Nr. 290, Dienstag, 17. Dezember 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Pr»«»«e,<»ttme der Vonn^ und sseiertage. Die «dmiuiftratlon befind« sich Kongreßplatz Nr, 2, die Ntbaltinn Dalmatingasse illr. 1U. Sprechstunden der Redaktion von 8 bis io Uhr dol» mittag«. Unfrankierte Vriefe lverden nicht angenommen, Manullripte nicht zurückgestellt. T«lephon°«r, >«« ««»«ltion 258. AmMcher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Dezember d. I. dein Scktionsratc im Eisenbahnininistcriunl Dr. Albert Geutcbrück den Orden der Eisernen Krone dntter Klasse mit Nachsicht der Tare allergnädigst zli verleihen geruht. Der Minister des Innern hat die Vezirks-konnnissärc Dr. Anton Pilshof er und Dr. Friedrich Mathiaszu LandesregierllNgs-Tetre-tärell in Krain ernanlü. Der Minister für Kultus und Unterricht hat den vertragsmäßig bestellten Lehrer an der kunst-gewerbliciien Fachschule in Laibach Alois NePi 5 zum Professor der nennten Rangsklasse an dieser Schule ernannt. Den 14. Dezember 1907 wurde in der l. l. Hof» und Staats, druclerei das 0XXI. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 14. Dezember 1907 wurde in der l. l.Hof» und Staats» druclcrei das IHXVII. Stück der rumänischen, das OXIII. Stück der polnischen und das CXVIII, Stück der kroatischen Ausgabe des Reichsgcsehblattcs ausgegeben und versendet. Nach dem AmtSblattezur «Wiener Zeitung» vom 14. und 15. Dezember !907 (Nr. 388 und 289) wurde die Weitervtr« breitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Plakat: «Deutsche, Achtung!», gedrnclt bei Karl Vorne« mann in Znaim. Das am 6. Dezember 1907 in Spalato aus der Druckerei «^ipo^rlltiil, Zooiki« 8paiHtiuk» von Girulamo Dorbic veröffentlichte Flugblatt: «Diedjkraxiouv». Nr. ^ «ruöku, Lioboä»» vom 6. Dezember 1907. Nr. 32 «(iormiukl» vom 6. Dezember 1907. Druckschrift: «Obialovaei r«öi. 8v»LLk III. cr»Senica, Vczirk Laibach Umgebung, eingelangten Spenden, und zwar: Sammlnugscrgebnis der Pfarrämter: Lusttal 9 K, Gozd 7 X 91 1i, Strauje 12 X «0 i», und des Gemeindeamtes Waitsch 20 X, zusammen 49 li 71 b, Hiezu die Spenden aus den frühern Verzeichnissen per 869 II 14 ü. Im ganzen 918 k 85 ü. Innere Angelegenheiten. Die „Neue Freie Presse" wende: sich gegen die Abstimmung der deutschen. Agrarier gegen den Ausgleich, die beinahe zur Demission des Ministers Peschka geführt hätte. Was die Agrarier-eigentlich wollen, könne niemand sagen; ihre Politik mache den Eindruck seltsamer Schrulleuhaftig-keit. Glauben sie wirklich, daß sie ohne die große Macht der imgarischen Bundesgenossen die ganze Vieheiufuhr ans den Balkanstaaten zum Schaden des Volkes und der Industrie aufsperren können? Tie haben aber mil ihrer Abstimmung nicht den agrarischen, sondern den Landsmcmnminister getroffen, der nur dann nützen kann, wenn er stark ist, wenn alle Teutschen hinter ihm stehen. Herr Pcschka habe wohl ein Vertrauensvotum der deutschen Parteien erhalten, aber ein zureichender Er^ sah ist das nicht; das Ausgleichsvotum hätt,e ihm im Nate der Krone mehr genutzt und ihn mehr gestützt als das Vertrauensvotum. Was am 13. d. geschehen ist, war ein politischer Fehler. Die „österreichische Volkszeitung" weist darauf hin, wie schädlich eiu häufiger Wechsel iu der Persou des deutschen Landdmannmilüsters wäre. Man müsse dafür sorgen, daß sich Minister Peschka in sein Amt einlebe. Hoffentlich werde der viel zu lose Zusammenschluß der deutschen Parteien nicht so bald wieder einer ähnlichen Belastungsprobe aufgesetzt lverden. Das „Neue Wiener Tagblatt," konstatiert, daß die Haltung der Agrarier grobes Befremden her- vorgenlfen habe. Der 13. Dezember habe die Er« innerung an einen eminenten Programmpnnft der deutschen Parteien wachgerufen, "er heißt: Wahrung des dentschen Besitzstandes; Abstimmungen wie die der zwanzig deutschen, Agrarier können lx-i der weitestgehenden Nachsicht, in der Bem-teilung nicht als eine zweckdienliche Vertretung dieser kardinalen Forderung angesehen lverden. Das „Illustrierte Wiener Er.trablatt" findet, daß die Einigkeit, mit der sich die deutschen Parteien bemühten, den Zwischenfall rasch zu beseitigen, immerhin ein erfreuliches Zeichen sei. Disharmonien und Unstimmigkeiten lassen sich bei den Verhältnissen in unserem Abgeordnetenhause nicht vermeiden, nm so nötiger ist's, daß sich. wie diesmal, immer der Wille einstellt, sie so bald als möglich zu lösen nnd unschädlich zu machen. Das „Vaterland" sieht in den jüngsten Vorgängen in: Abgeordnetenhause eine Intrige gewisser deutschsortschrittlicher Elemente, welche fürchten, daß es den vereinten deutschen, Parteien unter Führung der (5Hristlichsozialen gelingen könnte, nach dem Ansgleich mit Ungarn auch den nationalen Ausgleich Zu inachen und damit eine dauernde .Herrschaft der antijudenliberalen Parteien zu begründen. Das soll mit allen Mitteln nnd um jeden Preis verhindert werdni. In einer Betrachtung über die Rede, mit welcher sich der Handelsminister Dr. Fiedler im Industrierate eingeführt hat, bemerkt das „Fremdenblatt", daß der neue Chef des HandelsressortZ sehr lebhaften und sympathischen Widerhall bei den Vertretern der östen'eichischen Industrie gefunden habe. Wir haben allem Anscheine nach in der Person des neuen Handelsministers einen modern denkenden, sozialpolitisch fühlenden Wirtschaftspolitiker gewonnen, der die Nichtigkeit der seiner Pflege anvertrauten Interessen in ihrem vollen Umfange erkennt. Feuilleton. Vom Weihnachtsbüchcrtische.5 (Fortsetzung.) „A uf de r M e u s ch heit Höhe n." Von ^uise Westkirch. Broschiert 3 Mark, elegant gebunden 4 Mark. Das Leben derer, die auf der Menschheit Höhen stehen, übt stets einen eigenartig fesselnden Neiz aus. Wie sie hassen, wie sie trügen, wie sie lieben, jene Allserlesenen mit ihren großen l^efühlen, jene, die geistig himmelhoch über den Mltagsmenschen stehen, hat Luise Westkirch in diesem Roman glänzend geschildert. Ein titanische-? Ningen zlrx'ier Menschen »lach jenen stolzen Höhen ;ieht in ergreifender psychologischer Vertiefung an Dem Leser vorüber. Und meisterhaft ist auch das Milieu geschildert, in dem die beiden leben, die sreie Bohi'mewelt, deren Treiben stets einen ganz eigenartigen Neiz für die Außenstehenden hat, und die Offizierskreise, die mit ihrer stolzen, korrekten Lebensauffassung in schroffem Gegensatz zu der ersteren stehen. Der Roman kann allen, die in ftillen Ttunden einen dauernden Gewinn aus ihrer Lektüre schöpfen wolleil, die nach des Alltags kleinen Torgcn eineil Blick auf der Menschheit Höhen werfen wollen, warin empfohlen werden. „Die Okella". Von .ttarl Herold iAler.andrien». Broschiert 3 Mark, elegant gebunden -l Mark. Auf wildbewegtem, farbeilglühen-dein Hintergrunoe entwickelt „Die Okella" ciu * Alle hier angeführten Bücher sind in der Buchhandlung >H8. v. Klcinmayr K Fed. Bamberg erhältlich. außerordentlich anziehendes (Gemälde von reicher Handlung und kraftvoller Charakteristik. Dav orientalische Milieu, der Kontrast zwischen über feinerter abendländischer 5lultur und dem roheil Fanatismus des Morgenlandes kommt in, „Die Okella" vorzüglich zum Ausdruck. Renegatentum, Verweichlichung unter der glühenden afrikanischen Tonne, Spekulation und (^ennßsucht auf der einen Teite unter den europäischen Elementen, ebenso aber auch persönliche Tapferkeit, Mensl-Henliebe und warmes, tiefes Empfinden für wirklich aufopferungsvolle, innige Zuueignng — diese Tchat-ten- lind Lichtseiten und ihnen gegenüber mit drohender Faust der' Fatalismus und Religions-wie Rassenhaß des national empfindenden Mo hammedaners — alle diese Bestandteile vereinigen sich zu einem wunderbar ergreifenden Mosaik mo^ derner Erzählungstunst. „Lukas H o ch st r a ß e r s Haus". Von Ernst Zahn. Geheftet 3 Mark 5)0 Pfennig, ge bunden ^l Mark 50 Pfennig. In „Lukas Hoch-straßers Haus" schildert der Dichler Leben und Schicksal eines echt bäuerlichen Patriarcheil in einem Tchweizer Bergdorf. Lnkas Hochstraßer, ein Urbild strenger Rechtlichkeit nnd schlichter ttüte. mnß an feinen Kindern viel Leid erleben. Aber alle Heimsuchungeu können die sittliche öiraft uud den starken Lebensmut des Alten nicht brechen, der, unterstützt von eiuem edlen Mädchen, an dem sein Ältester einst schwer gefehlt, Ehre lind Wohlstand seines Hanfes aufs neue begrüudet und festigt, so daß das an lebensvollen lhestalten, aber auch an düsteren Tchatten reiche, ergreifende Familien-gemälde anf einen wahrhaft versöhnenden Grund toil gestimmt ist. Das Ganze ist in einer Spraclie erzählt, das; gerade für dieses Werk Ernst Zahns mit gntem Recht die Worte gelten können, die er selber über seineil Helden schreibt: „Was er immer sagte, Wort war neben Wort hingebant uud stand länger als die der anderen im Andenken derer, die sie hörten." „Die Liebe Taria Lantes". Ein römischer Roman von Richard V o ß. Geheftet fünf Mark, gebunden tt Mark. Der Roman behandelt die In'ngebungsvotte Liebe der großen italienischen Sängerin Daria Lallte zu dein genialen jungen Musiker Donato Parisi, dem sie den Weg in die vornehmen römischen Gesellschaftskreise nnd zur Bühne, ebnet. Sie seht die Auffühning seiner beiden Opern durch, verkörpert deren Titelheldinnen mit ihrer großen, reifen >lünstlerschaft und verhilft Donato III großem Erfolg nnd Anerkennung, trotzdem sie die Wahruehmuna. machen muß, daß seine Neigung zn ihr allmählich erkaltet nnd einer anderen hohen verführerischen Fran zngewandt ist. Daneben schildert Voß einen edlen fürstlichen Freund der Sängerin, der ihr treu bleibt, obwohl er ihre Liebe nicht zu erringen vermaa., ferner ihr liebreizendes Kind, das, nachdem es von dem Verhältnis ihrer Mutter zu Donato Kenntnis erhalten, ill den Tod geht. Alls Gram über dies Verhängnis und weil ihr das Dasein ohne den Geliebten inhaltlos erscheint, sck)eidet anch Daria Lante freiwillig alls dem Leben. In diesem „neuen Voß" erscheint Phantasie und Wirklichkeit seltsam gemischt; die wahren Persönlichkeiten, um die es sich hier haudelt, sind für den Eingeweihten aber leicht erkennbar. «aibacher Zeitung Nr. 290. 17. Dezember 1,^».. Politische Uebersicht. Laib ach, 16. Dezember. Die „Zeit" weist mit Genugtuung darauf hin, daß in beiden Parlamenten der Ausgleich beinahe schon erledigt sei, daß ür Unganr die Unabhängig-teitspartei, hier die Christlichsozialen, also auf beiden Seiten die ärgstenGegner des Ausgleichs, jetzt zn seinen wärnisteli, Fürsprechern wurden. Dies sei dem parlamentarischen Prinzip zu danken, da5 eine großgewordene Partei zur Mitarbeit an dor Leitung des Staates l>erufi und der Demagogie entzieht. Die „Wiener Zeitung" veröffentlichte am l5. d. M. die Allerhöchsten Handschreiben, womit die D el e g a t i o ne n auf den 20. Dezember nach Wien einberufen werden. Das Abgeordnetenhaus setzte am 14. d. M. die Verhandlung über die AuZgleichs-vorlageii. unter allgemeiner Teilnahmslosigfeii fort. Dcrs ungarische Tclegraphen-Korrespondenz-bnreau ist von kompetenter Seite ermächtigt, gegenüber der von einem Wiener Blatte gebrachten Nachricht, das ungarische Abgeordneten-h a u s werde vom nächsten Mittwoch an keine Sitzungen mehr abhalten und sie erst nach Neujahr wieder aufnehmen, zu erklären, daß diese Nachricht auf einer unrichtigen Information beruhe. Das Abgeordnetenhans wird auch noch während der ill Wien stattfindenden Delegationsberatnngen Sitzimgen abhalteli und seine Beratungen unnnter brochen so lange fortsehen, bis der Gesehentwurf, betreffend die Quote, vollständig erledigt sein wird. Bei dieser ftk'legenheit sei erwähnt, das; das Magnatenhans am nächsten, Mittwoch den Ausgleich und den autonomen Zolltarif in Verband lung ziehen wird. Die jüngsten programmatischen Kunogebnn-gen der russischen Negierung in der D u m a haben nach einein Berichte aus Petersburg iu der genannten, Körperschaft sowie in der öffentlichen Meinung tiefe Wirt'nng hervorgerufen. Auf den imponierenden nnd überzeugenden Eindruck, den die Erklärungen des Ministerpräsidenten S t o l l, -p i n hinterließen, folgte in den letzten Tagen das ssinanzer.pos<5 des Ministers von Kokovcev, das in der Duma mit außerordentlichem Beifall aufge nonnnen wurde. Die Vorzüge der Darlegungen des Ministers, rückhaltlose Aufrichtigkeit in der Be-leuchtung der Schäden, welche der Staatshaushalt durch die Ereignisse der lebten Jahre erlitten hat. sowie Klarheit und Besonnenheit in der Entwick lung des Planes, durch den die (Gesundung der Siaatsfinan.',en bewirkt werden soll, werden ein mutig anerkannt. Der unmittelbare Erfolg des Herrn Kokodcev trat rasch in der Tatsache hervor, daß die Generaldebatte über die Budgetvorlage in zwei, an demselben, Tage abgehaltenen Sitzun-gen erledigt und der Kommission des Hauses zu gewiesen wurde. Man darf wohl erwägen, daß sich zu der, im Inlande durch deu Finanzminister erzielten Wirkung auch die entsprechende Würdigung im Auslande gesellen und zur lveiteren Kräftigung des russischen Kredits beitragen wird. Ans London wird gemeldet: Zn Anfang des neuen Jahres werden unter dem Oberkommando des Admirals Lord Beresford in, der Nordsee kombinierte Manöver stattfinden, an denen acht Admirale und über hundert Schiffe teilnehmen werden. — Der Erste Lord der Admiralität, Tweeds mouth, hielt bei einem Festmahle der Liverpooler Schiffsmakler eine Rede, ill der er zunächst erklärte, daß den Steuerzahlern durch die Ausgaben für die Flotte große Lasten auferlegt würden, und betonte, die englis ch eFlott e müsse hinreichend stark sein, um, Englands Übergewicht zur See zu sichern. Dies sei kein aggressiver Ton, denn die Regierung habe weder die Absicht noch den Wunsch, irgend eine fremde Macht anzugreifen. Aber dem englischen Handel müsse Schutz geU>ährt werden. Er und seine Kollegen seien bestrebt, so sparsam wie möglich zu wirtschaften. Wenn sie jedoch große Fordenlngen zu stellen hätten, müßte da.s Land sie unterstützen. Tagesnemgleiten. — (Das jubilierende Christkind l.) Im Hörfaal der Klinik des HofrateZ v. Eiselsberg im Allge» meinen Krankenhause in Wien bestieg kürzlich der langjährige Diener der Klinik das Katheder und hielt eine „Vorlesung" über das heuer zum 25. Male auf die Klinik einziehende Christkind!. Da es nicht zu den Kranken kommen könne, bitte der Redner die Studierenden, ihr Scherf-lcin beitragen zu wollen, damit doch ein Weihnachtsgeschenk herausschaue. Die Studierenden lohnten die Rede mit großem Beifall und reichlichen Spenden. — (Die gegossenen Häuser Edison s.) Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in Newyork berichtet Aeußerungen Edisons über seine neueste Erfindung, die gegossenen Zementhäuser. Der Erfinder erklärte, daß er nicht die Absicht habe, aus der Erfindung Kapital zu schlagen. Er werde mit Vergnügen anständigen Gesellschaften die Erlaubnis erteilen, ohne Zahlung von Patent-gebühren nach dem neuen Verfahren Häuser zu gießen. Die Anfertigung der Gußformen werde etwa 3000 Pfund Sterling (120.000 Iv) losten, während für andere Maschinen annähernd 8000 Pfund Sterling (72000 X) erforderlich sein dürften. Mit dieser Ausstattung könne eine unbegrenzte Anzahl von Häusern errichtet werden, die im Winter warm und im Sommer kühl sein werden. Edison hat ein Modell von einem derartigen Hause nach dem Entwürfe eines Newyorter Architekten angefertigt und beabsichtigt, in diesem Winter die Maschinen und Gußformen zur Ausführung herstellen zu lassen. Das Gießen eine-großen Hauses nimmt nach Verechnung des Erfindens zwölf Stunden in Anspruch. Nach sechs Tagen können die eisernen Formen entfernt werden, und nach weiteren sechs Tagen ist das Haus vollständig bewohnbar. — (Der verkannte Pianist.) Der berühmte Pianist Paderewski hegt eine Leidenschaft für das Land- leben und hat sich auf seinem Gute in Polen eine Musterwirtschaft anlegen lassen, auf der er während seiner Kunstreisen oft längeren Aufenthalt nimmt. Während einer Gastspielreise durch England hatte er durch einen Agenten mehrere preisgekrönte Schweine gekauft, doch kannte der Verkäufer, ein Bauer aus Esser, nicht den wirklichen Beruf Paderewskis. Einige Tage darauf besuchte dieser nun den Bauern, ohne sich jedoch Zu erkennen zu geben. Dieser zeigte dem Pianisten seinen Besitz und führte ihn auch an einen Schweineloben, der mehrere Prachtexemplare enthielt, und meinte dann: „Sehen Sie diese Schweine? Die habe ich an Paderewsti, den großen ausländischen Viehhändler, vertäu ft!" — (Der Bürgermeister ist natürlich ausgenommen.) Es ist bekannt, daß es in England ein eigentliches Gesehbuch, wie bei anderen europäischen Nationen, nicht gibt. Das gibt manchmal Anlaß zu Unzuträglichkeiten, die auf das bunte Durcheinander der Gesetzesbestimmungen zurückzuführen sind. In einigen Städten kennt man noch alte Traditionen, die nicht selten geradezu überspannte gesetzliche Wirlungen haben. In der kleinen Stadt Applegate, in der Grafschaft Warwick, existiert zum Beispiel seit undenklichen Zeiten ein Gesetz, welches ausdrücklich die Superiority des Bürgermeisters festsetzt: „Der Bürgermeister", so heißt es dort, „steht höher als die anderen Einwohner der Stadt." Eine merkwürdige Folge dieses Gesetzes ist es, daß man zum Beispiel nicht sagen darf: „Ich besitze das schönste Haus im Orte", wenn man nicht sofort hinzufügt: „Ausgenommen ist nur das des Bürgermeisters." Eines Tages nun kam ein Fremder nach Applcgate und ließ sich in einem Wirtshause ein Essen vorsetzen. Während des Essens konnte er die vorzügliche Küche und den ausgezeichneten Wein gar nicht genug loben, und als er schließlich die Rechnung bezahlte, sagte er, um dem Wirt seine Anerkennung auszudrücken: „Ich habe heute sicher besser gespeist als irgend jemand im Städtchen!" Der Wirt aber beeilte sich hinzuzufügen: „Der Bürgermeister ist natürlich ausgenommen." — „Es ist niemand ausgenommen!" erklärte der Fremde, indem er sich ein letztes Glas Wein eingoß. Infolge dieser Aeußerung wurde er unter Anklage gestellt und wegen Beleidigung des Bürgermeisters zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt. Als er die Strafe bezahlt hatte, warf der Fremde einen spöttischen Blick auf seine Nichter und sagte: „Ich bin gegenwärtig der größte Schafstopf im Städtchen ... der Bürgermeister ist natürlich ausgenommen", fügte er rasch hinzu. Da er diesmal innerhalb der Grenzen des Gesetzes geblieben war. konnte er die ungastliche Stadt verlassen, ohne weiter behelligt zu werden. — (Ein flottes Tarocl.) Wir lesen im „Neuen Wiener Tagblatt": Ueber Tarockpartien wurde schon manches ergötzliche Geschichtchen erzählt und diese und jene Episode hat bereits in dem Legendenschatz des Kciffechaus-vergnügens seinen Platz gefunden. Die neueste Partie dürfte jedoch nicht so sehr ins goldene Anekdotenbuch der intimen Lolalereignisse aufgenommen lverden. als in jene Rubrik, die sich mit finanziellen Transaktionen größeren Stils be^ fahl. In einem unserer hochbürgerlichen Klubs wurde näm^ lich diesertage eine Tarockpartie absolviert, deren Resultat die Kleinigkeit von 40.000 Gulden ergab. Der Verlustträger war ein Dritter, über den man in den betreffenden „Klärchen". Roman von A. Sommer. Geheftet 8 Mark, gebunden 4 Mark. Eine einfache, aber tief nnd zart empfundene Herzensgeschichte, die Geschichte, der- Liebe zweier Menschen ans ver schiedenen, durch eine Kluft getrennten Kreisen. Mitleidslos löst das Schicksal die ^ädcn ivieder, die es geknüpft — die beiden lassen es geschehen, fast ohne sich zu wehren, weil sie auf dein Grunde ihrer Seele unnngestanden das Bewußtsein in sich tragen, daß es so kommen mußte-, dennoch erscheint nur die Heldin, eine überaus anmutig nnd ergreifend gezeichnete Mädchengestalt, als leideirdes Opfer dieser stillen Lebenstragödie, Währelid der Mann, ein fest in dem Boden exklusiver Gesell-schaftskreise wurzelnder nnd mit seinem innersten Kern in ihren Anschauungen befangener, Hamburger Kaufmann, zu sehr Schwächling ist. um nicht zugleich als Schuldiger zu erscheinen. Die meisterhafte Charakteristik und die subtile Kunst der Seclenanalvse, die besonders in der männlichen Hauptfigur des Buchs eine Glanzleistung vollbracht hat, der Reichtum an fein ausgeführten Ein zelbildern und Episoden heben den Roman hoch ans der Masse der vergänglichen Modeliteratur heraus. „O hmPete r". Roman von Mar D r e y e r. Geheftet 8 Mark, gebunden 4 Mark. Nach einem wechselvollen Leben voll vielfacher, bitterer Erfahrungen und Enttäuschungen hat sich Peter Bel> rens — Ohm Peter — in einem kleinen 'Örtchen ans der Insel Rügen seßhaft gemacht. Im Verkehr mit einem kleinm Kreise ihn verstehender Men scl>en fühlt sich seine Natnr am wohlstell. In seiner Gutherzigkeit gibt er. der Innggeselle, einem ^rcundo da^Versprcchen, dessen Enkelin, ein junges Mädchen, zu ihrer Erholung bei sich einige Icit zu beherbergen. Wie sich Ellen erst sclieu, dann in kindlicher Liebe an Ohm Peter anschließt, ibm mehr nnd mehr näher tritt und unentbehrlich wiro, das ist ungemein anziehend geschildert. Als Ellen dann wieder, in die Welt zurückkehrt nnd „Ohm Peter" in seinem stillen Hans allein zmiickläßt, da fühlt er, daß ihn, den älteren Mann, nicht mehr bloß eine väterlick>e Liebe, mit der er, sich des jungen Mädchens angenommen hatte, mit ihr ver' bindet, sondeni daß innigere und zartere Gefühle, für sie in seinein Herzen erwacht sind. So wird die Erzählung zu der tief ergreifendeil Herzens-tragödie des altei-nden Junggesellen. Dein Roman fehlt nicht der gesunde Hmnor namentlich in einigen Nebenfiguren, so den beiden Pastorskindern Jim und Imn. „ Der Kampf um Rom". Roman von Ricarda Hnch. Geheftet 5 Mark, gebunden sechs Mark. Dieser Roman, der den zweiten Band der „(^schichten von (^ribaldi" bildet, behandelt die Zeit von 185l) bis 1862. Einen Hauptbestandteil bildet die Darstellung von Garibaldis ruhmvollster Tat. der Befreiung Siziliens. Im Mittelpunkt der Handlung steht außerdem der Konflikt zwischen Garibaldi und Ca.vour, zwischen der reinen Kcnnpf-und Uiiternehnmngsfreude des republikanisch gesinnten „Löwen von Caprera" und der vorsichtig operierenden Staatskunst des streng monarchisch gesinnten piemontesisclien Grafen. An Schönheit und Adel der Sprache und Kraft der Schilderungen steht der zweite Teil dem ersten gleich, übertrifft ihn aber noch an Mannigfaltigkeit und Farbenreichtum der' Bilder und Gestalten. Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. H. Lehs. Autorisierte Übersetzung von Minna Bahnson. (5. Fortsetzung.) (Nachdnick verboten.) Er ging. Ich warf noch einen Blick auf da.s jungfräuliche Gesicht — so rein und unschuldig, und sollte doch so bald schon in Staub zerfallen. Dann ging anch ich, nachdem ich die Tür zu der Nebenkaimner, in der die Leiche lag, zugeschlossen und den Schlüssel zu mir gesteckt hatte. Dann ging ich auf mein Zimmer, setzte mich und grübelte über einen Plan nach, um das Gesetz zu unigehen; ich fand aber keinen Ausweg. Seine Maschen lixiren zu dicht, um hindnrch zu schlüpfen. Dennoch gab ich es nicht anf. Immer heißer wünschte ich, daß der deutsche Arzt seinen Versuch, so ungesetzlich und außergewöhnlich ei- anch sein mochte, anstellte, nm dieser- toten ^orm das Leben zurückzugeben. Ich wollte es nskieren, das Gesetz zu brechen, selbst lvenn die Strafe dcr Entdeckung der Ruin meiner ärztlichen Stellung sein sollte — wenn ich für sie nur diese Möglichkeit auf Leben erringen konnte, die Bernsteins Geschicklichkeit ihr vielleicht gewährte. Ich sann noch hierüber nach, als Ravit, einer, der Träger, mit einem Zettel von dem Leichen-beschaner eintrat, der gerade in der Nachbarschaft war. Er fragte sich an, ob es der Krankenhaus-behördc Paßte, lvenn er hellte nachmittag die Untersuchung über Ursache uud Art des Todes des MädclMs, dessen Leickie nach dein Bahnhof gebracht worden war, eröffnete, zwei oder drei Tage für Laibacher Zeitung Nr. 290. 2723 17. Dezember 1907. Kreisen lacht, am kräftigsten jedoch lachen die beiden Gewinnenden, leine Aristo-, sondern Plutolraten. Es wurde nicht Vloc gespielt, sondern ein simples „Hin und her", also der echt wienerische Tapper. Aber das Point zu 20 X, das Ultimo nicht gerade ohne „Juden", aber mit siarler Prämie und „gespritzt", das heißt, lontriert ohne vorhergegangene Lizitation. Rechne da einer aus, in welche schwindelnde Höhe sich da die Umsätze verlieren können. Hai jemand Mitleid mit dem Verlustträger? Kaum! Aber diejenigen werden sich freuen, denen aus dem Gewinstsaldo Weihnachtsgeschenke gekauft werden. — (Das Rü ckgra t.) Die Lehrerin plagt sich, ihren Schülerinnen anatomische Kenntnisse beizubringen. „Kann mir jemand sagen, was das Rückgrat ist?" fragt sie. Tiefe Stille, die endlich durch eine aufgeregt piepende Stimme unterbrochen wirb. „Das Rückgrat ist, was durch Sie durchgeht. Ihr Kopf sitzt am einen Ende und Sie sitzen auf dem anderen." Lolal- und Provinzial-Nachnchten. Bornehme Gäste in Idria. Mitgeteilt von Prof. Max Pirnat. Im Jahre 1801 ließ die Vorstchung deZ k, k. Bergwerkes Idria ein Gedentbuch auflegen, das noch heute in der Kanzlei des l. k. Bergdireltionsvorstandes aufbewahrt wird und in welches mancher illustre Gast, der die entlegene, jedoch hochinteressante Quecksilberbergstadt Idria aufsuchte, seinen Namen eintrug. Das Gedenlbuch, das eine Länge von 41 Zentimetern und eine Breite von 26 Zentimetern ausweist, hat einen seideuen, golddurchwirlten Einband. Die vordere Einband-seite ziert in der Mitte ein in Oval, mit Aquarellfarben nett ausgeführtes Porträt des österreichischen Kaisers Franz I.; die hintere Einbandseitc trägt ein ebenso großes, in derselben Form ausgeführtes Porträt der Gemahlin des Kaisers Franz I. Auf der ersten Seite des Gedenlbuches erblickt ma» einen großen österreichischen Reichsadler aufgezeichnet. Hier mögen nun, chronologisch geordnet, die Namen jener illustren Personen folgen, die im Zeitraume von 1801 bis 190? Idria mit ihrem Besuche beehrt und ihn auch durch ihre Unterschrift im genannten Gedenkbuche aufgezeichnet haben. Am 18. Juli 1801: Josef Pal. Szapary. Kollonitz, Nalerc. Am 20. Jänner 1807: Erzherzog Ludwig? Feld-marschall-Leutnant Graf Schulien; Baron Enzcnberg, Oberst: Graf Trautmannsborf, Gouverneur in Krain; Neinisch, Major des Generalstabes. Am 8. Juli 1807: Erzherzog Johann; Alis b. Chu-stelen, Feldmarschall-Leutnant i Comteß be Vimptsch: Graf Morzin, Major und Flügeladjutant. Am 18. Mai 1816: Kaiser Franz 1.; Baron Hohen-fells; Prolop Graf La/anslh. Hoflanzler; Rudolf Graf Wrbna, l. l. Oberstkämmcrer, Am 8, Februar 1817: Rainer; Karl Graf Inzaghi. l. l. Obcrsthofmeistcr S. l. H.; Nillas Graf Paar, Kammerherr. dic Tektion Zeit ließe und dann die Vernehmung der Hrzte, welche die Teltion ausgeführt hätten, au sehte. Ich las d . j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 18°, Nor> male -17'. Wettervoraussage für dm 17. Dezember für Steiermarl, Kärnten und Krain: Wechselnd bewölkt, mäßige Winde, kalt, späterMsheiterung; für Trieft: schönes Wetter, schwache Bora, sehr kühl. gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. kurra, 6a iüllt 6sr erste 5cknssl ^l^T^ So schreien die Kinder und freuen sich. Aber wenn ^/,vH der Schnee auch Winterfrcuoe» ankündigt, so kündigt ^M er noch mehr die Leiden der rauhen Jahreszeit an. .5 ^ Nun ist die Zeit der schweren Katarrhe mit all ihren X^ quälenden und lästigen Erscheinungen und ein schwerer Winter sieht einen Teil der Menschheit nie so recht «^fv^ gesnnd. Da muß man ebeu fleißig Fays echte So» U « dener Mineral-Pastillen gebrauchen. Die schützen die ^/ Schleimhäute gegen die gefährlichen Reizungen, die /^H^ beseitigen jeden Husten, jede Heiserkeit und Verschlei» I M^) umng und bekommen dabei dem Magen ganz aus» /W/ gezeichnet. Fays echte Sodener, die man für k 1 25 in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwasser' (WlA Handlungen tauft, sollte eigentlich jeder Mensch in der ^kZ> Tasche tragen. (3815) 2—2 Gcneralrcpräsentanz für Österreich llngarn: W. Th. Guntzert, ^l«n, XII, Bclghofcrstraße 6. ^BsBBBBBBBBBSjBss^i^SrT^^^^^^^^HIHHI^H Bj Schutzmarke ^^^^^M mmm flS^B^B^. Krouii^r" ¦ B———ssagM ' sPSm—¦¦¦^mJ s. I verbessert yUf den Geschmack I £ ¦ fader Suppen, W Saucen, etc. I ^ Probefläschchen zu 12 Heller. — Überall zu haben. Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credit- f ransE* Jf o » » Cm Aktlenkapital K 120,000.000- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach rStrasie Mr. 9. ReBorvelond K. 63,000.000-— (t7t») Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung; von Depots. — Weohselstube. Kursr un der Wiener Börse (nach dem offiziellen KursMattej vom 16. Dezember 1907. Die notierten/rursc verstehen sich ln Kronenwahrung. Die Notierung sämtlicher lllticn und der „Diversen Läse" versteht sich per Stücl. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 3la»t«schull>. »tlschlt>bnna»n. Hli!abctt>bllhn in E., steuerfrei, zu i«,o«n fl. . . . 4°/o —— —'— Iranz Iofes-Vahil in Silver (dlv. St.) . . . b »/<»/„! 19 80! 20'2<> w,. l«»5, tlX> ltronen 4^/n, . . - !ie-7ü 97 75 Hllf^ bethbahn «ou und Avon 8)l. 4 ab 10°/,......!>4b0 --.. Ell,a!>tt!ib«hn 40ü und «oon M, 4^,^........1l3 9(jll4 9« iZran, Il>!cf-«ahn «m. 1W4 (biv. Et.) Tilb. 4°/« . . 96'üO 97-50 Oalizische «arl Ludwig'Uahn sdlv. St,) Ellb. 4°/, . , 9« 75 97 ?b Unll.-galiz. Vaw, 200 fl, V. b°/«!i05 - I0ü — «orarlberger Uahn En,. l8«4 lbiv. St.) Silb. 4°/. . , 96 10 97 10 Staatsschuld der Länder der nuzzarischen Krone. 4'/„ una. Volbnnte per »asie . il0 ?5l10'95 4°/, detto p« Ultimo N0 901N^0 4°/« unn. Rente in Kronen» wilhi. stlrei per »z 20 3'/,°/° detto per Kasse . «2-4l> «2 K5 Una. Prämicn-Nül, k !l^o fl, , l»»bnl93b0 detto tl !>« fl. , 183 50193 50 3h«ih'Nell,.Lofe 4'/,. . , , 142 - 14s — 4°/» ungar. Oruubenll.'Oblil! 9285 93 «b 4°/« lroat. u. slav. «runden»!.. Oblt«........94--------— Andere öffentliche Nnlehen. ^!»KN. i.'üNdee.«Nl. (biv.) 4°/, S0 80 9l »0 Äosn. > herceg. Eisenl,, - Lande«« «nlehen (div.) 4'/,»/, . , nß lü 99-15 ü°/„ Lonau-Nea.°Unleihe »878 W2'«l'i0!l 60 Wiener Verlehrs-Ylnleihe 4°,^ 9« 5« 97 50 bett« 1800 40/2 yz 40 87 4y Nnlehen der Stadl Wlen . .lvl 25102 25 dtlto (S. ob. V.) . . .,20 50121b» detto (1884) . , . . 94-10 »b 10 btlto (l»SU) . . . , 8805 97 05 dttto (l!100) ' ... Je-- 97 - detto Inv..«.) ll02 , 96 15 97^15 Äür^Änlet»e« verlo«b. 5'^ 96 — 97- — Vulg. Slaateell«nb.°H»u,.'Unl 1889 Gold . , . . S»/«,,»-,2U-- Oula. 2t2lll». Hypothekar Nnl. l»M.....s°/« «5-50^ »e 45 Gold Ware Pfandbriefe ic. Vodenlr., 94«N 95'50 Buh». Hvpothelenban! uerl. 4°/„ 9« U5 97-95 ^entral,,"/». . . 10150 — — t^nrral «l»o..llied..Hl., »sterr., «KI. vcrl, 4«!/« . . . , 96 75 97'75 lfrrd..Inft.,«ftcrr,,f.Ncrl..Unt. u.üftei'llllrb.ftnt.^vl,^/,, 94 75 95-50 Lailbcsb, d. libn. Gallzie» u»t ^odiim. 57>/i I. ruclj. 4°/« 94 50 95'50 Mähr. Hhpot!,ctrnb. verl. 4°/o 98 40 97 4« ^,.^«1.1^^«.^..«„st. 4°/«, 96-50 97 50 bett, lntl. 2"/„Vr. verl.»'/,°/o 87-50 88-50 bett« K..Echuldsch. verl. 3'/,°/«, 8725 88-25 detto veil. 4°/« 9«— 97-— Ofterr..unlllll. Vanl 50 jähr. oerl, 4°/u d. W.....97-20 9»-20 betto 4V„ Kr.....97 70 98 70 Kparl. I. Kst., »u I. veN. 4"/» V9-— l00'- Gisenbahn-Prioritäts Obligationen. ,ferbwand5.Noidb«hn Em. 188« —-— —'— detto «m. 1904 ——l — - Osterr. storowestd, äU« fl. S. 102 50 103-50 2taatebahn b. N..... 2S050 26650 2erb.Pl«M..«n1. v.ilw Fl. «'/» 102 20 108 20 zl»»»rlin»llche Dos,. lU-25 ,1iudu!f>Lll!c 10 >l......66'^ 70'— öalm.Lofe 40 fl. K. M. . . 213— 223 — Geld Ware lürl. enlr..?lnft. Hm. 1889 72'— 76'— Aktien. Arnn»p»rl'llnttinehinnngtn. «uffig.Tepl. fl. >er Ult. 1055 — <059 — Dana» ' Dampfschiffahrt« > Ges., 1., t. t. priv., 5— 526'— Ferd» fl. NM, 5190'— 5220'— Uemb.. «isenbahi,. «esellfchaft. 200 fl. S, . 553'- 556-- Ulllv,d.«sterr„TrieN..5«>fl.«M 413- 41«-— Österr. Nordwestbahn 800 fl. S. 430— 432 — detto sll». «.) 20« fl.V.P.Mt 419 50 42l'^ ^ag.Tuzrr Eisen b. 100 fl.abgst, 213— 215-» ?taat«ei>'b. 200 N,s. per Ultimo 670-50 671-50 Zübb. 200 fl. Silber per Ultimo 14? 25 148 25 3üdnorddeutsche Veroinbunsssb, 20« fl. KM...... 401 — 40250 Tramway. Ges., neue Wiener, PliorUat«.«Ittien 100 «. . --— __-__ Ungar. Westbahn (Raab Vraz) »00 fl. E....... 403 - 404-20 Wr, Lolalb..fl.L 995'— 1001 — Ienrr..iU«b..Kredb. «st., 2 fl. 522-— 524-^ Ncedltanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —'— — — bell» per Ultimo 62» 75 »29'75 Kreditban! »Ng. ung., 200 sl. . ?48'50 749 50 Dcposttcnbllnl, allg., 2«u fl. , 45?'— 458'— ««lomple. Gesellschaft. nieder. östrrr., 400 Kronen. . . Ü50-— 553 — O>ro> «nd Kassenvereln, Wiener, 200 fl........ 44« — 452'— Hvputheltnbani, Österreichische, 200 k l>°/„ E...... 2»?'- 2»9-— Länbcrbanl, ötterr.. 200fl. per Kasse....... —'— —'- detto per Ultimo . . . .406'— 407'— „Merlur", Wechselst,.«llnen. Gelelllchll< 200 fl, . . . 593 - 597 — Äeld War<> Aterr..»m«. <8anf !4oa Kronen 1??3'— 1?»2- — Uüionbanl »«» fl...... 52750 52» 50 «ertcl,r«b«i!l, alln., 140 fl. , 325-— 32? — Iniufilit'ZlnltMthmlmgnl. V»>lgtf., allg. öfterr., in» alpine 579 50 580 50 „Polbi.Hütte". Tiegelguhstahl. ss..«..V. soa fl. ... 40« — 410 — Präger evim«ii and Valuten. I d) Los-Versicherung. __________ ISBBBBBBBSBBBBBBSSSBBSBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBl Bank- "liXJ-ci "\^7"ecli.slergrescli.ä.ft Privat - Depots (Safe - Deposits) XTutmx »J.g«n»m V«iaeb.ltt«» d.«r Fa,rt« Vtfzlwtang vin Bartlilagm im Rinti-Korraal n< iof fllrt-Kni«. ¦¦¦¦¦¦¦HBSBBSBSSSSBSBaSSBSSSBSSSBBBBBBBBBVI