Mbacher W Zeitung. Nr 1. Priinllmetlliionsprei«. Im (lomploir nanzj. ft, l>, ball>j, fl. 5, 5><», ssllr die HuNcllunss iü» Hau« halbj, l>« t>. Mit bci Pof! ganzj, ss, >5>. balbj, ? 5l», Mittwoch, 3. Jänner. Instrtion»glbiir: Für lltwl Inserate bi» z» 4 feilen Ll» lr,, glotze« Pr, Zcile e lr,; bei ofteien Wicdelholunsstn pr, Zeile ,1 lr. 1N78. Amtlicher Theil. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Oberlehrer in Hcrmagor Christian Krenzer zum Bezirksschuliuspettor für den Schulbczirk Hermagor in Kärnten ernannt._______ Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Nealschnlprofcssor Heinrich Zavagna zum k. k. provisorischen Bezirtsschuliuspektor für die Stadt Trieft ernannt. Der Handelsminister hat über Antrag des Exc-cutivcomit!: der Centraltomniission in Wien für die Weltausstellung 1878 in Paris den k. k. Sectionsrath Anton von Pretis-Eagnodo und den k. t. Re-giernngsrath, Professor Dr. Emil Hornig zu österreichischen Kouimissären für die bezeichnete Ausstellung ernannt. Am ::0, Dezember 1877 wurden in der f, l. Hos und Staat^drnclrrei in Wien die italienische, böhmische, polnische, ruthenische, slovenischr. lroatischc und romanische Ausgabe der aul ^!>, November und I, Dezember 1877 vorläufig blos in der deutschen Angabe erschienenen Stücke XXXVI und XXXVII des NeichsssescMattes ausgegeben und versendet. Das XXXVI. Stück enthält unter Nr. 101 die Kulidmnchung des Finanzministeriums vom IKten November 1877, betreffend die Errichtung eines Neben» zollamtcs erster jllasse iu, Eisenbahnhose zu Eisenstein nnd Unlwandlung des Ncbeuzollamtcö erster Klasse zu Eliscnthal iu eiu Nebcuzollantt zweiter 5llassc; Nr. 102 die Verordnung des Ius>izmimslcsi»,ns vom 1«, November 1877, wodurch die Einbeziehung des Gemeinde gebiete« von «Äroß Icdlcrsdorf in den Sprengel des Ge-wcrlicgcrichtes in Wien für die Maschinen- und Metall-Warenindustrie verfügt wird; Nr. lO'l die Verordnung des Finanzministeriums vom 19. November 1877 wegen Ermächtigung des l. t. Ncbcnzullamtes erster Klasse am Vahnhofe zu Raizcnhain zur »ustritts-bchandlung von Zucker; Nr. 104 die Verordnung deö Iustizmiuistcriums vom 20. November 1877, betreffend die Verlegung des Amtssitzes des Bezirksgerichtes von Zassow nach Radomysl. dann die Zuweisung mehrerer Gemeinden aus diesem Gerichts bezirle zu jene», von Pilzno in West Galizicn; Nr. 105 die Verordnung des Ministeriums des Innern im Einvernehmen mit dem Handelsministerium vom 20 November 1877. mit welcher eine Erläuterung zu der Verordnung vom 2 Juni 1877 (N. G. Nl. Nr. 4!l). betreffend die Verwendung farbiger Papiere als Emballage für Gc-nuszmltlel, erlassen lmrd; Feuilleton. Die Todten des Jahres 1877. Was die ersten Novembertage der Christenheit, sind die letzten Tage des Dezember dem Journalisten: Gedenktage an die Verstorbenen. Noch einmal läßt er die Todten des Jahres Revue passieren, jedoch nur kurz, kaum mehr als den Nameu nennend; der Raum gestattet nicht, ausführlich zu werden. Bei vielen nnd gerade bei den Liebsten reicht ja schon der Name hin, um ste im Gedächtnis wieder lebendig zu macheu. . Deu Vorrang — schreibt die „Deutsche Htg.", der Wir die nachstehende Revue entnehmen — lassen wir, wie im Lebeu so auch im Tode, deu Regenten und fürstlichen Persönlichkeiten. Das heimische Herrscherhaus hatte in diesem Jahre teiueu Todten zu ^beklagen. Das preuP^Königshaus verlor die populäre „Prinzessin Karl Schwester der Kaiserin Augusta nud Chef des 1. westfälischen Kürassierregiments. Das sächsische Königshaus verlor die beiden Königin Witwen Marie Leopoldine und Amalic. Württemberg hat den Tod des vultslhümlichen. erst zn beklagen; Hessen verlor semen Großherzog Lud-wig III,: Holland die Königin Sophie. Vom russischen Kaiscrhause starb, außer einem zweijährigen Großfürsten, Prmz Scrgel v. Lenchtrnberg, der am 24. Oktober vur Rllstschuk durch eine Türkcntngel da-hingestreckt wurde. Feruer starb noch von fürstlichen Persönlichkeiten der Feldmarschallicutenant Prinz Wasa 7« Jahre alt. Der Klerus hat im ablanfenden Jahre folgende Streiter verloren: die Kardinäle Sforza, Capalli/ Pa-trici. Luigi Vanicelli und de Angelis; die österreichisch, uugarischc'n Bischöfe Vitezic und Olteanu; den Ordens-Provinzial der Barmherzigen Brüder in Wien, Pater Nr. 106 die Verordnung des Ministers des Innern vom 25sten November 1877, betreffend die Abänderungen der öfter» rcichischeu Arzneitare Das XXXVII Stück enthält unter Nr. 107 das kaiserliche Patent vom 25. November 1877, betreffend dir Einberufung des Istrianer Landtages. („Wiener Zeitung" Nr, 297 vom !i0. Dezember 1877.) Nichtamtlicher Theil. England als Friedensvermitiler. Das wichtigste Ereignis, das uns die letzten Tage des abgelaufenen Jahres brachten, war die Meldung aus Loudun, daß der Sultan nunmehr England formell um die Friedensvermittlung beim Zaren angegangen uud daß England diese Mission ans sich genommen. Die Entwicklung der Orientkrisis ist dadurch bei einem bedeutsamen Wendepunkt angelangt. Ans das direkte Einschreiten Englands wird man in St. Petersburg wol mit- positiven Friedensbcdingnngen herausrücken müssen. ' Daraus wird sich nothwendig ein klarer Standpunkt fü'r" England zunächst, aber auch für die übrigen an der Lösung der Krisis mitinter-cssiertcu Mächte ergcbeu müssen. Die nächsten Tage dürften interessante Aufschlüsse bringen. Ein Telegramm der „Agencc Havas" deutet die Motive au, welche Eugland zur Uebernahme der Mediation bestimmten. England hat den Frieden im Auge, wenn er möglich- andernfalls würde der Mißerfolg der Mediation die öffentliche Meinung Englands ein-müthig für den Kriea, stimmen. Das Telegramm eon-staü'ert, das; der englische Hof und das englische Volk bereits mit den: Gedanken einig seien, daß von nun an eine kräftige Action nothwendig sei, um die offen bedrohten englischen Interessen zu schützen. Die Königin Victoria habe sich in einem Schreiben an den Earl of Vcaconsficld fchr bündig über diesen Punkt ausgesprochen und betont, daß ein vollkommenes Einverständnis aller Minister über ciue so ernste Frage nöthig sei. Das englische Kabinett werde Subfidieu verlangen; werden dieselben verweigert, so würde es das Parlament anflösen, damit die Wähler selbst über die Frage ihr Urtheil abgeben. Eine beträchtliche, in Indien bereit stehende Armee könne im April nach Europa transportiert werden. Die Botschaft der Königin zur Eröffnung des Parlaments werde erklären, England könne kein Arrangement im Oriente ohne feine Mitwirkung zulafsen, besonders wenn dasselbe Dismas Kcmcnarik; den Domherrn Eolumbus; dcu Abt Komaromy; den Kaplan in Hall, Sebastian Ruf, der als Schriftsteller bestens bekannt ist uud, ttli Jahre alt, mit einem Buch in der Hand starb. Ferner gingen zur Nocls^iü tl-inm,>lüin8 ein: der Bischof von Ver-failles; Mabille, Mac Mahons Beichtvater; Bischof Kettcler von Mainz; Bischof Ladone von Nevers; Prälat Kuzmian, das Haupt der Ultramontanen in Pofcn; Jakob Roofcvelt-Bayley, Erzbifchof von Baltimore und Primas von Nordamerika; Erzbischof Gregor von München nnd Sophonia. Erzbifchof von Turkestan. Der Gcbnrtsadel verlor folgende Mitglieder: Graf Ladislans Pergen, Obersthofmeister der Kaiserin Maria Anna; Graf Emanurl Zichy; Graf Leopold Thun; Graf Brenner Enkevoirth, Führer der landständischen Opposition in Oesterreich im Jahre ltt^l«; Georgine, Fürstin zu Oettingen; Graf Paul Eszter-hazy: Graf Ferdinand Spiegel; Graf Georg Karoly und Fürst Richard Khevenhüller-Metsch. Zwei Mit-glieder der Aristokratie, die Gräfin Schaaffgotfchc in Berlin und Gräfin Auersperg in Laibach, endeten durch Selbstmord. Das Militär hat zahlreiche Kämpfer eingebüßt. Oesterreich verlor: FML. Iüptncr Freiherr v. Iohn-storff; FZM. Baron Jacobs v. Kantstein; FML. Freiherr v. Grneber; FML. Minntillo. Von preußischen Generalen starben: General der Kavallerie von Mannstcin; General Feldmarschall v. Steinmetz, General Freiherr v. Eamistein nnd endlich der General-Feldmarschall Graf Wrangel. Frankreich verlor den General Ehangarnier, der die Eapitnlation von Metz abgefchlussen hat, und den General Anrelles de Paladines, einen der wenigen französifchen Generale, die im Kampfe mit Dentschland einige Erfolge aufzuweisen hatten. England verlor die Admirale: Sir Edward Belcher. Sir Henry Eodrinaton und den General die Verträge modiftciert, bei welchen es contrahieren-der Theil war. Die englifchen Blatter erklären fast einstimmig den Schritt des Sultans als höchst weise und würdevoll; sie glauben, die Pforte tonnte nichts befferes thun, als ihre Sache absolut in die Hände Englands legen. Die „Times" meinen, der Entschluß des Kabinetts, die Mediation zn acceptierrn, sei die beste Erwiderung auf die Gerüchte von Kriegsgelüsten der Regierung. Die „Morning Post" sagt, die Aufgabe, welche die Regierung übernahm, die durch trine Basis für die Regelnug der Frage behindert ist, involviere nichts weiter, als die Bereitwilligkeit Rußlands, Un-tcrhandlnngen anzuknüpfen, auf die Probe zu stellen; die Friedcnsbrdingungen bleiben einer späteren itrwä-guug vorbehalten. In England dauern indeß die Demonstrationen für die Beibehaltung der Neutralität fort. Die Arbeiter'Friedensgefcllschaft hat dem Earl von Derby folgende Petition übersendet: „Die kriegerischen Gerüchte, welche während der letzten wenigen Tage cir-cnlicrtcn, sind dazn angethan, die größten Besorgnisse auf Seite der Arbeiter!laffen zu erregen. Ihre Aeußerungen zugunsten des Friedens bei verschiedenen Gelegenheiten machen uns Arbeiter kühn, Eure Herrlichkeit ernstlich zu ersuchen, keine Anstrengungen zu scheuen, um uuscr Land vor irgend einer Betheiligung an dem gegenwärtigen fürchterlichen Kriege zu retten, ausgenommen, was eine Mediation zwifchen den käm-pfcnden Parteien zu dem Behufe betrifft, denfelben so bald als möglich zu einem Schlüsse zu bringen." — Auch der gewesene Ministerpräsident Gladstone führte in einem Schreiben an den liberalen Verein zu St> rubel fiel bis um 40 Perzent herab und zugleich wurden alle Lebensmittel theurer; die Chauvinisten beruhigten sich, der Trommelwirbel verstummte. — Aber was weiter, bis zu welchem Maximum kann der Preis unserer Lebensmittel steigen, bis zu welchem Minimum der Papierrubel fallen? Eine vollkommen genaue Antwort auf diese Fragen zu geben, ist unmöglich. Aber man kann auf Facta hinweisen, die diese Antwort geben. Aus dem Rechenschaftsberichte des Reichscontroleurs ist ersichtlich, daß im Jahre 1876 die Steuer-lückstände bis auf rund 2 8 Millionen gewachsen sind. Aus dem Berichte des Moskauer Kommerzgerichtes geht hervor, daß die Passiva bei allen Bankerotten sich belaufen: 1874 auf 5 3 Millionen in 68 Füllen; 1875 auf 10 9 Millionen in 56 Fällen; 1876 auf 31 5 Millionen in 113 Fällen, d. h. die Summe der Zahlungsunfähigkeit beträgt im letzten Jahre dreimal so viel als 1875 und sechsmal so viel als 1874." Die „Russische Revue" weist dann noch darauf hin, daß viele Bankerotte dem Kommerzgerichte nicht offiziell bekannt sind, da sie durch gütliche Vereinbarung der Betroffenen entschieden seien, daß die Summe der Äank-billette von 750 auf circa 1000 Millionen gestiegen ist, endlich daß infolge des Mihlingens der auswärtigen bpcrz. Anleihe die Emission der Bantbillette wol noch gesteigert werden wird, und kommt zum Schlüsse, daß dem Fallen des Papierrubels gar kein Ziel gesetzt sei, namentlich wenn die zu erwartenden Ernten des kommenden Jahres schlecht ausfallen und der Krieg noch lange fortdauern sollte. Bom Kriegsschauplatze. (vom Cvezialberichterftatter der..«aibacher geitung.") Plewna, 20. Dezember. Trotz des anhaltenden Schneesturmes und der dadurch enorm erschwerten Communication kam doch heute seit langer Zeit wieder einmal eine Post aus Rumänien an, brachte uns aber außer der wenig tröstlichen Nachricht, daß der gesammte Post-, Eisenbahn-und Telegrafenverkehr eingestellt ist, weiter auch nichts nennenswerth neues. In Bukarest bequartiert man die eintreffenden russischen Verstärkungen in Privathäusern, während die großen Kasernen sämmtlich leer stehen, und an einem der vergangenen Tage brach sich eine 1000 Mann starke Nachschubcolonne, welche man über Nacht auf dem Bahnhofe lassen wollte, selbst Bahn, zertrümmerte sämmtliche auf den Perron mündenden Thüren und machte sichs in den Wartesälen bequem, ohne daß es einem Offizier nur eingefallen wäre, dagegen aufzutreten. Angeblich soll Fürst Karl vor der Abreife des Kaisers diesem die Bitte vorgetragen haben, einen Theil der rumänischen Armee für die künftigen Operationen dem russischen Avantgardecorps einzuverleiben. Der Kaiser soll prinzipiell auf dieses Verlangen eingegangen sein, überließ jedoch, wie man sagt, dem Großfürsten Armee-Oberkommandanten die weiteren Verfügungen. Von Nikopolis, wohin Fürst Karl zum Empfange der Deputation der gesetzgebenden Körper abreiste, soll derselbe vorläufig nicht Hieher zurückkehren, sondern sich direkt nach Bukarest begeben und dort kommenden Montag oder Dienstag eintreffen. Ueber die Verwendung der rumänischen Armee liegt seit heute Mittag ein offizielles Programm vor, demzufolge sich schon innerhalb der nächsten Tage zwei Divisionen gegen Widdin in Marsch setzen, um die Festung im Verein mit den bereits bis Berlowaz vorgeschobenen russischen Truppen einerseits, sowie dem von Oberst Horvatovit kommandierten serbischen Overa-! tionscorps andererseits zu cernieren. Eine Division, welche mit der Escorte der Gefangenen nach Rumänien abgegangen ist, hat augenblicklich noch keine Bestim- mung, dürfte aber, da die Divisionen im allgemeinen einen kaum 7000 Mann übersteigenden Effektivstand besitzen, die erstgenannten zwei Divisionen unterstützen. Die letzte der bisher auf dem Kriegsschauplatze in Bulgarien anwesend gewesenen vier rumänischen Divisionen endlich wird als Garnisonstruppe verwendet und m Plewna, Nitopolis, Rachowa, Ciben und Lom-Palanka vertheilt. Nach einer anderen Version soll die mit den Gefangenen nach Rumänien abgegangene Division definitiv im Lande bleiben und die Donaulinic von Giurgewo bis Kalarasch besetzen, da man sich russischerseits mit der Hoffnung trägt, das Zufrieren der Donau abzuwarten, um unterhalb Rustschuk, bei Olteniza und oberhalb Silistria zu gleicher Zeit den Uebergang zu forcieren. In Kalafat steht außerdem noch eine fünfte rumänische, die sogenannte Reservedivision, welcher die Aufgabe zufällt, die Cernierung von der Landseite zu unterstützen. Die Rumänen tragen sich zweifellos mit großen Hoffnungen und sehen heute schon im Traume chre Tricolore auf den Mauern der türkischen Donaufestung. Wenn auch die gegenwärtige Jahreszeit die einzig günstige ist, die einer Cernierung Wiodins infolge des die Festung umgebenden sumpfigen Terrains bedeutende Erleichterungen verschafft, so ist andererseits nicht zu vergessen, daß eine Festung von dem Range Widdins ernstlich belagert sein will, und da gehören wol andere Truppen dazu, als einige Doro-vanzenregimenter, welche zwar unter Umständen ihre Schuldigkeit thun, aber deshalb noch nicht Anspruch machen können, als unüberwindlich zu gelten. Die Unterstützung Serbiens ist gar nicht in Betracht zu ziehen, denn dessen Armee ist, eingedenk der lebten Ereignisse, beim ersten Kanonenschusse außer Schußbereich, und da endlich weder ein Belagerungspark vorhanden, noch der rumänische Generalstab Eigenschaften besitzt, die große Erwartungen rechtfertigen dürften, so dürfte es überhaupt nie zu einer ernsten Action kommen und den dort stehenden Truppen überhaupt nur die Aufgabe zufallen, die Garnison der Festung im Schach zu halten. Noch immer hat die Furie des Schneesturmes nicht nachgelassen, und in dem Maße, als sich täglich die Fälle wiederholen, wo zahlreiche russische Soldaten der Umarmung des treuen und so lange ersehnten Alliierten unterliegen (von gestern allein kenne ich 17 Todesfälle durch Erfrieren), in demselben Maße werden die armen Gefangenen leiden, die gegenwärtig unterwegs sind. Namentlich dürfte die so plötzlich eingetretene Kälte unter den Asiaten, deren Osman Pascha viele unter seinem Kommando hatte, zahlreiche Opfer fordern, da die Bekleidung eine sehr mangelhafte ist, die Etappcnstationen sehr weit auseinander liegen und kaum in der Weise vorgesorgt worden sein dürfte, um Colonnen von 20- bis 30,000 Mann mit allem unter gegenwärtigen Verhältnissen Nöthigen zu versehen. Hagesneuigkeiten. — (Erzherzog Johann-Monument.) Im Mai oder Juni d. I. wird die Enthüllung des Erzherzog Johann-Monumentes in Graz stattfinden. Die Feier dieser Enthüllung wird, wie die Grazer „Tagespost" berichtet, mit einem grüßen Landesfeste in Verbindung gebracht werden, znr Erinnerung an den vor sechshundert Jahren erfochtenen Sieg Rudolfs von Habsburg über den Böhmen-König Ottokar am Marchfelde, welcher die Vereinigung Steiermarks mit Oesterreich zur Folge hatte. Es ist vorauszusehen, daß dieses Fest durch Betheiligung seitens aller Städte des Landes, der verschiedenen Vereine, durch Veranstaltung historischer Aufzüge u. dgl. einen großartigen und würdigen Charakter erhalten werde. — (Ein Kunstmäccn.) An einem der letzten Tage erschien auf dem Polizeikommissariate Landstraße in Wien ein Mann. welcher angab, mehrfacher Hausbesitzer und Wcingroßhändler zu sein. Er habe einem Schneider im Bezirke eine größere Partie Stoss übergeben, welche dieser, statt sie zu Kleidern zu verarbeiten, veruntreut hätte. Obwol der Schneidermeister sich allgemein des besten Rufes erfreute, ließ ihn der Kommissär doch rufen, um die Angaben des Wcinhändlers, der sich Haller nannte, zu prüfen. Der Schneider gab an, allerdings ein grüße, res Qullutum von Stoff erhalten zu haben, allein davon sei nicht ein Streifchen veruntreut worden, vielmehr sei er absolut nicht in der Lage gewesen, die massenhaft von Haller bestellten Kleider zn liefern. Erst tagsvorher habe er wieder sechs Fracks bestellt, und als cr sie «ach 24 Stunden nicht erhielt, habe er fürchterlichen Scandal geschlagen. Diese Angaben sielen auf, und man entschloß sich. den Geisteszustand Hallcrs einer Prüfung unterziehen zu lassen. Zunächst rief man den Fialerkutscher. welcher Haller fuhr. Derselbe gab an, er fahre mit Haller seit zwei Tagen von Geschäft zu Geschäft, wo Haller überall Einkäufe machte, von den Kaufleuten mit der größten Auszeichnung behandelt und regelmäßig bis zum Wagenschlage geleitet wurde. Haller hörte diesen Angaben triumphierend zu. bestätigte sie und sagte, er habe einen Haupttreffer von 300,000 st. gemacht, seither wieder große Summen gewonnen, wie er überhaupt bei jeder Ziehung mindestens einen Treffer von 20.000 st. mache. Gegenwärtig sei er damit beschäftigt, von seinem vielen Gelde den vernünftigsten Gebrauch zu machen, er lege nämlich eine große Kunstsammlung an. In der That wurde constatiert, daß der unglückliche Irrsinnige im Laufe von zwei Tagen bei verschiedenen Bilderrahmen-Händlern um nahezu 6000 fl. Bilder miserabelster Art gekauft hat. Zumeist erstreckte sich seine Neigung auf Heiligenbilder, wie sie bekanntlich nach der Klafter gemalt werden. Die gekauften Kunstwerke ließ er mittelst eines Möbelwagens in seine Wohnung schaffen. Bei der Ankunft der ersten Sendung gericht die Haushälterin begreiflicherweise außer sich und machte ihrem Herrn Vorwürfe, die dieser damit zu widerlegen suchte, daß er die Haushälterin zu erschießen drohte. Wie conftaticrt wurde, hat Hallcr, der sich in den besten Vermögensverhältnissen befaud. bei einer der letzten Ziehungen der > 839er Lose thatsächlich 1«>00 fl. gewonnen. Dieser verhältnismäßig doch sehr bescheidsne Gewinn brachte Hallcr ganz aus dem geistigen Gleichgewichte. Er bildete sich ein, Unsummen gewonnen zu haben, und ging dem entsprechend mit dem Gelde vor. Auf dein Kommissariate drängte er den Dienern große Geldbeträge auf, die dieselben auch, natürlich nur zum Scheine, annahmen. Den freundlichen Zurede» des Arztes und Kommissärs gelang es. Haller zur Fahrt in das allgemeine Krankenhaus zu bewegen, wo er in die Irrcnabthcilung abgegeben wurde. Haller führte noch mehrere tansend Gulden mit sich, die er jedenfalls auch für „Kunstzwccke" verausgabt hätte, wenn nicht früher die Polizeiliche Intervention, eigentlich durch ihu selbst, herbeigeführt werden wäre. — (Die Heirat des Königs Alfons.) Der Herzog von Montpcnsicr gibt seiner Tochter Mercedes, der Verlobten des spanischen Königs, eine Aussteuer von 25 Millionen, nicht inbegriffcn den Schmuck an Diamanten und Perlen. In Madrid werden bereits große Vor bercitungcn für die Hochzeit getroffen. Der Papst schickt einen eigenen Ablcgaten ab, der einen geweihten Brautring und eine Rose in Diamanten für die künftige Königin von Spanien zu überbringen hat. Die Gräfin von Paris hat ihrer Schwester gleichfalls einen reichen Diamantcnschmuck für diesen Festanlaß übersendet. — (Ein entsetzliches Unglück) ereignete sich am Weihnachtsabend auf dem Potsdamer Bahnhöfe in Berlin. Ein Telegrafist der Dresdener Nahn war in, Begriff, die Schienen der dicht daneben liegenden Potsdamer Bahn zu überschreiten, um auf kürzestem Wege zu seiner in der Flottwellstraße gelegenen Wohnung zu gelangen. Er erblickt am Fenster seine junge Frau und Kinder, die dem Papa freudig zunicken, auch er wirft ihnen Handgrüße zu und erblickt dabei nicht den in den Bahnhuf fahrenden 1-Uhr-Zug. Es ereignete sich das Entsetzliche, daß der Mann vur den Augen der Frau und Kinder vom Zuge erfaßt und zermalmt wird. Auf dem Zuge hat niemand etwas bemerkt, erst in der Halle sieht man die Mütze eines Dresdener Bahubcamtcu an der Maschine hängen; die Frau aber blickt von oben auf den zermalmten Körper des Gatten und Vaters, Wie sein Blut den Schnee färbt. Der Unglückliche war sofort todt. — (Der Fremdwörter-Krieg.) Ein eifriger Anhänger des General-Postdirektors Stephan seht in der „Deutschen Tischler-Zeituug" einen Preis von je 5) Mark aus für die beste deutsche Wiedergabe der im Möbclhandel täglich wiederkehrenden Fremdwörter: Bnffct, Fanteuil, Causcusc, Etagere, Trumeaux, Chiffonniere, Cylinder-Bureau, Commode, Sopha, Vcrtikow. Bewerbungen um diese Preise find, mit der Aufschrift „Sprachreinigung" versehen, bis zum 1. Februar 1878 an die Redaction der „Deutschen Tischler Zeitung." Berlin A^V., Nostizstraße 50, ftostfrci einzureichen — (Neuer Industriezweig.) Spekulanten kaufen in der Bulgarei Kinnladen der gefallenen Türken und Nüssen ein. die sie mit 10 Franken bezahlen und in Kisten zu 500 Stück nach Paris verschicken, wo sie mit 5)0 Perzent Gewinn verkauft werden. Die Zähne werden in Paris ausgebrochcn und sortiert, um zu künstlichen Gebissen verwendet zu werden. — (Kaserne in die Luft gesprengt.) In Montevideo ereignete sich am 10. November ein schreckliches Unglück. Ein Artilleriercgiment wollte eben zu Schießübungen ausrücken, als beim Fassen der Munition eine Granate im Magazine explodierte und eine Menge anderer Geschosse gleichfalls zum Explodieren brachte. Die Kaserne stürzte zusammen und begrub über hundert Personen unter ihren Trümmern; ungefähr sechzig Personen wurden in das Spital gebracht, viele andere todt aus den Nnincn hervorgezogen. — (Eine Wintcr-Hochtuur in den Taucrn.) Aus Nauris im Pinzgau schreibt man der „Dtsch. Ztg.": „Der bekannte Alpinist Dr. Bruno Wagner aus Wien erstieg am 25. Dezember v. I. den Huhcnaar (l 1.000 Fnß), die höchste Erhebung der östlichen Tauern, unter der Führung eines Kapruners und eines Bergknappen vom hohen Goldberg in Nauris. Die Besteigung, welche sieben Stunden beanspruchte. war wegen starker Vereisung der Felsen und massenhaftem Neuschnee, welcher insbesondere am Goldberg-Glctscher sehr zur Lawincn-bildung neigte, ziemlich schwierig. Anf dem Gipfel herrschte Windstille, und war die Temperatur daselbst bei heiterm Himmel 10 Grad Neainur unter Null. Der Abstieg erforderte mit theilweiscr Benützung von sogenannten Knappenrösscrn — eigenthümlich geformte Bretter, auf denen man blitzschnell über die Eisfelder abfährt — kaum drei Stuudell." 3 fokales. Nnb dem Gemelnderathe. Laib ach, 27. Dezember. (Schluß) Post 17 „Gefällsauslagen": 1130 fl., wird ohne Debatte genehmigt. Post 18 ..Morastentsumpfung": 183 fl. GR. Dr. Ahazhizh: Diese Post ist eine der wichtigsten im ganzen Präliminare. Bekanntlich hat das Morastgesetz die Allerhöchste Sanction erhalten, und es wird in Kürze der Kulturansschuft gebildet werden, welcher die weitere Entsumpfung zu leiten haben wird. In Laibach wird es unumgänglich nothwendig sein, die Abfuhrstanäle tiefer zu legen und einzudecken und die durch die Gradaschza und den Kleingraben versandeten Stellen zu reinigen. Dazu wird nun eine Baggermaschine unumgänglich noth« wendig sein, und ich beantrage daher, hiefür den Betrag per 2lX>0 fl. in diese Post einzustellen. GR. Deschmann: Nach dem Gesetze werden alle Arbeiten durch Eoncurrenz aller Aetheiligten geleistet werden. Sollte eine Vaggermaschinc nothwendig sein, so wird dies der Landesaüsschnß als oberste Behörde schon bestimmen. Es geht aber nicht gut an, daß der Gcmeinoerath schon jetzt beschließt, eine Bagger-Maschine zu kaufen, zu welcher doch alle Verpflichteten beitragen müssen. GR. Dr. Ahazhizh: Es bleibt sich gleich, wenn die Summe eingestellt wird, denn nur wenn nothwendig, wird sie gebraucht werden. Eine Aaggcrmaschinc aber halte ich für nothwendig, wenn man will, daß Laibach eine gesunde Stadt sein soll. GR. Laßnit: Eine Vaggermaschine ist für uns nicht unumgänglich nothwendig, denn zur Zeit des niederen Wasserstandcs können wir das angeschwemmte Erdreich entfernen, obwol ich zweifle, ob wir verpflichtet sind, den durch die Gradafchza und den Klcin-graben angeschwemmten Sand wegzuschaffen. Referent GR. Dr. Sup pan: Ich gebe zu, daß beim Inslcbentreten des Morastgcsetzes auch der Stadtgemeinde Laibach größere Kosten erwachsen werden. Allein es wird noch nicht so schnell dazu kommen, denn erst müssen die Kommissionen gebildet werden und andere vorbereitende Schritte geschehen, so daß darüber ein Jahr vergehen wird und wir eher zur Berathung des Präliminares pro 187» schreiten werden. Bei der Abstimmung wird der Antrag des GR. Dr. Ahazhizh abgelehnt und Post 18 nach dem Sectionsantrage angenommen. Post 19 „Neue Requisiten": 300 fl. GR. Horat: Ich möchte den Herrn Bürgermeister bitten, dem Bauamtc aufzutragen, daß es eine strengere Kontrolle über die städtischen Requisite« übe, damit dieselben nicht verschleppt werden, und daß jeder, dem dieselben übergeben werden, dafür verantwortlich gemacht werde, felbc rückzustellcn. Hierauf wird Post 19 angenommen. Post 20 „Feuerwehr": 550 fl., und Post 21 „Mi-litärbequartterung": 8151 st., werden ohne Debatte genehmiget. Post 22 „Tivoligut": 3753 st . 5 AN' NcS"li: Schon früher habe ich bemerkt, d"I ^woll immer germgere Einnahmen aufweist, nun zeigt stch. daß auch die Ausgaben jedes Jahr so im nächsten um 9050 fl. steigen. Unter diesen Auslagen fmde ich Me für die Aufstellung der Radetzky-Statuc in Twok ganz nnnöthig. Ich hege die größte Verehrung fur den verstorbenen Marfchall, allein ich habe noch memals gehört, daß man in einer Stadt einem berühmten Manne zwei Denkmäler setzt. Ich glaube, es ware am passendsten, dieses Monument einer anderen A,c M.^" ä" erkaufen. Die Einkünfte des (Schlosses ftnd sehr geringe. Man könnte selbe vermehren, wenn man die Wohnung, welche jetzt der städtische Oekonom Podkraifchek unentgeltlich besitzt, vermie-then würde. Der Gärtner würde qegen eine kleine Remuneration alles das besorgen, was der Oekonom besorgen soll. V.ele Wege nnd kleine Brücken sind qanz zwecklos da dieselben ohnehin gar nicht benutzt werden, und dock) haben sie 300 fl. gekostet, welche man besser zur Bepflanznng der wüsten, der Stadtgcmeinde gehörigen Flache am Schloßbcrge, einem Stück Sahara K'^c^^'! 1.^"'- ^ Mat von einer schleckten Wirthschaft wenn eine Herrschaft, d c 80,000 fl. ac-kostet hat, so wemg emträgt. Ich weiß zwar. daß meme Stimme die des Rufenden in der Wüste bleiben wird, eben weil stc meineist, aber es werden schon andere Zeitell kommen, wo man nicht, wie es letzt geschieht, alles "lü.juridischen Floskeln wird ni> dcrstunmen wollen. Mit Tivoli hat es dieselbe Bewandtnis wie mit den, keiner Unterstützung bedürftigen Frauen, die vom Magistrate zu 5s) st. bekommen wahrend wirklich Bedürftige fast gar nichts erhalten. So will man nnr alles für Tivoli thun, für andere Stadttheile gar nichts. Traurig ist es, daß Tivoli kaum zweimal so viel einträgt wie die städtische Eisgrube, aber so geht es eben, wenn man mit Jurisprudenz Dekonomie treiben will. GR. Dr. Aleiweis: Den Ausführungen des Herrn Vorredners muß ich theilweife beipflichten. Ich glaube, den Intentionen desselben dadurch am besten Itechnung zu tragen, wenn ich beantrage, daß das Tivolicomite ersucht werde, im Laufe des nächsten Jahres einen Plan dem Gemeinderathe vorzulegen, wie das Einkommen Tivoli's erhöht und die Ausgaben verringert werden könnten. Auch beantrage ich, die für die Aufstellung der Radetzky-Statue eingestellten 392 fl. zu streichen. GR. Laßnil: Das Gut Tivoli ist nicht als eine einträgliche Kapitalsanlage gekauft worden, sondern mit der Bestimmung, daß es ein schöner und angenehmer Unterhaltungsort für die Stadtbewohner werden soll. Sowie jeder, der nur ein kleines Gärtchen hat, weiß, wie groß die Auslagen sind, ebenso wird man auch hier die größereu Regiekosten für Tivoli bemessen können. Freilich ist es eme Luxusanlage, ebenso wie es Luxus ist, wenn man statt auf der Pritsche in einem schön geschnitzten, politierten Bette schläft, und jeder Luxus tostet bekanntlich Geld. Für Tivoli wird genug gethan. Es sind an 17,000 Pflanzen im Walde gesetzt worden, wovon man jetzt allerdings noch wenig sieht, da leider vieles, kaum daß es hervorkommt, ruiniert wird. Auch wenn die gepflanzten Blumen im Frühjahre durch Plötzlich eintretende Kälte erfrieren, müssen selbe durch neue ersetzt werden, was gleichfalls Geld kostet. Mit der Licitation der Wohnungen habe man heuer einen Versuch gemacht, allein es bot niemand mehr an, als die Parteien jetzt bezahlen. GR. Ho rat: Bei all' den großen Auslagen für Tivoli sind doch die Waldwege in einem so schlechten Znstande, wie sie bisher noch nie waren. Es gibt teine Qucrbäume, kcme ordentlichen Stufen u. s. w. Auch werden so viele Bäume gestohlen, daß wir in Tivoli bald den zweiten Golouz haben werden. Da sollte ein junger tüchtiger Oetonom ordentlich nachsehen, ehe es zu spät wird. Referent GR. Dr. Sup pan: Die Mehrauslagen können einfach ganz gestrichen werden, dann aber wird eben nichts weiteres zur Verschönerung Tivoli's geschaffen werden. Tivoli trägt von der Ankaufssumme 3 Perz., und mehr wird keinem Großgrundbesitzer in Kram seine Realität tragen. Bei der Abstimmung werden die beiden Anträge des GR. Dr. Bleiwcis und Post 22 mit der reducierten Summe per 3369 fl. angenommen. Post 23 „Pensionen und andere Gaben": «197 fl. und Post 24 „Sonstige verschiedene Auslagen": 1000 fl., werden ohne Debatte genehmigt. Die Gesammtsumme des ordentlichen Erfordernisses beträgt 110,926 fl. Außerordentliches Erfordernis: Post 25 „Neubauten und größere Herstellungen": 14.810 fi. GR. Regali: Ich beantrage, daß für den projektierten Steg über den Gruber''schen Kanal 800 fl. eingestellt werden. (Wird abgelehnt.) Für die Schwimmschule sind statt der projektierten 8000 fl., nur die erste Rate per 1200 fl. ein-gestellt, da sich Herr Tönnies bereit erklärt hat, die Schwimmschule nach dem Plane gegen Ratenzahlungen per 1200 fl. zu bauen. GR. Dr. Bleiweis: Ich bin gegen den Bau einer Schwimmschule, indem wir ja gegenwärtig am geeignetsten Orte die Militärschwimmschule haben, welche die Stadtbevölkerung um sehr billigen Preis zu den besten Stunden des Tages benutzen kann. Es wäre nur darauf Rücksicht zu nehmen, daß für folche, die nicht iin Freien baden wollen, entweder nächst der Militärschwimmschule oder an einem anderen passenden Orte Kabinen errichtet werden. Zur Position ..Gußeiserne Röhren": 2000 si. wünscht GR. Regali eine Aufklärung. Der Bürgermeister gibt dieselbe dahin, daß in diesen Röhren die der Stadtgemeinde Laibach grundbücherlich gehörigen fünf Quelle» gefangen und zur Speisung des projektierten Brmnens am Marienplatze und des Brunnens am Rathausplatze geleitet werden. Hierauf wird Post 25 genehmiget. Post 26 „Passivtapitalicn sammt Zinsen": 7368 fl. wird genehmiget. Post ^7 entfällt, und Post 28 ..Sonstige außerordentliche Auslagen": 2846 fl., wird genehmigt. Die Summe des außerordentlichen Erfordernisses beträgt 25,024 fl. Das Deficit beträgt daher 4672 ft. Hicmit ist die Berathung über das Präliminare pro 1878 beendet. 2.) GR. Dr. Suppan referiert namens der Finanzsettion über den Voranschlag des Büraerfondes ziro 1878. Eine Mchrauslagc von 100 fl. hat darin ihren Grund, daß die Section über Antrag des Ge-mcinderathcs Horak beschloß, den 50 Pfründnern. die eine geringere Pfründe besitzen, in den vier strengsten Wintermonuten eine Aufbesserung zutheil werden zu lassen. Referent beantragt fohin: k) das Präliminare dieses Fondes werde pro 1878 mit der Bedeckung per 10.531 fi. und dem Erfordernisse per 10.292 fl.. fohin mit dem schließlichcn Ueber-schusse der Bedeckung per 239 fl. genehmigt; b) der Magistrat werde beauftragt, durch das städtische Bauamt den Bauzustand des Bürgerspitalgebäudes m Ansehung der Feuersicherheit genau erheben zu lassen und sohin im Verein mit dem Bürgerspitalcomitl oie allfällia nöthigen Anträge über die zur Erzirlnng der Feuerftcherhcit nöthigen Herstellungen zu erstatten. (Angenommen.) 3.) GR. Dr. Suppan referiert namens der Finanzsection über den Voranschlag des städtischen Stiftungsfondes und beantragt: 2) der Voranfchlag diefes Fondes pro 1878 wirb mit der Bedeckung pr. 7395 fi. 33 kr. und dem Erfordernisse pr. 7198 si. 44 kr., sohin mit dem schließlichen Ueberschusse pr. 196 fi. 91 kr. genehmigt; b) der Stadtmagistrat wird beauftragt, wegen rechtzeitigen Umtausches der zur Metelko'schen Waisenstiftung gehörigen 12 Stück Eiscnbahn-Actien der Graz«Köf-lacher Bahn die geeignete Vorkehrung zu treffen. (Angenommen.) Hierauf erfolgt der Schluß der Sitzung. — Die nach Beendigung der öffentlichen anberaumt gewesene geheime Sitzung wird wegen vorgerückter Abendstunde vertagt. — (Ernennung.) Der Conceptsprakticant bei der k. t. Bezirkshauptmannschaft in Parenzo, Hugo Freiherr Conrad v. Eybesfelb. wurde zum l. l. Statthalterei-Concipistcn im Küstenlande ernannt. — (Militärbeförderung.) Der absolvierte Frequentcmt der Landwehr - OffizierKasviranten - Schule Adolf Mayer des steirischen Landwehr-Schützenbataillon 3 Marburg Nr. 21 wurde nach abgelegter Offiziersprüfung zum Lieutenant in der nicht activen Landwehr im Stande des trainischen Landwehr - Schühenbataillcms Laibach Nr. 25 ernannt. — (Generalversammlung.) Sonntag den 6 d. M. um 10 Uhr vormittags wird die 11. Generalversammlung des Vereins zur Unterstützung dürftiger Schüler der hiesigen Oberrealschule im Konferenzzimmer des Ncalschulgcbäudes abgehalten werden. Die P. t. Mitglieder werden zu recht zahlreichem Besuche derselben eingeladen. — (Laibacher Tabakfabrik.) Bei der l. f. Tabak-Hauptfabril in Laibach gelangt demnächst der Bau eines neuen Tabatverschleiß-Magazinsgebäudctz sowie die Herstellung einer gemauerten Einfriedung zur Ausführung. Die Herstellungskosten für das erstere wurde mit 41,509 fl. 41 kr. und für die letztere mit 13,893 si. 57 kr. adjustiert und die diesbezügliche Offertverhanb-lung bereits ausgeschrieben. Die Offerte sind bis längstens 24. d. M. bei der Fabrik zu überreichen. — (Vorspannspreis für Krain.) Für das Jahr 1878 wurde für Krain der VergutungspreiK für je ein Vorspannspferd und ein Kilometer Weg, ohne Unterschied des Geschäftszweiges und des Vorspannsnehmers, mit 9 kr. festgesetzt. — (Schachllub.) In Graz wnrde über vielseitige Anregung soeben ein Schachtlnb gegründet. Am 22. v. M. fand die constituierende Generalversammlung statt. In derselben wurde der den Laibacher Schachspielern wohlbekannte, nach mehrjähriger Dienstzeit in Laibach vor kurzem nach Graz in Pension gezogene Rechnungsrath Herr Siegerist zum Präsidenten des Klubs gewählt. — (Personalveränderung.) An Stelle des mit März d. I. aus dem Dienstesverbande der Südbahn tretenden Direktors Gottschalk wird der Oberinspektor Friedrich Wagner mit der Leitung der Maschinenabtheilung betraut werden. — (Van Hell.) Der Schauspieler Herr van Hell wurde von Direktor Steiner für das Theater a. d. Wien engagiert. — (Unglücksfall auf der Südbahn.) Aus Marburg schreibt man der Grazer „Tagespost", daß Freitags auf dem dortigen Südbahnhofe der Heizer Schünberg, welcher mit dem Kärntner Zuge angekommen war. zwischen die Pusser von Maschine und Gepäckwagen gerathen und hicdurch am Unterleibe schwer verletzt worden ist. — (Gemeindcwahl) In der Gemeinde Pod-borscht, des Politischen Bezirkes Littai, wurde der Grundbesitzer Josef Cebular in Okoflje zum Gemeindevorsteher und die Grundbesitzer Johann Zajc in Podtwrscht und Franz Kasteliz in Sclo zu Gcmeinderäthen gewählt. — (Schwere Zeiten.) Eitler Kundmachung der Direction der Hüttenberger Eisenwcrlsgesellschaft vom 28. d. M. zufolge wirb der Divibendencoupon der Gcscllschaftsactien vom 2. Jänner 1878 nicht eingelöst. — (Agiozuschlag.) Vom 1. Jänner 1878 ab wird der Agiozuschlag zu den hicvon betroffenen Ge-büren jener Bahnanstalten, welche zur EinHebung eines Agiozuschlages berechtigt sind und von diesem Rechte Gebrauch machen, mit 6 Perzent berechnet, Hiednrch wirb die bestehende theilweise Erhebung eines 15verzentia.en Agioznschlages im Personen-. Gepäcks- und Eilgutverlehre der t, k. priv. Südbahngesellschaft nicht berührt. — Die zugunsten des Publikums bestehenden Ausnahmen von der itinhebung eines Agiozuschlages überhaupt so wie nicht minder jene Ausnahmen, welche durch die Fixierung eines Maximal-Agiozuschlages für gewisse Artikel auf einigen Bahnen zur Einführung gelangten, bleiben unverändert. — (Fleischtarif für den Monat Jänner.) Da» Kilogramm bester Qualität von Maftochsn» kostet 4 52 kr., mittlerer Qualität 44 kr., geringster Qualität 36 kr.; von Kühen und Zugochsen tosten die drei Sorten Fleisch 46, 38 und 30 kr. — (Feuer in der Sylvesternacht.) Gestern in der ersten Morgenstunde des neu angebrochenen Jahres 1878, kam in einem der hiesigen Fleischselcherin Frau Schulz gehörigen, im Hofe des Hauses Nr. 9 der Petersstraße erbauten Vorrathsmagazine ein Schadenfeuer zum Ausbruche, das von den Hausbewohnern und der Nachbarschaft glücklicherweise schon längere Zeit vor den, vom städtischen Feucrwächter am Kastelberge um 1 Uhr 20 Minuten abgegebenen drei Signalschüssen bemerkt und gedämpft wurde, so daß es der infolge des Signales rasch herbeigeeilten freiwilligen Feuerwehr nach kurzen Bemühungen gelang, den Brand vollständig zu löschen, ohne daß derselbe außer der Vernichtung einer größeren Partie Fleisch- und Selchwaren am Gebäude selbst einen größeren Schaden angerichtet hatte. — (Kamin brand.) Am Neujahrstage um 7 Uhr abends fand ein Kaminbrand in der sogenannten Zuckerfabrik statt, welcher jedoch durch die in diesem Gebäude einquartierte Artillcriemannschaft gelöscht wurde, ohne daß ein weiterer Allarm stattfand. — (Sind Geschworne Beamte?) Diese Frage bildete kürzlich den Gegenstand einer oberstgerichtlichen Entscheidung. Der letzterer zugrunde liegende Fall ist in kurzem folgender: Herr L. H. wurde vom k. t. Kreisgerichte zu N. des Verbrechens der versuchten Verleitung zum Mißbrauche der Amtsgewalt nach § 105 St. G. B. schuldig erkannt, weil er, eine Unterbrechung der gegen seinen Bruder wegen Betruges angeordneten Schwurgerichtsverhandlung benutzend, den auf die Ge-schworncnbank berufenen A. C. durch Zusicherung eines Geschenkes van 10 ft. zu einer parteiischen Stimmabgabc zugunsten des Bruders zu bewegen suchte. Er brachte dagegen die Nichtigkeitsbeschwerde ein, in welcher er geltend zu machen sucht, daß das Institut der Geschwornen lange nach dem Strafgesetze in Wirksamkeit getreten und der Geschworne kein Beamter sei; der k. k. oberste Gerichts-als Cassationshof verwarf jedoch dieselbe, weil Geschworne nach Artikel 1 und 11 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867, betreffend die richterliche Gewalt, nach Artikel VI des Einführungsgesetzes zur Strafprozeßordnung und nach dem Gesetze über die Bildung der Geschworncnlistcn als Beamte anzusehen sind, und weil daher auf sie der § 105 St. G. um so mehr anzuwenden ist. als dieselben nach § 313 St. P. O. den Amtseid zu leisten und insbesondere zu schwören haben, daß sie die Beweise, welche gegen und für den Angeklagten werden Vorgebracht werden, mit der gewissenhaftesten Aufmerksamkeit prüfen, das Gesetz, dem sie Geltung verschaffen sollen, treu beobachten und nach den für und wider den Angeklagten vorgeführten Beweismitteln und ihrer darauf gegründeten Ueberzeugung gewissenhaft entscheide« werden. — („Heimat.") Die soeben erschienene Nummer 14 des illustrierten Familienblattes „Die Heimat" enthält: Landolin von Reutershöfen. Roman von Berthold Auerbach. (Fortsetzung.) — Illustration: „Des Karsthirten Weihnacht." Originalzeichnung von Prof. Franz Zverina. — Meine Mutter. Gedicht von Alfred Bcrgcr. — Drei Kameraden. Novelle von Aglaia von Enderes. (Fortsetzung.) — Berufskrankheiten der intellcctucllen Arbeiter. Von Dr. E. Lewy. II. Lebensdauer, Schuh und Hilfe. — Aus meinem Zoldatenleben. Von Gustav Joung. II. Die schlimmen Buben. — Kranke Blüte ... Von Richard Voß. Mit Illustration: Nach Gemälden heimischer Künstler: „Der neue Kalender.' Von Heinrich Max. — Musik. Von L. P. — Aus aller W^t. — „Des Karsthirten Weihnacht." (Bilderklärung.)_______ Danksagung. Herr Leopold Schwarz hat aus «nlah des Antrittes der Pachtung der Gefalle in Laibach dem Unterzeichneten den Betrag von 200 st. für die hiesigen Armen übergeben. Indem diese humane Spende dem Lolalarmenfonde zugeführt wird. bringt der Unterzeichnete diesen Act der Wohl. thätigkeit mit dem Ausdrucke des Dantes im Namen der Stadt« armen gebürend zur öffentlichen Kenntnis. Laibach am 1. Jänner 1878. Der Bürgermeister: Laschan m. p. 3. Verzeichnis derjenigen Wohlthäter, welche sich durch Abnahme von Erlös-karten zugunsten des ilalbacher Ar.»e«folldeö von den üblichen Besuchen am Neujahrstage, dann zu den Namens- und Geburt«. festen losgelauft haben. (Die mit einem Stern Bezeichneten haben auch von Namens« und Geburtstagsgratulationen sich losgekauft.) * Freiherr und Freiin von wrimschitz. * Herr Paul Hostinca, l. l, Oberst, sammt'Gemalin. * Therese Gräfin v. Auerspera. * Herr Anton Wolf v,n Wolfenberg, l. l. Oberst, sammt Fa» milie. * Rudolf Baron von Prandau. * Pauline Baronin von Prandau. ' Albert Graf Nlberti. * Ludwig Graf Marenzi, * Graf und Gräfin Hugo Wunnbrand. Frau Jeanette Recher. Herr Victor Necher. Frl. Fanny Recher. „ Jenny Recher. Herr Friedrich Recher. * Frau Maria Gregel. * Herr Franz Gregel. * „ Josef Krisper sammt Familie. * „ Erasmus Nirschitz, Apotheker, sammt Familie. * „ Josef Hellrirgl. Oberingenieur der Rudolfsbahn, sammt Gemalln. * „ Valentin Konschegg, k. k. Gymnasialprofessor und Bür- ger, sammt Familie. * Frl. Fnederile Honschegg, Lehrerin. * Herr August v. Fladung, l, l. Rcgierungsrath, sammt Familie. * „ Andreas Loger, Hilfsämtcrdirettor, sammt Gemalin. * „ Franz Ziegler, t. l. Ingenieur, sammt Gemalin. * Excellenz Josef Graf Aueröperg. * „ Hermine Gräfin v. Auersperg. * Heinrich Baron Conrad v. Eybcsfcld, * Herr Johann Salzer, l. k. Forstrath, fammt Gemalin. * Herr Josef Prchmtz, Kassier der train. Sparkasse. * Familie Rehn, * Herr Johann Kosjet, Hausbesitzer. * „ Adolf Wagner, Stadtingenieur. * „ Dr. Franz Schiffer. Sanitätsrath. * Frau kolcstine Schiffer. * Frau Marie Obresa, Witwe. * Herr Emanuel Iagodiz. l. t. Steueroberinspeltor, sammt Fa- milie. * „ Dr. Josef Sajiz, l. l. Oberfinanzrath. * „ Albert Rann fammt Familie. * „ Wilhelm Mayr, Apotheker, sammt Gemalin. „ Steuer»Unterinspeltor Johann Kollarzit Edler von Stcrnhof, * Herr Josef de Ncdange, l. l Landtafcldirektor in Pension, „ Raimund Kasteliz, k. l. RcchnungSrcvident. * „ Rudolf Millitz, sammt Gattin Ludmilla geb. Smajdcl. * „ Johann Arko, l. k. Notar, sammt Familie. * „ A. Dreo, Präsident der Handels« und Gcwerbelammcr für Krain. * Franziskaner-Kloster Laibach. * Familie Hudoveinig. Herr Luctmann Ialob, l. t. RechnungSrath. „ Julius Frihfche. Neueste Post. (Original-Telegramme der„Laib.Zeitung.") Wien, 1. Jänner. Der Kaiser verlieh dem Grafen Andrassy das goldene Vließ. Konflantinopel, 31. Dezember, Meldung der „Korr. Havas": Mehrere Botschafter sollen die Pforte aufgefordert haben, einem Waffenstillstände unter den am Samstag telegrafierten Bedingungen zuzustimmen, Rußland würde diese Bedingungen annehmen. «onftantinopel, 1. Jänner, Meldung der „Korr. Havas": Der Mimsterratt) beschloß, den Waffenstillstand anzunehmen, aber die Antwort Rußlands durch Vermittlung Englands bezüglich der Waffenstlllstands-bedingungen ist noch nicht bekannt. Wien, 31. Dezember. Der „Wiener Abendpost" zufolge sind Anhaltspunkte dafür vorhanden, daß Rußland die Erörterung der Friedensfrage nicht von vornherein zurückweifen und den britischen Schritt daher entsprechend erwiedern werde. Die „Pol. Korr." meldet, Rußland dürfte dem britischen Kabinette antworten, daß es jederzeit bereit fei, mit der Pforte zu verhandeln, wenn letztere die Geneigtheit hierzu durch direkte Schritte bei Ruhland bekunden werde. Paris. 31. Dezember. (Presse.) Die Meldung der „Agence HcMs", daß in Konstantinopel friedlichere Symptome vorwalten, findet Bestätigung. Auch ist es nchtig, daß von mehreren Machten auf die Pforte eingewirkt worden^ annehmbare Friedensbedinaungen zu formulieren. Die Pforte zeigte sich diesen Erwägungen zugänglich, und es verlautet, daß sie die Zu age machte, bei den eveutuelleu Friedensverhandluuaen mcht mehr auf der Integrität des ottomauischen Reiches zu bestehen. «> ^ .^""^ulaten 5 72. -. 20-i5ra„ten°Stücle 9 63. — 100 NelchSmarl 5l> 50. Angekommene Fremdel Nm 31. Dezember. Hotel Vtadt Wien. Stedry, Kfm., Wien. — Fabianitsch Dra. glvcrl> — Ondcrka Klara, Äergrathsgattin, Idria. — Trl-duzzi Fanny, Wippach. ^m^s^^"' ^°.l ^lfK' Kiimmerer. - ginutti, Vefihcr, ^°NVof7r,^ Wirth, St. ^..a'. ^"Äe^K"^' N"'«°' "adm'annsoorf. - Gol. ^N^^^t^ÄäV' ""a". - «me. Cheater. ?/l«^/"V^"^g): Die Memoiren des Teufels. Lustlftiel m 8 Acten nach dem Französischen von L. Schneider. Äeteoroloaijche Beobachtungen in üaiiach. «1 !" A ^! ^w'8 windstill NcM------------- ^ ? " A 5" '^ _ 44 W. schwach Nebel «00 _ 9_„_Ab- 73? 95 .- 18 ^ü. schwach ^ bewölkt i 3 "' A' A'A ^ l 's windstill bewölkt" 5 00" q"A. A.5 1> "I SW. schwach trübe Reaen. 9 „ Ab. 749 52 ->- 0 8 SW. schwach Regen Schnee < c>..^"l ^' Dezember morgens Nebel, tagsüber bewölkt Den ^ Icmner morgens geringer SchncesaN. dann Thauwcttcr regnerisch. Das vorgestrige Tagcsmiltel der Temperatur — 5 7« das gestrige -4-01«-, beziehungsweise um 2-8° unter und 3 0° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bamberg. 33!)l5(!iI)^lÄ)!. Wien, 2s. Dezember. (1 Uhr.) Die Vörse verkehrte ln allen Richtungen der Speculation bei gebesserten Kursen. Papierrcnte........ 6290 63 - Silberrente........ 2630 6640 Goldrente......... 74 10 74 20 Lose. 1339........ 294 - 296 - ' 1854........ 103 75 109 25 „ 1860........ 11125 111 50 „ 1860 (Fünftel) .... 120 50 121 - " 1864 ....... 133 75 134 25 Ung. Prämien.Anl..... 75 - 75 25 Kredit'L.......... 161 75 162 - Rudolfs-L......... 1350 14 — Prämicnanl. der Stadt Wien 87'— 33 — Donau'Regulierungs'Lose . . 10425 10450 Domänen «Pfandbriefe . . . 140 25 140 75 Oestcrreichischc Schatzscheine . 9980 100 — Ung. öpcrz. Goldrcnte . . . 9085 91'— Ung. Eiscnbahn.Anl..... 98 — 9850 Una. Schakbons vom I. 1874 102 50 103 50 Unlehen der Stadtgemeinde Wien in B. V...... 96 - 96 50 Grundentl aftunssvbligattonen. Böhmen.........103 - 104 — Niederösterreich......104 25 104 75 Velb Wa« Galizien.........86— 8650 Siebenbürgen.......7580 7630 Temeser Vanat......7725 77 75 Ungarn..........78 — 7850 Actien von Vanle«. Vtlb Wart Anglo-östcrr. Ban!..... 33 25 8! 50 Kreditanstalt ....... 19950 199 75 Depositenbank....... 153— 155 - Kreditanstalt, ungar..... 18950 189 75 Nationalbanl....... 787 — 789 — Unionbanl ........ 56— 5650 Vcrkehrsbank....... 94— 94 50 Wiener Bankverein..... 61 — 62 — klctlen v«n Transport Unternehmungen. V«ll» Ware Alföld'Vahn .......109 - 110 — DonllU.Damfpschiff..Gesellschaft 839'- 341 - Elisabeth'Westbahn.....152 - I53-- Ferdmands-Nordbahn . . 1932-1940-Franz-Ioseph'Vahn .... 125 — 125 50 «tlb Wa« Gallzische Karl - Ludwig. Vahn 243 - 243 25 KaschaU'Oderberger Bahn . . 95 — 95 50 Lembcrg-Czernowiher Vahn . 115 50 11UÜ0 Üloyd-Gcsellschast......380 — 385 — Ocslerr. Nordwestbahn . . . 103 50 104 — Nudolfs'Vahn.......114 - 114 50 Staatsbahn........256 — 256 50 Eüdbahn.........7450 75 — Thelh.Vahtt........171 - 172 - Ungar.«galiz. Verbindungsbahn 92 50 93 — Ungarische Nordostbahn . . . 106 — 106 50 Wiener Tramway