Prannmerations-Preise: Fitr Laibach: Ganzjiihrig ... 8 ft. 40 kr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ virrteljiihrig . . 2 „ 10 „ SKonatlich ... — ,, 70 „ Laibacher Redaction Lahnhosgaffe Nr. 132. Mit d er Post: Ganzjiihrig... 11 fl. — kr. Halbjiihrig ... 5 „ 50 „ Lierlrljiihrig . . 2 „ 75 ,, #fir Zustellung ins HauS vier-rljiihrig 25 kr., monatl. 9 kr. •inline Nnmmern 6 kr. Sxpedition- & Jnserateu-Bureau: Tongretzplatz Nr. 81 (Bnch. banblung von Jgn. v. Rtein« mayr & Fed. Bamberg.) Jnftrtionspreise: Fiir die einspaltige Petitzeile a 4 kr., bet zweimaliger Ein-schaltmig & 7 kr., dreimaliger L 10 kr. JnsertionSstempel jedeSmal 30 kr. Anonyme Mittheilungen rotrbtn nicht beriicksichtigt; Manuscripte mcht zurLckgrsendet. Bei grijtzeren Jnseraten unb bfitrer Einlchaltung enlspre« chenber Rabait. Rr. 153. Montag, 7. Juli 1873. — Morgen: Kilian. 6. Jahrgang. Wer iriigt die Schuld? Mlt gewohnter Zubringlichkeit find die Organe ber foderalistischen Staatsretter dariiber her, die Stellung ber Verfassungspartei unb mit derselben das am Ruber befinbliche Ministerium zu unter-wiihlen unb fiir ihre eigene Partci aus allem unb jebern Kapital zu schlagen. Es gibt absolut keinen Vorfall, ber ihnen nicht recht fame unb ben fie nicht nach ihrer Weise auszubeuteu verstiinben. Erb-beben, Ungewitter, Hagelschlag unb Ueberschwem-mungen ftnb ihnen ebenso willkommen, um barauS Beschulbignngen unb Anklagen gegen bie Verfassungspartei zu schmieben unb fie Dorm Volke basiir Derantwortlich zu rnacheu, als irgenb welche Hanb-lungen, welche Don beren freiern Willeu abhangig find. Die ftnanzielle unb geschaftliche Krisis, Don welcher Oesterreich even heirngesucht totrb, schwellt stolz ihre Segel, uttb schon seheu sic die Zeit nicht Hehr feme, wo das Stener des Staatsschiffes wie-ier in ihre bemahrten Hande gelegt wird. Sie wer-ben nicht miibe, bie Verfassungspartei als geliefert, als bankrott unb abgewirthschastet zu schilbern, unb banfen bem Himmel aus ben Knieu, dah er die juitgfte Katastrophe gefenbet, bie bem Nationalreich-thum so ernpfinbliche Wmiden geschlageu. Ein wahres Gliick fiir unsere Klericalen unb Reactivnare, dah es so gefommen. Denn tooher nahmen sie fonft ben nothigen Hetzstvff am Vor-abend ber directen Reichsrathswahlen? Die meiften Anwiirfe wareu schon abgestanben unb Derbraudjt; die Beschuldiguug, dah die Verfassungspartei auher Halb bes Reiches, nach Deutschland ihrcn Schwer punft Dertcgc, war schon zum Ekel oft wieberholt unb komite nicht mehr Derfangen; ubrigens war fie auch schon burch bie Thatsachen wiberlegt unb au-gesichts ber intimen Freundschast ber beiben Herr-scherhauser nnwirksam geworben. Die schrecklichen Folgen, bie man nach Annahme ber Wahlreform prophezeit, wareu nicht eingetreteu; Oesterreich ist noch immcr nicht zersallen, bie Volker finb nicht in Aufrnhr, ja nicht etnmal sonberlich misoergniigt; im Gegentheil sie schicken sich an, Don bem erwei-terten Rechte ausgibigen ©ebrauch zu machen, unb es ist alle Aussicht Dorhanben, bah sie bei ben nach* sten Wahlen ihre fatfchen Propheten unb Versnh-rer Derleugnen, in beit Reichsrath nur solche Manner, welche mit ihrem Manbate keinen Misbrauch zu treiben gesounen sinb, wahlen unb bie Versassung als einzige (Srunblage bes osterreichischen Staats-lebens anerkennen werben. Was ist bantnt natiirlicher, als datz eine Par-tei, bie nach ber Schablone des OktobcrdiplomS die Gliebernug bes Volkes itt Stanbe, bie Abgrenznng ber einzelnen Gesellschaftsklassen nach polizeilicheu Merkmalen anstrebt, welche bie wirthschaftliche unb sociale Unfreiheit, bie SRegelung ber Arbeit nach ben mittelalterlichen Ziinften auf ihre Fahne gefchrieben hat, bah biefc Partei bie Borsenkatastrophe ausbeu-ten will, um bent liberalen Regierungssystem tin Beiu zu stellen, um ihre Regierungsmethobe als bie atlein bercchtigtc mit allem Nachdrncke unb in alien Tonarten zu Dcrfiinben. Wir sinb weit entsernt baDon, bie Jrrthiimer zn Derkenuen obcr befchonigen zn wotlcn, welche ber Bewegung unseres Gelbmarktes in ben letzten Zei-ten anhaftcten. Es ist oft gcnug gcriigt worben, bah im Parlament Borsengeschaste, an ber Borse Po- litik getrieben wurbe. Es ist ber Regierung ber Vorwurf keiueswegs erspart worben, bah fie bei Concessionsertheilnngen an bie fogenannten „Grun-ber" mit zu toentg Vorsicht Dorgehe, bah bie lan-bessiirstlichen Commissare Don bem Rechte staatlicher Aussicht unb Controle nicht ben gehorigen Gebrauch machen u. s. w. Aber wer hat ben ersten Anstoh gegeben bazu, bah in Oesterreich Borse unb Politi! so Dermengt unb oerflochten wurben, bah fur bas geiibtefte Auge balb bie (Srenje zwischen beiben nicht mehr zu erfennen war? Waren es nicht bie hoch-conferDatiDen, ultramontanen Minister, bie Vorliiu-fer bes Funbamentalartikel-Ministerinms, welche bie Corruption systematisch grohgezogen, ben Staat auf bie riicksichtsloseste Weise ausgebeutet habeu? Oder met hat die Anleihen zu wahrhaft wucherischen Zinsen, die hohen ProDtsionen fur die feubnlen Unter-hfinbler, wer hat bie Eifenbahnbauten mit Staats-fubveiitloncn, woraus feubate Fiirstcn unb Gaugra-feit lotoffaten Gewinn erzielten, inauguriert ? Wer hat Oesterreich« Staatsschulb um 2300 Mitlionen Dcrmchrt, blutige Kriege angesangcn unb bie bltt* henbften ProDinzen in bie Schanze gefchlagen, einzig um ihr System aufrecht zu erhalten, Oesterreich mit ihrett Prinzipieu unb mit ihren Personiichfeiten zu begliicEen ? Welche Minister waren es, bie sich ge= genfeitig Steuernachlah auf Soften ber iibrigett Steuertrager bewilligt, um ihrer banlrottcn Wirth-schast anszuhelsen, welche bie ©runbfteuer fiir ben Hochabel, bie Sranntweinftcuer fiir bie Grohgrund-besitzer in Bohmen unb Poten, bie ben Branntwein, bas Gift fiir bas Volk fabricieren, bequem herge-richtet haben? Wer hat enblich in Oesterreich bem Borsenspieler, bem ohne Arbeit unb Leistung retch Aeuilleton. Mysterien des menschlichen Lebens. Erzcihlung von Anton Leipni k. (Fortsetznng.) Ohne Gerausch zu machen, stieg er die Stusen des Hotels hinab unb entfernte sich. An alien Glie-deru zitternd schlenderte er in den Gasseu hernrn, bis er an etnern Hanse eine rothe Lampe sah, das Zeichen des Polizeiamtes. Er lautete. Die Thiire off net c sich, ber Dieuer molite schon bemerten, bah fein Herr in biefer Stnnbe nicht zu sprecheu fei, aber ein Blick auf bie wirren Gesichtsziige Jsibors lieh ihn ahnen, bah ber Menfch wichtige Entbecknngen i« machen Habe. Er bat ihn um etnige Augenblicke ©ebulb, unb Jsidor setzte sich instinctinahig auf eine im Vorzirnrner ftehenbe Bank. Der Commissar er-Tchien, ohne Don Jsidor bemerft worben zu fein, «iiherte sich ihm unb tegte seine Hand leife auf oeffen Schulter: „WaS fiihrt Sie zu rnir in so frLher Stunde, mein Herr?" „Jch glaube meiite Frau crmorbet zu haben." „So?" sprach geloffen ber Commissar, sich Jsi-bor gegeniiber auf cineit Stuhl nieberberlaffenb. „Darf ich fragen, wie bics gefchehctt ist?" Jsibor erzahlte nun gctreu bie Vorfallenheiten ber Nacht bis in bie fleinsten Details. Der Commissar hbrte ihn ohne Unterbrechung an. In bem Tone Jsidors lag so Diet Schmerz, so Diet Aufrich-tigfeit, er klagte sich felbft in so herzzerreihenber Weise an, bah ber Commissar nicht wuhte, was er benken solite.—Diefer Menfch muh entweber wahn-sinntg fein ober hat, miter bem Einfluffe einer physiologischen Macht ftehenb, bie furchterliche That Deriibt, ober aber muh er ein schlauer Derschlagener Schuft fein, ber burch fein berechnete List die Diener des Gesetzes irre teiten will. So bachte ber Commissar, ohne seine Meinungen taut werben zu lassen. In folchen Fallen muh man thun, als ob man an ber Unschulb bes Siinbers gar nicht zweifeln rciirbe, baburch erwirbt man sich beffen Vertrauen am teichteften. „Jch finbe Ihre Selbstanklage unwahrschein-lich", fagte ber Commissar. „Da der Schliisfel von auhen im Schloffe stak, fonnte sich leicht jemanb in bas Zimmer gefchlichcn haben." Jsidor griff nicht nach biesent Ausweg, ber ihm mit schlauer Berechnung geboten wurbc. „Da ich mid) an nichts erinnere, ist es nicht moglich, bah ich bie Lampe ausgeloscht unb ben Schliisfel Don auhen in bas Schloh gesteckt Habe? Es ist auch moglich, dah ich deim Schlasengehen bie Thure zuzusperren nur im Sinne hatte, jeboch insolge ber aufgeregten Gemiithsstimmung ben Gk-banfen nicht aussiihrte. Ach! wenn ich nur einen Ausweg aus diesem Labyrinthe fanbe!" rief Jsidor in seiner Ausregung und hestetc seinen stieren Blick auf den ihn mitleidsDoll betrachtenben CommissSr. „Haben Sie keinen personlichen Feinb?" „Jch glaube keinen zu haben." ,,Jhre Frau hatte auch keinen?" „Diese ytage kann ich nicht mit ffieftimmtheit bcantworten, fie erwahnte in meiner Gegenwart dieses Gegenstanbes nie." „Bernerkten Sie in bem Benehmen Ihrer Frau nie eine gewiffe Unruhe ober eine Art trauriger gttoorbenett, sem °r hochsten Wiirde gelangen. Wenn aber bei bet Wahl {>« PtLsidenlen einer gewohnlichen Republik die mensch-uchen Leidenschafteu Einfluh tibcn, f0 ist es hier der y-llige Geist, welcher die H-rzen der Wahler lenft, • ap fie nut ben Wllrdigstei! ausroahlen. Die Kirche i aber auch eine Monarchie, und leiit Thron der '•roe fommt an Glanz und Ehrroiitbiqfeit jenern dcS -■achfolgerS Petri gleich, wenn ihm auch bose Menschen s-m Erblheil enlriffen h-ben. Bieten roit ihm Sraqktetch zum Aufenlhali- an. Aber der Rachfolger K " 'E mchl Unlerfhan jletblicher Menschen sein. ^an! Wahlet denn thn zum Priisidenten der Repu- Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Eine neue Sorte von GeisteS-o risi oft a tie.) Wit kLnnen nicht umhin, von einer urfomifchen Sorte „exqnisiter GeisteSaristokratie" Aft zu nehmen, die sich int Feuilleton det SamStagSnum« met der hiesigen ArntSzeitung brcit macht. Wie die Leser sich erinnern, haben die vielen stylistischen und logischen Absondetlichkeiten, die nicht felten in den Spalten deS hiesigen AmtSblatteS zutagetreten, ben „@am6tog8plaubeter“ zu einigeit harutlofen Bemer-tungen veranlatzt. DaS, was sonst zu momentanet Hei-terfeit stimmte, nimmt man nun in dem „Kreise bet exquisiten GeisteSaristokratie", wo man die WeiSheit gepachtet zu haben verrneint, entsetzlich libel. FlugS met« ben HilfStruppen hetangezogen, will sagen, eitte mit« leidtge Febet engagtert, bte sich bet etgenen Roth er« barmt, bie auS bet Goffe aufgetesenen Schirnpsworte, Uber bie man allensalls verfugt, mit etwaS gleihen. bem Flitter auSstaffiett unb bie eigene GeisteSarmuth mit einigen hohlen Phrascn verbramt. Unb so gelingt es enblich, nachbem man sich „ftebenmal vierundzwan^ jig Stunden" abgequalt, ein etles Gebrau von persLnlichen Jnvectiven, von nicbrigen Schirnpfwor« ten, von aufgebunsenet Selbstoerhimmelung (sich: exquisite GeisteSaristokratie) unb — sagen roir eS offeu — von rohen ©emeinhetten fcrttg zu btingcn. Denn was in aller Welt kann es unedleteS unb gemeineteS geben, als jemanden, von defsen harmlosen Bemerkun gen man sich getroffen fUhlt unb ben man nicht im« flanbe ist zu roibetlegen, bcsroegen an ben Pranger zu stellen unb ofsentltch zu verspolten unb zu verhiih nen, roeil ihn ein schweres Ungltick bettoffcn! Mutz eine faubere GeisteSaristokratie sein baS, welche, um eine Polemik zu fuhren, krischweg in ben schmutzigen Worlschatz beS HockermarkteS hineingreift unb ihte Wafsen ohne alle Echeu auS bet Goffe ber Invective unb ber Gemeinheit hervorholt! Die harmlosen Be-merkungen des „SamStagsplaudererS" waren weitent fernt, irgend jemanden personlich zu verletzen oder etwa gat von den Localnotizen und den sonstigen AuS-laffungen des Amisblattes bie ..Eigenschaft ber Glaf sicitLl" zu forbem. Aber gewitz wird jcbermaun zu. geben, batz zwischeu Clasiicilat unb groben Berstotzen roiber ben gefunben Menschenverstanb unb zwerch felletschiitterndem Unsinn noch etroaS in bet Mitte lugt. Wenn beispielSweise bie „hppergenialen" Sly listen bet „L. Z." von „naseroeisen Fingcrn" sprechen, wenn sie vom erwLrmenben Hauche ber Press- Menschen auSbrUten, daS „constitutionelle Abendblatt" vom Un glllcke in Gestalt eines Kauzes verfolgt sein, ja wenn sie „holperige Tiraden uiiihsam aus Blumenkelcheu einsaugen" lassen u. s. ro., u. s. w, unb das alles in einem Artikel, ber alS baS non plus ultra fptlihen* ben GeistteichthurnS sich zu geben die — Plattheit hat, so hat wohl alle Welt dak Recht, barob einige Heiterkeit zu empsinden; aber nimmermehr steht solchen Patronen daS Recht zu, jemanden zu hosmeistern, mit „impotenten Kopsen", „schlllerhasten Scriblern", „stllm- lerhasten, arroganten Plaudereien" unb zahllosen on* beren LiebenSwiirbigfeiten um sich zu werfen. — (Ernennungen.) DaS k.k. ObetlandeS-gericht flit Steierrnark, Karnten unb Stain hat ben Kanzlisten Hetrn Alois Megušar beim k. t. Be-zitksgetichte MLttling in gleichet Eigenschaft zum k. k. BezirkSgerichte Gutkfelb zu llbetsetzen unb die hieburch beim k. [. BezirkSgericht MSttling erlebigte Kanzlisten« ielle bem bortigen bisponiblen BezitkSamtSkanzlisten Herat Josef Schocklitsch zu vetleihen befunben. — (Kaplan Klun) legt im w35aterlanb" » einer Cottesponbenz aus Laibach eine Lanze flit eine Parteigenofien, bie Jefuiten, ein unb benunciert gleichzeitig bem Ktainetvolke ben Grasen Union Auersperg, ben er als Urheber ber Bewegunz gegen die Jesuiten ber Lynchjustiz ber biebeten Slovcuen ftcunb. lichst empsehlen mtichte. Gleichzeitig weitz baS Blatt zu melben, dah die von den Jesuiten gegangtltc Be« vSlterung deceit sei, an die Regteiung Maffenpetitio* nen flir bie Belafsung bet Jesuiten in ftrain zu rich« ten. Der Bescheib ber Regietung, fttgt baS ,Bater-lenb" bei, wirb bann bem Bolke zeigen, rote Diet sie auf seine Stimme htirt unb seine Witnsche zu ctsullen bereit ist. — (3 u m Be s uche bet WeltauSstel, lung) gingen mit bem vorgefttigen Extrazuge 120 Perfonen aufl Laibach nach Wien ab. Der nSchste Extrazug verkehrt am SamStag ben 12. b. M. — (Wieber ein StllckZopf gef alien.) Bishet muhten bie Seamten flit Gehall, AclivitiitS» nttb anbere Zulagen abgefonberte Quittungen bet* btingcn. Run tbnnen abet zufolge einer Verorbnung bee FtnanzminifteriumS fUt die Hinkunft die Gehalte, AclivitiitS« unb fonfiige Zulagen ber in acliver Dienst-leistung stehenben Beamten unb Diener mit nur etnet, jedvch mit bem Gefammtbetrage geflempelten Quit-tung behobcn roetbtn, worin jedvch bie einzelnen TheilbeltLge geuau fpecificiert fein mllffen. — (SBienenauSftellung.) Die AuSstel« lung von lebenben Biencn, BienenzuchtgerLthen unb Bienenptobuclen in Simmering bei Wien erfreut sich einer fo atlgcmcinen Theilnahme, bah sich bet anfangS hiezu bestimmte Raum als zu klein erroieS, daher jetzl ein grtifjereS unb zroeckmahiger gelegeneS Local hiezu eingerichtet werben mug. Da fetnet bie FrlthjahtS« Wilterung bet Bienenzucht fehr ungllnstig war, muhte, um bie AnSstellung in roiitbiger Weise zu gestalten, bem Ansnchen ber AnSstellet entsptochen unb bet Ein« senbungS'Tetmin bis 31. Juli verliingert trctben. Die feietliche Eriiffnung flnbet baher am 1. August b. I. stall. — (Die schadltchen StLckelschuhe bet Damen.) Die .Pester medizinisch-chirurgische Preffe" schteibl: „Die vot kurzem in Mobe gctommenen hohen Absiitze bet Damenstiefel sinb in mattntgfachet Beziehung fchablich {Ur ben DrganiSmuS unb au8 bie* sem Gtunbe zu vcrroerfen. Im allgeweinen geben sie ber Langenaxe des KLrpetS eine anbere Stellung, wo« butch der OberkLrpet meht nach tUckwattS getichiel wird unb fohin baS Becken eine anbere Reigung er* halt. Sicherlich entsteht hierburch eine einfluhreiche Veranderung, welche. inbezug auf bie organifchen Fuac« tionen bieses KorpertheileS nicht gleichgiltig ist. Fernet werben burch jene bizarre Stellung Vertrelungen unb sogat Verrenkum,en sehr begllnstigt, wa« burch mehrere Beobachtungen bestStigl wirb. Ungleich hausiget sind selbstverstandlich hierher auch die vielen Entziindungen der Sehnen, tesp. Sehnenscheiden zu beziehen. Enblich sind auch noch bie fogenannten Hllhneraugen bet bt* fagten unpassenden FnhbekleibungSsorm zur Last zu legen, bieser empsindliche LuxiSartikel, der nur stir die fogenannten HUHneraugenopetaleute von Vorthetl ist. Bei schwachen locketen Gelenkbanbern beroitken bie Absatze, doh sich der 3[u& nach ber Seile und Lange ftreJt und so die HLtzuchst- unb hinderlichste aller Fuh* formen entsteht, ncimlich ber sogenaiinle Plattsuh, der zum Lcitschen unb Wackelgang fiihrt. Dann roird also gerade biejentge Fuhgestcilt, die hochgestellte Spanne vernichtet, roelche dem Fuhe seine SchLnheit gibt unb welche unsere Coketten millets ber hohen Absatze nach-zuahmen suchen." — (Placate in ben BahnhLfcn.) Da *8 vorgekommen ist, datz in ben Bahnhosstationen ver-oltete und nicht mehr giltige Kunbmachungen burch liingere Zeit angeschlagen bleiben imb hiedurch baS Publicum irregesvhrt rourbe, hat ber Hanbelsminister die Geueralinspection ber Lsterreichischen Eisenbahuen beanftragt, bei ben Bahnverwallungen auf die Besei-tigung biefer Fahrlaffigkeit zu bringen unb burch ihre Organe bie Placate in ben Bahnhosstationen bei vor-fommenben Gelegenheiten controlieren zu lofien. — ( Erster allgemeiner B ea mte n-vcrein ber Lsterr. ung. Monarchic.) Jm Monate Juni wurben bei ber Lebensversicherungsab-theilung 609 AntrLge per 734,420 ft. Kapital unb 400 fl. Rente eingebracht. Angenommen wurben beren, mit Einbeziehung ber aus bem Monate Mai in Schwebe vcrbliebenen ©tiicfe, 477, fiber eine KapitalSsumme von 496,300 fl. unb cine jiihrliche Rente von 500 fl. Nach Abzug aller ErlLschungen betrug ber Gesammt-beftonb ber am 30. Juni in Kraft vcrbliebenen Ver-fichetungen 19,611 Vertriige mit 17.488,000 fl. Ka-pitalien unb 40,600 fl. Renten. Hievon befanben sich in Rfickvcrsicherung an Kapital 455,800 fl. unb an Rente 5600 fl. Die Pramieneinnahme fitr ben ver-floffenen Monat war mit 41,600 fl. priiliminiert. Durch TodeSsiille etlofchen feit 1. Janner b. I. 127 Vertriige, mit welchen 92,600 fl. Kapital Mig gc-worbcu. — Ein neuer LocalauSschuh nebft eintnt Spar- unb Vorschutzconsortium trat zu BubweiS ins Leben. — (DieVerordnnng bes Unterrichts-ministerS inbetreff bet Volks- unb 33iir== gerfchulen), ihrer Einrichtung u. s. to., beren wir bcrcits gebadjten, enthalt nrch so marches, Welches zwei-fellcs bet Billigung jefceS Schulfreundcs unb PSda-gogcn sich versichert haltcn kann. Wir gteifen aus ben „Echluhbestimmungcn" nur einigcs herons: DerVor-mittagsuntenicht batf nicht zugunsten eincs abgekfirz-ten obet ganz aučfadenben Nachmittagsunterrichtes tier« lanzert wetbcn. In ben Hausarbeiten ber Cchiiler ist Matz zn haltcn unb Ucberbiirdung zu vermeibcn. Grotze Fcrialaufgaben vereiteln ben Zwcck ber Ferien: Er-holung bes Schillers (nicht nur bes Lehrers). Zwischen ber Vor- unb Nachmittagsschule sinb Hausanfgaben burchaus unstatthaft. Det Untcrricht mvtz mit jeber Siunbe hinteteinanber bie Denlfahigkeit ber Schfiler weniger in Anspruch nehnten. — Tmncn, auch in ben Uniettichtepaufen, sowie Spaziergange ber fehrer mit den Schiilern werbcn ewpsohlcn. Ueberanflrengung bes S.tiwoiorganS im GefangSunterricht ist zu vermeibcn, wie benn fibethaupt bet Lehrer forglich batauf zu ach-ten hat, batz bie lciblichen wie bie geistigen Kraste bes Echlllers gleichmcitzig entwickelt unb gchoben wet-fcen. 3tit Aerzte, wclche sich urn bie EchulgefunbheitS-pflege bescnbcrs verbient machen, Ibnnen nebcn ent-sprechcnber Anerkennung auch Reniuneralicnen aus Etaatčrnilteln fceim Ministerium fiir Kullus unb Unterricht in Antrag getracht werben. Vieles von bie-fen Bestimmnngen liege sich auch filr bie unlercn Klassen ber Mittelschulen wiinschen, welche — gleichvicl ob Gymnasium ober Realschulen — an ihre nrch im crsten Knabenalter stehendcn Schiiler milunter Znsor« derungen stellcn, welche eine Uebetanslrengtmg bes ®ei< steS unb cine bcbcnkliche Veschtantung bet zur Erho-iung nothigen Zeit herbcisilhten. — (Das Kochen d e s F l e i scheS.) Ein Fehler, toucher fceim Fleischkcchen gemacht witb, ist bas lange Einwcichen bes Fleisches im Waffer, bamit es bas S3fut auSziehcn soll; bas geschieht ja auch baburch wohl .— zugleich geht von bet OLerflache abet auch ber ftastige Bestandlheil bes Fleisches ins Abwasch-wasser fiber unb also fiir bie Nahrung vetlorcn. Man hat abet nichts weiter zu thun, als eltoa an ber Ober-flache bed FleischcS llebenbe Unreinigkcit zu entfernen, unb dazu geniigt ein einsaches Akwachcn ober ncch tieffer Abbfilsten. „Aker bas tzleisch auf bem Lanbe ist nicht immer ganz ftifch, hat zu Zeiien schcn elwas Wilpretgeruch, unb ben zieht bech bas Wasser eitcae Ivicber ous", werben manche HauSsranen einwenben. Nun bo liitzt sich anbciwcitig Ralh schoffen. Die HauS. fraucn bfitfen nur cinmal ben Bcrfuch gemacht habcn, stark tiechenbes Flcifch mit Waster unb einigen ftifch anS-geglfihten Holzkohlcnstficken zu kochen urn zu ctfehen, batz baburch bcibe, Suppe unb Fleisch, ten teinen Ge-rnch unb Geschmack wiebet etlangen, wobei bie Kohle bie riedjenben Bestanbtheile vollig in sich aufnimmt. Auch beim Kochen ber Fische, welche einen mobrtgen Geschmack haben, thut bie Holzkohle, auf bieselbe Weise zur Anwenbung gebracht, bieselben Dienste, b. h. ber mobrige Geschmack verliert sich batnach. — (Schluhvethanblungen beim k. k. Lanbesgetichte Laibach) Am 16.Juli. Anselm Nulian: MiSbtauch ber AmtSgewalt; Martin Peterka : Vetgehen gegen bie Eicherheil bes LebenS. — Am 17. Juli. Jofef PupiS unb Genoffen: fchwere kLtpetliche Vefchcibigung; Johann Vilat: Vetuntteuung; Jofef Bolivar: fchwere kijrperliche SQefchdbigung. — Am 18. Juli. Lorenz Gtegotš: fchwere kLrperliche Be-fchiibigung; Jofef Langus: iiffentliche Gewaltthatigkeit; Johann SSatle: fchwere korperliche Befchabigung; Johann Ker^manc: Diebstahl. — Am 23. Juli. Johann Meglič: fchwere kLrperliche Befchabigung. — Am 24. Juli. AnbreaS Nachligal: fchwere kLrperliche Befchabigung; Kaspar Kosmatin: Diebstahl; Franz Hrovat: Diebstahl; Michael Zagar: Diebstahl. — Am 25. Juli. Maria Lokar unb Amalia Mateusche: Betrug; Jakob Kaučič: Tobtschlag. — Am 28. Juli. Leopolb Raunacher: SSeruntceuung. — Am 30. Juli. Ebuarb unb Theresia Požgaj: Diebstahl, Veruntreuung unb Betrug. — Von bet „S?euen Jllustrietten Zei-tung", welche nun in ben Besitz bet Herten Johannes 9? orbntann unb Max Konoby fiber-gegangen, ist am vergangenen Sawstag eine sehr hfib-fche Rummer etschiencn, bie sowohl inbezug auf ben Text wie auf Jllustraticnen beutlich zeigt, batz bie neuen Eigenlhfimet tejlrebt sinb, ein alien Anfotbe-tutigen bet Lefer cnlfprcchenbes illustriertes Journal zu bieten. Die neue Rummer enthalt: Illustrations: Auguflc BaubiuS-Wilbranbt. — Monaco. — Wiener WeltauSstellung: Krone, Gitter. — Konstantinopel. — Monograntm. — Reubauten in Wien: 1. Hotel ..Britannia", 2. Hotel „®onau." — Rat-tazzi. — Aulogramm. — Text: Ein Vorstabthaus. Von Johann ^eintich Mirani. — Pester Briese. Von Abelf Silberstein. — Aus bem Leben ber Fische. Von B. M. Kapti. — Die wahre Geschichte von Joschua Davibson. Roman aus bem Englischen. — Wiener Briefe. — Whincck am See. Von Karol Visher. — Kleine Chronik. Eingescndet. 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Das gestrige Tagesmittel ber Warme + 22'0°, bas vor gestrige + 19'6“, beziebungsweise urn 2-0° unb 3'2’ itber bem Normale. Der Niebcrschlag ber Hcibcn lebten Taae 10 45 Millimeter. Berstorbene. De n 5. Juli. Maria Cesar, Magb, 46 I. Civil-fpital. Luugeiituberciilose. — Helena Pirnat, Juwohnerin, 40 I., Civilspital, Gebarmntterlrebs. — Antonie Jsatitsch, Laubesgerichts - Hilfsamterbirectorsgattiu, 48 I., Polana-vorstabt Nr. 76. Lmigenlahmiing infolge Blutsturz. — Maria Pubgar, Juwohnerin, 40 I., Civilspital, Zehrfieber. Den.6. Juli. Maria Senicar, Juwohnerin, 54I., Civilspital, Pnenmonie. — Johann Png el. Wkrthswitwen-finb, 2 M., unb 9 T., Kapnzinervorstabt Nr. 6, ^raisen. — Rosa 'Peče, k. k. Kanzleibienerswitwenkinb, 13 I., Tirnan-vorstabt Nr. 30, Riicktritt ber Maseru. Corrrspondriy dcr Administration. Herrn Lverst U. R. im Kaiser Franz Joscssbad : Das Blatt wirb regelmatzig abgeschickt, bie Schulb fann baher nur au ber bortigeu Postexpebition liegett. Lottoziehnng vom 5. Jnli. Triest: 52 53 20 23 32. Telegraphischcr Cursbericht am 7. Juli. Papier-Renie 68.10. —Silber-Rcnte 73.90.— I860« Staats-Anlehen 102.75. — Bankaetim 984. — Credit 233.50. London 111.75. — SNber 109. — K. k. Mttnz-Diicatev — — 20-Franc-Stiicke 8.88 Eingesendet. „Der Anker", Gesellschast str Lebevs- uud Bcnten-verficherung. Die Direction deS „Sinter" erklart hiermit nochmalS, fcincrtci Bcrluste erlittcn zn haven, mid eonflatiert ben uiigcfchmSlcrteit VermogciiSstaiid burch die gemachte Vor-lagc ihrcr Bilan; an die [johc k. F. Regierrnig zn beren vollster Zufriebenheit. Es kntfallm fomit alle aubersdeu-tenbeit Anssagen imb ist jti niihcrer Anskimft genie bereit die Hanptagentschaft des „Anker^ fiir Krain vertreten durch (361) Friiiy 5'rijimtrt, Laibach, Hauptplatz Nr. 238. Bet Josef -^llrttlger eten angelanzt: din Affortiment fkiilkl Mirllhalidschuhk in alien ©rbfien von 30 kr. bis fl. 120. DeSqleichen anS Seide filr Damen und Herren em Paar fl. 1 90. 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