^ IS» Areitag den Hlovemöer >879. XVlIl. Jahrgang. M«bM Zli Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — sür Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr.; für Zustellung in» Hau» monatlich 10 kr. — mit Poslversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 sl. JnsertionSgebiihr 3 kr. per Zeile. Stkarroortagc» und Slaatspotilitt. Marburg, 13. November. Wie peinlich mag es die Regierung berühren, angesichts der Steuervorlagen neue Klagen zu hören, die aus jenen Kreisen der Gesellschaft entgegenschallen, welche in dieser Frage die mabgebeudslen find. Nicht allein die verschrieenen Stlirinsr und Dränger nehmen entschieden Partei, sondern auch die ruhigsten Bürger, die bescheidensten GeschäftSlnänner treten zusammen und sagen es dem Mir-.isterium und dem Reichs-rathe, was sie nicht verschweigen dlirfen: Handel und Gewerde sollen unerträglichst belastet und empfindlichst geschädigt werden und würden namentlich die ärmeren Schichten der Bevölkerung in drückendster Weise getroffen.' Aber die Staatspolitik macht s^olche Boragen nothwendig. Der Finanzminister soll ja Mittel Ichaffen in Fülle und nimmt der große Bismarck das Geld, wo er's findet, so 'st be-greistich, daß kleinere Regierungsleute das Geld suchen, wo sich die Steuerschraube ansetzen läßt. Diese Eintracht zwischen Staatspolttik und Steuern wird täglich stärker und ,st von der jetzigen Mehrheit des Abgeordnetenhauses noch weniger Erleichterung zu hoffen, als von der früheren. Keine Hoffnung von national-feudal-tlerikaler Seite! Diese Gewißheit muß Allen klar werden. Keine Hoffnung auch dann, wenn die jetzige Minderheit der Vkrtreter zur überwiegenden Mehrheit emporchwlichse — weil die Staatspolitik wesentlich die gleiche bliebe, wie bisher. Niemand zeigt sich, der Euch zu erlösen vermöchte von der Last und Niemand soll Euch die Erlösung bringen, Ihr Pflichtigen Alle. „Nur der verdient die Freiheit, wie das Leben, Der täglich sie eroliern muß." Die Bürde, die i^uch zu schwer geworden, müht Ihr selbst abschüttelu -- Euch zu Liebe und um des Staates willen, der ja nichts anderes ist und nichts anderes sein soll, als Eure Organisation. Und Ihr allein könnt Euch diese Freiheit, erringen, daserne Ihr nur ernstlich wollt. Diese Selbstliilfe ist die Selbst-Gesetzgebung, die versossungsmäßige Abstimmung der Wähler auch über Steuern und StaatSauSgaben, die von den gewählten Vertretern bewilligt worden. Franz WieSthaler. die Zur Zejchichtk des Tuges. Im Wehrausschuß werden sich Regierungsparlei und ihre Gegner mefs,:n, namentlich bei d,!M weites! gehenden Antrage der letzteren, da» Wehrgesetz nur auf ein Jahr zu verlängern. Und wenn diese Verlängerung erfolgt: wird sich nach einem Jahre nicht das jetzige Spiel wiederholen und erleichtert diese Art der gristerstreckung thatsächlich die Tragung der Lasten? Das Schutz' und TrutzoÜndviß, welches Montenegro, Serbien und Bulgarien geschlossen, ist hauptsächlich gegen Oesterreich-Ungarn gerichtet — gegen die Ausdehnung der Okkupation über Novi-Bazar. Die Großmacht-Partei wird ungeachtet dieses Bündnisses aus das Aegäitche Meer iticht verzichten und es gibt nun eine Gelegenheit mehr für einen sri-schen, fröhlichen Krieg. Inder asiatischen Türkei sind Plünderung, Naub und Mord an der Tagesordnung und gestaltet sich die Lage der Christen schlimmer, als in srüherer Zeit. Und die hohe Pforte thut noch immer, was sie schon unter Karatheodori versprochen — sie will in ernste Erwägung ziehen, was zum Schutze der ge-sährdUen Bevölkerung geschehen könne. Verinischle Zlachrichten. (Mittel-Asien. Ziele Nußland's.) Ueber die Ziele und Aussichten Nußlutd's in Mittel- Asien schreibt Bamberg in der „Allgemeinen Zeitung-: „Es hat sich herausgestellt, erstens daß die Russen trotz einer mehr als achtjährigen Auskundschastung des von Krasnowodsk und Tschlkischlar gegen Osten sich erstreckenden Theiles der Wüste vom Gebiete der Achal-Tekte-Turk-menen, dzs heißt von Kiril-Arwat nach Oslen und Südosten hin, so gut wie gar keine Kunde hatten, und daß die spärlichen Daten, die zeitweise in den glographischen Berichten veröffmt-llcht wurden, zumeist auf bloßem Hörensagen beruhlen und dem Munde solcher Eingebornei. entnommen waren, die ihren unliebsamen Gästen und Ausfragern zu Gefallen gesprochen haben; zweitens hat sich herausgestellt, daß die Russen ihren Gegner bedeutend unterschätzt haben. Es fragt sich in erster Linie, mit welcher Stärke denn die Russen austreten müßten, um auf stchern Erfolg rechnen zu können. Mit einer größern Armee als einer von nur 20 000 Mann wird man !agen; aber woher Speis.: und Trank sür eine noch größere Armee nehmen, während dort schon die 20.000 Mann mit Proviant-Schwierigkeiten ju kämpfen haben? Es erleidet keinen Zweifel, daß eine Veränderung der Taktik in dieser Richtung nur iln Einvernehmen mit Persien möglich wäre, und hier kommen wir auf den dritten Fehler zu spreche, welchen die Russen sich bei ihren Unternehmungen gegen die Turkmenen zu Schulden kommen ließen. Als nämlich die Kunde von dem beabsichtigten Marsch der Russen auf Merw sich verbreitete, war alle Welt der Ansicht, daß das Kadinet von St. Petersburg mit dem Hofe von Teheran sich verständigt habe und daß die Russen der persischen Unterstützung oder wenigstens einer wohlwollenden Neutralität sicher seien. Das war eine Täuschung. Der irianische Schlaumeier hat dem aus der öden Sandsteppe dahinkoUernden Bären einen ttlchtigen Schabernak gespielt. Bruder Petz blickte sehnsüchtig nach den nördlichen Äuclau-sern der Elburskette, doch war Mirza Hussein Khan. Persiens heutiger Premierminister, klug I e u i l l i? t o »l. Eixe Pariftr Veschichtr. Von Feodor Wehl. (Schluß.) „Mein Vater hatte, ehe er sich offiziell vertnahlte, eine geheime Liaison mit einer Gärt-nerStochter zu Soirent gehabt und mtt dieler einen Sohn erzeugt. Die Geburt desselben siel in die Zelt, in welcher er sich mit meiner Mutter vermählte, und diese, eisersüchtig auf ihre un-ebenbürttge Nebenbuhlerin und in Besorgnlß, daß der Sprößling derselben ihren eigenen zu erwaltenden Kmdern Eintrag thun könne, wußte es zu machen, daß in dem Haufe der Wöchnerin Feuer angelegt und diese, jamtnt detn Ktnde, während man die Flammen zu löschen versuchte, nach Frankrrich hinüber entiührt wurde. Vom Schreck und den Strapatzen der unfreiwilligen Reise erschöpft, erlag die ihrer Heimat und ihrem Gönner entrissßne Frau einem raschen und unerwartet srühzeitigem Tode. Ihr Kind aber ward einer armen Wäscherin übergeben, die mit einem kleinen Handwerker in einer ungesetzlichen Ehe lebend und thr Kind ku'z nach, der Geburt durch den Tr^phus verlierend, den verwaisten Knaben sür eine beträchtliche Sutnme als den ihrigen annahm. „Mein Vater, der von diesen Vorgängen natürlich nichts wußte und wie Alle, die Zeugen der Feuersbrunst gewesen, glaubte, daß seine Geliebte sammt detn Kinde den Tod dabei gesunden, gab, nachdem er lange umsonst geforscht sich Gewißheit darüber zu verschaffen, endlich feine Nachforschungen auf, und zwur um so mehr und vollständiger, als einige Monate darnach ferne ailgetraute Gattin ihm iu mir einen rechtmäßtgen Stammhalter schenkte. Von da ab hal er weiter den Verschollenen nicht mehr nachgeforscht und eine ziemlich glückliche Ehe geführt. Eben als ich achtzehn Jahr alt geworden und nach Paris abzugehen ilN Begriffe war, erkrankte meine Mutter, die, ehe sie verfchied, tneinem Vater die Schicksale seiner Juge«»bgeliebten und ihres Sohlleü beichtete. Gl»:tch nachdem sie beeidigt, machte er sich nach Paris auf, um dort nach seinem natürlichen Sohne zu sorschen. Da aber die Helfershelfer meiner Mutter bei der Entführung ihrer Nebenbuhlerin lange vor ihr gestorben, man Name, Wohnung und ferneres Geschick jener armen Wäscherin aber durchaus nicht kannte, so verrnochte er, allem Eifer und aller Mühe zum Trotz, nirgends eine Spur von seinem Kinde zu entvlcken. „Ein Kammerdiener meines Vaters, sein intimster Vertrauter, der sich bei mir die Stellung in unserem Hause sichern wollte, verrieth mir dieses Geheimniß meiner Familie, indem er mir dabei zu verstehin gab, daß, wenn ich das große Vermögen des alten Fürsten mir ungetheilt erhalten wollte, ich dafür zu sorgen habe, daß die Entdeckung meines Bruders niemals stattfinde. Wie er mir gestand, war diese nur verm<>qe eines goldnen Reifes zu machen, den mein Vater in der Geburtsstunde seines natürlichen Sohnes durchgebrochen, zur Hälfte behalten und zur Halste der Mutter für den Neugebornen übergeben hatte. „Nachdem mein Vater uniierrichteter Sache von seinen Reifen zuruckkain, trat ich tie meinige an, die sich natürlich nun auch zunächst »ach Paris richtete. Hier lernte ich zufällig bei dem Grafen Emil Luckner einen gervissen Alfred Gautier kennen, bei dein ich einmal beim Bil» lardspiel die Hälfte jenes Ringes an einer feinen goldenen Kette aus dem Gilet hervorhängen fah, dessen andere, dazu passende Hälfte mir jener Karnmerdiener meines Vaters gezeigt hatte. Natürlich war augenblicklich mein Plan gemacht. „Ich suchte Alfred Gautier einmal allein auf, ließ mir jene Geschichte erzählen, das Billet seiner Mutter, das ihm von seiner geheimniß-vollen Herkunft berichtete, zeigen und erklärte genug, um den moskowitischen Polypenarmen, die sich schon beinahe um den ganzen Norden Irans schlingen, nicht Vorschub zu leisten. Man mag von Petersburg aus den Persern Herat versprochen haben, doch wissen die Katscharen, daß bei einem solchen Geschenk auch ein Dritter, nämlich England, etwas mitzureden habe, und da man im Laufe dieses Jahrhunderts bei Be» folgung der russischen Worte: „Geh', nimm und hol' es dir!" mehrmals mit leerer Hand, aber ntil blutigen Köpfen ' eimkehrte, so ist es natürlich, daß man schließlich sltr ein dermaßen an^iel?otene» Geschenk Höstich dankte ul^^d sich still verhielt Um die „Straf-Expedition" der Russen nach Merw ins richtige Licht zu stellen, bemerken wir, daß es sich nicht im mindesten um die Züchtigung räubischer Nomaden, sondern um eine regelrechte Unterwerfung sämmtlicher Turkmenen und die Eroberung MerwS handelte. Hatte es sich einzig mn eine Züchtigung gehandelt, so wäre ja Merw für die Russen vom Oxus ans viel leichter zu erreichen gewesen, als von Tschikischlar und Krasnowodsk aus. Aber der Besitz von Merw allein frommt den Nusien wenig, Ihnen ist hauptsächlich an der Unter^ werfung der Turkmenen gelegen, welche bei einer etwaigen Kollision mit England die russi» schen Zirkel bedeutend stören könnten und die daher um jeden Preis zunächst niedergerannt und russifizirt werden sollen." (Galgen pfle ge in Ungarn.) Zweimal gehenkt.) Anläßlich der Hinrichtung des Raubmörders Johann Madaraß erzählte nach „Magyarorßag^^ ein Richter der k. Tafel nach-ltehenden Fall: In der Somogy war ein Wegelagerer zum Tode verurtheilt worden. Nach Vollstreckung des Urtheils lieb man den Znsti-fizirten am Galgen hängen. Ein vorliberfahren-der Fuhrmann sah ihn dort hängen, nahm den unbewachten Leichnam herunter, legte ihn aus seinen Wagen und führte ihn weiter. Unterwegs kam der Gehenkte wieder zu sich, dankte seinen! Netter mit warmen Worten und trak» tirte ihn in einer an der Straße gel^'genen nnsamen Cöarda mit Wein. Der Fuhrmann trank stch einen Rausch an und versank in tiefen ^chlak. Als er erwachte, war der Strolch mit seinem Wagen auf und davon gefahren. Der Fuhrmann ging zum Stuhlrichter und klagte ihm sein Leid; dieser aber rieth ihm, die Sache nick! laut werden zu lassen, weil er sonst zur Verantwortung gezogen werden mükte dasUr, daß er sich herausgenommen, den Gehenkten vorn Galgen abzuschneiden. Der Fuhrmann aber, der sein Gefährte nicht verschmerzen konnte, ersann sich ern Anderes. Er suchte im Bakonyer Walde den Vetyar auf, blieb bei ihm Uder Nacht und als derselbe un Schlafe lag, ihm alsdann, daß wenn er mir die ganze Sachet unter Angelobung unverbrüchlichen SchweigKN«! gegen Jedermann in die Hand zu geben entschließe, ich Willens und un Stande sei, ihn ftinem rechtmäßigen Vater in die Arme zu ftihren. Der harmlose, nichtsahnende Gautier, der zur Zeit, da mein Vater in Paris nach ihm forschte, sich Geschäfte lialtier in Amerika ausgeholten und von diesen! Allen nichts wußte, gikng dies gerne ein. ülierantwortete mir seine Papiere und that auch sonst, was ich von ihm heischte. „Nachdem ich ihm nun also ausgetragen, sich silr den 17. September mlt Geld in hinreichendem Maße zu versehen, um damit eine größere Reise unternehmen zu könneri, übergab ich ihm einen, von dem in mein Komplott gezogenen Kammerdiener täuschend nachgemachten Paß nüt dern Bedeuten, diesen und das Geld an den Grafen Luckner zu übergeben, mit dem ich dann das Weitere besprechen wolle, da ich wisse, daß dies sein bester Freund sei. ^Es war an eben diesem siebzehnten September mit Gras Luckner und einigen andern Bekannten ein Souper bei einem Restaurant auf dem Boulevard des Italiens festgesetzt und verabredet worden, mit der Bestimmung, die Wohnung des genannten Grasen als Versamm-lungSplatz anzunehmen. Bei dieser Gelegenheit wußte ich mir einen Dolch des Grafen Luckner band er ihm die Hände und erhenkte ihn dann kunstgerecht, wartete aber ab, bis der Tod vollständig eingetreten war, damit der Erhenkte nicht wieder in's Leben zurückkehre, wie das erste Mal. Dabei wurde er jedoch von Leuten gesehen, welche ihn als Mijrder festnahmen und den Gerichten einlieferten. Der Fall war ein komplizirter. Sollte man ihn dafür strafen, daß er den Gehenkten herabgenornmen und so den Lauf der Justiz gehemmt, oder dasur, weil er einen Menschen erhenkt hatte? Die Urtheile der verschiedenen Instanzen differirten. Schließlich sprach in letzter Znstanz die Septemvirallafel den Futirmanu frei und motlvirte die Freisprechung damit, daß derselbe die unterbrochene Vollstreckung des Todesurthe^ls wieder in Gang gesetzt habe, was nicht strafbar sei. (B e st e li e r n n g der V o r s ch n ß v e r e i n e.) DüS Al'geordnetenhans hat auf den Antrag Hevera'ü einen Ausschuß bestellt zur Berathung der Frage, wie betreffs der Besteuerung der Vorschubvereine in Zukunst vorzugehen sei. Dicsem Ausschusse hat der Antragsteller eine ausführliche Darstellung der Verhältnisie und seine Abänderungs-Vorschläge vorgelegt. Eine wahrhast drastische Illustration erhält diese Darstellung durch zwei Tabellen, von denen die eine dre Bilanz einer Vorschußkasse nach der geschäsilichen Aufstellung, die andere dieselbe Bilanz in der von der Steuerbehörde beliebten Ausstellung enthält. Hevera kommt zu solgenden Schlüssen: „Diejenigen Vorschnßkassen, welche lediglich den Mitgliedern Darlehen gestalten, die Dividende nach der sür Schulden giltigen Höhe auszahlen und den weitern Reingewinn zum öffenllichen Wohle verwenden (aus Schul' häuscr. Kranken- und WohlthätigkeitS-Anstalten, Kommunikationen zc.) sollen steuerfrei sein, die» jeingen aber, welche den Mitgliedern eine statutarische Dwidende aus dem Neinertrage auszahlen, wären mit einer mäßigen Einkommensteuer zu belegen. Sollten jedoch diese Grundsätze im Neichsratbe nicht Anklang finden, so lväre die Steuer aus dem Reinerträge zu bemessen. Hiebei wäre von dein Bruttoerträge in Abzug zu bringen: 1. Die Interessen von den Einlagen, sogenannte Passiv Interessen; 3. der ganze Negie-Auswanv inklusive der Gehalte, Remuneraiionen; 3. tie Amortisirung der angeschafften Jnventar-Gegenstände; 4. die volle Summe der gezahlten Steuern und öffentlichen Abgaben; K. die zu öffentlichen und wohlthä-tigen Zwecken gespendeten Beiträge. Hiebei wäre die Steuer nach einen» gewissen Perzent aus dem Reinerlrage derart nach einer Progression zu bemessen, damit Vorschuizkassen mit einem kleinen Ertrage kleinere Steuern zahlen möchten, als Vorschußkassm mit einem größern ungesehen zuzueignen, dessnr ich zu meinem höllischen Vorhaben bedürftig war. „Als es gegen Mitternacht war, zog ich Gautler bei unserm ziemlich laut und rauschend gewordenen Souper bei Seite, indem ich ihm sagte, er möge mit dem Grasen Luckner auf einem Wege, den ich ihm vorschrieb, nach Hause gehen. In der Rue des trois fiöres, nahe dem Hotel de» trois fröres, wollte ich dann zu ihnen stoßen und das Wertere mit ihnen Beiden ge-meinschastlich bereden. Doch möge er vorher mit seinem Freunde nichts übcr die Angelegenheit sprechen. Da ich wußte, daß Gautrer ge-wiss.'nhajt und folgsam war, so durfte ich mich auf sein gegebenes Versprechen verlaffen. „Kaum mochten Graf Ltlckner und Alfred Gautier zwölf Minuten fort seiii, als ich mich, ein körperliches B^dürfuiß vorschützend, nach dem Hofe begab, wo ich rasch im Dunkeln über eine Mauer setzte, einen Hof durchschlüpfte und bann durch kleine Nebengassen die Rue des trois srö^es erreichte, gerade in dem Moment, in welchem mein Opfer in dieselbe eingebogen war. Mich nun rasch mit einer Taffetkappe unkenntlich machend, sprang ich plötzllch aus einem Thorweg hervor, den Dolch dem armen Gautier !o tief und f.st in die linke Seite bohrend, daß ich beinahe verzweifelt rväre, ihn wieder aus der Wunde hervorzubringen. Jndeß war ein tüchtiger Nuck doch hinreichend, ihn Ertrage. Unbedingt wegzufallen hätte: 1. die bisherige irrige Anwendung des Z 11, I de» Einkommensteuer-Gesetzes vom 29. Oktober 1849; 2. die zweiperzentige Gebühr von den Possiv-Jnteressen nach dem Gesetze vonl 21. Mai 1873; 3. die separate Bemessung der Steuern und Gebühren von den Gejchästsan-theilen und ihrer Verzinsung; 4. die Steuer sür die Eintragung der Interessen und Annuitäten in die Handbücher der Schuldner; ö. jedwede Vorschrerbung einer Aequivalent-Gebühr. Hiebei wäre ausdrücklich zu bestimmen, daß in Hinkunft die Ueberreichung individueller Ausweise ül^er Mitglieder, Jnteressenzahlnng zc. von Seite dex Vorschußkassen'Verwaltungen zu entfallen habe und daß diefe den Steuer-Be-hörden lediglich die Bilanz für die General-Verfammlungen behufs Steuer-Bemessung zu überreichen verpflichtet sind. Weiter wäre ausdrücklich zu bestimmen, daß außer den im zukünftigen diesbt.züglichen Gesetze festzusetzenden mäßigen Steuern keine wie immer Namen habenden Abgaben zu verlangen wären." (Gegen die neuen Steuern.) Der „Verein für kausmännische Interessen" in Wien lzat (6. d. M.) „mit Bedauern Kenntniß ge» nommen von den durch die Regierung im Ab-geordnetenhanse eingebrachten Steuervorlagen. Diese Vorlagen zun» Gesetze erhoben, würden den ohnehin rnit Steuern und Gebühren überbürdeten Handels» und Gewerbestand in unerträglicher Weise belasten. Die projektirte Ergänzungssteuer zur Einkommensteuer, die Erhöhung der Gtempelgebühren, sowie die Ausdehnung der Stempetpflicht auf Korrespondenzen, empfangene Geldbeträge betreffend, ferner die Erhöhung der Gebühren in NechtSangelegen-Helten und schließlich die Erhöhung der Transportsteuer sind insgesammt geeignet, den Handel und Verkehr in empfindlichster Weise zu schä« digen. Insbesondere treffen zudem die Transportsteuer. sowie die in die Steuervorlagen aufgcnornmene enorme Erhöhung der Petrv' leumsterrer neuerdings in drückendster Weise das Kleingewerbe und die armen Schichten der Bevölkerung. Der Verein gibt sich der Hoffnung hin, baß die beiden hohen Häuser des Reichs-rQthes die nrit den Zlificherungen der aller» höchsten Thronrede in grellem Widerspruche stehenden Steuervorlagen ablehnen werden." ejiliuiullvjt'l eUc?richie. (Heimatknnde. „Pergrecht in Steir".) 3m „Codex des Hans-, Hos- und Staatsarchivs zu Wien" findet sich eine Aufzeichung aus dem fünfzehnten Jahrhundert über die bergrecht- frei zn belomrnen nnd damit dem mich verfolgenden Grafen Luckner zu entwischen. „Erst als ich mich dem mir Nachrennenden um e^n gutes Stück voraus wußte, schleuderte ich die Waffe fort und entkam. Nachdem ich nun noch meine Taffetkappe mit einem hinein-gebuirvenen Steine rasch in die Seilie versenkt, eilte ich auf rneinem früheren Wege in den Hof nnd von da zu meinen Genossen zurück, die Meine Abwesenheit kaum bemerkt hatten und daher auch nie auf einen Vervacht gekommen sind. »Die ganze Schwere desselben fiel, wie ich in Voraus gesehen und berechnet hatte, auf den Grafen Luckner, bei dein man meinen salscheir Paß und Gautier's Banknoten sand, und durch welche Dinge natürlich der Hauptverdacht ans ihn gelenkt werden mußte. „Wie inan sich erinnern wird, ward der Arme zn Anfange des folgeitden Jahres zn ewigem B^ignogesüngniß verurtt^erlt, in dern er sich, so viel ich weiß, noch befindet, und aus wtlchem ihm dies mein Geständniß nun endlich befreien mrrß. „Mein Vater, der die an dem Lesen in ^en Assissenberichten erwähnte Ninghälste seines Sohnes wohl erkannte und vielleicht der einzige Mensch aus dieser Erde wcr, der in mir den Mörder vermuthete, ward zum Glück für rnich beim Lesen der Verhörmitlheilungen vom Schlage gerührt. Sein Tod machte mich nun zum un- lichen Verhältnisse des steirischen Unterlandes und heißt es darin u. A.: Wer von ainem Weingarten pergkrecht dient, der sol seinem Herren den vorlas geben, vnd sol in nicht aus den trestern weren, vud sol den Most nicht in ain stingtund ossach gießen, vnd sol den moi^ gen Hof antburten also sueßen so er also schierist mag. Wer ain jar mch gibt sein pernkrecht, der gibt IM anl)dern jar selbander also für vnd sür zerrailten. Das pergkrecht ist ein yder seinem Herrn phlichtig vnd schuldig zesuern, als verer er att^s tagS bei der sunn schein geuaren mag angeuerbe. Es sol ain yeglichcr perkherr oder perqk-maister vmb sein pergkrecht psennten oder vmb sein wanndl auf den pergen nach dem pergk-teding. Vber sechs wochen so haben sich die recht alle vergangen. Mag er aber pfanlnuß aus den pergen vmb sein vorgemelt vork^rnng und pueb nicht gehaben, so sol er ain stegkhen für die stigl oder inganngth sladen vnv in verpietten bei sechtzig phennig. Wan er oder yemand von sein wegen in den Weingarten vnd daraus get, als ost ist er s^chtzig phennig vellig, vnd wan das den pergkmaister verdreust, so sol er im ain lichter vnd sein pergkgenosien dar vmb der nider seezen vnnd in daraus sürvor-dern vnd solh pueß vorr den raiten und ab-summen lassen, vnd sich dan des erds vnder-winden, vntz alslang das er dar vmb betzalt werde, vnd solh recht mag der Herr oder sein pergkmaister an seiner stat suchen. Welcher in drein jaren sein pergkrecht nicht gibt den mag man an Vierden herbst sein Weingarten lesen darvmb vnd sich dan nul dem pergkherrn ainen. Welcher pergknoß seinen Herren sein pergkrecht oder grünt entzeucht, vnd ain andern das zuesagt, vnd so das das ausfündig wirdet, so ist dasseld erb seinem pergkherrn ledig und verfallen. Welcher seinen Weingarten verkauft vnd inner jarssrist dem Herren oder pergkmaister nicht aufgibt noch dem jar, wag er im den Weingärten verpiUen darinn zw geen bei dem val sechtzig phennig ans oder in. Welcher sein Weingarten ain jar unliesnitn lat, der ist dem Herren mit recht an anderen jar vellig. Wann ainer in drein jaren nicht hawt, ist das er ein vermögen hat vnd mit labhait oder muetwillen also den Weingarten li^en lat, so ist er nachmalig der herschchafft vel^ig. Mag aber ainer das von armut oder ander erhafsl not nicht tuen, das wissentlich ist, so sol itn die Herrschaft guad tuen. bestrittenen Erben seines großen Vermögens, dessen Besitz mich doch leider niemals glücklich gemacht hat. „Von meincm Schuldbewußtsein unstät durch die Welt umhergetrieben, habe ich nie wiever eine siohe over nur ruhige Stunde genossen. Von Neue gequält, von (Äewissensdissen gemartert, erliege ich n^ch ein paar wilster Äe-nußgier geopsertsn Jahren nun endlich und wahrlich nicht ohne eine gewisse Äenugthullng für mich selbst dem rächendeii Arm der Gerechtigkeit, wtlchem ich mich gern und so von quälender Hast getrieben, unterweise, daß ,ch dem Urtheilsspruche des Tribunals vorgreifend, die Piltolen bereits geladet! habe, die »nich nach der Absertigung dieses munes BekenntniffeS in das Jenseits befördern sollen. „Wenn Sie sich, hochgeehrter Herr, nach Lesung dieser Zeilen in mein Hotel völfligen wollen, iverden Sie nur noch die in ilzrein Blute schwiinmende Leiche eines unglücklichen Verbrechers sindeii, der bei de»n verwirkten Heile seiner Seele, die Nichtigkeit seines Geständilisseü beschwörend, seine Seele der strafenden Allmacht Gottes anHeim giebt. Paris, den 10. Oktober 1627. Alphonso, FUrst von Benevent." Als nach Lesung dreier Zeilen der Präsi« dent stch »Ii Eile nach dein Hotel in der Rue du Bas verfügte, fand er daselbst die Diener-schast sowohl wie die Polizeibesatzung in großer Arn yder Herr sol sein pergkgnosse zw recht nydersetzen, wann man vmb dieselbigen erb chlagt vnd Nicht außerhalb, Hab dann derselb ^ls vil nicht, so mag er ander Herren ewt, die auch pergkgnosse« sein, dernyder setzen, vnd nicht die, dy solhe erb nicht halien. (Gewerbe.) Bei der Bezirkshauptmann' schast Marburg wurden iin verflosi.!nen Monat folgende (Äeweibe angeineldet: Kramerei ii» Noltenl)erg, Georg Nueß. Gasthmrfer wurden wurden eröffnet in: Brunndors,^Jol)ann Se-nekovitsch — Nottenberg, Georg Nneß — Zellnitz o.d. Mur, Vinzenz Hammer — Götsch, Ailtoii Kranvogel — Lediiiek, Stephan Kop-schllsch — Pöltschach, .ttathar.na Diiiitrski. (Ein Mörder verhaftet.) Franz Kril-ger von Nußvorf bei Luttenberg, welcher den Versuch geinacht, die Schuhinachers-Witwe Eli» sabeth Wergelhofer in Pöllau zu ermorden, ist liereits festgenonimen und de»« llntersuchungs-gerichte Pöllau eingeliefert worden. (Firmal öschu ng.) Im Handelsregister des Cillier Preisgerichtes sind die Firtnen .Karl Tischler, Handel mit gemischten Waareti in Wöllan" — „Braver Kvfler, Handel »nit Landeserzeugnissen in Peltau" gelöscht worden. (B ezirk e vert r e: ung.) Die Wahlen sttr die hiesige Bezirksvertretung sind nun beendet und ist das Ergedniß. so weit wir daS-seltie noch nicht mitgrtheilt, folgendes: Höchstbesteuerte des Handels und der Industrie: die Herren: Anton Badl, Franz Halbärtl), Jojepl) Kokoschineg, Thoims (Äöv, Karl Scherbauin, Kajetaii Pachner, Joseph Bancalari, Julius Psrimer in Marburg, Eligelbert Jäger in Kra-nichsskld, Franz Bindlechner in Marburg — Landgeineinden : die Herren: Franz Roliitsch in Ltinbach, Daiiiel Namutha in St. Martin bei Wnrinberg, Ladislaus, Ritter von Tarnawiczki in Zellnitz an der Mur, Franz Ferlinz in Roßbach, Johann Flucher in St. P^ter, Johann Gert in Frauijeiln, Dr. Johann Sernec in Marbiirg, Franz Schicker iii Mutschen, Anton Weixl m Zweltendorf, Paul Simon in Marburg. (Sachverständige.) Unter jenen Hsiren, welche im Jahre 188(1 bei Verl)andliinge»i, detreffend Enteignung zuin Zwecke der H-irstellung von Eisenbahnen als Sachverständige zugezogei» werden kölUiel,, befinden sich auch folgende: Litdwig Baltzer, ArchUekt und Nealitätenbesitzer in Marburg — Franz Grohinanli, Realitäten-besitzer, eh^inals Gutsverwalter in Marburg — Eduart Herzl. Oberförster und ÄutSverivalter in Nohitlch — Ladislaus Posseg. Gutsbesitzer und Odinann der Bezlrksvertretung iii Gono» — Julius Pogatschnig, Äergdirektor in Cilli, Johann Petrttjchek, Forstinann in Cilli — Jgnaz Schnideiitsch, Apolheker und Rralitäten- Aufregung. Eineii Sch^ß in dein von Jniien verschlossenen Schlasgemache des Fürsten ver-iuhinei'd, war man eben gewaltsain in dasselbe eingebrochen, als der hinzue^leiide (Äerichtshot mit den Aiidern eintretend, die Leiche des ii» seinein Schtildbewnbtsein verzweifelnden Verbrechers init zersprengteln Gehirn ain Boden fand. Wenige Stunden nach diesem schaurigen Ereigniß brachte der Telegraph die Ordre des französischen (Aouverneinents nach Brest, den Grasen Emil von Luckner auf der Stelle ans dein Bagno zu entlassen, da sich dessen vollständige llnschuld krgel?en und der König Wullens sei, ihn iior aller Welt in seiner Ehre wieder herzustellen. In eincin ivahren Triulnphe nach Paris gebracht, ward er sowohl wie die heroische Dame, die ihm seine slirchterliche Leidenszeit nach Kräs-teii erleicheit, voi» dein Monarche ain Hofe ein-pfangen und durch jede nur erdenkliche lÄnade auügezeichtnet. Man ging sogar so !<,eit, ihm eines der hervorrageitdsten Hosämter anzutragen. Graf Luckner aber, schwer geprüft und durch das, was er erlitten, tief ernst und der Welt abwendig gemacht, lehnte alle Auszeichnungen und Gnaden von sich ab, heirattiete in der Stille die Varonin Lagrange und siedelte nach der Schweiz übt^r, li)o er in genußvoller Zurückgezogenheit noch viele Jahre glücklich ge lebt hat. _ besltzer in Rann — Anton Smereker, Civil-ingenieur und Realitätenbesitzer in Lichtenwald. Theater. (—g.) Soinstag den 8. Novmb. „Mutterglück." Lustspiel in 3 Akten von Dumanoir. Deutsch von Dr. Hanns Hopfen. Das Stück inacht in seiner Zusammensetzung einen günstigen Eindruck, wenn auch bei einzelnen Stellen die Dlktion etwas zu schlüpfrig ist; man muß eben bedeilken, da^ es aus dem Französischen übersetzt ist. Die Handlung ist ziemlich natürlich entwickelt und kurzgefaßt folgende: Champrosay, erst kurze Zeit verheiratet, ist überselig im Vorgefühle seiner zu erwartenden Vatersreuden, spricht von nichts Anderein als seiner Nachkommenschaft und hütet seine Frair Aline mit ängstlicher und liebevoller Sorgfalt. Clemence, die Schwester snner Frau, ist seit fünf Jahren an Herrn Albert von RlveS verheirathet, ohne daß dem Paare ein Klndelse.^en zu Theil wurde. Sie geht allen inöglichen Vergnügungen nach ulid wird von ihrem Äatteii und Schwager so lange salsch beurlheilt, bis sie gelegentlich der Mittheilung von den zu erwartenden Mutterfreuden ihrer Schwester unter Thränen bedauert, dak ihr selbe versagt bliei?en. Von da an geht eine auffallende Veränderung init ihr vor, sie entsagt dem Vergnügen und der Putzsucht und verwendet ihre Ersparnisse zur Unterstützung ariner verwaister Kinder. Sie geht in der Ausübung ihrer Wohlihat noch weiter und sammelt auch bei anderen Franen inilde Gaden ein und wird bei einem solchen (Äange in einem Hause von eiiiein sechsjädrigni Aävcheii inil „Mama" angesprochen, was sie so selig stiinint, daß sie itinl eine Kette sammt Medaillon schenkt. Die« führt nun zu der Entdeckung, daß d.eses Madchen das Kind ihres lÄutten ist, welches er vor der Verheiratung hatte. Clemence will sich nun von ihrein Zlianne trenueii, da sie glaubt, daß die Mutter dieses Klnbes iioch lebt; nachdem sie al^er in Erfahrung bringt, daß selbe bei oer Gedurt des Kindes starb, söhnt sie sich mit ihrein Gatten ans und iiiill in dem Kinde ihr bisher verinißtes Mullerglück finden. Gespielt ivurde recht brav n'.it rvohlthuender Frische und Präcision, ivozu wesentlich Herr Dir. Bollmann (Chainprosay) beitrug. Frl. Henle (Clemence) halte ihren guten Abend, ihr Spiel trug ein warmeinpsunvenes (Äepräge und ver-anlaßte verdienten Beifall. Frl. Schweighoser (Aline) und Herr Reiff (Albert voii RiveS) vervollständigten iir zufri^denslellender Weise das gute Ensemble. Das zieinlicy gut besuchte H^us zollte ven genannten Darstellern wiederholten und reichlichen Beifall. ^hierauf folgcnde Ei'iakter „Einquartierung" von Heiiiik Hertz, Deutsch von W. Lange, ist recht a>izielicno und wirkungsvoll geschrieben. Die Aufsührung war entsprechend und hätte eine feinere Cyarakteristit der Personen vertragen. Frl. Urinaiin (Louise) hat ihre Rolle unrichig aufgefaßt uno statt feiner Koketterie und eleganter Manieren das derbe Weseii eines Stubenmädchens ins Treffen geführt; derartige Rollen scheinen ihr ebeii nicht zuzuiagen und verlangen entschieden eine feinere Interpretation. Frl Schweighoser (Clara) gab das schüchterne und doch bis über die Ohren oerliedte Mäoche>i init herzlicher Raivetät und gewinnender Natürlichkeit. Gleich effektvoll in ^piel und Geberde war die L^-istung des Herrn Reiff (Julius Wichmann). H.rr Scbulz (Riedel) ilt ein streblainer Aufanger, doch hastet seinem Spiel zu viel Einföittiigkeit und Schablone aii, als daß inaii sich an deinjelden erwärmen könnte. Sonntag den 9. Novemb. „Leichtes Blut." Poffe iNit Gesang in 3 Alteii von Gilbert Du» sargne. Auch der Sonntag will sein Opfer haben und er begnügt sich auch mit minderen Gaben der dramatischen Poesie, zu welchen auch obengenaniite Poffe gehört. Fast alle Darsteller wetteifürten iin Vortragen von Koupletts, unter denen das voin Herrn Nedelko (Reichweier) gesungene das gelungenste war und machten aus dein Stilcke die iiiöglichst beste Münze. Zur Feier des 120. Geburtstages Friedrich von Schillers wurde Montag am 10. Novemb. „Kabale und Liebe" gegeben. Frl. Flora Löwe debutirte al» Louise, hat aber mit dieser Partie nicht durchgegriffen. E» ist zwar nicht zu laug-nen, dab !le den Geist dieser Rolle mit Ver-ftändniß erfaßt hat und »uch bestrebt war, ihrem Spiele jene Nuancierung zu verleihen, die aus der Beobachtung der richtigen, stufen-mäßigen Steigerungen im Gange der Affekte entspringt, doch mangelte ihrem Spiele jene Natürlichkeit, die ein Ausfluß de» Innern ist und sich ungezwungen entfaltet. Frl.M.Bacher (Lady Milsord) hat ihre Rolle gut gestaltet. Herr Direktor Bollman spielte den Ferdinand mit packender Treue und künstlerischem Ver-sjändniß. Der Präsident fand in Herrn Reiff einen würdigen Vertreter und maßvollen Zeich' ner. Herr Connard gab den Sekretär Wurm zwar in etwa» eigenartiger Auffassung, doch in markirten Zügen. Zu erwähnen sind auch noch die Herren Schwarz (Musiker Miller), welcher seine Aufgabe in verständiger Weise löste und Fiala (Hosmarschall von Kalb), der diese un-?ympclh»sche Rolle charakteristisch gestaltete. Das Haus war gut besucht und ehrte durch Beifall in den Leistungen der Darsteller die dramatische Kunsi Schillers. Mittwoch den 12. November. „Prinz Methusalem" von Joh. Strauß. Frl. Lori Stubel vom k. k. priv. Theater a. d. Wien eröffnete mit der Titelrolle il)r Gastspiel, da» einen glänzenden Ansang genommen hat und deffen weiterem Verlaufe wir mit erhöhtem Interesse entgegen sehen. Die geehrte Gastin hat ihren „Methusalem" in schauspielerischer und sanglicher Beziehung künstlerisch schön gestaltet und ebenso durch ihr lebendiges, resolutes Spiel, wie auch durch den uetilichen Gesang, bei wel-chrm wir den korrekten Einsatz und die ange-brachte Echattirung hervorheben möchten, rvahren Enthusiasmus hervorgerufen. Beim Liede „Ich bin General", das eineil Beifallssturm entfesselte, mußte sie öine Stropl)e wiederholen. Sie wurde bei ihrem Erscheinen beifällig begrüßt und nnt einem aus dem Zuschauerraunl dargereichten Blumenbouquet freundlichst bedacht, wie sie denn ailch den ganzen Abend der Gegenstand besollderer Aufmerksamkeit und Beifallsauspichnung war. Eine würdige Partnerin hatte sie an dem Frl. Tessari (Pulci-nella), ivelche in sanglicher Beziehung Exaktes leistete und in wohlverdienter Weise an dem Beifalle partizipirte. Herr 9!edelko (Fürst Sigismund) ist in dieser Nolle vortheilhaft bekannt und l)at mit seinem Couplet „Das Tüpferl auf denl I" die allgemeine Heiterkeit er-hiiht. Das Fnrstenpaar von Rikarak, Herr Fiala (Cyprian) und Frau Wauer (Sophistica) stelltet! sich in drastisch-komischer Weise und mit geluligenem Spiele vor. Zll erwähnen sind noch die Herren Charles (Conte Vulcanio), Natzler (TromboniuS) und Baum (Spadi), die ihre besten Kräfte eiilsetzten und freudigen Willell beknndeten. Die Operette war recht gelungen, wenn man von kleineren Zwischenfällen in der Szenerie und orchestraler Schwankung im 2. Akt absieht, ulld das gut besuchte Haus befand sich in äußerst animirter und beifallslustiger Stimmung. Hoffeiltlich wird die Direktion von nun an, da das Orchester ver vollständigt ist und sich die neue Leitung des-ftlben in angenehm bemerkbarer Weise verdienstlich zeigt, auch auf die Coulpletirung der fehlenden Gesangskräfte bedacht sein, um die Operette ergiebiger kultiviren zu können. Der Klub der Vereinigten Fortschrittspartei erklärt, daß in der Wehrfrage ein ein-müthiges geschlossenes Vorgehen aller verfassungstreuen Mitglieder des Neichsrathes anzustreben sei. Die Denkschrift der Tschechen iiber die Gleichberechtiguug ill Schule und Amt soll dieser Tage übergeben werden. Die Berhaildlung mit den: Deutschen Reich, betreffend den Abschluß eines Handelsvertrages soll noch in diesem Monat beginnen. Regierungsblätter versichern, die Reise des russischen Thronfolgers sei wohl für die Höf.:, nicht aber für die Kabinette von Bedeutung. ___ Nr. 9110. (1300 Gefunden: Ein goldenes Armband, welches gegen Nachweisung des Eigenthums und Erlag des gesetzlichen Finderlohnes Hieramts behoben werden kainr. Stadtrath Marburg am 7. November 137O. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. 1 möblirtes Zimmer ist am Ha Uptplab Nr. ^ sogleich zu beziehe... (130« kin desli'enonWil'lez. seit 40 Jahren bestehendes Schuhmacher-Geschäft ist wegen Todessall unter sehr leichten Bedingungen allsogleich zu verkaufen. Auskunft im Comptoir d. Bl. >^1299 vas Lvkluuis Hr- M in der Viktringhosgaffe, auf welchem ein Gasthaus betrieben wird, ist aus freier Hand zu verkausen. (1298 Näheres beim HauSeigenthÜmer daselbst. Au verkaufen: Ein schönei Schimmel. Wo, sogt die Expedition d. Bl. (1230 Ich zeige hiemit dem geehrten Publikum ergebenst an. daß ich mein Geschäftslokal in daS HauS Nr. II, mittlere Herrengaffe, grgenüber dem Hause deS Herrn Kaufmanns Josts Martinz verlegt habe. (1239 Für das biShtiige Vertrauen höflichst dankend, bitte ich mir dasselbe auch künftig zu schenken und empfehle ich mich bestens sowohl betreffs fertiger Kleider für Herren und Knaben in reicher Auswahl, als auch zur Anfertigung von Kleidern nach Maß. Marburg. Hochachtungsvoll sohann Kicker. weiße u. vunte gvkauft dei 8vi^lv8!ngvn 1148)__Lurßp1at2. Im städtischen vorm. Kanduth'schen Hause Nr. 6. Schillerstrahe ist im Hose rückwärts ein großer Statt nebst Wagenremise und einer anstoßenden Wohnung mit 1 Zimmer und Küche vom 1. November 1879 an zu vergeben. (1127 Anzufragen bei der Stadtkassa am Rathhause. schöne gute, ist blllig zu verkaufen. (1288 Auskunft im Comptoir d. Bl. Vi. k. k. ausschr. priv. echter gereinigter von von äSli vrstsn meäielllisedoll sssnriltt niiil ««tiivi' »uvli kür Xluävr dssonäsrs «wpkolusn vsroränkt itls «Ins r?i»sto, vo»tu, ) Nittlli'- lioltLts unv. itit — «Ii«' l Ii. — iu IVi». »o^vin in .Vi't'Nll'kön uuü rWownurto» viiitrt'N'llivncNnnxoit «lor vliterr.'UNgar. ülouitrekil' ectit ltu dt'k^ninivt». Ill Marburg: dei V. kauealar!, ^oriö t zu uuterscheiden ist. ZU Weihuachtsgtschtnken besonders geeignet! "WW früher, l fl. etzt fi. b'- L70 ^ s— S'7« „ ö 50 /» 1 KV „ 2 20 1'— „ 5- 250 s— 4 — 6 Stilck Eßliiffel Alle Stiick anstatt fl. nur in elegantem Etui fl HO 7V Messer Gabelu Kaffeelöffel Bestellnungen werden gegen Nachnahme prompt und gewissenhaft ausgeführt. >Vivn, kvtkvntliufM8ti'as^o 23^ Mit einer Beilage. «erauworttiche «edak»,ov. uud verlas t>ou «Eduard Sauschltz m »tardurs. Beilage zu Nr. 137 der „Marburger Zeitung" (1879). v«o«oi./t0L r0rrL«l.L. Nur vorzügliche Chokolade kann den Konsumenten bei lätister.m Gcnusie gleich' mäßig befriedigen. In Wien und Orsterreich wurde bisher die Chokolade vielfach mit stärkemehihältigcn AbfaUstofen verseßt erzeugt und konnte sich, wnl dadurch schwer verdaulich und bei öfterem Genüsse wlverstehend, neben dem gewobnten Kaffee als Frühsti^ck nicht einbürgern. In anderen Ländern, wo Chokolade schon seit Jähren in tadellosem Zustande erzeugt wird, liat sie auch wie in Frankreich und Spanien in richtiger Würdigung ihrer ausgezeichneten Eigenschaften beinahe durchgängig den Kliffee als Frühstück verdrängt. In Folge der richtigen Ausivahl der Rohstoffe und Vermeidung jeder trügerischen Beimengung verdient die vor allen inländischen Chokoladen den Vorzug und erfreut sich dcShalb auch in der österreichischen Monarchie einer großen Verbreitung und Beliebtheit. (1l47 Preise per '/, Kilo von 9V kr. aufwärts in 7 Sorten. Zu beziehen beiHerren H. Horiv är tvmp. und L. 8el»miäl in I>ArburK. Eine gkülite Ztörnäherin empfiehlt sich den geehrten D'Men ergebest ins Haus. (1313 Adresse im Comptoir d. Bl. Wohnungen! Große ulld kleine, gassen» und hosseitige Wohnungen sammt allem Zugehör, ebenerdig und 1. Stock — möblirte Zimmer und ein t^roßer KeUer sind gleich oder mit I. Jänner 1880 zu vermiethen: Mühlgasse Nr. 7. ll237 rsbriirsioiellon. I'abrikszsiolion. vis nöuvll krols-Lourk^vts xro 1279 kür ULsäsrvsrkAukor Lioä ersokisusn. lisvk- unä NAnxs.läSmpsn in jvüsr üu äen dilliKsten I's.driksxroisv» Lollil»udreiluvr ^ Udöftrittt »II« bvlisnnten kfsnnoi' sn ^ouvktlcfsft. 'MU lur Verv^snäung mit LlasItollvi- unä Lokirm okns vylinäerglaL. (1245 W'ttlkrIlLv»» in HVKvi» u»1 HVttrssvkttR». 5 ^ion, Vuclapv8t, pi-ag, ^.vmdvfg, i^ailanä, ^ünvilvn, övl'Im >iuc1 in in ^eclem 80li66Q (Zeseliält, » Llelies Vs!vuektung8-/^l'tjl(v! am I^aZer tülirt. Wein-Lizitation. Mit Belviiligung des k. k. VezirkSt^erichteS Marburg l. D.U. ddo. 1. Nov. 1879 Z. 16338 werden Montag den R V. November 1879 von 10 bis 12 Uhr Vormittags 5 Halbstarlin Weine heuriger Jechsung, dem Kuranden Franz Mikisch gihörig. am Orte der Realiiät in RoHbach freiwillig veräußert und sind Kauflustige hiczu höflichst eingeladen. (1312 Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Rohi lsch lvird bekannt gemacht: Es sei über Ar'suchen der Erben nach Frau Maria HieSberger die zweite Feilbieiung jener Weittvvrräthe und klrinen Gebinde, welche bei der am 3. d. M. in Gabernig stattgisundenen Feilbietung theils wegen vorgeschrittener Tageszeit, theils wegrn zu hohem Schätzwertdc nicht zum Verkaufe gelangten, mit dem Beisahe aus den IV. November l. I. Vormittag II Ukr und röthigrnfalls an dem darauffolgenden Tage angeordnet worden, dah die Weine bei dieser Feilbietung auch unter dem SchäKwerthe, jedoch nicht U'tter desselben grgen Erlag von 50^/«» des MeistboleS und des Restes bei der Abliolung dcS Weines und ent-lveder gegen sogleich? Wegschaffung oder an den hiczu bestimmten Tagen, als: 18. und 19. November, dann 1., L. und 3. Dezcmber l. I. an den Aieistbietenden hintan^,egrben lverdtN. K. k. Bezirksgericht Rohitseh, am 11. Nov. 1879. (1311 Verl«k von viuklisorlen siir Ii. I>. Kemeilxlen, 8el>ulen, ^ilvulislen, ^ol-irv etc. ele. ^ W WWWDWK I'reiskourniiw L' knetiirei» keediiunLen t^irculare «rielköpsv l'oMiirten l'aslvzrttel I'roxrnmme kviiverte NRW krneiilltriesv MWWW l^ieserselieine D MAUM L»wKGkM tw Uk»^»rK omplikkN 8ivk ZUN Uobsrnakme sllor kuvklli'uvk /^i'bvitvn bvi miiglivk8t killigvi' Lvreviinung. t^inItillunAen ^N8eI>I«L/.elleI ^»nvnce» Vollm.iMen, kormijlnre siir lilnKen ele. vrueltsorten si'ii- die Imek^. I's.ifrzmtel'. (l9b Svwrlvd i» IlAfbiirx, 8tlelil'8 K»rlen8»Ioil empfiehlt stine lihotographischen Arbeiten. Wein-Lizitation. Bei der Ludwig und Anna GanShofer'schen. vormc.ls Nagy'schen Weingartrealitnt in Lei-tersber,^ bei Marburg werden am 24. November 1879 beiläufig 31 Starli" Wein auS den Jahrgängen 1875, 1877 und 1678 im Wege der jrtimilligrn Versteigerung veräußert. Die Lizilationsbedingnisfe. wornach insbesondere zwei Dritlhul deS MeistboteS soforl, ein Dritt-theil aber bei Wegschoffung dcS erstandenen WeincS bezahlt werden miissen, können entweder lieim Gemeindeamle LeiterSberg oder bei Htrrn Dr. Karl Jpavic. Advokaten in Marburg eingesehen wcrdtN. (1287 Marburg den 3. November 1879. AI»u Iiioto »richt>lng deö „enen Planes ^ist derart, daß iln Lalife lioil lvenigeli Monaten durch !7 Sicrlolnl,tl^lLö0,00(>,! so,000/ ill(>0,000,l il K0F00, ^ S0,000/ t«r»>i»ne N 40,0(10, Gcw>»nc M !j(),ggv,! 5 Gewinn !^l 2!;,V0V, Gewinne '^0 000 I2Gewittile I^l 15^000^ 1 Gtlvitttt Itl 12,000, 24 Gewinile ^110,0l)(), 5 Gelvinne 80l)l), 54 Gelvinne ÜI 5000, Gewinne ZOOO^ LlS Gelvinne 2l)0l), (>31 Gklvinnc 1000, 773 Gewinne »l)0, öü0 Gewinne !iOO, 30,450 Gewinne AI 13 elo. etc. Die Gewiniizieliuilgen silld planmäßig alntlich festgestellt. Zur nächsten ersten Gelvinnziehnng dieser großen vonl Staate ^nrantirten Geldverloosun^i kostet t xani^tis Origillal-LooS nnr ti oder 3'/^ tl.^ 1 ,, ,, ,, I ^ t vierttil „ „ „ 1'/z „ ill) Älle Allstrlitie »verden sotort gegen l'^iiieoiulunA, l'osteinziklkluuK oltsr I^aelinadme« des LvtrttKot^ lnit der größten Sorgfalt anSgefnhrt und erl)ält Jedei man» von uns d,e inU deln Staatölvappen verselzenen OrißinAl-l^ooss selbst in Händen. Den Bestellnngen lverden die erforderlichen alnt licheil Pläne gratis deigefilgt llnd nach jeder Ziehung senden Mtr »lnseren Jnterefsenten unalifgefordert amt liche Listen. Die AnSzahlnng der Gelvinne erfolgt stets proinpl uutvr Ltkats-^arantio und kann durch direlte Zn sendungen oder auf Verlangen der Jnterefsenten durch llnsere V^rliindungelr an alten gröpereu Plapen Oester reich'» veranlaßt werden. Unsere (^ollccte mar stets vom Glücke liegitttstigt und hatte sich diesellie uQtor vielsQ an^sron ds civut.vlll1sn ^6>!vinnoii ottwals clvr «rstsn llauxt-tretler zn erfreuen, die de», betreffenden Äntereflenten direkt auSl)ezal)lt wurden. Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der«« littttl» gegründeten Unternehmen überall aus ctne sehr rege Betheiligung lnit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge aus führen zlt kölinen, uns die Bestellungen lialdigft und jedenfalls vor de»n SV. Aiovvmtßvi' <1.zukvlnmen zu lassen. kiltiknmnll ^ i^iinoil, Nüllk- uud Wechseigrschast in Hamburg, l^iv- uull Veil^auk allsr ^rtsQ LtaatLobllxatjouvv, ullä ^Qlslieutilvvse. l'. Wir danken hierdurch für daS unS seither ge jchenkte Vertrauen und indem wir bei Beginn der neuen Berloosnug zur Vethelligung einladen, »ver-den lvir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung dle volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. v. v Nr. 16733. (12Sö Kundmachung. Atn »«». November 1879. lO Uhr BormittagS »verden in der Amtskanzlei deS k. k. Stkueramtes in St. Leonhard mehrere zur vormals I. N. SpiKy'schen, derzeit dem hohen Aerar gehörigen Realitäten, Einlage Zahl 80 der Katastral-Gemeinde Sk. Leonhard ge-hötige Wiesen und Aeckcr, dann die an der Murcckersiraße nächst St. Leonhard gelegene Keusche Nr. 27, endlich die zur Realität gehörigen zvci Weidercchte im Wege der öffentlichen Versteigerung an den Meislbietcr hintan-gegkben. Die Bezeichnung der einzklnen, zu versteigernden Objekte, die AuSrusspreise und die tvei-teren LizitalionSbedingnisse tönnen bei der k. k. Finanz-Bszitk^-Direltion in Marl)urg und beim k. k. Slcueramte in St. Leonhard einges.hen werden. Marburg den 7. November,1879. K. k. Flnanz-Bezirks-Direktion. SO Hektoliter neve Pickerer Kirchtnwtine werden zu St. Jakob in Lembach Dienstag den 18. November d. I. um 10 Uhr Vormittags sammt Gebinde lizitando hintangegeben. 1310) Die Kirchenvorstehung Lembach. versende die besten (1146 «Ilwwt-^uksl, ^tS-Praparate, per 12 St. I D80 kr. bis 6 fl. ^ W'lsvlKlkIns^iU II per 12 St. 70 kr. bis 5 fl. —Wieder-WI Verkäufer haben Rabatt. — nur fttr Herren, lein Couvert, enthaltend 12 St., 3 fl.; die selben nlit 24 St. 3 fl. 50 kr. in der Itt. Eisenmöbel-Fabril von kvieliin'tl ö! l>omp. in ^ie» III., Marxeraasse Nr. 17, neben dem Sophienliav, srüher Fürftl. Zalm'sche Cisenmöbel-Fabrik. Da lvir die CommiffionS Lager in den P^rovinzeu sämmtlich eingezogen, da eS häufig vorgekomlnen, daß unter dem Namen unserer Firma fremdes nnd geringeres Fabrikat verkauft wlirde, so ersuchen »vir unsere geehrten Kunden, sich von jeht ab dirrcte an unsere Fabrik in Wien wenden zu wollen. (7L4 Solidest ararbritete Möbel für Salon, Zimmer nnd Gärtcn sind strtS nuf Laper und verkaufen von nun an, da die Spesen fllr die früher gehaltenen ComlniffionS Lager entfallen, zu U»-/« Stach laß vom P rei«»tar if, welchen auf Nerlangen aratiS und franco einfenden. ' Ein Kutschierwagen leicht, ganz neu, ein- und zlveispännig. sotvie ein gut(S WirtbschaftS-Pferd, i) Jahre ,ilt, 5 2, ist billig zu verkaufen. (1283 Wo, sagt die Expeditton d. Bl. ML. A. ^ N ^ 7^)^ i srbei'g - gl! bz'! !< sni?clcs 8l 50,000 65 2 n 40,000 213 2 » al^l :)0,000 12 5 n al^I 25,000 2 2 n 20,000l 631 12 n 15,000 773 l n 12,000 9^0 24 n 10,000 26450 sfpeziell aber l elov.k Z^ 250,000 ic. 5 a ^ , »N . äU . »»l . 8000 «000 b000 4000 zvoo 2000 Ikvo 1200 1000 b0v 300 ISS Die Gewinnziehungen find planmäßig amtlich festgesetzt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen Geldverloofung kostet: das ganze OriginallooS nur 6 Mark oder fl. 3'/, daS halbe ,, „ 8 „ », ,» IV« das viertel „ „ 1'/, ,, Ll) kr. und werden diese vom Staate garanttrte» Hrtai nassoofe (keine verbotenen Promesse») gegen Km sendung des Uetrages oder Nost-Kmzahtung nach den entferntesten Gegenden von mir franko ver sandt. Kleine Beträge können auch in Pvstmarken ein gesandt »Verden. Das Kaus Steindecker hat binnen knrzer Zeit grosse Aevinne von Mark 1SK,VV0, 8V,«VV, S0,VV0, 2V,0VV, mehrere von 10,vvvv u. f. »v. an »eine Juteresseuten ausbezahlt und dadurch viel zum Gllicke zalilreicher Familien beigetragen. De Einlagen find iin Verhältniß der großen Chancen sehr unbedeutend und kann ein Gllickversuch nur empfohlen werden. Jeder Theilnehmer erhält bei Bestellung den amt tichen Plan und nach der Ziehung die offiziellen Te lvinnlisteu. Die Auszahlung oder Versendung der Gewinne erfolgt planlnäßig und nach Wunsch der glücklichen Gew'nner. Aufträge beliebe man umgehend und jedenfalls vor dem soten ds. Wts. vertrauensvoll zn richten an die bewährte atte Airma II. 8t<^in