^H> Samstag, 13. April 1895. Jahrgang 114. Macher Zeitung. «Ün?<Ü,i"> !3HH?i^n^)«^,N8: ga.izjühri^ st, l5.. hnlWbrlg fl 7 s.o. Im »omptoil: ^^"Ittale bi«>Vu 1"^.^^ Mr die Zustellung «ns Ha», »»»oMr«, N, ,, — InsertlonlaebUr: ssi» » «l!!,n 25. ss,. grühssf pel iieile U l, i bei «stenn «<,dslhol»n«en p« Zelle » l>. Dle «Uaib, Zei».» tllchelnl ligllch, mit Uulixchme bcr sl»»,' und Feiertage, Die «vmlnlftiati«» befindet ftch tz Nr,«, bl, «ed«ctton Vahnhosgüsse Nr, lü. Sprechstunden der «edactton von » b<» ll Uhr vormtttaz«, UnfronNerte Vricle »erden nlch» anzenommen, Vtanulcripte nicht zurültgeftelll ^, Amtlicher Hheil. ?llttW""b k. Apostolische Majestät haben mil M ^Wische Z^""/m Diplome dem Oberdirector ^'""d O^sft in Prag Ernst Theumer n3"äßheit d.r Die Arbeiter i» den ge»erblicheu Vttrieben. 1,) Männliche, weibliche und jugendliche Hilfsarbeiter. In den inspirierten Betrieben waren 14.192 männliche und 6496 weibliche Arbeiter beschäftigt. Dass die weiblichen Hilfskräfte fast den vierten Theil der Oe-sammtzahl ausmachen, rührt daher, dass in dem Be< richtsjahre zufällig eine größere Zahl solcher Betriebe zur Inspection gelangle, in denen man hier wie anders» wo eben mit Vorliebe weibliche Arbeiter zu beschäftigen pflegt. Ganz fehlten solche nur in dm Steinbrüchen; mit der geringsten Zahl figuriert die Leder- und die Bekleidung«' und Putzindustrie, was bei letzterer da-durch erklärlich erscheint, dass aus derselben eben nicht mehr als drei Betriebe besichtigt worden sind. Mit der grüßten Zahl ist die Papierindustrie vertreten, wo sich die Zahl männlicher und weiblicher Hilfsarbeiter fast die Wage hält. In der Regel ließ sich gegen die Art der Verwendung dieser Hilfskräfte nicht« einwenden, da sie weder der Natur des Weibes zuwider war, noch auch dem Körper ungewöhnliche Anstrengung zumuthete. hie und da kamen vereinzelt Fälle vor, dass weibliche Arbeiter Lasten von mehr als 50 Kilogramm bewegen oder Über Stiegen in höhere Etagen tragen mussten. Eine steigende Tendenz bei Heranziehung von Mädchen und Frauen zur gewerblichen Arbeit wurde in keiner der Branchen, deren Etablissements oder Werkstätten Besichtigung fanden, während des Berichtsjahres con» statiert. Auch die Verwendung jugendlicher Hilfskräfte zeigte keine besonders auffallenden oder gar bedenklichen Momente. Männliche Jugend unter 1« Jahren war mit der Zahl von 476, weibliche mit der Zahl von 191 Köpfen vertreten. Deren Verwendung bewegte sich größtentheils in dem Kreise jener Arbeiten und Ve» Feuilleton. ^ne «asiroftphische Plauderei. ^iN«d°lf Kleinpaul. ^b!!"'"ypen '^^^eiten der alten Römer hatten Her?>en n,il ^°"U «nd ihr stereotype« Ende. ^.^ hieß- " E'"n und schlössen mit Aepfeln. ^! '^ A bis » ,? "^"« u6 bwla, wie wir ><"".de roh« E?' c"" den Eiern wird man sich !^s° ^ TiernV.il' '°"bern etwas wie Kaviar oder Mch>> Me vorzustellen haben - und 3"H ^bst.'^Wn Nachtisch nicht bloß alles ^l^^ein ^'"«udeln. Traubenrosinen nnd d z-r>" "2^ ?"bigkeiten und Eonfect. ?> ^ LuH 9H"bt haben. So sprach man vom ^m, oder von der »>e^>:Vp ^lfert meinte; und noch heute !^< ^llten w^d^" bem Nachtische g^ich-7 z>^b° Mwen b" Neoensart in unsere Sprache ^«> vondenAnsten, bis zum Gefrorenen, 3>"A"l t>7r U° eine Vorspeise der allen Römer 1> d sie be n? «"5" l'"mu!«i» ober ^nte-L>^.°) «uf d?m H"N des Trimalchio (des U < ^. "a 2 3"?? ""« bronzenen Esels 3 er, Cüsar ioll?"'"". d"s zur Kaiserzeit leitet'« brauch st^ht übrigens nicht fest — in manchen Gegenden Italiens werden die Principii vor der Suppe gereicht, und auch die Stadt Worm« ließ bei dem Gastmahl, das sie M November 1889) zur Eröffnung des Fest. spielhauses gab, die Vorspeise, den russischen Kaviar, die Sardinen und die Essigfrttchte von allem Anbeginne kommen, hierauf die Kraftbrühe mit Klösschen und Rheinfall» mit Nusterntunke folgen. Als Regel wird manchmal aufgestellt, dass die kalten ttoi^ cl osuvi« vor, die warmen nach der Suppe zu reichen sind. Laibacher Zeitung Nr. 85. 701 13^Apck^ richtungen, bei denen man der Kinderarbeit schon in früheren Jahren begegnet ist. Aus sanitären und Sicher heitsgründen bedenklich erschien mir die Verwendung junger Burschen unter 16 Jahren zum Ausziehen des Eisens und der Drähte in den Feinstrecken der Walzwerke, die Verwendung von Knaben und Mädchen zum Abstauben beim Bronzieren in Stein- und Buntdruckereien, die Verwendung von Lehrlingen und jugendlichen Hilfsarbeitern in der Vauspenglerei zu den Ar- Politische Uebersicht. Laib ach, 12. April Auf Grund der zwischen den beiderseitigen Regierungen getroffenen Vereinbarungen wird die dies' jährige Session der Delegationen unmittelbar nach Pfingsten beginnen. Das Comite' des im Jahre 1893 in Krakau abgehaltenen polnischen Katholikentages beschloss in einer in Lemberg unter dem Vorsitze des Fürsten Paul Sapieha stattgehabten Sitzung, den zweiten polnischen Katholikentag nicht heuer, wie ursprünglich beabsichtigt war, sondern erst für den Juli 1896 nach Lemberg einzuberufen. Die parlamentarische Sommersession in Berlin dürfte nach Mittheilungen der «Kreuz-Zeitung» eine ungewöhnliche Ausdehnung gewinnen. Den Reichstag werden, abgesehen von den schon in Berathung genommenen Vorlagen, noch das Spiritus-geseh, das Gesetz betreffend den unlauteren Wettbewerb und die Börsereform - Vorlage bestimmt befchäftigen. Ob in dieser Session noch ein Zuckersteucrgesetz vorgelegt wird, erscheint zwar zweifelhaft; geschieht es nicht, so wird ein Nothgesetz unausbleiblich sein, um die weitere Nbbröckelung der Ausfuhrprämie vorläufig zu Mieren. Das preußische Abgeordnetenhaus hat mit den schon vorhandenen Vorlagen, insbesondere mit dem Stempelsteuergeseh noch ein gut Stück Arbeit vor sich. Dazu kommt aber aller Wahrscheinlichkeit nach ein zunächst im Herrenhause einzubringendes Vereins-gesek. und endlich wird die Staatsregieruug, nachdem sie sich gegen den Antrag Kanitz ablehnend verhalten hat, doch nicht säumen, die vom Staatsrathe verheißenen «kleinen Mittel» wenigstens theilweise als Gesehes-vorlagen an den Landtag zu bringen. So dürfte sich die Session beider parlamentarischen Körperschaften wohl bis tief in den Sommer hinein ausdehnen. Ueber die umlaufenden Gerüchte, welche die Verlobung des Prinzen von Neapel bald mit dieser, bald mit jener Prinzessin anzeigen, schreibt die neueste «Italic», dass alle vollständig aus der Luft gegriffen seien. Der Prinz habe für jetzt gar keine Lust, sich zu vermählen, und es sei natürlich, dass man in einer Angelegenheit, die ihn selbst so nahe angehe, vor allem seinen eigenen Willen berücksichtige. Nach dieser sehr entschiedenen, offenbar officiösen Erklärung werden die Meldungen über die bevorstehende Vermählung des Prinzen wohl für einige Zeit verstummen. Die französische Kammer berieth in ihrer gestrigen Sitzung das Budget. Mehrere Amendements, welche bezweckten, die verschiedenen Erhöhungen aufrecht zu erhalten, wurden bis auf zwei abgelehnt. Deputierter Mirmaud, welcher als beurlaubter Soldat die Sitzung in Uniform besuchte, wurde seitens der Militärbehörde verständigt, dass ihm der Urlaub entzogen würde, wenn er neuerlich in Uniform in der Kammer erscheinen werde. Mirmaud wohnte der folgenden Kammersihung in Civilkleidung bei. Mit dem Osterferien - Antritt des englischen Unterhauses ist der erste Abschnitt der am 5. Februar begonnenen Session zu Ende. Nach der zwölftägigen Osterpause beginnt die eigentliche größere Arbeit, da sich viele Schwierigkeiten für mehrere Vorlagen in den Comite's ergeben werden. Die Krise in Norwegen ist der Erledigung noch nicht nähergerückt. Der letzte von König Oskar vorgeschlagene Weg. für die Dauer der dreijährigen Storthing-Periode ein Geschaftsministerimn einzusetzen, ist von der radicalen Storthings-Mehrheit verworfen worden. Das Ministerium Stang muss einstweilen die Geschäfte weiterführen und die Posten, welche die Mitglieder dieses Ministeriums vor dem Eintrilte ins Ministerium innegehabt, sollen ihnen noch bis Ende April offengehalten werden; bis dahin dürfte die Ministerkrise, die schon neun Wochen dauert, ihr Ende gefunden haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss das Ministerium Stang bleiben, wenn der König dessen Entlassllngsgesuch nicht bewilligt, da Beamte gegen den Willen des Königs nicht abgehen können. Wie man aus Belgrad meldet, gibt sich in dem Verhalten des neuen ökumenischen Patriaro^en An-thymos VII. die volle Bereitwilligkeit kund, dcn Wünschen der serbischen Bevölkerung in Macedonien nach Möglichkeit gerecht zu weiden. Das Verlangen der mace-donischen Serben betreffend die Errichtung von zwei neuen serbischen Bischofsitzen wird vom Patriarchen demnächst einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. — Des weiteren meldet man der «Pol. Corr.», dass der Anfangs Mai in der serbischen Hauptstadt ein« treffenden Königin-Mutter Natalie seitens der Regierung, der autonomen Behörden und vieler Vereine ein feierlicher und herzlicher Empfang bereitet werden wird. Der König von Korea beabsichtigt, wie aus Söul gemeldet wird, nach dem Abschlüsse des Friedens zwischen China und Japan eine Gesandtschaft nach Europa und Washington zu senden, um den Mächten officiell notificieren zu lassen, dass er nun ein von China gänzlich unabhängiger Souverän sei und daher nicht nur Handels-, sondern auch Allianzverträge abschließen könne. Im stillen treffen die Koreaner auch schon Vorbereitungen, um eine eventuelle russische Invasion zurückweisen zu können. So errichten sie im Norden ihres Landes ein befestigtes Lager für 25.000 bis 30.000 Mann, während sie anderseits die Pässe, die von Korea nach russischem Gebiete führen, nach Thunlichteit befestigen, wobei ihnen japanische Ofsiciere mit Rath und That an die Hand gehen. Tagesueuigleiten. — (Aus dem Militär . Verordnungsblatte.) Das Militär-VeroronunaMatt meldet: Seine l. und l. Hoheit Erzherzog Peter Ferdinand wurde vom 59. zum 41. Infanterieregimente transferiert. — (Die deutschen Herbstmanöver.) Für die Theilnahme Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef an den diesjährigen deutschen Herbstmaniwern sind, wie die Verliner «Post» meldet, die Tage vo« 3 bis?. September in Aussicht genommen. Seine Maj'ftät wird in Stettin Absteigequartier nehmen. Ein kurzer Aufenthall in Berlin wird nur für den Fall in Aussicht genommen, dass die deutsche Kaiserin sich um diese Ait in Potsdam aufhält. - (Verwaltung,rath de« Ay ^. Nerwaltungsrath des Lloyb beschloss, die «>«"" ^ sammlung für den 15. Mai einzuberufen uno ^. ein Prioritätenanlehen von vier Simonen i ^ schaffung neuer großer Dampstr, silr den ^ ^ den oftasiatischen Dienst bestimmt, )""" " und vertierung der noch aushaslenden P"or a»I" ^ endlich die Vertheilung einer silnlprottnllgen vorzuschlagen. c>anal!e»>> - (Ein Unfall de« Graf n 3« ^ Au« Petersburg wird geschrieben: Gral -"' ^ z» y« ehemalige russische Botschafter in Konstant'nop ^ .^ ^ ein russisches Nlall meldet, bei einer "" s' ^M Station Schlobin der Üibau.Romny AaY" ''"er ft» Zugsentgleisung nicht unerheblich verletzt """ ' ^ ^ nämlich einen Fuß gebrochen haben. <»mlg, D'O hielten bei diesem Elsenbahnunsalle leichteD "> ^M während der Lokomotivführer und der 5?e' ^ wurden. Die Ursache der Entgleisung 'st °" unbekannt. anx^Kttlee ^' -(Vom Wärthersee.) ^r W '^'^W wie die «Klagenfurler Zeitung» mittheilt, Ml ^B' völlig eisfrei. Schon am Sonntag war da« " yD von Meria«Wörth auswärt« seiner "'"""glichst ^ ledig geworden; im unteren Necken, besonoe" ^>,' retto, hielt die allerding« schon schwa'«!'« gw ^ ^« hülle noch stand. In der Nacht zum Men«' ^ ^ auch diese gröhtenthell« verschwunden und 1'" ^lz" Holz- und Steinschiffe an der Lend an^K^, Jahr war der See bereit« am 13. März e> , e tt' Deputation der Deutschen marck etwa folgende Ansprache: «Mir w ^g,zW^ besonder« wertvoll in Erinnerung an." "«^laiib H. die ich jahrelang mit den Deutschen m "" see pflegt habe. Ich bin Vorsitzender der d"^^^h^ schaft in Petersburg gewesen, die st« d " ^ ^ Ich freue mich immer, wenn die Deu r russischen Negierun« «M ^ W oder Friction treten, sondern das« Sie P°1 ^ r« Sie im Auslande und unter der Herrsch« l ^,» Kaisers leben. Da« ist mir politisch °"«.'."'gen i"^ gewesen und diente dazu, die guten Aez'^" ^ce">,,,, Russland und dem deutschen Reiche zu ^ zM wir gar leinen Grund haben, mit dcn ^"" ^g P , Wir wollen nichts von ihnen; wir ^" "gM ">,, und Russlanb auch. Sie können weder " Aoß>«^ Posen brauchen, also wir sind in der ' ^ zu wünschenswerten Lage, dass wir einanol ^z v"^ neiden haben und dass leiner von belor ^,'" . wa« dem Nachbar begehrenswert ersche»' .^ ,,z>, V , seltener Fall in der Polilil, Außerdem "« ^er ! ist jedenfall« ein besserer Nachbar als Jedenfalls ist e« mit Russlanb als "°^alb "> leben, als es mit Polen gewesen wäre. ^^ <1l Sie gute Deutsche, aber schädigen S«e v'e ^ schaft nicht!» «Zelter i" >' - (Der Streil der «rbe" , B«^. Orleans beendigt.) ElnemTelegr^-!^ Alippen. Roman aus der Gesellschaft von T. Tschkrnau. (70. Fortsetzung.) Die Flügelthüren zum dem nach der Gartenfront gelegenen Saale waren geöffnet worden und das Musit-corps, eine zu dem Zwecke eigens aus Ungarn verschriebene Zigeunerkapelle, spielte einen Marsch, dessen feurig lockende, scharfpointierte Melodie ganz danach angethan war, die Tanzlust zu wecken. Einer der anwesenden hohen Herren näherte sich Tessa und bat um die Ehre, sie zur Polonaise sühren zu dürfen. Damit war das Signal zu einem allgemeinen Durcheinander gegeben. Lebhafte Bewegung kam in die Menge, und die begehrtesten Damen waren sofort von einem ganzm Kreise tanzeifriger Eavaliere umringt, die für den Augenblick keinen höheren Herzenswunfch kannten als den, ihren Namen auf die Tanzkarte der Auserwählten niederschreiben zu dürfen. Die von Blanche Maubert war im Nu gefüllt. Egon, der ein wenig zu fpät herbeikam, um sich einen Tanz bei seiner schönen Cousine zu sichern, fand nur noch eine Mazurka nach dem Souper frei. Ueber die Schulter hin fah Blanche zu ihm auf, als er eben seinen Namen einzeichnete. «Geben Sie sich nicht erst die Mühe,» sagte sie leichthin. «Es ist zwecklos. Für die Tänze nach dem we^«'^""«.^. ""H zu nichts verpflichten, denn ich ^«H^.73H^ w« haben Der Entschluss der launenhaften Dame rief unter den benachtheiligten Herren einen wahren Sturm der Empörung wach. Fred namentlich, der sich den Cotillon gesichert hatte, war außer sich und hätte, um Aufhebung des strengen Spruches zu erlangen, am liebsten einen Fußfall vor der reizenden Tyrannin gethan. Nur Egon fügte sich mit einer Liebenswürdigkeit, die in diesem besonderen Falle eigentlich eine Unart zu nennen war. Auch nicht den leisesten Versuch machte er, Blanche umzustimmen. Er durchstrich seinen Namen, den er schon eingezeichnet hatte und gab mit einer galanten Verbeugung die Karte dcr Eigenthümerin zurück. «O <^uy l6mm6 vLul, l)ieu 16 veu!,' sagte er achselzuckend. «Ich wage nicht zu rebelliere«.. Und als hätte er von seiner Cousine einen Gunstbeweis erhalten anstatt eines Korbes, zog er nach nochmaliger Verbeugung sich lächelnd zurück. Er führte eine der beiden goldblonden Comtessen Ilsenburg zur Polonaise, und Blanche, die neben ihrem langweiligen Partner, dem Lord Clifton, sehr viel Zeit fand, ihre Glutaugen im Saale umherschweifen zu lassen, sah, dass er seine anmuthige Nachbarin sehr lebhaft unterhielt. Der Oberst von Hardegg stand nach einer eben beendeten Partie am Eingänge zum Vallsaal und sah sich die Geschichte für eine Weile an, ehe er sich wieder in die ihm mehr zusagende Atmosphäre dcr Rauch-und Spielzimmer zurückzog. Da huschte Blanche zu ihm heran und schob ihren schlanken weihen Arm in dn< snm'l,. — «Komm, Onkel!» bat sie. ^l «Was? Wohin denn?' . .,,Moh'"^ ^ «Mir ganz gleich, Onkelchen ^U ^ht l^ das Rundsofa mit den Palmen daruvr , ladend aus.» . .^Mes ^itt Der Oberst schnitt ein als hätte er das reizende Pers^" , „ es ^ft am liebsten abgeschüttelt; dennoch "^neM standslos, dass sie ihn nach de," ,f. hinüberführte. «n l»'^' «Was foll das nur wieder bedeute , fuhr er sie dann an. ,. M Blanche lachte trotzig. -^-S l^D'" .O, weiter nichts, als dasslch e« ^B'" von diesem grässlichen Lord wl's"' lass"'!' alMV 'So, so!» ,„ . ;„ dew^Kl^ Die zahlreichen Zornes alt^'^e^Hel'^ allen Herrn glätteten sich "ie M" ^ ,,D ^i>'^ man Oel gießt. Der Gedanke "" Nichte sich trotz allem und allem doch.^^ h^ Lady Clifton zu werden, war 'Yw fF angenehm gewesen. .A h^'' «An dich wagt er sich " . Blanche fort. .,. gel"w Der Oberst schmunzelte. H nW ' .. «Nein - ich wollts ch" " sB' haben!» . «^le "c"' " «Hier bin ich also e»ne Mu Sie bewegte lebhaft ihren 6«", ^^Ieitung Nr. 85. 711 13. April 1895. lWialen?^ '^ b" Strell der dort am Quai be-«lickn s^ ^"." lhatsächlich beendet. Die Arbeiter er-WMderV'.^^^'beitsgeber, gleichviel, ober und auck ",. .""lervereinigung sei oder nicht, zu arbeiten ^^mlt den Negern zusammen zu arbeiten. Vocal- uni Provinzial-Nachrichten. Ostergruß. Die Alocken läuten die Ostern ein In allen Enden nnd Landen Und fromme herzen jubeln drein: ^ Der Lenz ist wieber erstanden. 5c Frühlingsfeier! ^woche z,' L 7'l ernsten, bußreichen, thränenschweren ""2e de, ssrlttl » ^"""s an die dornenvollen Leidens-!^""a N ^ l ^"^^ lreudvolle Fest seiner Aus-> dimm^, ^"lchen die Gläubigen banlesfroh den ^b« des Q^ ""' "leder ergreift der allgewaltige '^Wvollen« ,.^ ""b wieder feiert die Kirche unter », Weder °r7b. ^^^"lchlägen ihren Oftermorgen. ^ fllekt «I. , "^ "rjüngt und verschönt die ganze Licht um Strom und Stein, . °hen. Nl«,.^leler bebeckt Vusch und Vaam. die ^nd Noa ls " ^"""" treiben, es erwachen viel-^°r fei«? ""'" in süßem Flöten und Flüstern, und ll ""d No^ll ^"^ NMr unter Sonnenstrahl. Blüten-' lling °3"'"»^e «userftehung. ft" V°ts2 ^ ?" ^°lde Lenz und pocht mit seiner ^ bl« diel«.» ?" " winterlich verschlossene Menschen Aschen L-n.!?/ ^^ppen und Kammern aufthut und «« Die Co " "?"" ""liehen lässt. ^ und G«7«/^" ihre milden Strahlen in alle ! "b der WZ" bis in den verborgensten Hinten >e. f, ^nschenseele und verweilt so lange, bis ^eben .Pfühle " durchziehen und neues Leben Ln si« in ^ ."""Hen. Frühlingswunder voll. >°5^len, l^/"en Organismus, und thaufrische ^"^'.'^«mpftnden erfüllen die Sinne. Und «^» wa^"^^. """ ""^"'bem Herzschlag 2 Obacht k«? ber Sinne und Seele mit weihe-°«tb^. ^ da« F«ft ih„^ ^^^^^ z^ ^^^^ ^^ch"n"d^? ^" ^"öser, nach langem Leiden. lll>^7"berbeleb..» ?'" "°ch langem Winlerschlafe, die ^ V' lie all« ^«^""lchlichen Kräfte «ach langem «"ihr d/!?^" "ir in der Osterfeier, und '" > 'UN. 'H°«e Bedeutung als Fest. welches ^ °anzen M"" .^ ^r Religion, zur Natur ^ "n Fch V^'.^^ ist. Ostern ist also M,> l «an» n."^?iebe. und triumphierend hallt 3? "b dr ".^«schmuck prangende Well der ^«belruf. 7 unsterblichen Kraft bkser Liebe, hallt ^l?Wge«Eiland ist erstanden!-^lv " dem 5«'^ z"°.t «n« die Kraft der göttlichen ^ .^s'nnlichl ^« " beilande« und Erlösers. Die '"! k " werden >> ^°"" der unsterblichen Liebe in '°"<^inbar^ des srischen Grüns l^li?' deiche die ^°l""" H^ik. in den Frühlings-^"Uzieht. ^llplung vor unseren Augen all- ^" ihre/"K" jedoch da« »rüstige Em- ^k^uert erw«^' '"em ihre Liebe zum Glauben > d°ch"V' der «Ne dunklen Schatten und ^ l° "ilnfchen '? ^°"'H zu bewältigen vermag. ^üs."l<°nbe ei "^/ dafs auch dieses Osterfest der ^l U b"za t ' 3!," Mächtiger Slimme die bangen, "" y. ^welfe 7 ^knschenlinber zu erlösen au« der im Namen der göttlichen ><^e, ^""e laut an die Thür der Trauernden Leben, neuem Hoffen und Streben zu erwecken. Möge also die Auferstehungsscene allen Gedrückten und Armen ebenso sreunbltch wie den Glücklichen scheinen, und ihnen mit dem Ostermorgen der Veglnn besserer Zeiten anbrechen. Das Osterfest wollen wir aber als das Fest der wahren Liebe mit einem tausendstimmigen, freundlichen, herzlichen Willkommen begrüßen. — (hohe Spenden.) Dem Vereine zur Grün» dung eines Reltungs- und Erziehungs-Inftitules für verwahrloste männliche Jugend in Laibach haben großmüthig zu fpenden geruht: Se. l. u. l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Otto 25 st.; Se. l. u. l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Leopold Salvalor 2ü fl.; Ihre l. u, l. Hoheit die durchlauchtigste Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie 2b fl.; Ihre k. u. l. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Isabella 50 fl.; die durchlauchtigste Frau Fürstin Margarethe von Thurn und Ta,i« 100 Mark; der hochgeborene Graf Alexander Esterhazy üo st. — (TharfreitagunbCharsamstag.)Wle alljährlich pilgerten auch gestern zahlreiche fromme Gläubige in die weihevoll geschmückten Kirchen, um, in Andacht versunken, die sinnig geschmückten heiligen Gräber zu besichtigen. In der Domlirch? findet heute nachmittags um 4 Uhr die Oftermette, sodann die feierliche Auf» erstehmlgsprocession statt, an der sich die Spitzen der Civil' und Militärbehörden betheiligen. Die Musillapelle des 27. Infanterieregiments begleitet die Procession. In den übrigen Kirchen Lalbachs werben die Auferstehung»-Processlonen wie folgt abgehalten: Heute um 3 Uhr nach» mittag» in der Klofterfrauenlirche, um halb 4 Uhr bei den Franci»canern, um ü Uhr bei St. Peter und in der Tirnau, um 6 Uhr in der Varmherzigerlirche und zu St. Ialob, morgen um 4 Uhr früh in der Herz «Jesu» Kirche. — (Lehrcurs für Verussslscher.) Dieser Lehrcurs wird, wie nun festgesetzt, in der Zelt vom 16. bis inclusive 20 d. M. in der Fischzuchlanfiall der l. l. Landwlrtschails.Oesellschaft für Krain zu Studenc ab' gehalten werden. Da« Lehrziel diese« Eurse» ist die V:r« Mittelung von für eine fachgemäße Vewirtschaftung der Lanbesgewässer nothwendigen Kenntnissen, und werden fich die Vorträge auf folgende Programmpunkte erstrecken, als: 1. Die wirtschaftlich wichtigen Fischarten unter Vorweisung lebender oder frischer Exemplare, deren übereinstimmende und unterscheidende Merlmale; einfachste Erläuterung der Ernährung«- und Reftroductionsorgane unter Vorweisung von größeren Exemplaren; die Ernährung»« und Repro-duclionsorgane des Krebses. Vei diesem Punlle gelangen zur Besprechung die Fischarten: Varsch, Koppe. Karpse, Schleihe, Varbe. Ebelbarbe, Gründling, Laube. Rothauge, Nö fling, Döbel, Nase, «esche, Nach. und Regenbogen-Forelle, eventuell Seeforelle, Huchen, Hecht und Sand« pricke. I l Kreislauf der im Wasser vorhandenen thierischen Nahrung, und zwar :t) die niedere Thierfauna als Grundlage lür die Ernährung der größeren Wasserthiere bei Vorweisung derselben dem freien Auge unter Lupe und Milloflop bei 5,0- bis 80maliger Vergrößerung. Nebin» gungen für eine reichere Entwicklung dieser Fauna, als Pstanzenwuchs in und am Wasser, Nobengefälle des Gewässers; K) die llelnen Fischarten (Futtersische); <) Wertfische, insbesondere die Räuber, ihr gegenseitige« Ver« halten, öitliche Schädlichkeit von einigen derselben. III. Das Wasser; See. Teich. Flüsse, Vächer; Wichtigkeit der lleinen Rinnsale sür den Gestand der größeren Glwässer; Eignung der Gewässer sür besondere Fifcharten. Mher werden nur solche Gewässrgruppen besprochen, oie mindestens einen der Hörer au« der Praxis bekannt find. »V. Vewirtschaftung der Ve« Wässer: ») Unterstützung der Nachzucht ob-r Reproduction der natürlichen, bei Salmoniden, bei laichreichen Fischen; '^ »V"ben,.^"'Ht Hon alle« angefangen, um 7 er?/' dass »r '^"^e verdrießlich. -Ich hab >lli/«^Ite. ^ ^"? T°"M gar nichts versteht 'W "zählt, dass ich ein »r^l n2^ lch Wie nachmittags "rhielt ? s°i>lt V "°" 'W ^ meiner Kammel-> L, ' dass 7^'77. er lächelte wieder. Ich hab !>«' '"'"er läck?^ ^""'N" leiden lan?, als ^z L'und da» ? "' ba versuchte er gefühlvoll >'« ^'nachte „3>" "st gar fürchterlich" Wie ich 7°". ^. M sa". ^schneiden satt have, ich ^a»?n V"' Thu mir den einzigen Ge^ ^At^ "' '°' "lrd mir ^K^be^ Xch^veiri^ da^. f^gte si, w ^inem Tone. ste...^n "' '""'^ "baut sie von dieser 'i>.°>^?"'"e^iib°r f'l"a 5". °ls habe sie das ^ >«vll°«si^e^'" Vorhandensein geäußert. '^<" lwd. hah"?"''' erwiderte er. .,eit Sie hier " Vergnügen gehabt. Ihnen ""'""« "so bischt,. «O, bewahre! Wie dürfte ich mir eine solche Indiscretion erlauben? Ich habe nur zufällig gehurt, was Sie sagten.» «Kinder, um ench zu zanlen, braucht ihr leinen dritten» erklärte der Oberst, «das bringt ihr allein ganz brillant fertig. Ich kehre alfo zu meinem Whist. tische zurück.» < ^ ,. . Damit stand er auf und stelzte davon. Manche machte entrüstet Miene, sich gleichfalls zu erheben aber Egon verhinderte sie daran. «Vitte, Cousinchen. noch einen Momrnt,. sagte er, näher zn ihr heranrückend. Sie haben vergessen, mir meine Frage zn beantworten.» Blanche rümpfte das feine Naschen. «Welche Frage?» «Ob ich nicht das Brummen besorgen lann? Da ich nämlich so schwerwiegende Gründe habe, Ihnen den Text zu lesen -» «Sie — mir?» Die beiden Worte enthielten ein gerütteltes und aeichütteltes Maß hochmüthiger Geringfchähung, aber auf den verstockten Sünder übten sie doch keineswegs "l '^lief'sich so"le?cht nicht einfchüchtern. Er ve» ringerte vielmehr noch die Entfernung zwifchen sich und seiner Cousine. (Fortsetzung solgt.) ^ie künstliche Reproduction, bestehend in dem Abstreifen des Laich«, mit praktischen Nerfuchen der Hörer und in dem geschützten (künstlichen) Nusbrllten; hiefür geeignete Fifcharten; das Auslässen der Vrut, hiefür geeignete Väche und Rinnfale, deren Abaptierung als natürliche Aufzuchtsgräben zur Gewinnung von Setzlingen edler «lrten für größere Gewässer. Die Fifchzuchtanftalt als Vezugsort für embryonlerte Eier, Vrut und Setzlinge von Forellenarten; Bezugsquellen von Karpfensehlingen; K) Regulierung des Veftandes, bestehend in der Hege und Veschühung der einen Art :c, möglichst genaues Aussangen übergroßer Raubfische; c) Vertil« gung des Raubzeuges wie der Otter, Eisvogel, Taucher; Vorweisung der Fallen, deren fängifches stellen, ä) Transport von lebenden und tobten Fifchen; «) Vr-läuterung der Krebsfeuche; derzeitiger Stand der Krebsfrage ; Gewässer, in denen neue Ansähe conftatlert wurden; gesund verbliebene Gewässer; Vorgang bei Neubesetzungen Die Vorträge dauern von 8 bis l 1 Uhr vormittag« und von 2 bis 5 Uhr nachmittags. Außer der Vortrag«zeit wirb bei Anwesenheit der Hörer die Fütterung der Vrut und von anderem Zuchtmateriale vorgenommen und werben hiebei die betreffenden Erklärungen gegeben —o. — (Casino - Verein.) Um den Verelnsmilgliedern einen Ersah für die im Fafching entfallenen Unter^ Haltungen zu bieten, veranstaltet die Direction am Donnerstag den 16 d. M (nicht, wie ursprünglich angekündet worden, am Mittwoch) einen Unterhaltung»" Abend, in dessen Programm neben Promenade-Concert und Tanz infolge zahlreich laut geworbener Wünsche auch eine mit reichen Gewinsten ausgestattete Tombola ausgenommen wurde. Die Unterhaltung beginnt um 8 Uhr abends. — (Neue lanbwirtschaftllcheFllialen.) Anläfslich der vom landwirtschaftlichen Wanderlehrer i« Lause des heurigen Jahres abgehaltenen Vortrüge find in Vörjach im Gezirle Radmannsdorf, in Kaltenfelb im Ve» zirke Abelsberg und in Großlaschitz neue Filialen der l. k. Lanbwirlschaflsgesellschllst für ssrain gegründet worden, welch jeder eine ansehnliche Anzahl von Landwirten al« Mitglieder beigetreten sind. —0. — (Arbeiter.Unfllllverficherung«'An-stalt für Trieft, Küstenland. Kraln und Dalmatien.) Die Gebarung dieser Anstalt im «ech^ nungzjahre 1894 weist nach: Einnahmen 187.3«? fl, Ausgaben 89.112 fl. Unter den Ausgaben heben wir die geleisteten Entschädigungen hervor, und zwar: Ve-erdigungslosten 340 fl., Witwenrenten 3A23 fl,, Kinder-Renten 3386 sl, «scenbenten'Renten 594 fl.. Renten an dauernd Erwerbsunfähige 31.466 fl., an vorübergehend Erwerbsunfähige 23.8«tt fl. Da» Vermögen der Anstalt beziffert fich auf 490 381 fl. »u» der Statistik der »n-statt ist zu entnehmen: Die Zahl der im Rechnung», jähre 1894 eingelangten Unfallsanzeigen betrug 1130. Von den angezeigten Unfällen hatten zur Folge oder werben nach vorläufiger Kenntnis voraussichtlich zur Folge haben: den Tod 13, dauernde (gänzliche ober theilweise Invalidität) 123, vorübergehende Erwerbsunfähigkeit von mehr als 4 Wochen 312 Fülle. Die löblich Verunglückten hinterließen 6 Witwen, 11 Kinder und 1 Afcenbenten. Mit Schluss des Rechnungsjahres standen im Genusse dauernder Renten: 41 Witwen, 60 Kinder, I I Ascenbenten, 44 dauernd gänzlich Invalide, 33« theilweife Invalide. Der Iahresbetrag der Renten betrug für Witwen 3239 fl., für Kinder 3244 fl., für Ascenbenten 636 fl., für gänlich Invalide 10.018 st. und für theilweife Invalide 26.041 fl. — (Großer Rinder-Transport.) Am Donnerstag wurden von Vachsenburg über 50 Waggon» Zuchtrinder (bei 300 Stück) von Möllthal und Tirol nach Bosnien abgeschickt, welche vom Cultur - Tonsulenten der bosnischen Regierung, Hofrathe Kaltenegger, angekauft worden sind. — (IurSt°tiftilde«Voll«schulwesen«) Nach einer diesbezüglichen Zusammenstellung bestehen der. zeit an den sämmtlichen Volksschulen im Lande Krain 579 Lehrstellen, von denen 28 in die erste. 58 in die zweite, 204 in die dritte und 289 in die vierte Gehalt«' class« eingetheilt find. —u. — (Sanitäres.) Im Dorfe Erfel, Gezirk Adels-berg, erkrankten im Verlaufe der letzteren geil 7 Pcrfonen an Influenza. In Vlap bei Wlppach aber in kurzer geil 16 Kinder an Mumps, von denen jedoch die meisten be^ reit« genesen find. ^-" (Wenn man Leberthran den unangenehmen Gefchmack nehmen will), so soll man einen Esslöffel voll recht innig mit einem «idoller vermischen, einige Tropfen Pfeffermllnzessenz zusehen und das Ganze mit einem halben Weinglas voll Zuckerwasser verrühren Dies wird ohne Widerstreben eingenommen werden. — (Grandlegung und Selbstmord.) Aus Nbelsberg wirb uns berichtet: Am 11. d. M. früh um halb 5 Uhr hat die 25jährige Dienftmagd Maria Hele aus Zorn darüber, das« sie dennoch au« dem Dienste entlassen worden war. obwohl sie einen kürzlich begangenen Gelddiebstahl durch Wieberherausgabe des Gelde« wieder gutgemacht zu haben meinte, da» das Hau« und da« NW' Mlsgeväudr gmiw^m deckende Strohdach chres Dienst' Laibacher Zeitung Nr. 85. 712 13. ApckM^ Herrn Josef Eelhar zu Rodolendorf mit Petroleum Übergossen und dann angezündet. Obwohl das Doch sofort Feuer fieng, entstand doch lein Schaben von Belang, da der Nl»nd sofort bemerlt und gelöscht wurde. Die Nrandlegerin entfloh, wurde aber von einer Genbarmerieftlltroullle ver» folgt, mit Hilfe de« Sicherheitswachmannes der Gemeinde «oelsberg ausgeforscht, verhaftet und dem dortigen Gerichte eingeliefert. Abends bemerlte ein anderer Häftling, zufällig ein Bekannter der Maria Zele, der die Ve-willigung erhalten hatte, sich einige Zeit im Hofe zu ergehen und die Gelegenheit zu einem Gespräche mit der Inhaftierten benutzen wollte, dass sich dieselbe am Fenster» gitter ihrer Zelle mittelst ihrer Schürze aufgeknüpft habe. Der herbeigerufene Gefangenaufseher schnitt die Erhängte ab, doch blieben alle von ihm und vom herbeigerufenen Vezirlsarzte angestellten Belebungsversuche ohne Erfolg, obwohl der Kölfter der Erhängten noch warm war. -r. — («Der Eurort Töplih bei Rudolfswert in Flammen). 26 Häuser und 24 Wirtschaftsgebäude, Post- und Telegraphenamt bereits abgebrannt. Erwarte Telegramm, ob hiesige Feuerwehr benöthigt wird.» Diese Nachricht kam gestern abends um halb 11 Uhr der Laibacher Feuerwehr vom h. Landespräsidium zu, mit dem Ansuchen, sich zur etwa nothwendig werdenden Hilfe bereit zu halten. Es wurde sofort die Dampsspritze in Vereitschaft gefetzt und eine Anzahl Feuerwehrmänner ver« ftändigt, um eine« allfälligen weiteren Rufe alsbald folgelelften zu können. Um halb 12 Uhr nachts lam die Meldung, das« der Brand localifiert sei. Da somit die Hilfe der hiesigen Feuerwehr nicht in Anfpruch genommen wurde, ward gegen 2 Uhr die Vereitschaft entlassen. 2lu»lo» »»or». In der Stadtpfarrkirche zu St.Ialob am Charsamstag um halb 7 Uhr abends Nuf-erstehungs^Procefslon: ^ Deum luuciuumg und ließina easli lu«wre von Anton Foerfter; 1?üiiwiu «l^o von Karl Kempter. Am Ostersonntag um 9 Uhr Pontisicalamt: Vierte Instrumentalmesse von Moriz Vrosig; Graduale von O. I. Iangl; Offertorium von Anton Foerster. Am Ostermontag um halb 10 Uhr Hochamt: Ue»8ü in ll0lll)l'oili 3l. (^«nilm« von I. G. Benz; Graduale von G. I. Iangl; Offertorium von I. V. Ed. Stehle. ___________ Neueste Nachrichten. Wien, 12. April. (Orig.-Tel.) Ein Telegramm der «Neuen freien Presse» aus Budapest dementiert neuerlich die Meldung von größeren Mehrforderungen des gemeinsamen Kriegsbudgets und bestätigt dagegen, dass das Kriegsministerium für die Reservevorräthe noch etwa 180.000 Mannlicher-Gewehre in Steyr und Budapest zu bestellen beabsichtigt, welche Bestellung jedoch auf eine Reihe von Jahren ausgedehnt wird. In beiden Waffenfabriken werden Versuche gemacht wegen Herstellung eines leichteren Schaftes und eines stärkeren Verschlusses, welche, falls sich dieselben bewähren, bei der neuen Bestellung zur Anwendung kommen sollen. Dctmold, 12. April. (Orig.-Tel.) Cahinetsminister v. Wolffgramm ist gestern abends gestorben. Der StaatS-rath wurde sofort einberufen. Der Landtag wird vor« aussichtlich Dienstag zusammentreten. Rom, 12. April. (Orig. < Tel.) Die unter dem Vorsitze Crispi's abgehaltene Ministerconferenz. der auch der Generaldirector des Ackerbaues, Dr. Miraglia, anwohnte, genehmigte die Instruction für die Unterhandlungen betreffend die Regelung der Weinfrage mit Oesterreich-Ungarn. Dr. Miraglia wird Montag nach Wien abreisen. Paris, 12. April. (Orig.'Tel.) Die Kammer hat die vom Senate beschlossene Ziffer des Credits für die Pensionen der Chausseewächter verworfen und ein Nman-dement betreffend die Patente für die großen Magazine angenommen. Das Budget wurde zum drittenmale an den Senat zurückgeleitet, der sich heute abends versammeln wird. Die Kammer vertagte sich bis 10 Uhr abends. Marseille, 12. April. (Orig.«Tel.) General Du-chesne hat sich mit seinem Stäbe nach Madagascar eingeschifft. Die Menge bereitete dem General herzliche Ovationen und warf Blumen auf das Schiff. Um 4 Uhr 20 Minuten nachmittags dampfte das Paket» boot unter den Rufen der Menge: «Es lebe Frankreich! Es lebe die Republik!» ab. Der Krieg zwischen China und Japan. Washington, 12. April. Die japanische Gesandlschaft empfieng die amtliche Nachricht, dass zwischen den Bevollmächtigten von China und Japan eine Ver« slanoigung erzielt wurde und die Nachricht vom Friedens-aMlusse stündlich zu erwarten sei. Iolohama. 12. April. Aus qut unterrichteten ?Ä. April. Maria Hitnil, Besitzers.Gattin, 41 I., Tuberculofc. Am 11. April. Joses Stefanc, Inwohner, :l? I., Tliberculose. Meteorologische Beobachtungen in Kaibach. " ?^UM^M^"^2 "O. schwach" ^ HMr" '" ^" 12. 2 . N. 734 4 22 4 ! O. schwach heiler 0 0« 9 «Ab.! 753-1 12 0 ! O. mäßig heiter Vormittags heiter, nachmittags vorüberziehendes GewMe, windig. — Das Tagesmittel der Temperatur 13'9", um 4 «" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowslt) Ritter von Wissehrad. namentlich bei Epidemiegefahr (Influenza, Typhus, Cholera, Ruhr fowie bei Mechselfieber) ist der Nadeiner Sauerbrunnen besonders empfehlenswert. Ausführliche Brnnnenschrift gratis au allen Verkaufsstellen oder direct von der Cnranstalt in Bad Radein, Tteiermart. — Depüt in Laibach bei Johann Lininger und Michael Kastuer. (7) «-1 bestes Tisch- & Erfrischungsgetränk «rprobt btJ Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh. Hemrinh lattoii, Karlsbad ud Wien. PM- Meilage. "WH Unserem lieutigcu Blatte liegt rille Beilage des Herrn Hahnarzte« U. Hchweiger bei, a»is welche wir die geehrten P L Ve^'r allfmcrlsam machen (1482) W Die Unlerzeichneten gebeu allen V"wal> ^ W ssrennden und Bekannten, tief gebeugt "0" . ^ h^. W ben, schmerzlichen Verlliste, der sie ^ ^,^>> W lrallrige Nachricht, das-? es Gott dem ">» ^l, W nach seinen, nnerforschlichen ^athschlMFm^^^s > ihre thelire Mutter, beziehungsweise ?".'H.Mw' > Großmutter nnd Urgroßmutter. d,c wowü > Fran > Amalie Kamm geb. Schall" > Apothelerö.Witwe ^ > Freitag den 12. April l. I. mn « Uhr "b" ,^cn > langen,, schwerem Leiden, versehen M't °" ,^^ z>', > Sterbesacramcnten, im «l. Lebensjahrl' z» W berufen. ^, <"w' > Die irdische Hülle der theuren VerblM) " ,. ^»l > am Ostermontac, den 15. April u»> '"' ^M<' > nachmittag im Sterbehause Villa »ta',m,^^h > steig Nr. 10. feierlichst eingesegnet, "H^sla!!^ W überfuhrt und daselbst im ^alullienssrave " > ,iM W Die heilige Seelenmesse wird in der ^ ^,^,? > zu St. Peter am 2!l. April »m 10 "Yl M gelesen werden. W Laibach an, 1». April 1895. ^ > Albert Ramm, Apotheker in GriA " „ll»" > HeraphineKnaPP, vttilicHrovatY, ^^ Kiesewettcr Edle von WicjenbrN'"', „,er, > Hohn. ächter, - Irene i«aun«^,v.,,.^ > Schwiegertochter, - Uenebiet -".""p^el' ^. W nasial-Director; Wilhelm Kicfe»""» Hgh„, > von Wiescnbrunn, l.u.l.Maior! V'^i »,' W l. l, Poswntwlor; Tchwiegersöhue. .^ ^,,.ye M > Mizi Namm: Walther. »''^'H"? H»ov""! > Mofa Knapp; l5lara Eamu« l'"'^ci<' > Mofa Hrovath und Karl 6ann>s, ^^ ^ > U wdmnnd und Panla Hohn. 6' " li"' > > linnrn. — Klara 6aM"5, w^>^^^^ ^ ------- I Die Geschwister «aab vott ^"k"""lhe>'"" > tieferschüttert Nachricht w» dein Ve>»'!' > Schwester ^.. > Johanna Ml, uo» V«bt«^ > d. I. llN! v<4 Uhr nachmittag sal'jl > Mden ist. «n.U.W" !. > Die Veerdignng findet fonn «»"' „ yil. "'' > halb 6 Uhr vom Tterbehausr Alter "" D Uaibach am 12. April 1»9b. ^„s„ > Kranzspenden werden nach Wonscli ^ ^» » danlend abgeleh'tt^^^^M D Gott dem Allmächtigen hat e? ^ > innigstgeliebte Schwester, ssraule," > Maria Orel > Haus. und ^ali.M.b^^ ^ > nach langem, schweren, Leiden, ver "^ ^ „h, > gen Sterbesacranlenten, gester" "' z)!, » in ein bessere.- Jenseits abz»b"Ne , ^,, 1.^^,, » Das Leichenbegängnis findet Z"«^^sc O" > um 4 Uhr uachmittags von« "" ^,>< > straße Ä!r. 1 aus statt. ^ "l"t"^ > Die heil. Seelenmessen werde" " ^ > lirche zn Gt. Ialob gelesen. ^l.'" ""' > Die.>nvernessliche«erstorbe..e^^ > freundlichen Andenlen lhrer »"«' > > Laibach an. 12. Apr'l I^l'. , ^llliltc^ > Die ^''G^^ > Danksagung.^ ^.^,<. > ss.!° dl< View, ,V,«ist m'' > w»hm,d dir !»„,,»,«„« '",,,, !>«"" > M,«,!chci,, !„m»ftM«e»t°!> ^"' > Zchwtst« ,„,d Nchwii»«,» /»«<> den ergreifenden Grabgesana p" ^. > ten den tiefgefühlten Danl a"^ ^-.,terbllc^' > die ttauerndc.'H'" > > Idria am 11. 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ItMOV B (A.rnold vVclamyi J | Specialfabrik für Centralbeizungs- und Ventilations Anlagen i •^ (932) sämmtlicher Systeme «-g y | Wien V., Hundsthurmerstrasse 34. § ¦a Vlelfaoh bewührte Nlederdruok-Dampfheiznngen. 2. * Aeltere Specialität: Wa«»erheiznngen. a »3 * " '— ^^ *" Heizungen mit und ohne Ventilation für kleinste und gröüte Wohnhäuser, 2 ~ einzelne Wohnungen, öffentliche Gebäude wie: Schulen, Spitäler, Theater, 2 S Amlshäuser, Restaurants, Huteis, für Kirchen, Klöster, für Fabriken, Trock- j M ncreien, Glashäuser etc. etc. j" es - Projeote u. Kostenanschläge sowie Verzeichnis der ausgeführten Anlagen mit Zeugnissen darüber unentgeltlich. X Aelteste Specialfirma auf dem Continente. Viele Auszeichnungen. Jv Die öffentliche Feilbietung des Franz Habianlö'sohen Manufacturwarenlagers linde! um *O. AprU 18B5 vormittags 9 Uhr angefang-en, im GesohäftslooaU am Alten Markte Nr. 28, statt. l)«r VerwalUir