Dinsiaq am 38. Mum- l8ft2 Die „?aibacher Zeitung" erscheint, mit Äusnahlne der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jährig s st. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganfj. 12 st., halbj. 6 fl. Filr die Zustellung in's Haus find hlUoj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gt-drustcr Adresse 15 si., halbj. 7 fl. 50 lr. Insertionsgebühr für rine Garmond - Spaltmzeile oder den Raum derselben, ist sitr Imalige Einschaltung 6 lr., für 2maligc 8 lr., fiir 3malige 10 lr. «. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per ?<0 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 tr. filr 3 Mal, 1 fl. 40 kr. für 2 Mal und 90 lr. für l Mal (mit Inbegriff des InsertionSftempelS). ^5aibachU Mtuna. PMummtms - ZnkMiguug. Auf die „Laibacher Zeitung" nebst „Blätter aus Krain" wird ein neues Abonnement eröffnet. — Der Pränumeratwns Preis beträgt: Vvm K. Februar bis Ende Dezember: )m Comploir abgeholt .... lO ß- tt kl. In, Comptoir imtcr Convert. . . >R « — « In Lail'ach, ill's Haus zugcstelN . «l « — „ Mit Post. unter Krclizl'and versandt »2 ,. V.5 « Vom K.Febr. bisGndeIuni AOliÄ: Iin Eomptoir al'gcholt..... 4 ft, ttl) lr, ^m Comptoir lmttr Couvett . . . 5 ,, — « In Laibach, in's Halls zugestellt . 5 . — « Mit Post, unter Kreuzband versandt 5 „ 2.5 „ Jg. v. Kleimnayr tc /. Dmnbcrg. AnlÜichcr Theil. "" ^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit der Allerhöchsten Entschließung vom 2^. Jänner d. I, zu licfelilcn geruht, daß der provisorische Ober'Königs» richtn- dcs Aran'.ioser Stuhles, Gregor v. Bl> ld v. von seinem Dienste enthoben werde. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit der Aller« höchsten Entschließung vom N. Jänner d. I. Aller« höchst anzubefehlen gcrnht, daß der Obergespan dcs Inncr-Szolnoker Komitatcs, Wolfgang v. Wc>cr, des Dienstes enthoben werde. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben nüt der Aller» höchsten Entschließung vom 2l. Jänner d. I. Aller« höchst anzubefehlen geruht, daß der provisorische Ober-Königsrichtcr des Maroschcr Stuhles. Michael Graf Tholdalagi, des Dienstes enthoben werde. Das Ministerium für Handel ::nd Volkswirth-schaft hat die Wiederwahl des Auton Ritter v. Vicco zum Präsidenten, und die Wahl des Elio Ritter v. M orp urg o zum Vize-Präsidenten der Tricster Handels< und Gewcrdckammrr bestätigt. Der Staatsministcr hat den bisher am Staats« Gymnasium in Viccnza verwendeten Gymnasiallehrer Abate Jakob Zanclla zum provisorischen Direktor des k. r. Obrr-Gymnasiunis in Padua, uud den dortigen Gymnasialkatccheten Abate Dominik T agli a r i zum Religionslehrer für säulmtlichc Klassen' dieses Gymnasiums ernannt. Hcntc wird in deutschem und zugleich slovcnischcn Texte ausgegeben und versendet: Verordnungen der k. k. Landcsbehörden für das Herzogthum K r a i n. «II. Stück. Iahrganss »8NH. In Halts» Uebersicht: 3. Kundmachung des k. k. Landcschefs in Krain vom 17. Jänner 1862, Z. 6U5. betreffend die Ucbcrgalie der Mohlthätigkcitsanstaltcn und der dazu gehörigen Foiwc, dann deS krainisch-ständisch^n Fondes an den krainischcn ^andcsausschuß. Nr. 4. Kundmachung der k. k. Landesregierung für Krain vom 47. Jänner 18U2, Z. 6U", betreffend eine thcilwei^'e Abänderung der Vorschrift vom 17. November 1«^2. über die Einrichtung theoretischer Staatsprüfungen aus der Vcrrcchuungükundc. Vom k, k. Rcdaktions'Vurean der Verordnungen der 3andcsbel'örden für Krain. Laibach den 28. Jänner 1862. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 27. Jänner. Die Aufschlüsse, welche Graf Ncchbcrg im Finanz-Ansschussc über die äußere Politik gegeben hat. rufcu die Vcrmutlmug wach, es werde in Bälde ein Um-schwung eintreten. Namentlich rechnet man darauf, daß die Beziehungen zu Frankreich sich dergestalt än» dern werden, um ciuc Armee-Reduktion vornehmen zu können, denn nnr vermittelst dieser wird man den Anforderungen einer Verminderung des Militärbudgets entsprechen löiuien. Demnach liegt die Mög» lichleit einer Beseitigung des Defizits im Schooßc oer äußeren Politik. ES ist !.'>>! Wayreö daran. Von allen cilropäischru Staate» sind iilir Frankreich und England in der i'agc, aktiv vorzugeben. Ongland aber loiro jedem Streit, der nicht zunächst seine maritimen Interessen betrifft, aus dem Wege gehen. Frankreich allein ist es demnach, dessen Ansichten uud Pläne, drUn Strcbungeu und Vorhaben man kennen mnß, um sich auf Krieg und Frieden gefaßt zu ma. chen. Frankreichs definitive Aeußerung muß uud wird auch hinreichen, die Italiener zur Besinnuug zu bringen. In Tnrin rechnet man uoch immer darauf, daß mau am (5,wc > wenn die Dinge schlecht gchcn, nicht von Frankreich im Stiche geladen wird. Hat man in Italien die positive Gewißheit, Frankreich wcroc bei einer Niederlage mcht helfen, werde den Gegner nicht hindern, seinen Sieg zu verfolgen, so wird man sich wolil hüten, cincr beinahe sicheren Niederlage sich auszusehen. Mit Freischaaren, das weiß mau auch in Turin, wirft man Oeftcrrelch nicht übcr deu Hau< sen. uud bei der Zcrwühltbeit ?>i,d Zcrfahrcuheit des einigen Italiens hätte man kaum mehr Kerntruppl-» als im Jabre >84" zu Gebote. - Ja, l,ättc man es nur mit der Tnriner Regierung zu tbun. so n'äre dir Sache leicht; die Finanz, noth zwänge dieselbe zur Annabmc von EntwaffnungS» vorschlagen. Allein, in Italien herrscht die Revolu» tionsparlei; die Regierung kaun nicht tbun. was sie will. Italien in jc!)t der Herd der Revolution. dort baben sich die Umsturzmäniur des gesammten Enro» pa's versammelt," und täglich sann man eine Eruption dieses Vulkans erwarten, So heißt es eben jetü wieder, oap sich die Anzeichen einer in Väloe vom !'»,-!ü« lldl'!lxic,n<>, welches ans einer Tripel-Mianz italic« nischcr. slavischer und griechischer Elemente beslcbt, ausgehenden Unternehmung gegcu die albanesische Küste mehren. Man fübrt als Beweis hiefür namentlich die Geschichte des an tcr albancsischen Küste gestrandeten Dampfers an. Derselbe zog nicht, wie es Anfangs hieß, die türkische, sondern die französische Flagge auf, und soll 80 Frcischärlcr aus Messina an Bord gehabt haben, die er nach Ancona bringen sollte. Er wurde von einem kaiserlichen Kriegsdampfcr ssott gemacht und dürfte ungehindert seine Fahrt fortsein. Es sollen auch andere Umstände darauf hindeuten, daß Ancona znm Sammelplatz für eine abc^icuerlichc Erpedition bestimmt sei. Von der Schutzlosigkeit der albanesischcn Küste hat man keinen Vegriff. Die Ka- stelle von Antivari, Aicssio, Durazzo u. und Humen, uon Strand- und Küstenbatterien nirgends eine Spur. — Vci einer solchen Lage der Dinge ist Oesterreich genöthigt, immer im Zustande des <^ui viv«.'zu seiu, Zwar heißt es, Frankreich werde bei einem neuen Kriege mit Italien sich sttcng neutral verhalten; adci es ist auf solche Versicherungen nichts zu geben. Die „Pr." läßt sich aus Paris schreiben, daß das Tuile-ricn-Kabinct seine Neutralität im Falle eines italienischen Angriffs auf Oesterreich dem Wicucr Kabinett nur untcr gewissen Bedingungen zugesagt habe. Eine dieser Vediugnngcu ist, die Lombardei nicht anzula» stcu. — «Frankreichs Interesse fordert es. daß die Lombardei nun uud nimmer an Oesterreich zurückfalle. Oesterreich hat die Lombardei nicht an Piemont, sondern an Frankreich abgetreten. Wir (Frankreich) haben diese Provinz Picnwnt überlassen, nachdem dieses uns dafür ein Acquivalcnt geboten. Ein' Versuch, die Lombardei zurückzuerobern, wäre eine Bedrohung dcS Rechtstitels Frankreichs auf Nizza und Savoyen, au deren Besitz es untcr allen Umständen, bis zum letzten Blutstropfen festhalteu wird. Dieß gebietet Frankreich nicht nur die Politik, sondern auch die gewöhnlichste Klugheit." Wir sehen aus dem Allen. daß es nicht die Beziehungen zu Frankreich allein sind, welche uns zu so großen, die Finanzen ruinirenden Anstrengungen veranlassen. Die Situation ist nach allen Seiten nicht ganz friedlich. Auch im Junern ist es uoch nicht, wie eü sein soll. Erst die vollendete AuerkcN' nung und Durchführung d-r Februar'Vcrfassung kann bessere Zeiten herbeiführen. Die Gerüchte sind — unsterblich. Kaum, baß eins in das Rcich dcs Nichts versunken ist, taucht es in neuer Gestalt wieder auf, oder es erscheint ein ganz neues, von dem man jedoch auch sagen kann: „Nichts Neues uutcr der Sonne." Aus Nizza wird einem deutschen Blatte die fabelhafte Nachricht mitgetheilt, Ratazzi habe bei seiner letzten Reise nach Paris mit ^. Napoleon einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen, wie seiner Zeit (5avour in Plombi^rrs. In diesem Vertrage habe sich das gegenwärtige Oberhaupt der Frauzoscu anheischig gemacht, dem ncucu Königreiche Italien Niz;a wieder untcr bestimmten Bedingungen zurückzncrstattcn; dafür abcr habe Natazzi im Namen seines Königs das bestimmte Vcrsprrchen gegeben, daß Italien mit Frankreich eine Offensiv" uud Dcfensi» Allianz für jcdcn Krieg, den letzteres zu unternehmen für gnt finde, abschließen würde. Es ist dieß cm Gerücht, in dem sich vielleicht Wünsche auüsprcchcn, das abcr in Bczichuug auf Thalsächlichkcit denselben Werth haben wird, wie dic Sage von dem Abschluß eines Vertrages zwischcu Fraukrcich, Euglaud, Spanien und Oesterreich, in welchem die Errichtung eines Königreiches Mexiko uud die Uebertraguug der mckikani-schcu Krone auf Erzherzog Mar stipuürt worden -— cin französischer Antichambrcllatsch. übcr den die Nc-giernng hoffentlich nicht nöthig finden wird, einen »offiziösen Aufschluß" zu ertheilen. Aus dem Herrenhanse. Heute iritt das Herren-Hans wieder zu Plc< narsitznngen zusammen. Die van ibm niedergesetzten Kommissionen habcn die lange Pause seit der Vctta« gung dcS Hauses nicht ganz unthätig vorüberstrcichen lassen, und fast alle ihncu übcrwiesrncn Arbeiten ihrer Vollcndnng nabc gebracht. Das Pregqcsctz ist soeben noch in Berathung der vereinigten juridischen und politischen Kommission, und dürften nach einigen Koi». missions-Sitzun^n die Bcratlmnqen geschlossen werden., Die beiden genannten Kommissionen haben vereint anch das ^chengcsctz cincr neuerlichen eingehen« den Berathung unterzogen, ohne daß jedoch im Schooße dieser Versammlung eine Einigung erzielt worden 8S wäre. Es werden vielmehr zwei Anträge, ein Ma-joritäts- und ein Minorität« «Gutachten, dem Hause vorgelebt werben. Im Gemeindegesetz.Entwurf wurde eine neue Tertirung jenes Paragraphs angenommen, über dessen Fassung sich die beiden Hauser noch nicht zu einigen vermochten, wodurch ein Kompromiß er-zielt werden dürfte. Was endlich den Gesetzentwurf über die Trennung der Justiz von der Arministra. tion betrifft, so sind die Berathungen der juridischen Kommission hierüber geschlossen. Zum Berichterstat-ter der Kommission wurde Karl Freiherr v. Krauß erwählt. Die von der Kommission vorgenommenen Acderungen des Entwurfes, wie er aus den Vera» thungcn des Abgeordnetenhauses hervorging, sind vielfacher und weittragender Art. Schon der Titel des Gesetzes wurde verändert, und lautet nach dem Kommissions'Antrage nunmehr wie folgt: «Entwurf des Gesetzes. wodurch die Zuständigkeit der Gerichte, politischen. Magistrats» und Polizei-Behörden über die im Strafgesetze vom 27. Mai vorkommenden UebertrcNmgen festgesetzt wird." So wünschenswerth und nothwendig die Kom> Mission auch die Trennung der Justiz von der Ad-ministration erachtet, ist sie doch nicht in der Lage, dem Entwürfe des Abgeordnetenhauses völlig beizn-stimmen, «denn die Monopolisirung der Staatsge-walt ist keine notbwendige Folge des Prinzipes der Trennung der Justiz von der Administration, und könnte auch nie vollständig ohne Zulassung von Aus-nahmen durchgeführt werden." Die Kommission ist der Ansicht, daß das erforderliche Ansehen der politi. schen und Polizei«Vehö'rden vernichtet und den Par» teicn selbst ein schlechter Dienst erwiesen werden würde, wenn die Behörden bei geringfügigen Fällen, wie z. B, Ucbertretung des Verbotes, an gefährlichen StcUen zu baden/Verstellung der Straßen zur Nachtzeit. Verunreinigung der Brunnen u. a , zwar die äugen, blickliche Gefahr beseitigen. den Uebertreter aber nicht zugleich strafen, sondern ihn erst den mit anderen und wichtigeren Geschäften belasteten Gerichten überliefern müßten. Die Kommission erinnert, daß das Abgeordnetenhaus selbst mehrfache Rücksichten habe eintreten lassen; diese müßten aber auch bei manchen der in den kaiserlichen Verordnungen vom Jahre 1854 und 1858 aufgenommenen Uebertretungen platz-greifen, und es wird uur den strengen Forderungen des Rechtes Rechnung getragen, wenn nur solche in dem Strafgesetze vorkommende einfache Handlungen und Unterlassungen der Amtshandlung der Kommu» nal.Magistrate und Polizei.Behördcn überlassen wer. den. welche den für d>c Erhaltung der allgemeinen Sicherheit. Ordnung uud Sittlichkeit erlassenen Vorschriften zuwiderlaufen. Gegen Willkür und Ober» fiächlichkeit in der Behandlung schützen — wie die Kommission glaubt — hinlänglich die Rcchtsformen der Strafprozeß-Ordnung und der Rechtszug gegen die Entscheidungen ersterer Instanzen an die höheren Gerichtsbehörden. Durch diese Erwägungen geleitet. hat die Kom-Mission nicht nur die in der kaiserlichen Verordnung vom 11. Mai 1664 angeführten Handlungen unter der w dieser Verordnung angeführteu Beschränkung für geeignet erklärt, der Strafbcfugniß der Kom-mmml.Magistrate und Polizei.Pchörden erster Instanz überlassen zu werden, sondern denselben auch noch folgende in der kaiserlichen Verordnung vom 20. Juni 1868 vorkommende Ucbertrctungen anreihen zu sollen geglaubt. 1. Vorschubleistung in Beziehung auf die der Kompetenz der Polizei'Vehördcn zugewiesenen Ueber trctungcn. (§. 307 des Strafgesetzbuches) 2. Allc im tz. 320 des Strafgesetzbuches ange» fühlten Uebertretungen der Meldungsvorschriften. 3. Nichtanzeige verdächtiger Krankheiten oder Todesfälle von Seite des ärztlichen Personals. (§, 269 des Strafgesetzbuches.) 4. Verfertigung und Ausbesserung verdächtiger Waffen, unterlassene Verwahrung geladener Gewehre, unvorsichtiges Abdrücken eine« Gewehrs. (§§. 372 —374.) ». Unrichtige Anzeige der Zeit des Todes bei der Todtenbesichtigung, (§. 375.) 6 Unterlassung der Anzeige des zu besorgenden Einsturzes eines Gebäudes (§§. 381—382.) 7. Zu frülicS Beziehen neugebauter Häuser und Gewölbe. (§. 386.) 8. Verkauf des Fleisches von nicht nach Vor-schrift beschautem Vieh. (§. 399.) 9. Alle Ucbertrctungen der zur Abwendung der Feuersgefahr bestehenden Vorschriften. (§§. 434 — 459) 10. Porwerfunq über eine ausgestandene oder erlassene Strafe, (tz. 497.) 1!. Gewerbsmäßiger Betrieb der Unzucht. (§§. 60S-«!,.) 12. Unterschleif zur Unzucht von Seite der Gast-und Schankwirthe oder ihrer Dienstleute. (§. 815) 13. Gröbliche und ein öffentliches Aergerniß verursachnide Verletzung der Sittlichkeit und Scham-baftlglcit. A 6/6.) 14. Die im H. 525 des Strafgesetzbuches er« wähnte Uebertretuug gegen die öffentliche Sittlichkeit. 15. Alle Uebertretungcn der bestehenden beson-deren Vorschriften in Beziehung auf die Erzeuguug. den Verkehr. Besitz und Gebrauch und das Tragen von Waffen, insoweit dieselben nicht als Vergehen erklärt werden. Die übrigen hier nicht angeführten, aber in der kaiserlichen Verordnung vom 20. Juni 1850 enthaltenen Ucbertretungcn sind entweder gefährlicher Na-tur, wie z. B der Handel mit verbotenen Arzneien und Gifteu, oder enthalten thatsächliche Rcchtsver« letzungen und Beschädigungen, oder üben einen Ein» ftuß auf die künftige bürgerliche Stellung deS Ueber» treters aus, wie z. B. Dicbstahl, Veruntreuung. Betrug oder uerboteues Spiel; solche Uebertretuu-gen müssen daher wegen ihrer Wichtigkeit uud Fol< gen der Strafverhaudlung ordentlichen Gerichte über» lassen werden. Es könnte auch Anstand genommen werden, die im tz. 496 des Strafgesetzbuches vorkommende Uebertretung: Beschimpfung und Mißhand« lung, in das Verzeichniß der den Polizei» Behörden zu überlassenden strafbaren Handlungen aufzunehmen; demungeachtet hat die Kommission nicht für gut befunden, die gerichtliche Behandlung der erwähnten Uebertretungen zu befürworten, weil nach der seit 1854 gemachten Erfahrung der größte Theil solcher Beschimpfungen, welche überdieß nur in den uuter-sten Schichten der Bevölkerung vorzukommen pflegen, durch die Polizei - Veamteu zur Zufriedenheit beider Parteien ausgeglichen wird, wodurch eine Masse Amtshaudluugcu entfällt. Die Kommission findet es selbstverständlich, daß das entworfene Gesetz nur so lauge zu gelten habe. bis dieser Gegenstand durch die Erlassung eines ei« geneu Polizei-Strafgesetzes bleibend wird geregelt werden können. Die Kommission hat dem §. 1 des Entwurfes deS Abgeordnetenhauses eine veränderte Tertirung gegeben. Alinea 2 desselben: .,Die kai-serlicheu Verordnungen vom 20. Juni 1858 und vom 11. Mai 1854 werden außer Wirksamkeit ge» setzt", wurde gänzlich gestrichen, § l lautet nun-mehr in seiner neuen Fassung also: .Die Gerichts» bnrkeit über de im allgemeinen Strafgesetze vom 27. Mai 1852 als Uebertretungen erklärten strafbaren Handlungen steht in der Regel dem hiezu durch die Strafprozeß - Ordnung vom 29, Juli 1853 be< stimmten Gerichte zu." ^tz 2 und 3 des Abgeord. netenhaus « Entwurfes wurden zwar unverändert bei» behalten, jedoch als §tz. 7 und 8 angesetzt, und. vor. her vier Paragraphs, eina/schaltet. welche die soeben mitgetheilten Veränderungen normircn. Korrespondenz. Wien, 26. Jänner. l^I Nach längerer Zeit klagen die Journale i» diesen Tagen wieder lebhaft über Mangel au Stoff, Und in der That. seit der Beilegung der »Trent"» Affaire ist eine gewisse Windstille eingetreten. Ob dieß jene Windstille ist, welche einem vorübergezogenen Gewitter zu folgen pstegt. oder jene, welche dem nahenden Sturme vorauszugehen liebt, wer vermag dieß zu entscheiden? Zum Glauben au die erstere fehlt, offen gesagt, die heitere, reine, leichte Luft. das neue, fröhliche Aufathmcn. Trotz der von allen Sei» ten zuströmenden Friedcnsnachrichten ist man eben nur an der Börse voll frohen Muthes und voll erstarkten Vertrauens. In den außcr.merkantilen und außer-finanziellen Kreisen ist von beiden nur wenig zu spü< reu. Olinc geradezu muthlos, ohne banquerot an Vertrauen zu sein. sieht man die Dinge doch sehr ernst und gemessen an, kann man sich doch düsterer Ahnungen für den kommenden Frühling kaum erweh. ren. Wer die in den letzten Tagen von allen Seiten auftauchenden Symptome einigermaßen aufmerksam verfolgte, wird zugestehen müssen, daß diese Anschauung der Dinge ihre volle Berechtigung hat. Mag man i« die zwingende Macht des Kurszettels ein noch so großes Vertrauen setzen, mag man noch so sehr glau» ben. daß an dieser Macht die Tendenzreiterei der Rc> volutionäre nicht miuder scheitere, als die der Reaktio« näre. von denen beide den Krieg gleich gerne provo» zircn würden, jo muß man doch zugeben, daß dieses Vertrauen keineswegs grenzenlos, daß dieser Glaube keineswegs ein unbedingter sein kann. Die Geschichte aller Zeiten lehrt den tröstlichen Satz: daß an der Finauznoth noch kein Staat zu Grunde gegangen. Sie lehrt aber auch. daß große und weittragende hi» storische Phasen durch die Finanznoth zwar verzögert, aber nicht umgangen werden. Ihre Leser erinnern sich noch, mit wie wenig guten Hoffnungcu für die Zukunft die Ernennung Fould's. das Verzichten auf die außerordentlichen Kredite und die Erfindung der Revirements hier begrüßt wurden. Man sah in alle dem nicht die Befestigung des gegenwärtigen Friedens, sondern die Vorbereitung künftiger Aktionen. Es blieb nur zweifelhaft, nach welcher Seite d«se Mlonm qe. rich/ct sein würden. Mit nicht geringerem Vedenlen wurde der unlängst bekannt gewordene Finanzplan Fould's aufgt!l0!l,inen. Die Entlassung eines gerin« gen Bruchlheils der französischen Armee, so illusorisch sie war, da ja die Eadres bestehen bleiben, machte nahezu leinen Eindruck. Dagegen blieben die auf eiue Renteukonversion bezüglichen Theile des neuen Finanzplanes nicht ohne Berücksichtigung. Zur Durchführung derselben. so sagte man. braucht Fould Monate des Friedens und der Ruhe, um der 3pcrzentl« gen Rente einen brillanten Kurs zu verschaffen. Die Pläne Frankreichs müssen dem zu Folge, so weit sie offenbar aggressiver Natur sind, eine Vertagnng erleiden. Wir werden, so sagte man. demnach einen ruhigen Frühling, einen friedlichen Sommer haben. ViS zum nächsten Herbste wagten diese Kombinationen sich nicht zu erstrecken. Abgesehen nun davon, daß diese kalmirende Konjunktur doch den Glauben au aggressive Pläne Frankreichs inuolvirt. so wurde dieselbe gerade in diesen Tagen nicht unwesentlich alterirt. Die beinahe unheimliche Hast, mit der Fould an die Durchführung, oder vielmehr an die Anhahnung seines Projektes geht. haben nicht dazu beigetragen, den Glauben an die Vertagung allfälliger aggressiver Pläne zu stärken. Während unsere Coulisse sich vou den hohen Pariser Notirungen willig in's Schlepptau nehmen läßt. schen die großen Finanziers den ge< wagten französischen Operationen nur mit Mißtrauen zu. Sie werden in anderer Rücksicht hierin von den außercl, soll. als Hauptmotiv dieser Perstim. mmlg angesehen werden. Man schrieb diese Bemcr« kung persönlicher Gereiztheit zu. und gad stch neuerdings das Wort. die Verhandlungen so geheim zu halten, daß selbst jede Transpiration für die dem Ausschüsse ferne stehenden Mitglieder des Reichsrathes eine Unmöglichkeit werden wird Sehr gespannt ist man auf die Haltung, welche die Rechte den Budget-Verhandlungen m zil, ilu gegenüber einnebmen wird. Es wurde hierüber von Seite jener böhmischen und polnischen Fraktion, welche gegen die Budgetbera-thung gestimmt hatte, behauptet, dieselbe werde den Berathungen gar nicht anwohnen, ja zur Eröffnung am 4. Februar nicht in Wien eintreffen. Doch besserer Rath kam über Nacht. Abgesehen davon. daß die Wiedereröffnung des Reichsrathcs und die Eröffnung der Budgetdebatte kanm zusammenfallen dürfte, so erschien es auch keineswegs angezeigt, der GegtN-Partei das Feld vollkommen zu überlassen. Es wurde wie man berichtet, demzufolge in jener Fraktion be-schlössen, nicht nur am 4. Februar hier einzutreffen, sondern auch den Vudgetberathungen regelmäßig.beizuwohnen, von der eigentlichen Debatte, soweit dieselbe eine positive ist. sich fern zu halten, dagegen den in der General-Debatte über den Antrag del Budgetvorlage eingenommenen Standpunkt bei jcdcl Gelegenheit und in jeder Weise zu vertheidigen. In meinem letzten Schreiben fand auch das un« gemessene Aufsehen Erwähnung, welches das verschwinden der beiden Brüder Frled hier verursacht hatte. Dieses Aufscheu bekam gestern neue Nahrung durch die an der Börse bekannt gewordene Nachricht: die beiden Brüder Fried seien in Hamburg von der Polizei aufgegriffen worden, und werden Sonntag den 26. d. M. Abends mit der Nordbahn hier eintreffen. Die Ueberraschung war um so größer, als man Fried allgemein in London glmibte. was z" dem Wiener Bonmot Anlaß gab: die Papiere seien in letzter Zeit deßhalb so gestiegen, weil Fried in London sei. Die Beilegung der «Trent«-Affail't diente dem Wortspiel als Folie. Oesterreich. Wien. Se. k. k. Apostolische Majestät hlbt" außer den bereits erwähnten, in Verona zu Gunste" der Armen allergnädigst gespendeten 3400 ft. al>e^ malz 1N00 ft. jur wolMlMge Zwecke, und z"" folgendermaßen anznweisen gericht.- 87 300 fl. für die Armen in Verona; jc l<)0 fl. für die Armen in Änssolengo. Pa< strengo und Montorio; 400 Gulden für einzelne arme Familien in der Provinz. . , .« .. ^ — Sc. Majestät der Kaiser haben sur die Ve> dürfnisse der erzpriesterlichcn Kirche in Malamocco 200 ft., Ihre Majestät die Kaiserin zu Gunsten des neuen Waiscnliauses. welches jeht in Padua errich. tet werden wird, 100 ft. zu spenden geruht. — Der Gesundheitszustand des ungarischen Hof-lanzlers Grafen Forgach ist ein solcher, daß derselbe für längere Zeit verhindert sein dürfte, seinen Amts-geschäftcn in genwlmter Weise zu obliegen Da nun auch der Gesundheitszustand des Vizekanzlers Gra> fen Karolyi denselben seit geraumer Zeit den Ge« schäften fernhält, so soll die Absicht bestehen, dein er< krankten Hoflanzlcr in der Person des derzeit in Pest fungircnden Herrn v. Priviher einen Ersaßmann oder Stellvertreter zn bestellen, Deutschland. Verlin, 22. Jänner. Der Finanzminister Frei» Herr v. Patow überreicht die allgemeine Rechnung für den Staatshaushalts.Etat desIahres 1859 nebst dcn nöthigen Anlagen und trägt darauf an, dieselbe zur Berathung an die Budgetkommission zu überweisen. Der Etat vom Jahre 1862 weift eine Ein« nähme nach von 13N.864.Ü76 Thlr.. eine Ausgabe von 140.203,934 Thlr.. er schließt also ab mit ei« nem Defizit von «,039.368 Thlr. Vergleicht man diesen Etat mit dem Etat von I86l. so betragen nach demselben die Einnahmen 133,099.4« 5, die Ausgaben sind 139,086.03 l. Anscheinend war also in dem Etat von l86l nur ein Defizit von 3,986.636 Thlr. vorhanden. Es hat also den Anschein, als wenn das Defizit des Jahres 1862 ein größeres wäre, als vom Jahre 1861. DaS ist aber nur ein Anschein. In den Ein« nahmen, welche im Jahre 1861 zum Etat gebracht wurden, war die Summe von 1,463.722 Thlr. aus den Ueberschüssen der Finanzuerwaltung vom Jahre 1869 mit in Einnahme gestellt. Das Defizit war also in den laufenden Einnahmen in der That 1,453.722 Thlr. größer, als es nach dem Abschluß des Etats erschien, es beträgt 3,686.036 Thlr. ' Es ergibt sich daraus, daß das Defizit des Jahres 1862 um 400.000 Thaler geringer ist, als das des Iah. res I861. Zur Deckung des vorhandenen Defizits ist die Staatöregicrung genöthigt, von der Landesvcrtrc-tnng eine fernere Bewilligung des Zuschlages von 26 pCl. in Anspruch zu nehmen. Bei der Einnahme belauft sich der Gesammtbetrag der Mehrüberschüsse auf 2,6l)3.94l) Thlr. Diesen Mehrnberschüssen ge< genübcr stehen nur bei einigln Verwaltungözweigen Ansfälle. Ein solcher Ausfall ergibt sich im Bereiche der Verwaltung der indirekten Steuern mit 466.767 Thlr., dci dem Gcwinnantheile. welchen der Staat von der preußischen Bank bezieht, mit 169.000 Thlr., bei einigen anderen Verwaltungszweigen in kleineren Beträgen mit zusammen 13.279 Thlr,, in Snmma von 618.036 Thlr. Diese Mmderüberschüsse von 618,036 Thlr., abgezogen von dcn Mehrüberschüsscn von 2,603.904 Thlr. würden ein disponibles Mehr ergeben von 1,886.904 Thlr. Diese Summe wird allerdings altcrirt durch Mehr« und Mindereinnahmen bei den Ausgaben der Verwaltnng. durch welche sich der Ueberschnß noch vermindert nm 43.492 Thlr., so daß er dann noch zu stehen kommt auf 1,842.4«2 Thlr, In diesem Mebrübcrschuß ist aber enthalten ein extraordinärer Znschuß ans dcn Reservefonds der Hauptverwaltung der Staatsschulden, welcher bestimmt ist, um die 20. Zinsrate für die zur Amortisation bestimmten Staats» schuldenschcine zu decken. Der Herr Minister läßt sich sodann eingehend über dcn Militärctat auö. Vermischte stachrichren. Folgende Charaktcrzügc Sr. Majestät des Kaisers werdendem «Vaterland" a»ö Venedig mitgetheilt: Am 16. d. wohnte Se, Majestät mit dem Grafen v. Chambord einer Wasserjagd bei. In der Begleitung Sr, Majestät befand sich anch ein Sandmann wcl. cher als geübter Wasscrjäger zur Führung der Jagd verwendet wnrde. Ein schöner Schuß Sr. Majestät erregte dcn Ausdruck der Bewuuderung des schlichten Landmannes. Se. Majestät wendet sich geg^ ^„ Bewunderer und sagt: «Du sollst ein trefflicher Schuhe sein und wirst wohl oft Gelegenheit haben. Deine Kunst zu üben." «Leider, Euer Majestät-, antwor. tctc der Jäger, «habe ich keinen Waffenpaß und mit. hin auch kein Gewehr." «Nun, warum erlangst Du keinen Waffenpaß", replizirte Se. Majestät, «vielleicht hast Du Anstände vor Gericht gehabt oder Dich po-Misch lompromittirt?« «O gewiß nicht, Euer Ma. jestät," antwortete der schlichte Landmann, «aber die > Herren Beamten thun eben was sie wollen, und so haben Andere Gewehre und ich keine'!," Der Kaiser lächelte und schwieg. Zwei Tage später erhielt der Jäger plötzlich die Weisung, sich direkt zu Sr. Ma. jestät in die k. Burg zu begeben, Vor Se. Majestät geführt händigte ihm Se. Majestät ein gutes Dop. pclgewchr und einen Wassenpaß ein und sagte ihm: „Ich habe mich über Dich informirt und da ich nur Gutes von Dir gehört, so l,abe ich Dir dcn Waffen, paß verschafft, und damit Du gleich zu jagen anfangen kannst, gebe ich Dir auch ein Gewehr. Lebe wohl — und schieße mir nicht gar alle Enten weg." — Bei eben jener Wnsserjagd, als gerade Se. Majestät in S. Dorn in die Vmlc steigen wollte, warf sich ihm ein alter Bauer schluchzend zu Füßen. «Was hast Du, Alter", sagte der Kaiser, «sprich, wcnn^ ich Dir helfen kaun, so soll es gewiß geschehen." «Ach. Euer Majestät, ich habe einen Sohn, die Stühe meiner Familie, der ist nun Soldat geworden und ohne ihn geht unsere Wirthschaft zu Grunde — wenn Euer Majestät mir meinen Sohn zurückgeben möchten." «Mein lieber Alter, das hängt nicht von mir allein ab komme aber morgen Früh zu mir in die Burg, schreibe mir Deinen Namen und den Deines Sohnes auf. sowie das Regiment, wo er dient, das Weitere überlasse mir, wir werden schon die Sache zu arrangiren suchen." Am andern Tage erschien der arme Vater zur angegebenen Stunde, es wnrde ihm der Zettel mit dem Namen und Regiment seines SohncS abgenommen und ihm bedeutet, sich um 4 Uhr Nachmittags die Antwort persönlich zu holen. Se. Majestät ließ telegraphisch sich um die Verhältnisse erkundigen, nnd als um 4 Uhr der alte Mann kam, wurde er vor Se. Maj. geführt und mit den Worten empfangen. «Nun, freue Dich, Al-ter. Dein Sohn tritt morgen schon auf meine Kosten die Reise in die Heimat an; er ist frei vom Militärdienste und damit Ihr Euch einrichten könnt, hast Du hier 200 ft. — Lebe wohl und sei glücklich.' Der arme Mann war so vor Freude gerührt, daß er noch auf der Straße schluchzte und Jedermann sein Glück erzählte. — Aus Innsbruck berichtet der .Bote" vom 21. d,: Einen feierlichen und zugleich ungemcin ruh-renden Anblick bot uns ein Lelchenzug, welcher sich gestern vom hiesigen allgemeinen Kranlenhanse zum städtischen Friedhof bewegte. Unmittelbar nach dem Sarge folgte der Herr LandesvertheidigungS-Ober« lommandant und Regiments-Inhaber GM. Graf u. Castiglioni mit den Herren Stabsoffizieren und dem gesammten Offizierskorps der hiesigen Garnison. Die Musikbaude des k. k. Kaiscrjäger < Regiments begleitete. Trmiermärsche spielend, den Zua. Und doch war auf dem Sarge lein Zeichen ersichtlich, aus dem man auf einen hohen Rang des Verblichenen oder auf dessen allgemein bekannte Verdienste hätte schlie-ßen können — das Kreuz und ein einfacher Kranz schmückten denselben. Er enthielt die verblichenen Ueberreste einer selbst in dieser Stadt wenig bclann« ten und doch verdienstvollen Persönlichkeit, der ehr» würdigen Landrlina Wissiak, von Laibach gebürtig und dem lirolischcn Orden der barmherzigen Schwestern angchörig. Im Jahre 1049 war sie, ihrem frommen Berufe folgend, nach Ungarn gegangen nnd widmete sich im dortigen Kricgsgctümmcl auf den Verbandplätzen dcs Schlachtfeldes und in den Spitä^ lern mit aufopfernder Hingebung dcr Pflege verwun-deter und kranker Soldaten, vorzüglich jener unseres vaterländischen Regiments. Auch im Jahre 1869 war Wissiak in dcn hiesigen Militärspitälern eine un> ermüdete Pflegerin verwundeter und kranker Soldaten. Neueste Nachrichten nnd Telegramm. Kopenhagen, 26. Jänner. Bei dcr hente stattgefundenen Eröffnung des Neiclisrathes verlas der Conseils - Präsident die königliche Botschaft folgenden Inhalts: Die Hoffnung, zwischen Holstein nnd den übrigen Landcsthcilen das gebrochene Band wieder zu knüpfen, ist nnerfüllt geblieben. Die neue Ordnnng der Verfassnngs-Verhältnisse Holsteins ist Gegenstand von Unterhandlungen. Das Interesse befreundeter Mächte für die Erhaltung eines unabhängigen dänischen Reiches stärkt unsere Hoffnung, daß eine zufrle-dcnstcllcndc Lösung erreichbar sei. Die Botschaft sagt für Schleswig eine freiere Entwicklung zu. Nenn die Abmachung des Streites mit dem deutschen Bund» Schleswig hegen fremde Einmischung sichert, so weri dcn verschiedene Verbesserungen dcr Gesammtverfas, sung erfolgen, sowie ein E»twurf einer Reform de« Zolltarifs vorgelegt werden. Brüssel, 26. Jänner. Die »Indl'pendance' veröffentlicht eine Depesche Sewarb's an die Gesand» ten Frankreichs. Englands nnd Spaniens in Washington, in welcher er die Gründe anseinandcrfeht. welche die Vereinigten Staaten verhindern, sich mil den Mächten gegen Meriko zn verbünden. Scward deutet unter den Gründen anf die wahrscheinlichen Ancrbietnngen einer Vermittlung zwischen den Krieg« führenden hin. Nom, 26. Jänner. Dcr Papst war zwei Tage am Fieber krank Gestern verlirß er wieder das Bett. London, 26. Jänner. Der l>cl> biet nach Canada gehen. i Handels- un> Geschäftsberichte. Trieft, 24. Jänner (Wochenbericht.) Kaffcb. Nur in Rio fanden beschränkte Umsähe für den bloßen Bedarf Statt, jedoch wurden volle Preise bewilligt. In gestoßenem Zncker war ebenfalls kein bedeutender Verkehr und Preise wnrdcn nur matt gehalten. Dcr Artikel ist wegen dcr fortgesetzten Zufuhren in großer Stille und auch dcr Rückgang der Wechselkurse hindert die Spekulation einzugreifen. In Piment und Pfeffer kamen Ankäufe, da Meinung für dcn Artikel bestand, vor. Die Preise wurden in diesen Tagen fester gehalten. jedoch ist die Nachfrage für dcn Consum und den Elport sehr beschränkt, da die Preise keine Marge für die Spekulation lassen, und es steht zu befürchten, baß ein Rückgang wieder eintritt. Baumwolle. Dle Nachrichten von stillen Märkten und Preisrückgängen in Liverpool haben die Kom> Missionäre entmuthigt. so daß gar keine Umsähe in dieser Woche vorkamen. Die wenigen notirten Verläufe rühren noch ans der Vorwoche her. In rothen Rosinen waren die Umsähe von geringer Bedeutung und die Preise sind etwas niedriger. In Sultaninen war ausgedehnter Verkehr, da Preislonzessionen gemacht waren. Auch in schwarzen Rosinen war ein hinreichend belebteö Geschäft für dcn Erport und wurden etwas höhere Preise bezahlt. In Datteln war lebhafter Umsah bei ermäßigten Preisen. Von Calamata^Feigen kamen Verstärkungen an, so baß unser Vorrath beträchtlicher geworden ist und die Verkäufer sowohl für alte als für ncuc Ware einige Konzessionen machen mnßten. In Agrumen hatte beträchtlicher Verkehr Statt, wozu die in diesen Tagen eingelangten Zufuhren Veranlassung boten. Die Preise sind matt. In Mandeln wurde nur de-taillirt zn früheren Preisen. Gummcn waren animirt. Der größere Theil der Geschäfte fand auf Spekulation zu festen Preisen Statt. In Stahl waren die Umsähe beschränkt. Der Artikel ist immir still und die Preise sind ftan. Weiß« blech wurde für den Consum zu festen Preisen etwas gelauft. Kanonenmctall war fest und wurden hinreichende Geschäfte darin gemacht. In Blei war beschränkter Verkehr. Der Artikel neigte sich der Baisse zu In Ocl war beschränktes Geschäft zu matten Preisen. Die längst erwarteten Ankünftc kamen zu« gleich an und dcr größte Theil besteht in feiner Qual., für welche bis heute noch kein Absah statt» gehabt hat. Spiritns war zu Anfang dcr Woche fiau. doch schloß die Woche fester und mit höheren Forderungen. Für Campscheholz Laguna und S. Domingo bestand ein ausgedehnteres Geschäft zu schr festen Preisen. Theater. Heute, Dinstag: Das Haus der Temperamente. Morgen, Mittwoch: Nur diplomatisch! Ueberm.. Donnerstag : Die Höhle Soncha. Meteorologische Beobachtungen in Laib ach. ......... VaromcterNank " Niederschlaq 5«« Zeit der in P 3 auf 0'n Lufttemperatur ^ind Witterung binnen 24 Stunden "« Vtobachtlwg reduzirt nachReanm._____________________in Parisrr l'mien 23. Jänner 6 Uhr Mrg. 326.38 ^0.4 Gr. Windstille Nebcl 8 „ Nchm. 32s .61 ^-3.2 „ 3"'. schwach bewittlt 0. "0 10 I Abd. 326.lt ^1.6 « Windstille detto Druck nlld'Vcrlag von Ignazv. Kleinmayr st Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Anhang zur Laibacher Ieitung. Affekten- und Wechsel-L^lnlc an der k. f. öffentlichen Vörse in Hyieu. Den 27. Jänner I8li2. (ssseftc«. Wechsel. 5'/, Vt.i<>ill,^!i,s i'U '- Silber, . . l37W Ä.i»f.i!l!<'! . . 7U'l,— K, f. Dilf.Ucu tt..i.j K K e «»» d c « 2i u zcig e. Den 2ii. Jänner l8U2. Hr. Niltrr v. Pelean!. Gutsbesihlr, von Görz. 7— Die Hltrcu: Lceinsky. Zahnarzt, und — Ni>tll. Handelsmann, von Graz. — Hr. Eiblnschth, Hnnrels» mann. von Wie». — Hr. Ktügyel. Hündelömann, voil Kaniscka. — Hr. Mclxvec». von Cilli. Di» 2t). Hr. .ssoglss. Üi^illlälsulttsitzfr. vo>> Sag».'!. — H>. Pollak. H.ni^sl^iNli»« . uo» Zl^l^iil, — Hr. Schw.nz. H.ni^clom.'l!,!. roil Gr.iz — Di< Herrcu: '^ilinicr. im? — Vrsü»>kkli< lliri». — D>e Hcrrc» : S^'nbnilinn. Hdn^Ioul.in», — Hab». A»ie,u, lind — Tinuiciidl-sg. von Wun — Die Hcrltll: Poliak. .hlNioelsm.i»!». »nd — M^lly, iiedcr - Hadnl.int. von ?isnm. — Hs, Sotlsch^. Hali^elsmanl». von Na»». — Hr. Schlpiß. H^ndeli!' ma»n. von Trieft, — Hr. Püsl'r. Handslöm^nü. von Oradisk.i. — Hr. Hronialkd, Agcnt. von Vrünn, — Hr. Sochlr. Agent, von W«Nliöl>in. — Hr. Ll'chlMsr. Fcil'llks-ztassicr. von Hof. — Hr. Mischiljch — Hr. Meier. — Hr. Varia», uou Pcst. — Hr. M>iro»!ll», von Oioßröllciul). Z. 34, n (2) ?ir. 4«l), Wegen Hintangabe der im laufenden Jahre erforderlichen Spengler-,Anstreicher und Wagner-Arbeiten und Lieferung von Schanzzeugstücken, Nägeln lc. wird beim Stadtmagistrate am :ll».Jänner d.I.Vormittags um U) Uhr eine Lizitationsverhand-lung statthaben, wozu Unternehmungslustige hiermit eingeladen werden. ' Stadtmagistrat Laibach am 20. Jänner - 1602. Z. Ul. (8) «tHlliU^«», vom Hoflivolvekcl- Aligns! uampl,chl i„ V^ml'cr^. D'cse ae^e,, Hilsten, Heiserklit. H^ö lino Pnlill'eschwll'dlll am !'lb»l!!sttn Üilioerung uer-scdliffciidc l'ül«', ist die Schachtel ncl»st Vcricht ;> lw lr. ös!. N, l'lir zn d^l's» m drr 'll^oil'ele „;um ssoldcnen Adler", dt« V. E^^endergcr i,> 5.'ail'.icli. Z77iü7^2) DW NrauhaM in der Vergstadt Idria, ist mit billiqci Zahluttsssbcdiltgniß zu vcr-kaufcu. Wahren Käufern über ftaukirtc Zuschrift gibt genaue Auskunft daselbst Z. '^6.'.......(2)" Dieustgesuch. Ein Mann von ssrschtcm Älter, kantlonsfähi^, im mcrkanlilischcn Holzwindel.. Holznnkailf», ^ic» fcrunqs« lind auch Vrrkohllmq^eschäft. so wic im Amlr von Waffcrsägcn prnktisch bewandert, der nel'st der drut< schcn un? krainischlll Sprache liuch gelänfi^ italic nisch spricl't, stlätt entweder dei einem Holzhandels Geschäfte einer Gewerkschaft oder Fabrik ein Unterkommen. Näbevcs liierter gibt ans Gefälligkeit das hiesige Zcitungs«Komptoir. Snc Däckerei mit allen erforderlichen Geräthschaften und auch eine passende Wohnung dazu, ist von Georg: 1862 an zu vcrmiethen. Die Bäckerei kann aber auch schon Anfangs Februar d. I. übergeben werden. Nähere Auskunft darüber ertheilt der Eigenthümer 8ioFin. kekudoi't) Iuoensteig in Laidach. DER ANKER. Gesellschaft für Alms- und Renten-Vcrslchclungcn. (Gciichmisstdurch Erlas; des hohen k. f. Mimsk-rimnö d^ Imicrn ddo. 1. November 1tt5>«, Z. U>.l ll.) Der Titz der Gesellschaft ist in Wien, Stadt, am Hof Nr. 32!>. Versicherungen aus den Todesfall. ? i' ü in ion: zur Versicherung eines Kapitals von !l)l)0 Gulden nach dem Ableben einer versicherten Person. Olme Antt'ril a>n ("ewinnc Mit in, ^ Amdeil am G^n.'. Alter ^> rämi e____^sltev P r^i?i?i e Vrr- jähr- halb- vint^l' ^c^ jähr- halb-'vi'-N'.'l-sichcrtcn lich jnhil. jährl. si^^-tsü lich jährl. jälirl. L kr. ft. kr. fi,"^ st. fr.l fi. kr.l ft, I°r. 20 l<)«0 870 35 28101440 7:i8 40 2l>9l)!^:;^ 7 8.'! 40 :l2!»0!li87 8s)'l 45) 8 39 70 20 :i.'l 10 42 5)0 4!i !10 22 !)l) 1 1 >'!3 5)0 48 .'!0 24 7:! 12 li8 5)5) .'^4 !i0 27 8A ! 4 2l> 5)5) !,9 70 A) i>0 1 ?; ren die Prämicnzahlnng einzustellen dnrch Verhall« nisse gezwungen u.'ä're, den gänzlichen Verlust der eingezahlten Prämien nicht mehr zu befürchten hat. Wechselseitige Uebcrlebkns-Ijsgnalilincn. Man darf mit vollen, Recht die Associationen des «Anker" als die vorzüglichste Combination zur Versichc« rung von Kapitalien auf den Vebensfall bezeichnen, inmi« die Grlorr derselben zu möglichst hohem Zinsfüße an< gelegt werden und der ganze Nutzen bei noch so a,ro> 5er Sterblichkeit der einzelnen Versicherten ausschließ' lich dem Wozianonsfoild anheimfällt, mit einziger Ausnahme der von der Gesellschaft, nach Maßgabe der gezeichneten Summe berechneten l'.vrrzentigen Ver» waltungsgcbühr. Dadurch wird die Versicherung eines Kapitals für den Ucberlebensfall nach einer bestimmten Reihe von Jahren ermöglicht. Es will zum Beispiel 3c< mand seinem, gegenwärtig .zehnjährigen Kinde ein Kapital nach erreichtem 24. Jahre sichern, so braucht er nur im Jahre 1862 einer Assoziatiou bcizutretcn. welche im Jahre 187li endet. Nach Ablallf der für die Association bestimmte« Periode erl'ält jedes Assoziationsmitglied. wenn del betreffende Versicherte den Eröffnungstag der Viqui< dation nachweislich überlebt hat: 1. die für dasselbe geleisteten Einlagen sannnl Zinsen und Zinseszinscn dieser Einlagen- 2. den uack Mapgabe der Lebenswahrscheinlich' keit des Versicherten und der geleisteten Einlagen be> rechneten u crh ä l t u i p mä ß i g c n Antheil a» den Einlagen nnd Zinsen sammt Zinscszinsen der >" der Zwischenzeit verstorbenen Versicherten. Garantien ^"ßcr ^" im Artikel .'!4 der Statuten normirtcn A ssc kn ra n zfo nd, welcher jederzeit genau den Wrrlh aller von der Grsellschnft für den Todesfall eingegangenen Perbindlichlei' ten repräscntirt, und die wesentliche Grundlage der Sicherheit für alle Tdcllnelmicr dieser Kategorie bildc> bietet der „Anker" durch seinen speziellen und allgemeinen Neservcfonv. i.ub endlich dull sein A ktie ii'Ka p i tal für die zahlreichen Versicherten in allen Zweigen seiner Thätigkeit vollkommen Bürgschaft. Insbesondere ist die Gesellschaft bei den Assoziatio ne n der General < Versa m »n l u "0 der Zeichner für ihre Vcrwaltnng verantwortlich, und unterstcbt der Kontrole eines von dt" Zeichnern selbst aus ibrer Mitte erwäl'lten Ansschusscs von nenu Mitgliedern, deren Aufgab es ist, allmonatlich Einsicht in die Vüchcr zu nehmen, und insbesondere die statutenmäßige Verwendung dcl Einlagen zu überwachen. ________________________ , »w5.')chlmlye,l sür ^crsicherun^en lius den Toüe5M. Vis ». November «5NR bat der „Anker" in Folge cingclretrncr Todesfälle anf 72 Versichc» rungspolizcn die Gcsamnttsummc von st, H47.3^tt ausbezahlt, welche sich auf die verschiedenen Krön« länder in folgender Weise vertheilt: Aöhmen . . 10 Polizen . . . fi. 20>i00 Krain ... 1 « . - ' « 2000 Kroatien . . 2 « . . . « 40l>0 Mähren . . '0 « . . . « «800 Nicdcröstcrrcich 18 „ . . - „ 88.200 Salzbnrg . 1 „ . . - « U).'in Schlesien . l « . . . « 2M10 Siebenbürgen 0 Stciermark . l ^ . . . ,. ^000 U ngar n ^^.^22____"^..—__^''_'"'. 300 Zusammen . 72 Polizen . . . fi, 247.3Ü0 Uebersicht der aus HrlmtMk i)l^5 lctzlllerossenlfichlm^echnull^^Ilischluss^ Gescllschafts'KapM . . . fi. 2,000.000 — ll> Ncstann t)er Reserve n,n:n. ! D^einbor l800: Asselnranzfond für den Todesfall fi. 97N.171 81 tl> Spezieller Ncscrvcfond für die Ueberlcbens'Assoziatiouen und die Gegenvcrsichcrnngcn . fi, 4li::.4!)2 89 ^ Allgemeiner Rcservefond . . fi. 1!1.!l00--^ Zusammen . fi. 3.4U0.124 70 ll. »H" Die Gesellichaft schl,eftt auch Vertrasse auf uumlttelvare unv aufge^ty" bene Leibrenten ae^eu einmalige oder sukzessive (5in;ahlunssen ab. 5^' Prospekte, allgemeine Bedingungen ui-o Statuten werden in Wien bei der Direktion, oder in ^ Provinzen bei den Herren Agenten bereitwillig ausgefolgt; in Laibach bei Herrn ^ " ^" Ginladung zum ^ ^ für die />. T'. 3Nilsslieder de5 liürsss. 6chül;en - ulltl de>> llnjml, - Nereill!>. ^, welches Sonntag den 2. Februar d. I. im Saale der Schießstättc um 8 Uhr Abe"' beginnt. Dameubuffet frei. ^ Personenbillets ä 1 fl. !!0 kr., und Familiendillets « ll st. ö. W., wollen qefälllg'l den Handlungen der Herren (5. I. Stockl oder I. Ka ring er gelöst werden. Das Comite