LlttbachtN Zeitung. V»v. Z^I.^ ft. ll, valbt. ft. 5.«,. st,!r !-,s -ü.slO^,!,,,, !">'<>a„, ^^lllli'l'Öllllt l>» ^lNlNl'^ »m.»<»ll.. »m, , "'l.. ß^H^ ^^^^ ^^ h»lh,.5.als, Ml derPl'l'i.",,,. !>,,>., >,"j.fi. 7,5... <<> V«»i! l-t Vb U fj , I ^). ^^lill«, l ,M. ,« lr. ». j, ^,.,l, ^ ^ » ^. Aintlichcr Thcil. z^cr Minister des Innern hat auf Grund der er haltencn Allerhöchsten Ermächtigung und »m ^ilU'elneh-wen mil den bcthciligtcn anderen l. l. Ministerien del, Herren Oswald Hafenrichter, Bcrnhard Wctzlcr und Wtarcus Pollal t»e Bewilligung zur ^riichlung tlner «cliengeseUjchllst unter der Firma „Nordwcstdöhmlfchc Vereinsbanl" »ml dcm Sltzc in i^ger crlhcllt und deren Statuten genehmigt. Der Ministcr des Innern hat dm auf einc B.-zirlScommissars,teUe elngerc,htc„ früheren Vezillsvorstchcr ^gnaz Mali zum Bezirlshauptmanuc zweller Ülassc ,m Küstcnlande ernannt. Nichtamtlicher Theil. Dic AdrcsMlhanilunKln haben am 15». d. in beiden hohen Haufcrn dcs Rc,chs-lalhes lyren Abschluß gesunden, im Hcrrcnhaujc. ohlic daß üdelhaupl r,>,c Debatte ,tallgciu.»dcn halle. O>c Wleucr Dlaller constallren die lehlcre Tynj^chc. ind.m fle ln derfelven tllie neuerliche Verliun^in' ^ia»isc>lal>u!l des Hcrle»h,uscs crlcnncn und die „>chl zu untcr-schützende Bcoculluig derjclbcn hervolhcbcii. .. ^>as H>r. reuhaue — j^rcivt die „Neue Arele Picsfc" — v:i-zlchtelc auf zcowede Geballt. (^S be^m^le jich, dulch den Mu„o jcmcs Bellchlel>latler« dun illilnlslcrlum neuerdings das volle VnllMlcn auszus^icchc», u»!' nah» srmüß eliics dlrjcs VcrllauenSvolilNl ,c 1«l«,<' ""-" „Oas HcrrenhauS ^ fagl d,e „Presfc" zclgle durch öle anilandsloje Annahme des vcllrautlieuollcn ^dscßenlwulsc«! Allnspclgs, daß X7liclhcnlS und Rc^ic» llmg ^ilne Vluncs sciei,." 'Diese »mpofanle Nllye -lährl oas genannte Malt fort -- ware mcht ohne ll^f' gth:nde Willung geblieben und halte Zeugniß davl)n il«8cveu, daß da« Herrexhaus ein Olillwcll gcgen alle löoclalisllichen Ge>ilcl'lliigcn f«. „Der vom Mreßaüs« Ichusfe des Herrenhaus vorgelegte «ünlwuls schrcldl t»e „Deul>che Zotuli^" wuldc voin Hause ol^u Deballe aüglliommen, »»achdcm der Referent. Hraf Änlon kiuereperg auf die Uebereinstimmung des lönlwurscS nnl der Thronrede und »nil den vom Herrenhausc jc« dllzeil vcNlelcll Pr,nc>plln hlngc>v,e>cii halle. Das Ha«« nahm d«esc Uusfajjung an und erlheille dt>n Ml» uistcrium m unzwelselhail chcvalcreelen »formen ein werlraucnsvolum." „OaS Herrenhaus ^ fagl d>c „Bolsladt Zlg." - hat dnrch scinc 'Abslimmung ohne Debatte drr Ncgiclimg in eclalaxler Wclje sc<„ ^cl' trauen uuagldlucs«, si^ und «nlcien jcdoch nicht pia judililt. W,r lo„nen das Haus dazu nur licglück wünschen." 'üias die im Äbgeordnetcnhause zu iönde gesüh>> len Ädr«hvelha„ojii' ltr.sse dcr ^«emr Prcsse vulwlcgend den ^lllarunacn zu. welche der PrÜMm des Polcnclud?, A^lordneler ^lillliewicz, iücl,ichll,ch der Vlellung seiner Parlclgenoj-,rl> zur ^Vahlrclolmangellgenhclt und zur Bell>,upsu>,g d«lselbcn mit den Zugc>landnlssen für Galizicn avgcgc ben hat. ^ah dulcy diesc ^ltlalungen o>e polllijchc Sltuallon eine lvc>e»ll!ch sleuudllchcrc gewoldcn, wlld ziemlich üoelemsllmmcno constatlrl. Oie ,.^1i. Hr. Pr." Yebl dlc gegenüber den ^lllaiungen dcs Aug.Czcrlawsll Mildere Horm der Zylilllicwlcz'schcn '>)icdc hcrvor; die «Deutsche Zniung" stnocl, da^ lrol^ del ,^0lin dcS Bor-lvurses gcgen die ^cisasfungsparlci, ll« weiche die udlgcn Hillürungen gelleidcl seien, dlcfelven doch cm« Umladung zu weiteren Bcrhandlungcn, em ^lus; von der Realen zu den Abgeordneten dcr ^«nlcn gcwcjcn, und die „Pr." findet in den gcslri^en ,;ln des n ttli- yeoronctcn gerudezu ei,, ,,___u jener d^ . cnclen ^zerlawell in der SamslagSfilFUng dee Hauses drr Ud° gtordnetcn. Den Journalen, welche das festhalten dtr Regie, rung an ihrem ursprünglichen illslos blUlgen, schlieht sich hcule die ^ ^' a». Gewichtige Redner von der Opposlnon - ichreM da« genannte ivlalt - haltcn in wenigen Zügen cm ^,ld der Bcrhüllnlffc hingeworlen, das d«e uersassungstleue Seile de« Haufe« darüber oelchren müsfe, >^le vesr,cd,gl zu fein sie vollen Äcund haben wuldc. wenn m>r er,l das in der Thronrlde entwickelte Regie, ui'soplogram.u zur voUen Durchführung gelange. Der Adreßenlwurf gehe über daS Programm der Regierung hinaus; cS hade dies letztere aber den großen Borzug, durch eine sachlc, liorsi^....."Rührung drr Rcformfragen ihrer end' Willigen ^j^. ,, nicht vcnzuaicifcn. Die Idrcßenlwürst ocr beiden Hau,cr des Rlichslalhci! werden von dcr li» dcralen Presst des In- und Auslandes lieifüUig bc-spiochen. l^s weht aber auch ein Zug dcr löin. mülh» gleit durch dcldc Ädrcsfcn, welche die zwischen de,ocn hohcn Häusern herrschende Harmonie in erfreu« lichcr ^c>>c coustalirl; die „Tagcspicsfc" spinnt aber den <)aocn dcc> tlsrcullchcn Ausdruck^ wcilcr aus, inoem sie oer Munung Raum gll'l, dah bei solcher ^mmillhlglcil von Hcilc lnl>cr Haujcr des hohcn RcichsralhcS »nr <^ine Adresse zu üdclrcichl.i waie. Berilchmen wir, wie dic „Tigcsprcssl" ,h>e Äxflchl begründet; selbe schreibt : ..^cradc diese .^ , , in u>,s die Clwägung wach, ol' es denn l., ,ucl,dlg sei, daß jedce dcr 0c>>en Hüu>cr »ill eüicr selbständigen Hcanl-irorlung der Thronrede hcroorlicte, ui.d ob dltfer Pur< ^ang auch dcr itaalsrcchlllHeu ^iatur der litldcn paila» iilcillarlichen iimpci'' ^ —5ür ! il'aiügc Scssluo dc» ml die l^ dllsl, <>ra^c allclülll^s schon zu spul. Tro^dcm zcycin« uns dic Hllchc wlchllg genug, um eine Ul,l^iuchung oalildchwcr< falllgc (^l,ng, lll wclchcm sie die gcs :bcil >.,erl,chlcl, laßl jcdc ^licuisach^ng li ^ dcr formen, wcnn s»c nur dcm ^öcseu dcs ^on>n)bruch lhul, als ci»cn wüüschcn^wclthcn ^»lljchlllt clfcheintl,. «dre^ edallen gcbcn wohl del, Parleien Gclegenhtll, sich ^lclch znin iUcginnc der parlamcn» ll>chcn ^uuipaglie m,l elnaildcr zu uiljjcn, aber sie vcr» zögern auch, oft unnütjcrwclse, du cigcnllich gesetzge-vcllichc «rbell und enljcffcln vor dcr Z il dcn Kampf der vorhandenen Gegensatz, welchc sich bc> dicscr (»clcycnhcil o^t jchon im voihlncln zu »i ' ! zu» jpltz^'i lind dadurch das jpalcrc l , ^, nlcn inch! ulic.hcMich crichirenn. Um oi>ann d,c Dcdatte vcl der Bollberalhung m ^'llljpruch nlNlml, lülmlc zu piallischclem Zwecke vcr« wcrlhel und mit dcr Berathung und Äcschließung drin' gender ^efctzrorlagen auegcsl.Ul werden. Ocr iiaifcr richtet die Thlonvcdc an dic „beiden Hallscr l»es RcichSlalhcs"; die «n^plachc dls ^lonarchcn l>l für bcldcHauicr diefelbe, und da nach unfern Bcr« faffungSbcsUmmutigm das Äbgcoidnclcnhaus nicht einmal dcn Hmalli,l»ollagcn gcg ic von dcr Mission Hcrrcnhau>cs w.fcnlllch ,.,c Vtellung cinnii,, >o liegt fur die Thronrede auch llmc Veranlassung vos, ^us der sür lxidc Hauser gemeinsam ^ellendcn aUge» »ncmen Fassung der Aüfprache hcruuszlllreten und tlnes der blldcu HlUljcr nul clucr ab g c s oil d c r l c n «und» gcliung z», dcdenlcn. Der Kaiser und der Rcichörath — das sind die b:idcn ^aclorcn der gcsctzgebcndcn Ocwalt. Das lung dcr lcgiSlativcu Gt> wall zur ^ z» „c^ln.i,. wclchc dem bc» Ilchci'dcn > ..... .glichen ^clljcilnissl lemeSimgS eulfpricht. Dlc lcgielalivi Arbeit des Reichsralhcs ist zwischen dcm Al'gcoronclclihause und dem Herreühaufc gclhclll, den, Uaiicr gcgclinll dt es nur ^inr» R^chs- ralh. -^lchl dcr - . cmcö der lnil'ln Haufer, joudlln nur der curch d«c udcrelnjllulm.ndi ^»lschcidung dc'der Häuser zum lcgalcn Ausdruck gelangte Beschluß des Reichsralhcs lann dcm Kalfcr zur Sanclion rwr-., in ein ittcwci^, oah nur !)l , >,c uud dem ttaljcr, Nlcht abcl Hclllnisiluje oder dem Äbgeolduetenhausc d^ und d.ni itaijcr ein vcrfa^...... i!lich^' ^ ^..,..,> .-l> l>, Bzichuug auf ilusübuiig > >!>ve bcslclil. Dar- aus ll^dl ,,ch adcr die , c t5ol.,eru.ig, daß auch üclr d,c itundgebungü ^oilredc, ,n wel« chen der K.ifer dem Rci^siatye oen Standpunkt s^lner Regierung darlegt und die von derselben zur verfassungsmäßigen Behandlung vorbereiteten Gesetzvorlagen ankündigt oder für solche Gesetzvorlagen die Inilatioe dcs Rcichslathcs anspricht, nur der N c i ch s r a t h, nicht aber jcdcs scincr bcidcn Häuser für sich zu ant-lvorlen hat. Die Ansichten, welche z. G. das österreichische Herrenhaus über die in der letzten Thronrede berührte Wahlrcsorm millclsl einer abgesonderten Adresse vor den .Naiscr dringt, hnbcn für Sr. Majestät gar leinen Werth, so lange nicht auch dic Ucbcrcinstlmmnng dcs Abgeord« nclctlhausls mit dicfen Ansichten zur aUcih. Kenntniß gelangt, und fclbst in dem Halls, als sich diese Ueoereinstim-munH in cincr lll'gcsondertcn Adrcssc des Abgeordnetenhauses matnscslnt. l>Inl'l doch immcr die Form, in welcher beide zllmkalblmgen vor den Thron gelangen, eine im Grunde un-conflllutioncUc, well die Ucdcrcinslimmung beider Häuser der Vorlage an den Monarchen vorhergehen soll. Aber selbst a! ' ' ' ' litlichcn Gcdcnlen, ist die Uli. ^c:lcr Adressen zum mindesten eil» ^uzus. Denn enlweder stimmen die Ndres» sln beider Hiiufcr Nbestin, und dann ist die Bcrdoppe» lung dieser Kundgebung jedenfalls übciflüssig; ober die blidcn ttdrlsscn stimmcn mit cinandcr nicht ülicrcin und vlrlrllen widrifpicchendc odcr doch ncischiedenc Ansichten übcr dic iimaüalionrn der Throiilcdc, und bann sind sic cbcn beide sin dcn Monarchen vollkommen werthlos, weil dann eimr jedcn der beiden Ansichten die Geoin-gung fehlt, durch welche sie erst für dcn Kaiser unter dll« Olslchlspmlll cincr legalen parlamentarischen Kund» gcbung gcrlickl wird. Wenn es sich bei den lldressen l>!oS um c>l,c loyale Demonstration handeln würde, dann stünde dcr Überreichung abgesonderter Adressen von'Seite jcdeS der bcidcn Häuser allerdings nichts enl< gcnen. dlnn zu riner Kundaebung dcr Loyalität ist jeder > u»d jcdc Kmpcrfchasl bcrcchligt. Die , .mdcln jcdoch auch slaatercchlliche Fragen und Ipscchcn jlch ülier die in dcr Thronrede angelündigten Gesshesvorlagen au». Nuj diesem Gcbiete aber ist nur der Reichralh conlpelenl. sich auszusprechen, und leine« dcr beiden Häuser lann sür sich allein die Vcfugniß in Anspruch mhmeu, oarüocr mit dcm constilulionellen Monarchen in Berlehr zu lretcn. lös wi'ldc sich daher unserer Nnstcht nach jedenfalls rmpschlen, m Bez ehun^t auf die Beantwortung de< Throni-cdc. conform ü ' ' in andern constilutionellen Mündern herrschenden , ihcit vorzugehen und dem» gemäß in Zulunfl 001» tr» Bolirung und Ueberreichung zweier abgc>ondcrtcr Ndrcsscn Umgang zu nehmen. Im englischm Parlamente gehurt dle Votirung cincr Ndrcssc nicht zu dcn regelmäßigen parlamentarischen Vorgängen. Ofl vcrsltcichtn mshrcrc Scssiolien, ohne daß sich das Parlamcnl > l. dic Thronrede zu !'canl:voltcn. Im dlj.............. gcht dic Ndi-csse voin Hause der Gemcincn aus und der beschlossene 6nl» wurf wird fodann dem O^crhause zur s".....'......>lng oder nllillll-ssüi Ämtnd«s!l!iq zugc-n!tlell. lt»e v nächsten conslltuoc,l'.ichc Inangriffnahme d^r cigclillichcn Ai-dcilcn ganz bcsondcrS angezeigt, da wir durchaus leine Zeit zu verlieren haben und mcht Worlr, fondcrn ?' ' auchc,,. Dil ige Er- dff»»!^ des Vl ?> bezeichnet .' einen Wc dcpul.ll in unjercm flaallichcn ^cben, und e«n so bt' deulungsoollcr Moment mag immclhin eine elnachendc Elnntderung des Parlamentes auf die feierliche Ansprache drs Kaiscrs rechlscrligcn; abcr die Tautologie zweier Adnssen. wclchc mit anderen Worten dasselbe ausspre ch^u, möge in Zulunfl durch eilic acuir,nfame ttunb» gelm,'g des Rcichsrathcs uermicdcn wrrden." 2. sihnng dls gcrrcnhachs. Wien. I-). I»n«s. 3ch!nh.) linler dcm Einlausc befindet sich die Mittheilung dcs Mmislcls dcs Inncrn. daß dcr Gcsehentwurf. wo-durch der Anhang zur ^andesordnung der Marsalas' schafl Mähltl, in «n. ' dcn Umfang ter Gebiete dcr Slädte und ^an^ ,,, für welche die Wahl in das »bgeoldnelenhau«" adgeändert wird, die NUclhöchste 9s Santtion erhalten habe. Die gleiche Anzeige macht der Finanzminister bezügl.ch des Gesetzentwurfes, betreffend die Forterhebung der Steuern und Abgaben in der Zeit vom 1. Jänner bis Ende März 1872. Desgleichen übermittelte der Finanzminister den Gesetzentwurf mit dem Staatsooranschlag für das Jahr 1872. In dle Budgetcommission werden gewühlt: Ritter v. Aructh. Freiherr v. Burg, Freiherr o Doblhoff, Oraf Hartig, Freiherr o. Hye, Fürst Iablonowsli, Graf Merc«nom, Rlller o. Mlllosich, Dr. Neumann, Rllter o. PlP'tz, Frerherr v. Ritter. Freiherr o, Rothschild, Fürst Ochöndurg, Graf Wlckenburg, Ritter v. Winter-stein, Graf Wrdna ^uu., Freiherr o. Wüllerstorf, Graf ^odron, Frelhcrr v. Merlens, Graf Rechberg uud Graf Fallenhayn; in die Fldeicommißcomunssion: Freiherr v. Apfallrcru, Fürst Gchönburg, Fürst Slarhemberg, Fürst Schwarzenberg, Frclherr v. Härdtl, Gcaf Octaoian Klnsly. Graf ^sdron, Fürst Paar. Freiherr v. Pralo-beoera. Nächste Sitzung unbestimmt. 4. Sitzung ics Abgeordnetenhauses. Wien, 15. I2nner. Abg. Dr. Pollular erklärt, ermächtigt zu sein, im Namcn semer Gesinnungsgenossen auf der rechten Scile des h. Hauses zu erklären, daß sie, gestützt auf d»c natürliche Gcrechliglett der Gleichstellung aller Völker und Bänder i'er österreichischen Monarchic, für das von den polnische., Ad^coronetcn gestellte Amendcment nur mit dem Borbiyalte stlmmen werden, daß gleichmäßig auch den üorl^cn Vültcrn und Bändern mit Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse derscloen die ihrer nationalen und historischen Eigenheit entsprechenden Rechte einge« rüuml werocn. (Bewegung links.) Abg. Fuchs ocr>ichcrt, dem gegenwärtigen Mini» sterium das vollste Vertrauen entgegenzubringen, weil dasselbe der aufrichtigen und beharrlichen Durchführung der Vcrfassung scine ganze Kraft zu weihen gewillt sei. Was den gaN^chen AuSglei^, betilssl, so lönnc derselbe nicht vor der ^ahlreform zum Abschlüsse gediacht werden. Und was den Inhalt d»ese« «uSgrrcheS. das Matz der Zugeständnisse betrifft, so werden Sie es begreiflich und vlUlg finden, daß wir von dem großösterreichischen Gtandpuntte die größte Borsicht in Anwendung bringen müssen. Abg. Greuter motivirt seine Prager Reise. Präsident: Bevor ih dem nächsten Redner das Woct gebe, muh ich übcrhaup! die Redner des Hauses aus eine Bestimmung in der Geschäftsordnung aufmerksam machen, H 47 sagt in seinem vierten Ab' sahe !,l«est), „OaS Wort ist von der Rednerbühne an die Versammlung, vom Platze auS stets an den Pläsi» deutm zu richten." Es ist daher jede Apostrophirung der Mitglieder der Versammlung oder der Versammlung als solcher nach der Geschäftsordnung nlcht zulässig. Abg. Dr. Mende erwiedert einem Vorredner, daß es sich heule um nichts Anderes handelt als um die principielle Feststellung der wechjcljeiUgen Geneigt» httt zu emer Verständigung. Es wird gesagt: „Was sür eine wichtige Concession wird von uns Galizianern begehrt!" Ja, meiner Ansicht nach — diese Concession, nämlich das Eintreten in die direclen Wahlen, lastet Ole gar nichts. Die directe Wahl wollen wir überall und überall für unseren österreichischen Staat, für die Lonsoliolrlmg der Verfassung, in Galizien, be» uns und überall. Abg. Wolfrum erwiedert dem Abg. Greuter unter anderem: Wir brachten den ungarischen Aus» gleich zu Stande, well wir die andere Reichshälfte nicht so schädigen lassen tonnten. Es sollten wieder Thatsachen geschaffen werden, und die Fundamentalarlilel h«er auf dem Tische des Hauses zur Annahme vorlegen he»ht so viel. als daS Grad der Verfassung, Abg. Dr. Ruß bemerkt »mter anderem: Es ist schwierig, dem Herrn Abgeordneten aus Tirol zu ant» worten, weil er es z»r Regel werden läßt, dem Hause einiges Unangenehme zu sagen und dann den Saal zu verlassen, bevor man in der '>!age ist ihm zu antworten. Die Debatte über den Absatz 9 wird geschlossen. Berichterstatter Dr. Herbst widerlegt die An« schauungen der Abg. Greuter und Pollluar und schlicht, wie folgt: Ich kann daher im Namen des Ausschusses nur die unveränderte Annahme des '.'. Absatzes dieses Adreß« entwurfes aufs wärmste empfehlen, und zwar schon des< halb aufs wärmste, weil nicht genug betont werden kann, daß die Abgeordneten denn doch nicht blos zu ve^antxln berechtigt, Preise anzubieten und entgegen-zumhmen berufen sind. daß die Abgeordneten vielmehr, berufen sind. die Stimmung der Bevölkerung, die sie gewählt hat. offen zu vertreten, und da kann ich der Ueberzeugung Ausdruck geben, daß wenigsten« die Vc vollcrung. die uns aus Böhmen durch directe Wahlen in den Reichsrath entsendet hat. von uns jcl.it mit aller Vestimmthett erwartet, dah wir zu leiner Aenderung der Verfassung, die bloS zu Gunsten e!ne« einzelnen Landes gereichen würde, insolange unsere Zustimmung geben, «ls nicht dasjenige, was da« wahre Bedürsniß für das «eich im Ganzen ist und wa« unseren Wühlern so sehr am Herzen liegt, befriedigt wird und daher von un« als «ntrag eingebracht wird. (Veifall links.) Vei der Abstimmung wurden Alinea 9 und 10 ohne Debatte angenonmen. Zu Alinea 11 beantragt Abg. Dr. Ezert aw sli, daß der Absatz von den Worten „Die sorgsame Pflicht des öffentlichen Unterrichts" bis „Aufmerksamkeit binden" einer getrennten Abstimmung unterworfen werdc. Dieser Antrag wird angenommen und hierauf beide Thelle dieses Alinea gleichfalls zum Beschluß erhoben. Zu Alinea 12 stellt Adg. Brandstetter die Frage: Warum diese Zeilen : „Die Rechte der Staats» gewalt gegenüber der Kircte zu schirmen und Mißbräu» chen des kirchlichen Einflusses zu steuern" beigefügt werden mußten? Ich glaube, unsere Taaesliteratur, die Erfahrungen bei den Wahlen, ja der tägliche Kirchengang lönitcn llns beweisen, daß etwas Nehnliches nothwendig sei. Wann hat man in diesem hohen Hause gesehen, daß um dieses Symbol, da« uns als unantastbar gilt, ein Kampf heraufbeschworen worden wäre. daß es sich vor allem gerade darum handle, dieses «reu; von der Krone herabzunehmen, daß es gerade die Kirche wäre, die die schirmende Hand darüber erhebt? Ich glaube, die Kirche würde bei diesem Schirme den Krummstab nicht ruhen lassen wollen. Und in unserem Interesse liegt es wesentlich, daß das Kreu; daS Höchste sei und nicht der Krummstab über dem Kreuze. Ich glaube, es sei llng. wenn man in vielen Ve> ziehungen und vielleicht in allen die Methode Deutschlands und auch den Standpunkt, auf welchem die legale Vertretung ditseS Staates vor kurzem gestanden hat, sich aneignen würde. Denn es hat dieser Staat zum Schutze seiner Existenz e. Wahl von vier Mitgliedern und zwei Ersah« Männern in oie Staalsschulden'CoiUrolcoilimiision. -l. Wahl eines Ausschusses von ncun Mitgliedern zur Vorberathung der Rcqieruiisssoorlage betreffend den Gesetzentwurf über die Erneuerung der Hypothekar In. scriptionen. sowie die Anmeldung und Umgestaltung von Hypotheken in Dalmatien. .',. Erste Lesung der Rcgicrunasucnlage betreffend die Handhabung der Disciplinargcwalt über Advokatur«« Eandidaten, 6. Erste Lesung des Gesetzentwurfes über die Aus» Hebung des RecrutencontingcntcS p,o 1^72. 7. Z,veite Lesung der Regierungsvorlage vetrcssend den Telegraphenticrlraa zwifchen Oesterreich»Ungarn und Deutschland. Endlich 8. Bericht des Wahlprufungsausschusses. Politisch e^ Uebersicht Laibach, 17. Jänner. Die Sectionen des ungarischen Abgeordneten« Hauses haben am l5>. d. über die Gesetzentwürfe, be» treffend die provisorifche Deckung der Adnimistrallons' losten sür die Munic«pien. über die '^tllllargrtn^Qxotc zu den gemeinsamen Angelegenheiten, über das Militilr« Contingent für 1K72. die Permchrung der Honvcd'Va« taillone und die Systemisirung des Mililär-Conlingents auf Grundlage der Volkszählung vom Jahre 186'.» be« rathen; der Ceutralausjchuß hielt am 16. d. Vormlt» tags Sitzung. Das Landtags-Einbru sungsrescript an den Banns von Croalien lautet: „Indem Wir euren Antrag betreffend dic Emberufm'a des V.indlage« der Königreiche Eroalien, Slavonien und Oalmalicü für den 1. Juni 1871 in Unsere Vandisbauplsiadl Agram genehmigen, ermächtigen Wir euch, nach Ncrlc sung Unseres beiliegenden, an den Landtag der genann» ten Königreiche gerichteten N^scriple«, diesen Landtag in Unserem Namen als eröffnet zu erklären, Im Uebrigen verbleiben W>r euch mit Unserer kaiserlichen und lünig lichen Huld und Gnade wohlgewogen. Äegeven am 3 l ten März 1871." Das Erüffnungsrescript an den croatisch-slavonischen Vandtaa lautet: ..Nachdem Wir den für da« ^ahr 1^l;^7<> einberufenen Landtag der Königreiche Croatien, Slavonien und Oalmalien am tt. Jänner l^7l, als dem Tage des Ablaufes seiner dreijährigen ^egisla' turpcriode, durch Unseren Stellvertreter geschlossen hallen, haben Wir Uns bewogen gcfunden. im Sinne des Gc-setzarlilels 5i vom Jahre 1870 den croatisch-slavonijch< dalmatinischen Landtag für den l. Juni 18?! in die Landeshauptstadt Ngram einzuberufen, und erklären hie-mit diesen Landtag sür eröffnet. Im Übrigen verblei' ben Wir euch mit Unserer kaiserlichen und königlichen Huld und Gnade wohlgewogen. Gegeben den 31. März l87l." Die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien beginnen in Agram am l7. d. M, Gras Pejacsev'ch hat einen neuen Fusionsplan auSatarbeitet. welchem ein Theil der Nationalen zustimmt. Die Sache wird in einem bis zwei Taaen entschieden werden. Der Rücktritt des preußischen Eult us ministers Herrn v. Mühler nlmmt i>, Berlin derzeit alles politische Interesse in Anspruch. Der abtretende Minister halte geglaubt, sich durch nachträgliche Z.lstiM' mung zu den liberalen Bestimmungen dcs Schulauf- 97 stchts-Gesetzentwurfes noch halten zu können, sah sich aber, w>c dle „Äleslauer Zcttu,^" berichtet, nach den dllrlwer abgcliallciiln MiNl>lelr^ lührung gclommeu juid." In der am 15. d. stattgefundenen Sitzung des Abgeordnetenhauses in Berlin wurde der Etat für das Ministerium des Aeußern angenommen, Fürst Äismarck betonte die Nothwendigkeit der Beibehaltung der preußischen Gesandten an den deutschen Hosen; dieselben hüllen die wichtige Aufgabe, die Stimmung der GundeSregie» lUngen gegenüber den im Vundesralhe beantragten Maß« regeln zu erforschen und etwaigen Mißstimmungen gegen d'ljttbtn zu begegnen. Der „Tempo" meldet: Angesichts der Drohung Preußens, eine (5oncurrenzlinie längS der Mosel zu bauen, mußte sich die Luxemburger Regierung deque» men, ihre Eisenbahnen einer deutschen Gesellschaft anzu-vellraueu und derselben ein Minimal - Erlrägniß zu garanliren. Graf Apponyi wird demnächst in Paris erwartet. — Die erste Zahlung von "0 Millionen an Preußen wird Samstag erfolgen ^ Die Militär-tolnmlssiontn, welche mit der Prüfung der Hcfange -nenaclen beschäftigt sind, arbeiten thälig fort. Die Gefangenen wurden in orel Kategorien getheilt. Ulle einfachen Soldaten, die leine gemeinen Verbrechen und Vergehen begangen haben, weiden allmälig in Freiheit gesetzt. Die Unterofficicre werden unier denselben Vcr» tMnissen m Freche«! gesetzt, bleiben jedoch unter Polizei' licher Ueberwachung Offiziere und Nnce,c. die gemeine verbrechen und Vergehen begangen habe", wcrdcn vom itriegtsgerichlc abgeurtheilt werden. Man versichert. Alles werde in dre« Monaten beendigt scin. — Die „Deutsche Zeitung" meldet: .,D,e »! bsl, ,u m u ng r n der Armee bcl den letzten Wahlen m Frankreich ha den, so weit sie bis jetzt bekannt sind, daraethan, bah nicht, wie man vielfach behaupten wollte, das donapar» listische oder orlcanistische, sondern das indical republikanische Eltincnt dic meisten AnlMger nntcr den Trup-pt" zählt. 'hie fr anzö s i sch e 2 lerus or^anisirt in un» begreifliche Weise seinen Krieg gegen die Unter» l' chtsre s o r m. Dem Protest der normannischen und blclaanischci, Uischüfc schließt sich ein hoher Prälat „ach dem andern an und die niedere (Yclsllichleil versäum! N'chl, unter den Vmen Unlerschrlslen zu werben. Wenn M">, hiezu die offenkundigen Ocsinnunqen der Kammer» llwjoiiläl rechncl, so tann man sich wohl siagcn wnved. Nrmcc relrulirl. Das Neichelrlegsmmistcrium hat die i'ö' jchung diescs (5orps auS dem Berl'ande der gemeinsamen Armee angeordnet und besohlen, daß dessen sämmtliche Rech« nungen durch die l. und l. Obenntendanz der Honved.In» lendanz zugestellt werden. — (Das ungarische Ministerium) hat die Absicht, in jedem Comilale ein Correctionshaus für junge Verbrecher und arbeitsscheue Individuen zu errichten. — (Zur Pferdezucht.) In Oesterreich sind nach der Zahlung vom AI. December 1809 im Ganzen l.:lli5,'>1ll Pferde vorhanden, darunter 165.U3<.1 Fohlen.' Die Pferde, welche Se. Exc. dcr öslerr. Oencralstallmeister Oras Rozwadorosti in der Normandie angelausl hat. sind vorläufig in Stadel bei W,en eingestellt, bis die nöthige Mannschaft aus den verschiedenen Gestüten eingetroffen ist, welchen buse edlen Thiere zugewiesen sind. Kenner riihmen die gluckliche Auswahl. ^ (beschichte des österreichischen N c ch-nungswesen «.) Slallhalterciralh Herr kalasanz Nchl. ncgel in Graz soll auf Anregung mehrerer hochgestellten Staatsbeamten und insbesondere in Folge Aufforderung dcs Präsidenten am obersten Rechnungshöfe,' Grafen v. Vter-ccmdin, an der Herausgabe eines fur Männer vom Fache jedenfalls interessanten dcachlcnswerthen Merles, einer „Geschichte des österreichischen Nechnung« und kontrolwesens" arbeiten. Da es bi« jetzt a« jeder authentischen Nachricht Über das Entstehen, die Entwicklung und den «usbau deS einzig in seiner Ärl dastehenden österreichischen AechnungS» und Controlsystems mangelt, so dürst, die genannte «r, deil immerhin von Interesse scin. — (Eisenbahnunfall.) Bei der Station Peg. gcm sSteicrmarlt) fand am 14. d. cin Zusammenstoß zwi» jchln einen, Personenzuge und Vastzuge statt- letzterer wurde slarl beschädigt, von dem Personale und den Passa» gieren jedoch Niemand verletzt. — lLieDraubrücke bei Unl erd rau bürg) in Kälnlen ist durch Treil'ei« zerstört worden. Den Verkehr von Kärnten nach Slciermars vermiltell nun die be-stehende Uebcrsuhr mit Eeilschiff. — (I ackson Hai ne« auf dem H i l m e r l e iche.) Die eisjporlfleundlichen Gramer hatten vorgestern Gelegen hei», den europäisch berühmten EchliltschulMnstler Herrn Jackson Haines bei der Arbeit zu sehen. Er tanzte nach dem Talte der frisch auffpielenben Aegimentscapelle „Erz. herzog Leopold" mit so wunderbarer Grazie auf seine« eigentlichen ülemente, dem Eife, daß cr die vollste Bewun» derung der aus den vornehmsten Kreisen von Graz sich relrutirenden Iuschauerwell erregte. Jackson Haine« ist ub. rigens eine anerkannte Berühmtheit und leistet mit den eisenbewehrlen Veinen etwa da«, was Rubinstein und Vlllow mit den Händen vollbringen. Seine zierliche Gestalt schil-lert in der Brustgegend von zahllosen Auszeichnungen ganz fremdartiger Gestall. Die eine erhielt er vom König Carl X V. von Schweden für den Eislauftemz in der Oper „Der Prophet." Die übrigen seine Brust zierenden Medaillen von Gold und Brillanten rühren von den Eislaufvereinen der Städte Petersburg, Kronstadt, Moskau, Ehristicmia, 2hi. cogo, Detroit, Wien, Prag und Pest her, und ein Brillant, ring an seinem Finger ist das Ehrengeschenk des Czaren. Seine vorgestrige Production auf dem Hilmerteich verdiente nicht minder eine Auszeichnung, aber da die Grazer einen Eislaufverein gar nicht haden, so mußte sich Herr Haine« schon mit der Bewunderung zufrieden geben, die ihm denn auch im vollsten Maße zu Theil wurde. — (Ein Kind von schwerem Kaliber.) Im Gasthofe zum „weißen Schiff" in Pest ist ein Kind zu sehen, da« ein Jahr alt ist und schon einen Hentner wiegt. Das Kind ist in Slli'Sjl'Millos im Weißen» burger Comitale geboren; der Eintrittspreis, der blos ein geringer ist, wird zu Gunsten der evangelischen Kirche des Geburtsortes diese« Kindel« verwendet. — (Concur«. Proceß) der sächsischen Hypothe. leN'Vanl zu Leipzig. Nach einer Mülheilung de« l. sächsischen Iustizmlnisterium« ist am 3. November 187l von dem l. sächsischen Gerichl«amle im Bezirl«gerichte Leipzig Udcr da« Vermögen der unter der Firma „Siich. fische Hypothekenbank zu Leipzig" in Leipzig bestandene» Nctiengesellschafl der Eoncnr«proceh eröffnet und in diese« der 17. Februar 1872 al« Endtermin flir die Rnmeldnng der «nsprüche gegen die Gesellschaft festgesetzt worden. Da die Concursgläulnger hauptsächlich in den Inhabern der von der genannten Gesellschaft emitlirien, dermalen in de« Betrage von 7.7'l65 alle Gräber geöffnet, in denen sich viele Äelle'sarbeilen, Vasen, Eimer ocm Bronze. Scha> len und Heuchler befanden. Vasen sind mehr als 800 zu» Vorschein gekommen. Sehr zahlreich sind auch d« weibU» chen Schmuckfucl'cn, Armringe aus Bronze, Fingerringe von Bernstein und Gold. Perlengehänge. Halsbänder von Bernstein und chrringe aus Gold. Was die geil betrifft, in welcher diese Gräber »hre Todten aufgenommen haben, fc> läßt sich nur behaupten, daß sie hinler da« .'l. Jahrhundert v. Ehr. zurückgehen muß. Locales. — (Dem Kranken » Unterstützung«« und Beerdigungsverein der freiwilligen Feuer» wehr) sind folgende freiwillige Spenden zugekommen: vom Herrn Anton Eamassa .'!0 fl., Herrn Iofef Tribulsch 4 fl., einem Ungenannlseinwollenden 5 st. 2.'» kr. __ lFasching « ' il hr" n il.) In allen Familien, kreisen sind dle zar'en Damcnhände mit den Toiletten. Vorbereilunaen fur da« am nächsten Sonntag (21 ) stall, findende «urge rkränzchen und slli da« am letzten Burgerkränzchen proiectMe großartige Maslensest l>ereit« vollauf beschäftig,. Die l'ose zur großen »ewmnstverlo. sung, welche ^........ , den 21 Jänner beim Burgerlränz. chen auf der ^ !c abgelMlen wirb, werden, ime vor. aussichllich, dald vera.njjen sein, welcher Umstand wohl nur den vielen und reichen Hewinnsten zuzuichreiben ist. Auch wir halten Gelegenheil, die zur Verlosung bestimmten Ge» genstände zu bestchligen und waren ganz überrascht, eine jo 98 große und reiche Auswahl zu finden, ja es ist bei dem geringen Preise der Lose (10 lr,1 kaum denkbar, daß so viele und so werthvolle Gegenstände angeschafft werden tonn len. Wenn wir verrathen wollten, tonnten wir von prachtvollen Tafelservicen, Teppichen. Theeservicen, Leuchtern, Uhren :c. .c. erzählen, doch wir wollen den Lesern die Ueberiaschung nicht rauben, sondern denselben nur rathen, oie Gelegenheit nicht vorübergehen zu lassen, die einem um 10 lr. die schönsten Gewinnste in Aussicht stellt. Lose sind noch zu haben in den Handlungen der Herren Gerber, Karinger, Popovic^ZeschlokTill und Klein, mavrk Bamberg. — Weiter steht uns einFeuer -wehr'lkränzchen in Aussicht; dasselbe wird am 3len Februar im Casino-Glassalon und in den anstoßenden Lo-calitalen stattfinden. Das Counts ist eifrigst bemüht, in decorativcr Beziehung sowohl, als auch in Bezug auf Unterhaltung überhaupt, dieses Kränzchen zu einem recht gemüthlichen zu gestalten. — (Banket.) Für das li?bl. Ossicierscorps des l. l. 79. L. I N. dürfte die Mittheilung von Interesse sein, daß Ee. Lrc. der commandirende General in Ungarn, Feldzcugmeister Graf Huvn. am 15. d. Abends der Generalllät und sämmtlichen in Pest'Ofen befindlichen Stabsoffizieren der gemeinsamen Armee und der Honv<5d< schaft «in glänzendes Vanlet im Prachlsaale des Grand Hotel „Hungaria" gegeben hat. — (Hu fbe schlags chulen.) Dem Vernehmen nach wurde die provisorische Errichtung von zehn Huf« beschlazschnlen für Soldaten angeordnet, welche noch im Jänner in Brunn, Olmütz, Prag, Lemberg, Graz, Lai» dach, Pest, Komorn, Temesvar und Hermannstadt ins Leben lrelen sollen. Die Irequeutanten dieser auf einen halbjährigen Curs anberaumten und von einem Mililär-lhierarzte geleiteten Schulen sollen nach abgelegter guter Prüfung das Recht erlangen, in allen Ländern der Monarch« das Huffchmiedehandwert auszuUben, müssen jedoch gelernte Schmiede sein. — (Aus dem Amtsblatt.) Kundmachung wegen Witderbefetzung des excindirten l. t. Tabat-Verlages zu Etc in. — (Theaterbericht.) Gestern wurde wegen Er« lrantung ves Herrn Tchlesinger anstatt „die schöne Pumsia" „Das Pensionat" gegeben. Das von den Fräulein Pichon, üdelhardt, Zell Und Weber gesungene Quariett wurde wieder mit großem Beifall bedacht. - Das hierauf folgende einaclige Hharalterbild „Ein Aulographensammler" von Schütz wurde von Frl. Krägel (Ilda), den Herren Traut ^Ülioremlvi) und ^iadler (Ehrenfried) recht nett ausgeführt und wurden am Schlüsse genannte Darsteller deiMig gerufen. Da» Sujet ist pitani -. Ein ungarischer Edelmann ist voll aufrichtiger L«b« sur eine Sängerin entstammt, bietet letzterer seme Hand an, welche aber von der berühmten Sängerin in so lange abgelehnt wird, bis sie ihrcn Bater erultt haben wird. Ein alter Autographen-sammler naht sich der Sängerin, bittet sie um eigenhändige Eintragung einiger Worte in sein Album, entpuppt sich zufällig als Bater der schwedischen Nachtigall uno jeg> net schließlich den Eh bund seiner Tochter mit dem edlen jugendlichen, feurigen Magnaten. Das ans Anlaß des Ca» sinobaües sehr schwach besuchte Haus war mit dem gestrigen Theaterabend zufrieden; von Seite der Theaterkasse wird wohl das Gegentheil anzunehmcn sein. — «Notiz für Cigarrenraucher.) Ueber die Frage, welches Aller die Cigarre haben müsse, um mit Genuß diauchdar zu sein, schreibt der „Boston.Epectator" : Die Cubaner lieben eine frische Cigarre. Die Arbeiter rauchen die Cigarre sofort nach der Fabrication. Nenn man «inen gewissen wohlbekannten und wegen seiner Ha» vannah»Cigarren berühmten Cigarrenladen in Newport desucht uud dort eine Cigarre laust, wird der Cubaner zu» Vörderst mit großer Beoächliglcit die Cigarren an fem Ohr halten. Fragt man ihn, weshalb er dies thue, so antwortet er: ,um zu sehen, oder besser gesagt, zu lMen. selchen Grad von Trockenheit sie besitzt. Wenn zu trocken, wird sie krachen. Eine frische Cigarre ist weich und macht lein Geräusch." V'i unserem Klima genNgen zwei bis drei Wochen, »m der Cigarre die benüthigte Trockenheit zu geben, eine längere Zeit macht sie nicht besser. — (Schlußverhaudlungen beim t. l. Landesgerichte Laibach.) Am 18. Jänner 1872: Franz Krasovec und Franz Gliha : Betrug. Nm 19. Iän« ner: Johann Pristow: schwere körperliche Beschädigung; Andreas Praprolnil: schwere körperliche Beschädigung; Matthäus Slapnil und vier Genossen: schwere körperliche Beschädigung. Eingesendet. 4Ueu kranken klHst lllltt 6e3«mätieit onus Neüicill «ul«l ollue ^ozteii. kevalezciöre Du Lalr^ vou I.olläou. Seitdem Seme Hc,liglctt der Papst durch deu Gebrauch der delicaten !i^v,!e!,c!<:5« '!<» ll-,5!-^ glllcklich wieder hergestellt und viele Aerzte uud Hospitäler die Wirtuncl. desselben anerlaunt, luird Nlemand mehr d«e Kraft dieser lüstlichen Hciluahrung be-zwcifclu und fuhren wir folgende Kranlheilru an, die sie ohne Äinu:udung uon Medicin lind ohne Kaste» beseitigt: Mageil-, Nerven-, Vrust-, ^unqen-, Gelier-, Drillen-, Schleimhaut', Athem-, Vlasen- und ^iicrrnleioeii, Tuberculose, Schluindjucht, Asthma, Hüllen, Unoerdaulichtelt, Bcrstopsuug, Niarrhücn, Schlaflosigleil, Schwäche, Hämorrhoidcu, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigeu, ^hrcnbrauseu, Uebellcil nud Erbrechen selbst während der Schwangelschaft, Diabetes Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus. Oicht, Bleichsucht. - Auszug au« 72.000 Herlifica-len ilber Genesungen, die aller Medicin widerstanden: «lertiflcat !)i r, 7 18 14. Crosue, Seine und O,se, Frankreich, 24. März 1868. Herr Rlchy, Steuereinnehmer, lag an der Schwindsucht auf dem slerbcbette und halte bereits die leyten Salramenle gc-uommeil, well dlc erstril H^rzle ihm nur noch wenige Tage 5.'cbcn versprochen. Ich rieth die l^v,!^,^!-,! ,!,, 1^,,-i-v ;n versuchen, und diese hat den glücklichsten ülfulg gehallt, so daft der Mainl in wenigen Wochen seine Geschäfte wieder besorgen tonxle und sich oolltommcu hergestellt fühlte. Da ich selbst so viel Gutes von Ihrer !<.>«!6!-« bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in Arzuclei». ^n Blechbüchse!, oou j Pjimd ft 1.50, l Pfund sl. 2.5.0, 2 Pfund ft. 4..», 5, Pfund si. 10, 12 Pfund si. 20, 24 Psund st. 3<>, li<'v,!«!,< !!!!-li»'< n>»l^<» in Pulver uud l» Ta>)lelle» sttr l2 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen ft 2 50, 48 Tassen ft. 4,5<>, in Pulver sllr »2«) Tassen ft. lO, fUr 2«« Tassen ft. 2<», sür 57« Tassen st. :l r lib acher, in (sraz n Innsbruck Diechll H Frank, in rin, Haselmayer, in Pest Tlirut, in Prag I. Fürst, iu Bruiill F. Üder, sowie «n allen Städte» bei guten Hpolyetern »nd Specerelhäut^ern; auch oelsendrl das Wiciicr Hao« nach alten «segenden gegen Postaiiwcisniig ober Nachnahme Neueste Post. l^rigiual-Teic^rauim der „Laibachcr Zeilnll^/) Mien, «7. Jänner Der NeichSratd wählte in den Verfassunstsausschuft: (soronini, (flchhoff, .^ur, Kaiser. 'Plckert, ^ckaup, Knub loch, Kuranda, )lecbbauer, Vreitl. Demel, BeeS. ,jybllklew»c;, HHod;ict«,(5;ertawssi, (!^ar-neri, Olroft. H^aldert. Hveeber, Dinstl, Vam« berg, (»istra. Herbst, HVolfrum. Thurn, Faill» ner, (Yrocholski. P,no, TumaSczio und Ja-nowSky, der VerfaffungsauSschuft wäklte Per« ger zum Obmann und l^roft ;u desien HteU Vertreter. In den (5lub der Verfassunftspartei sind bisher 5^5 Mitglieder eingetreten, ohne die Minister, welche mit dem <5lub fortwahrend im ^sontacte bleiben. Wien, 17. Jänner. Reichsralh. Herbst begründet den Nntrag auf die Wahl eine« VerfassunysauSschusfes mit Hinweis auf die angetündlglcn Ä>:setzentwlirfe Ul,l> den bereits emgtdlachtcn galizifchen Nesolutionsantrag. DaS Haus genehmigt die Wahl eine« H^licbriqen Ber-fassungsausschusses, welchem über Antrag Zydlllievicj' der gallzisch« ViejolutionSanlrag zuqcwilsen wlrd. Die Sitzung dauert fort. ; Prag, 1«. Jänner. Der „Ta^sbote" meldet: daß der Eindruck der Ndreß'Debatte, insbesondere der Erklärung des Minisier-PrHsidenten. ein ermuthigender sei. Das Ministerium solle dir Wahlresorm nicht hinausschieben. Agram, l22', unt, der dlüteTreffer mit 2000 Gulden auf Nr. «W^O. Ferner a/minue» : je 400 Gulden : Nr. ^j; je 2<>» Wnlden : Nr. 325^li 51.'i1i> 718 >7 und 873.;l ; je 120 Gulden: ',5).'j!> 555^j 78 ttOOl.l und !".»^;<'.: je l0l) l»ulden: Nr. 1258? ,?.I2? 2<<242 .'l.'i'li'»? :j'j'.».'U 47870 ,A)2.'N 7l48.'l ?965» 88721 '»1402 !1175»8 uud i«>j.'7. Vai^ach, 17. Jänner, «us dem heutig,,, Marlle sind erschienen : s> Wagen mil Oelreide, 5 Wagen mit He» uiid Stroh (Heu 48 <5tr., Stroh 2^t er p, ^iuck —.2;------- Verste .. 3 40, 3 72 Aillch pr. Muß l" -^ Hafer „ 2 20 2 25 Äiluostelsch pr P,t» - 22------ Halbfruch» „ — ^ 5,62 Kalbfleisch „ . 2? - Heiden „ A «0 .'»«)« Schweinefleisch,, .25, Hirse « 4—4 !l5 ^chopsenstelsch „ — 16 — «uluruh „ 4 4l) 4 '.» 40'____ Hissen „ <).^»!_ — Holz. hart., prK-,h, r ^ -------1, - ~ geräuchert „ — 42>____ Angekommene Fremde. Am 16. Jänner «>'>«»«'«»,,«. ^aüi'I, HandeXm.. Matier^^ls Weißenbelg. Hlaiüüi, trieft. Tlwmann, ^«adinänn^dorf, 5.'enalz Trieji- ^eümauu, Private, Taroio, 5«»«««, TR l«n. Oras Csafti, l. l, i'ieutmam, Wien. ^ v. Klo dusch, k, l. Hauptmann, Innsbruck. Stenouic, Kaufmann, Sagor. - Kanter, Kaufm., Wien. ^- Frau Kerstein, Ober lrain. Theater. He»,f «Vnia We,»;cl, ssel>a„nt der Wilde, u«t> Hintl» d^r Freiknecht. Schauspiel in 5i Alten un» emei» Borspicl: ler j>,„gcr^ Hol,», ron (ih, Virch Pjcifier Melelirlilo^sche ^euliachlullueil i,l kaibüch. 6N M« ?.'!!» .5. - 2V 'windstill llllbe 17. 2 .. N. ?.'>?,,», 4- «4 »lndstlll Hühelin.bll ,^"' '0.. Ab. 7.'tki,^ - 0,< windstill l,«nn. Negen ^^t" TlUbe. nebeliss. Nnsheiteruiia., Nclielreiüen. Da« Taa,i>mitttl der Temperatur — 10«, um 11" itber dem Normale. «eranlwoltlicher »ieba, imr.- I .^ ^ „ «pr,l-0ctoder, ?3.-. ?>j.^ Los, » 3. ll«j9..... 317.- 318.- ' . 1854 (4"/,) ,u »t>0 ss. 96.- 96 50 I . I860 zu 50U st. . . 10V.- 108.2l> I ^ 1860 zu 100 si. . .130.-132. I ^ 1864 ,u 100 st. . .149-149.25 Staats.DomänfN'Pfandbrieft zu l»0fi. UV. in H,Iber . . l21i>0 122. ». »<»»»enN«ftung4'0blig<»tlonen. Fitt 100 st. sell' Vaare Vllhmen . . . . ,u5plt 3750 98. -«alizim .... ^ si ^ 75. _ 7550 Meder«Oesterreich . . ^ ^ ^ 9l»._^ 96. __ 0ber-0efterre,ch . , h , 9g _ 94 __ Siebenbürgen . . , li , 78 . 79.. Ete.ermat^ ... ^ b , 90 - 91 — Ungarn ... ^ 5 „ »025 fti _ t. Andere öffentliche Nnl«l,en. Dsnauregulirungslose zu 5p4l. I7.-. I?.5d U> a. Elsenbahnanlehen zu 120 st. «. V. Silber 5', pr. GlUH 110.75 II 1.35 Un« Prämienanlehen zu 100 fi. » « l?bft VlNi«hl.) dr. ««« 110. - 110 2ö Wiener Cammunalonleheu. click- V9.- Verlehrsbanf.......195,— l9»i. - lL. Actien von Lran«vorl«„tevneld Waare Ulföld Fiumaner Vahu . 184.— 185.— Vöhm Nefibllbn . -. - '-7 «»rl-kudwig-Vahn 260.— i»^) 2n Donau Dampfschlfff. Oelcllsch. . '^47... 649,^ ldbahn . . . «235 ^240 — ff»«ft»chn,.««eser.V«tz« . 181— 18150 ' ' "de.^a'o,: . . , .2"7— 20?:>«> ^...'.tIllssyei.Vohn . U;4 Ilili 0.-- 45>2,- Oefterr. Nordwestbahn . . . 222 50 223 Rlldolss'Vahu......158 50 10 k.in.i3I.ruck,.,»5pHt,,nä.W. 87,— 87 25 «°„onalb. ,u 6 P«t ». W. . . 901N 9030 Lll,. 0 «.<«l«Lnt»U,.V.i.G.,«,.'.««. 107.— 10^.50 Dell^r. «,r>»»stb«^N . . 108 25 103.- Geld Waart Val»n ,n wilder oer,. . 92 - 9? 50 O. 3'/. « 5,00Fr, .1 «m. 1«6ö<) ,3?.'.. «unv."» 3". «500Frc, ftr. Tl«ck1I3?5, 1,4 25 Sudb.-V.i. 200 st.,. 5«. filr,00 st, 96 .-» '.g 7.'' KUbb.'Von, 6". s187<» 74) i 50 «. Prlvatlose «Per Gm wa»" ,u lW fl, «z W . . . ,sj, __ ,s,i 5/» Nudnlf-Stiftung ,u 10 st. . ' 'i4.i)0 'lb'bli Wechsel (3 »ion ) Held «Y»ar» «uqsburz s«r 100 fl sttdd. M. 97 20 97'^ ,5r<"!?f,'rl°.M. 100 st. bella 97 40 97.4" Hamburg. sl,r 100 Vtarl «°nc« 85,50 85^' .'«nduu, sür 10 Pfund sterling .'15 25 115 3^' llari«. fiir I'X) Franc« . . . 44 75 44"' 'or . . 9 ^ 14z< 9 „ l5 " Preutz. tassenscheine 1 „ 72^.. 1 . ?ili " silber , . 1,4 . . 114 , 25 " Kraiuische Vrnndentlaftuug« « Ob««««louen, Hli« l!»tn<,t