poitnkn» pwe»«» V 76. lakkymtzA ^ ö«r Sokkittl-ltoo, fr«». ^,.^70). V«rv»l»oo, ». 0av»u!n»«k«,«t (!«!. kir. 2024) tt»rido?. jort»«,» oU«, 4. v?6«» — ^i»kr>U«» k0okp«»rml 1^56 laivrOtea» u. XI»oi»o«io«ii>>»^ni»^»rne ii» Ii^ndor: ^urviivv» >»1. 4 (VvrH»»ltt»»G^ ^^^Göpkeüet mvo>tl. 23 D!o, Rliitell«» 24 !öül, «lurvli ?oil oioiistl. 2H vi». Li»? ^ 25 via. Ll»,«lmii«ner 150 uoä 2 via. M-«t, o«» I so Des Regus grobe Londoner Enttäuschung Nur die Hälfte der geladenen Gäste zum Diplomat-nempfang erschienen. London, 9. Jum. Der ain Samstag abends von dem Londoner abessinischen Gesandten für den Nvgus veranstaltete diplomatische Empfang bedeutete für Halle Ce-lassie eine schwere Enttäuschung. Bon den hunidert geli^nen Güsten war taum die Hälfte erschienen. Mit Ausnahme des fin-^^ischen Gesandten war kein europäischer Diplomat der Einladung gefolq!. ^gegen ivaren di« Vertreter Chinas, Japans, des Ivan, der Türkei und anderer ccha^scher Staaten zuHe«n. Auch einzelm siidamer'ka-Nische Republiken ivaren vertreten. Vl>n der englischen Regierung war Lord U r a n-vorne entsendet worden. Man sah auch Lloyd George, die Genevalin dex Heils-«rinee und mehrere hohe Geistliche der anglikanischen .^chkir:!^, dl« sich in der letzten Zeit kstr die Aufhebung der Sankti» ne,i erklärten. Der Negus wird London verlassen, da er die UnKweckmSßig^t einer Reise nach Genf hat. ^ KrM» an Leon Blum« VoM» Sch-'s» »«««kiWW, »« Pari«.«. J«i,I. Die RechtKlätl-r lq« iien die Politik Leon Blums der Reihe nach ab. Der „I o u r", daS Blatt Leon BalbyS schreibt: „Leon Blum hat die Beruhigung t»l's Lairdcs lediglich versprochen." Das ..EchodeParis" stellt fest, daß die Re' de des Sozialistenführers Leon Blum nicht s1cr sest, daß die Starhemberg-cheimwehr nunmehr Mr Opposition zu rechnen sei. Ällmäih-lich iverde das ganze österreichiiche Volk illegal. Es sei nicht umvahrscheinlich, das^ sich die illegaü:n .Heimwehrkreise den Nazi näli'ril nvrden. Endlich lehnt cs das Blatt ab, auf die Anbiederungsversuche Tchuschnigg? oin-^^ug?hen. Blums Sofortprogramm Pari s, 8. Juni. Die Zahl der Ztrei-kendett hat sich zweifellos vergröf^ert. Wie die Reckftsblätter berichten, sind znhlr<'iche kolllmunistilche Provofoteur - Ag^'nten au'> Rusjland, Spanien und der Schweiz nach Frankreich gekomnleil, ilin die Streiks zu schüren. Aus Spanien allein sind 1.', kon'-mumstische Räd^sffthrer,emgetroffen. StreMage ln Frankreich Noch keine Ausficht auf Beeudiguug des Streiks, der iiber eine Million Arbeiter und Bedienstete umfaßt P a r i s, 8. Juni. Die Streikbewegung ist in Paris uird in d^r nähereil Umgebung der Hauptstadt unverändert geblieben, in Nordfrankveich hingegen ist ein Anwachsen der Streiktoel^ zu verzeich,ml. Ab heute ist daher ewe vollstälidige Lähmung des fra,l« zö^fchen Wirtschaftslebens zu verzeichnen. In Nordfrankreich allein sind M.000 Per' sonen in d-eil Ausstand getreten. .Heute soll nach den gestrigen Ankündigungen in den nordfranzösischen Bergrevieren der Generalstreik ausgerufen werden. Die Fluszschisfer habm sich di^em Sti^eik angeschlossen und halten die Flüsse und Kanäle blockiert. Die Bauarbeiter und die verwandten Berufsgruppen haben für heute den Generalstreik proklatniert. auch in der Papier- industrie ein Ausstand ausgebrochen ist, lver-den die Zeitungen, die Sonntag ftüh in beschränktem Uinsans^ erschienen sind, wieder fast gänzlich eingestellt werden niüssen. Die Rechtspresse befaßt sich bereits mit den außenpolitischen Folge», des Streiks. So schreibt die „A c t i o n F r a n c a i s e", die Streikbewegul,g in Frankreich komme Hitler zugute, der die Lage ausnützen werde, um sich selbst zu festigen. Auch die Engländer würden ihre 'i^altunq Frankreich gegenüber verändern und es sei dnrchaus möglich, daß sie die deutsche Armee ani Rhein tolerieren würden als Schutzwall gegen das Vordringen des Kontmunisnnis aus Frankreich nach dem Osten. Zürich, g. Juni. Devisen: Beograd 7, Pa-ciS London lk.KSb, Ne>vt>ork Mailand Berlin 124.^0 Men Prag 12.80. Der Äufammmbmch des osierreichtfcheii Itegimes Die I. P. A. meldet aus Den Haag: Die Zeitung der holländischen Nationalsozialisten „Volk en B a d e r l a n d" veröffentlicht ein Interview ihres jkorrespon denten mit dem fricheven ijsterreichisch'n Vizekanzler Franz W i n k «l e r. Winkler erklärte dem Korrespondenten, daß die letzte schleichende Krise, die in der Nacht zun: 13. Mai d. I. in Wien ausbrach und mit den: Sturz Starheinbergs endete, letzten Endes den Zusammenbruch der Basis des autoritären Regimes bedeute. Diese Entwicklung habe er Dollfus, vorausgesagt. Die Erkenntnis des Versagen? komme bei den Machthabevn ab<'r zu spät, denn die Oppc>sitlon fordere-Die WiederhersMung der Maubens- uird Gewissensfreiheit, die Restitution der Bolks-rechte, die Beseitigung der Diktatur und damit die Liquidierung einer Periode der Recht losigkeit, des Bürgerkrieges nnd der Berelen dung. Der Abs^ang Starhe!lnb<'rg>s befreie das österreichische Volk von einenl herrschfÄchti'' gen, frivolen Tyrannen nnd der unaufhalt-sanie Sturz des politischen !»tacholizismus ^verd-.' die Fesseln zersti^nen, die das Volk von Oesterreich in den letzten drei Jahren zum Schweigen verurteilt habe. Die natio» nale Opposition sei stärker denn je Ulrd sehe zuversichtlich und nngebrochen der baldigen grundlegenden innerpolitischen Wandlung in Oe-sterreich entgegen. Ans B r ü n n nnrd geschrieben: Die hier erscheinende österreichische „A r-l> e i t r - Z e i t n n il" befasit sich in eitieni Artikel „Persünli^ Diktatur Schuschiligg" Moskauer Schachturnier M o s k a u, 8. Juni. Im >)iiternaNc^n>a^ li'n Schachturnier wurde die unterbroch'iie Partie beendet. Wie nicht andcr.5 u erwarten n>ar, gewann V o t v i n i k üb'v sc'i-nen (ij-egner F l oh r die Oo^'thand. Vot-Dinik rückte soinit an dic ziveit^ Stelle vor und steht nur noch einen halben Puntt liiii-ter dem srühercil Weltmeister Capaülautli. Die Lage ist noch inimer so unklar, das; in dcr vorletzten Rund<' nicht g^'agt nx'rdei: kann, weil! der erste Prei'? znsallei? wird Erst in der heute, Monta^i tags stattfindenden letzten Nnnde wird die Entscheidmlg dari'lber fallen, ob (sapa^l^in'.a oder Botvinik als Sieger nu.^ deiu ^lirilcr hervorgeht, Ersterer hat den ^esterreich>?r Eliskases und letzterer seinen ^,?and.'?nai!" Lö^venfisch zuin '(^eg:,er. Gegenwärtiger Stand: 12. Botvinik 11^, Flohr ^il!eiith.il 8'), Ragozin 8, Dr. Lasker nnd ^wgo^in se 7>^. Li.>wenfisch und .stnhn je 7 Punkte. P. Der Olympische Tag in Ptuj stai^d gestern im Zeichen des lokalen Flisiballd-^rlms. Nach anregendem 'Spiel schlos, die^^nial die Partie mit 2:'2 unentschieden, iiachd.'n, ^er S^. zur Pause mit 2:0 geführt hatte. D<'r S^. Ptnj war in der ersten Spielhiilft.' klar überlegen, ivährend es „Drava" erst nach Seitenwechsel «lelang, den Tivffervorsvrilng aufzuholen. Mit den: Spielleiter lointte m"n diesntal nicht immer zufrieden sein. Ein vorbildlicher Diener. Das Landl)aus eines englischen Lord?> liegt am Avon. Plötzlich führt der sonst harmlose Flus; HockMasser und die Fluten sch^vemmen bereits an die Terrasse dec^ Laudliauses herau. Mit Entsetze,, hat es :>er Diener beobachtet, iMirend die Familie des Lords friedlich im Teezinnner sitzt. Ab-^r noch ch< die erste Woge in das .^^aus und gleich über die Schwelle des T'e^.^inimers spült, gelingt es dein Diener, die Tür zn erreichen. Während seine Knie zittern und seine Füstc schon naß vom Msser sind, ösfnet er leise die Tür und nieldef in tadele loser .^ltnng: „Der Avon!" BranWftMlg dmch Gymnasiasten. Im Prosessorcnzinln,er des Gyninasilun.^ der Stadt SiaHac brack) dieser Tage ivährend der Nachl Fener aus, das glücklicherweile durch sofortiges Eingreifen der Polizei ans den einen Raum lvschränkt tverden tonnte. Die Untersuchnng führte zn dem aufsch.'N' erregenden Ergebnis, daß es sich un, Vrand stiitung durch Gymnasi'asten handelte Eiui^^c' Schüler, die eiue Reihe schlechter ?lrbc:t^'n geschri^'ben liatten, glaubten auf d.,ese Weise am beisten die Aassenbüchn mit den darin vermerkten No4en l,ernichten zu tiinnen. Der üble Jungenstreich envies sich aber al>i Tage die Sückm mit den Eintragni»«^',! iii' Dünner des Direktor^'. ,Marrbaver Zeitung" Numkmr 130. DienStiog, den 9. Juni 193^ Die Bukarester Festtage Symbolische Manlfeftation der SlnbeU der Kleinen Gniente im I^admen der StaatÄhef Entrevue in der mmänifi^n Hauptstadt Äutare st, 7. Juni. Die rumänische Hauptstadt steht ganz im festliche» Zeil!^ der Zusammenkunst der drei Staatsehess der Meinen Entente. Der tschechoslowakis«^ Präsident Dr. Benes, der als erster in tarest eintrat, und Se. kgl. Hah^t Prinzre-qent Paul waren schon bei der Ankunst Äe« genstand höchster Gerungen durch die affiziel len Faktoren Rumäniens sowie dmch die festlich gestimmte Bevölkerung der rumäni-ji^n Hauptstadt. Diese Entrevue zeigt aber auch nach ihrem Verlaus, nach ihren Feierlichleiten und nach der lebeMgcn Anteilnahme von Hunderttausenden aus dem Bolle, dah die politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit der Meinen Entente in diesen letzten 16 Jahre» auf einer s0li. den Basis aufgebaut war. Die Staatschef-Vntrevue in Bukarest beweist auf manifefta-tive Art und Weise, daß die Kleine Ent«nte heute geschlossener denn je ihre Interessen gewahrt sieht und dah alle H^fnung trügerisch ist, die da glaubt, die politische Bedeutung der Meinen Entente l^rabmindern zu kiktnen» B k a r c st, 7. Iuiü. Zu Miren des ElaatÄpräsidenten Dr. Benes und des ju-go-slmoischen Prinzregenten Paul »vurde ain ^anlstal^ uilttags eille gro^e Truippenpara-dl' uemnstaltet, au der die drei Souveräne, die rurnälliM Regierung, die (Ä!neralität ulld das diplomutischc toiliu^hiiicu. dieser imposantj^il Parade gab ^tiiuig Carol zu (Shren sein-er hohen Gaste ein Äai^ kett siir Petsoneu. Nach der iiberaus herz licheir BegrüMugsredi.' ^i'önig Carols beinl Äantctt ergriff Te. tgl. Hoheit Priuzregent P a u j Äas Glas, wobei er u. a. erklärte: schiiehe inich Ihren Worten vollkom« men an und glaube, datz alle drei Staaten der Meinen Eittente bei aktiver BervMstän-digung durch die Balkanunion anch in Hin' ku^t ihre ^litik befolgen müssen, »un so der ganzen Welt den Beweis ihrer Ma«!^ wie auch ihres Friedenswillens zu liesern. Die 1« ^ahre ihres Bestandes haben bewiesen, dak die Kleine latente ausschließlich auf der Friedensliebe ausgebaut war. Nicht einen einzigen Augenblick wollte die Kleine Entente aggressiv sein. Man wird in der Geschichte der Weit schwerlich eine so starke Ltaatengruppe gleichzeitig so friedenswillig sehen." Der Priuzrcgeut erhob sodauu sein Glas auf das Wohlergehen!des Königs voll Ru-ttmttieii, de? ruuläuischeil Bolkes, auf das Wohl des Ztaatspväsidcuden Dr. BoneS und dec- tichechoilomakischeu Vollmes. letzter sprach Ztaatspräsideut Dr. Belieb in tiefen Darlegungen i'klier die Bedeutung der Kleinen Entente, wobei er die An- regung König Carols, solche Staatsoberhäup tertreffen der Kleinen Ente alljährlich zu wie derholen, auf das ivärinste begrüßte. Bon 16.30 bis 19.30 Uhr fand in Bukarest die erste politische Aussprache zwischen den i>rei Staatsoberhäuptern statt. Den Bera- tungen wohilteii auch MruisterpuHdent Ta-tarcscu und die beiöen Autzemnimster Rumäniens und i>er Tschechoslowakei, Titules-cu uttd Dr. Ärofta, bei. Äe Aussprache wurde sodann auf dem Sonlmerschlotz .^önig Ca-vols in «crovistc sortgesetzt. Valens Lugend feiert MoscleN Anläßlich >dcr wurde sie der Mhnleil einer scharfen antisenljtiscye»l !>iun0H<'l'ung des Deputierten a v i e Ä a 1 l a t. Blunl gab in der Regierungs^rklärunii die Maßnahnieil betannt, die seine ü1icnl wurde. Ter Ministerpräsvdent gab zu oer-stehen, daß die neue ReHicrung die deinotra-tischl? Ordnung zu sichenl wissen werde, jn-denl sie Drohungeir und Widerständen gegenüber die nötige Schävfe aufbringen )verde. Das Haus ging sodann zur Beratung über die Regierungserklärurlg üb^Zr. Die Tribüne bestieg der Rechtsdeputierte .kavier Ballat. dessen Erscheine^ auf der Linken einen wüsten Nirm hervorrief. Ballat erklärte, zuln ersten M>^ werde das galliich-ronlanifche Fralüreich von emem Judeir regiert (Ungeheurer Lärm auf der Linken). Ter Ministerpräsident spra^lg auf. um den «ihungssaal zu verlassen, nahnr aber dann ans Zurcdeil seiner ^reunide P^lah, Voraus .Herriot erklärte er könne es nick/t zulassen, daß Mitglieder der Regierung wegen ihrer Religion angegriffen lverden. Als sich der Lärm wieder gelck»rie>l Ballat „Schuft!", „Schurke!" usw. zu. Her-riot drohte Vallat das Wort zu entziehen, was einen (Lntrüstungssturn: d<'r Rechten zur Folge l)attc. Ballat schloff seine Ausführungen nlit d«r (5'rllärllng die Rechte iverdc iU6)t dulden, daß ein Mann am Steuer FvaiUreichs bleibe, der das Staats-^ fchnf unweigerlich zunl Schiffbruch führen würde. (Begeilfterter Beifall auf der Rechten). Die Debatte eudigte selbstverständlich mit einent großen Abstlmmungssieg der Linken. Der Regicruilg wurde das Vertrauen mit '10 gegen ÄB Stimmen ausgsj'prochen. Muflolini zeichnete seine Siil^ne aus Im Rahmen einer großen Feierlichkeit verlieh der Duce Mussolini neben zahlreichen Fliegeroffizieren auch seinen Söhnen Bruno und Bittorio Kriegsauszeichnungen. — Hier heftet er Bruno Ätuss^ini die Kriegsaus-zeichnug persönlich an. (Scherl-Bilderdieust) Abg. Boja J«mjie als hebräischer Redner bei der Grundsteinlegung ewer Synagoge. R u nl a, 7. Jum. Heute unt 11 Uhr vor-nlittagS wurt!« in Runia in Anwesenheit behördlicher Vertreter der Grundstein für die Leon »tum, Imntreichs neuer MinlfterprafldeM, unterrichtet die Vresft Haile Ä'lajsie von Abessinien traf anl Mitttwochnachinirlag in London ein nnd wnrüc Wr 'N-oil einer unübersehbaren Menschemnenge unt BeifallÄkundgebungeti begriiszt. Dies Bild zeigt den ".'keguS (X) auf deni Äalton seines Hotels, vor denl sich zatilrcirl>e unter i^nen vie^e "^eger nnd !!>'i^ssiniei'^ eingefunden hatten. ^Scherl.-Alderdieilst' Nach denl Rücktritt des Kabinetts Sarraut bildete der sranzi^sischsSozialistenstj'hrer Leoit B l u ui die neue lMgierung, der 15 Sozialisten, 13 Radikalsoziale und 3 Sozialistisch? Uni^nisten angchöven. Nach seiner Betrauung gab er den ^urnalrsten 'A^uSvünfte über jeine RegierungÄiildui^. (SHerl^BilderdiellstM) DienSt«>g, ven y. 1V36. ireue Synvgoge flelegt. Der Abgeortmete des Bezirkes Ruma, der serbisch-orthot^oxe Geistliche Boja I a n j l iZ, hielt bei dieser Ge-legenl,«it eine in hebrAsc^r Sprache gehal-!^ne Nede^ di« insbesondere auf die Teilneh-nier der mosaiischcn Konfession dei: besten Eindruck machte. Riesenerbschast der Gräsin Gzechem»». S u d a p e st, 7. Juni. Wie t>ie Blätter Berichten, hatt? die vor einigen Monaten in den Vereinigten Staaten verstoi^tle Witwe nach dem bekannten amerikanischen Multimillionär Cornelius BanderbiÜ, Frau Alice Vanderbildt, ihrer Tochter Mady, der Gattln dod ist ein ungeivöhnlicher streik ausgebrochen. Die „Doubles" ha!^n die Arbeit niedergelegt — jene Artisten, die in detl Filmen anstelle der großen Filmstars irgendwelche halsbr«ch«ris'Hctl Mnst-stücke ausführen. Diese Kunststücke, bei denen »ast immer das Leben au^ dem Spiele stellt, n:erden, wie die Doubles behallpten. 'M niedrig bezahlt. Und darilm verlangen sie jetzt eine entsprechende Erhöhung ihrer Man erfährt bei dieser GeleAenheir, datz es in .Hollywood auch einen Tarif filr diese Doubles gibt. Jedes holsbrech^^rische Ezve--riment hat da seinen fcstgese^ten PreiZ. So klZ'stct zuni Beispiel: der Sturz von einer ^».'eiter .')(> Dollar, Sturz aus einem Flugzeug Dollar. Absturz von einem Fels^'n 'M Auto .^ü0. Dollar. Absprung von einem fahrend::» Zug IM Dollar, Zerschellen eines Fahrzeuges an einer Miuer 225 Dollar. Auffallend ist besonders eine Bestimmung des.. bisher gültigen Tarifes, nach' der im Mederholungsfalle für . solch ein Kunststück ein niedrigerer Betrag bezahlt w'.rd. Wahrscheinlich sind die FilMfte^valtigon dep Ansicht, dos; man auch in der Darstellung jol-cher Katastrophen Uebung bekommt und sich damit das Nistkci verringert.. Die Doubles dahingegen, die immer wieder ihre Gliedmassen zu Markte tragen und stets dem Tod ins Gesicht schauen verlangen seht eilte Erhöhung der Tarife. In einem kleinen Ort bei Chaux-de-Fonds (Schweiz) ging der Holzarbeiter Berne.lle spazieren, fiel um uttd war tot. Herzschlag! Zi: genau derselben Stunde starb infolge .^rzschlages itl einent anderen Ort der Zwil l'mgsbruder des Mannes! Paris,?. Jlmi. (AvÄa). Der „M a- t i n" veröffentlicht eine käilgere Nachricht aus Rom, in welker D^ils über dii? An-näherüngspolitik Mischen Italien und Deutschland enthalten sirrd, die ksnkret realisiert werden soll für den Fall, das; das Verhalten des Völkerbundes in der San5-tionensragc Italien zwingen sollte, sich aus Genf zurückzuziehen. JtMen hat ^ch für diesen Fall auf den Abschluß eines Nicht-angriffspa.rtes mit Deutschland vorbereitet, in dem alle Einzelheiten »nbegrif^en wären. Der Pakt würde auf unbegrenzte Zeit Geltung haben. Diese. Umorientierung Jtalietis ist lwn den Maßnahmen abhängig, die der Völkerbund im. itaÜ^bessinischen Konflikf treffen wird. Der Pakt mit Deutschland wür de solfort abgeschlossen loschen,. wenn die Sanktionen fortgesetzt wi'irden. Ministerpräsident Mussolini hat ^n 30. Juni als letzten und äußersten Termin bestimmt, bis zu dem er zu warte,i gcwiUt sei. Wenn nach dieser Frist in Genf keine Aenderung eintritt im .Hiniblick auf Italien, dann wird der Patt mit Berlin demonstrativ und sofort unterzeichnet. Die Vorbereitungen für den Abschluß eines st»lchen Pv/ktes sind bereits mit aller erfor^lichen Fürsorge geführt lvorde:^. auch wurden die Äsprück?e zwischen Rom und Z^lin in größter Diskretion aH-gewickelt. Die beiden Botschafter in Berlin und Rom erhielten die geheintsten Anweisun gen ihrer Regierungen. Der deutsch-italienische Pakt wird sich im übrigctl van den bis^rigen Pakten unterscheiden. Vor allem werden darin alle möglichen Eventnalitäten berücksichtigt werden. Sehr »wesentlich an diesem Pakt ist auch der Umstand, daß er in genau bestimmten Aeqnivalenten die Ber-Pllichtungen und Rechte der bcid'.'n Staaten ^auf Grund dieses Paktes be^timtnen mrd. Ein Brief Ottos an seine legtttmiftifchen Oefterreicher Er steht über der Zeit und den Dingen... / Von der Zensur glatt durchgelassen Wien, 7. Jultt. Das legitimistlsche Organ „D e r O e st e r r e i ch e r" veröffentlicht einen Brief OttoHabsburgs, in dem u. a. heißt: „Der Machtkampf in Oesterreich geht weiter, weil es in Oesterreich keine Macht gibt, die die unbestrittene Autorität besitzen würde. Unsere Z«^t fordert die Konzentration aller Kräfte. Das kaull nlit Gottes Hilfe nur lnir allein gelingen, da ich für nieine Rechte keiner einzigen Gruppe zu danken habe. Ich verteidige das Legitimitätsprinzip nach Gottes Willen. Ich stehe deshalb über dem Streit und über den Rivalitäten. Es ist höchste Zeit, daß eine entscheidende Handlung begangen wird. Ich bin jede Stunde bereit, in ineine Heimat zltrückzukehren, unl Oesterreich di« alte Einheit, die einstige Kraft uitd das verlorene Glück lviederzubringen." Der Brief Ottos, deu die Zensur glatt passieren ließ, ist deshalb pikant, weil cr erstens einmal klar feststellt, daß es in Oesterreich heute keine Autorität mehr gibt, sondern unter sich streitende und rivalisierende Politische Jnteresfentenhaufen. Der junge Otto sagt es den Heimatschutzern und den Christlichsozialen unverblümt, daß seine Rechte nicht von ihlien abhängeil, aber gleich zeitig ist er auch der Anfil^, daß „etwaS geschehen muß". Ziemlich hochtrabend und naiv zugleich ist seine Behauptung, daß er die „alte Einheit" wieder zusammenkleistern werde. Sogar Macht und Glück verspricht dieser hoffnungsvolle, aber unberufene Erbe eiites zufamnlengek.rachten dynastischen Thrones. Es ist bestimmt das Rech^ der Le^ti-misten, die Botschaft aus Belgien als ihr .Heil zll betrachten. i. Personalnachricht. Wie aus Jstambul berichtet wird, ist der jugoslmmsche Ministec ohne Portefeuille Dr. 5ie?fija B c h m e n vom Präsidenten der Republik Mustafa Ghasi Kemal Ataturk tri Audienz empfangen Ghasi Kemal Ataturk in Audienz entpfailgen tergereist. i. Tod eines geachteten kroatischen Jour. nalisten. In Sarajevo ist der el)enlaligc Hauptschriftleiter des Ostjeker „Hrvatski List" und Mitarbeier des „Obzor" und „Iutarnji List", Dragutin H o f b a u e r, der sich auch literarisch stark betätigte, iln Alter von 65 Jahren gestorben. i. Nuntius Möns. Pelegrinetti nach War« schau versetzt. Zum päpstlickien Nuntius in Vorschau ist der bisherige Beograder Nuntius Möns. Pelegrinetti ernannt worden, der dort sc'inerzeit Sekretäir der Nulliiatur gewesen ist. i. Eine große Revue der kroatischen Bauernkultur in Zegteb. Am Sonntag, den 7. d. fand im Großell Theater in Zagreb sowie im Messepalast und im „.^olo" eine riesige Revlle der kroatischen Bauernkllltnr statt, Löwen privcit Mit der Kamera durch afrikanische Wildsteppen Von Martin Johnson. Das Kamera-Ehepaar Marti-n und Gsa Johnson hat eine Flugzeugreise durch die großen afrikanischen Wildgebiete unter-nonlmen ttlld seine Eindrücke heiter und span nend in einein Tc»nfilm".'»Babuna, lOO.MX) .^ilonieier tin Flugzeug über Afrikas Dschungel" ni.:dergelegt. AuS dem Buche, das Ende April im Verlag Brockhalls, Leipzig erscheinen wird, bringen wir init s.reull^lick)er Ge-liehnligung des Verlages einen Abdruck: Osa 'irauchte keinvll Aeglveiscr. Wir hat--tell schon lalige die besten Löwenstellen in jener Gegend ausgekundschaftet. Sie führte uns also über die Steppe hinaus, die Seiten eines Tälchens hinab, durch einen flachen Bach u'?^ anl anderen User wieder hinaui zu d<'n Ebei^en Ihr Ziel lvar eine lchlishewach-sene Schlncht. dierüber. reckte,l sich, gähnten und taten sich auf die Keulen nieder, um uns zu beobachten; sie s6)aulen ganz freundltch drein, nur leise Neugier sprach aus ihrem Gebaren. Gelegentlich gähnten sie; wir mach ten so wenig Eindruck auf sie. daß sie beinahe gelangweilt schienen. Unse« Gäste lvaren natürlich alle in. Heller Aufregung. Wer lväre da.) auch nicht, lvenn er die ersten wilden Löwen in Afrika sieht? Aber die Liiwen lvareli llicht im mindesten aufgeregt, und alsbald zogen sie durck) das Ri^hricht ab. wo sie sich lpicher hinlegten, daß lvir nur die Spitzen ihrer Lauscher sehen konnten. Eigentlich verhalten sich die Lölvon in Tallganjika rocht seltsam. Sie schenken sinein Kraftwagen' und aurh, wie wir später erfuhren, eitlem Alugzeug nur lveili^^ Aliimerk-samleit. Die Insassen eines AutoS siZhen ^is anscheillend nicht als dtlvon get^'ennt? W^'sen' an. Manchlnal habe ich obeli aus meinen, Aa-merawagen lnit meineir gri^ßeir Berufskawe, ras gesessen, habe mich hin und h2r oelvegt uni> eilse ?klfnahme nach der andi)ie bereits bericlitet. die Bauern und Bäuerinnc'n i>i ihren brachten faiigen und tailztell. w!^' sie es in ihren Töi-fern tml. Der Jubel war unbeschreiblich, als die Bauern und d<^s Stadtpublikuni Dr. MaSek unter de»l Teilnehmern erblickten. 25 Dereine beinarben sich im Großen Theater um die Paline des Tages. Eiile große Anzahl andcrer lierrlicher Trachte'^grnppen sang uiid tauzte liingcssil iiii ilii^« im Messepalast. i. Aus dem ^ustizdienjte. '^iizeprä- sidenten dei' Zagreber Zepl^invil alias?! wurde der bisherige Sevtemvir.ilrick^l"' ^van B a a c eriiau»!. i. Der Btitz erschlägt die Eltern vor den Meldern. In RadilM bei Te-iaiij sinchlete Bauer Mustafa Be r d e l j e v i «' niit ?srau und Ziilndern unter eiiieii ^tirschbanm, um von eiiiein Sturinl'egeis nicht durchnäht zu »verdr.elck>er die Beschlüsie der '-Z?crtreter der ^llbeilnehnur Uiid Arbeitgeber angenoniinen wi^^dcn. Lohnregelunq tritt init N^'ujahr ^N7.ft. Die Arbeit wird D'enstnerr Frmiz N o v a t aus Maribor zuln Ersatnilitglied des Ver-waltniigsausschusses Iiestellt. lwch werter. Er sch,«liegt sich an d'n Vodeii an; dabei arbeiten seine Mnskeln so tad<'!l>'s zusalnmen und so geschwind deir>egt cr sici». daß er lnehr zu gleiten zu lausen 'ciiiünt. Der Ll^^r>e aildevseits steht au' allen v'cr Beinen, loenn er anreiint, und ob nehl er auch gewandt nnd schnell ist, so besitzt er doa) ivoder die Flinkheit iioch die l^veschinett.igkcit des Leoparden. Wenn er deii (^'-geiistand se'-nes Angriffes aber erreicht iind 'lniwirst, daliil ist es uln den geschchen. l>v^ihrend i<1> viele Lollte kenlle, die sich init bloßen V^än-den gegen Leoparden geii>e?>rt halx'ii i>'id noch anl Leben sind, uin sirli dWlit brüste" All können. Man hat mich oft gefragt, ob der Löae oder der Tiger in eineiil ge't^ens^itlgen obsiege,! lvürde. Das nieiß ich natürlich ni^bt^ eillen solchen Zusaininenstoß dürfte man auch nicht allzu ost zu l'ehen bckonimen oder sich ailch nur da^on berichten lasse,, kl>nnen: deiiu in Afrika gibt es kei^ie Tiger und in ,^;ndien keine Llvivell, abgesehen l>on einigen wenigen auf eilleiu beschränkten Gebiet, wc, sie geschlitzt und die Tiger fast, n-ienn nicht gäre, ja, d«rs^ er den Lö ,ve,l uirterkriegell würde. Ich glaube, da-^ ist auch inanchnlal vorgekoninlen. »r^nn siti> d'e beide», in Tierbnden in die .'ixiare gerate' .Miriibo«r Zeitlmg" Nmumer ?M. UeM»g, Wn 9. Imri 1«Se ^ ÄM »»on. die hübsche, kuum lt^sährige ,yabri-fantenstochter (5 d i t h L i e l» e r mit dem Äue^rwählten ihres .Herzens, dem eriva alten Äajufymnnsso>^t F r a u z r c g u r i e aus Bodekov'-ina bei qret'. den sie !n Brüml kennengelernt hatte, pei^ ^lug'.cng in ^^greb '-inoetrofsl'n M.?r, sekie sie sich s^snrt init dem Bal^r telepho-nisrb in Verbindung und teilt? ihnl kl'pp ittid tlar mit, dast 'sie vl>i' fertige T'at-liachin zu stellen ^absichtigc. al^r mit ihn: zu unterhandol?l imünsche, meshalb er nach Mnriblir summen möge, um di.' Angel'gcn-htit eiNjtttrenkLn und seinen dazu zu geben. Das teinperamentnolle Mädel machte gleich die nötigen Schritte, um zum katho-lisi't'Ln (Glauben überzutreten und s», die rasche .'ouirat mir il>rent ^ranz «.'>» ernt5c^-lichen. Das fürstblschösliche Ord'narint lMtte nicht'.^ dag^'i^eti einzumendon, ina6)t^ sedn.-ki die Tnuke von der Einwilligunt^ dts BatcrS eits beim '^,i'mner (>)eschäftsmanil ein stewichtil^es Wvrr ein^ziiicftcn. mus^te fnr di.? Kisten der Pcili^^eiauKcht ^'lufkammen, aiber für das v>mnnar des Nechtsanwaltcs Dr. K o-m n v l i, der nls Rcchtsbeistitnd zugezi)gen N'urd<'. ^c.iintag geqen ll Uljr trai der Brünner ,^ndustri?sse mir ,'vran (5>crzenesrcund würdiqte-.i si<. sedoch feities Vtickes. Die i^eselfschaft sich im Ämr zur ^Vvlizei, wo die Unterhandlung?« Ethekka desgleichen, wenigstens hielr sie mit ihrem Gatten; ob sie im Herzen anderer Meinung ist, lie^ sie nicht durchblickcli. Der orthodoxe Jude verzieh der Tochter den Fohltritt, wie er sagte, nicht aber den Umstand, daß sie dem Glaubm der Bäter entsagt hatte. Auf die Borstellungen, daß Edith Katholikin geworden sei, meinte er, ex lüerde eben eine katholische Tochter haben, der er aber den Äkiann fel^t aussilch?n iv^>:rde. Als jedoch '(^jTeguriü jun. ironisch fral^te. was geschehen nnirde, M!nn er zum israelitischen Glaut^n iibertreten wiirde, m::intc der Geschäftsmann, dann ließ sich iiber die Angelegenheit redet!, da die .^^ailptschwierigkeit beseitigt wäre. Das ivtädchen verlangte stürmisch die Freiheit ihrer .^ndlungen. der junge Are- Montag, den S. Sunt guriü bat Mid drohte, sein Bater legte sich ins Zeug, es half nichts, Samuel L,eber blieb unerbittlich. Ätit erhobene,: Händen bat er weinend die Tochter, ihm die Schande nicht anzutun und Jüdin zu bleiben. Er ereiferte sich derart, daß ihn cillc sch^oäche befiel und er ohnmächtig zusanlmei^zttbre-chen drohte. Der Mann erklarte schließlich, er werde die Tochter mitnehmen und über ihr weiteres Schichal bestimmen. Mit ihrem Entiührer werde er nochmals bei «^ickit «zusammentreffen, da cr ihn auf Schaden-ers^ in der Höhe von l50.000 Tschcho-kro:ten klagen werde. Die Verhandlungen wut^etl, weil aussichtslos, beendet. Bor dem Polizeigebäude umarmte das Mädel ttoch einmal den (beliebten und gab ihm die goldene Halskette, die sie vor drei Tagen von seiner Mutter erhalten hatte, als «viges Andenken. Der Bater riß sewe Tochter aus den Armen des jungen Ätannes und stieß sie m das Auw, das sofort gegen Norden ^hr. Auf Ersuchen des alten Livber begleitete ihn ein Polizeibeamter bis zur Grenze, ivahrscheinlich. weil man ein neuerliches Enttveic!^n des heiMütigen Mädchens befürchtete. An der Menzc unterschrieb der Fabrikant die Bestätigung, er habe die Tochter aus den Händen der Polizei rdchtig übernommen . . . Im August 1871 nahm die Statdhallerei in Graz die Gründung der Stadtwohr in Eekje zur Kenntnis, deren erster Hauptmann der Brattererbefitzer Karl Math es n>ar. S^n einen Monat später kaufte die Wchr von der Maschinen- und FeuerlöschgerStefa-brik Wilholin Knaust in Wien eine Patent« Abpvotzfpritze, die auf der einen Seite die Aufschrift „Freiwillige Feuerwehr m Cilli 1871", auf der anderen Seite die AufsÄ)rift „Stadtspritze 1" und das städtische Wappen trug. Seit damals vergingen sunfundsechzig Iah re, ein langer, lveiter Weg, eine Lebensr::ise von Sorgen und Mühsalen joglicker Art. Am vergangenen Somtag, dem fünfundseck) zigjährigen Griindungsfest, l>aben die wackeren Mitglieder der Wehr ein Weilchen stille-iiestanden und in voller, glänzender Rüstung Rückschau gehalten auf die verflossene, lang«' Zeit. ^ ^ Ehrenwerte und teure Namen sind in der Geschichte des Bereines vereivigt; sie sollen ein leuiZ^endes Beispiel sein im weiteren Kampf um Lorbeeren der edelsten Selbstlosig keit, zu fernerer Betätigung nach dem Wahl-spru<^: ,Kiner für all,!! und alle für einett, Gott zur Ehr, dem Mchshen zur Wchr!" Retorbnennungen für vie Rennen in Tezno Für die beiden Trabrenntage am 11. und 14. Juni 34 Pferde mit 92 Nennungen abgegeben Für die iin 11. und 11. Juni zur Durchführung gelangenden Trabfahren wurden nicht weniger als .'j4 Pferde init 92 Nennungen abgegeb<'n. Außer aus Maribor lvur-den Pferde auch anS Ljutonrer, Ptuj, 8o-»tanj, Br^'i^ice und auch ausländische Traber aus Oesterreich genannt. Unter den genannten Pferden wäreil zn envähnen: „Hugo", „Ossi", „Peter Pilot", „Lcha.", „Pika", „Ophelia", „Vasta", „Bandi", „Diplomat", ,^lona", „Golon", „^Sca", „Danilo", „Oh^", „DaMa", „Dvrim", „Daneia", „Pelikan", „Oeuli", „«adar", „Jasna" u. a. meht, sodaß jedes einzelne Rennen diesnial stark besetzte Felder und spannende Endf^änrpfe aufweisen wird. Für die beiden Renntage herrscht in allnt Sport-kreisen das gri^ßte Interesse. Teilnehmer sind aus nah und serit airgemeldet. m. I« Bojinik ist im hohen Alter von 81 Iahren die Private Frau Maria Häuser gestorben. SS Lahre Stadtwehr Eelje Wackere Helfer in allen Nöten Die Freiwillige Feuerwehr in Eelse feierte am Sonntag bei recht günistigenr Wetter das tiösährig Jubilämn ihres Bestandes. Aus diesem Änlaß sand uin lialb 9 Uhr fri^h in der Marienkirche ein (^oldesdienst, daraus die Weihe des n.!uen!RetungSliutos vor dein Ztadtamt und eine Festsitzung iin Gemeinde-likungssaal, unl l l Uhr eill Promenadekonzert im Ztadtpark, unl 14 Uhr vor dem Rat Hause <'ine Tonibo^ia und anschließend ein 'Volksfest statt. Verein der Kleintierzüchter gegründet FördKAng der heimischen Kleintierzucht / Erste Ausstellung im RahmM der Festwoche Obinannstellvertreter I. D o r n p, Zeiretär 'F. Farazi n, Kassier I. Mlake r, Zeug wart (5 rnk o, Ausschußmitglieder Tar-kuö, Zonnenivald und Mark!, Rechnungspri'l ser Toma/ie, Novak und NovSak. Der Tagung wohtlte Herr I ii k r e t als Delegier- Tierfreunden tnangelt es in unserer s^radt gewiß nichl. Gesteht fanden sich inl l^sthaus ,Ljutomer" 'die Ziichter von Kleina tiereu znsanlinen, unl eitien einischlägigen Verein ^r Mrderung der Zl?IeintierFucht ins L/eben zu rnfen. Die diesbezüglichen Statuten wurden lvveits von der Banatsver-waltung genehnrigt, wobei sich der Berein Ziele gesteckt t>at, diirch gemleinsames ^^sammcnwirkell, 'Beschtiffung von Zuchttieren, Ausstellnitgeil u. dg!, die Zu^ von Meitltiereil ("^Äninchen, .Mhner, Enten, Gän se, Tauben, Zic^M, Schafe, ?»tanariellt>l^el uj-tv.) fl^rdern. In die erste Bereins-leitung gewühU 'Oltima«« Ä««dvad Urvi e,^lora^ üt^rnowmen. ter der Zentrale in Ljnbljana bei. Der Berein wird am Sonntag, dt'n 14. d. eine Ausstellung von '')lngoraivolle verarrstaltetr ttnd dann iin Ra^linien der heurigen Mariborer Festwoctie init einer großangelegten Älein-tierausstellung vor die Oesfentli6>teit treten. ?sÄr diese Bernustaltnng I>lN der ehenialige A-bgeordttete j ^ ^ s r d-aS Pw-tek- Anl Borabend trieben ein Fackelzug und ein Riesenseuerwerk auf denr Sannsteg, das für die Veranstalter ein voller Erfolg war, die Bewohnerschaft auf die Beine. Es hatten sich Hunderte von Menschen an beiden Sann Usern eingefunden, die die pyrotechnischen ^iiünste der Firma „Pyrota" lnit Beifall be-dachterl. Nach dem Aufslammeit eines bengalischen Feuers aus dem Nikolaiberge setzte eine Böllerkanonade ein, worauf eine Reihe prächtiger Raketen den Nachthimmel in ein Lichtlneer bunter Feuerst-erne verwandelte. Man sah farbige Kaskaden, Blumensträuße und goldregenartige Figuren. Dazwischen sausten pfeifend Mhende Kometen durch die Luft, explodierten riesige goldene Sterne, die dattn lvie brennende kleine Fallschirine zu Boden sanketl. Groß^' Bewunderung erregten auch die rotierenden Feuerräder, die erst in der Hl>he sich zu einem neuen Funkenrvgen cirtfalteten. Die Hauptanzichungspunkte waren der silberweihe Ä!^fserfall, ein schimmern des Flatnnrenmeer von eindrucksvoller Schön heit und das Gavbenfeuer, wobei riesige Merrgen von Licki-tgarl^n un>d Leuchtkugeln die Sattuufer erhellten. Währeird des Feuerwerkes kon^rtierte die Eisenbahnerka>pelle. Fnnsnndsechzig Jahre aufopferungsivoller Tätigkeit iin Dienste der Allgemeinheit hat die Frein>illige Feuer'tvehr in Celje hinter sich. Iiit diesein langen Zeitrauine haben die Mitglieder der Wehr Qps^rtvilligkeit, Tveue nnd Hingebung atl den Tag gelegt, Gesundheit und selbst ihr Dellien im schweren mld ernsten Ä'ainpfe gegen die feindlichen Ele-in 'nte „Fener nnd Wasser" Spie! ge- Wa« sordmi die Gastwitte? Wie schon berichtet, fand iit Ljuttjcma dieser Tage der Kongreß der jugoslawischen Gastwirtevereinigungen statt. Auf diesem Kongreß wurde eine Entschließung erbracht, die folgende Forderungen enthält: Das Gewevboges^ soll ehestens ilovelliert und eine Verordnung i^ber die Lerb.'sserung der Einrichtung der Gasthäuser und Hot?ls erlassen werdm; weiterS soll eine Verordnung erbracht mer den über den Nachweis der ^chbefähtgung im Gaistgewerbe und über die Anerkenn'tng des Gastgewerbes als besonderer Stand; . die Bermiewng Privater Z-mmer an vor-ilbergehende Gäste und die Ausfolgung t oir Spevsen in Prwathäusern (Auskocherei) M verboten werden; die AuSfolguirg von Gastgeiver^izen^en soll eingeschränkt und Ausländern sollen solche nur auf Grund der GegenseitigkeU er^ teilt lvechen; die Gastwirte sollen in den »ca.unnerräten entsprechend ihrer Zahl wie auch andev^ WirtschtHsKveige vertrete« sein und ihre Sektionen sollen in Fachftagen vollkommen autonom sein; es soll dringend an der Regelung der Frage der Geldüberweisung inl Reiseverkehr aus denl Mslande gearbeitet werden, iit erster Reihe aus Deutichland und Pole,!? in der Frage der Bmvalverzehrungsst^uer aus Wein und Branntwein mögen alle dem Finanzministerium seitens des Landesverbandes der Gasttvirte überrerchten Vorschläge angenommen werden. Der Kongreß beauftragte den LandsSver^ band, bei den zuständigen Stellen entschieden darauf zu ^stehen, daß diese Fragen ras6> verwirklicht lvcvden. Ermäßigte waoslawische ZSavervisa Wer hat ««st»r«h auf die Srleichterimß? Der Fremdenvevkehrsverband in Maribor richtete an die Konsularabteilung des sugo-slawis^n Außenministeriums das Ersuchen, d!e authentische Jnterpretierttng der B^'stim« muttgen iiiber die Erteilmtg des ermäßigtet! Bädervisums zu veranlassen, da die Aus-landvertretungen in dieser Fragi» sehr verschieden vorg^n, lvas bereits ?sterS Anlaß zu Klagen und Beschwerden gab. Der Verband erhielt :mn dieser Tage vont Außenmlnisterium die Mitteilung, daß alle auÄändischen Touristen, welche zur ^ho-luny oder zmit Besuch der Hetlbäder. Seebäder lmd Soimnerfriischett nach Iugosla^ wieit reisen, au5) ohne ausdvültli,^s lKr-suchen Uns.p^ch auf ein sogenanntes Bäder-Visum mit einer Laufzeit von drei Motvaten haben. Das Bädervisum kostet 10 Dinar und wird in der betreffenden Lanidestvährun^ Ktm durchschnittlichNl Börsenkurs bezahlt. Auch GrupM. ivelche auf Grln^d eiues KollÄtilvPasses nach Jugoslawien l^^'isen haben Anspruch auf ein Bädervisuni gtgeu Bezahlung der (^ebülir fiir ein »inzige^? Visum. Ausländer, d-ie aus ein Bädervijttul Dienswg, d-n 9. Iw« lS«. Mi«en. Msien miad«ftens d«i Tage w einem Orte Jugoflmviens, welcher als Kurort oder Sommerfrische im Sw»e der Ber--ovdmlng über die Erleichterungei? für i>ie Hotelmdustrie betr«ichiet wird, verbleiiben. Einige auÄündijche Vertretung«» stellten irr tümlichevwetse die Bedingung Ausenthaltes in elnem Aurort oder einer Sommerfrische im Sinne des § 11 des jLgyslawischen Eiienbahnthrige TrafiVant Franz Pigore v c-n i k und der 4<)jähriffe Angestek'te des städtischen Wasserwerkes Josef S k u b e. R. i. p.» m. Noch ein Vortr«ß j« der Valksun>ver- fität. Die BvlkSunive^ität hat den geg-'n-Mrtig in Maribor weilenden Delegierten der Masaryk-Akademie der Arbe't :n Prag Dr. ^ nt a v c, einen anerkannten Propo-gator der technösch^virtschaftlichen J^n über die wissenschaftliche Organisation der Arbeit und über die BolkSwohlfahrt, für einen Bortvag gewonnen, der morgen Dienstag, den 9. d. um 30 Uhr im Saale der Bolksuniversität gehalten wird Insbesondere die Techniker-, Aerzte- und Wirt» schaftskreise ive^den eingeladen, an diesem austerordentlichen Vortrag teilzunehmen. IN Der Eisichahner.UnterftittzUligSveret» in Maribor, eine der grösttell Orgmiisatio-nen iin Staate, hielt nach sieben Jahren 'm Union-Saal ihre Genevalversavrmlung ab, in dar der Goldmbeiter Johann Pfranzel und dessen Braut Edith G der ausländischen, die si6i am Messegelände befände«, ist wohl das besteLob für die Leistung der Mariborer Firma Perg-ler. Die Fahrt ging lveiter nach B l e d, nw der schöne und bequein eingerichtete Wagen allgemeine Aufmerksamkeit hervorrief, und kehrte nachts na6i Mari-bor zurück. Auf dieser seiner ersten Fahrt Verbrau6>te der Wagen noch weniger Naphta als sein Vorgänger vor 14 Tagen. Die Stadtgemeinde hat mit der Beschasfung der Dieselivagen wirtlich einen guten Griff getan, einen noch besseren aber, daß sie die Karosserie von einer Mariborer Unternehnlung Erstellen ließ. Der Wa gen wurde zu des Vi^ebürgermeiisters ^ bot auf den Mmen „«Goldener Franöe k" getauft m. MotMMfeier. Dieser Tage trafen sich in Graz die Mfolventinnen der Lehrerinnenbil dungsanstalt in Maribor aus dein Jahre 1911 zur SSsShrigen Maturaf^'ier. Bon 37 ehemaligen Schülerinnen waren 18 erschienen. Im Namen der damaligen Schüler begrüßte .Hofrat Schill seine einstigen Schülerinnen. Die übrigen noch lebenden Lehrer waren ain Erscheinen verhindert. Das Grab von Prof. Sepperer wurde mit Blunien geschmückt. Das AOjährige Jubiläum soll in Maribor gefeiert werden. nl. Aus dem Jagdverein. Der Atari borer Jagdverein veranstaltet am 5. Juli l. I. (Sonntag) beim S e n j o r - H e i nl ani Bachern einen grossen I ä g e r t a g, bei welcher Gelegenheit eine Zusammenkunft der Leitung des Jagdveveins mit den Sektionen der näheren u. fenieren Uiiidgebung geplant ist. Der Jägertag soll aber auch eine Vertiefung der gesellsi^stlichen Beziehungen der Mitglieder des Mgdvereins und deren Familien mit sich bringen. Nähere Einzelheiten über dieses große Iägertreffen lverden noch bekanntgegeben wecken. — Noch ist es Zeit zur Vertilgung der für das Niederwild so überaus schädlichen K r ä-h e n. Fachgemäß hergestellte Gifteier stehen noch in gei^gender Anzahl und zu mäßigem Preis beim Jagd^'erein (Aleksan-drova cesba 44) zur Vers^lgllNk?. — Bei Aufgang der Jagdsaison iverdeil die Mitglieder des Jagdvereins auf die Nokvendigkeit der Beschasfung von W i l d u r s v r u n g s-b e s ch e i n i g u n g e tt aufmerksam gemacht, die beim Kassier des Jagdveveins Direktor Boltavzer, Ciril-Metodom nlica 22, erhältlich sind. Nl. Uend-nmgen i« der Zusammensetzung der Gemeinden. Aus der Gemeinde Kora-Lioa ini Bezirk Ptnj wird ein Te^l deS Dorfes K l i u a r v c i (^meinde Veliba Nedelja Mgeteilt. Die Gemeinde' Ivanjkovci erhält den Namen Sv e-tinje. Aus der Gemeinde Sv. L o v-r e n c anl Drauseld iverden die Dörfer Zgornja Pristava, Popovci, Barislavci und Trnovci ausgeschieden und der Geineinde PobreZ je bei Ptuj zugewicseit. deren Namen in S v. V i d bei Ptuj umgeändert »oird. Die Katastralgemeinde B o j-n i k - U IN g e b n g geht aus dem Verbände der Genteinde .^kofia vas in den der Gemeinde V r> j n i k - M a r t t über. m. Auf seiner Inspektionsreise tra? der Inspektor de^? ^nnenministeriuitls Dr. M o-g o r o v i e. in Mari bor ein, wo er d'e Tätizd-salon des Hotels „Orel" zunl letzten Vortragsabend vor den Ferien. Es spricht Rechtsanwalt Dr. R a p o t e c irb« ein sehr aktuelles Thema. ^ Musikalienhandlung Mer libersiedelte FranöiSkanska 18. «035 Nl. Der Seiktänser Harn; Barkowsk wird sich morgen, D i e il S t a g. abends zmn evsten Mal am Hauptplah unserem Puiblikllm init seinen s)alsbrech,rrschen Atraktionen vorstelleu. Nl. Entfleideter Selbftmordkmdji»at aus der ReichSbriicke. Heute frühmorgens gegen 2 Uhr lenkte eiil ^^iassant die Aufmerksamkeit dadurch ailf sicl>, daß er sich turzerhmld auszuz'iehcn^ begann. Vom Wachmann angehalten, g«b der ^^calin au, nlit dem 19-jährigeil .'^stnecht Kastzar C a f u t a Heute Montag zuni letz-tenlnal der erstklassige AbeilteuerfÜul „Ich »ar Jack ZKortimer" mit Adolf Wohlbriick, Sybille Schmitz unb .Mde Hildebrandt. ?lk» Dienstag der herrliche Grotzfilni „Anjerft«-HUKg" nach dem unsterblichen Wert', von Tolstoi, zum erstenmal im Ton- und Sprech film. In der.Hauptrolle das schönste Liebespaar Anna Sten und Friedrich March. Wir geben dem gesch. Publikum bekannt, daß :ir unserem Kino noch den ganzen Monat Inn' durchwegs erstklassige n e u e ^ilme zur BorsÄhrung gelangeil, weshalb di? Preise erst mit 1. Juli reduziert werden koilnen. Bmg«Tonkino^ MoMag .und Dieiisrog die Reprise des besten Franziska Gaal-Fil-mes „Kleine Mutti". Mittwoch u,'d Don nerstag ein großes Sensationsprt'e.ran'lil in deutscher Spmche „Das falsche Testament" (Ver^ftung um Mitternacht) mit Frederic 'March, bekannt aus dem Film „Veitie" in der Hauptrolle. Anl Freitag eine erstklassige Premiere: die lustige Wienel- Operette „Jede Frau hat ihr ^heimnis" init .Hans Söhnler, Karin Hardt, Ery Bo-' und .^ns Thimig in den .Hallptrollen. Ein helr licher, neuer Schlager wird i,r dieiLNt Filin gesungen „Jede Fran hat ihr l^eheinini?!". Nebst dem erstklassigen >)aupti'.lnl wirk' stälrdig das neueste Journal Utt5 ein kurzer, miter^ltender Ufa-Tonfilm als Äeipro-gramnl vorgeführt. Beachten si-: unsere tief reduzierten Preise, da Si^ uni billig-'s Geld eine erstklassige, zweistiindige. lonkur-reirzlose Unterhaltung finden. identisch zu sein. AuSgezoge»l habe er sick? deshalb, unk in die Drau zu springen, dnch ließ er sein Vorhaben bald niieder fallen. Nl. Festgenommener Einbrecher. Der (Gendarmerie gelailg es, den schon seit längerc'v Zeit toegen verschiedener Einbrüche steckbrieflich verfolgten Franz T a r k ll 8 zuforschen und festzunehnien. m. Abgestrafte Zigeuner. Vor den, Mari' borer Preisgericht wurden anl Samstaq vier Zigeuller, und zwar ^^!atthäus und Ialui? Ho rv a t sowie Adanl und Nudolf E e-n^ e r wegen einer Reihe voil Einbrüchell. die sie in Prekmnrje lierübt hatten, zu Strafen vml 4 Monaten bis Jahren vsrnrteill. Nl. Großer Wäschediebstchl. Ans deni fe des Großgrundb^itzers Viktor G l a s e r in Smolnik ließ ein noch unbekannter L?anli-finger die zuni Trocknen aufgehängte Wii-sche im Werte vo,l 1500 Dinar mit sich ge hen. in. Smnt einem 5talb in den Abgrund gestürzt. Der 41-jährige Fleischer Johann I c-m e c aus Ho^l«. wurde auf einem steilen Mg ant Bachern ober Reka vom ausgleitenden Kalb mitgerissen, wobei er Meter tief über den steilen .^Xln^ hinabstürzte, ^'^emec trug hiebei schwere Verletzungell des Vriisl korbes davon. m. Messerstechereien. Jit Radvansc n^urde der Elektrotechniker M a r r o n i uoll ei^ nenl unbekannten Mann überfallen, der ihin das Mfser in deik Rücken jagte. In skava wurde der Fleischhauer Matthäus Smodej von mehreren Burschen schwer mißhandelt, wobei er Verletzungen ani g,in zen Wrper erlitt. m. Ew eutspnmgener Häftling. Vn „ Strasanstaltsbesitz ill Sv. Miklav^ c. ist der bekanirte Einbrecher Rudolf P o !>-P e l? a n, der gegenwärtig eine zM'ij''ihrig<' Kerkerstvase verbüßt, entsprnngen und tonnte bisher noch nicht ausgeforscht' und festgenommen lverden. NU Taschendiesstahl. Dem Chauffeur PliborSek entwendete ein unbekannter Dieb gestern in eineni Gasthans in der Ko roska cesta eine Brieftasche init Dinar. Avothekmnachtdienft Molltag: Sv. Aveh-Apotheke sMng. Vid. mar) und Mag!dalen?n«?lpothese iMn Savost. Dienstag: Mohren-Apotheke (Maji. Maver) und Schutzengel-iSlpotlM' sMaq. Vairpot. l. Ehrung des Dichters Janko Beselins. nie. Denl Dichter Ve se li n ov i k- z» Ehren wnrde ani Kalenwgdan in B<'ograd anl 7. d. in feierlicher Weise sein-.' Püste enthüllt. S. M. den Köirig vertrat Oberst Po po v i e, die köirigliche Regier»nq Uii lerriMsmin^jt^ S t o ö o v i L.' ,Marchorer Zeitung" Nummer lS0. NenSwg, d«„ S. Juni !93t Die Lage auf dem lulio-ttawifchea Kolonlalwami-mar« I. Lö. Im KoloniabwarenHandel entwik-teit sich das Geschäft normal. Der Umsatz ist mittelmäßig. Die Preise haben sich außer bei ^' uem »dex zwei Artikeln bei BeKug ttb Iabrik »der aus dem Nu?land, nzcht ge ändert. Trotzdem ist ei'»« Neigung zur fal lend"n Tendenz bemerkbar, doch ist dies das Net^ltat einer wilden und sinnlosen Zton« kurrcknz unter den GrssthSndlern. Die Ber-dienstmöglichkeiten sind minimal, d:^ Regt-on unoeytüker nnd stehen in keinem Bcr'M. nis znni Hiewinn. Es komm^ nicht s<»lten oor, dast de hxi um chcren Gö'hung von 1 bis 2 Dinar je Kilogramm zu erwarten. Kaffee notiert heute von 30 bis »7 Dinar pro Kilofframm, je nach Qualität und Sorte. Reis: Die Preise sind sehr nieder, aber stabil. Eine weitere Ermäßigung ist nicht möglich. Splendor notiert von 4.35 bis 4.8ö, Goliath 9.50, Goliath extra 10, Japan ori-c^inal 9, Karolina 7.2?i—8, Blue Roi'c amorik. fancy 8 Dinar pro Kilogramm. Tee: Je nach Sorte von 77 bis 200 Di-nnr das Kilogramm. Gewlirze: Pfeffer von 22.50 bis Zrmmt 48 bis Paprika 12 bis 19, Mus-kabbl'slte 140, MnMtnuß 72, BaniKe Bour-bon extra 400, Ingwer Majorann (ung.) 25, Majorann (franz.) 45, ?rnis 22, Koriander 10, holländischer Kümmel 16, französischer Safran 1800 Dinar je Kilogramm. Oel: In kurzer Zeit ist der Mbsanren reif. Die Frucht ist ausgezeichnet und in Fiille vorhal?den. Oelpreis ist um etwa 25 Para zurückgegangen. Eine weitere Preisermäßigung um einige Para ist wohl nröglich, aber nicht »vaihrscheinlich. Die j 11.20 Dinar je Kilograinn'l, ArachtNes ^e-zialöl kostet 1^.75 und doppelt raffinierbes Olivenöl 18.50 Dinar je Mlogramm. Rofwen: Sultaninen Rheingold 10 Dinar, Edelgold g.Sb, Trust S.20, Mydia 7, Syrius S.b0 je Kilogramm, franko SuSak. Das Inkitsso ist troß der mißlichen Lage der Kaufmannschaft immerhin zufriedenstellend. DeotfchlaadnItlltIugostawien neue ttoniingente Wie bekannt, ist die jugoslawische Ausfuhr nach Deutschland auf d^ Grundlage von Kontingenten geregelt, di« jährl^ auf der Tagung des deutsch-jugoslawischen gemischten Ausschusses neu zugeteilt werden. Andererseits ist die Tinfuhr von deutschen M-ren nach Jugoslawien vollkommen frei. Heuer !^t Deutschland noch neue Kontingent« einigesührt, und zwar besonders für die Balkanlän!^. Die Bewilligungen der Mehr kontingente lauten auf den Namen der einzelnen Exporteure. Das erst« Mehrkontin. Mt, tvclches Deutschland bewilligt hat, sind 750 Stück leichte Pferde. Wie Vir erfahren, ist Deutschland g«n«?igt, weitere Kontingente für die Einfuhr von weiteren 1000 leichten Pferdm, von 10.000 Waggons Weizen, 1000 Waggons Pflaumen und 2000 Waggons Aepfeln zu erteilen. Der Wert der genannten Mehrkontingente beträgt 270 Mill. Dinar. X Eim BkroLd«i«D «ter die VU Verbände haben nun ihre Meinungsäußerungen dem Ministerium zukommen las sen. Im Ministerium wird nun auf Grund des gesammelten Materials die Verordnung ausgearbeitet werden, worauf den interessierten Kreisen von neuem die Möglichkeit gegeben toerden wirk», Vorschläge zu Aende rungen zu machen. Sioderab«nd. — P«riA, 18 Orche^terkonzsrt. A1.S0 Sine mMkalifch« Reise du'^ch Sie Kolonien. — 19 Liese? 20 „Ter Musitkeind^', Operette. — Prag, 18.10 D. S. 19.10 Studieren od«r nicht studieren? 10.30 „Rigoletto", Oper von BÄ»i. — Drolt»ich, 30 Lieder. 20.M Berlioz-Abend. — 19.4H Buntes Konzert. 21.30 iOrchesterkon-zert. — VVaiUmd, 19 Unterhal»:tng»musik. 20.45 Oper. — 17.15 Konzert. 20.35 „Der Zarowitsch". Operette von Le'^ar. — VAdapeft, 17.» Schallplatten. 19.30 „Ein Maskenball", Oper von Verdi lten Wochen dank der erhöhten Einfuhr Prei'e bewegen sich heute zwischen 10.50 bis deutscher Waren beträchtlich verringert und Dienstag, I. ZMi. LjubljRm», 11 Schulsunk. 12 Schallplatten. 19 Nachr. 19.30 Nationalvortrag. W Lpern-tlbertragung aus Zagreb. — Vesgr^d, 18.30 Volkslieder. 19.30 Stunde der Nation. 20 „Die WaMre", Oper von R. Wagner. — Wien, 7L5 FrüMnzert. 10L0 Bauernmlt-stk. 11.215 Italienisch. 12 Mittagzkorrzert. 15.20 Kinderlieder. 15.40 Kochoortrag. 1k Sch. 1S.50 Für den Photvgraphen. 17.25 Konzertswnde. 18.25 ^nzvfisch. 20 Wiener Musik. — Vör' spiel. 20 Konzert mit Marcel W'ttrisch. ^ Müuche», 18—ZV Unterhaltungskonzert. 20 c. TOdesfal. Di« Besitzersgattin Maria K o l a r aus der Umgebung von Kmarje, die beim Wäsckieaufhängen von der Leiter stürzte und sich das Bein brach, ist wenige Tage nach ihrer Einlieferung in das hiesige Krankenhaus gestorben. c. VeftattNNg. Innige Teilnchme kam am Sonntag nachmittags im hiesigen Stadtfried Hof bei der Trauerfeier für Frau Marie .Häuser^ geb. Stallner, aus Vojnik zum Ausdruck. Blumen und Kränze bildeten daS Zeichen treuen Gedenkens. Mar»e Hauser erreichte ein Alter von 82 Jahren. Edle Eha-rakterzüge waren der braven Frau zu qigen. e. Vsm StaOtsrealstzmnafium. Die Aufnahmeprüfungen für die erste Klasse des hi^-sigen staatlichen Realgymnasiums beginnen Freitag, den 2«. d. um 8 Uhr. Die schriAli- c^n Gesuche sind sversehen mit einer 5-Di'' narstemp^marke, Geburtsschein, Taufschein und letztes Schulzeugnis) bis zum 23. d. bei der Ai^taltsdirektivn einzurei^n. c. Dl« AvSsleiuitg von Zeichnungen der Schüler und Ähülerinnen des hiesigen staatlichen Realgymnasiums bleibt biS Sonntag, den 14. d,. mittags geöffnet. Besuchszeit täglich ab 10 Uhr vormittags. c. Der T«»felSßrade« bei Celje ist wegen etlicher Ausbesserungsarbeiten bis Samstag, den 13 d. gesperrt. c. DttiMißI«itsfSv«t«s «» Fir«mg. Nun haben die Glocken di« Pfingstoktave feierlich ausgeläutet. Es folgt die „lange Zeit^^, die entfernter« Rachfeier des dritten Hochfestes. Das find alle Sonntage nach Pfingsten bis zum Schluß des Kirchenjahres. Ihre Zahl richtet sich nach dem Oftertermin und beträgt 23 bis 28. Heuer führt der Kalender 2v solche Sonntage auf. ^r erste davon ^st der DrsifaltigkeitSsonntag. In lZ^lje war er Heuer insoferne ein ganz besonderer Festtag, u§Ke7i5i^c v« <«>>>>«> eüw Kusel itu« clor vÄStion, man ^bsiclit inikverstsn^en Kaden nivelUe, «itfeclite itin im näLlisten ^uLendlielc nM ?or-«ciiossener Acdulter 7>u O'.^rtseilsn zeiiwe 8icii inc!es8en aut äer ^kle cle« l^auksra-kens mit äem snclervn ösn lZiten keiuin, äom er äen Oeiren äurcli äen ^^cl^enlcel rannte, ai?; er »iei? mit äer Ivete verteiäiixte. »(^ngiäe!« ZLtirle tlei- Lcilukt. a1^ ov nun llie l)e«en5pit?e gucii s,i cler ICvkIe iUtilte, '>ie1i vvlli «Ilei! iieltennvn!« ^ut tien Knien Iiei^entt unö mit Uvn ^««vn vrZiAAe er uUl, vük- renc! lier D^lutverlu8t iiui «ellvSei^er unä 5eti>vÄet,er inaedte, l!aL sein Ksmer^ck cwr ei» Lsntlictio ^n.'ztlkter des l/eberszilezi sei. äer aker sei ^vjeäer van ein-er l^rsu mit s^amen iiderreäet varäsn. »Lr kst einen IZriet von ilir in cler lasoke, cler de^voist, cialZ icli Äiv Wiiiirtivit rvrbe«, Ltölinte cier IZIencle, äer einer Oi^nmackt nake ^vsr. v'^rtsLNÄN ssii ein, ösiZ er selbst cken Lriek >verlZe kolen mUsZen. Lr sciiliek slck vorsicii-ti« SN ^eii (ieksllenen I^ersn, nalim iiin aut ävn IZücken unö benutzte ilin »o beim »»L sl8 Ledilcl. v«r U»t«l Dnter>vee5 spürte ö'^rtaenan plöt^liek einen i^uek u. äsn äumpfen l'on von Xu-sein, äie in etvas >Veiekes xetrokken Kaden. unä >var über:-euxt. äal! Ulm äer l'ote, den er auk äen !?üeken trux, äas lieben «ersttet k»be. Im l^auk^raben v^ark er 5ejne Miräe neben äem Vervuncleten auf äen öoäen. In äer 1'sselie ian<1 er dalcl äen öriek. Oer aber katte koleencken XVortlaut: »Da Idr nun lkre 8pur verlo-ren iiabt nnä 5le in c1s8 Kloster bat klücli-ten KSnaen. cws 5te nie kätte srreiekea sollen, 50 soret venixstens äaiür, äak er Lucii niclit ent^viscdt. Zollte das aber äoeli xesel^eben. ivill iet» Luek z:u >v!8sen tun, äal! meine Hand Kart und mein ^rm lanL^ ist. und die 200 (Zoldstiieke, die lkr von mir bekommen kabt. sollen Luck teuer 2u steken kommen.« Oer Lriek true keine I^ntersekrikt, var aber okne ^vekkel von IVlvIadv eesekrie-ben. s)'^rtg?ngn kok ikn ?iick sorx^fAIt'«^ auf. »nSbag, den 9. Juni 193t .,Mar»bo«r ZsttiMA'' weil an ihul und seinem Vortage Füvstbi' jchof Dr. Tomaiik aus Maribor Firmung ge halten hat. In Eelje selbst haben an die 2000 Flrnllitt^ge das Sakrament «n^angen. In ^alec wurden mn Donnerstag Kini^r gefirmt, in Tt. Peter im Sanntal am Mittwoch S19 und in Polzela am DiettStag 280. c. Rettungssahrte«. Im Zusammenhang mit der Jubelfeier der Freiw. ^uevwchr in C.elje ist es interessant zu Höven, daß das Rettungssauto bis zunk Ä8. V^i d. I. insgesamt '?l8l Rettungsfahrteu unternommen hat. Hicbci wurden Kilometer zurückgelegt. c. Die SchAerkonzierie der hiesigen Ä!iHL-schul<.' nchmen Montag, den 8.'d. ihren Fort gang. Beginn 19 Uhr. Es tritt die Mittelstufe auf. Die Oberstufe wird Mittwoch, den 10. d. zu hören sein. Beginn 20 Uhr. c. Ertappte Falschmünzer. In der Unigc-bung non Celje und LaKo sind in letzter Zeit fals^ l0-DinarstÄcke ausgegeben ivorben. Die davon benachrichtigte Gendarmerie leitete sofort Erhebungen ew, durch die die ^alschuliinzerwerkstätte, der Arbeitsraum eines ehemaligen Arbeiters der .Hraistmiker Che mischen Fabrik in Laöto ermittelt wurde. Der FalschinÄnzer selbst, namens Pantraz K o-b e t, ist flijchtig. Lein „Mitarbeiter" wurde verhaftet. Msher wurden nach den Feststel-lungen der Gendarmerie nur vereinzelte Stiicle ausgegeben. Man war erst an? Anfang der Ausgabe der Falschstucke, als die Verhaftung dem Treiben bereits ein Ende bereitete. ^^!!^e?Äip!m!q?e?ch!ön!!ch^ verstop uag mit ihren Folgeübelv, besonhers gegen VerdaunngSftörnngen. ist das natür. lil^' „Franz.Jssef"-Bitt«rwass«r ein alterprobtes Hausmittel, welches sich auch für längeren Gebrauch vorzüglich eignet. Magen- und Darmkranke, welche das „Franz-Joses"-Wasser trinken, sind sowohl mit dem Geschlnack, wie nrit der Wirkung sehr zufrieden. (Zll nila «ov. vol. v»r. «Ir. 8. dr, öil SS. V lSZS. c. SchmMhne. Das Ljubljanaer Schau-spi^aus wird Dienstag, den 9. d. um 29 Uhr lln hiesigen Stadttheater gastieren und Wilhelm Lichtenbergs Lustspiel „Der junge Herr Chef" aufführen. — Die LiÄbhaberbith-ne des hiesigen Stadttheatcrs tritt seit langem wieder einmal, und zwai? am Fronleich-nalnstag unl 16 Uhr niit deni Kinderspiele „Pünktchen und Anton" vor die Oeffentlich-teit. Die Spielleitung hat Frau Sadar in .Händen. Das genannte Bichnenftück hatte überall einen großen Erfolg. Zagreb allein wurde es über vievzigmal aufgeführt. Kartenvorverkauf in der Trafik des Herrn Aajle (DeLtov trg). c. Renerliche Verhaftung. Die streckbrieflich verfolgten Ausbrecher aus dem Untersuchungsgefängnis des Bezirksgerichtes Koni ice, Josef Be ngu st und Josef H a b-j a n aus L^ubeöno bei Celse, sind im hiesigen StadtPar? beim Schreiben eines Briefes auf^iegriffen und in das Kreisgerichtsgefängnis eingeliefert worden. Der Mann, der OSIar Wilde verurteilte. '^n London st-arib dieser Tage eine der bekanntesten Persönlichkeiten der rnglisch«-» Juristeniwelt, Lordoberrichter Lord Darling iln Alter von 87 Jahren. S«in Rame ist mit zlchlreii^n politischen und Kriminal-Prozessen der vergangenen Jahrzehnte ver-kniipft. U. a. hat Lovd Darling, auch in dem Prozeß gegen Oskar Wilde das Urteil H«-' fällt. Rederekord im englische« Porlament. Der eivglische Abgeordnetc Thomas H'ou-derson hat einen neuen Rekord als Parla-mentsredner ausgestellt. Se^ine Rede im Parlament lauerte sage und 1äir?ibc neun Stunden. Diese Leistung st-lkt sogar noch den RodnerrekoÄ» eines anderen eW-lischen 'Parlamentariers in den Schatten, der vor einigeV Jahren sechs Stunden hinter-«.'inander gesprockM hat. Sdles Brüderpaar. „Stimmt das, daß Peter eingesperrt worden ist?" „Natürlich!" „So ein Schwindler! Und zu nli? hat er gew^t. er ginge auf ^Mi Monate zu seinem Bruder!" „Tut er ja auch — der Brud..:r sitzt näui' lich ebenfalls!" Tennisfleg „Napids" ln Eakovec Fünf anregende Spiele um die jugoslawische Tennismann- schastsmeisterschaft „Rapi'ds" Herrenteam trat gestern in dem stets gastfreundlichen öakavec zum fälligen Match unl die jugoslawische Tennisklubmei-stersiZ^st gegen die Vertreter des dortigen Sportklubs an. In den fünf ausgetragenen Spieleil erkänrpfte „Rapid" vier Siege, so daß das Team mit 4:1 in die nächste Runde aufsteigt, die es mit „Ilirija" aus Ljubljana ^usaimmenführen wiiÄ. Die Punkte der Da-menkonkurrenz überließ (Zakovec kanrpflos, so daß es auch in diesem Wettbewerb zn einen: Treffen „Rapid"—„Jliril'a" kommen wird. Den Reigen der Mnijpfe eröffnete auch diesmal Ley r e r, der mit de-m noch immer zu«verläßlichen Dr. N y i r i zusaminentraf. Dr. Nyiri stellte sich von allem Anfang an auf Sicherheit ein, wobei er in seinem Rückhand die verläßlichste Waffe hatte. Leyrer, !^r nun wieder in seine aite Form zurückgefunden hat, gewann nach einigen Sipielen die Oberhand und siegte dann in Awei 'Sät-lzen 7:ö, 7:5. H o l z i n g e r, der im ziveiten Match auf L e g e n st e i n stieß, befand sich in überragender Form und ließ seineni sich zeit »oerse verzweifelt wehveirden Gegner keine einzige Chance. Sein famoser 6:0, 6:0-Sieg bestätigte nur aufs neue seine ung^eure Vitalität und ganz bes-onders seinell unverkennbaren Formfortschritt in diesenl Jahr. Cin c^roßangelegtes Spiel lieferte Otto Blanke gegen >den spielkrästigen G r ü n-f e l d. Der „Ra>pid"-Iunilor hat sehr viel Talent, saubere Schläge, dabei eine Konzeption, die angeboren sein muß. Im ersten Set zog 'Griinfeld davon, dann kani Ottos gedie-gener-es «Spiel immer ulehr zur (^'ltung. In idberlegenem Stil»rang er schließlich seinen Gegner mit 2:(>, 6:2, 6:3 nieder. Einen heißunlstrittenen Verlauf nahm das vierte Eiil^elspiel Mischen Hansi S ch m l-derer und Z a r i L, die sich stellenweise den schärfsten Kampf aufzwangen. »Schmide-rer befand sich auch diesanal in großer Forin und hielt in jeder Beziehullg seinein tüchtigen Gegner die Waagschale. Nur knapp mit 6:2, 4:6, 9:7 tonnte sich dieser den Sieg und damit den einzigen Punkt sÄr seinen Mub sichern. Das am Nachmittag erledigte Dopipel zwischen L e y r e r - H o l z i n g e r und Dr. N y i r i - § a r i L sah die „Ra!pid"-Kombi-nation mit 8:6, 5:7, 6:1 siegreich. Leyrer trat diesmal mit scharfen Vorhandklägen in Erscheinung, ivährend Holzinger ausgezeichnet schmetterte und au6) ain Netz schwer zu überwältigen war. Dr. Nyiri und ZariL leisteten lange erfolgreichen Widerstan>d, mußten aber doch den Sieg, in: letzten Satz sogar ziemlich glatt, den Gästen überlassen. Olympia-Tag in Marlbor Radfahrmeisterschast von Maribor / Rozman überlegener Sieger / Sammelaktion Der Olympia-Tag brachte gestern nur ein schmales Programm, und zwar gingen uln 8 Uhr frühmorgens die Radfahrer an dell Start, worauf das übrige Programn: ein Promenadekonzert niit einer öffentlichen Sammelaktion ausfüllte Das Radrennen, das auf der Strecke Ma-ribor—Kamnica—Maribor zum Austrag kani und über 60 Kilometer ausgestreckt wurde, sah wiederunl Stefan R o z nl a n (SelLzni- öar) siegreich, der inluler kräftiger als Olynt Piakandidat hervortritt. Roznmn durchfuhr die zlvölfinal zurückgelegte Strecke in 2:14.45. An zlveiter Stelle landete ^unko (?.elezniear) in 2:21.42 und an dritter Ranftl (^elezni-öar) in 2:23.18, während den vierten Platz Cajnko sMislinje) aus Slovenjgradec iil 2:23.9 ^behauptete. Die beideli übrigen Wettbewerber siird ausgeschieden. Frankreich—Jugoslawien 2:t Jugoslawiens Chance im Davis-Cup / Pallada schlägt Boussus/ Punöec' Mißgeschick gegen Destremean / Fünf erregte Sätze im Doppel Die erlvartete Seirsation in: Pariser Da-vis-Cup-Kampf Mischen Frankreich und Jugoslmvien ist nicht ausgeblieben. P a l. l a d a schlug schon inl ersten Match den ljeuer überaus erfolgreiche,^ franzi^fischen Meister Bou ssns überlegen mit 6 : 2, 6, 6 : 3, 6 : 2, wohl glatter, als es der größte Optimist zu glauben vermochte. Wenn man in !i^tracht zieht, daß der Franzose erst vor kurzem sowohl Perry als auch Austin geschlagen hatte, ist Palladas Sieg, dlNl er überdies noch in Parts erfochten hatte, umso höher einzuschätzen. Pallada forcierte sein bekanntes Spiel lmd brachte mit seinen geschnittenen Bällen deil Franzosen in höchste Bedrängnis, aus der sich dieser auch trotz größter AnstrenguIlgen nicht nlehr retten konnte. Mit 1 : 0 riß Jugoslawien nrit diesem Sieg die Führung an sich. Auch im zweiten Match zwischen P u n-öec und D e st r e nt ea " winkte dem jugoslawischen Vertreter die Siegespalme und es schien im fünften, äußerst dramatisch verlaufenen Satz beini Stand 7 : 6 der Sieg schon für Puöec entschieden, als der Schiedsrichter dennoch ein sehr zweifelhaf-tes Service der Franzosen als „right" gab, der damit Puliöec^ Machtball miter atemloser Spannung der Zuschauer abwehrte. Puuöec kam hiedurch derart aus dem Kon- z«Pt, daß er das Zpiel sowie die beiden weitereil Ganles verlor. Destrenleau siegte schließlich 3 : 6, 6 : 2, 7 : 5, 6 : 6, 9 : 7-Punöec war von der Pause an klar überlegen. Den vierten Satz gewann er sogar 6 : 6 und führt inr fünften t : 2, 5) : 4 und 7 : 5. Obivohl die Franzose,! ini Doppel keine minderen Vertreter als das Weltmeister-Paar B o r o t r a - B e r n a r d hatten, leisteten 'ihnen K u k u l j e v i - M i t i e wohl den erbittertsten Widerstaird. Borotra-Bernard. die bekanntlich vor aÄ)t Tagen die Pariser Meisterschaft gewonneil liatteil, muß ten alles aus sich herausholen, um mit 8 : 6, 7 : 5, 4 : 6, .'i : 6, 6 : 2 den Punkt für Fvanikreich zu retten. ^kukuljeviL-Mitie. die fich ausgezeichnet verstanden, »varen im dritten und gmlz besonders im vierten Satz voll auf der Hl)he. Erst inl letztell Set liefen Bo-rotra-Berimrd zur Weltklasse auf und sicherten sich dieses Spiel mit 6 : 2. Wie die Pariser Blätter berichten, war Mitie nutunter der beste Mainl von allen Spielern. Frankreich übernahm somit mit 2 : 1 die Führung. .?>eute, Montag, spielen P u n-öec - Boussus und Pallada -Destr e in e a u. Mt ein wenig Gliick ist die '^rtie vielleicht doch noch zu gewinnen! Der Mitwpo-Sup In Wien besiegte gestern ini Quattsiitochians spiel um den Mtropa-en Einzelspiele gegen Belgien, so dast die Partie 4:1 schloß, (^'tern spielten Bawa-rowski gegen Lacroir 6:4, 6:3, 6.-2 und Me-taxa geiz mit 3:2 abfertigte. Der GGS Maribor fiegt in CÄje. Das Fnßballtealn des SS^' Maribor, das in letzter Zeit nur auswärts arr den Start geht, trat gestern in Celje an uird schlug dort den Sport^nb „Olyrnp" mit 3 : 1. Abmontiernng des Radsohrer-ttnternerwn-e des. Der Mariborer Radfahrer-Unterverban« trat diefer Tage zu seiner letzten Sitzung zu-saminen, in der die weiteren Richtlinien für die Orgmrifatioil unseres Radfahrwesens zurechtgelegt wurden. Bekaniltlich wurde der Unterverbcrnd aufgelöst. ?lnstatt dessen wird ein Triumvirat eingesetzt werden, desseil Boi-sitzender der Bizeobmann des Ljnbljanaer Unterverbandes lverden soll. Jahrestagung des Jugojlajwifthen Win^r iPortverbandes. In Äjnbljana hielt gestern der Jugoslawe-sche Wintersportverband seilte Jahreshanpt-versammlulig ab. An der Spitze der neuei, Verwaltung, ill der der Generalsekretär Go-rec durch I e l e n i L ersetzt wurde, steht wiederunr Minister a. D. Dr. M a r u i e. Aus Maribor befiirdet sich Bekoslav Golu b o v i v ini Aufsichtsausschnß, wälirend die Interessen der Mariborer Vereine iln An? schuß Bruno P a r nr a wahren wird. Franzöfischer Fuhballfteg in Beograd. In Beograd trat gestern die Fußballauswahl voll Marseille gegen eine Mannschait des Beograder Fußballunterverbande? Ulld siegte übetraschend !init 2:1. Die jugoslawische FutzibaVmeisterschast. In Kragujevac schlug die Reserve de-. B5A. den dortigen „Radniöki" mit 2:1. l)'." hat den Anschein, daß dies daS einzige gc stern ansgetragene Staatsmeisterschaftsspi !var. Drei neue jugoslawische Leichtathletitrekordc. Beim Meetillg der Zagreber „Concordin" gelang es dein bekannten Wnrfspezialiste»! ^ o v a e e v l i? mit Meter inl Kli-gelstoßen eilleil neuen Staatsrekord auszustellen. Zwei neue sugoslawische Vestleistnn-gen werden aus Ljnbijcina berichtet, wo GorKek. Gabröek, Pleter-^ck und Sknd»ek die olynlpiscl)e Staffel UD, 260 und 10s» Meter) in der neneik Rekordzeit von 3:30.1 liefen, während Gor^ek. !»irevs, Czurda und Gabr^ief. über niern»al Metor init 8:07.2 eine neue jugoslawische Bestleistung erzi«''^ ten. Kriechmd zur bipIomaMlde v Audim» Vor eiiligen hundert Jahren ..^lird^'n di-ploinatistie Vertreter europäisc1,<'l' ^>.'äild<'r in Jvpan ans eine recht cigenarlig.' vom Mikado entpfongell. In ejueni ^aal. in denl sich der Kaiser selbst, kaiserlichl' ^^rin zen nnd Würdenträger befanden, ilahmen .«dosl^'ute im Kl?eise Platz. Der i^i^nser selbsi saß hinter einenl Handschirni. (5r saj, sie!» das sond<'rbare Schauspiel, das 'iiill wurde, durch lleine Köcher in dieien: WanÄ- „Marrborer Zeituvg" Nummer l30. « DieqSbc^, den 9. Jmri IVSb. Me S5 ^ Ivo »»tt« lmm»r, «!»»> er »Ick vor sl!«m aurck meinen »ekö-neo, na/ll>/ic^e» ^oiat sn^e^oilsn lükite, «jer mle!» ükrijZsn» »uel» beut« noek vor sn krsuek« aucli ick «in»» Le»iokt»i^«r, »der er ivirict «0 volllromw«» v»ta?UvI», A^«Ä er »äureklüktet« ist. »vurcklülteter« O«-»icktspuäer ist -elim»»! k»i»«r unä l«iokt«r. »l« es j«m»I» msslied W«r. «ii»»o ?uck«r kerrustellea. »in »olv!i«r puä«,. 6«l» 6l« l.ult träzt, bei 6«m v«uea luoSsverlakrsn kür lolraloa ?u«I«r -ur V«. v«et»ilt »iol» ?ok»Ior> plxlor »uel» »0 ua^ tI»ickmK»»ig u»6 bv6eolct ck!« tl»ut mit »ia«m b»uo!>^üi»»«i». a»I»«»u ul»»iel>td»r«o 8el»!«»«r voa 8el»kal»«it. O»» Lrßsdai» ist «i» ^u»»»Ii«a von voUlrom-men n»türliek«r t.i«dlivUt«it, jk»»» »a«!«r» »l» 6», m»a wit »lt»o6i»ot>«a, r«a ?u«I«r»rt«ll »r»i«lt. äi» äoo Lia6e«oli 6«, (Z««o!»wialrt«»ii», «rvoolt«». Vi» uwWRl-2»v6» Lrtia6ui^ 6»» »6urel»!ütt»t»o« vi?Ä Ike» Xo»iol>t üd»r >«»6«r im ,o«k»«m IM V«kdk»upa ent-Indien. ES war zu jener Zeit nämilvch üblich. die GejaTldten eines Laildes genau so zu empfangen, wie die eigenen Gesandten im ant^rn Lvyde empfangen wurden. So wurde einmal der Gesandte Kkntg Karls lner-tr««. 86/XY vin. Kar A0.N«Z0. Ak.l)l)0 latAduIiorunL. tendüro ^osflcslcs ui. s«. ssos L>iil»iebiivlier Vott»kun«I, l ^skr a!t. ?u verksuken. dlssipn.^ ui. 7"!. I^o bretjo. bV3l ei»I»»Ddiie>i. «.«0. 5/iv«tns kranilnles l>^»rib<>r. ver- kau?«!. ?u«kr. unter »3^« »n 6lo Verv. 5V?9 VerseiUttlenv. TIwmviMvdvi, k'srlonl. Kivckerdvtt^ Xreäen-reu U116 K0ed«n«0!iul>irr su vvriuuken. XonoSK?» e. 9. ^nn-Lusov» 4. t.oza l?eines. mSdl. Am»»!' mit k'rttdstitolc «i l^odrvrln zu vor mlvtvn. ^är. Vvrii. ,>0AS LminlteA. rviaos TImmoe. 5e> pariert. vomvrNcN mit kack-donützull». vlrä «e^uelit. ?u. »ekrikten unter »l^oln« an die Verv. 6vZj6 Lekvne», Iro«koru»div5, rudl-«e» A«««!'. 8t«6t?onttum, parterre o6or Nxdpsrterre. »atort 06er d»Ia«l»t. l.«!ckes. 5pkae!lov, Seutsed itallovised» iran?ö5l«od. suekt Stelle. Nn-t«r »l-AUUMKri«« s» «lie Verv. 6aZ4 tttvdt!» «nä «». ltä» «ledt »lZotov/^. Vor »»«teilen »visek^n lZ—Iii _<.0N ^Irt»eli»lt»rta iür einen lrau-enlo8en Nauskalt «vsuckt. trSxv mit I-loktd?M unter »NausiiAterin« »n «lie Verv. Ä. v>. 6l>M vul^Ln osK^l? Ailel8i'ei?. „>)tauchst du?" Er hielt ihr sein Etui cnt-^<'gcn, ^^ucktc die Achseln, als sie dcmkte, und I^gt^' es neben seinen Teller. ^V)rc Finsier zitterten ein 'venig, a^I sie ihm den Tee eingoß. „Biist du v'el mit ihr zusanunen?" T>al'^'i zeigte sie aus das Mo-nc'gramm in nneni dar Mundtii^'r. Die Brauen zllsammengezogcn, str-ch er i'lb.'r die verschlungenen Buchstaben, als 'Nwllte or sii^ thermischen. „Zie ist das einzige Ztücl .Heimat, das ich hier in München ha-lie." „Wohnt sie in d<'r Näli<'?" „Nebenan." Dabei rührte er io liefNg in seiner Tasse, das^ ein Teil des Inhaltes auf den Unterteller floß. „Anio — — .,7va." Er rührte noch ilnnier. „Du denkst natürlich stets nach Pasjfurter Berhä^ltnissen. Hier ist das anders. — Außerden,--" „^Xuszerdeni, Anio — —?" „Bin ich schr froh, ivenn ich durch Elly in Verbindung niit ihrem Vater bleibe Es kann mir später einma.l sohr nüvl'ch sein." Er hatte zu richreir aufgehört nnd steckte sich eine Zigarette in Brand. Es war ihin sichtbar p'^'.nlich, das; ihre Augen io voll aus ihln ruhten. Zie saß etnxls vorgeneigt und legte die spitzen ibrer Finger aus seinen v>andrücken. „Ich ses,' ja so klar, Anio." „?t^s siel'st du d<'nn schon wieder? fuhv er auf. „('li'enau ivle die Zigennerm damals." „Welclx '-jige^meriu. Anio?" „Ach, dic Älte, di,' <'iunlc^l be? euch vorbeifuhr, hat auch nxis ss.'fas''lt, dal; sie all^'S lgesehen l>aben 'N>ill. — Aber so bist du!" Die halbertig gei-anchte ^is^areit^ s^og in den Asch<'nb'.'cher. „iitanm sind wir si'lnf Mi- nuten beieinander, geht das Gezanke schon wieder los!" „Ich zan«?« doch nicht." „Neill! Du wilvst nur alles mögliche aus nur l)erattsbekommen! Die Elly wirkt auf dich wie ein rotes Tuch auf den ^ti,:?. Du hast dich gar nicht geändert. Jil n»cht5. Das ist echt Paßfnrtisch. Heut« wie früher spielst du ^s eifersüchtige Mädel, das mich am liebsten hinter Scl^vß und Riegel wüßte, damit mich keine andere mehr zu Gesich! bekommt." „Aber. Amo, das ist doch gar nicht ivahr'." Er begann im Zimmer auf und ab zu laufen und preßte die Fäuste gegen die Schläfen. „Immer ist Elly i^ne <^rste Frage. — Was macht sie? MS schreibt sie dir? Vis zum .^alse ivächst mir das heraus! — Wenn sie kleinlich gewesen wäre, damals als du bei mir in der Wohnung lvarst —" „Wann denn, Anw?" „Ach", sagt«! er gereizt, „als du nrir den ^tlwps angenäht haist! Sie hat näml'ch deine >Mldschuhe gesehen, aber gar nichts dahinter gefunden. Nur du! Du begefferst sie, wo du lannst! Uni Himmels »Villen, heul' nich! schon wieder!" Dabei «warf er den Stuh^ s.> heftig gegen den Tisch, daß die Tassen klirrten. „Einfach scheußlich ist daS! Kaum Möglich ctn,as, flennst du! Ich kann doch nicht leben wie ein Tmppist! Habe ich dir jemals schon verboten, d«^ du dich unterhältst, wenn ich mcht in Paß^furt bin? Nur du ^ — du suchst hinter allem etwas. War>nn machst du K dcnn nicht wie die Elli) Wenn ich mal schleckiter L^une bin, knallt sie mir die Tnr vor der Nase zu und läß: mich sitzen, bis i.t) aui>gÄbortt ^be. ---DaS 'st fstr einen Männ das Schrecklichste, immer einen <^ndarm hinter sich zu hlrben. der je- den setner Schritte kontrolliert!" Sie vermochte sich so weit Fu beherrschen, daß sie die Tränen hinuntevwürgen konnte. „Es ist schade, daß tvir uns die kurze Stun« de vergällen. Trink deinen Tee, Anio", bat sie und zog ihn beini .Handgelenk auf den ?tu.hl weder. „Ich wollte eher alles, als dich in Zoril bringen. Und wenn ich weine — Gott — —" Es ging nicht mehr, st« legte den Kopf gegeil die Kante des Tisches und schluchzte leise aus. Er svlh mit zusammengop-reßtenl Munde Nack) ihr hin und nahm die -^nd. die er schon gehoben hatte, um ihr über das Haar zu strei:^n, wieder zurück. Das beste war, nmn ging auseinander. Was chn früher an ihr entzückt hatte: diese kindliche Unbehol-fe:rheit, dieses hilK-ose Darbringen 'hrer in-nnersten Gefühle, das brachte ihn jetzt in .Har nisch. Er verhehlte sich nicht, daß Elly einen großen Teil Schuld daran trug. Sie, mit ihrer unbekümmerten Art, alles eim'ach so zu nehmen, wie es map. hatte auch ihn verändert und angesteckt. „Las; doch vernünftig mit dir sprachen", sagte er un»Ällig, als ihr Kopf sich nvch immer nicht hob. „Ich glaube, lt>ir taugen nicht füreinander. Außerdenl verlierst du nicht viel an mir. Ein Streber bin ich nie gewesen. Und ob ich ein guter Jurist lvevde, ist n^hr als fraglich. Ich mache mein Staatsexamen und »verde schon irgendrao llnterkonnnen. Wenn nicht, scZ^ue ich Mlch in einem Biiro um einen MitarbeiterpoLtt-M um. Vom Heiraten fann vorderhand überhaupt keine Rede sein. Was sollst du aber deine schönsten Jahre meinetwegen vertrödelNi -> Ein Mädl^n altert so schnell. — Außerdnn bin ich jähzornig, wie du gesehen hast." »?sä", sagte sie, nun tmeder velllomnien ruhig gaworden. „Ich bin dir sehr dankbar, daß du alles so e^en miSsprichst. Es ist immer besser, klar M sehen, als im Ungewisse tt zu tap^." Sie erhöh sich und bat um ihren Mantel. Und er bracht« ihn sofort und half ihr beim HineinfchlÄpfen. „Nenn du einen A^enblick auf nlich »»arten willst", sagte er, von einer unbestimmten Depression gequält. „Nein, dan!l«! Jetzt nicht mehr." Seine Hände zitterten derart, daß er auf der Stuhllehne Halt suchen mußte. „Wenn du deine Brief« und alleS, was ^ sonst von dir geschenkt bekam, zurückhaben «uillst . . „Warum denn, Anio? — ^ kannst sie rui^ behalten." Sie machte zwei Schritte nach chm hin, lächelte ihn an, hol* das Gs-lsicht gegen das seine und küßte ihn. „Leb wohl, Aniol Und laß es dir gut gehen." „Du fällst von einem Extrem ins andere", rief er zornig. „Desivegen braucht Ulan sich doch noch nicht „LeVwohl" zu sagen! Wenn du willst, können wir auch weiterhin Freunde bleik^n." * „Gern! ^ Nein blei>b". wehrte sie, als er nach seinem Hut griff. „Ich möchte allein gehen. — Und grüße Elly Steiirheii von mir." Es war alles so rasch gegangen. Nun stand Anio in der HauStür. „Gute ?^cht, Doridi", rief er der Enteilenden nach. Als Erwiderung kam nur der Hall ihrer eiligen Schritt«. Mit einer heftigen gung schlug er das Tor zu. Eigentlich nihlte er etwas »vie Scham. Aber im Grunde genommen war es das einzig Richtige. .i>as cr getan hatte. Einmal hätte «s doch koininen müssen. N^n würde Elly endlich mit ihm zusrieden sein. . * Anio hatte miserabel geschlafen und l'r-wachte gegen n«un Uhr von einzm Älopfen an ^iner Tür. „Was gibt eS?" „Mach auk, Anio!" Elly Steinheil, im serdei^n iv^^rgenroc!, schlüpfte herein unid strich sich mtt fahrigen Händen das noch zerzauste Haar aus den Schläfen. „Lies!" Sie hielt ihm eins Zeitung entgegen und vermocht« kaum das Aufeinandevschlagen ihrer Zähne zu i,er. ^ meiden. s??ortsetzung folgt.) (^iivLretlatltvur unei ti»r vvralltvortliek. l1»!o — Druel^ 6er »I^artiiortka ti«!Qt»«kt ü»