^mbacher Zenung. ^! TOT. Freitag am 3. September »85T Die „L.iil'lichei Z..i^„^« srschrint, mit ?l>^nal)M!' der Sonn- >i,w ss.^rtaac. täglich, n»o foitet sci,ümt ^n Vnlaqen im Comptoir q an jjäbrig ll jl., ftalbjäbrig 5 il. 30 kr, mit K rc nz b.,» d nn Cumvtoir ganzjährig l2 st., hall', ährig tt il. Für die Zili^llmig ln's HauS »uw balb, ä h r i g :^st fr. mchr ^u cütrichten. M it der H n st Porto» frci gan^jäsiriq uittcr Krcuzl'.nift und qct'rucktcr Adresse l.'i ff., halbjährig 7 ft. :j0 fr, ^ I„ s, ra t > l'»sg el'i, b r nir .inc Sl'(,lten.. snr ziunnialige ^ fr., snr dreini^ligc ^ fr. (5. M. Inftrate bis 12 Zeilen toilen l st. s»r » Mal, >'»<> fr, siir 2 Mal mid 40 lr. für 1 Mal einznschaltr» 3u ousm ft!rbl!l)r!!i ift »ach dlül „provisorischen Gcsttze vom !s.rt!l,'!!-?stN'el" noch ^0 fr. für eine jedesmalige Einfchaltnng hin^u z» rechnen. Amtlicher Theil. 1/!!2 wegen Raub 27li, wegen Mord 177, wegen Einbrnch 60, wcgeu Diebstahl und Betrug 11.996, wegen Vrandleguug 200, wegen Hochvcrrath ^, wegen Falschmünzerei 3ij, wegen Verfälschung öffentlicher Creditspapiere 4!',, wegen Spionerie 2.> , somit wegen Crimiualverbrechen und Vergehen insgesammt 12.716 Aufgreifungcn und Verhaftungen Statt- Da nur unvollständige criminalstatistische Ausweise von den Jahren 1848 und < 849 erst vorliegen. — unvollständig, weil sie nicht die gesammte Mon. archie umfassen -- so läßt sich bloß approrimativ, obwohl überzeugend genug, bestimmen, in welch' eingreifender Weise die Gensd'armcrie in den höchsten Sicherheitsrücksichten thätig war. Es waren im Jahre 1849 in den ehemals sogenannten dentsch - erbländischen Provinzen 226 neue Untersuchungen wegen Brandlegungen eingeleitet wor-d"'- Im abgelaufenen dritten Quartale dieses Ver-waltungsjchn's lmd aber wegen Brandlegungen allein " ' °"U für Rechuuug der obgedachten Provinzen mca ,00 diesige Verhaftungen durch die Gensd'-daü"t>" ^'^°'"'"""- Es ergibt sich schon hieraus, ß oer. bet Weitem größte Theil der Uebelthäter dem wachsamen Auge der Gensd'armerie während ihres Bestehens nicht entgangen ist. Wegen Diebstahl, Veruntreuung und Betrng wurden in dem in Rede stehenden Quartale 11.996 Individuen verhaftet; dieß entspricht einer Iahres-ziffer von beiläufig 44.000 Individuen. Es ergaben sich in den deutschen und italienischen Provinzen im Jahre 1849 derartige Fälle in der Zahl von 11.436. Eine flüchtige Vergleichung lehrt wieder, welch' hoher Grad der Eigenthumssicherheit durch das Institut geschaffen worden ist. Eine der trefflichsten Seiten seiner Wirksamkeit ist aber das Zuvorkommen, womit Verbrechen und Gesetzesübertretungen häufig im Keime unterdrückt werden. Wenn man in Erwägung zieht, daß in dem besprochenen Quartale allein 81.794 Individuen ans guten Gründen wegen Verdächtigkeit und Paßlosig-keit in Haft genommen worden sind, so liegt der Rückschluß nahe, daß durch diese tief eingreifende Handhabung der SicherheitSvorschriften einer Menge bedenklicher Sichcrheitsstorungen Erfolgreich vorgebeugt ward. Die Gensd'armerie trägt noch wesentlich bei, die gute Sitte „nd die äußere Ordnung im öffentlichen Leben ungestört ?l, bewahre,,. So winden im dritten Quartale 9A44 Ruhestörer ,md sonstige Erce-denten festgenommen, deren Benehmen sonst bei der Schwäche der Patrimonialbehbrden großencheils ungestraft, ja ungerügt geblieben wäre. Berücksichtigt man noch. daß die GenSd'armerie sich anch in der Aufgreifung von Schwärzern und Gefällsübertretern, somit auf einem Gebiete, welches ihrem Bernfe ferner liegt, eben so thätig als erfolgreich bewährt, so ersieht mau leicht, wie sehr dieses Corps geeignet nnd befähigt ist, die öffentliche Ver-wallung der verschiedenartigsten Dieustzweige zu un< terstüpen. Was die Menge der von der Gensd'armerie vorgenommenen Amtshandlnngen betrifft. so bestand sie in dem mehrerwähnten Quartale aus 340.603 Patrouillirungen, aus 102.321 stelbstständigen, und ans 11.346 solchen Amtshandlungen, wobei ihre Mitwirkung sonsther in Anspruch genommen worden war. Diese Zahlen sind selbstsprechend, und geben daS schönste Zeugniß von dem außerordentlichen Umfange uud der Energie ihrer Berufsthätigkeit. Oesterreich Wien, 31. August. Betreffend die verschie-denen aus dem Auslande eiulangendn, Druckwerke, habeu vom l. September 18.'l2 an, folgende Bestimmungen zu gelten -. Alle auS dem Auelande einlangenden Büchersendnngen, dieselben mögen in ganzen Ballen oder unter Kreuzband einlangen, sind an die zur zollamtlichen Behandlung uud Revision derselben berufenen Hauptzollämter abzuliefern. Für Nicder-österreich ist zu diesem Behufe das Hauptzollamt zu Wien, für Oberösterreich das zu Linz, für Salzburg das zn Salzburg, für Böhmen das zn Prag, für Mähren die zu Brüun und Olmüy, für Schlesieu das zn Troppau, für Galizien mit Krakan und der Bnkowina die zu Lembelg, Krakau und Czernowiy, für Ungarn die zu Pesth, Preßburg und Oedenburg, für die Woiwodina und das Banal das zu Temes-var, für Siebenbürgen die zn Hermannstadt und Kronstadt, für Steiermark das zu Gray, für Kram das zn Laibach, für Tirol die zu Innsbruck uud Trieut, für die Lombardie und Venedig die zu Mailand, Verona uud Venedig, für das Küstenland das zu Triest, für Croatien und Slavonien die zu Agram und Fiume, endlich für Dalmatien das zu Zara bestimmt worden. Die mit der Fahrpost einlangenden derartigen Sendungen werden dnrch die k. k. Gränz-zollämter znr Stellung an die zuständigen Hauptzollämter angewiesen werden; die mittelst der Brief-post unter Kreuzband einlaufenden Büchersendungen dagegen sind von denjenigen k. k. Postämtern, welchen sie unmittelbar aus dem Auslande zukommen, oder wenn dieselben nach einem Orte lauten, in wel> chem sich ein Hauptzollamt erster Classe befindet, von dem Abgabspostamte vor der Ausfolgung an die Adressaten, und beziehungsweise vor ihrer Weiterkam tirung, an das nächste der erwähnten Hauptzollämter 1. Classe im Wege der in diesen Orten befindlichen Postämter zu leiten. Von dieser Stellnng zu den Haupczollämtern sind nur die periodischen Druckschriften, denen der Postdebit bewilligt ist, ausgenom: men. Nücksichtlich deS Postdebits hat es jedoch von dem bisher festgehaltenen Grundsätze, daß ansländi-sche Zeitungen als stillschweigend verboten anzusehen sind, weun sie in dem postämtlichen ZeituugevreiS: Verzeichnisse nicht aufgeführt erscheinen, mit dem obigen Zeitpuncte abzukommen, und es werden den f. f. Postämtern die einzelnen, gegen den Bezug und die AuSfolgung ausländischer periodischer Druckschriften gerichteten Verbote von Fall zu Fall bekannt gegebin werden. Jene ausländischen Zeitschriften, deren Ve-sörderung mit der Postanstalt bisher untersagt war. bleiben hievon auch bis auf weitere Weisung ausgeschlossen. Auf die durch solche besondere Anord« nungen verbotenen periodischen ausländischen Schriften sind von den k. k. Postämtern weder Pränume-rationen anzunehmen, noch ist deren Beförderung durch die k. k. Posten überhaupt zuzulassen. Die vorstehenden, über die Behandlung ausländischer Druckschriften überhaupt und bezüglich der verbotenen periodischen Blätter insbesondere erlassenen Anord-nnngen, haben ans jene periodischen oder nicht periodischen Druckschrifteu, welche von den Mitgliedern deS a. h. Kaiserhauses, von den k. k. Ministerien oder obersten Verwaltungsbehörden bestellt oder an dieselben eingesendet werden, keine Anwendung, und es sind solche Druckwerke stets ohne Aufenthalt an ihre Adresse zu befördern. Wicn, 3l. August. Se. kaiserl. Hoh. Erch. Johann war ncuestens wieder von einem mehrtägigen leichten Unwohlsein befallen, ist aber nach den lemen Nachrichten wieder vollkommen hergestellt. - Der FZM. Freiherr v. Heß, Ehef der Cen« traloperations-Kanzlei Er. Majestät deS Kaisers, welcher einer Emladung Sr. Maj. des Kaisers von Nußland „ach St. Petersburg gefolgt war, um den dortigen Truppeuübungen beizuwohnen, befindet sich bereits auf der Rückreise uud trifft sammt seiner mi« litärischen Begleitung nächster Tage hier ein. — Auf den Trains der hiesigen Eisenbahnen wird jcht eine sehr zweckmäßige und einfache Signa-lisirungs-Vorrichtnng erprobt.. Dieselbe besteht aus einem an den Locomotive,, gehefteten Spiegel, so, daß der Führer im selben jedes Zeichen der Conduc-teure wahrnehmen kann. — Am 2. September brei Lehrzimmer bestehen, und die einzelnen Classen n eine untere und obere Abtheilung mit einigen ^ehrzimmern geschieden sind, da ist schon jetzt ein llufsteigen der Lehrer mit den Schülern aus einer Abtheilung in die andere einzuleiten. Es wird 2. Jache der Schuldistrictsaufseher sein, im Einverständ-usse mit den Schulvorstäudcn zn bestimmen, ob und rann bei einzelnen Schulen noch ein weiteres Fortgehen der Lehrer mit den Schülern nach der Vefähi-luug der ersteren uud mit Hinsicht auf das Wohl lller Schüler möglich se«. 3. Die Verwendung der iehrer in den einzelnen Schulclassen hat sich nicht »ach der Dienstzeit, sondern nach der individuellen Befähigung zu richten, weßhalb auch die Stellung in mer höhern Classe nicht immer über das Nangver-Mtniß der Lehrer untereinander entscheidet. 4. Der Lehrer in einer untern Classe soll sich jedoch alle Kenntnisse für die höheren Classen zu erwerben trach« ten. ü. Um Einheit in den Unterricht und Uebereinstimmung in di« Behandlung der Schulen zu bringen, hat ein jeder Oberlchr« monatliche Konferenzen mit den Unterlehrern zn halten, und sich mit ihueu über deu Lehrplau, die Uuterrichtsweise. den behandelten Lehrstoff, die benutzten Lehrmittel, die erzielten Fortschritte und das sittliche Verhalten der Schüler, so wie über die Vorkommnisse in und außer der Schule, insoferne letztere sich auf diese beziehen u. s. w., zu bespreche». Daß es von Nutzen sein wird, wenn der Ortsseelsorger oder zuweilen auch der Schuldistricts-Aufseher diesen Besprechungen beiwohnt, verficht sich von selbst. — Nie man aus Mautua schreibt, sind die Urtheile der politisch Angeklagten aus der Gesellschaft des Todes gefällt und dem FM. Grafeu Nadetzky zur Unterzeichnung der Vollziehungs-Clausur vorgelegt worden. Die Urtheile laute» wegen Hochverrat!) auf deu Tod. — Der König und die Königin von Hannover werden am 2. Sept. nach Stuttgart reisen, uud dem nahe verwaudteu Württemberg'scheu Hofe und besonders der hochbetagten Großmutter der Königin eiueu Besuch abzustatteu. - - Der Köuig von Schwedeu ist am 2.i. in Zürich unter dem Namen eines Grafen von Tulgarn angekommen uud hat im H<»tel Baur sein Absteigquartier genommen. — Das neueste preußische „Postamtsblatt" bringt eine Verfügung, durch welche die Benutzung der Post-freimarken und gestämpelleu Brief-Couverts zur Fran-kiruug uicht uur den innerhalb des preußischen Post-gebietes verbleibenden und deu nach deutschen Post-vereiusstaaten bestimmten, sondern auch zur Frankiruug aller soustlgeu uach dem Auslande gehenden Vriefpost-Sendungen gestattet wird. — Dem „New-Vorker Journal" eutnehmen wir die Notiz, daß ein Mitglied der Familie Vonaparte und naher Verwandter des französischen Präsidenten gegenwärtig in der nordamerikanischen Armee dlent. Derselbe ist vor Kurzem mit noch 42 Cadettcn aus der Militär-Academie von West-Point in den activen Dienst übergetreten; er heißt Jerome Napoleon Vo-. naparte, ist der Enkel vom Erkönig Jerome, dem jepigen Senatspräsidenten, und somit Vetter Louis Napoleon's. Seine Großmutter, Madame Patterson, war die erste Frau des Exkönigs Jerome und lebt von ihrem sehr beträchtlichen Einkommen in Baltimore. Wien, 1. Sept. Das k. k. Ministerium für Landescnltur und Bergwesen hat im Einverständnisse mit jenem des Cultus und Unterrichtes beschlossen, an der k. k. Montan-Lehranstalt in Leoben, vor der Hand einen Vorbereitungsjahrgang zu dem Ende zu errichten, damit absolvirten Juristen uud außerordentliche« Zuhörern die Gelegenheit geboten werde, diese Montau-Lehranstalt zu besuchen und die ihnen noch fehlenden Kenntnisse aus der practischen und dar> stellenden Geometrie, aus der Mechanik, dem Zeichnen, der Chemie, Mineralogie, Geologie und Paläontologie, im Verlaufe eines Jahres in dem Grade sich anzueignen, um für die Fachstudien vorbereitet zu sein und unter Nachweisung guter Fortschritte in den Vorberei-tungsgegenständen, in die practischen Jahrgänge dieser Lehranstalt übertreten zu können. Ans der Reihe der absolvirten Iuristeu wird die Aufnahme in den fraglichen Curs als ordentliche Zuhörer, nur solcheu gestattet, die schon währeud ihrer juridischen Studien das Bergrecht gehört und dadurch ihren Eifer für ihre Ausbildung im montanistischen Fache uud ihren Beruf zur einstigen Verwendung bei den Verggerichten und den Verglehensbehörden, wozu juridische und Vergwerkswissenschaften erforderlich sind, bewiesen haben. Der Unterricht in dem fraglichen Vorbercitungs-jahrgauge zu Leoben beginnt mit dem !. November 1862, was mit dem kundgemacht wird, daß Diejenigen, welche entweder als absolvirte Juristen oder aber nur in der Eigenschaft als außerordentliche Zuhörer, die bezeichnete k. k. Montan-Lehranstalt zn besuchen wünschen, vorläufig ihre Aufnahmsgesuche an die Direction dieser Lehranstalt zu richten haben, wobei noch bemerkt wird, daß zur Aufnahme in den Montan-Staatsdienst bei den Bergbehörden zwar nebst den juridischen, die mit gutem Erfolge als ordentliche Zuhörer zurückgelegte» Studien dieses VorbereituugSjah-res und der darauf folgenden beiden practischeu Jahrgänge der Leobuer oder Przibramer Moutau-Lehraustalt genügen, daß jedoch für den technisch»montanistischen Staatsdienst die bis nun vorgeschriebenen Studien auch in Zukunft gefordert werden. Innsbruck, 28. August. Gestern Vormittags ist Se. k. k. Hoheit der Erzherzog Rainer mit Ge-malin hier eingetroffen, und im Gasthof „znr goldenen Sonne" abgestiegen. Wie verlautet werden Se. k. k. Hoheit einige Tage m Innsbruck verweilen. Deut l ch l a ,l d. Verliu, 2l). August. Die Kündigung der Verträge von 1844 uud 18K2 mit Belgien soll in diesen Tagen erfolgen. So viel man indeß hört, wird die mit den Handelsverträgen im Zusammenhange stehende Convention von l84tt, welche durch den Vertrag vom !8. Februar d. I. gleichfalls noch provisorisch verlängert wurde, als für sich bestehender internationaler Vertrag bis zum 1. Jänner 18ll4 aufrecht erhalten bleiben. Auf diese, die gegenseitige Unterdrückung des Schleichhandels betreffende Verein-barung erstreckt sich die Künoigungsclausel der Februar-colivention nicht, weßhalb es zulässig ist, ohne Präjudiz für die letztere, jene bis zum Ablauf der Vertragszeit fortbestehen zu lassen. Am Aisten feierte der Bischof Dr. Ritschl in Stettin sein 2.'ljal)riges Vischofsjubiläum. Eine Deputation der Pommer'schen Geistlichkeit beglückwünschte ihn und überreichte ihm die Stiftuugsurkunde eines z" seinem Andenken gegründeten Stipendiums. Die Versammlung begab sich sodann, geführt von den» Bischof, zur Audienz bei Sr. Maj. dem Kömg- Se. Majestät trat sofort dem Bischof entgegen und sprach: Er wünsche dem Bischof Glück zu dieselN seinem Feste, und daß es ernst damit gemeint sei, das würde er abnehmen können auS den lange bestehenden Beziehungen, in denen sie gestanden. Da-ranf erwiederte der Bischof: „die Pommer'sche Geist' lkhkeit habe es sich nicht versagen können, heute vor Sr. Majestät zu erscheinen, sie, die in den Tagen der Gefahr und des Aufstandes stets tren znm Könige gestanden und die Treue bewahrt hätten." Se. Majestät sprach sich darauf anerkennend über die Treue der Pommer'schen Geistlichkeit aus und deutele darauf hin, wie wohl noch Tage kommen dürften, in denen sich die Treue zu bewähren habe. Darauf entließ Se. Majestät die Geistlichkeit. — Bei dem im königl Schlosse zu Stettin aM 26. August stattgefundenen Diner brachte der König folgenden Toast aus: „Ich trinke auf das Wohl des zweiten Armeecorps und wünsche, daß eS wie mei" zweites Regiment da, wo es gilt, im Felde niem^ das zweite sein möge." V e l g i e n. Vrnssel, 26. August. Die „Indepeudance" widerspricht dem Gerüchte, als würdeu die Kammern ehestens zu einer außerordentlichen Session einberufen. Wahrscheinlich sei nur, daß die gewöhnliche Session um einen Monat früher beginnen würde, um den Handelsvertrag mit Frankreich zn beralhen. Ans dem Bericht der Direction der Lurembur-ger Bahn an die Actionäre geht hervor, daß die Bahn von Brüssel nach Namur mit dem 31. December <8ll3 vollendet sein soll, so daß sie im Frühling l834 der Circulation übergeben werden kann. Man ist jetzt schon mit den Erdarbeiten von Namur nach Arlons beschäftigt. Die Direction ist der Ansicht, daß nach Vollendung der Bahn bis Namur man die weiteren Capitalien zur Erbauuug unter günstigeren Vedingungeu als heute erhalten köune- I r a ll k r e i ch. Paris 27. August. Eine in den Annalen ^ Kirche in Frankreich seltene Begebenheit fand a«" Himmelfahrtstage in der Kirche Notre - Dames-^ Victoires Statt. Der hochw. Hr. Palegoir, Bisch" von Siam, hielt das Amt. Neben ihm stand der Negerpriester Santa Maria, aus dem König"'^ Congo, der als Sclave anf dem Markte zu M"^ drien durch einen italienischen Priester qekanft w»^ und jetzt in sein Land znrückkehrt, nm das Licht de Glanbens unter seine Brüder zu bringen. Herr i^ combe, juuger Priester aus dem Seminarinm «""^^ Geiste und Sohn einer angesehenen Familie im A " nigreich Gorna, diente alö Diacon. Herr Mikalon"«y, 863 polnischer Priester, versah die Fnnctionen des Erz-diacons. So waren auf dem sammetnen Thron, oberhalb dessen ein reich gezierter Baldachin mit weißen Federbüschen angelnacht war, die Kirchen von Europa, Asien, Afrika vertreten und wenn nicht ein Mißverständnis; obwaltet, hat auch die Kirche von Amerika ihren Vertreter gehabt. An einem Fnsie des bischöflichen Thrones bemerkte man zwei jnnge Negerkinder in ihrer Landestracht, die durch ihre einfache und bescheidene Haltung zur allgemeinen Erbauung beitrugen. Das „Journal des Debats" resumirt die Lage von Algerien, wie folgt: „Insnrrectionrlle Vewegnn-gen waren anf verschiedenen Puncten Algeriens ausgebrochen. Alles ist jeltt ruhig, abcr die jüngsten Ereignisse beweisen. dasi die Kraft der Waffen und die thatigste, Wachsamkeit »och wahrend langer Zeit die einzigen Bürgschaften für den Frieden und die Sicherheit sein werden. Ein unheilvolles Symptom hat sich in der bis jel)t so ruhigen Provinz von Konstantine gezeigt. Man sah die Stamme des Bezirkes von Bona uud Gnelma MM) die Waffen ergreifen zum barschen Angriff der isolirten französischen Wachposten und Arbeiter. Welcher Ursache soll man die Anfstände zuschreiben? Das Regime, dem die Araber und dle Kabylen von uns unterworfen worden sind, ist weder grausam noch drückend uud »vie Iedermand weiß, auch nicht von Erpressungen begleitet. Wir beschüftcen sie selbst gegen die Ungerechtigkeit und die Habsucht ihrer eingebornen Chefs. Wir znhen ihre Landereien nicht eiy zu Gunsten der Colonisirung; wir kaufen und bezahlen sie. Wir lassen die Araber alle von unsern Gesetzen zu Guusteu des Gruudeigeuthums sauctiouirten Rechte genießen. Aber es eristirt bei diesen Völkern eine Triebfeder des Hasses und Krieges, den die Zeit und eine sehr lange Zeit allein wird schwachen können, nämlich der religiöse Fanatismus, die tiefe Unwissenheit und Leichtgläubigkeit dieser Völker, die immer zur Annahme alles dessen bereit sind, was ihrem Glaube» oder ihrem Stolz schmeicheln kann. Man weiß übrigens, daß die aus Marokko herstammeiideu geheimen Gesellschaften diese Gefühle des Hasses zn erhalten suchen und eine permanente Verschwörung, die ihren Sil) in Marokko hat, dahin strebt, den muselmäuui-schen Krieg gegen die Christen unaufhörlich anzufacheu. Die französischen Generale uud Soldaten, stets voll Festigkeit und Hingebuug, stets von ihrer kriegerischen und civilisirenden Mission dnrchdrnngen, haben die jüngsten Complotte vereitelt und sie werden die Erobernng, die Frankreich ihrer Tapferkeit vcr-dankt, für immer aufrecht halten." Zu Paris begab sich am 24. Augnst ein tragisches Ereigniß. Ein früherer Schuhmacher, der von seinem erworbenen ansehnlichen Vermögen lebte, zeichnete sich schon langst durch abstoßendco, menschenfeindliches Benehmen aus, weßhalb er auch fast mit Niemandem verkehrte. Gegen seineu längst erwachsenen einzigen Sohn — er selbst war schou hochbejahrt und Witwer —, der sich stets musterhaft aufführte, gab er schon langst eine Abneignng kund, deren Ursache er selbst nicht anzugeben wußte. In der lebten Zeit war seme üble Laune fast unerträg-. Itch geworden; er wollte keinen Menschen sehen, und sein ^ohn »eichte umsonst, zu ihm zu gelangen. Am 24sten d. klopfte er wiederholt an des Greises verschlossene Zimmerthür; endlich öffnete dieser, hieß ihn mit rauhen Worteu sich entfernen. Der Sohn versicherte, er habe über eine wichtige Sache mit ihm zu reden. „Geh' zum Henker!" rief wüthend der Alte; plöylich aber ruhig werdend, sagte er höhnisch lächelnd: „Du mußt also durchaus mit mir reden? Nun gut, gch' in deu Hof, dort werde ich bich empfangen." Der an seine Sonderbarkeiten ge-"ohiite Sohn giug in den Hof, und spazirte fünf Minuten lang auf und ab, als plöylich eiu schwerer Korper vor ihm niederfiel. Mit Entsepen erkannte " ln der vor ihm liegenden Leiche seinen Vater, der U ) aus dem Fenstcr s^nes Schlafzimmers hinabge-."^ hatte, wo man auf dem Tische M) Fr. und zu?" 3^ ""'land, des Inhalts, daß diejes Geld werd s " ^'" ^'" Leichcnbeglcimng verwendet -----5ü_^- Der Alte hatte leider dasür gesorgt, daß sein Haß den Sohn auch uoch nach seinem Tode treffe; er hatte nämlich drei Tage vor dem Selbstmorde sein ganzes Vermögen gegen eine lebenslängliche Rente an eine Versicherung? - Gesellschaft übergeben, und der Sohn ist jetzt völlig mittellos. Paris, 23. Angnst. Der mchtoffic. Theil des „Monit." wiederholt die Note, in welcher die Prä-fecten anfgefordert worden, die Reiseroute und die Zeit des Aufenthaltes des Präsidenten in den vc» schiedenen Orten, die er auf seiner Fahrt berühren wird, vorher bekannt zu gebeu, da es ihm leid ist, unter der herbeiströmenden Bevölkerung nicht länger verweilen zu können. Der Präsident wünscht auf diese Weise die Ansammlnng der Bevölkerung zu vermeiden, wofür er oft ulcht ein Mal seinen Dank auS-sprechen kann. —Der nichtoffizielle Theil meldet noch Folgendes: Die Gemeinderäthe aller Städte, welche der Pri»z>Präsioeut auf seiuer uächsten Reise berühren wird, haben bedeutende Summen für seinen Empfang bewilligt. Es si-id dieß kostbare Beweise der Sympathie für ihn; er fühlt sich hiedurch lebhaft berührt und fühlt sich glücklich, hiefür schon heute seineu Dank aussprechen zu können. Da es aber der Zweck der Reise des Staatsoberhauptes ist, mit Vevöl-keruugeu in Berührung zu kommen, die zu besuche» ihm bis jel)t noch nicht gestattet war, ihre Interessen an Ort und Stelle zu studiereu und sich mit ihnen über alle realisirbaren Verbesserungen zu verstäudigeu, so würde er die Veranstaltung von allzu glänzenden Festlichkeiten minder gerne sehen; es würde im Gegentheile Befriedigung gewähren, zu vernehmen, daß ein Theil der bewilligten Summen zu Gnnsten der bedürftigen Classen und zu wohlthätigen Zwecken verwendet wurde. Der Prasideut wird auf dleser Reise von den Ministern Persigny, Maupas, Ducos und Foutonl begleitet werden. Am 1'!. September wird er Paris verlassen, und auf seiner Reise in Lyon. Grenoble, Marseille, Toulou und Vordeaui längeren Anfent-halt nehmen. Am 6. October gedenkt er nach Paris zurückzukehren. Die Nede. die La Rochejaquelin bei Eröffnung des Generalrathes im Departement D.ur - Sevres als dessen Präsident gehalten hat» erregt großes Aufsehen. Der Marquis sagt sich in derselben förmlich von den Gesinnuugen seiner Vorfahren los, er schwört die Legimität ab. um sich dem Erwählten des 2. December anzuschließen. Die meisten Minister, welche abgereist waren, um das Präsidium der Generalräthe zn überuehmen, sind seit gestern nach Paris zurückgekehrt. Die „Pa-trie" meldet, daß sie in den Departements mit den lebhaftesten Beweisen der Sympathie aufgenommen worden sind. Paris, 29. Augnst. Ein Decret des Präsidenten der Republik hebt das Elitecorpo der Marine auf, und stellt eine Gleichförmigkeit der Uniformen der Marine-Infanterie her. Ueber die Adressen der Generalräthe enthält die „Patrie" folgende Note: Nach den Wünschen der Generalräthe, die wir heute mittheilen, ist nicht mehr zu bezweifeln, daß das Dankgefühl und der Wunsch, die Staatsgewalt in den Händen des Prinz - Präsidenten zu befestigen, ein allgemeiner ist. Man hätte Anfangs glauben können, daß dicse Wünsche nur der Ausdruck einzelner Generalräche sind, jeyt aber ist kein Zweifel mehr, daß dieß der Wnnsch uud Wille vou ganz Frankreich ist. Die „Patrie" enthält über die Reise des Hrn. Persigm) nach London Folgendee: Die Anwesenheit des Hrn. v. Persigny in London mnßte die Phantasie der Nenigkeicokrämer i» Aufruhr versetzen, uud es fehlte auch daran nicht. Wir uusererseits glauben, daß die Einfachste Erklärung ist, der Minister habe die kurze Zeit seines Urlaubs tazu verwenden wollen, eine Reise zu macheu, welche für ihn eben so sehr eine Erholung als ein Smdmm ist. Wie dem auch sei, wir können uns hiezu nur Glück wünschen, denn England wich nur Gelegenheit haben, in einem der ausgezeichnetsten Mitglieder des gegenwärtigen Ministerinms die vorzüglichen Männer kennen zn lernen, welche Frankreich regieren. General Haynau besichtigt die Sehenswürdigkei- ten von Paris. Vorgestern besichtigte er den Dom der Invaliden, gestern sah man ihn auf dem Boulevard deS Italiens bei Tononi. N u ß l a n d. St. Petersburg, 20. Aligust. Vom Kriegsschauplay im Kaukasus sind folgende Nachrichten eingegangen: „Nach seinem mißlungenen Unternehmen gegen die Ebene des linken Flügels der lesgischen Linie zog sich Daniel-Bek anf die Höhen des Dscharo-Belokan'scheu Militärbezirks zurück und begann die Weiler an beiden Ufern des Samur zu befestige». Um ihn von dort zu vertreiben, wurde dem interimistischen Chef der lesgischen Linie, Generalmajor Baron Wrangel, vorgeschrieben, sogleich, nachdem der Schnee geschmolzen, in die Berge vorzudringen, nnd zugleich dem die Trnppen im kaspischen Gebiete interimistisch commandirenden Generalmajor, Fürsten Orbelian, befohlen, die Truppen, welche er entbehren konnte, nach dem Fort Lutschet dem Baron Wrangel zur Verstärkung zu senden. Diese combinirte Bewegung ward durch einen vollständigen Erfolg gekrönt. Generalmajor Baron Wrangel zog sein Detachement in Sakataly zusammen, rückte am 28. Juni durch den Ielisni-Paß über Sarnbasch nach Kurdnl, wohin zu gleicher Zeit, von Lutschet über Gelmez, die vom Generalmajor Fürsten Orbelian entsandten vier Bataillone Infanterie, uuter Befehl des Generalmajors Wolkow, nachrückten. Der von zwei Seiten bedrohte Daniel-Bek war gezwungen, sich weiter nach Zachur zurückzuziehen, und am li. Juli besetzten unsere Truppen ohne Widerstand die Weiler Knrdul und Gelmez und zerstörten sie vou Gruud aus. Am «. Inli gin-geu die beidcu uuttr dem Befehl des Generalmajors Baron Wrangel vereinigten Detachements über den Samur und besetzten den Berg Kjaschal; diese Position beherrscht den Weiler Zachnr nnd bedrohte zngleich den Rückzug des Feindes. Durch das Beispiel der den zwei Weilern angediehenen strengen Züchtigung in Schrecken gesetzt, wagte er es nicht, den Kampf anznnehmen. und in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli floh Daniel-Bek schimpflich nach Irib mit sei-mm zahlreiche» Heerhanfen, bei dem sich die Par-thie» der Dschnrmutschen, Aizucho-Kapntschinschen, Chi-datlmschel, und Karachschc,, Raids befände». ?>ie Bergschlnchten wnrde» vom Feinde vollkomme,, gereinigt; alle Einwohner waren in ihre» Nicdellasslm-gen geblieben, uud man begann nnu, die Aule. welche dem Feiude geeignete Sammelpuncte zu Einfällen in den Velokan'schen Bezirk und den Nncha-Kreis geboten hatten, in die Ebene überznsiedeln. Diese Maßrregel trägt zur Sicherheit des linken Flügels der leskischen Linie bei. und entspricht zugleich dem Wnnsche der Bewohner dieser Aule, welche in ihrer bisherigen Lage ohne Unterlaß beunruhigt worden waren." Telegraphische Depeschen. — Trieft, 1. September. Die amerikanische Dampffregatte „Hyacinth" ist gestern mit dem i» der Sache des Missionärs King bevollmächtigten Com-Mlsär der Vereinsstaaten, Herrn Marsh, am Bord, hier von Athen eingelaufen. — Verona, :w. August. Abends tt Uhr brach hier in der Framon Chleva ein Brand aus, del^ ein Holzmagazin verzehrte. Hilfe war, besonders von Seite des k. k. Militärs, eiligst zur Hand; der schaden ist beträchtlich. — Berlin, ?.<. Angnst. Gestern gab Preußen seine Erklärung, welcher Honnorer, Braunschweig, Oldenburg und die Thüringen'schen Staaten sich angeschlossen hatten, in der Zollconfercnz ab. DaS Princip der Reconstitnirnng des Zollvereines vor dem Beginne von Unterhandlungen mit Oesterreich über einen Handelsvertrag wird festgehalten. Preußeu sei rrnstlich gewillt, nach der Reconstttuirung deö Zollvereines uud nach bezeichneten Verpfl'chtmigen, jedoch mit Ansschlnsi des Z ollein ig un gs-Principes, Unterhandlnngen über den Handelsvertrag einzuleiteu. Eine kürzere als 12jähnge Dauer des neuen Zollvereines wird verworfen. Die Konferenz wird bis 1.':. September vertagt, wo der Schlußerklärung der Coalition entgegengesehen wird. — Turin, 2!>. Angust. Alerander Dumas ist hier angekommen. «, ^ c« - Paris, :w. August. Nach Nachrichten aus Spanien befindet sich die Königin m gesegneten Umständen. Verlege, : Ig„. ». Hlcillmayr und Fedor Bamber«. Verantwortlicher Herausgeber: Iss«. V. Klcinmayr. Telegraphischer« Eours Vericht der Staatspapiere vom 2. September 1852. Etaatsschuldverschrtibungen zu 5 M. (in GM.) 96 7/16 detto ^ 1/2 « „ 86^ 1/2 Vf. Monat. 'AuM'ura,, für 1 «N Gulden (5ur., Guld, 117 3/4 Vf. Ufo. ^rausfnrt a.M., (für l2«st. südd. Äer ) elns'Nähr. i,»24 1/2 st. Fuji, Guld.) 117 Vf. 3 Monat. Hambnrl,, für 100 Thaler Aanco, Rtl,I, 1?5 1/2 Vf. 2 Monat. Lworno. für 300 Toscauische Lire, Guld, I «5 1/2 G. l Monat. London, für 1 Pfund Sterlin, Gulden ! ^^^ ^ Monat, Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Guld. 1«8 Vf. 2 Mon.t' Mars.il!., sür M» Fransen, . Gnld, 139 1/t 2 Monctt. l^aris, für 300 Frauk.» . . Guld. 139 1/2 2 Mon.n. Ooldl und Silber - Eunrse vo >» 1. ScPt. 1852. Vrief. Geld. Kais. Münz'Ducaten Agio .... — 251/2 dctto Nand- dto „ . . . . 25 l^olll al m»rca „ . . . . — 24 Napolconsd'or's „ .... — 9.23 SouuerainSd'or's „ . . . . — 16,'i0 Nuß. Inwerial „ . . . . — 9.44 Friedrichsd'ot's „ . . . . — 9.50 Engl. Sovcraings...... — 11.43 Silberagiu ..,,.... — 171/2 K. K. Latto.;iehungen. In Trieft am 1. September 1852: «7. 15. 8U. 13 7«. Die nächste Ziehuuq wird am II. September 1852 m Trieft gehalten werden. Getreid - Durchschnitts - Preise in Laibach am l. September 1852. Marktpreise. Magazins-Ein Wiener Metzen ^"''^ ______I st ! kr^IÜ st ^ kr Weizen ... 4 :w 5 — Kukurutz ... — ^_ ! 3 24 Halbfrucht . . — __ __ Korn .... 3 36'l/z i 4 — Gerste .... 2 37 ^ 2 40 Hirse .... - - ! __ - Heiden ... — — 3 6 Hafer .... l 35 ! 1 42 Z »22». Nr. 855«. Am 7. September l852, Vormittags 9 Uhr, findet die Verpachtung der Jagdbarkeit der Ortsgemeinde Schelimle im Hause des Herrn Bürgermeisters in Schelimle Statt, wozu Pachtlustige hiemit eingeladen werden. K. k. Bezirkshauptmannschaft Laibach, am I. September 1852. Z. 1593. (7) Nr. 12183. Orinn erung an die gesetzlichen Erben nach Franz Legat. Von dem k. k. Bezirksgerichte Marburg in Steiermark werden die gesetzlichen Erben des am 25. Juli d. I. verstorbenen Franz Legat, gewesenen Rentmeisters der Herrschaft Obcrburg, auf-gefordert, binnen einem Jahre, von dem unten angesetzten Tage an gerechnet, sich bei diesem Bezirksgerichte zu melden und unter Ausweisung ihres gesetzlichen Erbrechtes ihre Etbserkla'rung anzubringen, widrigens die Vcrlassenschaft mit Jenen, die sich erbserklart haben, verhandelt und ihnen eingeantwortet, der nicht angetretene Theil der Verlassenschaft aber, oder wenn sich Niemand erbserklart hatte, die ganze Verlassenschaft vom Staate als erblos eingezogen würde, und den sich allfallig später meldenden Erden ihre Erbsansprüche nur so lange vorbehalten bleiben, als sie durch Verjahruug nicht erloschen waren. Marbura dcn II. October 1851. Si. i2i83. Oklio lislim ; kterini po F r a n c u L c g a I n po postavah de'dsina gre\ C. k. okrajna sodnija v Marpurgu na Slajerskim pozove vse, klciim grc po po-stavali dedsina po, 20. .lulija i85i urncr-lim F r a n c ii L e g a t u , bivsirn oskoi b-niku grasine Zgornjega grada, se v cMiiin letii, od zdoJej postavJjcncga dneva zacevsi, pri tej sodniji oglasili in skazaje pravico dedsine, klera jim |>o postavah grc , so kot dednike na/naniti, ce ne seboza-pnscina s listimi, kteri so bodo kot dedji naznanili obravnala in njira izrocila, listi ddl dt'dinstva pa, za ktcrcga se nilice oglasil ne bo, ali za kterega hi se nihee ne oglasil, bo derzava kot brezdedinstvo prc-vzela, tistim dedorn pa^ kteri bi se morde pozneje oglasili, oslano pravica, se kot dednike oglasiti, lo toliko casa, dokler la pravica po zastaranju ne vgasno. V Marpurgu 11. Octobra 1851. 3. Il84. (3) Nr. 2005. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Weichselstein wird bekannt gemacht: Es sei auf Anlangen dcs Anton Iaschki aus Nazhach, Machthaber des Gregur Iranischer aus Iatna, mittelst Bescheid vom 20, Juli d. I., Z. 2005, weacn aus dem dießgerichtlichen Urtheile vom 29. Sept l85l, Z. 2703, schuldigen 53 fi. 55 kr. <>,».<:., in die executive Fcilbiettmg der, dem Erecuten Peter Vodischeg eigenthümlichen, im vor< maligen Grundbuche der Herrschaft Thurn ° Gallen-stein 8>,l) Urb. Nr. lN'/^ vorkommenden, in KIn mit dem Anhange bestimmt worden, daß die Realität bei der ersten lind zweiten Fcilbietung nur um oder über den Scha'tzungswerth, bei der letzten hingegen auch unter dem SchätzlingswMhc hintangegebcn werden wird. Das Schatzungsprotocoll und die i?,icitation^ bedingnisse können wahrend den Amtsstundcn bet diesem Gerichte eingesehen werden. Weichselstein am l6. August 1852. Z. !204. (3) Nr. 1038!). Edict. Von dem gefertigten k. k. Bezirksgerichte wild bekannt gegeben, daß am 9. September d. I. Vol' mittags 9 Uhr in loco Udmath, die versteigerungs' weise Verpachtung des Ackers lg vlM,' l<>i5lc" 7 Parzellen auf 6 Jahre Statt finden wird. D>e übrigen Licitationsbedingnisse können hieramts ei»' gesehen werden. K. k. Bezirksgericht Umgebung Laibachs a»N 27. August 1852. Z. l l93. (3) Nr. 4567. Edict zur Einberufung der V er la sscn sch a st^ Gläubiger. Vor dem k. k. Bezirksgerichte Planina h^l" alle Diejenigen, welche an die Verlaffenschaft ^ am 28 Jänner >852 zu Vigaun verstorben«" Drittelhüblcrs Jacob Popek irgend einen AüspruH ^ll stellen haben, zur Anmeldung und Darthuuna desselben am ll. October l. I , Früh " Uhr, vel Vermeidung der gesetzlichen Folge», zu erscheinen. K. k. Bezirksgericht Planina, am 24. Mal 185^ Z."i1lj4. ^2)" Ginladung an Damett. Dem Wunsche vieler geehrten Abnehmer z" entsprechen, beziehe ich von jetzt an die höchst beliebte ORIGINAL -PARISER MUSTER-, KLEIDER- «ndMODKN-ZEITPfi ohne Preiserhöhung pr. Post, wodM dieses Journal, wie nach dem Erscheinen einen Tag spater sich in^" Handen der Abnehmer befindet. Der Preis ist"" gewöhnlich für Iris pr. Quartal HI kr. ^ Eostttm Ausgabe » si 30 kr Bijo"^ jede Lieferung 3. I'. Gründer bestimmten DtVlgMe fehlerfrei ausgefertigt werden können. Wien am l. September 1^^^. Das Grnndungs-GomitV des k. t. Militär Hospitales zu Garlsba».