Nr. 291. DlllMtlstag, 22. December 1898. Jahrgang 117. Laibacher Zeitum. ^^""tlvnsprei»: Mit Poftversendung: «ll»z<«hrig fl. l5. halbjährig ll. ? 5N. Im « omutolr: ^ Die «Laib. gtg.» erscheint täglich, mlt Ausnahme der Tonn» und Feiertage. Die «b«ln»str«««n befindet Nch ",7^^> ^^ Würde eines Geheimen Rathes taxfrei aller-^^igst zu verleihen geruht. ^ Shine k. und k. Apostolische Majestät haben mit h. höchster Entschließung vom 17. December d. I. ^ l)>lerreichijchen Staatsangehörigen, Chef der sero-^"peutischen Abtheilung des Pasteur'scheu Institutes h -Paris Dr. Alexander Marmoret das Ritterkreuz 5 äranz Josef-Ordens allergnädigst zu verleihen ge- ^ Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit ^""höchster Entschließung vom 13. December d. I. ^ Bürgermeister Friedrich Aredschneider in . "Pnisch-^eipa das Ritterkreuz des Franz Iusef«Ordens, ^ ^r dem Ingenieur Wenzel Schweitzer und dem ^!>pector der böhmischen Nordbayn Karl Fechtner » .^" güldene Verdieliztlreuz mit der Krone allergnädigst > " ^leihen geruht. !> .---------------------------- » " Concerte. ^'Mitglieder.Concert der philharmo->Hen Gesellschaft.— Wohlthätigteits-Concert. tz Aus dem unsterblichen Wirken Ludwig van zs^h,ovens hallt die Gewissheit des Waltens eines ^ bärtigen schöpferischen Geistes entgegen, und seine tlls, ^""^" eindringlich, oa>s das Orchester der de-tzte. sicher des Volles ist, weil es die Musik in ^ Nlchsteil HeMtung offenbart, weil es die Tun-^b! ?l lausend Zungen reden lässt. Wie wahr ist ü^ der Ausspruch eines Biographen des größten ^.. Tondichter, es berühre unser innerstes Sem und Hastes Gefühl, wenn wir den Namen Beethoven lj "Iprechen hören! Mit erhabenen Gefühlen und hel-bkn w^surcht nennt die philharmonische Gesellschaft h. "amen ihres großen, ruhmreichnen Ehreu-ih lglledes, und diese Gefühle finden ihren schönsten, ^"würdigsten Ausdruck in den weihevollen, feier-kU ^"ltaltungen, die dem Gedächtnis Beethovens ,h^Hu der Feier, welche die philharmonische Gesell-^" an L. y. Beethovens Geburtstag am Ib. De- cember veranstaltete, hatte sich alles eingefunden, das die Kunst liebt, der Kunst dient und mit Begeisterung dem ewig Schönen lauscht. Und sie wussten es alle den Philharmonikern und Meister Zöhrer Dank, dass nicht mit der göttlichen Kunst gekargt wurde, denn des Guten ist nie zu viel, wenn es Schöpfungen Beethovens zu genießen, geistig zu erfaffen und ihre ausgezeichnete Vermittlung zu würdigen gilt. Die herrliche Ouvertüre zu Coriolan eröffnete verheißend die Vortragsordnung. Wie mächtig der Eindruck war, den dieses Werk, das tiefinnig auf das Kommende verweist, dereinst auf unfere Vorfahren ausgeübt, erhellt aus einem Berichte über defsen Aufführung in eimm Concerte zu Wien im Jahre 1807-begcistert schreibt der Kritiker: «In diesem seinem neuesten Werte bewundert man die ausdrucksvolle Tiefe seiner Nunst, die das wild bewegte Gemüth Coriolans und den plötzlich schrecklichen Wechsel seines Schicksals aufs herrlichste darstellt nnd die erhebendste Rührung hervorbringt». Mit diesen kurzen und doch kräftigen Worten ist eigentlich der Inhalt dieses Meisterwerkes erschöpft, das zu den voltsthümlichsten, verbreitetstcn Tondichtungen Beethovens gehört. Das Orchester brachte rhythmisch kraftvoll die Episoden, entschlossen den Hauptsatz, poetisch zart das Gejangsthema, sanft verlöschend den Schluss. Rauschender Beifall zeugte von der gewaltigen Wirkung der unsterblichen Schöpfung. Das schönste der Beethoven'jchcn Clavierconcerte in 123-äur (op. 73, dem Erzherzog Rudolf gewidmet, 1809 componiert, im Jahre 1811 zum erstenmale in Wien aufgeführt) bildete den Mittel- und Gipfelpunkt des Concertes. Wie noch in dankbarer Erinnerung stehen dürfte, wurde das glänzende, geistvolle Tonstück ungefähr vor drei Jahren vom Musitdirector Zöhrer meisterhaft gespielt; diesmal war die Wiedergabe einer jnngen Künstlerin, Fräulein Toni Tholfus, anvertraut, die ihre dankbare aber schwierige Aufgabe glänzend löste. Die äußere Erscheinung der zweiundzwanzigjährigen Dame besticht durch echt mädchenhafte Lieblichkeit und Anmuth, doch kann man ihrem echt künstlerischen Spiele auch mit geschlossenen Augen entzückt lauschen, denn es vereinigt hohes musikalisches Verständnis mit tadelloser, vollendeter Technik. Ihr Spiel hat Blut-wärme, zeichnet sich sowohl durch frifches Drauf« lusgehcn wie tiefe Innerlichkeit aus, nebstoem besitzt Fräulein Tholfus alle Vorzüge einer hochbegabten Künstlerin, perlende Geläufigkeit, Klangschönheit, Kraft und poesn'volle Vertiefung. Besonders reizvoll wirkt die wunderschöne Herausarbeitung dynamischer Schattierungen in den semsten Abstufungen. Die Concertautin wurde durch die feinsinnige Orchesterbcgleitung unter der Leitung des Herrn Musitdirectors Zöhrer bestens uuterstützt. Durch anhaltenden, stürmischen Beifall nach jedem Satze drückte das Publicum feine begeisterte Anerkennung aus. Laibacher Zeitung Nr. 291. 2374 22. December 1898^ dem Schuhmacher in Trieft Lukas Rauber, dem Lootsen erster Classe beim Hafen» und See-sanitätscapitanate in Trieft Oderich Rosso, dem Lootsen erster Classe beim Hafen« und See-sanitätscapitanate in Trieft Marcus Savoldelli, dem Locomotivführer der Südbahngcsellschast in Trieft Johann Vogrig; das silberne Verdienstkreuz: dem Amtsdiener der Tabakfabrik in Rovigno Matthias Albertini. dem Steinmetz in der Dampfmühle Economo in Trieft Josef Bisiak, dem Briefträger in Trieft Franz Fliegel, dem Gefchworenen des Hauptzollamtes und der Lagerhäufer in Trieft Martin Lolenz, dem Gefangenaufseher in Capodistria Josef Oru, dem Eisenarbeiter im «8wdi!im6lNo wonictt» in Trieft Alois Sinigaglia. Der k. k. Landespräsident hat den k. k. Landes-regierungsconcipisten Richard Freiherrn Apfaltrer von Apfaltrern zum l. k. Bezirkscommissär in Kram ernannt. ________ heute wird das XXVlll. Stück des Landesgesehblattes für Krain ausgegeben und versende!. Dasselbe enthält unter Ne. 41 die Kundmachung der l. l. Landesregierung für Kram vom 14. December 1U98, Z. 17.684, betreffend die Frei' gebung des Verkehres mit Neblausträgern zwischen der Gemeinde St. Crucis im politischen Vezirle Gurtfeld und dem in der Kundmachung vom 60. Juni IUW (L. G. Nl. Nr. 31) bezeichneten I. Weinbaugebiete des Herzogthums Kram, respective der angreuzenden Gemeinden des Her zogthums Steiermart. Von der Redaction des Landesgesetzblattes für Kram. Laibach am 22. December 1898. Nichtamtlicher Theil. Oesteneichischer Reichsrath. Wien, 20. December. Heute traten beide Häuser des Reichsrathes zusammen. Im Herrenhause richtete vor Uebergang zur Tagesordnung Se. Excellenz Dr. Ignaz von Plener namens der Verfassungspartei an das Präsidium die Anfrage, ob dasselbe das Dienergesetz in einer noch vor der Vertagung abzuhaltenden Sitzung aus die Tagesordnung stellen wolle. Se. Durchlaucht Präsident Alfred Fürst zu Win disch - G raetz erwiderte, dass er, sobald das Abgeordnetenhaus das Gesetz erledigt habe, dasselbe der Budget-Commission zuweisen werde mit dem Ausdrucke des Wunsches, ungesäumt an die Berathung des Gesetzes zu schreiten, damit das Plenum sobald als möglich dasjelbe in Verhandlung ziehen könne. Hierauf wurde der Gesetzentwurf, betreffend die im Jahre 1898 sicherzustellenden Bahnen niederer Ordnung, nach einigen Bemerkungen des Berichterstatters, Sr. Excellenz Freiherrn von Czedit und Sr. Erlaucht des Grafen Harra ch in zweiter und dritter Lesung zum Beschlusse erhoben. Ferner wurde der kaiserlichen Verordnung vom 7. Juli 1898, betreffend den Bau einiger Theilstrecken der schmal-spurigen Eisenbahn von Gabela in die Bocche di Cattaro, die verfassungsmäßige Genehmigung und dem Gesetzentwurfe, betreffend die Veräußerung der Staatsbahnlinie Böhmisch-Leipa - Niemes an die Aussig-Teplitzer Eisenbahn - Gesellschaft, die verfassungsmäßige Zustimmung ertheilt. Der Tag der nächsten Sitzung wird im schriftlichen Wege bekanntgegeben werden. Im Abgeordneten Haufe beantwortete Unterrichtsminister Graf By l an dt-Nheidt eine Interpellation des Abg. Kareis und Genossen, betreffend den Circularerlass des Wiener Bezirksschulrathes über die Classeneintheilung der Schulkinder unter Berücksichtigung des consessionellen Momentes. Der Minister erklärte, er habe angeordnet, dass die weitere Durchführung des Erlasses vor seiner Richtigstellung nicht mehr platzzugreifcn habe und dass in jenen Fällen, wo die Handhabung des Erlasses zn Unzukömmlichkeiten geführt haben sollte, dieselbe zu beseitigen sei. Der Minister betonte schließlich, dass das coufessionelle Moment im Sinne der geltenden Gesetze und der auf Grund derselben erlassenen allgemeinen Verordnungen keinen generellen Eintheilungsgrund der Schüler in Elaffen bildet. Sollten sich ader in vereinzelten Fällen bei der Entwerfung des Stundenplanes technische Schwierigkeiten ergeben, welche bei Bestand von Parallelclassen und durch eine entsprechende Eintheilung der Schüler zu lösen sind, könnte der Minister in solchen Maßnahmen an sich eine Gesetzcsverletzung nicht erblicken. Nach Beantwortung einiger Interpellationen durch den Unterrichtsminister und den Handelsminister richtete Abg. Schönerer an den Präsidenten mit Bezug auf dessen Bemerkungen gegen den Abg. Wolf in der letzten Sitzung eine Reihe von Anfragen inbetreff der Handhabung der Geschäftsordnung gegenüber der Partei des Redners und beantragte schließlich, dass über die Interpellationsbeantwortung des Iustizministers auf die Interpellationen der Abg. Hofmann - Wellenhof und Hochenburger in der nächsten Sitzung die Debatte eröffnet werde. Der Präsident erklärte bezüglich der Anfragen des Abg. Schönerer, dafs er alles, was er sagte, vollkommen aufrechterhalte und davon kein Iota zurücknehme. (Beifall rechts.) Der Antrag Schönerers wurde abgelehnt. Der Handelsminister Freiherr von Dipauli! beantwortete eine Interpellation des Abg. Rieger, b> ^ treffend die Einhaltung der Sonntagsruhe beim Handelsgewerbe, und fagte u. a., die gänzliche Unter-, fagung der Sonntagsarbeit beim Handelsgewerbe würde ^ heute den Verhältnissen, namentlich auf dem Lande,! wo die Bevölkerung vielfach nur an Sonntagen Gelegenheit zu Einkäufen hat, wahrscheinlich noch sehr viel peinlicher empfuuden werden und Zwang anthun' und weder als den Interessen der Handelstreibenden ^ noch als jenen der Eonsumenten entsprechend gelten,! obwohl der Minister persönlich der Ansicht ist, dass^ eine strenge Sonntagsruhe auch bei uns ohne Schaden > für die betheiligten Kreise successive angestrebt und erreicht werden lann, wie das anderwärts schon längst der Fall ist. Der Unterrichtsminister erklärte in Beantwortung einer Interpellation des Abg. Treuinfels, betreffend eine in der Zeilschrist «Freie Lehrerstimmc» enthaltene religionsfeindliche Notiz, u. a., der Minister werde jederzeit ebenfo für die Wahrung der religiösen wie der sittlichen Erziehung der Kinder eintreten. Sollten die Lehrer eine solche Haltung einnehmen, die mit diesem Zwecke der Volksschule, beziehungsweise dem zu dessen Erreichung bestimmten Religionsunterrichte, in Widerspruch steht, so werde der Minister nicht ermangeln, die nothwendigen Maßnahmen mit aller Entschiedenheit zu ergreifen. Das Haus geht sodann zur Tagesordnung über: Fortsetzung der Verhandlung des Dienergesetzes. Das Haus nahm die restlichen Paragraphe des Dienergesetzes in der Fassung des Ausschusses nach Ablehnung der meisten, hauptsächlich von den Soc^ demokraten und der deutschen Opposition gest^' Abänderungsanträge an. Unter den Anträgen ^ fmoet sich der Antrag Verkaufs, wonach jeder Die^ wöchentlich einen Ruhetag erhalten soll, sowie ^ Antrag Kapferers wegen Sonntagsheiligung seitens " Diener. Die Ablehnung dieser Anträge rief Lärm u^ Widerspruch bei den Socialdemokraten hervor und"' Zwischenrufe: «Wo sind die Katholiken?» ^ polnische Geistliche Pastor erklärte, seine GelM stimmten gegen den Antrag Verlaufs, weil die ^ stimmungen über die Sonntagsruhe nicht in die>^ Gesetz gehören; übrigens fassen die Socialdemokratt die Sonntagsruhe nicht im katholischen Sinne auf. Ueber die Bestimmung der Zeit des Ink"!' tretens dieses Gesetzes lag ein Minoritätsvotum v^ wonach das Gesetz mit rückwirkender Kraft vo» 1. October 1898 in Kraft zu treten hat. ^, Minoritätsvotum wurde abgelehnt, dagegen der AnM Hofmanns von Wellenhof, dass das Gesetz >5 1. Jänner 1899 in Kraft trete, mit 160 gegen ^ Stimmen angenommen. (Beifall links.) ,, Abg. Zallinger erklärte, die katholische Voltspi»" sei für die Sonntagsruhe und SonntagsheiliM Der Antrag Kapferers möge in Form einer Resold, vom Hause angenommen werden. Die Resolution ^ hierauf angenommen. . Nach Erledigung der Resolutionen zum D>e^ > gesetz verlangt Abg. Stojalowski, das Präsidium ^ bei der Regierung dahin wirken, dass sür das lU" polnische Volk noch vor Schluss des Iubilä'umsM'. etwas geschehe, insbesondere der Ausnah mszustand^ gehoben werde. Redner wird wiederholt zur S^ gerufen. Schließlich wird ihm vom Präsidenten Wort entzogen. , Abg. Schönerer beantragt, morgen eine SH", abzuhalten und auf die Tagesordnung das Ausglc^ Provisorium zu stellen. Der Antrag wird abgH. Der Präsident wünscht den Abgeordneten frohe ^ nachten. .,. Abg. Hinter huber interpelliert wegen dM > fprachiger Bezeichnung der Bahnstationen Nötsch Dobratsch der Gailthalbahn. .. Abg. Ziilar interpelliert wegen Anbrilig^ slovenischer Aufschriften auf den Amtstafeln und A" sorten in von Slovene» bewohnten Gegenden, s^l wegen Confiscation slovenischen Zeitungen in M"^ sowie wegen der Zustände beim Kreisgericht Marburg. ,,, Die nächste Sitzung wird schriftlich bekal" gegeben. ^ Politische Uebersicht. Laib ach. 21. Decent Am 19. d. M. nachmittags fand unter dem ^ sitze des Ministerpräsidenten Grafen Thun ^ Minister-Conferenz statt. ^ Die «Budapester Correspondent meldet: ^ Amtsblatt veröffentlicht ein Allerhöchstes Handsch".^ an Baron Banffy, denselben der provisos Leitung der Geschäfte des Ministeriums um die .l> ^ höchste Person unter dem Ausdrucke des Dantes" der vollen Anerkennung für den mit aufopfernder ">, gebung geleisteten Dienst enthebend. Ein weiteres H^> schreiben ernennt den Staatssecretär Grafen S z eH^H< zum Minister um die Allerhöchste Person unter g^> zeitiger Verleihung der Würde eines wirtlichen O^ rathes. ^^ Die nahezu unbekannten «Deutschen Tänze» für Clavier, deren Entstehungszeit nicht bestimmt ist, gehören nicht zu jenen Tonschöpfungen, die in ihrer ursprünglichen Form fo vollkommen find, dass fie die befser-machenwollende Hand des Musikers fern hielten; das beweist ihre geschickte Bearbeitung durch Professor Seiz, den Lehrer der Künstlerin. Es will uns jedoch dünken, dass bei der gewaltigen Zahl erhabener und herrlicher Claviercompositionen Beethovens die zwingende Nothwendigkeit nicht vorhanden ist, eine weniger bedeutende Composition, durch fremde Hand hergerichtet, auf das Programm eines Beethoven-Concertes zu setzeu. Die Wiedergabe durch Fräulein Tholfus war allerdings brillant uud entfesselte einen Beifallssturm, der sich erst besänftigte, als die Künstlerin den Schlusstheil wiederholte. Die zweite Symphonie in O-äur bildete den würdigen Schlussstein der Feier. In der musikalischen Genealogie noch auf we Verwandtschaft nut Mozart hinweisend, ist es doch Geist von seinem Geiste, der durch die Symphonie sich hinzieht. In dem dramatisch bewegten Satze rieseln mit leisem Rauschen die verborgenen Quellen des Fidelio. Mit schöllen Worten leitet Marx die Schilderung des unsterblichen Ton-wertes ein: «Man hat in ihr das Gefühl, dass sie einer glücklichen ersten folgt, dass ihr Bildner schon ein« heimisch uud bewährt ist in diesem Gebiete; so hat sich die Freudigkeit und Weile des Daseins und die behagliche Sicherheit in der Führung dieser Stimmen uud Massen, die man Orchester nennt, gesteigert. Es ist im Grunde derselbe allgemeine Gedanke, der beiden Symphonien unterliegt: ein Tonfest zu begehen in Herrlichkeit und Freudigkeit und dazu all diese Helden des Tonreiches, die Schar der Instrumente herbei-zurufeu» .... Vou den Philharmonikern in Beethoven'schem Geiste mit vollster Hingabe gespielt, klang der Dank sür all den Genuss, den uns Zöhrers Dirigenten-Talent uud Fleiß vermittelt hat, in wärmstem, anerkennendstem Applause aus. Die Kunst im Dienste der Wohlthätigkeit verschaffte einem ansehnlichen Publicum einen fesselnden, allregenden Abend. Wir haben den Verlauf des Wohlthätigkeits-Concertes, das zum Besten des Kinder« spitals am 16. December im großen Saale der Ton» halle stattfand, bereits kurz geschildert. Dem unermüdlichen Directions - Mitgliede der humanitären Anstalt Herrn Leskovitz war es geglückt, hervorragende und angesehene Kunstträfte: die Minifterialrathsgattin Frau Karoliue Mata ja geb. v. Radio, Fräulein Toni Potorny, Concertsängerin, und Herrn Aoolfo Betti, Vlolinuirtuosen, für den Abend zu gewinnen, und die ausgezeichneten Gäste hatten in menschenfreundlichster Zuvorkommenheit und uueigennütziger Bereitwilligkeit ihre Kunst dem ^ Zwecke zur Verfügung gestellt. ^ Frau Mataja ist eine vornehme, scho^ ^ scheinung, und vornehm ist auch die Art ^ Spiels. In den «Kinderscenen» von Schuman^ «Isoldens Liebestod» von Wagner-Liszt, ^ Marionettes» von Poldini und in der XIV. ^. sodie von Liszt traten die vortrefflichen. ^ lerischen Eigenschaften einer geistvollen P^'l ^ deren Technik auf hoher Stufe steht, klar h" ^ Frau Mataja setzt ihr Können stets ein, lve"'^ gilt, idealen künstlerischen oder wohlthätigen S^ ^ zu dienen, und die schönste Anerkennung 5"'^^ Künstlerin in dem großen Erfolge ihrer Leist"^, der ihr auch diesmal ill vollem Maße zutheil l ^ Fräulein Potorny ist eine Sängerin nnt'^ geschulten Stimmitteln und geschmackvoller VerM'U ^ derselben; sie erzielte ebenfalls großen, anerkenn Beifall. ^ i^ Einen begabten jungeil Künstler lernten ^^! Herrn Betti kennen. Er ist Südländer nnd s^,^' durchoringt südliche Wärme uud einschme^^ Weichheit, die besonders in rein lyrischen ^,^!l, bestrickend wirkt. Die Technik ist virtuos e'"'"^ die Intonation und Tongebuug zeichnet sich ^ besondere Sauberkeit und Reinheit aus. He^ ^ gewann rasch das Publicum und errang ^ rauschenden Erfolg. Lmbacher Zeitung Nr. 291._____________________2375 __________ 22. December 1998. ^Neider Landtags-Ergänzungswahl der "ladt Nagusa wurde Advocat Dr. Blasius Mati-ttbli (Serbe) gewählt. Der kroatische Gegeucandidat ""'l gegenwärtigen Zwangslage vor Schädigung der Mercssen zu bewahren. Redner widerlegt die gegen M vorgebrachten Vorwürfe, namentlich die Unrichtigst der Aehauptung, dass die Regierung durch d«e ^„ ^lsza unutnschränkte Ermächtigung erhalte. Selbst füglich der Ausgleichsvorlage erhält die Regierung ""l eine Ermächtigung zum Ausgleichsprovisorium uf Grund des »wtu» ^uu. Wenn die Opposition die "»erordentliche Macht gegen den ^xlsx Zustand per« "resciere, stünde es in ihrer Macht, die Verhand-"Ngen über die Indemnität und die Ausgleichsvorlagen Wulasscn, wodurch die lox Tisza überflüssig wird. ^zügellose Obstruction fügt dem An,ehen des Mdes großen Schaden zu. Der Credit Ungarns im Mande hat gelitten; die Papiere beginnen zurück-Weßen. Die Rede Tlszas wurde wiederholt und zum Flusse mit stürmischem Vcifalle begleitet. Die Ver-^llnlung drückte unter Eljen-Rufeu Tisza Anhäng-^'eit und unerschütterliches Vertrauen aus. y In der gestrigen Sitzung des kroatischen «Nntages tam es zu erregten Scenen; als der ^geordnete Vulsan von Pisarovina im Saale erschien, Men die Abgeordneten der Linken in die Rufe aus: hinaus mit ihm!» Vergebens machte der Präsident P^uf aufmerksam, dass der Abgeordnete Vutsan das i"echt habe, im Saale zu sein. Der Lärm dauerte ^l- indem mit den Füßen gestampft und auf die k"lt« geklopft wurde, so dazs der Vorsitzende die sung auf zehn Minuten unterbrechen muMe. ^, In der rü mischen Kammer beantwortete "Nterrichtsminister Paccelli eine Anfrage des De-Merten Pascolato und anderer vier Deputierter über " schadhaften Zustand des Dogenpalastes in Venedig dllä '^^ bi»-' für denselben bestehende Gefahr, welche ^ oberste Comite' für die schönen Künste festgestellt >"^n soll. Der Minister erklärte, dass nach dem ihm ^wmmenen Bericht auch nicht der Schatten einer ^!«hr bestehe. ^ Im französischen Senate vertheidigte bei ^Verhandlung über den Antrag, die Strafbestimmung ^'lchtlich der Spionage und des Verrathes zu ver-?l^n, Monserln einen Zusatzantrag, welcher dahin , ^, den Verrath auch in Fnedenszeiten mit dem Tode ,, bestrafen. Chamargan belümpfte den Antrag als zu ^llg. Anspielelld auf die Revision des Processes h tWs sagle Redller, derselbe wäre eine Komödie, « 'u nicht alle Actenstücke dem Eassationshufe mit-^llt würden. (Lärul.) Er befürwortet die Annahme e>i» ^"träges. Schließlich nahm der Senat den Gesetz->^urf nach dem vom Ausschusse festgesetzten Wort-^ an, wonach auch in FriedenKzeiten des Verrathes Moig befundeiie Functioliäre niit dem Tode bestraft ^den sollen. ^ Eine der «P. C.» aus Rom zugehende Meldung ^lchnet die Besorgnisse, die in manchen politischen H^sen ungeachtet der beruhigenden Erklärungen des flusters des Aeuhern Cauevaro über die Situation w Erythräa gegenüber der Expedition des Königs ^Nelit gehegt werden, als ungerechtfertigt. Ab-^kn uon den Versicherungen des diplomatischen Vertreters Italiens in Abessynien, Capitän Cicco-dicola, und des Gouverneurs der Erythräa, Martini, wonach keinerlei Anzeichen auf eine feindselige Absicht Menellls gegen die Italicner hindeuten, lasse sich, da für eine freundschaftliche Verständigung über die noch schwebende Abgrenzungsfrage alle Bedingungen vor« Handen seien, kein Grund finden, der den abessunischen Herrscher zu einer so große Kosten erheischenden Expedition gegen die Erythräa bestimmen könnte. Nach einer aus London zugehenden Meldung dürften die Verhandlungen zwischen den Mächten über die Reform der gemischten Gerichtshöfe in Egypt en allen Anzeichen nach noch einige Zeit erfordern. Es gilt daher als wahrfcheinlich, da>s eine Verlängerung des bestehenden, im Februar 1899 ablaufenden Uebereintommens, jedoch nur auf eine kurze Frist, platzgreifen werde. Tagesneuigleitell. — (Die Neujahrsempfänge bei Hofe abgesagt.) Allerhöchster Anordnung zufolge werden die üblichen Empfänge zur Entgegennahme der Neujahrs-gratulationen für Se. MajeUät den Kaiser in der Burg zu Wien und in Budapest wegen der für weiland Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Elisabeth bestehenden Hoftrauer diesmal nicht abgehalten werden. — (Inhaber-Jubiläum Sr. Majestät des Kaisers.) Se. MaMät KaiserFranzIosef feiert am 11. Jänner die fünfzigste Wiederlehr des Jahrestages, an welchem er zum Oberstinhaber des damaligen Kaiser Franz-Grenadier-Regiments, des jetzigen, in Potsdam stehenden Kaiser Franz-Garde-Grenaoierregiments Hir. 2, ernannt wurde. Dieser Tag wird in Potsdam feierlich begangen werden. Ueberdies entsendet das Regiment eine Abordnung zu seinem erhabenen Ehef nach Wien. — (Eine neue Vcrkehrs-In st ruction.) Das Eisenbahnnlinisteriunl übergab der Generalinspection der österreichischen Eisenbahnen den von der Süobahn-gesellschllft im Namen der gemeinschaftlichen Directionen-Confcrenz vorgelegten Entwurf der neuen Verkehrs« Instruction mit der Aufforderung eingehender Prüfung und Stellung allfälliger Abänderungs- und Ergänzungs« antrüge. — (Aah «eröffn ung.) Die technisch-politische Prüfung der Localbahn Deutsch-Brod-Saar wurde am 80. d. M. abgeschlossen. Die Eröffnung erfolgt heute. — (Erdbeben.) In Pontafel wurde am 15. d. M. um 6 Uhr 20 Minuten abends ein drei Secunden dauerndes, von Süd nach Nord gehendes, start rollendes Erdbeben wahrgenommen, das mit einem sausenden Geräusch verbunden war; leichtere Gegenstände wurden umgeworfen. — (Die Revision des Processes Dreyfus.) Der Cassationshof verhörte am 20. d. den ehemaligen Minister Guerin und den früheren Eommandantell des Militärgefängnisses oer Eherche Midi Forciiietti. Der Eassationshof nahm Kenntnis vom gestellten Verlangen Eszterhazys, verhört zu werden, und beraumte die Entscheidung hierüber auf nächste Woche an. Local- und Promuzial-Nachrichten. — (Aus dem k. k. Stadtschulrathe.) Ueber die am 9. December abgehaltene ordentliche Sitzung des t. t. Stadtschnlrathcs haben wir nachstehenden Bericht erhalten: Der Vorsitzende constaticrt die Bcschlussfähigteit und beglückwünscht die Stadtschulraths-Mitglicder Dom-capitular Zamcjic und l. l. Fachschulendirector ,2 ubic zur Allerhöchsten Auszeichnung. Die im currenten Wege erledigten Geschäftsstücke werden vom Schriftführer vorgetragen und zur Kenntnis genommen. Der Bericht des t. t. Bczirksschulinspectors Prof. Franz Levec über die Nothwendigkeit eines Neubaues für die 3. stäot. Knabenvoltsschule wird genehmigt, und es wird beschlossen, die darill zum Ausdrucke gebrachten Wünsche und Anträge dem Gemeinderathc im Wege des Stadtmagistrates dringend zur Annahme zu empfehlen. Dem städtischen Lehrer Anton Razinger wird die vierte Dienstalterszulage im Betrage jährlicher 60 fl. vom 1. November d. I. an zuerkannt. Mehreren auswärtigen Schülern wirb die Aufnahme in hiesige Schulen gewährt, einige Kinder werden als unreif auf die Dauer des laufenden Schuljahres vom Schulbesuche dispensiert, einigen Zöglingen des II. Jahrganges der Wiederholungsschule am Karolinengrunoe wird die Entlassung gewährt. Das Gesuch einer städt. Lehrerin um Einrechnung ihrer an einer Privatvoltsschule mit Lehr« befähigungszeugnis verbrachten Dienstzeit in das De« ftnitlUllm wird compelentenorts wärmst befürwortet. Die absolvierte Lehramtscanoidatin Gabriele Piller wird als Volontärin an der städtischen deutschen Mädchen« voltsschule aufgenommen. Für die zu besetzende neucreierte zehnte Lehrstelle an der 1. städtischen Knabenvollsschule wird dem Hoheit t. t. Landesfchulrathe der Tcrnovorschlag erstattet. Schließlich beantwortet der Vorsitzende einige an ihn gestellte Anfragen internen Charakters. — (K a n z l e i g e h i l f e n.) In Ausführung des H 10 der Verordnung vom 1«. Juli ittU? hat das l. k. Justizministerium die Zahl der Kanzleigehilfen gegen Iahresentlohnung für das Jahr 189!) mit 650 und deren Entlohnung für die erste Ortsclasse (Gerichte in Wien) mit jährlichen 660 st., für die zweite Ortsclasse (Genchtshofsitze anßer Wien) mit jährlichen 540 fl., für die dritte Ortsclasse (Bczirksgerichtsorte) mit jährlichen 480 st. festgesetzt. Von obiger Gesammtzahl entfallen auf die Gerichte des Grazer Obcrlanoesgcrichts-Sprengels 36 Kanzleigehilfen zweiter und 34 dritter Ortsclasse. Die Zuweisung der Kanzlcigehilfen an bestimmte Gerichte der betreffenden Ortsclassc ist den Oberlandesgerichts-Präsidien überlassen und zugleich angeordnet worden, dass der Mehrbetrag eines von den zu ernennenden KanzleigelMen etwa bisher schon bezogenen höheren Diurnums »ä por-uoillun zu belassen sei. Die Bestimmung der Höhe der Taggelder der Schreiber im Rahmen des IahresbudgetS u,id unter Auslassung des Systems der Alterszulagen ist ebenfalls den Oberlandesgerichts-Präsidien mit der Einschränkung überlassen, dass die Maximal-Entlohnung — abgesehen von jenen Fällen, in welchen das bisherige Dinrnum allein oder nach Einrechnung der angefallenen Alterszulage bereits einen höheren Betrag erreicht — die Höhe der Entlohnung eines Kanzleigehilfeu derselben Ortsclasse nicht erreichen darf. Durch die Einführung einer Evidenz über sämmtliche in dauernder Verwendung stehende Schreiber jedes Oberlandesgerichts - Sprengels sind zugleich die Grundlagen für ein sowohl die dienstliche Eignung als auch das Dienstalter berücksichtigendes, den Budgetverhältnissen angepassteö Entlohnungssystem geschaffen worden. Die Festsetzung höherer als der bisher gebräuchlichen Taggelder der Calculanten, dann der Schreiber ill den Strafanstalten ist mit Rücksicht auf die Auflassung der Alterszulagen der Entfcheioung des l. l. Justizministeriums vorbehalten worden. ** (Oberlaibacher Bahn.) Die Oberbauarbeiten silld, wie wir vernehmen, bereits sehr weit vorgeschritten. Von den zu errichtenden Äahnobjecten ist eines bereits unter Dach. Die günstige Herbstwitterung trug zum Baufortschritte viel bei. ** (Die Christbaumfeier im Collegium Marian u m.) Dieselbe wird auch heuer, und zwar, wie wir hören, am Stefanitagc den 26. d. M. abends stattfinden. Eine ähnliche Feier veranstaltet auch der städtische slovcnischc Kindergarten in der Komensky - Gasse und die Kleinlinder-Bewahranstalt ill der Floriansgasse. ** (Schulbau.) Der Bau des vom Herrn Grafen Leo Auersperg aus Anlass des fünfzigjährigen Re-gieruugsjubilänms Seiner Majestät des Kaisers für die Gemeinde Auersperg aus eigenen Mitteln zu errichtenden Schulhaufcs wird, wie wir vernehmen, im nächsten Früt> jähr in Allgriff genommen werden. ** (Pfarrhof bau.) In Vrh ob Idria (Wal-fahrtskirche zu den heil. drei Königen) wurde ein neues einstöckiges Pfarrhaus errichtet. Unter anderen Localitäten ist auch ein Schulzimmcr reserviert. ** (Wasserleitungsanlagen in Unter, und Innert rain.) Im kommenden Frühjahre be-ginnen in mehreren Gemeinden des Nudolfswerter und Adclsbcrger Bezirkes die Vorarbeiten für die neuen Wasserleitungen. * (Brand.) Am 15. d. M. gegen 2 Uhr nach. mittags brach, wie man uns aus Loitsch mittheilt, in dem Hause des Kaischlers Matthäus Modic in Groß-Oblat Feuer aus, welches den Dachstuhl sammt anderen Habseligteiten, die unter demselben aufbewahrt waren, in einer Stunde einäscherte. Das Feuer wurde von'der am Brandplahe erschienenen Gendarmeriepatrouille und der freiwilligen Feuerwehr von Neudorf localisiert Der Schaden des auf 350 ft. versicherten Besitzers beträgt 000 st. __5. 'e von diesem Manne alles andere denn Liebe ^"warten hat. Doch der Stolz, welcher sie bis M^" diesem Schritt zurückhielt, erlaubt ihr nicht, ^ jetzt einen schmählichen Rückzug antrete, ilchp, l>" führt sie in den Salon, wo sie aufrecht j^" bleibt. Der junge Mann aber bittet sie so "tli^?, Tones, sie möge Platz nehmen, dass Ellen lie c, ""'gs jene Zärtlichkeit zu erkennen glaubt, welche ^llloe '^'" Begegnungen auf der Straße in seinen w^u selM vermeint hat. ^lt weioe schweiget,, und während dieser Pause blickt »del^ thatsächlich n"t einer Zärtlichkeit auf sie, H«l? dle Hoffnung von neuem m dem liebenden ^3 "weckt, und fo lommt es, dass Ellen statt der hoss/"llchen Anrede, die natürlich gewesen wäre, von l< ","g, Neue, Liebe, Mitleid und Selbsttäuschung ^""ltlgt, die Hand des jungen Mannes erfasst und 'Verzeihen Sie!» ^ll..l h"l hat sich gewiss schon seit langer Zelt ""l vorbereitet, sich glelchMg zu verhalten und seine Selbstbeherrschung während dieses Besuches zu bewahren, den er in der That vorausgesehen, und dennoch geräth er jetzt in Verwirrung. Die feuchteu Augen des liebenden Weibes verrathen die ganze Glut der in demselben tobenden Leidenschaft, vor welcher er, trotzdem dieselbe eine gewisse Sehnsucht in ihm erweckt, sich beinahe zu fürchten beginnt. Ellen gewahrt diese Furcht, uud dies veranlasst sie zum Geständnis. Die Frau trägt sehr oft den Sieg davon, indem sie sich felbst ausliefert. Durch das rückhaltslose Geständnis der Wahrheit überrascht die Frau denjenigen, der da weiß, dass sie die volle Wahrheit nur dann zu gestehen vermag, wenn ihr ganzes Wesen unter der Herrschaft der Liebe steht. «O, verzeihen Sie mir», wiederholt sie, «verzeihen Sie mir all die Leiden, die ich Ihnen durch mein Schweigen bereitete. Sie haben mir geflucht, nicht wahr?» .Ich? Nein!» stottert er. «Spielen wir jetzt nicht mehr mit Worten!» fährt sie eifrig fort. «Sie sind unschuldig an diesem blutigen Drama, welches Ihre Ehre verunglimpfte, und da Sie unschuldig sind, haben Sie mich sicherlich der Bosheit geziehen, ja, mich vielleicht sogar verdächtigt!» «Sie verdächtigt?» spricht Arthur ihr nach. «Womit denn?» (Imtsetzullg joigt.) Laibacher Zeitung Nr. 291. 2376 22. December 1896. — (Stempelung von ZinsbUcheln.) Viele Hausherren bestätigen den Parteien den bezahlten Wohnungszins in einem sogenannten Zinsbüchel. Jede Bestätigung in einem solchen Zinsbüchel unterliegt nun der gesetzlichen Stempelpflicht, worauf die Hauseigenthümer in ihrem eigensten Interesse aufmerksam gemacht werden, da in letzterer Zeit vom k, k. Gebüren» Bemessuugsamte die nicht gestempelten Bestätigungen in vielen Fällen auf Jahre zurück zur Zahlung vorgeschrieben werden mussten und auch mehrere Hauseigenthümer zu Geldstrafen verurtheilt wurden. — (Das rumänische Königspaar in Abbazia.) Nach einer Bukarester Meldung beabsichtigen die rumänischen Majestäten, abermals einen längeren Aufenthalt in Abbazia zu nehmen. Die Abreise des Königspaares dahin würde noch am 27. oder 28. d. M. erfolgen. — (Verkehrsstörung.) Die Verkehrsstörung auf der Südbahnstrecke Hrastnig - Trifail ist gänzlich behoben, der regelmäßige Zugsverlehr wurde bereits gestern aufgenommen. — (Kronenwährung.) Die jüngst in Trie st abgehaltene Directorenconferenz der österreichisch-ungarischen Fcuerversicherungs-Actiengesellschaften hat den Beschluss gefasst, vom 1. Jänner 1899 angefangen, die Kronenwährung im Betriebe dieser Gesellschaften obligatorisch einzuführen, was mit Rücksicht auf den vielfachen Verkehr der Gesellschaften mit dem versichernden Publicum voll allgemeineren! Interesse ist. — (Statistik des österreichischen Post-und Telegraphen Wesens.) Der vom statistischen Departement des t. k. Handelsministeriums herausgegebenen Post- und Telegraphen-Statistik für das Jahr 1897 ist zu entnehmen, dass sich im Laufe dieses Jahres die Zahl der Postanstalten von "5669 auf 5754, die Zahl der Telegraphen-Anstalten von 4785 auf 4942 erhöht hat. Die Gefammtzahl der durch die Post beförderten Senduugen betrug 997 5 Millionen Stück (1896 917 Millionen), darunter 922 8 Millionen Briefpostsendungen, und zwar «07 9 Millionen Briefe, 2019 Millionen Postkarten, 942 Millionen Drucksachen und Geschäftspapiere und 18'8 Millionen Warenproben, ferner 28 7 Millionen Postanweisungen, endlich 46 Millionen Fahrpostscnduugen. Von den Fahrpostseudungen waren 5 6 Mill. Geldbriefe, 9 4 Millionen Sendungen und 31 Millionen Sendungen ohne Wertangabe. Im Postanweisuugsverkehre wurden bei den Postämtern 542 Millionen Guldcu eingezahlt und 615 Millionen Gulden ausbezahlt. Von den beförderten 137 Millionen Telegrammen waren 12 4 Millionen gebüreupflichtig (worunter 6 5 Millionen für das Inland bestimmt). Ende 1897 bestanden 204 Stadt-Telephounetzc und 83 interurbane Telephonlinien mit zusammen 97.947 Kilometern Drähten und 24.105 Thcilnehmcrn. Die Tclephonanlagen wurden von den Sprechstellen und Abonnenten zu 85 Millionen Gesprächen und zur Vermittlung von 929.193 Telegrammen benützt. Die nur in Wien bestehende Rohrpost besaß Ende 189? 43 Rohrpoststationen, und betrug die Länge der benutzten Rohrstrecken 50.888 Kilometer. Die Gesammtzahl der mit der pneumatischen Post beförderten Gegenstände belief sich auf 5 Millionen. Das Gcsammtpersonal der Post-und Telegraphen-Anstalten zählte Ende 1897 38.092 (1396 37.069) Personen. Post, Telegraph und Telephon lieferten im Jahre 1897 eine Einnahme von 44,650.851 st. (1896 44,373.724 fl.), welcher eine Ausgabe von 40,705.717 fl. (1896 41,742.829 fl.) gegenüber-stand, so dass sich ein Ueberschuss von 3,945.134 fl. (1896 2,630.895 fl.) ergab. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 18. auf den 19. d. M. wurden zwölf Verhaftungen vorgenommen, und zwar neun wegen Excesses und drei wegen Vacierens. — In der Nacht zum 19. d. M. wurde in das Geschäft des B. Kassowitz in der Ressel-straße eingebrochen, und es wurden gegen 30 fl. entwendet. Der Dieb muss vor der Thorsperre in das Haus gekommen sein und sich dort versteckt haben. — Vom 19. auf den 20. d. M. wurden vier Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vacierens, eine wegen Verbrechens des Diebstahls und eine wegen Verbrechens der Brandlegung, beziehuugsweise des Betruges. Wegen Diebstahls wurde der Handlungsgehilfe B..... verhaftet, welcher seinem Dicnstgeber, dem Kaufmanne G. Ieuniter in der Wienerstraße, Waren im Werte von über 5 fl. entwendet hat. — Am 19. d. M. abends gegen halb 10 Uhr brach im Vertaufslocale des Krämers Jakob Okamftcrle in der Martinsstraße Fencr aus, welches noch rechtzeitig bemerkt und gelöscht wurde. Jakob Otamperle wnrde uuter dem Verdachte, das Feuer selbst gelegt zu haben, verhaftet. Derselbe hatte sein auf 600 st. bewertetes Warenlager und seine Geschäftseinrichtung auf 2000 fl. versichert. —r. — (Aus der Theaterkanzlei.) Heute und morgen werden uns große Kunstgenüsse durch das Gastspiel des l. k. Hofschauspiclers Herrn Alex. Römpler vermittelt. Da die Mitglieder des k. k. Hofburg-Theaters nur zu Weihnachten und in der Charwochc Urlaub erhalten, sind Gastspiele derselben nur in diesen Zeiträumen möglich. Der Vorverkauf für beide Vorstellungen hat bereits begonnen. Wie uns die Direction mittheilt, sind die erhöhten Preife durch das beträchtliche Gastspielhonorar bedingt. — (Stadtmagistrat.) Am 24. d. M. wird wegen des Christabendes beim Stadtmagistrate nur bis 12 Uhr mittags amtiert werden. ** (Schneefall.) Der vorgestrige Regen brachte unserem Hochgebirge eine weit ill die Niederung reichende Menge Schnee. Auch die nachbarlichen Alpen weisen eine ziemliche Höhe desselben auf. Kärnten und Obersteier ist theilweise beschneit. Neueste Nachrichten. Ungarisches Abgeordnetenhaus. (Orlglnlll'telegramm.,! Budapest, 21. December, Der Alterspräsident theilt mit, dass der Abgeordnete Pichler vor Schluss der Sitzung betreffs des Wiener Bürgermeisters und betreffs der Rumänen interpellieren werde. Vor Uebergang zur Tagesordnung richtet der Landesvertheidigungsminister an die Redner der Opposition mit Rücksicht auf die gestrigen Ausführungen Polonyis das Ersuchen, die Wehrkraft in ihrer Gänze oder deren einzelne Facwren in diefen unseligen Wortzank nicht einzubeziehen. Die Abgeordneten können überzeugt sein, dass die Honveds, ihrem Eide entsprechend, immer treu ihre Pflicht erfüllen werden. (Lebhafter Beifall rechts.) In fortgesetzter Debatte in Bezug auf die Präsidentenwahl schließt sich Abg. Narta dem Beschlussantrage Kossuths an. Abg. Karl von Hieronymi erklärt, dass er den Aeschlussantrag des Abg. Kossuth nicht annehme, da er es für ausgefchlossen erachte, dass der neue Präsident nicht unparteiisch semes Amtes walten werde. Der Redner erklärt weiter, er verurtheile wohl die Obstruction, doch mit derselben Schärfe auch die lox Tisza. Es spreche nicht für die zur Leitung der Ge-schufte nöthige Vorsicht, dafs sich die Dinge so weit entwickelt haben, dass man nur zu wählen habe zwischen der Verletzung der parlamentarischen Grundprincipien und der Verletzung der Verfassung. Dies seien die Motive gewesen, welche ihn zum Austritt aus oer liberalen Partei bewogen Hütten, aus jener Partei, welcher er auf dem Gebiete der prattifchen Politik auch weiterhin zu begegnen wünfche. (Beifall links.) Abg. Gajaryi ergreift das Wort. Gajäri vertheidigt die Isx Tisza, tadelt das Vorgehen der Opposition, welche mit illegitimen Mitteln die Bethätigung des Willens der Majorität verhindern will. Die Verhandlung wird abgebrochen. Der Alterspräsident beantragt, anlässlich der Weihnachtsfeiertage Samstag, Sonntag und Montag keine Sitzung abzuhalten. Unter großem Lärm verlangt die Opposition, anch Freitag und Dienstag keine Sitzung abzuhalten. Die Abstimmung hierüber wurde über Wunsch der Opposition auf morgen vertagt. Die Interpellation Pichlers kommt in der morgigen Sitzung zur Verhandlung. __________ Die Affaire Dreyfus. (Oiiglnal'Teltgramm.) Paris, 21. December. Der ehemalige französische Botschaftssecretär Graf Turrene bestätigt einem Redacteur des «Temps» gegenüber den Blättermeldungen, dass Botschafter Graf Münster mit ihm vor Jahresfrist ein Gespräch über den falschen Brief Kaiser Wilhelms gehabt habe. Doch habe ihm Graf Münster diesbezüglich keine ehrenwört-liche Versicherung gegeben, noch auch ihn ersucht, die Versicherung der französischen Regierung zu übermitteln. Graf Turrene bemerkte, die Unmöglichkeit eines solchen Briefes sei aus dem Gespräche selbst her-vorgegangen. Er habe es für feine Pflicht gehalten, durch eine befreundete Persönlichkeit der französischen Regierung eine Verständigung zukommen zu lassen. In Bezug auf die Art der Uebermittelung des geheimen Dossiers an den Cassationshof ist noch keine Bestimmung getroffen worden. Mehrere Räthe der Strafkammer follen geneigt sein, Eszterhazy das freie Geleite zu gewähren. Das «Journal» bestreitct, dass der ehemalige Commandant des Militär-Gefängnisses Cherchemidi Forzinetti gestern abends verhört worden sei, seine Vernehmung werde erst heute stattfinden. Wien, 22. December. (Orig.«Tel.) Der Ackerbau-minister ernannte den Casfacontrolor der Aergdirection in Idria Alexander Seitel zum Cassicr. Berlin, 21. December. (Orig.-Tel.) Es bestätigt sich, dass der österreichisch-ungarische Botschafter Szügyenyi - Marich bei seinen: gestrigen Empfange Seiner Majestät dem deutfchen Kaiser ein eigenhändiges Schreiben Seiner Majestät des Kaisers Franz I°" überreicht hat. Berlin. 21. December. (Orig.-Tel.) Kaiser W'E besichtigte gestern im königlichen Schlosse die "", welche das Officierscorps des Kaiser Franz-M? Regiments Seiner Majestät dem Kaifer Franz ^ zu desfen fünfzigjährigem Jubiläum als Inhaber ^ Regiments gewidmet hat. ^ Berlin, 21. December. (Orig.-Tel.) Die «M deutsche allgemeine Zeitung» schreibt, dass ber ^ wurf des Fleifchbeschaugesetzes soweit fertiggestellt! dass er demnächst dem Bundesrathe zugehen lann. Rom, 21. December. (Orig.-Tel.) Die Kan"^ genehmigte die am 15. Jänner 189? in Wash"^ unterzeichnete internationale Postconvention. -— -^ Beendigung der Budgetdebatte bewilligte die Ka^ ein einmonatliches Provisorium für jene BudgetM. welche vom Senate bis 31. December nicht angenon'^ werden follten. Hierauf vertagte sich die Kanuner zum 25. Jänner. -, Rom, 21. December. (Orig.-Tel.) Die ", zahlreichen Bevölkerung empfangen. Die im HasA^ findlichen Schiffe lösten 21 Kanonenschüsse. Der P^ setzte sodann die Fahrt nach Kanea fort, wo program,, mäßig die feierliche Installierung des Prinzen ^ allgemeiner Begeisterung der Bevölkerung st^^ Bel Uebernahme der Gewalt bat der Pri"i ^ Admirale, den respective» Regierungen den Dan'!' das ihm entgegengebrachte Vertrauen auszudrücken' , Paris, 21. December. (Orig.-Tel.) ^KalN^ Die Kammer hat den Gesetzentwurf betreffs ^ stellung des Zollsatzes für Wein bis zum Gehalte", 12 Graden per Hektoliter mit 12 Francs als M"A tarif angenommen. Die Kammer nahm mit 295 g^s 207 Stimmen ein Amendement des Dep. Vio« ,. wonach die Einfuhr ausländifcher Weine in Fraw'v verboten wird, wenn sie nicht auf den Gefäße" ^ unverwischbare Marke tragen, die das Ursprung bezeichnet. Der gesammte Gesetzentwurf wurde 477 gegen 55 Stimmen angenommen. Valparaiso, 21. December. (Orig.-Tel.) Die la^ dauernde Ministerkrife wurde gestern beendet. Das E^ ist nunmehr folgendermaßen zufammengesctzt: ^ Walker-Martinez Präsidium, Ventura Viel NB". Carlos Zapata Justiz, Rafael Sotomayor Fi"^'< Carlos Lubercafeux Krieg und Arturo Ales!"" öffentliche Arbeiten. ,^ London, 21. December. (Orig.-Tel.) Im.^ borough-Hause fand gestern unter dem Vorsitz^ Prinzen von Wales eine Versammlung statt, an »^ Salisbury, Nosberu und andere hervorragende ^ sönlichkeiten thrilnahmen und auf deren Tagesold>^, die Berathung über die Mittel und Wege zU^ kämpfung der Schwindsucht und Tuberculosc >' >! Es gelangte die Mittheilung zur Verlesung, dc>>^ .^ südafrikanische Firma es übernommen habe, in ^ s, eine Schwindsuchtsanstalt zu erbauen und emzur>^ Die Kosten sollen sich auf 20.000 Pfund A"' belaufen. . ^ Bukarest, 2l. December. (Orig.-Tel.) M^ gestrigen Empfange der Abordnung der Deputy Kammer, welche dem Könige Carol die in ErllM . der Thronrede all ihn gerichtete Adresse der Ka> ^ überreichte, dankte derselbe zunächst der Aborv ^ freundlich und sagte sodann: «Nach UebeNv»' . mancherlei Schwierigkeiten ist es Rumänien gA ^ eine bedeutende Stellung unter den europäischen ^t zu erlangen und sich durch eine weife und vorp > Politik die allgemeine Achtung zu erringen. ^^ zielte Erfolg legt uns die Pflicht anf, unalw... daran zu arbeiten, uns auf der erreichten Höhe ^, halten. Unfere erste Aufgabe mufs es dahel ^ die günstige Beurtheilung unferer finanzielles.^ zu behaupten, welcher wir durch die Help ^ eines genauen Gleichgewichtes zwischen bett ^ nahmen und den Ausgaben des Staates th ,./ geworden sind. Ich constatiere mit lebhaftem VeO ^ dass Sie von dieser Nothwendigkeit ganz ,. ^ drungen sind und dass Ihre volle Aufmerksam^ .^ die Aufrechthaltung des Gleichgewichtes im Blldß^l richtet ist. Nicht minder freue ich mich über d>e ^ sorge, welche Sie für die Förderung des ^^^ Unterrichtes in den praktischen Disciplinen an ds „si legen, wodurch die junge Generation die ^.'5 erhalten soll, eine umfassendere Entfaltung ^ ökonomischen Mittel zu sichern. Ich hege die ^ zeugung, dass die Deputiertenkammer, v"U i^ gesunden Grundsätzen geleitet und von dem "^ beseelt, die Gefilde Rumäniens wohl bestellt A^'^ der Erwartung des Landes und meinen 2"^ enftprechen wird. Ich danke Ihnen, meines Deputierten, von ganzem Herzen für die ^w^, bare Treue, mit welcher Sie sich um b^^ie^ scharen, und für die heißen Wünsche, welche .^s Königin, mir und der königlichen Familie übertw ^^bachn Zeitung Nr. 291 _____________________________ 2377___________________________________________22. December 1896. Vukarest, 21. December. (Orig.'Tel.) Der ehe- y/lge Finanzminister Cantacuzeno, welcher vor zwei «^!"ten krankheitshalber seine Demission zu geben ge« ^y'gt war, ist heute gestorben. ^ «ukarest, 21. December. (Orig.-Tel.) Das Ab- en des ^ehemaligen Finanzministers Georg Canta- zeno ruft im ganzen Lande allgemeine Trauer her- !ln ^^ Bukarest tragen mehrere Häuser Trauer- ^ Brisbane, 21. December. (Orig-Tel.) Wie aus ^'Guinea gemeldet wird, wüthete an der dortigen zu? ^" verheerender Sturm, wodurch viele Schiffe - Mlde gegangen und zahlreiche Matrosen ums Leben Mumien sind. h, Yokohama, 21. December. (Orig.-Tel.) Das Gesetz, .^Ulch hie Grundsteuer erhöht wird, wurde im Re-^kntantenhause angenommen, nachdem das Mini- llini den von den Liberalen vorgeschlagenen Ergan-!ii3" zugestimmt hatte. Auch das Haus der Pairs >te das Gesetz annehmen, v Washington, 21. December. (Orig.-Tel.) Im ^Msentantellhause bekäulpfte Williams (Mississippi), ^lnollat, die Einverleibung der Philippinen, obgleich H> "lcht die Rückgabe derselben au Spanien wünsche, kin^ ^^ Philippinen ihre Angelegenheiten nicht selbst ^ ^en könnten, so würden sie unter den Einfluss 'Mnds, Frankreichs oder Deutschlands fallen. Eine h./,^ Lösung der Philippinenfrage bestünde im h^°ufe der Philippinen an England. (Lebhafter Verstorbene. ^«^ 20. December. Ursula Iajc, Private. «1 I.. " ssir, ,l. lr. fl. lr" fl. tr^ »°^"pr, ino kß 10 50 10 80 Butter pr. Kilo. . - 35------- hl« » 8 50 6 60 Eier pr. Stück . . - AZ------- tzch, » 7 50 7 li0 Milch pr. Liter . . - 10------- M. ^ ' 6,50 6 20 Rindfleisch pr. Kilo - 64 —^— Mn^ " -!-------" Kalbfleisch . -60------- bits, » 8 50 8— Schweinefleisch » —,56------- ill,.,, » 8 50 7— Schöpsenfleisch . —36------- ltbW » 6 50 6'— Hähndel Pr. Stiick - 45------- '»sen c. ' ^-------!" Tauben . _ 17------- M." beltoliter 12----------- Heu pr. «i . . 178------- D°I» ' 1^--------Stroh »..160------- z>!^. » 10----------- Holz, hartes pr. ! Kch^°lz Kilo ->96-- Klafter 6 80--V"eschn,alz. . 75 - - - weiches, . 5j----------- ^ «.^'^ » 68------Wein,rolh.,pr.Hltl. ii4----------- . «erauchcrt » — 70------— weißer, . M----------- ^Pöt der k.u.k.Generalstabs-Karten. ^stal, 1. 75 000. Preis per Vlatt 50 lr., in Taschenfonnal ^ auf Leinwand gespannt 80 lr. ^»Kleinmayr H Fed. Hambergs Kuchhandlung ^ in laibach. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehtthe 306 2 m. _______H ! »"F > « ,____________j__________j "- „, ii U.Vi. 736 5, » 2 Mil. mMg heiter "^ 9 . Ab. 739 0 ! -1 7 NO. stark heiter________ 22 1 7 U. Mg. i 742 0 , -2-6 j 3iO. starl , heiter > 0 2 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 0 1', um 2'3" über dem Normale. Vor 9 Uhr abends lurz andauerndes Schneegestöber. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowslv Ritter von Wissehrad. Fandestyeater in Aaivach. 51, Vorstellung. Ungerade. Donnerstag den 22. December Erstes Gastspiel des l. l, HofschauspielerS Herrn «lle^. Nvmpler vom l. l, Hofbiirssthcater in Wien. Der Erbförster. Schauspiel in fünf Auszügen von Otto Ludwig. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 55. Vorstellung. Gerade. Freitag den All. December Zweites und letztes Gastspiel des t, l. Hosschauspielers Herrn Uler.. Nömpler vom t. l. Hofl'urgtheater in Mien, Niobe. Schwan! in drei Acten von Harry Paulton und C.A. Paulton. In freier Bearbeitung von Oslar Vlumenthal. Wie allgemein bekannt, sind Nichters Anker-Stembaukasteu der Müder liebstes Gpiel. Tic sind das einzige Spiel, da« die llufmerlsamleil ber Kinder dauernd fesselt und daS nicht »ach einigen Tagen schon in die ltcle gestellt wirb. Nie sind darin» das billigste Gescheni und ihrei dol>en erzieherischen Wertes und ihrer gediegene» Aus« führung wegen zugleich auch daö vornehmste Oeschenl. Sle si»d überliaupl da« Beste, was ma» Kindern als Spiel- »nd Vejchästiguiigsülütcl schenlen lann. Der neue «asten «r. 2«, Inhalt- ^!5,«l Anlcr-Äausteinc. 14Vurlagc^ ycjte, l l Lchluttlil'ste, 10Älall figure», 11 Einpaclvorlagen, !i Vniüdpläne usw, Preis: 177 kronen, ist ziueifcllo« das ' großartigste Geschenk, das man ilinder» machen lann. 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Wilhelm'8 Kräuter-Saft „Marke Schneeberg" nach ärztlicher Vurschrift auö den heilsamsten, frisch gepresöten Kräutcrsäften erzeugt und vielfach verwendet. Dieser Saft hat sich nach Ueberzeugung der renommiertesten Aerzte auf eine außer« ordentlich ssiinstige Weise, namentlich bei Husten, Heiserkeit, Vchnnpsen, Vrustbctlemmung, Verschleimung, Echwer-alhmigleit, Hciteustechen ?e bewährt. Viele Abnehmer bestätigen, es sei ihnen dieser Saft unentbehrlich geworden und nur diesem Mittel hätten sie Linderung und ruhige Nächte zu banlen Besonders empfehlenswert ist dieser Snft zu katarrhalischen Affectionen disponierten Individuen bei rauher Witterung, bei Nebeln als Präservativ, besonders bei Reisen während rauher Witterung. Er wirkt auf die entzündliche Schleimhaut des Kehlkopfcs, der Luftröhre und ihre Verzweigungen (Bronchien) rcizmildernd und lräf!igend, befördert, indem er in der Nruft das Gefühl einer sanften, wohlthuenden Wärme verbreitet, den Auewurf, leitet Congestionen von diesen Theilen ab und löst venöse Stockungen im Unterleib, ohne die Verdauung zu beein-trächtigen, die er durch die beigemengten mild »aromatischen Bestandtheile vielmehr stärkt und kräftigt. Bei seinem angenehmen Geschmacke ist er nicht nur Kindern angenehm und nützlich, sondern alten, vresthaften, lungenkranken Menschen ein Bedürfnis, öffentlichen Rednern und Sängern ein willkommenes Mittel gegen umflorte Stimme oder gar Heiserkeit. Man nimmt davon bei leichten katarrhalischen Affcctionen täglich morgens und abends, jedesmal eine Stunde vor oder nach dem Speisen, einen bis zwei Esslüffcl voll lauwarm und steigt nach einigen Tagen mit der jedesmaligen Gabe auf drei Esslöffel. In langwierigen, veralteten Fällen nehme man je zwei Esslöffel voll täglich drei« bis viermal, nämlich morgens und abends, wie oben angegeben wurde, und außerdem eine Stunde vor und drei bis vier Stunden nach dem Mittagsmahle. Kinder unter einem Jahre erhalten davon jedesmal einen, ältere zwei bis drei Kaffeelöffel voll. Die Diät während des Gebrauches des Wilhelms Kräuter-Saft «Marke Schneeberg» besteht in leicht verdaulicher, vor» züglich frischer Fleischlost mit Ausschluss aller geistigen Getränle >und Vermeidung gewürzter, saurer und blähender Speisen. Preis einer Flasche sammt Gebrauchsanweisung 1 fl. 25 lr. ö. W. — Die Emballage in Kistchen wird mit 20 lr. berechnet. Post» colli mit N Flaschen gegen Nachnahme von 5 st. franco jedeS Postamt der österr.. ungar. Monarchie. Allfällige Bestellungen werben schnellstens effectuiert. Nur allein echt erzeugt von Kranz Wilhelm, «potheler in Neunlirchen bei Wien, woselbst die Bestellungen zu machen sind. (3816) 9—3 Course an der Wiener Mrse ^g^ 21. December 1898. «««dem Mc««^ CourMatte «». . V«lb wan »/.5 "»'Anlehen. ^»."Aulchc Nente in »toten „.<«», k,A^ai'0i«vf!nl>er , . . Wl 1i> l0l 3i ..tz< ?>""rz, Februar Anw'st "' " '" "" Hn^, ^>. Npril.LVtulier "'l« "'30 H^ U° Ewalde 2,.o st. »6S'?ü ,W?b l>t N" " nanze 50«, st. "l»bU i^-?b >l/«taatilose ,«„ n il»3 bl) »U4 5u '""-Piandbr.' 5 'lw st. "S »a trifA',!l> in Nronenwähr., ^«s."° per Ultimo . . lUl üll l01?U «lt z^" I,westi!lu„8,Rente "^ lllnnen Num, . . Sd 05 «a 2Ü '"''b.td """"' H^U''ür'H'st"^.^^N«.0 xkUirs U^" "> «conenw. ^'/.»/'"Udwt!« 2W st ü. W *"b»«,.V.,unsI.UM, >5 5<> Tlisabrüibahn, <«0 u. 2000 M. ssr0 Gllli^ilche Karl-Ludwig.Bay», diverse Stücke 4°/„ . , . . W 30 SS 80 Vowllberger Bah», n. l«84. dtu. bto, per Ullimo . . . . l,9 35 lü>> ll> dtl). Nenle in Krunenwähr,, 4"/„ slruersiei fur2l!«,ttlonenN»in, »?'?? »? »<> 4"/„ dtll dtu, per Ultimo , . 9?'7<» »? »i> dtu «t, !t «II, Gold l<1!> >!,, 4'///^ «s?b »«^ü bli,', dto. Silber l»U sl,. 4>/,"/. 11» 7« »2N 40 dto, Staalö Oblig, (Ung, cl!l>.) v, I. »87». 5"/„..... »20 «0 llll'SU bto, l'/,"/^cha»lre,ial-Abl "Odl »«,>- l«l - ThciszReg.-Los« 4»/» 100 fl, 138 - '3><'75 Hrundenll.« Obligationen (für ,00 fl. «Vi.). 4»/, «»«aiischc (10« fl 0, W.) 95^U l"S 4" 4°/, lruatlschc und slavonisch« ^'-^ "'— ßnde« 'offen!!. Znlthkn. Donau.Ntg.Lose »«,... . . . U0 —1»l . blo. .«»leihe 187» . . 10? ö» «N» »< Nnlehen der Stadi Mrz . . 11»^ - —'- Vnleyen d. Etad!> em,'indt Mie» <>» «3 <^4 l0 «lnltytl« b. Stadlgriucinde Wien (Silber ober V»lb) .... ii?5 7l> »«ld Ware Pftndbrleft (für 1N0 fl.). «odcr alla «st, '— 9» — b? Pram -Zchldv, S«/«. I, Tm. 1,9 75 1-lO,." N -?stcrv, Laxde« HYP-Anst, 4«/. U9 80 100 «0 Oe«-una, V«"l verl.'"/, - - 1W w lUI 1U bt° dl° ".jälir. ., 4°/, . . 100-1U wi ia Lpa«alle,l.est„UuI.d'/.°/°vl. lObbu -- frloritälschbligaliontn (sür l<»u sl,), ss,rbI»ai!t>H Nmdbahn Vm, 188S ,n» ,0 10« lu LeNerr ^md,uestbahn . , - 119 l.0 1!O 5» 2ia^«l>,i!,n^^ssrc«.l)U0p,St. 22«-- -'- LÜdl)al)N ""/,> ü ssrc«. bU» P, Ht. l79 75 '8^,7« b»u l,"/„k!>!i0sl,p. lUUfl. 1i!ü ü0i»ü^ Una aali; «ah»..... 1U525 los 2h F>/, Untettllline», Vahnen . . 995U 1»U - Danl,.Alti»n (per Stück). «,.al°-0cst. Banl 20« sl,«««/«». '«'»» '« " «anlvelem. Wie.u-r. 1"« fl. . "< ^b 2N4 7. Vobcr,«"st„Oes!„!i0'»sl2,«»"/, <«5 -4^7- Crdt -Anst, s, Hand, », G, l^n st, -'— -'- bt° dt°, ptl llllinw Lrptbr. 3^,9 ,0 3»<1 - «rebitbanl. Nllss, »»«,, 2l>" fl. . ^ - 3»! - Deposlienl'mil. ÄNss.. »00 fl, . ^l - l!»» - «Rumple «es,. Ndrüst,, 50« fl. 740'- 74«' Niru- u, llasseüv, Wiener, !i<>!>f>. »«»-- »«l,- - bi>p°ll!eIb..Oest,.2M)fl,2e'''/««. »1' - »3 Underbanl, Otst,. 2W fl. - - "2v-o Ä»3- . vesterr.unzar, Van», «00 fl. . 9l6 - v, i - Unionbanl »A> N..... W2 > - »94- - »eld Ware Hctien von Transport» Unttlnthmungen (per Stück), «lufstg-Tepl. Eisenb. 800 si. . >»»04' 8 »0hm. «»rdbalin lä» fl. , . «4-— »»z-— Vnschtichradcr Pran'Dilxcr Eisenb. <50 sl. E. . »» - «9 - Staalseisenbahn 200 fl. S. . 364 »5 3«4 ??> Südbat,,! U<»0 fl, V. . . . , S4'- S< öU Eüdnordd, Verb,'«. 20« fl, CM. 20? ?«> L08-?t, lramway Oes.,Wi,170fl,0,W. —'— - — dto, Vm, «»87. 200 fl. . . 54? — »49-— Tramway Ges,, «eueWr., Prl»< rltHt«°Aeti«n 100 fl, . . . N9?»l2<1'?! Ung,-ssa!lz, Eisenl>,200sl, Silber »1l4 - l!5-— «gybler Lisen' und Stahl'Inb. i» Wien 100 fl..... SL oN 93 50 i!w-Leis,li, Erste, 80 fl. l»0 l»? 90 „Elbemühl", Papiers, u, V.-V. «>)-— 91'- Liest»»« «raurrei 100 fl. . . »69 - 1?«-'0 Montan Gfsclllch,, Ocst. »alpine »99 ?ü 200 2ü Präger Eisen I»b,-Oes, 800 sl. s?4-- 97? — Kalao-Tarj. Steinlolilen «0 fl. ayz — Nü>« — „Schl»gl«übl", Papierf, »«oz-. O«lb «o»e »rifailer «oblenw.-Ves. 70 st. «7?-—,?9 — Wasfenf..«.,O,st,ln Wien.ionfl. <9l! - ,94>— WaagoN'Lellmnst,, «llg.. <»P«st, «U fl......... 8«—««« — «Lr. Uauaesellschaft l00 fl. , . o« — »o? — Wleneiberaer Ziegel>«ctvfl,LM. i?,,-. ,«<»_ vsener llosc 4« fl..... «« zl, «^,zh Palffy-Lose 4U fl, CM, , , . 55.. 84.__ NulüenNrenz, Oest,Ges,u,,10fl. i9__ zg,__ Notl,en Krenz, Una Oes >,bfl. 104« ,! l0 «»dolph'Uuse l(» fl, . . . 2l,-l»0 2«.z„ Gain, Lole 40 sl. llM, . . »g.^o 57, .^ Et, Ge„oi«.Lose 4« fl, z «!>s Denlsche !1!eicl>sba!ilnuten . . »8 97, ^3 u> Italienische Äanlnoten . . , 44 »<> »»4^ P»p!»l.«ub«l ...... l »7.,»»-?«"