Macher Mum. Nr, A. Plänumtratlonspiei»! Im llomploil ganzj. fl il, haldj. fi. !»5,0, Für dic Zustellung in« Hau» halb», 5le»«?" Freude, die herzlichsten Mttckwnuschc eut-!izZ «Mracht. Ich lnu stolz und glücklich zugleich, kainili ^".^ ^" ^'^^ Reich nmfaszt, als Meine große '^...betrachten zu könne», in deren Uns hcntc jenrs , - "' ^icbc^cichcn Wir anch eine Wirknug .i5cv '"mmlischcn Scgcus erblicken, den Wir vor ten "?"« am Tranaltare für Unseren Bund crflch-bisher " ^" ""« d" Gnade Gottes für Unser s°vie . 3amilienglück, für llnscre geliebten Finder ^ffen H"^ bes Vaterlandes auch fernerhin er« l»ie Hc rauschenden Festlichkeiten siud vorüber, aber llnstt", "c Erinnerung an diese Tage wird nie aus ^"Herzen schwinden. Nur Wenigen von den Millionen kountcn Wir mündlich Unseren Dank ans-sprcchcn; verküudcu Sie es daher allgemein, daß Wir Allen, Allen innigst und herzlichst danken. Wien am 27. April 1«7i>. Iran, Joseph m. p." Mit dem Gefühle innigster Freude bringe ich dieses allcrgnädigste Handschreiben huldvoller väterlicher Anerkennung zur Kenntnis sämmtlicher Bewohner dieses Bandes, welche das eben begangene Jubelfest in rührendem Wetteifer und in der cmmüthigste» Weise znm Anlaß genommen haben, um einen ueuerliche» erhebenden Beweis ihrer angestammten Treue und Ergebenheit an das Allerhöchste Kaiserhaus zu liefern. Laibach, 20. April 167!). Der k. k. Landespräsident: Franz Ritter von Kallina m. p. Nichtamtlicher Theil. Der Huldigungs-Fcstzug der Stadt Wien. Der imposante Festzug, welcher Sonntag in den Mittagsstunden über die Wiener Ringstraße an Ihren Majestäten dem Kaiser nnd der Kaiserin vorbei» zog, nm Alleihöchstdenselben aus Anlaß des fünfund-zwanzigste» Jahrestages Allerhöchstihrer Vermählung zu huldigen, bot ein Schauspiel glänzendster Art, ciu Schauspiel, wie es seil Jahrhunderten wol in keiner der europäischen Hauptstädte gesehcu wurde. Imposant durch die riesige Anzahl der Theiluchmer, geuial in dem Eutwurfe des Ganzen und der einzelnen Grup^ pen, trm im Geiste der Malart'schen Entwürfe vou Küustleru hohen Ranges durchgebildet uud ausgeführt, glänzend in alleu Theilen: dm Festwagen, den Em> ulemen und den Kostümen, musterhaft augcordnct und durchaus gewogen iu der Ausführuug der Bewegung, bot er eiu Bild vou so uugeahuter Herrlichkeit, daß er selbst die kühnsteu Elwartuugeu übertraf. Und neben dem tuustlerischeu Glauzc war er huchiuleressant durch dic Theiluehmer aus allen Ständen, die sich, von bei, Iagdhcrrei^ ails dem Hochadel bis zu deu Kleinen aus dem Gewerbestaude, vereinigt hatleu, um dem laiser. licheu Paare zu huldigen. Auch das machte den Zug so interessant, daß er ureigenste österreichische Bilder, wie die Iagdzüge, bot, welche wol nirgendwo so reich z» schaffen gewesen wären, als im Lande der Hochjagd, in Oesterreich. » Den Festzng eröffnete ein Herold der Stadt Wien, eine prächtige Gestalt, in weißen uud rothe» Sammt gekleidet, das Wiener Stadtwappcn am Heroldsrocke. Dann kamen die Trompeter auf weißen Rossen; sie trugen duulelrothe, reich mit Vold gezierte, wallende Ueberlleider und Barette am Haupte; von den silbernen Trompeten hingen weißrothe Fähnchen. Die Gruppe bot ciu farbenreiches, malerisches Bild. Die erste Abtheilung des Zuges wurde durch die Studierenden eröffnet. Bannenträger und Corpsstudenten schritten voran; dann folgten in endlosen Reihen die Studenten im festlich schwarzen Gewände. Nach diesen schritten die Mitglieder der niederösterreichischen Turnvereine in ihrer Tracht; dann die Schützenvereine Wiens nud die Deputationen gleicher Verbindungen aus den Kronläudern. Zicler uud Warner in ihren altgewohnten farbigen Kostümen gaben der Spitze dieses Theiles große Lebhaftigkeit. Die Deputationen der Vereine und gewerblichen Genossenschaften, die im Festlleide mit ihicn Standarten und Bannern zahlreich folgten, fchlossen die erste Abtheilung. Den eigentlichen kostümierten Festzug eröffueten zwei Herolde der Stadt Wien in weißrothen Wämm« sern, dann kamen drei Bannerträger mit dem österreichischen Reichsbanner, dem Banner der Stadt Wien und jenem der Herzoge iu Aaiern: je fünf Biugeissöhue begleiteten die Banner als (^ rn iu den be- züglichen Farben, so daß die ^.»^. der Banner in weißrothcm, weißblanem und fcbwarzgelbem Kostüme einhciiitteu. Das Farbeuspiel dieser Gruppen war ein sehr glückliches, uud wurde durch die nachfolgende Musitbande, die im Laudskiiechtlostümc mit Kniehosen uud breitem Barett iu deu Farben der Stadt einherzog, wirksam abgeschlossen. Allgemeine Bewunderung erfaßte die Zusehermenge, als der historische Iagdzug vorbeikam. Es war ein lustiges, fröhliches Leben in dieser Gruppe; dic kräftigen Gestalte» mit ihren alten Waffe» und Iagdgeräthen »ahmen fich prachtvoll aus u»d schiene» einen» Mä'rchen-bildc entstiegen. Dazwischen die Iagdherren in ihren reichen Gewändern, dann wieder die Iagdwagen mit dem erlegten Wilde, der Triumphwagen mit dem Iagd-löilige, die reiche Gesellschast des Fallcnzuges, das alles gab eiueu malerischen Anblick. Lustig, zart nnd frisch bot fich der Gartenbau dnrch das reiche Grün der Blätter und die zarten Farben der Blüten; auch die Gruppe des Weinbaues zeigte Fröhlichkeit und buutes Lebeu. Der Bergbau halte emige huudert Bergleute als Vertreter der Ge-weitc in den Festzug rangiert; sie umgaben den festlichen, figurengcschmuckte» Wagen, desseu goldene, sll« berue uud ockerhelle Farbe» kräftig von den dunklen Massen der Bergleute abstachen. Ein bürgerliches Gemälde führten die Bäcker und Müller vor, die durch ihre lcbhaft'farbigen Kostüme Feuilleton. ^lera oder auf duukleu Wegen. Aulnan von Ed, Wagner. ^ (Fortschuna.) njch h'in'"Strange," sagte Lady Wolga freundlich, 3'estt Q, ^u>, zu glaubeu, daß ich tci»c» Theil a» j^lh^'c habe. Ich bi» fest überzeugt, daß Lady "^lldi, l^ ) '" "ileui Irrthum befiudet. Mciue alte ""be n, V^"l hart und grausam zu sei», aber ,ch fachte or,, H,.,^ -^,^. ^g Ueberzeugmlg hervor-?he zv . "rl'wlmge». Ich weiß, daß sie Ihre eiu-ihrer Aeschuldiguug als Beweis , ">et> "^""^ "'»sehe» wird. Ich bitte Sie »icht um ^ II»'""/ deu» ich zweifle uicht au Ihueu, soudcru M sic salbst Wille»; sage» Sie Lady Marlham, »^ ^ l» r,„s,^ I^.^)um befindet. Sie si»d ei»c ?^ "lit »i "^""b »l»d deshalb ist es »»denkbar, daß "lNliie,.^" befreundete» Ma»»c i» mei»cl» Garte» . Äl "5!^n sei" tö»»c»." Vnie M" Mtte sich aufgerichtet. Lady Wolga, ihre ^' Tie s s <: lchie» z» ihrem Richter geworde» zu ^vrlü. ^ "u alluiächtiges Sehne», fich a» die 9l>l^be , ^i'crte Brust dieser Frau zu flüchte». » ?^ch l ,. ^""' "»f welche fie ci»e» rechlmäßlgc» tc,- ' l>bcr ^ ""b ihre» gcmze» Kumiucr auszuwel-st.,?n si/s'?er war es der Gedanke au ihren Va-V k»k'/?lte, dem gewaltsame» Dm»ge» Wider-ki^ Gr./''^"l zu k'ö'mc». Sie dachte dara». i» ^beil lN '^' ^"ter schwebte, daß fein Geschick, """ ihrer Vorsicht abhing. Sie tonnte die Aussage der Lady Markham nicht in Abrede stellen, lieber wollte sie alles ertragen, was auch über sie komme» mochte. Kci»e F»rcht war es, die aus ihre» Augeu sprach, aber ei» mstäudiges Flehe», welches Lady Wolga eiueu Stich ins Herz gab, faud m denselben Ausdnlck. ^ ^ ^, . „Ich lan» die Beschuldigung, welche Lady Mark. ham gegeu mich vorbriugt. ilicht iu Abrede stelle»," sagte sie zitter»d; „aber ich bi» lei»c Uuwürdige. Ich biü keiue Abeuteueri»! Gla»be» Sie mir, Lady Wolga; ich beschwöre Sie, vertraue» Sie mir. Eiues Tages vielleicht kau» ich Ih»eu alles erkläre», nur jetzt darf ich es nicht." „Sie treuttte» sich nicht im Garten vo» emem Manne nnter Küsse» m,d Umariinmgc»?" fragte Lady Wolga, das Uilglaublichc 'loch immer uicht fafseud. Alexa erröthetc. „Ich leuglle es uicht," c»tgeg»ete sie standhaft. ..Da»» war es Lord tti»gseo»rt. Das hat nichts Besonderes anf sich, mein liebes Kmd —" ,.Der Ma»ll war »icht Lord Kingscourt," fiel Lady Marlham ein. „Nem, er war es mcht," bestätigte Alexa. „O, Mylady, scho»e» Sie mich! We»» Sie mir nur noch eine Zeitlang Vcitra»e» schcilkc» lö»»lc»." Lady Wolga schie» verwirrt uud bekümmert. Ihr Vertraue» war nicht leicht zu erschüttern. Sie hatte das Mädchen liebe» gclcrut »lit emer Zärtlichkeit, die ihr selbst uucrllärlich'war. Daß Alexa eiu Geheimuis besaß, war ihr klar; aber wie ko»»tc sic clwcis Schlechtes vo» diesem Mädche» glaube» ? Sprache» doch ihre Augcu voller Treue und Ausrichtiglen für die Reinheit ihrer Seele. In ihrer U»e»tschlossenhcit und Verwirrung machte sie der Szeue ei» rasches E»de. „Wir wolle» die Sache hente Abend nicht weiter besprechen," sagte sie cr»st. „Alexa, ich werde Sie sogleich i» Ihrem Zimmer besuche»." Sie e»llicß ihre junge Gesellschafterin mit ge,-wohuter Freundlichkeit, uud Alexa begab sich schwei-gcud a»f ihr Ziunuer. „Lady Martham." sprach die Lady ernst, als sie »lit der alten Dame allein war. „ich muh Sie dringend bitten, daß diese peinliche Szene sowie der Vorfall, welcher dazu Veraulafsuug gab, ein Gehei»l»is bleibt. Unsere Gäste dürfen nichts davon erfahre»." „Ich werde fchweigeu!" „Es ist sehr wahrscheiulich. daß die Sache sich leicht aufkläre» läßt," fuhr Lady Wolga fort. „Der Ma»» »,ag ei» »»würdiger Verwandter von Miß Strange sei», de» Sie »icht a»crlc»ue» will. Sie wird mir oh»c Zweifel alles erklären; aber Sie und andere habe» lei» Recht auf ihr Vertraue,,. Wenn sie mich zufriedenstellt, müssen Sie auch zufrieden sein." „Es thut mir leid, meine liebe Wolga," versetzte die alte Dame, „daß ich Ih»en einen so tiefen Schmerz verursachen muhte; aber ich h'^„,,^.^ meine Pfllcht, Ih»e» de» Beweis von des Mädchens Umvürdigleit zu briuaeu. S'> werden unr hoM ,ch, Vieche», daß ich Ihnen diesen Kummer bere.tet ^Lady Wolaa nickte und bat Lady Markham nochmals eindringlich, zu schwelge», worauf sich diese zurückzog Lady Wolga fchntt emlge Minuten ge« 835 und den blumenbekränzten, mit Mehlsäcken beladenen Wagen eine hübsche Wirkung erzielten. Zart und rein wie ihr Gewerbe erschienen die Znckcrbäcker mit der meisterhaften Schautortc auf dem Wagen. Reichthum und Prunk entfalteten die Fleischhauer, die ihren eigenen Herold und ihre Trompeter in der Gruppe mitfühlten; ihr Festwagcn brachte das übliche, festlich geschmückte Ochsenpaar. Zu Fuß und zu Pferde folgten dann Meister in reichen bürgerlichen Gewändern. Auch die Fleischselcher zeigten sich als wohlhabende Bürger, die ihren hohen, kühnen Festwagen mit Blumen und Selchwerk gleich trefflich zu schmücken verstanden. Als echte Vertreter der Gastlichkeit hatten die Gastwirthe ihrer Gruppe ein hübsches, gefälliges, einladendes Aeußere gegeben, und die vielen frohen und frischen Gestalten, die an dem Zuge theilnahmen, erhöhten nur den Eindruck dieser Gastlichkeit. — Neue Kostüme, was Schnitt und Farbe betrifft, hatte die Gruppe der Belteioungsuioustrlellen gebracht; am Festwagen waren Attribme oer verwandten Zweige, dann Pelzwert hübsch zum Ganzen geordnet. Reiche Farbenpracht entwickelte das Textilgewerbe in seiner Gruppe; da kamen Sammt- und Seidenstoffe, farbenreiche und goldene Brocate von einziger Schönheit zur Entfaltung. — Am dem Webestuhle des Festwagens wurden Gewebe erzeugt von seltenen Farben und formschönen Mustern. Unmittelbar danach folgten die Färber und Spinner, die in dem Auf-lvande von textiler Feinheit gewiß nicht zurückblieben und ihren Festwagen ebenfalls mit kostbaren Stoffen und hellfarbigen Flachsbünoen aufs beste schmückten. Die Gruppe der Rothgerber erntete den Beifall der Menge in reichlicher Weise. Schon die einzelnen Figuren der Meister und Gesellen in ihrem bürgerlichen oder Arbeitsgewande boten abwechslungsvollc Büder; der Grupfteuwagen aber mit seiner reichen Decoration gegerbter Felle und sonstiger Häute und dem am Gerberbucke arbeitenden Gesellen brachte eine drastische Wirkung hervor. Farbenglühend war wieder die Gruppe der Riemer und Wagenbauer, welche nut ihrem reicygeschnitzten und reichvergoldeten Wagen die Menge gewann. Die Drechsler fühlten auf einem kleinen Gefährte knnstvolle Erzeugnisse ihres Gewerbes, Pokale u. dgl., mit sich; die Zimmermeistcr gefielen wegen ihrer kleidsamen Tracht. Eme große Gruppe umschloß die Angehörigen der Tischlerzunft, deren Festwagen ein buntes Bild Mittelalterlichen gewerblichen Bebens zeigte. Auch die Glaser gaben die Beweise ihrer Gewerbslhätigtett in farbigen Pracht- und Schaustücken. — Auf dem Fest-Wagen der Hafner stand ein altdeutscher Kachelofen, davor eine Drehscheibe und weiter in bnnter Abwechslung keramische Erzeugnisse. Ein Riesensaß kündigte die Binder an; ihnen foloten die Optiker, die dadurch, daß sie riesengroße Fermohre und Augengläser mit sich trugen, die Lacher auf ihre Seite zogen. Ernst und abgemessen, ihrem Gewerbe entsprecheno, schritten die Uhrmacher mit der Riesemchr nach Holbeins Entwürfe einher. Die Mechaniker ertaubten sich mehr Prunk; sie führten einen g.oßen Wagen mit Zahn« rädern und mechanischen Instrumenten in ihrer Mittc. Die Lohnfuhrwerksbesitzer sowie die Trödler stellten ebenfalls Vertreter in die Reihen des Zuges. Nei'en Reiz gewährte dem Auge die Gruppe der Handelsleute (Großhändler), die in ihrem Festwagen dankenvoll auf und ab, dann verließ auch sie den Salon, ging langfam die Treppe hinauf und klopfte nun leise an Alexa's Thür. Diese öffnete. Die ge« röthetcn Augen und die Spuren von Thränen anf ihren Wangen verriethen, daß sie geweint hatte. Lady Wolga setzte sich am Kamin nieder und winkte Alexa zu sich. Diese eilte herbei, kniete neben der Lady nieder und lehnte ihr Gesicht an deren Kniee. Lady Wolga streichelte ihr das blonde Haar und spielte zärtlich mit den auf die Schultern herabhängenden Locken. „Sie wissen, daß ich Sie liebgewonnen habe, Alexa?" fragte sie sanft. Eine leichte Kopfbewegung Alexa's beantwortete die Frage zustimmend. „Sie wissen auch, daß ich nichts Schlechtes von Ihnen denken kann. Ich meine, Sie befinden sich in ugend einer Bedrängnis, aus der ich sie leicht befreien könnte. Ich habe ein Recht auf Ihr Vertrauen, mein Kind, und ich muß es geltend machen. Wer war der Mann, den Sie diefen Abend im Garten trafen?" . c ."^,.!""" ^ "icht sag"', — selbst Ihnen nicht!" rief das Madchen schmerzlich, ihre Augen flehend erhebend. „Q, Lady Wolga, wenn ich könnte, würde ich Ihnen alles sagen; aber ich kann es nicht! Ich darf es nicht!" „Ihr Vater ist m Griechenland. Sie fagten mir, Sie hätten keinen anderen Verwandten als ihn. Dieser Mann war nicht Lord K'ingseourt, noch konnte er Ihr Verwandter sein. Wer also war es?" „Ich kann es nicht sagen!" Ueber Lady Wolga'S Stirn zog eine duutle Wolke. (Fortsetzung folgt.) mit den vermischten reichen überseeischen Waren, Naturprodukten und buntbemalten Kisten ein sehr schönes und wirksames Bild erzielten. Von da an steigerte sich überhaupt der Reiz und Effekt der einzelneil Gruppen. Die Schiffahrt tauchte bereits von weitem aus dem Menschenstrome. Die breitschulterigen, dunkel gekleideten Matrosen mit den langen schmalen Nudern, der Festwagen mit dem kühn in die Lüfte gehaltenen Schiffe nahmen sich prächtig aus. Das meiste erblaßte aber, als der Zug der Eisellbahnen aufleuchtete. Voran die elementar schwarzroth gekleideten Diener mit den hellrothen Signalscheiben, dann gewaltig und gebieterisch kühn wie das Element selbst der wunderbar prächtige Festwagen in seiner wahrhaft künstlerisch-vollendeten Gestalt, goldglänzend, feuersprüheud und lichtblitzend wie das Dampfroß selbst, dann wieder die endlose Folge der schwarzrolhen Gesellen mit all ihrem Zeugwerte. Hier war der Glanzpunkt des Aufzuges; das ist die wahrhafte Idealisierung des geflügelten Wagens, auf welchem Wasser und Feuer vereint zn jener Gewalt werden, dic das Rad mit beflügelter Eile dahintreibt. Der Eisenbahnwagen ist schon in seiner Erfindung durch Matart ein geniales Werk; der Bildhaner Weyr aber hat ihm dic Weihe eines gediegenen, durchdachten Kunstwerkes gegeben, nnd das kühne Gefährte wird für immer ein imponierender Zeuge des Talentes der Meister und jenes großen künstlerischen Aufwandes sein, welcher bei dein Festzuge entfaltet wurde. Den Eisenbahnen folgten die Schmiede und Schlosser; eine reizende Gruppe, deren Fcstwagen uns den großen Formenreichtum des einstigen Gewerbes vorführte, dann kam ein Wagen der Kasscnfabrication, danach die Gruppe der Spengler mit ihrem Riesen-schanstücke. Die Aroncegießcr führten eine helltönende Glocke mit; die Goldschmiede boten große Pracht nnd vielen Farbcnreichthum in ihrem Festwagen. Lustiges Treiben brachten die Buchdrucker mit sich, denn sie hatten eine alte Holzprcsse anf dem Wagen und warfen fliegende Blätter in alter Alls-stattnng unter die Znseher. Den Schluß oes kostümierten Anfzugcs bildete die Genossenschaft der bildenden Künstler. Nach all dein Aufwaude an Stoff nnd Farben, all Decora-tioncn u. f. w. noch etwas Besonderes zu bieten, schien beinahe nnmögliu). Und doch überragte die Gruppe fast alle vorhergehenden. Die Künstler, in ihrer Reihe Makart, dem vielfach zngcrufen wurde, erschienen in niederländischer Tracht; die schwersten, schönsten nnd thencrsten Stoffe hatten sie gewühlt. Leider war ihnen, auf dem Festplatze selbst angelangt, kein ganz heiterer Himmel gegönnt; diese Gruppe mußte sich im leichten Regen, der jedoch bald vorüberging, weiterbewegcn. Als vierte Abtheilung des Festzugcs kam die Hochgebirgsjagd der Alpenländer Oesterreichs. In nn-abschbaren Reihen trc»ten die kräftigen Gebirgsjöhne auf; ihre kleidsame Tracht hob den starken Körperbau prächtig hervor. Es war der lustigste, freudigste Auszug. Die Iagdherren an der Spitze und die Jäger jnbelten und schwenkten die Hüte. Die Jäger all' der verschiedenen Gattungen mit ihren Wassen und Gerathen, mieden unzähligen Hunden, die beutebeladenen Iagdwagen, worauf Pfeifer und lustige, heitere Figuren Platz genommen, die Führer mit den Springstöcken, die Träger der Jagdbeute, all' das zog fu wahr, fo lebensvoll, fo ungeschminkt und ungesucht vorbei, daß Herz und Auge sich daran erfreuen mußten. Diefenl schönen Schauspiele folgten dann die zahllosen Fenerwehrmänncr nnd Veteranen, die durch die Verschiedenartigteit ihrer Uniformen ebenfalls ein farbiges und bewegtes Leben boten. Endlich schlössen die Gesangvereine der Stadt Wien und Umgebung den Zug. War alles an dcm Festzuge schön, geistvoll, blendend, großartig — schließt die „Wiener Abendpost," der wir die vorstehende Skizze entnehmen, — so gehörte der Anblick, welchen der Schauplatz des Zuges, Wien selbst, darbot, zn dem Großartigsten. Vom Pratersterne, durch die Iägerzcilc bis znr Ringstraße, den ganzen herrlichen Ring entlang, also eine Strecke, zu deren Znrücklegnng der Zng über drei Stnnden be-durfte, war Hans an Halls reich und bnnt geschmückt, alle Fenster waren mit Menschen besetzt, Tribünen allerorten auf allen Plätzen gefüllt, und rechts nnd links vom Sttaßenzngc zog sich in dichtester Reihe eine Menscheneinfassnng, die nach Hunderttausendcn zu zählen war. Und bei diesem Zusammenstrome voll Menschen überall Ordnung, Ruhe; Festesstimmung, Freude allüberall. War der Zug großartig, so waren die Zuschauermassen, durch die er zog, nicht minder imposant. Oesterreichischer Neichörath. 81. Sitzung des Herrenhauses. Wien, 28. April. Der Vorsitzende, Präsident Fürst Earl Auers-perg, theilt den Empfang der Gratulationsdeputation des Herrenhauses bei Ihren Majestäten und die Antwort Sr. Majestät des Kaisers auf die überreichte Adresse mit. l Das Haus erhebt sich von den Sitzen nnd bH ein dreifaches begeistertes „Hoch" auf das AlleNM Kaiserpaar aus. „, z,.z Freiherr von Winterst ein referiert uM Gesetz, betreffend die Forterhebnna. der StenM'", die Bestreitung des Staatsanfwandes bis Ende ^ > das Gesetz wird in zweiter nnd dritter Lesung "" Debatte beschlossen. Ebenso das Gesetz über die ^ gistrierung der Seehandelsschiffe, über welches ^l. Neumann berichtet. c h,e Es folgen Berichte über Petitionen, woraus Sitzung geschlossen wird. Nächste Sitzung unbestimmt. Zur Fürstenwahl in Bulgarien. Vou allcu orientalischen Vorgängen '"^^ gegenwärtig zumeist die bevorstehende 3"^,^? wähl in Änlgarien. Sie wird, wie nm Tirnovo meldet, etwas verzögert werden, well o » genwärtig tagende Nalionalversammlnng uor ^ Anseinandcrgehen noch das Wahlgesetz für dle ^ regelmäßige Volksvertretung santtionicren muß- ^ so grüßer wird die Spannung, mit der man ^^i gebnis erwartet. — Ueber die Ehanccn bcr ^, schreibt man der „Pol.Korr." ans Tirnovo, ^-^ ^, „III bulgarischen Kreisen will man MM o> , Rnßland favorisierte Kandidatur des Prinzen u- ^^ berg, auf den sich früher, wie bereits gemeldet, ^ als 100 Stimmen vereinigten, energisch ^',. B Heute circnlierte eine litographicrtc „Einladung ^ alle Volksvertreter, „in ihrem Wahlbezirke s>" ,. Wahl eines Bulgaren zu agitieren." Die .I'M". ^ bewegt sich in folgenden! Gcdankengana,c: ,^ ,D» fahrüng lehrt, daß die bulgarische Nation '"w ^ rückhaltslos vertrauen tonne; das Interchc oe^ ^ garen wird „überall" mißachtet und anderen, ^ ^ garen fremdere Erwägungen untergeordnet. " h^> Schwerpunkt der nationalen Politik un LaM ü ^ halten, müsse man einen Bulgaren zum Fnrslcu' - ^ ein jeder Fremde, sei er von wem immer cn^! ^ würde anch fremden Winken gehorchen. Mml ^, Frage stelle, welcher Bulgare die erforderliche ^ ficatlun für diesen hohen Posten habe, so ^'I^Ai Ehefs der Ultras anf zwei Männer: ?lelo ^ ^ nnd feinen Neffen Elnanncl Vogoridcs hin- .^ ^ Familie Vogoridcs eine vollblütig bnlgarischc ^,,' ^,i man, daß sie sich mit allen, auch den H""" ^ Erwartungen und Hoffnnngen der Bnlgaren ^, eieren werde, wird angenommen. Vom ,!^'H.,.M'i^ lincl Vogorides, welcher angenblicklich in H,M^ weilt, circuliert sogar ein politisch-nationales lVl"^ bekenntnis, das sich in folgenden Artikeln,">' <^ Ich glaube an die EinHeil der Nation; lH u^„i an die Nothwendigkeit, beide Bnlgaricn 3" ^i Staate zn vereinigen; ich glaube, daß ',''« ^i früher ruhen noch rasten dürfe, bevor "A^Ms erhabene Ziel erreicht sein wird. Emannel "^,f^ ist reich und anch freigebig; seine A^'^" , ,B über große Summen nnd gehen mit beMl" ^e» allzu sparsam um. Die Anssichten dieses""' gestalten sich daher im Momente nicht MeU) s ^ „Ob aber die Pforte eine solche Way" ^g nicren werde, ist noch die große Frage- ^>M steht das türkische Kabinet auf einem S" ^,s,>v der jede Wahl ausschließt. Der türkische ^ ^„, hat nämlich dem Fürsten Dondnkoff - Kor!""'' „ d,c in energischen Ausdrücken abgefaßten P"lejt U » ^ Artikel 1, 2, A, 1<1 nnd 34 dcr berelts ^> Asscniblce angenommenen Verfassnng ilberrelH, A-Perteff Efendi zn verstehen gab, daß bf «»W' ledigung dieses Protestes im Sinne der oti^ ^^ Forderung der Sultan nicht in der ^"H «... zli ^ einen Installiernngs-Aerat an den 3"'"' ^,^ thellen. Die Pforte will keinen "blichen ^„B anerkennen; sie kann nicht zugeben, daßdle ^ß d^ das Recht haben sollte, dnrch einen ^ ^M i" Grenzen des Fürstenthnms zn ändern, MV M-erweitern. Der Protest ,st nach St. P""^" M' schickt worden nnd es dürfte darüber " ^„d^ wierige diplomatische AnseinnnderfetzlMg .«^ßiM« Sicherem Vernehmen nach theilen andere " ^.chc» diese Auffassung der Pforte, welche ^, ^.,," nicht veranlaßt ist, in dicsei: PnnktennaM^^ Der Saateilstand in Oesterreich- Vo,l den einzelnen Wintersaaten steht der^. ^ im allgemeinen besser als der Roggen, ^scü hatte nämlich, da er schon ziemlich herangc ^,,^^i> > den Winter gekommen war, von dein SW" ^,c ungefrornem Boden nnd von dem 1'")^^ M'^, mehr zu leiden, als der noch weniger etttw^^igM In vielen Fällen warm die erlittenen ^^,>)^ nicht so bedeutend, daß die ganze Saat vc^ ' ^ r den wäre, aber immerhin groß genug, ^„.l " vollständige Erholung unmöglich machten, > schütteren Stand vcr'nrsachten. ., s^ M'!"^ Der Stand des Rapses Ausnahmen sehr gelobt; derselbe scho f L ^g<, in den Nordwestländern uud dürfte ,n "^ ^,,^„ Ungarns schon in den nächsten Tagen s" l !fangen. ^ 835 ___________ M,,A" ^lee steht ebenfalls mit wenigen Aus-, »nil)? schön. Die Ausnahmen bc^hcil sich Äcr w k auf Beschädignna.en durch die Feldmäuse, Awn - ^^ ^^, "«ssen Spätherbstes ziemlich viele NMr» ^ ^" uieistcn Ländern der nördlichen und «h^i l ' ?' vorliegen. Im südlichen The.le des stc» 2> ^anateK wird Luzerne schon in den nach-Men schnittreif. Neste "^esen versprechen beinahe überall das llcüenn^ ^ einzelnen Länder anbelangt, wird dic wie de/ "6 "Uer bisher genannten Feldfrüchte so« Ääbi?. ^'^nwärtiger Stand besonders in Äöhincn, ^>>!tn,s"^ Siebenbürgen gelobt. Der Anbau der °hne Aus /" begann in den Nordwestläudern beinahe '-linden, ^'"^ '" ö"l znr mittleren Zone gehörenden Uaocil s.^' '"östlichen Reichshälfte ,n den meisten 'tsten?' "' ^" letzten Tagen des ^lliärz oder den kw>, Ue>l des April. Ill 'den übrigen Lagen der Üwi da " ^"uder, in der Bukowina und in Un-^ilm d ^ ^" Ländern, beziehungsweise Länder-dtt e^o y,'^'chm Zolle war der Anbau schon in halte a>>3 ^ ^'s'Hälfle m Angriff gcnominen wurden, ^>wchf ^"" hier größere, dort kleinere Fortschritte ^gHs.^lude aber in der südlichen Zone durch ^M^f «>m den übrigen Ländern durch den ein-auf längere Zeit, durch letzteren ^rbwss ""5 ^'^' Dauer von etwa zwei Wochen, eist j,, ^"' In Galizicn begann der Anbau zumeist NRH "^ lchtcll Tagen der ersten April-Hälfte. In cl>u^ < ,,^'!Mdm dieses Landes und in verschiedenen, »!>b dc 3!^" ""d rauheren Lagen der Nordwestländer üicht., slpcnländer hat der Anbau bis jetzt noch ^»>fH< 3"l- Äccudet ist der Anbau der Sonnner- ^>öm ^ "^ ^'^ manchen nicht sehr zahlreichen T>ie )^ .' "^ Vollendung nahe aber in ziemlich uielcu. il'tiicl . ""^Uauder stehen iu dieser Beziehung nicht ^c» ^^!^ l)ic Länder der mittleren, Nlcht cininal ^üM ^ südlichen Zone, weil in letzteren die ^ljllll >, ^ ^udcunäsfe den Anbau anßerordentlich ^lci, '" theilwcise nnmöglich niacht. Die Sommcr-^lch,, ?"'. bciuahe ausnahnlSlos scholl ans, nnd ^»tttf. l^ dieselben bei der reichlich vorhandenen ^"chllgteit die besten Aussichten. Ho» ^ ""bau l)un «arloffelu und Rüben hat ch„ ^»ttlil un'o thcilweise Fortschritte gemacht in ^l,c>l '^ Agenden, i»l welchen der Aubau der Mgc js^ " Vollendung nahe oder doch im vollen ,"°»,ll^ Maisanbau wird bereits in Angriff ge-^ttll , ?^ "ur in den Ländern der südlichen Zone, i lHch ) '" ben Vorländern der Alpcn, sowie in ^,i li " legenden Ungarns, n,ld ist in Siebcl,-'>t del ?.V'^ Ul vollem Zuge. In Görz und Istrien ^eiliiüs " ^^'"' Feldfrucht durch die übermäßige ^"M llehcu.mt. "«ltig '^pfrn in Böhmen zeigt sich gefund und , Der Al'^b berelts geschnitten. ? «üg ^^'"l hat im allgemeinen gut überwintert, !?^!l ».,! ^ Agenden von Krcnls, Marburg und ?>z zriat, s^" "frorne Augen berichtet. Das Reb-s,'^cn!, i ^ '""sl gut ausgereift und reich mit > "' Uii^ ' ^' '" ^brz aber start vom Oidlnm be. I>^c>, im'«^lldlirol wnd in solchen Gegenden, ,n te. ü,." ^orja,)ic der „Brenner" viel gebadet , '"ül. ^ ^s Aussehen der Reben einigermahen ^loi^^u HUri,, ^.^^ übrigens auch i,l Unter-»>g' '" Südlirol und Görz kri.fllg an. Im '»I! ^tttiin.?"""^ lM derselbe gegenwärtig berelts >>. , " "er l ^. ^,^^ ^^ ^^. ^^ <^,si'ia zie, '^lt 2>°' ^- schon sechs Centimeter lange Triebe q.M ül^" .leiten in den Weingärten begannen ^eiil^'Mltig „.it heu Anbau-Arbeiten und si,-i ^ ^r s^ ^"'det. lv^'l chrw / blühtell in Untersteiermarl. Vozcn ^ lillUi "lgen ^""ate schou am 1. April, gegen-^>ist^''Zwetschken und Frühbirnen in "c> In ^^le'ldeu der mittleren nnd südlichen is^""^ie hat anläßlich der sillirrnrn Hoch- li^ ?"r Lul,< "^' in Vertretung des CcntralcS so> V,hl llw .^^üsse und Cm'sortie» deS Vereines. V^ess« ^ ausgestattete Glückwunsch und Hub ^ il'a l ^ ^"^ Präsidium in 0cr Kabincts- 'H,"" (Nel, ^ "'" ^^^ April überreichen lassen. !h<.'Pr.'« , ^schwemmuug.) Man meldet der ^r l!''?un^ ""s Anrmn: Noch stehen seit der Uebcr- "'lche. "fig ^''^ ^oiiatr Noveinber vorigen IahrcS !^ ^de,,^" I"ch Kulturgrii'ldc in der slaw- s "^? 'N d,.,?'"l! ""tcr Wasser, und schon fängt V^ dc>z ,«)^U Tagen eingelangten telegrafischen >> ""' I, "^^scr dort nllcnthalbcll neuerlich zu ^ ^ Untr. ^l"ica 'st dic Unna ausgrtreten, die ^>s!, hr „, ^ ^"ssc unter Wasser acsrtzt, und luird ^ n,ch ^ öNhucn vermittelt. Z»uischen Alt. ^ "lud sind fünf Dürfer neuerlich über- schwemmt/ und ist die sogrntmntk Rulavinabrücke von, cinem ausgetretenen Nebenflüsse der Save star! beschädigt wordl'ii, Anch die kaum lwthbürftig wieder geschllissencu Save-Schutzdäininc sind abermals ernstlich bedroht und an zwei Strllcn von neuem beschädigt worden, — (Luftballons zu Kriegszwecken.) Die Einführung des Luftballons als KriegZmaterial hat ein neues industrielles Departcillrnt in dom liiniglichen Arsenal zu Woolwich hervorgerufen. Den Ingrnienren und Arbcits-leute«, welche mit der Anfcrtignng der Kriegsluftballons betraut sind, ist ein langer Buden iu der Nähe der zum Füllen der Ballons benutzten Plattform zur Verfügung gestellt, wclchcr eine gute Wrrtstättc zu diesem Zwecke bildet. Eil, ungewöhnlich grußcr Ballon, der „Saladin" gcmnml. uon 38,000 K'ubilfuß, ist nahezu volleildet, während zwei kleinere, der „Talisman" (1^.000 Fuß) und der „Sarazcn" (15.000 Fuß), fertig und bereits geprüft worden sind. Die „Vedette" (14.000 Fuß) ist zur Prüfung fertig, und der „Pilot", ein tleiner Ballon von »'»000 Fuß, hat dieselbe mit gutem Erfolge bestanden. Mehrere Ausflüge sind biz zu einer Höhe von 1400 Fnß gemacht worden, in wclchcr Position der Ballon durch ein Tau festgehalten ward und Signale durch Spiegel und Wurfscheiben mit der Erde ausgetauscht wurden. Vorkehrungen werden nun getroffen werden, um cine telephonische Verbindung mit der Gondel herzustellen. Der letzthin gemachte Versuch, einem Ballon mittelst ocs kleinen „Pilot" eine frische Gasfüllung zuzuführen, ist gelungen. — (Kostcu der rufsischcu freiwilligen Flotte.) Die „Army and Navy Gazette" schreibt: Dic Idee des Admirals Lcsou5ty, dic europäische Politik dnrch eine Entfaltung von Kreuzern in amerikanischen Gewässern zu beeinflussen, hat Rußland, einem ungefähren Ueberschlage znsolgc. nahezu cinc Million Pfund Sterling gekostet. Der „State of California" kostete «00.000 Nnbel, u»d feine Verwandlung in die „Europa' weitere 400.000 Rubel. Der ,.Columl>n5" kostete 450.000 »lnbcl, und die Kosten für feilte Vcrwaudlung in die „Asia" beliesen sich auf 600,000 Rubel, während die rcspectiveu Beträge für die „Saratoga," nunmehr die „Afrika," sich auf 000.000 und 400,000 Rubel stcllen. Der noch nicht beendigte Bau der „Zabiata" dürftc cincn Kostenaufwand von 450,000 Rnbclil erheischen. Im gnnzcn haben die Rumpfe der vier Kreuzer zwei Millionen Silbcrrubcl gekostet, Die übrigen vier Millionen wurden für deren Equipicrung, das Entsenden vou Mannschaften nach Amerika und deren Unterhalt in Boston vcransgabl. fokales. — (Kronprinz Rudolf.) Se. k. und l. Hoheit, der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolf hat aus der Reife von Wien nach Spanien mit dem Eilzuge der Südbahn vorgestern um <> Uhr nachmittags die Station Laioach passiert und nach cinviertelstündigcm Aufenthalte unter dcn,Hoch- und Zivio-Rnfen der auf dem Bahnhofe anwesenden Bevölkerung die Reise fortgesetzt. In Begleitung Sr. l. und l. Hoheit befanden sich: Sc. lüuigl. Hoheit Prinz Leopold von Baiern, Obcrsthof-mcister Contrc Admiral Graf Boinbrlles, Graf HanS Wilczel. Naturforscher Dr. Brehin, Rciscmarschall Host rath Ritter v. Claudy und sicbcn Hosvcdicnstete. Ein offizieller Empfang auf dem Bahnhöfe fand nicht statt. — (FZM. v. Pactcny.) Mit dem Wiener Eil^ zuge traf gestern um 6 Uhr abends Se. Excellenz der Herr FZM. und Stellvertreter des cisleithanischen Land' wehr.Obcrlommandantcu, Freiherr Packcny von Kicl-städten. in Laibach ein und nahm im Hotel ,zur Stadt Wien" sein Abstcigquarticr. Se. Excellenz wird heute vormittags dic Insfticicruug des hiesigen Landwchr-Cadrcs vornehmen und sodann um I Ul)r mittags seine Inspicicrungsrcise nach Kärnten und Steicrmarl fort- — (Hochzcitsbäumc.) Se. Durchlaucht Fürst Hugo zu Windischgräh hat zum bleibenden Andenken an die silberne Hochzeit Ihrer Majestäten die Pflau-zung von fünf Linden nebst Setzung eines Gedenksteines mit einer deutschen und slovcnischen Inschrift in dem Forsturtc St. Kanzian nächst Mauuiz veranlaßt. Die Einweihung des Steines sowie der fünf Hochzcitsbäumc fand am 20. d. M. statt. Bethciligt haben sich daran mehrere k. l. Beamten sowie jcnc dcr Südbahnstation Rakel, dann das herrschaftliche Forstpersonale, ferner eine zahlreiche Vcrtreluug fcitens dcr Ortsgcmcinoen Mauniz, Ralck und Eibcnfchnß, ncbst dcr die Schule zu Mauniz besuchenden Schuljugend. Nach erfolgtcr deutscher Ansprache seitens des Haatzbcrger Forstmeisters Herrn Rentz hielt Herr Pfarrer Klcmenc ans Manniz eine sluvenischc Anrede, worauf die Schuljugend unter Lei, tung ihres Lehrers nach Absingung einiger Lieder die Volkshymne anstimmte. Hierauf wurde den Schulkindern eine kleine Jause verabreicht und von cincm ans dcn Anwcsendcn gebildeten Männcrchor mehrere Lieder vor» getragen, welche mit neuerlicher Aosingung der Volls-hymne endeten. — (Schulfcstlichleiteu in Rudolfewerth.) Die Von der Directiou des k. l. Obcrgymnasiums in Rudolföwerth zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrcr Majestäten am Nachmittage des 23. d. M. im Gym» nasialsaale, veranstaltete Festlichkeit war, wie man uns aus Rudolfswerth berichtet, von der Elite der-Bevölkerung und Vertretern aller Gesellschaftskreise so auher-ordcutlich zahlreich besucht, daß dcr mit Blumen und Bildern schön geschmückte Saal die Erschienenen nicht fassen tonnte uud zur Aufnahme derselben noch ein anstoßendes Lehrznnmer sowie der Corridor verwendet werden mußte». Jede Pierce des in unserer Flstnummer bereits veröffentlichten Programms wurde von bei Gym-illlsialjugeno mit einer der Feststimmung entsprechenden Präcision ausgeführt uud durch lebhaften Beifall der Anwesenden ausgezeichnet. Zur Ermnermig an das Fest erhielten alle Schüler sowie auch jeder der Väfte ein kleines Gcdentblatt mit dcn recht hübsch ausgeführten Porträts Ihrer Majestäten. Die Veitheilung der zu diesem Tage aus dcm Gymnasial»Unterstützungsfonoe für 2? arme, Schüler dcr Anstalt an^schaften Betlei, dungsstücke wurde vor Beginn der eigentlichen Festlichkeit vorgenommen, damit dieser die oetheiltcn Schüler bereits im Fcstgcwande beiwohne» konnten, Tagsbarauf wachte der Lehrkörper des l. k. Gymnasiums dcm Herrn Äe-zirlshauptmannc seine Gratulatiousaufwartung. — Am Vormittage oes 24. veranstaltete auch die Knaben- und Mädchcnvoltsschulc in Rudolfswerth im Gymnasialsaale eine Festlichkeit, wobei dcr Herr BezirlKschulinspeltor Professor Dcrganz eine Ansprache an die Jugend hielt und sodann ein Knabe und ein Mädchen aus die Feier des Tages bezughabcude patriotische Declamation«« vortrugen. — (Casinorestauration.) Morgen, den ersten Mai, eröffnet der ncue Pächter Herr Joses Kögler die hiesige Casinorcstauration. — (Freiwillige Feuerwehr.) Als unterstützende Mitglieder dcr Laibacher freiwilligen Feuerwehr haben dcn Jahresbeitrag pro 1879 geleistet die Herren: Carl Tauzher mit 10 sl.; Wilhelm Mayer, Gustav Fischer. Josef Haussen, Auton Muschel und Paul Skalii mit je 5 ft,; Max Günzler und H. Halben-stciner mit je 3 ft.; und dic Frauen: Jeanette Recher mit 10 si.; Fanny Gale mit 5 fl., und Fanny Kottnil mit 2 si. — (Lcylam-IoscfsthalerActiengesell-schaft.) Am 27. d. M, fand in Graz, wie wir bereits gestern kurz mitgetheilt haben, unter dem Äursihe des iüerwaltungsrathspräsidenten Herrn Jakob Syz die achte ordentliche Generalversammlung dcr Actionnrc der Actien-ge^llichast für Papier- und Druckinbustrie Leylam-Iosefs-thal statt, bei welcher A2 Actionäre mit 750 Stimmen vertreten waren. Nach dcr Begrüßung der Versammlung durch dcn Vorsitzenden verlas der Ceutralbirettor Herr Albin Lenk dcn Rechenschaftsbericht über dai Verwalt tuugsjahr 1878, welchem wir nach cincm Referate der „Gr. Ztg." nachstehende Daten entnehmen: Die Iahres-productiun dcr Fabriken dcr Aclirngesrllschaft betrug 50,30!) Meterzentner Papier und 9003 Meterzentner Holzstoff gegen 51,311 Meterzentner Papier und ^230 Meterzentner Holzstoss im Jahre 1877. Die Verlaufs-fummr erreichte dic Höhe von 2.551,005 si., wovon auf den Export 1.237,335 si. entfallen. Nach Abschlag der Verluste und Abschreibungen beziffert sich das Netriebs-ergebnis dcr Fabriken anf 27i»,772 st, gegen 2I0.00I ft. im Jahre 1877. Die Druckindustric erzielte ein Ortrüg-»is von 52,338 si. gegen 38,228 fl. ,m Vorjahre, Laut dcr vorgelegten Bilanz resultiert für die Uctiengesell» schaft im Jahre 1878 ein Reingewinn von l55,535 fl.; hirvon wnrden 57,520 ft. zur Einlösung deS Iänner-coupons der 14,380 Stück Actien verwendet. Von dem Reste pcr !18,015 beantragte der Verwaltungsrath den Betrag von 80,280 si, znr Ergänzung der fünfperzen-tigcn Dividende am I.Iuli d. I, mit 0 ft. per Actie llus-znzahlcn, vom Ucberschusse per 11,735 fl. je lO Perz. für den Reseruefond zu hinterlegen und als Tantiemen an die Mitglieder des Verwaltnngsrathes zu vertheilen, den endlichen Rest mit !<388 st. als Gewinnsaldo auf neue Rechnung vorzutragen. Diese Anträge wurden ohne Debatte einstimmig angenommen. Bezüglich der auswärtigen Verschleiße der Atticngcscllschaft ergriff der Attionär Hrrr Dr. Poklular das Wort und schilderte in längerer Rede die Ucdelstände. welche sich betreffs bei Verwerthung dcr Fabrilsprooutte der Gesellschaft m Krain und Kroazicn zeigen. Dcr Jahresbericht wurde hierauf gcnchmigt und dem Verwaltungsrathe das Ab-solutorium ertheilt, In den Verwaltungsrath wurden bie Herren E. Klcmensiewicz, Dr, Ritter v, Hrider und Ios,f Obcrranzmcycr wieder- und zu Rechnungsrevisoren die Herren M. v. Fröhlich. G, v, Ncbcnburg und die steier-märtischc Escomptcbanl ucu gewählt, worauf die Ver« sammlung geschlossen wurde. — (Wiener Festzug.) Zur Erinnerung an den am 27. d. M. in schönster Ordnung und bei gün. stiger Witternng vor sich gegangenen Huldigungs-Festzug dcr Stadt Wien erschien soeben im Verlage von Ritter v. Waldhrim in Wien ein lleines. aus 28 fliichlin sezierten Bildern bestehendes Albnm. das die Zeichnungen sämmtlicher Gruppen nach dcn Malart'schc" Eiltwülfrn. ausgeführt von Ambros. enthalt. Wer den Festzug nicht selbst mitangesehen. dürfte aus diese,, dürftigen Skizzen allerdings kaum ein fehr anschauliches Blld vou der dabei entfalteten Pracht gewinnen, denjenigen aver, die fo glücklich waren Zeuge" desselben gewefen zu sem, dürftcn sie als cin Erinner.mgSbrhelf fur spatere Jahre immerhin genügen. Und da d>e Zahl der letzteren mehrere Hunderttausenbe betrug, so wird dllK vorlk- 8A; gcnde, in cincr kleinen und einer größeren Ausgabe erschienene Album trotz seiner künstlerischen Anspruchslosigkeit, die sich übrigens auch in den bescheidenen Prclsen (30 und 80 kr.) ausdrückt, wol seinen Weg machen. Original - Korrespondenzen. V. Adelslicrg, 27. April. Gleichwie allerorts im weiten großen itaiserstaate, ist auch hier der Jubiläums-tag unserer geliebten Majestäten mit ungeheuchelter Freude und mannigfachen Festlichkeiten gefeiert worden. Schon der Vorabend wurde mit Püllerschüsscn, Glockengeläute, Feuerwerk und Musik, dann mit einem Fackelzuge der Citalnica und durch eine wahrhaft großartige Marttbeleuchtung begrüßt. Das Anbrechen des eigentlichen Festtages kündeten gleichfalls wieder Pöllerschüsse nnd Musik an. Nach dem feierlichen Hochamte in der dichtgedrängten Pfarrkirche fand eine Festlichkeit mit Deklamationen und Gesangsausführungen in der Schule statt, wobei vom Herrn Dechant und Ortsschulraths-Obmanne den Schulkindern in einer trefflichen Ansprache die Bedeutung des Tages auseinandergesetzt wurde. Mittags wurden vom hiesigen Frauenverein die Orts-armcn, 30 an der Zahl, bewirthet und schlleßllch unter dieselben 100 ft., welche ein Wohlthäter zu diesem Zwecke emgcsendet hatte, vertheilt. Den Schluß der Festlichkeiten bildete am Nachmittage ein Ausflug der Schulkinder vor die Grotte, wo dieselben in Anwesenheit mehrerer Honoratioren des Ortcö mit einer Jause betheilt wurden und, so weit e» das Wetter gestattete, sich in mancherlei Spiele« unterhielten. Es war emc wahre Freude zu sehen, wie diese frohe Kinoerschar sich herumtummelte und schließlich jauchzend mit ihrer neue» schönen Fahne, die ihr der schulfreundlichc Herr Pfarrdechant als Geschenk an diesem Hage übergeben hatte, in laugen Reihen in den Markt zurüchchritt, woselbst alle Kinder vor dem Amts« gcdäude unter dem Klänge der OrtHinusit begeistert das ttaiserlied sangen. — Die Vollstomlwla muhte wegen schlechten Wetters auf den nächsten Sonntag verschoben werden. x. Seiscnberg, 27. April. Zur Feier der silberneu Hochzeit Ihrer Majestäten hat der Martt Sciscnbcrg den Vorabend dieses freudigen Ereignisses mit sogcnannlem Ioyannisfeuer, Püllerschüsscn, allgemeiner Beleuchtung ^wubei der Hauptplatz mit vielen prachtvollen Lampions geziert war), Feuerwerk, Absingung der iüoltshymnc und sonstigen zu dieser Feier passenden Gesaugsstücken festlich begangen. Am 24. wurde eine solenne Mcssc celebricrl, wobel sich neuerdings unser Sängerchor vortheUhaft hervorthat. Leider hatte der auf diesen Tag fallende Jahrmarkt die weitere Feier unterbrochen, trotzdem bleibt diese der hiesigen Bevölkerung durch ihre vorzügliche Ausführung im ewigen Gedächtnis. Der Dank dafür, daß alles so schön uud feierlich durchgeführt wurde, gebührt uuferem Herrn Gemeindevorsteher und dem Herrn Oberlehrer, welche sich freudig aller Mühe unterzogen, um das Fest glänzend und animiert zu gestalten. Orotzlaschiz, 'i7. April. Die silberne Hochzeit unseres geliebten Herrscherpaares gab auch der Ortschaft Groß« laschiz Gelegenheit, die Gefühle für die angestao'inte Dynastie an den Tag zu legen. Am Vorabende der Fest' feier verkündeten Pöllcrschüsse den Beginn derselben; in der Abenddämmerung erglänzte die ganze Ortschaft in brillanter Beleuchtung. Das Bezirksgerichtsgcbüudc. von Welchem eine große schwarzgelbe Fahne wehte, das Schnl-gebäude und mehrere Prlvatgebäude hatten mit Epheu umkränzte Bilder unseres Kaisers und unserer Kaiserin sowie schöne Transparente mit auf die Festfeier bezug-habendcu sinnigen Sprüchen ausgestellt. Die Bevölkerung Wogte freudig bewegt umher, und wurden unter Leitung des Lehrers Pavci? von der Schuljugend vor dem Gerichtsgebäude und dem Schulhaufe die euthusiastisch begrüßte Vollshymne und andere patriotische Lieder ge» jungen. Den anbrechenden Morgen des Festtages verkündeten Püllerschüsse. An der solennen Festmcsse bctheiligten sich sämmtliche k. k. Beamte, die ganze Schuljugend und die Bevölkerung, und wurden die hervorragenden Momente der Messe mit Pöllerschüssen verkündet. Der Nachmittag vereinigte ganz Großlaschiz zu einem patriotischen Feste in dem schön gelegenen Kar-loviz, woselbst Kegelspiel, Tanz und Gesang unter fort« währendem Pöllerschießcn abwechselten. Die Unterhaltung war eine äußerst animierte und fand ihren Cnlminations-punkt in der enthusiastischen Aufnahme des Toastes, welcher vom Herrn Bezirksrichter unter Bezugnahme auf den Festtag auf Ihre Majestäten ausgebracht wurde. Erst die tiefe Nacht besiegelte in angenehmster Stimmung das schöne Fest. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 29. April. Die Blätter besprechen das kaiserliche Handschreiben, wodurch Se. Majestät seinen Völkern den Dank für die dargebrachten Huldigungen ausspricht, mit wahrhafter Begeisterung; dieselben con« statieren einhellig, daß die Völker Oesterreichs niemals Worte von sulcher Innigkeit vom Throne vernommen haben. Wien, 2«). April. Die Amtszeitnng veröffentlicht das Gesetz betreffs Fotterhcbuilg der Steuern bis Ende Mal. Wien, 29. April. Der Herausgeber der „Neuen freien Presst," M. Etiemie, ist heute ommittags am Herzschlag gestorben. Tirnovo, 29. April. Die neue Assemblce wurde durch den Fürsten Dondukoff mit einer Ansprache eröffnet, worm er das Verlangen des russischen «aisers kundgab, daß kein russischer Unterthan znm Fürsten der Bulgaren erwählt werde. Die Versammlung wählte den Exarchen zum Vorsitzenden, worauf in geheimer Sitzung der Prinz von Äattenberg mit Acclamation als Alexander der Erste zum Fürsten Bulgariens gewühlt wnrde.__________ Graz, 28. April. (Presse.) Der Gemeinderath beschloß eine Petition um Ausdehnung des Einjährig« Freiwilligen-Institutes nnd Verminderung des Heeresaufwandes, Ulid allen Städten diesen Schritt mil-zuchelleli. Der Bürgcrmelster wurde ersncht, den Landtag in der nachstell Session zu einer ähnlichen Kundgebung zu veranlassen. Prag. 26. Apul. (N. fr. Pr.) In Prag wird gegenwärtig eil» »cuer czcchlschcr Verein gebildet, welcher die bedingungslose Reichsrathsbeschicknng anstrebt. Viele Beitritt»erllärullgell vom Lande treffen ein. Berlin, 2U. Apnl. (N. Wr. Tagbl.) Es verlalltet, daß Graf Schuwaloff nur znm knrzen Aufenthalte und um selil Abberufungsschreiben zu übergeben sich nach London begibt und schon am 1. Juni wieder in St. Petersburg sein wird, wo nach Rückkehr des Kaisers aus Livama ein entscheidender Personal« Wechsel zu gewärtigen steht. Paris, 28. Aprll. Vci der Besprechung der allläßlich der silbeulen Hochzeit des österreichischen Kaiserpaares stattgehMen Festlichleiten hebt die „Rc-publiqne fran^aise" hervor, daß diese Kundgebungen der Treue eine erfreuliche Ausnahme bilden in einer Zcit, wo die Herrscher beinahe aller Länder verbrecherischen Attentaten allsgesetzt sind. Daß Kaiser Franz Joseph — fugt das Blatt hinzu — in zahlreichen Prüfungen nicht an dcm Heile Oesterreichs verzweifelt hat, ist es, was ihm die Zuneigung bewahrte, von der er soeben von dem von Sympathie und Ehrerbietung erfüllten Europa so iuhrende Zeichen in verschwen« dcrischer Weise erhalten hat. Paris, 28. April. In der griechischen Frage herrscht zwischen den Mächten volle Uebereinstimmung. Wahrscheinlich wird dieselbe einer Äotjchaftertonsercnz ill Konstantinopel zugewiesen werden. Petersburg, 28. April. Ein Ukas des Kaisers Alexander unterstellt das taurische Gouvernement zeitweilig dem Veneralgouverneur von OH Kaiserpaar ist gestern wohlbehalten " UM" ^. gekommen. Auf allen Stationen wurde es M ^ massen und Deputationen mit Adressen enW>> begrüßt. <_. MF Tirnovo. 28. April. (Pol. Korr.) D>eH„ für die Wahl des Prinzen von Äattenberg » von Bulgarien stehen augenblicklich sehr gu"'"« Telegrafischer Wechselkurs vom 29. April. ^«, ^.«^ Papier«Rente 65 30. — Silber « Rente «d ^-..Wl.' Rente 77-05. - 1800er Staats-Anleben N9 50. ^ " E 808. — Kredit-Acticn 248 20. — London U?^>, ßB ---. K. l. Mimz-Dulaten 5 54. - 20-3"»"" 3 34'/,. — 100-Reichsmarl 57 60. , Wien. 29. April, 2'/, Uhr nachmittags, ^Hl^ Kreditactien 248 20. 1860er Lose 119 00. !«<"« U <^ österreichische Rente in Papier 65 30. StalltK°n^,F Nordbahn 221-50. 20.Fransenslücke 9 35, "!'^^,,WlM 234 00. österreichisch, ssrancobanl-'—, österre'ch'M, ^, 110-25. Lombarden 03 25. Unionbant 77' . ^"^°" D^. türkische 5.'ose 20-, Communal'Anlehen U3'i0. «7" Goldrcntc 77 15. ungarische lUuldrmlc 90M^MYn^^ Kaudel und Volkswutljschastli^ Der letzte WochenauSweis der l. l. PNv.H^M ungarischen Anut wrist im Acrhällnisse zu dcin dtt" A »° Nendc AcrandernnlM cms: MctallsäM sl. l" ^.^, " «ahme fl. 115.114- in Metall zahlbare Wechsel - OM Abnahme fl. 47.772; escompliertc Wechsel uud lM n l"5 79,108.119, Zunahme sl, 2,4:N.81 ,. l' Zuuahme fl. 09.555; börsrnmaßig alissclauste -p"> ^w Äaul fl. 0.7^5,552. Zunahme fl. 132.794; Al«'" ,,iolcB"^ sonds fl. 17.607.130. Zunahme sl.172.32l'! ,""'' ,1« sl.270.0W.430, Abnahme sl. 1.407,900; Giro-ElMM'^M" Zunahme fl. 499.130; Pfandbriefe im Umlausc !^ Zunahme fl. 124,000. Angekommene Fremde Am 29. April. . ^^' Hotel Stadt Wie». Kaiser und Mach, Me., M"- Ocschäflsleilcr, Margarelhcndors. ^. „ ^- ^.§, Hotel Elefant. Irry und Fischer. Reisende. ""'-^M^ Pfarrer, Ovsiäc. — Ncudiuer. Reis,. Hicbam^ "^ec,', bcanitcr, uno Sylora, l, l. Geometer, Graz. .«.My!!», «z, Geometer, Laibach. — Äarun Dccteu sammt ^"h^ MarincOssizicr, Pula. - Allmayer von Allstern. "^»1° bcsiher. Obn'crtcnstein. Kurz. BauuntenlclM, Hotel Europa. Maller, Kfm.. Gladbach. ^. W° Vaierischer Hof. Ia.lk', NealitätenbcsiOcr, Wcy> «^. Matcrija. t,Mtl, i> ttais« von Oesterreich. Kelle, Zoll. — DolMt". ^' . nica. - jlmct, hehrer. Ncumarltl. — P's"'<«a Ustd^4 Mohren. Broch, Warasdin. - Äcrschischnil HclcM ^B" Angela, A/cumarlll. — Oiuaun. Krainburg, !"..,«, > Fischlack. - Tolazzi. Tolmczzo. — Poguütz^^>^ Verstorbene. ^ Den 25. April. Adolf Franzcl, Arbeiters' . Wochen, Triesterstrasle !)ir. 20, Convulsion«:». ,^.jti>^. / Den 2«. April. Wladimir Nezic, Frljc"^ ^l^ Monate, Uialhausplah ^ir. 3, Lungenlähmung. « z!M Lacher. Inwohnelin, 77 Jahre, Hafnersteig "l. . c'l'phyfeul. Arbeit«^' Den 2U, April. Äarlholomäus Ialop. "^ Pi>> Vergweg Nr. ti, Lungenschwindsucht, — Franz "«" »^z ^ ner. 07 I.. Tiruauergasse Nr. 15, plötzlich anwl^>^< '---------------------------------------- ^^^aibw 2 N. schwach "">^lt . «« 9, Ab. 730 91 ^.74 N. schwach "'h^l Tagsüber Regen, unfreundlich, gcg/n ""^, ^S lichtet. DaS Tagesnüttel der Warme -i> «^ ' dem Normale. __^.-^<^ War« Papierrente........6540 S5 50 Vilbcrrcutc........6585 00- Voldrente.........7740 77 50 Lose, 1854........113 50 114 - » I860........11950 11975 » I860 (zu 100 fl.) . . . 128 - 128 5U » 1804........1>,6 25 156 25 ung. Prämien.Anl.....90 75 97 — Kred.t.U.........1^ __ 1^ 5^ «"doljs.L.........,7... i7 2b Pramienanl. der Stadt Wien 11280 113--Nonau-Regulierungs-Lose . . 10? 75 108 -Domänen»Pfandbriefe . . 143 «,<) 144 . . t)cslcrr. Schatzscheiue 1881 rück« zahlbar.........1^.„ ^._. Oeftcrr. Schahscheine 1882 rück» zahlbar.........9<>90 100 10 Ungarische Goldrente .... 9115 9120 l! anschc EisenbahN'Anleihe . iu?_ i<)750 ^I/>, ich'che ^isclibahn-Anleihe. ^.numlütiustückc......l062i» 10675 Ungarische Schalzanw. vom I- 1874 . ......N9W l2010 Unlehen der Stadtgemeinde W,en in B. V. ..... 99 92 !.0 «clb W,ne Gruudentlastungo llbliaatisnen. Vöhmen.........102— 103 — Niederösterreich......104 50 105 — Galizien.........885.0 89 — Siebenbürgen.......7875 79'25 Temeser Banal......80-50 81 Ungarn..........84 75 85 25 Actleu vsu Uanlen. Anglo<öslerr. Vaul..... 110 50 11075 Kreditanstalt ....... 24925 24950 Depositcnbanl....... I«2 - —- Kreditanstalt, ungar..... 234 75 235 — Oesterreichisch. ungarische Vant 807— 808 - Unionbaul ........ 7? 25 7750 Vcrlehrsbant....... 112— 112 50 Wiener «anlverein..... 117 25 117'50 «lctien von !ranKhsrt Unterneh-mungen. Gelb waic Alföld-Nahn .......129 . 129 50 Donau.Dllmpfschift'.'Gesellschast 563 505 - Elisabcth'Westbahn.....182- 18250 «eld Ware Ferdinands»Nordbahn . . 2215-2220 — Franz.Ioscph.Oahn .... !39— 13950 Galizischc Karl-Ludwig - Bahn 23450 234 75 Kaschau-Oderberger Nabn . . 107' - 107 50 Lemberg'Ezernowihcr Nahn . 130 25 130 50 Lloyd . Gesellschaft.....034 — 630 - Oesterr. Nordwestbahn . . . 123 5') 124 - Rudolfs-Nahn.......128 50 123 Staatsbahn........200— 26025 Sndbahn.........63 50 08 75 Theiß-Bahn........193 50 194 Ungar.'galiz. Verbindungsbahn -- --Ungarische Nordostbahn . , . 122 25 122 50 Wiener Tramway-Gesellsch. . 190 25 190 75 Pfandbriefe. Allg.öst.Äodentreditanst.(i.Gd.) 114 50 115- „ „ ^ li.Ä.-V.) 99— 99 25 Ocstcrreichisch.migarijche Äaul 100 05 100 85 Ung. Aodcntredit.Inst. (A..N.) 98 25 98 50 PrlsrUätü'Dbli«atlsuen. Elisabcth.V. 1. 6^ iL^ Südbahn » 3«/. . - ' ' 102" Auf deutsche Pläl^c . - - '. il7^ ll?X London, iurzc S'ch» ' ' . ll?^ . Deutsche Reichs- 55 « H! ^ Noten ... - 5< ^ ^ M " Silbergulden . . 100 „ ------------'«obl>«»'""^ Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Mmuten notieren: Papicrrente 05 40 bis 65 50. Tilberrente 65 85 bis SS -. Goldrente 77 40 bis 7?!»0. Kredit 249 60 vls """ I 11110. London 117-15 vlS 11?!jö. Napoleons i,.i4 vis 3 34'/,. Silber 100— bis 100-. A