EINZELPREIS: Wochentag« 10 Rpl Samutag-Sofifitai 16 RjM üRotbutgtt gtitnns Amtliches Organ des Sfirischen Heimatbundes Vtriag und Üchriltleitune: Marburg a. d. Ürtu, Badgasse Nr. 0, t*ernrut; 25-t)( trsclieint wöchentlicii sechsmal als Morgenzeitunp (mit Ausnahme der bonn- n. 25-68, 33-C0. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) tst die Schnftleitung nur aui herrjrui r-elertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 emscHL Zustetl- Nr, 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werdtn nicht rückgessndt. — Kcbühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen m dcf üe- Be* Anfrsgen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.60H. schäftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der VerwaltunR. ^r. 327 onarbum a. 5.2>rou, !3ltontag, vi. S>()em6er i94i Si. 3a&roano KX) Britenschiffe einseschlossen Fortdauer der iiarten Kämpfe im Mittelabsclinitt der Ostfront Der Führer übernimmt das Oberkommando des Heeres Berlin, 21. Dezember. \\^ der Führer am 4. Februar 19.38 die Befehlsgewalt über die gesamte .Wehrmacht persönlich Übernahm, «eschnh dies in der Sorj^e vor der schon ilnmals liro-hiMidcn militärischen AuseinandcisctzunR «im die Freiheit des deutschen Volkes, Die Staatsrjiison verlangte uebietcrisch ilic Zusaiiunenfassung aller Kräfte in einer Hand. Nur so konnte die Vorbereitung auf einen erfolgreichen Widerstand' gelingen, von dem man wußte, daß er noch weit mehr als der von den gleichen Gegnern dem deutschen Volke aufgezwungene Weltkrieg 1914—1918 zu einem »totalen Krieg« führen würde. Außerdem sprach aber noch das Bewußtsein einer inneren Berufung und der ihm eigene Wilk; zur Verantwortung mit, als sich cier Staatsmann Adolf Hitler entschloß, sein e gener Feldherr zu sein. Der Verlauf dieses Krieges hat die Richtigkeit dieser Erkenntnis mehr und mehr bestätigt. In vollem Maße setzte sie sich aber erst durch, als mit dem Feldzug im Osten der Krieg Ausmaße annahm, die alle bisherigen Vorstellungen übertrafen. Die Größe der Kriegsschauplätze, die enge Verflechtung der operativen Landkriegführung mit den politischen und kriegswirtschaftlichen Zielen sowie der zahlenmäßige Umfang des Heeres im Verhältnisse zu den anderen Wehrmachttel-len diängten den Führer, die Operationen und die Rüstung des Heeres seinen Intuitionen folgend auf das stärkste zu beein-'flussen und sich alle wesentlichen Ent-pihlllsse auf diesem Gebiet persönlich vorzuenthalten. In folgerichtiger Weiterführung seines lintschlusses vom 4. I'ebruar 1938 hat sich der Führer daher am 19. Dezember 1941 entschlossen, unter voller Würdigung der Verdienste des bisherigen Oberbefehlshabers des Heeres General-feldinarschall von Brauchitsch die Führung der Gesamtwehrmacht mit dem Oberkommando des Heeres in seiner Hand zu vereinigen. Aus diesem AnlaU hat er naclisteheii-den Aufruf an die Soldaten des Heeres und der Waffen-#f erlassen: Soldattfi dmt und d«r WaffM-SS! Der Kampf um die Freiheit unseres Volkes zur Sicherung seiner Existenzbedingungen für die Zuiiunft. zur Besel* tigung der Mögllchltelt, uns alle 2(1 oder 2S Jshr« unter einem neuen Vorwand, aber im tiefsten Grunde stets aus den gleichen )iidisch-kat)italli»tischen Gründen heraus, mU Krieg zu Überziehen, gebt sein m flöhe- und Wendepunkt entgegen. Dem ÜeutKchen Reich und ftallen sowie den bisher mit uns verbündeten Staaten wurde das Qliick zutdl, In Japan eine Weltmacht aU ne.uen Freund und Kampigenossen erhalten zu haben. Es sollte unter den gleichen Vorwinien und Formen abjcedrosselt werden, wie wir selbst. Mit der blitzschnellen Ver» nichtung der amerlkanlschne Pazifik-Hotte sowie der britischen Strcitkräite in Singapur, der Besetzung zahlreicher encMsch-amerikanAscher Stützpunkte in Ostasien duroh dlo japanische Wehrmacht tritt nun dieser Krieg in ein neues, für uns günstiges Stadium. Damit stellen nun aber auch wir vor Entscheidungen von weltweiter Bedeutung. Die Armeen Im Osten müssen nach Ihren unvergänglichen und in der Weltgc-schiciite noch nie dagewesenen Sien;en gegen den gefährlichsten Feind aller Zeiten nunmehr unter der Einwirkung des plötzlichen Wintereinbruchs aus dem Zug der Bewegung in eine Stellungsh'ont gebracht werden. Ihre Aufgabe ist es, bis zum Anbruch des Frühjahrs genau so fanatisch und zähe das zu halten und zu verteidigen, was 'it bisher mit einem unermeßlichen Heldenmut und unter schweren Opfern erkämpft habfn. Von der neuen Ostfront wird dabei nichts anderes erwartet, als was die deutschen Soldaten einst vor 25 Jahren in vier russischen Kriegswintern schon geleistet hatten. Jeder deutsche Soldat muB df^l das Vorbild für untere treuen Verbündkten se'n. Darüber hinaus aber werden so wie im vergangenen Winter neue Verbände aufgestellt und vor allem neue und bessere Waffen ausgegeben. Der Schutz der Front nach dem Westen wird von KIrkeees bis zur spanischen Grenze verstärkt. Die Schwierigkeiten der Organisation der Verbindungen dieser Front, die heute einen ganzen Kontinent umspannen und bis nach Nordafrika reichen, sind zu überwinden. Auch dies wird gelingen. Die Vorbereitungen zur sofortigen Wiederaufnahme des offensiven Kampfes im Frühjohr bis zur endgültigen Vernichtung des Gegners im Osten müssen unvermittelt getroffen werden. Die Einleitung entsch^dender anderer Kriegsmaßnahmen steht bevor. Diese Aufgaben miiiiiiiwiiiiiiiimiiiiiiitiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiitiiitii^^ Letzter Felndwlderstand au! Hongkong Um l«llw«l(« tUrk bvtott'gt« StUispunkle d*s VIcloria-HUgsIt Tokio, 21. Dezember. Die Marineabteihing des kaiserlichen Hauptquartiers gab am Sonntag um 11.40 Uhr japanischer Zeit (7.40 Uhr deutscher Zeit) bekannt, daß japanische Seestreitkräfte in engem Zusammenwirken mit Einheiten der Armee, die noch vom Feind verteidigten befestigten Punkte auf der Insel Hongkong angreifen und gleichzeitig die Gewässer um Hongkong völlig beherrschen. erfordern es, daß Wehrmacht und Heimat zur höchsten Leistung angespannt und zum gemeinsamen Einsatz gebracht werden. Der hauptsädlilichste Träger des Kampfes der Wehrmacht aber ist das Heer. Ich habe mich deshalb unter diesen Umständen h'ute entschlossen, als Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht die Führung des Heeres selbst zu übernehmen. Soldaten! Ich kenn2 den Krletj schnn aus den vier Jahren des gcwnUigcn R'n-gens im Werten 1914—18. Ich h-'bc d^n Sc'^recken fast allf^r groHen fAa'erlal-schlachten pIs einfacl er I^'d^t s3lbst miterlebt, Zweimal wurde ich verwundet u-id i.'rohte endlich zu erblinden. Mir 'st diher nichls fremd, was auch Euch quält, belastet und bedrückt. Allein ich habe nach vier Jahren Krieg in keiner SeUimde an der Wiedererhebung meines Volkes gezweifelt und es mit meinem fanatischen Willen als einlacher deutscher So!dn< fer-tfgpebracht, die ganze deutsche Nation nach mehr als fünfrehnfähriirer Arbeit wieder zusammenzuschliefien und von dem Todesurteil von Versailles zu befreien. Meine Soldaten! Ihr werdet es daher \ erstehen, daO mein Herz ganz Euch gehört, daß mein Wille und meine Ar-lieit unbeirrbar der GröUe meines und Eures Volkes dienen, daß mein Verstand und meine Entschlußkraft aber nur die Vernichtung des Gegners kennen, das heißt, die siegreiche Beendigung des Krieges. Was Ich für Euch tun kann, meine So'esetzt. »Nitschi Schimbun« meldet ergänzend, daß japanische Flugzeuge am Sonnabend Gesamtzahl wird auf etwa 100 geschätzt — sei es dadurch praklisch unmöglich gemacht worden, der Vernichtung oder der Aufbringung zu entgehen. Bereits jetzt sei mehr alb die Hälfte dieser Fahrzeuge versenkt worden. Die Hauptstadt der britischen Kronkolonie Hongkong, Victoria, sowie der Hafen, befinden sich bekanntlich seit Freitag m japanischer Hand. Die von den ein britisches Kanonent>oot zerstörten und Briten zur Verteidigung dieses für das ge die Selbstversenkung zweier anderer Ka- sanite Empire außerordentlich wichtigen nonenboote herbeiführten, die entfliehen Gebietes eingesetzten Truppen, in der wollten. I Hauptsache indische und kanadische Ein- »Asahi Schimbun« unterstreicht, daßiheiten, zogen sich nach dem Verlust der das ganze Gebiet um Hongkong in einem wichtigsten Positionen in den gebirgigen Umkreis von 900 Seemellen von japani- Teil der Insel zurück, der teilweise stark s(^cn Kriegsschiffen vollständig einge- befestigte Stützpunkte aufweist, so den schlössen sei. Den zahlreichen britischen, sogenannten Vict(jrla-Hiigel. Um die be-Kanonent)ooten, Zerstörern und Minenle-1 fcMigten f^unkte sind nunmehr die letzten gern sowie den anderen Schiffen — die 1 Kämpfe im Gange. ^ofttr fdmpft 3apon? Wunsch und Aufgabe im großasiatischen Raum Dein iai>iinisclieii Volke ist in Oslasien VOM der VorsehutiR" eine ähiiliclic Aufgabe /u>;cwiesen worden, wie den Deut-seilen in Kiirnpa. In beiden Fällen rinp:t ein Kroßes, suirkes, begabtes Volk lun eine koiitincntale Nc^ordtUln:H^ die nichts mit liiipeiiaüsniiis britischer oder nmc-rikanischer Scluilc zu tun hat. sondern tun* darauf hctiaclu ist, die noch in den Fänjs'en einer iibeihoiten Wcliordiuiiik' scIiinaclitLiulen N'ölker einer von jeder ejioistisclien Interes^enpolitik und dem plutaknitisclieii lüinfluB befreiten Interessen'^'enieinscliaii ent;icj;enzuiüiircn. .lapan liat sich sehr rascli aus seiner Jahrhunderte lanjjen Abs;esclil:;sscnheir in der neuen Uin,v;ebun)i der wcltwirt-scliaftliclien und weltiTolitisclien Fragen zurechtKeiunden, und hat bald die Auf-Wabe erial.U, die von dem uralten Kulturland China mit seiner halben iWilliarde l:inwohner nicht eniillt werden konnte, da dieses h?eicli nicht nieiir kraftvoll genug war, der Idee einer Nv'uordnuiiK die notwendigen \oraussetzunsen zu vieben. Japan hat trotz einer zweitausendiüiiri-KCii Ijeschiciile ebenso wie das zwei-lauscudjähriüe _ «crniaiiisclie Deutsch-l:.nd se.ne Kräfte so crhalttii. daß es wie Deutschland und Italien zu dca juti-;:en Völkern gerechnet werden kann, denen in einer citiiiiali>;en Chance die Ncu;s'eburt der Welt als hehre Aufiiabe zugewiesen worden ist. Zunächst hat Japan seine inneren Kräfte mobilisiert und in erstaunliciier Kürze unter den Schutz einer starken ReKicrun;(s>;ewalt und einer sclila.i{krafti>;en Welirmacht gestellt. l;s hat sich wirtsciiafthch, nidu-striell und pcjütisch so völlig Kewandclt (ohne dal.< diese Wandlung etwa seine uralte Kultur beeinträchtiKt hätte), dalJ ilim Kewisserinalien der Sprung aus dem Mittelalter in die Neuzeit, in die Stcl-luiic einer Weltmacht gelang. Zwei sieü-reiche Kriege (k'ejfen China und Rußland) in den Jahren 1894^5 und 1904 Ö festigte seine Position auf dem asiatischen Festland und uabcn ihm die Basis zur Schaffung des (iroUjapanischen Reiches, das heute die ürdnunjismacht in Ostasien ist und diesem Kcwaltigen Raum die für seine eigene und die übrigen ostasiatischen Völker notwendige Neujiestaltung und Raumordnung geben kann und wird — allen raumfremdcn Mächten zum Trotz. Zwei Lösutigsprobleme greifen dabei ineinander: die Kleinlösunsj; der Bczie-luingen zwischen Japan und Chitia und die (Irolilösung der w irtschaftlichen und I>olitisclien Ausrichtung Japans. Chinas sowie Hinter- und Ostindiens auf die neue, .i^ercclite Urdnuns;, die ricsiiic Teile dieses üesamliiebietes von den britischen und us.-amerikanlschen Au>-bcuter.n befreit und sie einer neuen Kultur. einem neuen Aufstieg im Rahmen des fust,i;esclilossencn Blocks ostasiatischer (lemeinschaft unter der Führung Japans entucKcnbringt. Japan beabsichtigt nicht, sich die Völker, um deren \erständnis und \ertraucn es seit Jahren riiik't, etwa zu untirwerfen. l>: wilJ aber ihre nationalen Sonderlieiton ebensc» wie die ur*'liasiatijchc liemeiTi-sanikeit der Wirtschaft von d^n Einflüssen der letzten I!xiK)nenten a<»i«o- Seit« 2 »Marburger Zeltung« 22. Dezember 1941 Nmimier 237 fremder Herrschaft schützen. Es will, daß die Ostasiäteii Herren im eigenen Lande sind und über ihr Schicksal, ihre nationalen Belange, ihre Politik, ihre WirtschaftsRestaltung selbst bestimmen können. Es will, daß sich In seine friedlichen BeniühunRen, sich mit den Nachbarvölkern zu einigen, und mit ihnen den absolut notwendigen wirtschaftlichen Ausgleich zu finden, nicht standig andere Mächte einmischen, ihm entgegenarbeiten. Widerstände entstehen lassen. Drohung inid Gewalt anwenden und •Japans Mission mit allen Kräften sabotieren. Auch die Sowjetunion hat in diesem Kräftespiel bisher eine bedeutsame Rolle gegen Japan gespielt. Auf Qrund ihres sibirischen Besitzes und ihrer asia.-tischen Wirtschaftsinteressen glaubte sie, ebenso gegen Japan arbeiten zu müssen, wie England und die USA. Nur war ihr Gegenspiel noch gefährlicher, denn die Komintern sah im riesigen eng-besiedeltcn Völkerraum Ostasiens ein besonders günstiges Eeld für ihre weit-revolutionäre Agitation. Das war eine für Japan besonders groüe Gefahr, der es von Anbeginn an mit Energie entgegentrat. denn ein bolschewistisch verseuchtes Ostasien «außte eines Tages zu einem furchtbaren Schmelztiegel werden. in dem nicht nur Japan neben China und Indien untergehen würden, sondern der auch die ganze übrige Welt erfassen nnißte. Der Antikominternpakt 19.% hat den bolschewistischen Bestrebungen schon einen Riegel vorgeschoben, der gegenwärtige europäische Krieg gegen die Kremlmachthaber löscht die finsteren Hoffnungen für alle Zeiten aus. und der ietzt zwischen Japan einerseits imd den USA und England andererseits entbrannte Krieg in Ostasien und im Pazifik wird Japan in seinem Raum für alle Zeit die Position geben, die es um seiner Mission und seiner aufbauwilligen Ideen willen verdient und benötigt. Es wird ebenso ein Ende machen mit den ewigen Quertreibereien der Pluto-Demokraten, wie auch mit den Zersetzungsarbeiten der Komintern. Alle nichtasiatischen Mächte haben sich aller Machtansprüche in Ostasien zu begeben. Japans Weltmachtstellung ist unerschütterlich — wie wir gleich in den ersten Tagen des jetzt ausgebrochenen Krieges erkennen konnten — und sein Qroßostasien-Gedanke ist bereits in einem beträchtlichen und wesentlichen Teil der ostasiatischen Völker so untermauert, daß der Tag kommen wird, an dem es die Hände frei hat, auch Ostasien so neuzuordnen, wie Europa geordnet wird. Eine Milliarde Menschen leben in dem Raum Großostasien, fast die Hälfte der Menschheit überhaupt. Ihre Kulturen sind eng verwandt, ihre Wirtschaften dicht verstrickt Ihre Selbstgenügsamkeit ist eine ins Auge springende Charaktereigenschaft aller, ebenso ihre Rciskultur. Sic sind nach außen hin schon eine große Völkergemeinschaft, wie sie es nirgendwo auf der Welt in gleicher Stärke und ZusatTinienfassung gibt, zerrissen und uneinig nur durch die Politik raunn'remder Mächte und völker-feindlichcr Kräfte. Es ist eine innerasia-tisclie Angelegenheit, die sich in der Zukunft vollziehen wird, von der die Raumfremden oder »Anrainer« ausgeschlossen bleiben. Der Weg ist den Japanern klar vorgezeichnet. Sie gehen ihn unbeirrt. Ein raumbcengtes großes \'olk sucht Platz und känipft um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Roh-stoffreiheit und um die friedliche Entwicklung der seinem Schutze anvertrauten Nachbarn. Es hat sein Schwert für die Gerechtigkeit seiner Sache gezogen. Das Schwert mag nun entscheiden. Und es wird entscheiden. Das Bündnis, das sofort mit der Unterzeichnung in Kraft trat, ist für zehn Jahre gültig. Anläßlich der Unterzeichnung des japanisch-thailändischen Bündnispaktes richtete Ministerpräsident Tojo ein in herzlichen Worten gehaltenes Glück- wunschtelegramm an den thailändischen Premierminister. Thailand, so stellt Tojo fest, kämpfe nunmehr Schulter« an Schulter mit Japan gegen die USA und das britische Empire, um das gemeinsame große Ziel der Neuordnung Ostasiens zu erreichen. Zahlreiche Sowjelpanzer vernichtet Stark« bolschewistisch« Angriffe abgewiesen — Heldenhafter Einsatz In Nordalrlka Schubmaterial, Eisenbahnzfigen und Gleisanlagen erfolgreich gestört An der englischen Ostküste erzielte die Luftwaffe in der letzten Nacht Boml)en-volltreffer in einem großen Industriewerk. Aufklärungsflugzeuge t)eschfldigten im Seegebiet um England zwei feindliche Schiffc durch Bombentreffer. In Nordafrika dauern die Kämpfe unter heldenhaftem Einsatz aller Erd- und Luftstreitkräfte der Vert>öndeten an. Ein deutscher Kampffliegerverband vernichtete beim Angriff auf einen britischen Flugplatz und auf Fahrzeugansammlungen des Feindes mehrere Hugzeuge und zahlreiche Lastkraftwagen. In der Zeit vom 13. bis 19. Dezember verlor die sowjetische Luftwaffe 81 Flugzeuge, davon wurden 45 in Luftkämpfefn und 30 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 18 eigene Flugzeuge verloren. Führerhauptquartier, 21. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront halten mit unverminderter Härte an. Mehrere starke Angriffe des Gegners wurden abgeschlagen. Im Abschnitt eines Armeekorps wurden hierbei zwanzig sowjetische Panzer vernichtet. Auch an der Einschließimgsfront von Leningrad wurden heftige von Panzern unterstfitzte Ausbruchsversuche unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Hierbei wurden 19 feindliche Panzer abgeschossen. Die Luftwaffe bekämpfte mit starker Wirkung feindliche Truppen- und Fahrzeugkolonnen, Panzeransammlungen, Batterie- und Bunkerstellungen. Im nördlichen und im finnischen Abschnitt der Ostfront wurden Transportbewegungen des Feindes durch Verrichtung von Nach- Britischer Kreuzer versenict Grössere Kampfhandlungen westlich von Dorna Rom, 21. Dezember. Der italienische Wehrmachtbericht von Sonntag hat folgenden Wortlaut; Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Westlich von Derna, das von feindlichen Streitkräften besetzt wurde, hält der Druck gegen unserere Divisionen an. Bei Sollum und Bardia fanden örtliche Kämpfe statt. Deutsche Luftwaffenverbände führten mit sichtbarem Erfolg in der Nacht zum 20. Dezember heftige Angriffe auf militärische Ziele in Tobruk durch. Eine Flakbatterie wurde vernichtet. Weitere deutsche Luftwaffenverbände bombardierten am Morgen des 20. Dezember wirkungs- voll den Hafen von La Valetta (Malta). Eines unserer Marine-Aufklärungsflugzeuge, das von drei Spitfires angegriffen wurde, schoß einen Gegner ab, traf einen zweiten und kehrte unversehrt zu seinem Stützpunkt zurück. Zwei von den im Wehrmachtbericht vom Freitag als vermißt gemeldeten Flugzeugen trafen inzwischen in ihren Stützpunkten ein und meldeten den Abschuß zweier feindlicher Jagdflugzeuge. Nachträglich eingetroffene Nachrichten bestätigen die Versenkung des feindlichen Kreuzers, der, wie im Wehrmachtbericht vom letzten Montag gemeldet, im östlichen Mittelmeer von einem unserer U-Boote torpediert wurde. Nwvmilit Ii Siigapor Zu6ätzHche VerteidlKungseinficIttunKea werden voripeshen Bangkok, 21. Dezember. Aus Singapur wird bekannt, daß auf allen öffentlichen Plätzen von Singapur Schützengräben ausgehoben und Hindernisse aufgestellt werden sollen. Die privaten Landeigentümer werden aufgefordert, das Gleiche in allen Gärten und auf allen Feldern zu tun. um feindliche Luftlandungen zu verhindern. Auch vor Fallschirmspringern wird gewarnt. lapaner aal Mlnilaiiae Todesstoß für die philippinische Luftwaffe Tokio, 20. Dezember. Die Armee- und Marineabteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers gab heute um 17.30 Uhr deutscher Zeit bekannt, daß Einheiten der japanischen Armee und Marine am 20. Dezember bei Tagesanbruch Schulter an Scholler mil lapan Japanisch-thailändischer Bündnispakt unterzeichnet T 0 k i o, 21. Dezember. Offiziell wurde bekanntgegeben, daß das japanisch-thailändische Bündnis am Sonntag in Bangkok unterzeichnet worden ist. Der Pakt, der vom japanischen Botschafter und dem ihailändischeii Außenminister unter/cichet wurde und der auf die gegenseitige Respektierung der Unabhängigkeit und Souveränität der beiden Länder begründet ist, sieht gegenseitige militärische und wirtschaftliche Hilfe für den Fall vor, daß einer der Vertragspartner in einen militärischen Konflikt verwickelt ist, und betont gleichzeitig, daß keiner der Vertragspartner ohne beiderseitige Übereinstimmung ge-sondrr Waffenstillstand ouer Frieden abschließt. Fornioia moy üinon Sw^hu jap. Taiwan) Hongkong (brit) ,2, Mniyan-I? famnan Üindoro Cabfflian»-I? (i'Jolo mindtno iNiderländ.) Karte. Arcbiv eine Landung auf der Philippinen-Insel Mindanao ausführten, nachdem sie den feindlichen Widerstand gebrochen hat- ten. . „ . . u Ferner wird gemeldet, daß japanische Armeebomber und Kampfflugzeuge am Donnerstag die Flugplätze in der Umgebung von Manila angegriffen und zahlreiche auf der Startbahn stellende Flugzeuge zerstört haben. Damit haben die letzten Üt>erbleibsel der philippinischen Luftwaffe ihren Todesstoß erhalten. Öhne VerMadaag nit Davao USA-Hauptquartfer abceschnttteo Stockholm. 21. Dezember. Nach einer Reuter-Meldung aus Manila hat das USA-Hauptquartier auf den Philippinen keine Verbindung mehr mit dem Stützpunkt Davao auf der Insel Mindanao. ,. In dem letzten Bericht des Washingtoner Kriegsdepartements wird bestätigt, daß Cavite einen äußerst heftigen Luftangriff der Japaner auch am Freitag mittag durchzumachen hatte, bei dem starker Materialschaden und beträchtliche Menschenopfer zu beklagen waren. Massenlollaiiflrifle aal Philippinea-SlSlipankle Tok lo, 21. Dezember. Domei meldet aus Saigon: Nach einem Funkbericht aus Manila, der hier am Sonntagmorgen aufgefangen wurde, haben Verbände japanischer Bombenflugzeuge am 20. Dezember mittags einen Massenangriff auf Tarlac, 70 Meilen nörd'licli von Maniia, den Marine-Stützpunkt Cavite und den Flugplatz Nichols ausgeführt, wobei an militärischen Anlagen schwerer Schaden entstand. Lonhamp! Obar Rmiiini Schanghai, 21. Dezember. Nach einem Frontbericht der Agentur Domei aus Indochina kam es am Sonnabend über Kunming zum ersten Male zu Luftkämpfen mit USA- und britischen Flugzeugen vom Muster »Curtiss P 40« und »Spitfire«. Japanische Kampfflugzeuge. die den Endpunkt der Burmastraße angriffen, trafen auf zwanzig feindliche fagdmaschinen. von denen lüui abseschossen wurden. Nachlgeledil In der Barenls-See 17.000 brt im Atlantik auf den Qniiid geschickt Führerhauptquartier, 20. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: »Im mittleren Abschnitt der Ostfront dauern die schweren Kämpfe an. Der Gegner erlitt neue starke Verluste. Kampt-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände vernichteten feindliche Feld- und Batteriestellungen und zersprengten durch Bombenwurf und Beschuß mit Bordwaffen berittene und motorisierte sowjetische Kolonnen. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Flugstützpunkte und Eisenbahnanlagen. Ein Frachter erlitt in der Barents-See Bombentreffer schweren Kalibers. In der Barents-See kam es zu einem nächtlichen Seegefecht zwischen deutschen und sowjetischen Zerstörern. Ein feindlicher Zerstörer wurde durch Torpedotreffer versenkt, ein anderer durch Artillerietreffer beschädigt. Die deutschen Zerstörer liefen nach erfolgreichem Gefecht unbeschädigt in einen Stützpunkt ein. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im Atlantik 4 feindliche Schiffe mit zusammen 17.000 brt. Außerdem wurden zwei Tanker und ein Frachter durch Torpedierung beschädigt. Im St.-Georg-Kanal vernichteten Flugzeuge, die zu bewaffneter Seeaufklärung eingesetzt waren, in der vergangenen Nacht aus einem Oeleltzug heraus einen Tanker von 8000 brt. In Nordafrika setzten sich die deutschitalienischen Truppen nach Abwehr feindlicher Angriffe planmäßig vom Gegner ab. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum Dezember mit guter Trefferlage militärische Anlagen im Hafen von Tobruk. Neaar itaiiailKker Brioli ia Mitlalaiacr Rom, 20. Dezember, Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: Eines unserer Flottengeschwader, das im mittleren Mittelmeer zum Schutz eines Geleitzuges kreuzte, stieß am 17. pezem«. ber bei Sonnenuntergang auf ein aus Schlachtschiffen, Kreuzern und Zerstörern bestehendes englisches Geschwader. Nach einem kurzen Feuergefecht zog sich der Feind unter dem Schutz einer künstlichen Nebelwand in der Dunkelheit zurOck, während die feindlichen Zerstörer einen Torpedoangriff versuchten, der durch das Feuer unserer Einheiten und einen glänzend durchgeführten Gegenangriff unserer Torpedoflugzeugstaffeln vereitelt wurde. Eine leichte feindliche Einheit wurde durch das Feuer versenkt, eine weitere vom Feuer unserer Zerstörer schwer getroffen und wahrscheinlich versenkt. Eine größere feindliche Einheit wurde durch das Feuer unserer größeren Einheiten getroffen. Keines unserer Schiffe wurde getroffen oder beschädigt. weMfeti liiteit Der Orden »Michael der Tiplere« lUr Feldmarschall JHaimerhelni. Der rumänische Gesandte in Finnland überreichte am Sonnabend dem Oberbefehlshaber des finnischen Heeres, Feldmarschall Mannerheim, den ihm von Könie Michael 1. verliehenen hohen rumänischen Orden »Michael der Tapfere«, Der finnische Oberbefehlshaber ist der dritte Ausländer, dem diese Ehrunjt zuteil wurde. Ein neuer Sündenbock. In seiner Wut über die schweren Verluste der USA-Marine in Pearl Harbour hat Roosevelt nun auch den Flottenchef Richardson abgesetzt und an seiner Steile den Admiral Ernest King zum Befehlshaber der USA-Flotte ernannt. Acht Iranische Generale amtsentbobeB. Nach einer i^eldung des Senders Jerusalem hat die cnKlandhörige iranische Regierung acht Generale, die der Vergewaltigung der itanlschen Nation durch die ^wjets und die Briten entgegengetreten waren, ihrer Postci enthoben. Verschärfter Britenterror in Irak. Die Regierung Nuri Said in Irak hat erneut 15 Offiziere verhaftet. Die überwachungsniaßnah-men in Bagdud sind in der letzten Zeit auf Verlangen der Engländer wieder verschärft worden. Überall kontrollieren britische .Soldaten die Straßenpassanten; jeder Verdächtige wird sofort festgenonnncn. Schueret Zugunglück auf der Vesuv-Bahn. Bei der Einfahrt in den Bahnhof von Cercola entgleiste am Sonnabend morgen ein Zug der Vesuv-Bahn. 25 Personen wurden getötet, etwa 50 ver^Mindet. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Druck und Verlar: MnrburRer VrrlaKs» und Druckerel-Oes. m. h. H. — VerlacsleitunR; tjton BaumiEartner: Hauptschrlftlelter: Anton Oerschack'. alle ia MarburK _ _ a. d. Drau. Badnassa ft._ Zur Zeit für Anreisen die Preisliste vom 1. Juni 1941 BültiK. Auslall der Lieferuns des B'attes bei liohercr Oewalt oder ReiriabsR*Aruiie eiht kelnm Anspruch ut fittckxahluiu dM Bexu(icel4M. « Iiimmer 2.U >Mnrbur«er ZuiUiiiS'' 2J. nczenilier 194I Seite O Das Weihnachtsgeschenk an die Ostfront Appell an dl« Hcnm alUr Dauttchan: Spandat Wintarkleldung für unsere tapferen und siegreichen Soldaten! Be r 1 in. 20. De/einber. Am Sanistajc aljend »prach Reichs-minister Dr. Qoebtiels über alle deut-seilen Semler zum deutsciien Volice. Er würdigte dabei besonders die unsterb-liciien Verdienste der deutschen Ostfront, die der Heimat ein liäusliches deutsches Weihnaciitsfest ermöglictit hat, und forderte die Heimat auf, sich durch die Spende warmer Kleidunxs-slUclte — auch dann, wenn sie für den einzelnen schwer enttiehrlich sind — der Opfer der Front würdix zu erweisen und auf diese Weise einen Icleinen Teil der xroBen DanlcesschuM an die Front abzustatten zu versuchen. Dr. Goebbels verlos dabei einen Aufruf de« Führers, der diesen Dank an die Front j^em Deutschen zur sittlichen Pflicht macht. Die Sammlung, «He von der Partei «e-trafen wird, erfolxt vom 27. Dezember 1941 bis 4. Januar 1942. Es wird kein deutsches Haus in der Heimat geben, das diesem Aufruf nicht freudig Folge leistet. Im einzelnen führte Dr. Goebbels in seinem Rundfunkappell im wesentlichen aus: Unsere Soldaten haben im Ablauf der Jahre 19.?9, 1940 und vor allem des eben zu Ende gehenden Jahres 1941 Siege von weltseschichtlicher Bedeutung errungen. Nuti ist der Winter gekommen. Unseren Soldaten allein ist es zu verdanken, wenn unser Volk auch in diesem Jahre ein zwar bescheidenes, aber doch gesichertes Weihnachtsfest begehen kann, Liebesgaben der Heimat für unsere Soldaten können in diesem Jahre gerade zu Weihnachten nicht in dem Ausmall an die Teile der Front kommen, die so weit im Osten liegen, wie das noch in den vergangenen beiden Jahren im Westen möglich war. Nun gibt es aber für jedermaini eine Gelegenheit, dieser kämpfenden Front ein sichtbares und fühlbares Zcichen seiner Dankbarkeit zu bringen, der sich niemand unter uns versagen darf und auch nicht versagen wird. Der Winter ist in diesem Jahr in den Gebieten des weiten Ostens, des Südostens, Norwegens und Finnlands frühzeitig und mit einer Stärke hereingebrochen, wie das in normalen Jahren bisher ungewöhnlich war. Die zuständigen Stellen unserer Wehrmacht haben alles getan, um die Front für den Winter ausreichend auszurüsten. Sie sind — wie wir es ja alle wissen — dabei, die letzten verfügbaren Trans-portmöglichkeiten einzusetzen, um die ungeheure Anzahl von Winterausrüstungsgegenständen für unsere Soldaten auch bis an die vorderste Front gelangen zu lassen. Aber trotz all dieser mit höchstem Material- und Kraftaufwand getroffenen Vorbereitungen können unsere Soldaten für den Winter noch immer vieles gebrauchen. Eben deshalb aber verdiente die Heimat keine ruhige Stunde mehr, wenn auch nur ein einziger Soldat, vor allem im Osten, im Südosten, Jn Norwegen oder gar im hohen Finnland ohne ausreichende Winterausrüstung den Unbilden der Witterung ausgesetzt bliebe. Womit können wir uns«r« bravon Osticäniplor- erfreuen? Folgendes kann die Front vor allem notwendig brauchen, folgendes müssen wir ihr deshalb zur VerMgung stellen: Überschuhe, nach Möglichkeit gefüttert oder mit Pelz ausgestattet, warme Wollsachen, Socken, Strümpfe, Westen, Unterjacken oder Pullover und warmes, vor allem wollenes Unterzeug. Unterhemden, Unterhosen, Leibbinden, I3rust-nnd Lungenschützer, jede Art von Kopf Schützern. Ohrenschützcrn. Pulswärmern und Kniewärmern, Pelze im weitesten Sinne des Wortes, Pelzjacken und Pelzwesten, Pelzstiefel jeder Art und Grolle, I^ecken, vor aileui Woll-und Pelzdecken, dicke warme Handschuhe, hier vor allem pelzgefütterte Lederhandschuhe oder Strickhandschuhe und Wollfäustlinge. überhaupt aHes aus Pelz wird au der Front dringend gebraucht und ist deshalb doppelt willkommen. Gewünscht werden ferner gesteppte oder gefütterte Unterwesten, wollene Schals und Halstücher, überhaupt alles, was dazu dient, den Kampf gegen die in diesem Jahr so früh eingebrochene Winterkälte erfolgreich zu führen. Die Partei mit all ihren Neben- und Unterorganisationen ist angewiesen, sich im Laufe der angesetzten Zeit zur Sammlung all dieser an d^ir Front dringend benötigten Wintersacheii bereitzustellen. Die Sammlung begiinit am 21. Dezember 1941 und endet am Abciul des 4. Jänner 1942 und wird von der Partei von Haus zu Haus und von Wohnung zu Wohnung durchgeführt. Jeder Volksgenosse erleichtert den Saninilern wesentlich ihre Arbeit und hilft zur beschleunigten Durchführung dieser Sammlung in hervorragendem Mal.le mit, wenn er die von ihm zu spendenden Wintersachen persönlich an den näher bezeichneten Sammelstellen, die in den örtlichen Zeitungen bekanntgenuicht werden, abliefert. Ichiniöchte deshalb die Sammlung, die mit dem 27. Dezember 194t beginnt und mit dem 4. Jänner 1942 endigt, das Weihnachtsgeschenk des deutschen Volkes an die Ostfront nennen. Es gibt gewill im ganzen Lande niemanden, der sich von diescni W'eilinachtsgc.sclienk für unsere Soldaten ausscliliuRt. Wenn in der \N'ocIie nach Wcihnacii-ten die Sannnler an Eure Türen klopfen, so haltet die fiegenstände iür die Win-lerausrüstung für unsere St)ldaten schon bereit. Begegnet den Sanniilerti freund-Hch und zuvorkoniiiiend, denn sie sind Sendboten unserer kämpfenden Soldaten. Gebt ihnen, was Ihr überhaupt nur geben köinit. Ihr helft damit der Front, den Sieg zu erkämpfen! Der Führer selbst hat mich zu diesem Aufruf an die Heimat beauftragt. Er hat dieser Sammlung ein Oeleltwort mit auf den Weg gegeben, das der Heimat zeigen soll, mit welchen hohen Fr Wartungen er ihrem Ergebnis entgegensieht. ^\'ir wollen ihm zeigen, welchen Widerhall sein Appell in den lier/.en aller Heutschen findet. Der Führer sagt Euch: Der Aufruf des Führers »Deutsches Volk! Während — abgesehen von Luftangriffen — die deutsche Heimat vom Feinde unbedroht Ist, stehen Millionen unserer Soldaten nach einem Jahr schwerster Kämpfe gegen einen zahlen- und materialmäßig weit überlegenen Feind an der Front. Siege, wie sie die Weltgeschichte bisher noch nie erleMe, wurden dank der Führung und Tapferkeit von Offizier und Mann erfochten. So hält und kämpft nunmehr die größte Front aller Zehen vom Polargebiet bis zum Schwarzen Meer, von den finnischen Schneefeldern bis in die Berge des Balkans solange, bis die Stunde der endgültigen Vernichtung des gefährlichsten Gegners wiederkommt. Wenn nun das deutsche Volk seinen Soldaten anläßlich des Weihnachtsfestes ein Geschenk geben will, dann soll es auf alt das verzichten, was an wärmsten Bekleidungsstücken vorhanden ist und während des Krieges entbehrt werden kann, später aber im Frieden }ederzeit ohnehin wieder zu ersetzen ist. Denn was auch die Führung der Wehrmacht und der einzelnen Waffen an Winterausrüstung vorgesehen haben, jeder Soldat würde um vieles mehr verdienen! Hier kann die Heimat helfen! Der Soldat der Ostfront aber wird auch daraus ersehen, daß die Volksgemeinschaft, für die er kämpft, im natlo-ualsozialistischen Deutschland kein leerer Begriff Ist. (gez.) Adolf Hitler.« lind nun. Volksgenossen, tut Fure Pflicht getreu dem Wort des Führers! Die Aktion, die wir hier durchführen. muH das (IroMziigigste sein, was wir auf diesem Gebiet bisher überhaupt geleistet haben, Sie nuil.» weiterhin in kurzer Frist erledigt werden. Jeder tue. was er überhaupt mir tun kann! Ich rufe Euch alle auf zur grollen Saimniung von Wintersachen für unsere Ostfront. Die Antwort des deutschen Volkes nnill würdig sein der Siege, die sie für das ganze deutsche Volk und für des Reiches Zukunft erkämpft hat! StiirzbiMiijier gegen Sowjel-Infanterie Schr«clcensvog«i }u 88 Ub«r bolschawlstiichen Stellungen I in O s t e n, im Dezember ».Ms wir jenseits des Don aus der niedrigen Wolkendecke herausstießen«, er-i:ählt Unteroffizier H ..., »befanden wir uns {j;enau über einer bolschewistischen Grabenstellun)*. Wenige hundert Meter Luftraum trennten uns von dem Gewirr von Gräben und Schützenlöchern: wie erstarrten die Bolschewiken zunächst, als unser Voge! plötzlich über ihnen war. Einzelne waren im Boden festgenageil, andere rasten in wilder Flucht davon oder seh missen sich, wo sie gerade waren, auf die verschneite Erde. Sekunden mochte es gedauert haben, bis sich die ersten von ihrem Schrecken erholt hatten. Und nun spritzten rechts und links von uns Leuchtspurgeschosse durch die Luft, In der Zwischenzeit hatte mein Beobachter die ersten Bomben ausgelöst. Sie fie- PK.-ZcLcIiiuiiik: KricEslierichter Kccksiogel UVb.) Stukas greifen sowjetischen .S2-Tonnen-Panzer an len genau in die Stellungen hinein um! räumten unter den Bolschewisten furchtbar auf. Lin kleines Stückchen stromaufwärts lag ein Kahn im Hise fest. Eine Menge Soldaten war daran beschäftigt; kaun» hatten sie uns gehört, ging es wie ein Ruck durch ihre Bewegungen. .Alle ver-liielten einen Augenblick wie totenst:irr, um dann, als sei ihnen der Teufel im N'acken, über das FJs davonzulaufen. Vom Hug des Schilfes aus begann ein Maschinengewehr zu schießen, als wir jMigriffen. Dann fiel unsere Bombe. Sie schlug am Ufer ran ei auf, sprang auf das Lis hinaus, wo sie e.xplodierte. Die Sprengstücke hagelten mitten in das flücliteiule Gewimmel der Bolschew isten hinein. Diesmal hatten wir diese Bande, die sonst sofort in den Erdrissen verschwindet, wenn wir anfliegen, richtig erwischt. Ein paar E3omben hatten wir noch an Bord, für die suchten wir uns neue Ziele. Wir fanden ein Truppenlager, dicht bei einem größeren Ort. Beim Molorenlärni unserer ju sehen wir ein paar Menschen wie die geölten Blitze auf der einen Seite in den Baracken verschwinden, während zu gleicher Zeit andere auf der entgegengesetzten Seite wieder herausgeschossen kamen. Die letzten kleinen Bomben, die wir an Bord hatten, fielen aus den Schächten und schlugen durch die Dächer der Baracken, aus denen kurz darauf Rauchpilze hervorstießen, denen kleine Flammen folgten. Nun hatten wir nur noch unsere Sehwe-rtn Brocken unter dem Rumpf der Maschine hängen. Eine Eisenbahnlinie war gerade in der Nähe, Die flogen wir entlang, und als ob es so sein sollte, kam uns eine Lokomotive entgegengedampft. Die kriegte die Bombe genau an die Seite gelegt und blieb dampflassend liegen. Das war bei dem letzten Flug, wo wir die Sowjets drüben ans den Wolken heraus freundlich überraschen konnten. Wir haben dann kurz kehrtgemacht und sie noch einmal angeflogen. Die Bolschewiken begannen ein wildes Abwehrleuer, trafen aber n'clits, dafür legte ihnen der BombeiT^chütze die ganze Reihe der kleinen Boniben in ihre Schlurht hinein. Nach der Dichte der aufblitzenden Schüsse zu schließen, mußte die Schlucht voller Mimi-schen gewesen i^ein. Es läßt sich oenkcn, welche Wirkung die ^kleinen Bomben gehabt haben müssen. In dem von uns be\^orfencii Teil dürlte kaum noch jemand heil davongekommen sein, unt! eine Bombenreihe ist immerhin ziemlich lang. Nun hatten wir nur noch unsere »Große-:'- außen hangen, die hatten wii uns wie immer fiir etwas Besonderes aufgehoben. Leider wollte diesmal aber nichts mehr kommen, ke'n Zug. keine Kolonne — nichts. Nur e'ne Slat'on lag an der Straße, in deren großen Hallenbau wir das Ding hineindonnerten. d;e Bombe schlug genau durch das Dach und krepierte im Innern. Im Abfli^-'gen konnte der Bordschütze den Rauch an allen Seiter der Halle herausschießen sehen. Kriegsberichter J. Schulze (PK) Roosevelt ohne lUaske Giftgas auf Guam gefunden Tokio, 21. Dezember. Die Bresseabteilung des kaiserlichen Hauptquartiers der Armee und der Ma-rnie äußern sich zu der Entdeckung von Giftgas-Waffen auf der Insel Guam um! erklciren, das Vorhandensein derartiger Waffen deute in unverkemil")arer Weise auf die Absicht eines Einsatzes gegen dii-Japaner hin. »Dadurch wird einwandfrei bewiesen, was unter der nordanierikani-schcn Menschlichkeit zu verstehen ist. Dieselben Stellen erklären, glücklicherweise seien die Nordamerikaner wegen der Schnelligkeit ties japanischen Angriffes nicht in der Lage gewesen, das fjas anzuwenden, doch sei dessenungeachtei schon iler Besitz des Giftgases eine Verletzung des internationalen Abkommens. Französischer Oberkommissar im Pazifik V i c h y. 1. Dezember, Der Ausbruch des Konfliktes im Pazifik hat die franzö.sische Regierun.ii vcranlalU. sämtliche französischen Besitzungen in Ostasieu. im Indisclieii ()zean. im Pazifik und in Ozeanien ciJier einzigen .Autorität zu unterstellen. Durch ein im amtlichen Gesetzblatt vom S^■)nn-tag erschienenes Dekret werden dem Generalgouverneur von Indochiiia Ad-miral Decoux die Eunktionen eines französischen Oberkommissars im Pazifik übertragen. Geffllil lioifnungsloser Isolierung in Australien G e II f. 2]. 1 )ezeinbcr. In der australischen Bevölkerung herrscht, wie von englischen und amerikanischen Nacliricliienageiituren verbreitete Lcitartikelauszüge zeigen, luicli wie vor große Empörung über das Versagen der briti.s»jhen Führung in Ostasien, Die Militärstellen in Singapur werden auf das heftigste angegriffen und der Unfähigkeit beschuldigt. Der Bevölkerung hat sich ein Gefühl hoffnungsloser Isolierung bemächtigt, denn man mißtraut nach den bisherigen schlechten Erfahrungen der Eäliigkiet der Empire-Truppen. Maii^ weist darauf hin, dal.» selb>t. wenn Singapur nicht von heute auf morgen genommen werden könne, es doch möglich sei. die Stadt als Flottenstützpunkt auszuschalten und unbenutzbar zu machen. Immer das gleiche Spiel Kanadier müssen für England um Hongkong bluten S t o c k h o I m, 21. Dezember. In Kanada werden die Kämpfe um Hongkong, wie hier eingetroffene WeUliiIlgen besagen, mit der größten Unruhe verfolgt, da diese britische F\'stung, abgesehen von einigen iiuiischen Einheiten, fast nur von kanadischen Truppen verteidigt wird. Weite Kreise der Bevölkerung sind besorgt, da nach den letzten Nachrichten aus Hongkt)ng ilie Verluste unter diesen kanadischen Truppen groß sind. Die Regierung wurde mit Anfragen überschüttet, und der kanadische W^rteidi-gungsniinister sah sich genötigt, eine offizielle Erkl.lrung herauszugeben, in der er behauptete, die Nachrichten über schwere Verluste unter den Kanadiern entsprächen nicht den Tatsachen. Die Unruhe in Kanada dürfte dadurch nicht wesentlich vermindert werden, da schließlich allmählich selbst im hintersten Winkel der englischen Dominien bekannt geworden sein dürfte, daß 1-ngland an allen gefährdeten Punkten des Empire stets Dominion-Truppen und niemals britische einsetzt. So war es in Griechenland, so war es auf Kreta und in Libyen und S(» war es jetzt wieder in Hongkong. Stite 4 »Marhurwr Zeitunj:* 32. Dezember 1941 Nummer 2.17 VOLK und KULTUR Die ersten Weltentdecker war«n Pcutsch« und ltall«n«r In Relt unserer Bauern, Deshalb ist der Arbeitsensatz auch eine sehr gute Schule, daraus die Jugend die Erfahrungen schöpfen kann, die sie später nicht entbehren wird können; derin Es Ist ein äußerst zwiespältiges Gefühl und die Kalendermacher wußten schon, warum sie ihren Zeitmessern bunte Bildchen zur Beruhigung mitgaben, ganz nach Art der Doktoren, die den strampelnden, mißtrauischen Kleinen Spielzeug hinhalten, das sie über den Ernst der Lage hinwegtäuschen soll. Und genau so geht es mit der Uhrl Sic hat das noch viel mühsamere Amt, die Monate, Wochen und Tage in Stunden, Minuten und Sekunden zu zerfasern. Man kann viel über den Satz nachsinnen, der behauptet, daß dem Glücklichen keine Stunde schlägt. Ich glaube aber, daß es nur recht und billig ist, dem Unglücklichen erst recht nicht seine Stunden vorzuzählen. Darum pflege ich In bäurischem Eigensinn zu behaupten, daß ich die Uhr im Kopfe habe und blicke mit dem Mißtrauen des Wilden auf das zynische Räderwerk, das mit ungerechtfertigter Elle dazu mithilft, den Lebensfaden abzuspulen'. Auch eine Uhr aus Platin kann solche Vorstöße gegen das menschliche Leben nicht wettmachen und sei sie auch mit Brillanten besetzt. Sie Ist und bleibt ein memcnto morl. Darum ließen auch die Kunsthandwerker des Mittelalters auf den Glockentürmen den Totentanz feierlich aufziehen, wenn der unerbittliche Stundenschlag klang. All diese Erwägungen hindern uns aber nicht, eine Uhr am Armband zu tragen Mnd hundertmal am Tag unnütz nach der Zeit zu sehen. Das nennt man wirklich die Zeit herausfordern. Zu dem selben Der Gauleiter ginr: hierauf auf den reinen Leistunp'swcrt des Einsatzes der Jugend ein: »E« ?st In diesem Krieg nicht gleichgültig, ob wir im Gau Steiermark, wie das durch euren Einsatz der Fall gewesen ist, um 75.000 Arbeitstage mehr oder wcni<^er halben. Wir brauchen auch dies? 75.000 Arbe'btag? notwendig!« Hierauf würd''^tf der Gnu'ei'er den E'n-rnfz und das On'er loner. die sich den Ftilirersprnch »Der Einzelne ist nich*s, sein Volk ist a'le^< zum Leitsatz genommen haben, und höh dann d'e Aufgaben heraus, die in dem oft so leich* hingespro-chcnen Satz, daß wir an der Schwelle einer strahlenden Zukunft stehen, eingeschlossen sind. In eincnt e'nprägsamen Bild vergl'ch de»- Gauhiter das Leben der Jugcno' sc'ncr ;Ce't mit dem der Jugend von heute: »Während wir arbeits'og gewesen sind, werd'M ihr zur vo'lcn En'fal-tunr? eurer Kräfte geführt: während wir noch n'cht Waffen tragen durften, wird unsere Jugend von heute aus«Tcbild;t in Dronthe'm, in Moskau und auf Kreta und bekommt bereit.« zu e'ner Ze't einen Weltblick. in der wir noch im Elend tier Arbeitslosigkeit versinken mußten! Was? Noch einmal?« meinte ein ho'-tiaf-ter KoIIckc. isl PS ...? l'rirrlri<'h der lülirto iuil' cinriii Il(d1».ill «'i «liT Tal'iH ilin die jnn;^;' l*'rnn; ..Sir»', wif ist rs tn<'M^li<>]i, dal.'» Sii' luich s(>\ icicn ^fhin'cic'lu'ii Si. fjcii noch von wci-Icren SrhlacIilfnUn'ln'i'rii IniiinuMr.' I'ric'di'ich ncigfo sich gjdaiil zu ihr und IVafile leisiv ..Ttul wii' isl CS in(i;;li<'h. d:»l.\ Sic s »-\irl wo .Sii' doch ohiu'hin bü schOu 22. Dei^ember 1941 . ____ » deutschen Frau ;isen Cilli und Trifail Frauen (jelcgei*heit gegeben, zu lernen, wie man irnt wenigen Mitteln schmackhafte und bekömmliche Gerichte herstellen kann. Die Kochkurse nehmen demnächst ihren Anfang und werden schon jetzt mit dem größten Interesse erwartet. Auch eine gemütlich und praktisch eingerichtete Nähstube wurde bereits ihrer Bestimmung übergeben. In ihr herrscht schon seit Wochen reges und emsiges Schaffen. Die Frauen der Ortsgruppe sind jeden Abend eifrigst damit beschäftigt, allerlei Bekleidungs- und Wäschestücke für unsere Kinder anzufertigen. Unter ihren arbeitswilligen Händen erstehen viele praktische Dinge. Es werden nicht nur neue Stoffe verarbeitet, sondern auch aus Altem Neues und Zweckmäßiges angefertigt, wie Schürzchen für Buben und Mädels. Kleider, Säuglingswäsche und vieles andere. Auch Westen, Jacken imd Jäckchen, Strümpfe, Fäustlinge und Häubchen werden gestrickt. bei allen Arbeiten herrscht froher Eifer und mit stolzer Freude werden die fertiggestellten Sachen abgeliefert, denn jede Frau ist sich bewußt, daß sie durch ihre Mitarbeit und Einsatzbereitschaft erstmalig im Sinne des Nationalsozialismus mitwirkt an der großen Aufbauarbeit der deutschen Volksgemeinschaft. Unlängst fand im Amte Frauen eine Schulung aller Zellen- und Blockhelferinnen der Ortsgruppe statt. Die Leiterin des Amtes Frauen in der Kreisführung, Herta Mayer, machte die Frauen mit dem Nationalsozialismus, seinen Bestrebungen und Zielen in eindringlicher Rede bekannt. Sie würdigte die bereits vollzogenen Leistungen und sprach den Frauen Dank und Anerkennung für ihre Arbeit aus. Martin B o u c h a und Friedrich J a -g i t s c h, beide aus Cilli, weiter Maria J a k 1 i t s c h aus Kerndorf bei Gottschee und Roman Nowak aus Swodno bei Tüchern. m. Dienstappelle im Kreis Marburg-Stadt. Freitag, den 19. Dezember fand ein großer Dienstappell der Ortsgruppenführung Marburg III statt, bei dem . vor sämtlichen Amtsträgern sowie Zellen- und Blockführern, Führungsamtsleiter der Kreisführung, Maresch, über das Thema »Der Amtsträger des Steirischen Heimatbundes als Künder und Förderer des nationalsozialistischen Gedankengutes« sprach. Anschließend erörterte Ortsgruppenführer Ki ff mann die Vorbereitungen für die Volksweihnachtsfeier. Am Vortage fand in der Ortsgruppe Freidegg ebenfalls ein Dienstappell statt. Ortsgrup-penführer Birgmayer besprach mit seinem Mitarbeiterstab sännitliche laufenden Fragen. Im Mittelpunkt der Arbeitsanweisungen standen auch hier die Straßensammlung und die Weihnachtsfeier. m. Kassenverwalter werden geschult. Am 17. Dezember fand für die Kassenver-walter des Landkreises Marburg/Drau eine Schulung statt, in der sämtliche Fragen im Aufgabengebiet des Kassenvcr-walters in der Gemeinde zur Sprache kamen. Der Leiter der Fürsorgeabteilung, R a u t e r, besprach sämtliche Gebiete in I'ürsorgeangelegenheiten. Reg. Insp. Erich d a m e k hielt in einem längeren Referat unter Anführung von gediegenen Musterbeispielen die gesamte Tätigkeit eines Kassenverwalters den Erschienenen vor Augen. Mit großer Aufmerksamkeit und lebhafter Anteilnahme in gezeigten Wechselgesprächen folgten die Kursteilnehmer den Vorträgen. AAit dem Gruß an den Führer wurde die Schulung geschlossen. m. Chirurgische Abteilung des Kreiskrankenhauses Friedau. Unter Leitung des Primararztes des Krankenhauses Pettau, Dr. Wilhelm W e s s e 1 y, ist im Kreiskrankenhaus Friedau die volle chirurgische Tätigkeit aufgenommen worden. m. Filmvorführung In Kranichsfeld. Die Filmstelle des Steirischen Heimatbundes gab Donnerstag, den 18. Dezember, in der Ortsgruppe Kranichsfeld eine Vorstellung, bei der sie den Film »Unser Bauer« zeigte. Die Filmvorführung, die auch die neueste Deutsche Wochenschau brachte, fand vor zahlreichen Besuchern statt und wurile mit größtem Interesse anfgenom-men. m. FleiBiges Schaffen in den Näh-sluben des Kreises Cilli. In den letzten Wochen herrschte in den Nähstuben aller 38 Ortsgruppen des Kreises Cilli überaus rege ' Tätigkeit. Viele arbeitswillige Fr'iuen fanden sich zusammen, um mitzuhelfen, den armen und bedürftigen Volksgenossen eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Mit großem Eiter und viu Nummer Liebe wurde genäht, gestopft und gestrickt. Aus Altem wurde Neues geschaffen und bald türmten sich Stöße von fertigen Kleidungs- und Wäschestücken für Kinder und Erwachsene. Der Gedanke; vielen Volksgenossen hier in der Untersteiermark zum ersten Mal eine deutsche Weihnacht bereitet zu haben, ist für alle, die freudig mithalfen, der schönste Löhn. m. Kurzkochkurse in der Ortsgruppe Cilli—Forstwald. Im Rahmen des Amtes Frauen im Steirischen Heimatbund fanden in der Ortsgruppe Cilli—Forstwald zwei Kurzkochkurse statt, die von 53 Frauen besucht wurden. Den Frauen wurde das neuzeitliche, sparsame und gesunde Kochen vorgeführt. Besonders großes Interesse zeigten die Teilnehmerinnen für die schmackhaften Eintopfgerichte, welche eine wertvolle Bereicherung ihres Speisezettels darstellten. m. Opferfreudigkeit im Kreis Rann. Das nun festgestellte Endergebnis des Opfersonntags im Kreis Rann weist einen Haushaltsdurchschnitt von 1 RM. auf. In einzelnen von Bauern und Winzern bewohnten Ortsgruppen (Arnau z. B.) war das Aufkommen 2,92 RM, ja sogar Notstandsortsgruppen wie Peilenstein, Stc-gersberg und Hörberg ergaben 85,82, bzw. 50 Rpf, je Haushalt. Gut über dem Durchschnitt lagen Reichenburg mit 1,41 und Lichtenwald mit 1,14 RM. m. Güter-, Eil- und Expreßgutabfertigungen an den Weihnachtstagen. Die Güter-, Eil- und Expreßgutabfertigung der Deutschen Reichsbahn an den Weihnachtstagen und am Neujahrstag hat dnc Sonderregelung erfahren, die aus der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil zu ersehen ist. AUS AUER WEIT a. Berlins berühmtester KondUor — ein Wiener. Die »historische Kranzler-ecke« an der Kreuzung der Friedrichs-straße mit der Straße Unter den Linde» ist auch vielen Nichtberlinern bekalmt. Die Konditorei, die dieser Ecke zu ihrer Berühnttheit verholfen hat, ist im Jahre 1825 von Johann Qeorge Kranzler eröffnet worden, Berlins populärsten Konditor, dessen Todestag sich atn 21. Dezember zum 75. Male jährt. Dieser tatkräftige Mann, der am 25. April 1795 zu Tautendorf bei Wien-seboren wurde, kam bereits 1816. als »österreichisd|er Zuckerbäcker« nach Spree-Athen. Hier stand er zunächst jahrelang in den Diensten des Staatskanzlers Fürsten Hardenberg, der für eine feine Küche bekannt war. bis er 1825 im Hause Unter den Linden 25 ehie Konditorei eröffnete, die derart florierte, daß er bereits 1833 das Grundstück für 32.000 Reichstaler erwerben konnte. Kranzler war in seinem Fach »eine Leuchte«. Die günstige Lage der neuen Konditorei und die Genüsse, die sie bot, wirkten zusammen, um das vornehme Publikum anzuziehen, so daß die Räume bald zu klein waren. Kranzler gehörte zu den ersten, die den Typ der charakteristi-sciien Berliner Konditorei schufen. Übrigens wurde zu jener 2eit unter einem Cafe allgemein ein elegantes Restaurant verstanden, in dem -r meist in einem besonderen Raum — auch Kaffee getrunken werden konnte. Kranzler war , auch der erste, der neben einem Lesezimmer auch ein Rauchzimmer einrichtete. War es doch damals aufs strengste verboten, in den Straßen Berlins zu rauchen. Sehr bald hatte die Konditorei ihr Stammpublikum gefunden. Ein Chronist der 40er Jahre nennt sie die »Walhalla der GardcleutnaiUs«. In den fünfziger Jahren iialmi die Konditorei einen gutbürgerlichen Charakter an. der bis in die Gegenwart erhalten geblieben ist. So ist Kranzler seit über hundert Jahren ein Berliner Begriff a. Der »lebensmüde« Käsehändler. Ein Mailänder Großkaufmann und Käsefabrikant erhielt eines Tages einen seltsamen Brief von einem seiner Kunden, der ihm 500 Lire für Käselieferungen schuldete. Der Käsehändler schrieb, daß er das Leben satt habe und nicht imstande sei, die vielen Verbindlichkeiten einzulösen, die auf ihm lasteten. Deshalb wollte er »Schluß machen«-. »Wenn Sie, Sig. Paolo«, so schrieb er pathetisch, »d'ese Zeilen erhalten, so bin ich nicht mehr.« Der Fabrikant war erschüttert durch diesen Brief, noch mehr aber, als er an einem der folgenden Tage seinen toten Schuldner mit einer Zigarre im Munde ruh''j; Spazierengehen sah. Der aus seinen Mitleidsgefühlen so jäh herausgerissene Fabrikant bekam die Wut, und es gab eine handfeste Prügelei. Und gleich nachher ließ der Fabrikant durch seinen Rechtsanwalt Klage Regen den wiedererstandenen Schuldner anstrengen, der sich um seine Schulilen auf diese einfache Weise hatte drücken wollen. WuHtMwr 237 »Marbuwr Zeltunsr« 72, Dezetnhcr IWt Seite 7 HIM DER WOCHE TURNEN URCl SPORT niHiiiiiiiiiiiiiimiiiinnninniiiiiniinnHiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiuiiiiiiiMiiiinuiiiiiiiiiiiiiiiiiHnii Oer Msr vm Fall Aus der vielgestaltigen Schönheit der Alpen weit welQ Peter Ostermayr immer wieder die malerischesten Ausschnitte herauszufinden, in die er d^s bewegte Leben seiner Filme stellt. So auch in diesem Üfa-Pilm, der wieder nach einem beliebten Buch von Qang-hofer gedreht wurde. Wie In den meisten Filmen nach Qangho-ferromanen ist auch in diesem der Gegensatz zwischen Qut und Böse scharf herausgear- i bettet. AU Clement des Outen die pflicht- | treuen Forstbeamten und der Jäger, von , Paul Richter, dem bewährten Darsteller ähii-1 licher Rollen sympathisch verkörpert. Ihnen i gegenübergestellt die Bösen: das sind auch diesmal wieder Wilderer und deren Helfer, tagsüber ehrbare. treuherzige Bauern, tiacMs. unter verhüllender Maske, ihrem verbrecherischen Treiben nachgehend. Und das Mädchen, Georgia Holl, das zwischen \ Out und Böse steht: das den braven Jäger j liebt und von seinem Gegenspieler, dem arbeitsscheuen, brutalen Wilderer, (H. A. i Schlettow), der auch vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckt, ein Kind besitzt. | Nach vielen aufregenden, spannenden Szenen I tragen Pflichterfüllung und Gerechtigkeit den i Sieg davon und auch die Liebenden finden zueinander. Wenige haben wohl Gelegenheit, die An« kunft und das interessante Auswaggonieren eines großen Zirkusses zu verfolgen. Ein Vorfilm »Der Zirkus kommt« macht uns in schönen Bildern damit bekannt. Wir sehen, wie die riesigen Elefanten ihrer etigen Rci-sehaft entsteigen und allsogleich an die Arbeit — das Ziehen der Zirkuswagen — gehen. Zebras, Kamele und andere exotische Trere werden auswaggoniert. Der schwierige Aufbau des Riesenzeltes wird von einem lieer von Arbeitern bewältigt. Ein rascher Einblick, wie »hinter den Kulissen« gearbeitet wird: blltzlichtartlge Aufnahmen aus den Proben der Domteure, des Balletts, der Frei-tieitspferde, der Schulreiter,* der Jongleure usw. Und endlich rollt die Eröffnungsvorstellung mit allem Glanz vor uns ab. (Marburg, Burg-Kino.) Marlanne v. Vesteneck. WIRTSCHAFT WcHkMkiirreu dar MilcMtillK Auf dem italienischen Mustergut Torre (di Pietro steht die MÜchrekordkuh »Car-nation Regina«: aus holländischer Zucht» die in 365 Tagen einen Milchertrag von 17505 kg und 505 kg Butter lieferte. Diese Kuh wurde als die beste Milchkuh der WeH bezeichnet. Das stimmt, soweit es um die • Milchmenge geht. Aber auch bei Carnation Regina« erbringen: die Kuh >Therese«: vom Rheinischen Verband für Tieflandrinderzucht, die bei 3,09 vH. Fett 403 kg MÜchfett oder 546 ig Butter brachte, ferner die Kuh »Kastanie« vom Verband Mitteldeutscher Flecfcviehzüchter mit 5,16 vH. Fett, 10511 kg Milch 542 kg Milch feit oder 612 kg Butter. Die Ku^i »Segis Pietertje Prospekt« in den USA. weist 563 kg Milchfett oder 655. kg Butter auf, die Kuh »Nuca« aus Ungarn sogar 656 kg Butter, und dann komiltt sozusagen die Weltrekord-Vizekönigin, die ostpreußische Kuh »Brosche«, die es auf 110^ kg Milch mit 5,51 vH. Fett, 608 kg Milchfett oder 687 kg Butter brachte, und endlich die Siegerin der Weltkoitkurrenz der Milchkühe; die ostfriesische Kuh »Gertrud« mit 13819 kg Milch mit 4,44 vH. Fett und 613 kg Milchfeit oder ganzen 689 kg But?ter! Ostmark-Elf 3:2 siegreich Nordmark und Ostmark In der Reichsbundpokal-Vorentscheidung (2:2)-Toren. Die Mitteldeutschen setzten sich gegen den technisch besseren und kampfstarken Gegner ausgezeichnet zur Wehr. Der alles in allem ziemlich glückliche Sieg der Gäste wurde erst sieben Minuten vor dem Abpfiff durch Jerusalem erzwungen. Es stehen nun die vier Gegner für die kommt beiden Spiele der Vorschlußrunde am 8. Februar fest. Es sind dies Berlin- Die Zwischenrunde um den Reichsbund pokal der Fußball-Auswahlmannschaften der Bereiche und Gaue wurde am Sonntag mit zwei Spielen abgeschlossen. In Hamburg siegte die Nordmark über Köln-Aachen mit 6:0 (3;0)-Toren. Dieser zahlenmäßig hohe Ertolg der Norddeutschen über die Rheinländer, die erst kürzlich im Freundschaftsspiel gegen Westfalen ein 2:2-Unentschieden erzielten, ziemlich überraschend. Wesentlich knapper gewann die Ost-1 Brandenburg, Niederrhein, Ostmark und mark in Halle a. S. über Mitte mit 3:21 Nordmark. Schmales Skiprogramm vor Weihnachten Skiauftakt am Hochkönig und im Schwarzwald. Bradl gewinnt das erste Springen Das Skiprogramm am letzten Sonntag vor Weihnachten beschränkte sich auf nur einige wenige Veranstaltungen in den höher gelegenen Gebieten. In Thüringen und Sachsen sowie in Schlesien fanden keine Veranstaltungen statt. Die Ausbeute waren das Springen auf dem Hochkönig und ein Langlauf im Schwarzwald. Das erste Skispringen des Winters 1941/42 auf der Rudolf-Schanze auf dem Hochkönig leitete zugleich die Wett- kampfzeit der Springer ein. 20 der besten [ecke in 33:15 Springer aus der Ostmark waren beteiligt und gingen über die in 1500 Meter Seehöhe befindliche Schanze. Der frühere Weltmeister Sepp Bradl sprang zweimal in bestechender Haltung 34 Meter und erhielt die Tagesbestnote vor Gregor Holl und Andi Krallinger. Im Schwarzwaldgebiet wurde der Skiwinter mit einem 4 Kilometer-Langlauf in Hinterzarten eingeleitet. Sieger der Hauptklasse und Tagesbester wurde Kurt Hein- RMiie SportiiacliricMen : Schalke 0:4 seschlagen. Im achten Meisterschaftsspiel hat Schalke 0:4 in Westfalen die erste Niederlage zu verzeichnen. Arminia Bielefeld brachte das Kunststück fertig, die »Knappen« mit 2:1 zu besiegen. : Internatioiuile WinterSportwoche In Kärnten. Für die Tage vom 23, Jätmer bis 1. Februar 1942 werden im Sportgau Kärnten eine Reihe bedeutender Wintersportereignisse vorbereitet, die nunmehr nach einer Mitteilung von Sportgaufüh-rer Ernst Kollenz zur »Internationalen Winters,portwoche in Kärnten« zusammengefaßt wurden. Das Programm steht schon fest und sieht folgende Veranstaltungen, die auch die Bewerbe der Wintersportkämpfe Villach umfassen, vor. 23.—25, .fttnnert Klagenfurt: Deutsche Meisterschaften im E-isscIinellaufen (und Reichssieger-Wettbewerb der E'rauen); 28. und 29. Jänner, Klagenfurt: Länderkampf Deutschland—Norwegen im Eisschnelläufen: 30. Jänner, Villach: Torlauf und 5mal 10 km-Staffelrennen; 31. Jänner, Villach: 18 km-Langlauf; 1. Februar, Villach: Springen i. d. Hu-bert-Klausner-Kamipfbalm. : Die Ski-Weltmeisterschaften 1943. Als Bewerber für die FIS-Rennen des Jahres 1943 tritt bereits die Schweiz auf. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß die nächsten Titelkämpfe nach dem Ablauf der Weltmeisterschaften vom 5. bis 15. Februar in Garmisch-Partenkirchen dem Schweizerischen Skiverband zur Ausrichtung übertragen werden. : Am Eishockeyturnier um den Spens-ler-Pokal wird nach mehrjähriger Pause der Berliner Schlittschuh-Club vom 28. bi.s zum 31. Dezember in Davos wieder teilnehmen, bei dem der HC Davos und FÜR DIE FRAU tiiiiiiiiiiiMiiiiiniiiiiiHiiiiiiiMMiiiiniiiiiiiiiHiiiiiiiiHJiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnniiiiiiniiiHiiiiiniinniiiitiiifiiifiiii^ FriKlmr Scfeim du liesle ReiRtgiiiigsnHfel Teppiche, Wolldecken, Plüschdecken und Samt reinigt man gründlich am besten mit Ausklopfen auf dem Schnee. Man legt erst die rechte Seite der Decke auf den Schnee, klopft diese tüchtig auf der Kehrseite und wendet sie dann um. Nun kehrt man mit einem Besen erst den noch zurückgebliebenen Schnee gut ab und klopft dann auf die Vorderseite. Nun hebt man den Teppich oder die Decken auf die Klopfstange, bürstet beide Seiten sorgfältig, damit keine Feuchtigkeit auf die Parketten kommt. Sollten die Teppiche oder Decken fleckig sein, so befeuchtet man diese Stellen mit Terpentin und reibt sie mit einem festgedrehten Schneeballen gut ab. Bei dieser Behandlung entfernt man nicht nur den Staub, sondern frischt auch alle Farben auf. Auch Fenstergesiinse, besonders solche, die mit Blech gedeckt sind, soll man mit Schnee reinigen. Man kehrt daher den frischgefallenen Schnee am Morgen nicht so ohne weiters ab, sondern nimmt einen Bartwisch, verreibt erst tüchtig den Schnee auf den Flächen wo er liegt und bürstet ihn erst dann rein weg. Gleiches gilt auch dem Balkon, allen Steln-und 'Betonstiegen, sowie verstaubten Verzierungen an den Mäusern, wie Portale, Fensterrahmen, Garteneinfriedungen und Gitter. Am Friedhof reinigen wir mit weichem Schnee allen Marmor, Sandstein oder Kunststein. Marmorfiguren werden mit Schneeballen ganz kunstgerecht gereinigt, besonders solche Monumente reinigt man mit Schnee, die schon zu vermoosen beginnen. Dafür ist der Schneeball das beste Reinigungsmittel. Bei vermoosten Steinen soll der Schnee schon etwas verharscht sein. K—L Züricher Schlittschuhclub' seine Gegner sein werden. : Die Spiele um die Deutsche Kriegs« raeisterschaft im Eishockey werden mit dem Treffen Wiener EQ-Komotau am 3. oder 4. Jänner in Komotau eröffnet. : Underkampf Frankreich — Schweiz. Frankreich und die Schweiz haben ein Fußballänderspiel für den 8. März in Marseille vereinbart. Es wird dies das 17. Ländertreffen der beiderseitigen Nationalmannschaften sein. : Die Eishockeymannschaft des Mann« heimer EC konnte ihr Gastspiel in Berlin siegreich beenden. Rotweiß wurde mit 6:2 und einer Berliner Auswahl mit 6:1 geschlagen. : Wiener Tischtennissieg. Wiens Tischtennisspieler konnten den am Wochenende durchgeführten Rückkampf mit Preßburg zu einem überlegenen Erfolg von 5:0 gestalten. : Sensation In Mühlheim 18.332:10. Die Besucher der Mühlheimer Sonntagsrennen erlebten eine Riesensensation, wie sie im deutschen Rennsport nur selten zu verzeichnen war. Eine fünfstellige Quote in Höhe von 18.332:10 gab es auf die Einlaufwette eines ijagdrennens über 300*) Meter. ; Ferencvaros besiegte Gradjanski (Agram) in Budapest mit 3:1. Das Rückspiel findet am 28. Dezember In Agram statt. : Rudi Oehrfng, der »Weltrekord-sprinser«, ist von seiner Verwundung s<) weit genesen, dab er wieder über die Schanze gehen kann. : »Nixen« schwammen Bestleistuns. Die Charlottenburger Nixen konnten zum Jahresabschluß noch mit einer neuen deutschen^Bestleistung aufwarten. Über sechsmal 50 m Brust — Rekorde werden über diese Strecke nicht geführt — erreichten Böhme, Wedler, Nötzel, Buhl, Gehmert und Gisela Arendt 4:03.4 Minuten. Schwedens Tennisspieler konnten auch in Norrköping die Ungarn glatt besiegen. Schröder schlug Asboth 6:3, 6:3, Sven Evers Mayer 6:4, 6:2 und Schröder (Evers Asboth) Gabory 6:2, 7:5. : Im Dreistädtekampf der Fechter von Berlin, Hamburg und Kattowitz in der oberschlesischen Gauhauptstadt besiegten die Berliner Degenfechter die Hamburger mit 7:2 und die Kattowitzer mit 5:2, während Hamburg über die Schlesier mit 4:3 knapp gewann. Auf Säbel war Kattowitz den Berlinern mit 6:3 überlegen und auch Hamburg. : Eine Skihütte für die Ustascha-Jugcnd wird noch in diesem Winter in Samobor bei Agram errichtet werden. : Europameisterschaften im Ringen. Wie schon die Amateurtwxer, so werden auch die Amateurringer im nächsten Jahr Europameisterschaften veranstalten. Mit der Ausrichtung und Durchführung der Titelkämpte im klassischen Stil ist der NS-Reichsbund für Leibesübungen betraut worden. Es ist geplant, die t!uro«pameisterschaften im Herbst nächsten Jahres. Ende Oktober oder Anfang November, in einer noch zu bestimmenden deutschen Großstadt durchzuführen. Stelrischttr H • I m a t b u n d Kundmachung Am ?4. Dezember 1941 ist für alle Gefoigschaftsmitglieder in den Handwerksbetrieben um 12 Uhr Betriebsschluß. Eine Sonderregelung tritt nur bei den Ernährungs- und Friseurbetrieben in Kraft, welche um IR Uhr den Betrieb schließen. Ausgenommen hievon sind Handwerksbetriebe, die nur von ^inilienmitgliedern geführt werden und steht es diesen frei, von der Kundmachung Gebrauch zu machen. Auf diese Weise wird den Betriebsführem die Möglichkeit gegeben, die ersten deutschen Weihnachten gemeinsam mit den Gefolgschaftsmitgliedern würdig zu feiern. Die Bevölkerung wird gebeten, ihre Einkäufe so einzurichten, daß der Betriebsschluß ohne Störung vorgenommen werden kann. Der Leiter des Arbeitspolitischen Amtes: HickeU UlEIUnnCHTSSTRIEZEl 10 dkg Margarine, 1 El und 2 Löffel Zucker werden schaumig gerührt, dazu werden noch 1 Ei und2 Lölfel Zucker gegeben und weiter gerührt Wenn die Masse schaumig ist. werden Maltg Mehl, innig vermengt mit einem Päckchen ^^QOi-PuIver, Päckchen Vanillinzucker, die Schale einer'*/] Zitrone (oder .Om-Citrakt). etwas Rum und zirita V« Liter Milch hinein vermengt. (Wenn vorrätig, kann man auch Rosinen und etwas Nüsse dazugeben.)'Der Teig muß ziemlich fest sein. Auf einem gefetteten Blech wild er bei ziemlich«Larkcm Feuer goldgelb gebacken Seite Ä »Marburger Zeitung« ?2. Dezetnher 1941" Nummer 237 yAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA4AAAAAAAAAAA Stadtth«at«r Marburg an der Drau Heute, MonU£, den 22. Deiomber, 20 Uhr Rin£ II des Amtes für Volkbildung MON IK A Operettt in 3 Akten von Nico Do«tal Kein Kirtenverkauf Morgen, Dienstag, den 23. Dezemt>er, 20 Uhr Oper in 3 Akten von W. A, Mozart Mittwoch, 15 Uhr: »üer Goldschatz am Bachem« (Kindervorstellung), abends spielfrei. Uonnerstag, 11 Uhr: »Der Goldschatz am Bachem«. 15 Uhr: »HMntel und Oretei«. 20 Uhr; »Wienerblut«. fruitaic, IK Uhr: »Der Goldschatz am Bachern«. 15 Uhr: »Hansel und Gretel«. 20 Uhr: »Mo nika«. Samstag: »Meine Schwester und ich«. Nonntag, Nachmittagsvorstellung: »Die tntführunn aus dem Seran«. Abendvorstellung: Wiener Wut«. 10057 Das sthönslm WmlhnmtMtBmMthmnk: 3twötfmrbl0ik**iaf/im99UtlUhmmt9rMmrtUi§ ^ 10119 ^ Verloren I Bordwanderbihing \on einem Lastwajjen suwic eine rote Plakette mit der Aut-schritt »Landrat Starnberg« wurde verloren. Gegen Belohnunc abzugehen Fahrbereitschart, Kelserstraße M. 10118 Ute Reichsbahndirektion Wien teilt mit: ~~ " Gütorannahmea und Ausgabo-dienst Bahnamtliche Abfuhr -Wagenladungsverkehr Am 24. Üe^cmber 1941 erstreckt sich die Abfuhr von Eil-lind I'rachtsttickgütern bis 14 Uhr, von Expreßgütern bis 17 Uhr. Am ersten Weihnaclitstag und am Neujahrstag ruht der Uüterannahnie. und Ausgabedienst bei allen üiiter- und Eil-«ufablertißungen. An diesen Tagen besteht auch keine Ver. pfiiehtung zur Entladung von Wagen. Am zweiten Weih-ijachtsfeiertag findet keine bahnamtliche Abfuhr statt. Gemfil'. der Verordnung des Heichswirtschaftsministers vom .'iO. De-xenihcr IIMO müssen Güterwagen am 2ti. Dezember 1941 (zweiter Weihnachtsfeiertag) und 28. Dezember 1941 ausgeladen werden. Nichterfüllung der Entladepflicht zieht Strafverfolgung nach sich. 10125 _Krejskr a nkenhaus Frieda u. Kundmachung Das Kreiskrankenhaus Friedau verlautbart, daß ab 1. Jänner 1942 eine volle chirurgische Tätigkeit im Kranken-liHiis aufgenommen wird. Operateur und chirurgischer Leiter ist der Primararzt lies Krankenhauses Pettau, Dr. Wilhelm Wessely. Sprechstunden jeden Dienstag und Freitag von VslO «,'ill Uhr vormittags. 10122 Der Politische Kommissar für den Landkreis Pettau: Fritz Bauer. Neuer Roller, Kinder-Dreirad-1er und seidener Lampen-schirm abzugeben. Goethe-Straße 19/1. 10127-4 Dreiteiliger Vorzimmerkasten, Kinderbett samt Matratze sowie diverse Möbel zu verkaufen. Hadgasse 4-11, rechts 10126-4 Schönes Oeschäftslokal in der Herrengasse zu vermieten. Angebote unter S'Kepräsenta-tiv« an die Verw. 10105-5 2u Kleiner flazeiger iiiiiiiiiiiinnimiinillllllinilllllllllllllllllllllllllllllllllllll » 9ii| bfl H RpL fflr £oteRdunit von Keanwoftbrlelen «trden M Rirt ^rechnet ^nzelsen.Anitahmtscblun' Am Täte vor erscheinen am 16 Uhr »KleHe An-Mlgea« verde« onr ttgev VareInMadan« d«» BctrMes UdcIi ta cflltlgeD Brielmarken) tulKenoininen MIndeilvebflh» fSr tin« Dringend« an die Verw. 10042-8 Harmonikaspieler für Cilll ab sofort gesucht. Ständige Anstellung. Anträge an Kapell, meister Santo Serpo, Cilli, Schloßbergstraße 9. 10123.8 Harzer.Edclroller, Sänger und \\'eibcheu — das schönste Geschenk. Fiedler, Mnh'trasse ZI. V 21.01/41. Verlautbarung Die Verordnung des Chefs der Zivilvcrwaltung in der Untersteiermark vom 21. Ju* 1941, Vcrordnungs- und Amtsblatt Nr. »^3, betreffend den Umgang mit Kriegsgefangenen, schließt auch das Verbot für Oewerbs- und Handelsleute in sich, Waren jeder Art an Kriegsgefangene zu vcrkoufen. — Zuwiderhandelnde werden gemäß Punkt 9 der Verordnimg des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark vom 14. April 1941 mit Geld.-oder Freiheitsstrafen oder mit beiden Strafen bestraft. Die Polizeiorgane wurden angewiesen, Übertreter dieses Verbotes unnachsichtlich der Bestrafung zuzuführen. 10129 gez. Dr, WalhMT. Reines, möbliertes Kabinett, beheizbar, mit Beleuchtung, für alleinstehenden Staatsbe amten gesucht. Anträge un- ' ter »Staatsbeamter« an die Verw. I0006-(i D i c Marl»««®' Zeiti»** e ti ö r t in Meie tim» Unieriaiitfi yeränd^runw Im Handelsregister A II 120 des Qcrichtes In Marburf an der Drau wurde am 12. November 1941 bei der Firm« Wortlaut: Miho Vahtar, Atelier tür Kunstbuchbinderei, früher: Atelje za umetno knjigove^tvo Miho Vahtar, izdelovanj« ükvirjev, Maribor, Gospotka ul. 24 Sitz: Marburg, Herrengasse 37 Betriebsgegenstand: Buchbinderei, Papierhandlung und Hah- menerzeugnisse folgende Andürung eingetragen: Beichlagnahme de« Vermögt jer Wirtschafter Herr Berkittch Erwin ia Jens der Firm« Veräfiderunff Im Handelsregister A II 273 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 13. November 1941 bei der Firma Wurllaut: »Kuda», früher Ruda« Stanislav Kotoun Sit/: Marburg lietriebsgegenstaiidr AVctallgießeiei folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr ing, Bühl Joset, Mar-bürg, Tegetthoffstralk 43, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er untei die rirmenstampiglic die Wirtschafterbestellungsstampiglie aut. drückt lind eigenhämlig seine Unterschritt mit Vor- und Zunamen beisetzt Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichernder A\aßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau 09R1 Gezeichnet: Dr. Hartwig. Vcränderiinff Im Handelsregister A II 2(54 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 13. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Pas Anton Sitz: Marburg Betriebsgegenstand: Moden, und Galanteriewarenhandiung folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Kodella Adolf, Mar. bürg, Magdalenienstraße 18, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die Firme.istampiglie die Wirtschafterbestellimgsstampiglie autdrückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- und Zunamen beisetzt. Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte tür die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau 9980 Gezeichnet: Dr. Hartwig, Infolge der wurde für diese der Marburg, Edmund.Schmld-Gaase, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die Firmenstampiglie die Wirtschafterbestellungsstampiglie aufdrückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- und Zunamen beisetzt. üer Chef der Zivilverwaltung In der Untersteiermark l>er Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau 9970 Gezeichnet: Ür, Hartwig. ■V Veränderung Im Handelsregister A II 229 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 13. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Fabrik »ZIatorog« Draöar & Co. Sitz: Marburg Betriebsgegenstand: Seifenfabrik folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma — Anteil Drafar Oskar — wurde für diese der Wirtschafter Herr Lettner Richard, Marburg, Tcgetthoffstraße 1, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma — Anteil DraiJar Üskar — indem er unter die Firmenstampiglie die Wirt-schaflerbestellungsstampiglie aufdrückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor. und Zunamen beisetzt. Der Chef der Zivilverwaltung in der Unlerstelermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau. « 9979 Gezeichnet: Dr. Hartwig. Veränderung Im Haiulelsregistur A II 187 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 12. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Cebokli Josef Sitz: Marburg Betriebsgegenstand: Bäckerei folgende Änderung eingetragen: Inlolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Auer Martin, Marburg, Domgasse 1, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die l'irma, indem er unter die tirmenstampiglie die Wirtschafterbestellungsstampiglie aut. drückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- unJ Zunamen beisetzt. Der Chcl der Zlvllverwultung In der Untersteiermark Der Beauftragte lür die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburn a. d, Drau tKj7a ue/eichuet: Dr. Hartwig. Vmrändwung Im Handelsregister A II 67 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 12. November 1941 bei der l-irma Wortlaut: Magerl Peter Sitz: Pckel bei Pöltschach Betriebsgegenstand: I lolzindustric folgende Änderung eingetragen Infolge der Btschlngnahme des Vernnigens der Firm.i wurde lür diese der Wirtschafter Herr Marenetz Matthlas, Marburg.Neudorl, Unterrotweinerstraße 38, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indenf er unter die Firmenstampiglie die Wirlschalterbestellungsstampiglie aut. drückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Voi und Zunamen beisetzt. Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte tür die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau 9974 (iezcichnet: Dr, Hartwig. Veränderung Im Handelsregister A II 178 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 25. November 1941 bei der Firma V/ortIttut: Snoj u. UrbanciC Sitz: Pettau Betriebsgegenstand: Galantericgeschäft folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Seewann Eduard trt Pettau bestellt. Der WirtschaftiT /eichnet die l'irma, indem er unter die Firmenstampiglie die Wirtschalterbestellungssiampiglie aut-drUckt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- und Zunamen beisetzt Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelne^ rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau •1077 Ueiieichnel; Dr. Hartwig.