Smmwg. den 80. AprU 187t. Jahrg«»«. »Marburger Seitung" erscheint jeden Sonntag. Mittttzoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig S ff., halbjährig 8 fl.. vierteljShtia l fl. _niß Hau« monatlich 10 kr. - mit Poftversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig Z fl. JnsertionSgebühr S k. pr. Ai KV kr; für Z»st«ll«»g Seile. In demittßigender Lage! II. Marburg, 29. April Di« Borlage dcr Negiellung, betresstUd die Erweiterkug der Laudtagsdtfugnisse v rlktzt nicht allein d>e Vcrfassungstreuen Anhänger dcs Ein-hritsstnates — fi< muß auch von der bundcö-staatlichen Partei abgelelint lverden und ivär es geradezu ein Brrlumpeu unserer bksten Grundsätze. wolltttt wir erklären, daß die fraglichr Cr-tveiterung uns nur entfernt geyüge. Die Angelegenheiten, »vorüber die Landtage künftig Oes^e enttversen soilca und noch Viele, Vtlche die Regierung dcm Reichsrathe ganz belassen tvill/) sind nach dem Begriffe deS Lu»» desstaates eiiizig nur Suche des Land s und hat der Landtag darüber selbständig zu entscheiden nicht aber nur G'sttzentirürfe zu ber.uhen. die erst mit gusiimuul» der Strichsvertretung Gesetzes-krast erlangen. Aus dem WrstN des Bundesstaates folgt alletdings ein getvisses Priifuugsrecht dcs Bundes, aber es ist dieies himmelweit verschitdea vo» der Genehmigung, die Hoh^N'vart drm Reichsrath vorbehalten will — und nehmen wir in dieser Beziehung die schweizerische Vund.sversassung uu» zum Borbtlde. Der Bundesstaat Oefterriich lvürde die Btr-sassungen der einzelnen Länder gewährltiften — die Bundesvertretung (Reichstag) hätte also zu prüfen, ob eine Landeßvtrfassung nicht der Ver-fassuna des t^undes lviderspreche. Der Bundesstaat Oesterreich würde die un-eulbehrlichften Grundrechte gewährleistet!, als das getingsle Maß dessen, tvas jedes einzelne Land ln seine Bersafsung aufnehmet» muß. z. B. Arei» helt de» Gewissens und der Wissenschaft, Preß freihett, Beretus- und SZersammlungsr^cht . . . Die Gesttzgebung über d'eje Grundrechte wär, Sache dcr einzrlnrtt Llaaten; lvürdt ei» lZandlag B. rin Gtsetz über die Preßsreiheit erlaslea, j0 müßte die vundesvertretung untersuch n, ob das durch die Bundesverfassung verbriefte Grundrecht : Frriheit drr Presse — durch daS Landes» gesetz Nicht beeinträchtigt tvrrdt. D.r Buttdrsftaat Ocst rreich »virrde dtn EiN' z.lstaaien da» Rtcht vcrbürge», mit Nachbarstaa« teu Berlräge ül>kr Sichttilrils' und Gejundheits« Polizei. Uder voltswirthschafiliche Berhältnisse ein zugehen; solche Att.atsvcrlräge könnten aber dann erst gellen, wenn die Bundesvertretung lrtlärt. daß die von der Bundtsverfassung festgesetzte Grenze nicht übtrschritten woröen — daß der Bertrag wirklich nur eilvn Gegenstand der Sicherheitspolizei. der Gksundheitspolizei, der Bolts« wirthjchast betrrffe. Der Bundrsstaat mit all' seinen streng bc« grifslichrn golgen ist's, tvelchrr Oeslctreich rettet ous d.n jetzigen Wirren — die bundesstaallich Gliedcrung allcin sichert den Fortbestand de» Reichls, die gtdcihlichste Enttvicklung drr Gesamm!» heit und ihrer Glieder. Der Buildeöftaat Oester Wiener Blatter haben un» in Betreff der Regie-rnngsvorlage irrig berichtet: die Gesetzgebung über das Bankwesen und iiver die Bel^andlung der gemeinsamen An-gelegenheiten soll der Landeövertretiuig entzogen dleil>en. >nm. d. «ed. reich gibt den Ländern zurück, was ihnen vor» N'Uur- u»d Rechtswegen gebührt — der Bundesstaat altrin befreit die Landtage auS ihrer de-mülhtgenden Lage! Jur Heschlchte de» Hlages. DaS Abgeordnetenhaus hat nach Per^rer s Antratr die Regierungsvorlage, betreffend die Erivtiterilng der Landtagsb fugnisse. einem Ausschuß von vierundzwanzig Mitgliedern zugewiesen. Ditser V'schluß deutet auf langwierige Bei Handlungen im Ausschüsse i»nd aus noch längere im Hause selbst; denn die Redseligen und T^atenscheuen werden diese günstige Gelegenheit nicht vorüber gkhen lassen und die Regierung hat erreicht, was sie vor Allem wünscht — sie hat Zeit gtivonnen, da es in ihr,m Plat»e zu lieien scheint, vorm Sbluß der Delegationen es nicht zum vollen Bruche kommen zu lassen. Die ver dlümte Ertiärun.,. ihr Bleiben im Amte nicht von der Annahme dieser Borlage abhängig zu mach'N. läßt aus diesen Plan schließen. Der Preßgesetz-Ausschuß des Abgeordnetenhauses brrechtigt zu kühnen Er-ivartungen; die Mehrheit desselben hat bereits den folgeschweren Beschluß gesaßt — vom Justiz-Minister sich daS nöthige „Material" geben zu lassen! Dir Miene« deS Dr. Habietinek möchten tvir sehen, wenn er dies hört oder liest. Aiso die Vrfaljrungen der österreichischen Preßpoliz i lvünschen diese He»reu zu kennen, ehe ste — nicht der freien Presse das Wort reden nein! — sondern nur ein oder das andere Glted der z^ette erii»eitern. die unsere Brust so gewaltig umzieht, daß irir kaum zu lispeln veimögen. In Paris sind bereits über fünfhundcrt Bl,ritaden gebaut ivorde». darunter sechzehn von atißerordentlicher Stärke. Die Schnelligkeit un> die Ausdaitcr. ivelche die Ausständischeu bctuildei». zeigt, dag die Pariser zum Aeußersten enschloffcn sind. Wenn die blauen Repubitta>ier und die mit ihnen Verbündelen Kaiserlichen ln diesem Kampfe siegen — und bei der TheilnahmSlosig-teit d<ö Lande» ist das Gcgenlheil tvohl kauiu zu erivartcn — dann ichtviugt Mac Mahon auf den Trümiitern von Paris die Jahne — Napol?oi»5 wcnn il)»tt Nicht gt,r der Gedanke kommt. zue,st Präsident der Rezmblik und dann nach dem Beispiele seines Herrn und Meisters selbst Ktuier der gra'zosen zn werden. Vermischte Nachrichte«. (La n dw irthschaft in England) Dem Jahresberichte der englischen Regierung entnetimen wir. daß die „Drainirnng- oder Entwässern»,, dtS Untergrundes v»>llendet oder nicht eiforderltch ist in: tz engltscht» und S schottischen lArt'sschaf-ten. daß sie sich in 47 Gr.'sichafien «ausdehnt, während ii» 25 wenig oder gar nichts gcthan wird. An jivei Dritteln der großbriiannijchcn Grafichasten tverden Hecken und Zäume beseitigt, Uitt die K.lt>er zu erwc'tern. waS nicht nur einen ZutvachS Ott Boden, sond rn auch die Mögliche keit d.r Dampsantvendnttg b.deutet. BtS jetzl ivird IN 27 V0li 87 Glafschuftett der Dauipsgt-draucht; er ivird also in den nächsten Jahren viel mehr zur Geltung kommen, natürlich «ur a»s großem Besitz und insoweit Hügel «»»d gelseu Nicht ins Spiel kommen. (Luftschiffer-lkompagaie.) Das amtliche Blatt der „freien Stadt Paris" eittzttt eine Verordnung, wonach eine Rompagnie dnr-gerlicher und militärischer Lnfschiffer gebildet wer-den soll." ^iese Verordnung wird hauptsächlich damit begründet daß der Berkehr zivischen Paris und einem Theile deS AnSlandeS und der Provinz gehemmt ist. und man Mittel und Mge sucht, um durch Zeitung lN, Briefe . . . gegen die Berleumdungcn der Bersailler Regierung aufzutreten und die Wahrtleit dekauut zu machen. Auper.>«m sollen die Luftballone zur Erkennung der feindlichen Stellitngen benutzt werden. (Die Stellung des Lehrers zn« Staate)' Ueber dielen vielfach schief benr. tli.illtn und doch so sehr wichtige» Punkt ist kürzlich im „Pädagogischen Berein" zn Volfe» büttel ein Portrag gehalten lvorden, der nach de« Berichte der „Allgemeinen Lehrer-Zeitung" nach-stehende Hauptsätze enthalt. „I. AengftltchePädagoaeu haben bis in die neueste Zeit gefordert, der Lehrer müsse sich ans politischem Gebiete durchaus neutral Verhalten, iveil er. al» Lehrer t>on Kindern aller Parteien, sanft leicht mit dem Hanse ia Konfiikt kommen könne; dagegen sei das alle Menschen nmsaffende „Gottesreich" das wahre Feld seiner lhäligkeit. Eine Folge dieser Forderung war. daß die Lehrer im Allgemeinen in der Schule nnd i» öffent-lichen Leben das eigentliche Staatsleden nlcht genügend förderten. Gedieh hierbei anch dieall-gemeil'e menschliche Bildung, die Hnmanität, ss entstanden doch »m Staate als Krncht der Un-kenntniß manche Schäden, z. B. 3atereffel0t1gkeit bei Wahlen) und Schwanken der Massen ln der 8 effeatlithkeit lbei Bolksversammlungen). 2. Die sorlschreitende Entwtckelung des Staats-lebens sichert neben der Ordnung anch die Frei« t»kit. welche beide schon iM Keime gepftegt tvertzen müssen, was. wie ivir zu hoffe» haben, durch die Lehrer immer mehr geschehen wird. 3. Nm die gedethliche Sntwickelnng des Staate« za fördern, müssen die Lehrer l»ei der Theilnahme am StaatSleben sich einer berechtigten Partei hingeben. Dtese kann naturgensüß Nicht dei allen dieselbe sei»; da aber alles Uedet' eilte und Ueberstürzte nicht von langer Daner ist, so tst eine Parteistellung zn erstreben, welche aiich tn dem Gange der Geschichte vorgezeichnet ist, nämlich die deS gemüßigten Fortschritts. 4. Olzne die Schule zum Tummelplatz der Politik zu machen, hat der Lehrer «,t püdagogi-schem Tatt und patriotischem Gelft, namentltch in Geschichte und Grographie, auf eine de« jugendlichen G.iste entsprechende Ausklärung über Ver-hältNisse der Gegenwart hinzuarbeiten. Doch sollen die Kinder nicht zn einem inhaltlosen Kanne« gikßern angeleitet werden. SS find ihnen vielmehr inhaitreiche Thatsachen. und zivar ia be-dentsarncr Beriiindung vorzuführen. Hauptleheen der Sittlichkeit, die das Fundament deS Staats« lcl>kNö bilden, können in das Gebiet deS Religians' llnterrichtS gezogen werden. k. 3m Leben außer der Schule hat der Lehrer Lektüre, Privatverkehr. Bereine und öffentliche Beisaminlungen zu seiner politische» Ausbildung zu benutzen und sich, sawcit er dazn berufen ist. an der SUbstverivatlitng zu betheiligen. Doch geliührt der öchiile seine erste und größte Kraft." in O«I>«rrtich.) Die gatzl dir vimnchickt doii ganj Oest-rreich dc-lixst fi» »ach «mtlich,» Miltheil«»ge« a«f SlZ.7tS. Di« größte Zahl find«» wir ii Talizi«» (ZS7.493 StSck«);»»»» folgt Bödm«« ml« »40.8S2,Sl«i. «rmart «i« l0SL82, Tirol «»d Boiaild-rg mit a».10». Miihre» «>t SS.SS». «irnle» mit SZ.aiS, U>«d«r v«I>ineich mit »».8«« Stick!». Za dt» iittig«» L!»d««» sch«-»tt di« Zahl zwi-sidta »V.000 (Dalmatiea) «»» 4l.000 (vd«r-v«ft«rri«ch). Di« >»tf»h' d,« H«a>g» dktr«, i« S«hr« »87« 7«7 A«ll-ö«»ti»«r »«g«a S010 Soll-Z.»».», I« Z»htt lS6S - i«»« »»» »ach« ZSS1 S«ll-S«»t»«k ll'g»» bSlS Zoll-ö«»ta«r l8S» Di« Siifihr 0» Hinig d>>>g«It>> b«»>ff"t fich s>»r 1870 mit S740 Ai>>l-3««t>»tru (im Z,hr« 18S9 wit S8?i 3«»t»trn), j«u« »u Wachs mit Iböt, b«i>«h»»gtweis« mit t4t0 Z»l>»3«»t»«ri>. lVra««rk»r».) ö«m v«a»«rti»» au d«r la»dwirttschafilich« Mitt«>sch>>l« ia Midi«» habtil fich «» v«ft«n«ich'U»,»ra »»d DwtIV laiid si«b'««nddrtil>ig vni»«r »i«g»s««d«n. Durch »««ckmäßigt B-,t,Sgt d«r Pr»f«ll»r«i,, d«rch b«. ühkmde v«s»»t »«r gw»«» vr-uer-i»« Wim« «»d d«r Umgilmog, sowi« durch i>i»r»g«»dt »«» spr«ch«iig«» «rlaugt di«s«r Brau«rt«r4 «ia« höh« !^d«u«»»i. I«»«« Brau«««. w«lche di« oithig« Borbilduua besißtu, ist di« Theiluahm« a» g<«ig' ««le« Birtriatu d«r la»dl»ilthschasll,ch«a L'hra»-ftalt ««»Sglilyt. «arb»r«-- B-richt- ,etaot«»r«>s fiir L«b«»«r«tiung.) D«w «'u»db»si»«r Sas'Vh «»d'-a i» A«««ndach hei Eilli, w«lch«r am Ib. August 1870 «in Mad» ch,» Moria Raus'l. »»« Tide de« , «««"«», ist »,u dir Tt-ttdalk.« di« t«s«tzlich« B«l»^»»t ^ ^ öu Ert»«nt wordt». ^ « tSiabruch.) D«r Grundbesitzer Georg, «»dorfer i» «etteaberg. Gerichls-Bezirt Leibnitz, hat die A»iklge gemacht, daß am 22. April ge« ae» Mtttenlacht uubitannte Thäter bei ihm ein-ßtbroche« und Kleider. Speck, Meisch -.. im Werthe vo» 98 st 90 kr. geslohlen. (vejchSlseuche ia Sl. Leouhardt.) >m 26. April »agtt in S». Leondardt eine Kom-«ifiion, welche aus dem Landes Thierarzte, v«^ de« Oberthierarzt des Staats-Hengstendepat» «»d eiue« Abgeorduetea der Bezirtshauptmaun-sch«ft Marburg beftaud. Die Beschälseuche, welche «ufaugA diese» Morats ia s». Leouhardt aus-aebrocheu «ud eiueu grfährlichea Charakter auzu-uedmeu drohte, ist uach dem Bericht dieser Kom-«Gou jetzt gSuilich erloscheu. lAllgemeiue steiermSrtische Kraa-te« «uö Suvalidentasse für Arbeiter — Filiale Marburg.) Die Laadesstelle hat die »e»e« Satzungen zur Keautaitz geuommeu und träte« dieseibeu nach einer Kundmachung dis Aen» tralausschuff's bereits am 2S. April in Wtrtiam. teit. Zur Rachzahlung der ritcksländigen Vt ver Rechlsab»Heilung ins l^invernehmen zu setzen hat. Kür die Ausfertigung der Baupläne wird Herr» Bücher ein lheil-honorar von Ibvv fl. aus,gezahlt Herr Paul Kammerer (Bittriughos'Taffe) er« hält die Bewilligung zum Betriebe des Witths-gkschaftes. Herr Schraml und Genoffen beantragen, die Durchfahrt-Straße im Hofe deö Rall»hausts möge mit Kieselsteine» gepflastert werde». Herr Stampft u»d Genoffe» übergeben folgendes Schliftstück: „Das k. k. MilitSrspital. welches seiner Seit abseits der Stadt Marburg und der menschlichen Wohnstatten errichtet wurde, ist durch die vielen Neubauten in die Milte dts frsquentesten und schönsten Sladttheiles zwischen den beiden Promenaden zu stehen gekommen. Die Verlegung dieses durch seine Lage sa-nitätswivrig,». ja in Cpidemiefälle» im hölisten Grade gemeinschäslichen Spitales ist um jo drin-geader. als au demselben die Kaii. w. in der nächsten Zukunft eine noch größere Frequenz e halten wild. Es wird demnach der Antrag gestellt: Der löblich? Gemeindeausschuß wolle beschließen: Es werde ein Komit^ von drei Mit-gliedern gewühlt, witlches nach Bedarf iSxpertcu beizieheu köune und die Frage der Berle iUug des k. k. MilitSrspitale». allensalls Aeqairirung des Gebäudes sammt Garten, wegen Ausmittlung und Httstellung eines anderen angemessenen Ge« bäude» u. s. w. zu studieren nnd in einer der nächsten Sitzungen hierüber Bericht zu erstatten habe." Da beide Anträge nicht als dringliche be-teichnet worden, so wird der Beschluß gesaßt, die« selben geschästsmäßig zu behandeln^ (Bom Südbahnhofe.) Die Südbahn-Gesellschuft hat eiue Lieferung ausgeschrieben -> sür den z veijähtigeu Bedarf an Tnch, tüffel, Blousenftoff, Loden und Leinwand Gradl. Die Bedingungen können bei der .Materialverwaltung-in Wieu eiagesehi» werden, wo auch die Augkboie bis 4. Mai zu überreichen find. (Schulwesen.) Der Beschluß unserer Gemeindevertretung. betreffend die Unterrichtssprache in ten Volksschulen der Stadt, ist vom Landet« schulrathe genehmigt irorden. Die deutsche Sprache bleibt also, »vie bisher, Unterrichtssprache; die slo venische wird als freier Gegenstand gelehrt und ist den (Altern und Bormündern ohne Rücksicht auf Rationalität die Bestimmung üderlaffen. ob ihre Kinder und Pfleglinge an dem Unterricht in dieser Sprache theilnehmen iollen. oder nicht. (Tegetthos.f-Dentmal.) 3n der Sitzung des Abgeordnetenhauses Vom 2S. Apiil erfolgie die erste Lesung des Antrages, welven Herr Konrad Geidl und Gkuosscu betreffeiid die Portosrelheit fü^ das „Komite zur Errichtung eine» Tegetthoff-Denkmals in Marburg- eingebracht. Nachdem der Präsident des Hauses dem Antrag« steller das Wort ertheilt hatte, begann dieser: „Marbnrg, die Baterstadt Tegetthoff's, beab »chtigl die Errichlung eiues Monumenles für seinen großen Sohn. E» wäre nicht am Platze, vie hohen Berdienfte des Berstolbenen bei diesem Aulasse einer Würdigung zu unterziehen, die Größe des B rlustes zu ertvägen. d'e dkM Baterlande durch seinen Tod erwachsen ist. Ich will mich uur an den Gegenstand des Antrages selbst halten." Hierauf begründete der Rkdn?r seinen An trag und verlaugte die guiveisung desselben an den Finanzausschuß zur Berichterstattuug. Dieser Antrag »vurde angenommen. (Arbeiterbildungsverein.) Heute Nachmittag 1 Uhr findet i« Gasthause des Herrn tscheligi am Hauptplatz elti« S^ug des Arbei-terbiloungsvereins statt. Aach Mittheilung der Tinläuse und B^rathung mehrerer Bereinsange-tegknheiten wird der Obmanu. Franz Wiesthaler, einen Bortrag halten über die „altkatholische Be-ivegung" in der Schweiz, in Deutschland und in Oesterreich. (Bergheer's Borstellnngen.) Die Vorstellungen Bergheer's könne» erst in einigen Tagen beginnen, weil die Aufstellung des^ neuen Theaters längere Zeit in Anspruch nimmt. (Bom Südbahnhof.) Der Agiozu-schlag tvird vom 1. Mai an mit 22V, be-rechnet. «-Ht- Vost. V-r I«sttz«inist»r h«t tm Vreßges»tz«Ns-fckuß fUr jetzt geg,« jede U»«v»r»«ß sich erklärt. De« zortdtld»«gs»eret« z» vra«««» t» vvhme» ist vie Berattz«»G eiuer Adresse a« DAlli«ger »»« NeDier«»sGk»««iss<ßr «ls ,.K»«pet,>tzzer>de Erhalt»»» der Gchl^^rtiakeit es bediaa^t. Za Varis »ird die Erbitter««» der Kämpfende« immer srsßer. vie Zahl der aetödtete« ««d »erw««dete« Pariser deträat sooo. vie Areimaarer habe« erklart, daß sie ihre «a««er a«f de« Willle« a«fpfl»«ie«, da alle Mittel der verksh«««» mit Versailles erschöpft fi«d «Ud solle« die Frei«a«rer i« de« Vr»»i«ze« geae« Thiers a«fOer«f^« »erde«. EiNgesmmdt. Mit dem Beschluffe. welcher in der letzte» Sitzung des Gemeindeausschuffes gefaßt wordeu. bei dem Baue des ueueu Schulhauses sämmtliche Arbeiten der verschiedeuen Profeffionisten sammt dem Material im Lizltationswege zn vergeben. And wir vollkommen einverstaude»; die Aus»ah«e. daß das Material bei der Ma»rerarbeit vo» der Ge«ei»de beigestellt w^rde» soll, kö»»e» wir aber nicht billige». Alle tech»ikee »»d Sachverstä»dige». welche ma» darüber spreche» hört, stimme» i» de« P»»kte miteiuander überein. daß i« Folge des »»letzt ertvShnten Beschluffes die Ausfuhrung des Baues bedeutend lelden dürfte; nicht ettva. daß schlechtes Material geliefert würde, sondern, wei! fich zn diestM großen uud architektonisch wichtige» Mrke schwerlich ein tüchtiger Baumeister siude« wird, wenn er die bloße Arbeitsleistung übernehmen soll. Bon dieser richtigen Ansicht geleitet, haben nicht allein im Gemeindeausschuß alle dem technischen Fach angthörigen Mitglieder gegen den Antrag ge» stimmt, sondern es habe» auch im Baukomitä die beigezogene» z»vei Herren Ingeate»re sich dagegen erklärt, indem sie sagten, daß i« ein-m salchen Falle sich bloß Pfuscher als Ersieher be-werben würde«. Es wäre traurig, wenu nuu wege» Er« sparung einiger tausend Gulden (was aber noch nicht gewiß ist) die Solidität einks so monnmen-taleu Baues bezweifelt tverdeu müßte. Mit der Wüide der Mitglieder des Gemeiude-ausschuffes dürfte es gerade auch nicht im Einklang stehe», wenn sie sich mt dem Einkauf des Materials befassen, indem die Absicht, der Gemeinde hildurch eine Ersparuiß zu erzielen, leicht Vau der öffentlichen Meinung anders gedeutet werden könnte, was dem Betreffenden auch uur als bloße Bermuthung nicht gan^gleichgiltig wäre. Und endlich, wer soll im Falle einer Beanstandung des Materials das entscheidende Ur-theil sprechen? Ein Gemeindebürger. Et«gefa«dt. Geehrtefter Herr Redakteur! vezÜAlich der in Ihrem Vlaite v. 7 d. M. Ar. 42 enthaltenkn ErklätunA deS Herrn Kr^inz P»rko vom 5. April 1871 irlaube ich mir. Sie um Bekanntmachung nachstehender Aufklärung zu ersucht«. Der Berwaltungsrath der Südbahn !)at im SkpttMber 1866 beschloffen, der St. Magdalenaschule einen Jahresbeitrag von 300 st. aus die Dau»»»rt ... ö „ — . „ ijordrr ... S „ — „ „ Doin. Sirslmayr ... g „ — ^ Mit. Zügncr .... S „ — „ . S'rli», d. S.....I « - „ „ BollAr«bir.....S „ - » « R. ». Sasliizer ... 3 „ — „ . I. Bschalder .... 2 , au «». Mchil . . . . 1 fl. - k. err Heller......2 _ .. Tränitz......1 '' ^ Lukas Löschoigg ... 2 „ tt Stelzel......1 „ Jos. Koschitz.....2 Frl. Greiner......1 Herr Leonh Kämmerer l „ Eväard Leyrer .... h „ „ Wkllner......4 ^ „ Joh. Senekowilsch . . b ^ Frau Senekowitsch ... 1 „ „ M. Klementschil^ ... I , Herr C. Klementschitz ... 1 „ „ Martinetz.....1 » 2auk.............., , .WM.......1'^ „ J»s. H,rz»g.....lo Jak. PrlttM .... sl , Jos. B»rghard». Minhäiidlrr ^ in Sraz.....S „ - „ v'ttgrmiind« Samt . . . SS » — . ^ . .. fl. — kr. Stchsle» Bcrjkichniß 21 iz fl. Zt kr. Znsammen 2208 fl. 21 kr. Forlsetzimg folgt. » «» »» »» »» »» », »» »» »» Per Mmantmyändter. Von K, Vehuike. (Fortsetzung). Herzlich begrüßte er die Familie, die ihm trotz der kukzen Zeit, welche er in jhrrtl»in machte. Ma» hätte sich in ir^^end einer deutschen Stadl glauben können, nenn l icht die seltsamen Blumen, die fremde, exotische Schönheit Noemis und sa manches Andere >n der Umgebung daran erinnert Hütte, daß der Handel seine Aögl nge weit in eine abenteuerliche unv g»fahrvol!e Ferne hinaus-getrieben; denn auch der juu.,e Hansen hatte neben der Abftcht, einen allen Freund jcines Bat-rs auszusuchen, noch die andere, zu erkunden, ob sich nicht Handelsbezieh«n„en mit den syrischen Wtzen und seinem Hause anknüpfen ließen. Eine dritte Absichi hatte sich ganz von sich selbst zu d»n beiden audtra gesellt, ind^ß »var fte »och nicht offenkundig zu tage getreten, doch ließ sie sich unschlver erkeanen. lvenn man die zarten Huldigungen betrachtete, die der staatliche Hamburger seiner eheM'ligen Landsmännin wid-mete. Noemi blieb während der Unterhaltung^ ftumm. aber ei.i aufmerksamer Beobachter hätte bemerken könne,i. daß jedesmal die Sammethaul ihrer bräunlichen Wange von einem dunklen Kar» MIN erttlühte, wrnn Hansen Fanny gegenüber sich besonders liebensivürdig zu sein bestrebte. Frau van Asien entfernte sich endlich mit den leiden Mädchen, lveil sie noch manche An. ordnungen für die Feilr des nächsten Tages zu treffen Halle, mit der man d n lverthen Galt über raslh'N wollte. Als die Damen Verschlvunden waren, »ourde die bisher so heilere Miene des jungen Manneö plötzlich ernster, und gedankenvoll blies er dlc Stauchlvolken seiner Havannahzigirre in die Luil. Auch Heer van Asten war gegen seine Gelvohn heit ivenig grsprächig und schikn sich düstern Betrachtungen hinzugeben. Endlich unterbrach Hansen das Schweigen. „Welch ein merklvürdiges Land, dieses Sy« rien," s^te er, „und zugleich welch unheimliches Land t Zwei veischiedene Bevölkerungen stehen sich hier einander gegenüber, die Drusen und Maro« Aenilleto«. niten, die Türken und die ?n heiligen Bücher, aber Niemand kennt dieselben. Elns nur steht fest, sie sind Näilbzr von Natur, Uild ihre geiiorenen Feinde sind die Maroniteu. und d^ diese Christen sink», die Ehri-sten überhaupt." .,Nnd diese Maroniten?" „Si»d die fleißig^en Anbauer des Landes. Tie würoeii ein Paradies aus Syrien michen. «Venn sie unter einer re,; lmäßige i Regierung ständen und wenn ihr Elgcnliiu'n un) ihrc Per-soit geschützl iväre, wie dies in einem zivilisirten L^'nde der Fall ist." „Aber sollten die europäisch.» Mächte sich nicht in» lliillet leg.« und für dies gesegnete Land einen besseren Zustand herlitisühren?" .,Da>^ hieße die verl)änt)nißvolle orientalische Frage berül»ren, von der Sylien ebenfalls ein Kapitel bildet und zwa? nicht daS u>ll»cdcutendste. denn hier stehen sich der englische und der fran« zösische Einfluß schroffer gt,lenübcr als irgendwo." Es entstand eine stuinme P'use. van Asten suhr mit besorgter Summe fort: „Die Nachrichten, die von den Umtrieben der Drusen emlaufen. lauten immer düsterer. Sie halten religiöse BersaMinlungen nnd berathen ossenbar einen Ausstand." „3ch m 'chte ehe ich zu ihnen kam," bemerkte Jansen, „einen G^mg außerhalb der Stadt. Es ivar ein prichtooilcr Abend, die Sterne schimmer-ten am Himmel und erhellten die Umgebung mit magischem Licht. Bon einer Anhöhe konnte ich ln die engen Slraßkn Deir-el-Kamars sehen. Es herrschle eine tiefe Ruhe darin. Aber ich sah Hau-fen von Drusen in il»re weiten Gewänder gehüllt, die Hände auf die Brust gekreuzt, langsam und gravitätisch dahiaschreilen. Sie hatlen fast etwas geisterhasles, denn man hörte nicht einmal de« Ton ihrer Trille. Für )l)!ett hart 60, weich S0 tr. pr. Metz. Heu fi. 2.40, Stroh, Lager st. 2.—, Streu st. 1.30 pr. Ceutner. Eingesandt. Unterleibßbrnchleidende werden a»f die in dieser Nu««er enthaltene beziigliche Annonce vo» G. Sturzenegger aufmerksam gemacht. Sonntag den 30. April 1871 (246 M deutschen Kagge i» Rolhmein MaiM. wohin die Verkftätteu-Mufitkapelle mit dcm Personale einen Aukflu.; macht. Zusammenkunft: 2 Uhr bn den Koloniehäus'rn. Kür gute Speisen und Getränke lvird bcstki s sorgen_^nd. Lobnigg. Heute Sonntag den 30. April: s. ^ s lS 1; bei« Mattl in Brnnndorf. A«ftisse» der deutsche« Flagae mit Mnkk-degleit««z u»d pöllersitjüffen. Für gute Küche und Getiänke (Schilcher, Sausaler. alter Pettaurr Stadtberger) ist bkslcnS gesorgt, u»d werden die gtehrlen B« wohner von Marburg und Umgebung zum zahlreichen Besuche ergebenft eingeladen. (2ö0 de» A« April bei günstiger Witterung Garte»-Elöffimilg >a vrai»! »tt »er »t« «It. - ^ür gute Speisen und Getränke w rd blstens gesorllt 253 Ansang H Uhr. Eutree 10 kr. Karolina Lausch. Dergheer's Thtllter «it Geister- und Gtspenftererschtiniingtn, errichtet auf de« Sofienpiatze. Indem die Vorbereitungen zur AlvlSG» VkSITtvI'» noch nicht Vollend. t sind, kann der Beginn der VorAellnngen erst in einigen Ta ge« stattfinden. 247 lt»ji pIiMzniiIiizelietleli«!' von Vkerv Uerri'nxn»»« erlaubt 8iek einem IwebZeekrten ?. "I. ?ub-lilcuw ^arliurß8 2ur Aevsixtev Xeliutoi88 2U brinAev, class es, um 6en vielseitig all selbes geriebteten ekreultat'ti'n ^utträgeu 2U vnt» Zl^reelieu, deieits alle ^norämiugen xetrotkeu kat, äeu seliv^ierißstei» Icuustvollsteu .^U8-Lukrunßvn seiue« paedes in voUs^näixLter ^vise ZU AenüKSn. Vakvr kkotoxrapkien ^eäer .^rt, V0w klviQston NoäaLUou-FormKt bis 2ur voUev l,vdon»xrL»»o tkeils in setivar^er Retoneke, ^ie auob in ^^unrsU-. kaitoU- un6 in l)o1-walvroi äurelixetulirt veräen; se1b8t 6ie (Zkrom0'?kotoxraxkio» äiv an 2aitkvit äas t'einste ?oi'7e11anßewäläe üdertriN. 2u alläem i3t ein tücktiZer akaäomiiokor Ilalor enxaMrt un6 kür äiv vxaleteste ewsiKste VnrekfüdrunK aller Kiläer unä 6er ^atriz?en-Ketouelie sinä tüetltize lcunäißv Trakte ße-vonnen. ^I!v ^utträßv verclen mit voller (»e-vissenliaLtißlceit zur 8trenx8ten?ufriv6enlieit eines lioellgevlirten ?ulililcum3 ausxefüllrt; äesLxleicllvn auci» clie sogevannts, /^ar seit .laliren I»er 8virll. ^nlässlioll erstattet äas .Atelier einem li(»etivvrvl»rten?ulili!lum zußleiel» seinen viel» taelzkn Danlc tür äas il»m 80 viel8eitig xe-spenäote Vertrauen unä äen ^aiilreielivn i^u8prucl>, unä sieli allen weiteren geelirten ^ut'träxen ferner em^^felilenä, ist es 2U un-unterbroelienen ^ufnatilneu oline IIntersel)ie6 äer >VitterunK jeden laßes von 9 Dlir k'rük l)is 5 Illir Xaelimittaxs bereit. (251 Gine große Kuh sammt Kalb ist in jOber-Pobersch H^ms-Nr. »O zu verkaufen. (252 wt«i (227 )ll dtll drei goldtlltll KrlNlt«, Wieduer Hauptstraße Rr. lZ. Au! liner der b lrbtesten Straßen in der Nähe bis ntuen Op.«»Hauses, 5 Äiinut n vom Eilk'btchnhofe unc» 10 Minuten vom Westba')n-kose ; Guten. 50 neu renovirte Pcissa^.ierzimmer V0!l 1 bis 3 fl. Vorziiglichkrit Von Küchc und K'll r. sowi' billitle und prompt' Bek'iennng ist berrits aner kannt. Bom G«sthosc vclülircli immer»väl»stnd SaloN'Omnibu?-Wagen nach tillen Rich-luttgen Wiens sowie zu allet^ Btilinhösen. Dcr llkutigcn Nummer dieses Blattes liegt dcr Prospekt dcr Priv^N-Agelltir des A. H^nnigg in Marbuljl bei. Akschi«» Da eS mir wegen der Kürze der Zeit leider nicht möglich ist. vor meiner Abreise von allen Freunden und Beüinntkn persönlich Abschi.d zu nelimen so s.ige ich hiemit Jcdem ein Herzlichts Lebewohl. Zu>;lcich spreche ich meinen inni»,stkn Dank aus für das ehrende Bertraurn. welches ich wälj-rend so vieler 3al)re in meiner Vaterstadt gesunden habe und werd, ich eisri,,st bestrebt sein, auch künftig mich desselben würdig zu erweisen. Schließlich mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich das „Oass!^ ÜUvI'» i'i der Murgasse zu käuflich an mich siebracht habe und das Geschäft in eigene Regie übernehme. Freunde und Bekannte werden höflichst eingeladen. bei tillfälliger Anwesenheit in Graz mit ihrem Besuche mich beehren zu wollen. Marbur.l den 29. April 1871. Kajstsn Uvim, 254) Kafetier. Kskrornks, täglivk in 6—lO versokieäsllsll Lortso, ^I«» ?ui,»vl, i>I» wkvt, kr»!« ete , mit ttlmdsr oäer Ätron ewpüvtllt Ziur ^üti-Ken ^bnalimö 2^5 (?oQÜltor vis-ji vlZ ^Hotel Uottr." Killtktiv-Anzeigkr. H goldenes Medaillon wurde in d r Grazervorst'dt verloren. Der redliche Finder möge ge^lm gute Belohnung dasselbe im Comp- toir dilses Blattes abgeben. In der Kärntnervorstadt HauS Rr. 16. 1. Stock ist ein möblirles gaffenseitigeS Iiwmer täglich zu vermiethen. Eine Wohnung in der Postgaffe mit 2 Zimmern bis 18. Mai zu vermiethen. E'ne schöne Sommerwohnung mit drei Z'mmern ist sogleich zu vermiethen. Ein Schneiderlehrlunge finde» Aufnahme. Ein Hausmeister findet Aufnahme. Auskünste hierüber werden im Comptoir dieses Blattes ertheilt. verdanken ihre Bartsitlle einzig allein dcr ebenso eklatant sicher al» schnell wirkenden k. k. ausschl. ^ivllegirten üvs^lillg. ög.rtvuod8 Lssvll^! von C in Durch über den bewirkten schnellen vtirtwuch« al» da« i»Nsr' Zstzet anerkannt, entwickelt die Evalina Bartwttci,H.Gffe,iz schon im srilhesten Jünglingsalter den Varti indem man die «fienj so l^ge gellnde in die Bartlage einreibt, bi« da» Keistige der Essenz verfliiilitigt iN. wor^nls man die zurückbleibende iilige Kliissigkeit dann dnrch die Poren der Bart-'^ haut t«r »elehung der Nntwieklung ter «artteime und zur «eärkung und .«räftignug der Bartzwirt'll sich hineinziehen resp. eintrocknen läßt. » » «I- Korschungeu nnd praktischer Srfalirnngen, anf dem Prinzip? dcr Kräftigung der Bartkeime bufirt, nuterscheidet sich die ^«»aUIiM.ßW^enz durch dieie» wiflenschastliche Prinzip vortheilhast t'on allin andern sogenannten BartwuchSmitteln, welche mit Kanlliariden er»enat. einen schädlichen Sieij» anf die «artteime auSüben und nicht selten zersiöreiid aus die Vartkeime eiriwirken. !. .. l Klakon Evalina-Essenz kostet groß 2 fl. 5.0 kr., flein 1 fl. 30 kr. öst. W. Mit Poslversendnng 20 kr. sür Stempel und Sml'allage mehr. Wieder- Verkäufer erhalten ««sehnllche Perzente. Depot« befirwen sich in Wien in der k. k. Hvf. Apotheke, bei Henll I'. H^nizervorsttidt, Tet^ettl)lifstraßc l0. Apotheke des Herr» I. Bnrgleltner in der Lporgasse, da« Herrn B. Gmblowip „zttm Moliren" in der Murvorstadt und iu der Parfunieri I. Pilz am Luega. »tili: bei Herrn «arlkrisper. Älagenfurt: t,ei Hrrrn P. Bmchacher. Apotiieker und bei Herrn I. Lanner. Kaufmann. Laibach: bei Herrn I. Kraschovitz. Trieft: bei Herrn I. Kifcher (Vorsebazar) ultd Herrn K. Äedovatto (Lorjo) «illach: bei H. M. Kürst. ^Igz Mit einer Beilage. 'Nerantwortliibe Atedaktion, ^'rnck und Verlaa ron Eduard Ianschih in Vkarbnrg. Z!. dl. Lt. v. Beilage zu Nr. S2 der „Marbukj^er Zeitung." (1871.) Matz-Extract i«>i> dl« Pns Vppol«vr u. llvUvr «II der Winer Mini» tl» ««»geieichneteS Pripirat, »m «ltt alle« jiht im Hiidtl ^ ^ »»»«»«titei Mah-ErkiUti der Borramg tiy>rii»e» und d.>« mit der Haßrschen Oliarlat»n«i'lv »jcht z« vtr-»tchU» iß. - Aus S A«M»W, priRlirt. — Fük Atzehrende, Schwache, besond-r» I^NNAVN» und ».Wohlschmtcktkder Ersatz drS schwer verdauliche» lOdvrtkr»uvi nach Prof RLsmv^vr in Tübingen. t'/, Tlaß 7S kr., V, Vla» ött tr. — von größeren Glasern mit weiterem Halse und beqnemer zu öffnen: Tlas 1 fl. 10 tr...'/, Gla»8b kr.; N. Qual. '/, Glas 4S kr., '/, Glas 30 kr. (22 Auerkennuitg: „Da nach vierwöchentlichem Ve." ^brauche Ihres Malzextraktes und der Malzextrakt-" „Londons, sowie Malzeztrakt-Chokoladen mein" ^Lungen übel (das trotz aller ange>vandten ürülichen" „Hilfe hener wieder so heftig auftrat, daß ich insbesondere" „während der Stacht stundenlang von einem heftigen, mit" „bedeutendem Auswurfe begleiteten Husten geplagt wurde." „an bedeuteuden Athembeschwerden litt uud meine Kräste-„von Tag zu Tag mehr schwanden) eine wesentliche Bes." „serung erfahren h tt. so daß ich ganz ruhige husten." „und schweißlose Rächte habe und die Besse-« „ruua meines Austandes von Tag zu Tag" „fortschreitet, so fithle ich mich verpflichtet, Ihnen" „dankend dies Zeuguiß über den vorzii glichen Er-" „folg Ihrer Anbrikate mit dem Ersnchen auszustellen," „selbes zum Wohle ähnlich Leidender, welchen ich diesel-" „den Wärmstens empfehle, öffentlich kundzumachen." „Ihr dankschuldigster G. Süll ich, k. k. Offizial zu vriix." Depot für I!il«rborx bei k'. ^vIIvtviK, VeAettlioktr«»»«; in dem übrig,« Steiermuk, Kärnten und Krain auch bei den Kauft»nten und Apothtket». Wilhel«5dorser Mlzprsdil^ten Fabrik vvu to». Kttlsvilo ^ Lo. Dtk Okseitigte beehrt sich dtm vtrchrt,n ?. 7'. Publikum anzuzeigen. d.ch derstlbe sich mit derErz'UjiNng von rchtem Vtft- mit Wkinkfljg brschAftige. Auf d.m L.'ükr brfii>dtt sich echte Waare von vorziit^licher 5^u.Ultat zu billigsten Pr,islenöivkrthe ÄlaiungS. und Cntsaurunj,smilt'l. bisonderS für Weine von» 3alirgtNt.lt 1870 auf Pcm Lager sühil und gegen billiges Honoiar l),r.jtlvillil»st mündlich oder schliftlich s/lusku"st über AlleS in die Weiumani-pulation Einschlägige gibt. ^157 Das Etnblissement befindet sich Mnrdnrg, Hauptplatz Nr. tW. Gdnard Tenft. K a r (2Sb, RllterltibSllrlichleidelldt. s G. Sturzeuegge»! i»n Heri^a«, Schweiz, hat in Folge ihrer vor züglichen Wirksamkeit bei Un terleibsbrilcheu lÄ.'ttttrrvorsällci, und Hiimorrhoiden vielseitigen Dan sgeerntet. Aal»lreiche Atteste bestätigen eine voll ständige Heilnng selbst bei ver.»ltetenl Kiillen. Auf frankirte Anfragen wird Tebrauchs l anweisnng grlitiö versendet. — Zu beziehen in! Töpfen zu 3 fl. 20 kr. ö. W. soivohl durch de,»! lErstnder selbst, als durch Herrn Jos. Weis „zui sMohrenapotheke". Tuchlauben Nr. '.i? iu Wien. Stalthalteramtlich konzessionirte (217 des Änlon Hoinigg Inhaber des Dien^ann-Instituts ilt Marbllrg. Viest Privat-Seschlists-Aan)lel vermittelt: Käufe, Verkäufe und verpach« tuug von Realitäten, Käufe und Verkäufe von LandeSprodnkten und Oewerbs« erzeugniffen, Arbeit, Dienst und Wohnnngsmiethe, besorgt Privat'Korrespondenzen und verfaßt alle Schriftstücke, tvelche nicht in den Wirkungskreis der Advokaten und Notare gehören. — Eine besondere Abtheilung der GeschäftSkanzlei wird als Privat'Gchreibstube eingerichtet, um Jenen, die ihre Briefe selbst schreiben wollen, die Gtlegenheit zu bieten. Die ErAffnung dieser Kanzlei findet am I. Mai statt, im Aoller'schen Haufe Herrengaffe Nr. II«. All'S Nähere enthält daS von der hohen Statthallerei genehmigte Programm, welches soivohl in der Privatgeschäfts Kanzlei, als auch im Dienftmann-ZnstitUlS-Comptoir zu Jedermanns Einsicht aufliegt. In der sicheren Hoffnung, mit recbt zalilieichen Aufträgen in seinem Unter-nehmen ultterstützt zu werden, zeichnet sich hochachtnngSvoll Keirats-Antrag. Ein lediger Grundbesitzer. 40 Jahre alt, wünscht sich mit einem Mädchen oder einer kink'er-losen Witwe zu verchlichen. Einiges Vermögen wünscheiiSil'crth. Schriftliche Anträge unter Chiffre ?. L. an die Redaktion der „Marburger Zeitung.,. k s (100 iiiclil'»KIiilreiiiziiiizMe voQ anericanvt auZzeseiellvvtvr ^irlcunx de» (Ilolid u. KIlvmatigmu8, vdroQ.Haut» auZsoltlä^ön, okssQsn ^uväsu vto. Iiat äiegvr Mes sovoltl 6urvk 6iv überra» Zekvväen Lrtolgs al8 auel^ äureli seinen billigen ?rei8 alle »dvlivlien Lr/eugnisZö veit üdvrtlijßelt, 80 äa88 er niellt nur in ßan/. Lteierwaric, 80n6orn kueli in ^en anzrän-Z!eni«ss iiei Lr»?.. Depot süf vis tisi äen Herren: ^urKlsitner, Xpottivlivr „Lum llirsoliell-, uvll V.(>rndlo^'it2, .^pv- tkviisl' „2VM I^lotnon", ^urvorstk'it. I^ai : ,s. Lrnolc a. ^lttmann, — lilageoLurt: Leinitn, '^isn: kezioiät 8üss. (Frö88te8 V fertiger Hei^i^enkseiiler Stolr« lien billigsten Dreisen bei VIÜvIisvKvrt«! ! „Glück iiiid Segen bei C-h»!" ^ Gr<»ße vom Staate garantirte Hanpt-' Kewinn-Iithnng von iiber SS»,»«« VreuKifche Thalee Diese HauptZiehung be^iinnt am Mal d. I. In dieser ewen Haupt» Gewinn'Ziehung müssen folgende llAW Gewinne und einePrämiepcher entschieden iver^ ^>en, nämlich im glücklichen F.ille tv0,M THlr. dferner Thlr. 60000, 40,000, 20 000 16.000. ;8000. 2mal 6000. 2mal 4800, 2mal 4000 !2mal 3200. 3mal 2400. 6lnal 2000. 12m.)l !l200. 100mal 800, 150mal 400. 200mal ^20«), 2l7m^il 80. 10800mal 44 Thaler. Man kann sich hiebei verhältnißmäßist t>urch ein vom Staate garantirte ^5) r i i n a l - A n t h e i l-L o o S ^nicht von »i'kn vert^otenen Piomessen oderPriv it-Lotterien) ^welches im geringsten V trage und ohne lveiterr »Nachzahlung «ur K Gulden b Währ kostet, ibtlhciüs^kN und stnde ich diestlbin i>e,,cn 'frankirte Einsendung deS Betrages »selbst nach den entferntesten Gegendei' !mrintn geehrten Austraggeliern sofort zu^ ^ Die amtliche Ziel^ungSlifte nnd > iilt Vkrsrudong dtr Vwimgtldrr »rfoltit sofort nach jeder Ztrhuna an ieden der! Beilieiligten prompt unv verschwieaen. ^ Mein Geschäft ist liekanntlich dciS Aelteste und^ lAllerqlüekliehfte, indem ich bereits an mehi«ren! Betheiligten die gröfiten Hauptgewinne von ^Tl»aler ItW,WN, 60.000. 50.000. oftmal» 40.000 >20.000. sehr hiittfig 1'>.000 Zl)aler. 10.000 Thaler ic. ic ^^^Sgezal)lt liat»e. RittlNSI. in Hamburg Haupt-^vmptoir, Van?, und Wechselgeschäft. «««»«««««»««««GWGGOGGWGGGWWO DmOad-ErliUmg. Der Gescrtlgte macht ljiemit cintm ?. I. Publikum die ergebeut Auzeiti?, daß cr sein in dkk Kärntner-Borstadt HauS-Nr. 10 mit allem Komfort neu her^erichteteS Dampfbad nut (vor-läufiger Ausnahme der Wanncnbäder) Mow tag den t. Mai eröffuru wird. Wder könne« täglich — nur an Norm«, tagen nicht — von 8 Ulzr Früh bis AbendS 7 Uhr genommen werden; für Damen an allen Wochentagen von 1 bis 3 Uhr. Preise: Ein einzelnes Dampfbad Vormittag» 70 kr.. Nachmittag» 50 kr. — Ein einzelncs Douchrbad Zö kr. — 12 Dampfbäder im Abonnement 6 fl 240) Alois Tchmiderer. z. 5457. Edikt. (Stö Z. 1434^ Edikt. (239 Feilbietung von VerlasseStveineil in St. Anna am Kriechenberge. Vom k. k. Bezirksgerichte Mureck wird bekannt gemacht: E» jei iiber Arrfuchcn Erbrn nach dem am 20. Jänner 1871 verstorbcncn Johann Naumann zu Ct. Anna mit Erledigung vom Heutigen, Z 1434, in die Berst i erung der zu diesem Nachlasse siehörigen Weine von V0 Startin sammt Gebinvku ans den Zaljrs.än-gen 1857—1870 glwilligct und die Vormihme derselben auf den A. Mai 1871 Vormittags 10 Uhr zu St. Anna mit Dem angeordnet worden, daß der Meistbot sogleich b'r zu eslegen ist. K. k. Bezirt»j^ericl)t Mureck. 20. April 1871. Von dem k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gemacht: Es werde über Ansuchen des F. B. Domkapitels in Marburg die freiwillige. Lizi'ation der zum Verlasse nach dem Domd,chant Josts .irostanjovktz gthöri^.»»t»losv v. I8K4, Liu gv8tempv1tsr Iiatoir8ct)ein Icostvt i!. U al3 or8ts liatt;; »uk I0 8tüok At»»t»Io8v, Liv gestempelter Ratensckeiil lcnstst t1. als erkile li-rte; »uk »0 Atüok ll»i»orl. türkisvllv I^osv, Lin gestempelter katensodein Icogtvt ü. tvis eiste Ku-te; »uk 40 Ktüvll Iier^oel. Lr»ua«vI>«^viKvr I^so, Liv gestempelter Ratenseneiu Icostvt il. A als erste Kate. »llv /ie>luii>;«n ^iltij;. 'MD >0t«l ^«tkeNsolivino »uk l!?k4or 8t»»ts>o«v » A il. pr. Ltiielc — V Ltüelc ll ü. — MßV Ltiielc a tl. lÄßd. I0'^> ^otlivilsokvinv »uk KSnixl. unK»r. I^o80 » a. » pr. lStiiek — a Stück » a. «« — »« «tücli » k. I S«> KiNrt«« wr cko Ii. II. Urs« vvräsl» gegeu Laar 06er evtspreekeucl« ^I^ßal)6 liestens aukgetiilrrt. /'/äne, A/'ati.s. ^ t «»inp IS«) in Uivn, ?ostgs8sv 14. 5 da» bewährteste Heilmittel gegen Gicht und NljeNlUatisMtN aller Art, al^: Vesichtt'-. Vrasl-. Hal»- und Zahnschmerzen. Kopf-, Hand- n»P .^rniegicht. (Äliederr'isi'n. Nircken- und Lendtnivil» ?c. in Packeten zu 70 kr. und lialben zu 40 kr. ö. W. bei Joh. Merio in Marburg. d'> Vtriilllls t»gll 1000 Eimer Eigeubauwein aus den vorzüglichsten Marburger, Pickerer und Luttenberger Gebirgen der Jahre 1866. 1867, l8ö8 und 1869. Mit oder ohne Gebinde. Nähere Auskunft und Kost bezüglich der Marburger und Pick r»ne a. Lkaknßlvisvl» xe»n»ü »n srdnitsn, xsnüxt 6», äiesslboa tseliok mittels Äo« ^»»llieniiRiiiäviissers VON 4 Zill rsimxou. Äau virä »olokos »aod ä»vv mit dvitom Lrfolj^ xodfkuokvn, venu »iok bereit»^ /»tlnioiäou smzsstsllt 1»»bvn, ioäsm 0» ävr stoindiläuaz^ uvä 6vm Vi^oitsr^sroikoa äsr 2»dv» fäulni« Lillkslt t!»ut» lovicsrvs uvck Iviokt diu ' tonävg ^aküvisck, 8o vis 2»k»8ol»m«r»sa uult ^uuälsulv dsilt uuä Ävu von kokloa 2iU»nvn livrrükrsnäsu übola Vvi'uod im Uuväv bv»vitixt. lu I''I»»odvo a ll. 1.4V öst. «u Il»l^sn Q ävQ Vspotv: ^ ^ardurss in Kavv»l»ri'» Xpottivko, dsi klvrrn >V. Köviss, .^potkolco ru Äl»rjadilf» bsiHerrn k'. Xollvtnix unä in Vkuekm^iin» G Xunstknoälunx; (Z i l Ii. liei (?ri»p«r unä in Lkum- ^potksiro; I>vutsot»>1srx: k'i.?es«ialc, ./^potkelror; Aurvolr: 1^. v.^ Ltvinbvr^, ^votkvlrsr; kvttau: L. K«itk»mm«r, ^potk.; ttaalrsrilturK: k'. Lokul«, ^potlisleor, uoä F. ^sitmuxvr; K»uu: .?.'8olmi«i«i,odit»ek; ÜokitLek: Itrispor, ^potkvle.; 8»uvrbruan: ^votkeks; 8taili2: V. I'imovZollsIr, Xpotkelrvr; ^inä. k'vistrit«: .1. Divns», .^votk.; W^iuä. Xklixsritkok; >Vioä. I^Ruäibsrz^. Vksiulisvli» ^pvtkolrv; >V»r»«äiQ: I1»ltor, .^potbvlrvr. > » s ^ l «-«-» r- V - ßA^»U»N».IH Eine Mhnung. bestehend au^ 4 Zimmc n. 1 Borzimmer. Küche saninlk :iug,liör ist vom 1. August 1871 an in der Lchmiederergaffe Nr. 165 1. Stock. zn beziehen. 233