Nr. 16. Dienstag, 21. Jänner iW«. 12 /. Myrgang. Mbacher Zeitung Pr»numrrat,°n«p«i«: M,t P oftver« endunn: <,a>^jäl,iin 30 «. halbjähria 15» «. Im »ontoi: ganzjähri«, 22 li, hlllb,al,r>g n X, Fur die Zustellung ins HauL „anzjähnl, li «. — Insertionögcbnhr: F,1i lleinr Inlerate bis zu 4 Zeilen 5« l,, größere per Heile ,2 li: bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 b. Die »Laibacher Zeitung» erscheint llglich, mit Ausnabme ber Sonn- und Frirrtaae. Die Ubminiftratio» befindet sich »ongreßplah Nr, 2, die MtdaMon Dalmlltingasse Nr. l0. Sprechstunden der «ebaltion vv» 8 bi« w Uhr vor- mittags. Unfianlieite Äriefe werben nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der Redaltion 258. Amtlicher Heil. Dm 18. Jänner 1908 wurde in ber l. l. Hof» und Staats« druckerei das V. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher NuS« gäbe ausgegeben und versendet. Den 18. Jänner 1908 wurde in der l. l. Hof» und Staats« druckerei das OXX. Stück der kroatischen und slovenischen, das 0XXV. Stück der troatischen und daS 0XXVII. Stück der slovenischen Ausgabe des Neichsgesetzblattes des Jahrganges 1907 ausgegeben und versendet. Den 20. Jänner 1908 wurde in der l. t. Hof. und Staats» druckerci das 6XXXI. Stück der böhmischen, italienischen und slovcmschen und das 6XXXII. Stück der böhmischen und slove» Nischen Ausgabe des Reichsgesehblattes des Jahrganges 1907 sowie das I. Stück der italienischen und slovenischen Ausgabe des Reichsgesctzblattes des Jahrganges 1806 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 18. und 19. Jänner 1908 (Nr. 14 und 15) wurde die Weiterverbrei-rung folgender Preßerzeugnisse verboten: Folge 11 «Alldeutsches Tagblatt» vom 15. Hartungs (Jänner) 2021 n. N. (190«). Nr. 780 «Wiener Montags.Post, vom 13. Jänner 1908. Nr. 2 «1/ ^.vvouiro äol I^voiAwro» vom 9. Jänner 1908. Nr. 1 «Freie Stimmen» vom 10. Jänner 1908. Druckschrift: «H>,Iyul!»,i-jo Oivilo 1908, 6nilw ^u/2i, säi-toro, liouill. Nr. 1 lollektivnote hat, folgenden Inhalt,: Die Botschafter der sechs Großmächte bestätigen den Empfang der Note der Pforte vom tt. d. M.; sie bedauern, daß die kaiserliche Legierung dabei beHarri, einen Vorschlag zu erneuern, den sie zu wiederholtenmalen als nnaunehmbar erklärten; sie bestehen neuerdings und in dringendster Form darauf, daß die kaiserliche Negierung ihnen bald-möglichst die Annahme der Vorschläge zur 5tennt-nis bnngen möge, lvelche sie ihr infolge des Auf träges ihrer respektiven Negierungen gemacht haben. Tie können keinerlei Äildernng der Forderungen znlassen, die zwischen den von ihnen ver^ treteneu Mächten vereinbart lvurden, deren Ve schlüsse zur Keuntnis der ^5sorte zu bringen sie beauftragt wurden. Marokko. Das „Freindenblatt" vermag auch jeht, nach der Verkülldigung des heiligen >lrieges diiich Mulen Hafid. nicht einzusehen, warum Frankreich oder die Mächte deu Weg zur Behandlung der marokkauifchen Frage, den die Algecirasakte ihneil gewiesen hat, verlassen und durch eine neue Konferenz einen neuen Weg bestimmen lassen sollten. Eine zweite Konferenz wäre nnr dann notwendig, wenn die (Gültigkeit dos ans dei' ersten hervor-gegangenen Vertrages mit der Person des Sultans Abdul Aziz verknüpft loorden wäre. Das ist aber nicht der Fall. Der Vertrag ist zwischen Europa uud Marokko geschlossen worden, nnd er gilt nach der Entthronung Abdul Aziz' ebenso weiter, als er nach seinem Tode hätte weiter gelten müssen. Vermöchte Mnloy Hafid sich durchzusehen, so würde er von Enropa nnr dann und in dem Maße anerkauut, als er die Vertragsverpflichtungcn seines Vorgängers zu übernehmen bereit wäre. Die politische Titnation, die infolge der Revolution von Fez entstand, ist demnach, was die cnropäischen Mächte anbelangt, ganz klar. Etwas anderes ist es mit den speziellen Abmachungen, die Frankreich mit Abdnl Aziz in Nabat getroffen hat nnd die im Znsammenhang stehen mit den Verhandlungen zur Erlangung einer ausreichenden Genugtuung für Easablanca und zur Festsetzung von (Garantien für die Zukunft. Tache der französischen Negierung ist es, sich dariiber schlüssig zu werden, mit welchen Mitteln sie angesichts der neuen Titnation den noch ausstehenden Teil der (Genugtuung, auf die sie Anspruch hat, erreichen will; ihre Tache, sich zwischen den rivalisierenden Bnidern zu entscheiden. Ein internationales Problem ist es nicht; würde es erst werden, wenn oer französische .Commandant in Marokko die Befürchtungen des Herrn Iaur^s bewahrheiten und seinen Wirkungskreis überschreiten würde. Aber die Antwort, die Minister Pichon in der klammer auf die Interpellation des Abgeordneten Ianr^s erteilt hat. zeigt, daß sich Ianr^s unnütze Sorge macht. Die Mächte haben Vertrauen zu der gegenwärtigen französischen Ne giornng und insbesondere zu El^menceau, der da heim und in der Welt als ein >tolonialpolitiker von der nichtaggressiven Art bekannt ist. Die „Österreichische Volkszeitung" hält die Lage durch die Verkündigung des heiligen Krieges wesentlich verschärft. Mehr aus Gründen der innereil als der äußeren Politik möchte das Kabinett El^menceau das „marokkanische Abenteuer" bald zum Abschlüsse briugeu; das ist jeht sehr erschwert. Frankreich schuldet jetzt dem deutsä>en Baiser Dank dafür, daß er durch die Ncise nach Tanger die „penetration pacisiquo" verhindert hat. Nenn man es könnte, würde man in Paris die ganze marokkanische Episode rückgängig machen und uns die Feuilleton. Rätselhaft verschwunden. Humoreske von Adolf Hbiel'e. (Schluß.) Tante Sabines stärkster Teil war endlich erlahmt, obwohl er mit neun Tassen Kaffee angefeuchtet worden war; der Mietsmann nebst Frau hatte sich zurückgezogen, die beiden >!'egel-brüder lallten nur noch, lind Trenmann schlief Vorrat oranßen ill der Mche. Da endlich — es war nnn gegen zwei Uhr und Totcustille lag über dem Ttädtcheu — da eudlich rüstete man sich zum Aufbruch. Oukel Willkomm erhob sich, sehte sich aber gleich wieder; er war doch schou au sich etwas wackelig, und der Weiu, sowie die Beredsamkeit seiner Nachbarin hatten ihn ganz marode gemacht. Tein Neffe, auf dessen au Mäßigkeit g>e-i wöhutos Deukorgau der Nebensaft besonders stark wirkte, hatte doch noch so viel Besinnung, daß er sich sagte, er könne den alten Mann nicht allein fahren lasse»; so erbot er sich denn. ihn nach der „Weißen Taube" zn begleiten. Die ganze (Gesellschaft brach auf; man umarmte nch verschiedentlich, nnd nachdem iu^ dein düsteren dichte der Petroleumlampe,, auf der Straße eiu paarmal die falschen. Mäuuer angepackt und ill den Wagen gehoben worden waren, sas'.en endlich die beiden richtigen darin. Der Kutscher war eine Ttunde zuvor, als er die beiden leeren Flaschen !u den .Hausflur stellte, von eine», oer Kneipbrüder angetroffen worden. „Tie sitzeu da draußeu fo trocken!" hatte dieser! mitleidig gerufen, hatte eine volle Flasche geholt nnd sie dein 5tutscher überreicht. Dieser uuergri'md-liche Mann hatte in seiner- Bescheidenheit nicht widersprochen uud dann anch diese Flasche geleert. Bei den, EinHeben falscher ^ente in den Wagen war er dann allmählich erwacht, hatte, da er die Peitsche nicht mehr fassen konnte, ein inatteö „Hüh!" erklingen lassen, uud oahiu rasselte die alte Kutsche; das trotz aller Betagtheit schon recht ungeduldig gewordene Noß tat seine Tchuldigleit. Nachdem nun die (^äste nach verschiedeuen Nichtuugeu anseinaniX'rgeschwankt waren, kam über den Altgesellen^ Treumanu. der im .^nuse wohnte, das Bewußtseiu seiuer Verautwortlichkeit Er trauk einige Tassen >laft> nnd rauchte dazu^ um siel,' munter zu erhalte,,, bis der Ehef des Hauses zurückkehrte. Es war ietzt zwei Uhr. Mit der Negelmäßig-ke,t eiues Perpendikels ging das durch eiueu ausgiebige,, schlaf enr'schte Faktotnm auf lind ab Es wurde drei llhr, halb vier Uhr aber der Meister kam mcht zurück. Jetzt bedeckte der wackere Hüter seil, Haupt, holte ,einen kräftigen Knotenstock, verschloß das Hans uud wauderte durch die totenstille Ttras'.e zum Kutscher Merkel. Nachdem er hier geklingelt und geklopft, erschien dessen (Ratlin, mit oiner Nachtmütze ge-schmückt. am^Fenster. „Ach so," erwiderte sie anf Treumauiis Frage. „Na. was mein Mann ist, der kam vorhin I>eim." „Hat er denn Herrn Frenzel und Herri, Willkomm nach der ,Weißen Taube' gefahren?" Das konnte die Frau nicht sagen, und so ließ sich Treumauu das Haus aufschließen und trat an das ^ager des wagenführenden Mannes. Tehr lange danerte es. ehe dieser aufgerüttelt wurde. Er stammelte einiges wirres Zeug von der „Weißen Tanbe", von, Tteinbrnch und dem Wasser, dann sank er wieder zurück. Nnn erfuhr Treumann von der Frau, daß sie das Pferd ausgeschirrt, den Wageu in die Remise geschoben nnd den Mann ins Bett bugsiert habe. Trcumanu überschauerte es: aus dem Wege znr „Weißen Taube" befaud sich der Steinbruch und darin ein tiefes Wasser! Noch ein vergeblicher Verslich, den Xtntscher zu beleben, dann eilte der wackere Mann nach der „Weißen Taube" hiiums. Hier wußte man nichts von dem (haste, und in Begleitung des Hansdieners kehrte Treumann nach der Ttadt zurück. Der Nachtwächter, den sie antrafen, machte ein paar Männer mobil, und in der Morgenfrühe — es war nnn fünf Uhr geworden brach man. mit langen Ttangcn bewaffnet, nach dem Tteinbrnch auf; sicherlich war das Pferd in den Tteinbruch geraten, die beiden waren dort ausgestiegen und — schrecklich zu denken war der Tchlnß! Das Pferd lvar dann mit dein Wagen nach seinem Stall zurückgekehrt. Indessen verbreitete sich das Gerücht, Frenzel nnd sein Onkel Willkomm seien im Wasser des Tteinbruchs verunglückt, in der Ttadt. Alles, was munter war, machte sich auf, um das schreckliche Ereiguis mit zu erleben. Auch die Frau des .Kutschers Merkel war iu ihrer Herzensangst auf die l^asse gelaufen, um hier das Neueste zu hören. Laibacher Zeituna Nr. 16. 138 21. Jänner 1908. Errungenschaften der Algeciras-Konferenz verzichten. In dein gegenwärtigen Stadium erlaubt das freilich das nationale Prestige nicht. Das „Vaterland" sagt, nut dem Marsche nach Settat habe Frankreich seine Hände noch stärker in die marokkanische Nffäre getaucht. Mn war der Neg verhältnismäßig leicht- ob sich auch der Weg zurück zu einem Epaziergang gestalten wird, ist eine andere Frage. Politische Uebersicht. Laib ach, 20. Jänner. In einer Betrachtung über die österreichische Marinepolitik führt die „Reichspost" aus, daß eine starke Flotte die beste Sicher-stellung unserer Bündnispolitik wäre. Solange Italien noch durch offenkundige Schwäche unserer Seestreitkräfte verlockt wird, in seiner Auslands Politik eigene Wege zu gehen und als Konkurrent unserer Monarchie auf dein Balkan aufzutreten, ist der Dreibund nicht fest begründet. Hat Österreich aber eine der italienischen gleichwertige Flotte, so wird Italien zu einer aufrichtigen Dreibund-Politik verhalten und gewisse Begehrlichkeiten, weil der festgefügte Dreibund Italien andere Aussichten bieten kann, von selbst fahren lassen. Die vereinig' ten Dreibunt>flotten haben aber dann zugleich das Übergewicht zur See und keine Mächtegruppierung in Einopa kann es wagen, gegen einen der Treibundstaaten vorzugehen. Von „besonderer Seite" wird in der- „österreichischen Volkszeitung" die Behauptung aufgc--stellt, daß die leitenden Kreise, an ihrer Spitze die Regierung, sich mit dem Gedanken beschäftigen, die beabsichtigten nationalen A u 5 gleichs -konferenzen auf einen späteren, günstigeren Zeitpunkt zu verschieben, da ein mißglückter Fric-densversuch immer den bittersten Nachgeschmack zurückläßt, so daß die Feindschaften sich. statt gemildert zu werden, nur verstärken könnten. Der Hauptgrund liege darin, daß mit der Möglichkeit zweier aufregenden Wahlkampagnen gerechnet werben müsse, da der nächst zu wählende Landtag eine neue Wahlordnung beschließen und dann einem auf Grund dieser zu wählenden Landtage Platz machen soll. Dabei könnten Versöhnungs-gedanken schwerlich aufkommen. Wie man aus Belgrad schreibt, betont das Regierungs organ „Samouprava" gegenüber >lom^ binationen. die in verschiedenen serbischen Blättern aufgetaucht sind-, daß die gegenwärtig in Wien geführten Verhandlungen zwischen Ser b i e n und Österreich-Ungarn ausschließlich die handelspolitische Verständigung zum Gegenstände haben. Die leuchte, daß in den Kreis dieser Ver- handlungen auch anoere ,vrageu einbezogen wor^ den lvären, seien vollständig unbegründet. Bei den, zwischen den interessierten Mächten schwebenden Verhandlungen über die politischen Verhältnisse in der O st s e e kommt, wie aus Petersburg ssemeldet wird, der Gedanke des „Märe clausum" nicht in Frage. Den Gegenstand der Verhandlungen bildet im wesentlichen die Aufrechterhaltung des Status quo sowie oao Verlangen Rnßlands, betreffend die Befestigung der Alairds-Inseln. In einer Versammlung, die sich nnt der Frage der allgemeinen militärischen Ausbildung in England beschäftigte, führte Lord Roberts aus, die Zeit für eine allgemeine Abrüstung sei noch nicht gekommen uud vorläufig müsse man bereit sein, internationale Streitigkeiten in der alten Weise zu erledigen. Um England ganz vor einer Invasion zu sichern, bedürfe es nicht, nur einer mächtigen Flotte, sondern auch einer brauchbaren Armee. Es sei aber Tatsache, daß man i/i England das Größenmaß, das Bruslmaß und das Gewicht so habe reduzieren müssen, daß heute Leute in der Armee seien, die den Strapazen eines Feldzuges nicht gewachsen wären. Er wünsche klar zu machen, daß die reguläre Armee eben genüge, um Indien und die Kolonien in Friedens' zciten zu belegen und eine sehr kleine Feldtruppe aufzustellen. Viele Leute wiegten sich in den Glauben ein, daß eine Invasion unmöglich wäre. Die erstaunliche Apathie und Unwissenheit des Volkes sei die große Gefahr für das Land. Das Volk wisse nichts von den Schrecken eines Krieges und sei geneigt, diese Frage vollständig unerörtert zu lassen. Man dürfe nicht zögern, sich den nwdcrnen Verhältnissen anzupassen, bevor ein großes nationales Unglück dazu zwinge. Wenn man dazu übergehe, allen Knaben ein gewisses Vtaß militärischer Erziehung und Kenntnis des Schießens beizubringen und sie dann im Alter von !6 oder IN Jahren zu mehrmonatlichem Dienste in Feldlager heranziehe, könne man brauchbare Soldaten erhalten und die jungen Leute durch vicrzchntägige ÜbuN' gen in den nächsten drei Jahren wahrscheinlich so ausbilden, daß sie alles Wünschenswerte leisteten. Zu den P rä si d c n tsch a fts kan d i d a-tnren in den Vereinigten Staaten berichtet die „Times" aus Newyork, daß bei einer Abstimmung, die die „Washington Post" unter den demokratischen Mitgliedern des Repräsentantenhauses veranstaltete, ein Drittel der Stimmen gegen Mr. Aryans Nominierung abgegeben wurde. Fast die ganze Opposition begünstigt den Gonver-neur von Minnesota, Mr. Johnson, der als stärkster Kandidat betrachtet wird, im Falle Mr. Bryan nicht nominiert werden sollte. Tagesneuigleiten. — (Das Dominospiel) wurde einst von zwei französischen Mönchen als Zeitvertreib für langweilige Stunden erfunden. Die beiden waren zu längerer Einschließung verurteilt, und um die Eintönigkeit ihrer Strafzeit zu unterbrechen, begannen sie einander mit schwarzen Punkten bezeichnete Steine zuzuschieben. Nach Verabredung mußte der Gewinner seinen Sieg dem anderen Spieler dadurch ankündigen, daß ei leise das erste Wort des Vespergebets „Domino" aussprach. — (Das Haarschneidcn in 5t u r e a) ist gänzlich unbekannt. Ein Koreaner läßt sich Kopf- und Varthaar niemals kürzen. Ner das täte, würde als sehr unehrerbietig gegen seine Eltern gelten, und diesen erweist der .Koreaner stets die größte Verehrung. Alle Haare, die zufällig ausgehen, und ebenso die Abschnitzel von den Fingernägeln werden sorgsam gesammelt und dem Koreaner schließlich in d«n Sarg mitgegeben, damit er ganz intakt vor seiner früher verewigten Mutter erscheinen könne. — (Ein blinder Tänzer,) Jeden Abend eintet in einem Londoner Vaii5tl"> ein Mgerpaar mit seinen Tanzen und Gesängen frenetischen Veifall, Die ssrau tritt dann vor und verbeugt sich lää^elnd. Die klaren klugen Augen des Mannes blicken suchend und prüfend über die klatschenden Hände und er horcht auf den Lärm, aber er kann nichts sehen, denn er ist blind. So Prächtig und geschickt die Tänze Wallers und seiner ssrau sind, sie werden doch erst bewunderungswürdig durch den Umstand, daß der Mann tanzt, während tiefe lichtlose Dunkelheit ihn umhüllt. Von Jugend auf lag eine ewige Tanzfreude in den flinken Beinen dieses Negers, der sich bald einen Ruf als geschickter Tänzer und lustiger Sänger erwarb. Da in Australien traf ihn plötzlich ein Schicksalsschlag, der ihm all sein Leben und seine ssreude zu vernichten schien: er wurde blind. Auf einmal war's ihm, als wenn alle Lichter im Theater jählings ausgedreht tvären und er ganz allein in tiefer Nacht auf der Bühne stände und aufhören sollte zu tanzen, was ihm notwendiger schien als zu leben. Während er so m dem Dunkel seiner Verzweiflung grübelte und rang, so erzählen englische Vlätter. da kam er auf den Einfall, von seiner plötzlichen Erblindung niemandem etwas zu sagen, denn wer würde noch etwas für einen blinden Mann geben? Er hatte ein Engagement in London und während der Ucberfahrt wußte er selbst seiner Frau seine Blindheit zu verbergen, so gut wußte er- sich in dieser ewigen Nacht seiner Äugen zurechtzufinden. Hatten doch seine Augen noch den gleichen Glanz wie früher, spielte doch noch immer das frisch« Lächeln um seine Lippen. Als er dann in London auftrat, wußte seine Frau um das Geheimnis und sie half ihm, seine Blindheit bei seinem Auftreten zu verbergen. Nenn sie die Bühne betraten, führte sie ihn und raunte ihm auch wohl sonst noch' zu: „Hier ist eine Stufe" oder „Nicht so weit zurück". Da er genau wußte, wie die Musiker im Orchester saßen, so konnte er aus den Klängen der Instrumente einen Rückschluß auf seine eigene Stellung auf der Bühne machen und fand sich so zurecht. Schwieg Indessen durchstöberten die rüstigen Manner mit den Stangen das Gewässer im Steinbruch, fanden aber nichts. Der Bürgermeister bot nun zahlreiche Männer auf, um den benachbarten Wald abzusuchen. Die ssanze Stadt war in Aufregung, so etwas war noch nicht dagewesen — zloei Männer plötzlich in rätselhafter Weise verschwunden! — Onkel und Neffe waren in der.Aitsche schnell eingeschlafen. Wachte einer von ihnen einmal auf einen Aussenblick auf, so fand er sich von tiefem Dunkel umgeben, murmelte: „Immer noch nicht da!" und schlief wieder ein. Allmählich drängte sich jedoch in ihr getrübtem Bewußtsein der (Hedanke, das; die Fahrt recht lange dauere. Und endlich, ebenso allmählich, be-lnerkten die beiden Passagiere, daß der Wagen still halte. Schließlich rief Frenzcl den Kutscher an, der aber antwortete nicht. Langsam öffnete der richtige Meister den Schlag; finstere Nacht umgab ihn. „Dem wird doch nichts passiert sein?" murmelte er, während Onkel Willkomm nnt einein (Grunzen antwortete. Nun fühlte Frenzcl auf den Bock hinauf, fand aber keinen .Mtscher, und bald ncf er dann auch: „Wir fahren ja ohne Pferd!" „Fahren ohne Pferd?" antwortete der Onkel :rnd kroch ebenfalls hinaus. Beide stießen nun an Wände, und diese ungewohnte Situation ernüchterte ihre Geister. Eine Wand war von Holz, und da pochten sie nun, und als endlich Frau Merkel die Remise öffnete, da war es vormittags um elf Nhr. just uin dieselbe Ttuude, wo sechzig Männer den Wald nach den — Verunglückten absuchten. Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. K. LehS. Autorisierte Übersetzung von Minna Vahns«n. (30. Fortsetzung.) (Nachwul verboten.) Neben diesem Herrn stand ein Mann, welcher zweifelsohne ein Asiate war. Er war bedeutend kleiner als der Engländer und trug einen gold gestickten Fez oder 'Turban der Parsen. Er hatte die Gewohnheit, eine Hand hinter seinen: breiten Rücken zu verbergen, uud zum Schuhe gegen, die grelle Mittagssonne trug er blaue Brillengläser, wie ich sah. Während ich so einen Augenblick still stand, um zu warten, bis die Break fortgefahren wäre. fiel es mir ein. daß es vielleicht eine ganz gute Idee wäre. zu versuchen, den Millionär selbst zu sprechen. Wenn ich mich zuerst nach ihm erkundigte und täte, als ob ich nicht wüßte, daß Herr Gaunt derjenige sei, nach dem ich hätte fragen müssen, so würde ich vielleicht irgend etwas von ihm erfahren oder jedenfalls merken, woran ich mit ihm wäre; sicher konnte es nicht schaden, wenn ich versuchte, ihn zu sprechen. Als der Wagen fortgefahren war, nnter Trompetenschall nnd fröhlichem Gesang, und der Asiate und sein Gefährte sich ins Schloß zurückgezogen hatten, stieg ich die vornehme Freitreppe hinan, läutete und fragte nach Herrn Eockburn. Natürlich hieß es, ich könnte ihn unmöglich ohne vorherige Anmeldung sprechen; aber ich vertraute der Macht des goldenen Schlüssels, und nach cinigein Zögern wurde ich eine wundervolle Treppe hinaufgeführt. Die Wände nnd Decken des Treppenhauses waren mit Szenen aus der Odysee geschmückt und nach einer förmlichen Reise durch Korridore, die mit den kostbarsten Teppichen bedeckt waren, wurde ich endlich in ein nrittel großes Zimmer eingelassen, in dein ein zusammengeschrumpftes altes Männchen, angetan mit einem buntfarbigen ^chlafrock. noch beim Frühstnck saß. Dies war der Millionär. Bnimmend sah er ans. „He, was, zum Teufel, wünschen Sie?" begrüßte er mich. „Ich komme in einer kleinen geseift liÄM Angelegenheit, mein Herr." Ich sehte mich und stellte meinen Zylinder auf den Teppich. Ich hatte nicht vergessen, daß ich wie ein Rechtsanwalt dritter 'Nasse oder wie ein Einkassierer auftreten mußte, und ich wußte ganz gnt, daß es ziemlich kühn von mir war, vorzugeben, ich wäre von der Stadt herausgekommen, um eine Nechnnng von zweihundert Mark einzukassieren. Aber ich hoffte, daß es niemandem auffallen würde, was für ein Unsinn dies war. Ich fuhr mit der .Hand in die Brusttasche meines Rockes und holte meine Brieftasche heraus. „Sie hatten, wenn ich nicht irre, eine junge Verwandte in einer Schule dicht bei üondon. Die Vorsteherin dieses Instituts, Frau Mapleson, starb kürzlich und —" Wie von einer Tarantel gestochen, fuhr der alte Mann auf, stürzte zur Glocke uud zog mit solcher Heftigkeit daran, daß sie beinahe abriß. „Wie können Sie sich untei-stehen," schnauzte er den herbeieilenden, Dien ei' an. „Wie können Sie diese Person zu nur hereinlassen? Wofür bezahle ich Sie denn, das möchte ich wohl wissen, wenn ich jeden lumpigen Rechtsanwalt anhören soll. der mit einer Rechnung in der Tasche ankommt?" Er schüttelte zornig mit seiner zittengen alten Faust und wütete gegen den Bnrscheu an. daß ich dachte, er müßte einen Schlaganfall bekommen. Ich glaube, der Diener mußte denken, daß das Goldstück, das ich ihm in die Hand gedrückt hatte, sauer genug verdient war. (Fortsetzung folgt.) LaibaHer ^eituna Nr. 16. ^39__________________________________________21. Jänner i^y. das Orchester, so hielt er sich so unbeweglich wie möglich. Achtzehn Monate tanzte er und sang und lachte er in dem leuchtenden Saal vor der fröhlichen Menge, selbst ewig im Dunkel befangen. Dann erst lain es heraus, daß er blind war, und es war ihm selbst die größte Ueberraschung, daß ein blinder Tänzer noch mehr Geld wert ist als ein sehender. Nun bildet der blinde, ehrwürdig aussehende Tänzer die Sensation des Londoner Varwt^s. LolaI- und Promnzial-Nachrichten. Sonntagsruhe in den Apotheken. Am 18. d. M. wurden im Landcsgcsetzblatte biesfalls nachstehende Anordnungen kundgemacht: 8 1- In Ortsgemeinden, in ivclchen sich mehr als ein? öffentliche Aftothelc befindet, hat der Betrieb dieser Apotheken für die Zeit von Sonntag 1 Uhr nachmittags bis Montag 7 Uhr früh nach Maßgabe folgender Bestimmungen abwechselnd vollständig zu ruhen: In jenen Ortsgemeindcn, in welchen sich zwei öffentliche Apotheken befinden, hat an jedem Sonntage während der angegebenen Stunden stets nur eine Apotheke den Betrieb aufrecht zu erhalten, während die zweite geschlossen bleibt; in Ortsgemcinden mit mehr als zwei öffentlichen Apotheken ist die Sonntagsruhe in dem voibczcichnctcn Ausmaße in der Art einzuführen, daß bei einer geraden Apothclenzahl die Hälfte, bei einer ungeraden Zahl der größere Teil derselben (z. B. bei fünf Apotheken drei) die Sonntagsruhe zu beobachten hat, während die übrigen Apotheken zur Aufrechterhaltung des Betriebes verpflichtet sind. 5 2. Die Reihenfolge, in welcher die einzelnen Apotheken den Sonntagsdienst zu versehen, brzw. die Sonntagsruhe zu halten haben, ist von der zuständigen politischen Bezirls-behörde (in der Stadt Laibach vom Stadtmagistrate) nach Anhörung der betreffenden Apothclenbcsitzer festzustellen und in ortsüblicher Weise zu vcrlautbaren. Diese Verfügung ist insbesondere auch den im Absatzgebiete der Apotheken wohnhaften Aerzten, Krankenkassen sowie den Vahnstationsämtern bekanntzugeben. Die Inhaber, bezw. Leiter der infolge der Sonntagsruhe geschlossenen Apotheken sind verpflichtet, durch auffällige, beim Eintritte der Dämmerung gut zu beleuchtende Anschlagzettel an den Türen der Apothele ersichtlich zu machen, welchen anderen Apotheken im Orte die Abgabe von Arzneien während der Sonntagssperre dieser Apotheke übertragen ist, Besteht in einer Qrtsgemeindc bloß eine öffentliche Apotheke, so muh dieselbe an jedem Sonntage auch während der im H 1 angeführten Stunden den Betrieb aufrechterhalten. Dem Leiter einer solchen Apothele steht es jedoch frei, an Sonntagen nachmittags während der Zeit des crfah-rungsgcmäft geringsten Geschäftsvertchres die Apotheke zu verlassen, wobei er sich jedoch nicht aus dem Orte oder dessen nächsten Umgebung entfernen darf und in der Apothele eine verläßliche Person in Bereitschaft gehalten werden muh, um Bestellungen der Parteien, sowie etwa einlangende Rezepte in Empfang zu nehmen, die Parteien über die Zeit der Rückkehr des Apothekers zu verständigen, den-selben in dringenden, Fällen herbeiholen zu lassen und eventuell die dirclte Beschaffung einer etwa sofort benötigten Arznei durch den Arzt zu ermöglichen. §4. Werden in solchen Apotheken pharmazeutischc Hilfskräfte verwendet, so ist die Dienstcinteilung dieser Hilfskräfte derart zu treffen, daß jede .Hilfskraft jeden zweiten Sonntag während der im H 1 angegebenen Stunden in der Apothele nicht beschäftigt wird. 5 5. Apotheker, welche die Begünstigung nach tz 3 in Anspruch nehmen, haben dies, ebenso wie eine eventuelle Verzichtleistung ungesäumt der politischen Bezirlsbehörbe anzuzeigen. 8 6. Jeder Apotheker, dessen Apotheke während der im tz 1, angeführten Zeit offen bleiben muh. ist während dieser Zeit verhalten, Arzneien, welche auf Rechnung öffentlicher Fonds verschrieben werden, selbst dann zu verabfolgen, lven» die Meditamentenlieferung für Rechnung dieser Fonds zur Zeit anderen Apotheken übertragen ist. 8 7. In Fällen eines gesteigerten Bedürfnisses - beim Ausbruche ansteckender Krankheiten, beim Zusammenströmen größerer Voltsmassen. bei Elementarlatastrophen und dergl. - können die politischen Vezirlöbchörden (in der Stadt Laibach der Stabtmagistrat) dir erforderlichen Ausnahmsverfügungen unter gleichzeitiger Anzeige an die Landesregierung selbst treffen. > 8 s. l Uebcrtrctungen dieser Verordnung, die mit 1. Februar ^ 1908 in Wirtsamleit tritt, unterliegen der Ahndung im Sinne der §H 41 bis 43 des Gesetzes vom 18. Dezember 1906. R. G. Vl. Nr. 5 «x 1907. betreffend die Regelung des Apotheterwesens, —,-. Grottentiere. Von G. And. Perl«. (Schluß.) Es wurde schon nachgewiesen, daß den blinden Tieren die Eigentümlichkeit zukommt, in die Länge gezogene Glieder zu besitzen. Betrachten wir den schönen Lcptoderus Hohenwartii, so ersehen wir deutlich, daß der Kopf, die Brust, ganz besonders aber die Fühler und die Beine langgestreckt sind. Der bekannte französische Spinnenforscher Simon hat auch diese Diagnose für die blinden Höhlen-spinncn aufgestellt. Die einzelnen Glieder. Borsten und haare sind auch bei diesen Arten verlängert. Wie die blinden Grottentiere entstanden, hat viele ills die Meinung gebracht, daß das Fehlen der Augen der HÜHlenliere einfach als eine Folge des Lebens im Dunkeln angesehen wurde. Das Vorkommen aber von sehenden Tieren in den Höhlen lieh man außer acht oder man bezeichnete sie als später hineingelommene. Faktisch erwiesen ist, daß neben blinden Arten auch sehende dort leben oder nur das Männchen augenbcgabt, das Weibchen aber blind ist. So mannigfaltig der innere Bau, so vielfach modifiziert das optische Konstrutiionsprinzip, alle die verschiedenen Haare, Borsten, langgestreckten Gliedmaßen sind, und trotzdem bei einigen Augen angetroffen werben, muß man doch der Ansicht sein, daß in den Höhlen nur ein relatives Dunkel herrscht. Um die blinden Arten in Betracht ziehen zu können, sollen die einzelnen Tierllassen der Reihe nach durchgegangen werden; hier halte ich mich an die Einteilung des trefflichen deutschen Sammlers Professor Dr. Otto Ha-mann. Bei Leydig, Hamann und Pichard gibt es Arien bei denen nicht nur das Auge, sondern auch der Sehnerv und das Ganglion Opticum fehlen. Hieher gehören Stalita taenaria. Leptoderus und einige Trechus-Arten. Andere Tiere haben das Auge verloren, lein Rest außer dem Ganglion Opticum deutet mehr hin; selbst der Sehnerv ist nicht vorhanden wie beim Gammarus Puteanus. Unter den Mollusken sind nur die Zoospeum zu nennen, von denen man aber nicht weiß. ob sie Augen besitzen oder nicht, Patula Hauffeni ist blind. Eine' große Anzahl blinder Arte» lommt unter den Asseln vor. Titanetcs albus ist blind, ebenfalls eine mit ihr verwandte, unter Steinen an der Oberfläche vorkommende Art. Unter den Amphipoden (Flohkrebse) ist Gammarus Puteanus augenlos. Verwandte Arien, die ausschließlich zu den Tiefseebewohnern gehören, sind ebenfalls blind. Die Dekapoden (Schalenlrebse) sind echte blinde Tiere. So Troglocaris Dormiher, der in der Ticfsee viele blinde Verwandte Hai. Von den Myriapoden (Tausendfüßler), die nur Landbewohner sind, leben einige blind, einige sehend; dies lommt ebenfalls bei den Arachni-den (Spinnen) und Acarinen (Milben) vor. Bon den Pseudoscorpionidae (Scherenspinnen) ist Obisium spelarum augenlos, während eine nicht in den Karsthöhlen vorlom mcnde Art Augen besitzt. Unter den Tysanuren sind einige blind, einige vollkommen sehend. Bei den Käfern, die den größten Teil der Höhlenfauna bilden, ist der Lae'mostenus mit Sehorganen verschen. Die Gattung Trechus hat unter den Höhlenbewohnern nur blinde Arten, während die freilebenden teils augenlos, teils mit folcl)en versehen sind. Die Staphylinidae haben in den freilebenden fowie in den Höhlenbewohnern rudimentäre Augen. Die Pselaphidae sind eine interessante Familie deshalb, weil die Weibchen blind, die Männchen aber sehend sind. Dir freilebenden Arten haben verkümmerte Sehorgane. Die größte Anzahl der Silphidae (Aaskäfer) ist blind, wie auch eine große Anzahl von freilebenden Verwandten. Da der Verlust der Sehorgane bei den freilebenden Arten unmöglich durch die Dunkelheit erzeugt wurde, so wird auch die Blindheit der Höhlenbewohner als Folge anderer Ursachen als der Dunkelheit zu betrachten sein. Zwei Gruppen lassen sich aus diesen Zusammenstellungen bilden: Alle blinden Höhlentiere, die unter den freilebenden Verwandten elxnfalls blinde Arten besitzen; alle blinden Höhlcnticre. die unter den freilebenden stets augcnbegable Verwandte besitzen. Nie sammelt man Grottentiere? Diese Frage werde ich nach meinen Sammlungsmethoden zu erllären trachten Die ZartlM der Grottentiere erfordert beim Ergreifen die größte Vorsicht, um sie unverletzt zu erhalten' Größere Exemplare packt man mit der Pinzette oder einfach mit der .Hand. llemerc. zarte werden mit einem nassen Pinsel emporgehoben und ins Fangglas gesteckt. Von Fang-' gläsern muß man immer eine größere Anzahl mit sich führen, um eventuell die zarten Exemplare in das eine. die gröhcren in ein anderes oder auch die Höhlentiere je nach der Fundstelle in verschiedene Gläser zu geben. Jedes Fangglas muß mit einer Etikette versehen sein. um das Datum oder den Fundort aufzeichnen zu können. Die Fanggläser sollen von dickem Glas sein, um die Zerbrechlichkeit zu meiden, nnd der Boden soll halblugelig sein. da sich darin die Tiere besser erhalten. Kriechen die Tiere n den Wänden und Säulen, so bringt man das Fang-ilas unter das Tier und schiebt es einfach mit dem Pinsel »inein. was übrigens eine leichte Arbeit ist, da die meisten !lrien bei der leisesten Berührung von selbst in das Glas allen. Fledermaus- und Taubendejeltionen untersucht man im besten auf einem größeren Stück Papier. Die Wasser-iere werben mit kleinen Netzen gefischt, nur muß man >eim Ergreifen die größte Vorsicht gebrauchen. Als das >este Tötungsmiitel gilt Spiritus von 70 bis 80 Grad. Thianlalium ober Formol verdorben die Sachen. Die Flasche muß stets mit Spiritus voll sein. sonst würden c>ic zarten Wesen beim Herumtragen an die Wände des Glases geschleudert und verstümmelt werden. Will man lebende Tiere aus den Höhlen herausbringen, so gibt man in ein mit dichter Gaze geschlossenes Glas am besten einige frische Blätter, Beim Sammeln empfiehlt sich die Kerze mit Hilfe des linken Zeige- und Mittelfingers zu halten; ein Glas hält man bei der Kerze mit dem Daumen geschlossen. Lupe, Pinzette und Pinsel sind in der rechten Seitentasche aufbewahrt. Hat man Gelegenheit, eine Höhle mehrcremale zu besuchen, so bedient man sich des Köders, der meistens eine ergiebigere Ausbeute liefert als das Suchen. Als Köder kann man sowohl tierische, als auch pflanzliche Stoffe benutzen. Das Vergraben von Gläsern ist nicht ratsam, da man fast immer einige Arten zerfressen vorfindet. Am besten legt man den Köder auf ein Blatt weißen Papiers, das leicht wieder gefunden wird. Nur muß man einige Zeit zum Wiederbesuche abwarten, da die Fäulnis, wie schon früher erwähnt, in den Höhlen langsamer vor sich geht. Um den Nafsertieren Köder auszustellen, versenkt man das Glas, worin der Köder liegt und das mit einem Steine bis zu einer kleinen Oeffnung verdeckt ist, durch welche die Tiere hineinkriechen können, ins Wasser. Vor dem Herausholen aus dem Wasser bedeckt man die Oeffnung vollständig, um das Entschlüpfen der darin befindlichen Wesen zu vermeiden. Zu Hause wechselt , man den Spiritus in den Fcmggläsern. da fast immer mit den Tieren auch schmutzige Bestandteile hineinkommen, " (Abgeänderte Strahenpolizeiord-, u n g.) Am 18. d. M. wurde im Lanbesgesetzvlatte dieser-wegen nachstehende Abänderung verlautbart. Der 8 15 der provisorischen Strahenpolizeiordnung. gültig für die iNeichsstraßen im Herzogtume Kram vom 23. Oktober 1903. L. G. Bl. Nr. 11, wurde aufgehoben. Dieser Paragraph hat weiterhin zu lauten, wie folgt: Bei fmfterer Nacht muß jedes Fuhrwerk mit einer beleuchteten, von weitem wahrnehmbaren Laterne versehen sein. In den Monate» ilugust und September können jene Fuhrwerke, auf welchen sienenstöcke mit lebenden Bienenvölkern verfrachtet werben, 3N Stelle der vorgeschriebenen Beleuchtung mit gut Urbaren Glocken oder Schellen versehen fein, welche an den Zugtieren angebracht sein müssen. —r. — (Einberufung der Rescrveärzte zu Di en st ü bu n gen.) Im Sinne des Wehrgefehes, 8 54 und der Wchrvorschriften II. Teil 88 37 und 43 werben vom I. Jänner 1908 an zur Erzielung einer gleichmäßigen und zweckentsprechenden Ausbildung für ihre Kriegsdienstbestimmungen die Militärärzte in der Reserve sowie die Reserve-Äfsistenzarztstellvertreter zu vierwöchentlichen Dienstübungen herangezogen. Für bas Jahr 1908 lommen jene Resrrveä'rzte in Betracht, die in den Jahren 1904 und ittOtt aus dem Präsenzdienste getreten sind. — (Ga r n i son sa ben b) Der am 18. d. M. abgesagte Garnisonsabcnd „Ein Tanzfest im Puppenladen" findet nunmehr am Sonntag, ben 26. d. M., in ben Kasino-Lolalitäien an Stelle des für diesen Tag bestimmt ge »vesenen Kasinolränzchens statt. — (Vertreter des Lanbesausschusses in Bezirks st raßenausschiissen.) Der Lcmbes-ausschuß hat in ber Sitzung am 18. b. M. als seine Vertreter ernannt: In den Nezirlsstraßenausschuß Egg: Franz Majd!<- jun,. Besitzer in Vir, und Franz tzimenc, Gemeindevorsteher in Lusttal; in den Bezirlsstrahenausschuß Adelsberg: Matthias Ambro5i<", Besitzer in Neudürn-bach, und Johann Iex, Besitzer in Strmca; in den Ne-zirlsstraßenausschuh Reifnitz: Josef Merhar. Handelsmann in Niederdorf, und Fortunat Xl o,? i i> a , Gemeindevorsteher in Su«je. " (Personalverfüg ungli, o r s Staatseisenbahnverwaltung.) Josef Wünsche, Ober-rrvident und Kassenrevisor bei ber l. l, Staatsbahndirettion Villuch, wurde zum Kassenrevisor bei der l. l. Staatsbahn-direttion in Wien ernannt. Fidelius Schlatzer, Bau-obertommissär der t. t. Staatsbahnbiretiion Trieft, wurde zur l. k. Trassierungsabteilung Rudolfswert versetzt. Franz Gärtner. Vaulommissä'r bei der t. l. Eisenbahnbau-leitung Klagenfurt, wurde in den Amtsbereich dar. Dr. Zajec und Dr. Lapajne als Ausschuhmitglieder. — Sicherheitsvorlehrungen der hie-sigenEisenbahneninfolgedichtenNebels.) Vorgestern lag den ganzen Tag hindurch ein außerordentlich dichter Nebel über Laibach und Umgebung. Die Eisenbahnverwaltung sah sich daher bemüssiget. das Legen von Knallkapseln auf die Schienen bei den Distanzsignalen anzuordnen, um die einfahrenden Züge auf die Stellung des Distanzsignales aufmerksam zu machen und eventuellen Unglücksfällen vorzubeugen. !«—. — (Krainische Dampfziegel werte-Altiengesellschaft.) Wie man uns aus Wien meldet, enthält die heutige „Wiener Zeitung" die Mitteilung, dah das l. l. Ministerium des Innern die Bewilligung zur Errichtung dieser Aktiengesellschaft erteilt und deren Statuten genehmigt hat. — (Stereoskop Roiun.) Die Serie Unterlrain ist nur noch bis heute abend zu sehen. Morgen wird di») Serie „Triglav. die Karawanten und die Steiner Alpen" wiederholt werden und bleibt unwiderruflich nur zwei Tage ausgestellt. — (Das Athenaeum) hat heute sein Programm ausgegeben und die beiden Athenaeumvorträge finden definitiv am 24. und 26. d. M. in der Tonhalle statt. Freitag den 24. gelangt das Thema „Der Kampf um den Südpol" unier Vorführung von 77 Szenerien des akademischen Malers Emilio Vecchi. Sonntag, den 26., dagegen „Richard Wagner und seine Werke" mit 72 Szenerien von Paolo Musaffia zur Abhandlung. Während wir nun den ersten Abend in packender Mtur-treue das Gebiet der südpolaren Sphinx kennen lernen werben — sogar die atmosphärischen Stimmungen mit ihren märchenhaften Koloriten sind bis in das kleinste Detail treu wiedergegeben — wird uns am Sonntag in dem Richard Wagner-Abend eine Art Revue über alle seine Werte geboten, denn alle Hauptszenen aus den Opern ..Der Meistersinger". „Tannhäuser", „Lohengrin", „Parsifal". ..Tristan und Isolde". „Der fliegende Holländer". ..Rheingold". „Walküre". „Siegfried" und „Götterdämmerung" werden in 20 Quadratmeter großen, herrlichen Gemälden die populär gehaltenen Ausführungen illustrieren. Die Vorträge dürften von einem glänzenden Erfolge be- gleitet fein. Die vorherige Kartenausgabe befindet sich in Fischers Buchhandlung. Tonhalle. * (Sanitäres.) In den Ortschaften Kerndorf. Koflern und Mitterdorf, politischer Bezirk Gottschee, ist der Scharlach epidemisch aufgetreten. Visher sind 12 Kinder erkrankt; ein Kind ist gestorben und 11 verblieben noch in ärztlicher Behandlung. Behuf» Hintanhaltung der Weiterverbreitung der Krankheit wurden sanitätspolizeiliche Vorkehrungen getroffen. —r. — (V e rei n swe fe n.) Die Filiale des Sloveni-schen Alpcnvereines in Littai hält am 19. d. M. um 2 Uhr nachmittags im Gasihause Preinfall. der slovenische Leseverein in Littai am 20. d. M. um 8 Uhr abends in den Vereinslolalitätcn die jahresübliche Generalversammlung ab. —ik. "* (Laibacher Deutscher Turnverein.) Am 18. d. M. fand in der Glashalle des Kasino die Jahreshauptversammlung des Laibacher Deutschen Turnvereines statt, welche zahlreich besucht war. Der Vorsitzende, Sprechwart Herr Artur Mahr. begrüßte die Versammlung, namentlich die Vertreterinnen der Frauenortsgruppe der „Tüdmarl", die auch als Mitglieder dem Vereine angehören, und die anwesenden Ehrenmitglieder. Nach Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der letzten Hauptversammlung durch den ehemaligen II. Schrift-wart Herrn Professor O b r i st erstattete der l. Schriftwart, Herr Dr. Ianeschitz, den Jahresbericht über das verflossene Vereinsjahr. Der Bericht widmete den dahin.-geschiedenen Mitgliedern, den Herren: August Drelse, Karl Laiblin im,.. Josef Lehner und I. I. Wagner sowie der Bannerpatin Frau Antonie von Gratzy 0 zu Wien 11. Dezember 1907) einen warmen Nachruf. Die Versammlung ehrte ihr Angedenken durch Erheben von den Sitzen. Er sprach sodann den Wohltätern des Vereines den Dank aus und schilderte die rege Tätigkeit des Vereines und die hervorragenden Verdienste dcr Vorturner um denselben. Das neue Jahr leitete der Verein in würdiger Weise dadurch ein, daß er das Anastasius Grün-Denkmal in verschönerter, dauerhafter Form der Qeffentlichleit übergab. Der Jahresbericht wurde mit Beifall zur Kenntnis genommen und nun vom ersten Turnwart, Herrn Valentin Eerer, der Turn-bericht vorgetragen. Der Verein turnte in 13 Riegen und erreichte eine Besucherzahl von 7899 in 797 Turnzeiten. Die Riegen bestanden aus: 2 Stammriegen. 2 Herrenriegen, 1 Frauenriege, 2 Schülerabteilungen. 1 Knaben-abteilung, 2 Mädchenabteilungen und 1 Fechterriege. Die Vorturnerschaft zählte 1 Turnlehrer und 10 Vorturner. Der Bericht dankte zum Schlüsse besonders dem Fräulein Eantoni, den Herren: Dr. Binder, Dr. Roth-aug, Franz Meisetz, Berdnil und Wagner für die treffliche, zielbewußte Leitung der einzelnen Riegen. Der Sangwart. Herr Viktor Ranth, berichtete über die Tätigkeit der Sängerrunde, welche mit der Chorgesangschule im Jänner begann. In den ersten Monaten des Jahres stand die Sängerrundc im Dienste der Philharmonischen Gesellschaft. Die Sängerrunde zählte 64 Mitglieder; es wurden 35 Proben abgehalten und im eigenen Wirkungskreise 19 Chöre gesungen. Auswärts war die Sängerrunde zweimal vertreten. Der Sangwart, Herr Ranth. der auf eine 25jährige Tätigkeit als Kneip- und Sangwart voll uneigennütziger Hingebung zurückblickt, wurde durch begeisterte Ovationen seitens der Versammlung geehrt und über Antrag des Herrn Rüting einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt. — Der 2. Säckelwart, Herr Hans Hecking, erstattete den Nechnungs^ abschluß, der samt dem Voranschläge genehmigt wurde. Der Verein zählte 449 Mitglieder und hatte 9108 l< Einnahmen. Der Voranschlag beziffert sich mit 6760 K. Nach Beendigung der Berichte wurde unter lautem Beifall über Antrag des Herrn Dzimsti von der Versammlung Sprechwart Herr Artur Mahr, der durch ein Viertel-jahrhundert im Turnrate hingebend wirkt, einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt. — Frau K r e u t e r - G a l l e sprach namens der Frauenortßgruftpe der Südmarl dem Turnvereine die Sympathien aus. — Zur Teilnahme am Kreisturnfeste in Graz wurde ein entsprechender Beitrag bewilligt. — Unter lebhafter Zustimmung der Versammlung wurde der Dank der deutschen Presse, dem Herrn Nergdireltor Simon Rieger, den Wohltätern des Vereines und dem abtretenden Ausschüsse ausgesprochen. — Die schließlich vorgenommenen Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Es wurden einstimmig gewählt die Herren: Sprechwart: Artur Mahr; Sprechwart-Stellvertreter: Dr. I. I. Binder; 1. Turnwart: Max Berd nil; 2. Turnwart: Theodor Wagner; 1. Schriftwart: Dr. Siegfried Jane s ch i tz; 2. Schriftwart: Dr. Ludw. Gauby; 1. Säckelwart: .Hans Hecking; 2. Säckelwart: Anton A r l o; Sangwart: Viktor Ranth; Zeugwart: Ant. Achtschin; Kneipwart: Valti Cerer. — (Korbin du striea u s stellu ng in Radmann s d o r f.) Im Einvernehmen mit der Direktion der k. l. Musterwertstätte für Korbflechterei in Wien veranstaltet die Leitung der l. l. Korbflechtanstalt in Radmannsdorf in der diesjährigen Sommcrsaison die erste Ausstellung der Korbwarenindustrie. Die Ausstellung verfolgt vor allem den Zweck, das Interesse für diesen Kunst- industriezweig im Lande zu wecken und die sich rasch entwickelnde Korbflechterei auf ein höheres Niveau zu heben. Die l. l. Koibflechtanstlllt in Radmannsdorf stellte sich von allem Anfange an auf den Standpunkt, das Interesse für die moderne Korbflechterei zu wecken. Infolgedessen hat die Leitung, parallel mit dem Unterrichte in der Korbflechterei auch mit der Ausführung fertiger Kunstssegenstände begonnen und bereits mehrfache Bestellungen aus dem Salon- und Gebrauchsgenre in kunstgerechter Form zur Ausführung gebracht. In der Anstalt werden Bestellungen zur allgemeinen Zufriedenheit rasch ausgeführt. Salon-und Gartenmöbel, Kindergarnituren. Kinderwagen de^ modernsten Fasson. Blumentische, Blumenkörbe. Wandschmuck aller Art, ferner Gebrauchsgegenstände zum häuslichen und gewerblichen Gebrauch wie Kopf- und Hand-lSrbe, Brot-, Holz-, Papier- und Reisetörbe tt., Versandkörbe für Obst. Geflügel ?c. wurden in der vollendetsten Form nach den schönsten Mustern zur Ausführung gebracht. — Zur Ausstellung gelangen die verschiedenartigsten Artikel, und zwar von dem einfachsten Landarbeitslorbe bis zum phantasicvollsten Luxusgegenstande für Salon und Boudoir. Dem Besucher der Ausstellung wird daher der ausnehmende Genuß zuteil, die Korbflechtlunst vom Stadium ihrer ersten Anfänge bis zu der heutigen überraschenden Entwicklung zu beobachten. Da mit der Ausstellung gleichzeitig der Zweck vereinigt wird. eine allgemeine Uebersicht des Fortschrittes der Korbindustrie hierzulande zu gewinnen, ergeht an sämtliche Korbflechter des Landes die Einladung zur Beteiligung an der Ausstellung. Eine eigens berufene Jury wird den einzelnen Ausstellern nach Maßgabe des Verdienstes Prämien zuerkennen, Anmeldungen zur Beschickung nimmt die Leitung der Anstalt entgegen; sie müssen unter genauer Angabe des Ausstellers, der Zahl und Gattung der auszustellenden Gegenstände rechtzeitig erfolgen. Da die Ausstellung einem allgemein edlen Zwecke dienen soll, werden Eintrittsgelder sowie ein Teil des Reingewinnes von den zu veräußernden Ausstellungsgegenständen hauptsächlich zu Unterstützungen von mittellosen Schülern verwendet, die sich diesem Kunstgewerbe widmen wollen. — (Ge schä ft s ü be r t r a gu n g.) Frau Stuzzi hat ihr in der Schellenburggasse gelegenes Miedererzeugungsgeschäft in das erste Stockwerk des bisher bezogenen Hauses verlegt und es zur vollsten Bequemlichkeit ihrer Kunden eingerichtet. Näheres ist aus der Annonce ersichtlich. " (Ein betrunkener Radfahrer.) Der in Nrczovica wohnhafte Taglöhner Peter Premrov kam gestern auf seinem Fahrrade in Laibach an. Er zechte sich in verschiedenen Gasthäusern einen Rausch an und fuhr in diesem Zustande jauchzend und singend so lange durch die Gassen der Stadt, bis er beim Hotel „Union" durch einen Sicher-heitswachmann verhaftet wurde. - (Ein Exzeden t.) Gestern abend exzedierte in der Nähe des „Narodni Dom" der Taglöhncr Franz Grandli^ ans Neudegg in Unterlrain. Er widersetzte sich tätlich den Ermahnungen eines Sicherheitswachmannes und tonnte erst mit Hilfe eines zweiten Sicherheitswachmannes verhaftet werden. Auf der Straße sammelte sich eine große Menge von Passanten an, die die Geduld der Sicherheits-organe bewunderten, * (Verloren) wurde: eine silberne Taschenuhrlette. eine silberne Taschenuhr mit Doppeldeckel, ein grünes Geldtäschchen mit 20 X, ein goldenes Kettenarmband, ein brauner Damenmuff. ein silbernes Armband und eine lange silberne Halskette mit eingelegten Granaten sowie mit einem Mohrenlopfe und einer Brille als Anhängsel. Theater, Kunst und Literatur. "" (Deutsche Vühn e.) Gestern wurdc zum erstenmal die Vurgtheaternodität: „Der Dummkopf" von Fulda aufgeführt. Das in stattlicher Anzahl erschienene Publikum bereitete der Neuheit einen freundlichen Empfang, Ein näherer Bericht folgt. — (Aus der sloven ischen Theater-lanzlei.) .Heute geht das dreialtige Schauspiel „Die zum Tode Verurteilten" von Xaver Me3lo zum erstenmale in Szene. — In Vorbereitung sind die komische Oper ..Die Glocken von Corneville" und die Komödie „Sherlock Holmes". Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bnreaus. Der KonsiM zwischen Italien und Abessiuieu. Rom. 20. Jänner. Minister des Aeußern Tittoni hat vom Kommandanten der Kolonne in Venadir ein Tele gramm vom 16. d. erhalten, das von Mogadiscio mit dem italienischen Schiff „Colonna" nach Sansibar gebracht worden war. Das Telegramm sagt, daß sich die Lage wesentlich gebessert habe. Der Rückzug der Abessinier in der Richtung nach Koranle bestätigt sich. Leutnant Cibelli, .Kommandant der Station Narbera. brach sofort, nachdem er die Nachricht von dem Zusammenstoße bei Aordole erhalten hatte, mit einer Abteilung seiner Ascari auf, um der Station Lugh Hilfe zu bringen. Er kam daselbst ohne Zwischenfall an uzid fand die Station nicht bedroht und Lmbacker ^eituna Nr. 16. '41 21. Jänner 1908. fähig, einem eventuellen Angriffe Widerstand zu leisten. Leutnant Vertassi wurde bereits mit Verstärkungen nach Barbera gesendet. Ein Anschlag gegen die nordamerilanische Kriegsflotte? Rio be Janeiro, 20. Jänner. Die Polizei ist einer anarchistischen Verschwörung auf die Spur gekommen, welche die Zerstörung eines Teiles der amerikanischen Flotte bezweckte. Der Herd der Verschwörung befindet sich in Pctroftolis. In einer amtlichen Note erklärt die brasilianische Regierung, daß sie vor dem Eintreffen der amerikanischen Flotte in Rio aus Washington und Paris Mitteilungen erhalten habe, wonach von Anarchisten verschiedener Nationalitäten Unternehmungen gegen die amerikanischen Kriegsschiffe geplant seien. Die Polizei habe alle Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung derartiger Unternehmungen getroffen. Brand. Newcastle, 20. Jänner. Im hiesigen Geschafts-vicrtel war eine große Feuersbrunst ausgeblochen, die einen Schaden von annähernd vier Millionen Mark verursachte. Mehrere Personen erlitten Verletzungen. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 17. Jänner. Richter. Direktor, Zenica. — Scholl» meyer.Lichtenberg, Gutsbesitzer, Schneeberg. — Petrovic', Pri' vat, Belgrad. — Waloma, Privat, St. Martin. — De Gregorio, Privat, Trieft. — Deisinger. Kfm., Cilli. — Teriel. Kfm., Linz. — Kirchhauser, Kfm., Augsburg. — Cozzi, Kfm., Würz. — Potokar, Kfm., Stein. — Hochenegger, Ing.; Geiringer, Direktor; Puhrer, Plahn, Reiner, Csermal, Lazar, Heimlcr, Kflte., Wien. - Püschel, Ksm., Haida. — Pech, Prag. Am 18. Jänner. Dr. gubiic, Advokat, s. Frau. Iasla. — Dr. Gauby, Adjunkt; Kaiserfeld, Mallee, l. u. l. Oberleutnants, Graz. - Szulti, Privat, Tiszmin. — Singer, Kfm., Klattau. — Lotar, t. l. Leutnant, Tschernembl. — Loil. Advokat, Fiume. — Kunesch, Kfm., Eger. — Hentschl, Kfm., Haida. — Kallay, Kfm., Budapest. — Rademacher, Kfm., Nürnberg. — Jordan, Kfm., Dresden. — Pototschnit. Kfm., Windischgraz. Baron Lichtenberg, l. u. k. Hauptmanu, s. Frau, Tolmein. — Dr. Fried, Hof« und Gerichtsadvolat; Fuchs» Tisza, Opernsängerin; Melli, Ing.; Blau, Billardmonteur; Schwarz, Mayer, Flecker, Rogan, Frank, Engl s. Bruder, Wallner, Burgmann, Kflte., Wien. Verstorbene. Am 17. Jänner. Theresia Huß, Private, 75 I., Aemonastrahe 2, N»r«,8m>i8. Am 18. Jänner. Wilhelm Luhn, Handelsangestellten« söhn, 5 Mon., Domftlah 20, üroneditin omonti». Am 20. Jänner. Johann Hagar, Schuhmacher, 66 I., Vitlum eurllin. JLJeZelno gledaliööe v LJnblJani. *• &ö- Nepar. Danes v torek dne 21. januarja 1908: Na smrt obsojeni. .Dramatska slika iz življenja koroških Slovencev v treh dejanjih. Spisal Ksaver Meško. Zaèetek ob pol 8. Konoc ob 10. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 min. y^'il u. Ät. 741-8 3-1 windstill , Nebel 9U. Ab. 743 6 1-7 SO. mähig! ! bewölkt 7 U.F, j 747-41 1'3> ONO. mäßig j » > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 16', Nor> male -2 3". Wettervoraussage für den 21. Jänner für Steter-marl, Körnten und Krain: Unten je nach Ortlichteit Nebel» wetter, auf den Höben schön, schwache Winde, Temperatur wenig verändert, glelchmäßig anhaltend; für das Küstenland: meist heiter, schwache Winde, kühl, gleichmäßig anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte Igcnrliiibct vu» der Nilli», Sparlasse !«97>, (Ort: Gebäude der l. l. Staats'Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46° 03'; Östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Bebenberichte: Am 8. Jänner gegen 4 Uhr 45 Minuten leichte Erschütterung in Peschici (Foggia). -Am 16. Jänner um 11 Uhr 15 Minuten und um 11 Uhr 30 Minuten zwei Erdstöße V. und VI. Grabes in Aquila, — Am 17. Jänner 18 Uhr* 55 Minuten starker Erdstoß von 2 Selunden Dauer in Cetinje. Die V od enunruh e** ist am 12.Sekundenpendel in fortdauernder Zunahme begriffen. Seit dm Morgenstunden des 20. Jänner ist sie «start» mit Ausschlägen von 6 Milk» metern. Am den beiden lurzperiodischen Pendeln dagegen ist eine geringe Abnahme der Bodenunruhe zu verzeichnen. Am ^0. Jänner war sie am 7.Setunoenpendel spelt über »arl «ah's Werle — Neue illustrierte NuS< gäbe » bei, worauf wir unfere P. T. Leser aufmerksan, machen. (302 »^ Verein für Armenpflege in Lalbach. Einladung zu der am 4. Februar 1. J. um 7 Uhr abends in der Kasino-Gastwirtschaft stattfindenden ord. Hauptversammlung. Tagesord nung: 1.) Tätigkeitsberichte. 2.) Ernennung von Mitgliedern. 3.) Neuwahl. (303) 4.) Allfälliges. Allfällige selbständige Antrüge der Mitglieder sind mindestens acht Tage vor der Hauptversammlung bei dem Ausschuß schriftlich anzumelden. OLGICA BLUMAUER MIROSLAV PAULIN c. kr. davèni pristav o ° o zaroèena. ° ° ° Ljubljana, dne 18. januarja 1908. (295) Fräulein beider Landessprachen in Wort u.Schrift mächtig, mit Handels- kurs und längerer Bureaupraxis, suoht Stelle als Kontoristin oder Kassierin. Gefällige Zuschriften unter „Kontoristin" hauptpostlagernd Laibach. (304) BBhllfenyErglnigung des Eremiums der Hauflcute. zur ordentlichen 6BnepalvBPsommlung der 6ehilfenvereinigung des 6remiums der Kaufleute in Laibach, die Sonntag, den 16. Februar 1. J., Punkt halb 11 Uhr vormittags in den Lokalitäten des „Merkur" (Narodni dorn) stattfindet. Tagesordnungi 1.) Ansprache des Obmannes. * 2.) Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung. 3.) Bericht des Schriftführers. 4.) Wahl zweier Mitglieder in den (jehilfenausschuß. 5.) Wahl zweier Mitglieder und dreier Stellvertreter in den SchiedsgerichtsauRBcnuß. (3O'0 6.) Abänderung der Statuten. 7.) Selbständige Anträge der Mitglieder, die nach § 15 der Statuten der Vereinigung beim Vorstände spätestens 14 Tage vor der Generalversammlung eingebracht werden müssen. Laibach, den 18. Jänner 1908. Karl Tekavöifi Iwan Volk Obmann. Schriftführer. der Firma Rafael ck Wltzel ui Wien beftaudene Annoncen^ expedition wird nach dem Austritt des Teilhabers, Herrn Max Wltzel, von dem bisherigen Gesellschafter, Herrn I. Nafael, in unveränderter Weise fortgeführt. Die Firma I, Rafael behült auch fernerhin die Generalvertretung für Osterreich.Ungarn von August Scherl, G. m. b. H., und Daube ck Co., G. m. b. H., sowie den Vertrieb der «Woche» und deS «Simplicissimus». i3»9») W Danksagung. W Für die vielen Beileidsbezeigungen während ^ ^ der Krankheit und anläßlich des Ablebens unseres ^ ^ unvergeßlichen, lieben Gatten, bezw. Vaters. Groß» ^ ^W Vaters, Schwiegervaters, Bruders und Onkels, de« ^ Herm ^ > Florian Nogl > W Veamten der l. l Staatsanwaltschaft W ^ sowie für die schönen Kranzspenden und die ehrende ^ zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse, be» ^ sonders von feiten der t. l. Staatsanwaltschaft, ^ ^ des l. l. Landes» und Vezirtsgerichtes, sei hiemit ^ ^ unser herzlichster, innigster Dank ausgesprochen. M ^ Desgleichen danken wir den Herren Sängern für ^ ^D den Grabgesang. M Die trauernden Hinterbliebenen. W ¦" W Geschäfts-übersiedlung. ~Wl ¦" ¦r -----------------------------------------------'-----' % ,aj* Erlaube mir hiemit den hochgeehrten P. T. Damen bekanntzugeben, | :|l daß ich vom heutigen Tage an mein aj f Mieder-Erzeugungsgeschäft > K im gleichen Hause, Schellenhupggasse 6 (neb. dem FostgebaudB) ¦, ¦¦ nur I. Stock links ¦" te^ weiter führe. al % Arbeite ron nun an nnr Maßbe«teUnnffen in den neuesten ^| % Oenrea, Oeradehalter, Bauohblnden nach ärztUohen Vor- - ¦C aohrlften, Sohnlterblätter etc. etc. ¦ laT Mieder-Beparaturen sowie Pntxen etc., auch von niont von in t^ mir vorfertigten Miedern, werden bereitwilligst übernommen. aL Ji Bitte mir das bis nun in bo reichem Maße geschenkte Vertrauen f ¦ auch fernerhin gütigst bewahren zu wollen und zeichne ^1 •^ (302) »-1 mit vollster Achtung M™*' StUZZl. ij I Boeben erschienen: (4461) 47 Detitsch-SIovenisches Wörterbuch I' von I Franz Kramariè. i Ganzleinwand gebunden K 2*20. ^ SIovensho-Hemshi slovar ^ I sestavil France Kramariè. Vezan K 220. Zu beziehen von lg. v. Klelnmayr ft Fed. Bamberg, Bnohhandlong i in Laibaoh, Kongreßplats Nr. 2. Laibacher Zeitung Nr. 16. 142 21. Jänner 1908. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ~^W~ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. Fr«uK-Jose «"- ^^&Safi&^' Strasse JWx*. 9. (nis) -AJctie3aJa5a,pital IC 120,000.000"- ^TgPr* IReserTT-efozui IC 63,000.000'- Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe-Deposits. - Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 20. Jänner 1908. Tie notieittn Kurse verstehen sich in Kronenwähruna,. Die Notierung sämtlicher Altien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stült. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"„lonver, steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per Kuise . 96 75 96 95 b etto (Iänn.-IuM per Kasse 9« 75 96 95 4'2ö. V. Silber lNpril-Olt.^ per Kasse......98 65 98 85 1860er Ttaatslose 500 fl. 4"/« ,50 25154 2b 18«0er ., 100 fl. 4",„2l0 — 21t'- 18ft4ei ,, 10! fi.. 256 50260 50 18b4«r „ 50 fl. . .256 50260-50 Dom.-Pfandbr, k 120 fl. 5"««9«'—293-— Gtaatsschuld d. i. Neichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. ÖNerr. Goldrente fteuerf»., per Kasse .... »»"/„«15 65 I158L Österr, Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4".« 96 75 96-9« detto per Ultimo . . . 4"/„ 96 8,) 9?--ÖN, Investition«-Rente, stsr-, Kr. per Kasse . . 3'///« 87-95 8»-<« Gistniahn-Zlaatlschul». »»schreiiungrn. «tlisabeth-Vahn i. G., fteuerfr.. zu 10.000 fi.....4"/, —------------- Zranz Ioseph-Vahn in Silber (div. Lt.) . . . . 5>///<> 180-30,21-8« Valiz. Karl Ludwig «ahn (div. Otücle) Kronen . . . 4",<, 96 55 97 55 Rudols-Vahn in Kronenwähr. steuerfr. (biv. Ot.> . . 4",, 96 90 97 9c Porarlberger Bahn, stfr.. 400 und 2000 Kronen . . 4"/n 9« 50 97 4« )n zla»t»lchull>»tlschllibnngl» »bglsttwPlltl Gisenb»lnl>zlkti»» «tliiabelh-V. 200 ss. KM, 5'/<"/« von 400 Kr......463—465 — detlo Linz-Vudweie 200 fl. ö. W. E. 5',^/,.....432 - 435 — detto Salzburn-Tirul 200 fl. ö. W. O. 5"/„ . . . .426—42«'-Krcm«al'Vahn 2V« u. 2000 Kr. ^........1!14'5« l!'ü'5c Veld Ware V»» Mal« zur Zahlung übn» nommtne listntah».Priorität»' ffbligatione». Vuhm. Wcstbahn, Cm. 1895, 400. 200«»,!. lo.noOKr. 4"n 974« 98 40 Elisabeth Bahn «00 u. 300« M. 4 ab 1O'/„......,,3 50X4-25 ltlisabeth Bahn 400 u. 8000 W. 4"/„........11405I1K05 sseroinaüds-Nordbahn Lni. 1»»6 97 50 9«-50 detto lim. IW4 97 55 9« 55 Fianz Iosevh-Vahn Em l»«4 (biv. Nt.^> Eilb. 4'Vn. . . 97-50 9«-5U Galizischl, Karl Lubwiss - Bahn (div. St., 3i!b. 4"/„ . . . 97 50 9« 50 Unss.galiz, Vahn 200 fl. S. 5"/„ l«4 50 ,N5 50 betlo <0V ». 5000 ttr. 3'/,"/., «7 35 8« 35 Voiarlberaer Bahn Em. l«84 (dw. Lt.) Tilb. 4"/« . . 9? — 97-50 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"n Uüss. Voldrente per Kasse . 111-65 111«5 4"/„ dcllo per Ultimo lii'65ln«5 4'V„ unssai. Rente in Kronen- währ. stfr. per Nasse . . 93 5« 93-70 4"„ deito per Ultimu 93 50 93-70 5'/,"/« dctto per Kasse 82-95 «3-15 Ungar. Vrämien.AnI. ll 100 sl. 196- 199 — detto a 50 sl. 196 - 199 — Theiß Ness. Lo!e 4"/„ . . . .150-50154 5« 4°/, ungar. Oiunbertl.-Obliss, 93'70 94 70 4"y lioat. u. slav. Grdentl. Obl. 94— 95 — Andere öffentliche Anlehen. Bosn. Lanbcs-Anl. (div.) 4"/„ 9,-70 92-70 Vosn.herceg. Eisenb. -llandes- Anlelien (b/,"/„ . . 99l5l0015 5",n Donau Re„,-Anleihe 1878 102-75 «03 75 Wiener Vcrlchr«-?lnl. . . 4"/„ 97 — 9« -detto 1N00 4"/„ 97— 98 — «nlehen der Stadt Wien . . ioi 9» !02 9« detto (G. oder O.) 1874 120W>2> 8N detto s1894).....9505 96 05 dctto" «Gas) v.J. 1898 . 96 85 97-K5 detto (Eleltr.) v. I. 1900 96-40 97-40 dttto (Inv.-A.) u I.1N02 96 70 97-70 Nürsebau Aulchen verlosb. 4"/„ y«-5u — — Russische Ttaatsan!. v. I. 190« f. 100 »r. p. K, . . 5"/„ !,N 25 90 8« dettll per Ultimo . . 5"/^ NO 25 9« ?L Villa., Etaat«-Hypothelar-Anl. 1892......6"/„ 12,-50,225« Geld Ware Vulg. Staats - Golbanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4>/i"/„ «7 75 —- Pfandbriefe nfw. Vodenlr,,all8.ust.i.50I,ul.4^ 9510 95'«« Vöhm. Hnpothclenb. veil. 4"/s, 9815 99-15 Zcntral-Bod. Kred.-Nl., österr., 45 I verl.....4>/,«/„ ,0150 102 50 detto «5> I. ucrl. . . . 4"/„ 96 90 97-90 »red.-Inst., österr., l.Verl.-Unt. u. öffentl. Mrb. Kat. ^. 4"/« 96— 9?-— Landeeb. d. lfön. Galizien und llodom. 57>/2 I. iliclz. 4"/„ 94 50 95'50 Mähr, Htipolhelenb. verl. 4/i"/n 88-- - - detlo K.Tchuldsch. Verl. 3>/,"/>, 87-25 88>25 dctto verl......4"/« 96-50 97-50 Osteir.-unssar. Äanl 50 Jahre Verl. 4'V« ö. W.....98'Ü«! 99-20 detlo 4"/„ Kr. .... 9830 99 30 Spart., lrzin,ttchl Kost. Bubav.-Vllsililll (D«mbll»)5 fl, 2225 24-25 Krcbiüusc I0« fl...... 454'— 464-— Llary-Luse 40 fl. KM. . . . 155'— 161 - Ose„er Lose '.« f!...... 220'— - -— Plllfsu-L°!e -ü»sl. KM. . . . 18?-- 195- «otcn jlreuz, üst. Ges. v., 10 fl. 52'— 56 - Noten Kreuz, »nn. Ges. v,. 5 fl. 29'75 31-75 Rudolf Lose 10 fl......66'— 70'— Salm Lose 40 sl. KM. . . . 240-— 249 -Türl. E.'A.-AüI.'Pram.-Oblig. 400 Fr. per Kasse . . . 187»- 188'— dctto ver Medio . , . 186'5« ,87-50 Gelb Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 515 — 525 — Gew. Sch. d. 3"/„ Präm..Schuld d, Vodenlr.-Anst. Em. 1889 81>— 8?-— Aktien. Hllln,p«rl'zlnttn>thmnnztn. Nussin-Tepliycr Eiscnb. 500 fl. 2410-— 2420'— Böhmische Noidbah» 15« sl. . 372-- 375'— «uschtichraber Eisb. 5>«N fl. »,M, 2835 — 2850'— betto (!>t. ll) 200 sl. per Ult, 1075 — 1080-— Donau - Dampischlsfllhrts- Ges., 1., l. l. priv.. 500 fl. KM. 1000-— 10,0- D»l Äodenbacher E.-N. 400 »r. 535'— 540'— fferdMll»ds-Nolbb. 1000 fl. KM. 53I0-- 5350'— ltaschau - Odeibcrger Eisenbah» 200fl. T....... 365'— 368 — Lemb. - Lzern.-Iassy Eisenbahn- Gesellschaft, 200 sl. S. . . 569'— 57<»'— Llond. öst., Tries!. 500 fl.. KM. 417-- 419'— Österr. Norbwestbahn 200 fl. S. 437- 438'8N detto (lit. lj) 200 sl. S. p U!t. 422-5« 424'50 Pra« Dux.er Eisenb. 100fl.abnst. 2,5-50 217'^ Etaatieisenb, ^00 sl. 2. per Ull, 677-^'ü 678'25 Tüdbahn 200 fl. Silber per Ult. ,49'25 150-25 Vüdnorddeulsche Verbindungsb. 2«0sl. KM...... 402— 402 — Tiaiisvort-Ges,, intern., A.-G. 200 Kr........ 173— 1?b'— Ungar. Westbahn (Raab-Graz) 2(10 sl. S....... 401'— 405 — Wr. Lülalb.-Altien-Ves. »00 fl. 220 — 240 — Vanlen. Anglo-Österr. Banl, 120 fl. . 298— 299 — Vllnlverein, Wiener ver ttasse —-— —-— dettu per Ultimo 521 50 522 50 Vobrnlr.-Unst. öst., »00 »r. . 1049'— i«52'- Zfütr-Äod.-ttredbl. i!ft,. 200 fl. 52«'— 524'-Kreditanstal! für Handel und «ewerbc, 1N0 fl., per Kasse —-— —- - detto per Ultimo 638-50 63!i'50 Krcditbanl, ung. allg., 200 fl. 768'25 ?69'25 Dcpositenbaul, alla., 200 fl. , 457'— 458'— Eslomptc - Wescllschaft, »icbcr- üfterr., 400 Kr..... 568'— 570-50 Giro- u. Kasscnverein, Wiener, 20« fl........ 450 — 460'— Hnputhelcnbanl, öst. 200Kr. !>"/„ 287'— 289'— Ländcrbanl, üste«.. 200 fl.. per »esse....... -'- --- dettu per Ultimo 412'40 413-40 „Merlur", Wcchsclstub.-Mtien- Gesellschaft, 2NN fl. . . . 60!'- 605'— Östsrr.-iinnar. Ban! KON kr. 1776-- 178L-- Veld Ware Unionbanl 200 fl...... 544 25 54475 Unionbanl, böhmische 100 fl. . 238'— 238 50 Vcrlehrsbanl, all«., 140 fl. . , 325'— 327 — Indufillt'Anttlnetjmungl». Vaugesellsch., nllq. öst., I00 fl. 11?'— 1»9<— Vn'ixcr KohIenbeinb.-Ges. loofl, 728'— 730'— Eistübahnvcrleh« - Nnstalt, öst,, 100 f!........ 399— 403'— chtn» und Scheck». Amsterdam....... 19967' 199 97> Deutsche Äanlplähe .... 1,7 65 1,7-85 Ilalir»ischc Äanlplähe . . . 95'75 95-90 London........ 241-15 L4«-52' Pari«......... »5 80 9595 Kl. Petersburg...... 252 — 252-37» Zürich lind Nasel..... 9560 95'7N, Valuten. Dukaten........ ,135 11-39 L0-ssranl«n-<3tüclt..... ,9-14 19-»« 20-MarlStücle...... 23-50 23-57 Deutsche Neichsbanlnotr» . , 11782' ii?-«l>! Italicüische Vaülnotei, , . . 95 90 «0-10 »lübel No!c»....... 2-52 2'53 |i*on B^ten.^ndb^fe.TpSoH^en, AWUeu, I •*- «. MajCr I Privat-Dopot« (Safe-DepOflita) LoNen elr., Devlin und Vnlnti-n. I Bank- TiaS-d. 'Weclisleig'esch.&ft III '«¦»•t«r «!.et• a^«3=«. V«r^c2s. 1 vl = s <5.»r Partei. I Lo8-Veralcherunfir. (34) l^ibach. Nirit»r«HMH«. Verziniung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf filro-Konto. I