N» 23«. P»«numtl«t!on»prel«: Im Hou«pt»!l »anzl. fi, >>, l/»Id>, N. 5 5« Für die Huftellnng >n» L>»»» halbj. 5a lc, MÜ del Post gnn»i. fl. 15, h,!dj. ft. 7 5». Montag, 8. Oktober. 4 Zeilen »5 t» , grlyerl pi, ^tll« « t».< b«> lflrr»« V»«b«,yolungr, pr. i^nle » 5. »877 Amtlicher Theil. 9ll, ^^' ""b l. Apostolische Majestät haben mit «ueryochster EiUschlirß.lüg vo:n 2Ü. September d. I. der "vmn des Coxoentcs der Elifabethinerinnen in Prag -"lllria Vernardina Ehrlich in Anerlrnmmg ihres ^elMr.gcn verdienstvollen Wirlens das goldene Ver« o>c»>tlreuz mit der Krone allerguädigst zu verleihen geruht. ^ Se. l. und t. Apostolische Majestät haben mit «uerl)'lon Ziwny. aus «lnlaß seiner angefuchten Ver. ^>mg in den dauernden Ruhestand, in Anerkennung '"'lev vleljährigen, treuen und belobten Dienstleistung ^«goldene Verdienstlreuz allergnlidigst zu verleihen Der Instizminister hat die Auscultanten IulluS Mtlherru u. Nnlershofen und Kajetan Holler zu Vtzlrlsgcrlchtsaojuncten, den ersteren für Ober.Vellach Mt der Dicnsteszuweisung nach Ulthofen, den letzteren I«r Elbiswald ernannt. ^ " ' - « Der Minister für Cultus und Unterricht hat dem whmnasialprofessor in Capolnstria Friedrich Simzig elne LehrcrsleUe am Etaalsgymnasium in Görz verliehen. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 6. Oltober. n'i.^.'/' ""d «.Apostolische Majestät haben Z t^lerhöchster Entschließung vöm 15ten S/Ptt" er l.I. dem vom Krainer Landtag beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die ^""^""« der Rela.Straße, die Aller, ^ochste Sanction allcrgnädigst zu ertheilen Oesterreichilcher Äeichsrath. 287. Gltznug des Abgeordnetenhauses. Wien, b. Ollober. «me an da« Präsidium de« Hauses aerichlele Zu. 'chr.ft Sr. Durchlaucht des Herrn Mlnisterpräsi. °ti,ten thcilt del, Wortlaut eines von Sr. Majestät .'^.3°''-" «"^'«l eingelangten Telegramme« !ni,, 'welchem De. Majestät die anläßlich de« U. H. Namen«! N lts dargebrachte,, Glückwünsche des Adgeoronelenhause« ^t herzlichstem Dante erwidert. " ' ill»..?^^^ ^" H"" ^l Verlesung vorstehender "lMhlilung stehend angehört, wird zur Fort,ehuna der ^lbatle über die Personal-Einlomme nsteuer Feuilleton. Ein Frauenleben. Sütenroman «u» einer Hroßftadl. von ßran z »»»lb (Fortsetzung.) Zwölfte» Kapitel. Nuf der Spur. Mit welchen Gefühlen war Felix in jener Nacht °" ber Abendgesellschaft »«te n°"" Zinnie die Stadt verlassen hatte, ge. Vtaut »'.«^ vergessen. Feste, ihm und seiner schönen chentr N i^"" »egeden, drängten fich in ununterbro-Helt unl^' u'«^' " lam laum zur Besinnung und nn da« ll^^ °Ul nur erdenkliche Mühe, nicht mehr den Uuaen "nderanllitz mit dcn dunklen, strahlen ^nste a.^A. ^"^"' "llche ihm eine« Tage« das °. Nach und n°3"." le ^ der weiten Welt gesehen. bi"lergrund ae,v. ^er, nachdem die« Ereignis in den "«reien war. tauchte auch wieder Minnie« Vild in seiner ganzen zauberischen Schönheit vor ihm auf. Er sah sie vor sich in ihrem weißen Kleidchen, wel» che« sie wie eine Wolle umhüllte, wahrend sie die Pracht vollsten, reichsten Vlumen unbeachtet zu ihren Füßchen lllaen ließ, und er erkannte, daß der lleinen Tänzerin für immer sein Herz gehörte. Nber F'lix war ein entschlossener Charakter. Er hatte sich mil Clarissa verlobt, er hatte versprochen, sie zu heiraten — und — er mußte sein Versprechen halten. Da bemerkte er plötzlich Clarissa'« verankertes Veneh» men, er sah, wie sie sich von ihm zurückzog und all' ihre Aufmerliamleit Herrn von Ouidenol zuwendete. Al« er den Versuch wuale, ihr Vorstellungen darüber zu machen, erinnerte sie ihn daran, daß sie sich burchau« fremd seien und jede« seinen eigenen Vergnügungen nach» hangen könne. Die« war gewiß nicht geeignet, die Liebe Felix' für die kleine Künstlerin zu bannen. Tief bereute er, sie aufgegeben zu haben, und begann heimlich Nachforschungen anzustellen, wohin sie ihre Schritte gelenkt. Vergebens! — Niemand konnte ihm darüber Au«, tunft erlheilen. Die Truppe Wezmann war wie von der Erde verschwunden und er halte nlcht den geringsten Nn» Haltepunkt. Da plötzlich sollte er auf eine Weise an die Tür», zerin erinnert werden, die seine mühsam unterdrückte Leidenschaft wieder zum vollen Ausbruche brachte. Er war einer der eisten, der von der Ermordung Mister Darr« durch eine auswarilge Zeitung Nachrich« erhielt. Damal« fehlten noch die näheren Nachrichten, aber der Umstand, daß dieser Mister Darr sich bei der. selben Gesellschaft befand, bei welcher sich Minnie auf. hielt, ließ ihn lebhaften «„theil a?» dem verübten Ver-brechen nehmm. Vald nachher theilten die Zeitungen denn auch die näheren Umstünde mit, und starr vor Entsetzen la« Felif, daß Mister Darr mit der jugendlichen Tan» zerin fortgegangen jti, diese aber noch immer vermißt würde. Von tausenderlei Möglichkeiten gequält, lam er doch nicht dazu, das Richtige zu «reffen. Seinem ersten Im» pulse folgend, ware er wol sofort abgereist, um an Ort und Stelle Nachforschungen anzustellen, aber tonnte — durfle er da«? War er nicht Clarissa schuldig, seine Leidenschaft für Minnie wie ein Mann zu bemeiftern? Was würde die Welt davon sagen, wenn er sich um den Verbleib einer Tänzerin kümmerte? Und er blieb von Zweifel und Vermuthungen der tollsten Art gepeinigt. Er war fest entschlossen, die Dinge ihren Lauf gehen zu lassen, wie sie wolllen. Wie wenig hatte er sein Herz gekannt! Clarissa selbst war die erste Veranlassung, daß stelix seinen guten Vorsätzen lreulo« wurde. Sie fragte ihn, ob diese verschwundene Tänzerin dieselbe junge Dame sei, die er sie gezwungen habe, als ihre Nivalin zu betrachten, welche Frage er ihr bejahle. nFllil". fragte Clarissa dann weiter, ..«"".n luräge stellen. Ubg. Wolfrum beantragt, alle neue" Antrüge an den Ausschuß zurückzuweisen. Die Sitzuxg w!rt» geschlossen, ohne daß eine Abstimmung stallfil'de'. Die "ächsle Sitzung findet Samstag den 6len Oktober statt. Nahlvorgiingc in Frankreich. Die sranzöiischtn Zustünde dielen nach wie vor das unerquickliche Vild leidenschafllichei, und rück. sichlSlujcll Pancitampses. Da« republikanische Comity de« 9. «rrondissements von Paris hat an Herrn Jules Gr6ny solves Schreiben gerichtet: .Werther Herr und Milbiirgcr! Als Vertreter der republilanischen Majari ä! des 9. Nrrondissement« von Pari« haben wir den Auftrag ehalten, )h„ci, ^ Kandidatur für die Wahlen vom 14. Oltober anzutragen. Der so bedauern«, werthe Tod des Herrn Thiers' hat in allen Reihen der republilanischcn Partei dasselbe Gefühl der Sym. pathie und des Vertrauens für den Mann wachgerufen, welchen seine Vergangenheit, seine Verdienste, der Wülde ,e,nce Charakters einem jeden, selbst unseren Gegnern, als den Würdigsten bezeichneten, an der Spitze der franM. scheu Dnnolraiil de>, Rang u»d die Stelle einzunehmen, welche txeher Herr Thiers selbst einnahm. Wir gebt» a^,o mir dem öffcnllichcn Wunsche Ausdruck, iudem wir «?le bitten, das Abgeordnelenmaudat anjunehmm. Mehr als jcde andere Wahl wird die Ihrige für das Land wie für Europa den Sieg dcS republikanischen und par. lamenlarischen O, istts über die Anschlüge der persönlichen Regierung bednü,,,. Das Piiisidenlenamt, dessen Sie in der Nationaloer,^ nmlung und in der letzten Depullerlen-lammer m.t fo viel Autorität walteten, berief Sie un. tcr allgemeiner Zustimmung zum Haupte und Führer jener Majorität der 363. welche heuie aufgelöst, aber sicher ist, mit Ihnen m,d durch das allgemeine Stimm, recht noch verstärkt, wiederzullhren. W>r danlen Ihnen, daß Sie den dringenden Vorstellungen unserer streunde nachgegeben haben. Sie haben e« an dem. wa« Frant. reich von Ihnen erwartete, nicht fehlen lassen; Franl. reich wird es auch an dem. was Sie von ihm erwar. ten dürfen, nicht fehlen lassen. Ocaenwärlig und bis zur Wahl scheint der von den Männern vom 15. Mai eingefüdelie, eröffnete und unterhaltene Conflict nur zwischen der aufgelösten Majorität und der Regierung zu bestehen; »enn aber die Nation gesprochen haben wird und die Regierung sich dann nicht fügen sollte, wäre e« ein Conflict zwischen Frankreich und einem Manne. Indem die Wühler von Paris als getreue Dolmetscher der öffentlichen Meinung Sie erkoren, bli. cken sie dieser Eventualität vertrauensvoll ins Angesicht, (gez.) Victor Hugo. Gambetta. Peyrat u. s. w." Der ..Monde" zeigt an, daß der Erzbischof von Chambtry einen Hirtenbrief desselben Inhaltes wie da« Rundschreiben be« Erzblschof« von Vourge« erlassen ha». Auch der Vijchof oo» Angou!i>me hat seine Geistlichen von der Kanzel herab zu besonderen Glbeten für den Sieg der offiziellen Kandidaten de« Marschalls Mac Mahon auffordern lassen. Der Flnanzrnimster Caill auf hielt kürzlich bei Gelegenheit der Einweihung einer neuen Straße, der Rue du Tunnel in Le Man«, eine Rede, in welcher er sich über einige lokale Unternehmungen verbreitete und dann fortfuhr: „Sie müssen hoffen, meine Herren, t»uß diese 'fortschritte nicht innehalten und daß diejenigen, denen die Pflege Ihrer Interessen anvertraut ist, die» selben stet« vertreten und vertheidige»! werben. ^,e müssen erkennen, wer insbesondere verspricht und nicht hält, wer gerne möchle. aber nich; kann. Die Demo« lratie will mit Recht nur von fähigen und ergebenen Männern bedient sein. Wenn sie sich durch schöne Worte manchmal irreführen läß>, so wird sie doch schnell der-jcnigen müde. die nicht a»ch wirtliche Dienste anszuweisln haben." Herr Gambetta hat Appellation gegen da« Er. lenntnis eingelegt, welches ihn w:gen seiner Liller Rede zu drei Monaten Gefängnis und zweitausend Franc« Strafe verurlhtilte. Der Prozeß wirb in zweiter In. stanz Mon.ag oder Dlen?lag zur Pcrhandlung gelangen. Die Widerstandsjiihigteit der Türlei, i. Der belannte Militärschriftstellcr Julius von W l . cke de veröffentlicht in der ..All. Ztg." interessante Ve. richte Über die Türlei. Einer derselben beantwortet die in letzter Zeit viel aufgeworfene Frage, wo die Tür« lei das Geld nnd die Soldaten, die ihr den energi-schesten Widerstand möglich machen, hernehme. Wir entnehmen seiner interessanten Auseinandersetzung fol» gcnoes: „Es ist ein wahrer Vollslrieg in der großartig, sten Weise, den jetzt die Türlen führen. wie solchen die Franzosen weder 1792 noch 1870/71 auch nur annähernd zustande zu bringen vermochten, und ihr religiöser Fanatismus, der jetzt auf das äußerste ent« flammt ist, treibt immer wieder neue Freiwillige in die mehr als decimierlen Bataillone und gibt diesen die Kraft, trotz schon seit 20 Monaten mangelnden Soldes, zerlumpter Kleidung, oft sehr lärglicher Verpflegung, ____1900 äußerst mangelhafter Sanitätseinrichtungen, wahrhaft schaudervoller Hospitäler, fort und fort mit dem größten Heroismus gegen die Heeresmasseu des Kaisers von Rußland zu kämpfen. Nach der Wirthschaft in Kon« stantinopel darf man das türkische Voll nicht beurtheilen, wie es General Ignatieff gethan hat, als er seinem Herrn und Gebieter den dreimal thörichten Rath gab, der Hohen Pforte ohne den mindesten nur irgendwie haltbaren Grund den Krieg auf die übermüthigste Weise zu erklären. „Wie oft und wie unzählige male oft schon mag der Kaiser Alexander, dieser persönlich so edle Monarch, der durch die Aufhebung der Leibeigenschaft in seinem weiten Reiche unbedingt den großartigsten und für alle ferne Zukunft gepriesensten Namen in der ganzen Reihe der russischen Regenten besitzt, die Stunde verflucht haben, wo er diesen Rath des eitlen, ehrgeizigen Diplomaten und der hinter ihm stehenden Schar der wilden, erobe» rungslustigen und dabei durch und durch revolutionä« ren Panslavisten ü, 1a Fadejeff und Tschernajeff befolgte. Welche Gefühle wol das Herz des menschenfreundlichen Monarchen beseelen mögen, wenn er sieht, wie die Blüte der russischen Jugend jetzt auf den blutigen Schlacht» feldern in Bulgarien und Armenien nutzlos dahingeopfert und die finanzielle Ordnung des Landes, die in Dccen« nien mühsam erreicht wurde, jetzt in wenigen Monaten ruchlos vernichtet wird, ohne daß selbst im Falle des vollständigsten Sieges auch nur der mindeste, irgendwie greifbare Erfolg dafür zu erreichen ist. An 100,000 gesunde, kräftige Soldaten, der Kern der männlichen Jugend in dem ohnehin viel zu schwach bevölkerten, fast unermeßlichen Lande, und viele viele Millionen Rubel tostet Rußland jetzt schon dieser fünfmonatliche Krieg. — „Auf dem Dampfer von Konstantinopel nach Varna befand sich ein schon weißbärtiger, mindestens einige 60 Jahre alter Oberst eines auS Thessalien rekrutierten Nizam-Regiments, der zwar den linken Arm, dessen Schulter der Lanzenstich eines Kosakm durchbohrt hatte, noch in der Binde trug, aber dessenungeachtet schon, von glühender Kampflust getrieben, wieder zu seinem Regimente nach Plewna eilte. Der alte Weißbart war so recht das Muster eines echten und rechten Türken der alten Schule, im gewöhnlichen Leben gutmüthig wie ein Kind, dabei von der strengsten Rechtlichkeit, so daß man ihm ungezählt den größten Beutel Gold anvertrauen könnte, dabei phlegmatisch und unwissend, aber wenn einmal zur Thätigkeit gebracht, von gar nicht zu ermüdender Ausdauer, und wenn sein religiöser Fanatismus erweckt war, wild und grausam wie der wildeste Tiger Indiens. „Der alle Veteran, der schon al« Knabe von 1827 bis 1829 und dann 1853 bis 1856 gegen die Russen mitgefochten hatte, hegte die größte Zuversicht, daß die Türkei auS diesem ihr gewaltsam aufgedrängten Kriege zuletzt als vollständiger Sieger hervorgehen werde — wenn dies Gottes Wille wäre — wie er als strenggläubiger Muhamedaner stets hwzusetzle. Als ich ihm mein Beden« len entgegenhielt, ob nicht die Türkei zuletzt auS Erschöpfung an Gelo und Menschen von dem übermächtigen Rußland zum demüthigenden Frieden gezwungen werden muss', ent« gegnele er, dabei mit der rech'en, unoerwundeten Hand seinen langen weißen Bart streichend: ..Iuschallah, wozu brauchen wir viel Geld. Mein Regiment hat scho" seit zwanzig Monaten keinen regelmäßigen Sold mehr erhallen und kämpft doch bei Tag und Nacht mit unermüdlichem Eifer gegen die Moskowiter, und wenn es auch in den nächsten zwanzig Monaten wieder leinen Piaster erhält, wird seine Kampfluft doch nicht im mindesten deshalb abnehmen. Lebensmitlel, um das Heer zu verpflegen, er» zeugen unsere asiatischen und ein Theil der europäischen „Gewiß nicht, Clarissa, erst mit meinem Leben wird sie enden." „Felix, Sie betrügen sich selbst," hatte Elarissa ge. antwortet. „Wenn Sie jenes Mädchen liebten, konnten Sie nicht solchen Vergnügungen nachgehen, während Sie so ganz in Ungewißheit über ihr Schicksal sind. welches möglicherweise ein entsetzliches sein kann." „Clarissa, durfte ich es wagen? Hätten Vie mir nicht gezürnt?" „Was fragen Sie in solchem Falle nach meinem Urtheile — da entscheidet das eigene Herz." Und das eigene Herz entschied. Noch an demselben Abend reiste Felii nach der Stadt ab, wo Herr Wezmann, durch die Untersuchung, welche indeß zu keinem Resultate führte, aufgehalten, sich noch bef«nd. Mit leichter Mühe gelang es Felir von Plllger, von Frau Wezma>m die näheren Umstände, so weit sie bl» jetzt ans Tageslicht gekommen waren, zu erfahren. Mister Darr halle wie gewöhnlich Fräulein Minnie zu einem Spaziergange aufgefordert, und bereitwillig war sie ihm gefolgt. Bald nach den beiden halte auch Pro. fefsor Schwinger, welcher seil einiger Zelt als Mitglied der Gesellschaft ohne Honorar engagiert war, das Haus verlassen und war in derselben Richtung fortgegangen. Keiner von den Dreien war am Abend zurückgekommen. Schon in der Nacht war der Polizei Anzeige von dem Vorfalle gemacht, und am andern Morgen hatte dieselbe, Mister Darr bewußtlos in dem nahegelegenen Holze gefunden. Derselbe hatte kaum noch sprechen können, Provinzen in Fülle, und grobe Tücher und Schuhzeug werden ebenfalls im eigenen Lande fabrlclert. Wenn wir Offiziere und Soldaten nur Reis, Kaffee, hin und wie. der ein Stückchen Hammelfleisch und alljährlich einen Rock, Hose, Stiefel und Wollendecke von der ordinärsten Art erhallen, so bedürfen wir nicht mehr, um gern und willig für den Padischah und den Halbmond zu fechten. Was die Kassen an Zöllen einnehmen, dafür mag man Munition und Waffen vom Auslande laufen, denn im Innern des Lande« brauchen wir gar lein Geld, und die Zioilbeamten können ebenso gut ohne Gehalt und nur gegen Rationen von LebenSmitteln dienen, wie wir Offiziere die« gerne und voller Freude thun. Pferde und Büffel für den Armeebedarf sind in Arabien und Egypten und in Kleinasien noch in Menge, und an Rekruten, um die Lücken in den Regimentern wieder auszufüllen, fehlt es in den nächsten Jahren sicherlich nicht, denn die Freiwilligen fangen erst jetzt an, sich in ungezählter Menge herbelzudrängen." Politische Uebersicht. Laibach, 7. Ollober. In der Sitzung des Legalisterungsau«schusseS de« österreichischen Abgeordnetenhauses vom 4. d. M. gab der ReglerungSvertreter Eeclionschef Vennoni die Erklärung ab, daß sich eine von der Regierung einberufene Enquete sowol gegen die Aufhebung des Lega» lisierungSzmangeS als auch gegen die Vornahme der Legalisierung durch substituierte Personen, wie Gemeindevorsteher und Vertrauensmänner, ausgesprochen habe. Der Finanzausschuß des ungarijchen Nbgcord-netenhauseS beendigte in seiner Sitzung vom 4. d. M. die Verhandlung des Zuckersteuer - Gesetzentwurfes. — Donnerstag fand in Pest ein ungarischer Ministerrath statt, der sich der „Vudap. Korr." zufolge in erster Reihe mit dem bisherigen Resultate der wieder auf-genommenen österreichlsch.ungarlschdeulschen Zolllonfeien» zen beschäftigte. Der deutsche Reichskanzler Fürst Bismarck ist vorgestern in Berlin eingetroffen. Die Zahl der Manifeste an die franzüfischen Wähler ist um ein neues vermehrt worden. Das Co« mils der Linlen des Senats ist eS diesmal, welche« sich an daS 8ussr2F6 umvsrnol. wendet. Das Manifest weist die gegen die aufgelöste Kammer gerichteten Angriffe zurück und behauptet, daß dieselbe nur die Rupublil con« solidieren und die gefilhrlich gewordene ultramontane Agitation unterdrücken wollte. Die Lage sei ernst, Frank« relchs Zulunft stehe auf dem Spiele. Das Land sei berufen, zwischen der unter tlericalem Einflüsse stehenden persönlichen Gewalt und der nationalen Souveränität zu entscheiden. Der Vorwurf des Radicalismus und der Demagogie sei ein ungerechtfertigter. An den Wählern sei es, ihren Willen in eclatanter, unanfechtbarer Weise kundzugeben. Wenn sie gesprochen, werde ihrem Worte gehorcht werden müssen. Die aus England bereits vor mehreren Tagen telegrafisch gemeldeten Avancements und Ruhestands-oersetzungen in der Armee füllen in der amtlichen „London Gazette" 2l Spalten. Motiviert ist die Bewegung durch den Artikel 137 des königlichen Armee Erlasse« vom 13. August 1877, welcher sich auf die Reorganisation der Armee bezieht, und durch die Nothwendigkeit, die durch die Ruhestandsoersetzlmgen entstandenen Lücken in der indischen Armee entsprechend dem Artikel 26 deS genannten Erlasses wieder auszufüllen. Danach sind vom 1. d. M. ab 68 Generale, 32 Generallieutenante und 11 Generalmajore auf Halbjold gesetzt. jagte aber, daß er der Sohn deS Wirthes „Zum goldenen Stern" zuB... sei und daS Elternhaus vor eilf Jahren heimlich verlassen habe, man müge ihn dorthin bringen. Sein Wunsch wurde erfüllt. Von Minnie war leine Spur entdeckt, und ihre Pelzmütze fand man unweit von der Stelle, wo Mister Darr in seinem Blute gtlegen halte, und daneben ein Taschenbuch, welches aber nicht« weiter enthielt, als einige Photographien von Professor Schwinger. „Haben Sie dieselben noch?" fragte Felix von PlOger hastig. „Nur ein«, die übrigen find der Polizei au«gehän. digt," entgegnet« Frau Wezmann. „Sie würben mich sehr verbinden, wenn Sie mir die Photographie zeigen milchten!" ,Sshr gern," entgegnele Frau Wezmann und eilte an einen kleinen Schrank. Im nächsten Augenblick hielt Felix eine Photo-graphic in der Hand, die er starr betrachtete — e« schien, als ob er sich nicht von dem Anblicke dieses Vil. deS abwenden ttnne. Endlich überreichte er e« Frau Wezmann kopfschüttelnd. „Ich glaube, ich täusche mich. ES ist vielleicht die Aufregung, die mir sagt, daß e« gar nicht anders mög« lich ist, al« daß der Mörder und Räuber entdeckt werde, aber ich möchte darauf schwören, ich hätte dieses Gesicht schon irgendwo gesehen. Wenn ich mich nur erinnern konnte!" (Fortsetzung folgt.) Die vom dänischen Follethlng wegen M' widrigen Verfahren« bei der Aufführung des neu" TheatergebäudeS angeklagten früheren CullusnumsM Hall und Worsaae wurden am 4. d. M. vom New' gerichte freigesprochen. Die SlaatSlasse trägt die V" richlSlosten. Vom Kriegsschauplätze in Asien «M Mulhtar Pascha offiziell, daß er am 2. Oktober eine" glänzenden Sieg erfochten, viel Waffen und MniM erobert und die Russen mit einem Verluste von M" Todten bis zum Grenzflusse «rpatschaj verfolgt lM' Den Russen sei eS zwar gelungen, sich einiger Positiv" zu bemächtigen, doch wurden sie, wie Mulhlar PU meldet, auS allen Stellungen vertrieben und der luM Angriff vollständig zurückgewiesen, «uf russischer S"" sollen an 30,000 Mann engagiert gewesen und M weilig die Verbindungen Mulhtars mit KarS "M brochen und der türkische rechte Flügel eingeschlossen ^ wesen sein. ^, Dagegen meldet die offizielle russische De»M' welche bis zum 4. Oltober reicht, folgendes: Am ^ d. M. wurden die befestigten Positionen am Berge G^ Iagni im türkischen Eenlrum zwei Stunden nach ^ eröffneten Angriffe genommen und die Versuche Vtu'h" Pascha's, die Stellung wieder zu nehmen, abgtnM Diese Meldung steht im vollen Widersprüche mlt ^ Siegesdepesche Mukhtar Pascha's. Am 3. Oltobtr "' suchten die Türlcn die linke Flanke der russischen M stellung zu delogieren, wurden jedoch zurückgewiesen, ^ die offizielle russische Depesche meldet, und bis in« w verfolgt. — Ob am 4. d. M. ein Kampf stattgtf"^ hat, wird aus Karajal nicht gemeldet, dagegen velsl^ ' daß die Russen wegen Schwierigkeiten, Wasser fill ^ Tr.,ppen zu beschaffen, die Positionen von Oroß'H wieder geräumt haben. Die Kämpfe am 2. und 3- ^ ber kosteten den Russen einen Verlust von 3400 M an Todten und Verwundeten. ., Ueber die Pläne des Fürsten von Monte««« meldet der Wiener Korrespondent der ..Times" U"" 2. d. M.: ..Von verschiedenen Seilen wird gt""^ daß der Fürst von Montenegro seine Erfolge i» . Herzegowina nicht weiter auszubeuten beabs^ und sich künftighin auf dieser Sclte in der Dtse"^ hallen werde. Die Erklärung, die dafür abgegeben «' ist, trotzdem sie nur eine Vermuthung sein kann, p,^ sibel genug. Durch die Einnahme von Nilsii, sllel,^ Duga Passes, von Goianslo, Plwa und Melolla in . Ebene von Gatschlo hat der ,furst alles erworbcl', ^ er im Falle eines Frieden« zu beHallen hoffen lal""^ daß nicht viel Raum für wtiteren Ehrgeiz in ^ Richtung vorhanden ist, während auf der anderen ^ ^ die Ebene der Moratscha bis nach Podgoriza vorh"" , ist — ein Territorium, welche« lange von Monte"^ begehrt worden ist und noch zu gewinnen ist. ""^ daher Zeit und Kräfte auf elwas zu vergeuden, ^ vielleicht genommen, aber nicht behauptet werden dl>^ mulhet man dem Fürsten die praktische Ansicht vo" « Lage der Dinge zu, daß er geneigt ist, sich unter < Umständen dasjenige zu sichern, waS innerhalb > Bereiches zu liegen scheint." Hagesneuigkeiten. ,. — (Einweihung des Hernalser Off^l ^ t»chter.Erziehung«inftitut«.j In felerl«!" ^» fand am 4. d. M., al« am Namen«feste Sr. MaM^ Kaisers, bit Einweihung de« neuen Zubaue« am Offtz^c ^l institute w Hernal« statt, gu derselben hatten sich ^ ^ f. Hoheit der Herr Erzherzog Albrecht, der Kriegsmin'^^ Nylandt, Pize.Ndmiral PVck, der Landeekommandierellde 3 ^ v. Maroitii, zahlreiche Vencrale und Obtrosfiziere l«"° Beamte und sonstige Zivilpersonen lingefuuden. j, ^ — (Verlobung.) «m 30. September b»t, «,«? „Vohemia" meldet, im fllrftlich «insly'schen Schlosse z« H Kl' miesteh die Verlobung der Vomtesse Wilhelmine, ^^ „ F Durchlaucht de« Herrn Fürsten Ferdinand Kinsly, ^hüt Durchlaucht dem Herrn Fürsten Franz «uer«perg, älteste ^ü be« am 7. Juli 1867 verstorbenen OberMmnieler« ^e»' «incenj «uerspcrg, Herrn auf Zleb, Nassaberg »c., sia< s ^ -(Duell Nagner.Perczel.) Die ^ lasel zu Pest hat. wie von dort lelegraftert wird. / lassung de« Professor« Ladislau« Wagner ohne 2«" geordnet; derselbe wurde noch am 4. b. freigelassen. ^l>!>^ — (Np ° the ° s« Ihier «'.) Zwei namhafte ! ^ Maler, die Herren Detaille und Vlbert. arbeiten »jgF Augenblicke an einem für die nilchste Ausstellung ^^ «lesenbilbe. welche« die Apotheose de« Herrn Th'"« ^l^ soll. Der Verewigte ruht auf seinem Sterbebette; da ^ ^ Franlreich breitet über ihn seine Tilcolore; °°" "ciftl ^ bändern. die seine Vrust bedecken, hebt sich ein " ,ptt ^ eine Vtuhmesgöttin streckt ihre «echte nach dem ^^c'^ großen Manne« au«. Im «ordergrunde ragt da« ^ he<^ Nelsort au« einem Verge von Kränzen und «'u^ ^,^ der Stadt Pari« erlischt; link« zeigt sich der U"<° ^« , den Pöre-Lachaise erreicht; im Hintergründe "" ^ ^B>"^ belagerten Pari«. Ueber da« Ganze spannt sich < ^ ^ ^l Himmel, in dessen »lorie drei Hauptmomente ^Dt ., de« Herrn Thier« zur Erscheinung, gelangen: "" , S'V" «tdner symbolisiert die Iulisäul« und eine Ansicht j 1901 saales der Kamm»; den Geschichtschreiber eine Gruppe, welche °»t großen Ereignisse von I78i< bis 1815 versinnlicht; der ^lilstdent der Nepublil endlich hält in einer dritten Lomposilwn "ach Bewältigung der Commune in Longchamp Heerschau. -(Lin königlicher Shales pe are. Ueber. > e y e r.) In der Slaatsdruckerei zu Lissabon ist lUrzlich eine portugiesische Uebersehung von Shakespeare's „Hamlet" «schienen, wtlche, wie der Mailänder .Perseveranza" berichtet wird, der «omg Dom i!uis versaßt hat. Der königliche Uebechher Hal sich N> °"^ ^" Titelblatte nicht genannt, wol aber in den ^ldmunglzeilen, mit welchen er die an Personen seiner näheren «tlanntschast vertheilten Exemplare versehen hat, Die Ueber. s^^""^ "" Oberst gelungen sehr gelobt; eS wurden nur ^"" Eftmplare abgezogen. "" (N ad e l der Kleopatra.) Wir haben bereits ge. ^ "bet dah der eine der beiden unter dem Namen „Die Nadeln l «leopatra" belannten «lelandriuer Obelisken auf dem ofs^tl"^ ^"gland sei. Das auswärtige Amt in London ver. IMMcht darüber eine Zuschrist des Generalkonsuls Vivian au« ll^lldr,«, an void Derby, datiert vom 20. September. Sie "let: „My Lord! Ich ließ gestern das eiserne CylinversKifs «"'eupatra". das den «inen der al« ..Kleopalr»'« Nadeln" be- llnten ObeliOten enthält, vom Stapel in Gegenwart der Mt'schen Beamten, der srcmden Gesandten und der ganzen englischen Gemeinde in Alexandria. D,e The,ln°hme an der «e»erl,chitit war groß. Der Cylinder war seit dem unglücklichen ««falle beim «iederrollen zum Meere (wo er einen Leck erhalten h°tle), im Dock gewesen, alle Schäden sind nun aber vullftünoig "usgebessert; e.ne Kajüte, eine Oteuervornchlung und em Mast nnd dem Schiffe hinzugefügt worden und dasselbe ,ft vollständig '«bereit. Dle „Kleopatra" taucht etwa 9 Schuh vorne und 10 ^chuh hinten inö Wasser und scheint le.cht genug, aber obwol °» chr zwei Kiel« gegeben, um sie stäliger zu machen, so wirb °a> allgemein gefürchtet, sie «erde de. hohem «-«gonge schwer ue»; aucb schemt sie dem Steuerruder mcht gui zu solgen ^e w.rd unter Aufsicht eineö O,fiz.ers und e.ner auS ,echs ^'n bestehenden Besatzung sein. H)ie,e.ben werden, fall« U... au d 7.^^""""« «bty'gen sollte, die ,.».eop..ra« loszulassen, aus derselben dle.ben, und der Ingen.eur Mr. D.ron w.rd sie .. em Schleppsch.fs« dtgl«,en. S.e w.rd A.randr.» mor n r verlassm und soll, so rechnet man, be. schönem Wetter in Eng an M etwa diei Wochen aulummen." '»«»lano r.. " !^'"° 'ltt.r.schc Pslauze.) Nach einer in N.la. r°ll»a e.schei»e»deu Galtenbouze.tung findet sich h,n e.ne bücl.N Mr.lwü^d.^ Pflanze, d.e ^MIuoo» eloetricn gen«nnt ^. " Namen oerdan.c d.cse Pst.nze de«. u.nstuno, d«ß " /",^"" 'hr e.ne» Zweig abschundet, einen H, h erf h w / n, Ü" dccht sich d.e Nadel i.« «re.se herum. Dcr «ode.., .n dem die pstanze wuch«, enthielt leine Lpu. °°n E,sen oder eine« »»der.. Knalls, so daß leiu Zweifel darüber bestehen la,,n, dc.l) die Mauze ullel.l die clwilhuleu Lrfcheinuugeu hervorgebracht h»l wacht« verschwindet die magnensche Krast nahezu ganz; am I'Urlsten ist sie um 8 Uhr nachmittag«; b«i emem Gewitter nimm» sie noch j«. Vcl Rcgeuweller häugeu dic Blätter der I^toi^oe» > schlaft herab; auch berichtet der Autor der Mittheilung über dich' U'tltwlttdige Mauze, daß er niemal« einen «ogel habe aus den Zweigen der ku^toluccH sitzen sehen. - (Liu Walllisch im Londoner Aquarium) ^'»t kurze Fieude >st dem Aquarium iu Westminster durch e,neu "lallsisch dercilel wordeli. Pur weuigm Tagen war de:selbe eiu glboruer Canadier, durch „Ouropeils Uberliluchte Hüslichleit" eigen. lhUmlich verpackt und uuaushörlich mit Seewusser bespteng«, leid« >lh gesulld nach London belürdert und, obwol erst n Fuß laua W einen auf Wachsthum berechueleu B.Halter ges^t worden, «lies' '«im gut zu gehen, und man sah mit Spannung dieser neuen «emcheru.,« be« Institute« entgege». Plötzlich wird gemeldet der ^"Wsch sc. eines jliheu Tode« verblichen. So Holle er deu» nur °'tr Tage Londoner Lust eiugcathmet. Mehrere Naturforscher y°den den Fremdling nach seiuem Tode uutersucht und .hren ^a,).spruch d»hi» o^eaeben. die Todesursache sei eine Lu..aen-",t<»..dm.g. hervo^elufeu durch ei„e au, der Re.se entstandene «rlaliu:.g. s° brd°n,.lich der V.Xust dies!« se.th.el,a ,st. fteht d'e V»w2ll.»,g de« Aquarium« doch im Vegnftf. meiere and?« Nach ^.'ondou bliöider.i zu lafseu. fokales. Aus der Handels- und Gewerbekammer für Krain. Aus dem Protokolle über die am 21 Sev-"ber 1877 abgehaltn ordentliche Slfu, bri H""^?/""dOewerbek°mmerfürKra ,^ ""8m wlr folgenden Auszug: Prilsid ',!t^^3. Sitzung nahlnen unter dem Vorsitze deS land s^ Dreo und in Anwesenheit des Gra e, ?.^?^'"""lstirs,t.k.NegierungsrathesRudolf Albin N^^')^^ folgende Kammcrmitglieder theil: »er ssr.n!^^' Ferdinand Bilina, Leopold Bur. lel/N o be.";, Franz Do lenz, Bincenz Han- K"l Luck.5^ ^ H"""^ ^"'"' ^"er Laßnil, ^"az Se m^" l^zepräsident>. Johann Mathian ""d ^kter Thomann. M. Trenn ^ Kannner ^''^ "nstatierte die Beschlußfähigkeit st'mmte zu Ve^tt "^ ^e Sitzung für eröffnet, be- "erisicatoren des heutigen Sitzungsproto. kolles die Herren Leopold Vürger und Peter Tho« mann, und machte sodann folgende Mittheilung: ..Ich habe der geehrten Handels» und Gewerbelammcr mitzu» theilen, daß ich infolge einer dringenden Einladung, den österreichischen Industriellen lag in Wien am 10. September zu beschicken, veranlaßt wurde, den Herrn Dr. Adolf Schaffer zu delegieren, welcher die Kammer windig vertreten nnd zu den gefaßten Resolutionen die volle Zustimmung gegeben hat. Herr Dr. Schaffer er-llin le auch in seinem diesbezüglichen Verichte die Bereit« Willigkeit, den Wünschen der Handels, und Gewerbe-tammer jederzeit nachlummen zu wolle,,. Ich ersuche die geehrte Kammer, davon ^nülins zu nehmen, und da die von ihr an das hohe l. l. Handelsministerium abgegebenen Gutachten mit den Resolutionen des In« dustricllenwges vollkommen übereinstimmen, so hoffe ich, daß die geehrte Kammer mein Vorgehen genehmigen und auch ihre Zustimmung geben werde, daß dem Herrn Dr. Schaffer der Dank derselben mitgetheilt werde." Die Kammer nahm diese Mittheilung mit Ve< friedigung zur genehmigenden Kenntnis und betraute das Präsidium, dem Herrn Dr. Schaffer den Dank für die Vertretung beim Industriellenlaae auszuftlrechen. I. DaS Protokoll über die Sitzung vom 2le» August 1877 wird genehmigend zur Kenntnis genommen. II. Der Sekretär trägt den Geschäftsbericht vor. Nach demselben gelangten vom 3. August bis zum 21. September 1877 an die Kammer 114 Geschäfts, stücke. Von den Erledigungen werden hervorgehoben: 1.) Die Vorstellung an das l. l. Handelsministerium wegen Beseitigung der Anstünde welche sich aus dem Gesetze vom 8. März 1876 für den Wechfelverlehr er-geben haben; 2.) der an das l. l. Landesgericht erstattete Vor. schlag für zwei HanoelSgerichtSbeisitzer; 3) das Gutachten an das l. l. Handelsministerium über den uencn Telegrafen-Gebürenlarif. 4.) Mehrere OffertauSschreibungen für ürarische Lieserungen wurden den Gemeinde-Aemtern zur Verlaut-barung milaethcilt; ü.) die Aeußerung an die l. l. Landesregierung über das Marllconccssionsgesuch dcr Gemeinde Horjul; 0.) die Zuschrift an die l. l. Fmanzdireclion wegen Erlasfling einer Instruction rücksichlllch der amtlichen Ueberstempelung der kaufmännischen Rechnungen an alle hiezu berufenen Aemter in Krain; 7.) daS Ersuchschreiben an die Direction der k. l. priv. Kronprinz Rudolssbahn wegen Aenderung der be-stehenden Fahrordnung, beziehungsweise Einführung der Fahrordnung vom Jahre 1874; 8.) das Schreiben an den Generalinspeltor der l. k. Staatstelegrafenanstall, Herrn Victor Grafen Wlmpffen, rUcksichtlich des angrsuchten Beitrages zum Penstons, und Versorgungsvereine österreichischer Tele-grafistinncn. 9.) Infolge der vom l. l. Militär.Verpflcgsmagazine in Graz anher gelangten Zuschrift um Mittheilung, welches Quantum Braunkohle in Krain binnen dreißig Tagen erlangbar ist, wurden die Besitzer von Braun-lohlenlagern hievon mit der Einladung in Kenntnis gefetzt, im Gegenstande ihre Aeußerung abgeben zu wollen. 10.) Die vom Vereine der Montan- und Eisen-Industriellen in Oesterreich übersendete Einladung zur Theilnahme an der von derselben zu veranstaltenden Eorporativausstellung bei der Pariser Weltausstellung 1878 wurde zur Kenntnis der betreffenden Kreise gebracht. 11.) Mehrere Certificate über Warenpreise wurden ausgestellt. 12.) Infolge der vonseite der l. l. Landesregierung im Auftrage deS l. k. Handelsministeriums an die Kammer ergangene Einladung wegen Erstattung des Gutachtens, betreffend die Sichcrheitsvorlehrungen bei den sogenannten Hadernlochern, wurde dem l. l. Handels-ministerinm die Mittheilung gemacht, daß ein hierauf bezüglicher Erlaß der Kammer bisher nicht zugekommen sei, daher den, gedachten Auftrage erst nach Herablangen des fraglichen Erlasses wird entsprochen werden können. 13.) Mit der neuen Wahlordnung der Handels-und Gewerbelammer für Kraln wurde das l. l. Landes« Präsidium, der Stadtmagistrat, die t. l. Bezirlshaupt-mannfchaften und t. t. Sleuerämter in Krain, dann die Schwesterlammern belheilt. 14.) Der t. l. Mililärbezirls.Verpfiegsverwaltung in Laibach wurden die Aeußerungen der Braucreibesitzer, betreffend das Dampfen und Trocknen der zur Bereitung von Mehl in Verwendung kommenden Erbsen, mitgetheilt. (Fortsetzung solgt.) (N llerh ü chsle Sanction.) Drr vom lr »ini. 'chen Randlage i» seiner letzten Vesfioi, beschlossene Tesesi' «Mwurs, be:reffe»o die Vemaulhnng der Rel». Straße in .'nnerlraln. erhielt mit Merhüchfler Entschließung Sr. Maj-stllt vom 15., v. M. die laisell.che Sanction. .,.<»» (^ r »" nnuug.) Der Direllor de« «laalsgymnasium« ' 7. ' ^ sei'"'«"! Direltor d.« iNealglimu°slnms in R u -°s« werth- Herr Dr. Johann Z i n d l e r. wurde ,um ». ° nde«. schuli „ spell ° r mit dem «mtsslhe in Ora, ,r. nannt und mit der Inspection der Mittelschulen in Steierm»rl. »arnltn und Krain bezNgl.ch der rea l i st i sch en Vehrfll^er — lNuezeichnuli«,) Dem provisorischen OberwgeniMl der Direction stlr Staat«»Lisendahnbauleu Heini Ferdinand Klemeniit - einem geborenen Krainer wurde in «lnerlennung seiner vorzüglichen Leistungen bei b?m lilrzlich voll« endeten Vaue der neuen Dalmatiner Vta»t»b»hn von Sr. Via» jeftllt dem Kaiser d»« goldene Verdiensilreuz mit der Krone verliehen. — (Fortschritt, bei Vrunbsieuer» Regulier rungsarbeittn in Krain.) Im Monate September 1877 wurden im Rayon der t. l. Vlnnd5s 3 ^ ^ ii«3ü zusammen 5O Vemeinten mit 55,51« Parzellen. L. In der besinilioenlHin schützung deS W a l d l a n b e e. Palzcllcn Im Schllhung«bllitte Littai 14 Ormm,den mit 'Nlit »Ullfeld 9 ,. ,. 2040 „ „ Stein 10 „ „ 202« „ Tschernernbl 3 „ „ 1306 „ „ R°bm°nn«bors 6 „ „ 12«6 Laibach (iland) 5 „ „ 126^» koitsch 10 „ „ 10»» ^ ^ Krainburg 3 ^ „ 746 »otlschee 3 , ^430 zusammen «3 Gemeinden mit 18,60b Parzellen. D»e l»ie«jllhrigen Flldoperationen wurden in allen Schilhung«bez!illn m.l Ende September l. I. emgesillll. — (Unser Spezialberichlerstalter auf dem Kriegsschauplatz^,) Hecr ^! » ch m a u u , der sich eme« lraucigen Familieneielgnisse« wegen ausaug« d.cje« Monate« durch einige Tage in Vularest aushielt, hat sich am 3. b. M. wieder aus seinen Postcu nach Vriwlza begebcu. Wit un« Herr Lach» mann nutlhelll, »urde ihm soeben die lthce zulhell, sUr b>e im Tilfscn v«m 6. September, »n welchem e« lhm belanntlich gelang, ein rumänische« Gefchul) zu rellen, von >hm bewiesene Ta« pfellcll und llnellchloclenheil oom ßüi^lcn von Numan.en eigen» händig mit dem stiller lreuze oe» «eu creieilen lumäni-fcheu Vleluolden« decor.erl zu wcldeu. — (M > l llarlonz e rte ) »n!aßl,ch einer oom hiesigen Offijieiecorp» verunftalleten Off!z«tr«lo,l^t louz lürrte d,e Regimenlslapelle » orgestetn »beud« «m Olussulou der ««» sinol«ftaural,l>n. Wie wir oelnehlncn, soll im Lause der Wi«ler« saison jedeu Ham »lag ein ühulicher Offiz«el«»bent> Projecllert sein. — Oeftern abend» jpielle die stegimculslupelle ,u der Koolel'schen Winterblelhalle. — (s>chwurgclicht«slfjlon.) Heute vormittag» be-gall« beim hiesig/« Lunl>e«gerichlc die sllnslc und vmlltzte oi?»» jilhilgc Ochwurgciichlesesfion. Zar üeltuug dllselbm wurden die Herren: Lal!de«glr.chl»l»tl» ten vetrug de« Püstme.fter« v°n Stein durch b.llilgelischc «uf» gäbe einer telegllifilchen Poflauweisuug per 20) fl, unl, luiz zu» vor auch einen ahulicheu O^uuerssreich iu Tessalia veillol hatte. — e - O e s e l l s ch a f!.) Nm 30. d. M. um 4 Uhr nachmittag» findet in L u i b o ch die achte reyelluilßige O e n e r u l o e r f u m m I u n g dei t r n i n i s ch e n I» duslrie. Oesellschu fl im Direcliunsbuic,,« del Ocsell' schast stall. Zur Verhandlung gelangen bei delselden: ») dec Be« richt ub^ d,e Llgelinifse dlS G^schilstejl»hre» 1tt7«/77 ; d) der Vtiichi d.>« Reoisionslliieschussc«. »clionäre, welche bei cer >lj«. sammiuiig ihr slimmrecht anszuilbell beabsichtigen, hudm ihre Nctien bi« längften« 28, v. M. gegen Elh«,t der Llgltimation». ! karten zu deponieren. ! — ( ^ » ib acher Musilvel e in ) Die sur gesteru vormittag» zum zweilenmale ausgeschrieben gcwtstlie Oentlal» VersammlUl'g bl« Laibacher Musilvereine fand »ber-mul» nicht statt, da dieselbe einer lagivorher velöfsinllichlen ! Kundmachung be« Obman»« zujolge vom Nueschüsse uuf Honntag ^den 21. d.M. um 10 Uhr vormittag« im städtischen Nathosaale ^ vertagt wurde. - (MUuchentu r n en,) Um vielseitigen Wlioschen zu entsprechen. Hot der Laibacher lurnveiein vet°.,l°ht. d^ß auch heuer vom 1. d. M. an jrden Donlierklaa vormilllik« von 9 bis 10 Nhr in der Inrnhalle br hiesinen l. l, Obels-al» schu!« dutch den l. l. Turnlehier Herrn Tchmid! ein, >r«l«' stunde für Mädchen abgehalten wird. «nm-lbungsn <" "'^ selben übernimmt der Säckelwarl de« r°'b»«-r ^usnv-"/«-, ' Nloi« t besonders iu den letzten 43 Stunden wieder allgemein sehr niedrig geworden. Aus ganz Noroost.Deutschland, Galizien und Rußland werden schon Kälten von —2 bi« — 8 Grad «illsius gl» meldet und bominielt wieder die nördliche Windrichtung. Nieder» schlage waren nur unbedeutend, die Auslfeuchliglrit laaMver stets gcling; dagegen waren in den Morgenstunden allgemein Nebel zu beobachten. DaS Meer war nur in der Ostsee und seit 5. d.M. auch in der Ndria stürmisch bewegt, sonst überall fast unnnter» brochen ruhig. Bemeclcnsmerlhe meteorologische Erscheinungen landen in dieser Periode nicht statt, und ist wol infolge des an« dauernd hohen Luftdrucke« vorläufig heitere und trockene, doch jedenfalls lalte Witterung zu erwarten, und sind auch stärkere atmosphärische Vewegungen zu gewärtigen. — („Nord und Sü d.") Mit dem soeben ausgegebenen siebenten (Ottober.) hefte der deutschen Monatsschrift „Nord und Süd", herausgegeben von Paul Lindau, Verlag von Georg Stille, Äerlin, tritt dieselbe in das dritte Quartal ihres Bestehens «in. Da« junge Unternehmen hat sich un« geachtet der Schwieligletten, die ihm zunächst in den Weg traten, so überraschend schnell eine sichere Stellung erworben und sich in der Gunst der Leser so fest zu setzen gewußt, daß die einfache Angabe des Inhalt« zur Empfehlung vollauf genügt. Im Oltoberhefte bringt Adolf Wilbrandt, der sicb in den letzten Jahren der erzählenden Dichtung leider zu sehr abgewandt hatte, endlich wieder eine Novelle: „Der Lootsenlommandeur", eine durch die Feinheit der Empfindung und der Darstellung gleich ausgezeichnete dichterische Schöpfung, die hier nicht lritistert, sondern auf die nur die Aufmerlsamteit des Lesers nachdrücklich hingewiesen werden soll. Die Vollsmirthschaft ist vertreten durch eine Äeihe sehr interessanter, bisher unveröffentlichter Vriefe von Friedrich Lift, dem wichtigsten Förderer des Zollvereins. Der berühmte Natlonalölonom Piofessor Röscher in Leipzig hat diese Mittheilungen durch «ine umfassende Würdigung Lifts eingeleitet. Der naturwissenschaftliche Neitrag „Ueber das Spectrum und die chemischen Wirkungen des Lichts" ist auS der Feder deö gerade in dieser Spezialität besonders bewährten Prosessors Vogel in «erlin. Paul Heyse, dessen von Professor Naab in München, nach dem »emälde von Franz Leubach, vorzügltch radiertes Porträt dem hefte beigegeben ist, erwirbt sich das Verdienst, das deutsche Pnblilum mit einem hervor» ragenden früh verstorbenen und gänzlich unbekannten Dichter, Ippolito Nievo, bekannt zu macben, der selbst in seiner Heimat nahezu verschollen war, mit einem merkwürdigen Talente, das der ihm angethanen Ehre in jeder Weise würdig erscheint. Den biographischen Essay über Paul Heyse bat Professor Karl Goe -dele in Evttingen geschrieben. Ein italienisches Reiseblld „Salerno", in welchem der berühmte Verfasser der „Geschichte der Medizin", Professor H. Hafer in Vreslau, die Uedeutung Salerno's sür die Geschichte^ der Medizin darlegt, beschließt das stattliche, anziehende und mannigfaltige Heft. Auch in diesem Hefte, wie in allen früheren, sind die sämmtlichen Beiträge ab« geschlossen und der Leser braucht nicht einen Monat auf die Fortsetzung zu warten. Für das bevorstehende Quartal stehen eine ganze Reihe von höchst werthvollen Veiträgen in Aussicht. Die ersten erzählenden Dichtungen, welche L. Nnzengruber, «eorg Ebers, Paul Heyse. Wilhelm Jensen, Rudolf Lindau. Friedrich Uhl «. veröffentlichen, werden in «Nord und Süd" zum Abdruck gelangen, außerdem Beiträge von K. Niedermann, Heinrich Laube, Richard Liebreich in London, Wilhelm Lüble, Friedrich «ischer :c. " Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.") Konftantinopel, 7. Oltober. Mehemed Ali wird das Kommando der gegen Montenegro operierenden Armee übernehmen. Die letzten Reserven wurden einberufen. Ein Telegramm Mulhtars vom 6. d. M. schützt den Verlust der Russen in der letzten Schlacht auf 10,000, jenen der Türlen auf 2000. Reouf Pascha mel« det vom 4. d. M., daß ein türkisches Recognoscierungs-detachement gegen den Engpaß Hain ein russisch.bulga« risches Detachement zurückgeschlagen habe. Suleiman Müldet gleichfalls vom 4. d. M., daß ein Angriff der Russen auf die türkischen Vorposten bei Turadere un-weit Karlowl! zurückgewiesen worden sei. Gorniftuden, 6. Ollober, offiziell: Ueberall Ruhe, laltes Regenwetter. Verlin, 5. Oltober. (N. fr. Pr.) Ein Peters-burger Vrief der „Post" meldet, daß der leidende Großfürst Nikolaus durch den Fürsten Barlatynsli ersetzt werden solle. London, 6. Oltober. Gestern fand ein außerordentlicher Ministerrath statt. — Der Korespondenl der „Daily News" im russischen Lager in Armenien tele, grafiert aus Rosrechand am 2. Oltober: Heule, nachmittags 3 Uhr, umzingelten die Russen Kizil.Tepe, als Mulhtar Pascha, da er seine Verbindung mit Kars be< droht sah, 20 Bataillone gegen das russische Centrum vorsandte. Die Türlen, von furchtbarem Artilleriefeuer empfangen, wurden zurückgeworfen und auf ihrem flucht« artigen Rückzüge bis nach Subotan verfolgt. Bukarest, 5. Oltober. Wegen der ungesunden Lage von Gornistuden wird das Hauptquartier nach Sistowa verlegt werden. — Man meldet offiziell aus dem Lager vor Plewna, 4. d. M.: Ein russisches Regiment erbeutete auf der Chaussee Plewna-Sophia einen türkischen Transport von tausend Stück Vieh und achtzig Pferden, zerstörte zwei Brücken und die türkische Telegrafenlinle. — Bei der Rustschuler Colonne fielen blos Vorposlengefechte vor. Bukarest, 6. Ollober. (Pol. Korr.) Ein Befehl aus dem russischen Hauptquartier ordnete die unver-weilte Mobilisierung eines neuen Armeecorps und die Äbsendung desselben nach Bulgarien an. DaS Gardecorps wird bis 12. Oklober vollständig auf dem Kriegs-schauplatze eingetroffen sein. — Gestern fand in Vula« rest ein außerordentliches Minifterconsell statt, wozu Bratiano aus dem Hauplquartier eintraf. Wie verlautet, handle eS sich um Einberufung der rumänischen Kammern, denen wichtige Fragen zur Entscheidung vorzulegen seien. Budapest, 6. Oltober. (Fruchtborst.) Prima-Weizen, 80 Kilo effectio per Hektoliter wiegend, lostet 12 st. 10 lr. per Meterzentner AuSgebot und Kauflust leblos, Mittelsorten sind vernachlässigt. Usance.Weizen 10 fl. 90 kr. __________ Telegrafischer Wechselkurs vom <:. Oltober. .... Papier. Rente 64-—. - Silber. Rente 66 65. - »° ° Rente 74 30. — 1860er Tt°at«.?lnlehen 111'—. - Vanl-»«'« > »43. — Kredit - Nctieu 213 50. - London 117 50. - W 104 ßo. — K. l. Münz - Dulalen 5 63. — 20,FranlcN'«"«" 942'/.. — 100 Reichemarl 5805. _______. Handel und GolkswilUchaMes, Wochenauswei« oer Mationalbanl. Derselbe >M im Verhallnisse ,u dem der Borwoche folgende «eränderuM, au«: «auluoten-Umlaus fl. 299 212.500. Zunahme si-4,M>^ Giro-Einlagen fl. 252.^80. izunu.)lu» 3.537.014 fl., Auslagen 592.398. Saldi laufender»«« nuugen 2.357.548 st., zusammen 517.418.852 st. — P°^ einzulösend: Vanl-Anweisungen 2.l7l,1?7 st., Oiro-OuW" K3.«30 st., unbchobeue Dividenden 147.826 fl., Psa«^, im Umlaufe 103.027.825 fl., verloste, noch nicht eingeloSle W", briefe 260.600 fl,. unbehobene Pfandbrief-Zinsen '.»«.78» ^' Pensionssond 2.475,276 st.. Ueberlräge vom vorigen ScM^ lausende Erträgnisse und Eingänge auf Verzinsung der Pl"" briefe 6,159.028 ft., »usalnmen 517.418.852 ft. Ualbach, 6. Ollaber. Nuf dem b/ntigeu Marlte s»'»"! schieneu: 14 Wagen mil Getreide, 8 Wagen mit Heu und s>l°" 20 Wagen und 2 Schifft mit Holz (20 Kubilmeler). H) urch schn it ts - P r e«s e. ^ ^tlt.. m,,.. „ttt'lW^ st.!ll. st.j tl. ^lri^ Weizen pr.Heltolit. 9 9ili1!4? »utter pr. tlilo . —!84^ Korn „ 6 66 6 87 Eier pr. Slllck — 2j " Gersle „ 5 53 5 80 Milch pr. Liter - ?^" Haser „ 3 25 4 3 Rindfleisch pr. Kilo -54^ Halbfrucht „ -------7 20 Kalbfleisch „ —64^ Heiden „ 6 50 6 63 Schweinefleisch „ — 54 ^ ^ Hirse „ 5 70 577 öchüpsenftnsch „ ^30^^ Kulurutz „ 6 40 6 95 Hähudel pr. Stücl — 40 ' ^ H.dllpjel 100 Kilo 3 4------- Tunoen „ ^ l6 ^^ linsen Helloliter 6------------ Heu 100 Kilo. . i 78 - " Erbsen « 8------------ Stroi, „ . . 1?0^^ Fijoleu „ ? — __,. Holz, hart., pr. vw ^ Riudeschmalz Kilo - 94____ Q.-Meler - - SA Schweiueschmalz „ - 82------- — weiche«, „ _ - 4>o" Specl. frisch „ ^ 70 - - Weln,roth.,100Lil. - - 24^ — gcrüuchett „ — 76------! —weißer. „ - - ^ Lottoziehungen vom 6. Oktober: Trieft: 70 42 18 14 47. Linz: «6 8U 77421. Theater. ,, Heute (gerader Tag): 2 itronen. Original'Lufispiel in 4 M zllgen von Julius Rosen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach> 7 UM,. 742.«» ,4-8.« O. schwach bewMt „ 6. 2 „ N. 742.,,. -4-10., O. heftig bewollt "'"" 9 „ «b. 742^u ^6.«^ O. heflig bewöllt^____.^ 7U.Mg. 742,l -l- 3.« O. heftig bewöllt . . 7. 2 , 3t. 741,,« ^- 6., O. heftig bewöllt "'" 9 „ »°. 738.74 -i- 5.» O. fchwach bew»llt ,,, Den 6. tllMber wiudig, trUbe. Den 7. die glichen ^», lerungsverhältuisse wie gestern. Da» vorgestrige Iage»miltel ^, ^ dz« gestrige -j- b 4', bez,ehung«weife nm 4 4» und 7 4' unw iNoimale. __^ Verantwortlicher Redacteur: 0tt«u,«r Vambel ^ «H^c^ .z.^^i^.^ Wien 5 Ottober. (1 Uhr.) Die Speculation interessierte sich anfangs fllr die «ctien b,r ungarischen Kredilnanl. was eine Rückwirkung auch auf andere SPlc"l"sse. Vl)lj(Nl)(ll(l)l. objelt/üble. Doch waren diefe Meinungen oder Bestrebungen nicht nachhaltig genug, das Heschäst verringerte sich uud die Kurse verfielen eiuem langsamen »bhcücllnng«^^' Papierreut«........K435 6445 GUberrmt«........6680 6690 Ooldrente.........7490 7495 Lose. 1US3........815 - 317- , 1854........106 7b 107 2b , 19tz0........Ill - 11150 » 1860 Mnftel) .... 11950 11975 » 18H4........122- 132 25 Un«. Prllmi««»nl......8075 8125 «redil,«..........Ibl i!5 161 75 «udolss.L.........1325 1375 Prlimienanlthen der «t,dt Wien 92 50 93-l>onau.«egulierung«.«os« . . 103 65 1U875 Domänen'Psaadbnefe .... 132 K0 18350 Oefterreichifche Schatzfcheine. . 99 25 99 75 Uug. Elseubahn'Nnl.....9? 7b 98 — Ung. Schatzbon« vo» I. 1873 103 7b 104 — «nlthen d. Stadtgemnnde Wien i» V. «.........9S 25 »k?b Grnndentlaftunss-Vhli««ti«uen. Vijhm»..........102 50 103 50 «iederüsterreich.......10450 -— «alizi,,..........^^0 86- «eld «V«c Gitbenbürgt».......7550 762b Tcmeser «anat......76— 77 - Ungarn..........77 00 78 7b Nctleu v»u V«nle». «nglo.vfterr. «anl.....987b 99 - Kreditanstalt........219 — 219 2b Depositenbank.......153 — 154 — Kreditanstalt, nngar.....202 7b 208- - Lslompte-Nnftall......7K0 — 7«0 — »llltiouulbaut.......843 — 84b — Oeftirr. Vanlgtsellschaft . . . —'— - — Unlonbant ........6b— 66 50 Berlehrsbanl .......99 7b 100 50 Wiener Vanlverein.....71 — 72 Actlen v«n Tranbport-Unterneh-mnngen. »eld ll»«« «lfilld.Vahu........lib— 11H50 Donau.Vampschiss. ««esellschaft 849— 351 — Llisabtth.Weftdahn.....17650 177 — zerdinandS-Noidbahn . . . 1942 -1947 - Franz - Joseph " Nahn .... 1»4- 13450 s Oaltzische itarl'Ludwig.Vahn . 248 7b 249 25 Kaschau-Oderberger «ahn . . 108 ^ 108 50 Lembera-C»rnowiher Bahn . 120 b0 «21 - Llllyd-Vesellsch.....395 - 39« - Oefterr. «ordwestbahn .... 11350 1l4 — Mudolf»'Vahn.......114 75 lib25 Gllllltsbahn........2717b 272 2b Sllbbahn.........7l 50 72 - Theiß.Vahn........185 - 1»7 - Ungar.-gallz. Verbindungsbahn 101 b0 102 ^ Ungarlfche litordoftbahu . . . 112 - 1l2b0 Wiener 6ramw»y-Oifellsch. . 107 - 107 50 Pfandbriefe. «lla. »st. Vobeulredilanft. (i.Vold) 103 50 104 — ^ (i.V.«V.) 88 7b 89 - Maticulllbant........9760 V? 75 Uull.V°denlredit,Iuftilut(V.«V.) 90 8l) 91 — PriorltätK-Vbligatlonen. «lisabelh.V. I. «m.....—-— 92' Ferd.«siordb. in Silber . . . 104 — 10450 Franz'Ioseph-Vahn . . . 8650 867b »al. K°rl.Vndn,i,-V.. 1. «m. . ^^ ßft^ Orfterr, sl°rkwe!l.«»hn ^ ^ ^'"' Siebenbürger «ahn .... - 66'-^ ^hl) Staatsbahn 1. «m...... '48- ^S^. Vlldbahu »8«/....... 1"4'7b ^?.», b»,....... l""" ^'^' Slldbahn. Von«...... """ Devise». ^.,b Nnf deutsche Plllhe..... ,???^U'3 iiondon. lurze Gicht..... ^ ,1'^ London, lange Sicht .... "/" 46^ Pari« .......... "" «eldssrte«. Dulaten .... bft.62 lr. ^ l»-^ , Napoleoned'or . . 9 » 41 „ " " Deutsche »eich«- -7 . Sb " banlnoten . . . b7„80 - ," - ^ , Silbergnlden . . 104 „60 « "" " Kraiuische »runbentl»ftuu,»«0l>li,»^.^. Privalnotlernn« : Held b,—. «»" gg^' .it 217-^- bis 217 25. «nglo 97 50 "'" «a^traa - Um 1 Uhr 30 Minuten notieren: ^apierrente d4'45. Vllderrente 66 80 b,« 66 90. Voldrente 74-75 bi« 74 85. Kcet «ondon 11? 15 b.S 11720. Napoleons 941 bis 942. Silber 10460 bi« 10480.