^V". >^^ ^1^- ^^"^ >^>^ ^^—Vx^ ^ Laib ach er ^ e i t u n n Donnerstag den 2. August "^es Kaisers Majestät haben sich am vörwichcnen Sonntag vow dsnr'Au^ Zarten nach htesigev Hofblirg erhoben haben allda dcm Gottesdienst beigewoh' "et^, und darauf verschiedenen Personen wn Adel Gehör ertheilt. Vor wcnigelr Tagen ist eine Ver-«rdnnng öffentlich erschienen, welche den 2nnlanderu das Hausieren', mit itmlän-bsscben Waaren aller Art gestattet. Das Hausieren her Fudcn ist aber nur «»k Böhmen, Mähren und Schlesm eingeschränkt. Die Gotscheer dürstlr sogar mit eimgm ausländischen Fruchten , m,d Fischwaaren hausieren ^ doch n-ns-! stn die Hansierer mit einem krcisamtli» chen Paß, dsr lhnon uncntgcldlich zu cr' theilen isi, mrschcn seyn. Der hier in Wlcn angesomMt^ Höfräth Martmi macht eine abscheuliche Schilderung von der Bigotterie und der Nnbiegsamkeit der Niederländer, denen ! die alte Sitte ihr Leben lst, und die kein Haar pon chvcr Freyheit, oder . siebev dc,r ganM Kopf verlker! n wole l.c„. Er m eint auch, Wfl ei,4 lckwar zer Dämon unter ihnen ist, der das Feuer angezündet, unterhält, und nicht nachlassen wird, bis alles in kam vc-cnio seyn wird. Zlun Präsidenten in Sttyermm'k haben Se. Maj. anstatt des Hrn. Grafen von Khcvenhüller, dcv seine Erlassung genommen , den Hrn. Grafen von Vrigido , bisherigen K. K. Kommissair bei der 'Regierung von Gallizien und kodomerien ernannt. Die erösnete Stelle in Lemberg wird der Herr Graf von kaschanzky, bisheriger Viccpräsident bei der Negierung in Prag, bekleiden, und dann der Herr Baron von Mavgelik, dermalen Viceprasidcnt zu Leniberg, in gleicher Eigenschaft nach Prag vcrsezet werden. Man lispelt sich ins Ohr, das ic> tausend Franzosen von Lille und von Va-lencienne erstlich nach Brabant einfallen sollen / ehe die kais. Truppen ankomen, um ihnen den Weg zu bahnen , und um die Erzherzogin Christine ans den Händen der Aufrührer zu desrcnen. Personen von hohen Range werden zwischen iztcn und i9ten in Koblenz erwartet. DerWeg von Köln bis in die Niederlande wird bewacht, und vermuthlich kann man sich schmeicheln die General, Göu« oermurs der Niederlande bald befrenet zn sehen. Vom Minister Belgiojoso hövt man Zar nichts wo er sich aufhält. Dies wäre also «ine Muthmas-fung, daß der kaisevl Hof mit dem König von Frankreich einverstanden ftie. Allein man weis, bah die kaiserliche» Truppen nicht blos die brabantischen-Angelegenheiten zum Zwecke haben. — Dcr Kaiser wird mit 6cDtausend Man bei dem holländischen Zwist, wem: Frankreich und Preussen entgegengese» te Absichten hätten, nahe an Holland auch ein Wort lauter aussprechen können , oder es muste ein allgemeiner Krieg entstehen... Gewiß ist cs, baß Preussen sehr viel wagen würde, wen« >es keine Zuvcrsichernng von Seiten des kaiserlichen Hofes hätte. Dantt da wäre ja Nußlaud, Frankreich, Oesterreich beisammen, und Prenßen/ England mit dem deutschen Bu"d kömt» ten dieses Mbcrgewicht nicht übermanell. Die Neuigkeiten / so ein Kourier aus den Niederlanden am abgewichene»! Mitwochen mitgebracht, lauten schl fchel, so baß wcyig Hoffnung übri,^ bleibt, wie dip Vvabannsche Nation Hrer Blindheit entsage» und sich zur Vernunft wenden werde ^ um gutwillig zur Mcbt zuri.ck zn kehren. E