PrSinimerations-Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. 40 fr. Halbjährig . . • 4 „ 20 „ Vierteljährig. • 2 „ 10 „ Monatlich • - ,, 70 „ M i t d c r P ° st : Ganzjährig . . n fl. - Ir. Halbjährig . . 5 „ 50 „ Vierteljährig. - 2 „ 75 „ Für Zustellung in§ Hans viertel- Mb ach er jährig 25 Tr., monatlich i) kr. Einzelne Nummern u Tr. Taftblatl. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. #<6»blioii: Bahnhvfgasse 9(v. 1:)2. «rprdition und 3*ftmtni-fluten«: Kvngrebplatz Nr. 81 (Buchhandlung Den 3. v.Kleinmavr & g. Bamberg). 2nscrIi»iisPreisr: gilt die cinftsaltiflc Petitzeile 3 !r. bei zweimaliger Einschaltung i 0 tr. dreimal i 7 kr. InsntionSflempel jedesmal :JO kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung enlsprechcndcr Rabatt. Nr. 7. Dienstag, 10. jällticr 1871. — Morgen: Higinns. 4. Jahrgang. Ein Mas des Landesschulrathes für Krain. ii. Ausfallend ist die Hast, mit welcher der Landes-schulrath die höchst wichtige Frage der Unterrichtssprache an den Volksschulen in diktatorischer Weise lösen zu, müssen geglaubt hat. Abgesehen von der gesetzlich vorgeschriebenen „Anhörung" der Gemeinden, welche die Schulen erhalten, wären hiebei auch aus pädagogischen und anderen Rücksichten sehr eingehende Erhebungen nothwendig gewesen. Wir haben schon einigemale erwähnt, daß die klerikale Majorität des krainischcn LandeSschnlrathcs in der Zauberformel der slovenischen Sprache daö Universal-mittel für die Hebung des Volksschnlwesens zu besitzen meint. Es ist freilich leicht, das Kommando ergehen zu lassen: Die sloveuische Sprache soll künftighin die lliiterridjtsfptodic in Krain sein, mit Ausnahme von Gottschee und Weißensels, wo noch Deutsch gelehrt werden darf, jedoch wie der »»befohlene, ausschließlich in der slovenischen Sprache zu ertheileiide Unterricht durchgesnhrt werden soll, darüber schweigt jener Ukas, obwohl der. 8 63 des erwähnten ÜJiiiu« sterialcrlaffes anordnet, daß die Landcöschnlbehörde die Norniallehrpläne zu verfassen habe, auf deren Grundlage die Veljrplniie für die einzelne» Schulen auszuarbeiteu sind. Hierüber uuu äußert sich der Erlaß der Laudesschulbehörde vom 8. Oktober dahin, daß die Normallehrpläne noch nicht verfaßt werden konnten, indem «och eingehende Erhebungen und B e r a t h u n g e u gepflogen werden müssen, daher die Leiter jeder Schule mit Rücksicht ans die im Ministerialerlaß vom 20. August 1870 festgestellten Lehrziele den Lehrplan selbst zu entwerfen und denselben sammt dem Stundenpläne dem Bezirksschul-rathe zur Genehmigung vorzulegeu haben. Wie kommt es nun, daß der LandeSschulralh von den jedenfalls noch viel wichtigeren und durch das Gesetz vorgeschriebenen Erhebungen bei den Gemeinden, die die Schulen erhalten, Umgang geuom-meu hat? Offenbar deshalb, weil er sehr wohl wußte, daß die diesfälligen Erhebungen der beredtste Protest gegen die von ihm geplante Ausmerzung des deutschen Unterrichtes aus der Volksschule wären. Denn nicht etwa bloö die Stadt- und Marktgcmeinden im Lande wünschen die sorgfältigste Pflege des deutschen Unterrichtes, sogar Dorfgemeinden mit zweiklassigen Dorfschulen haben beim Landesschulrathe daö Ansuchen gestellt, daß an ihren Schulen auch das Deutsche gelehrt werde, worüber freilich der Moniteur der Laudesschulbehörde, „No-vice," nichts näheres angeben wollte. Zwar bringt ein aus offizieller Feder geflossener Artikel in der gestrigen „Laibacher Zeitung" zur Beruhigung der Bürger Laibachs eine Rechtfertigung jenes Ukases, er bezeichnet ihn als eine sehr harmlose, als eine bloö provisorische Verfügung. Weiters heißt es daselbst: „Durch diese Verordnung soll in Betreff der Unterrichtssprache nichts entschieden, nichts neues eingeführt werden und überhaupt keine, Bestimmung, aus welche der Artikel 0 deö Volköschnlgcsctzeö vom 14. Mai 1861t Anwendung finden könnte, getroffen, sondern lediglich zu Ansang des lanfenden Schuljahres koustatirt und iu der Uebuug belassen werden, waö in dieser Beziehung dermalen in den Volksschulen der normale Zustand ist und als solcher in so lange aufrecht erhalten wird, als nicht bei einzelnen Objetten im gesetzlichen Wege, nämlich nach Anhörung derjenigen, welche die Schule erhalten, etwas anderes von der Landesschulbehörde entschiede» wird." Diese offizielle Beschwichtigung ist durchaus unwahr, deuu der gedachte Ukas ordnet indirekt die Auflassung der bisher au den meisten Hauptschulen des Landes in den oberen Klassen üblichen deutschen Unterrichtssprache an. Seit Jahren schon kämpfen die Klerikale» mit der fanatischesten Erbitterung ! ge ge» die deutsche Unterrichtssprache au den Volks-' und Mittelschulen, nicht etwa um elwas besseres ' a« deren Stelle zu setzen, sondern um sich die un-! liebsauie deutsche Konkurrenz vom Halse zu schaffen ! und sodann nach einem chaotischen, unverstandenen 1 mit) unverständlichen Lehrpläne, unbeirrt von jeder ] unliebsamen Ueberwachnng, an der Verdummung i des Volkes fortarbeiten zu können. Das berüchtigte : Bleiweis'sche Sprachengesetz ist ein Kind dieser Ke-i rikal-uatioimleu Verbissenheit, auch der neueste Ukas ! stammt von der nämlichen Mutter her. Die Regierung hat dein schon zu wiederholten malen vorn Landtage beschlossenen Bleiweiö'schen Sprachengesetz-entwurfe standhaft die Sanktion verweigert. Geschah dies etwa deshalb, weil cs sich hiebei auch um die von ihr erhaltenen Mittelschulen handelt, die durch jenes Sprachenzwangsgesetz mit dem Verfalle bedroht werden, während der neueste, den Ruin der städtischen Hauptschulen bezweckende UkaS unter ihrer Firma pnblizirt wurde, weil er nur die Gemeinden betrifft, welche sich selbst ihrer Haut wehren mögen'? Die Klerikalen haben es in ihren Zeitungen ganz unumwunden ausgesprochen, wie es unter ihrem Kommando mit dem deutschen Unterrichte an den Volksschulen gehalten werden möchte. In den zweiklassigen Dorfschulen dürfte kein deutsches Wort gelehrt werden. In den vierklasfigen Hauptschulen hätte sich der Lehrer iu den ersten beiden Klassen ja zu hüten, ein deutsches Wort vorzubringen, erst in der dritten oder, wenn es gut geht, schon in der zweiten Klasse dürste mittelst der slovenischen Sprache ein Schein unterricht im Deutschen begonnen werden, um zum Schlüsse der vierten Klasse dm Beweis zu liefern, daß bei so gedrillten Schülern die deutsche Unterrichtssprache an den Mittelschulen eine Unmöglichkeit sei. Der Sprachunterricht im Feuilleton. Der Mont-Cenis-Tunnel. lieber den Mont-Cenis-Tunnel schreibt die „Volkszeitung" unter anbernt: Der Gedanke, eine Strecke von fast zwei deutschen Meilen durch die Felswand zu bohren, stand vor der grandioseren Aufgabe, von beiden Seiten des beabsichtigten Tunnels ein Maschineiiraerk herzustellen, dessen Kraft fortgeleitet werden kann, damit sie auch wirke, wenn die Arbeitsstätte fortschreitend sich immer mehr und mehr in die Felswand hinein entfernt. Das Maschinenwerk an den Endpunkten mußte ctite Triebkraft erhalten, die auch wirkt, wenn die Bohrung sich dem Mittelpunkte des Tunnels nähert, mit anderen Worten: es galt, eine Triebkraft zu schaffen, die eine Bohrmaschine in Thätigkeit setzt, welche fortarbeiten soll, auch weint sie --fast eine, deutsche Meile entfernt von der Triebkraft mitten im Felsgebirge steckt. Den Wafferdampf in Röhren so weit zu leiten, ist unmöglich, weil er in größerer Entfernung vom Kessel sich abfühlt und wieder in Wasser verwandelt wird. Eine Dampfmaschine mit hinein in die Tiefe des Tunnels wandern zu lassen, war uuthuulich, weil Rauch und Dampf innerhalb des von der freien Luft so fernen Raumes die Arbeiter ersticken und ersäufe» hieße. Durch Räderwerk, Rinnen und Kettenglieder auf so große Ferne hittwirken wolle», ist ein abenteuerlicher Gedanke, den nur Unkundige fassen, die keinen Begriff von den Hindernissen der Reibung haben, welche jede Übertragung von Kraftwirkuugen in die Ferne verursacht. — Wasser in einem Kanal bis zu so weiter Entfernung zu leiten, um dort die Bohrmaschinen damit zu treiben, ließe sich eher denken, wenn man nur die erforderliche große Wassermasse von außerordentlicher Höhe in solchen Tunnel hinein und wieder hinaus zu schaffen wüßte, ohne ungeheuren Kraft-, Zeit- «nd Kostenaufwand. Mau mußte zu eitter ändern"'Kraftquelle feine Zuflucht nehmen, zu der Kraft zusammeugepreßter (komprimirter) Luft, die man ohne großen Vcr-> tust in Röhren fortleiten und auf sehr entfernten Punkten wirken lassen kamt. Solche Werfe»hcr-zustellen, welche am Eingänge beider Seiten des Tunnels die Lust iu Röhren komprimiren und durch die zusammeugepreßte Luft in beliebig weiter Ferne auf die in den Felsen immer weiter vorrückende Bohrmaschine wirkendas war die Hauptaufgabe, aber keineswegs der schwierigste Theil derselben. Die Bohrmaschine mußte lange Stahlbolzen in beit Fels eintreiben, diese bei jedem Schlage in Drehung versetzen und einen Wasserstrahl zur Abkühlung der Spitze des Bohrers einspritzen; die Maschine mußte in den gesprengten Tunnel immer weiter mitwan-derit, sie mußte sicher und schnell arbeiten, damit mau dann in die gebohrten Löcher Pulver bringen kann, daö angezündet die Sprengung der FelSutafsen verursacht — solch eine Maschine zu konstruiren und bis zur erwünschten Vollkommenheit zu bringen — das ist das Werk, welches aut Mont Cenis-Tunitel gelungen ist und dem man es zu verdanken hat, daß unsere Zeit Arbeiten vollendet, die sonst wie abenteuerliche Märchen geklungen haben. Selbstverständlich werden während der Sprengung durch Pulver die Bohrmaschine wie alle au ihr beschäftigten Arbeiter entfernt. Nun aber verrichtet die foinprimirte Luft eine wichtige Nebenarbeit, indem sic den Pulverdautpf vertreibt, den Tunnelraum reinigt und mit frischer Luft versorgt, damit die Thä Deutsche» hätte sich in allen vier Klassen auf etliche 8 Stunden wöchentlich zu beschränken. Diesem Schulplane, der nicht etwa von de» Gegnern der klerikalen Partei erdichtet ist, sondern in den slovenischen Blättern schon sehr oft als das Fortschrittsideal des slovenischen Schulwesens ange-priesen wurde, soll durch jenen Ukas der Landeö-schnlbehörde eine behördliche Sanktiou ertheilt werde». Nur ei» mit Blindheit Geschlagener könnte behaupte», daß die von uns bekämpfte Verfügung etwas gauz harmloses und nur eine Konstati-r u n g der jetzt b e st e h e n d e n U e b u n g sei. Wäre sie letzteres, so müßte sie lauten: In allen vierklassigen Hauptschulen Krainö ist in den beiden letzten Klassen das Deutsche die Unterrichtssprache. Ein derartiger Ausspruch würde de» bestehenden Verhältnissen entspreche», wie dies aus einer Vergleichung der Stundenzahl für den Sprachunterricht im Deutschen und Slovenischen, wie er an der Mehrzahl der Hauptschulen in Ärain ertheilt wird, zu ersehe» ist. Die nachfolgenden Ziffern sind den Jahresprogrammeu der betreffende» Schule» in de» beide» letzten Jahren entnommen: Deutscher SloueuifdOT Sprachunterricht Sprachunterricht St. Jakobsschule in Laibach 29 St. 17 St. Jdria 27 „ 15 „ Adelsberg 33 „ 1 ^ » Tscheruembl 24 „ 16 „ Wippach 24 „ ll> „ Hiebet kommt noch zu erwägen, daß der hier nicht einbezogene Unterricht im Rechnen in den bei. den oberen Klasse» durchschnittlich mit 8 Stunden in der Woche in der Regel ebenfalls deutsch ertheilt wird, weil hiefiir noch kein slovenischeS Lehrbuch existirt. In obigen Ziffern ist zugleich das Ver-hältniß der geistigen Arbeitsleistung der Schüler beim deutschen und slovenischen Unterrichte auöge-briieft. Wird der elftere auf die Hälfte ober gar auf ein Viertel der Stunden reduzirt, wie es manche Fantasten wünschen, und würden diese Stunden dem Slovenischen zugetheilt, so wäre damit an geistiger Arbeit gar nichts gewonnen, sondern man würde nur einen Verlust daran erleiden, indem dasjenige, was das Slovenischc nach seinen vorhandene» Lehrmitteln zu leisten vermag, und mit Rücksicht auf dessen praktische Verwert!)tmg im Leben durch die Schule erzielt werden soll, ohnedies in den ihm reichlich bemessenen Stunden gelehrt wird. Wir wissen sehr wohl, daß alle diese Gründe vor der Majorität des (römischen La»dcösch»lrathes keine Beachtung finden dürften, denn die nationalklerikale Partei schlägt jedes ihr unliebsame Rai-sonuement in der Sprachenfrage mit dem Raßenargn-mente nieder, welches also lautet: „Weil alle Krai ner mit Ausnahme der Gottscheer und Weißenselser tigkeit der Bohrmaschine und ihrer sie leitenden Arbeiter aufs neue beginnen kann. Die Arbeiten dieses 12.220 Meter langen Tunnels wurden anfangs nur langsam gefördert und schritten erst mit Vervollkommnung der Bohrmaschine in höherem Grade vorwärts. Die Fortschritte auf der Nordseite waren gegen diejenigen auf der Südseite um ein volles Jahr zurück, was durch den Widerstand, den eine Quarzschicht verursachte, u»d aus dem späteren Beginne der mechanischen Bohrung erklärbar ist. Gleichwohl war der jährliche Fortschritt schon auf 1512 Metres gestiegen, und da seit 1868 nur 4151 MetreS zu bohren blieben, so war die Vollendung dieses Riesenwerkes schon auf Ende 1870 vorauszusehen. Das große Werk ist vollbracht. Die Zeit ist einer würdige» Feier desselben, die nicht in Frankreich und in Italien allein, sondern in der ganzen Menschheit, die dem wahren Fortschritte der Zivilisation huldigt, begangen werden müßte, nicht günstig. Mögen mindestens die denkenden Geister darin den stillen Trost finden, daß in den Zeiten gewalttätiger Vernichtung und Zerstörung doch die edle schaffende Kraft des Geistes einen dauernden und segensreichen Triumf davougetragcn. Slovenen sind, muß auch die slovenischc Sprache die Unterrichtssprache sein, wie es in Frankreich die französische, in England die englische, in Deutschland die deutsche u. s. w. ist." Dagegen argumeutireu die klugen und erfahrenen Leute in Kram ganz anders, sic sagen nämlich: So lange der Krainer mit der bloßen Kenntniß des Slovenischen es nicht weiter bringen kau», als Taglohndienste zu verrichten, jene Fälle ausgenommen, wo der Himmel ihn und seine Eltern mit Glücksgülern bedacht hat; so lauge ein Ur-sloveue selbst bei der Bewerbung um eine HauS-kuechtftelle einem anderen Kompetenten, der zugleich Deutsch kann, uachstehen muß, oder falls er zum Militär kommt, wegen Unkenntnis} des Deutschen es nicht einmal zum Korporal bringen kan», so lauge das slvvenische Mädchen, welches ein Kind armer Eltern ist, mit der bloßen Kenntniß feiner Muttersprache schwereNoth hat, als Stubenmädchen irgendwo unterzukommen, eiheischt es das praktische Bedürfnis}, daß auch beut ärmsten Krainer schon in der Volksschule Gelegenheit geboten werde, eine zweite Sprache, die zugleich eine landesübliche ist und das Fortkommen itt der Welt erleichtert, zu erlernen. Der schlichte Haustuanusverstaud wird weiters an jene Fanatiker, die ihm die Seligkeit der Unkenntnis} der deutschen Sprache einredett wollen, die Frage richten: Wie kommt es denn, daß die wohlhabenden Nationalen ihre Kinder nicht iit die bäurischen Dorfschulen schicken, um sie dort vor der Erlernung der deutschen Sprache sicherzustellen, sondern in deutsche Institute, in deutsche Schulen, zu deutschen Kostgebern, mit dem ausdrücklichen Ersuchen, daß ja mit den Kindern recht fleißig deutsch gesprochen werde, indem sie das Slovenische schon von Haus aus können? Für „katholische" Staatsmänner zur Beherzigung. Die „Iudependance" veröffentlicht eine Note des italienischen Gesandten in Brüssel vom 8. November, deren Lektüre wir den uttrauwutancu Heißspornen in Oesterreich empfehlen, die nicht müde werden, eine Intervention des Katscrstaatco zu Gunsten des Papstes zu fordern. Herr Barral erstattet itt dieser Note Bericht über eilte mit dem Baron Anethan betreffs der Okkupation Roms gehabte Unterredung. Herr Barral frug, welche Haltung die belgische Regierung den Interpellationen gegenüber1 entnehmen werde, welche zweifelsohne von der katholischen Mehrheit der Depntirteukammer in der römischen Frage gestellt werden würden. Der Ehef des katholischen Kabiucts in Brüssel, Baron ö’Aiictha», hat auf diese Frage, wie Herr de Barral schreibt, die Erklärung abgegeben: „Belgien ist ein neutraler Staat, dessen Neutralität ihm die strikte Pflicht auserlegt, sich in keiner Weise in Fragen und Schwierigkeiten einzumengen, die zwischen an deru Staaten entstehen können. Wenn Italien mit dem heiligen Stuhle eine Gebietsdisserenz auszutra--gen hat, so hat Belgien darin auch nicht» mehr zu erblicke». Es hieße die Prinzipien, auf denen seine Existenz beruht, verrctthen, meint ett sich in dieser Frage für einen oder bat ändern Theil aussprechen würde. Um uns zu verleiten, offiziell darüber eine Meinung zu äußer», hat mau uns oft gefagt, wir wären eine katholische Regierung; Belgien ist aber eilt Staat, der in seine Konstitution beit Fnnda-mental-Grundsatz ber Freiheit _aticr Kulten und die Trennung der Kirche vom -Staate ausgenommen hat. Persönlich können wir welche immer religiöse Überzeugungen hegen, aber als Regierung Belgiens wollen und müssen wir neutral bleiben. Alles Drängen, jeder Pressioitsversuch zum Zwecke, diesen unser» Weg zu verlasse», wird bei uns nicht zum Ziele führen." Bom Äriege. Vor Paris wurde im Laufe des 7. d. das Feuer der Belagerungs-Artillerie gegen die Forti-fikationen im Süden, Osten und 'Norden lebhaft und mit guter Wirkung fortgesetzt.. Fort Jssy und die ttebetiliegettdeit Batterien, sowie Fort VatwreS schwiegen zeitweise. Die erste Mittheilung, zufolge welcher das Feuer zum Schweigen gebracht worden, ist also nur als eilt zeitweises Stillschweigen der Forts aufzufassen, was allerdings annehmeu läßt, daß das Feuer der Angreifer von bedeutender Wirkung ist. Man neigt sich der Ansicht zu, daß die Forts keineswegs so trefflich gebaut sind, als bisher allgemein angenommen wurde. Mit dem Beginne der Beschießung machte sich itt Paris eine lebhafte Agitation gegen Trvchu geltend, dem man schließlich, „zur Minderung seiner hohen Verantwortlichkeit" einen Kriegsrath aufuöthigte, bestehend aus drei Minister» und drei Generalen. Zum Beweise, daß noch genügend Lebensmittel in Paris vorhanden sind, erzählt die „Independance," daß RationirnngS-As- | siguaten ans Lebensmittel bis zum 15. März ausge- ! folgt werde», die betreffende Korrespondenz der „Jn-depeudanee" schließt mit den Worten: Die Schande der Kapitulation werde Paris nur nach gänzlicher Erschöpfung seiner Hilfsmittel, also erst nach zwei, vielleicht brei Monaten über sich ergehen lassen. lieber bie Wirkung ber Beschießung erzählt j die „Korr. Havas:" Der Befehlshaber des Fort Rosny ertheilte den Artilleristen Ordre, „nur so viel zu antworten, daß die Konversation nicht stocke." Die „Eorrespondance" fügt zur Erklärung hinzu: „Es ist gut, daß der Feind feine Kugeln verschwendet, da er sich so schwierig neue verschaffen kann. Das Feuer des Feindes ist allerdings von großer Genauigkeit; von 25 Kugeln findet sich selten mehr ' als eine oder zwei, die ihr Ziel verfehlen. Das ist allerdings recht geschickt, aber noch einmal, es ist tehr unnütz. Die Bewohner von Rueit und Naiv serre haben Weisung erhalten, sich nach Paris zu flüchten, um den preußischen Kugeln nicht ausgesetzt zu sein, da der Angriff auf den Mont Valerien bevorsteht. lieber die Vorgänge an der Loire liegen folgende Berichte vor: Versailles, 7. Jänner. In der Rad)t vom 6. d. M. gingen die gegen die Armee Chanzy's aufgeftcllten Divisionen über Vcn-bontc vor, stießen hiebei auf zwei im Anrücken befindliche feindliche Armeekorps; selbe wurden nach heftigem Gefechte über den Abschnitt Äzay zurück-geworfen und demnächst auch diese Position, sowie gleichzeitig Monteure genommen. Der bieSfeitige Verlust ist nicht unbedeutend. Der Bericht von französischer Seite dagegen lautet: Le Ai aus, 6. Jänner. Heute gegen 11 Uhr griff der Feind den General Eurten in der Gegend von St. Ehr, Villeporcher und Villechanve (Loir und Eher) a». Nachdem die Abtheilung Jo-blci) bis Neuville zurückgedrängt wurde, kam General Eurten ihr zur Hilfe, ergriff sogleich die Offensive, besetzte die genommenen Positionen wieder und drängte de» Feind bis über St. Arnand hinaus zurück, wo unsere Truppen in der Nachi entzogen. Dcr Verlust des Feindes an Tobten, Verwundeten und Gefangenen ist erheblich, unsere Verluste sind geling. General Josfroy, welcher um halb 3 Uhr in den Kampf eintrat, hat zum Erfolge des Tages mächtig beigetrage Im Hauptquartier von Versailles hat man mit Sicherheit festgestellt, daß der Herzog von Chartres sich unter anderem Namen bei der Armee bes Generals Ehanzy und iit dessen Stab befindet. Das Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl befindet sich noch in Orleans. Aus dem Osten ist noch keine weitere Nachricht über ftnttgehabte Kämpfe eingelangt, nur aus Lyon wird berichtet, daß Bourbaki sich ebenfalls gegen Werder gewendet und am 3. sein Hauptquartier in Dijon hatte. /Die Lage der Deutschen wird dadurch eine sehr kritische, denn sie stehen jetzt übermächtigen Gegnern gegenüber. General Werber nahm vor seinem Abmarsche ans Dijon 39 Geiseln mit und ließ 306 Blessirte zurück. Zwei Franzosen, die angeblich die Deutschen über das Heran-marschiren Banrbaki'S informirten, wurden erschoß seit. Die Armee .cm Lyon marschti't durch dte Franche-Comtv auf ©elfort. Gmnbetta gab Bour-baki die Ordre, »ach Okkupirung der Vogesen bis Nancy vorzudringen. Aus Havre, 8. Jänner wird gemeldet: General Roy hatte gestern einen neuen Zusammenstoß mit der feindlichen Armee. Details fehlen. Politische Rundschau. Laibach, 10. Jänner. Gestern sollte in Wien unter dem Borsitze des Kaisers ein Ministerrath stattfinden, au dem die Reichsmiuister und die beiden Ministerpräsidenten Audrassy und Potocki theiluehmeu und in welchem zu beit schwebenden großen politischen Fragen Stellung genommen werden würde. Erst heute sollten dann ' die Minister nach Pest zur Wiedereröffnung der Delegation gehen. Während seines zweitägigen Aufenthaltes in Innsbruck besuchte unser Kaiser auch die Stätte» der Pflege der Wissenschaft und jene Räume, in welchen die barmherzige Liebe menschliches Elend zu lindern bemüht ist: die Spitäler und Schulen, und von letzteren sowohl die Volksschulen als die ehrwürdige Universität. In letzterer wurde Se. Majestät vom Lehrkörper und der vollzählig versammelten Studentenschaft enthusiastisch begrüßt. Der Rektor Magnifikus drückte in feiner Ansprache den Dank für deu Allerhöchsten Schutz der Universität aus, deren Lehrkörper und Studente» die Verthei-diguug des Vaterlandes als geheiligte Traditio» betrachte». Der Kaiser empfahl de» Profefsore» Pflege der Wissenschaft und Vaterlandsliebe. Zur akademischen Jugend gewendet, sagte der Monarch, er erwarte, dieselbe werde den Studien eifrig obliegen, aber auch die Vaterlandsliebe bewahren, und wenn das Vaterland rnft, mannhaft an die Grenzen eilen. In begeisterten Hochs und Evvivaö stimmten die Studenten dem Kaiser bei diesen Worten zn. Daß zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland vou preußischer Seite aufrichtig ein freundschaftliches Berhältniß anzubahneu gesucht wird, erhält seine Bestätigung auch darin, daß die Instruktionen, welche Graf Bernstorff in London in Ansehung der Conserenz erhalten hat, auf Anordnung des norddeutschen Bundeskanzlers zur Kenntniß des österreichisch-ungarischen Kabinets gebracht worden sein sollen. Der kroatische Landtag wurde am 8. d. M. durch de» Banns feierlich geschlossen. Die Annahme der Bunde s v er träge in der zweiten b a iri s che n Kam mer gilt als gesichert. Die Bischöfe von Augsburg, Regensbnrg und München sollen dafür im Schöße der sogenannte» Patriotcnpartci agitire». Der berüchtigte preußische Kultusminister Miih-l er hat seine Entlassung erbeten, wurde aber abschlägig beschiedcn, weil die Regierung die inneren Angelegenheiten jetzt nicht berücksichtigen könne; bis zum Abschlüsse des Friedens müsse er auf feinem Posten verbleibe». In Baza (spanische Provinz Granada) fand eine republikanische Bewegung statt. Die Meuterer zogen aufs flache Land hinaus. Die Bewegung wird als bedeutungslos betrachtet. Eine Vorlage des russische» Kriegsuiinisters j an den Kaiser beantragt fünfzehnjährige Dienst-> Pflicht, wovon sieben Jahre effektiver Dienst. Jährlich find 25 Perzent der Einlmdzwanzigjährig'e» anS-zuhebe», der Loskanf ist nbgestellt. Angehörige der gebildete» Klasse treten utit siebzehn Jahren als Freiwillige ein, haben kürzere Dienstzeit und erhalten den OssizierSgrad nach abgelegter Prüfung. Zur Tagesgcschichlc. — Eine historische Reminiszenz. Im Hon erinnert ein Herr K. I daran, daß cs aut 30. April 1871 dreihundert Jahre werde«, daß Zrinhi und Frangepan in Wiener-Neustadt, Franz Na'oafidty aber in Wien enthauptet wurden. Da nun diese Männer Märtyrer der ungarischen Freiheit und Selbstständigkeit gewesen seien, so gezieme cs sich, daß man anläßlich ihres Todestage« in weihevoller Pietät eine Denkfeier veranstalte, welche Idee er hietnit angeregt haben wolle. — An einem Hause in Siains (gegenüber St. Denis) befindet sich folgende, die Wünsche der preußischen Soldaten kennzeichnende Inschrift: Lieber Moltke, gehst so stumm Immer um das Ding herum. Guter Moltke, sei nicht dumm, Mach' doch endlich Bumm! Bumm! Bumm! erzeus-Moltke, denn warum? cutschlaud will das Bumm! Bumm! Bumm! Lokal- und Provinzial-Angelegeuheiteu. Lokal-Chronik. — (Die Laibacher Gewerbebank,) deren Geschäflsumsang in erfreulicher Ausdehnung begriffen, erfährt in dem Ekonomisten der „Neuen freien Presse" eine anerkennende Beurteilung, indem dort die Thä-tigfeit dieser „von angesehenen Männern der liberalen Partei gegründeten, die Uuterftlitjuug des Gewerbestandes auf solidester Basis bezweckenden Anstalt" bestens hervorgehoben wird. Thatsächlich erfreut sich die Gewerbebank eines bereits allgemein gewordenen Vertrauens, wie dies aus der wesentlichen Zunahme des Geschäftsverkehrs ersichtlich ist, und gebührt alles Lob jenen Herren, welche in uneigennütziger Weise die nicht geringe Zeit und Opferwilligkeit in Anspruch nehmende Leitung der Geschäfte über sich haben. — (Militärisches Leichenbegängnis) Sonntag Nachmittag fand hier ein Leichenbegängnis^ statt, dessen äußeres Gepränge manchen Zuseher mit Erstaunen erfüllte, da man nach der Begleitung des mit militärischen Emblemen versehenen Sarges durch die Musikbande des Regimentes Huyu und eine Militärabtheilung in dem Verstorbenen einen Soldaten oermuthete, wogegen man nach der Beschaffenheit der Leidtragenden, welche zumeist aus Geistlichen und Seminaristen bestanden, glauben mußte, es werde ein Mitglied des geistlichen Standes begraben. Das Rächtet löst sich einfach dahin, daß der Verstorbene, ein Hörer der Theologie, den Pflichten des neuen Wehr-gesetzcs nachkommend, zugleich Unteroffizier des Regimentes Kuhn war und sowohl von feinen militärischen Kameraden als den Alumnatskollegen zur letzten Ruhestätte geleitet wurde. — (Hand lungs ball.) Das gestern zusammengetretene Komitee des Handlungsballes beschloß, denselben am Samstag den 4. Februar in den Lokalitäten der bürgt. Schießstätte zu veranstalten. Da der gteiiiertrag des Balles, wie alljährlich, dem Hand-luugs-Kranken- und Pensionsvereine gewidmet ist, erhofft matt eine recht lebhafte Betheiligung Seitens der Bewohner Laibachs. — (G r i 11p a r ze r fei e r.) Das Resultat der hiesigen Sammlung für die Grillparzerstiftung, deren wir vor einiger Zeit erwähnten, war ein recht erfreuliches. Eö betheiligte sich daran eine große Zahl von Verehrern des Dichters aus allen Ständen, so daß eine bedeutende Menge von Unterschriften gezeichnet und auch ein sehr namhafter Betrag in Geld subskri-fcirt wurde. Bei diesem Anlässe möchten wir noch die Bemerknng beifügen, daß eö uns sehr am Platze schiene, wenn aus Anlaß der Grillparzerfeier auch im Laibacher Theater eines der berühmten Stücke des ' X'ichierS zur Aufführung gelangen würde. — (Stimmen der slowenischen Presse über die Sanktionirnng des Landesverth cidigungsgesetzes für Tirol.) „Nouice" freut sich vom föderalistischen Standpunkte aus über die Restituirung des alten Landesrechtes und erblickt in dem kaiserlichen Akte eine Bürgschaft dafür, daß man in Oesterreich die historischen Eigenthümlichfeiten Der einzelnen Länder, anzuerkeuue» beginne. „Danica" schimpft über die fiiberaluchi und Zeitungsjuden, welche den Kaiser von seinen Völkern gänzlich absperren und am liebsten in einer Sinagoge gefangen halten möchten, damit ja kein katholischer Laut zu ihm dringe und er auch niemals die Wahrheit zu hören bekomme. Diese Leute wünschen Oesterreich zu zerstören, nichts ist ihnen widerwärtiger, als wenn eine Nation zufrieden» gestellt wird. Aber das Recht müsse in ganz Oesterreich zur Geltung kommen, wenn unser Kaiserreich glücklich werden soll. „Slov. Narod“ endlich erblickt in der Gewährung der Wünsche der Tiroler einen politischen Koup, um die deutschen Tiroler von der flo-venischen Opposition zu trennen und so die Föderalisten zu schwächen. Uebrigens ist er damit ganz zufrieden, daß die Regierung ihr bisheriges zentralistisches Sistem selbst durchlöchert hat. Wer A sagte, raüsfe später auch B. sagen. — (Theater.) In Folge der schon oft dageweseneu „plötzlichen Hindernisse" mußte gestern die Vorstellung in letzter Stunde abgeändert werde». Statt der „Passenden Partie" wurden „Er ist nicht eifersüchtig" und „Garibaldi" eingeschobeii. Im erstgenannten Lustspiele brachten Frl. Mitscherling und Frau Richter ihre dankbare» Partien ganz angemessen zur Geltung, wogegen Herr S t n b e l in seinen gewohnten Fehler verfiel und in abgeschmacktem Outrireu wahrhaft Großartiges leistete. Der eigentlich ans sehr schwachen Füßen stehende Schwank „Garibaldi" läßt sich in Folge der unwiderstehlich packenden drastischen Leistung des Herrn Stainl als Schulmeister ganz gut anhören und fand lebhaften Beifall; Herr Burin e i st e r lieferte eine gelungene Garibaldi Maske. — Morgen steht iinö ein sehr genußreicher Theaterabend bevor. „Die Freigeister," eine der besten Arbeiten Snppv's, des Kompositeurs der „Flotten Bursche," der „Leichten Kavallerie," der „Schönen Galathea" und anderer hier längst beliebter Operetten, gelangen zur ersten Aufführung. Da diese interessante und allerorts mit ungemeiiteiu Beifall gegebene Novität zudem als Benefize des Frl. B i u g a t, unserer verdienstvollen und beliebten Operettensängeriu, in Szene geht, so läßt sich wohl ein sehr zahlreicher Besuch mit Sicherheit erwarten.____________________________________ Mngesendet. Beseitigung aller Krankheiten ohne Medizin und ohne Koste» durch die delikate Gesundheitsspeise Revales-ciere du Barry von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50sach in anderen Mitteln erspart. 72.000 Zertifikate über Genesungen an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust', Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem-, Drüsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Kopien gratis und franko gesendet werden. Knr-Nr. 64210. Neapel, 17. April 1862. Mein Herr! In Folge einer Leberkraukheit war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zn lesen oder zu schreiben; hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper, schlechte Verdauung, fortwährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenausregmig, die mich hin- und Hertrieb und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ; dabei im höchsten Grade melancholisch'. Viele Aerzte, sowohl Inländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre llevalesciöre versucht, und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die llevalesci&re verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig Ijeujcftctft und mich in den Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder einzuuehiiien. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung Marquise de Br6b a n. In Blechbüchsen von */„ Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd.,fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Ilevalesciere ChocolatSe in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du B a r r y L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8 ; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur und Anton Kris per; in Pest Török; in Prag I. Fürst; -n Preßburg Piöztory; in Klagensurt P. B i r ti b a ch e r; in Linz Haselmayer; in Graz Oberranzmeyer.Grablowitz; in Marburg ii. Kolletnig; in Lemberg Rottender; in K l a u s e n b u r g Kroustadler, und gegen Post-nachnahme. ______________________________________________ Gedenktafel über die am 13. Jänner 18 7t stattfindenden Lizitationen. 1. Feiw., Marin'sche Real. (Acker), Rudolfswerth, KG. Riidolsswerth. -- 3. F-cilb., Bauouc’sctic Real, Straßen» berg, BG> Tschcrnembl. — 3. Feil!?., Grabuer'sche Real., Laufen, BG Radmannsdorf. -- 2. Feilb., Spreitzer'sche Real., Löpliccl, BG. Tscheruembl. — 3. Feilb., Mandele-jche Real., Mittervellach, 83®. Kraiiibnrg. — 2. Feilb., Kastelic'sche Real, Podborst, BG. Sittich. — 1 Feilb., Gliebe'sche Real, Rndolsswerth, KG. RndolsSwerth. — 2. Feilb., Kastelic'sche Real., Altenmarkt, BG Sittich. — 3. Feld., Ferme'sche Real., Jeleiik, BG. Egg. — 3. Feilb.» Stibil'sche Real., Uftja, BG. Wippach. Witterung. Laibach, 10. Jänner. Seit gestern Abends dünner Schneesall. Die gefallene Schneemenge ju Wasser aufgelöst 1.66"'. Temperatur: Morgens 6 Uhr — 4.9°, Nachm. 2 Uhr — 1.9“ R. (1x70 + 3.1°, 1869 + 1>4°.) Barometer im steigen 320.98'". Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 5 8°, um 2.6" unter dem Normale. Telegramm« (Orig.-Telegr. deS „Laib. Tagblatt.") Wien, I«. Jänncr. Die „Tagrs-preffc ' enthält ein Teleflrami» nuö Chateau bournel v. Jänner: Heute glänzender $rmv zosensieg bei Villrrsexcl om ^ignonflust; die meisten -Orte wurden von den Franzosen mit dem Bajonette genommen. Die Schlacht dauerte den ganzen Tag. (Das wäre eine Schlacht auf dem östlichen Kriegsschau platze. Billersexel liegt am Oigiiouflusse zwischen Vesoul uiib Moutbeliard, einige Meilen vonBelsort.) Versailles, 9. Jänner. Gegen Chaney vor-driugcude Kolonnen erreichten am 7. Jänner unter heftigen Gefechten Nogent-Rotrou, Sarge, Savigny, Lachartre. Die Beschießung von Paris wurde am 8tcii Jänner fortgesetzt. Bereits am 5. Jänner schlugen Granaten im Luxemburggarteu ein. Am 8. Jauner wurde Dans Joutiu südlich von Belsort gestürmt. Achtzehn Offiziere und 700 Mann geriethen unvcrwuudet in Gefangenschaft. Außerdem ist der Verlust der Franzosen bedeutend. Deutscherseits sind 1 Offizier und 13 Mann todt, (15 Mann verwundet. Bordeaux, 9. Immer. Die Altersklasse 1871 wurde eiubernfeu. Losung nicht statthaft. Telegrafischer Wechselkurs vom 10. Jauner, öperz. Rente österr. Papier 57.25. — 5perz, Aiente öftevr. Silber 66.35. — 1860er Staatsanlehcn 94.20. — Bankaktien 737. — Kreditaktien 247.50. — London 124.05. — Silber 121.50. — K. k. MUnz-Dukaten 5.95. — Na-poleonsd'or 9.94'/,. IJni Zähne und Zahnfleisch! gesund zu erhalten, genügt es, dieselben täglich mittelst des Anatherin-Mundwassers von Dr. J. ti. Popp, prakt. Zahnarzt in Wien, Stadt, Itognergassc Nr. 3, zu reinigen. Man wird solches auch dann mit bestem Erfolg gebrauchen, wenn sich bereits Zahnleiden eingestellt haben, indem es der Zahnsteinbildung und dem Weitergfeilen der Zahnfiiulniss Einhalt timt, lockeres und leicht blutendes Zahnfleisch, sowie Zahnschmerzen und Mundfaule heilt und den von hohlen Zähnen herrühren-den Übeln Geruch im Munde beseitigt. ("-—1) ln Flaschen ü, 11. 1 40 «ist. Währ, zu haben in den Depots : In L a i b a c h bei Pctriöiö & 1‘irkvr, A. Krisper, Josef Karingcr, Johann Kraschowitz, Ed. Mahr, F. M. Schmitt und E. Itirsehitz, Apotheker; K r a i n b u r g bei F. Krispor und Sch. Schau-aig, Apotheker; Bleiburg bei Herbst, Apotheker; W a r a s d i n bei Halter, Apotheker; R udnl fsxv e r t h bei 1). liizzoli, Apotheker, und Josef Bergmann; G u r kiel (I bei Fliedl. Bliiuchos , Apotheker ; S t e i u bei Jahn, Apotheker; Wippach bei Allton l)e-poris, Apotheker; Görz bei Poiltoni , Apotheker, und J. Keller; Wartenberg bei F. (»adler; A d e I s h c r g bei I. Kupforst'liiiiidt, Apotheker; II i s ch o fla c k bei C. Fabian!, Apotheker; G o 11 -schee bol J. Braune, Apotheker; Idria in der k. k. Werksapotheke; Littai bei K. Millil-wenzel, Apotheker; N o u s 1 a d 11 bei J. Bergmann : K a d m a n n s d o r f in der Apotheke von Salloehers Witwe. H >- ntc: Tic Waisc aus Lowood. Schauspiel in fünf Akten von Charlotte Birch-Pfeifser. Frl. Adele G r o si alö Gast. Morgen: Zum Portheile der Operettensängerin Frl. Pauline V i n g a t: Die Freigeister. Komische Operette in 2 Akten von Suppe. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-192) heilt brieflich der Spezialarzt für Epilepsie Doktor O. MHHmcIi tu Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. I Dr. Franz Munda, bisher Advokat in Radmaunsdorf, hat in Folge lieber« siedlung seine Advokaturskanzlei nun in LaiSmeSi Sternallee Nr. 32 vis-a-vis dem Ursuliner-kloster eröffnet. (20 — 1) ■II Iflttäfflflung nab Anmpskhlollg. Ich beehre mich ergebenst anzuzeigen, daß ich das bekannte Bräu- und IKantliauü zum „weissen Rössel“ von meinem Onkel Herrn Paul Auer käuflich an mich brachte. Indem ich im Namen meines Herrn Onkels dem p. t. Publikum, insbesondere den hochgeehrten Herren Stammgästen für daö bisher in so großem Maße geschenkte Vertrauen den wärmsten Dank mit der Bitte aussprechc, dasselbe auch fernerhin mir in un-gefchwächtem Grade gütigst zuzuweudeu, gebe ich die Versicherung der aufmerksamsten Bedieuuug. Hochachtungsvoll (21—1) ißleory «tuet'. HEI U I E li Hnnderttauseude uoii Mrnfcke» verdanken ihr schönes Haar dein einzig und allein existirendtn sichersten und besten Haarwuchsmittel. JST- Es 8 7.ur Erhaltung- des Wachst Im ms nichts Besseres als die in allen Welttheilen so bekannt und berühmt gewordene, von modle. Autoritäten geprüfte, mit den glänzendsten und wunderwirkendsten Erfolgen gekrönte, von Sr. k. k. apoetol. Majestät dem Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich, König von Ungarn und (iai<9 Bivflofdvrimitt der Kopfhaare___________ Böhmen etc. eto., mit einem k. k. ausschl. Privilegium für den ganzen Umfang der k. k. österr. Staaten und der ge-sammten ungar. Kronländer mit Patent vom 18. November 1865, Zahl 1580 — 1892 ausgezeichnete Reseda-Kräusel-Pomade, wo bei regelmässigem Gebrauche selbst die kahlsten Stellen des Hauptes voll-haarig werden: graue und rothe Haare bekommen eine dunkle Farbe ; sie stärkt den \ Haarboden auf eine wunderbare Weise, be-45$ ( seitigt jede Art vou Schuppenbildung > ^ \ binnen wenigen Tagen vollständig, ver- / ** i hütet das Ausfallen der Haare in kürzester Zeit gänzlich und für immer, gibt dem Haare einen natürlichen Glanz, dieses wird wellenförmiff uitb bewahrt es vor dem Ergrauen bis in das höchste Alter Durch ihren höchst angenehmen Gernch und die prachtvolle Ausstattung _____ bildet sie Überdies eine Zierde für de.i feinsten Toilette-Tisch. — Preis eines Tiegels sammt Gebrauchsanweisung in sechs Sprachen 1 fl. 50 fr- Mit Postverseudnng 1 fl. 60 kr. Wiederverkäufer erhalten ansehnliche Percente. Fabrik und Haupt-Zentral-Versendungs-Depot en gros & en detail (414—14) bei Cart M*oit• Parsnmeur uud Inhaber mehrerer k. k. Privilegien in Wien, Hernals, Auuagasse Nr. 15 ne», im eigenen Hanse, wohin alle schriftlichen Aufträge zu richten sind imb wo Aufträge aus den Provinzen gegen darein zahlung de« Geldbetrages oder Posinachuahiue schnellstens effettuirt werden. WMS— Haupt Depot für Laibach einzig und allein bei dem Herrn Eduard Mahr. Parfumericwaarcuhandlung in Laibach. !ltr Wie bei jedem vorzüglichen Fabrilate. so werden auch bei diesem schon Nachahmungen und Fälschungen versucht und wirb daher ersucht, sich beim Aiikaus nur au die oben beze,chuete Vhebcrtagc zu wenden, und die echte Reseda-Kräusel-Pomade von Carl Polt in Wien ausdrücklich zn verlangen, sowie obige Schutzmarke zn beachten. Druck von I gn. v. teinnitii/ r & Fed. Bamberg in Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg.