PMuer Zeitung. Erscheint Zeden 1., 11. und 21. des Monates. Preis für Pettau mit Zustellung ins Haus: Vierteljährig fl. —.84, halbjährig fl. 1.68, ganzjährig fl. 3.30; mit Postversendung im Inländer Vierteljährig fl. —.94, halbjährig sl. 1.88, ganzjährig fl. 3.70. Schriftleituug und Verwaltung: Buchdruckerei Wilhelm Blanke, Hauptplatz Nr. 6, Pettau. Handschriften werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigft berechnet. Beiträge sind erwünscht bis längstens 10., 20. und Letzten jeden Monates. Von unseren Wocheumärkteu. Immer häufiger mehren sich die Klagen, dass die strenge Wochenmarkt-Ordnung unserer Stadt nur mehr auf dem Papiere steht und die zur Dnrchführnng derselben eigens bestellten Organe gar nichts thun. Während noch vor wenigen Jahren der an: Freitage jeder Woche stattfindende Wochenmarkt fich eines ausgezeichneten Rufes erfreute und infolge starker Beschickung desselben von Seite unserer Landleute die Lebensmittel einen solch' niederen Preis hatten, dass unsere Stadt mit vollem Rechte als ein billiger Aufenthaltsort auch außerhalb der Grenzen unserer engeren Heimat bekannt war, sind wir nun glücklich dahin gekommen, dass die nothwendigsten Lebensmittel hier bereits solch' hohe Preise erlangt haben, dass die Grazer und vielleicht auch die Wiener unsere Naturprodukte zu demselben, ja vielleicht sogar zu einem billigeren Preise kaufen als unsere Hausfrauen auf unseren Wochenmärkten Wir glauben daher, dass es die höchste Zeit ist. dass unjere Gemeindevertretung auf die streugste Handhabung der Woch«r-maist-Ordnnng dringt und dafür sorgt, dass die Wochenmärkte in erster Linie der Stadtbevölkernng zugute kommen. Bei den heutigen Marktpreisen werden ja jene Pensionisten, die uusere Stadt wegen ihrer Billigkeit anfsnchen und sich hier ansiedeln wollen, nach kurzem Aufenthalte wieder weiterziehen und wir fürchten, dass ihnen bald anch solche folgen werden, die schon vor längerer Zeit hier ihren Wohnsitz aufgeschlagen haben. Zur Orientierung unserer Leser uud aller, denen das Aufblüheu unserer Stadt am Herzen liegt, wollen wir einige Bestimmungen der Wochenmarkt-Ordnung veröffentlichen. Der § 7 lautet: „Die ersten Stunden des Marktes bleiben für die Einkäufer im Kleinen Vorbehalten. Es ist daher allen Personen, welche mit Lebensmitteln handeln, untersagt, vor 10 Uhr vormittags in ihren Verkaufsgewölben, auf deu Marktplätzen, Gassen und Straßen der Stadt Pettau oder in den Wirtshäusern des Stadtgebietes Einkäufe an Lebens- Die Rache. Erzählung aus dem Leben eines Dorsbewohners aus dem 17. Jahrhundert. 6. Fortsetzuug. Im nahen Schkofzer Walde in einer aus zusammengetragenem Reisig aufgerichteten Hütte hatte Thomas seinen Platz so gewählt, dass er das Häuschen, welches Margareth vor mehr als 3 Wochen verlassen hatte, bequem übersehen konnte. Die Bilchmütze lag an seiner Seite, das Haar hieng wirr und zerzaust über die Stirn. Den starren Blick unaufhörlich auf einen Punkt gerichtet, schien er die Folgen einer von ihm verübten bösen That mit fieberhafter Ungeduld kaum erwarten zu können. „Fehlschlagen kann es nicht", sprach er zu sich, „ich habe es gut angelegt. Alles Brennbare, was ich nur auf den engen Raume zufammenlegen konnte, ist dort; kein Mensch ist mittel zu machen oder durch Mittelspersonen machen zu lassen, oder mit den Verkäufern von Lebensmitteln in irgend eine Unterhandlung oder in ein Einverständnis über die Ablösung ihrer Feilschasten zu treten." Und der § 23 lautet: „Übertretungen des Verbotes 8ub § 7 werden an dem Käufer, beziehuugsweise an der bestellten Mittelsperson mit Geld im Betrage von 2 bis 50Gulden und im Falle der Zahlungs-Unvermögenheit mit Arrest von 6 Stunden bis 10 Tagen bestraft. Gegen Gewerbetreibende kann nach wiederholter Abstrafung auch der Verlust des Gewerbes von der k. k. Bezirksbehörde ausgesprochen werden." Wir fragen daher: Seit wann werden diese zwei Paragraphe gehandhabt und wozu hat die Stadtgemeinde einen eigenen „Marktkommissär" bestellt? Uns ist noch kein Fall einer Abstrafung bekannt geworden und doch ist es Thatsache, dass sogar am Freitage, dem elgeutllcheu Wochenmarkte, für welchen diese strenge Markt-orduuug schon oor mehr als 10 Jahren i;eschaften worden ist, eine stetig wachsende Anzahl Händler, theils selbst, theils durch ihre Angestellten unseren Hausfrauen die Lebensmittel des täglichen Hausbedarfes in den frühesten Morgenstunden vor der Nase wegkaufen. Weiters kaufeu arbeitsscheue Weiber, die den Vvrkanf gewerbsmässig betreiben, in den frühesten Morgeit-stunden alles Erreichbare zu niedrigsten Preisen zusammen, um es dann mit gutem Gewinne bei leichter Mühe, am Platze gemächlich sitzend, während des Tages an die Consumenten weiter zu verkaufen. Sollte der Marktcommifsär seiner Pflicht nicht nach-kommen wollen, so möge das löbliche Stadtamt ihn dazu verhalten. Falls er jedoch seiner Stelluug nicht gelvachsen sein sollte, so möge man ihn auf einen anderen Posten stellen und als Marktcommissär einen Mann bestellen, der ohne Rücksicht auf die oder jene Person die Marktordnung strenge handhabt uud jede Übertretung der verdienten Bestrafung zuführt. Wir sind vollkommen überzeugt, dass nur wenige Abstra- zu Hause, der es bemerken könnte; mithin muss die Bettlerkeusche abbrennen. Dieses Feuer soll euch in St. Urbani zum Hochzeitstanze leuchten. Nach längerer Zeit, während welcher er unausgesetzt nach dem Häuschen blickte, sah er eudlich aus demselben die erwünschte blane Rauchsäule aufsteigen, die sich bald in schwarze Wolken verwandelte, aus der kurz darauf die Flammen hoch empor schlugen. „Dies wäre geluugeu". murmelte Thomas vor sich hin, „an Rettuug ist nicht zu denken und ein Theil meiner Rache ist erfüllt. „Tanzt nur oben", rief er in wildem Zorne, die Hand drohend gegen St. Urbani gerichtet, „zu eurem Tanze habe ich euch etwas angezündet und noch zu einem anderen Feste wird euch eine Flamme leuchten! Geduld, meine Rache ist unersättlich, sie muss ausgeführt werden und gehe darüber auch ich zu Grunde. Helene! Helene!" rief er in Anwandlung Hiexu eine Beilage: „Illustriertes Unterhaltungsblatt." filngen genügen werden, um die Wochennlärkte in kurzer Zeit wieder ihrer wahren Bestimmung zuzuführen. Diese Zeilen sollen daher nur dazu dienen, um die behördlichen Organe auf diese unhaltbaren Zustände aufmerksam zu machen und zweifeln wir nicht, dass bei einiger Energie und strenger Handhabung der bestehenden Marktordnung in nicht zu langer Zeit ein Wandel zum Besseren zu verzeichnen sein wird. Wiener Advocaten unter sich. In Wien wurde vor kurzem eiu Proceß durchgeführt, der elu grelles Streiflicht auf gewisse Elemente des Wiener Advokatenstandes wirft und einen Blick hinter die Conlissen einiger der „augesehensten Zierden" dieses Standes gewährt. - - Zwei Advocaten und zwar niemand Geringerer als der berühmte Vertl)eidiger Ossenheims Dr. Nenda und Dr. Jeannee, beide Zierden der liberalen Partei, waren sich in die Haare gerathen und hatten sich in amtlichen Schriftstücken die heftigsten Grobheiten uud ehrenrührigsten Anschuldigungen an den Kopf geworfen, welche eine Doppelklage — einer klagte den ändern — zur Folge hatteu. Schon die Thatsache, dass derartige Klagen durch den amtlichen Verkehr zweier Rechtsgelehrten heraufbeschworen wurdeu, ist bedeutsam genug uud läßt bezeichnende Rückschlüsse auf die Denkweise dieser Rechts« Vertreter und die Art, wie sie ihren Beruf auffassen und durchsühreu, zu. Beachtenswerther jedoch, als die Veranlassung zu diesem Processe, sind einige Umstände und Enthüllungen, die im Verlaufe des Beweisverfahrens zu Tage gefördert wurden. — Dr. Neuda und Dr. Jeanee standen sich in einer Ehebruchsangelegenheit als Vertreter der beiden Parteien gegenüber. Die Sache nahm eine sür die Partei Jeanee's unwillkommene Wendung und zwar soll dieselbe dadurch herbeigeführt worden sein, dass Dr. Nenda den — natürlich jüdischen — Berichterstattern einiger Blätter Mittheilungen machte, deren Veröffentlichung der Gegenpartei höchst peinlich sein musste. Thatsächlich wurde vou den Zeugen ansgesagt, dass Dr. Neuda derartige Mittheilungen mache und ein jüdischer Reporter sagte unumwunden aus, dass das so Brauch sei, wobei er Dr. Neuda noch als einen wenig mittheilsamen Advocaten bezeichnete, andere seien der Presie gegenüber weit entgegenkommender. Diese Aussage wirft auf die Wiener Judenpresse uud die Wiener Judenadvokaten ein bezeichnendes Licht. Um die Sensationslüsternheit des „Tagblatt", „Extrablatt" n. s. w. zu befriedigen, oder gar um auf die Gegenpartei einzuwirken, werden die dem Advokaten als Rechtsfreunde anvertranten Geheimnifse des Familienlebens den verschiedenen Schmocks mitgetheilt! Das sind ja äußerst nette Zustände. — Aus den verlesenen Acten wurde deuu auch erwieseu, dass Dr. Neuda, dieser „große Mann" von der Wiener Advokatenkammer wegen Verletzung des Schuldgeheimnisses bereits vorher einmal zu 300 fl. Geldstrafe verurtheilt worden war. Wenn sich die wohl größtentheis aus Stammesgenossen Neuda's zusammengesetzte eines besseren Gefühles mit Schmerz aus, „du hättest mich gut und glücklich machen können, du wolltest oder kountest es aber nicht; mein Geschick ließ es nicht zli. Unsere Wege sind verschieden, doch tressen sie in diesem Leben noch zusammen; wie — das weiß ich jetzt selbst noch nicht." Während dieses Selbstgespräches war er aufgestanden und hatte sich, da er in dem öden Walde keine Verfolgung fürchten durfte, langsam gegen den Stadtberg entfernt. Am selben Morgen, als Margareths Häuschen durch Thomas rnchlose Hand eingeäschert worden war, wurden Helene und Jakob in der Kirche zu St. Urban getraut. Nach der Trauung wurde der übliche Hochzeitsschmaus abgehalten. Hiebei war die Gesellschaft munter, fröhlich und lustiger Dinge, wie es der Brauch bei Hochzeiten im Wendenlande mit sich bringt. Auch dem Tanze wurde gehuldigt und die Paare bewegten sich im munteren Reigen nach dem Tone der Geige, Clarinette und des Brummbasses. Selbst Vater Georg wagte Wiener Advokatenkammer zu einem solchen Schuldsprnche verstaud, da muss die Sache schon recht—„rechtsgelehrt" gewesen sein. Auch der Kampf gegen den Antisemitismus wurde bei diesem Processe beleuchtet. In dem bekauuten Rechtsstreite des Oberrabbi Bloch gegen den Prager Universitätsprofessor Dr. Rohling, welcher sich um eine Talmudssache, welche Rohliug ausgedeckt hatte uud die den Juden iusgesammt sehr unangenehm war, drehte, hatte der Reichsrathsabgeordnete der inneren Stadt Wien, die „Zierde" der liberalen Partei, Dr. Kopp die Vertretung der Jndenschaft. Daß er dieselbe nicht aus reiner Begeisterung für die jüdische Sache übernahm, wenngleich man das nach den überzenguugsvollen Reden dieser Herren anch annehmen könnte, sondern dass die Aussicht auf einen Rebbach auch mitbestimmend wirkte, wollen ivir dem Reichsrathsabgeordneten nnd ehemaligen Vorstandsmitgliede der vereinigten deutschen Linken, im Landesausschusse für Niederösterreich uud Landtagsabgeordneten Dr. Josef Kopp nicht übel nehmen. — Aber der Rebbach sollte, nach der Absicht des Herrn Kopp wenigstens, ein solcher werden, dass man annehmen könnte, die Höhe desselben sei die Hauptsache bei der Proceßführung gegen die f f Antisemiten gewesen uud nicht die „heilige" Üeberzengung, nicht der Umstand, dass es galt, sür „Anskläruug, Fortschritt, Freiheit, Humanität u. s. w. einzutreten. Dr. Kopp verlangte nämlich für die Vertretung der „freiheitlichen Idee" blos 100.000 fl. nnd da der Proceß nicht stattfand, niinderte er die Summe auf 66.000 fl. herab und da dieser Betrag der Partei denn doch zu s—reiheitlich bemessen schien, so ließ Dr. .Kopp, Reichsrathsabgeordneter der inneren Stadt Wien, Zierde der „vereinigten deutschen Linken" mit sich handeln uud glich sich mit 42 000 fl. ans. Dr. Kopp hat bei dem in Rede stehenden Processe erklärt, dass er seine Arbeit nicht mit der Elle messe — das glanben wir ihin recht gerne, es wird wohl ein größerer Maßstab zu Hause liegen. Und handeln lässt diese „Zierde" des Parlamentes anch mit sich und noch dazu bei einer geistigen Arbeit! — Ja diese Herren sehen ordentlich beleuchtet ganz anders aus, als man sich sie nach den verschiedenen Schildernngen und Lobpreisuugen der gesrunnngsverwandten und ebenbürtige» Wiener Judenpresse vorstellen würde. Leider kommt es bei den Herren selten zu einem solchen beleuchtenden Processe, sie „gleichen" sich lieber anderweitig aus und wenn es, wie diesmal, doch zu solchen Enthüllungen kommt, so versteht es die mitbetheiligte Presse recht gut, die Sache zu drehen und zu wenden. So hat das „Wiener Tagblatt" seinen bedanernswerthen Lesern die für den Inhalt des Processts nebensächlichen, wegen des Proceßganges eben zur Verlesuug gebrachten Briefe, welche die Ehebrnchs-Ange-legenheit betraffen und recht pikant klangen im vollen Wortlaute mitgetheilt, war aber sonst ziemlich bescheiden. Gegen solche Missstände in der Presse soll es ein strenges Verfahren geben, hier soll der Staatsanwalt einschreiten, nicht aber blos daim, wenn die Thätigkeit einer löblichen Regierllng in anderem als officiösem Sinne besprochen wird. Obersteirerblatt. einen Tanz mit Margarethe. Als alle in bester Laune waren, kam ein Hochzeitsgast mit der unerfreulichen Mittheiluug, dass es unten im Thale brenne. „Gott erbarme sich der armen Leute" ries Margareth, „die in dieser Jahreszeit so schreckliches Unglück getroffen." Unterdefsen war Jakob mit mehreren Gästen hinausgegangen, um die Gegend zu sehen, wo es brenne. Nicht weit von Georg's Behausung war eine kleine, lichte Erhöhung, von der man das ganze Thal übersehen konnte. Dort angekommen, erkannten alle gleich, dass Margarethens Häuschen in Flammen stand; Jakob gieng daher gleich nach Hanse und theilte sofort dem Vater die Unglücksbotschaft mit. Georgs uud Jakobs Bestürzung, die Niedergeschlagenheit der mit Jakob zurückkehrenden Gäste ließ die übrigen nichts Gntes ahnen nnd als diese von den Znrückgebliebenen über den Brand mit Fragen bestürmt wurden, war einer davon so unvorsichtig, den Ort laut zu nennen, dass ihn Margareth hörte. Sie fieug laut zu weiueu au und wollte augenblicklich Pcttauer Nachrichten. (GtMtindtrathssltzung.) In der ordentlichen und öffentlichen Gemeinderatlissitzung vom 13. Mai waren 13 Gemeinde-räthe anwesend. Die Herren Martinek und Wibmer waren krank gemeldet und Herr Behrbalk war geschäftlich verhindert. Da der Stadtamtsvorstand Herr Hein krank gemeldet war, wnrde Herr Kasimir zum Schriftführer gewählt und hieraus folgende Tagesordnung erledigt: 1. Verlesung des Sitzuugsprotokolles vom 29. April 1891. Wurde nach Vornahme einiger Berichtigungen zu Punkt 12 uud 16 genehmigt. 2. Vortrag des Jahresberichtes für das Jahr 1890 durch den Herrn Bürgermeister Eckl. Wurde zur Kenntnis genommen. 3. Äußerung der Bausection über die Verfügung mit den baufälligeu Objecten im Bräuhausgarten. Der Se>'tions-antrag, eine öffentliche Versteigerung mit dem Ausrufpreis von 150 fl. auszuschreiben, wurde angenommen und der Antrag des Herrn Stendte, das Materiale für das neue Manthhaus zu verweudeu oder einen höheren Ausruspreis feftzusetzeu, abgelehnt. 4. Antrag der sr^iwilligen Feuerwehr auf Bestellung eines Fenerwächters. Der Sectionsantrag, dem Thorwart von Oberpettan mit Einwilligung des dortigen Verwalters Herrn Petter gegen eine angemessene Entlohnuug diesen Dienst zu-zuweiseu, wurde augeuommen und weiters über Antrag des Herrn Stendte beschlossen, sofort den Aufruf an die Bevöl-kernng zn veröffentlichen, dem Feuerwehrvereine möglichst zahlreich beizutreten. 5. Concnrs-Ausschreibuug wegen Vergebnng des Stadttheaters für die Winter-Saison 1891/2 uud Bestellung des Herrn Professors Rudolf Gaupmann als Intendanten. Da der Referent krank war, konnte keine Sectionssitzung abgehalten werden. Über Antrag des Herrn Sellin schegg wnrde beschlossen, den Termin für die Einbringnng der Gesuche bis 30. Juni sestzusetzen und den Beginn der Theater-Saison nicht für den 15., sondern sür den 1. November zu bestimmen. Die Banseclion wnrde beauftragt, deu Aufzug des Lusters im Stadttheater zu untersuchen uud die nöthigen Anträge rechtzeitig zu stelleu. Herr Prof. Gaupmann wurde einstimmig wieder zum Juteudauteu bestellt. 6. Erklärung des k. k. Gendarmerie-Wachtmeisters Carl Unar über die Annahme des städtischen Wachtmeisterpostens und dessen Dienstantritt. Derselbe erfolgt anfangs Juui. Wurde zur Keuntuis genommen. 7. Erkläruug des Herru R. Joherl wegeu Überlaffuug der Straße vor seinem Gewölbe. Der Sectionsantrag, Herr Joherl hätte den Straßenübergang von seinem Geschäfte zum gegeu-überliegeudeu Trottoir auf eigeue Kosteu pflastern zn lassen uud die Stadtgemeiude die Verpflichtung zu übernehmeu, die weitereu Erhaltuugskosten zn tragen, wurde angenommen. 8. Verfügung über Antrag der Section II wegen Zn- nach Hause eilen, um möglicherweise uoch etwas zu retten. Alle Unterhaltnng war natürlich vorüber. Georg liess den Schlitten anspannen, die Nachbarsleute thaten dasselbe und sämmtliche männliche Gäste begaben sich, nachdem sie schnell die Kleider gewechselt hatten, an den Vrandort. Nur Margareth ließ es sich nicht nehmen, mitzufahren. Helene aber blieb in ihrer neuen Behausung und weinte über das Unglück, das ihre Mutter getrvffeu. Als die ersteu Schlitteu uuten angekommen, war das Häuschen schon niedergebrannt. Die Hilfe kam daher zu spät. Nur zeitweise schlug noch eine Flamme, durch einen Luftzug augefacht, aus den Trümmern hervor, um bald wieder zu verlöschen. Über die Entstehungsursache des Feuers waren alle, nachdem Margareth die zwischen ihr und Thonias vorgefallenen Scenen mitgetheilt, nicht im geringsten im Zweifel. Nur hex rothe Thomas konnte der Brandleger sein, denn Margarethe war schon über 3 Wochen aus ihrer Wohnung abwesend, daher es nicht möglich war, dass dieser Brand durch eine Unvor- weisung einer Natural-Wohnung an den Wachtmeister. Der Referent theilt mit, dass für ersteren keine Naturalwohnuug vorhanden sei, daher eiu Quatiergeld bewilligt werden müsse. Da es im Interesse des Dienstes wünschenswert erscheint, dass der städtische Wachtmeister in der Nähe des Gemeindehauses wohne, wurde die endgiltige Feststellung des Qnatiergeldes vertagt und der Herr Bürgermeister Eckl mit der Austragung dieser Angelegenheit betraut. 9. Verständiguug der k. k. Bezirkshauptmannschaft Pettau über die Bewillignng des Mühlbaues an Hrn. I. Kukovetz. Der Sectiousautrag, die Zustimmuug zu ertheilen, wurde augenommen. 10. AÜfällige Anträge. Dem Sohne des seinerzeit hier stationierten Sektions-Ingenieurs Johausen, derzeit Sekuudar-Arzt iu Graz, wurde die Zusicheruug der Aufnahme in den Gemeindeverband ertheilt. Das Ansuchen der Frau Reniiz wegen Anbringuug von Stützpfeileru an der schadhaften Mauer ihres Hoses wurde abgewiesen, weil die Mauer so schadhaft ist, dass sie abgetrageu werden muss. Das Ansuchen des Hrn. Turk um Mauthbefreiung wnrde ebenfalls abgewiesen. Die beiden Offerte der Herren Tamm und Putrich wegen Herstellung zweier Wägen zur Straßenbespritzung um je 100 fl., wurden vorläufig abgewiefeu. Auch die defiuitive Anstelluug des Stadt-amtsvorstaudes wurde besprocheu uud die Eutscheiduug schließlich vertagt. Endlich wnrde vom Herrn F. Kaiser die Erledignng des Gesnches des Bauvereines verlangt, weil die Eompetenz des Gemeinderathes anßer Zweifel und die Anschanuug des Herrn Dr. Fichtenau in dieser Frage nicht richtig sei. Herr Bürgermeister Eckl erwiderte, dass die Section keine Sitzung abhalten konnte, weil zwei Herren krank seien, daher dieser Gegenstand nicht auf die Tagesorduuug gesetzt wurde. Herr Kasimir bemerkte, dass das Gesuch ja schon vor mehreren Wochen eingereicht worden sei, daher eine nochmalige Be« rathung in der Section überflüssig erscheine. Herr Jakob Matznn theilte mit, dass die Direktion des hiesigen Gymnasiums in einer Znschrist sich ans eine Bestimmnng des Landesausschusses berufen uud um die theilweise unentgeltliche Benützuug der Badeanstalt durch die ärmeren Schüler des Gymnasiums ersucht hat. Da Herr Kaiser darauf bestanden hatte, dass die Entscheidnng noch in dieser Sitzung ersolgen müsse, konnte Herr Biirgermeister Eckl nur durch die sofortige Schließung der Sitzung die Bewilligung der Subvention verhindern. (jlersonalnachrichtku.) Versetzt wurden: Die Bezirks-commissäre Franz Bouvard Edler vou EhLtelet uach Pettau uud Dr. Heinrich Edler von Cron nach Marburg; ferner die Statthalterei-Conzepts-Praktikanten Michael PapeL nach Pettau uud Hermann Ritter v. Rainer zu Harbach nach Rann. (Todesfall.) Den 10. Mai um 12 Uhr nachts ist Mizi Vonk im 4. Lebensjahre gestorben. (Zu deu diesjährigeu praktischen Übuugeu des 4. Pionnier-Feld-Bataillous.) Dieselben begannen auf der Drau bei Pettau instruc-tionsgemäss anl 1. April und werden bis circa Mitte September von sichtigkeit von ihrer Seite entstanden wäre. Margareth weinte und jammerte, da sie durch diese» Brand einen großen Theil ihrer Habe verlor. „Seid deswegen nicht traurig", sprach Georg beruhigend zu ihr, „ich habe genug Platz für euch und uns; auch war es mein fester Wille, dass ihr bei uns bleibt. Was hättet ihr denn allein hier unten gethan? Nehmt es als eine Fügnng Gottes nnd tröstet euch damit, dass der Allmächtige es so gewollt, damit ihr fortan bei uns bleibet und den jungen Leuten in ihrer Wirtschaft mit euren Erfahrungen rathend beistehet." Da die nächststehenden Bauten beinahe eine Viertelstunde vom Brandorte entfernt waren, so war für andere Gebäude eine Feuersgefahr nicht zu fürchten. Die Hochzeitsgäste fuhren daher wieder nach Hause, einige im Stillen grollend, dass ihnen Thomas dnrch seine böse That die Unterhaltnng und die Aussicht auf ein mehrtägiges Zechgelage, auf Freude und Tanz verdorben habe. Margareth aber nahm mit stiller Wehmuth Abschied von dem Orte, wo sie so viele Jahre ruhig und zufrieden gelebt und ihre Kinder erzogen hatte. (Fortsetzung folgt.) 6 bis 11 Uhr vormittags und 2 bis 6 Uhr nachmittags mit Ausnahme der Samstage, dann der Sonn« und Feiertage ober- und unterhalb der städtischen Jochbrücke vorgenommen. Um diese Übungen durchführen zu können, wird während „der vorangeführten Stunden die Naufahrt im Bereiche des Pionnier-Übnngsplatzes auf der Drau eingestellt, weshalb alle herabsahrenden Schiffe und Flösse 2(XX) Schritte oberhalb des Übungsplatzes zu landen haben. Zur Avisierung der Schiffleute wird während der Übungsstunden eine roHe Flagge in der Höhe von Skorba circa 2(X)0 Schritte oberhalb des Übungsplatzes am rechten Ufer aufgehißt und überdies, um die Schiffleute iusbesondere bei Nebel avisieren zu können, eine Ankerwache bei dieser Flagge postiert. Die Thalfthtt kann dann erst nach Abnahme der erwähnten Flagge sortgesetzt werden. (Tanzunterricht.) Herr P. Coronelli, städtischer Tanzlehrer aus Agram, gedenkt hier abermals einen Unterrichtscurs zu eröffnen. Herrn Coronelli's Leistungen als Tanzlehrer sind hier vortheilhaft bekannt und hoffen wir, dass er sich auch diesmal ernes recht lebhaften Zuspruches zu erfreuen haben wird. (Zum Selbstmorde des Hausmeisters 2ohann Gollob.) Die Notiz der letzten Nummer haben wir dahin richtigzustellen, dass die Wiederbelebuugsversuche uicht vom Herrn Stabsarzte Dr. Pig, sondern vom Herrn Gymnasial-Profeffor CilenZek unternommen worden sind. (Ängeschwelnmter Leichnam.) Im Brunnwasser nächst der Brücke am Rann wurde Freitag den 15. Mai früh der Leichnam eines Reserve-Oberpionniers aus Szegszard aufgefunden. Dieser zur Waffenübung eingerückte Soldat wurde seit dem 8. Mai früh vermisst. Da bei demselben weder Geld noch sonstige Wertgegenstände vorgesunden wurden, ist es nicht ausgeschlossen, dass hier ein Raubmord vorliegt. (Versuchte Unterschlagung von öffentlichen Geldern.) Der Diener des hiesigen Hauptsteueramtes sollte Samstag den 16. Mai eine größere Geldsendung beim Postamte aufgeben. Er hat es jedoch vorgezogen, dieselbe in eigene Verwahrung zu nehmen und dafür einen mit Papierschnitzeln ausgefüllten Geldbrief abznfertigen. Dieser Fall veranlasste die Finanz-Landesdirection in Graz, einen Finanzrath zur Untersuchung herzuschickeu. Das uneröffnete Packet wurde beim Diener vorgefunden ; derselbe wurde vorläufig vom Dienste enthoben und hat sich krank gemeldet und es ist nicht ausqe chlosseu, dass er geisteskrank ist. (Zum Jubiläum des Herrn Pfarrers in Hl. Dreifaltigkeit in -er Kollos.) In Ergänzung der Notiz in unserer letzten Nummer bringen wir hier einen ausführlichen Bericht über dieses Fest. Am 3. Mai d. I. feierte die Pfarre Hl. Dreifaltigkeit in der Kollos ein außerordentliches Fest, das 70-jährige Geburtstagjubiläum des für das Wohl der Pfarre unermüdlich thätigen Herrn Pfarrers P. Alexander Sovie, Definitors des Minoriten-Convents Pettau. Alt und jung, reich und arm freute sich schon längere Zeit auf dieses in aller Stille sich vorbereitende Fest und alles jubelte, als am Vorabende desselben Tages die Pöllerschüffe und das weithin klingende Glockenspiel den Anfang dieser seltenen Feierlichkeit ankündigten. Wie aus einen Zauberschlag waren auf einmal ringsherum die Berge und Thäler von Johannisfeuern beleuchtet, die Pöllerschüsse ant-wor'teten rings von den Bergen herab, die Musik erscholl und als die Sänger von Pettau und Umgebung dem greisen Jubilanten ein begeisterndes Ständchen darbrachten, hörte man von Nah und Fern das kräftige Jauchzen und Singen der Jugend. Mit größter Spannung erwartete man den nächsten Tag. Kaum dass die Morgenröthe den neuen Tag ankündigte, donnerten abermals die Pöllerschüsse; das Glockengeläute und die liebliche Musik weckte die Bevölkerung zum Morgengebete und alles beeilte sich sestlich zu kleiden, um so bald als möglich vor dem festlich geschmückten Pfarrhofe und der Kircke zu erscheinen. Gegen 10 Uhr Früh war daselbst eine solche Menschenmenge versammelt, wie schon lange nicht vorher. Dieselbe erwartete mit Sehnsucht ihren heißgeliebten Seelenhirten, der um diese Zeit unter Assistenz seiner Mitbrüder und Freunde und unter Vorantritt weißgekleideter Mädchen seinen Einzug in die Kirche hielt. Nach der Festpredigt, welche sein Neffe, der hochwürdige Herr Skuhala, Dechant aus Luttenberg, hielt und in welcher er das unermüdliche und aufopfernde Wirken des Hrn. Jubilanten für das Heil und Wohl der ihm anvertrauten Psarrinsaffen besonders hervorhob, celebrirte derselbe ein feierliches Hochamt, während von den Sängern die lateinische Messe von Prohaska gesungen wurde. Nach der Messe überreichten im Namen der Schuljugend von Neukirchen Z weißgekleidete Mädchen und im Namen der Schuljugend von Hl. Geist drei Knaben dem Jubilanten mit einer kurzen Ansprache je ein Blumenbouquet, woraus sich die Lehrerschaft und die Ortsschulräthe der Pfarre Hl. Dreifaltigkeit demselben gratulirend vorstellten. Nach Absingnng eines Liedes ersolgte die Überreichung der schon in der vorigen Nummer erwähnten Ehrendiplome sämmtlicher Pfarrgemeinden. Bis zu Thräuen gerührt, dankte hierauf der Gefeierte für die ihm erwiesene Ehre, betheuernd, dass er stets bestrebt sein werde, die kurze Zeit des Lebens, die ihm noch beschieden sein sollte, nur sür das Heil und Wohl seiner ihm stets lieben Pfarrkinder zu arbeiten. Bei dem darauffolgenden Mittag-effen wurde dem Jubelgreis von verschiedenen Seiten wackere Toaste dargebracht und es dunkelte schon, als man sich von dem liebenswürdigen Jubilanten verabschiedete. Am daranssolgenden Tage versammelte sich die Schuljugend in corpore und betheiligte sich an der Bittprocession, nach welcher der Oberlehrer von Neukirchen unter freiem Himmel in Anwesenheit des Herrn Jnbilanten, der hochwürdigen Geistlichkeit und der Bevölkerung an die Kleinen eine ergreisende, das Wirken und Schaffen des Herrn Jubilanten sowohl in der Kirche, als auch als Jugensrennd in der Schule und im socialen Leben betreffende Ansprache hielt. Möge es dem Herrn Pfarrer gegönnt fein, nach « Jahren sein 50-jähriges Priester-jubiläum ebenso rüstig und gesund feiern zu können. (Aus St. Marren) wird uns über einen seltenen Grad von Zutraulichkeit eiues Stieglitzpaares berichtet. Es hat sich nämlich da auf einen Oleanderbaum, der vor der neuen Schule steht, ein solches Pärchen hänslich eingerichtet und erfreut sich trotz der vielen Lente, die täglich Vorbeigehen des vollsten Friedens. Frau Stieglitz lässt sich aber auch im wichtigen Brntgeschäfte durch nichts stören und sieht mit ihren klugen Äuglein so harmlos drein, als gäb' es auf der ganzen Welt keine bösen Schuljungen, deren höchste Lust es ist, Vogeluefter ausznnehmen — sie hat jedenfalls volles Vertrauen auf die stramme Zucht, die unter der St. Marxner Schuljugend gehalten wird und dürfte hierin nicht getäuscht werden. Vermischte Nachrichten. (Znr Hnldiguugg-Kuudgebuug unseres Abgeordnetenhauses.) Sonntag den 10. Mai wurde das Präsidium des Abgeordnetenhauses von Sr. Majestät in der Hofburg in Wieu in der gnädigsten und huldvollsten Weise empfangen und brachte Präsident Smolka den vom Abgeordnetenhause am 8. Mai einhellig gefaßten Befchlufs zur allerhöchsten Keuutuis. (^ersonalnachrichten.) Der Verwalter des ärarischen Post-und Telegraphenamtes in Cilli, Dr. Dominik Sartori wurde zum Oberpostvermalter ernauut. — Versetzt wurden: der Bezirkscommissär Herr Johann Snpanchich von Haberkorn von Marburg nach Rann und der Statthalterei-Concepts-Practicant Herr Leo Freiherr von Lazarini von Cilli nach Luttenberg. (Zur Herabsetzung des Frachtentarifes der nngarischen Staatsbahnen.) Wie aus Budapest gemeldet wird, hat dieselbe nicht nur keinen Ausfall der Eiunahmen zur Folge gehabt, sondern es ist sogar eine Steigerung derselben eingetreten. Der officielle provisorische Ausweis vom 29. April zeigt trotz der uugewöhulich ungünstigen Verkehrs- uud Frachtverhältniffe im Jänner im Vergleiche zur selben Zeit des Vorjahres eine Mehreinnahme von 334.303 fl. Die endgiltige Abrechnung dürfte ein noch günstigeres Ergebnis liefern. (Colnmbnsfeier.) Die wiffenfchaftlichen Vereine Hamburgs werden sich den 23. Mai versammeln, um wegen Veranstaltung einer großartigen Feier am 400-jährigen Entdeckungstage Amerikas, 12 October 1892. schlüssig zu werden. (Von unserem Laudes-Eiseubahnamte.) Dasselbe studirt gegenlvärtig die Bahnprojecte Wolfsberg-Zeltweg und Fehriug-Gleicheuberg-Purkla. Die erstgenannte Linie würde eine zweite Verbindung des steirischen Unterlandes mit dem Norden geben, die andere würde die Fürstenfelder Localbahn mit der Linie nach Radkersberg-Lutteuberg verkuüpfeu. (Schiessüliungen.) Den 2. April haben bei Vinokoveak bei Warasdin die Schiefsübungen mit dem Manlicher-Gewehre begonnen. Während der Vornahme dieser Schiessübungen dürfen sich in der Nähe von Vinokoveak keine Fußgeher oder Fuhrwerke aufhalten. (Eine deutsche Ausstellung in London.) Dieselbe wurde am Eröffnungstage, Sonnabend den 12. Mai, von mehr als 22.000 Personen besucht. (Vom steiermärkischen Landesschnlrathe.) Derselbe hat beschlossen, die einclassige Volksschule iu Ruutschen zu einer zweiclassigen zu erweitern. (Sängerfahrten zu jißugsten.) Der Männergesangverein von Marburg machte zu Pfingsten einen Ausflug nach Mürzzuschlag und auf den Semmering und der Klagenftirter Männergesangverein hat zur gleichen Zeit eine Sängerfahrt nach Wolfsberg unternommen. (Vom Kreisgkrichtt in Lilli.) Die dritte diesjährige Schwurqerichtsperiode beginnt am 8. Jnni. (Zur Verbesserung -er Lage der Ztaatsbeamteu.) Die "Notiz der letzten Nummer haben wir dahin zu ergänzen, dass der Herr Ministerpräsident Graf Taafe die Hoffnung ausgesprochen hat. dass bezüglich der vier letzten Rangsklassen auf eine Erfüllung der Wünsche der Staatsbeamten gerechnet iverden darf. (Verkauf von Zonen-Conponsbillets durch k. k. ärarische ^ostiimter.) Vom 1. Mai l. I. angefangen wurden vorläufig 60 ärarische Postämter mit dem Verkaufe von Zonen-Couponsbillets der k. k. österreichischen Staatsbahnen betraut. In Wien werden diese Billets bei neun Postämtern erhältlich sein. (Von den Sträflingen -er diesseitigen Neichshälste.) Wie die „Deutsche Wacht" mittheilt, befinden sich in den Zuchthäusern 11.970 und in den Gefangenanstalten 17.902 Sträflinge. Hiezu kommen noch 3357 Untersuchungshäftlinge. ^8 Prozent wurden wegen ftrasbarer Handlungen gegen das Eigenthum abgestrast. Die jährliche durchschnittliche Sterblichkeitsziffer beträgt 5o/g. (Znm 25-jährigen Schriststeller-Äuliiläum Hugo H. Hitschmauus.) Den 30. April waren es 25 Jahre, seit die „Wiener landwirtschaftliche Zeitnng" auf dem Titelblatte den Namen dieses Fachschriftstellers trägt. Hugo H. Hitschmann wurde den 28. April 1838 zu Kanitz in Mähren geboren. ! Er studierte in Wien, Wr.-Neustadt uud Jglau und widmete ^ sich endlich im Jahre 1854, nachdem er das Studium der Medizin aus Gesundheitsrücksichten aufgeben musste, der Land-ivirtschaft. Mehrere Jahre war er als Wirtschastsbeamter und Fachlehrer thätig. Den 1. Mai 1866 übernahm er die Schriftleitung der „Allgemeinen Land- und Forstwirtschaftlichen Leitung", die seit 1868 obigen Titel führt; hiemit war gleichzeitig die Schristleitung der Zeitschrist „Der praktische Landwirt" sowie der „Verhandlungen der k. k. Landwirtschafts-Hesellschast in Wien" und vorübergehend auch jene des „Kalender für den österreichischen Landmann" verbunden. Zuerst erschien -ie „A. L. und F. Z." dreimal monatlich, seit 1. Jänner 1867 wöchentlich als „W. L. Z." und seit 1. Jänner 1880 2mal Wöchentlich. Ferner gründete Hitschmann den 1. Jänner 1883 die „Österr. Forst-Zeitung" und den 1. Jänner 1884 die „Allgemeine Wein-Zeitung." Die großen Verdienste Hitsch-manns um die vaterländische Landwirtschaft finden daher auch ungetheilte und gebührende Anerkennung. ^ (Fer-inan- Gregorovins. f) Dieser große dentsche j Geschichtsschreiber und namhafte Dichter ist den 1. Mai in München gestorben. (Äst ein Lafetier oder Gastwirt berechtigt, einzelnen Personen den Eintritt in sein Local )u verwehren?) Das Ministerium des Innern hat nunmehr die in letzter Zeit wiederholt aufgeworfene Frage, welche in dem Sturm der Wahlkämpfe entstanden ist, ob der Casetier oder Gastwirt einzelne Personen vom Besuche seines Lokales ausschließen könne oder nicht, entschieden, indem es infolge eines Recurses ausgesprochen hat, dass dem Inhaber eines Kaffeehaus-Gewerbes nicht verwehrt werden könne, einzelnen Personen den Eintritt in sein Local zu verbieten. (Wagen nnd Pferd nnpfändbar.) Einem Fuhrmann wurde sein Pferd und der Wagen, womit er sein Gewerbe betrieb, gepfändet; das Bezirksgericht annullierte diese Pfändung, das Oberlandesgericht bewilligte dieselbe, aber der Oberste Gerichtshof hat nunmehr endgiltig entschieden, dass die bezeich-neten Gegenstände znnr Betriebe des Fuhrmanns-Gewerbes unentbehrlich seien, und da ferner der Geklagte mit seinem Gewerbe nicht mehr als den gewöhnlichen Taglohn, wovon er sich und seine zahlreiche Familie ernähre, verdiene, so seien -ie gepfändeten Gegenstände im Sinne der Executionsnovelle von der Execution ausgeuomnien, weshalb die Pfändung aufgehoben werden müsse. (Das Postwesen in Österreich 188Z—1889.) Das unter der Leitung des Hosrathes Ritter v. Brach elli stehende statistische Departement veröffentlicht soeben die Ergebnisse des Postverkehres in den letzten fünf Jahren. Im Jahre 1885 wurden 299 Millionen Briefe befördert, fünf Jahre später 353 Millionen; in dem erstgenannten Jahre 70 Millionen Correspondenzkarten, jetzt 9l Millionen; Drucksachen 41 Millionen jetzt 49 Millionen (ohne die Zeitungen). Die Beförderung der Geldbriefe hat auffallend abgenommen, offenbar infolge der Postsparkasse, sie ist von 11 Millionen auf 7 Millionen Geldbriefe gesunken. Der Postanweisungsverkehr hat sich trotzdem behauptet; er stieg von 13 Millionen im Jahre 1885 ans 15 Millionen Postanweisungen, mittelst derselben wurden 476 Millionen Gulden eingezahlt nnd 457 Millionen Gnlden ausgezahlt. Interessant sind auch die Ergebnisse des Werthzeichenverkehrs, es wurden verkauft: Briefmarken ü. 2 kr. 30 Millionen, ä 3 kr. 31 Millionen, a 5 kr. 166 Millionen, L 10 kr., 20 Millionen, Correspondenzkarten 74.5 Millionen, Zeitungsmarken 76 2 Millionen, Kartenbriese L 3 kr. 3 Millionen, ä 5 kr. 6.5 Millionen Stück, pneumatische Karten L 10 kr. 852.000 Stück und L 20 kr. 7000 Stück, Briefcouverts ä 5^/, kr. 2.8 Millionen Stück. (Von der jlostsparkassa.) Im April wurden in Steiermark eingelegt: Im Sparverkehre fl. 77.649 09, im Checkverkehre sl. 3.222.501 23; dagegen rückgezahlt fl. 53.520 37 bez. fl. 1.512.008 06. Im Ganzen wurden im April eingelegt im Sparverk. fl. 1.856.097 96. im Ch.-V. fl. 81.662.540.17; dagegen rückgezahlt fl. 1,645.428 72 bez. fl. 82.423.547.55. (Lin allgemeiner Snchdrnckerstrikes in Wien.) Eine Versammlung von 2000 Buchdruckern und Schriftgießern beschloss mit großer Majorität die sofortige Erklärung eines allgemeinen Buchdruckerstrikes. Die Versammlung forderte die Reducierung der Arbeitszeit von 9^/z auf 9 Stunden, die Aufhebung der vierzehntägigen Kündigungsfrist und die Einschränkung der Überstundenarbeit. Nur nach schriftlicher Bewilligung der Forderungen soll die Arbeit wieder ausgenommen werden. Die Buchdruckereibesitzer lehnten die Forderungen ab und traten am 8. Mai zur Berathung nothwendiger Mass-regeln zusammen. Die Zeitungssetzer haben die Arbeit nicht eiligestellt. Es erscheiiien zusolge dieses Strikes mehrere Wochenblätter theils gar nicht, theils im verminderten Uinsange. (Ein Verräther gestorben.) Man meldet aus Mexiko den Tod des Obersten Mignel Lopez, dessen Name für immer durch die Thatsache gebrandmarkt sein wird, dass er bei der Capitnlation von Queretare den Kaiser Maximilian verrathen und ausgeliesert hat. Allerdings versuchte es Lopez, sich von dem scheußlichen Verrathe an seinem ihm gaiiz vertralienden Herrn reinzuwaschen, jedoch gelang ihm dies nicht. (Palästina soll nnabhängig werden.) Die Berliner „Nat. Ztg." brachte die etwas abenteuerliche Meldung, dass der Präsident der nordamerikanischen Union sich diesfalls an England und an andere europäische Mächte gewendet habe. Eine Conferenz soll einberufen werden und auf dieser sollen die Ansprüche der Juden aris Palästina geprüft werden. Dieser Antrag sei in Chicago zum Beschliiss erhoben und durch einen protestantischen Geistlichen dem Präsidenten mitgetheilt worden. (Kasseeverfälschnngen) die unter einem biederen und eleganten Namen sich ganz offenbar an's Licht des Tages wagen, sind die sogenannten „Kaffee-Appreturen". Es sind dies Farb- und Appreturmittel, die zur Qualitäts-Verdeckung geringwertiger Kaffeesorten verwendet werden. Alle diese Mittel haben als gemeinsame Unterlage das Talkuin, dem Farbstoffe beigemischt werden. Die Bohnen werden gefärbt, indem man sie in besonders construierte Trommeln mit den Farbstoffmischungen schüttelt. Durch das Talkum erhalten sie die gewünschte wachsartig glänzende Oberfläche. Es muss im Juterreffe der Allge» meinheit darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch theil-weise giftige Farbstoffe verwendet werden. Die am meisten gebrauchten Farbstoffe sind: Eifenoxyd (roth). Bleichromat (orange), Chromgelki (gelb), Methvl (grüii), Ultramarinblau (blau), Graphit und Kohle (schwarz, beziehungsweise grau.) (Die verdächtige Kiste.) Folgende drollige Geschichte erzählt die Wiener „Österr. Volkszeitung": Hatte da vor kurzer Zeit einer unserer beliebtesten Hofschauspieler einen Landsmann und Jugendfreund zu Besuch, einen ehrsamen Schulmeister aus Sachsen. Nach ein paar fröhlich verlebten Tagen in Wien und im Familienkreise seines Freundes, der im Kottage ein Häuschen sein eigen nennt, reiste der Lehrer ab, schrieb aber, zu Hause angekommen, an seinen Gastfrennd, er möge ihm seinen zurückgelassenen Regenschirm und sein salva venirr Nachtheuid, das er ebenfalls vergessen, wohlverpackt und mit möglichster Eile nachseuden. Einige Zeit darauf wurde der Lehrer vom Zollamte seines Wohnortes vorgeladen, um iiber den Inhalt einer Kiste von riesigem Umfange Ausknuft zu geben. Das ungeheuerliche Frachtftiick, welches mittelst Eilgut aus Wieu gekoiumen war. trug die Adrefse des Lehrers uild das Merk-wiirdige war, dass auf den ordnungsmäßig ausgefüllten Zolldeklarationen als Inhalt der Kiste angegeben war: Regenschirm und Nachthemd. Daran glaubte uuu keiner der Herren, ebenso weuig an einen Scherz. Das Frachtstück, das mit aller jener Vorsicht, die einer verdächtigen Sendung gebührt, abseits ge^ stellt worden war, wurde, wie der vor Angst zitternde Lehrer, der keinerlei Aufklärung zu geben verniochte, mit tiefem Misstrauen angeblickt. Schließlich mußte man sich doch entschließen, das Kistenungeheuer zu öffuen. Ein Moment tiefster Spanuuug. Danu aber folgte ein dröhnendes Gelächter, in welches der unglückliche Leljrer mit einstimmte, denn die Kiste enthielt in der That nichts anderes, als einen großen, altväterischen Regenschirm, aber ansgespannt nud an allen Seiten mit festen Klammern an das Holz befestigt. Von dem Deckel der Kifte aber hieng wie eine melancholische Friedensflagge des Lehrers Nachthemd wehmüthig in dem dunklen Raum.. . Freilich hätte die löbliche Zollbehörde sich deu Namen des Aufgebers dieses riesenhaften Ungethüms angesehen, dann hätte sie den Schalk erkannt. Regenschirme ans solche drollige Weise versenden, das kann aber nur Hugo Thimig. k. k. Hofschauspieler in Wien. („piilant! Nnr für Herren zn Icstn!" Unter diesem Schlagwort veröffentlich! der Acüucheuer „Euleuspiegel" folgende Mittheiluug: JEHMOECHTEWOHLDJEENTTAEUSCH TENGESJEHTERALLERJENERDAMENSEHEN.WEL CHEAeJ TMUE HEUNDNOTHDJESZEUG BUCHSTAB JRTH AB ENUNDDANNSEHEdr. DASSALL ESNUREJ NSEHLEEHTERWJTZWAR. DERBEKANNTEZWUEE KAUER. Ans unseren Vereinen. (Imtigverein pettan -es Hcreines ^um Schutze des österrcichischkn tveinliauts.) Die Generalversammlung wurde Sountag den 10. Mai abgehalten und entnehmen wir dem uns zur Verfügung geftellten Protokolle, dass der bisherige Obmann, Herr W. Hiutze deshalb zurückgetreten ist. weil er voui Geschäftsleiter des Hauptvereines, dem Herrn Direktor Göthe in Baden bei Wien, ein beleidigendes Schreiben erhalten hat und mit der Leitung des Hauptvereines nicht mehr verkehren will. Das Protokoll der lHten Generalversammlung wurde verlesen uud genehmigt. Über Antrag des Herrn I. Leskos chegg wurde Herrn Hiutze, sowie dem Ausschüsse für die bisherige Mühewaltung Dank uud Anerkennung ausgesprochen. Herr I. Fürst regte die Umbildung des Zweig-vereiues in einen selbständigen Verein an. Herr Hintze dankte für die Anerkennung und theilte mit, dass der Landtag die Absicht habe, eiuen Landesculturrath, wie eiu solcher in Tirol besteht, zu bestelle» und dafür die Laudwirtschafts-Gesellschaft aufzulaffeu. Der Landesculturrath hätte sich durch Geuoffenfchaften an Stelle der jetzigen landwirtschaftlichen Filialen zu ergäuzen uud mit allen Zweigen der Landwirtschaft, also auch mit dem Weinbau zu besassen, daher er auch vom Staate uud voni Lande größere Beiträge zu erwarten hätte uud erfolgreicher wirkeu könnte. Da Herr Hintze erklärt hatte, eine Wiederwahl uuter keiner Bedingung annehmen zu können, wurde über Antrag des Herrn Steudte, Herr Wibrner einstimmig zum Obmanne gewählt. Nachdem derselbe die Wahl angenommen, wurde der letzte Ausschuss einschließlich des Herrn Hintze wiedergewählt. Auf eine Anfrage des Herrn Ornig wegen des Versuchsweingartens antwortete Herr Wibmer, dass derselbe zu klein sei und der Boden und die Lage desselben nicht taugen, er jedoch hoffe, dass noch hener ein geeigneterer Platz gefunden werde. Zum Schluße wurdeu 7 Weiusorten 1890er Fechsung aus dem mit ameri-kauischeu Reben bepflanzten Weingarten des Herrn Gerschak aus Friedau verkostet und diesem Herrn fiir die Weiuproben der Dank ausgesprocheu. (Vrrschöntrungs- und Frtmdtuverkehrsvrrtin.) In der Ausschusssitzung vom 15. Mai waren 10 Herren erschienen. Der Obmann beantragte den Ankanf der Besitzuug des Herrn Plochl, weil bei Abhaltuug von Festen im Volksgarten immer uuliebsame Auseinandersetznngen mit demselben sich ergeben und dieses Verhalteu des geuauuten Besitzers den Bestrebungen des Vereines immer unangenehmer wird. Auch sei der jetzige Ankaufspreis uoch güustig uud dürfte der Werth der Besitzung sich in Zukuuft noch erhöhen. Da der sofortige Ankauf beschlossen wurde, nach den Satzuugeu aber Grunderwerbungen durch eine Generalversammluug genehmigt werden müssen, so wnrde der Antrag des Obmannes, wegen der Dringlichkeit dieselbe für Dienstag den 19. Mai einzllberufeu, augenommen. Den 31. Mai wird im Bolksgarten ein Parkconcert mit den gewöhnlichen Eintrittspreisen stattfinden. Im Falle nngiin-stiger Witternng wird dasselbe ans den 7. Jnni verlegt. — In der am 19. Mai abgehaltenen und von 21 Mitgliedern befnchten außerordentlichen Generalverfammluug wurde der Au-trag des Herrn Ott, wegen Ankaufes der Plochel'scheu Besitzung beim Volksgarten nm 2850 fl., welcher Antrag vom Herrn E. Vonk unterstützt wurde, ferner wurden die Anträge der Herren Filaferro, Kasimir und Kratzer, wegen strenger Haudhabuug der Lvocheumarkt-Orduung an den Gemeinderath und Stelieruug des Vorkaufes auf dem Lande an die k. k. Bezirkshauptmauuschaft ehestens Schreiben abzuferttgen, ebenfalls einstimmig angenommen An den darüber geführten Debatten hatten sich beinahe die Hälfte der anwesenden Mitglieder betheiligt. Aus den Witzblättern. (Was ein Häckchen werden will.) Mutter: Irma, deine Manieren werden immer ungezogener. Ich werde Dir wohl wieder eine Gonvernante halten müssen! — Irma: Ach, ein Hauslehrer wäre mir viel lieber! (Auch eine Wagnerianerin.) Fremder Herrschaftsdiener: Wohin ist denn Deine Herrschaft heute Abend? — Köchin: Jn's Theater, es wird was von Wagner gegeben. (Entzückt.) Aber ich sag' Dir, dieser Wagner ist ein gottvoller Mensch, für den schwärme ich! — Er: So warum denn das? — Sie: Weifst Du, der hat fo lange Stücke gefchrieben und dann kommt die Herrfchaft erst nach elf Uhr aus dem Theater! (Das Unglück) Bauer: Na, so a' Unglück, steigt mei' bissige Alte gestern auf den Heuboden, stellt fich an die Bodenthür, stürzt herunter und wie fchon ein Unglück sein will, steht noch von gestern der geladene Heuwagen d'rnnten. (Falfch aufgefaßt.) Ein Bauer kommt mit feiner Frau in die Stadt und bleibt vor einer Gastwirtfchaft stehen, an deren Schild zu lesen ist: „Hier wird gutes Münchener Bier verfchenkt." Erfreut wendet er sich an fein Weib mit den Worten: „Du Alte, da gehen wir hinein, da kost's nichts. (Eingefchränkte Dankbarkeit.) „Herr Doctor, ich fchulde Ihnen mein Leben!" rief der genefene Patient. — „O, Sie übertreiben", entgegnete mild der Jünger Aesculaps, „Sie fchulden mir den Betrag für 15 Befnche." (Natnrgefchichtliches.) „Das Kameel kann acht Tage lang arbeiten, ohne zu trinken!" erzählte Herr Proppenfchneider nenlich feiner sehr zungenfertigen Fran. — „Das ist noch gar nichts", erwiderte sie, ihn fcharf fixierend, „ich kenne fogar ein Kameel, das kann acht Tage saufen, ohne zu arbeiten!" Herr P. ging still in's Nebenzimmer. „Entschuldigen Sie, Herr Pfarrer, dafs ich Ihre Zeit mit meinen Auseinandersetzungen fo lange in Anfpruch genommen habe!" — „O bitte bitte! Das hat gar nichts zn sagen! . . . Ich habe einstweilen über meine nächste Predigt nachgedacht." (H i n a n s g e h o lf en.) Frau (an einem Schaufenster stehen bleibend): „Sieh' mal das reizende Mantelet," — Mann: „Komm, komm' , Du weifst doch, dafs ich kein Freund von Fremdwörtern bin!" (Selbstbewußtsein.) Fremder (in einem Gebirgsdorfe zum Meßner): Ich bewunderte heute Euer schönes Kirchengeläute. Ihr habt fehr melodisch gestimmte Glocken! — Meßner: „Ja wiffen S', heut Hab' aber auch Ich g'läut." »«nniivllivn; Lin6 edsnercZiM, 8a886N86iti86 ^VoknuriZ, t)6-stekenä aus 2 Ammern un6 Meke, im Hause 668 'W. klsk, Kam86ka-Vo?8taät 17. G«O«OOOGGOOO»OOOO»r Im cixuuisLiLl-Qsbäuäs ist sin Kro886r ^sinlLsllsr 2U verpAotiwri. ^^ntrage beim 81al!1sml6 k^ellsu. 1—2 vL8 Lieräspöt der 6» Leljtzll-biörbrLüöi'öi (vormalL Lodrslnsr) einpKelilt vo»'rügliok68 öien 1^18 UH6Ilt^6lt1i6ll. Xu be^ieken 6urek »Isnie OKIall ^Il6l'kei1i86N8a886 18. OArt6n-R68t9.ui'atioii eröKust, di6t6t dem k. L'. kudlili^iini vorirüAli6li6) ^aini6 und Iralte Lü6li6) reine 8t6iii86li6 80>vi6 äa8 deliedte 8a1on- di6r L la kil8N6r. Onterr^eiekliete beekrt 8iek einem ?. I'. Publikum an^u^eiZen, äass ein Kro8868 8or1im6n1 Herren-, vamen-, Lnaben- unä NrlüelienkkLnäsvIiulLtz: 8elt^6<1i8<;li6, Olaee-, Leiileii- unä ^wlrn eben8o von 8trümpLen, in8b680n6ere ÄnlZ.88liob 6er k'il'munA, AnZekommen ist. vamen-, Rerren-, Lnaden- unä ^^äKerkemäen, LräKen unä 6rava11en, Turner- unä k^uäerleidelien, 86k^immtio86ii ete. I^erner maebe leb aukmerksam auk ciie versebieäensten ^utputriÄrtikel: 8g,mm1-, 8ura-, 6rep6-, Oolä-, 8i1der- unä K68lieli1tz Lorle» ete., äie reieke ^U8^akl von 8pil26n, Aeiäen- unä 8amm1I)äiiä6r, vielfältige ^uKeliör« kür Urliiäarlieiltzii, Herren- nnä VanienlLleläermaelLer. Lmpkeble Äl8 k'il'mun888686benlr6 kleine I^räsente in Kalanterie-Hurr^warenartilLeln. li'erne? kür Herren eine Kro88e ^U8^vali1 von raldalrpkeiken, ^eielk8e1roIire, Oi^arren-nnä 6iKaret1en8pitLen, 1adLlLer8, LrieL-,(xeIä- unä Vi8i1lLar1en1a8eIien, NililLrarliLel ete. l^it äer Litte, 8ieb von äer 6üte unä LilliZkeit meiner ^aren 2u überzeugen, bittet um regen Xusprueli lioeliLelituvAsvolI 3—1 koss llssok ^enrengagge 36. Gedenket bei Wetten, Spielen und Testamenten des Verschönerungs- und Fremdenverkehrs-Vereines. ^efertiAer i8t 6urek biilize k^inkäuke in äer Vvksvnflvlsok I. yusIttSI Vor66?68 pr. I^o. riu 42 Kr. unä HiM6r68 pr. t(o. riu 54 k?. au82u86k?0tt6n. 50H. 7M. 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