Nr. 1. Mittwoch, 2, Jänner 1907. .^OAX 12«. Jahrgang. Mllllcher ZMmll Plilnumerati»«i!preiö: Mit Postversendun g: gai^jährig 30 X, Hl»bi2hrlg 15 X, Im Kontor: ganzjährig I ^ ^, »albjähllf, il X. Für die Zustellung ins Hau» gmizjähiin 2 l^. — Inscltlo»2ac»ühr: ssllr llciin- Inlcralc ? bis zu 4 Zeilen l>c> l>, giühere per Zeile ill l>; bei lljleien Wiederholungen per Zeile « l,, » Die »Laibncher Zeilimg» erscheint täglich, mit AliHiiahino der Ton»- nub Fciertagc, 3)ic Administlallon befindet sich Kongresiplav Nr, 2, die Nedaltll'n Dalmatingasjc Nr. 10. Sprechstunden der Redaktion vun 8 bi6 lU Uhr vor mittags, Unjianüellc Vliese werden nicht angeiillmnicü, Maiun'lriple >»ichl,;»rilckgestelll. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben niit ^sllerhöchsk'r Entschließung vom -27. Dezember d. I. dem Ministerialrate iin Miiiisterinin für .WiltuS mW Unterricht Dr. Karl von Kelle das Ritterkreuz des Lcovold-Ordens taxfrei aller-gnädigst zu'verleihen geruht. Teiiie l. und l. Apostolische Majestät haben nlit Allerhöchster Entschließung vom 27. Dezember d. I. dein Ministerialrate im Ackerbauministerium Wilhelm Göbl anläßlich der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand in neuer-li(l>er Anerkennung seiner vieljährigen ersprießlichen Tätigkeit dm Titel eines Sektionschefs aller-«mädigst zu verleihen geruht. Seine l. nnd l. Apostolische Majestät haben mi^Allerhöäister Elltschließimg voin 27. Dezember d. I deli Referenten für die "administrativen und ökonomischen Angelegenl^eiten beiin Landesschulrate siir N^ederösterreiä), Statthaltereirat Josef Khoß von Stern egg zum Tektionsrate im Mini jlernim für Cultus und Unterricht allergnäüigst zu crnennen, serner den Ministerial-Sekretären in diesein Ministerinm Rudolf Frei Herrn von K r a u s nnd Rudolf Ritter von Pollack deir Titel und Charakter eines Settionsrmes huldvollst zu verleihen genlht. M archet m. p. Der, Minister des Iniicrli l>at die Bezirks lommissäre Dr. August Ritter von Vanniza und Silvester D o in iceljzu Landesregierungs-Sekre-tärci, in Kram ernannt. Der Ackerbannunister hat den Bergbau-Eleven Karl Hajduk zum Adjunkten im Stande der Bergbehörden ernannt. Der k. k. Landespräsideiü im Herzogtunie ,^rroin hat den k. k. Landesregierungs-Konzipisten Karl Freiherrn von Schlosser zum k, k. Bezirks-tommissär und oeil k. k. Landesix'gieruligskonzepts Praktikanten Guido K o 5 evar Edlell. von 5io n denhei m zu:n k. k. Landesregieriings-Konzipist^li ernannt. Den M. Dezember 1906 wurde in der t. t. Hof« und Stams-dructerei das OXIV., 0XV. und ^XVI. Stück des Reichsgesetz-dlatles in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 31. Dezember 190« wurde in der t. t. Hof« und Staais Druckerei das XVI.. XX., XI.II., XI.III. und XI.V. Stück der polnischen, das (I Stück der slovemschen und das 0111. und tIV. Stück der rumänischen Ausgabe des Rcichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 28. und AU. Dezember 1906 (Nr. 297 und 288) wurde die Weitenn-r-breitung folgender Preherzeugmfse verboten: Nr. 51 «Deutsche Tiroler Stimmen» vom 19. Iulmoud (Dezember) 1906. Nr. 145 «Friedlander Zeitung» vom 10. Dezember 19<^>, Nr. 28 «Iilll» aä Vitkovu,» vom 22. Dezember 1906. Nr, 52 «blov/ .likoi-eglc^ Dülmtt» vom 24. Dezemb. 19i>i;. Veilnge der Nr. 16 «V/eliocloövgll/ l)bü<)l> vom 2!, T)r° zember 1906. Nr. i:^ «I'roistät. vom 21. Dezember 1U06. Die im Verlage des E. Hamza in Tcpli» erschienene, l'ci R. Wächter in Teplih gedruckte Broschüre «iliichliger Wegweisei," Nr. 50 »8tlü2 I>iäu> vom 21. Dezember 1906. Nr. 12 «1i»ßp1«. vom 1, Jänner ,907. Nr. 35 «I^'^miuicipll^iuun» vom 22. Dezember 1906. Folge 293 «Deutsches Tagblatt» vom 27. Dezember 1906. Hente wurde das XXIII. Stück des Landesgesehblattes ftir itrain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 25 die Kundmachung des t. t. Landespräsidiums für Kram vom 29. Dezember 1906, Z, 50l>5/pr., über die provisorische Weitereiuhebung der Landesumlagen im Jahre 1907. Von der Redaktion des Landesgesetzblattes für Krain. Laib ach am 31. Dezember 1906. Nichtamtlicher Teil. Staat und Kirche in Frankreich. Wie m, dann sagte ei' melancholisch: „Äch so, du?" .Menschenkind", sagte ich, „wie siehst du ans ^ ^u lxch so otwos Hochdrmnatisches an dir. Wac> Nt los? Oder besser gesagt, wie heißt sie?" ."Wzzi! Mizzi hohler, die blonde MiM, d. h. hat ne geheißen." "Htizzi Kohler", fragte ich erstaunt, „so hieß doch auch di,e blonde ^ehrerstocht^ in unsereni Hei-nttNstaduh^ d^„2 crste Liel>e?" "Mwohl. erste ^iebe. Sag' hast du schon ein-mal eme P^,^ aufgeschnitten?" .. "^7 ^h mich nach etwas mn, womit ich ihn hatte medorschlagen ^^^^^ ^^^ ^ Tobsucht ^. ^ « ^u^obrochen. lväre; er schien aber, meine bedanken zu erraten und sagte: „Hor' mal einige Minuten ruhig zu, omm wirst du melne Fr^ verstehen. Also du erinnerst dich noch der blonden Mizzi, der Lehrerstochter'. Tu weM ferner auch, daß ich eine tolle Liebe für sie onwsano. Daß sie mcine erste Liebe war. Du gingst s? aftlich, bist meine erste Liebe! Ich liebe dich und nur dich und werde nie anfhören und so weiter. Und um alles zu krönen, ließ sie sich i>as Einschreibebuch geben i^das ich des Preises wegen stets gemieden lMtte: 10 Pfennig per Person» lind schrieb nach einigem Nachdenken: ,Du bist die crste Liebe meines Herzens, du hast geführt mich in die Seligkeit; dll bist der erste Anstoß meines Schmerzens, doch will ich lieben dich in Ewigkeit. Und wenn gekommen auch der Trennung Stunden nnd wenn die Abschiedsstnnd' ist da, bleiben die Herzen doch verbunden von Vtaxi S. und Mizzi >^.' Herum malte sie ein mächtiges Herz von entsetzlicher Form. gab mir einige heiße .Msse und sie war verschwunden. Ich sah sie niemals wieder.-------- Da kramte ich vorgestern in alten Erinnerungen: Alten, vergilbten Schleifen, Blumen, Briefen: darunter auch einer von Mizzi. Und weiß der Teufel . . . Auf einmal hat's mich wieder gepackt; die Sehnsucht, diejenige wiederzusehen, mit der ich die ersten unbeholfenen Schritte im Liebestanze gemacht. Und wenn ich fie selbst auch nicht sehen konnte, so doch wenigstens den Ort oder etwas, das mich an fie erinnert, vielleicht höre ich, was ans ihr geworden. Ich fahre also in das kleine Nest; kann aber nichts Genaues erfahren. Der Vater ist längst gestorben. Die einen behaupten, sie wäre die Frau eines Kaufmannes in N.. die anderen erzählen von einem, Gutsbesitzer. Aber so wollte ich nicht wegfahren, ohne etwas gesehen zu haben was mich an die alte Geschichte erinnerte, und so stieg ich hinanf zur Stephanie-Warte. Dort hat sich nichis verändert. Dasselbe alte Weib und das Einschreibebuch, das ich mir geben lasse, auch dasselbe. Ich blättere nnd suche. Wieviel Hmidert neue Namen, wieviel neue Liebe. Endlich finde ich das Niesenherz mit der unbeholfenen ktin derschrift. Zärtlich streiche ich darüber. Un? da ist es mir, als streichelte ich ihr weiches Händchen, als sähe ich sie neben mir mit dem blonden Köpfchen nnd den blanen Augen. Mechanisch blättere ich weiter zurück, hinein m frühere Zeiten, vielleicht noch andere Iugenderin nerungen, manch Jugendfreund. Auf einmal bleibt mein Auge auf etwas has ten; auf einein Herzen von entsetzlicher Form, und wie ich näher hinsehe, da lese ich: ,Dn bist die erste Liebe meines Herzens, du hast geführt mich in die Seligkeit; dii bist der erste Anstoß meines Schmcrzens, doch will ich lieben dich in Ewigkeit. Und wenn gekommen auch der Trennung Stunden Mid wenn die Abschiedsstuud' ist da, bleiven die Herzen doch verbunden von Isidor und Mizzi K.' Isidor, ich fragte dich schon früher, ob du schon eine Puppe oder einen Hanswurst aufgeschnitten hättest. Also etwas, das dir ein lieber Spielkamerad gewe sen . . . Ein Schnitt. Und du siehst Hobelscharten, ein Stück Leinwand, das du in die Ecke wirfst, bedauernd, daß du weißt, daß es bloß Hobelscharteil gewesen, die dir Formen vorgespiegelt, . . . Diese erste Liebe, die ich von Schmutz bewahrt hatte, die ich als etwas Unantastbares in meinem Innersten verschloß . , ." „Max", sayte ich, „das hättest du wissen müs sen ... Die erste Liebe sind wir nie ... Wir müssen froh sein, wenn wir die zweite sind." Laibacher Zeitung Nr. 1. _________________________2^ 2 Jänner 1907. bleiben vorläufig dem Gottesdienste geöffnet und otz liegt nicht iit der Absicht der Reqiorung, sic schließen zu lassen. Diese prekäre Situation wird zweifellos nicht lang» in diesen ungewissen Verhältnissen anhalten können. Es fragt sich, ob sich der Klerus entschließen wird, die Kirchen aufzugeben, um mit dem privaten (Gottesdienst zu beginnen. Diese, Lösung hat der Papst bio jetzt entschieden widerraten. Wird es gelingen, zwischen der französischen Negierung und dom heiligen Stuhle eine indirekte Verständigung eine direkte VerHand luug wird als unmöglich betrachtet darüber her beizuführen, was der Papst „die Bürgschaften für die katholische Hierarchie uud die Winde der Kirche" nennt? Es scheint wohl, daß die Negierung, indem sie dem Klerus die Ausübung des Miltusdienstes durch die Anwendung des VcrsammlnngsgeselM von lN81 oder des Vereinsrechtes von ls)()l zu er leichtern suchte, einen Beweis ihres Wunsches nach Frieden und Verständigung lieferu wollte, und das; sie das äußerste an Versöhnlichkeil bekundet hat. Das ist auch — so scheint es die Ansicht der großen Mehrheit im Lande. Zn demselben (Gegenstände wird aus Nom ge schrieben: Der Vatikan war, wie bereits mitgeteilt wurde, geneigt, den neuen Gesetzentwurf über die Ausübung des.Cultus in F-rankreich anzunehmen, weim er den Katholiken genügende Bürgschaften der Freiheit des Kultus geboten hätte. Dies ist aber nach Ansicht der vatikanischen Kreise nicht der Fall. Man erklärt im Gegenteil, das', der Entwurf die gegenwärtige Lage der Kirche empfindlich verschlimmere. Er hält den Anmeldnngszwang anfrecht und führt, überdies einige besonders drückende Bestim mungen ein, so die sofortige Übergabe der Kirchen-guter, die unverzügliche Eiustelluug der Pensionen jener Priester, welche das neue Gesetz nicht annehmen wollen, die Überlassung des Verfügungs^ rechtes über die Kirchen an das Ermessen der Maires nnd der Präfekten nsw. nsw. Ans allen diesen Gründen ist es abfolnt sicher, das; der neue Geseventwnrf vom heiligen Stnhle zurückgewiesen werden wird. Es ist uumnehr nnniöglich vorans znsehen, wie der gegenwärtige Konflikt enden wird. F-alls die Katholiken gezwungen würden, die Kir chen aufzugeben, würden sie von den Weisungen des heiligen Stuhles abhängen, welche ihnen zur Pflicht macht, den privaten Knltus zu organisieren. Der Vatikan wird bestimmen, auf welcher Grundlage und nach welchen Negeln dieser private Knltus eingerichtet werden soll. Für den Augenblick werden sich die Katholiken an den passiven Widerstand halten müssen nnd in den Kirchen bleiben, so lange sie aus denselben nicht durch eine Aufforderung der Behörden vertrieben werden. In der letzten Zeit wurde wiederholt vou Meinungsverschiedenheiten gesprochen, die im Kardinalskollegium hinsichtlich der Haltung des Papstes gegenüber Frankreich enl> standen seien, nnd eo wurde behauptet, daß die Stellungnahme des Papstes von einigen Kardi uälen mißbilligt werde. Im Vatikan wird nut Befriedigung konstatiert, daß diese Meinungsverschiedenheiten heute geschwunden sind, nnd daß zwischen dem heiligen Kolleginm und dem Papste bezüglich dieser Angelegenheit wieder vollständige Übereinstimmung herrsche. Dieselbeu Kardinäle, die vor einigen Monaten der Annahme des Trennungsgesetzes zuneigten, billigen jetzt vollständig die letzten Akte Pins X. und stimmen seiuer Politik gegenüber Frankreich ohne Vorbehalt zn. Politische Uebersicht. ^ ailiach, 31. Dczcmlicr. 3er n i e d e r ö st e r r e i ch i s ch e Landta g Hal das Wahl v f l i ch tges e tz angenommen. Die „Nene Freie Presse" widmet dem silberneu Bischofsjubilänm des Ordinal Fürstbischofs von Breslau, Dr. l>>eorg >i o p p , eiite Betrachtuug, iu ivelcher seine Verdienste um Kirche lind Staat, gc feiert nnd insbesondere sein Mittleramt, zur Beseitigung der Folgen des 5iulturkampfes nnd seine fruchtbare Tätigkeit bei der Schaffung der ent sprechenden Friedensgesetze hervorgehoben, wird. Das in Nom erscheinende Blatl „Popolo No mano" veröffentlichte ein Intervielv mit dem rns fischen Geschäftsträger Dja^enko in Sofia, loonach dieser angeblich ert'lärl halte, die Beziehungen N u ßlands zn B n I g a r i e n , speziell zu»n Fürsten Ferdinand, seien adgel'nhll nnd die rnssische Vertretung iu Sofia habe vou Petersburg Instrnk tionen erhallen, die Abkühlung zn ignorieren. Dia 5enko dementiert durch den in Sofia erscheinenden offiziösen „Nov Vek" kategorisch, daß er. die ihm zugeschriebenen Erklärungen abgegeben habe. Ans Belgrad wird gemeldet! Wie die „Srpsta zastava" erfährt, verlangt B n l g a r i e n anläßlich der, Grenzreguliernng, daß fünf s e rbis ch c Grenz dörfer in Bnlgarien einverleibt werden. Das Blatl bemerk! dazn. die Forderung Bulgariens sei gleich bedeutend mit einer Kriegserklärung. Nach einer ^ieldung ans Pari» besitzl inan bisher noch nicht genügende Anhaltspnnkte, nm die Frage, ob die E i n s ch r ä n k n n g der N i» st u n gen in das Arbeitsprogranun der zweiten Haager Konferenz aufgenommen werden wird. beantworten zu können. Die Negiernng der Vereinigten Staaten von Amerika hat keine Andeutung darüber gemacht, ob sie die Initiative zn ergreifen geneigt ist, um die Auftnerksamteit der Mitglieder der Konferenz auf dies heikle Problem zn lenken. Aus Petersburg, W. Dezember, wird gemeldet: Der Präsident des Ministerrates empfing hente eine von dem Moskauer Generalsnperinlendenten F-ehr-mann gesührte Abordnung von Pastoren der l u l h e r i s ch e n (^ e m eind e n des Volga gelueles, die eine Denkschrift überreichte, worin nber die !i(ichtentlvicklung des dortigen Schulwesens Klage geführt uud auf die Notwendigkeit hinge wiesen wird, die den Kindern der Kolonisten fremde rnssisaie Sprache im llnterrichle durch die deutsche Sprache zu ersetzen und die Teilnahme der Koloni-jte.i an der Schulverwaltung in der Weise zu ge Italtt'n. daß ein ans Gemeindemitgliedern, einem Lehrer und dem Pastor zusaminengeietzter Schulrat zn schaffen sei. Ministerpräsident Stolypin ver-lprach, sich betreffs der angeregten. Fragen mit dem llnterrichtsminister in Verbindung zu setzen. Ei.i Gesnch der Abordnuug um Errichtnilg eüles Küslerseminars übenoies der ^»iinislerpräsideiu an das Departement für geistliche Angelegenheiten der fremden Konfessionen. Ans Washington wird berichtet: Der Handeln sekretär hat einen Ausschuß eingesetzt, weicher die Gesetze der V er einigten Staat en nnd die anderer Kationen über die Behandlung der Zwi -s ch e n d e ck p a s sagi e r e einer Prnfnng unter-ziehen soll. Der Handelssetretär ist der Ansicht, daß das Schiffspafsagiergesetz der Vereinigten Staaten vom Jahre l^2 iitfolge der durch die, Verweuduug von Stahl im Ball von Schiffen hervorgerufenen Nmwälznng anf die inodernen Verhältnisse nicht mehr passe, nnd hält auch eine Abänderung der Strafbestimmungen, von denen einzelne zn hoch, andere hingegen nnzureichend seien, für nötig. Das j a p a n i s ch e P arla m e n t lourde vom Kaiser mit einer Thronrede eröffnet, worin anf die zunehmenden herzlichen Beziehungen zu den Großmächten sowie anf die Notwendigkeit der Weilerenlwicklnng der Landesverteidigung hinge wiesen wird. Beide Hänser des Parlaments nahmen die Antwort auf die Thronrede an und vertagten sich bis zum 21. Jänner. In diesem Zeitpnntle soll das endgültig festgestellte Budget den, Ne präsenlanlenhaus vorgelegt werden. Unrecht Gut. Roman von N. Eorony. (29. FoitsehUllg.) («achbiull ucrbulcn., Er schellte nnd befahl dein eintretenden Diener: ..Melden Sie meinen Neffen, Herrn Jean Hubcr. boi dor gnädigen Frau an. Sie ist doch nicht etwa aus-gefahren?" „Nein, Herr Kommerzienrat," ..Also bitte, lieber Jean! Bei der Tafel sehen wir uns wieder." Eine verabschiedende Hanobenx'gung. dann schritt der junge Mann ans der von dein Bedienten ge° öffneten Tür. Als er den mit Teppichen belegten Korridor de lrai, lvich der devote Ausdruck, welchen Jeans Antlitz bisher gezeigt hatte, einem finsteren und hochmütigen. Friedrich geleitete den jnngen Mann in einen elegante», Salon nnd bat ihn, Platz zu nehmen. Der nene Hausgenosse musterte, allein gelassen, die prächtige Einrichtung nnd murmelte mit spöttischem, Lächeln: „Seltsam, wie sich der ehemalige Besitzer eines kleinen, verschuldeten Bauerngutes emporzuschwingen vermochte! Sollte dn wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen sein? Nun, an Ver» stand fehlt es dem Onkel Martin jedenfalls nicht und man kann lernen von ihm. Er soll einen gelehrigen Schüler in mir finden." Friedrich kehrte zurück. „Die Frau Kommcrzieural lassen bitten." Man durchschritt mehrere mit gleichem Prnnl 'ausgestattete Gemächer, dann befand sich der junge .Hnber in einem äußerst vornehmen Empfangszimmer, wo eine ältere nnd drei junge Dcnnen anwesend waren. Erstere reichte ihm mit den Worten: „Will kommen, mein lieber Neffe! Möge dein Eingang ae-»egnet sein!" beide Hände. „Ich danke dir, Tante Katharina", erwiderte or. ,,.Tu bist sehr gütig geqen mich nnd warst es immer, denn was nnr senmlo Gutes znteil wurde, tam von oil," „O nein, da irrst du. Dein Oheim will wohl oft ranh erscheinen, besitzt aber dao beste, wärmste Herz von der Welt nnd ist wahrlich kein Schwächling, der sich von einem Weide lenken läßl. Nein, so darfst dn meinen Einfluß nicht überschätzen, Martin tut mir oft wohl etwao znliede. aber nnr, nx-nn es sich mit seinen eigenen Ansichten erträgt. Hier deine Schwester und deine Cousinen!" Jean näherte sich den jungen Mädckx'n, Klar^, mit ihrem goldbraunen, Haar und den grünen Nixen angen, sah verlockend schön an5 nnd die lichtblonde Margok nicht minder. Sie verdimfelten Arsene vollständig. Er fand feine einfach gekleidete, ernst blickende Schwester l>ci nahe häßlich, Klara tam dem Vetter ziemlich hoffärtig entgegen, Margot hingegen voll freundlicher Anmut, Trng die ältere Schwester den Stolz einer Fürstin znr Schau, so wünschte die jüngere jedermann zn ge fallen nnd alles mit ihrem holden Zauber zn nm stricken. Sie kannte keinen schöneren Ehrgeiz als den. im Neiche der Schönl)eit zn herrsäx'n nnd gefeiert zn werden. Sic glich einem Schmetterling, der beständig im Sonnenschein seine glänzenden farbenreichen Schwingen ausbreiten »nd von lauen, onftenden Lüften mnschmeichelt sein will. Eine etwao dreiste Pewnndernna,, oie ihr ans des Cousin? Auaen ent gegenlenchtete. mißfiel daher der reizenden Blondine, welche allerliebst zn lacken nnd zn plmidern verstand, temesfalls. „Kommt jetzt. Kinder!" nnlerlirach Katharina endlich, „Bruder nnd Echn>ester werden sich manches zn sagen haben, ^eige Jean die für ihn bestimmten Zimmer, Arsene." Die Geschwister bliet>en allein, Fran Hnber irrte jedoch in der Annahme, es wäre ihnen nm eine herz-liche Ansprache zn tun. Beide waren zn früh schon getrennt nnd einander sremd geworden. Arsene erinnerte sich nur eineo unartigen, wilden, ausgelassenen Jungen, der sie dereinst mit besonderer Vorliebe an den Haaren riß. ihre Puppen rniniel-te und oft. ans einem finsteren Versteck heraus, die alninnaslos Vor i', ber ge he n de erschreckte. „Unsere Wiedervereinigung scheint dich nicht son-derlich zn ersrenen, Schwesterchen," sagte Jean endlich mit leichtem Spott, „oder gehst dn immer mit so der» steinerten G<'sichlszügen herum? Verlernt man vielleicht dn5 Lachen in diesem Hause?" ..Ich wüßte nicht nx^halb?" „Wcr dich ansieht, mnß auf solcix' (Aeüanleu loimnen. Weun man dagegen Klara und Margot detrachtet " „Ihre Kindheit war lwll Sonnenglanz dir ineinige nichte weitn- alo ein grauer, kalter Nedeltug." „Nnn ja, damit bestäticist du dock) nnr, was ich oernmtete. Onkel Martin hatte die Gnade, dich in seiner Familie nnsznnehmen mir wnrde dieser Vor» zng danmls nicht znteil walnscheinlich qab inan dir aber täglich nnt» stiii'dlich zn verstehen, daß man sick) dieser verNxindtschastlick^n Pflicht nnr höchst nn-gern entledige." „O nein! Tante .«»l'atliariim ösfilete mir mit nun. terlicher Zärtlichkeit die Arme. Aber mir luar als kleine Kind schon der Frohsinn denmnmen. Ich tonnte nicht mehr so nnvesangen lustig sein, wie andere. Obschon ihnon an Jahren ziemlich gleich-stelxiid, uxir ich doch viol, viel älter wie meine Consi» nen nnd jo blieb e?' bi5 hente. Sie repräsentieren die Fröhlichkeit und ich den Ernst." „Ader. Mädel, soll denn dac' so sm-taehen? Willst dn von vornherein auf Gliick nnd Lelx'nsgennß Vcr zicht leisten?" „Auf da^' Glück, ans den Lebensgenuß? Nei»,!" Ein wunderbares Leuchten strahlte aus Arsens ^»lngen nnd loderte >m'e der Widerschein jäh aufzucken der Flammen über ihr Antlitz, es unbeschreiblich ver schönernd. „Nein. Ieau, so selbstlos din ich nicht, son dern will vielinchr das Glück mit beiden Händen fassen nnd festhalten. Ich dürste danach wie ein halb» verschmachtender Wanderer »ach den, silberhellen Qnell, Tie heißen kippen will ich anlegen nud trinken trinken bis zur Sinnlichkeit. Mit vollen, gierigen Gilgen will ich den Nektar irdischer Wonne schlürfen und keiner soll r^rsuchen. mir den goldenen Becher voni Mnnde zn reißen," lFortsetznna. folgt.» Laibachcr Zeitung Nr. 1. 3 2. Jänner 1907. Tagesneuigleitcn. (K ö n i g O s k a r s N a d e l n.) In denr Iu^ welentästchen dor Melba werden auch zlvei einfache Nadeln anfbewahrt. die von der Diva niit besoilderer Sorgfalt behütet werden. Knüpft sich an fie doch eiile hübsche, tleiiie Geschichte, die der „Cri de Paris" er-zählt. Die Melba hat sie in Stockholm von, König Oskar erhalten, Sie war in „Nomeo nnd Julia" ans-getreten nnd halte gerade liach der Baltonszeue einen begeisterten Beifall geerntet, als der König sie zu sprechen lviiilschte, uni ihr seine Bewunderung aus-zudrückel,. Dabei übergab er ihr das Dianmnttrenz des Seraphinen-Ordens. „Majestät", sagte die Melba. „nichte in der Welt konnte mir willkommener fein als diese Auszeichnuug. Aber Eine Majestät würden Ihre Güte ans den Gipfel treiben, wenn Tie diesen Orden mir selbst anheften wollten," König Oskar, den dieie Vitte erfreute, wollte dem Wunsche der Künstlerin mit galanter Eilfertigkeit folgen, aber er fand keine ^iadel. Erst nachdem er überall gesucht hatte, konnte er einige entdecken. „Sie wissen", sagte er darmif, „daß die Nadeln die Freundschaft verderben- aber um sie daran zu hindern, will ich ^.hnen zunächst einen Kilß geben," Und so erhielt die Melba zlvei Küsse auf beide Wangen, dann erst steckte ihr der König das Kreuz au. - (Eine wunderbare Nettling.) Wie au3 Vakersfield in Kalifornicu gemeldet lvird, ift es gelnllgen, den Grubellarbeiter Hicks zu befreien, der nicht weniger als elf Tage in einem Tunnel einge-fchlosseu war. Hicks befand fich mit fiiuf Kameraden in ocm Tunnel, als dieser einstürzte nnd mehrere tansend Tonnen Erde und Granitblöcke herulüerfielen. Tie fünf anderen Arbeiter wurden fofort getötet und niemand glaubte, das; noch einer am Leben sein tonnte. Erst am dritten Tage nach den, Einstürze hörten die Rettungsmaunschasten, deß im Innern des Tunneln geklopft lvnrde. Tie amerit'anischen Grubenarbeiter hnben bestimmte Signale, mit Hilfe derer sie fich durch Klopfen miteinander verständlich machen können, und auf diese Weise wurde schnell festgestellt, daß Hicks noch am Üeben war. Am nächsten Tage gelang es, eine Röhre durchzubohren, nnd durch diese wurde es dem eingeschlossenen Mann möglich, mit seinen Kameraden zu sprechen. Tann wurde Wasser und flüssige Nah rung durch die Röhre gegossen, so das; der Mann vom Hungertode gerettet wurde. Tag und Nacht wurde gearbeitet, um den Schutt und das Geröll zu beseitign. Hicks sagte, daß die Leichen seiner fünf Kameraden direkt neben ihm lägen, und daß er selbst so eingeschlossen sei, das; er seinen Kopf nicht mehr als einen Jus; hon nner der Leichen fortbewegen könne. Inzwischen waren diese schon so stark in Verwefnng übergog(MH(m, daß man den Geruch durch die Röhre bemerkte. Hicks selbst bemerkte es aber nicht, da er von vornherein daran gewöhnt war. Ans alle mögliche Weise suchte mau von außen ihn zu ermuntern. Kameraden mußten an der Nöhre ihm allerhand kölnische Erzählungen vorlesen und sogar einen Phonographen brachte man herbei, damit die Musik ihn ermuntern sollte, denn die 'Ärzte befürchteten, daß Hicks in dem Augenblicke, wo er die Hoffnung auf Rettung verlöre, ^anz Husammenbi-echen werde. Am zehnten Tage hörte "' auf zu antworten. Am elften aber, nachdem man schon alle Hoffnungen aufgegeben hatte, ihn noch le bend zu finden, wnrde er befreit. — (Eine Schwimmtonr am Weih nachtstage.) Die Pariser hatten die Überraschung am Weihnachtstage, daß sie Schwimmer in der Seine scheu konnten. Das Fachblatt ..Les Sport»" hatte nämlich <'iue Schwimmkonknrrenz veranstaltet, an der fich sechs junge Männer beteiligten. Die Konkurrenten, unter denen sick) auch eiu italienischer Iourna>list und ein eleganter Pariser Klubinaun befanden, versammelten fich vormittags in einem Zelte nächst der Aleraud^rbrücke, mn dort Schwimmtoilette zu »lachen. Tic einen trugen Trikots, die anderen blos; Schwimm-hosen. Sie hatten die Seine zu durchqueren, also un gesähr,"^ Meter zu durchschwimmen. Auf ein gege-bem's Zeiche sprangen die Konturrenten gleichzeitig in das eiskalte Nasser, das zwei Grade unter Null hatte. Nur einer gab das Unternehmen unterwegs auf und ließ sich in einer der Barken, welche die Schwim-mcr begleiteten, aufnehmen. Alle anderen schwammen an das jenseitige Ufer-, als erster langte in zwei Mi-nnten zwölf Sekunden der 17jährige Haudlungs-lxdienstete Meister am Ziele an. Er hatte sich während eines Monates trainiert, um den Preis zu erringen, d" zweite am Ziele war der Italiener Ältieri, der bloß 15 Sekunden später als Meister anlangte. Sobald einer der Konkurrenten am Ziele anlangte, wurde cr tüchtig frottiert. Die anwesenden Ärzte hatten uicht zu intervenieren, da keiner der Schwimmer ein Unbehagen empfand. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Laibacher Gemeinderat. Der Laibaclier Gemcmoorat trat am Silvester-abend zu. einer außerordentlichen Sitzung zusammen, an welcher unier Vorsitz des Bürgermeisters Hribar ^1 Gemeinderäte teilnahmen. Zu Verifikatoren des Sitzungsprotokolles wurden die Gemeinderäte Doktor O r a x e n und Vidm a r nominiert. Gemeindernt Kejiar, welcher als Südbahn^ adjuult dauernd nach Marburg versetzt wurde, hat fein Mandat niedergelegt. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, für seine pflichteifrige Mitwirkung den Tant der Gemeindevertretung a uszu sprechen. Der lüngst aus dem Leben geschiedene Handelsagent iiarl Laib l in hat für die Laibacher Armen den Betrag von 2l>» l< testiert. Für das Stroßmmier-Dentinal in Agram N'llroe aus dem Kassaüberschusse pro 1RX> ein Beitrag von 25><» l< votiert. Der Bürgermeister gab schließlich bekannt, daß der Stadtmagiftrat deu Ka-siuoverciu aufgefordert habe, die Veranda vor dem Kasiuo-Eas/'. lvelche die Paffage behindert, für die Tauer des Winters zu entfernen. Der Vertreter des Kasinovereiiles gab die Erklärung ad, daß der Verein bereit sei, der Ausforderung Folge zu leisten, gleich-zeitig aber gab er dein Wunfche Ausdruck, daß in dieser Angelegenheit ein beide Teile befriedigendes Arran-gement getroffen werde, etwa in der Weise, daß eine fchmälere und hübschere permanente Veranda errichtet würde. Namens dor Rechtssektion berichtete Gemeinderat Dr, Triller über die geplante Statutenänderung des Unlerstützungsfonds der Laibacher freiwilligen Feuerwehr- und RettuugSgesellschaft. Die Statuten-änderung wurde zur Kenntnis genommen, desgleichen die Erklärung der Vereine „Prosveta", „Akademija" und „Ljnbljansli Sokol", welche.gerne bereit sind, in Allgelegenheit der von ihnen ins Leben zu rufenden öffentlichen Volksbibliothet nnd Lesehalle in Laibach den Wünschen des Gemeinderates Rechnung zu tragen und ill die Statuten die Bestimmung aufzunehmen, wonach im Falle der Auflassung der Bibliothek deren Vermögei, der Stadtgemeinde Laibach znfallen solle. In den Verwaltungsausschuß der Volksbibliothet' wurde Gcmeinderat Dr, Triller als Vertreter der Stadtgemeinde entsendet. In den Ausschuß des Wohl-tätigteitsvereines „Samaritan", der sich nunmehr toil stituiert und Herrn Obersten i. N. Lukanc von Save u bürg zum Präsidenten gewählt hat, wurden seitens der Stadtgemeinde entsendet die Herren Gemeinoerat H a n n >^. Magistratsdirettor Von <5 i n a nnd Polizeilomniissär Nobida. Schließlich wurde das von den interessierten Faktoren getroffeile Übereinkommen in betreff der Durchführung der Entwäf serungsarbeiten am Laibacher Moore, insofern es die Stadtgemeiude Laibnch betrifft, genehmigt. Da die bezügliche Zufchrift der k. t. Landesregierung iu deutscher Sprache abgefaßt war, wurde über Antrag des Nefereuteu Dr. Triller beschlossen, du' Negierimg darauf aufmertfam zu machen, daß fie in diesem Falle die Gleichberechtigung der slovenischen Sprache verletzt habe, und gegen dieses Vorgehen der Neigierung gleich-zeitig Protest einzulegen. Gemeinderat Lenöe berichtete über das Gesnch der hiesigen Kleidermachergenossenschaft um uueutgelt-liche Überlassung des Saales im „Mestui Dmn" zum Zwecke der Abhaltung von zwei Fachkursen, luelche in der Zeit vom 2. Jänner bis 2>l. Februar hier veran-staltet werdeu sollen. Dem Ansuchen wurde mit Nück-sicht ans die Wichtigkeit solcher Knrse ohne Widerrede Folge gegeben, Gemeinderat Senekoviö referierte über das Gefnch des freiwilligen Feuerwehr- und Nettuugsvereines um Erhöhllng der Subvention. Der Verein bezieht derzeit feitens der Sladtgemeinde eilwll jährliche!, Beitrag von :j(XX» l<. Mit Nückficht auf die gesteigerten Ailforderuugen, lvelche an dell Verein ge-stellt werden, könne das Auslangen nicht mehr gefunden werden nnd dies um so weuiger, als die Krai-nische Sparkasse ihren Jahresbeitrag von UXX) l< nnf 5)00 l< herabgemindert habe. Der Referent anerkennt die mißliche Lage des Vereines, doch müsse er diesmal die Abweisung des Gesuches beautrageu, weil dieses erst ill deu letzten Tageu eingelangt sei, als der Voranschlag pro M07 bereits ziffermäßig festgestellt war. Gemeiuderat Turk trat mit warineu Worten für den gemeinnützigen Feuerwehr und Nettungsvereiu ein und stellte den Antrag, daß diesem außer der üblichen Iahressubveution diesmal aus den« Kasjaübcrschusse pro ilXXi ein Zuschuß von UXX) l< bewilligt werde. Da auch der Neferent dagegen leinen Einwand erhob, wurde der Autrag des Gemeindcratcs Turk einstimmig angenommen. Gemeiuocrat H anu « berichtete über die Schlußabrechnung der städtischen Milchvertaufsstelle, zu deren Errichtung fich der Gemeinoerat bekanntlich ent- schließen mußte, um die drohende Milchvertenernng in Laibach abzuwenden. Im ganzen wurden l l9. lü^Likr Milch verkauft, weläie von deu Milchgenossenschaftell ill Möschnach und Nresowitz geliefert wurdeu. Da die Milchabnahme ill der letzten Zeit nicht mehr befrieoi gcnd war, resultiert ans dem Milchverlauf ei» fchließ liches Defizit vo,i 8747 K, welches aus Genieiudenlw teln bedeckt werdeli mußte. Der angestrebte Znieck ^or Milchverkaufsstelle, die geplante Verteuerung der Milch in Laibach abznwenden, wurde vollständig erreicht und so der hiesigeu Bevölkerung der Betrag von ruud 50.w() 1( jährlich erspart. Der Bericht wurde ohne Debatte zur Kenntnis genommen. Das erledigte Kaiser Franz Iosef-StipeudiMN im Betrage, von UX> X jährlich wurde dem Schüler der li. Klasse an der hiesigen Obelimlschule Franz Hiu^ terlechner verliehen und hierauf die Voranschläge des Stiftungsfoilds, des Armenfonds, des Bürger-fonds, des Lotterieanlehenssonds, des städtischen Elek trizitätswertes, des städtischen Wasserwerkes nnd des städtisäien Schlachthauses pro 1!107 ohne wesentliche Änderungen genehmigt und im Anschlüsse Hierali beschlossen, die Kanäle im Schlachthanse, lvelche von Ratten eine Zufluchtsstätte bieteil, entfprechend ausbessern und die große Schlachthalle ueu anstreichen zu lassen. Schließlich berichtete Gemeiuderat Se, nekovi 5 in eingehender Weise über den Voranschlag des Ge-meindefonds für das Jahr I!X)7, Die Finanzsettiou präliminicrt das ordentliche Erfordernis mit 757.:l18 Kronen, das außerordentliche Erfordernis mit 252.445 Kronen, das Gefamterforoernis somit mit 1,tXW.7l>:> Kronen, die Bedeckung hingegen mit 7l().6ltt I<- es ergibt sich sonach ein Abgang von 2W.14N l<, ivelcher durch EinHebung einer 25u Nahmell de^. Budgets tun lichst noch im laufeuden Jahre Rechnung tragen zll lvolleil. Bei der Abstimmung wurde fodanu der Vor anfchlag einhellig geuehungt. Nach Erledigung der Tagesordnung warf sodann Bürgermeister Hribar einen Rückblick auf das ab-gelaufene Jahr. Maucl)e wichtige Frage harrt noch der Lösung, so die Errichtuug der Markthalle uud der Bau der projektierten Volksschulen und dies aus dem Grunde, weil die Beschaffung der hiezu uötigen Mittel erst vom Landtage bewilligt luerden muß. Der Vau d«r höhereii Mädchenschule, welche iu nächster Zeit zu einem Mädchenlyzeum erweitert werden soll, wnrde bereits in Angriff genommen: selbe wii d im kommenden Herbste bezogen lverden können. Auch der Vau eines Gebäudes zur Uuterbriuguug der Staatsg^ werbcschule ist iu nächster Zeit zu gewärtigen. Für eine entsprechende Adaptierung des Lnilncher Kastells, welches bekanntlich in das Eigentum der Stadtge-meiude übergegaugen ist, wurde ein umfassendes Pro-gramni ausgearbeitet, welches jed-oci) naturgemäß nur etappenweise zur Verwirklichung gelauaM könne. Zur Errichtung einer Gemäldegalerie auf dem Kastell ist der erste Schritt bereits geschehen, indem eiu Betrag von 2lX)0 l< zum Anlaufe vou Gemälden heimatliäier Künstler ili das Budget pro 1W7 eingestellt wurde. Laibacher Zeitung Nr. 1. _______________ 4 2. Jänner 1907. Die in Aussicht genommene Volksbibliothek werde die Bildung in breiteren Volksmasseil vertiefet,. Der Bürgermeister gedachte weiters der Notlvendigkeit dm Verlobung des Pulverturmes auf den, Laibacher Felde, oer Erweiteruug des städtisäM, Wasserleitung^ netzes und zollte schließlich der pflichteifrigen Tätigkeit der städtischen Beamtenschaft volle Anertennillig. Die Stadtkasse beschloß ihre Gebarung nut eiilem Über-schnsse von 14.7(X) K, während alle nichtverwcndeten Credite fruchtbringend angelegt wurden. Der Bürger^ meister dankte schließlich für die werktätige Unterstnt zung, die er beun Gemeindcrate gefnnden und nmnschte der gesamten Bevölkernilg der Stadt ein glückliches ^Nenjahr. Vizebiirgorineifter Dr. Ritter von Vleiweis entbot nmnens des Gemeinderates dem Bürgermeister die besten Glückwünsche mit der Versicherung, das; der Gemeinderat ihn in seinen auf dos Wohl on Gemeinde gerichteten Bestrebungen auch in Hinkunft germ' unterstützen Nierde. Hierauf wurde die öffentliche Sitzung mn tt Ubr abend:' geschlossen. (Das Jahr 1907) ist ein sogenanntes „Gemeines Jahr" mit W5 Tagen, von denen genau 3(X) gewöhnliche Wertcltage und iß der Kalender zn berichte»,, daß der Frühling am 21. März um 7 Uhr 29 Minuten abends, der Sommer mn 22. Juni uni !j Uhr 2!i Minuten nachmittags be ginnt, dagegen der Herbst am 24. September um <> Uhr l5 Minuten morgens, der Winter am 2!!. December um l Uhr 2 Minnten morgens seinen Allfang nimmt. Der hundertjährige Wetterprophet prognostiziert, daß das Jahr 1W7 insgeinein mehr trocken und kalt als warm, daher von großer Fruchtbarkeit sein werde. Gegen sein Ende hin werde der März warin, der April bis zum 25. trocken, danach jedoch kalt sein. Der Mai werde anfänglich rauhe und kalte Tage ha den, jedoch späterhin ein Einsehen bekommen nnd sich bessern. Vom Sommer erzählt der Hundertjährige nicht viel Gntt'5, Nach ihn» wiro es in, kommenden Sommer ziemlich viel Regen gelxm, so daß die meisten Landpartien nichts weniger als angenehm durchnäßt sein werden. Zum Glück braucht man ans diese Prophe zeinngen nicht allzu viel zu geben, denn schon ein altes Echo Sprüchlein macht sich über die Vertrauenswür digleit der Wetterknndigen lustig: „Die Meteoro logend Logen!" Auch vom Beginn der Herbstzeit wissen die Meteorologen, die meistens logen, nicht ge rade Freundliches mitzuteilen. Denn der erste Teil so behanpten sie soll viel Negen »nd Frost, dagegen schon die zweite Hälfte Oktober trockenes Wetter brin ^n, das bis znm Adventsanfan,g dauern dürfte. Nach dein schönen .Herbst soll der Winter zn Beginn des De-zembers geradezn plötzlich hereinbrechen, die Kälte bis in den Febrnar danern und . . . doch über ein ganzes Jahr hinaus trauen lvir den Prophezeiungen der Wetterknndigen schon gar nicht nnd darun, sei hierüber jede lueitere Betrachtung abgebrochen. Das Jahr 1907 wird zlvei Sonnen nnd zltiei Mondfinsternisse bringen. Die erste Sonnenfinsternisse eine totale sein wird, findet am !4. Jänner, die zlveite, eine ringförmige, am 2. Juli statt. Die Mondesfinsternisse, beide partiell, werden am 29. Jänner nnd 25. Inli sich voll ziehen. Bloß die vom 25. Juli wird bei uns sichtbar sein. Sie bogmnt an diesen, Tage um 4 Uhr 9 Min. morgens- Mitte der Finsternis um 5 Uhr 28 Min, morgens, Ende der Finsternis um 6 Uhr 1l> Min. morgens. Diese Finsternis wird in der westlichen Hälfte Europas, in Afrika, im Atlantischen Ozean, in Amerika und in der östliclien Hälfte des Großen Ozeans zu sehen sein. Sehr betrübend ist die Tatsache, daß der Fasching diesmal nur sehr kurz ist, und alles in allen, bloß 87 Tage dnnert. Am Dreikönigstage (tt. Jänner) beginnt er und schon an, 13. Februar, aus welchen der Aschermittwoch fäNt, ist es nrit seiner Herrlichkeit zu Ende. Die Tanzfi-endigen und alle, die sich in diesen« kurze», Karneval verliebe», und auch ver-loben möchten, werden sich diesmal sputen müssen, falls sie es nicht vorziehen, ihre Tanzlust uud ihre Verliebungs- und Verlobungsabsichten auf den Nach-iafching zn verschiebe», von dem ja auch wie von gewissen lustigen Veranstaltungen die Devise „Ende nie!" gilt. Die Freunde und Feinschmecker zusammen gekoppelter Tonn und Feiertage iverden in diesem Jahre nicht weniger als dreimal auf ihre Rechnung kommen. Maria Lichtmeß (2. Februar) nnd Peter nnd Paul (29. Juni) sind diesmal so überaus freundlich, ouf einen Samstag zn fallen und sich also mit dem daranffolgenden Sonntag zu Doppelf esttagcn zn ver binden. Der Tag Maria Verkündigung (25. März) verbessert noch die Konstellation' da er auf einen Mo»-tag fällt, so qualifiziert auch er sich mit den, voran gehenden Palmsonntag zu einen» Doppclfeiertag, der allerdings durch die bevorstehenden Osterfeiertage ziemlich start in, Werte hembged rückt wird. Weil aber jede Freude hier ans Erden dnrch ein Wermntströpf ä)en Leid vergällt ist, so gibt es auch Feiertnge, die sich erdreiste»«, nicht etwa ans einen Werktag, sonder», ans einen Sonntag zu fallen, was ganz und gar nicht schön von ihnen ist. In diesen, Jahre sind es der Drei-tönigstag (6. Jänner) , der Tag Maria Geburt (5v September) und der Tag Maria Empfängnis (!^, Dezember), die in einen Sonntag hineinkriechen nnd fo die ausflugsbedürftige Menschheit mn nicht weniger als drei Feiertage bringen. Das Iabr Ü107 zädtt eine Reihe historisch lwchinteressantel Gedenktage. Am 5v November Nx'rden genau nnd approvisioniernngsstatistische Nachrichten enthalte», wird. Endlich wird das Blatt auch ..Personal» Nachrichten" erhältlich sein. (Das R e i n i g e n o e r T rott o i r e.) Max scht'eibt uns: Im vorige», Winter kau! das Reinigen nnd Anfstrenen der Trotwire bei Glatteis start' in Abnahme oder wurde oberflächlich nnd nngeniigend ausgeführt. Es wäre deshalb zu wünschen, daß diese nnerläßlich notwendige Arbeit in dem lienrigen Winter in genügenderer Art znr Nnsführnng gelange. Die letzten Dezembertage habe», es leider dargetan, daß es in diese,- Richtung nicht besser lverden will: den» man sieht anch jetzt nicht selten lange Strecke», der Troltoire, die nicht bestrent und deshalb den Pas santen gefährlich sind. Manche Hausbesitzer verwende» znm BestlX'nen statt Sand gewöhnliche Holza,se, mit Holzkohlen gemischte Asclie, mit, welcher der Schmntz in die Wohn- lind Geschäftsräume »bertragen wird, die der Beschuhung schädliche Sleinlohlenasche' mit unter verunreinigte Sägespäne, was den Passanten anwidert. Keiner dieser Gegenstände entspricht dem Zwecke und dürfte nie verwendet werden. Dagegen sollte jeder Ha»sbes,ker oder dessen Stellvertreter Sand oder doch reine Sägespäne stets »»nd i» hin reicheuder Menge im Voi'rate haben, »im jederzeit sein<-r Bürgerpflicht entsprechen zn können. - Viele Gafthanslx'sitzer halte» überhaupt i» der uächsten Umgebung ihrer GesäMtsIokalitäte» z» wenig anf Reinlichkeit, was bei den neugebnnten Hänsern besonders stark auffallend ist, Die steinernen Trottoire siud häufig glatt getreten und deshalb nicht nur bei Glatt eis. sonder» auch bei gewöhnlichem nassen Wetter schlüfrig und darum zni» Betrete» gefährlich, Sie rnfen nach dem Steinmetze, der sie um ein geringes Entgelt beHauen würde. Bei manchen Häuser», befinden sich am Trottoire Kellerfenster, deren Gitter »»zweckmäßig angeiegi, oder schon derart ansgetreten sind. daß man Gefahr läuft, dara» zu vernnglücken. Mit einer geringen Geldauslage wäre die lx'stehenoe Gefahr beseitigt. Der neugefallene Schnee wird vom Trottoire häusig nur oberflächlich gekchrt. so daß daran Unebenheiten entstehen, über. die die Vorüber-gel)enden stolM'n nnd fallen - auch wird der Schnee l!»m,er in die Straßenmulöe geworfen- wenn er dann schmilzt, kann das Wasser nicht ablaufen, wird auf die Trottoire gestaut' die Fußgeher müssen hinein, tret-en. N>enn sie einander anslrx'ichen wollen. Diese »nd ähnliche llbelställde köilnten von selten der Hausbesitzer bei einiger besserer Fürsorge um das Gemein wohl leicht behoben luerde». <; - (T o m d e ch a » t A n d r ensZ a in e j i c f.) (bester»» starb der Senior des hiesigen DomkapitelZ, Herr Domdechant Andreas Zamejic. Der Verbli-chene, am 20. )l'ovember 1«24 in Horjnlj gebore», luirkte zunächst als Katechet an iX'r hiesigen Ürsuline-rinne» Mädchenschnle, dan»» als solcher an der dama°, ligen Musterhauptschule, bis er zuln Professor der Pastoraltheologie an der hiesigen theologische», Lehr-kanzel berufe», lourde, woraus er durch eine Reihe vo» Jahren als Domdechant fungierte. Außer seiner se gensreichen priesterlick)en Tätigkeit widmete sich Herr Tomdechant Znmene mit besonderer Tatkraft der christliche», Charitas, luar seinerzeit Ze»,tralpräsid^»t aller Vinzenzvereine in Krain und wnroe, als er im ^ahre 19M die Präside»tschaft ilifolge vorgeriickte»» Alters niederlegte, zum Ehrenpräsidenten der Vinzenz. vereine ernannt. Ferner war er mehrere Jahre hindurch Mitglied des k. k. Stadtschulrates in Laibach und bekleidete anch sonst verschieoe»e Ehre»stelle». Fiir sei»e vielfache» Verdienste war er n»läßlich des fünf zigjälirigen Regieruilgsjnbiläulns Seiner Majestät des Kaisers dnrch Verleihung des Ordens ier Ei fernen Krone dritter Klasse ausgezeichnet worden. -Das Domkapitel erleidet durch den Heimgang oes allverehrten Domdechante» einen schweren Vel-lnst, aber anch in allen gesellschaftlichen Kreisen unserer Stadt hat der Tod des würdigen Priesters aufrichtiges Bedauern hervorgerufen. Das Leichenbegängnis findet morgen Nachmlttag um N Uhr von der Domkirche aii^ statt. (^ ilvejt e r feie r.) Der Laibacher Sotol verein, veranstaltete vorgestern in« Turnsole dec. „Narodni Dom" seine traditionelle Silvesterseier, die sich eines außerordentlich starte» Besnches zn erfrenen hatte. Es soll auch gleich gesagt werden, daß die Veranstaltung ihren Zweck, die Besucher und Besnche rinnen fröhliche» Sinne? ins nene Jahr hineinspri!!' gen zn lassen, vollkommen erreichte. Das Programm bot Verschiedelle Gesangsvorträge, die eine Verein, gung vou gut geschulten Sängern sowie.Herr Franz Rns als Solist znr allgemeinen Zufriedenheit be° wältigten. Darnnter sei namentlich die „Weinprobe" erwähnt, die kmfligst einschlug. Im sonstigen Teile des Programmes trat Herr V e r o v « e k als Pavlihn anf nnd erzielte durch feinen gut pointierten, mit rx-r» schiedeuen Anspielnngen gewiirzten Terilion die leb-baftefte .Heiterkeit. Nicht »linder brillierte Hen- V r i »^ l^ek als Gesangsiinitator dnrch vorzüglich gebrachte Nummern, nnter dene» die tänschend vorgeführten opernhaften Szenen den größten Anwert fanden und wiederholte Hervorrnfe des Tausendkünstlers znr Zolge hatten. Jedenfalls wii'd del- Sololverein bei seineil gefelligen Veranstaltnnge» Herrn Bringet in iX'r Folge noch öfters mit Glück ins Treffen führen könne». Um Mitternacht gab es eine wirknngsvolle Allegorie nnd hieran schloß sich ein animiertes Tanz-clien, bei dem die Laibacher Verei»skapelle, die schon früher mit Eifer eine», großen Teil des Programmes bestritteil hatte, flott aufspielte uud dadurch den nun» mehr fommende» Faschingsherrlichk'eiten in vielber. beißender Weise präludierte. In, Hotel „Union" fand ebenfalls eine Silv^'torfeier statt, bei der die Ma rinekapellc aus Pola i» durchwegs anerkemlenswerter Weise ein reiclies Progralnu» zu»»l Vortrage brachte ,l»d es noch dnrch ftete Znga,ben erlr^iterte. Tel, Ve-schluß bildete auch da ein Tanzvergnüge». (Schau l u r u eu.) I,n Tn,l,faale des ..Na» rodni Don," fnlld gestern nachmittags um 5 Uhr in A nwesl'nheil eines sehr zahlreichen Publikums ein vom hiesige»» slove»ische» Frauei»tur!ivet'ei»,e vermlstaltetes Schantnrne» statt, das sich ans vier Programmnn»,' »»er», z u sau ln»en setzte l»nd dessen Mnsikbeg leitn na. die Laibacl>er Vereiilstapelle besorgte. Nachdem die schmnl-ken Turnerinnen, 29 an der Zahl, in Doppelreihen stramm allsmarschiert n>aren. »ahmen sie eine stern-sörmiae Allsstellung, »>» Übungen mit Fähnchen vorzunehmen. Diese Darbietnng war von farbenprächtiger Wirkuug, zumal die Fähnchen das Dreifarb Weißblanrol zlisammensetzten llltd die nach der Farbe ^isdmmengehoreilde» Mädcl)ell gleichzeitig verschieden» artige llbnnge» durchführten. Sie nahnien durch ihre oolleildeie (Grazie fowie durch die unfehlbare Sicher» l,eit ihrer Bewegungen sofort das ganze Publikum gefangen, das ilme» rauschenden Beisall spendete. Am Barrentnrnen beteiligten sich dann !l; Tur»eri»»llm gaibofor fleitung Mr. 1. _________________________________5 ________ 2.3änncr 1907. in !>ni Grllppcn. Auch di^ TignaUir dili'it cim'r bcwundrrnswert öisziplink'ik'n Ansbildui,^. Zu d<^ öritten Nnnuilcr (Übnng^'n nnt Mifon) ixr. einigten sich aberinalo alle Turnerinnen, wcilirond zur Schlußnnnninn-, dir an? Musterfr^ildmiA'n bcstand. 18 Mädchen herangezogn wurden, TlV^> lvaron Vor-siihrniM'n voil lu'rzerfrcnender Präzisioil unb pv^cht-voller Konldinalion ^on Arnl und ^törperilonngl'n, und die ZiMliner wnrden nicht nuide, der wackeren Schar dnrch lanlo Znrnfe nnd stürmische Händeklat-jchcn ihr^ Ancrlcniuin^ zum Änc'drnck«.' zn bringen, — Al^ ^^itcrm dos Scl>antnrnl.'ns fungiertc Iränk'in Iosefiiil' Kajzl,'lj, der qlcich zu Boginn ein prächtiges Vukctt verehrt wurde. Ein äußeros Zcickien der Wertschntzunli, dein wir unserseits die Überzeugung liinzufüaen wollen, das; sich die Tchar, die gestern das gesamte Pudlitm» entzückte wo immer es sein mag, sehen lasseu kann eden eii, Perdienst der unermüdlichen, n,it Umsicht und Schick ihre Truppe t'omman di^cn,den Turnleiterin, die es verstanden hat, (Ye schmack »nit (Heist, Disziplin mit graziöser Weiblichteit zu verdiuden und diese prächtige Harmonie in mu^ st^ r g üllige u Vorsübrunaen zuni Pewnntsein öer Zuschauer zu briugen, (I a h r w eudsei e r d e s ^ a i d a ch e r Deut s ch en Tu r n v erei n e 5.) Es liegt wohl in dor Natur der Saäie, daß die Mensckien be^im Jahres-lv^chsel optimistisch gestimmt sind. einmal schou oes-hcrlb, n,eil eine pessimistische Betrachtung der Dinge an den bestehenden Verhältnissen nichts ändern würde, nnd dann aus dem einfachen Grunde, weil man von der weitereu Entimcklnng der Tinge tatsächlich Gutes erwarten lnnn. Diese rosige Anschauung tam anch bei ün Inhrwendseier zum Durchbrüche, die der Laibacher Deutsche Turnverein im grohm Saale des Kasinos veranstaltete. In fröhlicl>gemütlicher Stimmung sahen "^ in stattlicher Zahl erschienenen Besucher dem Nahen ^'5 ueuen Jahres eiltgegen, uud oie trefflichen Vor lrcisse der Musittapelle de<' 27. Infanwrieregiments "nter Leitlulg des Militärtapc'llmeisters Herrn Chri ^oph sowie die frisclien. zündenden, humorvollen Darbietungen t>er Säirgerrunde unter bewährter Lei-luug des Sangwartes .H<'rr!i Vittor N a n t h, trngen natürlich das meiste bei, um oen Charakter harmloser Lröhlichkeit festzuhalten. Am kräftigsten schlugen die köstlichen Kärntner Lieder von Nockheim ein, voll dgetanzr. 'l. (P erso n alnachr i ch t.) Herr Baumeister Wilhelm Treo hat sich, eiuer Einladung de in Zapoge bei Flöo mg tt>li5 Nilo zieN den Hanptaltar); 2.) das nn gro N l ^'^ ausgeführte hl. Grab für die Pfarrkirche in <>elesovo (teils auf Holz, teils auf Leinwand gemalt)'. " ''b" Auftrag des Pfarrers Valentin Aljani^ für ow -Marrtirclie in Dobrava bei Swinbüchet siinf grö lMl' Freskogemälde: die HI. Dreifaltigkeit im Presby-lennln, deu hl. Rochus uud die Erhöhung des l,l. Kreuzes nn Hauptschiffe, deu hl. Florian und den hl. .lnton dou Eiusiedler an den SeitenN'änden: l.) den M, Krenzl^ fj^. ^. Pfarrkirche in Nibno lx'i Neloes ^? ^'" ^^bilöe des berühnüen Kreuzweges von .Fuhrlch); 5^ Drnau'eutarbeiteu in der Pfarrkirche zu Le«e bei Nenmarltl (die Entwürfe dazn lieferte Professor Cölestin Mis il, Laibach); 6.) für die Pfarre Laas! Maria Heimfllckmng und Maria Krönung. In der letzten Zeit arbeitet er an dem Porträt des verstorbenen Pfarrers vno Zapoge, Martin Narobc, nnd an einem größeren Kurzifix im Anftrage des Herrn Johann Majdn- in Kraiuburgi oabei hat e^r das be rühmte >iruzifi^ vou Gabriel Max, das seinerzeit auch in Laibach ansgestellt war, als Vorlage genommen. Der Maler Brada«ka ist «in schneller, äußerst ge^ schicktcr Arbeiter. Seine Werke weisen eine seltene. Fertigkeit und treffliches Kombinieren in der Kom-positiou auf; ihre Farben zeichnen fich durch echte Lebenoigteit, scharfe Prägnanz aus, uud was so vieleu Matern abgeht, das vermissen wir bei Bradaäka nicht: Seine Bilder sino anatomisch korrekt ansgeführt, ja man sieht ihnen au, daß der Meister die Anatomie mit besonderer Vorliebe pflogt. Desu>egen möge er bestens empfohlen werden. (Nauf c rc ie. n.) Am 26. v. M. gegen ^ Uhr abends entstand in eiuem Gasthnüfe in llntel^i^la zwischen den knechten Franz Jeloo-an und Anton 6i dan, beide in Laibach bedienstet, nx gen einer Liebschaft ^in Streit, der alsbald in eine Aiauferei ausartete, /.idan warf den Jelovlan zu Boden und brachte ihm in der rechten Gesichtsseite zwei Schnittwunden bei, so daß der Verletzte als schlver beschädigt sogleich ins Lanoesspital überführt n>erdeu mußte. Hidau flüchtete fich gleich uach der Tat uach Laibach. - Am 27. v. M. abends einstand in Stephansdorf zwischen den Bur-ichen Alois Zorc, Johanli Breskvar ilnd Franz Zrim-l^et aus Uilter-Hru.^ica einerseits uud den» Spengler-gehilfeu Anton Kregar aus Laibach auoorseits eiu Streit, dem eine allgemeilie Balgerei folgte. Kregar lmlide von den obigen drei Bnrschen lnit Literflascheu lind Messern auf delt Kopf geschlagen, so daß er sünf Verletzungen erlitt und ins Landosspital abgegeben wurde. —l. Theater, Kunst und Literatur. (Ein Bild der S l a v e n a p o sle l Cyr > ll un o M ethod von Io h. Groha r.) Im Privatbesitze des Herrn Alois Paulin, Groß-grnndbesitzers in Birleiidorf, befindet sich ein Bild der Slavenapostel Cyrill uud Method, das un laugst vom Maler Johann Gi'oliar in Vischofiack ausgeführt wurde. Wir sind gewöhnt, die Slavenapostel aus oen Bildern nebeneinanderstehend, den älteren, Method, ini Bischofsgcwano, deu jüngereu, Cm'ill, iu Mönchstracht zn sehen. Grohars Bild weicht von der bisher, geil Maniel weit ab und kann als Original ill seiner Komposltion betrachtet werden. Er stellt uns die heil. Brüder auf dem Konzil zu Venedig vor, an dem sie sich auf ihrer ersten Neise nach Nom im Jahre tt(>7 be teiligten. Der lebhafte Cyrill steht im Vordergrnnde nnd diskutiert eifrig mit den Kirchenvätern, die um ihu Heruni sitzen; der ältere. Bruder, oer mäßige, ruhige Method, steht im Hintergründe; er spricht nicht, er hört nur zu, aber von seiuem Gesichte kann mau lesen, daß er kein teiluahmsloser Zuschauer ist, >on dern mit größtem Interesse die geistreichen Anssiih ruilgen seines Bruders verfolgt uud sie durch seine erhabene Nuhe zu bekräftigen fcheint. Grohar hat ans dem Leben der beiden Apostel einen ueuen Moment aufgegriffen, wozn ihm nnr zu gratuliereu ist. Ulld dieseil Momellt hater meisterhast, natürlich in der m» dernsten Manier, dargestellt, was bei Grohar selbst verständlich ist, __________________ Telegramme its l. l. TeleMhlll'>il)llt!llllnt!enz°Vllielllls. NudaPest, 1. Iauuer. Vor einigen Tagen wurden der FelsäviilX'r Postkutscher und der diese:, be° gleitende Gendarm ermordet und beraubt anfgesuu° del,. Der Täter wurde hellte in der Person des gewesenen Posttntschers Mihalza verhaftet, als er bei der Sparkasse orei Wechsel einlöste nnd dadnrch Verdacht erweckte. Er gestand, den Mord mit drei Komplicen verübt zu haben, die ebcnsMs verhaftet wurden. Von !>em geraubten Gelde wuroeu MX) l< in einem ver-falleuen Gebäuoe vorgefunden. Belgrad, 1. Jänner. (Amtlich.) Die Blätter meldnngen über die Dellnfsiou des Kriegsministers General Pntuil stild unbegründet. Belgrad, I. Iällner. Die SkuMina wurde alif deu 2 graphic, l< 1 92, — Koch Ludwig. Einführung in die mitrostopische Analyse der Drogenpulver, gbd,, X 4 80. — h. de Vries und H. Kleb ahn. Arten und Varietäten und ihre Entstehung durch Mutation. K 19 20. - Eschner M., Natur und Menschenhand im Menste des Hauses, I. Vand: Uusere Nahrung — Unsere Kleidung, 1(4 80; Vand ti: Unser Haus- und Handgerät - Unser Haus, X tt. — Spielmann C., Nlllzar von sslammersfeld, 1< 3 60. — Holm ttorfiz. Thomas Kerthoveu, X «. — Artop»! Th., Die Schulreiterin, li 4 80, - Häberlin.Meißner A., Opfer drr Tradition. X 3 60. -Hol leben v., Seeheldcn und Seeschlachten, X ? 80. — K»t-scher L.. Das Postwesen einst und j.ht, X -3li. — Ströse Prof. lt.. Unser Sonnensystem, X— 3«. — GadickeI. Der Gummidruck, X 3. — Kuhlfürst L., Neues auf dem Gebiete drr elektrisch selbsttätigen Zugdecklmg, X ii 88. — Moye Dr. A,, Der Gips. X 19 20. — Vogel H. W.. Photochemie und Be schreibung der photographischen Chemikalien, X 13 20. Tönnies Dr. Fcrd., Philosophische Terminologie in psycho logisch'soziologischerAnsicht, X 4 20. — Kellermann Bernh., Inneborn. gbd,. X 6. — Dodel Aru.. Ernst Häckel als Er zieher, X 1 80. — Ernst v. Wolzogen, Der Topf der Danaiden, X4 20. — Wilhelm Völsche. Die Schöpfungs-tllsse. gbd,, X 3 60. — Vei her Dr. M., Scheck und Wechsel. XI — Gamp Dr. Friedr,, Lehrbuch des österreichischen Strafprozesses für Sicherheitsorgane, X 2' 50. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. u. Kleinmayr ^Fed. Balnbergin Laibach, Kongretzplah 2. Uandestheater in vatbach. 55, Vorstellung. Ungerader Tag. Mittwoch, den 2. Jänner 1907 Der Abt von St Bernhard Schauspiel in fünf Alten von Anton Ohorn. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 54. Borstellung. Gerader Tag. Donnerstag, de» 3. Jänner 19l)7 Figaros Hochzeit. Oper in vier Auszügen von W. Mozart. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ... 2Ü7A. 737 1-16 6^ windstill^ ^ "heiin 9 » «b. 736 7 -18 6! SO. schwach ^ 7U.F. 733 9 -18 b M ^niih^ ^ 1. 2 » N. 7323 0 4W. zieml.stark bewöllt 00 9 ^ Ab. 735 2 ^4^3lW. mäßig ! teilw. heiter^ 21 7 U7ss. , 736 2 -2 7 NO. schwach bewöllt j 0 - 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Montag beträgt -18 0«, Normale -2-6°, vom Dienstag-7 6°, Normale-2 7°. Verantwortlicher Redakteur: »nwn Funtel. K. k. österr. $$? Staatsbahnen. IVotix. Die iu den früheren Nummern veröffentlichte Auflassung der Züge Nr. 1720 und 1721 in der Strecke Assling-Tarvis wird hiemit widerrufen. Es werden daher die genannten Züge auch nach dem 1. Jänner 1907 sowie bisher zwischen Laibach und Tarvis verkehren. Trietit im Dezember 1906. 3—1 Die k. k. Staatsbahndirektion Triest. Za vse izkazano soeutje in izrazcno sozaljo I povodom bolezni iu sinrti iiašoga preljubljeuega I oèeta, oziroma tasta in starega oèeta, gospoda I Frana Ksaverja Pfeiferja c.^kr. vladnoga rarunskoj;« nadsvctnika v p., I riteza Franc Jožesov«!gn redn I kakoi' tudi za muogobrojno spremstvo k zad- I rijeinn po^itku iarokanio tem potom vsem sorod- I nikom, prijateljom iu znancem svojo presröno I zahvalo. I Vclika je naša boleat, toda ravnotolika je I uaša hvaložnost za vse izkazano soèutje. I V Ljubljaui, dne 31. deccmbra 190(i. I Zalujoèi oßtali. I Laibacher Zeitung Nr. 1. 6 2. Jänner 1907. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen KursblaUej vom 31. Dezember 1W6. Die notierten Küpe verstehen sich in Kr!»t,emval,ru»f>, Die "?o">-^ma fümllicher «N und der ..Diversen Lose" versteht ftch per Stucl. '«eld War, Allgemeine Staats' schuld. Einheitliche «ente: lonv. steuerfrei, Kronen (Mai.vtuv.) per Kasse , , 99 10 9»«> bslto (Iün..Iuli) per Kasse «»'«5 8» 2d «.2«/, ». W. Noten (ssebr..«u») per Nasse......100 - i) 2c 4-«"/«». W, Lllber (Npril.Ott.) per «afie......1l>0 1« K,0'30 ^S«0er Staat«lose :,N0 fl. 4 °/„ 157- 158 -<»«0er „ 10» st. 4°/n üie«0 i!l7 1, »Y64er ,, l«o fl. . 2«« - 2N!» -<8«4er ,, 50 fl. . . 2«8- L68 — Dom.Vfandbr. » 1»0 fl. b"/„ 28125 282 ?i> Staatsschuld d. i. «eichs, l«te vertretenen König» reiche und Länder. Qfterr. Gold«»!,, ttfr,. Volb per Kalk .... 4«/„ ii?l^ ti? 80 Öfterr. Rente in Kronenw. stfr., Kr. per Kasse . . . 4°/« 59 iö »u 3i> detto per Ultimo . . 4»/<, sl» >ö 8» 35 Öst. 3>!«stition«.°»jente, stfr., »r. per »äffe . 3 >/,"/« 8» 80 So - »ellch«lb»nz»u. »l isaliethbahn in V., N.uerfrel. zu 10.00,» fl. . . . 4°/« 11? 20 11850 Hrauz Iosef.Vahn in Silber (bw. St.) . . b'/."/« 12450 120 -»al. Karl Ludwig Val,,, (biv. Otülle) Krone» . . 4°/« 98 bo 100 1< Nudolsdahn in Kronenwährung, sleuersr. (dlv. Et.) . 4°/„ U8^o IN« -Vvrarlbrrgcr Vahn, struerfrei, 4lX' ÜN^onen , , , 4°/u 89 5l> IM 10 z» lt»»n,lchnUw«sch»ll>»»»en «bglßnnplllr lismbahn.zlklun. «lisabeth V. 20« sl. KM, 5'/.°/« vo» «» Krone» ... 461 5t> 462 10 betto Lmz.Vudwei« 20« fl. ö, W, E. b'/<«/«. . . , 43b'lw 486 5» bett» Salzburg-Tirol 200 l. S. W E. b°/n .... 4«U-- j»l,- Gelb Ware >»» 3t«»tt ,«r Z»hlnn« übel» n««»r« lileubllhN'Plioritlt,' ßblig»li»«n. ÄölM, Wrstbahn. «m. 1«»5, 40« «^onen 4«/n. , . , 9U b<> 1«X1 -Vlisabeihbahn K«n und »Otto M. 4 ab 1o",n......iiö.'>''< ><« 5t, ltlilabtthbat,!! 40« und 2«00 M. 4»/n........Nß-?b 1l. ?!, ssranz Josef-Bahn Em, 1884 (div. St.) Silb. 4°/« . . S»bN i!«!i« Galizlsche «arl Ludwige Nahn iblv. Ct.) Eilb. 4°/« . . «9'5U NU'9, Una.-galiz. Vahn i!00 sl. E. b"/« Ii1'7l> 1,2 ?,', Vorarlbcrger Vahn Eni. 1884 (biv, S>.) Silb. 4°/. . , »9 7l, I00'25 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/c, un«. Goldreute p« »asse . 114 ^5 114 ?! 4'Vl, detto per uuimo 114«5114'«5 4°/^ ung, Nenls in «ron«'.. tvilhr. stfrei per Ka,>e . . 9b ?b «5 9.' 4"/l, detto per Ultimo ul, i,i> rß»>l »'/,"/<»' detto per Kasse . »4 «b »^<>.>! Ung. Prämien.«nl. k 100 fl. . iil'L 50 «u3 5< betto b 50 fl. . ^«2 b0 «»» o! Theih-sttg.'Lose 4°/« ... li>4- ,5.". ^ »"/« unyar. Gruubentl.-Oblig ß»«o 9N «l> 4«/« lroat. u. slav. Gründen tl. Oblia,........961« 9^ i« Andere öffentlich« Unlehen. Äosn. Lanbe«.«lnl. (dl«.) 4»/° . Sb'vü »»'st! «osn. - herceg. Eisenb.-Lande«. »lnlehen (did.) 4'/,"/« . - »00 K, ilX» ?v 5°/« Donau «eg.°Nnleihe 1878 IU4 4» i!>.°> 4> Wiener Berlehrs-Änlelhe 4"/» 9l» .»>o lül, l< dctto 180« 4°/u 99 bo lU" — «nlrhen der stadt Wien , . il»l-z»«> n>2 «< detto (S. od. V.) . . . i2<>-5>, »21 -detto (1894) . . . .8765 9«'6b detto (1898) .... «98« «(,:' 2> dett« (1W0) . . . . V9'i!!> ioo-.il! dlttv Int,,-«.) 190« . 99'Uo X» L> örstblluAnleben verlolb. k°/u 89- iW- Äulg, Ntaatseisrnb. Hyp,.«nl. i»«8 «old . , . , e°/u III,--119 9° Bulg. Swats < Hypothekar Nnl. I8l»......«°/, 118-—118 9> Held Ware Pf«»diriefe:r. Vodenlr,.«lll>.efi.in5uI^»l.4«,u !»87.°> U«'5» Völiin. Hupothrlenbllnl v«I. 4"/^ !!» 25 .^enlial «od. kTrb. Vl., öA-rr., 4ü I. verl. 4>/,°/, - - - 10^ - — -Milra! Bo°..«red.-Äl., österr,, ßü I. verl. 4"/« , , . 9»-ü<» ,lw'5« «red. In»..üsterr., s.Geil,»UM. u.öffenll.«rb.Ka».^vl.4°^ 98- 89'-«aübelb. b. lib». Vallzie» und Lodom, 57'/, I. ruct^. 4°/„ 9»'— W — Mähr. Hypotbelenb. v«'!. 4"/„ uu »<> inu - N.'0sterr.Lanbe«.Ht»p.'Anft.4«/u 9»i>« ilX'K« dctlo inN. »"„Pl. veiI.3l/,"/u »2— 98- dett»N..Schulbsch.uerl. »>/,"/„ !>1'?5 92-75 detlo verl, 4"/« 39 4» ll>0 4<> Osterr..u„8ar. Vanl 5» 1ühr. vcrl. 4°/« ü. W..... »u-zw 1UU Ä<> detto 4"/° i»r..... 10U- 1U1- Lparl. l.öst.. S0I. verl. 4°« iooi5 l<>, 15 Eifcnbahn.Priorit»ts< Obligatiunen. sserdinandl«Nllibl> ÖNerr. Norbweftb. ^«0 fl. S. IN5 25 105-75 ötaatebabn 50« Fr..... 42! b« 42^-- Südbahn il 3°/« Iütmfl.Iull 5un Fr. (per Lt.) , , . Ul5'- 315 20 Lndbalin k 5"/«..... 124'«5 »«h s°> Diverse Lose pcr Sliill). P«,w,llche f»s». !i°/o Vodenlredit.Loje Em. i«»u 279- 283 4' detto Lose 1U0 fl. ö. W..... --- . -- Lerb. Präm..«nl. v.I««Fi.»<>/o ie»i50 1«? 5>n zln»ttzln»llch« z»>». Äub>ip..^asilila (Dumd°>,) 5 fl. «3 2d 24 liö »redillosc 1W fl...... - - --. «llaru.Lulr 40 fl. K. M. . 141 - 145- Oleurr Lok 40 fl..... 1«« - 170 - Palfsn-Luse 40 fl. «. M. . , I7S - 18Ä - Rote» «reuz, öst. Ges. v,, 1« sl. - - — - Nolrn Kreuz, una.Ves. v., b N. 28 50 2«.i< Nudols.Lose 10 fl...... 57— 58 - Lalm.L°!r 4n fl. K. M. , . 195— 1W- Velb Ware lürl. G..«..«nl, Präm.^blig. 400 ssr, per Kasse . . . i«s 5» 162 5« drtto per M. . , iNli?!> 1«»?5 Wiener komm,»Life o, 1.1«74 50» b» 50? 50 Kew.'Sch.d. 3«/« Piüm.'Schulbt,. d. V°denlr..«lnst, — 2490 - Äöhm, Nordbahn 150 fl. . . 370 — 374-- Äufchtiehrader »isb, «w fl. ltM. 2b?0'— 29»u - detto (lit, U.) 2l«> fl. per Ult, «140 — 114« -Donau. Dampfschifsahrts. Ges., t., l. l. priv., 5on fl. NM. 1N5I - 1057- Dul.Vodenbacher Visb. 400 Kr, 574-- l??»-«^ ssrrd!nands>Nordb,10N«fl.KM, 5K?.'» — K7U0-Lnnd.'üzern.Iassl,. Eisenbahn- Eesellschast, 20« fl. S . 57« ?b 579 7:' L!ot»d.Ssterr.,Trieft.,5<>0fl.«M. 802— 8lb- ibsterr. Nordwestdahn 2U<) fl. L. 4ß»> - 470 70 dktlo(lit. li.)2<»«fl, Vanlverein. Wiener, per Kasse — — — — detto per Ultimo . . . 5«3— i>«4- Vodenlr..«nft. bster».. LON fl.S, '070 — 1085 - Zentr..«od..N'«db. «st.. 200 f>. 550 — b55 -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, i6o fl., per Kasse «90 — S91 - detto per Ultimo s9L 5« s»3 5< .^editbanl allg. ung., 200 fl. . 844-50 845 ü„ Leposltenvanl, all«., 200 fl. . 457-— 4S0 - (tslumpte»Gesellschnfl, nieder» öslerr.. 4W Kronen . . .590— 591-Oir«. und Kasscnveicin, Wiener. Luu fl........ 4«3'— 470 - Htiputhelcnbanl, österreichische, 20« fl. U0"/» l!..... 2W — 30« - Länderbanl. öNerr,, 2W fl. per Kasse....... -— -- betto per Ultimo .... 4«S'b» 470 5<> ..Merlur". Wechselst..«Mien. Geielllchaft. «uu fl, . . e»S — »40 — Velb W»« t^lerr.uiig. Oant 1400 «ronen 1780 — 1780 — Unionbanl « — «erlchrsbanl, aNss,. 140 fl, . 84«'5O 34Ü'50 znd«filie.zlnlemetz»nng»n. Vauges., all», üfterr.. 100 fl. . 1»ö'b0 127 — Vn»lrrK°hlenbernb.'G«l.i00fl. 75»'— 7Ü5 — Eiscnblllinw'Leihg,,erste.loafl. »04-5» 2«S — „ElbcmiUil". Paplerf. u. N,»G. 168— 1?^'— EIer!r..Oei, llUg.<>fterr..2o(»sl. 446 50 448-50 detto internat., 2oosl. 616— 620'— Hlrtenbcrner Patr.., Mndh. u, Met.'ssabril 4«a Kr. . . 1140- - 114»'- Llrsingcr Brauerei 100 fl. . . 2«8 - 2>« — MontllN'GeleNsch.österl,.alpine 627-75 628'?? „Polbi.Hüttc", Tiegelgußstahl. F..A..O, ÜUU fl. , , . 528'- K32„U Präger Eisen. Inb,'Gti, «m. lN05, 200 fl......^i, Petrol,. Ind., 500 Kr..... 60l»— «!4 .. „Sleyrermühl", Papierfabril und «..«...... "5'— 46? - Irlfailer Kohlen»..«, 7» sl. . 284- ««» — Türl. TabalrezioVef. »00 Fr. per Kasse . — — — — detlo per Ultimo 426 — 4«8 -Waffens..Ge!.. österr,. in Wien. 100 sl......, . b6l — «b'- Wannon'Lechanstlllt, allgem,, in Pest. 400 Kr..... ^ — — - Wr. Naugesellschast 100 fl. . . 15« — «60 - Wienerberger Z Valuten. Dulaten ....... 11-K4 ti-3ß 2««Franlen2tüll<..... 1« 09 19 iL 20.Marl-Stülle...... 2» 5« ü»>5» Deutsche Relchsbantnote n . . 11? «0 117 8s Italienische Vantnoten . . . 85 50 85?»: Nudel-Noten.....z-52^ 8-53" I^3*^^? f ^7"**^0-^ i .1. ^* M »vtfki* I Privat - Depot» (Safe-Deposit«) I voit Kenten, JPsuiidbrit'lVn, l>riorit{iten, Aktien, J •¦» • m-^» imm^m^y W^M. .1, T i \ r / ¦ LOMn «tc, n«vUt«n and Valuten. I BstXX^C- "O-IXCi •Wech.slerg-esclläft !|l •*?•»•*•* elgenemVeiccliIuas der X=»«,rt»i, I Los-Verslcherung. l.aibi»«-h, NpiiniKHMN«-. ' Verzinsung van Bareintagen im Ksnto-Korrent und auf GIro-Ienti. |