Schriftleitung der TRarburger 3eiluno ist ab 17 Uhr nur «ul Fern ruf Nummer 2867 erreichbar! treter und Ehrenbürger der Stadt Dr. Arthur Mally, die Brauereibesitzer Thomas Götz und dessen Sohn Anton Götz, sowie der schon 1866 verstorbene Arzt und Operateur Anton Hackel. Im Jahr 1904 wurde der in Marburg als Porträtmaler sehr beliebte Eduard Lind hier begraben. Bedeutsam in kultureller Hinsicht für die Stadt war der in der Gruft seiner Familie beigesetzte Ferdinand Freiherr von Rast, der 1808 in Wien geboren und vorerst für den Offiziersstand bestimmt war. Später wurde er Besitzer der großen Bachernherrschaft in Faal. Nachdem er sich dauernd in Marburg niedergelassen hatte, trat er im Sturmjahi* 1848 in die Marburger Nationalgarde ein, wo er als ehemaliger Offizier Battaillonskomman-dant der Garde wurde. Er war auch mit dem Dichter Anastasius Grün (Graf von Auersperg), mit dem Historiker Dr. Puff und anderen Männern der damaligen Freiheitsbewegung befreundet. Später wurde er der erste Vorstand des Mart>ur- ger Theatervereines und Mitglied des lemeinderates. Auch seine dichterischen Arbeiten wurden viel beachtet. Er starb hochbetagt im Jahr 1889. Der kurze Überblick über die Reihe der verdienten Männer, deren sterbliche Überreste diese Friedhofserde umschließt, mag die tiefe Empörung des deutschen Marburg besonders begreiflich erscheinen lassen über die pietätlose Verwüstung und schmachvolle Ausbeutung dieser Totenstätte. ' h. k. Koehkurse Im Kreis Marburg-Land Nach (der erfolgten Einführung der Lebensmittelkarten in der Unitersteiermark hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Frauen über richtige Verbrauchslenkung und Verwertung aller Nahrungsmittel aufzuklären und sie zu verantwortungsbewußten deutschen Hausfrauen zu erziehen. Diese Aufgabe stellt ein besonderes Arbeitsgebiet der Vofks- und Hauswirtschaft im Amt Frauen des Steirischen Heimatbundes dar. Die Werbung zu Kurzkochkursen hat bereits begonnen und einen durchschlagenden Erfolg im Kreis Marburg.Land erzielt. Aus acht Ortsgruppen haben sich in den ersten Tagen bereis 1000 Teilnehmerinnen gemeldet. In Rast bei Marburg fanden ktirzrich sechs Kochkursabende sta'tt, In denen etwa 120 Frauen erfaßt wurden. Die Frauen folgen allen Erklärungen mit größtem Interesse. Es wurde gezeigt, wie auch mit wenig Fleisch und Fett sich schmackhaft kochen läßt. Besonders viele Gemüsegerichte, Brotaufstriche, Mehlspeisen aus Kartoffelteig und Kartoffelgerichte sowie verschiedene Salat. arten wurden bereitet. * m. Todesfälle. In Marburg starben der 37-jährige Gefangenhausaufseher Anton P r e 10 i n i k, die 64.jährige Private Marie Turnsek und die 58-jährige PostkontroHorswi^we Agnes O o r S e k. Femer verschied in Pobersch bei Marburg der 25-iährige Arbeiter Johartn 2L z e k. m. Bauernregeln vom Juü. So golden die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Rogigen mahlt. — Im JuH will der Bauer schwitzen, nicht aber hinterm Ofen sitzen. — Ist der Juli kühl und naß, bleiben Scheune leer und Faß. — Wenn gedeihen soll der Wein, muß der JuH trok-ken sein. — Des Juli goldner Sonnenschein macht alle Früchte reif und fein. Wenn heiß der Juli war, wird kalt der Januar. — Regnet's am Marientag (2.), so regnet's 14 Tage nach. — Wie's WeL ter am Siebenbrüdentag (10.), es sieben Wochen bleiben maig. — Sankt Vinzenzen 09- Sonnenschein, füllt die Fässer mit gutem Wein. — Regnet's am Margarethentag (20.), keine Nuß gedeihen mag. — Zu Jakobi (25.) Regen stt^rt den Ernitesegen. —• Dampft das Strohdach nach Gewitterregen, kehrt's Gewitter wieder auf andern Wegen. — Dem Sommer sind Donnerwetter nicht Schande, sie nützen der Luft und dem Lande < Ah itfrfffff ffffifirff ik Ciiii! % Wir teilen Ihnen mit, daß sich die Geschäftsstelle unserer ,,?llardurger 3eituno" nicht tnelir in der Herreosasse Nr. 24. sondern ani »il|4illn.pii 17 ^ in der Bucbhandluttg der »CUHer Druckerei« (früher Mirfiorjeva tiskarna) befindet. Dort werden auch Anzeigen und Bezugs-bestei'lungen entgegengenommen. — Für das Verordnungs- und Amtsblatt sowie den »Stajerski gos^jiodar« werden ebenfalls BesteHungen aufgenommen. 4407 Verwaltung der »Marfaurger Zeitung« VOLK und KULTUR lllllllllllillllllilllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIItlllllllllllllllllllllHIIIIIIIillllllllllllllllllllllllllllHIIIHIIIIIMIIHinnilHIIIHIIIIHIllllll Theatervereine zählen 40.000 Laienspieler Sinn und Aufgabe der Volksbühnen bewegung SPORT Sport als Erholung Die Au^ahen der Betriebs-SfMNrt-Organisation Der Betfjebssport hat in den Icteten Jahren eine erfreuliche Ausdehnung gefunden, das beweisen die ständig steigenden ZdUlen der Teilnehmer an solchen .Veraoitaltungen sowie der neugegrün-detea Gemeinschaften und der Erstellung von Übungsplätzen. Die Organisation des ^triebssports hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Sportgedanken tief in die werktätigen Massen als den Kern des VoHoes hineinzutragen und gellt dabei von dem Gesichtspunkt au6, daß der Sport und die körperliche Betätigung für den Schaffenden Freude und Erholung bringen soll. Es kommt dabei nicht darauf an, große sportliche Leistungen zu vollbringen und den Sport wettkampf-mäßig zu betreiben, der Werktätige soll sich zum Ausgleich seiner Kräfte, die in seiner beruflichen Tätigkeit zumeist einseitig beansprucht wurden, in freier Luft bei fröhlichem Spiel oder Lauf bewegen, um so den Körper frisch und geschmeidig zu erhalten. Die Betriebsführer haben den Iirfolg der sportlichen Betätigung ihrer Qefolgschaftsmitglleder vielfach schon richtig erkannt und dafür zum Teil mustergültige Anlagen von riesigem Ausmaß geschaffen. Der Betriebssport lehnt dabei das Wettkampfmäßige nach wie vor ab, denn dafür ist der nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen da, der die Kampfsportler in seinen Vereinen betreut und mit seiner weitgreifenden Organisation dem deutschen Sportbetrieb das Ge-fiige gibt. Der planlose Spielbetrieb, vornehmlich Im Fußball und Handball, der von einzelnen Betriebs-Sportmannschaf-tcn gepflegt wurde, entspricht daher keineswegs den Zielen, die sich der Betriebssport gesetzt hat. Innerliche Freude , und Erholung nach schwerer Arbeit durch den Sport zur Auflockerung von Nerven lind Organen und zur restlosen Entspannung des Menschen, diese Idee in die Tat umzusetzen, hat sich die Betriebs-Sport-(irganisation iTu^s Panier geschrieben. : Rudi Cranz gefallen. Am ersten Tag des Kampfes im Osten ist Rudi Cranz, der lieutsche Skimeister in der alpinen Kombination, als Gefreiter in einem Qebirgs-jägerregiment gefallen. Rudi Cranz, ein .Mitglied der berühmten Freiburger Skifamilie, tat sich auf vielen nationalen und internationalen Skiveranstaltungen der letzten Jahre hervor. Das Können des jungen Skimeisters war in diesem Jahre soweit gereift, daß er sich auf der Internationalen Wintersportwochc in Garmisch-Partenkirchen zum ersten Male die deutschen Meisterschaften im Torlauf und in der alpinen Kombination holen konnte, nachdem er schon jahrelang und von ganz jungen Jahren an zur Spitzenklasse der deutschen Abfahrtsläufer gehört hatte. Die deutschen Skiläufer aber, die nach Franz Haselberger und anderen nun-einen zweiten Meister verloren haben, bringen in den ruhmbedeckten Oebirgsjägerrcgimcntern in dcmscihen Maße Opfer, wie sie in diesem Kriege Ruhm geerntet haben. ; Deutschland siegt im Dreiländerkampf der Segler. Mit großen Erfolgen der deutschen Segler endete auf dem Plattensee in Ungarn der zweite Teil des Dreiländerkampfes der Olympiajolien. In den beiden letzten Wettfahrten erwies sieh jeweils der deutsche Meister Cropp (Hamburg) vor Kovacs (Ungarn) und Pellashieri (Italien) siegreich. Nach den Kämpfen in Triest und auf dem Plattensee füh^t demnach Deutschland mit 54 Punkten vor Italien (43) und Ungarn (27). Auch im gleichzeitig durchgeführten Landerkampf Deutschland—Ungarn der Rcnnjollen-klasse gab es einen deutschen Sieg. Nachdem die erste Wettfahrt der Ungar Jan-llten wir sie?« Ambros ist imn auf die Füße gekommen pnd Ket?l ist nUt Salbb abgeflogen. Ambros hält sich skhvjr auf seinen Beinen, In der schwachen Beleuchtung sieht er auch gar nicht so übel aus. »Das eine von den Pferden ist für dich, KieU.i Lisle preßt die Lip>pen auifeinander. »Für mich?« Kjell vergißt, den Mund v.ieder zuzumachen. »Ja. Bist du vitelleicht kein Roßnarr?« »Oh, ist das möglich?« »Und das andere ist für Mabb.« Amferos weiß genau, wie seine Worte die treffen, die er verletzen will. »Ich soll em Pferd kriegen?« fragt Mabb und zieht es wie stets en^flos in diie Länge. Sie zerrt die Mutter an der Hand. »Aber Schokolade hat der Vater doch auch mitgebracht?« Sic, der die Stiche zugedacht sind, steht regungslos stHl. »Welches gehört mir?« saigt Kjell und triptpelt voller Wißbegier. Der Vater faßt ihn bei der Schulter, mit der andern Faust packt er Malbb. Aber Lisle hält Mabb fest. Ambros fragt: »Willst du dir nicht d'ein Pferd ansehen, Mabb?« Doch, sie will. »EhJ tiollst mich loslassen, Mutter, ich muß mir mein Pferd ansehen.« Lisle läßt los und Ainbros verschwindet mit den Kindem im Halbdunke*!. Schwarze Pferde werden gleichsam immer größer, je f*;rncrgerückt sie sind. Lisle mewrf, die Tiere dort drüfben wachscn — wachsen zu sehen. >Das sind Pferdchen, Kjcil, pa'ß auf!« hört sie Ameruhig'ondo Geräusch I futtcrkauender Pferdekiniibnckcn. Bestes , Futter heute abend — für die hungrigen und erschöpften Sieger. i Eines Nachts beginnt es furchtbar im Förnesstall zu rumoren. Abends ist es noch still wie immer — nichts als das leise Geräusch wechselnder Füße und dann und wann ein tiefer Seufzer; sonst herrscht schwere Wärme und Finsternis. Alle sechs Pferde sind zu Hause. Ambros kehrte gestern von einem neuen Turnier zurück, Ketil und Falte Sveinson hatte er mitgenommen, denn Leiv hatte abgelehnt und Viv auch. Gestern abend kamen sie zurück, und Männer wie Pferde waren gleich mitgenommen. Die vier alten Kameraden stehen jetzt halb dösend im Stall und denken an dieses und jenes Rennen, Sic wollen schreien, voruartsstürmen — und dann erinnern sie sich wohl auch der Freude, die ihrem Herrn aus dem Gesicht leuchtete, wenn sie als Sieger durchs Ziel gingen. Si.» nicken im Halbschlaf mit den Köpfen und denken an so vielerlei, und dazwischen entringt sich ihren F?iescnkörpern ein tiefes Seufzen. In den mehr abseits gelegenen Ständen hausen die NeuamkömiTiIinge. Sie haben Erde in den Hufen, sind heule Seit" an Seite vor dem Pflug gegangen. Sveinson fuhr den Pflug selbst, sein Sohn war dazu nicht tauglich. Sveinson und Ambros w:i-ren aus diesem Grund übers Kreuz gekommen, Jedenfalls wissen die zwui Pfluigpferdc, daß Sveinson beim Pflügen nicht so war, wie er sein sollte, er war grob. Wie, das wissen sie nicht genau, aber sie seufzen, wenn sie cKiran z'irück-denken. FÜR DIE FRAU iiiiiiitiiiiiliiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiRiHiiiimiiHiHiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiii Verwandlungskünste mit Kleidern schniltenes Wurstzeug oder Selchspeck ein. Als Mehlspeise gibt es bei mir heute; Acht Kirschen. Ich mache einen festen Germteig aus etwas Germ, Mehl, MUch, Zucker und Kernöi, lasse den Teig aufgehen, walke ihn aus, radle ihn in handflächengroße Vierecke, gebe auf jedes derselben acht entkernte, gutreife, gezuckerte Kirschen, nehme die vier Teigzipfchen auf und drehe sie in Tabakbeutelform zusammen. Diese Beutelchen gebe ich der Reihe nach auf das eingefettete Backblech, lasse sie nochmals in der Wärme aufgehen und backe sie dann langsam lichtbraun aus und bringe sie mit Zucker überstreut lau diese gut, streue ganz fein Semmetoder Brotbrösel darüber, rolle ihn zusammen, gebe ihn in eine gut eingefettete Pfanne und backe ihn langsam lichtgelb aus. Überkühlt schneide ich den Strudel in gleichmäßige Stücke, überzuckere sie und bringe sie lauwarm zu Tisch.« »Ich danke dir, Friedt. Nun bin ich mit Wirtschafts- und Küchenweisheit sozusagen vollgestopft und wünsche nur, dnß auch du mich einmal besuchst, damit ich dir meinen Hühnerhof zeigen kann, der dich gewiß auch interessieren wird!« »Selbstverständlich, Gretl, da wirst du mir manch Wissenswertes sagen können. Also auf Wiedersehen!« «9a^*.ArzneimiHel enisfehen in sysfematiscKer wissenschaff, licher Arbelt. Die Herslellung wird dauernd sorgfältigst überwacht. Das »Scrsfc»"-Kreuz bürgt dafür, daß bei der Herstelfuny von »Soyeiu. Arzncinriifieln das Höchstmaß an Veranlwortung beachtet wird. „Hitzetips" für die Hausfrau Kaufe nur soviel an Obst, Gemüse, Flcis-ich und anderen verderblichen Le-una Drmge sie mii _^ucKer UDersireui .0»- ^„sini,,e|n ^ie du unbedingt für eiiu-n | Kochc Icichte Gerichte denn "" 1 brauct,st. GröBere Mengen sind.an ' l.'if ^gen k°ann ^ lfd" Für jede Frau ist es ein Vergnügen, ihre Kleider durch einige Ergänzungen umzugestalten. Dieses Ergänzen und Verwandeln läßt sich besonders schön bei den Sommer- und Strandkleidern durchführen. Einige Beispiele sehen wir hier. Lirilcs ein diagonal gestreifter Luftanzug, über dem als Ergänzung ein Rock aus dem gleichen Material getragen werden kann. Zu dem kleinkarierten Strandkleid (Mitte) kann jedes einfarbige Jäckchen oder Bolero getragen werden. Rechts ein Tupfcnkleid mit kurzen Kimonoärmeln una einfarbigem Miederteil, das sich gleichzeitig als Strandkleid verwenden läßt. Haushaltfreuden »Na, Gretl, was führt denn dich endlich wieder einmal zu mir?« »Die Bitte um einen guten Rat, Friedl, dt'il du mir sicher gelten wirst. Denke dir, meine Hannelore, dieser kleine Rak-ker, geriet über die Kirschenschüssel und patzte über und über ihr weißes Kleidchen und das schön gestickte Tischtuch an. Allos sieht wie blutbefleckt aus, da ist guter Rat teuerl« »Mach dir nichts draus, Gretl, dafür gibt es ein ganz einfaches Mittel: Kirsch enfleke im Weißzeuij entfernt man, indem man die Fleckstellen sogleich im lauwarmen Wasser mit Seife wäscht. Hernach taucht man die Flecke in Milch und läßt sie über Nacht darin stehen. Am nächsten Tag, werden die Flecke verschwunden sein und man wäscht die Stellen nochmals gut nach.« »Vielen Dank, Friedl! Damit sind also alle Kinderkleider und Tischtücher gerettet. Wie oft hüpft einem ein Kirschkern davon _ und schon ist ein schwarzer Punkt und Ärger da, ganz abgesehen von allen Kompottkatastrophen! Übrigens, was kochst denn du heute, vielleicht hol ich mir einen lustigen Speiszettel.« -Bei mir gibt es heute L u n g e n g e m ü s e. HaP auf, wie das zu machen ist. Man kann sogar damit Leute drankriegen, die von Innereien nichts wissen .v^ll-jn und einiacl behaupten, daß sie Ii ;sc nicht essen können. Ich ko.^hc Mi einem Topf ein Stück Lunge und etwas Erbsen, i:; einem zweiten Topf zu Scheiben t;'.'.schnit-t'jne Kohlrüben ohne Blätter, emige .Möhren, etwas Kartoffcin und ein Stückchen Kariioi. Ist alles gut gekocht, so treibe ich das Stück Lunge durch die Fleischmaschine hernach auch das im zwe.'ten Topf gekochte Gemüse, stelle Rein Piit etw?s Fettstoff auf, in ach? in dieser eine le'chte, lichte Embrenne, gebe tlie faschierte Lunge mit dem Gemüse hin-nein, verrühre es gut und gieße mit der Lungensuppe und den gekochten Erbsen nach Bedarf auf. Die Speise muß breiartig sein. Entweder gibt man einige Löffel sauren Rahm bei, oder man verrührt in das Lungengemüse ein ganzes Ei, was unseren Kleinsten noch zuträglicher sein wird. Auf diese Art kann man jede Leber. Herz und Niere, sowie auch das (iekröse (Reisel) machen. Dazukommen Nudeln. Nockerln oder Knödel. Aus den' Sudwasser, das mir vom Genuine im zweiten Topf übriggeblieben ist, mache ich für den Abendtisch eine sclimai khaftc l'anadelsuppe. Ich gebe in das kalte Sudwasscr nach Bedarf Semmel- oder Brotscheiben, lasse sie aiffko-chen, ^sprudle sie hernach gut ab und gehe ein ganzes Ei bei, das ebenfalls gut versprudelt wird. Das ist ein nahrhaftes Kinderessen und Hir uns Große streue ich nach Möglichkeit etwas würfelig pc- Kirschenstrudel. Man bereitet leichten Strudelteig von etwas Mehl, Salz, einem Eßlöffel Kernöi und warmem Wasser. Ich rühre den Teig leicht an, schlage ihn gut ab, lasse ihn eine Stunde in Wärme rasten, ziehe ihn aus, übertropfe ihn mit Fettstoff, streiche! Auch das Ofenloch ist ein guter Kühletwas sauren Rahm ein, belege ihn reich-1 räum. lieh mit entkernten Kirschen, überzuckere I Passe den Küchenzettel den Sommer- Oer Chef der Zivilverw^Kunq in der Untersteiermark . ^ ^ , j tf der Magen kann bei großer ------ heißen Tagen immer der Gefahr des Ver- schwere Belastung vertragen. Auch tin derbs ausgesetzt. | großer Flammeri mit Kompott kann ein Wenn du keinen Kühlschrank oder Eis- ausreichendes Mittagbrot sein.,. . schrank hast, schaffe d^ irgendwo in der Halte immer für die Familie oder Gä- Wohnung ein kühles Plätzchen, wo du einen kühlen Trank bereit. Kalter die Lebensmittel aufbewahrst, vielleicht Apfelschalentee, auch kalter Kaffee sind auf einem Tisch oder Schrank im Flur. (jurstlöschend, aber sie dürfen nur Zahl: U/X O 1/5—41 Marburg, 4. Juli 1941. Höchstpreise für untersteirisches Obst und Gemüse ab 50. luni 1941 .Auf Grund des § 1 der Anordnung über die Preisgestaltung im Handel mit Obst, Gemüse und Südfrüchten in der 'Jntersteiermark vom 30. Mal 1941 (Verord-nungs- und Amtsblatt No. 19, Seite 139) werden hiermit ab 7. Juli 1941 nahstehende Höchstpreise für untersteirisches Obst und Gemüse festgesetzt. Diese Höchistpreise gelten bis zur nächsten Veröffentlichung. Für nlc'it genannte; Waren gelten die zuletzt festgesetzten Höchstpreise. ■ FrzcuEcrliöchstprcis bei Ahsabe der Ware an den K1einU.\ndel VorbrauchcrhödistDreis (bei Abgabe der vVurc durch Erzeuger oder Kleinhändler an Verbrauch ir) UUicklasso \ GOteklassc n ]ü|L-kl;isso A üutckla&bc « RM RM RM RM Erbsen in Schoten...... —.20 —.15 —.26 —.20 „ ausgelöst ...... . je Lit. _.22 —.16 —.28 —.21 Gurken.......... . je kg —.27 —.46 —.34 Karfiol .......... —.36 —.27 —.46 —.34 Karotten.....je Bund zu 15 Stück • —.10 —.07 —.13 —.09 Kartoffeln neu; weiße, rote und blaue Sorten . . . je kg —.— —.— —.15 __ gelbe Sorten....... . Je kg —.— —.— —.16 —.- Knoblauch, frivsch....... —.15 —.11 —.20 —.14 Kohl (Wirsing)....... . je kg —.16 —.12 —.20 —.16 Kohlrabi mit frischem Laub . . . . je kg —.18 —.13 —.24 —.16 Kren . ..••••••• • je kg —.70 —.40 —.92 —.52 Kürbiß (Speise-)...... . . je kg —.12 —.09 —.16 —.12 ^eterslliengrün ......je Büschel —.02 —.— —.03 —.— Porree .......... —.20 —.15 —.26 —.20 Radieschen.....je Bund zu 15 Stück —.03 —.02 —.04 —.03 Rettich ohne Grünes..... —.12 —.09 —.16 —.12 Rhabarber ........ —.10 —.07 —.13 —.10 Rote Rüben alt und neu . . * . je kg —.12 —.09 —.16 —.12 Salat (Kopf-)........ . «e kg —.15 —.11 —.2f —.14 Salat (Schluß-) . ...... . je kg. —.12 —.09 —.16 - —.12 Schnittlauch .......je Büschel —.02 —,— —.03 —.— Spinat .......... . je kg —.22 —.16 —.28 —.20 Suppengrünes .... je Büschel zu 5 dkg —.03 —.— —.01 —.— Zwiebel, heuriger, mit Lauch , , . je kg —.15 —.11 —.20 —.15 Erdbeeren: Pröbstlin-ge ........ • :'e kg —.56 —.42 —.72 —.54 , i . je Lit. —.30 _.22 —.40 —.30 Walderdbeeren...... . . . je kg 1.40 r.oo 1.80 1.35 «t ••••••• . 'e Lit. —.80 —.60 1.04 —.78 Heidelbeeren ........ . je kg —.32 —.20 —.42 —.26 Heidelbeeren (Schwarzbeeren) . , . je Lit. —.18 —.11 —.24 —.14 Kirschen: Knorpel- und Herzkirschen . , . . je kg —.40 —.30 —.52 —.40 »» »1 ,1 ... . je Lit. —.22 —.16 —.28 —.20 Wasserkirschen, kleinfrüchtige und sonstige geringwertigere Sorten . je kg —.30 —.22 —.40 —.30 •' »» . M • . je Lit, —.16 —.1? —.20 —.16 Pfirsiche.......... . je kg —.56 —.42 —.72 —.54 Ribisel (Johanni^ibeeren) .... . je kg —.28 —.21 —.36 —.28 ganz schwach gesüßt werden. Trinke wenig an heißen Tagen, umso weniger wirst du schwitzen. Viel erfrischender ist es, oft die Hände nnd vor allem den Puls unter fließendes Wasser zu halten. Laß deine Kinder, besonders im Garten und im Wald und Feld, barfuß laufen. Das ist die beste Erholung, kräftigt die Muskulatur des kindlichen Fußes — und spart außerdem Schuhwerk. Halte die Fenster, "auch bei glüjicnde; Mittagshitze, nie ganz geschlossen. Sobald nur etwas frische Luft eindringt, ist die Luft in den Räumen erträglicher. Mücken vertreibt man,, besonders aus den Schlafräumen, am besten durch Zugluft. Darum: ehe du abends verdunkelsi. stelle Durchzug in deiner Wohnung he,, der gleichzeitig Abkühlung bringt. Beim Baden und Schwimmen denke daran, daß es nicht auf die lange Dauer des Bades ankommt, um erfrischt zu sein. Wer zu lange Im Wasser bleibt, sel^^t sich einer übermäßigen Abkühlung des Blutes aus. Besonders blutarme Meri-^chon werden dadurch nur geschwächt. Schiebe den-Saugling nicht in die pralle Mittagssonne. Das Kind ist dadurch, besonders wenn es schläft, dem Sonm>iistich oder Hitzschlag ausgesetzt. tLlTfiKONFLKTION Die Höchstpreise der Güteklasse A dürfen nur für Waren bester Beschaffenheit in Anspruch genommen werden. Für Waren geringerer Güte dürfen höchstens die Preise der Güteklasse B gefordert werden. Der Verkauf von untersteirischem Obst und Gemüse darf nur nach Gewicht erfolgen, soweit nicht im Vorstehenden etwas anderes zugelassen ist. Die Preise für in die Untersteierniark eingeführtes Obst und Gemüse richten sich nach den Vorschriften des § 2 der eingangs angeführten Anordnung. Gemäß der Verordnung über das Preisbezeichnen der Waren vom 23. April 1941 (Verordnungs- und Amtsblatt No. 5, Seite 18) muß das zum Verkauf bereitgehaltene Obst und Gemüse mit gut lesbaren Preisischildcrn verschen sein, aus denen der Preis für die Verkaufseinheit ersichtlich ist. Außerdem ist die Güteklasse auf den ''reisschildern anzugeben. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden nach ^ 4 der Verordnung über die Preisgestaltung'in der Untersteiermark Vom 9. Mai 1941 bestraft. 4367 Vielfache Verwendung des Essigs Flecken aus Mobein entfernt man, indem man mit 35 Liter Wasser 2 iüßiüffel guten Tafelcs:sig vermengt, den FlecTc befeuchtet und leicht reibt und dann mit einem welchen Lappen nachpolitiert. Silber und ähnliche Aietalle. die mit gewöhnlichen Putzmitteln nicht zu reinigen sind, putzt man mit einer Mischung von Salz und Essig. Tee- und Kaffeekannen, sowie PorzeÜan', das Flecken hat, reinigt man mit einer Mischung von Salz und F.s- siff. Alte Kartoffeln gewinnen an gutem (je-schmack und h<'ller Farbe, wenn wir während des Kochens 1 Löffel Essig beigeben. Fleisch, das zum Pratci dient, soll mit Essig und etwas Olivenöl eingerieben werden. I)as Fleisch wird i'jdurch mürbe und geschmackvoll. Eier bleiben beim Hartkochen ganz, wenn man dem kochenden Wasser einen Löffel Essig bei-nvengt. Fleisch, gewaschen mit einer Mischung von Essig und Wasser, bleibt auch in der größten Hitze für den nächsten Tag brauchbar und frisch. Brot verdirbt nicht, wenn wir dem Teig einen Löffel Essig heimischen. Rahm läßt sich besser schlagen, wenn einige Tro>pfen Essig beigemengt werden. Entgeltliche IVlilteilungen (AuDcr Verantwortunc der Schriftleilunj:) ♦ Primarius Dr. Helmuth Zeder, ch-, rurg, ordiniert täglich von » il6 bis ','sl7 Uhr. Cilli, Graf Ulrichsweg 5. 4360 ♦ Primarius Dr. Walter Ritter ordink^ri für innere Krankheiten täglich von II bii-13 Uhr CilH, Schmiedgasse .3. 4361 ♦ Primarius Dr. Hans Hönigmann, Frauenarzt, ordiniert täglich von 16 bis 17 Uhr. Clin, SchmiedgasSc 3. 4362 Strumpfreparaturen aller Art schnell unü billic — Relscrstraße 1-1. 3003 S^He 10 >Marbufßer Zeitung« 5.Ä. Juli 1941 Nummer 158/159 Kleiner Anzeiger yftsfhftfliftilf Samtncit Abfälle! Altpapier« Hadern Schnciderabsclinltte. Tcxtilabfälle, Alteisen, Metalle. Glasscherben kauft und zahlt bestens; Putrhadern. Putzwolle, cewaschen und desinfizier*, liefert jede Men-ce billisrst: Arbeiter. Drau-gasse 15. Telefon 26-?.^ 65-1 \TRNICKUJNG. 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Die Mtgüeder, welche auf eine Übernahme in eine größere Versicherungsgesellschaft reflektieren, \verden ersucht, die Peste zu begleichen. 4217-1 Modernes Speisecinuner, auch mit Teppich, dringend zu kaufen gesucht. Anzufr. Car-nerigasse 22, Part. 4296-3 Eine Bauemstube (Diele) und ein Schlafzimmer, nur aus reinem Haus, billigst zu kaufen gesucht. Adr. verw. 4333-3 Kaufe einen tiefen gut erhaltenen Kinderwagen. Adresse: Bnmndorf, Petz-Gasse 2. 4332-3 Kaufe kompl. Herrenzimmer dunkelbraun; außerdem Bü-cherlcasten, Kaukasischnuß m. Schiebeglasture, Luster, Ölbild. Teppich. Adresse in der Verwaltung. 4352-3 Rauch- oder kleine Klubgar- nitur für Büro zu kaufen ge-fucht. Angebote an »Expedit« Spedition, Marburg, Reiserstraße 26. 4371-3 Kleiderkasten, Teppich zu kaufen gesucht. Anträge unter »Moderne an die Verw. 4372-3 Silberfuchs und Pelzmantel zu kaufen gesucht. Adr. Verw. 4373-3 Radio, Grammophon, Grammophonplatten oder eine Schreibmaschine kaufe ich sofort gegen Barzahlung. 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Bl. _4353-7 Obermüller, erstklassiger Fachmann mit Meisterprüfung, 11-jährige selbständige Tätigkeit, letzte Stellung in 80-Ton-nen automatischer Mühle. Deutsch, Windisch, Serbokroatisch sprechend. Suche Stelle von 20-Tonnen-MüWe Tagesleistung aufwärts. Gute Jahres-Empfehlungszeugnisse werden vorgelegt. Adresse in der Verw. 4398-7 hört In jfldc rmmlllm des UnteriandmM I Offene Stefiek Praktikant oder Praktikantin, perfekt deutsch, ehrlich und auch für Inkasso verläßlich, wird für Spedition gesucht. Handschriftliche Angebote an die Verwaltung unter »Spedition«. 4326-8 Nettes Mädchen für alles, welches gut kochen kann, gesucht. Anfrag, Nagystraße 15/1. Preschern. 4316-8 Fabrik in Marburg sucht bilanzfähigen Buchhalter, nur erste Kraft, repräsentativ, auch als Vertreter des Chefs, sowie gewandte Stenotypistin zum sofortigen Eintritt. Ausführliche Anträge mit Bild u. Gehaltsansprüchen unter »Lebensstellung 1872« an die Verwaltung d. Blattes. 4283-8 Suche weibliche Hilfskraft für Ktnzlei, auch Anfängerin, Maschinschreiben, Stenographie. Buchhandlung Scheidbach, Herrengasse 28. 4284-S Tüchtiger Hausbesorger gesucht. Ehepaar bevorzugt. Anträge schriftlich unter »Verläßlicher Hausbesorger« an die Verwaltung. 4237-8 Lehrling wird aufgenommen bei Soklitsch, Stempelerzeugung, Schillerstr. 24. 441V8 Suchen tüchtigen Chauffeur, der auch kleine Reparaturen bei Mercedes - Diesel selbst ausführen kann. Persönl. Vorstellung mit Zeugnissen erwünscht. Generalagentur für Zeitungen und Zeitschriften, Marburg a. Dr., Tegetthoffstr. Nr II. 4406-8 Mädchen für alles, welches kochen kann, gesucht. Vorzustellen vorm. Kasinogasse 2, I. St.. Tür 2. 4315-8 Hausmeisterleute werden auf-genomnfen. Anzufragen Carnerigasse 22, Part. 4348-8 Monteur und Hilfsmonteure für elektr. Installationen werd. aufgenommen. Anzufragen Kflrntnerstraße 28, M. Leben. 4347-8 Nettes Mädchen für alles, das gut kochen kann, wird aufgenommen. Reiserstraße 30/lf 4346-8 Bedienerin wird gesucht. Lob-nigg, Viktringhofgasse 26/1., zwischen 1—2 Uhr. 4399-S Bedienerin wird aufgenommen von 8—2 Uhr. Tegett-hoffstraße 44/111., rechts. 4400-3 Frau bekommt möbliertes Sparherdzimmer und Lohn für halbtägige Bedienung. Adresse in der Verw, 4401-8 Kellnerin, tüchtig, jung, der deutschen Sprache njächtig, ruhigen Charakters, mit Kaution 100 RM, wird aufgenommen. Schriftliche Anträge an Gasthof März in Lichtenwald. Photographie und Zeugnisse zur Einsicht. 4364-8 Lehrmädchen für Detailge-Bchäft wird sofort aufgenommen. Möbelhaus Zelenka, Schulgasse 5. 4321-8 Köchin für alles gesucht. Vorzustellen Hutgeschäft Ley-rer, Herrengasse 22. 4345-8 fukde - Ifeduile Verlust. Sehr großer Schlüs» sei abhanden gekommen. Wiederbringer Belohnung. Huthaus Leyrer, Herrengasse Nr. 22. 4402-9 In Cilli verloren eine fast neue Kostümjacke, schwarz-weiß gestreift, von der Olacis bis zum Bahnhof. Der Finder wird gebeten, die Jacke gegen Belohnung abzugeben bei 0er-dina in Loschnitz 33. 4405-9 »Bergfreund« sucht symp. Partnerin zu Berg- und Radtouren. Zuschriften erbeten a. d. Verw. unter »Wochentag«. 4403-10 AUe JhuksotUH druckt rasch und sauber die MARBURGER DRUCKEREI Möbelhaus Erwin Zelenka» Schulgasse 5. 1 Lehrjunge für Tischlerei, 1 Lehrjunge für Tapeziererei wird sofort aufgenommen. 4320-8 Hammerwerk In Ober-Pulsgau Untersteiermark, sucht per sofort einen tüchtigen verläßlichen Vorarbeiter, welcher in Lochen und Ausarbeiten von landwirtschaftlichen Geräten bewandert ist, Dortselbst wird auch ein Schleifer aufgenommen. 4418-8 Fleißige, saubere Köchln für alles, mit Jahreszeugnissen für sofort gesucht. Adresse in der Verwaltung. 4417-8 Stenotypistin, flinke anlernbare Kraft, flotte Kurzschrift für die deutsche Sprache Bedingung, wird sofort oder später aufgenommen. Anträge an Firma Josef Martinz, Marburg a. Dr., Herrengasse 18. 4416-R Professor bereitet Gymnasi-sten zu Prüfungen au-^ ^)eutsch vor, Gamserstr. 12. 4419-11 Deutsch- und Fremdsprach-Unterricht (auch Nachhilfe L Reiserstraße 14, Part, links. 4151-15 für Lohn- und Steuer-Buch» haltung nach deutschem System übernimmt Einfüh^ngen und Beratungen. Schriftliche Anträge unter Nr. 1000 an die Verwaltung des Blattes. 4255 wie Geburt s-V«rk>bung8-Trauungs- und Todesanzeigen gehören in die der einzigen Tageszeihing des Unterlandesl «# lebt man auf dem Mond Darum lieit jeder Untersteirer die Marburger Zeitung Mitarbeiter lUr d^ii Auts#ndlMtt In dmt Unimt«l«rmarlc gesucht Herren, die Eignung und Interesse für eine dauernde fachliche und Verkaufstätigkeit für landwirtschaftliche Bedarfsartikel haben, senden ausführliche Bewerbungsschreiben mit Lichtbild an die Verwaltung unt. »Ostmärkische Industrie« 4425 Bekanntma€hung Olm PobrnnthmnirmsBrn In Narbiirf wird zmlathmn d«r Trl«st«r- und MmdhatMirmMMm mb Montag« dm 7. iuff 1941 bim auf wafffaras für |adan Vmrkmhr gmBpmrrL NAaauaa «. a. iuii i94i, AfffCMSMNIiOfmirTfOil WflM 4349 SITZ MAaaaaa a. d. Oraa Aufruf von Lebensmitteln für die 25. Zuteihtogsperlode, 30. Jtml bis 27. Juli 1941. Hiermit gebe ich zur Auslieferung an die versorgungsberechtigte Bevölkerung folgendes frei: Abschnitt 1 der Zuckerkarte; 125 g Kaffee-Ersatz^ und Zusatzimttel, auszuliefern in der Zeit vom 4. bis 13. Juli 1941. Abschnitt 2 der Zuckerkarte: 125 g Kaffee-Ersatz- und Zusatzmittel, auszuliefern in der Zeit vom 13. bis 27. Juli 1941. Abschnitt 2 der Fleischkarte: 250 g Bohnen, auszuliefern in der Zelt vom 3. bis 27. Juli 1941. " Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß Kaffee-Ersatz- und Zusatzmittel ebenso wie Hülsenfrüchte, Nährmittel und Teigwaren grundsätzlich gesperrt sind, daß die Abgabe an die Verbraucher daher jeweils nur nach Aufruf erfolgen darf. Die Ausgabe solcher .Waren vor erfolgtem Aufruf ist unzulässig und strafbar. Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark, Der Beauftragte für Ernährung und Landwirtschaft Wo fehlt die 4358 Stütze des Chefs? der Organisator? derWirtschafter? Bankfachmann, deutscher Staatiburgfer, arisch, versiert in allen Wirtschafts-zweiMn, Steuer, Bilanz, BDclHialtungr, Treuhander, umfassende Kenntnisse im Verkehr mit Kundschaft und Personal, MU€ht Position in Bank, Handel, Industrie, Pacht oder Erwerb eines Unternehmens. 'Angfebote unter .Orranisation" •n die Verwaltung oes Blattes. 4404 gez. H a i n z 1. Neue Kurse für Budüiallnng nach dem Kontenplan Kurzschrift Rechlsclireilieii Maschinschreiben beginnen sofort. Kanfleiite! Der Kontenp lan tritt in Kraft. Bpratungr,Einführung; Neuanla^en. HindBlsschuIe Kovilich Obere Herrens^asse 14 4420 fuLtitliläit per Stück RM farbig, groß « • » • ■ i • i . 3.— farbig, mittel « • ■ • n i t k * 1-— farbig, klein « . ■ . . ^ . 0.30 Preislisten für Gast- und Kaffeehäuser 1,— Stadtplan von Marfiurg 0.30 Formulare: Wochen-Sammelbogen für die Rcichs-fieischkarten zu 50 und 100 gr. je Stück, insgesamt für 30 kg . . . 0.05 Liste der Schwerarbeiter . . t, . . 0.05 Umrechnungstabellen .<«■.. 0.05 Ka rton9 ; Geschlossen wegen Ruhetages der Gefolgschaft........0.10 Morgen geschlossen wegen Ruhetages der Gefolgschaft.......0.10 Rauchen verboten.......0.10 Wir danken unserem Führer . , . 0.20 Unser Gruß ist Heil Hitler , • ■ . 0.15 Preislisten für Friseure . . • ■ . 0.20 Preislisten für Friseurinnen . ■ ^ . 0.20 erhältlich im Verlage der IkütiiiMit Duukitü Bochhaltnngs-Fachmann für Abschlußarbeiteti und Umorganisierung, womöglich im Steuerwesen bewandert, wird von Spezerei- und Kolonialwaren-Großvertei-1er am Lande für 1—2 Monate gesucht. Anträge unter: >BiIanzist« an die Verwaltung des Blattes erbeten. 4240 leder Dnfersteirer liest die Marbnrger Zeitung! linem I Josef Tscharre Ich gestatte mir höflichst anzuzeigen, daß ich mit meinem RADIO' UNO TECHNISCHEN GESCHÄFT | vom Tappeinerplatz Nr. 9 in die Teg>ettlioffftnifie Nr. 7 übersiedelt bin. I HOB DmuUthm Mmithmömbn OimilbyyriMhrafm» bm tL Die Betriebsleitiuig der ROB in Graz, KarlattentraSe 40, gibt bekannt, daß mit Atisnahme von Sonn- itnci Feiertagen in der Untersteiermark die nachstehenden Kraftfahdinien gefährt ^¥erdeo: 436S «So«?, S^tW. «o'Var- ResucW- dV»- burg ^ 6.30 • 9.00 16.10 ä ab Graz, Qriesplatz ■ « • • ■ « an 935 14.20 8.10 • 18.00 W.4C J Spielfeld 7.55 12.40 19.30 8.20 9.50 P 18.10 19.50 \ St. Egydi 1 7.45 9.40i 12J0 19.20 8.50 10.20 lUO 18.40 20.20 an Mairburg ■«■■■■«• . ab 7.15 9.10 12.00 18.50 11.40 ab Marburg . . ...... 11.50 12.41 • Windisch-Peistritz A 11.02 13.41 Rohitsch-Sattefbnmn 1 10.04 14.40 ^ Krapina 1 9.02 i 16.50 an Agram . ab 6.50' 1 Mmrburg—Wlndl9€hgrmM—%€hönUmln '9.00 9.26 10.35 11,20 11.45 12.00 12.26 13.30 12.10 12.35 12.40 13.36 13.50 17.00 17.26 18.35 19.20 10.45 18.40 19.06 20.10 ab Marburg . . • Zellnitz Mahrenberg Unterdrauburg an Windischgraz an k 1 ab ab .Windischgraz Wöllan an Schönstein an ab SJ30 8.04 7.00 9.55 9.29 8.25 7.40 7.K) 15.30 15.04 14.00 8.35' 8.10' 16.45 16.19 15.15 14.30 14.00 7.00| 6.041 5.50' Mmrburg - Narla-Ilasi 6.15 12.10 18.10 7.40 —1 13.50 19.40 6.50 12.45 18.45 an Maria-Rast • . . ■ ■ i k . 7.00 13.10 19.00 Verordnnngs-ynd Amtsblatt des Chefs der Zivil-Verwal-tung in der Untersteiermark von Nr. 1 bis 27 erhältlich im Verlage der Marborger Dmclierei Marburg a. d. Drau, Badgasse 6 Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung«, CILLI, Adolf-Hitler-Platz 17, Buchhandlung dor Cifiier Druckerei IN PETTAU bei Herrn Georg IHchler Aufnahme ständiger Bezieber bei beiden ob-angeführten Vertretungen und bei der Druk- kerei in Marburg. Bezugspreis: Abholen RM 0.05 per Stück. Bezug im Abonnement per Post R.N\ 1.25 monatlich. Der Bezugspreis ist in vorhinein zu bezahlen und werden die .Abonnenten gebeten, die rückständigen .Abonnementsbeträge einzuzahlen, damit die regelmäßige Zustellung nicht unterbrochen werden muß. Danksagung .Allen Verwandten und Bekannten danken wir auf diesem Wege für die lietK'-volle .Anteilnahme und die vielen Kranzspenden. 4330 Otto und Mitzi Lorbck, hnkelkmder. ino Brunndorf D«r grüne Kaiser \)^ocheMch«u und Beiprogrumm. — Vtr«tellang«D jaden Fr«itafi 20 UHr jcdtn SamsUg: 18 und 20 Uhr ~ jeden Sonntajr: l» uod 20 Uhr, Näehft« Woche; FEUERTAUFE. 4292 f für Deutsch, Slow^Hisch, Krontisch, mit langjähriger Praxis, beste Zeugnisse, sucht Posten bei Wehrmacht, Behörden oder Industrie. Anträge unter »Nr. 9« «n die Verwaltung des Blattes. 4351 n Tüchtiger Buthhalter wird sofort aufgenommen bei Karl Fokter, Eier- und ObstgroQhandlung, Thesen, Pettauerstraße 116. Tel. 23-16. 4359 ■ Altrenommierte QroBhandlung sucht WM bilanzfähigen H Buchhalter I für sofortigen Eintritt. Angebote unter >»BuchhaUerur2 a. d. Drau, den 1. JuH 1941. Der PoUUsche Kommissar der Stadt Marburg a. <1* Drau 4252 Knaus e. h. » CROATlik 4044 « Behördlich konxestlonlertes Informatlont-BUro A.-G. 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