Nr. 288. Montag, 17. December 1900. Jahrgang 119. Zeitung. lH"«era»«oneprcl»l Mit PoNversendnüg: nanzjllhrlg »0 ll halbjahrig « X. Im llomptolr: ganz. ^ Die »Unlbacher Ieltung» «lchelut «lgllch. m!t Ausnahme der Nonn- >mb '"« >" li. halb)ühr!g ,l «. ff/»i b!s Zustellung ?u, Hau« «anzjilhrig ll K, - Insertionenebiirl Für sleint » sich «°n««s«plah Nr. », die «tbnctlon Dalma i,« l.. «Zhere pe" «eile l» d; bet «Itfren Wiederholungen p« 8e«le « d. ? vormittag«. Unfranlierte «ricfe werden nicht «V°Iurü'll^""^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit tzÄMer Entschließung vom 27. November d. I. den ^lsor der deutschen Staats-Gewerbeschule in Brunn ^tsl/sl Manisch zum außerordentlichen Professor der Handen Geometrie an der deutschen technischen "Mule in Prag allergnädigst zu ernennen geruht. l ___________ Hartel m. p. ! !^l^^' December 1900 wurde in der l. l. Hof. und Staat«. 5 ?' l,Xvv^ ^XXVlll. Stück drr polnischen und slovcnischen, < ^z^'ll. Stück der slovenischcn, das «.XXXV. und LXXXVI. ! ^ hol,i^^"^"l und sloveuischen und das I.XXXVII. Stück ^ ^lich^ '^ll Ausgabe des Reichsgesehblattes ausgegeben und ! ^ir^A^nl Nlntsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 14. Deis ^itr^.. -Mr. 28h) wurde die Weiterverbreitung folgender ^ ""M'isse verboten: I ^t i^ 'Drutsch-österieichische Lehrerzeitung» vom 15. De- > ^' ^ 'Wiener Caricature«» vom 8. December 1U00. » ülr ^u '^"">^v^n» vom 24. November 1800. I Nr' ^ 'lllk8v» l>"" ^- December 1900. > 3i/ ^ '^mo8l8«,uü 3m> A,. L"r Durand, wohnhaft in Paris Rue X, ß! >"^ ' Mem abends um 8 Uhr ermordet !l U di.l " machen die betreffende Behttrde Hl belt ^'w nichlsniüidigc Verbrechen aufmerksam. »> "lNt d7z" ^ " b war «0 Jahre alt und ein Abon-es «Aw Journal, seit dessen Bestehen. w^n!3 l"b der Präsident den Polizeidirector W llog sMeten und zeigte ihm die Notiz. Dieser W ^c»z Ud murmelte: N >»n ztt'petu Journal« hat recht, wir haben es ^ch Erbrechen zuthun!. RV schrieben: Der Maurermeister Celestino di Romualdo aus dem Städtchen Fimw Romano war mit seiner jungen Frau auf der Hochzeitsreise nach Rom gekommen. Gestern wollte er nach Hause zurücklehren. Das junge Paar benutzte die Eisenbahn bis Monterolondo. Um in ihr Heimatstädlchen zu gelangen, mussten sie noch den Grillo, ems/, H?eblnstl//s t»es Tiber, übeljchreiten. Ueber dieses Flüsschen führt zwar ewe Brüäe, doch wn d'vHe wMn des Hochwassers gesperrt. Zwei Bruckenwüller erboten sich, dab Mge Pan a^ ewem Flosse über den Fluss zu setzen. Das Floss gerieth durch die Strömung ins Schwanken, und die Mge Frau verlor vor Angst die Besinnung. Ihr Mann wollte sie halten, aber das Floss gerielh dadurch so sehr ins Schwanken, dass die vier Personen, die auf dem Flosse standen, allesammt in den Fluss stürzten. Nur der eine Brückenwärter konnte sich durch Schwimmen retten. Die anderen ertranken. Man hat ihre Leichen noch nicht gefunden, wohl aber den Handkoffer, den das junge Paar bei sich gehabt hatte. Der Koffer enthielt unter anderem das Brautkleid der jungen Frau. Der überlebende Brückenwärter wurde verhaftet. — (Ein Bräutigam in Ketten.) Eine traurige Hochzeit hat in Witebsk in Russland statt-gesunden. Der Bräutigam ist ein Uhrmacher Namens Obschensli, der kurz vor seiner Heirat wegen Falsch« miinzerei zu zehnjähriger Arbeit in den sibirischen Minen verurtheilt worden war. Die Braut, eine Tochter des dortigen Popen, wurde von ihrem Vater beschworen, den Gedanken an die Heirat auszugeben, aber sie wollte den Mann ihrer Wahl in seinem Unglücke nicht verlassen. Die Trauung wurde deshalb in der Gefängmskavelle vollzogen. Ter Bräutigam hatte Handschellen und war mit Ketten belastet, und die Braut trug Trauellleidung. Nach der Ceremonie gieng der junge Ehemann in seine Zelle zurück. Seine Frau wird ihm nach Sibirien folgen. — (Die verfunlenenSchätze des Schah) Aus Moskau wird unterm 7. d. M. gemeldet: Soeben ist die Nachricht von dem gänzlichen Untergange des Dampfers «Wera» während eines großen Sturmes im ssasplschen Meere hier eingetroffen. Di? «Wera» hatte zahlreiche persönliche Beschlhümer des Schah von Persien an Vord, die auf vicle tausend Mark geschäht mrden. Unter ihnen waren achtzehn Equipagen, die der Schah'" Paris gekauft hatte und nach Persien bringen lieh. Auch viele Geschenke, dle der Schah auf seiner europäischen Reise erhalten hatte, sind verloren gegangen. Die «^ra» war einer der ältesten tranbkaspischcn Dampfer. Sie isl 500 Klafter tief gesunken, und es ist also lau.n M' nung, die Ladung zu retten. — (Auch ein «Interview».) Elnamüsante» Interview mit Hans Richter wird im letzten Hefte d« «Crystal Palace Magazine» veröffentlicht. Der Int"' Viewer hatte kein beneidenswertes Los. Er wollte Richte« Anficht über moderne Musik aus ihm herausholen, aber der berühmte Dirigent nahm ihm alle Waffen aus der Hand und setzte den unglücklichen Interviewer 6^^ in Verlegenheit. Es entfftann sich folgender töstM Dialog. Interviewer: «Ihre Ansichten über musilalW Dinge würden von höchstem Interesse sein.» — 3iM> «Aber ich habe leine Ansichten. Ich bin kein Schw' stellcr. kein Kritiker. Ich dirigiere. Ich gebe mit d" Werken mein Bestes, und das Publicum hat bann °" Ansichten.» — Interviewer: «Aber gerade das Pub"<^ möchte gern die Anschauungen derer kennen, die, ^ Sie, Musik so intensiv und so umsassend studiert tM' Zum Beispiel Ihr Vergleich der Musik lebender CeN ^ sich, wie ich glaube, srei, äußern könnten. Ich ""^,lj Form der musi/aiischen Composit/o,,. G/ai/ben Sie, die Tendenz dahin geht, mtt claWchm B""" ' brechen?» — Richter.- «Nein, nein! Das ist eine l!^ sür Componiften. Die wWn es — vielleicht.' ^ Interviewer: «Ueber den Birmingham-Chor' ^ Richter: «Nein, nein, nein, nein! Worüber löm«" ^ nun sprechen?» Damit war der Interviewer en^ l geschlagen, während der hartnäckige Dirigent ein t phierendesLächeln über seinen Sieg nicht unterdrücken» — (Wetter Prophezeiungen vo^el" richt.) Eine curiose Schadenersatzklage hatte lürz"^, amerikanisches Appellgericht zu entscheiden. ^n>F' Händler in Charleston, S. E,, hatte gegen einen 2N^ capitän auf Ersatz des Wertes einer Ladung Reis g ^ ^ die der Verklagte kurz vor einem schweren ^ ^ « auf einer offenen Werft ausgeladen hatte und dle ^ , den Regen verdorben worden war. Nun hatte H^c' meteorologische Institut für diesen Tag «leichte ^^ angesagt, und daraus leitete der Kläger die VeM"" zu für den Capitän ab, sich nach diefer ProM"" ^ richten und verderbliche Ware nicht auszuladen-^te Gericht erster Instanz hatte dem Kläger die ve ^c Entschädigung zugesprochen, das Appellgcricht >" ^ ^ , dieses Urtheil um und wies die Klage ab ^ ^ , Begründung, dass nichts unzuverlässiger sei, v^ l täglichen Wettervoraussagungen, und dass n> P b niemandem fordern könne, sich darnach zu "ch .D» !, hätte nur noch gefehlt, dass der Kläger auch de" " ^ «, Wetterpropheten verantwortlich gemacht hätte, ^.^ft^ ^ «leichten Regen» angesagt hatte, während es " H regnete. ^ ^ Mohammed Müllers Mandat. Eine Testamentsgeschichte von E. Tpielmann. (13. Fortsetzung) «Ja. ja l» sagte Mr. Thompson, ein rüstiger Siebziger, der einen Kaufladen in der Country hielt, nach längerem Besinnen, «ja, ja, ich besinne mich schon, obwohl es sehr lange her ist und ich wohl kaum älter als einige Zwanzig gewesen bin. Es gehörten damals Walblots von mehr als fünfzig Meilen der Walton-Company, und einer der Chefs, ein jüngerer Mann, der draußen wohnte, dessen Namen ich aber nicht nennen lann, hatte einen ältlichen Herrn als Haus-genoffen, der Mr. Punch genannt wurde. Ob er mit dem jungen Chef verwandt war, weiß ich nicht. Wie sollten am Ende auch Arbeiter, deren viele hundert auf den Lots waren, von den persönlichen Verhältnissen der Chefs der Company etwas erfahren? Es fei denn, dass ein ganz außergewöhnliches Ereignis in der Com. pany auch einmal den Arbeitern in den Wäldern zu Ohren käme. von diesen besprochen würde. Ein solches außergewöhnliches Ereignis, das jenen jüngeren Chef betraf, begab sich nun freilich etwas fpäler bei der Company, wie ich gleich erzählen werde. Vorher will ich aber noch anführen, dass wir Arbeiter alle Mr. Punch ein wenig lannten und ihn gern leiden mochten. Er lieh sich nämlich an Sonntagen mitunter herbei, den zusammengetrommelten Arbeitern auf einer der Mühlen der Company wunderhübsche lustige Schwanke zu erzählen, über die wir uns ost vor Lachen kugelten, wie man sagt. Eines Tages — ich war derzeit noch nicht Werkmeister, nur gewöhnlicher Arbeiter, wie hundert andere dort — also eines Tages hieß es auf den Lots, einer der Chefs der Company, und zwar der, dessen Hausgenosse Mr. Punch war, habe sein ganzes Vermögen am Spieltische verloren und infolgedessen sich erschossen. Aus Gram hierüber habe in einem Augenblicke der Verzweiflung auch seine junge Gattin Hand an sich selbst gelegt. Das einzige Kind der Todten, einen Jungen von vielleicht sechs Jahren, habe ein Verwandter der Frau, ein englisch-evangelischer Geistlicher, an sich genommen. Auch Mr. Punch habe die Mühle verlassen, was uns Arbeiter bei der ganzen Affaire eigentlich allein intenssi^rte und was wir bedauerten. Hatten wir doch fast alle Mr. Punch gekannt, nur fehr wenige von uns dagegen hatten den jungen Chef vielleicht einmal gchhen. Wuhin Mr. Punch sich begeben hat und was mit ihm danach geworden ist, darüber weih ich ebensowenig etwas zu sagen, wie über den Namen des Verwandten, der das Kind des Chefs mit sich genommen. Dass ich auch dessen Namen nicht kannte, habe ich schon gesagt.» Gab die Mittheilung Mr. Thompsons auch gerade nichts sogleich Greifbares, so bot sie doch unbedingt überaus wertvolle Anhaltepunkte, deren Wert sich noch erheblich vergrößern musste, konnten etwa Mr. Willib oder Mr. Fitger den Namen jenes jüngeren Chefs der Walton.Company nennen, der seinem Leben einst — es musste nach meiner Berechnung wohl so um 1651 oder 1852 gewesen sein — gewaltsam ein Ende gemachl hatte, und wussten sie vielleicht etwas von Mr. Punch. Das war nun aber nicht der Fall. Mr. Willis sowohl wie auch Mr. Fitger erinnerten sich zwar dunlel, von jenem Ereignis aus den Werken der Walton-Company einmal gehört zu habm, aber in ihren ^iO ^ eben nur die Firma: Walton-Company. ". . 6^1 Mr. Punch als Hausgenossen jenes Chefs F ^ pany wussten sie absolut nichts. Sie wu!^^ß? nicht, in welche Familie eines der Chefs der jener jüngere Chef etwa hineingeheiratet ^^ ^e^ So wufste ich nun allerdings, dass " tH Müller, Johann Daniel Müllers emziger ^P< sei. Todt musste jedenfalls längst auch I^M"' l Müller selbst sein, denn wäre er noch "»V hal^ zählte er jetzt einhundertundacht Jahre, ""^ll- ^, dieses Alter erreicht hatte, war nicht anMY.^ e> beauftragte deshalb den College« Mr. M"' s^ ^ schlägigen öffentlichen Aufruf zu erlassen. ""' . lung vorderhand abgewartet werden umsne- ^,n Da ich in der Zwischenzeit "Mf ^e^ konnte, gieng ich in Miss heute, morgen, übermorgen, und laufte ieo cgc ^e ein Album, ein Bild oder sonst etnM^ ^, eigentlich völlig Unbrauchbares, nur "" die I kleine Unterhaltung mit der jungen T)a" zB ^ todtzuschlagen. So redete ich mir lvenly'^chel' ^ selbst vor. Nach Verlauf von etwa zw" ^„de „z dessen war es mit dem Selbstbelügen s" MÄ' ! half nichts, ich musste mir eineL M,' ^l,! ^ sagen: Mohammed Müller, du bist M "" M ^ , bloß verliebt, nein. du liebst das l"A d'O'/ z ernsthaft, wirtlich, wahr! Und was h" ? S" i^ Herz und Hand von Cve Idan zu w" t, l" ^ ; «eseht. dass sie noch frei ^ allem Anschein nach der Fall ist. W"^" für das Gegentheil einstweilen nicht«. ^ ' Laibacher Zeitung Nr. 288.__________________________2395__________________________________17 December 1900. Local- und Prouinzial-Nachrichten. ^-(Auszeichnung.) Seine Majestät der Kaiser W dem Pfarrer Peter Rejek in Altenmarkt bei Holland das goldene Verdienstlreuz mit der Krone alcr« Mdigst zu verleihen geruht. ^- (Ernennung.) Der Finanzminister hat den «videnzhaltungs.Geometer zweiter Classe Josef Ver bit A Tschernembl zum Evidenzhaltungs - Geometer erster "lasse in der zehnten Rangsclasse ernannt. ^- (Militärisches.) Der nichtactive Lieutenant Heinrich Schmalz vom Landwehr-Infanterie-Regimente ^eitmerih Nr. 9 wurde zum Landwehr«Infanterie-"egimente Klagenfurt Nr. 4 transferiert. ^- (Militär-Zinstarif) Wie bereits gc-"«det, tritt mit 1. Jänner 1901 ein neuer Militär-oMtarif in Kraft. Die jährliche Zinsvergütung für "aibach (fünfte Zinsclasse) beträgt nach den Rang«. Mn: 2640, 2100, 2064, 1660, 1412, 1132, 892, °U4 und 312 X, für Stein (zehnte Zinsclasse) —, 7l' ^, —, 556, 452, 328, 216 K. — Der jähr. 'He Vlöbelzlns beträgt in allen Stationen für den Feld« ^tfchall bis zum Major 168, für den Hnupttnann 120, >"l den Oberlieutenant und Lieutenant 104 x. Das " bererforderniS für den Stall für ein Osficierspferd "lagt in der fünften Zinsclasse 140, in der zehnten l«. ^-(Iahlungen an Steuern und öffent-^yen Abgaben im Nnweisungswege der k'>llparcasse.) Laut Verordnung der Ministerien ^Handels und der Finanzen vom 2. November 1900, °..^-Bl. Nr. 191, wird zur VewerlMigung von ^lUNM an Steuern und üssentNchen ^(bgabnx w An« ^ ^W^verlehre der Postsparcasse vom 1. Jänner 1901 . llMngen ein «euer, durch Einfügung e/ncs für Hweck, ^ ^Parca^enamtes bestimmten Buchungsscheines er-e von 1 I, per Stück eingeführt. „.."- (Fahrpostverlehr in der Weih-j.^ l s Periode.) Mit Rücksicht auf den zunehmenden ^postderlehr in der Weihnachtsperlode wird auf Nach. y^des aufmerksam gemacht: 1.) Wegen der auher-jltz,""lchen Steigerung des Postfrachtverkehres in der k'Uöeilverlode empfiehlt eS sich, Postsendungen, welche H^lesfat rechtzeitig erhalten soll, nicht erst in den 5w s ^°2en vor Weihnachten, sondern schon einige l"lldlr« ^ iur Aufgabe zu bringen. — 2.) Ein be-, ihuls Augenmerk ist der Verpackung und dem Ver-! V Sendungen fowie der haltbaren Befestigung der ^nei ""^ denselben zuzuwenden. Bei kleineren Sen-^hal ^" geringerem Gewichte (bis etwa 3 K3), deren llit^burch Druck nicht leidet, weder Fett noch Feuchtig. ^tt ^.^' ""d welche nicht auf weite Entfernungen ver-^ ein ^"' ^""2t zur Verpackung ein gutes Packpapier ^Unü k1ch"ürung mit Spagat. Größere und schwerere ^ent3" oder folche, welche auf weitere Entfernungen öetj ^ werden, dann folchc, welche leicht zerbrechliche, ^ssen ' Tüchtigkeit abfetzende Gegenstände enthalten, ^icht^ ""lh der Natur des Inhaltes, dem Umfange. ^ ?/„ ""^ Werte niindcslens in mehrfache Umschläge '^tM < Packpapier oder aber in starke Leinwand, > ^a^ ^lbc, Kisten u. dcrgl. verpackt sein. Schachteln »en ' "'besondere sog. Postcarlons, sind zulässig, wenn » ?l> " "icht Spuren erlittener Beschädigungen tragen . ^'^welches nicht mehr blutet, darf in einzelnen Stücken unverpackt versendet werden. Sendungen mit leicht zerbrechlichem Inhalte sind durch ein Glaszeichcn auf der Emballage deutlich zu kennzeichnen. Bei Sendungen mit leichtverderblichem Inhalte empfiehlt es sich, auf der Begleitadresse den Beisatz «Dem Verberben ausgesetzt» anzubringen und durch Unterstreichung mittels Blau« oder Nothstistes auffällig zu machen. Die Verpackung muss derart haltbar verschlossen sein, dass ohne Be-schädigung des Verschlusses dem Inhalte nicht beigelommen werden kann. Sendungen ohne Wert oder im Werte von weniger als 400 X brauchen im allgemeinen nicht gesiegelt zu sein, wenu dieselben nur durch den sonstigen Verschluss mittels Klebestoffes, Siegelmarlen :c. bei Reisetaschen, Koffern und Kisten mittels versperrten Schlössern, Fässern mittels guter Reifen oder durch die Untheilbarleit des I.chaltes selbst hinreichend gesichert sind. Sendungen im Werte von mehr als 400 «. hin« gegen, sowie alle Sendungen mit Gold oder Silber, Bargeld, Wertpapieren, Pretiosen oder echten Spitzen müssen an den Schlüssen der Emballage so oft und derart gesiegelt sein, dass diese ohne Verletzung der Ziegel nicht geöffnet werden kann. Die etwaige Ver-schnürmlg muss so befestigt fein, dafs sie ohne Siegel-Verletzung nicht abgestreift werden kann. Ein deutlicher Abdruck des Siegels, mit welchem die Sendung ver« schlössen ist, muss auf der Begleitadresse angebracht werden. Jede Fahrpostsendung ist, abgesehen von der Beigabe einer Postbegleitadresse, selbst mit der Adresse, nämlich mindestens mit dem Vor- und Zunamen der Adressanten und dem Bestimmungsorte, eventuell dem Bezille, der Gasse und der Hausnummer zu versehen; womöglich ist die Adresse au/ die Se^H//ls se/6st< zvv ^chreMn; wenn d«3 mcht lhunttch ist, bei Sendungen, welche leiner Siegelung bedürfen, au/ ein V/a//, Papier, das mit seiner ganzen Iiüche avH die Sendung' aufzukleben ist; die bloße Ansiegelung genügt nicht. Bei Sendungen, welche Weber beschrieben noch mit Papier be-llcbt werden können, wie «»gepacktes Wild, ist die Adresse auf ein Stück Pappendeckel, Leder, Holz oder sonstigen festen Materiales zu fchreiben, und mittelst starken Bindfadens oder Spagates an der Sendung zu befestigen. Da es oft vorkommt, dass die Adressen von den Sendungen durch öftere Umladungen, besonders bei auher-ordentlich gesteigertem Frachtenvertehre abfallen und die Sendungen infolge ihrer Adrefslosigkeit in den jeweiligen Stationen commissionell eröffnet werden müssen, empfiehlt es sich in die Sendungen selbst eine zweite Adresse zu hinterlegen. Bei unverpackten Sendungen, z. B., Wild, ist es angezeigt, eine zweite Adresse auswendig an einer anderen Stelle z. B. an den Vorderläufen :c. anzubringen. Bei Sendungen, welche nach dem Vorstehenden gesiegelt fein müssen, ist in solchen Fällen der Bindfaden anzusiegeln. Besonders behutsam sind Postsendungen zu verpacken, welche für den Seetransport (nach Dalmatien. Herce-govina :c.) bestimmt sind, da diese Sendungen während der Beförderung nicht so sorgsam behandelt werden tonnen, wie jene. welche nur zu Lande befördert werden. __ 3.) Insbesondere wird auf die Sendungen, deren Inhalt der Verzehrungssteuerpflicht unterliegt, aufmerksam gemacht. Bei solchen Sendungen, welche nach Städten bestimmt find, wo die Verzehrungs-steuer eingeführt ist, wie Laibach, Graz, Wien, Prag lc. ist es behufs schnellerer Abwickelung der Ver. steuerung empfehlenswert, auf den Paletadressen und auf drn Begleitadressen den Inhalt in jenen Mengen (Kilo, Liter, Stück) anzugeben, nach welchen die Verzehrungssteuer zu berechnen ist. Ferner wird bemerkt, dass in der Zeit vor Weihnachten die Poftbediensteten nicht in der Lage sind. dem an dieselben fallweise gestellten Ansinnen, die zur Aufgabe gebrachten Sendungen zu verpacken, zu entsprechen, dass daher jede nicht vollkommen vorschriftsmäßig verpackte, zur Aufgabe gebrachte Sendung unbedingt zurückgewiesen werden muss. — (Beförderung von Directoren und Professoren an staatlichen Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalte n.)Die «Wiener Abendpost» meldet: Wie wir hören, hat das l, l. Ministerium für Cultus und Unterricht auf Grund der Bestimmungen des bezüglichen Gehaltsgesrtzes vom 19. September 1898 nunmehr auch die Beförderung von Pro-scssoren an staatlichen Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungs-anjtalten in höhere Rangclassen für das gegenwärtige Solarjahr zum Abschlüsse gebracht, und zwar wurden im Laufe des Jahres 1900 im ganzen 15 Professoren in die V1I1. und 24 Professoren in die VII. Rangclasse befördert. Die Gefammtzahl der im laufenden Jahre in höhere Nangclassen eingereihten Professoren an staatlichen Lehrer- und Lchrerinnen-ÄlldungSanstalten beträgt somit 39. — Die Beförderung von Directoren an staatlichen Lehrer, und Lehreriuncn - Bildungsanstalten in die VI. Rangclasse steht dem Vernehmen nach unmittelbar bevor. — (Schließung der Laibacher Volksschulen.) Wegen .Ausbreitung infectiöser Krankheiten, namentlich des Scharlachs und der Difththeritis, wurden mit heutigem Tage wsolge AnordMNF i>^ /. /. Aaot-schulralhes alle Machen VoNz^chulen in Laibach > sowie die Kindergärten geschloffen. Der U/l/et> !l/'ch/ M ben gegenwärtigen Dispositionen zufolge am 2. Jänner wieder aufgenommen werden. Zu Weih- nachts feierlichkiten, die beispielsweise im «Collegium Mcnicmum» und in der Lichtenlhurn'schen Waisenanstalt stattfinden sollen, hat das Publicum leinen Zutritt.Visher kamen etwa 24 Scharlach» und Diphtheritisfälle vor; an Scharlach sind sieben, an Diphtheriti« zwei Kinder , gestorben. — (Der Laibacher Gemeinderath) hält morgen um 5 Uhr nachmittags eine ordentliche Sitzung ab. Auf der Tagesordnung, die wir morgen nachtragen wollen, stehen unter anderem Berichte über die Altersversorgung städtischer Arbeiter, über den Anlauf eines Bauplatzes für die Staatsgewerbefchule, verschiedene Voranschläge lc. — (Artillerie-Schießplatz in Gurl-feld.) Die Artillerie-Schießübungen auf dem Schießplätze in Zadovinel beginnen mit 11. Jänner 1901. 4l)ie Batterie Nr. 2 des l. und l. llorps-Artillerie. Regiments Nr. 3 in Graz trifft mit einem Stande von 136 Mann und 107 Pferden am 9. Jänner in Ratschach und Laal, am 10. Iünner in Gurkfeld ein. —e. — (Die Laibacher frei willige Feuerwehr) hielt gestern vormittags um 9 Uhr eine außerordentliche Vollversammlung ab. an welcher sich an 60 Mitglieder betheiligten. Nach Verlesung des Protokolles der letzten außerordentlichen Generalversammlung wurde ein Schreiben des Herrn Feuerwehrhauptmannes Ludwig Stricelj mitgetheilt, in welchem derselbe auf feine Ehrenstelle resigniert und gleichzeitig bemerkt, er hoffe, durch diesen seinen Schritt am meisten zur endgiltigen Beruhigung der Mitglieder beizutragen. An Stelle des Herrn Stricelj wurde I»«r »edkinatimiem einstimmig Herr Vincenz ^i. wirst du finden? M ezUr.chaus gleichgiltig bist du ihr jedenfalls nicht. ?"wl 3» .?ch dafür der kleinen Merkmale bei einem ft diel A" 'm Verkehre mit einem Mauue genug. i!Ack ^ ""lehr immerhin zunächst auch noch fo ^«l, ^ sein. Allein — wird sie dir nach Europa tzo?" sie dir auch ihr Herz schenkt? Zle^rach ich zu mir, so meditierte, so raison-> F, leden Morgen, fast eiue ganze Woche lang. >? T°n ?" ""hl" ich mir vor. heute zu sprechen, s> N besuchte ich Eve Joans Bilderladen, aber M.,? sprach ich nicht, trotzdem Eve Joan eines ernst, halb scherzend mit l H3 ^cheln zu mir sägte: «Mr. Mulllchr, 3 bed. '" vortrefflicher Geschäftskunde, dass ich y7 sein "^ w"oe. wenn Ihre Mission hier zu !^ ich .""d und Sie wieder fortgehen werden!' ! °' llo^ "'Ar fortgehen würde! Ach, was bis dahin ^i?Fchchrn sollte! ^ela,?.sMt zu Miss Eve Joan im Laufe uu- 5 ? K '?"sl' unserer lleiueu Unterhaltungen von ! F^g t>! >'!?^" Verhältnissen, meiner bürgerlichen ' V'e m " " '" Europa gesprochen hatte, so hatte l « w-„ "ach und nach über ihre eigenen Ver- " ?b K?"l""gen gemacht. Sie war ihrer Eltern ^h-e^- Ihr Vater, der Professor an einem ^Mvtbp UM" Seminar in Evanslown gewesen, l!i ^ ib?' l°l« sie achtzehn Jahre zählte; er k 5 ^ ^ als Erdtheil eiue vorzügliche Bildung, l VK dies Fls. Von Verwandten ihres Vaters halte "l^ ? Me etwas gehört. Ihr Großvater von . ?er h<^ hier in Detroit den Vilderladen qehabt, den sie selbst jetzt noch führte. Zu diesem war nach dem Tode ihres Vaters ihre Mutter, die ebenfalls ihrer Eltern einziges Kind gewefen war und die eigene Mutter fchon früher verloren hatte, mit ihr zurück-qctchrt. Mutter und Tochter hatten dem Vater und Großvater im Geschäfte geholfen, und nachdem der Großvater vor drei und die Mutter vor zwei Jahren auch gestorben war, hatte Miss Eve, die heute demnach auf zweiundzwauzig Sommer zurückblickte, den Mderladen, ihr kleines Erbe, allein weitergeführt und fristete damit leidlich ihr Leben. Wieder an einem Morgen nahm lch nur fest vor, beute aber bestimmt zu Mifs Eve zu fprechen, doch wiederum wurde nichts daraus. Als ich in den Laden aetreten war und Miss Eve begrüßt hatte, bemächtigte sich meiner eine solche Befangenheit, dass ich nur hervorbringen konnte, ich wünsche ein Porträt des Präsidenten zu lausen. . ««.. ^ , «Ei, Mr. Mulllehr», meinte Mtss Idan halb verwundert, halb scherzend, «noch ein Bild des Präsidenten? Mr. Mac Kmley muss an Ihnen einen aroßen Verehrer und Bewunderer seiner staatsmännischen Talente haben. Es wird das fünfte Bild sein, das sie von ihm laufen.» Durch diefe Worte Miss Eoes noch verlegener, noch befangener gemacht, als ich schon war, konnte ich nur stotternd entgegnen: «Ja, ja, Miss Idan, ganz recht, das heißt, meine Freunde drüben in Europa sind alle wie ver-sessen auf das Bild Ihres Präsidenten, sie alle wollen es von mir haben.» Die Dame erwiderte hieraus zwar nichts, aber sie warf mir, als sie das Bild einrollte und mir^inl l^gte, emen so eigenthümlichen Blick zu, dass meine Befangenhelt und Verlegenheit in einem folchm Make erhöht wurde, dafs ich mit dem Bilde zugleich auch memen Hut nahm und, das Bezahlen des Bildes aanz vergessend, ,mch verneigte und stumm verabschiedete, dabe, aber M.ss Eve meine Hand hinhielt, was bisher noch me geschehen und was auch jetzt von mir weniger eine bewusste Handlung als nur mehr ein momentaner Nus. fluss meiner grenzenlofen Verlegenheit war Miss Tves Gesicht sah ich vor lauter Befangenheit gar ntcht als sie ihre fchlanlen Finger mit den Spitzen ,n meine dargebotene Hand legte. Daaeaen füblte ick ass d.ese Finger zitterten und dass ich s/heft g pH ° heft'g, dass die junge Dame einm kleinen lK kchmerzensschrel mcht zurückzudrängen vermochte, was naturl.ch meme Verlegenheit nicht verminderte. Er. schreckt l.eß tch d,e Hand los, stammelte etwas, di« vielleicht une: .(^oä ^0'.. klingen mochte, und stol. perte ungeschickt aus dem Laden ' Als ich auf der Straße mich wieder gesammelt hatte, gab ich nur figürlich ein paar Dutzend Ohr. feigen und belegte mich mit einem halben bundert lener Ehrentitel, die nach dem Strafgesetze als B> le.d,gungenmid Ehrenkränkungen gelten. Danach schwor !? "!!^N d,e heiligsten Eide, meine eben b?g°?gene Ungeschlckl.chkeit noch heute nachmittags wieder aut. zumachen und zu Ms Eve wie ein Mann zu sprechen « A H"? erwartete mich ein Clerc aus Mr sA Wrt bei seinem Chef^u erschemen. da meiner dort eme wichtige Botschaft h«« (Foryttzlwg jol«^ ' Laibacher geitung Nr. 286 2396 17. December 1900. Zirnstein, Drechslermeister, gewählt. Aus den hierauf vorgenommenen weiteren Ergänzungswahlen giengen die Herren: Johann Dachs, Gürtler bei der Firma Sa« massa (Schriftführer), Johann Gainil, Gchuhmacher-meister (Vertrauensmann des ersten Zuges) und Johann Vertl, Arbeiter bei der Firma Samassa (Revisor), hervor. — Die Generalversammlung beschloss nach längerer Wechselrede, den bisherigen Exerciermeister bis auf weiteres in seinem Amte zu belassen, falls er sich mit einem geringeren Gehalte zufriedengebe. Hierauf wurde die Verfammlung geschlossen. — (Tagesordnung der ersten Sitzung des lrainischen Landtages) am 19. d. M. um 11 Uhr vormittags: 1.) Eröffnung des Landtages. 2.) Mittheilungen des Landtags - Präsidiums. 3.) Wahl zweier Ordner. 4.) Wahl zweier Verificatoren. 5.) Wahl eines Finanzausschusses von 12 Mitgliedern. 6.) Regie-rungsvorlage: Gesetz, betreffend die Einführung eines Zuschlages zur staatlichen Brantweinsteuer. 7.) Beilage 7: Bericht des Landesausschusses, betreffend die provisorische EinHebung der Landesumlagen im Jahre 1901. — (Todesfall.) Heute nachts 11 Uhr starb hier der Stadtcommissär Herr Josef Krizaj. Der Verblichene, ein stets pflichtgetreuer Beamter, hatte sich wegen seines liebenswürdigen, zuvorkommenden Wesens und durchwegs ehrenhaften Charakters allgemeiner Wertschätzung zu erfreuen. — (Tragikomische Vorfälle bei den Wahlen.) Bei der regen Wahlbelheiligung am 12. d. M. ereigneten sich im Rudolfswerter Bezirke wegen der un-zureichenden Wahllocalitäten einige tragikomische Vorfälle. So stand in Kandia unter den 870 erschienenen Wählern jemand, der sich vor dem Eintritte ins Wahllocale eine Flasche Petroleum zu seinem Hausbedarfe gelauft und sie in der inneren Rocktasche untergebracht hatte. Im entstandenen Gedränge wurde nun die Flasche zerdrückt und das Petroleum ergoss sich über die Kleider des Flaschen-befihers, so dass sie in einem Nu von Petroleum durch' tränkt waren und dass auch in seinen Stiefeln an der öligen Flüssigkeit lein Mangel war. Dies eine Gute für den Besitzer hatte indessen das Malheur, dass sich um ihn sofort ein freier Kreis bildete, weil die Nachbarn dem scharfen Gerüche, so gut es gieng, auswichen. Cine große Anzahl der Wähler, welche in diesem Locale ihre Stimmen abgaben, konnte sich nicht durch die Thüre aus dem dichtgedrängten Locale entfernen, sondern suchte sammt dem Wahlleiter ihren Nusgang durchs Fenster und von diesem über eine Leiter zur Mutter Erde. — Im Wahllocale in Döbernil gleng durch das Gedränge ein gemauerter Ofen in Trümmer. — s— * (Vom Eislaufvereine.) Wenn nicht alle Anzeichen trügen, dürften in dieser Wintersaison die zahlreichen Freunde des Eissportes genug Gelegenheit finden, demselben mit aller Hingebung und Ausdauer und jenem Feuereifer, dessen nur begeisterte Schlittschuhläufer fähig find, zu huldigen. Die Bahn des Eislaufvereines unter Tivoli weist schon jetzt eine spiegelblanke, klystallllare Eisstäche in der Stärke von durchschnittlich 6 cm auf, die also bei günstiger Witterung baldigst zu benutz?« sein wird, und uns das scho« lang entbehrte, malerische Bild frohen .Wetteifers auf leichtbeschwingten Sohlen bieten soll. Hält der Winter, was er verheißt, dann stehen auch jene Eoncerte und Veranstaltungen Zeltens des Eislaufvereines in Aussicht, die in früheren Jahren so große Anziehungskraft ausgeübt haben. — (Festnahme eines berüchtigten Diebes.) Am 12. d. M. nachmittags wurde vom l. l. Gendarmerie-Postensührer Josef Tomiiö in Arch der wegen verschiedener Einbruchsbicbstähle verfolgte Dieb und Einbrecher Georg Pettan aus Sromlje, Bezirk Rann, in der Ortschaft Arch eruiert, verhaftet und dem t. l. Bezirksgerichte in'Gmlfeld eingeliefert. Bei demselben wurden eine scharf geladene Pistole, zwei silberne Tafchenuhren, eine goldene Uhrlette, ein Geldbetrag von 17 k 88 l>. einige alte Silbermünzen, ein Regenschirm und ein Notizbuch mit verschiedenen, auf die Strafsache Aezug habenden Notizen und Adressen vorgefunden, welche Gegenstände ebenfalls dem genannten Gerichte übergeben wurden. Pettan hatte in den letzten drei Manaten in den politischen Bezirken Gurlfeld und Rann, zumeist bei Tage. sozusagen unter den Augen der Bevölkerung, sechs größere Einbruchsdiebstähle verübt. Cr wird auch des Einbruchs-diebstahles in der Filiale des Kaufmannes Schall in Lichtenwald (am 29. November) verdächtigt, wo an« geblich ein Varbetrag von 1200 X und 1 Kx Käse gestohlen wurde. Iwci Tage nachher wurde er in Eavenftein von einem Einbrüche in ein Geschäftslocale vertrieben, und bald darauf hörte man von einem Diebstahle in Martinsdorf bei Nassensuh. wo ein Barbltrag von 60 k gestohlen wurde. Die Gendarmerie des Bezirkes Gurlfelb war darüber in nicht geringer Aufregung; besonders scharf fetzte dem Diebe der Bezirks-Wachtmeister Puschnil nach, und er war es auch, der durch Ausforschung des Namen« und einer verlässlichen Personsbeschreibung dessen Arretierung ermöglichte. —o — (Veim Pollerschiehen verunglückt.) «nlüftlich der in Vt. V das "le° ^k' «l lepa. von Prochäzka, ferner die Compositlo^" F. S. Vilhars «Illo,-»»,. und «Ill^i» und erzM damit nachhaltige Wirkung, die sich in mehreren Hervorrufen äußerte. Die Begleitung feiner Nummern M" von Herrn Prochäzka in ansprechender Weise besorg' — Das Publicum folgte den Nummern des interessante"' reichhaltigen Concertes, für dessen Veranstaltung ^ «Nlüudon» KlHti«». voller Dank gesagt werden '""!' mit andächtiger Aufmerksamkeit und verlebte so Concertsaale einige Stunden des reinsten Kunstgenuß — Dem Concerte wohnten unter anderen Herr Hol"" Dr. Andreas Gras Schaffgotfch und Herr Lanv" gerichtspräsident Albert Levlcnit sowie zahlreiche Hern Vertreter des hiesigen Osficierscorps bei. — (Dr. Lierhammer.) der auch in Lal^ bestens bekannte Concertsänger, errang kürzlich in e»" , Londoner Concerte einen großen Erfolg. Die Kritil lUY die Schönheit feiner Stimme und bezeichnet seinen trag und seine Aussprache als gleich vollendet im " lienischen, Französischen und Deutschen. Dr. Licrha""" wurde nnzähligemale hervorgerufen. — (Das Jubiläum der 5 00. Auffiihl"'^ von Moniuszlos Nationaloper «b^'"^ wurde in der Warfchauer Oper feierlich begangen- ^ Ertrag der Vorstellung ist für die Hinterbliebene" Componisten bestimmt. Die bci diesem Anlasse angel"" musilgeschichtlichen Nachforschungen haben zur ^M" des Librettos eines bisher unbekannten Monlus/lo l^ Werkes, betitelt «Iephtas Klage», geführt. M« mühungen, auch die Musik zu entdecken, sind bW folglos geblieben. „, — («Das Buch für Alle») bringt in "' letzten Hefte einen äußerst interessanten Artikel untt ^ Tltel «Meine Bekanntschaft mit dcn Boxern», """ el- l Gattin eines amerikanischen Missionärs in !^^ ^ ^ greifender Darstellung ihre Erfahrungen erzählt, ..^ und ihre kleine Tochter bei Ausbruch des ch"'^ zß Voxeraufstandes mit diefen unmenschlichen Valba ^ machen hatten. In Heft 7 ist überdies cin Arwe e» die Adelsberger Grotte mit zwei M'" lV («Golgatha» und «Das steinerne Märchen») ^ ^ Wit empfehlen das brillant ausgestattete und da»« billige Journal angelegentlichst. <^lt — («Laibacher Schulzeitung'-) ^el-der 12. Nummer: 1.) Merlspruch von I. B- v° d land. Füsiliere hielten auf einem Verge >'" ^» ^ die Munition ausreichte. Die Buren. "^„dd^ angriffen, waren 2000 Mmm start, "")"' ^, .g, lische Lager von 100 Auren angegriffe" ^ ^„, ueral Clements zog sich m vollsla'ldlge^i„s ^ zurück und büsste einen großen Theil ^ ,„ >^ Die Munition, die er nicht mitnchmen ^'^^^1! vernichtet. Die Engländer hielten sich s".'^l^ Parlamentär berichtet, der Sühn des ^''1 ^ß' fei gefallen. Die Verluste der Auren st"" " . Madrid, 16. December. Die K"^die erhielt ein Schreiben des Grasen von F ^ welchem er namens seines Sohnes 6"^. V'l Hand der Prinzessin von Asturien "i!"^ ^ ^ wird den Kammern eine Botschaft """" .^lff in welcher die Eheschließung der ^ >^ i Asturien angekündigt wird. z Verstorbene. ^.F i Am 15. December. Stefanie Vebec, tochter. 8 I.. Deutsch« Vafse 8. «Scharlach. ! Uaibacher Zeitung Nr. 288 2397 —.------------^------°--------------------------------------------------------------- 17. December lUtD. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Nm 14. December. Voltolini, Weingrohhanbler Irento. 7- V.Merizzi. Ksm.; Prener. gelner, Veamte; Mulley, Ingenieur, «raz. — y. P^st, l, u. l. Oberlieutenant, Villach. — Urbansiö, s. «enwhlin, Nillichgraz. — Buchbinder, Kfm,, Prag. — Krische. I «emahlin, Handelsmann, Altlack. — Premru, Kfm., Littai 7-Wantoch, Nfm., Nrünn. — Mosetich. s. Gemahlin, Privat, priest. — kchmann, Rosenberg. Glück, Schulz Stanloviö. Kohn, ?°y!ander. Nossaucr. Neubauer. Thaler. Schulz, Rosenfcld, Raif. M, Strohhrim, Lackner, Kaufleute und Reisende- Gruber, st'lhuber, Disponenten, Wien. — Raab, Viauerei-Director, «oben. — ätrulelj. Private, Schwarzenberg. — Goriöar, Tl"'Linz. —Stein, Kfm., Petersburg (Vühmen). — Svoboda, l- l. Notar, Neumarltl. — Reichner. Ksm., Sibran (Vcihmcn). Volkswirtschaftliches. Lniliach, Ib. December Auf dem heutigen Markte find "Ichlenen: 9 Wagen mit Heu und Stroh, 32 Wagen mit Holz. ^ Durchschnitts-Preise, Mail, lMgzü,- Marft'lMgz«.. Prei» Prei« »>, , Il^d" K ^ ^ i> li l, Men pr. q . .------16 _ Butter pr. llß. . 1 8<^------ »73 ' - '-------l3 60 Eier pr. Stück . . - 7 - -?lyte ...-------lg 20 Milch pr. Liter. . - 14 -N ^ '------------^ " Rindfleisch I.pr. kF 1 24 - -Mfrucht . . .---------------Kalbfleisch . I 16 - -U">en » . .-------14 ^ Schweinefleisch . 1 20------ ^,/' weiß ...-------17 _ Schöpsenfleisch , - 80------- Mruz,neu...-------l2- Hähndel pr. Stück 1!----------- Kapsel ...___. 4 40 Tauben . - 40 - -Mi, pr. Liter . - ?b - . Heu pr. 42------- Äteteorologische Beobachtungen in Laibach. ^^Sr.'Mc ^'«'2 m. Mittl. L»»!druck 736 0 i^n, i ^i z^ zZ « Rehfleisch im g-roeusen und im Kleinen ist täglich zu haben (4687) Herreime Nr. 15 (Palais Aiersw). ----------------------------------.—¦---------¦— i Monatziinmer hell und groß, mit zwei Gassenfenslern und eleganten, ganz neuen Möbeln, ist KOmerstraawe Nr. 7, III. 84., Thür Nr. 18, zu vergeben. (4688) AM- Meilage. "^DU (4659) Unserer heutigen Nummer (Gesammtauflage) liegt ein Prospect bei über eine Auswahl Schönster Weihnachtsgeschenke sür j^den Gebildeten, insonderheit auch für den Jäger, Forstmann, Landwirt u>d Gärtner und sind dieselben zu beziehen Jg. v. 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Et..« »« 4k> dto.VrüM..»,510<>fl.-»rundentl.<0blig. 91 80 9« 8^ 4°/» lroat. und stavon, bett» 9» 75 93 75 A»d»r» 3ss»ntl. Anllh»». 5°/2 Donau'Reg.'Nnlelht 1878 . los—10? - Nnlehen der Ltabl V«rz . . —-- — - »nlehen d. Vtadt «Sien . . . 10» 4« l03 «0 bto, dto. (Ellber ob. «old) l«-50 l»3 «1 dto. blo, (1894) .... 93 b0 94 »0 bto. dto. 5°/,..... 119-80 ,80 40 Unz.-gal!,, Uahn.....,04«b 105 »ü 4°/„ Unterllawer Uabnen 99 50,(Xl zi«»rs« zss» (per Stück). ««»»»»licht »ole. «»/, Vodencrebit-Uole Em. !880 »39 — 24l — 8«/„ „ „ Em. l88» »84 - »85-50 4°/„Donall.DampsIch. llXlfl.. ,850 870 5°/„ DonllU'Nenlil'üolt . . 25750 2b9 6! U»ver,..l0fl. 4S - 47- ,, ,. ung. „ „ bsl, »1 25 2»L5 «Udlllph°AoIe l0 sl.....59 - Sl Valm-Lose 40 sl...... l?» - «80 - Vt.'«en°<»'Lost 40 sl. . . . 208 — 205 50 Wllldftein-Uose 20 ft.....—— — - «ewlnstsch. b. 3°/» Pr.'Schulbv. d. VodencredllanN., lm. ,889 50 — 5l -Ualbllch« llole......50— 5»-- Veld «lair «etien. tzran»psrl»Ant»l» n»l)mnng»n. Nulftg-Iepl. «l!ent». 500 fl. . 8l00' 3l,5 «»u- u. Äerriebi-Ves. s. ßäbt. Strahenb. in Wien III. X . «52 — »t>8 - N°. bto. dto. U». » . . 845 24«-WbM, «ordbahn 150 fl. . . 426 — 430 -Vnlchtiehlllder ltil- 500 sl. No»l>b. 100<»sl.l!y-«isenl,.'- Veselllchllft »00 fl. L. . . . »88 — 585 — liloht,, Otft , IrieN, üUU fl.llM. «18 — 8.0 . oefierr. «ordwrfib, »0» fl, V, 4«v 468 dto, dtü. Ml. U) 200 fl. E, 470— 47, 50 Piag-Durei Vtlenb. lonsl. »bgsl 178 »0 177 6<» Vlaalseisenbllhn L0« sl. T. . ,665 »5 6«» »» Vlidbahn 800 sl. s.....110- 1,« Vüdnorbb, «erb.»«. »00 fl. «M, 378 50 875--Tramway-Ves., Neur wl., Vrio rilä«'«ctien 100 fl, . . , 19? — ,»9 Un«.°gali». «ilenb.UNl'fl. Vilb« 418 - 415— Ung'Weftbl»i»ab.la,)»«<»fl.G. 41? — 418 — Wiener Uocalbahnen.«lct.- - 68»' Depostlenbanl, «ll«,, »00 fl, , 4,7—4,»- ««compte'Ves,, Nbrüft,. 500 fl 1510 1520 »iro- u. lassen»., Wiener. »00 fl, 480— 485 Hypothell,., 0eft„ »00 II. »tt"/„«, ,98 — »00 »5 elb War Lsnderbllnl. 0esl,, »00 fl, . . 407 50 40» Oeflerl.ungnr, Vanl, 600 fl. , ,69» i«vs Uniunbanl »00 fl..... 548 — 550-. zndullri»-V»l»r' n»hmung»n. «augef., Nll«. «st., 100 fl. . . ,50— i« -E»l,bier E»rn° und Nlllhl-Ind. tn Wie» ,00 fl..... 187- ,91 Eisenbahn«, Ur!hz,,5« »»« 50 „Vlbemühl". Papiers, u. «.«!. ,4« _it44 ^ Lirsinger Ärauere! 100 sl. . . 5,,» «,4... Montan Gesellsch., vest. ° alpine <48'»5^4i4»5 Präger Ei!en°Ind, «es, »00 fl. ,7,0- !^z,y V»lao sl. 83« —>„40 — „Vchlöalmühl", Papiers, »00 fl. _-., zf,<, _ Trisailer »ohlenw.-Ves 70 sl. 45?. ...........................................¦............—Tisjr TWsf»w^m»---------------------t:-----------—-----------___*- *,% Eia- und v«rk»uf , «f • ^^« IW-sm««^«5Ä" .l Privat-D«pötü (Safn-DcDORitH! ' ^»»^ | Lc-Vemloharung. _ J____________*£%£&!££!£.--------------______JSZZS*!™^^ "»•*-*«.• \ ka«bacher Creditbank ,.-55-5=*-: diMen gp„eiDlasm „hlt di0 M ^^Ss^ -p^"- I