Nr. 11. Samstag, 15. Jänner 1887. 106. Jahrgang. Mbacher Mum 2">Nn7?"?^!!"b^h,j^;.t k«o""Ä^d,ung: ganzjährig fl. 15. halbjährig fl. 7.K0. Im Comptoir: tlcinl Inserate b«'?u'^n^^' i^"^ " '' ~ I«scrti°nsacbür: Filr « FNlcn 25 il,. aiofjerc Per Zeile«! lr.: bei öfteren Wiederholungen pr. Zcilc 3 Ir Die ,,Laibachcr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» »nd Feiertag«. Die Administration befindet sich Äahnbofgasse 15, die Redaction Nienerslrahc lü, — Unsranliertt Blilse werben nicht angenommen und Manuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Weil. AnV,^/ «"^^ Apostolische Majestät habm mit Merhochster Entschließung vmn 30, Dezember u, I, alle Ln wk „'". »;">..«„ geruht, da,« der Minister für Merßstlr ^schHl^ W«^ «" ordens aaer^'idigli ^Ä^°^,^"^°'^° Johann R 0 z, 0 und d , » 5"z°bewmts-L°„!r°l°r V«i,e M q»ll°^m^'^"^"""ter Ludwig Nichtamtlicher Hheil. 0chmeich°UMni »»!, Deutschland. !chm^' 7' ^'^" » V^arck ^"den.. itretm H^^n "«militärische Sep.en.m. ei». nation »>,»M, ,, , " ^"?p° "^ ",,e »ww Em«. "e >".,2 "'«"?'!"' b>° «°Mte Klarheit über "« Frage, ', br! aen"?,^^ """ ^« 6"«'° °« Gefahr« d r ^„lm ^ ' ?""' ^^°^ s'« die cmc« bet,e,!um«w,ss '« de« dent,chen Reiche« in «chend nnd . «t « , ^"'""bl,cke »„«gesprochn,, an«- »nisile überall !»„..i-. ^ °",tsche„ »»is/lstaate«, «lie Niüker und M ^/""' ^"lck hervorbringen 0rien«e ,,,s7..,,,?,°V^^'"' '"«'" l« derselben die <»"d« »nd sür . , ^7 ^? ln„s!ia.e «erhalte« Deutsch. >">er Ereicn, nl .? Z ^°^"be bedingte» Gang ^H^H sie ihre Hoffnung.. ode? Auch für Oesterreich-Ungarn ist die denkwürdige Rede von dem allergrößten Gewichte. Denn abgesehen davon, dass das Verhältnis Deutschlands zn Frankreich nnd die für die Fortdauer des Friedens zwischen diesen beiden Großstaaten vorhandenen Sicherheiten oder Aussichten auch fiir alle auderen Staaten von der intensivsten Tragweite sind und alle jene Interessen berühren, welche mit der Erhaltung des allgemeinen Friedens verknüpft sind, so hat sich überdies der Fürstkanzler auch mit der ihm eigeuen Offenheit über die Beziehungen Deutschlands zu unserer Monarchie und zu der im Orient schwebenden Frage geäußert. So tief aber auch die Wirkuug jener Worte auf den Reichstag und die deutsche Presse gewesen seiu mag, in welchen der Kauzler seine Ansichten über das Verhältnis zn unserer Monarchie niedergelegt hat. so können wir doch constatieren, dass sie für uus uichts Uebcrraschendes, vielmehr die Bestätigung jener Auf-klärnng gebracht haben, welche Graf Kälnoky am 13. November des vorigen Jahres über die Natur des Bündnisses mit Deutschland im Ausschnsse der ungarischen Delegation erstattet hatte. Graf Kälnoky äußerte sich damals: «Es ist selbstverständlich, dass bei zwei Großstaatcn von solcher Ausdehnung jeder auch Souder-interessen hat, welche vollkommen außerhalb der Inter^ esscnsphäre des anderen liegen können, und die zu schützen in den Verpflichtungen des anderen nicht gelegen ist. Es ist gar nicht denkbar, dass ein Großstaat ohne jede Selbständigkeit seine Action aufgeben, sich verpflichten könnte, für jedwedes Iuteresse eines Bundesgenossen einznsteheu.» Sodann formulierte Graf Kälnoky den Wert des Bürdnisfes mit den Worten: «Der Furtbestand des anderen als eine starke uud unabhängige Großmacht bildet für jedes der Reiche ein wichtiges nnd eigenes Interesse.» Am 18. November informierte der Minister des Acnßern die österreichischen Delegierten, das Verhältnis zu Deutschlaud habe seine starke Basis in den gegenseitigen Iutercsseu uud in der Ueberzeugung, «dass jeder der beiden Staaten ein vitales Interesse an dem Fortbestände des anderen als eine starke uud unabhängige Großmacht habe.» Fürst Bismarck besprach dieses Thema in seiner Rede mit folgenden Worteu: «Unsere Beziehungen zu Oester- reich beruhen ans dem beiderseitigen Bewusstsein, dass die volle großmächtliche Existenz des auderen eine Nothweudigkcit für den einen ist im Interesse des europäischen Gleichgewichtes. Aber sie bernhen nicht auf der Grundlage, dass eine der beiden Nationen sich gelegentlich ganz iu den Dienst der anderen stelle.» Es hat demnach auch bei uns eine andere Auf-fassliug der Natur des Büudnisses mit Deutschland als jene nicht vorgeherrscht, welche in der Rede des Fürstkanzlers zum klareu Ausdrucke gelangt ist. Sie entspricht vollkommen der Stellung der beiden in Betracht kommenden Großmächte, den Erfordernissen des Friedens, wie jenen der Erhaltung der bestehenden europäischen Machtverhältnisse. «Ein sicheres und vertrauensvolles Verhältnis» nannte Fürst Bismarck Deutschlands Beziehungen zn nnserem Kaiserstaate. Es gewährt beiden Theilen die Sicherheit nnd das Vertraue» in die Wahrung der «großmächtlichen Existenz», durch welche allein für Europa ein dauerhafter Friede, eine rnhige Fortentwicklung der Nationen des Conti« ueuts ermöglicht wird. Wenn Finst Bismarck Deutschlands vollste Gleich-giltigkeit gegenüber der bulgarischen Frage betont hat, so ist auch diese Anschauung unserer Politik nicht fremd gewesen. Graf Kälnoky constatierte in den Delegationen am 13. November v. I., die deutsche Regie-gruug habe an Bulgarien insoweit ein Interesse, als damit der Friede im Orient uud in Europa in Verbindung stehe. Es habe in Bulgarien keine deutschen Iuteresseu zu vertheidigen. Die Wahrung jener österreichischen Ziele, welche im Oriente für uns von Belang sind, muss iu erster Linie uns allein anvertraut nnd überlassen werdcu, sowie diese Aufgabe auch vorher uuserem eigenen Machtgefühle und dem Bewusstsein unserer Pflichten übertragen war. Bietet Deutschland all seinen Einfluss nach der vom Fürsten Bismarck gekennzeichneten Richtnng auf, die «rivalisierenden und miteinander concnrrierenden Interessen seiner beiden Freunde» in friedlicher Weise zur Austragung zu briugeu, ist der Kauzler bemüht, die Schwierigkeiten zu rbuen uud dadurch deu Frieden zu erhalten, dann fördert er in hoffentlich wirkungsvoller uud glücklicher JeMeton. Karnevals-Vetrachtmlgeu. Liebes^iae^^An^ 5^" führeu die Stärksteu den reißenden M.s.3- "^ wird es Mai, ehe die Hin-Männchen n^"y/?""'' "°"''t das Nachtigallen- huldigt; der stolze ""d der gewaltige N/i ^"c^en Frühliugstageu, noch Winterstimue i„., '^ schon im Jänner, wenn N"t,,chen Zauberkrei e mit w ä""'^"W' die maje» G'matilin zu gefallen hofft ^" " ^'"r königlichen W des beseligend- so weit er eine gebuudcu; er jcdoch dem Beispiel f^ f'lgt den Reigen der Zanberkreise wo in di.? " erlegt ^NÄkZU^b^ch^He Abe„de m t Tm,,. 'be .^"'^7 '"' ^° -!,e c,!iger ^Ü^5 ^V"'°r d^e.,^ '^"N '"^ Carneval und Liebe; luahre?^ >. / ^ d''"ken, dann ist das die echte ä"t ühr ' ^ '""' ""lche zu einer röhlichen Hoch Im Carneval concurrieren auf dem Boden der Geselligkeit Eitelkeit uud Liebe. Junge Mädcheu, denen ein Ball in Aussicht steht, trimme» sich gern als Sonne, um die eine Schar von Planeten kreist, im geheimsten Winkel ihres Bewnsstseins jedoch thront die Schusucht, unter jener Schar auch den Einzigen zu ftnden. in dessen Nähe das Herz lant verkünden wird: «Das lst er, der Nichtige!. Woher das Herz die Klugheit nehmen soll, gerade im entscheidenden Augenblicke zu pocheu. darüber macheu sich Backfische keine Gedanken. Sie glauben zu wissen, dass bei der Liebe etwas Geheimnisvolles. Unerklärliches im Spiele sei. und darum erscheint es ihnen begreiflich, dass auch ihre Offenbarung etwas Mystisch^ haben müsse; manche denkt sich vielleicht den Einzug der Liebe als eine Art Blitzschlag, der mit elementarer Kraft dnrch das Auge zum Herzeu fährt. Uud zuweilen stellt sich die Liebe wirklich so blitzartig ein. Es gibt süße Stuudeu der Träumerei, da sich junge Mädchen ihre Zukunft ausmaleu, uud da diese nicht wie beim Iüuglmg stets auf das Ich, das eigene Können zurückweist, souderu iu der Regel durch die Liebe sich erfüllt, so macht diese den Hauptiuhalt aller Zu-kuuftsträumc ails. Dem feurige» Iüugliug schwebeu selbslerrungene Ehren uud Erfolge beim anderen Geschlechte überhaupt vor; die Jungfrau hofft alles durch deu Einzigen zu empfangen, den sie einst licbcu wird, uud träumt nur vuu diesem. Züge von Roman- uud Thcaterhelden spiegeln sich dabei in ihrem Gedächtnisse; dem Eiudrucke. deu das Bild irgeud eiues Kriegsheldeu auf sie machte, gesellt sich die Eriuueruug au einen lebensfrohe» Cousiu oder eiuen melancholischen Gast im Vaterhause. Je nach der Gemüthsstimmuug neigt sie bald eiucm launeuhafteu Schwärmer zu. Bald scheukt ste eiuer Reckengestalt oder einer übermüthige,! lebens-tollcu Pagenfiqur ihre Sympathie. Einer dieser Charaktere festigt sich jedoch schließlich in ihrem Vorstelluugs- kreise, und nun kommt es nur daranf an, ihn in der Wirklichkeit wiederzufiudcn. Auders ergeht es dem Manue, den in der Regel eine tiefere, dauerude Neiquug erst erfasst, wenn die ersten Stürme der Leidenschaft fchon verraucht sind und wenn er bereits auf eine durch praktische Exempel illustrierte Entwickluug seiuer Vorstellungen von der Liebe zurückblickt. An die Epoche der Kinderei, da er eine Prinzessin zu befreien dachte, schließt sich bei ihm Phase um Phase. Zunächst jene des wirklichen Erwachens exotischer Gefühle. Eine Cousine, die schwärmerisch Clavier spielt ulld zehn Jahre mehr zählt als er, ist es vielleicht, welche den ersten Liebesfrühling zur Entfaltung bringt — ohne ihn zu beachten. ^ Aber schon reiht das Theater zu neuem Aufschwünge hin. Fieberträume füllen die Phantasie des Jünglings, die uncrmessliche Hoffnung, von der Gott-licheii erhört zu werden, zeitigt Sonette und Elegien. Doch dem größten Ueberschwange folgt die grausamste Ernüchteruug. Stadtklatsch stürzt den Phantasten aus seinen Himmeln uud belehrt ihn, dass auf dieser Welt für seiue Ideale keiu Raum ist. Er geräht iu wildeste Verzweiflung. Zum Glücke reißen ihil tolle Kameraden wieder heraus mit Spott und — schönem Beispiel. Letzterem folgt er, erst zögernd, dann mit Behagen all dem fidelen Leben. Die Becher kreisen nnd die Röcke fliegen. So kommt er iu den Sumpf. Aber nur für eine Weile. Der Ehrgeiz regt sich wieder, die Thatkraft findet ein Feld der Vethätiguug, und das Wesen des Mannes scheint ganz in seiner Verufssphäre auf. zugehen. So verstreichen einige Jahre, während welcher der junge Mann heranwächst und «Etwas wird». Auch iunerlich. Das stolze Gefühl fchwcllt seine Brust: Du kaunst eilt Weib beglücken! Und mm dringt auch zu< weileu, besouders in Stundeu der Einsamkeit, welche auf gemüthauregenden Verkehr mit liebeswürdigeu Laibacher Zeitung Nr. 11 86 15. Jänner 1887. Weise jene Zwecke, denen allein auch die österreichische Politik dient. Was allein die Mission unserer Politik im Oriente bilden kann, ist keineswegs die Ausschließung anderer Interessen in Bulgarien, deren Berechtigung wir anerkennen, wohl aber müssen wir bestrebt sein, auch unsere Rechte und auch unsere specifischen Interessen wahrzunehmen. Wird nun zwischen den rivalisierenden und concurrierenden Interessen von Deutschland eine Vermittlung angestrebt, ist es bemüht, bei der endlichen Regelung der bulgarische» Frage auch jeue Rücksichten zu wahren, auf dereu Beachtung wir cinen Anspruch zu erheben berechtigt sind, so erscheinen jene Ziele unterstützt und gesichert, welche wir allein anzustreben berechtigt uud willens sind. Die russische Presse ist allerdings unermüdlich in ihren Auklagcu gegen Oesterreich. Sie wird nicht müde, nns zu iusinuieren, als würden wir alle Bestrebuugen Russlands zu durchkreuzen beflissen sein, als würden wir es vollends aus dem Oriente verdrängen wollen, um eine Suprematie zu erbeuten, nach der wir durchaus uicht lüstern sind. Aber die maßgebenden Kreise in Petersburg werden diesen Ausbrüchen des Chauvinismus kaum eiue Be-deutilug beilegen. Sie werden die Hetzereien nach ihrem wahren Werte zu beurtheilen wissen uud über die Friedenspolitik unserer Monarchie ihre Belehrung aus anderen Quellen schöpfen, als aus der Garküche des Fanatismus! Deshalb glauben wir auch uud sind der besten Zuversicht, dass Deutschland bei seiner Friedensmission und bei seiner Thätigkeit als Anwalt des Friedens keine Schwierigkeiten zu besorgen hat. Es wird, aller von ihm in verschiedenen Ländern beklagten Gegenströmuugen ungeachtet, sowohl in Wien als in Petersburg nur die vollste Geneigtheit finden, den Frieden Europas vor jeder Trübung zn bewahren und alle noch bestehenden gegensätzlichen Anschauungen auf dem Boden friedlicher und gerechter Verständigung einer Aufklärung und Lösung zuzuführen. Aber wir können und wollen auch nicht verhehlen, dass die Entschiedenheit, mit welcher Fürst Bismarck von der Tribüne des deutschen Reichstages die vollste Gleichgültigkeit für Bulgarien verkündet hat, überall ernüchternd wirken wird, wo man in der Sachlage keine Klarheit gewinnen wollte und wo man sich einer solchen, aller Aufschlüsse ungeachtet, zu entziehen bemüht war. Sie wird auch in Sofia nicht ohne Eindruck bleiben. Wenigstens würden die Worte des Fürsten Bismarck es verdienen, dort genau erwogen zu werden. Sie ermuntern wahrlich nicht zu jenen abenteuerlichen Plänen, welche — vielleicht mit Unrecht — den Vnlgaren zugeschrieben werden. Die Bulgaren können aus jener Situation, deren klares Bild die Rede des Fürsten Bismarck entworfen hat. die Aufforderuug herauslesen, bei ihren Plänen und Absichten vor allem auf die Mächte Rücksicht zu nehmen, unter deren Schutze sie stehen, und alles zu vermeiden, was das Verhältnis zu denselben und die Intention der Cabinete, endlich eine friedliche Lösung der bulgarischen Wirren herbeizuführen, behindern könnte. Schließlich darf man doch in Bulgarien nicht vergessen, dass die Sympathien Europas zu erlöschen beginnen, sobald man iu Sofia den europäischen Interessen nicht Nechuuug tragen würde, wie es die friedliche Allsgleichung aller Conflicte uud die Vermeidung jeder Vei> schärfung der Lage erfordert. Politische Uebersicht. (Aus dem Kärntner Landtage.) Der volkswirtschaftliche Ausschuss des Kärntner 'Landtages wird im Plenum deu Antrag stellen, von der Errichtung einer eigenen Zwangsarbeitsanstali für Kärnte» dermalen abzusehen, jetwch im Vereine mit den Ländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg die Errichtung einer gemeinschaftlichen solchen Anstalt anzustreben uud diesbezüglich durch den Landesausschuss Verhaudlungen anknüpfen zu lasse». (Triester Handelskammer.) Ill der jüngsten Sitzung der Triester Handelskammer wurde die Wahl des Bureaus vorgenommen. Im Siuue des Reglements legte der Präsident Baron Neinelt sein Ehrenamt nieder, wobei er den Ernst der Lage, in welcher sich das Emporium Trieft augenblicklich befindet, besprach uud der Hoffnung Ausdruck gab. dass es der Mitwirkung aller berufenen Factoreu bei der Wahrung der gemeinsamen Interessen gelingen werde, eine bessere Zukunft herbeizuführen. Bei der Wahl des Präsidenten erschien Baron Reinelt wiedergewählt. Derselbe nahm vorbehaltlich der Genehmigung die Wahl dankend an. Zum Vicepräsidenten wurde Michael Teuschl gewählt. Derselbe bat um das Wohlwollet« der Kammer uud versprach, mit allen Kräften das Decorum und die Ehre dieser städtischen Corporation hochzuhalten. Zum Schlüsse erfolgte die Wahl der Börse-Deputation , in welche drei Mitglieder ncugewählt erscheinen. (Das Schulgesetz für Tirol.) Das dem Tiroler Laudtage vorgelegte Schulgesetz wird in der lanfenden Session kaum zur Erlediguug gelangen. Wie wir bereits mitgetheilt haben, hat die Vorlage in ihrer jetzigen Gestalt keine Gnade vor der Majorität des Tiroler Landtages gefunden; diese Stimmung ist iu den beiden ersten Sitzungen der Schulcommissiou unzweideutig zutage getreten, und die Vertagung der Verathungen war längst eine beschlossene Sache. Zu allein Ueberfluss bringt nun das Organ der Tiroler Con-servativeu einen Artikel, in welchen, die iu conserva-tiven Tiroler Kreisen aufgetauchten Besorgnisse, als ob die Laudtagsmajorität das Schulgesetz schließlich doch auuehmeu wolle, als unbegründet bezeichnet werden. «Das katholische Volk von Tirol», sagen die «Tiroler Stimmen», 'l der Reichstag aufgelöst werden müsse. Bezüglich eiues dc^sch-rnssischen Krieges äußerte sich Bismarck wi/ folgt: «Uns einen Krieg mit Nussland anzuratheu m>l unserer langen Grenze nach Osten ist geradezu gewissenlos. Wir haben genug au den Gefahren im Westen, au der miudcsteus fünfzigjährigen Spanuuug mit Frank' reich. Uns jetzt noch eine Spannung mit Russland auf' laden, wäre ruchlos ohnegleichen. Wir dürfen doch kemell Krieg mit zwei Fronten provocieren. Kommt ein Krieg durch eineu russischen Angriff, dann werden wir ih» durciMmpfe» uud lieber ehrenvoll untergehen als schmacht ooll leben, aber provocieren dürfen wir den Krieg nicht-Wir wollen Frieden nach außen wie im Iuueru und wollen deshalb nicht alle drei Jahre die Grundlagen des Heerwesens erörtern.» (Der Stand der bulgarischen Frage) Graf Ouvalov ist wieder auö Berlin in Peters» bürg augekommen, um bei der vorgestrigen Neujahrs-cour gegenwärtig zu seiu. Es wird sich sehr bald zeigen, ob der russische Diplomat wirklich der Träget eines Initiativ Antrages seitens des Petersburger Ca' biuets war, der den Zweck hätte, die bulgarische Frage wieder ins Geleise ^er diplomatischen Action zu bri»' geil. Bis jetzt haben sich alle Cabinete von jedem be' zuglichen Autrage ferngehalten, zumal die absolut pas' swe Haltung der russischen Regieruug die Annahme irgend eines Vorschlages unwahrscheinlich erscheinen ließ. Vielleicht hat man mittlerweile au der Newa el< lannt, dass die inneren Zustände iu Äulgarieu lau^ uichl so labil seien, als Geueral Kaulbars behauptet hat, uud dass daher eiue baldiqeLösuug der bulgarische» Frage uicht nur dem Interesse, sondern auch dem M sehen Russlands entspreche» würde. (Die Fiuanzlage Russlands.) Das russische Reichslindget pro 18X7 weist ein Deficit w" 86 558 634 Rubel, außerdem für außerordentliche Ausgaben für Eisenbahn- uud Hafenbauteil ein solches von 48 414194 Rubel auf. Das Expose des Finanz' ministers schreibt das Deficit der andauernden wirt" schaftliche» Krise zu. Die Herbeiführung des Gleich' gewichtes im Budget soll durch Steuererhöhunq odcl Einführung neuer Hilfsquellen zur Dcckuug des Deficit erfolgen. Betreffs der außerordentlichen, ausschließt'" für productive Capitalsanlageu bestimmten Ausgatie» sollen mir 41 ^ Milliouen Rubel im Creditwege a»s' gebracht werden. (Eine Verfügling der elsässischeu La"" desr egicrung.) Die Straßburger «Landeszeituils' veröffentlicht einen Auszug aus der Verfügung ^6 dortigeu Laudesrcgieruug, wonach sich französische M«^ tärs. gleichgiltig. ob sie der activen Armee, der Refers oder der Territorial-Armee angehören, nnr auf OrB" einer Erlaubnis des Kreis- oder Polizeidirectors i^ Reichslande aufhalten dürfen. Diese Erlaubnis ta»" nnr wegen Familien- oder Vermögensangelegeuheite» ertheilt werden. Frauen folgen, ein leises Sehnen aus dem Herzen herauf. Jetzt erst ist der Mann auf dem Staudpuukte, den das Mädchen von dem Allgen blicke an einnimmt, da ihr weibliches Fühlen erwacht; er begreift nicht nur die Möglichkeit, seine Herzensneiguug dauernd anf ein einziges Wesen zu concentrieren, sondern er begreift auch, dass er das müsse, soll das Weib ebenfalls ganz und voll in seiner Neigung zu ihm aufgehen. Der Reiz flüchtiger Liebeleien ist mm erstorben, der Wahn, in der Fülle des Wechselvollen, in der Zersplitterung seines Gefühlsschatzes Lebensinhalt zu finden, erlischt, und die Sehnsucht nach einer einzigen tiefen, das Leben ausfüllenden Neigung gewinnt die Oberhand. Aber nun findet sich nicht wie in der ersten Jugendzeit leicht und zufällig ein Ideal, deun der Blick für die Bedingungen, an welche das Leben ballerndes Glück knüpft', ist geschärft, uud wem, sich ja das Auge dem schöuen Schein gefangen gibt, der Verstand fährt unerbittlich dazwische» lind mahnt ab: die ists nicht, die nicht, die sucht ein anderes Glück als du es zu gewahren vermagst. Da, eines Tages, verstummen alle Bedenken des Verstandes vor einer Erscheinung, die dem Auge wohlgefällt. Maun und Weib stehen sich gegenüber, jedes erkennt im andern, wo nicht sein Ideal, so doch einen Inbegriff sympathischer Züge; überraschend schnell offenbart sich die Gleichstimmuug des innern Wesens. Und nun schlagen auch die Flammen der Empfinduug zusammen; die Welt erzählt von zwei Menschenkindern, die sich über Hals und Kopf verliebt haben. Das ist einer der schönen Fälle, wo die Liebe wie ein Blitz durch das Auge zum Herzen fährt. Leider stellt sich die Liebe nur selten so aus einem Gusse dar. Oft bleibt sie Flickwerk, oft verlaufen schöne Ansätze im Sande, oft erstirbt schon die Fähigkeit, sie zu empfinden uud zu äußern, im öden Krimskrams materieller Denkweife oder unter dem Drncke änßerer Verhältnisse. In letzterer Hinsicht scheint es wahrlich oft. als ob die Welt auf den Kopf gestellt wäre. Man sollte zum Beispiele glaubeu, dass töchterreiche Familien die männliche Jugend anzogen und die natürlichen Mittelpunkte fröhlicher Geselligkeit bildeten. Gerade das Gegentheil ist jedoch oft'der Fall. Solche Familien werden voll der juugen Mäuuer-wclt förmlich geflohen, sobald uur ciuigermaßcu verlautet, dass sie keiu Vermögen besitzen. Denn die jnngen Mädchen sind heute frühzeitig klug uud stelleu das praktische Ziel, von vornherein eine schöne gesellschaftliche Position zu haben, so obenan, dass man die Absicht merkt uud verstimmt wird; die jungen Männer aber wollen sich blos unterhalten und so lange die Politik der freien Hand befolgen, bis sie das Lebe» hinreichend genossen habeil nnd eine inzwischen errnngene vortheilhafte Lebensstellung sie befähigt, höhere Au-sprüche zu stellen. Dieser Zwiespalt der Bestrebungeil verkehrt alle natürlicheil Verhältnisse in ihr Gegentheil. Beständig ist mau auf dem Hui viv6: die Mädchen, anstatt mit Würde Vertraulichkeiten abzuwehren, sucheu diese zu provocieren, um deu Momeut zu erHaschen, wo sie das: «Sprechen Sie mit dem Papa!» lispeln können; die wohlsituicrteu juugen Männer dagegen halten zurück nnd sehen i» jeder Aeußerung der Sympathie, die nicht von einem «Goldfisch» kommt, nur einen Köder. Sie haben keinen Maßstab für wahren weiblichen Wert, und bemerkt einer, dafs ei» schönes, lebensvolles, aber armes Mädchen ihn auszeichnet, so flieht er entweder feig ihre Nähe, oder macht es wie Grillparzer nnd Lena» in Periode» moralischer Schwäche. Bald gibt er seinem natürlichen Gefühle nach, erweckt sich und ihr Hoffuuug, bald weicht er wieder zurück, um schließlich doch abzubrecheu uud seinen Waukelmuth vor sich selber damit zu entschuldige,,, dass das natürliche Bestreben des Mädchens, seiner Neigung Dauer und Ziel zu gebe»,, ja doch bloßer Egoismus sei. Es scheint fast, als ob solches Treibe», solches Flickwerk der Liebe uberha»d»ehme. Indem das städtisH Leben der uiänulicheu Jugend frühzeitig alle GeniM erschließt, erstirbt auch die gesunde Sinnlichkeit l>? früh, uud kühle Erwägungen des Verstandes leiten ^ Momenten, wo sonst die Sprache des Blutes ral^ uud ohne viele Umstände entschieden hätte. Für ^ socialen Verhältnisse des Zeitalters der Vernuuftheirate/ mag dies manchen Vortheil bringen, vom rein me,M lichen Standpunkt aus ist es jedoch gewiss nicht es freulich. Wie in so vielen Dingen laborieren eben d>' Menschen der Gegenwart auch hierin an große Widersprüchen. Zweifellos hat man noch in keiner A' so hohe Begriffe von den Pflichte» der Ehe geh^' und ist diesen Pflichte» so werkthätig »achgekonnl,^ als heutzutage. Wenn man nicht Pessimist um jed^ Preis ist, wird mau z. V. zugestehe» müsse», dass vl'k>' Männer »icht deshalb »ach einer «reiche» Partie» a»? sehe». weil sie selbst »ach größerem Wohlleben M^ lauge» trugen, sondern einzig darnm, weil sie fürcht mit ihren eigenen Mitteln del, Ansprüchen einer Fl^ nicht gellügen zu können. Was geschieht mit Frau >^ Familie, weu» ich sterbe? Diese Frage Pflegte ^, i» Zeite» sensueller Kraft und Leidenschaft nicht ? stellen. Heute hält sie viele ab, zu heirate»,; jeuc ^. welche es demwch wage», suchen mit oft bewnliderlMs würdigem Opfermuthe durch Lebe»s° uud Pensio'' Versicherung das Schicksal ihrer Angehörigen auch ", die Zukunft sicherzustelle». Sofern man uuter way^, Liebe jeue Zuueiguug zu dem Weibe versteht, niel. befähigt, die schwersten Opfer für dasselbe auf sich,i nehmen, sofern also wird man der Gegenwart ^ absprechen köuuc», dass sie zahlreiche Charaktere hel?., briugt, welche in ausnehmendem Maße selbstloser 2> fähig sind. ^ Anderseits glbt es in »»screr Zeit sehr viele lF"> bei welchen die schönen Züge selbstloser Hingabe tM v nicht znr Entfaltung gelangen können, weil, was . Ehebnnd stiftete, eben nnr ein Flickwerk der Liebe > Llnbacher Zeitung Nr. I I 87 15. Jänner 1887. TlMsnemglcitcn. ! Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Vote für Tirol und Vorarlberg, meldet, dem Comite" in Kitzbührl zur Errichtnnq cines Ehrrndenkmales im «Passe Strnb» für die tapferen Laudesuertheidiger vom Jahre 1805 und 1809 300 fl. zu spenden geruht. — (Ein Orden für unsere Kaiserin.) In einem Ministerrathe, der vorige Woche unter dem Vorsitze der Regentin Marie Christine in Madrid stattfand, wurde ein Decret beschlossen, nach welchem Kaiserin-Königin Elisabeth oon Oesterreich-Ungarn das große Band des Maria-Louisen-Ordcns erhält. — (Die größten Männer der Gegenwart.) Wenn man im grauen Alterthum wissen wollte, wer der größte oder der weiseste Mann sei, so wendete man sich, mit den nöthigen Geschenken versehen, an das delphische oder ein anderes Orakel und erhielt eine Antwort, die wahr oder unwahr sein konnte, aber allgemein geglaubt wurde. Das Vorgehen der Redaction eines beliebten englischen Wochenblattes — «Cassels Saturday Ionrnal» — zeigt, wo die Nachfolgerin der Pythia von Delphi zn suchen ist. Sie erließ an ihre 40 000 Leser die Aufforderung, an ihr Bureau bis zu einem bestimmten Tage die Antwort einzufeuden auf die Frage, wen sie für den größten Mann der Gegenwart halten, und der Urtheilsspruch dieses vielköpfigen Richters ist nun abgegeben worden. An der Spitze der Liste steht mit 32 544 Stimmen Mr. Glad st on e und ihm znnächst mit 32 245 Stimmen Fürst Bismarck, was man immerhin als einen Beweis ansehen muss, dass die insulare Voreingenommenheit der Engländer nicht so tiefgewnrzelt ist, als man gemeiniglich behauptet. Den dritten Platz nimmt Lord Tennyson ein mit 23004 Stimmen lind ihm folgt auf dem Fuß ciu anderer Fremder, diesmal ein Franzose, Ferdinand dc Lesseps. Lord Wol -feley kommt znnächst als Fünfter und ist dem Lord Salisbury um nur wenige Stimmen voraus. Graf Moltke folgt in großer Entfernung und daun John Bright und Lord Randolph Churchill. Die drei letzten Plätze unter den ersteil zwölf haben Mr. Ruskin, der Kunstkritiker, der Tragöde Henry Irving und der Afrikareisende H. M. Stanley. — (Eine neuentdeckte Krankheit.) Professor Dr. Albert hielt im Vereine zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse in Wien einen Vortrag über «Aktinomykosc», eine Krankheit des Menschen, die Namen und Entstehnng einen, Parasiten, der Aktinomyccs, einem Strahlenpilze, verdankt, der erst vor kurzem als Krankheitsursache nachgewiesen wurde. Die Untersuchungen, die diesbezüglich von den Professoren Kund rat und dessen Assistenten Zeman an den Leichen und von den Professoren Billroth und Albert an den Lebenden angestellt wurden, lassen es außer Zweifel erfcheiucu, dass der Strahlenpilz in der That die Ursache der insofern neuen Erkrankung ist, da man sie früher, je nach ihrem Sitze, mit der Scrofthulose, Tubcrculose oder anch mit dem Krebs verwechselte, während sie jetzt durch die Unter-snchnng des Eiters leicht diagnostieiert werden kann. Die bisher gemachten Erfahrungen zeigen aber leider, dafs die Aktinomykose in der Regel eine tödtliche Krankheit ist. Bisher kennt man drei Ansiedlnngspuntte des Pilzes. Zunächst findet er sich in den Kauwerkzeugen, indem der Pilz in eine Zahnlücke gelangt und von da feinen Weg in die Weichtheile der Wange, des Halfes u. f. w. findet und überall die größten Verhecrnngen anrichtet. Dann findet man den Pilz in der Lunge, wo er zu»achst, weuu er oberflächlich ist, einen acnten, in feinem weiteren Vordringen aber auch chrouischen Katarrh heruorruft, dem dann im weiteren Verlaufe eiue schwere Entzündung des Rippenfells folgt. Ein dritter Ansiedlnngsbezirk ist der Darm, und auch hier bringt er, wenn er die Darmwan-dung durchbricht, kolossale Verwüstungen zustande. Eine große Vorliebe soll er für die Knochen haben, uud sowohl in der Brust wie auch iu der Bauchhöhle wendet er sich gegen die Wirbel. Die Frage, wie der Pilz in den Menschen kommt, ist noch nicht gelöst, da man ihn in der Natnr überhanpt noch nicht frei gefunden hat, nnd infolge dessen kennt anch die Wissenschaft noch nicht den Weg znr Heilung der durch ihn hervorgerufenen Krankheit. — (Militärisches.) Wie die «Presse» meldet, verfügte der Kriegsminister, dass sämmtliche nach der Contingentsavrechnung übriggebliebenen, noch nicht ausgebildeten Rekruten nicht wie bisher am 1. April, sondern schon am 20. Februar zu den Truppenkörftern einzuberufen sind. — (Der Gipfel der Galanterie.) Eine iu den Ballsälen Wiens wohlbekannte Persönlichkeit lust-waudelt auf der Riugstraße. Iu eiuer größerett Entfer-uuug bemerkte er zwei bekannte Damen, die er mit Ein-fetznng der vollen Lungenkraft glücklich einholt. Nach einigen flüchtigen Begrüßungsworten wendet er sich an eine der Damen mit der Bitte, ihm mit einem kleinen Betrag aus der Verlegenheit zu helfen, da er feine Brieftasche zn Hanse vergessen habe. Als ihm die gewünschte Summe ausgefolgt wird, verschwindet unser Ballmensch mit einen« «Pardon!», um jedoch nach wenigen Augenblicken mit zwei hübschen Sträusschen zurückzukehren, die er mit einer höflichen Verbengnng der verdutzt dreinschauenden «Gläubigerin» und ihrer Freuudin überreicht. Jedenfalls eine originelle und — billige Form der Galanterie. — (Bevölkerung von Italien.) Die Gene-raldirection des statistischen Amtes in Rom hat ein Buch veröffentlicht, welches ein anschauliches Bild von der Bewegung der italienischeu Bevölkerung im Jahre 1885 entwirft. Danach hatte Italien am 31. Dezember 1885 29 «99 785 Einwohner. Es wurden in diesem Jahre 233 931 Ehen geschlossen nnd 1125 970 Kinder geboren. Es starben 787 213 Personen. Die Bevölkerung! wnchs also um 338 754 Seelen. — (Defr audatio n.) Der gewesene Einnehmer der Verzehrungssteuer in Netretie, Franz Novak, aus Rann gebürtig, hat den Betrag von 700 fl. zum Schaden der Gemeinde Novigrad defraudiert und ist seitdem spurlos verschwunden. Ueber Anzeige der Gemeinde- behörde fahndet die Agramer Polizei nach dem flüchtigen Defraudauten. — (Mutterforgen.) Fritz: Mama, der Lehrer will uus die heutige Sonnenfinsternis zeigen! — Mama: Ist recht, Fritz; aber ich bitt' dich — geh nur nicht zu nah' hin. Local- und Provinzial-Nachrichten. -- (Kronprinz und Bauer,) Von einer Laibacher Dame, welche während der Anwesenheit des durchlauchtigsten Kronprinzenpaares in Abbazia weilte, wird folgende reizende Episode mitgetheilt: Eines Tages, als der Kronprinz am frühen Morgen ganz allein auf der Straße von Abbazia gen Ika ausschritt, die Büchse auf der Schulter, bemerkte er eiuen Bauer, der sich abmühte, sein in einer Grube der etwas ausgefahrenen Straße festgeranntes Gefährte vorwärts zu bringen. Auf die mitleidige Frage des Kronprinzen antwortete der Bauer: «Ja, wenn jemand mir das Pferd ein wenig leiten wollte, würde ich mir fchon zu helfen wissen!» «Wenn's sonst nichts ist, kann dem Uebel schon geholfen werden,» meinte Kronprinz Rudolf, ergriff frischweg die Zügel und begann das Pferd anzutreibeu, während es dem Bauer uach einer kleinen Anstrengung gelang, die Achse des Wagens so weit zu heben, dass derselbe wieder flott wurde. Der Bauer bedankte sich uud frug den Kronprinzen, «von wo er her sei». Auf die Antwort: «Aus Abbazia, wo er im Hotel wohne,» frug das gute Bäuerlein, ob es ihn besuchen dürfe, was Krouprinz Rudolf bejahte, worauf sie schieden. Am Morgen darauf ließ sich das dankbare Väuerlein in Abbazia blicken uud frug, ob nicht in einem Hotel ein so und so aussehender Herr wohne, der gestern früh auf die Jagd gieng. Nachdem man ihm bedeutete, dass es diefen Herrn nicht sprechen könne, antwortete es, «der Herr selbst habe ihm die Erlanbnis znm Besnche gegeben». Man meldete das Vänerlein nun an und bald darauf wurde es auch vorgelassen. Wie es den Kronprinzen erblickt, zieht es aus der Tasche zwei Flaschen «vom Besten», wie es sich ausdrückte, «für die gestrige Gefälligkeit». Der Kroupriuz Rudolf wies das Gefchenk lächelnd zurück und fagte dem Manne, «er möge die Flaschen nur mit nach Haufe nehmen und auf seine und seiner Gemahlin Gesundheit trinken». Wieder auf der Straße angelangt, frug der von der Pracht der Gemächer ganz verdutzte Bauer den ihn begleitenden Herrn, «wer und wo die Gemahlin des gefälligen Herrn denn sei?» Als man dem Bauer klarmachte, mit wem er es eigentlich zu thun hatte, kam er ganz außer sich, gieng dann hocherfreut nach Hause und erzählte überall: «Des Kaisers Sohn habe sein Pferd angetrieben». — (Aus dem Görzer Landtage.) In der vorgestrigen zehnten Sitzung des Görzer Landtages brachte Dr. Oregorcic cine Interpellation an die Negierung über die Verhältnisse der Privat - Erziehungsanstalt in Russitz und über den Zustaud der Straßen des obere» Isonzo-Thales ein. Dr. Rojc interpellierte über die im verflossenen Jahre in dem Spitalc dcr barmherzigen Iusälliss naht man sich, Der Ans / ^"' man bleibt, der R ael m!? ^^ve- Liebesbündnisse beginnen in wird er br " c """kleinsten Zufälligkeiten. Zufällig b'ide bef der?m?^'^°^' "°^". ^^a. sind und plandem angeregt mit sich ansb'it ' n, L "s"?" "°ch einige Tänze frei. die er Nun kann der Zufall leicht ewe nicht ü s "^ vergehen. Er tanzt gut. macht gefällt ihr- sie ,K"'c"" W'tz gelinqt ihm, kurz er «hülle, 'd b"^'' "siliert ihn in ihrer luftigen °h"rn lässt. WN ^f"'^^"^ ""hr offenbart, als d/m allgemeinen ssrMi !. ^"walzen, von der Musik, 'hres Mundes, die M ' ^""scht. spürt er den Hauch gen; er wagt es, sie etwas s?^"^"^erötheten ^an-Ende der Ballnacht st ert ^ er"^ a ^l'"' i« gegen leisen Händedruck und -. er^n 5?"^ W" einen emes künftigen Balles. ^ erste Quadrille So weit wäre mm alles in 5v>> ">" m,ch sie i°s«,mdet l^' n^"!,"."^"^ "w"'°>, MMWW kWMWM ">'d w.e bezüglich ^ tauscht man sich absichtlich oder unabsichtlich über das mnere Wesen. Es liegt in der Natur der Liebe, dass sie veredelnd wirkt und zur Entfaltung aller fchönen Anlagen anspornt, den Charakter umzuformen vermag ste Mch mcht, denn sie beruht ja in letzter Linie darauf, dass zwel Charaktere von selbst zusammenstim-'"/"' dass der Liebende bei der Geliebten die Eigenschaften findet, die er vorzugsweise am Weibe schätzt, wahrend es selbst wieder voraussetzt, dass er die Eigenschaften besitze, die geeignet sind, die Geliebte zu be-glücken Gerade diesfalls wird jedoch in unserer Zeit. ^.Ä zahlreichen Gebieten so bewusst und intensiv nach Wahrheit strebt, unendlich viel gesündigt. Man tauscht den andern und sich selbst. Statt sich' zu offenbaren, verbergen die fogenannten Liebenden ängstlich ihr wahres Ich. die Mädchen heucheln Sanftmuth, Sum für Häuslichkeit, Interesse an der Gedankensphäre des Mannes; der Mann hinwieder trägt ein Glück znr Schau, das nicht existiert. Ein Theil hintergeht den andern, keiner fühlt wirklich, allein jeder glaubt aus Eitelkeit an das Glück des andern, und glaubt, ans diesem werde einst auch sein Scheinglück Wesenheit schöpfen. Zuweilen erhellt ein Blitz der Erkenntnis die Sachlage, allein man ist zu schwach, um den Bann zu lösen, und so schleppt man ihn weiter, bis der Moment kommt, der alles ans Tageslicht bringt. An manchen solchen Fällen sind die Verhältnisse schuld, welche das städtische Wesen — uud ich möchte Laibach diesbezüglich nicht ausgenommen haben — mit sich bringt. Dasselbe erschwett die Pflege der Geselligkeit im Familienkreise und verlegt die meisten Unterhaltungen i,l öffentliche Locale; hier aber spinneu sich dann Bekanntschaften an, die so lange oberflächlich bleiben, bis mau schon unwiderruflich verkettet ist. Vei folchen Verbindungen fehlt sozusagen das mittlere Stadium; der junge Mann hatte, ehe er «ins Hans kam., vielleicht nicht einmal Gelegenheit, mit seiner Erwählten em Gespräch zu sichren, da5 tiefereil Einblick iu ihr gegenseitiges Wesen gestattet hätte, und so hinkt das Sichkennenlernen der Verpflichtung nach, anstatt ihr vorauszugehen. Ein noch größeres Uebel sind Größenwahn nnd Großmannssucht. Die Wurzel dieser liegt darin, dass heutzutage der Procentsatz der Menschen, welche durch höhere allgemeine Bildung befähigt find, sich ill den oberen Gesellschaftsffthären zn bewegen, größer als je und infolge deffen auch das Bestreben, in höhere Kreise zu gelangen, fortwährend im Wachsen begriffen ist. Die meisten halten eine höhere Sphäre, als jene, welcher sie angehören, für die ihrer Individnalität angemessene, und so will jeder höher hinaus. Im Carneval zeigt sich das besonders eclatant. denn da berühren sich die verschiedenen Gesellschaftskreise am häufigsten, und gerade die junge Welt excelliert in Prahlen nnd Windmachen. Es ist. als ob sie förmlich darauf ausgienge, Enttäuschungen zu bereiten und — zu erfahren. Zu den fogenannten «Elitebällen» z. V. drängen sich stets massenhaft jene Elemente, für welche die Theilnahme an derlei Vergnügungen mit unverhältniH-mähigeu Opfern verbunden ist. Sie drängen sich dazu theils aus Größenwahn, theils aus Größmannsfucht. Erstere spiegelt mancher Mutter vor, die Erscheinung mid das Air ihrer Tochter werden irgend einen Mär« chenprinzen in Fesseln schlagen, letztere bewirkt, dass man es schwerer Opfer wert hält, ein paar Stunden mit «großen Thieren» in der gleichen Atmosphäre athmen nnd — hernach davon reden zu können. Ist nun ein Mädchen eine strahlende Schönheit, so erreicht sie auf großen Bällen wenigstens das, dass sie beachtet wird; die allermeisten jedoch verschwinden ganz vor dem Nimbus der bekannten Persönlichkeiten und können von Glück sagen, wenn sie wenigstens oder den andern Bekannten treffen, der ihnen zu einem Tanze verhilft. Einem großen Theil der jungen Männer ergeht es im Durchschnitt nicht viel besser. Einige wenige, die bcgaut sind mit Geist. Witz nnd Weltgewandtheil. koui- Laibacher Zeitung Nr. I I 88 15. Jänner 1887. Brüder vorgekommenen Krankheiten. Der Gesetzentwurf, betreffend oie Bewässerung des Territoriums von Mon-falcone, wurde ohne Debatte einstimmig angenommen und die Regierungsvorlage bezüglich der Fischerei in den Binnengewässern dem juridischen Ausschusse zugewiesen. Weiters wurden verschiedene Petitionen und Unterstützungsgesuche erledigt und unter anderem das neue Statut für das Taubstummen-Institut genehmigt. Der Landeshauptmann gedachte hierauf in längerer Rede der Thätigkeit der Versammlung, dankte den Abgeordneten und schloss den Landtag mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser, in das die Versammlung begeistert einstimmte. Dr. Tonkli und Dr. Pajer dankten hierauf, ersterer in slovenischer, letzterer in italienischer Sprache, dem Landeshauptmanne für seine Thätigkeit. — (Vom Theater.) Herr Director Schulz hat mit dem vollständigen Balletpersouale (16 Personen) des Friedrich-Wilhelmstädter Theaters in Berlin ein zwei Abende umfassendes Gastspiel abgeschlossen, und dürfte diese Gesellschaft, welche gegenwärtig in Agram mit glänzendem Erfolge gastiert, bereits in den nächsten Tagen hier eintreffen. Als Pnma-Ballerine figuriert die erste Ballerine der k. k. Hofoper in Wien, Fräulein Giuseppina Zimmermann, als Balletmeister Herr August Oehl -sch läger vom königl. Hoftheater in Dresden. Außer zwei Solotänzerinnen 'wirken beim eoips äo Wilot. noch zehn Tänzerinnen des obgenannten Berliner Theaters. Diesen außerordentlichen Bestrebungen unserer Direction wird seitens des Publicums wohl am besten ein zahlreicher Besuch entsprechen. — (Wählerversammlung.) Der Reichsraths-Abgeordnete Herr Dr. Ferjancic hat für morgen drei Uhr nachmittags eine Wählcrversammlung nach Wipp ach einberufen. — (Carnevals-Chronik.) Obwohl dem diesjährigen Carneval nur eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer beschicken ist, ließ Laibach bereits acht Abende ohne einen Ball, ein Kränzchen, ein bescheidenes Concert oder einen unbescheidenen Maskenball verstreichen. Die eigentliche Ball-Saison wird erst heute mit den im Casino und in der Citaluica stattfindenden Kränzchen eröffnet werden. Für beide Kränzchen gibt sich ein reges Interesse kund, und dürfte daher die Saison würdig inauguriert werden. — (Kaiserlicher Gnabenact.) Se. Majestät der Kaiser haben mit Entschließung vom 12. Jänner 111 Sträflingen der k. k. Strafanstalten den Rest der Kerkerstrafe nachgesehen. Hievon entfallen auf die Männer-Strafanstalt in Laibach 11, Graz 7, Capodistria 2, Gradiska 6 Sträflinge; auf die Weiber-Strafanstalt iu Vigaun 4 Sträflinge. — (Auszeichnung.) Herrn Emanuel Kaiser dem Director des Etablissements in Abbazia, wurde vom kronftrinzlichen Paare eine wertvolle, mit Initialien und Wappen geschmückte Brillant-Busennadel übermittelt. — (Todesfall.) Der Triester Kaufmann Alexander Mulls, Generalbevollmächtigter der Trieft- Görz-Wippacher Localbahn, ist plötzlich iu Wien vorgestern gestorben. men auf ihre Rechnung; weit mehr jedoch stehen vom Beginne des Balles ab beim Eingänge, zwar erfüllt von der Begierde, mit einer der schöngepntzten Damen zu tanzen, aber zu schüchtern, um resolut ein Comite"« mitglied zusammenpacken und sich vorstellen zn lassen, oder — was oft gar nicht übel aufgenommen würde — sich selbst vorzustellen. Bewirken endlich rauschende Musik, Ball-Atmosphäre nnd das Beispiel der andern, dass die Schüchternheit abgestreift wild, so kommt es erst recht zu keinem wirklichen Behagen, denn entweder rächt es sich jetzt an dem jungen Manne, dass er die Unterhaltung in den Wirtshäusern und Cafe's dem bildenden Verkehr in Familien vorzog nnd er findet gegenüber seiner Tänzerin nicht die richtigen Formen und Unterhaltnngsthemen, oder er und sie suchen sich an Geschraubtheit zu überbieten nnd sich gegenseitig den Glauben beizubringen, sie wären weiß Gott wel. Da es immer das innere Wesen eines Menschen ist. welches schließlich den Beifall nnd die Sympathie anderer bestimmt, so wäre man in Anbetracht der Großmannssucht unserer Tage fast geneigt, es als eine feine Satyrc des Zeitgeistes zn bezeichnen, dass er die Ballmenschen dazu drängt, sich auf Costümbällen nnr ja der Individualität gemäß zu kleiden nnd das innere Ich gewissermaßen schon durch die äußere Hülle zn offenbaren. Zugleich mit dieser zeigt sich jedoch eine andere Erscheinung. Die Bälle von Corporations nehmen überHand. Man will «untereinander» sein, einmal, weil man da mehr Bekannte trifft und besser zur Geltung kommt, dann aber auch, weil man unter seinesgleichen weniger aus seiner Individualität herauszutreten braucht. So treffen die Hauptzüge unserer Zeit, das Streben jedes Einzelnen, möglichst viel zn gelten, und das allgemeine Streben, in alle Lebensverhältnisse Wahrheit zn bringen, ein Abkommen, nnd so erscheinen auch die Bälle, diese «Anlässe, des Lebens Unverstand mit Frohsinn zn genießen», als getreuer Ausdruck drr Zeitströmung. — (Das erste Eisenbahn-Unglück auf der Linie Vinkovce-Brcka.) Aus Agram wird uus geschrieben: Wenige Minuten vor Vinkovce stellte sich am 10. d. M. dem Tisenbahnzuge, welchem um a Uhr 40 Minuten abends in die Station Vinkovcc einfahren sollte, in total berauschtem Zustande ein Bursche entgegen, der, eine Pistole in der Hand, dem cinherbvausen-deu Zuge «Halt!» zurief. Der Locomotivfnhrer konnte den Zug uicht mehr zum Stehen bringen, der Betrunkene wurde von der Locomotive erfasst, deren Näocr ihm beide Füße fast gänzlich abrissen. Der Bursche, dessen Identität bis jetzt noch nicht festgestellt werden konnte, wurde in das Vinkovcer Spital gebracht, wo ihm die Füße amputiert wurden. — (In Cilli) wurde der Stand der Sicherheitswachmänner auf fechs erhöht. — (Gegen die Neblaus.) In der am 6ten d. M. in Frieda u von der dortigen Filiale der stei-rischen Landwirtschafts - Gesellschaft abgehaltenen Sitzung sprach Herr K. Vetter, Gutsuerwalter von Ankenstcin, über die Bekämpfung der Reblaus und führte aus, dass das Cultural-Verfahrcu wegen der Unsicherheit des Erfolges und wegen feiner Kostspieligkeit außer Betracht kommen müsse; hingegen sei bei Bekämpfung der Phillo-xera die Widerstandsfähigkeit einiger amerikanischer Reben auszunützen. — (Ein Li ebesdrama.) In Agram hat der Bäckergeselle Georg Milcic gegen seine Geliebte Marie Tomasin zwei Schüsse aus einem Revolver abgefeuert, ohne jedoch das Mädchen fchwer zu verletzen. Darauf richtete er die Waffe gegen seine eigene Brust und traf so gut, dass er sofort todt zu Boden fiel. Marie Tmnasin erhielt eine Kugel in den Rücken, welche jedoch im Spital der barmherzigen Brüder wieder entfernt wurde. — (Schuhwerk wasserdicht zu machen) Ein halbes Liter gekochtes Leinöl, 250 Gramm Hammelfett, 100 Gramm Viencnwachs und 60 Gramm Harz werden auf dem Feuer geschmolzen. Dieses Gemisch wird warm, aber nicht heiß, mit einem Pinsel oder einer Bürste aus das gut gereinigte und trockene Leder, auch auf die Sohle, aufgestrichen. Am bcsteu ist die Wirkung, wenn man das Schuhwerk, so lange es noch neu ist, so behandelt. Neueste Post. O r i g i n a l - T r l e g r a m m e d e r L a i b. Z e i t u n g. Berlin, 14. Jänner. Per Reichstag hat bei na--tnentlicher Absiimmlma. über die Militärvorlage den Antrag Stauffenbcrgs auf dreijährige Bewilligung der von der Regierung geforderten Präsenzziffer mit 186 gegen 154 Stimmen angenommen. Die conservative Reichspartei nnd die nationallibcrale Partei stimmten dagegen; die Socialisten, die meisten Elsäßer nnd der Däne Iohannsen enthielten sich der Abstimmung. Nach erfolgter Annahme des Antra« gesStanffenberg verlas dcrNeichskanz-ler Fürst Bismarck eine kaiserliche Votschaft, mittelst welcher der Reichstag aufgelöst wird. Berlin, 14. Jänner. Heute fand eine Sitzung des Vundesrathes statt, in welcher über die Stellungnahme des Vundesrathes zu den Beschlüssen des Reichstages über den Gesetzentwnrf, betreffend die Friedenspräsenzstärke, berathen wurde. Berlin, 14. Jänner. Ein Erlass des Kaisers ordnet die Reichstags'Nemvahlen für den 21. Februar an. Petersburg, 14. Jänner. Der Kaiser und die Kaiserin nahmen gestern im Wmtevpalais die Neujahrs-Gratulationen des diplomatischen Corps entgcgci'., wobei sich der nene chinesische Geschäftsträger Muh den Majestäten vorstellte. Rom, 14. Jänner. Cardinal Innocenz Ferrieri, Präfect der Congregation der Bischöfe nnd geistlichen Orden, ist gestorben. Correspondcuz der Redaction. I.. V. S. Auf die Anfrage! «Wohin sind die Gerichts' biener zuständig und wann sind die letzte» diesbezüglichen Gesetze erflossrn», diene die nachsehende Erwiderung: Nach 8 ^^ des Grmeindcgcsctzes vom 17, März 184i) sind die «Staats« diener» (somit Beamte nnd Amtsdicner) jener Gemeinde als Angehörige zugewiesen worden, in welcher ihre Stelle ihnen den ständigen Wohnsitz anweist. Nach dem Gemcindegcsetzc vom 24. April 185U, uon welchem nur die Bestimmungen über die Zuständigkeit zu einer Gemeinde (HH 32 bis 51 und 55 bis 5?) in Wirksamkeit getreten find, erlangten jedoch nur mehr «definitiv angestellte Staatsbeamte», nicht auch Diener im engeren Sinne, die Zuständigkeit zu der Gemeinde, in welcher ihre Stelle ihnen den ständigen Anfrnthalt anweist. Zuletzt wurden die Heimatsvcrhältnissr dnrch das noch jetzt nnucrändert in Kraft bestehende Neichsgesetz vom 3. Dezember 1863 geregelt, welches im ß 10 die Bestimmung enthält, dass definitiv angestellte Staatsbeamte mit dem Antritte ihres Amtes das Heimat« recht in der Gemeinde erlangen, in welcher ihnen ihr ständiger Amtssitz angewiesen wird. Darnach ist für die Heimatszuständig-lrit eines , Pet, vsstraßc 3, Pneumonic. — Maria Vovk, Arbeiterin, 73 I., ztul)ll)al 11, Gesichtskrebs. Den 14. Jänner. Alois Setina, Schuster, 6i) I>, Capitelgasse 13, Marasmus. — Ulrich Stuppan, Kasseesieder, 54 I,, Spitalgasse 9, Lungcnluberculose. Lottozichlmg vom !2. Jänner. Brunn: 4 59 17 41 22. > Meteorologische Vculnlchtungen iu Laibach. "" 7 ll. Mg" 738.75"^M^NW7schwäch ' bewölkt ! < ^ 14,2 . N. 737.84 —0.4 O. schwach bewölkt ^", 5' . Ab. 738,80 —1.2 ! O. schwach Schnee ^" Bewölkt, nachmittags Schneesall, Das Tagesmittel bet Wärme — 0,7°, um 3,2« über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. Iablonki, Post Valigrod, den 10. August 1885. Herrn Iul. Tchanmann, Apotheker. Stockerau. Seit sechs Jahren beziehe ich das Magcnsalz, habe abel mich Ihnen gegenüber über die Heilwirkung dieses Präparates nie geäußert. Ich erlaube mir daher, heute Ihnen offen und gewissenhaft zu bezeugeu, dass Ihr Magensalz bei Magenleiden und Unter-leibsbeschwerden ausgezeichnete Dienste leistet. Ich habe es an mir und an meinen Hausgenossen angenehm erfahren, uub lann es nur — wie ich es thue — allen anempfehlen und S>e aufrichtig beglückwünschen. Heute bitte ich um zehn Schachteln per Postnachnahme, und genehmigen Sie bei dieser Gelegenheit die Versicherung meiner Hochachtung Jg. v. Soldraezynski m. p. Großgrundbesitzer. Zu haben beim Erzeuger, lalldschllftlichrll Apotheler '" Stockcra», ferner in allen renommierten Apulheten Oesterreich" Ungarus; iu Laibach bei den H^n'» Avolhekern G. Piccoll, E. Birschil), Ub. v. Trulüczy und Ios. Svolioda. Preis einer Schachtel 75 lr. —- Versandt uon mindesten« zwei Schachteln gegen Nachnahme. (414?) Für die liebevolle Theilnahme während der Krankheit als auch für die zahlreiche Betheiligung beim Leichenbegängnisse meiner lieben Schwester, resp. Tante, Rosa Kovaè spreche ich allen in meinem nnd meiner Anver-wandten Namen den tiefgefühlten, herz lichen Dank aus. Bei dieser Gelegenheit drängt sich in meinem Innern aber noch das Gefühl, den besonderen Dank dem Herrn geistlichen Rath nnd Stadtpfarrer Johann Rozman als Seelsorger uuo dem Herrn Samtäts» rath Dr. Franz Ambroziö als Arzt für ihre humane, anfopfcrndc und liebevolle Sorgfalt und Thätigkeit, die sie der armen Leidenden bewiesen haben, össentlich anszusprcchen. Laibach. 14, Jänner 1887. Johann Kovaè Buchdruckerei - Gesellschafter. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem un crforschlichen Raihschlusse gefallen, unseren innigst' geliebten Vater, beziehungsweise Bruder und Schwager, Herrn Ulrich Stuppnn Real i tä tenb esitzcr und Cafeticr heute um halb 6 Uhr früh nach kurzem, schwerem Leiden, gestärkt mit den Tröstungen der heil. Religion, im 54. Lebensjahre in ein besseres Leben abzuberufen. Die irdische Hülle des theuren Dahingeschiedenen wird Sonntag den Ili, d. M. nachmittags um 3 Uhr vom Trauerhause, Spitalgasse Nr. 9. aus auf den evaugclischen Friedhuf übertragen und zur ewigen I Ruhe bestattet werdeu. Der theure Dahingeschiedene wird dem from-men Andenken empfohlen. Er ruhe im Frieden! Laiba ch am 14. Jänner 1887. ! Pauline Stuppan, Tochter. — Andreas <2tuppa«, Realitäteubesitzer und Cascticr, Bruder. — Domenica Ttuppa« verwitwete Dcfilla, Katharina Stuppan, Schwestern. — Nomenica Ttuppan geb. Visaz, Schwägerin. ^aibaclicr Zeitung Nr. li 89 15. Jänner 1887. Course an der Wiener Börse vom 14. Jänner 1887. N«« dem oMene« CourMMe Veld War« Stants-Nuleheu. «rlenrente ....... 81-42 g, ^ S,llert«ntl ..... 82,75 yz.<,,, '"'"" ^°^° Ctaalslose 25«, st, ,»i_ ,31 5,, ^I ^" .«.bUnftel 10U " 137 «n 13? !,0 U«4.r k,»at«I°,e , . 100 ^ ,«7—ie?b« ^mo.Nen.enscheine', !ve^'l. '^^'1 0^««°"»i^"""e, steuerfrei . ,1,75112 9° v^«r. Slotenrenl«. steuers«, . 89 bb 99,?k> "',« Goltrent^o/, .... io24b>«L s,c. ' «il^?" 5°/° .... 8«20i.240 " s-k, , "l- l«o sl. c>, W. S. 149 co 150'l.o » ^ Ill'ay«-^ ^i^^j^^,, i,» 80100 l!0 » ^l"l»-cb!.(Una.Ofibahn)------------'- "«<"- ^ vom I. 18?« . I I?—11« — i^,/',"U'>cn-iin,. i^ ioo,l. ö. W. 121 «o 121 7« Ktundentl. - Obligationen (für >uo fl li -Di.) 5"/° dohmilche.......,<,»._____, ^NNrrei^e' ' ' , ^ ^ ^ . . ^sterreichische , . . . ,,,.. ^ 5 /,. lreatlsche und slavonische . i««—>io5 — L ,« slcbenbiliailcht.....IN4-^10.» ?o Velb Ware 5 100 fl. . ll? b0 >I8'— bto. Anleihe I8?8, steuerfrei . 10«-- 10« b<, Änleben b, Sladlgeincinbe Wien 104 ?t> lo5 bu Anlehen d, Ctadlgemcindc Wien (Silber und Gold) .... i»l - — — Pläm!n,-?UU,b.Et>.dtgem.Wien ILL?,'. l^« - Pfandbriefe (<ür 100 st.) Bcdencr, allg, ösleir, 4'/,°/„ Gold. l24'z!5 >ü5 — dto, in ü« „ „ 4'/, °/o 101 — 101 l^ü "°. >» ,5U „ 4°/^ . 9« 7h 9725 dto. Pran!len-EchuIdverlchi.3°/„ 101 — >l)i l.u ^cst.Hyprthelenbanl >Nj.5>/,<>/„ 101'-,01 ?f>^ Q^i.-un», Bu»l Verl. b<>/„ . , 1015U1U2 — bt°- ., 4'/,°/» . 10li 2b l0L.?b U„g, °ii^,B°te»cr"bit°U°ctien°ts^ ^^ ^^" ,» P^jl »!! I, ,k.<>) Verl. >>>>/,°/n —'— —' — Prioritäte-Odligationeu lili,alelh. Nefidahn l. «lmission , Oelt> ^are Slaatsbahn l, Lmisfion . . lOi—208 50 Cübbahn ü 8°/»..... 157 75 !5>8 2» « 5 5°/o..... 128 5012!» — Una..gal^, Nnhn..... ION 40100 90 Diverfe linse (Per Stuck). «lredülose 100 fl...... 175'— 175 l>0 Elai>^i!ole 40 fl...... 44 - 44'50 4"/„ T-onaU'Tampfsch. il)0 ft, . — — >16 - Vaibacher Plamien-Nnlch.^u fl. zo— —'— Oien^r ^,'oft 4U fl..... 47 «5 4??k> Palfty^Lcse 40 ft..... 42'7b ^,»25 Nolhen Kreuz, ost.Oef.v. lost, 14 55 14 85 Nudois°i!ose 10 fl..... 18 50 19 c>n ^alui-^rse 40 !cr.°A»st,.Oefi.i!00fl.S.4<1«/<, «47-50^48 50 Hldl.°Klch,s.Hand.u,«S. lUosl, 28I'—!l91 40 ^tctilb.n>l. Allg Ung, ^uusl. . ^^'50 800'--^ eprstteüdanl. AUg.'^u sl. . 177 —1?8 — «Hecou!ptc«Ges.,Nlel'el!)s!,5Ul>!l, 5^7—501 — Hypoihelenb., ösl.uousl.25"/,,^. yi— «3— Vuüdcib., ust. ^00sl. G.üU"/« .....818—zi8li5 '^iil>,l!!..,,l, Vnlg, il> si, 154^155— HelO war Attieu vo:l T^andplllt» Unternehmungen. (per Stllck), Nlbiecht.Bahn »00 fl. Silb» . ^--------^ Nlsöld.Fiiim.,Vahn 20u sl. Silb, >8l?5i85^5 Aulsiss-Tepl. «ölleilb. ztoofl.CM.---------------- Vöhm. No>dbah,i i5« fl. , , 182 — 183 50 ,, Wefibabn 200 fl. . . , «74 — i!?L -Vuschtiehraber «tisb. 500 fl. CM. 770 —780 — ,, (IN.«) »0» fl. .-------— — Donau » Dampfschisfalirt« ° Ges. Oeftcrr,500 fl. b.-^,M(,fl.S.-------l?l»'50 Duf.Aodeubachei l.S. 2«l 50 202'— Galiz,Karl.^!:dN)ig.Ä.^00fl. CH/i. —>--------— G!a,KöflHchel,------------'— Kalilenberg^lseubahn luci fl, .-------— — «ü. «tiseub. 200 >l. 2. —'— — -Ven>l>erg^>!l»eriiowitz»I>»ss>) «iisell' bayU'lüesellschajl 2uo >l- 0. W. 232 75 232 25 Lleyb.öll. u»g„ Triefl500fl.CÄl. 5bü -!55» -Oefterr. illordwestb. iluu sl. Sttd. ,,,,7 5,,ll<»8' — dto. ^lit.ij) 20^) ,i. «Über . i«i7s,iu^ — Prag-Duzer «illend. 150 >l. Ollv. ^..^1 __.__ «ub°lf'«nl)n 200 sl. Silver . 18N 5o'iu? — Siebe»l'!k>,cr Elsenli. ziuu sl. , —-^ ^., Staali^ei, ^,l">v» ^!,^ ,!, ö, W, . 253-90254 l!0 Geld Ware Silbbahn 200 fl. Silber . . . iai 50 10» — Süd.2l2 75 21» 25 „ Wr.< neu 100 fl. 03 50 104-— Transpott«Oesellschaft 100 fl. . —-— —- — Ung.-aaliz. Eisenb, ^u» fl, Tilbei 170 50 1?! — Ung, Nordoslbahn ^00 sl. Silber ls8 25 I«» — Una.Weftb,(«aab.Graz>!i0U fl.S.i7» zz ,7« 75 Industrie.Ncticn (per Stils). Egydi und Kinbberg, Eisen« und Stahl-Inb, in Wien 100 fl. . ^ — — — Hiscnbalinw.^'ei^. I. 80 sl.40^/<> 935« 9l-50 „Elbemühl", Papiers, u. 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Sie habe» sich el'en dnrch ^^» gleich davon überzeugt, dasz suwul rhcu-matische Schmerzen, wie ('Üicdtrrcisicl, ?c., als auch Kopf-, Zahn- und Nilslclischmcrzcn Stitenstiche:c. am schneNsten dilrch C^peller-Einreibungen verschwinden. Der billige Preis von 40 kr., 70 lr. und 1 fl. W lr., je nach Oröße, ermöglicht auch Unbemittelten die Anschaffung, ebeu wie zahllose Erfolge dafür bürgen, baß das Geld nicht unni'ik ausgegeben wird. Man hüte sich indes vor schädlichen Nachahmungen und nehnie nur Pain-Erpellei mit der Marle „Anlrr" als echt an. Central-Depot: r Apotheke lum Goldenen Men MZM in Vrllg, Nillasplah 7. M'vs'D Vorrätig in den meitten MMM ^) DsP0l: Bei Herrn E. Virfchilj, Apmheker >u Lai^ach. ^,,4,, ^,.^ Eine Wohnung mit 5 Zimmern sammt Zugehör wird für Georgi d. J. aufzunehmen gesucht. Anträge an J. Lozar, HandeLsmann, liathhausplatz. 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Der überraschende Erfolg, den Ihre so ein fache Cur an mir bewirlte, lässt mich nicht genug Danteswmle findeu, nm Ihnen das zu sagen, was ich fühle: Ihnen nicht nur vollste Aneriennung zn zolle», sondern anch dazn bei-zntragen, dass Ihr Heilverfahren allen Magen-leidenden bekannt werde. Mein Zustand war vor der Cnr ein trostloser: Mein Körper magerte rapid ab, aller Appetit zum Essen war ver-schwnnden, Magendrücken plagte fortwährend, Ueblichteiten, Blähungen, Erbrechen und all gemeines Unbehagen verleidete mir das Dasein. Nach I.'ijähligem Leiden weis; ich erst jetzt wieder, was es heißt, gesund zn sein. Nach sechs-wöchentlichem Curgebranche hat die Äbmagerung nicht nnr nachgelassen, sondern mein Körper-gewicht um 7 Kilogramm zugenommen, lind ich fühle mich außerordeutlich wohl. Ich werde mir crlanben, Ihnen später nochmals von meinem Befinden Bericht zu erstatten und zeichne in-zwischen mit dem Ausdrucke meines besten Dankes (27) 3-1 hochachtungsvoll ergebenst A, Beyer. Oesterr.. Schlesien, Karlshütte b. Friedet 4./1. 85. l^I!. Prospeet und «'ine belehrende Broschüre zur Vorbereitung der Cur werden gegen Ver^ gütnng von U» tr. v. I. I. F. Pupps Politlinit in Heide (Holstein) versandt. Fmmttk Uei der Gewerksohaft Ranker in Krain ist die Stelle eines Forstwartes zu besetzen. Bewerber haben sich über mit gutem Erfolge abgelegte Staatsprüfung für den Forstschutz und technischen Hilfsdienst auszuweisen, müssen der deutschen und der slovenischen Sprache mächtig, gesund und kräftig und für den Hochgebirgsdienst geeignet sein. (231) 2—1 Nur Bewerber mit besten Empfehlungen weiden berücksichtigt. Dienstesantrilt am 1. März, eventuell 1. April 1887. Gesuche oder persönliche Vorstellung bei der Gewerkschaft Kanker in Krain. Täglich frische 2o% Fiiis-Krajli in der Conditorei des Rudolf Kirbiscb. Castas zur Start (lirait) St. Jakobsplatz in Laibach. Den verehrten Gästen aus der Stadt und vom Lande für den bisherigen zahlreichen Besuch dankend, empfehle ich mich dem weiteren Wohlwollen der verehrlen Gäste, mittheilend, dass ich das Wirtshausgcschäfl. nach dem Tode meiner geliebten seligen Frau in gleicher Weise im Gasthause „zur Sternwarte" (Virant) fortführen werde und dass in gleicher Weise für die bisherige vorzügliche Küche vorgesorgt ist, das bekannt gule Mannsburger Märzenbier, echte Wiseller und Unter-krainer Weino zum Ausschanke gelangen. (