Nr. 294. Freitag, 24. Dezember I909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vränumeratlonsprei«: Vüt Postvrll?nbuug: gü^jähria 30 li, halbjährig is, K. Im nunlor: „"iizMrin L2X. halbjähris, N X, ssiir bir ^nstrNun« <»« Hn„« nanzMrig 2 li. — Inscrtiont>l,rbühr: ssür llsi!,r zulcrale bi« zu 4 Zeilen 50 l,, größere per ^eilc !li b; bei öfteren Wieberhollingri! pn Zrik» « li. Die »i!nibnck<'i ^riiung» rr!cheilü länüch, mil Äusnaliim' der «on>> 'ntion beslndel sich Mitlomöstras,r Nr 2«: die Medallion Vlillo»!>'slrllkr Nr, 20, X bjz ,o ubl vormiUasss, Uiisranlierle Bricsi- werbe» »ich! »nnel>omni>! , . ,„. .l lll. Telephon-Nr. der Redaltion 52. Amtlicher Heil. Seine t. und l. Apostolische Majestät haben das nachstehende Allerhöchste Handschreiben allergnädigst zu erlassen geruht: Lieber Ritler von Schicstl! Zehn Jahre sind es nunmehr, seit Sie nut treuer Hingabe und unermüdlicher Fürsorge für den Dienst als Mein Kabinettsdireltor Mir zur Seite stehen. Indem Ich Ihnen hiefür Meinen wärmsten Dank ausspreche und der Hoffnung Ausdruck ^ebe, noch lange auf Ihre ausgezeichneten Dienste zählen zu tonnen, vel> leihe Ich Ihnen als Zeichen Meines fortdauerndeil Wohlwollens taxfrei den österreichischen Freiherrn-stand. Wien, am 18. Dezember 1909. Franz Joseph m.p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung von, 19. Dezember d. I. dem Ministerialrate im Ministerium für Cultus und Unterricht Dr. Karl von Kelle das Komturtreuz des Franz-Iosoph-Ordens mit dein Sterne und den, Ministerialselretär in diesem Ministerinn, Dr. Franz Leilhe das Ritterkreuz des Franz^IosePh-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. apostolische Majestät haben nnt Allerhöchster Entschließung von, 1-i. Dezember d. I. den Ministerialrat 9 lNr. 292) wurde die Wciteroerbreitung folgender Prcßürzeugnisse verboten: Nr. 285 «Deutsches Volksblatt, vom 14. Dezember I!109. Nr. 1 «?äim;- ^ill„» vom l«, Dezember 190". Nr. 50 .8eruH I^icw» vom >7. Dezeniber I!109. Die iu OberRoseuthal erschienene uud bei L. Horül in Iullgbunzlcm gedruckte nichtpcriodischc Diuckschrist: «liuciiuil/ Xalsixlai' krolot^r« na ryk >!>I0», II. Auflage. Nr. 344 «Mpi-xerrnrct«n. (Schluß.) («nchbruck verboten,) Aber Tag um Tag. Woche um Woche verstrich, es erfolgte keine Annäherung der beiden Familien. Tante „Achneß" machte ein geheimnisvolles Gesicht, Ferdinand war andauernd in einer übermütigen Laune, aber Julia Eapulets bleiche Züge tauchten wieder aus der Versenkung, in die sie hinabgesunken waren. Dazu tan, noch die Ankunft von Emil Isidor HoPPenrade, in Firma „Reiffenstein und HoPPenrade, Wollsachen". Der wollene Isidor, der bei Mutter Vorlenhagen einen besonderen Stein im Brette besaß, hatte sich in nicht mißzuverstehen-dcn Andeutungen ergangen, und Ehristel sah sich schon mit einem ungeliebten Manne vor den AUar geschleift. Am NoNMäMabend war nn Hauie des Neubauten Messerschmidt stets cine zahlreiche Gescli-schast vcymmucU. Dcr Hausherr war im cMemci-nen siws^il'il Glisttichirite/l MM, abcr am Weihnachtsabend machte er eine Ausnahme, da die Mehrzahl der Eingeladene!, Gastgeschenke mitzubringen pflegte. Außer dem Verwnndtenlreis waren in der Negel noch einige befreundete Familien, manchmal auch jüngere Angestellte seines Ressorts versammelt. Die altpreußische Sparsamkeit wurde durch Karpfen und eiueu warmen Braten unterbrochen. Als Getränk gab es „Pünschchen", nach einem seltsamen Rezept gebraut, in den, die süßen Zulateu vorherrschten, wodurch es zu einem für die Herren- welt weuig erfreulichen Getränk wurde. Frau Mes^ serschmidt ließ ihren Galten in allen, gewähren, sie las gern Feuilletonromane und sagte zu allem: „Ja", weil sie es so sür bequemer hielt. Rendant Messerschmidt geriet allmählich in eine gelinde Aufregung, Tante „Achneß'' machte von ihrem Vorrecht einer gewissen Rücksichtslosigkeit, auf das sie als Erbtante Anspruch zu haben glaubte, ausgiebigen Gebrauch. Für halb 7 war „ge^ beten", es war bereits 7 und die Säumige war immer noch nicht da. Wenn er eine Ahnung gehabt hätte, welchen Erfolg seine Schwester ebeu im Hause seines Feindes errang! Herrn Borkenhagens ^'ach-giebigteit wurde namentlich durch den Umstand erreicht, daß seinen, Gegner eine gehörige Nase gedreht werden sollte. Tränenchristel aber zitterte und bebte der verhängnisvollen Stunde entgegen. Rendant Messerschmidt war gerade im Be- < griff, einen Nutaufall zu kriegen, als Tante Agnes erschien, geleitet von einen, Dienstmann, der einen großen verhüllten Gegenstand trug — das Geschenk für Messerschmidts: ein Grammophon! Vater Mesj<,n1chmioi war nn ersten Augenblick sprachlos vor Zorn über die Torheit öieser übcr-slüssMn und tostsvicliqcn Gadc, aber Mutter üicn-cheii freute sich Miz tmölich. Und als es zu spielen begann, erst: „Stille Nacht" uud dann „Es braust ein Ruf wie Donnerhall", von einem mächtigen Knödelbariton gesungen, wurde auch der Beschenkte weicheren Regungen zugänglich. Als draußen die Glocke ging und Ferdinand hinauscilte, legte Tante Agnes eine neue Walze ein. Was war das für ein Unsinn, eine klarc, deutliche Stimme verkündete im Bäntelsängerstil die Geschichte einer Verlobung mit Romeo und Iulia-j Hindernissen — Ehristel und Ferdinand hießen die Helden. Rendanl Messerschmidl bekam einen puterroten Kopf, und er schien die Fassung zu verlieren, aber seine Schwester hielt ihn mit scheinbar sanftein, in, Grunde recht festen, Druck zurück. Jetzt verkündete das Grammophon die vollzogene Verlobung mit elterlichem Segen: Hell erstrahlt der Lichterbaum, Allen war es wie ein Traun,! Das war wirklich eine Überraschung und auf eine so sinnige, originelle Manier. Und nun tat sich die Tür auf. und das Brautpaar trat herein, gefolgt von den Eltern der Braut. „Fassung, Fassung." jagte sich Rendant Mes-serschmidt, er durfte als städtischer Beamier nicht übertölpelt erscheinen. Er lächelte also. stille Wut im Herzen — und erklärte sich mit allem einverstanden. Mutter Lienchen war weiter nicht überrascht, sie segnete gern. Ehristel verlebte die seligste Stunde ihres Lebens, Emil Isidor Hoppenrade und Julia Capulets bleiches Bild versanken hinter ihr in wesenlosem Scheine. Dramatisch war der Augenblick, als die beiden Feinde sich gegenüberstanden. Bortenhagen hatte die größere Seele: „Ich hätte Piqucjunge auf Treffas; qeben müssen, Messerschmidt." „Rein, Bortenhagen, ich hätte Treffaß nicht ausspielen dürfen, da ich nicht wissen konnte, wo der Piquejungc saß." Sie schüttelten sich die Hand und sahen einander in die Augen. Draußen klangen die Weihimchtsglocken, und cb kam nanz qcnau ^o. wve c6 sich Christel m ihren schönsten Tlälimen ausgemalt hatte. Laibacher Zeitung Nr. 294. - 2688 24. Dezember 1909. sich auch die slovenisch-liberalen Agrarier und die Sozialdemokraten. In einem Berliner Brief des „Neuen Wiener Tagblatt" wird ausgeführt, das; im Parteilcben im Teutschen Reiche ein Umwandlungsprozeß beginne, wie er noch niemals seit der Gründung des Reiches vorhanden gewesen. Es beginnen sich Kräfte zu regen, die auf eine Übcrbrückung der Muft Mischen dem Liberalismus und der Socialdemokratie hinarbeiten. — Die „Österreichische Voltszcitung" weist gleichfalls auf die Einigungsbestrebungen der liberalen Fraktionen hin. Wenn die im Entstehen begriffene einheitliche linlsliberalc Partei progressive Besteuerung des Vermögens und der Erbschaften fordert, so setzt sie sich in vorhinein in unüberbrückbare Gegnerschaft zu den konservativen. Dabei werde es immer klarer, daß die neuen Steuern das Defizit nicht zu decken vermögen. Herr von Vcth-mann-Hollweg werde demnach einer schwierigen innerpolitischen Lage die Spitze zu bieten haben. Der Bau der vier großen Kriegsschiffe, durch welche die italienische Marine verstärkt werden soll, wird beschleunigt werden. Zwei dieser Schiffe, der „Tante Alighieri" und der „Eavour" werden in den Ttamswerften in Eastellamare und Spezia hergestellt, der Bau der anderen, des '„Giulio Ecfare" und des „Leonardo da Vinci", soll privaten Unternehmungen zugewiesen werden. Die Auflösung der jetzigen spanischen Kammer dürfte nach der Annahme unterrichteter Kreise im Laufe des Jänner 1910 erfolgen. Die Neuwahlen für die Kammer und den Senat wären für den März und die Eröffnung der neuen Session der Eortes für den April nächsten Jahres zu erwarten. Der anfänglich erwogene Plan, die jetzigen Cortes zum Zwecke der Volicrung des Budgets für eine kurze Tagung zusammentreten zu lassen, konnte nicht zur Verwirklichung gelangen, da mehrere oppositionelle Gruppen an der Absicht, bei dieser Gelegenheit die Ereignisse von Barcelona und den Fcldzug im Rif zu erörtern und dadurch politische Debatten hervorzurufen, unerschütterlich festhielten. Der Ministerrat beschloß infolgcdesfcn einhellig, von einer Einberufung der Kannner abzusehen und das gegenwärtige Budget mit den unerläßlichen Abänderungen vorläufig auch auf das nächste Jahr auszudehnen. Aus Newyort wird gemeldet, daß die neue Verschärfung der Eimvanderungsbestimmungen durch das Gesetz geregelt werden soll. Wie „Sun" meldet, wird eine Botschaft des Präsidenten Taft über die Einwanderung kurz nach Neujahr erscheinen. Es bestehe aus wirtschaftlichen Gründen die Absicht, allmählich eine bis 5>l»prozentige Einschränkung der jährlichen Einwanderung zu erreichen. Tagesneuiglcitcn. — sLebcndc fische als Tafelschmuck.j Wie aus Paris berichtet wird, ist es dort diesen Winter in den vornehmen Kreise:« zu allgemeiner Sitte gewordeu, an Stelle des bisherigen, oft so üppigen Vlunlcnschmncts lcbende Fische zur Tafelzier zu verwenden. Vor allem > sind es die auch bisher schou als „Haustiere" beliebten Goldfische, die in kunstvoll geschliffenen und gezierten Glasbehältern, meist dun lebenden Pflanzen umgeben, aus die Tafeln der eleganten Well gestellt werden. Durch eine anlomatische Vorrichtung lassen sich diese Vehäller zu lleinen Springbrunnen umwandeln, die uncmsgeset'il Wasser hervorsprudeln lassen. Diese neue Mode gibt den französischen Schriftstellern Ver» anlcissuug, über den Rückgang des künstlerischen Tafel» schmucks .Vage zu führen, der mit dem Rückgang der sianzösischen Nüche gleichen Schritt halte. Stall der schweigenden und doch so beredten Blumen, durch welche dic Herrin des Hanfes nichl nnr ihren Geschmack, son» dcrn anch ihre Gefühle und Stimmungen auszudrücken vermochte und die in stets neuer Anordnung dem Tisch ein so ungemein heiteres und freundliches Aussehen ver» liehen, schwimmen jetzt stumpfsinnige und glotzäugige fische auf dem Tisch herum, die ihm ein neues und fremdartiges, aber fein angenehmes Aussehen verleihen. Wenn ein Pariser Schriftsteller aber glaubt, das; diese moderne französische Sitte an die Tage des alten Rom anlnüpfe, wo im mächtigen Aassin die seltensten See« fische herumschwammen und den Gästen dnrch ihre Schönheit und Größe eine andere Unterhaltung und Anregung boten, als es das kleine Gelier der henligen französischen Tafel zu tun vermag, so ist diese Än° schanung nichl richtig. Tie Sitte, Springbrunnen mil fischen auf dem Tische zu haben, isl im Mitlelaller ^bis weit ill die Neuzeit von vielen Klöstern gepflegt ! worden, und noch hexte siehl man im Refektorium des ! uralten oberösterreichischen Äenedistinertlusters Rrems-münster vor dem Platze des Abtes einen lnstig spru» dclnden Springbruuueu, der seiu Wasser in ein zierlich ziseliertes Becken ergießt, in das an besonderen ^esllagen nach der Erzählung eines Klosterbruders kleine fische eingesetzt werden. — lMuo dem englischen Kindermund.) Eine Eng-» länderin, Mrs. Tibbits, die Material zn einer Studie über den Intellekt des Kindes sammelt, hat sich mit einer Umfrage an Väter und Mütter ihrer Heimal gewandt, um Anssprüche und Geschichten von den Klei» nen zn erfahren, die ein ^icht auf ihr Denlen und fühlen werfeu. Unter den zahlreichen Anekdoten, die ihr mitgeteilt wurden, finden sich einige hübsche Vei» spiele kindlichen Hnmors. Ein ^reund von uns, so er. zählt ein Vater, hat unglücklicherweise eine außerordenl» Üch große und außerordentlich rote Illase. Als wir ihn einmal zum Mittagbrot einlnden, uahm ich mir meinen siebenjährigen IlMgen vor u»d schärfte ihm auf das strengste ein, ja nicht etwa eiiw Vemertnng darüber zn machen. Während des Essens sah ich »un mit großer Unruhe, wie der Junge seine Angen mit einer geradezu schrecklichen Hartnäckigkeit ans die Nase gehestet hielt, und machte ihm ein seichen, um ihn zu warnen. Das halle aber die denkbar schlechteste Wir» lung, denn er rief entrüstet aus: „Aber, Papa, ich habe doch nicht ein Wörtchen über seine Nase gesagt!" Ein kleines Mädchen, das sehr ungezogen gewesen war, wurde ermahnt, Gott zu bitten, daß er aus ihr ein artiges Kind mache. Taö Gebet lautete folgendermaßen: „Ach, lieber Gott, mach' doch aus mir ein artiges Kind, und wenn du's das erstemal nicht fertig kriegst, ver» sucl/s, versuch's doch bitte immer wieder." Ein anderes kleines Mädchen richtete folgende Bitte an den lieben« Gott: „Bitte, lieber Gott, beschütze Mama, Dada und Barbara und mach doch, daß die Köchin aufpaßt und nicht mehr von Mamas porzellanenein Teelopf ab» bricht." Die fünfjährige Mary spielt mit ihren, Kätzchen auf dem Kamiuteppich,- plötzlich hält fie erstaunt inne, blickt ihr Köpfchen hernnter nnd legt ihr Ohr an die Seile des Tieres. „Mama, hörst du was?" fragt sie höchlichst erstauut. „Was denn?" „Na, Kitty kocht doch!" ruft sie aus. Das Herzklopfen des Kätzchens war den: Kind wie das Zischen eines Kochtopfes vorgekommen. Die sechsjährige Barbara führt mit ihrer Muller so!« gende Uuterhaltuug: „Müller, darf ich meine beste Puppe mit in den Himmel nehmen?" — „Aber nein doch!" — „Darf ich meine zweitbeste Puppe in den Himmel nehmen?" — „Nein, anch nicht." — „Darf ich dann wenigflens meine alte ^umpenpuppe mit in den Himmel nehmen?" — „Nein, die erst recht nicht." — „Dann nehme ich hall meiue ^umpenpuppe und geh' mit ihr in die Hölle!" — ^Furchtbare Nrnndkatastrophc aus einem Weih» nnchlömartte.j In dem ^iesenwarenhaus von Arding n»d Hobbs in London brach in dieser Woche nach« mittags ein Vrand aus, der den weillänsigen Äau iu wenigen Minnten vernichtete. Das Warenhaus war mit Kunden vollgepfropft, die ihre Weihnachtseintäuse be» sorgten; außer den liltt» Käufern befanden fich 5>l)<) An» gestellte iu den Räumeu. I» kurzer Zeit war der gauze Vau, der aus mehreren Etagen bestand, nebst den Ge» schäslen ringsherum ein riesiges ^euermeer. Nie bisher festgestellt wurde, sind bei dem Brande !) Personen ums ^cben gekommen. Man befürchtet noch weitere Opfer der Katastrophe unter den Trümmern zu finden. Zahl» reiche Personen sind vermißt. Der materielle Schaden beträgt viele Millionen. — Arbeitsminister Vurms, der sich gerade in der Nähe befand und an den Net» tnngsarbeiten persönlich teilnahm, tonnte sich von einer einstürzenden Aassade mit knapper Not in Cicljcrheit bringen. — lIm Zeitalter des Luftschiffco.» lAns einen, Zeilllngöberichl.) Endlich isl es der beflügelten Polizei gelungen, einen ganz abgefeimten Gauner zu fasfen. Nicht uur, daß er gewohnheitsmäßig Schinken und Würste aus den Ranchsängen holte, entwendete er in dei Zeit von acht Tagen nennzig Nlitzableiterspitzen, sctzle durch einen leichtsinnig herabgeworsenen Zigarren» slummel eii, Holzlager in Brand und stahl zn guter ^ctzt dcn goldenen Knops von nnserer Haupltircr)e. sDie Weilinachtsbardin.j Um die Weihnachts-zeil werden in England alljährlich gegen 5<» Millionen Weihnachlspostkarlen mit Glückwünschen verschickt, von denen die meisten außer dem Bilde ein Gedichl, gewöhn» lich einen oder mehrere Vierzeiler enlhalle». Die Mehr» zahl dieser Verse stammt aus einer eiuzigen Quelle: Fräulein Heleu Marian Vurnside, die „englische Weih» nachlsbardin", Hal das Versassen dieser Weihnachts' Verse zu ihrem ^ebensberuf gewählt und lebt davon ganz gut. Seit ihrem 14. Lebensjahr hat sie sich diesem Bcruf gewidmet- fie schreibt sehr rasch und vollendet zuweilen acht oder gar zehn Vierzeiler für Weihnachts. Postkarte» an einem einzigen Tage. Wenn man bedenkt, daß das stoffliche Gebiet für ihre Verse eng umgrenzt ist, muß man sich über diese Produktivität wundern. Neinahe 2l> Jahre lang hat Miß Anrnside von diesem Äernse gelebt und in dieser Zeit hat sie rund Wl)s> Weihnachtsgedichle verfaßt. Diese werden recht gut be> zahlt. Adol, Tuck, der Leiter des bekannten Postkarten. Hanfes Rafael Tuck, Hal jnngfl einen, Interviewer dar. über Aufklärungen gegeben. Die meiften Weihnachls» poftkartenverse flammen, ebenso wie die Nilder, von Alanen. Für einen einzigen Vers wird ein Preis voll 1 bis 5 Guineen bezahlt. Dem Dichter Tennyson hat die Airma sogar einmal 1l)l)0 Psuno für zwölf acht-zeilige Weihnachtsverse angeboten. Christoph Schutzes Brautschau. Gine heitere Geschichte mit ernstem Hnltcrgrmidc Don V. Fischer.Marlgrass. (Itt. Fortsetzung.) , Nachdruck verboten,) „Tame Adelheid verachtet unsere (Gesellschaft und zog sich in höhere Regionen zurück," erklärte Heinz. Sie drohte ihm lächelnd mit dem Finger: „Warten Tic, Sie sind ein Schlimmer," nnd wieder traf ihn der sengende Blick, der ihm jedesmal ein eigenartig prickelndes Gefühl hinterließ. Etwas betroffen wandle er das Auge seitwärts, da begegnete er dem des Bankiers, das sich mit glühender Leidenschaft fast drohend in das seine bohrte. „Was hatte der Kerl? Ach fo, er glaubte vielleicht, er wollte ihm ins Gehege kommen? Nein, Freundchen, da fei ruhig, Fäulnis hier und dort, ich danke." Er versuchte spöttisch zu lächeln und konnte es doch nicht hindern, daß seine Lippen im Schmerz zuckten und daß er die Zähne zusammenbeißen mußte, um nicht etwas Zorniges, ganz Unbesonnenes, Unkluges herauszuschreien. Frau Esther hatte sich wieder zu den übrigen gewandt: „Ich wollte die Herrschaften bitten, in der nächsten Woche für einige Tage meine Gäste zu sein, nicht wahr. Sie sagen zu?" ' Der Ovcramtmann schnitt ein sonderbar verlegenes Gesicht, ihm war die schlechte Wirtschaft auf Brunn ein Greuel, nicht zehn Pferde hätten ihn dahm gebracht. ,'^ ,?",".^5 wußte, was in ihm vorging, und lächelte leise vor sich hin: „Uns beide müßten Sie ausnehmen Frau Esther," sagte sie bittend, „mein Mann muß m der nächsten Woche zum Pferdemartt nach Stettin, er will sich ein neues Reitpferd einhandeln, Toni hat Stunden, und ich sitze bis über die Ohren im Einmachen für den Winter — aber >vathi und unfcre beiden lieben Gäste nehmen Ihre Einladung gewiß mit Freuden an." Er erfolgte allgemeine Zustimmung, da nahm die Tante noch einmal das Wort: „Werden Sie auch dieses Jahr wieder, an unserem Vecrcnsammcln teilnehmen?" „Von Herzen gern," nahm Frau von Neuhoff an, „Herr Freudenftein war doch anch gemeint? Seien Sie still," herrschte sie ihn an, „Gcfchäfte, Geschäfte kommen erst in zweiter Linie, wenn ich befehle. Sie müssen kommen," und sie nickte ihm zu, desfen sauersüßes Lächeln sich urplötzlich in ein hellstrahlendes verwandelte. „Eirce," fagtc er leise und beugte sich über ihre Hand. Sie entzog sie ihm und wandte sich zu Hilgen-dorff, dessen fragendes Gesicht ihr auffiel. „Sie muffen nämlich wissen, daß es Tradition im Hause Langerhanns ist, einmal im Laufe des Sommers ein Bcercnfest zu veranstalten. Wir alle, die wir hier versammelt sind, ziehen in dcn Wald und smnmcln Beeren, was wir finden — in diefem Sommer wird der Ertrag infolge des späten Termins etwas spärlich sein. — Wer am meisten gepflückt, erhält ein kleines Gefchenk. Die Beeren werden von der Frau Oberamtmann eingekocht und zu wohltätigen Zwecken verwendet. Den Nest des Tages beschließt ein Picknick auf der Hcrrcnwiesc. Wir amüsieren uns immer großartig dabei." Heinz hatte aufmerkfam zugehört, ihm entging der leise Anflug von Spott in ihren Worten nicht, und sein gutes Herz, das voll Dankbarkeit gegen die freundlichen Wirte war, begann sich zu rühren: „Ich denke mir das sehr hübsch," meinte er, „für uns Großstädter hat es zum Überfluß noch den Reiz der Neuheit. Ich fürchte nur, daß unserem guten Dicken das Blicken sauer werden wird." Im nächsten Augenblick bereute er sclwn das leichtsinnige Wort, der Freund fuhr mit dunkel-rotem ^topf zu ihm herum: „Ich sehe gar keine Veranlassung, mir meine Stärke aufzumutzen," rief er erbost, „du wirst ja schcn, was ich leisten kann." Heinz hatte ihm die Hand auf die Schulter gelegt: „Sachte, fachte, mein Alterchen," sagte er begütigend, „es war wirklich nicht fo böse gemeint," nnd Plötzlich sich mit einem Ruck zu ktathi wendend, blickte er ihr fest in die Augen: „Warum sprechen Sie gar nicht, Eousine, sind Sie immer so schweigsam?" Sie hatte seinen Blick kühl und ruhig zurückgegeben: „,^lnli, das Wort wird Ihnen doch geläufig sein, Vetter? Die Frau hat zu schweigen, wenn. kluge Männer rcden . . ." Toni lachte lärmend: „Kathi, ha, ha. das hast du ihm 'mal gut gegeben, die Männer wollen immer so klug sein." Tante Rcsi betrachtete erstaunt ihre Jüngste: „Nun seh' einer diesen Kiekindiewelt, was weißt du von Männern?" Frau Esther hatte sich inzwischen erhoben: „Es wird Zeit, mich zu verabschieden; ich fürchte, das Gewitter kommt herauf." Der Oberamtmann war an das Geländer getreten und blickte zum Himmel auf: „Ih wo, das schönste Mützenwettcr, das zieht nach der See zu." Kathi war zu der Freundin getreten: „Wenn du noch einen Augenblick Zeit hast, bis ich mich uingezogen habe, begleite ich dich. Mir steckt schon den ganzen Tag die Sehnsucht nach einem ordentlichen Ritt in dcn Gliedern." lFortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 294 ____________________________2689_____________________________________________24. Dezember 1WU. Lotnl- und Prouilizial-Nachrichtcu. Kram auf der ersten internationalen Iagdansstcllung in Wien 1910. Vom Mai bis Oktober 1910 findet betailnllich in Wun unter dem Protektorate Seiner Majestät ^ des Kaisers eiilc internationale Jagdausstellnng statt. Es geschieht zum erstenmal, das; i,l deul glänzenden Rahillen einer »oeilansgedehnteil Ausstellung das Jagd» Wesen der ganze» Welt den, Beschauer vorgeführt »verden soll. Die' Anziehungskraft dieses großziigigen Planes hat sich bereits dadurch bewährt, das; nicht uur von den zahlreichen Ländern unserer Monarchie, sundern auch von den, Auslande eine unerwartet slarle Äelei-llgnug zugesagt lvurde. Die einzelnen Auslandstaale» werden ans der Ausstellung eigene Paläste und Pavillons installieren nnd schon daraus lann entnonilnen werden, daß anch der Zuzug des ausländischen Publi-lnms ein bedeutender sein dürfte. Es ist also selbstverständlich, das; bei einer so illustren Ansstellnng anch unser .Grönland Kra i n nicht abseits stehen bleiben darf; vielmehr ist gerade Krain berufen, durch seine eigentümlichen Wildgattnngen und durch seiu auf sehr höher Stufe stehendes Jagdwesen hervorzutreten. Damit strain in würdiger Weise bei der Ausfiel» lung vertreten lvird, hat sich, wie seinerzeit berichtet wurde, in Laibach ein Komitee konstituiert, welches die Ausstellung der trainischen Abieilnng in die Hand ge-nommen hat. Zu diesem Zlvecle ivnrde im Reichs-Alis» stelllingsgebälide ein Platz von l mietet' und mit den Vorarbeiten sofort begonnen. Es soll vor allein dafür gesorgt werden, das; die lrainische Abteilung dnrch eine ricl,tige Auslvahl und entspre» chrnde Ansstellnng oer Ansstellungsobiekte, !vie durch originelle Ausstattung, interessant und anziehend er» scheint. Es sei anch besonders erwähnt, daß die Iagdans» stcllung den Charakter einer sportlichen Ansstellllng Weit überschreiten wird. Denn es sollen anch alle Er-zcugnisse des Gewerbes, welche mit der Jagd in irgend einer Verbindung stehen, zur Ansstellnng ge> langen. Sowohl in der lraiuischen Jagdableilung, als auch in einem speziellen Fremdenverlehrspalastc sollen Landschaften und A u s i ch t e n von Kra in iu künstlerischer Ausführung zur Exposition lommcn. Die Jagdausstellung lvird also zur Förderung des Jagd-Wesens,' aber anch'des F r e m d c u v c r l e h r s das Ihrige beitragen. Es ist daher mit Freuden zu begrüßen, daß auch Kram bel dieser Ausstellnug vor der großen Ossent-lichkcil zu Ehren kommen lvird uud die Beteiligung an dieser Iagdausstellnng liegt im Interesse der würdi g'e n R c P r ci s r n t ation unscresLan -des vor aller Welt. Begreiflicherweise ist eine solcbe Ausstellungsbete!, ligung, »veun sie entsprechend durchgeführt werden soll, unt namhaften Kosten verbnnden, zn deren Dectnng eine Summe vou mindestens 19.000 >< erforderlich ,ein wird, die Platzmiete allein beträgt 5s»00 lv. Zur Ausbringung dieser Kosten ist das Komitee auf freiwillige Beiträge angewiesen. Die Kosten der einzelnen Landesausstellungen müssen von den Landes» komitees gedeckt werden, »veil das Zentralkomitee ohne-hin für die Errichtnng der Gebäude nnd Durchfuhrnng aller Hauptarbeiten mit enormen Summen belastet ist. Dem Komilee sind einzelne größere und geringere Bei-träge schon zugekommen, doch ist das Gesamlerfordernis nocl) lange nicht gedeckt. Da es sich darum handelt, das; nnser Land in wnr-diger Weise vertreten wird, zweifeil das Komitee nicht, das; alle Kreise, welche an der Jagd ein direktes oder indirektes Interesse haben, mit namhaften Beitragen diese Aktion »nterstützen werde». . Diese Ausstellung ist aber anch sür das An,el)en des gesamte» Landes Krain vo» Bedeutung und daher stehe» die aulonome» Körperschaften des Landes und die Landeshauptstadt Laibach diesem Unternehmen sym-pathisch gegenüber. . Es ist also wünschenswert, daft anch die weiteren Kreise der Bevölkerung dieses Unternehmen durch Bei-träge fördern und dazu beitragen, daß das Ansehen des Landes im allgemeinen gehoben wird. Die Beiträge werden von den Komi teem it-aliederu und bei der Filiale de r k. t. pri v. österreichischen Kreditanstalt für Hau» del und Gewcrbe iu L a i b a ch, Franz Josefs-Straße Nr. 9, entgegengenommen und die Namen der Spender in den Tagesblältern veröffentlicht. A u ch i n der Administration unseres Blattes werden Beiträge dankend entgegen» ae »l o m m e ». ..,.<. r ... - « ^ Scklienlich sei noch erwähnt, daß das Landes» somitee ans 50 Herren aller VernMaffen besteht und das Präsidium Seine Durchlaucht Fürst Hugo W i n . discl) grätz übernommen hat. Als Vizepräsidenten fungieren Herr Landeshauptmann Hosrat Franz von K l,'k ljc, Landtagsabgeordneter und HerrschaMeMer Otto Freiherr v. Äpfaltre r n uud Laildcsausfchuß-Mitglied Advotal Herr Dr. Ivau Tavoar. Hygienische Fragen. (Schluh.) Soll durch Ventilationsanlagen frische Lust den Zimmern zugeführt werden, wie z. V. in Schulen, .ke» slaurants, Kasseebänsern u,w., so darf die En nal)mc der Auhenlusl niemals an solchen Stellen geschehen, die notorisch eine verdorbene Lust haben. Es wurde schon früher erwähnt, daß Korridore, namentlich wenn sie geschlossen sind, nicht zur Eutlüstung der Zimmer ohne Gegcnzng geeignet find. Die frische Lnft soll von fieien Plätzen, Gärten zngeführt werden, uud selbst da sind Vorrichtungen anzubringen, daß der Staub, ehe die Lust ins Zimmer dringt, aufgefangen wird. Anch das Waffer lann zur Neinignng der Lnft verwendet werden, am besten dadurch, daß man die Lnft durch einen mit Wasser gefüllten Behälter durchzntreten zwingt. Wie man in kalter Jahreszeit in gewissen Fällen die zuzuführende Lnft, ehe sie in den Naum gelangt, früher vorwärmen muß, ebenso wird es in heißer Jahreszeit angezeigt sein, die zuzuführende Luft abzukühlen. Man läßt entweder die Luft berieseln oder über Eisstncle hinwegstrcichen. Man komprimiert auch die znzufüh' rende Lnst, kühlt sic in Hompressionszyiindern ab nnd läßt sie in den zu lüftenden Raum ausstrahlen. Die plötzliche Ansdehnnng der komprimiert gewesenen Lnft absorbiert viel Wärme und kühlt demnach. Eine weitere wichtige Regel ist die, daß in ebendemselben Maße, als frische Lnst zugeleitet, auch die verbrauchte abgeleitet wird. Es muffen demnach die beiden Ossnnngen in ihren Dimensionen übereinstimmen. Die Öffnung für die Ableitung mnß der Zuleitungsöffnnng diagonal ge» genüber liegen, damit die zuströmende Luft genötigt ist, den Innenranm in seiner größten Länge zu durch, streichen. Die Ableitnngsösfnungen sind unmittelbar unter der Decke anznbringen. Unbedingt ist daraus zu sehen, daß jeder künstlich zu ventilierende Raum für sich gelüstet wird. Die Lufterneuernng darf sich nicht zn stürmisch vollziehe»' über 0,7 Meter per Sekunde wird als ei» lästiger Zug empsnnden. Es bedarf keines weiteren Beweises von der guten Wirkung einer frischen reinen Lnst ans den lebenden Organismus als das gute Befinden im Freien. Man flieht die schlechte Luft in der Stadt nnd opfert große Summen sür die Vestreitnng eines Landanfenthalles. In unseren Wohnräumen, unseren Schnlen, Gast» und Kaffeehäusern, Kanzleien aber gibt es überall dumpfe Lust! DaS Geschäft der primitivsten Anforderungen einer Lufterneueruug überläßt mau induleiiten Amts. dienern oder dem niederen Personale. Wie leicht könnte diesem großen sanitären Übelstande abgeholfen werde», we»» fich die Vorstände selbst darum kümmern würde», nm wieviel der Ansenthalt in den Schulränmen sowohl für die Lehrer als anch für die Schüler gesünder wäre, wenn in bezug auf systematische Lüstling und rationelle Heiznng strenge Vorschriften gegeben und beobachtet würden. Die Kontrolle ist eben der wichtigste Zweig einer seven guten Verwaltung. Unvermutete hänsige Inspektionen der maßgebenden Faktoren würde» man» chen Übelstand bald abschaffen. Aber anch die Behörden könnten die Parteien anf die Notwendigkeit der vrak» tische» Ve»tilatio»sa»lagen aufmerksam »lachen. Wenn die Bankommission die Parleieu auf die Anbringung von Kippfenstern aufmerksam machte, wenn dunkle, fensterlose Vorzimmer und Korridore abgerateu würden, »Venn man für Restaurants nnd Kaffeehäuser aus-giebige praktische VenlilationSanlage» ohne größere Kosten verlangte, so wäre die Partei für diese Belehrung nnr dankbar. Während des Baues ist eine solche Ein-richtung sehr leicht ohne besondere dosten anznbringe», die später viel zn teuer zn stehen käme. Was nützt eine Ventilationsöfsnnng, wie man fie so häusig in Kaffee. Häusern sieht, von 0,20 Quadratmeter für einen Raum vou mehrere» Hu»dert Kubikmeter»? Einige ordentliche Abzngsösfiinngen mit Gasflammen würden dein Übel» stände bald abhelfen. Doch gehört, wie gesagt, hiezu Siuu und Verständnis. Das Pnblilnm wird sich gewiß diesen Anordnnngeii sügcn, nnr mnß es darauf aus» merksam gemacht werden. Anderseits muß aber das Pnblilum hiezn dadurch erzogeu werden, daß die Be» Horden selbst mit gutem Beispiele vorangehen. Merkt das Kind in der Schule, daß anf Reinlichleit, anf Ven° tilalion stets geschaut wird, so bleibt dieser Ei»dr»ck immer erhalten. Wächst es einmal ans, so ist ihn« der Sinn für Reinlichkeit znr zweiten Natur geworden. Wieviel könnte in der Erziehung mehr erreicht werden, wenn überall das Kind dnrch diese» A»schannngsu»ler' richt systematisch hygienisch, wie auch erzieherisch namentlich im Benehme» dazu verhalleu würde! Merkt die Bevölkerung, daß die Gemeinde die peinlichste Sorg» fall auf die Reinhaltnng der Straße verwendet, fo wird sie gewiß anch bestrebt fein, diese Reinlichkeit überall zn fördern. Ans diesem Grnnde ist der Ausspruch be» rechligt, daß aus dein Znstande der Straßen aus den Fortschritt der Bevölkerung geschlossen werden lann. Werden die hygienische» Bedürfnisse i» miserem so schön gelegenen Laibach beobachtet, gehen die Behörde» uiid die Bevölkerung, namentlich aber die Schnlen mit» einander Hand in Hand, so schaffe» wir hiedurch uicht »nr uus, solider» auch dem Fremden Bedin» gnllgen zu ciuem angenehmen Aufenthalt, was gewiß in national'ökonomiscl)er Hinsicht bedeutend iu die Nag» schale fällt. Darum mit vcreiutcn Kräften ans Werk! — sDcr krainischc Landtag) wurde auf den 28. d. einberufen. — jNeförderunq.) Wie uns ans Wien gemeldet wird, hat Seine Exzellenz der Finanzmiuistcr den Kon« trollur des Landeszahlamtes in Laibach Rudolf V escl uud den Kassier dieses Zahlamles Emcmuel Iosin in die achte Rangsllasse verseht. — sVom Notariate.) Seine Exzellenz der Justiz, minister hat de» Notarialskandidale» Aiiton (5 arli in Illyrisch.Feistritz znm Notar in Seisenberg eruannt. — sErnennunss im Finanzministerium.) Seine Ex.» zcllcnz der Finanzministcr hat den Rcchnungsofsizial Theodor 2om,^i<- im Finanzministcrium zum Rech. nuugörevioenten ernannt. — lVon der Finanzwllche.j Das Präsidium der l. l. Finanzdireltion für Krain hat die Fincmzwack. Kommlffäre zweiter Klaffe Ignaz Luüar und Alois A r m eIini zu Finanzwach.Kommissäre» erster Klasse in der zehnten Rangstläfsc u^ s»Q,^<»nlliil ernannt. * lk- t. Eichamt in Mötli Dr. (ii-^oi-i^. lw1i5ki vc^ulc 2», v,',"M riiXlvdc» xi-ccll^'iii 5c»1, l I. Teil, ^il^nic^ ^uts»Ii»i<« vc'iv. Laibach 1908, Xuwii^kl, du^vnrin». Preis geh. 2 X 30 1l, geb. 2 X 60 i>, die Approbation erteilt. —r. — sPromotion.j Herr Landesregierungs.KonzeptS. Praktikant Wilhelm P f eife r lvurde am 22. d. M. an der Universität in Graz zum Tottor der Rechte pro» movicrl. — sDas iNnsieren der Tchnnrrbärte in der Armee.) Das Hriegsministerinm hat in einem der jung» sle» Erlässe a»s die Bestimmungen der Adjustierungs» Vorschrift verwiese», nach welchem es Angehörige» der Armee Verbote» ist, die Schnnrrbärle zn rasieren, lind fordert neuerdings znr strikte» Veubachln»g dieser Nor» men ans. Der Schnnrrbart in der Armee hat seine Geschichte. Die Soldaten vor 1848 kannten diesen Mannesschmuck überhaupt nicht- alles trug sich alatt rasiert. Erst nm die Mitte des vergangeneil Iahrhun-derts begauii sich der Schnnrrbart einzubürgern. All» gemein bela»»t ist, daß Radetzly sich erst als Achtziger, »ach der Schlacht vo» Novara, eine» weißen Flaum auf dei Oberlippe wachsen ließ; er hatte seiner Umgebung lurz vor Ausbrnch des Feldzuges versprochen, fich einen Schnnrrbarl stehen zu lasse», wenn die Entscyeidnngs-schlacht ei» Sieg sein würde. Bald »ach Radctztys Tod siel man ins Erlremc. Sein Nachfolger im Kommando der italienifchen Armce, FZM. Graf Gyulai, verlangte von allen Untergebenen, auch voll denen, die die Natur stiefmütterlich ausgestattet halle, einen schönen, schwär» ze» Schnnrrball. Wen die Nnlur im Stiche ließ, der mußte ebeu zu den unglaublichsten Improvisationen Zlislncht nehmen. Die Schnnrrbarlfrage erweckte in unseren italienischen Kasernen ein neues, wenn auch primitives Knnstgewerbe. Zu Ansang der Siebziger» jähre erhielt das Dragonerregime»! Windischgrätz, das alte Regiment der Ligne, in Erinnernng an die glän» zende Heldentat der Grünschnäbel vmi Kolii, das Pri» vilegium der Schnnrrbartlosigleil, welches vom Obersten bis znm letzte» Man» Geltung hat. Damit ist die Schnlirrbartlosigteil znm besonderen Recht eiü<<' m,3. gezeichneten Truppenlörpers geworden. ^ lDie Vehandlunq tranlcr (5inwa«ollri in Nordamerita.I Man meldet ans Newyorl, 21. d.: Da einige Dampsergesellschasle» fich >r>eigerte», fiir die Be» gleichling der Huspilalrechnungen lranler Einwanderer aufznlomme», hat die Einwandelnngslomtnission den Gesellschaften mitgeteilt, daß die Regierung für die Ve» zahlung der Krn»l > niks Karntcit sll. Teil, Geschichte)- Mascljs Übersetzung des großen böhmischeli Romanes ...Iliiv ^ilniM I^Kai" von Julius Zeyer; das Jahrbuch- die Knez» und die Unterhaltungsbibliothck «diese mit dem Romane „Vi-liinlx^i" von Ivan Lah). Tie endgültige Beschluß-fassung über einige Angelegenheiten, wie über Detelas Roman „r^ain'in I.-'nnI^^lir", der gemeinsani nüt der „Matica Hrvatska" in zweiter Auslage heraus-zugeben wäre, wird ans einen späteren Zeitpunkt ver» legt. — Für das weitere Programm wären als aktuell Studien über Dalmatien und Bosnien in Rücksicht zn nchmeu. Haquel und Zois müssen ihre Monographien erhalten. Nach einigen Jahren wird die „Maliea" ein Gedenkbnch über ihre Entwicklung erscheinen lassen. — In formaler Hinsicht wird beschlossen: I.) Manuskripte werden behufs Drucklegung und Honorierung nicht be» rücksichtigt, solange sie nicht in Gänze vorliegen. 2.) Mit den Autoren sind Verträge abzuschließen. — Einige Manuskripte werden abgelehnt oder den Rezensenten Zugewiesen. — Das Material für das technische Wörter-buch wird alphabetisch geordnet. — Die slovenische Landkarte ist gänzlich ausgearbeitet- die Elaborate wer» den gegenwärtig vom Hauplredakleur, Prof. Plelcr^nik, revidiert. — Der Bericht aus der Kunslsektion wird ans die nächste Sitzung übertragen. — jVcrsorgunq des Bandes Krain mit Elettri» Mt.) Unter dem Vorsitze des Settionschefs Tr. Roll hat gesleril im Eisenoahnminislerinm eine Konferenz stattgefunden, an der neben Vertretern des Eisenbahn-mini'sterinms anch Delegierte des krainischen Bandes-ausschusses, und zwar Landeshauptmann v. ^ utlj e, Landesausschußbeisitzer Dr. L a ,n p e und Landesober-baurat K 1 inar tcilnahinen. Gegeilstand der Verhand« lung war oie Frage der Ausnützung der Wasserkräfte in strain zu elektrotechnischen Zwecken. Es ist bekannt, daß dcr kraiuische Landesausschuß den Plan verfolgt, die Versorgung des Landes mit Elektrizität durch elektrische Zentralstellen, bei denen das Land Krain als Unternehmer auftritt, zu verwirklichen. Es ergab sich in der Konferenz, oaß sowohl beim Eisenbahnministe, rinnt als auch bei den Vertretern des Herzogtums Krain der Wunsch vorhanden ist, in der Frage eine Interessengemeinschaft anzubahnen. In diesem Geiste bewegten sich auch die Verhandlungen und man einigte sich auf eilt Übereinkommeil bezüglich der ersten Studien des Projektes. Mit der Anlegung des Wasserkatasters und mit der Verfassung des Projektes wurde die Wiener Firma Redlich und Berger betraut. — s.Äciuc Wintersportzüge ,;u den Weihnachtsfeier, tagen.) Die Triester k. k. Slaalsbahndirellion teilt mil' Nachdem die Witterungsverhältnisse zur Ausübung des Wintersportes sehr ungünstig sind, werden die Winter-sportzüge Nr. Ill und Nr. 112 am 25. und am 26. Dezember nicht in Verkehr gesetzt werden. — jDer Verein der k. t. Steuerbeamten des direkten Stcucrdienstcs in Krain) hält seine Zweite ordentliche Hauptversammlung am 9. Jänner 1910 um 10 Uhr vormittags in den Lokalitäten des Hotels „Ili-rija" ab. Um zahlreiche Beteiligung wird ersticht. — Fremdenverkehr aus Frankreich nach Österreich» Ungarn.) Aus Paris wird berichtet: Unter Vorsitz des Vizepräsidenten des Üsterreichisch.uugari scheu Hilfs-Vereines L. Bürger fand diesenage eine Versammlung von Mitgliedern der hiesigen österreichisch-ungarischeu Kolonie zum Zwecke der Gründung eines eigenen Ver-bandes für die Förderung des Rciseverkchres ans Frank, reich nach Osterreich-Ungarn statt. Die Anregung hiezu ging von dem Pariser Publizisten Th. Steinherz aus, der vom österreichischen Eisenbahnministerium im Ver. eine mit dem Ministerium sür öffentliche Arbeiten mit der Fremdenverkehrs-Propaganda in Frankreich zugunsten der österreichischen Reisegebiete betraut ist. Die Anwesenden sprachen sich einstimmig für die Gründung des geplanten Vereines aus und betrauten ein zehn-gliedriges Komitee mit der Ausarbeitung der Statuten. Der neue Verband, dessen beabsichtigte Schaffung vom Ministerinm für öffentliche Arbeiten stimpathisch be-grüßt wurde, dürfte bereits in nächster Zeit seine Tätigkeil aufnehmen. — sEin slavischer Feucrwchrtag in Laibach.) Der Ausschuß des Verbaudes der slavischen freiwilligen Feuerwehrvereine in Österreich hat im Jahre 1907 den Beschluß gefaßt, im Jahre 1910 anläßlich der Feier des 40jährigen Bestandes des Laibachcr freiwilligen Feuer-wehr» und Rettungsvereines seine Hauptversammlung in Laibach abzuhalten. Damit wird auch ein slavischer Feuerwehrtag in Verbindung stehen. Wie man uns nun mitteilt, wnrdcn sür die Veranstaltung der 14. und 15. August 1910 festgesetzt. — sTanzunterhaltunq.) Der Verein der slovenischeu Handelsreisenden veranstaltet am 26. d. M. im großen Saale des „Narodni Dom" eine Tanzunterhaltung, bei welcher das Orchester der Sloven ische» Philharmonie die Musik besorgen wird. Aus Gefälligkeit wirkt der Gcsangsvercin ,',Slavec" mit, überdies treten Herr Dauilo und Fräulein Vera Danilova in einer komischen Szene auf. Anfang um 6 Uhr abends; Ein-trittsgebühr für Mitglieder'50 li, für Nichtmitglieder 1 I^> — lLaibachcr Deutscher Turnverein.) Der nächste Tanzabend wird Samstag, den 25. d. M., von 8 bis 12 Uhr im Valkousaale des Kasinogcbäudcs abgehalten werden. Ferner finden Tanzabende statt: Mittwoch den 5. ^anner, Samstag den 22. Jänner und Mittwoch den 2. Februar. Der Zeitpunkt des Turncrkränzchens wird spater bekanntgegeben werden. Zu den Tanzabenden haben Mitglieder und eingeführte Gäste Zutritt. ** ,i,^ka des Deutschen Schulvereines für die Schüler der deutschen Privat» Volksschule dortselbst eine Christbanmseicr, die am 22. d. M. nachmittags in der Glashalle des Kasino stattfand. Anf der Musikbühne war eil« prächtig ge» ichmückter und beleuchteter Ehristbaum aufgestellt, um den nützliche »nd angenehme Geschenke in reicher Zahl geordnet lagen. Im Saale vor der Bühne nahm die zahlreiche Kinderschar nnler Führnng ihrer Lehrerinnen der Fräulein Petritsch , T s ch e ch und T s ch c r n e Ansstellung. Herr Oberlehrer und Schulleiter Bischof hielt an die Kleinen eine zündende Ansprache, in der er die Bedeutung des Festes würdigle und dankend der mcnschenfreundlichen Wohltäler gedachte, deren Groß. mut das Zustnndekommeu der Feier ermöglich! hatte. Namentlich brachte er auf den Obmann der Orts» gruppe, Herrn Dr. Josef Staudacher, den Ob» mann-Stellvertreter und dessen Gattin, denen das Ge» lingen der Veranstaltung zn danken ist, ein dreifaches Hoch aus, iu das die Jugend freudig einstimmte. Es wechselten nun allerliebste Deklamationen kleinerer nnd größerer Schülerinnen und Schüler mit Weihnachts» licdern der Kinder ab; alle wurden beifällig ausgenom. mcn. Sodann wurden die Kinder mil Weihnachts-gescheuten, die ärmeren mit Kleidungsstücken bedacht. — Der Feier wohnten bei: die Obmänninnen der Franenortsgrupve des Deutscheu SchulUereincs, Fran M a u r e r, der Südmark, Frau K r e u t e r G a l l e, die Herreu: Schulrat Tr. Binder und Bezirks» schnlinspektor Dr. Schrautz er sowie andere Huno» ratioren. * sGlöffnung einer Musikschule in Krainburg.) Wie man uns mitteilt, hat die k. k. Landesregierung für Krain auf Grund oer HH g und 19 der kaiserlichen Verordnung vom 27. Juni l850, N. G. Nl. Nr. 309, die vom Musikvercine „Glasbena Matica" in Laibach in Anssichl genominene Errichtung einer Privatlehr-anstalt für Musik in Krainburg nach Maßgabe des beigebrachten Unterrichtsprogrammes und unter der Leitung des nach den vorgelegten Nachweisen zur Er» teilung des Musikunterrichtes befähigt^ Sicgmund Polä 5 ek zur Kenntnis genommen. —r. — sVine seltsame Todesursache.) Wir lesen ill der Grazer „Tagespost": Anf eine merkwürdige Art ist ein Schulmädchen ill Zirklach bei Gurlseld verunglückt. Zwei Schülerinnen kamen Monlag um "/^7 Uhr früh in die Schule. Die Zeit bis zum Beginne des Unterrichtes vertrieben sie sich damit, daß sie die große, an der Wand befestigte Schullafel reinigten. Plötzlicl) neigte sich die Tasel, warf eine Schülerin gegen die erste Vankreihe llild siel ihr auf das Genick, so daß das Mädchen sofort tot war. Das andere Mädchen blieb unverletzt. — lVernuglückt.) Der Besitzer Franz Vardjan ans Tschernembl führte am 20. d. M. abends in etwas an-gcheitertem Zustande zwei Faß Wein aus Nooine nach Hanse. Kurz darauf wurde er von einem Vefitzer, den er früher überholt hatte, nächst der Straße liegend aus» gefunden. Die zwei Fässer waren vom Wagen gekollert, ein Wagenrad war gebrochen. Der Verunglückte, der wahrscheinlich bei der Talfahrt aufs Bremsen vergessen hatte, wurde in ein Haus gebracht, wo er gegen Milter» nacht starb. -—<"'. — <:lli Millionen Weihnachtskarten) werden von der britischen Post um die Ehristzeit befördert, eil» Be» weis sür die hohe Beliebtheit, deren sich dieser Gruß in seinem Heimatland England erfrent. Auch bei nns nimmt der Brauch des Verschickcns von Weihnachts. kartell immer mehr zn, wenn er auch freilich noch »licht eine solche Ausdehnnng erlangt hat wie iu den Ner» einigten Königreichen, wo eine ganze blühende III» dnstrie sich nur mit der Herstellung solcher Karlen be-schäftigt. » — lChristrofen.) Eine Nieswnrzari (IIc,!^!,"!^ i,!ftoi-), die noch dazu giftig ist, kam zu dem schöllen Namen der Ehristrose. Ä, allen Gebirgsländern, aber auch in Sachsen, blüht sie in der Zeit von, November bis zum März und entwickelt ihre weißen mW roten Blüten unter dein Schnee. Ihre Karriere machte sie aber erst, als sie Anfang der Siebzigerjahrc einem Leipziger Gärtner halb durch Zufall unter die Hand kam. Der nahm fich ihrer besonders an uud es gelang ihm, über vierzig verschiedene Arten von ihr zn ziehen. In allen Farben prangt die Christrose nun, weiß, gelb, braun, rosa, kcn'min, und wer einen Garten hat, der kann sich im Dezember nnd Jänner an blühenden Blumen freuen, die keinerlei besondere Wartung brauchen. " Mnbruch in einen Keller.) In einer der letzten Nächte drangen unbekannte Diebe in die Kellcrräume des Hauses Nr. 7 an der Franz Iosefs»Slraße, brachen in die Holzlege des Bahnadjunlten Viktor Tschretnil ein und zogen aus einem vollen Hektoliterfassc über 40 Liter Wein ab. " lLadcndicbstahl.) Gestern kam dem Kleiderhändler Götzl am Alten Markte em vor dem Geschäfte gehan-gener brauner und schwarz gestreifter Überzieher ab» Handen. "Min bissiger Hund.) Gestern wurde auf der Sicherheitswachlstube au der Karlstädter Straße die An» zeige erstattet, daß sich in der Umgebung der Unter» krainer Straße ein Hund herum treibe, der schon einige Pferde uno Hunde gebisscu sowie ein Mädchen nieder» gerannt habe. Als ein Sichcrheitswachmann diesen Hund verfolgte, kam er gerade in dein Augenblicke in ein Haus auf dem Karolinengrunde, als der Hund einen Besitzer am Rocke faßte. Der Hnnd ließ den Mann los und sprang auf den Sichcrheitswachmann, der den Säbel zog und das Tier mit einigen Hieben auf den Kopf zu Boden streckte. " Mefunden) wurde anf dem Hauptpostamte ein Zwicker. * ^Verloren.) Eine Zehnkronennole, serner ein, Leiuwandsäckchen mit l3 !<. — Wetterbericht.) Das liefe Minimum, das in» folge seiner großen Ausdehnung wetlerbeslimmend sür ganz Europa geworden ist, rückte weiter gegen Osten nnd lagert hente mit dem Zentrum über Schollland. Alle die vieleil Stationen, die in seinem Bereiche liegen, »leiden ungewöhnlich hohe Temperaturen bei stürmischen Südwestwinden und bedeutenden Niederschlägen. Nur vom äußersten Osten und Nordosten Europas, wo hoher Luftdruck herrscht, wird von ruhigem und klarem Frost» Wetter berichtet. In deu nördlichen Alpenländern weht n.,armer Föhn. So hatte z. V. gestern früh Junsbruck !3,0 Grad Celsius. Auch auf den Alpenhöhen ist die Temperatnr ungewöhnlich hoch gestiegen, so das; der Schnee bis 2000 Meter hinanf 'in raschem Schmelzen begriffen ist. Lailxich halte gestern trübes, warmes und windiges Südwestwetler. Abends löste» sich die Mollen sür lnrze Zeit auf. Doch bald bedeckte sich der Himmel »lit Stratus-Wolken und es begann spät ill der Nacht wieder heftig zu regnen. Der Regen hörte in der Früh auf. Die Temperatur hält sich »och immer hoch. .Hellte früh wurden im Freien 9,1 Grad Celsius beobachtet. Der Luftdruck sinkt noch immer Weiler, so daß auf eine endgültige, Besferuug der Wetterlage noch gar nicht zu denken ist. Die Neobachluiigsstationen meldeten gestern früh: Klagensurl 0,0, Görz'9,5, Trieft l0,4, Pola 12,8, Abbazia l2,2, Agram 12,8, Sarajevo 11,2, Graz 0,5, Wien l,2, Berlin 5,0, Paris 11,5, Neapel 12,1, Pe-tersburg —11,7, Kem —20- die Höhenstationen: Sonnblick — 5,6, Wendelstein 7,3, Semmermg 6,2 Grad Celsius. — Für die Weihnachlslage sind die Wetter» aussichten schlecht. Es steht unveränderliches, unzuver» läßliches, regnerisches, zuuächst uoch warmes Wetter bevor. Illusion, »»or» in der Zornkirche. Am Weihnachtsfcst bei der Mitternachlsmesse: Ni«,>!l! in linn. «. s^(nliin' von Ad. Kailll, Graduale "l"s>s-.!ni! psiin'i'iiium voll Anton Foerstcr, beim Offer» lorinm (^u<^n vi<1i«i-.lw von Ad. Rlhovsly, Graduale «<>rni!f, von Anlon Foerster, beim Osserwrium <) 1).',^, <^<, „mo ,<> vou I. V. Müller. Zn der Ktadtpfclrrkirche Kt. Zakob. Freitag, den 21. Dezember l,heil. Abend) um Mitternacht vor der Chriftmelte '1'l> »!uin lnudünn,?, von L. Belar und Weihnachtslied von Fr. Gerbi«. Beim Hochamte Messe in I)- von Anton Foerster, Ofsertorinm I.ül'wnUi.!' <'<>>'.!! von L. Velar. Am Christfeste nm 9 Uhr Hochamt: ^s>^ !» I,olis>i-l!m «x. (><»!-«'i« .1 »nnt «<>l^< von G. E. Stehle. Tonntaq, den 2li. Dcz'mbcr lheil. Stephanns) um halb !0 Uhr Hochamt: Vierte Messe in ^inol! und l!'-'lu!- von Mor. Brosig, Graduale ^cl'Ul,<, j»-!7i^>i)(^ von Allton Foerster, Öfferlorium Nl<^i-und von Ant. Foerster. In der deutschen V^^'uorden^.llirehe. SamStaq, den 25. Dezember i-iiil<, oinix^ tiix^ t c^«t^ «1<«n von Dr. Gloudowsky. Theater» Kunst und Literatur. — sSlovenisches Theater.) Die Daist) in der „Dollarprinzessill" wird von Fränlein Lvova bekannt, lich in gesaiiglich und schauspielerisch hervorragender Weise dargestellt. Daher bedeutete es ein Wagnis, daß ill dieser Rolle gestern Fräulein Ivanka Hrast ova debütierte; so mancher mag denn auch der Vorstellung skeptisch entgegengesehen haben. Nun brachte Fräulein Hrastova eine überraschende Dosis vou Courage uud Slimmaterial mil, die sie das Wagnis ehrenvoll bc> stehen ließ. Sie bewegte sich auf der Bühne mit Sicher» l)cit und Gewandtheil, zeigte Temperament nnd bol auch lli gesanglicher Beziehung, wenn voll ellichen Unrein» heiten in den höheren Lagen abgerechnet wird, eine schätzenswerte Leistung. Das ausverlausle Haus spendete der Debütantin sofort nach der ersten Szene aus» munternden Beifall, der fich sodann noch einigemale er» »enerte; auch überreichte man ihr nach dem ersten Akte einige füns oder sechs Nukellspenden. Fürs erste Aus» treten eilt ausgesprochen schönes Gelingen, das die De» bütantin zn weiteren Taten ansporneil dürste. In der Folge werden Mängel, die einen« Debüt naturgemäß allhasten, ourch systemalifche Schulung der jugendsrischen Stimme nnd durch schauspielerische Erfahrung behoben werden. — Die Gesamlvorstellnng hielt sich^ insoweit wir sie uns angesehen haben, auf dem Niveau der bis» herigen Aufführungen. Fränlein Hadrbolöeva wurde durch eine Butellspende geehrt. —n.— Laibachcr Zeitung Nr. 294. 2691 24. Dezember 1909. — sAus der slovcnischcn Thcaicrlanzlci.j Spill Plan: Samstag, den 25. d. M., nachmittags „V ds'/^-iii i>s>5i", Wc'ihnachlslnärchen in 7 Bildern «,v« pi-ipov^^"' lnngerades Abonnement)-Sun »tag, den 26. d. M., nachmittags „I^^-n-^-vn Xi-i^tn" bei aufgehobenem Abonnement lfür Logen nn» gerader Tag)' abends ,.ttl-u/<:ili ^i-^cl.i!»n^ler. niinsligen unterhaltenden Ter.t eine nngemein melo-dische lind graciöse Musik besiht. Die Titelpartie liegl ill den Händell des Fräuleins N n fch i t', la, die männliche Hauplparlie des Lanzelot gibt Herr Spie-gel. — Mittwoch, den 29. d. M., steht „Maria Mag. dalena", ein bürgerliches Tranerspiel von Friedrich Heb. bel, auf dem Spielplan. Dieses gewallige Wert des berühmten Dichters gelangte hier seil vielen Jahren nicht zur Ausführung. — Freitag, den 31. d. M., wird die erfolgreiche Operettennovila'l „Ein Herbstmanöver" von Emmerich KiUnilin zum dritleninale gegeben >uerden. — l»^aron Trent" in Äclqrad.j Wie mai, aus Belgrad berichtel, halle die l5röffnlingZvorsle1lnng von ..Baron Trent" einen sehr schönen Erfolg. Das Werk Albin is wurde fünfmal nacheinander ausgeführt. Bisher wnrde in Belgrad noch sein »nisttalisches Werl mehr als dreimal nacheinander gegeben. — s.I ll 1< <> l» ll ^v 1 c> ^ <» V ,! i « I) i 8 i.) Das l). Nändchen der im Verlage der hiesigen „,^a° toli^la Nnlvarna" vierteljährig erscheinendeil „I..ii,!<<' ^« nl «<: ^»2 lilinl", lvom'il mit den ausgewählten Schriften von Jakob Ale^ovee der Anfang geinachl loird. Ale,^ovee war ein gewiegter Ionrnalist nnd Schriftsteller, als Herausgeber der humoristischen Keilschrift „Nrc^cc!^'" eine geraden vollslütüliche Persönlichkeit. Er führte eine gute Feder, die er je nach Bedarf in harmlosen .Humor oder in ätzenden Spott zu tauchen wnßle. Die nns vorliegende Erzählung, deren Heransgabe von Pfarrer Joses Vole redigiert wurde, bildel eine vortreffliche Lellüre für die Jugend solvie für einfache Leser, die die ge» mütsvolle Idylle N'illig auf fich »verden »virken lassen, zuinal sie vielerorls dnrch uugezlvungene .^omil ge° würzt ist. Ale^ovee schilderl in gefälliger Darstellung feinen Bildungsgang als Sohn eines armen Dorsschnh-machers, seine Leiden nnd Freuden in der Dorfschule sowie iu der Klosterschule in Stein; auch lnstige Schiller, streiche werden in entsprechend helles Licht gerückt. Das Buch gewährt überdies eiueu klaren Einblick in die Schn«Verhältnisse ans halbvergangener Zeit und kann als leichte, nichtsdestoweniger gute Lektüre auf reges Interesse rechnen. Dem Werke ist ein Bildnis des Autors beigegeben. - Preis gebunden 1 15 20 1>, broschiert 2 !<.' — („l'(. ,)<>< 1. il<.") Inhalt der 12. Nummer: 1.) Jan Mag i era: Ein Kongreß polnischer Päda. gogen. 2.) Dr. ^r. Ile^i.": Ludwig Kaj nnd d>e illi)rische Bewegung. 3.) Ianto Polak: Silhonelten. 4.) Ivan Vnrdi'an: Die Wichtigkeit der belehrenden Schnlausslüge. 5.) Val. Pul to: Wie soll der Unler° rich! ill der geometrischen Formenlehre an unseren Volksschule!! re'urgauisierl iverdeu, damit er den henllgen Anforderungen eiltsprechen wird? 6.) LiiVralnrberlcht. 7.) Nlnschau «Pädagogische N'achlese, (5hro»,l). Telcssrannne des ?. l. Telenraphen-Korrelpondenz-Bureaus. Nu.qaru. Budapest, 23. Dezember. Lu kües teilte den Ver-lretern der Presse mit, Seine Majestät habe ihn znm Ministerpräsidenten designiert und be-auftragt, mit den politischen Parteien Verhandlungen zwecks Bildung eines nenen Kabinetts zn pflegen. Eine KnudstclilMss der sozialdcmokratischcu Abqcorductcn. Wien, 23. Dezember. Der Klub der deutschen sonaldeniokralischen Abgeordneten veröffentlicht ein Manifest an die deutsche Arbeiterschaft Österreichs, worin die verflossene Tagnng des Neichsrales mit dem Hinweise anf die Permanenzerllärung des Sozialver. Zichcrungsausschusses, auf die Sicherung der Abschliß s;u»g der <5andelsverlräge, die Annahme des Pandels-gehilfengese"t;es nnd der ttesetze iiber die Arbeitszeit >m .^andelsgelverbe und die Niederringung der Ob-struktion als bedeutungsvoll bezeichnet und unter Ano-fällen g lich kenterte die Schaluppe ans bisher unaufgeklärter Ursache und sämtliche Insassen mit Ausnahme der Sträfliuge stürzten ins Wasser. Die Sträflinge retteten die beiden Franen, ließen aber die übrigen Personen ertrinken. Mehreren Aufsehern, die vom User aus den schrecklichen Vorfall mitangesehen hatten, gelang es nach heftigem Kampfe, die Sträflinge in der Scha» luppe zu rrgreiseu. Es heißt, die Meuterei fei dar» auf zurückzuführen, daß der Direktor der Strafkolonie die neuerliche Einführung der körperlichen ^üchligung angeordnet hatte. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. HAUTKRANKHEITEN wie Ekzomo und Geschwüre, die nicht heilen wollen, sind vielfach eine Folge von armem, krankhaftem Blut. SCOTTS EMULSION ist das beste Mittel, das Blut zu bereichern, zu kräftigen und derartige Leiden zu überwinden. fDie wirksamsten Bestandteile, die durch das unübertreffliche SCOTT'sche Verfahren zu einer rahmartigen, leicht verdaulichen Emulsion verbunden sind, haben für SCOTTS EMULSION weit und breit den Ruf einer Musteremulsion erworben und überall gilt sie als das sicherste Mittel gegen Edit nur miL dieser diese Krankheiten. (3214) 4—$ Marko — dem Fuel.er -alsGarantic.eichen f^ rjr-p 0PigIH01f13SCtiB Z H 50 fl. dosSCOTTfchenVer- a lahrens i In allen Apotheken käuflich. Verstorbene. Im Iivi Ispitale: Am 21. Dezember. Iusef Pintar, Knecht, 43 I. — Anton Scvcr, Besitzer, 86 I. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 30« 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 5 .-Z ^8? K>3 ^ «„sich! !,Z^ ^ «3 W^i Z3 "'" ^Himmel, H-I Z> " L»3> 3« HZ" " ^ g?.3 n ^ ^ «,,. «,« 2 Ü. N. 7s0-8 li-ti^ZW. schlväch bewliltt "' 9U. Ab. ?W 3 12 0 SW. mäßig » I4>"7 U. F. ,729-1, 9 4 NO. schwach j . 10-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 113°, Normale -2 4°. Seismische Berichte uud Vcolmchtuugeu der Lailmcher Erdbebrnlunrte (Ort: Gebäude der l, k. Staats^Olierrealschule.) z^age: Nördl, Nrrite^\ Mo\g durch Dr. Eia wirth'm *ls tP* X ^"^t- lr* Astmol-Asthma-V Jii>iL^i >»•• Rätichor-Pulvor. Auf ärztliche VerordmniK- GratiS-Prohon werden durcli die Bohwaa - Apothek«, 8ohotl»nrlng 14, Wien, ver»andt. Preis der grossen Blechdosen Kr. 3.00. Bei Voreinsendung von Kr. 3.25 erfolgt (''rancozusrnduiiK. --------^ « >-------- Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Hr.rnbeschwerden und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungs- und Verdauungs-Organe wird die Bor- und Llthiuni-hältige Heilquellt Kiil Husgezeichnetern Erfolg angewendet. ff^^ Wirksames Prfiservatfv gegen H0 bei Scharlach auftretendt HH Nferenaffectionen. J^Ä Harntreibende Wirkung. ^P"^^^^ Eisenfrei. ^H^^^l Leicht verdaulich, JJHÜH Angenehmer Geschmack. .TslP rsl. Absolut rein. J^ii^fL Con8tante Zusammensetzuno. ¦^^^ISo*^ ' — ..... — *r. lq/ *-----^J? Besonders jenen Personen ^Uir_^> empfohlen, welche zufolge jL^^»^Lj2 sitzender Lebensweise an jajjiijjjjll Harnsaurer Diathese and ^^MJIB Hämorrhoicien, sowie mggg^ß gestörtem Stoffwechsel ieir.len. Medicinal-Was8er und dietätisches Oetränk ersten Ranges. IJatiptnicdfrlagon in Laibach : (106K) 25-25 Miohael Kastner, Peter Lassnik, A. Šarabon. tlektroradtograph „Ideal" (im Hotel „Stadt Wien"). ZE^zog rsiixim. (1985) vom 25. bis 29. Dezember: 1.) Die kleineu Autornohilisten 'komisch). — 2.) Ein Ausflug nach Bombay (interessant und belehrend, nach der Natur ; die grüßte Handelsstadt Indiens). — 5i.) Macbeth (prächtige lange Projektion in der Dauer von 20 Minuten; Tragödie von Shakespeare. Dor Film aus der Fabrik «Cines» in Rom). — 4.) Für den Ruhm (sehr komisch). Kinematograph Pathc (früher Edison). I*i-ofii «umn f3018) vom 25. bis 29. Dezember: 1.) Die moderne Landwirtschaft (nach der Natur). — 2.) Die Verlobte des Malers (Drama). — 3.) Der Auffluir Bh';riot8 in Wien (interessant, nach der Natur). — 4) Seeräuber zur Zeit der Normannen (geschichtliche!? Drama, prächtige lange Projektion). — 5.) Dieses interessante Programm wird der bekannte Komiker LukaB abschließen Laibacher Zeitung Nr. 294. 2692 24. Dezember 1909 ?LTER5BUR6ER GUMMISCHUHE UNERREICHT AN HALTBARKEIT Hie Natur ist ümner der grüßte Heillünstlcr nnd ihre Mittel und Wege sind wunderbar. So sind zum Beisviel im Lebertran Heilkräfte enthalten, die lein menschliches Wesen künstlich herzustellen vermag. Tie schmackhafteste und lcichtest verdauliche Form von Lebertran wetet sich in «Scotts Emulsion», welche jetzt in allen Apotheken täuflich ist. (322<»i) 1 Magen-Essenz verfertigt in Augsburg von J. G. Kiesow. Ein vor/.ügl bewährte«, Appetit anregendes und die Verdauung beförderndes Mittel Ohne Rezept d :illo Apotheken in Flaschen zu K 120 und K 2-40 erhältlich. Jhülää"?^; Kiesow! Depots : Laibach : Apolh. z. gold. Hirschen, Apotu. z. gold. Adler; Cilli: Apoth z. Maria (4428) 12—1 Hilf; Marburg: Maria-IIilf-Apoth. «¦#/J^ift<Ž) ^'jh^Ea*»; als natürliches "L lpn/OwIirTaFelwassBr i 11 T^jm^-r ersten Ranges und als ~ ^B Heil Wasser gegan die Leidender ^ züglichc Tienste, Wo sie verständig verwendet werden, ---------- kommen Neizungcn des Halses unk der Atmung^ «<»e^- organs fast gar nicht auf oder sie weiden doch ^A^ schnellstens bekämpft. Sodener sind für jeden emp» «l^<. findlichen Organismus wirklich eine Wohltat, Der ^ Preis ist gering. K I 25 für die Schachtel, die man ^^ in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwasser» ^^!? Handlungen kaufen kann. Nachahmungen aber weise .. man mit Entrüstung zurück. (üOtt <) 2—2 Generalrepräscntauz für Österreich' Ungarn: W. Th, Gnnhcrt, Wien IV/I, Große Neugasse l?. Wir wollen nicht unterlassen, auch an dieser Ttelle unsere uerehrlichcn Leser aufmerksam zu machen, daß die bei Magen» leinen so vorzüglich bewährte MagenEssenz, verfertigt in Nugsburn von I. G. Kicsolv, nunmehr in allen Apotheken ohne Nczept erhältlich ist, Preis lv l 2<» und K 2 40. (4^2«») Mit sehr gutem Erfolge wird na MgSjk angewendet bei: S jjfe: 5J|J Erkrankungen der Lnftwege 5 la SI Katarrhen des Rachens Š (§ §j der Bronchien bd It^^ Lungen nnd Brustfellentzündung. Niederlage hei den Ilorron Miohael Kastner, Peter Lassnlk iimi A. Šarabon in Lalbaoh. (3009) Zahvala. Ob prebritki izgubi našega iskreno ljubljonega oèeta, oziroma starega oèota, strica, svaka in tasta, gospoda ' Matija Spreitzerja strojevodje južne železnicc v p. došlo natn je mnogo dokazov sožalja. Dolžnost naäa jo, da se vsem prav toplo zahvalimo. Posobna zahvala pa bodi izreèena blagorodnomu goapodu župniku šentpeterskemu za obibk tor tolažbo v zadnjih dneh življonja dragega ranjkega. JJaljo so zahvaljujemo vsom.ki so nepozabnoga rajnika spro-inili k zadnjemu poèitku. Srèna hvala vsera! V Ljnbljani, dno 23. grudna 1909. Žalujoèi ostali. i Danksagung. Anläßlich des schnierzlichen Verlustes unseres innigstgelicbten Vaters, bezw. Großvaters, Onkels, Schwagers nnd Schwiegervaters, Herrn Matthias Sftreitzer Mllschincnführcrö der Südlmhn i. U. sind uns viele Beileidsbezeigung«',! zngclonlnlcn. Unsere Pflicht ist es, allru hcr/ilichst zu Kaulen. Insbesondere danken wir dem wohlgeb. Herrn Pfarrer von St Peter für seine Besuche und dcn tröstenden Zuspruch iu den lchten Lcbcnstagcn des teuren Dahingeschiedenen. Ferner danken wir allen, die dem unvergeßlichen Verblichenen das letzte Geleite gegeben haben. Herzlichen Dank allen! (4429) Laib ach, am 28. Dezember 190!). Die trauernden Hinterbliebenen. Kurse an dcr Wiener Dürfe (nach dem offiziellen Kurslilattej vom 23. Dezember 19(19. Die notierten Wurle verstehen sich !n lttoüenwährung. Die Notierung sämtlicher Nitlen und der ..Dirersen ^Uo!c" versteht sich per Stücl, Nllgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: »"/, lonver, steuerfrei, Kronen (MalNov.) per »u,<> . . »^ - »e 2, detto ^Iü'm.Iuli) per tta,0 fl. 4",„ :72 Is >7S ^s 1860er ,, 1<>» fl. 4"/„»»4 - l>k« - >8»4er ., 100 fl, , . :^» ^3» l»64«l ,, 50 fl. 321 »3k- Dom.Vsandbr ^ ,Ü0 !!, l>" „ ^3 75 ^9> '» Vtaatöschuid d. i. Neichs rate vertretenen Üönig. reiche nnd Länder. Österr. «i>oldientc steuerfr., « old per nasse ... 4"/„ l,? 4" > ,7 Vahn in EUbei (dlu. Ot.) , , . . 5>/<», 1,9 - "»o-. Valiz. Karl Ludwig-Vahn (biv, Vtücke» »ronen . . 4"/« 9k> 35 '« 3^ «Xllbolf-Vahn in ftronenwähl, steuerfr. ,diu. St,) . . 4" » 9d 2b »« 2! «orarlbergrr «ahn, slfr,, 400 und 2000 »innen . . 4"/, 90 1l> »« 05 Hn zl»al»schuld»«!chl»ldnng«n «h,»»»»,llt» Glstn»»l,n.Akilln «Illabeth-Ä, lloo fl. »M, 5'/."., uon 400 Kl. ... . 4^3 - «5 detlo i'inz Undwei« 200 fl. ö. W. O, .<>> "^ . . . . 4«? b' 4»i« be'to KalKb«r«lirol »00 fl °. W. !-,, 5"/„ , . .42ft»0 4L«- ^rrmstal Bahn Wo u. 3000 Kr. «eld War» ü»m Zlaate zui Zahlung llbtl« ,«»«««» Gilenlialin PllorUilt» lpliliaatillntn. j'ülim. Weslbahn, »m l«9b. 400, 2000 u. iO.OOO Kr. 4"/„ 9b'4l »«40 flüabeih «ahn «00 u. 3000 Vl. - ab lO"/„......,ie o< l i? 5N ^lisabethUahn 400 U. 2000 M, 4"„........,1« - XS 54 9« ic 9? n. >ranz Ioseph-Bahn «im l««4 (biu. <3t.) Nilb. 4"/„ . . 9« «<'. 97 eo ^alizischl «e-2f> -Ina,.aa«z. Bahn 200 fl. N. 5"/n ,N> 7H ^05 7l> .»'No 400 u. 5000 !»r. 5'/,°/n 8« 9N «? 8< «orarlberaei Äahn Em. t»84 div Lt., Nilb. 4"/« , . 95-15 9« 1b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. »" „ »na. Holdrcmc per «asje . 113 sk liz ftl, ."/„ detlo per Ultimo 11» sl> nz «l, ^"/« ungar. Reute in llronen- währ. llsr. per Kasse , . 92-40 «2 «0 »"/„ oe«o per Ultimo 9» >.,"„ detto per Kasse »ü-45 »<^ ß,>> lnnar Vrämien.Nnl. k 10« sl. «IN 75, üLl» 7b deito k bv sl 2i« Ls> ^Ä» üb iheift-Ne«.-1!o!l 4"/<.....idL^!l>«^l> »"/, unaar. Viundentl.-Oblia. 9» lO «4 1>: ^"/„ truat. ». slau Vrdentl.-Obl. 94 - »b «ndere öffentliche Nnlehen. l>o«n, ^andeo-Hnl. !div.) 4°/^ 92 l»/,<>^ . . »«4< 100 40 , ^, Lonau-Nea.-Unleihe 1878 >«»- - - iliiener «erlehrs-Änl. . 4°/„ 95 5k> «« bb oen« i»oo 4»/, «b 40 »e 4l> «nlehen der Otadt Wien . . lvo'^n i«, 30 dttto (G. oder «.) i«4 ,L0'k» 21 « dett» (I»»4).....931b «4 <5> detto lGa«) «. I. 189» . 95 »k «ü^^ detto lltlelti.) v. I. l»oo W- SU !w detto sInv.N.,v.I.i»o» 9« 4s, 97 4s ttürsebau-Anlehe» oerlosb. 4"/„ 9g zz 97 2^ «ulstsche Eta»t«anl, 0. I. ISO« f. 100 Kr. p. K . ü«/« in, 2> ini ?b oetto per Ultimo .. 5«/„ IN, 25101 7: ^ulg. Ltaats-Hypothelar Änl. '«»2 »O/n >22-50,2» .'.o «eld Ware Äulg. staut« - Voldanleihe 1S0? f. 100 «1.. . 4'/,°/. S3 - »4 - Pfandbriefe usw. «odenlr.,alla.SN. <.b<>I.vl.4°/« 95- 9«- üöhm, Hhpothelenb. Verl. 4°/« 97— 9?'b0 «entral-Bod.-Kred.-Bl.. österr., 4b I. veil.....4>/,°/n iNL'^b 108 I. verl, , . . 4"/« »6'7b »7-75 Nicd.-Inst.. »sterr,. f.Ncrl,-Unt u. üfsentl. Nrb. Kat, ^, 4"/„ 94 10 «b-I» ^andesb d. Kön. Galizien und Lodom. 5?'/, I. rüclz. 4"/<> »4- 9b- Mähr. Hypothelcnb. veil 4°/„ 9« 5« 97 3" N.-llstcri Landcs-Hup.-Nnst.40/« 9«'l!s> 97- s> betto inll. 2«/„ Pr. «eil. 3'/,"/° 8? ?b »8 7b detlo K.-Echuldsch. Verl. 3'/,"/» 8?bo »8-b0 detto verl......4"/° 9«' 97' Osterr.unaar. «ant bo Inhre veil. 4"/« t». W.....98-S« 9?'«" detto 4"/n kl. ..... 98-<>0 9U «l> Zparl., -s,l> «22bl> dettr per Medio . . . i!L0-«l> 221-«5> «eld Ware Wiener koiu.'.Lose u. I. 1874 b4»-— bbv-«ew.-lLch. d. ^/„ Präm. Schuld b, Aooeül .-Nnst. 't. ll) 20« sl, per Ult. 97b — 973 — Don«!! - Iampf!chiffahrl«-«»«s., 1., l. l. priv., 500 fl. KM. 1NL3-- 103b- Duz Vobcnbachcr G.-Ä. 400 kr. 585-— b»8 ^srdiuaud» Norbb. 1000 sl. KM. b4Ub' 5437 -Kaschau - Oberbrrgrr Viseubahn LVOfl. S....... 361— »«2. Uemb.'Czern-Iassy-Eiscnbahn Gesellschaft, 200 fl. O. . . b5N>Lb bb» - loyb. Ost., Trieft, 500 fl., KM, b89 - b4«'— Österr, Nordwestbahn 2N0 sl, S. — — —-- detlu (lil. Il) 200fl. 3. p. Ult. —-— —- Pran-Durer Elscnb, 10» fl. abäst, 22«— 227 bn 2taat«eiseul>. 800 fl. S. per Ull. 74« 50 747 bn Zudbah» es. l!00 sl, 22» 2U0- »anlen. «nglo. Österr, «anl. 120 fl, , 314 10 31b 10 Äanlverein, Wiener per Kasse -- —' detto per Ultimo 545 10 b4« 1<» Vodenlr.-Änst. öst,, 300 Kr. , ,143 - Hb0 iientr.Vod.krebbl. Ust , »00 fl. b?»- b?4-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, »20 Kr., per Kasse e?1 - N?2 detto per Ultimo «71 50 «'/» 50 nrcdilbaul. ung. allg,, 200 fl. 7«e- 787 — Drposllenbanl, alla., i!0U fl. . 4«?-.. 4«»--^«lompte - Gesellschaft, nieder- «steil., 40« kr..... «41 — «44 - «>,, u. Kassenvereln. Wiener, 200 sl........ 4««' - 470- Hypothelenbanl, öst. 200Kr. 5°/n 3»o- »»!«'-Läuberbanl, österr., 200 fl., per Kusse....... ^- -- detto per Ultimo b04K> b«»b b>, „Merlur", Wechselstub,.«lltien- Vcsellschasl, 200 fl. . . . nl»?-— «4<»-bn Osterr-unaar. Äanl 1400 Hi 17S»-- 17?« — ^,'d War« llnioubaul 200 sl...... bU3bU d84t»0 Unionbaul, böhmische 10» fl. . »5» b» »53 bll ^<-rlcl,r«l>a!!l, alla. 140 fl.. . ,b» ba 3«0 — znl!»ftr»l.zlnt»in»l,«un,tn. Äauaesellsch., alla. üst., 100 sl. »05- »ob — driller huhli-iibernli.-Gsf. 10a fl. ?b?- 7«0 — Elsenba^nurrlrhr«. Äüstalt, öst., .... l"> ^. ..... 4b3 - 4bb b0 Eise«bahi!w,-Le f>...... . 1»? - <90 — lileltr.Wes.. allg. österr.. 200 fl. 402 — 4,i4-bU «tleitr.-VeseNsch,. Intern. »00 fl, 39«'- ltlelll.-Wesellsch.. Wr. i„ Uiqu. «47— 249-— Hirlenberger Patr... Zündh. u, Mrl.-Fabril 4l,0kr. . . ,l»b- 1128 — i/iesingel Ärauere! I00fl . . «<>«,— z,«b - Montan-Ges., «st. alpine 10« fl. 743 »b 744 25 ..Puldi.Hütte''. Tieaelaußstahl- ff-«,O. 200 fl..... ,,,5.. 518 — Pragerltisen-Industlie-Ossellsch. 20« fl........ li«45 2«54»0 lilma- Muianu - Salgo Tarjanrr Visenw. 100fl..... ««« »b ««>!-» Halgo-Tarj. Steinlihleu 100 fl. »«? hn N«9 b0 ..Vchlögliniihl", Paplerf.,2»0fl. »a<> - 3s» — ,.Schodnica", «.-», f. Petrol.- Industrie. 500 Kr, , . . b»!> b37'— ,,Ete<,rerm!lhl",Papielf.u.!lj.<». 448 450 — Irifailcr kohlenw -G. 70 fl. . 802- - »04 — Klll. Tabalreaie-Oes, 200 Fr. per Kasse..... .. —>— detto per Ultimo ...»«« -. »7« — Waffeuf.Gcs. österr.. 10« fl. . «« «8» — Wr. Äauaesellschllft. 100 fl. . . 178 - i',4s0 Wienerberae ljltgels..«llt..Ves. ?3l >- 734 — Devisen. >ul,e zich<«n »ni zch»ck». Amsterdam....... 1»» 75 199— Deutsche «anlplähe .... n? 8«» 1180b» Italienische Vanlplähe . . . »5-67' 9b 2? Uonbon........ «40 90'«41 20 Pari»......... ,5-57' »577» T«. Petersbura...... ^54 37 2.^S?> Mrlch und Vasel..... »b 4»» »b b» Valuten. Dulaten ..... il-« »-« liossraulenNtülie..... ,»,< <9>« 2!».MarlTtilcle...... z«-», 5255 Deutsche Neichsbanliwten . . 11? »a l,8.- 'Nalienische Uanlnoten ... 9b 10 95»« «ubcl-Nolen..... > 5»»» l>-b4 I Kln- und Verkauf «^^^— ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^WHHHHHHHHIHBH ATS?.I:2SUÄ1