Nr. 229. Vlänumeratioilzprei«: Im «omptolr »an,j. fl. li, halbj. fi. k'5><». NNr die Zuficlluna in« Haus halbj. 5<» tr. Diit der Post nanzj. I«. lb. halbj. fi. ? »0. Freitag, «.Oktober. I«sllt«on»«ebilbl.- Für Nein« Inserat, bl« ,« » Zeilen «ü ll,. giichne pr. Ze,le e tr.; bei «fterei, Wiederholungen pr. »jeile 5 ic Inlercsse.lncrschieocnheite" an, wclchc ma» durch das Drei-Kaiscr-Bündnis, wenn nicht ausgeglichen, so doch in den Hintergrund gedrängt gla.lbt.. Sie richtet ihre Spitze gegen das europäische Einverständnis, denn dieses Einverständnis galt dem Frieden, und eS ist klar, daß die Pforte sich cin ähnliches Porgehen nicht ohne Krieg gefallen lassen lönnle. Und in Wahrheit konnte nichts verkehrt, r und in sich unlogischer scin, nls die Pforte durch den Kcieg zu cincm Frieden zu zwingen, den sie auch ohne Krieg über sich ergchcn zu lassen be reit erscheint. Noch ist es freilich nicht gewiß, dah die Aueführungen des Sl. Pelersburger Journals in dem angigcbcncn Sinnc zu inlcrprclielcn sind, allein daß sie im Zusammenhalte mit der Scüdm,g dcs Grafen Sn> maroloff nur lcbhafle Bcunrlchiga»« verbreiten tonnen, steht leider außcr Zmcifcl. Wir halten cS allerdings für undenkbar, heißt es ferner, daß das Petersburger Cabinet, das so feierlich uuo in dcr That von Souverän zu Souverän für die Integrität dcr Türke, und d>e Erhaltung des stuw« mw eingetreten ist wortbrüchig werden tonnte; auch ein Einmarsch in Bugaren konnte daher nur einen transitorischcn Charakter haben. Aber auch in dieser Form tonnte es die or.cntal.schcn Angelegenheiten nur auf das furchtbarste verwirren. Von welcher Se.tc man die Forderung auch betrachten wurde, sie erscheint wcdcr nothwendig, noch zweckmäßig, noch ralhllch. Sie wäre, wenn auch noch nicht der Krieg selbst, so doch jedenfalls dic volle Be- rechtigung zum Kriege. Ja selbst wenn mit diesem Mittel nur gedroht, wenn damit nur ein Druck auf die Entschließungen dcr Pforte grübt werden sollte, so halten wir dies für äußerst bedenklich. Was bisher in der orientalischen Frage relativ Vernünftiges uno Sachgemäßes geschah, ist durch das Drei-Kaisel'Bündnis geschehen. Offen» bar aber ist die bloße Anregung der Frage der Occu» pation die Auflösung des Drei-Kaiser-Vundmsscs; denn niemals wird Oesterreich-Ungarn seine Zustimmung zu einer Digression Rußlands geben können, die alle In-tercsscnvrrschicdcnhcitcn der beiden Rriche in greller Dissonanz aufleben lassen und früher oocr später die Fragen dcs Orients in ihrcr ganzen Ausdehnung aufrollen würde. Die Trennung, die Zurückziehung auf die eigene« Inter-csfcn wäre die nothwendige Folge davon, und wie die Dinge hcute in Europa liegen, können die Actionen einrr Macht nur zu Actionen dcr übrigen führen. Der Schritt Rußlands müßte dahcr nothwendig das ganze System dcr heutigen curopäischru Völlerorrbindungen alterieren und zu ncurn Allianzgestallungcn führen, bei denen Rußland schwerlich auf cinc moralische Machtcrweiterung zu rechnen hätte. Jetzt schon hat das Petersburger Cabinet durch sein Borwärlsdrängen in der orientalischen Frage das Mißtrauen Curopa's wachgerufen und dadnrch die Geschäfte dcr Türkei gemacht; läßt es dic Maske vollends fallen, so ist ein noch stärkerer Rückschlag zugunsten des bedrohten türkischen Reiches zu crwarlcn. Die neuen Pairs. Wie in versierten Kreisen schon seit einigen Lagen ^wartet wurde, brachte die amtliche „Wiener Zeitung" vom 4. d. M. die kaiserliche Ernennung von 1 2 neuen lebenslänglichen Mitgliedern des österreichischen Herrenhauses, die die Lücken auszufüllen blrufen sind, wclchc dcr unerbittliche Tod im ttaufe der letzten Zcil in den Reihen unscrer PaircS verursacht halle. Die durch die Huld S>. Majcslül oeo Kaisers mit dieser hohen Allszcichliui'g Gcchrte», sind — wie wir bereits gestern llllj mitlhcillen — dtc lluchfolgrnden Herren: Der gemeinsame ,5i»anzu,!l,!sler Freiherr v. Hofmann, Or-ncral der Cavutlerie Freiherr von Koller, Fcldzeug-mcislcr Freiherr v. Mamula, President des Vermal-tuns,ögerichlshofcS Freiherr v. Slaehlin, Sectionschtf Freiherr v. Wchli, Gouverneur dcr österreichischen allgemeinen Äodcncredilanslali Alois Moser, Senats» Präsident des obersten Gerichtshofes Ritter v. Rapa» ^ iewicz, Prälat des BcnedictinerstifleS Moll Alexander Karl, die Gutsbesitzer Freiherr v. Apfaltrern, Graf Einanucl T h un-Hohe n stein und Graf Wilhelm Pace, endlich der SecliouSchef a. D. Freiherr von Vcsque-Pü ttlingen. Feuilleton. Ver Teufels-Capitän. Roman von I. Sttinmllnn. (Fortsetzung.) VierundMNMstes Kapitel. Der Ueberfall. Alle die im vorigen Kapitel erzählten Begebenheiten hatten stattgefunden, während dcr Teufels - Capital, im Gefängnis zurückgehallen worden, der Secrelür Castillan uuf Reisen gewesen und Bm Iocl bei seinem Unter-"thmen, dem Pfarrer Thomas das ihm anvertraute Document zu stehlen, gescheitert war. Als der verbrecherische Zigeuner nach seinem Sprunge ?us dem Fenster so wcit geflohen war, daß er sich vor Itder Verfolgung sicher wähnte, setzte er sich auf einen Steinhaufen an der Seite dcr Straße und begann Über '"ne Lage nachzusinnen. „Ein böser Dämon muß dem Pfaffe« meinen Plan "rathen haben", murmelte er. ..Was nun beginnen? nick» ^ ist auf die Neige. Von Rinalo weiß ich »»» « ^ lächle fast, wieder mit ihm zufammen. zulress.n. Er wird mir meine Ungeschicklichkeit vor. "°bn ""l vielleicht einen Theil des mir versprochenen mü^. "lzithcn. ES ist um i äsend zu werden. Ich "yle mir selbst alle Haare ausraufen!" kickt ^ die letzte Drohung gegen sich selbst viel-Man l ^"W' wenn er gewußt, daß Ferdinand Ea-Glücl s,i c^use b" Pfarrers anwesend war. Zum davon '^""' Kopfschmuck halle er aber leine «lhaung Nach einer Weile erhob er sich wieder von seinem harten Sitze. Er war zu dem Entschlüsse gekommen, den Weg nach Paris einzuschlagen und wiedcr mit Rinald in Nerbinduug zu trelen, wenn dieser ihn nicht zurückweisen würde. ES war möglich, dcn Italiener unterwegs anzuiresscn. Dieser halte seinen Verbündeten nicht verlassen, ohne ihm den Weg zu bezeichnen, den er heimlehrend nehmen solle, wenn die Umstände ihn zwingen würden, nach Perigord zu gchcn Gen Joel schritt rüstig fort, den ehrlichen Thomas mit all' den Flüchen b.'lastcno, die cr in seinem Gedächtnisse aufstöbern konnte. Er war lm.m eine Stunde gegangen, als am fcrncn Horizont die Erscheinung eines Reiters auftauchte, der nut verhängten Zügeln dahcrsftcengtc. Der «andit blieb stehen und blickte Wenn cr — wenn Ninald es wäre!" murmelte er, „dann hätte mich das Gliick doch vielleicht noch nicht ganz verlassen." Indessen tam der Reiter ihm naher und niiher. Er war laum noch cimn Büchsenschuß von dem Zigeuner entfernt, so stieß dieser einen Frcudenruf aus. ..Beim Satan! eS ist Rinald!" rief er, ..nun wollcu wir sehen, was "°ch i" thun ist." Veli Joel täuschle sich nicht; es war der Kammer« dicner und Vertraulc des Grafen Berlrand von Membran. Nachdem er zu Colignac seine Rolle als Abgesandter des Herrn von Lamolhe so vortrefflich gespielt, hatte er seine Rcise fortgesetzt, um sich nach Saint.^>crnin zu begeben und dort Erkundigungen einzuziehen, wie Ben Joels Uniernehmen abgelaufen sci. Hierauf wollle er nach Gardonne rei'en, um den Puchthos in Augenschein zu nehmen, den ihm Graf Bertrand als kohn für die ihm geleisteten Dienste versprochen halte. Rinald hatte Ben Joels WilltommenSruf gehört und in gleicher Weise beantwortet. Nach wenigen Augen, blicken war er m der Nahe seines Complicen. Er sprang vom Pferde und reichte ihm die Hand. „Gut. daß wir uns treffen," sagte er. „Nun. hast du deinen Zweck erreicht?" Ben Joel schüttelte verlegen den Kopf und erzählte ihm dann, welches Mißgeschick diesen Morgen ihn be» troffen hatte. ..Dummkopf, der du warst," rief der Italiener. „Du hast dlch zu sehr btlilt." „ES war nothwendig." erwiderte der Zigeuner ,.denn der Pfarrer erwartete den Teufel«.Cavilän mit jeder Slunde." „Thut er das? Nun, da lann er lange warten." „Wie das?" fragte der Bandit erstaunt. „Ich habe unserm gefährlichsten Gegner den Weg versperrt." Mit wenigen Worten vertraute der Italiener Ben Joel den Herrn von Malton so geschickt gespielten Streich. Der Zigeuner im>hte eingeslehen, daß cr s'4 '" dcr Thal übereilt ha'e, doch entschuldigt: er sich M'"« damit, daß er die Ankunft des Secreliirs 6aMan gefürchtet. ..Ich glaube, wir haben jetzt weder vo" "m s«", "och von seinem Diener etwas zu befürchten, oer^ Rinald. ..Vorwärts nach Sainl.Scrn.nl w.r wouen einen zweiten Angriff wagen/' ^ stelle, w° Ungefähr Hunden Vch"«" "" M!^»,^«..« beide bef^ s'« « ' Archshaus. Man beschloß, d°rt einzig«,, und tue Nacht abzu. "°"Wie gesag,, so «e.han Als die Dämmerung endlich herein^broch«.', bestellte Rinald das Abendessen, d°s von 1804 Die „Presse", indem sie die Genannten der Reihe nach einer kurzen und durchwegs sympathisch gehullenen Besprechung unterzieht, begleitet die Nachricht von ihrer kaiserlichen Berufung in das Herrenhaus mit nachstehenden Worten: „Die neuen Herrenhaus-Mitglieder haben der Mehrzahl nach einc vieljährige Thätigkeit im Staatsdienste hinter sich. Ueber Freiherrn v. Hof mann haben wir erst anläßlich seiner Ernennung zum Reichs-Finanzmini« ster ausführliche Daten gebracht. Ebenso bekannt ist der Vebenslauf und das Willen des Freihcrrn v. Koller, über den wir wiederholt biographische Notizen oeröffeul' lichten. Lazarus Freiherr v. Mamula, der bereits das achtzigste Lebensjahr überschrillen hat, erwarb sich durch glänzende Waffenthaten und in seiner Stellung als Gouverneur von Dalmatien — ein Posten, den er über zwölf Jahre lang b kleidete — große Verdienste um das Reich. Nach einer Dienstzeit von 50 Jahren trot er im Oktober 1863 in den Ruhestand. Freiherr v. Mamula ist Feldzeugmeister, Geheimrath, Ritter des Maria Theresien.Ordens und RegimentSinhaber; er oomici-liert in Wien. Freiherr v. St aehl in wurde von uns erst kürzlich, gelegentlich seiner Ernennung zum P,äsi« denten des Verwaltungsgerichtshofes in seiner öffentlichen Thäiigleit gewürdigt. Freiherr v. We hl i betleidet bereits seit vielen Jahren den Posten eines Seclionschefs im Ministerium des Innern. Freiherr v. Wehli, der mit Rücksicht auf seine langjährige Thätigkeit im Staatsdienst wiederholt gänzlich in den Ruhestand treten wollte, versieht unseres Wissen« nur noch einige Agenden im Ministerium des Innern; unter anderm ist er Stell Vertreter des Freiherrn v. Lasser im Vorsitze bei der Donau-Reaulierungscommission. Geheimrath Alois Mo-s e r, gleichfalls Mitglied der ebengenannten Commission, hat seine Laufbahn als Staatsbeamter im Finanzministerium zurückgelegt, woselbst er zuletzt den Posten eines Sectionschefs innehatte und die Section für Creditwesen leitete. Im November des Jahres 1873 erfolgte seine Ernennung zum Gouverneur der österreichischen allge» meinen Bodencredit-Anstalt; die Geheimrathswürde er-hielt er im vorigen Jahre. Eduard Napaoiewicz von Wiectowsli ist Senatspräsident des obersten Gerichtshofes und Mitglied des Staatsgerichtshofes. Prälat Alexander Karl dürfte der Zahl jener lirchli» chen Würdenträger anzureihen sein, die als verfassungs» treu angesehen werden. Es wurde ?rst im Vorjahre zum Abt des alten ehrwürdigen BenedictinerstifleS Moll erwählt und gilt als ein gründlicher Kenner der Land« wirthschaft. Freiherr v. Apfaltrern ist der gewesene verfassungstreue Reichsralhs-Abaeordnete, der den Großgrundbesitz von Kram im Landtage und im Abgeordnetenhaus«: vertrat. Graf Emanuel Thun - Hohenstein gehört der tiroler Linie dieses AdelSaeschlechlS an und ist in Südtirol begütert; erbesitzt, die Kämmererswürde. Graf Wilhelm Pace, Gutsbesitzer in Görz, war früher Landeshauptmann von Görz und Gradisca und ist ge-genwärlig Mitglied der Lanoes'Commission für die Grundsteuer-Regulierung von Görz. Freiherr v. VeSque» Püttlingen war Beamter im Ministerium des Aeu« ßern, a»iS dem er als Seclionschef schied. Cr gilt als ein ausgezeichneter Musittenner und hat selbst unter dem Namen Hoven zahlreiche größere und kleinere Com-Positionen veröffentlicht" Die englischen Propositionen und die Antwort der Psorte. Zur Orientierung über die augenblickliche Sachlage der Friedensaction geben wir im nachstehenden eine authentische Skizze sowol der Propositionen, welche England im Einvernehmen der Tractatmächte der Pforte zu übermitteln hatte, als auch der Erledigung, welche die Pforte diesen Vorschlägen zutheil werden ließ. Die Vorschläge der Mächte resümieren sich in folgenden Punkten: 1. Für Serbien und Montenegro, allgemein gesprochen, der 8wtu8 quo. 2. Die Pforte wird sich durch ein von den Mächten mitunterzeichnetes Protokoll ver-pflichten müssen, für Bosnien und die Herzegowina eine administrative oder lokale Autonomie zu octroyieren, d. h. ein Verwaltungsregimc, welches der Bevölkerung dieser Provinzen gestattet, die Acte der öffentlichen Beamten zu controlieren und der Willkür vorzubeugen. 3. Es wird keine Rede davon sein können, einen neuen tributären Staat zu schaffen. 4. Man wird von der Pforte Garantien für die Ausführung von Reformen in Bulgarien verlangen, deren Details später zur Erörterung gelangen werden. Ueberdies werden die vom Grafen Andrassy in der Note vom 30. Dezember beantragten Reformen, denen die Pforte an, 13. Februar l. I. zugestimmt, gleichzeitig in den insurgierten Provinzen einzuführen sein. Das Document schließt mit einigen Erwägungen über die Mäßigkeit dieser Begehren und mit dem Ausdrucke der Hoffnung, daß die Pforte diese Bedingungen günstig und entschlossen aufnehmen werde. In dem am vorigen Dinstag abends abgehaltenen Ministerrathe wurden diese Bedingungen von der Pforte in Erwägung gezogen, und am nächsten Tage ließ die Pforte dem englischen Botschafter Sir Elliot in vertraulicher Weise die Antwort zukommen, die sich in folgendem zusammenfassen läßt: Für Serbien und Montenegro den »ww» quo. Sodann wird cine Verfassung dem ganzen Reiche gegeben und die von dem Grafen Andrassy beantragten Reformen auf alle Provinzen der europäischen Türkei angewendet werden. Da nun das ganze Reich diese Reformen genießen wird, so werden auch Bosnien, die Herzegowina und Bulgarien dieselben genießen. Die Grundlagen der Verfassung sind: Die Errichtung einer gewählten Versammlung mit dem Sitze in Konstantinopel. Das Voll wählt Deputierte in den Sandjakats-Rath, das Sandjakat entsendet Deputierte in den Pro« vinzialrath und dieser ernennt Delegierte für die Nationalversammlung in Konstantinopel. Sonach werden Bosnien 6 Vertreter (3 Muselmänner und 3 Christen), die Herzegowina 4 (8 Muselmänner und 2 Christen), Bulgarien 8 (4 Muselmänner und 4 Christen), Smyrna 5 (3 Muselmänner und 2 Christen) u. s. w. in Konstan-tinopel haben. Während der parlamentarischen Ferien wird eine permanente gemischte Uebcrwachungscommission (zur Hälfte Muselmänner und zur Hälfte Christen) mit dem Sltze in Konstantinoftel die Acte der Lokalregierung und die Entscheidungen des Nationalraths controlieren. Endlich werden alle Zweige der Verwaltung reorganisiert. Dieses Document wurde in vertraulicher Weise Si Elliot mitgetheilt, welcher dasselbe den anderen Boi beiden mit ersichtlichem Wohlbehagen verzehrt wurde. Sie waren eben fertig damit, als Hufschlag auf der Straße gehört wurde. Rinald sprang auf u»d blickte durchS Fenster. Zwei Reiter sprengten mit fliegender Eile an dem Hause vorüder. So scharf der Italiener auch hin« sah, es war schon zu tief Nacht, um die dunkeln Gestalten erkennen zu können. „Alle Wetter, die haben eS eilig," sagte er, wieder zu^en Joel an den Tisch tretend und sein Glas leerend. ..Machen wir's, wie sie, Freund, und verlieren wir !^" ^' Unterwegs werde ich dich unterrichten, wie lch unser Abenteuer zu Ende zu führen gedenke." ,<,5 A',°3 ^"° die Zeche, bestieg sein Pferd und ließ Ben Joel hinter sich aufsitzen. So ging es langsam nach Saint'Sernin »u denn man wollte erst sput dort eintreffen. ' ' „Du weißt, wo das besprochene Document sick be. findet?" fragte der Italiener den Zigeuner. „In einem Schrank hinter dem Bett des Pfarrers." erwiderte Ben Joel. " ..Wohl, so müssen wir den Pfarrer diese Nacht auS seinem Hause zu entfernen suchen." Aber daS wird schwer halten." "Nicht so schwer, wie du glaubst. Hü« meinen Plan den mir der Teufel selbst eingegeben." ^ Da bin ich doch neugierig.". Sobald wir in Saint-Sermn zu einer Herberge ,«n,^n bulle iä, dich in meinen Mantel, du stöhnst und zustehen." ' Der Bandit grinste vergnügt. ..Ich verstehe. Der Pfarrer wird kommen. Wir er< warten ihn hinter der Kammerthür und erdolchen ihn." „Einen Augenblick! Ist der Pfarrer ein kräftiger Mann?" ..Ein wahrer Herkules." , ^ ^ .^ „In diesem Falle leinen Messerstich. Trafen wir ihn nicht zum Tode, so wäre alles verloren. Es gllt, ihn am Schreien zu verhindern und die Leute zu wecken. Auch möchte ich nicht gern Blut vergießen. Die That könnte früher oder später doch ans ^lcht kommen, und das würde mich hindern, den schönen Pachlhof, den Graf Bertrand mir versprochen, als großer Herr in Ruhe zu bewohnen." . ^ «, ^. , „Wohl, ich überlasse dir alles," sagte Ben Joel. „Aber du kannst auf meine Hilfe zählen." Es war zehn Uhr abends, als beide m der Nähe des Dorfes Samt-Sernin anlangten. ..Wo mag die Herberge des Dorfes fem?" fragte ..Auf dem Platze vor dem Kirchhofe," erwiderte Ben Joel. ..Das ist zu nahe bei der Wohnung des Pfarrers. Wir müssen ein anderes Haus für unsern Plan suchen." Ben Joel antwortete nicht. Seine Augen spähten in der Dunkelheit umher. „Halt," sagte er dann. ..IH sehe dort ein Licht. Es kommt ans einem kleinen Hause, das ganz allein steht, und zwar dicht an der Straße. Suchen wir nicht weiter." Rinald befolgte diesen Rath. Er stieg mit Bcn Joel vom Pferde, wickelte ihn in seinen Mantel, hob chn dann wieder hinauf, nahm das Pferd am Zügel und führte es dann nach dem von dem Zigeuner bezeichneten Haufe. (Fortsetzung folgt.) schaftern vorlegte. Diese ausweichende Antwort der Pforte befriedigte niemanden und mit einem am 28. v. M. gemachten identischen Schritte verlangten die Vertreter der Mächte, daß die Bedingungen in der Antwort recapitu-liert werden mögen, daß die Pforte genügende Garantien wegen Ausführung der versprochenen Reformen gebe, und daß die dergestalt formulierte Entscheidung den Mächten officicll notificicrt werde. Savfet Pascha nahm dieses Verlangen zur Kenntnis, und cin für den 30. v. M. nachmittags einberufener außerordentlicher Rath von Notabeln des Reiches sollte über das Verlangen der Mächte berathen. Man erwartet die officiellen Er-öffuungeu für nächsten Donnerstag. Bom Kriegsschauplätze. 3. Oktober. Die Nachricht von der Räumung von Krusevac und Djunis durch die Serben hat bis zur Stunde noch leine Bestätigung gefunden. Da die Thalsache der Räumung dieser beiden Orte ein ungeheurer Erfolg für die otiomanischen Waffen wäre, indem die Türken hle-durch die Straße nach Kragujcoac frei bekommen würden, so ist anzunehmen, daß, wenn die Nachricht wahr wäre, man von Konstantinopel gewiß nicht unterlassen hätte, dieselbe zu bestätigen. Bis auf weiteres kann daher der von Belgrud verbreiteten Hiobspost lein Glaube bei-gemessen werden. Nach Mittheilungen der „Pol. Corr." auS Belgrad vom 1. d. würde die Entscheidung an der Morawa endlich bald zu gewärtigen sein. Tschernajeff soll alle nur irgend verfügbaren Truppen vom Ibar, von der Ianlova-Klissura u. s. w. nach Deligrad gezogen haben, da auch der türtische Oberbefehlshaber Abdul Kerim Pascha ähnliche Verfügungen zur Verstärkung seiner Operations-Armee getroffen und unter anderm anderthalb Brigaden von dem Armeecorps Ooman Paschas über Knjc>z:vac nach Nisch gezogen hätte. Mittlerweile soll man in Belgrad nicht mir mit der, K>.iegewoirächen, sondern auch mit dem Gelde auf dem Trockenen sein. Der serbische Finanzminister soll daher mit Petersburger und moskauer Bankiers wegen Abschlusses einer »cuen Anleihe von 24 Millionen Francs in Unteihandlutigen stehen. Bekanntlich hat Rußland auch gerade leinen Ueberfluß an Geld. Vom montenegrinischen Kriegsschauplätze wird berichtet, daß Muthtar Pascha 4000 Mann Verstärkungen erhalten hat, so daß er nun mit 15,000 Mann auf montenegrinischem Bod-n steht. Die türkische Armee-Intendanz hat außerdem die Festungen Trebinje, Slolac und Nilsic' mit großen Quantitäten Proviant versehen. Aus Bosnien endlich, und zwar aus Serujewo, komm? die Kunde von dem Fiasco des russisch'serbischen Insurgentenführers Despotovit. Seine ganze, an 5000 Mann zahlende Bande hat sich aufgelöst, da die Bosnier keine ^ust mehr haben, Krieg zu spielen. Bas bosnische Vcll will eben nichts wissen von der beglückenden Neg'erung Milane und wünscht vor allein Frieden und Ruhe, um seinen Arbcilcn nachgehe» zu können. Politische Uebersicht. Lutdach, b. Ollober. Der ungarische Immunitätsausschliß hat dcn Bericht über die Miletit.Angclcgcnhcit festgestellt. Der umfangreiche Bericht legt an der Hand der Acten die Details des Thatbestandes dar und enthält eine moti" vierte Meinung sowol über die Aufhebung der I'"< munität, wie über das Vorgehen der Regierung. Der vom Referenten Horänßky dem Ausschuß vorgelegte Bericht wurde nach längerer Debatte auf Beschluß dcs Ausschusses in mehreren Punkten abgeändert und wird deshalb auch erst in der nächsten Sitzung dem Hause unterbreitet werden. Auch das ungarische Oberhaus beschäftigte sich in seiner vorgestrigen Sitzung mit einer Immunitäts-frage. Das Mitglied des Hauses Graf Karl Wartens' leben ist beschuldigt, die gerichtliche Sperre, welche auf Bestandtheile seiues Eigenthums wegen Steuerrückstimdcn gelegt worden war, verletzt zu haben, und das Haus beschloß, dem Antrag seines ImmunitütsausschufseS gemäß, dem Ansuchen des betreffenden Gerichtes Folge z" geben und die Auslieferung des Grafen zu bewillige"' Der deut,che Botschafter am wiener Hofe, <^ Stolberg, ist vorgestern in Berlin eingetroffen ""° begibt sich „ach Varzin. — Die „Vossische Zeitig bringt anläßlich der heute stattfindenden Verhandlung gegen Graf Arni m wegen ttaudesverraths von der 2)er' lheidigung dem Gerichtshofe übergebene Zuschriften der Grafen Hompesch und Waldbott-Bassenheim vom U^ September d. I., welche entgegen der Aussage des B"^ handlungs°VolonlarS Matthiae erklären, dem Verleg" der „?ro Mn1o«-Groschüre, Schabelitz, nie das Ma"" script übergeben und nie mit ihm verkehrt zu haben. De«' gleichen erklärt Schabelitz ,elbst alle Aussagen Matlhl"« für falsch. Bei den am letzten Sonntag in sechs franzb!' lchen Departements stattgehabten Ergänzungsliiahleu fur die Deputierlentammer wurden gewählt: in Auch bet Bonapartist Peyrusse, in Toul der Republikaner Peli^ bieu, in Cambrai der Republikaner Bertrand-Milcent, '" Embrun der Republikaner Ferrary, in SenliS der 9?e< 1805 publilaner Frank«Chauveau und in Salnt.GaudenS der Bonapartist Trou. Zusammen vier Republikaner und Ml Bonapartisten. — Der MarschaUpriisident ist am ^ d. nach dem Schlosse Sully abgereist. Der „Post" wird aus Petersburg gemeldet: Vier wird flejßig gerüstet. Die Reserven tonnen jeden Augenblick bei den Truppenlörpern eintrclen. Ganze Zilae «riegsmlllcriul werden auf dc» Aahncn befördert. Die Grenzfestlmgen sind vollständig armiert und mit starten Besatzungen versehen. An« Madrid, den 27. September, wird den »Times" gemcldel: Es schiffen sich fortwährend Truft-Pln nach Cuba ein; die Telcgrnmmc von dort lauten gunstig für die Spanier. Die vom Ministerium dem Ärtilel 11 der Verfassung bezüglich der freien RcilgionS-uoung der Nichtlalholilen gc^bexc Auslegung wird in der Presse scharf getadelt. ' Anläßlich des Jahrestages des römischen Plebiscits yat der Mnig von Italien eine Amnestie fur mehrere preß. und polit.jchc Vergehen, sowie für Uelmtretungen gewährt ""^^euergefetz und andere Gesctztsoorschriften ^ ,^''I°""al offlciel dc Monaco" dementiert i« . 3? '^ ätzten Gerüchte über eine Aenderung m der Thronfolge der dort herrfchenden Familie Gri- ' Einer Deputation der neulich in Athen abgehaltenen -oollsversammluna, erklärte der griechische Ministerpräsident, die Vorbereitungen erheischten Opfer, welche oas Cabinet von der Kammer verlangen werde. — Die Klugheit rathe zur Neutralität; Europa könne die Rechte ocr griechischen Nation nicht verkennen. Ein Abgehen von der Neutralität würde Gefahren nach sich ziehen. Letzten Montag hat in Konstan ti n opcl ein großer Ministerrath stattgefunden, in welchem als in-dlrecle Antwort auf die Mediations-Vorschläge der Mächle einstimmig der Entwurf der durchzuführenden Reformen und die Einsetzung eines Nationalrathes angenommen Wurde. Dieser Beschluß wurde der Sanction des nullans unterbreitet, und soll nunmchr die ossicielle Mittheilung an die Mächte erfolgen. Eine formelle Ablehnung der Proposilioncn der Mächte erfolgt hicmit nicht; die Pforte wlll vielmehr, wie es fcheint, einen Gegenantrag formu« lieren. Die Waffenruhe zwischen der Pforte und Mon» le negro, welche vorgestern abgelaufen war, wurde von der Pforte in Anerkennung der correcten Haltung Montenegro's während der Waffenruhe auf unbestimmte Zeit verlängert. Wie die „N. fr. Pc." meldet, richtete Fürst Milan ein Schreiben an den Czaren, worin er sagt, er sei unschuldig an der KünlaSproclamation und werde sich durch tine vollständige Unterwerfung un'cr den Willen des Czaren dtffen Gnade zu verdient» fuchen. Hagesneuigkeiten. — (ReichSrath.) Die Tagesordnung dcr bei Zusammen» tlitt des um einberufenen Ncichsialhcs am 19. d. M. stattfinden' dm 196. Sitzung des HcmseS dcr Abgeordneten besteht auS nach» Nchmdcn Puulten: 1. Zweite Lesuug dec NegieruugSvorlage, bc-tteffcud den Gchtzeutwurf, mit welchem einige Bestimmungen drtz Gesetzes vom 30. Npnl 187U (R. G. Äl. Nr. 6lj) Über die Organisation des üffutlichm SllMtMdiellstcS abgeändert und er-gNuzl werden. 2. Zweite Lesung dcö Antrages des Abgeordnete« Dr. Promber uud Gcuosscu, betrlffenb die Erlassung cinrr Dienste ^llgmalil sür Staatalicamtc uud Diener. 3. Zweite Lesung des Antrage« des Abgeordueteu Grafen Bouda uud Genossen, be-^effend die Aufhebung der im Gebiete deß ehlmaligm Freistaates ^agusl, bestchtndcn Verpflichtung dcr Eonladiui zu pcrsüulicheu ^lbeitsleistuligeu. 4. Zweite Lesung dcS Antrages des Abgcord« "tten Dr. Haase uud Geuosseu über die Revision dcr Lesebücher filr "°ll«schulcn. Al« schnflsührer werden suugiereu die Herren: ^laf Kcasicli, Gras Vouda, Neuwirlh und de FranccSchi. ^- (Die t> l. Finauzwache im Jahre 1875.) Killer vorliegenden amtlichen Statistil Über beu Zustand uud die "NltstlMi gleit der l. l. Fluanzwachc im Jahre 1875 enluchmeu "'^ l°lgtudt Daten: In den nu RcichSrathc vertretenen Kümg. llchnl uud Läuderu bestauden im genauutcn Jahre 40 Fiualiz-lznle, 38 Amtebezirle, 402 Finauzwach.Kontrolbezirlt uud ^ Flnlluzwach-Ablhciluugen. Die Zahl der effective» Fiiiauz. llch-Obenl war 406, die der cffccnvm Mauuschast 0837. Es lNandcu ^^^ ^.^ Hg„^. ,„^ 20!» Ncbeuzollämter, 22 mit dem ,. ^schclite betraute Sleucrämter und U4 Liuieuämter fUr die ge^ link "" Hliidle.dauuTDK SteuciNmlel', 103 auderezur Eiuhcbung N«, ^°^""m»g verwendete Aemter uud 1221 Weg. uud Brüllen-Ioh, ""'- ^" Zahl dcr Etcucramter ist gcgcuübcr dem Lenom ^^ "^ ^ vermehrt wordcu. Die Anzahl dcr vor» Dur^t"""" wachschuunngen betrug 1.103,507, die Anzahl dcr V°rjab "U"' ^"^.276. Die erster» habe» sich gegen dao wurden ""' ^^'^ "" '^'"" "" ^'^ Uliniehrt. E« ^cclt - I- ^'^ Ucbertreluugcn bei Zollen und Monopolen cut.-iierutr w """^ vellürzleu Gcbührcu bclicscu stch auf 27.007 ft. pll'Nd 2- I " l°'2"'de Glgcustände augchaltcu: I58,W1 Zoll-pslanzm ,! ^^''^^ ^"" Eigarreu. 234.125 Psuud Tabat-'^.776 'izs '2b" Pfund Salz. 397 Limer Sulzwasscr uud ^ch auf ^^ ^"'"^' D" dadurch vcllUrztcu Glbllhren bcliclcn ^'"6 E,n ^"d.u. Ferner wn'dm 7922 Eimer «ier. 1455 Ei,^ ^ ^"l'l'twliumaische. 5745 Eimer Vrauutweiu, ^lleu-AujwI. ^/'" ""b ^bstmost angehalleu. Der Ocsamml-""»« p„ z, "^ '"l die Fiuaxzwache belief sich auf 4.262.211 st. ^' b^b ft ausmacht. Au ErgreiselS«Al,lhtilen und Taglien wurden 117,758 fi., „n> 19,714 Wulben mehr als im Jahre 1874 ausgezahlt. - (Mortalität« ° Statistik und O e s u „ d . heilSucrhältnisse.) Bis zu der am 12. Seplcmvcr d. I. bceiidcteu 37. Iahreswva>> si»d von je I0UM) Eiuwohucrn alö gcstc>rl>cu notiert: in Wien 50, in Pest 67, m Plag 04, in Berlin 54, in Vrcsluu 52, in slctti« 47, iu itiilu 42, iu Hau-uovcr 43, iu Fraulfurt am Main 85. iu Alloua 47, in DreSdeu 45, iu Leipzig 47, in Mlluchru 75, iu Hamburg 49. in Paris 49. iu Plüssel 40, iu Amstcldüm 38, iu Noltcldam 50, im H^ag 40, lu «asrl 40. iu Eyristiania 39, iu Stockholm 04, in Kope». Hagen 59, iu Ron, 48, in Turiu 40, iu Nl!x»udr>» lEgYPtcu) 98. i» Loudon 32, in Glasgow 40, iu Liverpool 40, i» Dulch» 48. iu Ldiuvurgh 34, iu Ncwyorl 55, iu Philadelphia 45, iu Vo> stou 53, iu Chicago 02, in Bombay 47, ,u Madras 08. i» Lal-culla 47. Mit dcr audnucrud lllhtersi, Temperatur der zweite« Woche deS September hüben sich die Ge,isse in fast ganz Europa uud Amerila wesclitlich gUustigcr gestaltet. InS. besondere hat die große Sterblichleil uuttr deu tlliuen Kiuderu bedeutend uachgcl°sscn, so da» stc l„.l i„ wruiga, Städten, wie: Hamburg, München, Ehcmuitz, filliszig Pcrzeu! dcr Gcsammt gcstorbcucu ausmacht. Desgleicheu zeige» Ruhr »ub Brcchdurch-sällc libcrall bedeutende Nachlässe; selbst in «l,lliu siud die normale» Bclhältulsse fast wieder erreicht. Der TyphuS tritt nur iu Paris und iu Philadelphia iu größere» Diiiielisinneu aus. Wäh-rr»d die Masern jetzt auch n, Pari« s^leucr werbe», geninul das Scharlachfieber in Berlin. London u»d liuigeil eüglischc» Slädleu c>u ?uf den Kopf ber Be. vülleruüg im lcchlörijciliischcii iUaicrn eulfallru jedoch vuu dcr «icrerzeugiüig des Johle« 1675 sogar 270 Liter In Baicrn wurde also verhälll.iSmüßig vicrmal s„ „iel Vier wie durch. 3'^ '.'.' !7 ^°""^ '" ^chsstrucrgebietcs gcbraul. Im dir^::7d7^7i73:'!^,7:7^2''"^ 1. Dczembcr 1875 .m Jahre 1.75 ci7^ ^^^^^^^ gegeu .m recht.cheiuischen B°.ern e.n solcher ,.n 4 M 60 Pf Was die Bierprnse anbelangt, so ist de.uette.mvcrth aß war dic Preise der hauptsächlichsten Braumaler.alien. wie Gerste uud Hopfen, uicht uuelhebilch gefallen siud, gleichwol aber m, Ialirc 1875 im Reichsgebiete die Preise dcö B>ere« allcnthalbe« bc-hlluptct, sogar zum Theile gesteigert wurdeu. T'out ccnume CÜL2 UOULl fokales. Aus der Handels- und Gewerbetammer für Krain. (Fortsetzung.) Weiters hat die ft rag er Kammer hervorgehoben, daß die Borschrift: dm Detailhandel mit Petroleum an die Erlangung einer speciellen Concession zu binden, ebensowenig nothwendig sei, als den DelaMistm zu oer-pflichten, für den Verlauf von Spmtns oder Terpentinöl eine Concession zn erwirlen. Ueber diese Anträge äußerte stch du Statthaltern in Prag dahin, daß neben dem raffinierten Petroleum noch immer ein entweder gar nicht oder nur unvoll-tommcn destilliertes Petroleum und andere leicht entzündliche Mineralöle im Handel vorkommen, daher es sich empfehlen dürfte, die Mimsterlalverordnung vom 17. Juni 1805 für die leichter entzündlichen Flüssig, leiten aufrecht zn halten und lcdlgkch für das im Handel vorkommende raffinierte Petroleum neue Borfchriftcn zu erlassen, in welchen jedoch die tztz 1, trage dcr pragcr Handelstammcr abzuändern wären. Die Section fmdet in ihrem Berichte die Anträge im allgemeinen begründet und stimmt denselben mit folgenden Anönahmcn zu: In dem ersten Antrage der pragcr Kammer w antragt sie folgende Aenderung: Es möge statt des Satzes, welcher bestimmt, daß im Bcr.aufslolalc nur 50 Pfund oder 2d Kilogramm aufbewahrt werden dürf..,, heißen: „Im Verlanfslolale darf das Petroleum nur in getrennt von einander stehenden, luftdicht vcrschlos» scnen, metallenen und feuersicheren Mcßapparatcn von höchstens 200 Liter Inhalt aufbewahrt werden." Im zweiten Alltrage der geehrten pragcr Kammer beantragt die Scction die Weglasfung des Satzes, welcher bestimmt, daß Licht in Lagerräumen nicht anders wie in Davis'schcn SichcrheilSlampen neuester Con» struction gebraucht werden dürfe, nnd die Beibehaltung des 5. Absatzes des Z W der citierten Ministerial» Verordnung. Dcr letzte Satz des dritten Antrages ist nach An, sicht der Scction für den Kannnerbezirk Kram belanglos. Der vierte Antrag ändert an den diesbezüglichen Bestimmungen, H 3, Z. 4, dcr citierten Ministerial-vcroronnng nichts, und ist eine Aenderung dieser Bestimmung auch nach dem Dafürhalten dcr Section nicht erforderlich. Diese spricht sich auch dahin aus, daß der § 7 dcr bezeichneten Verordnung in die neuen Vorschriften nicht aufzuuehmcn und daher dcr Detailhandel mit raffiniertem Petroleum an eine Concession nicht mehr zu binden wäre. Ferners erwähnt die Scction, daß in Kram nur raffiniertes Petroleum zum Verlaufe gelangt, und findet die Aeußerung dcr böhmischen Statthaltern begründet, daß lediglich für das im Handel vorkommende raffinierte Petroleum neue Vorschriften zu erlassen wären. Bei der hierauf erfolgten Abstimmung wird nachstehender Antrag von der Kammer angenommen: „Es sei im Sinne des Scctionsbcrichtes die Aeußerung an die löbliche t. t. Landesregierung abzugeben." (Fortsetzung solgt.) ^ (Das November» Avancement) soll diesmal nach einer Meldung dcr „Bedette" früher, und zwar bis zum ildften d., publicicrt werden. Zu dem Zwecke müssen die Vorlagen über Pcrsonaloeränderungen bis zum 14. d. Sr. Majestät dem Kaiser unterbreitet werden. Auch die Prüfungen an dcr Kriegsschule werden heuer schneller abgethan, und sollen dieselben bis längstens 8. d, zum Abschlüsse gelangen. — (Militär Veränderungen.) Der Hauptmonn I. Klasse Hamiltar Freiherr de Fin de« tiroler Kaiserjäger. Regiments wurde iu gleicher Eigenschast zum lttainischeu) 19len Fcldjäger.Vata'llolic übersetzt. — Zu Ladeten wurden er, iianul die Fcuettvcrler: Joses Tomsc bl« Feldattillerie.Regi, mcnts Nr. 6, Bilus Kostelac des Feldarlillerit.Regiments Nr. 12 und Johann Sanoorov be« FcstullgsarlMtlit.Vatail' lou« Nr. 11 — sämmtliche im Feldllrlillel,c.Rrgimmle L. o. Hof-mauu Nr. 12, endlich der ßcuerwciler Georg Wabertr de« lctztgeuauulcn Regiment« im Fesluligeailillenc-VlllMon Nr. 12. — (D aulschrci b en.) Der Ausschuß der lramlscheu Vaiidwlrlhschaftegcslllschufl hat in still» letzlcu Sitzung am Iten b M, beschlösse«, t>m Helre« . Ritter v. . Apiil 1873 vou dem l. l, Ministerium für ^audesoellheid,' gung sür das Icihr 1676 augcolducle Ucsichliguiig uud «llasstfi-ckrulia. dcr Pfcrdc und Tragthicre im Stadtbezirke i! a, b a ch vorgcuommcu. Uud zwar lommen die Pferde der inuern st«d< und der ilapuzillervorstadt um K Uhr, jeue dcr St. Pel"»- «nt» ^olauHvorslabt um li Uhr, der Gradischa., «rala«', T"«««'-Karlstübluvorstadt uud des HUHlierborfe« uu, ^ Uhr. "^'^^" dcs KarollucngnlUdl«! um 1l Uhr an dic itte'h^ ^,".^„8 der im allammneu Interesse, daß dilse Slnud«« ^^ j„ b,r Pferde gcnan e.ugllMlen werden, e«»"'' ""« vermieden werde. Reiheusolgc ei.Mele und som.t j"" ^" ^ ,.^„ HUusti- — (B ° udali « mu «.) «°« s" ^^^ uud Straßen tafeln, «>'<. ^./und s^^^^ haben wir ""' "'"' ^e73e5°" zu verzeichnen, du m uns.r ^t^r7ch!?^^hc.ttng^ rigc« Zeuguis - "cht nur von dem Mmum VNdunü,l»r°de, i806 ^- fondern zugleich vün deM gänzlichen Mangel an öffentlichem semein« und Billigleilsstilne unseres p. l straßenmobs ablcgen. Denn — zur Ehre der sevöllerung ie« es gesagt — »ur freuen hatten, van denen mehrere iu der uargestrlgen Nacht theil« mit Koth beschmutzt thnl« gewaltsam heruntergerissen und zer-trümmctt wurden. In jedem Fall,- bleibt ?S ein bellagenswerthes Wahrzeichen geistiger Verkommenheit, da« sich hierin dokumentiert. Doppelt aber mttßten wir es lxdauern, wenn wir in demselben nicht nur einen rohen, blas gegen die Materie gerichteten Lfceß, sundern — wie dies allerdings beinahe den Anschein hat ^-zugleich auch einen gegen die Idee und die gelstigen Urheber der neuen EmsNhrung gerichteten plumpen Angriff erblicken müßten, in welch' letzterem Falle wir wahrlich laum in Zweifel darüber wären, wem unser Vedauer» mehr zu gelten habe: den Excedenlen selbst, oder der geistigen ^?> Triebfeder, die denselben Stemmeisen und Strafzerlolh in die Hände drückte. — Nie wir übrigen« vernehmen, foll e« den Vemllhungen der Sicheiheitsorgane bereit« gelungen sein, die Excedenlen zu ermeren, nnd dürften dieselben demnach der verdienten, exemplarischen Be« sirafung wol nicht entgehen. — (Landwirthschaftsgesellschaft.) Außer der von uns neulich bereit« mitgetheilten Licitation von 25 bis 30 StUcken Zuchtvieh mürz thaler Raffe, welche die lrainische L°ndwirthschast«gesellschaft am 14. d. M. um 9 Uhr vormittag« im Hofe des Gasthauses „Zum vaierischen Hof" in Laibach veranstaltet, bringt dieselbe am 18. d. M. früh 9 Uhr auch in Kraindurg 80 Stück Stiere und Kalbinnen der möll« thaler und pinzgauer rothe« Nasse zur öffentlichen Ver. fieigerung au lrainische Viehzüchter. Diese Zuchtthiere werden einzeln um den halben AnlnufspreiS, den die Gesellschaft für dieselben ausgelegt hat, ausgerufen und dem Meistbietenden gegen sofortige bare Bezahlung und die Vebingung überlassen, baß die erstandenen Thiere wenigstens durch 2 Jahre im Lande fllr die Zucht erhalten werden. E« werden daher auch nur hierländigc Viehzüchter zur Limitation zugelassen. — (Erschlagen.) Gestern vormittag« um halb 9 Uhr stürzte eine Mauerarbeiterin von dem Gerüste des neben dem neuen Waldherr'schen Institute im Vau begriffenen Hauses herunter und zog sich durch ven Fall so bedeutende Verletzungen zu, daß sie in lurzer Zeit hierauf ihren Geist aufgab. — (Ausstellung.) Der steiermärlische Gartenbliuverein in Graz veranstaltet im nächsten Frühjahr eine Ausstellung, bei welcher in erster Linie Speciallulturen zur Verllcksichti« gung gelangen. Es handelt sich darnm, die Herren Gärtner zu ermuntern, einzelnen Kulturen ganz besondere Nufmerlsamleit zu» zuwenden, und wird bei der Neurtheiluug die typische Vorzüg-lichleit der Pflanze in ihrer Gattuug, die Kultur und die Reich» haltigleit der Farben in Betracht lommen. Der Ausschuß des Garteubauvereins wurde zu diesem Zwecke durch die Herren Eugen Peters, Iän Fritz, Josef Ebclsbrunner und Johann Praschen er« gilnzt. Die Sectionen confiituierten sich: I. für Blumenzucht, 2. für Gemüsebau, 3. fllr Ovfilultur und 4. fllr Samenlultur. — (Rudol fsbahn.) Wie die «Gr. Tgpst." mittheilt, trat mit gestrigem Tage der Tarif für den böhm.-österr,«steierischen Cüterverlehr auf der Rudol fsbahn vom 1. Mai 1876 außer Kraft. Die in diesem Tarife enthaltenen Frachtsätze filr den Ver> lehr zwischen den Stationen Vudweis, Transit, Pilsen, Prag, Eger andererseits finden aber bis ans weiteres noch Nnwendung. Es werden demnach Sendungen nach den weiter hinausgelegenen Stationen bis zu den genannten Knotenpunkten der Franz-Iosefs» bahn im böhm.'österr.-steieriscken Güterverkehr« von da nach dem Lolaltarife der betreffenden Bahn abgefertigt. Conjlilntioncllcr Verein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Herren Vercinümitglicoer zur 61. Versammlung einzuladen, die heute den «. Dltober 1876, abends halb 8 Uhr, im Elubzimmer der Cafino- Neftauratisn (3. Zimmer, gafsenseilS) stattfindet. Tagezoränung: Die abgelaufene und die bevorstehende Reichsrathssession.— Bericht, erstattet vom Abg. Dr. Adolf Schaffer. Neueste Post. (Original-Telegramme der ..Laib. Zeitung.") Berlin, 5. Oktober. Prozeß Arnlm. Der Staats- gertchtshof sprach das Urtheil unter Ausschluß der Oeffent. lichteit. Die „Kreuzzeltung" erfährt, Arnim sel verurtheilt worden. Paris, 5. Ollober Die „Corr. HanaS" bestätigt, die Conferenzidee fei einstweilen vertagt wegen deS Verlangens Rußlands, die Mächte möchten vorläufig einen Waffenstillstand oder eine Waffenruhe erwirken. Eine Einigung der Mächte ist deshalb wahrscheinlich. Nagusa, 5. Oktober. Die Arrieregarde-Abtheilung Mullhar Pa!chas wurde gestern auf der Ruckzugolinie gegen die Herzegowina angegriffen und geschlagen; sie zog sich nach Gorica zurück. Pest, 4. Oktober. (N. Wr. Tgbl.) Auf Wunsch Andrassy'S vertagte Tisza die Beantwortung der In» terpellation Irany's über die Oiiemfrage bis Montag. Pest, 4. Ollvber. (N. Wr. Tgbl.) Der ..Pester Lloyü" meldet auS Berlin: Der dortige lürlische Botschafter habe erklärt, die Türlel werde sich nicht einfach verjagen lassen, sondern nölhigcnfalls bis aufs Messer kämpfen. Ragusa, 4. Oktober. (N.Wr. Tgblt.) Die slavischnationalen Kreise sind entrüstet über das Verhalten Montenegro's und klagen den Fürsten Nikola des Vcr-rathes an der gemeinsamen nationalen Sache an. Paris, 4. Oktober. Die „Agcncc Havas" meldet: In politischen Kreisen wird versichert, daß Verhandlungen wegen einer Conferenz bevorstehen. Die Mächte würden gleichzeitig in Belgrad und Konstantinopcl auf thatsächliche Einstellung der Feindseligleiten hinwirken. Belgrad, 4. Oktober. Anläßlich des Namens-festes Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich fand in der Consulatslaftelle ein Tedeum statt, welchem der Minister Rislit, der Stadtpräfect, der Adjutant des Fürsten, der Secretär des Ministers deS Aeußern, das gesammte österrelchisch.ungarische Consulatsperfonale sowie zahlreiche österreichisch-ungarische Unterthanen bei. wohnten. Belgrad, 4. Oktober. (N. Wr. Tgblt.) Ueber Auftrag Tschernajeffs wurde in der serbischen Armee das russische Commando eingeführt. Bukarest, 4. Oktober. (N. fr. Pr.) Die Vor. stellungen, welche die Türkei wegen des Durchzuges russischer Freiwilliger nach Serbien bei unserer Regierung erhoben hat, riefen in den hiesigen politischen Krei-sen große Befriedigung hervor. Pasch tan y 4 Oktober. (N. fr. Pr.) Mit dem Schnellzuge am Montag passierten hier neuerdings 250 Russen nebst vielen Offizieren und Sergeanten, die Säbel und Revolver bei sich trugen. Alle kamen fast ausnahmslos in trunkenem Zustande an. Pera, 4. Oktober. (N. fr. Pr.) Die Pforte wird morgen den Botschaftern die Antwort auf die Frledens-vorschlä'ge vorlegen. Die Börse hat eine große Unruhe erfaßt. Rente 12>28. Telegraphischer Vechselcours vom 5. Oltober. Papier - Neute 65 60. - S.lber - Rente 68 40. - 1660c. Staata-Nnlehrn 109 75. — Vanl-Nclieu 843-. ..... Eredil-Nctien 152 70 ^ London 123 50. - Silber 102'-. K. l. M.,n,-Tu. lateu 5 91. — Hiavoleousd'or 9 87. — 100 Reichsmarl 60 75. Wien, 5. Oltober. Zwei Uhr nachmittag«. (Schlußcourse.) Lredilacllen 152 80, 1860er Lose 109 75, 1U64er Lole 130 25. österreichische Nente ,n Papier 65 55. StaatSbahu 282 50, ?iord-bahn, 176 50, 20 > Frantcnstücle 9 88, ungarische «ireditactien 123 —, österreichische ssrancobanl —'—, österreichische Anglobanl 82 60, Lombarden 78 25, Uuionbanl 59—, austro-orimtalischr «aul — —. Lloydactlen 333 —, anstro-ottomanischr Vanl -. , tllrlische Lose 14 50. «lommunal - «nlehen 9425. Egyptischr 98-. Fest. _^________ Sande! und Wolkswirth schaftliches. Schwebende Schuld 5« Ende September 1876 befanden sich laut Kundmachung der Commission znr Coutrole der Staatsschuld im Umlaufe: au Partialhupothelaranwelsungen 60.93b.357 fl. 50 lr.; an aus der Mitsperre der beiden Controlcommissionen erfolgten Staatsnoten 351.063,409 st., im ganzen 411.999.766 fl. 50 lr. Nttdolflose. Vei der am 2. d. M. vorgenommenen 25. Ver. lofung d.ese« Prämienanlehenö «"den 38 Sene« «ez°gm m^d zwar Nummer 104 366 554, 708, 777, 91^, 10/0, 1146, 1168, 1234. 1453.'1550.' 1632, 1851, 1975, 2002, 2063, 2121, 2347, 2504, 2627, 2973. 3005. 3056. 3081, 3215, 3375. 3381, 346«, 3589, 3670. 3743, 3748, 3833. 3867, «920. 3988 unv 4001». Aus diese» 38 Serien wurden 50 Gewinnummern ge< zöge», und zwar fiel der Haup»ilff.r mit 15,0fttt fl. °us S, N68 Nr. 7. der ,weite Treffer m't 3Wtt fl. a»f S. 2063 Nr. 28 und der dntle Treffer mit 1500 fl. auf S. 366 Nr. 4,i; ferner ae-wannen je 400 .1.: S. 2121 Nr. 43 und S. 374» Nr. 49; je 200 fl,: S. 14l>3 Nr. 46, S. 3-^9 Nr. 46 mit» S. ^«67 Nr. 34; je >00 fl.: S. 2! 1 Nr. 50. S. 3215 Nr. 29. S. 3375 Nl. 14, S, 39^0 Nr. 5» und 29 und B. 400!» Nr. 35 ; je 50 sl.: 55. 36« Nr. 3- und 43. S, 912 Nr. 26; S. 18 '1 Nr. 47 und Nr. 50. S. 2347 Nr. 17, S. 2973 Nr. 39. S. 3670 Nr. 6, S. 3 43 Nr. 23 und Nr. 3l und S. 3K8« Nl. 26. und endlich gewänne»» je 30 fl.: S. 366 Nr. 20, 26, 3? und Nr. 44. S. 554 Nr, 43; S. 708 Nr. 2l. S. 91" Nr. !6 und Nr. 49, S. 2003 Nr. 27, S. 2347 Nr, 36, S. 2627 Nr. 4, S. 2973 Nr. 12. S. 3ii5 Nr 48. S. 338l Nr. 3 und 49, S. 34l!6 Nr I I, 33 und Nr. 39, S. 3589 Nr. 30, S. 3833 Nr. 16, S. 3867 Nr. 8 und 30; S. 3988 Nr. 4l ni.d endlich S. 4< 00 Nr. 3» und 50. Nnf alle übrigen in den 38 Serien enthaltenen und nicht besonders ver» zeichneten 850 Gewinnummern fällt der geringste O?winn von je 12 fl. Mouatsausweis der Nationalbank. Activa: Metallschal) 136.598,033 fl., in Metall zahlbare Wechsel 11.663,783 fl., escompncrle Wechsel und Effecten 118.459,681 fi-, Darlehen gegen Handpfand 27.187.700 fl,, StaatSnoten, welche der Banl gehören, 6.106,452 ft., Darlehen an den Staat fllr die Daner des Bant-Privilegiums 80,000,000 st., Hypothekar-Darlehen 100.172.421 ft., börscumiisjig angelaustc Pfandbriefe der Na« lionalbllul 5.832,689 fl., Effecten des Reserve Fonds nach dclN Eourslverthe vom 30. Juni 1876 13.987,684 ft.. Effecten dc« Pen-sioüS-Fondcs uach dem Couröwerthe v, 30. Juni 1876 2.410.842 ft., Gebäude in Wien und Budapest, dann gcsammtcr ^lmllu» mlUi-u«-lu» 3.304.091 fl., Nuslageu 693,7l6ft , Saldi lausmdcr Rechnungen 2.s'88.869 ft., zusammen 508.505.966 fl. — Passiva: Baul-Foud 90.000,000 ft.. Reserve-Fond 18.000/100 ft., Vauluoten-Umlauf 289.259,600 ft., unbehobcucKapltali'rllckzahllmgcn 74,520 ft-, einzulösend? Bank-Anweisungen 1.761,784 ft., Giro-Guthaben 252,14? fl., uubehobcuc Dividcudeu 208,024 ft., Psaiit" briefe im Umlaufe 100.079,130 ft , verloste, noch nicht eingelöste Pfandbriefe 242.500 fl,, unbchobcne Psaudbrief-Ziusm 96,782 ft-, PeusionS-Fond 2.410,842 sl., Ueberträgc vom vorigen Scimsttt', laufende Erträgnisse und Eingänge auf Verzinsung der Pjaudbriesc 6.127,635 fl., zusammen 508.505,966 fl. Angekommene Fremde. Nm 5. Oltober. Hotel Stadt Wien. Schönbüchl, Nergwerls:Director, Nerslinac. — Katz, Olaß, Mullner, Kfite., und Uauer, Beamter. Wie«- — Honigmann, Marburg. — Vielhauer, OberstlieutenaNls« Witwe, «rilnn. — Nacht, Feldlirchen. — Walseng, Gymnasial" lehrer, Gottschee. — Baronin Baselli Gabriele, Preßburg. -" Graf Montecuccoli, l. l. Kämmerer, Maierberg. — Ferario, Eörz. — Schllnbaum, Gcschäftsmann. Krizovac. — PeNes, Kfm., Glina. - Dr. Wretschlo. t. k. Landesschulinspector, Graz. — Baron Lutleroth, Generalconsul, sammt Oemalin, unv v. Steinbilchl, t. l. Director, sammt Oemaliu, Trieji. hotel Olelant. Zejulla, Genchtöadjunct, i.'eibnil). — ltanlp, l. l. Hptm., Uudolsswerth. — Kloptii, Lehrer, Uack. — Benedicter, Äeziilsschulinspector, Spital. — Will, Oberlehrer, AfrilH. -^ Dr. Demel, Stabsarzt, Nozen. — Luziatti und Majaniza, Triest. -- «lasich und Verneda, Fiume. Hotel Europa. VoMviö, l. l. Oberlieut,, Laibach. — Eebrllder Varger, Private, Innsbruck. — Koller, Fiume. — Pezdit, Obeilrain. Kaiser von Oesterreich. Stadel, Bischostack. — Stupica, Finanz» wachaufseher, Mrz. lVtohren. Gruden und Smole, Artilleristen, Nadlersburg. Stadt Laibach. Hafner, Iirlniz. — Spindler, Laibach. Lottozichllllg vom 4. Oktober. Brunn: 23 29 85 7 71. Theater. Heute: Ium erstenmale (neu): „VlindeKnh" Lustspiel!" 3 Acten von N. Kneisel, Verfasser von „Tochter Velial«, „Auti.Xantippe." Morgen: Mit der vollständigen Originalmusil von Ludwig vo» Beethoven: Egmonl. Trauerspiel in 5 Nufztlgeu von Göthe- Meteorologische Beobachtungen lu kaibachT^ Z ^ W .'k Z ?n ^z 7U.Mg. 741.59 -^ 9.« windstill Nebel ^ 2 „ N. 740.,o -^20.8 SW. schwach heiter 0.««, 9,, Nb 740.80 -l-14.o windstill heiter Star! nllssenber Morgeunebel; heiter, sonniger Tag. Abend-roth. Feuchte Luft. Mondhelle Nacht. Das Tageemillcl der «vlirme 4- 119°, um 1-2° unter dem Normale._____________............ Verantwortlicher Redacteur: OttomarVamberg. ^^MVeiMt^^n^^lto^ war heute etwa« besser gestimmt und mehreren Eourserholungen Raum. ?-!?''''"'''''^^ °«- °««d e«sl. W........2k.3- 2bb - - ?8b4........10h— 106 - " I860 zn 100 fi. . . . ii""^ 1864 -------- "9 2b 129 75 »amünen-Pfaudbrie e .... 142- i4g_. Prümi"n°nlebe« der Stadt Wien 94^ 9^ Vöhmeu l Grund- l' ' ^z^ ^ Vl.l»z«n ^ ent« < 72 2t, ?u^ Viebendilrgen l ^ftunst > ' 7175 7250 »u°«.«»,.«»»«».«»!. .' ^ '^1 '3°^ Uug. Eilenbuhn-nnl.....' « ^. Un«. 5r«w.,- Oefterr. VanlgeseNschaft . ^ ' ...^ ^.^ Unlcnbaul ........ 5h.__ ^.95 Vertlhrsbanl ....... H4-^. 8459 «ctieu >«n Tr»ub>«rt-Unter»etz-»n»,e». Other;. N°id»es,b°hn l^- l?8s<) St°°t«b°hn........ 2^ 28"- Sildbahn......... 7g.^ ^.«. Theiß-Vahn........ ^.. .A^ Ungarische Nerdostbahn . . 97.^ ^.^ Ungarische Ofibahn..... 29 — L^5n Tramway-Gefellsch...... 1^.. ^^« v«m«ese«sch«fte». «llg. »fterr. VauaeseUschaft . _..__ ^. Wiener Vaugesellschaft. . . . ' _..^. Pfandbriefe. «lle. «jsterr. «odencredit . . . iuß._ iyg.25 dt°. W U8I«h«u H9 7l> W Nationalbanl ö. W. . . " " «7.^ ^,^. Uug. Bodencredit......' ^ ^^ PrioritsteN. «lisabklh.-V. 1. «m. . . . ^7.^, ^.^ »,rd.-si°rdb.O.......^,g ^ ^^.^ li,llu,«u^vb'»j...... 9ill,0 98'— Gal. karl.Ludwig-V., 1. Ey,. ! 9?-. »,750 Oefteii. siordweft-V. tjlj__ ^^h »..,",<»-»,lU«.......«,.^ jj^.zh E l»u»«>dli«,u........IbÜbO 1!>4-. > «eld VAfig Sllbbahn ^5'/.......'16-- ^.«5 b'/.......95— "^ Südbahn, Vonds.....—' - 57.75 Nng. Oftöahu.......59 b0 b!» Prl>«tl.le. ...bo «redit.L..........Il>7— 1b? ^ «ubolfs-L.........—— " Wechsel. .. Ava.«bur°.........«l)'40 Ad ßrcnlfurt.........6040 ^°" Hamburg.........60 40 AU London .........,24 20 l^A Pari« .........491b 4»' «eldssrte». »elb »>«" Dnlateu .... bfi.92 lr. b ft. ^ "' »iapnleonsd'or . . 9 ^ 92 ^ 9 „ 94 -Deutsche Reiche- banluoten . . . «l „ 10 ^ 6l ^ 20 ^ Si^dtl .... 102 „ 8b ^ 102 ^ bll , > ilrainische Grundentlaftunge-Obligation«, l Vrilmlunllerun«,. Held W —. »«" — ^