Nr. 124. Montag, 3. Juni 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung prsn»Mtr» ll,, halbjäliriss 15 l<. Im Kontor: ganzjährig »L ic, I,albiäl,ri„ 11 X. Fur die Zustellung nis Hau« ganzjälmn 2 K. — Inscrtiunögclmhr: Mr lleinc Iiiscrnle bis zu 4 Zrilr» 5«> l,. größerr per Zeile Ili d, l,oi i'lleir» Wiederhl'luü^n per ^rik> « d. Die «Laibachei Zeiwng» erscheint täglich, mit Uusnahnie der Sonn- und Feiertage. Die Abminlftratinn defindet sich Nongreßplay ?tr. 2, die Medllltion Dalmatingasse Nr. 10. Sprechstunde!, der Nedaltion von » bii! l» Ubr vor» mittags. Uujranliertt Vrieie werben nicht anneiiomnic», Manuskripte nicht zurückgestellt. Nichtamtlicher Heil. Rußland. Die Aussichten ans die Erhallnng der gegen-ivärtigen Dnma sind, lvie inan alis Petersburg meldet, ilach dein Urteil nilterrichteter Kreise fast vollständig geschwunden. Der (bedanke der Auf-lösling der Duma, welche von eiln'in Teile der Kabinettsmitglieder schon seit längerer Zeit als ge boten betrachtet und nachdrücklich gefordert, wurde, vermochte bisher hauptsächlich infolge des Widerstandes des Ministerpräsidenten Stolypin nicht durchzudriugen, der die Hosfnnilg anf die Möglichkeit eines Znsanliilenlvirkeils der Regierung mit der Volksvertretung trotz aller entmutigenden Vorgänge nicht fallen lassen wollte und daher an dem Entschlüsse festhielt, in der Nachsicht und dein Entgegenkommen gegenüber der Duma bis zur äußersten Grenze zi> gehen, ^c'unmehr hat sich aber, wie man versichert, auch dein Ministerpräst deuten die Überzeugung aufgedrängt, daß von der gegenwärtigen Tnma ein Einleilken in die Bah ncn politischer Mäßignng nnd rnhiger Arbeit nicht zu erwarben sei. Tiefer Eiildrlick wurde in erster Linie durch zwei Vorgänge hervorgerufen: durch die Haltung der Linken bezüglich der Kund gebllug des Abschenes iiber den jüngst aufgedeckten Attentatsplan gegen den Zaren, sowie insbesondere durch die erfolgte Ablehnung der die Taten der Terroristen verurteilenden Resolution. Der i'n der Nacht des ^8. d. abgehaltene Ministerrat soll hauptsächlich der Entscheidnng über das Schicksal der Tnma gegolten haben. Das „Fremdeublatt" erörtert die Tätigkeit der russischen Duma imd hebt bedauernd hervor, das; die letzten Wochen kein Anzeichen erfreulicher Entwicklung zum Besseren gebracht haben, schwer lasten anf diesem Vertretungskörper seine radika len Elemente. To hat denn auch der furchtbare Anschlag, der die kaiserliche Familie bedrohte, in der Vertretung nicht jene scharf beredte Verurteilung und Brandmarkuug erfahren, die zu erwarten gewesen war. Und dieser Zug innerer Unsicherheit hat sich auch bei den sachlichen Beratungen ver hängnisvoll erwiesen. Ein objektives Urteil über den bisherigen Verlauf der Session nnif; znge-stehen, das; gegenüber der parlamentarischen Tä-tigkeit de5 Ministeriums und besonders vor der Stolypins die Leistungen, der Abgeordneten weitaus zurückstehen. Um wie vieles ist dieser ernste Politiker, der die ganze Slimme seinem .>iö'nuens dem nusagbar schwierigen Problem der Agrarfrage zur Verfüguug stellt, seinen radikalen Geg nern überlegeil. Die Agrarkolmnission der Duma hat mit ihrem Beschlusse, die Zwangsenteignuug zu elnpfehleu, sich zu einem Prinzipe bekannt, das Stolypiu lvohl in'emals anerkennen lvird. Das „Nene Wiener Tagblatt" begreift es, daß Herr Stolypiil zur Überzeugung gelangt, daß von der gegenwärtigen Duma ein Einlenken in die Bahneil politifcher Mäßigung und ruhiger Arbeit nicht zn erwarten steht. Den entscheidenden Eirund der lvohl als sicher anzusehenden Auflösung der zweiten Duma erblickt das Blatt abermals — wie bei der ersten — in ihrer Haltnng gegenüber der von der Regierung vorgeschlagenen Lösnng der Agrarreform. Daß ein nochmaliger Versuch mit einer dritten Duma gemacht werden wird. sieht das Blatt als sicher an. Werden die dritten Wahlen eine Lösung der russischen Krise uäherrücken? Die richtnngslose, bald der Regie rung zuneigende, bald mit dem agrarischen Radikalismus kokettierende Politik der Kadetten scheint — voriänfig wenigstens — kein gntes Omen. Herr Stolvpin hat sich bisher als .'in rnhig erwägender Politiker erwiesen. Die „Österreichische Volkszeitung" schreibt: Noch ist es möglich, daß eine letzte Erwägung den Zarenhof von der Auflöflingsorder zurückhält. Stolypin, der zweifellos eiu Znsammenarbeiten mit der Duma ernstlich im Ange hatte, weiß, daß trotz allcdem uud alledem die Duma ein Ventil für die großen Gä'rnngen im russischen Volke war nnd auch »veiter sein mnß. Politische lleberftcht. Laib ach, 1. Juni. Die geplante Ausschließung der drei deutschfreisinnigen Wiener Abgeordneten aus dem zu bildendeil „n ational - freiheitliche n" Block wird in den liberalen Wiener Blättern abfällig besprochen. Die „Neue Freie Presse" weist darauf hin, daß mit diesem Vorgeheil nicht bloß die erwähnten Wiener Abgeordneten, sondern, auch die freisinnige Wiener Wählerschaft brüskiert werde. Politiker, die keine Ahnung davon zn haben scheinen, was bei den letzten Wahlen ill Wien sich ereignet hat, und mit ganz nichtigen Ausreden Wien aus dein freisinnigen Block streichen, haben nicht die Eignung, über das Schicksal der Deutschen zu verfügen nnd habeil vom allgemeinen Stiinm-recht nichts gelernt. — Die „Zeit" ineint, die Ver-wirrnng, die der neuen Parteibildnllg vorangehe, sehe sehr wie eine absichtlich gemachte aus. Die Unruhestifter seieil die Freialldentschen. hinter denen als Fadenzieher die Ehristlichsozialen stehen. Die oentschfreiheitlichen Parteien werden sich hoffentlich durch Intrigen von der berechtigten Wahrung ihrer wichtigsten Interessen nicht ablenken lassen. — Das „Deutsche Volksblatt" nnd die „Teutsche Zeitung" sind mit dem Vorgeheil der Vertreter der freisinnigen Parteieil in dieser Frago völlig einverstanden. — Die „Arbeiterzeitung" behauptet, die Forderung der FreinlliX'ntschen nach dem Ausschlüsse der drei. Wiener freisinnigen Abgeordneten sei ein Bestandteil ihres .Kompromisses mit den Ehristlichsozialen. Wie die Petersburger „Pol. Korr." meldet, l,at das I'uilclMliiiistcnum ergänzende Gesetzes-bestimmungen zur Gewissensfreiheit ausgearbeitet, durch welche verschiedenen Vekennern frejmdcr K onfession e, il iil R n ß land auferlegte Beschränkungen aufgehoben werden. So wird zmn Beispiel die Einmischnng der weltlichen Justiz in der Fremdvölker Rnß- lands vollkommen beseitigt. Alle russischen, Ttaats^ bürger sollen gleiche bürgerliche Rechte, genießen, auch wenn sie nicht zur Staatskirche gehören; wenn sie sich nicht zur christlichen Religion bekennen, sollen sie ihres Glaubens wegeu nicht, wie bisher, in ihren bürgerlichen Rechten beschränkt werden. Gleichzeitig aber weist das Gesetzprojekt der Regierung darauf hin, daß solche staatliche Verpflichtungen, wie der Militärdienst, die Zahlung der Abgaben und Steuern, die Unterordnung Feuilleton. Das Opfer. Novellette von Keinlöold Orlmann. (Nachdruck verboten,) Er stand am offenen Feilster des Schulzim mers und sah mit düster gefurchter Stini den Knaben und Mädchen uach, die sich uuter ausge-lassenem Lärmen dnrch den Schulgarten auf die Straße drängten. Das gleiche Bild wie alle Tage! Sie jubelten auf beim Ende der Schulstunden, wie der Eingekerkerte nicht lauter über die wiedergewonnene Freiheit jnbeln konnte. Und kanm einer, der am nächsten Morgen frendigen Herzens wiederkam. Gewiß — er konnte es nicht anders erwarten. Nie sollte er sich anch die Liebe uud Zuueigung der linder erringeil — wie sollte er ihnen vor allem Liebe zum Lernen einpflanzen? Fünfzig Kinder hatte er in seiner Klasse zu unterrichten. Sie in Nuhe nnd Ordnung zu halten, mußte er streng sein, unerbittlich streug, mußte er beständig strafen und tadeln. Das hielt die Kinder lvohl in Zucht', aber es machte ihnen auch die Schule zmn harten Zlvang, flößte ihnen Angst ein vor dem Lehrer anstatt Liebe. Und dann quälte er sich, dieser Iu-a.cnd, die das schwere Blut und die dicken Schädel ihrer Väter ererbt hatte, von dein Besten seiner Eeele zu geben — suchte den Drang nach Schönheit in ihre Herzen zn gießen, sie zn veredeln nnd zu erheben. Wie wenig, wie bitter wenig lohnte der Erfolg sein heißes Mühen! Die Segnung des Schreibeils nnd Lesens — ja, die vermochte er ihnen lvohl zuteil werden zu lassen. Daß sie später Briefe schreiben nnd ihr Sonntagsblattchen studieren konnten. Was waren denn die geworden, die alle im Lause der Zeit vor ihm anf den harten Bänken gesessen hatten? Banern wie ihre Vorfahren — die Alltags hinter dem Pfluge gingen und Sonntags ins Wirtshans, stumpf nnd gleiche gültig gegeil, das Schölle, nur für ihr täglich Brot besorgt und für ihr armseliges Feiertagsvergnügen, das in nichts bestand als in Biertrinken, Tabakqualmen imd Streiten. Dafnr rieb er sich auf in harter Arbeit, dafür hatte er dreißig Jahre seines Lebens zwischen den kahlen Wändeil der Schulstube verbracht. Nutzlos, zwecklos. Wie hatte er sich in diesen endlos langen dreißig Jahren darnach gesehnt, die Kinderaugen ein einziges Mal in Begeisterung fnr etwas wahrhaft Schönes anf-leuchten zu sehen, wie hatte er uach einem Menschen gesncht, den er auf den Weg zur Höhe führen konnte! Daß er- sich sagen konute: dem einen wenigstens bist dn etwas gewesen — für den einen einzigen war dein Tafein Notwendigkeit, in dem einen Herzeil ist das Samenkorn aufgegangen, das du in Mnhsal gepflanzt hast. Aber nutzlos — zwecklos hatte er gelebt. Wenn sie ihn hinaustrugen zur letzten Ruhe. wenn sich das Grab über ihm geschlossen habeil würde — keiner würde ihn vermissen, keiner entbehren, nnd sein Plah würde vollkommen von einem anderen ausgefüllt werden. Von einem vielleicht, der die Kinder der Banern noch besser schreibeil und leseil lehreu würde als er. Wenn er noch ein Weib, wenn er Kinder gehabt, hätte, die er nach seinem Nilleu hätte formen können. Aber einsam, ganz einsam war er. Und daran war das Schuld — das — vor dreißig Jahren. Damals, als er, ein junger Lehramtskandidat, hier- ills Torf gekommen war, hatte die Liebe von ihm Besitz ergriffen - eine große, starke, leidenschaftliche Liebe. Sie, die sich sein, Herz gewonnen, war, anders geartet als die übrigen, imd in ihrem Herzen brannte etwas von dem Feuer des Idealismus, der den Jüngling erfüllte. Freilich — sie war nur eines Bauern Kino, und das Bauernblut war stark ill ihr trotz jenes Schönheits-fuukens, den ein segensreicher Wind in ihre Seele getragen hatte. AIs ein anderer kam, sie zn seinem Weibe zu begehren, ein reicher Bauer, da war sie unsicher uud schwankend geworden. Wäre er damals vor sie hingetreten, hätte er ihre Liebe gefordert in heißem Werben - sie wäre ihm lvohl trotzdem gefolgt. Aber er hatte gefürchtet, ihr Glück dadurch Zu Zerstören, und ei- war still zunickgetre-ten. Hätte er doch noch vier oder fünf Jahre lvar-ten müssen, ehe er hätte daran denkeil können, sie zn seinein Weibe zu machen, und er fürchtete, daß sie später den. Vorwurf gegen ihn erheben könnte, sie würde mit jenem anderen ein besseres Glück gefunden haben als nut ihm. Was ihn das Opfer gekostet hatte, wußte nur er selbst; niemals, nicht Laibacher Zeitung Nr. 124. 1154 3. Juni 1907. unter daö^triminalgeseh und die polizeilichen Verfügungen zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit, feiuem Bürger des Reiches erlassen werden können, mich wenn sie seiner religiösen Überzeugung wider-sprechen. Aus Potsdam wird gemeldet: In seinem ^spräche mit den englischen Journalisten sprach der. Kaiser seme Befriedigung au5, das; die Neisc der Engländer durch Deutschland so genußreich für sie sei. Er freue sich sehr, daß er die leitenden Herren der englischen Presse hier begrü' s',en könne uud er glaube auch, daß eiu solcher Besuch gute Folgen haben werde. Er möchte aber wünschen, daß nicht nur die englischen Journalisten, sondern auch audere einflußreiche und Politische Persönlichkeiten Englands nach Deutschland kommen, nln die deutschen Verhältnisse kennen zu lernen. Von der gegenwärtigen englischen Negierung, sagte der Kaiser, kenne ich nur den Kriegsminister Haldane. ferner sagt,e der Kaiser in bczug auf seinen Besuch bei, Lord Londodole und Tir John Cunn, er billige sehr das System des kleinen Landeigentümers in, Yorkshire und sei bestrebt, dieses System in Deutschland zu fördern. Solche Leute geben gute Soldaten. 'Auf eine im englischen llnterhause gestellte Anfrage über die Lage in Pe, rsien erwiderte Staatssekretär des Auswärtigen Sir Ed ward Grey, daß nach telegraphischer Meldung des englischen Gesandten in Teheran die Lage in den Provinzen, die unsicher gewesen sei. sich nunmehr gebessert habe und daß im Südcu alles ruhig sei. Die Ausschreitungen gegen die Japaner, welche sich in Sau Francisco ereigneten, haben, wie man aus London schreibt, in japanischen Kreisen keine Überraschung hervorgerufen, da man sich nicht verhehlt hatte, daß troh der einstweiligen Regelung des früheren Zwischeufalls der Brand unter der Asche weitcrglimme. Daß die amerikanische Zentralregierung in dieser Angelegenheit vom besten Willen beseelt ist, wnrde in Tokio nie bezweifelt. Es kommt jedoch darauf au, welche Sicherung die Negierung Kaliforniens schaffen kann. Gewiß ist jedenfalls, daß sich die japanischen Bewohner von San Francisco durch derartige Nuhestörnugen und Verfolguugen durchaus nicht verscheuchen lassen werden. Die Japaner halten an ihren vertragsmäßigen Privilegien fest nnd müssen sich im übrigen darauf verlassen, daß die befreundete Negierung diese Vertragsrechte wirksam zu schützen verstehen wird. Das Abkommen, auf dem diese Nechte beruhen, geht allerdings in vier, Jahren, zu Ende, und falls die Extremen dann noch irgendwelchen Einfluß haben sollteu, werden sich gewiß Schwierigkeiten ergeben. Dics hat aber mit der augenblicklichen Lage nichts zu tun, und man hält an der Hoffnung fest, daß in dieser- svw.a>' in nicht zn fenier Zeit ein günstiger Wandel eintreten wird. Tagesneuigteiten. — (HL a n n beginnt die I m m unität eines Abgeordneten?) Präger Blätter mel den aus Aodenbach: Vom Bezirt'5geriäne in Tctsclien wurde der neugewählte sozialdemot ratische Reichs-ratsabgeordnete Adolf Neißuer über eine Ehrenbe leidigungsklage des Schriftleiters der hiesigen radi-ta!-antisemitischen „Nordböhunschen Polkszeitnng", niit dein er einen Zusammenstoß anf der Straße hatte, zn fünfzig Kronen Geldstrafe verurteilt. Der Nichter stellte fest, daß die Immunität eines Abgeordneten erst mit der Einberufung des Neichorates wirksam wird. — (E i n h ü bsche 5 F i r m n n gsge s chicht che n) wird der „Sächsischen Lebrerzeitung" mitgeteilt. Bei Weißenbach in Sachsen liegt das Dörflein Neuhaus, wo ein Graf Winivffen sein Schloß hat. Der Graf erbot sich, zehn Knaben, seine Patenkiw' der, zur Firmung zn führen, und versprach jedem Knaben als Firmnngsgeschenk ein „Gebetbuch" nnd ein „Vildl". Also nicht einmal eine Uhr wollte der reiche Mann geben, so konnte er sein schäbiges Buch nnd sein „Bild!" auch behalten! So dachten neun der Patenjünglinge nud snchten sich einen leistnng^fähi-geren Firmpaten. Nur einer kam, der Sohn eines Lehrero. Dieser erhielt das versprochene Nnch, in dem nicht nnr sein eigenes „Vildl" lag, sondern auch jene, die die anderen nenn verschmäht hatte», Jedes Bild aber war eine Huudcrtkroncnnotel — (Tödlicher Unfall am Telephon.) Ans Berlin, 'ii. d., wird gemeldet: Die „Zeit schrift für Schwachstromtechnik" berichtet von einem merkwürdigen Unfall am Telephon. Die, Tochter eines Kanfmanneo im Staate Massachusetts in den Vereinigten Staaten hatte sich vom Tische erhoben, nm mit einer Frenndin telephonisch zn sprechen. Ani Apparat war eine elettrische Glühlampe angebracht, Tac- Mädchen drehte mit der einen Hand-den Schnl° ter der Lampe, nm sie anzuzünden, mit der anderen die ' Knrbol des Telephonapparates. In diesem Augenblick erloschen sämtliche Lampe» des Hanfes, das Mädchen stürzte zu Node» uud wurde von der berbeigeeilteu Mutter tot mit einer leichten Brand-»onnoe am Handgelenk aufgefnnden. Von der Lam-penfasslnig war der Strom auf den Metallknopf der Manschette des Mädchens, anf dessen Körper nnd zum Telephonapparat ülx'rgegangen. — (Der Hunger nach Nuhin.) Der 5><)jährige Zeituligsverschlcißer Francois Monzer in Paris war schon lange außer sich daniber, daß kein Mensch ihn eigentlich so recht beachtete, und dabei „trug" er doch im wahren Sinne oes Wortco sein redliches Teil dazu bei, andere Leute berühimt zu machen. Er dachte, das muß anders werden, nnd die Leute müssen auch mal von nur sprechen. So heckte er denn, als er noch ei» bißche» mehr als gewöhnlich hi'ilter die Vinde gegossen, folgenden Plan aus. „Da man gerade so außerordentlich viel von Anarchisten spricht," dachte er bei sich, „werde ich es mal mit dem VomdcumaäM versuchen und so eine Art Bombe meiner Zeitung, die ich täglich ausschreie, aufs Fensterbrett legen. Es müßte doch geradezu mit oem Teufel zugehen, wenn ich da nicht berühmt würde." Gesagt, getan, und er hatte auch das Glück, daß die Zeitung nichts Eiligeres tat, als die ganze Geschichte ihren Lesern Haarklei» mitzuteilen. nud es dauerte auch nicht lang, so war die Polizei dem Täter auf der Spur und bald» verhaftete sie ihn inmitten seiner Amtsbrüder, denen er die Geschichte mit allen Details zum besten gab und» sich als Helden feiern ließ. Auf dein Polizeibureau wurde dann festgestellt, daß der jekt unheilbar dein Altoho! Verfallene ursprünglich Diener bei Viktor Hugo gewesen war, der ibn zu einein Advokaten fortgelobt hatte. Dieser hatte ihn wieder wegen Insubordination entlassen müssen, und dann hatte er eiu Wäscherinnen - Syndikat gebildet, und als das schief ginn, war er von Stufe zn Stufe gefallen, bis er endlich Zeitungen verkaufte und Bomben konstruierte, nm von sich reden zu machen. Wenn er betrunken war, was ja uicht zu den Seltenheiten gehörte, so pflegte er Verse aus „Oricw tales" und von Mnsset zn r°ezitieren. — (Ein origineller Heiratsschwindler.) In Enghien wnrde diesertage ein Pärchen verhaftet, das durch lanciere Zeit in Paris heiratslustige Tameu iu der unverschämtesten Weise aus' plünderte. Frau König, die sich „de Maisonsenle" nannte und dramatische Künstlerin zu sein behauptete, nuterhielt eine» sehr elegant eingerichteten Talon, in dem sie Damen znm Tee empfina,. Tie .^auvtanziehnngslraft ihres Salons war der junge Baron Fly de M6ry, ein ebenso schöner wie distinguierter Mann, der ein Jahreseinkommen von 50.000 Franken haben sollte. Die von Frau de Maisonsenle anf den verschiedensten Wegen — zum Teile durch Inserate — herangelockteu Damen gingen regelmäßig in das ausgelegte Netz. Sie verlobten sich mit dem temperamentvollen Baron uni> genossen während des Vl-antstandes ein Liebesglück, das sie allen Wünschen dec> Bräutigams zugänglich machte. Unter allerlei Vorwänden wußte der Baron seinen zahl-reickieu Bräuten größere Beträge zu entlocken. Eiu älteres, reiches Fräulein ließ sich lx'wegen, ibm erhebliche ^nmmeu zn übergeben, die er angeblich dazu verwendete, ihr das Krenz der Ehrenlegion zu verschaffe». Kam dann der Heiralstermin, so machte der Baron der Braut folgendes Bekenntnis: „Es ist Zeit, daß ich dir die Wahrheit sage. Ich bin verhei ratet. Wir könne» nie ein Paar werden. Meine Frau ist fnrchtbar eifersüchtig." . . . Ließen, sich die Betrogenen dadnrch uicht abweisen, so erzählte er ihnen, er sei der Bruder jener Dame, die im Mai 1^92 in der Nue du Nocher die Geliebte ihres Gatten mit fünf Nevolverfuaelu niedergestreckt hätte. Und er fügte hinzu.- „Reizen Sie mich nicht länger, denn wir sind alle so in der Familie." ... Bräuteu, die noch immer Ansprüche erhoben, dnickte er eine Sammlung von Zeitungsansschnitten in die Hand, in denen der von seiner Schwester verübte Mord mit grauen haften Details geschildert war. Das wlrkte unfehlbar. Trotzdem fand sich eine mutige Dame. die den Schwindler der Polizei anzeigte, worauf die Verhaftung des saubereu Paares erfolgte. „Baron Fly de M<'>N)" heißt übrigens in: bürgerlichen Leben Paul Deslr,. in diesen drei Jahrzehnten hatte er es verwunden. Aber er, freute sich trotzdem dieses Opfers, das dem geliebten Mädchen das Lebensglück erkauft hatte. Da kmn auf der Landstraße ein Wageu gefahren, wie ihn die Bauern zu gebrauchen pflegen, und hielt vor dem Echnlhause an. Ein junger Bursche stieg herab, band die Zügel fest und kam auf das Schulhaus zu. Als er des grauhaarigen Alten anr Fenster ansichtig wurde, lüftete er grüßend ein wenig den Lodenhut. „ I bill schön — i möcht znm Lehrer Naindl," sagte ei- halb fragend. Erstaunt gab der Lehrer Zurück: „Der bin ich. Was wollen S' denn?" „I soll halt b'stelln, die Kererbänrin läg im Sterb'n. Und sie möcht Eahna no amal sehg'n." Verständnislos sah ihn der Lehrer an. „Die Kcrerbänrin?" fragte er. „Wer- ist denn das? Hier im Dorf heißt doch niemand so." „I bin net vo hier," lautete die Antwort. „I kirn vo Schlehau. Der- Kererbauer schickt, mi, und 'r laßt sag'n, wann d'r Herr Lehrer kemma will, nacha war's d' högste Zeit. 's ging aaf d' Leht mit d'r Bäurin, sagt 'r." Der Lehrer mußte nach einer Stühc tasten. Er war totenbleich. „Von Schlchau — sagsn Eic?" brachte er mit Anstrengung hervor. „Heißt der Kererbauer — vielleicht -- Tobias Meidinger?" „Freili — der Meidinger is." (Schluß folgt.) znnder der Fmsterms. Roman von Anton von Perfall. (78. Fortsetzung.) (Nachdruck vesboten,) Sänne lauschte gespannt ihrem Gatten, während iu ihrer Seele das Bild des blonden Knaben sich sornlbe, de» sie geliebt, um den sie gekämpft hatte wie die Löwin nm ihr Junges, und ein Licht gin.g von ihm aus, das ihr ganzes Wesen durchleuchtete. Die Finsternis rang niit dem fremden Eindringling nnd wühlte all den wüsten Schutt auf, den das Leber in ihr abgelagert. Nur eines war ihr klar, von diesem ungewohn' ten Streite durchschüttelt — der Mann vor ihr war ihr Todfeind, und der seine, und sie war seine Mut« ter! Dieses gedachte Wort wirkte mit magischer Kraft in ihr. Er durfte ihn nicht würgen, den blonden, kleinen Nini. Und sie war frank und schwach und konnte sich nicht aus dem Qehnstnhl heben, so konnte nur die Nerschlagenlieit helfen, und darin war sie Ferrol noch über. Sie schloß die Augen, um sich nicht zu verraten nnd schlug einen weinerlichen Ton an. „Mein Gott, das wär' ja eiu großes Glück! Keine Not, keine. Sorg' mehr — nnd am End' hat cr's besser um mich verdient, der Vmi. — Warnm ist er net blieben damals im Krebs? — Gelt, Ferrol?" „No, wenn dn'3 nur einsiehst, Sänne! Und besser wird er net worden sein — gewiß net! Ich kenn' das hochmütige Pack! Also muß er 'zwunaen werden. Angst muß ihm eingejagt wcrdcu! Und das will ich ihn, besorgen!" Ferrols lederfarbigeo Gesicht färbte sich iu dem Vorgeinlß des Kommenden. „Heute noch such' ich ihn auf iu Gundlach!" „In Gnndlach!" Sänne schüttelte den Kopf. „Das tät ich dir net raten. Vergiß net, er ist ein Stubeusand! Und wenn er gereizt wird, dann nimm dich in acht! Die Nasse kennst noch net. Wie meinst denn, wenn du ihn herbrächst zu mir? Was wUl ei- denn machen, mit mir alten Frau? Und zuletzt bin ich dock, seine Mutter! Ich brina' ihn 'rmn. Vcr« lass' dich d'rauf — — meinen Bim!" Der weiche Ausdruck oes letzten Worte» machte Ferrol stutzig, dem sonst öer Vorschlag nicht übel gefiel. „Mit Bitten uud Weinen Zeht'Z net, das schlag dir nur aus dem Kopf. Drohen mußt, dao Messer mußt ihu anf die Brust Men." „Das soll alles gesckiehen, Ferrol! Vring mir ihn nur her nnd laß in ich mit ihm reden. — Aber bald muß es sein, sonst könnt'o zu spät sein." Ferrol hörte nicht auf diese Andeutung, die Habsucht beherrschte ihn wieder vollständig. „Und ivas verlangst nachher von ihm?" sagte er gierig. „Der Cassan bat mehr als eine Million hinterlassen." Sänne wurde totenbleich bei Nennung dieses Namens. „Vring ihn nur her, du sollst zufrieden sein mit mir." „Meinst?" Ferrol lachte verschlagen. „Aber ich trän euch net recht, ench Stnbensand! Zuletzt halt'^ doch zusamm' alle zwei gegen mich! Hab' ich dich erraten?" Er beugte sich dicht vor Sänne nnd sah ihr grinsend iu das Gesicht. Lmbacher Zeitung Nr. 124. "55__________ ________________________________6. Mm liX". Lotal- und Provinzial-Nachrichten. K. k. Postsparkassenamt. Dem '28. Nechenschaftc-berichte deo k. k. Post-sparkassenamtes entnehmen wir folgeudei?: Tic Fort-entwicklnng des Aintes nnd die finanziellen Erfolg' sind im Geschäftsjahr 190« durchaus sehr günstig geuxien. Es sind im Sparverkchr 104.293 Einleger nnd iin Scheckverkehr .^»>9 Kontoinhaber zngen'achsen, Ziffern,welche bisher noihnie erreicht worden sind. Am Schluß dco Geschäftsjahren war ein Stand von 2,(X'4.487 Tpareinlegern und 73.313 Schecktontoin-habern zu verzeiclmen. Ter Einlagensaldo betrng zu Ende des Jahres i)8 Kronen, also gcgeuiiber dem Vorjahr um 1/»14.341 Kronen mehr und die ans Nentenbüchern erliegenden Tepots zeigen eine Zn nahine nn! <5,0(>l,20 Einlagebücher, mäh-rend die saldierten Einlagebücher die Anzahl von 2451 erreichten. Die Gesamtzabl der Einleger betrug 32.921 <8« auf je 1000 Eimoohner). In den Jahren 18^3 bis 19(X^ wurden im Sparverkehre 14,371.3l>3 Kronen 4 .Heller eingelegt nnd 12,457.502 .Kronen 72 Heller rückge^ahlt. Die Nettoeinlagen im Sparverkebiv betrugen in der gleichen Zeit l,913,800 Kronen 32 Heller. In dcn einzelnen Moilaten des Jahres isLXi wurden (!4 Konti im Scheckverkchre eröffnet nnd 18 saldiert. Die Zcchl der Scheckkontoinhaber betnig, 729. Die Einlagen im Scheckverkehr in den Jahren 18^3 bi^ l90li beliefeu fich anf 711, 855.750 Kronen 2 .Heller, die Nückzahlnngen anf 28<1, «178,023 Kronen. Teilnehmer am Clearingverkehre gab es im Jahre «90« 713. „Wenn du das glaubst — was inachst du den Handel net allein? Wiii't ja sehen, wie lveit du kommst!" Ein haßerfüllter Blick traf ihn, der das Schlimmste befürchten lies;, wenn er nicht gute Tai-teu aufzog. Wenn Sänne ihren Sohn abschwor, dann war er ein Erpresser, dcmn war alles verloren — und das war sie imstande ^ das las er in dem Blick. So lenkte er ein, versprach den Mann zn brin-gen, wenn es irgend dnrchfiihrbar sei nnd zwar so bald als möglich — morgen vielleicht schon. — Sie sei ja doch keine Närriu, so einen Fang ans den Händen wischen zn lassen. Znr rechten Zeit werde er sich schon selber einstellen. Sänne hatte keinen Einwand mehr. Etwa« nie Empfundenes war über sie gekommen, etwas wie Freude - eiu seltsames Licht erhellte dieses dnrch fni-chte, finstere Antlitz. Wer weis;, wie er sich verhält? Das kann kein Mensch sageu. Vielleicht brancht's gar nichts Gewaltsames. Mein Gott, wenn er mich anschaut, ,n Nlein'm Elend! Wer weis; - seine Mntter bin ich "och und A'tmi hab' ich ihm nir im Leben, alle-> Gutes und Liebes, weun's auch kurz dauert hat, mein Nini! Sie stützte den Kopf in die Hand lind weinte zuni erstenmal seit langer, langer Zeit. Ferrol haßte Weibertränen. Er drückte sich in die Kneipe nebenan nnd stürzte eine Flasche „Hahnen kmnin" hinunter zur Stärkung, die beliebteste Marke b^r 5iramergasse. In „Gundlach" war Festtag. Frau Klärcben hatte ihrem Gatteu einen Sohu gefchei,kt, den Graf — (P er so u alu a ch r ich t.) Der Herr k. t. Landeopräsident Theodor Schwarz hat sich heilte früb. vom Herrn Präsidialvorstande Landeoregie-rungsral Wilhelm Haao l>egleitet, nach Siein be-geben nnd wird hente abends nach Laibach zurück kehren. -' (Ordensverleihung.) Seine Majestät der K aiser hat dem Gutsbesitzer und Abgeordneten des krainischen Landtages Herrn Wi'lhelm P s eise r in Gurtfeld den Orden der Eisernen Krone dritter >llasse verliehen. — (Znr Inspizierung der hiesigen G a, r n i s o n) weilt Seine Erzellenz der Herr Korp<" kominandant nnd t'om>nandieren>de General Oskar von Potiorel seit Samstag vormittag in ^ai bach. Zn dessen Empfange loar Samstag vor An tnnft dV Znges nm 9 Uh,r :'.7> Minuteu vormittags anf dem Perron des Südbahnhofe5 eine Kv'mpanie deo Infanterieregimente Nr. 27 mit der Fahne nnd der Negimentsmnsik als Ehrenkompanie unter dem Kommando des Hanptmannes Otto Freiherrn I ordis von L o h n h a n s e n gestellt. Die Vorge-setztei^ der an5gerückten Trnppe hatten am rechten Flügel der Ehrenkompanie Aufstellung genommen. Von den beim Empfange ans dem Bahnhofe nicht zugegen geweseiren Truppen°(Anstallt5-)Kommandan ten nnd Vorständen nahm Seine Exzellenz die Mel-düngen im Absteigequartier (Hotel „Union") entgegen. Der Herr Korpskommandant stattete am >. Iuui den Herren Landeopräsident Schwarz, Fürstbischof Dr. Iegliö, Landeshauptmann von T etel a, Bürgermeister Hrib a r, den Hofrälen (^raf E hori n s t y, von N ii l i n g und Maranis von Gozani fowie dem Präsidialvorstande Landesregierungsrate Haas, weitcrs dein Finanzdirektor Hofrat Lnbee nnd dein Präsidenten des Landen gerichtet Levi 5 >> i k Vesnche ab. Samstag nach mittag hat Seine Erzellenz die Infauteriekaserne, dao Augmentationc-magazin deo Infanterieregiments )cr. 17, das Garnisonospital Nr. 8, die Peterskaserne, den Garnisonsarrest und die Ex-Zuckerraffinerie be° sickitigt, im Laufe des heutigen und morgigen Nach mittags wird die Visitierung der Unterkünfte fort gefetzt, ^m Laufe des heutigen Vormittages faud eine Gefechtsübung statt, morgen vorinittags wird Seine Erzellenz dem Schießen auf dem Elemeutarschies;' platze beiwohnen. Die Abreise von Laibach wird Mitt> woch vormittags erfolgen. Bei der Abreise wi,rd dir vorgeschriebene Ehrenkompanie nicht beigestellt werden. — (Vet e r i n ä r b e i r a t.) Dom beiim! f. k. Merbanministerium errichteten Veterinärbeirate ge-hören n. a. für dic erfte bis Ende Mai 1910 danernde Fnnktionoperiode Herr Konimerzienrat Fr. P o v-< e, Vizepräsident der k. k, Landlvirtschaftsgefellschaft für Krain. als Mitglied und Herr Gustav P i r e, Di-reltor dieser Gesellschaft, alo Ersahmaun an. (Ein slovenisches Mädchen pen, si on at in Lai bach.) Bekanntlich wnrde vor einiger Zeit in Laibach der Fraueu-Erziehungs- und Sornn aus ber Taufe hob. Heute war er das Fest für die Kolonie. Fran Klärchen dnrfte dabei niäst fehlen — nicht die Mutter, nicht die Schwester, nicht, die Leiterin, nicht die Nachfolgeriu, nicht die Cassantochter, sondern einfach der Engel von Gnndlach, wie sie ringoum ge nannt wurde. Jodannes hatte sich mit einem Feuereifer an die Neorganisation der Kolonie nach seiner Anschauung geinacht. Er ging auch hier wie bereits in seinen Studien nnd Schriften von den, Grnndsatze ans, den er einst an dem Preisabend in seiner, Klärchens Herz ent zündenden Nede ausgesprochen: das; nicht im starren Behnrren die Treue gegen den Gründer liege, sou^ dern in der lebendig erhaltenen Kraft dos von ihm entzündeten Gedankens. Lebendige Kraft aber ist ewiger Wechsel, ewige Vervollkommnung. Der wissenschaftliche Erfolg der Anstalt, deu Cassan so betonte, konnte, Johannes Ansicht nach, nie ein bedeutender sein, dazu wirkten zu viele uinuäg bare und zufällige Faktoren der rein menschliche, ethische stand ihm deohalb höher. Und der war besser zn erzielen, wenn man von der engen Rekrutierung ans dem Kreis deo Verbreckiens absah nnd das Ganze anf den Vereich der Not nnd des Elends ausdehnte. Abgeseben davon, das; sich beide Kreise berühren, oft förmlich ineinander verschlingen, würde dadurch etwas aufgehoben, was Johannes scholl in der Idee verfehlt nnd verderblich hiielt, diese festnmrissene Ab grenznng der Gefallenen, Belasteten, gegenüber der übrigen Menschheit, die ihm in der Prärie ebenso nn--gerecht. al> in der Theorie nnhaltbar schien. (Fortsetzung folgt.) Bildnngsverein „Mladita" ino Leben gerufen, der sich hauptsächlich die Errichtung eines slovenischen Mädchenpensionates zur Anfgabe gestellt hatte, Dic> se5 Pensionat gelaugt im kommenden TchnljalM znr Eröffnnng. Es ist für jene slovenischen und überhaupt slavischen Mädchen bestimint, die die Kaiser Franz Josef 1. städtisckx' höhere Mädchenschnle. bezw. das Lyzenm oder irgendeine andere slovenische Schule iu Laibacl, besnchen. In der Anstalt erhallen die Mädchen eine gründliäie theoretische und praktisch Ausbildung sowie eine sorgfältige bürgerliche Er-ziehnng al5 künftige Hansfranen. Sie nierden mit den Umgangsformeu vertrank gemacht uud überhaupt fiirc' prattifche Leben erzogeii. Ihr Gefühlsleben wird dnrch Mnsik nnd Gesang, durch Deklamationen nnd angemessene Lektüre sowie dnrch Teilnahme an Knnstveranstaltnngen veredelt; in hygienischer Beziehung wird deren Körper dnrch gesunde nnd genügende Nahrung, dm-ch vorsichtige uu,d indivw duelle Abhärtung, durch Spiele nud Tnrnübungeu, durch Spaziergänge. Bader nsw. gekräftigt. Die Anstalt bat einen Hausarzt, der no'tigenfall,5 jederzeit znr Verfügung steht: für jeden erkrankten Zögling wird gewissenhaft in einem eigenen isolierten Zimmer gesorgt. Das Pensionat trägt den Charakter der slovenischen Häuslichkeit: die Hausordnung leitet die Zöglinge zu Pünktlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ord-nnngsliebe und Liebe zn handlichen Besänftignngen nn. Es werden ordentliche nnd ansterordentliche Zöglinge anfgenomme». Erstere wohnen im Internate, letztere weilen nnr tagsüber in der Anstalt. Die Einschreibegebülir beträgt 4 X. Die ordentlichen Zöglinge zahlen l»l> 1< monatlich für Wolmnug, Nahrung und Beanffichtignng beim Unterrichte: die außerordentlichen Zöglinge, die über Mittag in de,r Anstalt bleibe», haben !e Zögling hat einen entsprechenden Vorrat von gemarkter Wäsche nnd sonstigen auch gemarkten Ge-branchogegenständen mitzubringen, die cn«ö dem Prospekte ersichtlich sind. Die Eltern werden allmonatlich vom Fortgange, vom Benehmen nud vom Gesund-beitsznstande der Zöglinge in Kenntnis gesetzt. -Der Verein „Mladika" beabsichtigt mit Beginn des nächsten Schuljahres iu seinem Pensionate auch eiiw Priva t-M ä dchenvoll s s ch u l e mit beschränk-ter Schülerinnenanzahl Zn eröffnen. Vorläufig wird div erste Klasse aktiviert werden. Anmeldungen werden mündlich oder schriftlich bis 15. Juli vom Ver-waltuugsnusschusse des Fraueu-Erziehuugs und Bildungsvereines „Mladika" in Laibach, .ßerrengasse Nr. l l, entgegengeuominen. - (D e r V e r e i n d e r k. k. P o st m e ister , P osterpedi eu te n n n d P o st e r p editoren f ü r K rain, K i, st enland n ii dDaI m a tien) ln'elt ani 27. Mai im Hotel ..Zlati jelen" in Görz bei gutem Vesnche seine Hanptversammluug ab. Wir erhalten darüber folgenden Bericht: Der Vorsitzende, Herr Postnreister Modie in Littai, begrüßte die Anniesenden, iinsbesondere den Vertreter der Post-direl'lion, Herrn Kommissär Pojanj sonne, den Ehrenpräsidenten Herrn Schn'y ans Aßling> und berichtete sodann über die Tätigkeit des Vereines im vei-slossenen Jahre. Alis seinem Berichte war erficht« lich. daß sich die Vereinoleitnng alle Mühe gegeben hatte, die Lage der Postmeister nud Expedienten z.U. vrbessern: ihre Bestrebungen waren zwar nicht ohne Erfolg geblieben, doch hatten die Postanstaltsbedien° steten noch nicht vollkommen zufriedengestellt werden können. Herr Vereinokaisier Vodopivec. Post-meister in Adelsberg, berichtete über den Knssastaird. Die, Einnahmen überstiegen die Ansgaben: indessen könnten sie leicht grösser sein, wenn sich alle Post. meister ihrer 3tande5pflichten bewußt wären. Bedauerlicherweise geboren viele Postmeister aller drei Klassen nicht dem Vereine an. An diesen Bericht schloß sich das Neferat über die Krankenkasse, dao von deren Obmanne, Herrn Fajdig a, erstattet wurde. Laibacher Zeituna Nr. 124. 115ll 3. Juni 1907. Soliin wnrde die Verteilung dor.U aiser Franz Josef-Stiftung und Unterstützuilg verhalldelt nnd nach läil-geror Verhandlllng beschlossen, die Gosllche zur no-maligen Vorlage au die Bittsteller zurückzuleiten. Tor Herr Norsitzellde stellte im weiten Verlaufe der Per sammlnng den Airtrag ans Treunuilg dor dalmatini> sclicn Kollogen vom Vereine. Tor Antrag wurde ge-nehmigt und sodann ein Viertel dos Veveinsvermö-gei,s dem dalmatinischen, Kollegium zuerkannt. In-folgedesse» mnßwu die Vcreinsstatnten geändert loerdeu und der Verein wiird lveltorhiil oon Titel „Verein dor k. k. Postmeister und Expedienten" zu führon davon. — In don Ansschllß wnrden folgende Herreil gewählt: znm Präsiden teil eiilstimniig dor bisherige, vielverdiente Postmeistor Modic, zum Vize-präsidonton Miani ans Aqliiloja, zliul klassier Vodo-pivec ans Adelsberg, zu Ausschußmitgliedern Novak ans Steiil. Doinicelj ans Zagorjo und Diana ans Dignano, zu Ersatzmännern ,^av^iü ans St. Veit, Dekleva aus Slavina und Grdelio aus Vertcneglio. In die Krankenkasse wurden folgende Herreu be,-rufen: Fajdiga, 3iovak„ Kovac'i^, Hanit'a, Miani, Tiani. Nitari/Belis-, Pertoü, BioM. Porkovi«'. ^'.'a-riiiic-, Maznra nnd Marn^i?, zn Ersatzuläilneril die Herren Zareviö, Pletkovi<-, Iurkiö, Lah, Baeiü und Amadeo. — Ain Schlüsse der Versammlung wurde über Resolutionen nnd freie Anträg>c verhaudolt. Tor Vertrotor des .Uärntner Offiziantenvereiiios, Horr Krainz aus Villach, befürwortete die Zeutralisa^ timl. aller Postmoistervoreine, da nur auf diese Weise eine wirtliche Aufbesserung der Lage der Postmoister und Expedienten zu erzielen sei. Deir Vorsitzeilde brachte don Antrag, ob dor Poroin dem Zentralver-riue beitretcll soll, zur Abstimmung. Der AlUrag wurde mit großem Veifalle angenoinnien; da jedoch statutengemäß über die Auflösung des Vereines nur tu Anwesenheit von zwei Dritteln, der Mitglieder Beschluß gefaßt werden kann, so wird im September in Trieft eine außerordentliche Generalversammlung stattfinden. — Die Sitzung wurde mit einem drei-maligen Hoch anf Seine Majestät den Kaiser geschlossen, (Philharmonische Gesellschaft.) Wie die Schwalbe den Sommer-, so kündet das Zöglingskonzert der Philharmonischen Gesellschaft das Ende ibrer sommerlichen .^onzortveranstaltnngon. Zu welcher Stunde 05 auch sei, mag der goldene Sonnon-fcliein noch so verlockend zu einer Promenade ein laden die Zöglinge der Gesellschaft ziehen mit ihren vielversprechenden Produktionen sanft aber unwiderstehlich alt nnd jnng in den zn dieser Zeit etwas ernst anmutenden .^lonzertsaal nnd füllen ihn mit einem warmen Lebe» voll jnngen künstlerischen Strebens nnd menschenfreundlichen Wohlivollells. Wer war auch nicht schon gefangen genommen, als gleich zn Beginn des Konzertes oio Schar der strammen Ritter nnd Edelfränloin vom Iiedolbogen auf dem Podiuni aufmarschierte einige von ihnen reichten kaum bis znm Pnlt hinauf ^ und wie die Großen in ganz ordentliäler Besetzung eine Streichmusik anstimmten, es war Heinrich Zöllners „Sonimorfahrt", die, wie aus einem Gnsso dahin-strömte und keine Ahnnng aufkonnnen lief; i'ibor die SäNmerigkeiton, nx'lche die jnigendlichen Streicher durch den häufigen Wechsel der Tonarten, dnrch die heiklen Einsätze nnd obligaten Stellen zn über' winden hatten. Gesunder, markiger Ton, korrekte, gleichmäßige Bogenführnng und sorgfältige Nuan-cierung, altbewähl-te Eigenschafteil der Geigerschule des Herrn Konzertmeisters Hans Gerstner, zeichneten das Auftreten der Streicuerschar ans und trugen ihm einen vollen Sieg ein. Dioso trefflichen Eigenschaften bewährten sich noch in erhöhten! Maße an den einzelnen Sendlingen der Geigerschnle, nämlich an dem Solisten Herrn Joses planer nnd an den Herlx'n Walter N u b b i a, Oskar A n d 0 l» «ek und Michael Ro/anc (Viola). Letztere spielten im Nahmen eines Trios Beethovens ersten Satz mr? dem Trio für zwei Violinen lind Viola mit Schwung und Verständnis und Herr .Mauer, der schon wiederholt Proben seiner vorzüglichen Bogabnng an den Tag legte, stattete seinen dankbaren Part mit schöner, geschmackvoller Phrasierung nnd großer, an-» erkonnenswortor Technik ans. Die feste Meisterhand, welche schon so viele Schüler zn vortrefflichen Pianisten herangebildet, verraten die braven Schülerin' nen des Herrn Musikdirektors Josef Zöhrer, die Fräulein Edith Gerstuer, Mimi Perl es und Frieda Spetzler. Schöner, männlicher Anschlag, durchgebildete Fertigkeit und sicheres rhythmisches Gefühl bei klarer, vorständiger Auffassun,g, zeichneten das Spiel der jungen Damen ans, die ihre Darbie-tnngen, Beethovens ersten Satz ans dem Klavierkonzerte <>i>. i:l und Mozarts ersten Satz alls dem Konzerte für zwei Klaviere, zu außerordentlich gediegenen Leistungen zn geftallen wußten. — Ein er- freuliches Bild boten auch die Schülerinnen der Ge fangsschnle der Fran Autonie N e b e u f ü h r 0 r -Seifhard t. Der reizende Blumenflor der jnngen Sängerinnen orfrente das Ohr dnrch wohlklingende, tüchtig goschnlle Stimmon, dnrch reine Intonation nnd anziehenden Vortrag. Die beiden Solistinnen, Fräulein Filii Dziwsky, deren süßer, silberheller Sopran die Schleier der Befangenheit loider nicht ganz dnrchbrach, nnd Fränlein Mary Tschech, eine Sängerin, die schöne, kräftige S^immittel mit großer musikalischer Intelligenz verbindet, ernteten durch ihre anmntigen Gesangsvorträge von Mayer-Hel° mund, Bralmis und Mozart wohlverdienten Beifall. Eine schwierige Aufgabe war den Fräulein Nosa Schweiger, Mary Tschech und Adele Scha-schel in dem lx?kannten Terzette der drei Damen ans der Zauberflöte gestellt, die die tüchtigen Sängerinnen mit viel Verve zn voller Zufriedenheit lösten. Die Stimmen harmonierten gnt miteinander nnd gaboli eineil frischen, farbenreichen Klang. Nicht znlctzt verdienen zwei brave, begabte Schiller besondere Anerkennung, es sind dies Herr Rndols T 0 nvic 0 , ein Schüler des ausgezeichneten Cellisten Herrn Josef ^ ö h r l , schon vorteilhaft bekannt durch sein wioderholtes Anftreten, und als eiuziger Vertreter der dem Herrn Josef K a s P arek anvertrauten Aläserschule, Herr Oskar Neisuer, Horr Sonvico spiolte ein N'enig dankbares Tiveriimonto ülx>r österreichische Voltslieder von Bernhard Romborg mit odler Tongebnng uild klarer, tadelloser Technik, nxih-rend Herr Reisner, bereits ein tätiges Mitglied nn-seres Koilzertorchesters, eine Phantasie iiber Motive ans Lohengrin mit viel Geschmack nnd Fertigkeit zu wirkungsvoller Geltung brachte. — Mit ansrich-tiger Befriedignng muß mau also anerkennen, daß die Mnsikschnlo der Philharmonischen Gesollschaft ihre Anfgabe auch heuer wieder mit großem Geschick nnd trener Hingebung erfüllt habe. Es zeigte sich, daß in den Schülern wie in den Lehrern der gute alte Geist rüstigeil Vorwärtsstrebens herrsche, der der Schule Jahr für Jahr so ausgezeichnete Unterrichts--erfolge verbürgt. - (Das große Gartenfest des Ge-s a il g s v erci n e s „L j u b I j a >l s k i Z v 0 il",) das gestern nachmittags unter dem Titel „Ljudski, Tatwr" inl Garten des „Narodni Tom" stattfand, ersrenle sich trotz der ungünstigen Witterung eines ziemlich starken Besuches. Die Untorhaltnng wurde nach halb tt Uhr durch eine Ollvertüre de,r Pereins kapclle unter Leitung ihros lwneu Kapellllueisters eröffnet nnd nnn begailn sich auch der geräumige Garten alsbald zn fülle». Mit Musikstücken, die reich lichen Beifall fanden, wechselton Gesangsvorträge des Männerchores des „Ljubljanski Zvon" ab, in deuou insbesoildere die Tenorpartien des Herrn Lumbar nnd andere gntgewählte Nnmmern starken Applans erhielten. Untor den zahlreichen Programmnummern verdiollt illsdesolldere der mit über AW Gewinston ausgestattete Glückshafeu erwähnt zu lixrden. ail dem sich das Publikum sehr zahlreich beteiligte. Tcs-gleichen lvar der Besuch des historischen Museums zufriedenstellend. Bei Eintritt derTämmernng wurde der Garten außer mit elektrischen Lichtern anch von über hnndert Lampios belenchtet. Nach 9 Uhr vertrieb jedoch der Regen die Gäste in die Arena, wo sodann eine Tanzunterhallung begann, wm'an ditt tanzlustige Welt bis nn6> Mitternacht regell Anteil nahm. x. - (V 0 rträge in de r T 0 m tirch e.) Tiens tag, 1. Juni: ll) Uhr vormittags: Des Menschen Gericht ini eigenen Herzen' halb 5i llhr ilachmittags: Die Stellnllg der Fran im Christentum (Standes-lehre für die Frauen: ihre Generalkominnnion findet statt Donnerstag halb 7 Uhr)- halb tt llhr abends: Der einzige Weg znm Frieden. — (Todesfall.) In ki^ka starb am verflossenen Freitag Frau Karolina T r a v n c r, Gattiil des Herrn Landesgerichtsrates Dr. Martin Travner. nach langer, schmerzlicher Krankheit. Das Leichen-begängnis der Verblicheneu, die sich in ihrem ausgedehnten Bekanntenkreise allgemeiner Wertschätznng erfreute, fand gestern n-achmittags statt. Toran lx teili.gten sich sehr zahlreiche Trauergäste, unter an dereil die gesaulte Beamtenschaft des hiesigeil Landes gerichles mit Harrn Präsidenten L e v i <'n i t lüld Herrn Vizepräsidenten Paik an der Spitze, welters Herr Hofrat Lubec sowie die Herren Üandesschnl-inspoktoron H il b ad llnd Levec, endlich eiile übei'-ans große Anzahl von Damen, (E h r l> il g,) Man schreibt uns aus Zwischen-wässern: Am Fronloichnamstago abends wilrde dem Tirektor der Papierfabriken Görtschach-Zwischen° wässern, Herrll >iarl Ki e s l i >l g, eine Serenade bereitet, an welcher sich nebst der freiwilligen Feuer wehr die nougcgründote Görtschacher Vereinsmnsik lind der gelnischte Chor der Sängerrnnde beteiligten. Ter Oblnanil der Fenerwehr überreichte hieranf seitens dieses Vereines Herrn Direktor.,^ieslmg ei» kunstvoll ausgeführtes Ehroudiplom. Die fröhliche» Stunden, die anf diese Ehrnng i» den Fabriksrestaw ratioilslotalitäteil bei Musik nnd frischem Trnnk folgten, sowie die daselbst gehaltenen Triuksprüche konnten Herrli Direktor Kicsling ncnerlich überzeu» ge», nx'lcher Beliebtheit er sich samt seiner Fran Go-mahli» allerseits erfreut, (V 0 >l der Erdbebenwarte.) Am Ä1. Mai Verzeichneteil die photographisch registrierenden Horizontalpendel ein schwaclx's Fernbeben. Beginn des ersten Vorlänfors 7 Ubr 51 Minnten zlvölr Sekliiidoil abends. Das Marimnm der Beiveguilg »ourde um 7 Uhr 54 Minnten 4tt Sekunden erreicht bei einem größten Ansschlag von t-,-5 Millinleter. Ende der sichtbaren Auszeichnung gegen ^ Uhr 45 Minnlen. Die Herddistanz wnrde anf 1lXX> Kilometer geschäm. — Die Erdbebenluarte am Marittmen Ob-servatorin»! i» Trieft verzeichnete den Beginn dieses Bebens um 46 Sekuilden später als Laibach; die Herddistanz schätzt Trieft auf 4M Kiloilieter. Auch die Warte in Padna machte analoge Anfzeichnnnge». Padna hat überdies anl !i1. Mai ein Folgebelx'n vo» örtlichemCharakter ulll 2 Uhr !'> Minnten nachmittags aufgezeichnet, unsere Warte Hingegon notiert. Um die nloiche Stnndo ein starkes Fernbobon. Ain 31. Mai verzeichileteil die seisnlographischen Instrumente ein mittelstarkes Fernbeben, dessen erste Vorlänfer um 1? Uhr 2 Minnten 53 Seknuden morgens einsetztm. Das Marinlnul von drei Millimetern trat um 2 Uhr 27 Minnten ll) Sekullden auf, das Ende der Be-Ux'gnng gegen 4 Uhr eiil. Ter Herd dürfte in einer Entfernnng von M00 Kilometer vc>,l Lnibach zu suchen sein, Tagsdarauf, am l. Iu»i nni !» Uhr 52 Minuten 54 Sekuildeil vormittags registrierten die photographisch zeichnenden Apparate abermals den Begin,1 eines starke» Fernbebons, welchom noch am gleichen Tage und am 2. Inni ei» stärkeres nnd ein schwächeres Nachbeben folgten. Die Herddistanz dieser Fernbeben dürfte ttl>M bis U),Ml» Kilometer betrage». Das Marimnm des Hanptbebens wnrde u,m ll» Uhr 28 Minnten 2k Sekunden mit 5 Millimeter Ausschlag erreicht. Die Ausläufer dieses Fernbebens wareu noch nicht erlosäien, da tauchten bereits gegen ll Uhr li Minuten 52 Sekunde» die Vorlänferwellen eines Nachbebens auf. Der Hauptnusschlag vou drei Millinleter wurde nm N Uhr 21 Minnten^l; Seknn-den verzeichnet. Ill der Nacht zum 2. Inni 1l» Minuten 24 Sekundeu nach Mitternacht begannen die schwachen Einsätze eines schwachen Fernbebens, die l!< Minnten später ill die Hanptbewegung übergingen, Hauptallsschlag l l! Millimeter um 42 Miilnte» 2l) Teknndeil nach Mitternacht. Ende dor sichtbaren Aufzeichnung nm hailb 2 Uhr früh. L. (L e b e ll s g e f ä h r lich b e f chädi g t.) Am !iN. v. M. abends entstand zwischen den Nnrschon Androas >tnnaver aus Nosental, Alois Avgilftili^i^ uud Frauz Erien aus Gleiilitz anf der Bezirksstraßo vor deni Hause des Viktor Kranjc in Nosental ein Streit, wobei >lnnaver vom Eröen ergriffe» nnd zu Äodeu geschlendert Unirde. Ailton Polaj von e,ben< dort, der währeild dieses Vorfalles in unmittelbarer Nähe stand, kam dem Knnnver zu Hilfe, worauf Erxeu und Avgnstin<"i5- die Flncht ergriffeil. Polaj lief ilme» etloa 4t! Schritte nach. Eröen lind Av-gustin<''i^ loarfen mohrore Steine auf ihn zurück: Er/en traf ihn und befäiädigte ihn derart, daß er lebensgefährlich verletzt ins Landosspital überführt werde» mnßte nnd an dessen Aufkommen gezweifelt wird. Er/.e» wnrde dem Landesgerichte eingeliefert. I. * (Bei >n Spielen verunglückt,) Als Samstag abends der fiebenjährige Maschinenführers-john Ladislaus Tedes ini Hanse ^tr. Ki am Poljana^ danlin ail eineiil Ganggitter hinaufkletterte, stürzte er ails eiuer Höhe von fü»sei»halb Meteril uud erlitt emeu doppelte», Bruch des rechten Armes sowie mehrere leichte Verletzungen am Kopfe. Das verunglückte >liud wurde ins Spital gebracht. " (Wem gehört das Fahrrad?) Laut Mitteiluug des k. k. Vezirks-Gcndarmeriepostens in llnterloitsch wurde am 2f>. Mai bei einem Eisenbahn-wächterhause dortselbst ein Fahrrad der Firma Jar vorgefnnden. Der Eigentümer des Rades wolle sich bei der dortige», Gendarmerie oder beim städtischen Polizeidepartemont meldeu. i A n s der Stadtg e m ein 0 e v e r t l' e -tnug N u d 0 l f Slo e rk.) I» der am 29. v. M. abgehalteilen Sitznilg der Ttadkgemoindevertl-etullg Rndolfsnx'rt wurde der Marktzius anf die Dauer voil drei Jahren den Herreil Leopold Kopa? un< ailgeboten hatte. Weiters wurde neuerdings be schlosseu, daß a» den Mairlttagen der Zn nno Ab- Laibacher Zeitung Nr. 124. 1157 3. Juni 1907. trieb von Nindvich nach wic vor durch i)ic <''italmcli> gass<' und nicht, wi^' 5»>5 drei der Geinoindoanoschiissc g^oiüischt, l,Ml,'n, nbcr don Hauptplatz zn erfolgn had^. ^ T<'r Bau cme.5 Kanals cio^ei» dir oln'nialiql' städtische Miihlc wurdc beschlosst». - Tic baufälligen, a,egen die ehemaliac Glirkflußbrilcke zn haltenden Stnfen werden kassiert und der Zna,anq durch eine Mauer al^eschlosseu. — Weilers wurden die mit der Dolhoffscheu Armoustiftung zu Veteilcn-den bestimmt uud ii^ber Iuterpcllatioil bezüqlich d<"5 durch Ne^einviisse oerulN'ciuiatcn Wassern nuv der Wasserlciinn^ die Äuft'Iärun^ erteilt, daß di'ziici,lich der ^ienherstellnn^ von Filtern bercits öfters der Landesausschuß angegaugeu worden nnd ihm auch Proben de5 verllnreinigteu Wassern zugeschickt wor° den seien' doch scheine der Landeoansschich die ^ösnng dieser Frage niciit dnrch Anlage von Filtern, sondern in der Herstellung deo sogenauuten .Uammersystemo als bestgeeiguot nnzuscheu, welch lehtclx.'r Ansicht sich auch Fachleute angeschlossen haben. — (Neues ei s e r n e o (^j e land e r a m K at h a r i n e ll p l a tz e in R ndols ^ »v e r t.) Tie Stadtgemciudl' Nndolf<'wert ließ diesertage da^ ober der Skarpe am Sacharin eil platze augebrachte liöl zenie Geländer dnrch ein geschmackvolles gußeisernes, in Vetou festgemachtes' G^iiuder ersetzen, dao init runden Hohlstangen verbunden ist. Tnrch diese Maß-nahnie wird auch deu vielen Anvbessernngeii, die das hölzerne Geländer erheischte, vorgebeugt, sein. — (Der Fn tte rb a u tu rs iu Stauden) wurde am 27. und W. Mai vou 12 Teilnehmer» absolviert. Am. 27. wnrde der Meegra^ban eingebend behandelt nnd sodann die mustergültigen >tleegrao-Mischungen im Versuchsfeldc und auf den Attstalts-äckern besichtigt. Aiu 28. Mai wurde die Neuanlage von Wiesen nnd die Verbesserung alter Wiesenbestände besprochen- sodann wurden die Prächtig stehenden Wiesenknltnreu der Anstalt wie auch die Wiescu-Vci'suchsanlageu eingehend besichtigt. Die Teilnehmer zeigten reg.s Interesse an allem nnd drnckten wiederholt deu Wunsch nach Veranstaltung ux'lterer solcher zlnrse an5, (V esi tzwech sel.) Herr Vladimir Vosota, Privatier iu Rudo'lfowert, hat dao dor Firau, deo Herru Gerichtsadjunkten Topori« gehörige Haus am Hauptplatze in Nudolfswert läuflich erworben. — (AltchristIiche Funde a uf Grado.) Für da5 k. k. österreichische, archäologische Institut machten in der Pfingstwoche Universitäts-Professor Tr. H. ^lvoboda nnd Architekt W. Wilberg interessante Probegrabnngen auf dcr Insel Grado, die Don überaus günstigen Resultaten belohnt wnrden. Unter einer Bodenplatte in der Kirche S. Maria delle Grazie lvnrde das unberührte Altargrab der alt-chnstlicheu Basilika gefunden. Tie einzelnen Phasen dec> Fnndes wnrden in gelnngeueu Photographien festgehalten uud die hallx Bevölkeruug der Insel kam und half mit. Al5 sich die schweren Teckel holx-n, über die man bioher achtlos hinNx?ggeschritten >oar, fand man. wie Professor Swoboda vermutet hatte, das Sepulkruni deo Altares, unverletzt, wie eo inl Meter nnter dein jetzigen viel bewunderten Mosaikfnßboden der Kirche traten Pracht volle Mosaiken mit Goldlettern, dem l». Jahrhundert nngehörig, zutage. Hie liegen in einen» älteren Nivean, tragen aber das Monogramm und die auo drückliche Iuschrift de» Patriarchen Vlins, der 5W! starb uud weuige Jahre voi'her s^,7l)) il» Grado ci>» ^ol»zil abgehalten hatte. Eine Neihe von Voli» Iuschiiften meist kirchliclM Notare umgibt dao Pracht-Volle Mittelstück. Iu den Ecke»» sieht man nach Art der Katakombenbilder Vogelpaare auo große,» selchen trinken. Ihr M'fieder ist bewn!»dernswe»-t frifch in der Farbe, Wahrscheinlich handelt e5 sich nm einen Verbiud»lilgobau zunschen der ersten Tomaulage, für die jene Fuude ebenfalls fprecheu uud dein Po triarchenpalaste, welche»» nach der Traditio»» Bischof Nicetao, vor Attila an<' Aqllileja fliehel»d, hier errichtete. Leider geht dnrch die fortschreitende banliche Entwicklung Grados immer mehr vou den antiken Monunienteu verloren, wie gegenwärtig wieder ein Teil der alten Stadtmauer, und es ist daher sehr zn begrüßen, daß auch hier den Monumenten er-nenerte Anfmerksamkeit geschenkt werde. Die Ge> meindevertretnng mit den» Gerente Corbato nnd dem Pfarrer Msgr. Nodaro nalmiei» den lebhaftesten An teil au den Funden nnd waren sofort bereit, für dereu Erhaltung zu sorgen. Gcschäftszeituny. — (L ie f e r n »» g 5 a n c' s ch reib n »» g.) Tie k. k. Staats-bahudirektioi» »i» Villach teilt der Haudels u>»d Gewerbekammer in Laibach mit, daß die Liefe rung von l!l1 Tonnen Würfeltoks für Schmiede. 2000 Tounen Gastoko nud WO To»»»»on Schmiede kohle für die Zeit von» 1. Iauuer 1908 bi<> :N. Te-zen»ber ll)l)f> m» OffcrMx'ge vergobeir wird. Die Offertformnlarien können ebenso wie die allgemeinen Liefernngvbedingnisse bei der k. l. Ttaal5balmdirek tion »I» Villach sIngfördern>»gobl»rean) eingesehen, beholden oder gegen Ei»»sel»du,»g des Porto bezogen werden. Die Offerte, zu deren Verfassung die hiezu aufgelegten Formnlarien benutzt werden müssen, sind samt de>» etwaigen Beilagen, per Bogen mit einem I !<-Stempel versehen, versiegelt init der Allsschrifti „Offerte für die Lieferung von Koks nnd Schmiedekohle" bei der k. t. Staatsbckmdirektion Villach bis längstens IN. Inu» 12 Uhr mittags ein-zubringen. Telegramme lies l. l. ttltMhtn.VmtsMbenz'Means. Salzburg, 2. Inni. Ter Personenzug 2218 ist heute früh zwischen Bischofshofen nnd Hüttan l'l»t-gleist, da infolge eines Woltenbruches de» Personenwagl'n nnd ein Gepäckwagen sind cut gleist, Ter Verkehr wird dnrch Umsteigen aufrecht erhalten. Tie Unterbrechung dürfte etwa 24 Stunde» dauern. Belgrad. 2. Juni. Das Amtsblatt veröffent licht einen töniglickien Ukaz, wonach Gesandter Vni<" anf eigenes Ansnchen pensiouwrt wird. K o n stau ti u ope l, 1. Juni. Diplomatische Berichte aus Persien schildern die Lage sehr ernst. Der Großwesir beabsichtige augesichts des Mangels an Trnppen nnd Geld zu demissionieren. Einzelne Diplomaten sagen voraus, dah das Ende eine eug-lisch-russischo Intervention sein werde. W a s h i n g t o n, 2. Juni. (Auf dentsch-atlanti-scheu» Kabel.) Präsident Nooscvelt gibt in eine«,»» Erlasse den Abfchlnß des Ha>ldelvabto!n»nel»S mit Tentschlaud belan»»t. DaS TtaatZdepartemmt veröffentlicht hiczu eine El'kläruliy, worin de»»» Ne dauern An<'drllck gegeben wird, daß es nicht gelungen !>i, den Miuimaltarif für alle amerilanischeu Er° ',e,,ig»»isse dul'chznsetzen. was uur durch wesentliche Zugeständnisse mittelst eines von» Kongresse zn ge nehmigenden Gegenseitigkeitsverlüagec' zu erreichen sei. In Verbindung mit dem Erlasse des Präs,' deuten veröffentlicht das Staatsdepartement ein Schreiben des Sekretärs des Schatzamtes,. Cortelyon. an den Präsidenten von» l). April ll)07, worin Cor telyon bemerkt, daß das vorgeschlagene Handelsab kommen die freundschaftlichen Beziehunge» zwischen Deutschland nnd Amerika fördern lind auch sonst zum Vorteile der beide»» Länder dienen werde. Santiago dc Guayaquil (Ecuador), 1. Inni. (Anf dentsch atlantischem Kabel.) Henle wuroen hier drei heftige Erdstöße ix'rspürt, »vodinch die Kirchenglocken von selbst zn läutcu begannen, so daß die Eiilwohner angstvoll auf die Straße,» stürzten. Ernstlickx'r Schaben »vnrde hier nicht angerichtet, doch »'fürchtet man, daß die; im Binnenlande der Fall sein könnte. Verstorbene. Am 81. Mai. Johann Brence, Weltpriester, 31 I., Sallocherstrahc 11, ^d8c«88U5 kri^iäi. Im Iivilspitale: Am 28. Mai. Karolina Petrit, Schuhmachersgattin, 38 I., ?Illxent»,r p«1)p, 'I'umor 26k. Am !i0. Mai. Valentin Prezelj, Inwohner, 62 I., Gehirnblutung. Am 31. Mai. Franz ^uibi, Schuhmacher, 39 I., ^ti8cß88U8 llif;i(li. Lottoziehungen am 1. Juni 1907. Graz: 78 63 80 3 4 Wien: 38 2 48 73 90 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. H 3>- - » 2-< 2Ü7N. 727^ 22-7 S. massig bewölkt ^ 9U. Ab. 727-3 17'0 S. schwach . ?U. F. 727 9 14-8! windstill 2. 2U.N. 728 4 15 4 » » 14 0 9U.Ab. 729-5 15 0> S. schwach 3> 7 U. F. !?30-8j 14-0! windstill j Regen j 4-9 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 17-3°, Normale 16 1", vom Sonntag 15'1°, Norinale 16-2°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. 5 > Camilla M»«rgel, t. k. Steuereinnehmer, > I gibt im eigenen nnd im Namen seiner Anver- > > wandten allen Freunden uud Bekannten die traurige > > Nachricht, dasj unser guter, innigstgeliebter Vater, ! W Schwiegervater und Großvater, Herr > ! Franz Dlahna ! Forstmeister i. R. ! > heute um Mitternacht nach langem Leiden, versehen > > mit den heil. Sterbesakramenten, im 80. Lebensjahre ! > selig im Herrn entschlafen ist. ! I Das Leichenbegängnis des teuren Verblichenen ^ > findet Sonntag am 2. Juni um 5 Uhr nachmittags > > statt s » Reifnih, am 31. Mai 1907. (2336) > > (Statt jeder besonderen Anzeige.) > Wer die Strömungen und Bestrebungen unseres ^0 % 0 š^ šb % f C^ modernen Kunst- und geisteslebens in einem ff 11 1 Jh-ft Hl Xl humoristisch-satirischen Zeitspiegel betrachten I |ff li ^^ 111 wm und verfolgen will, der lese jeden jYtontag J J^ ^ffl ^L l^ ^0Q die neueste summer der JKünchner ^phhh wmmtmMwmammmm €inzelverkau| und Abonnements bei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg1 in Laibach Kongressplatz Jfr. 2 und Südbahnhof (Kiosk) sovie in Steinbrüok, Südbahnhof (Kiosk), («»d K^v^m scnone Wohnungen '^ie eine in der Šubiogasse Nr. 5, "I. Stock, mit 4 Zimmern und Zugehör, dJe andere Bleiwelsstraße Nr. 20, I- Stock, mit 3 Zimmern und Zugehör, sind zum Augusttcrmin zu vonnicten. Anzufragen bei Philipp Supanèiè, Stadt-oaumeister in Laibach, Bleiweisstraße Nr. 18, Parterre. (2238) 3-1 wird eine Wohnung bostnhond aus vier bis fünf Zimmern samt Zugehör zum Augusttermiu. Offerte unter "Wohnung 1907» an die Administration dieser Zeitung. (2237) 2—1 Razglas. Meseca maja 1907 vložilo je v Mestno hranilnico ljubljansko 1061 strank...............krön 885.636-39 1076 strank pa dvignilo...........krön 814.240*87 Stanje ulog...............krön 23,762.461-86 Ravnateljstvo Mestne hranilnice ljubljanske. Laibacher Zeitung Nr. 124. 1158 3. Juni 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ~^k,- Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach. AUtieiiU«i>it«l Iv 130,000.000-- ^^^PSHfiP^*' Kc8crve 4'2"/«ö. W. Silber (Llpril.Olt,) per Kasse......8» 4b 8b «i i8S0er Staatslose bO0 fl. 4"/„ldi 4« >üz-4( lßSNer „ 100 fl. 4°^209eN2l1l0 18«4er ,, IU0 sl. . . —-- —--i»«4rr ,, 5« fl. . . - - — — Dom-Pfandbr. i^ 12U fl, 5°/M>sl>289-2i> Staatsschuld d. i. NeichS. rate vertretenen König» reiche und Länder. dsterr. Golbrcnte, stfr., Gold per Kasse , , . . 4"/„li«85 l!7 95 t?ftcrr. 3ie»le in Kronenw, stfr., K". per Kasse. . , 4"/« 8805 «8 2» ^ deti« per Ultimo . , 4"/« 9« 0b 88'2! Oft. Investition»,-Rente, stfr.. »r. per Kasse , 3'/i°/<, 8H-1U 88 »c Glstnbal>n»Ktl>al»su»gtn. Elifabethbahn in G., steuerfrei, zu 10,000 fl. . . . 4«/„ —'- —-.-Franz Iosef-Bahn in Silber (biv. St.) . . . 5>/<"/<,lL3-25l»4'2b Val. Karl Ludwig-Vahn (div. StÄcte) Kronen . . 4"/^ Sä- - 39 — Nudolfbahn in K'ronenwährung. steuerfr, (div, St.) . 4"/„ 8? 5( «8-»» Vorarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Kronen . . . 4«/<, 9« 90 99-90 )u ll«n<»schull>l>elschltlbuugtn «liglfttwplltt lisentllin.zlkNen Llisabcth-B. LWsl.KM. 5^ ,"/„ von 400 Krone« , , , . 4s»-?5 470-?b detto Linz-Vubweis 200 fl. ö, W. S. bV<"/n - - - . »35-43? — betto Salzburg Tirol 200 . s, W, S. b«/s, . . . . 429- 430 8!' Veld Ware ?o»> Staate zur Mahlung übll» nommlNt Eisenbahn' Drtolitiil»' ßbligationtn. Böhm. Wcstbahn, Vm. 1895, 40« Kronen 4°/„. . . . 68'4» 89 4b Elifabcthbahn ««0 und 2lX,0 M. 4 al, 1«°/„......Ii4'b0 lib »l> Elisabethbahn 400 und Luoo M, 4°/n........Nü - ll6 - Franz Josef-Nahn 9./,°/<> dettu per Kasse , 8!» ö5 5« ?ü Un„. Prämien Anl. il 100 fl. . IW - 19« - detto ü b0 fl. . 18»'- l»6 — Iheih-«e!,.-Lol>? 4«/« . , . 145-- ,47- 4°/« unaar. Grundentl.-Oblia 9»üN 94 25 l"/i> lroat. u. slav. Erundcntl.' Oblig........ 96— — - Andere öffentliche Nnlehen. Volm. Landes.Anl. (biv.) 4°/<> , 92 40 9340 Oosn. - herceg, Eisenb. - Lande«« «lnlehe» (div.) 4>/,°/° - Wi!< 100'2<^ 5°/o Donau Reg..Anleihe 1878 108'L, >04 b, Wiener Verlehr«-«nlcihc 4"/« «77^ ,«8 ?i, detto 1900 4°/u 98-4» «u 40 Nnlehen der Stadt Wien . . 10U-/0 ><>i'?, bctto (S. od. G.) . . .121-—,^'-detlo (1894) .... 8S'6!> 8?'6b detto (1898! .... »7-85 9«'5ü detto (19N0) ... 881k, 99-in dettu Inv.-N.) 1902 . 88'L<> U9 2l> Vöriebau-Unleben verlosb. 8°/„ 9i<- «9 - Bulg. Staatselsenb.-HyP.'Anl. 1889 Gold . , . . «°/<> 119-üc, 1L0 5, Vnlg. Staat«. Hypothekar Anl. 189ll .....6°/. 119 i-b «20-25 Velb Ware Pfandbriefe ,c. B°de»ll.,llllg.öst.inb0I.»l.4»/<> 97k>< 98- Äöhm. Htzpetheleniank verl. 4°/» 96«^ s»«i, Zentral-Äod.-Kied.-Äl., österr.. 45I, Verl. 4»/,°/<> - - - l01'5« ^02 »c Hcn5red.-!Kl., bsterr.. 65 I. verl. 4°/« .... 98- i«o-ttred, .Inft..l>stcrr., f. Verl.'Unt. u.öffcntl.«lrb.Kat.^vl.4°/, 8? ?h 9s 25 Lanbesb. d. Nön. Gallzien »nb Lodom. 57'/, I. ruclz. 4°/<> 972t »8-2.», Mähr. Hypolhelenb. oerl. 4°/„ 9? 7« ?« 7< N.'österr. Lande«.Hyp.»slnst. 4°/« u«-6t! 88^0 dctto inll.2<>/o Pr. verl. 3'/,°/° »1^7.' 92?k> detto K..Schuldsch. verl. 3V,°/„ 9i'5> 92 bl, dettu verl. 4°/<> 9« 5l — - Oildbahn n. »"/» Jänner »Juli 500 ssr. (per St.) . . . 285 d<> 397^0 Lüdbllhn ^ 5"/u..... 121-50 122 5«, Diverse L,se Neaulierunas - Lose 100 fl. ö, W..... Ä5N— 2S0-- Serb. Präm,.«nl. v.ia0Fr.2°/<> 95- <0ö-- An»lrzzlnlen«!i»nnglN. »ufsig.Tepl. Eiscnb. 50« fl. , 2410 — 2420 - Bi!hm. Norbbahn 150 fl, . , »58-— »K9-- Bu!chtlcl,radei Eisb. 500 fl. KM, 5»0») — 2920 - dctto (lit, U.) 20« fl. per Ult. W35-— in9? -Donau > Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l. l. priv., 5U0 fl, KM. INI!» 20 ,l26'b^ Dux.Aodcndacker Eisb, 400 Kr, 566— b??-- Ferdlnanbs.Norbb, 1000 fl. KM. 5ÜK0-— kö»0-Uemb.. Eisenbahn> Gesellschaft, 200 fl. S , 563- lSü- ll!°yb,0sterr,,Trieft.,500fl.KM, 468- 473- dsterr. Nordwestbalm 200 fl. N. 4»o 50 431- betto(lit. L.)200fl. Vüdb. 200 f>. Silber per Ultimo 128 — 129- -Südnurdde»t!chc sierbindunasb, 200 fl, KM...... 389— 401- - Tramway »Gef., neue Wiener, Prioritats.Mtien 10« fl. . — — —-Unaar. Westbahn (Naab.Graz) 200 fl, E....... 4 Wr, L°llllb,.Nftien.Vcl. 200 sl. 260— ------- V«n!cn. «nglo.Oftcrr. Banl, 120 fl. , . 504 50 UUö 5C Vanluerein. Wiener, p«r Kasse 54ibu 54250 detto per Ultimo . . . 54140 i»42 40 İdenlr..?lnst. »steri.,200fl.S «0^7— 10»3- Ze»tl.<«od..Kredb. Nrrlehrsbanl. all»,, 140 fl. , 333 bo 334«» 1ndnftrie>zln- 204— „Elbemill,!", Papiers, u.N'O, 195- 19? — !tIettr..Ges,, allg.ofterr., 2o«fl, 4Z8-H0 440 — detto internal., 200 fl, n««-— «88— Hirtenberger Patr.», Zündh. u. Met..Fabril 400 Kr. . . lii8 — li!l»- — Liesinaer Brauerei loo fl. . . 278— 2«2 — Montan.Oclel1fch.,österr..lllp Salgo»Tarjaner Eisenw. 100 fl..... b4^ 80 543 9» Salgo.Tarj. Ntelnlohlen I«o fl, z88 — b?2 »^ ,,Echlüg!mül,I", Papiers., 20Sfl. 35?-- 360--^ „Echobnim", «..«. ». Petrol.. Ind., 500 Kr..... 518 — 522 — „Steyrcrmühl", Paplerfabril und V..0...... 453— 4>? — Trifaller Kohlenw..«. 7« fl. , u«8 . 2?0 b^> lürl. labalregie.Ces, 200 Fr. per Kasse . - — — — beti» per Ultimo 414 — 4i?-> Waffenf..»e!., «steri., in Wien. 100 fl........ bbo-— d5« - Wllggon.Lelhanstalt, allgem,, in Pest. 4«o Kr..... —-— - — Wr. «augefellschast loa fl. . . ,b„ i>0 it? bO Wienerberger ZiegeIl'«rt,.Ves. 718 — ?22 — Devisen. Kurz« 3tcht» nni Schlck». Amsterdam....... 189 42'' 198 62^ Deutsche Plätze...... ,1? «5 ,i? «b London ........ 44« 8b 240'90 Italienische Banlpläye ... 85 «5 9b dS Pari«......... 95 7? 9d 92» Zürich und Basel..... 8ü 75 »5»^ Valnte«. Dulalen ....... ,155 ^ »u 20-ssranle» Stücke..... 19,2 ,g,6 2«>Marl Stücke...... 3» 48 2»-»4 Deutsche Äeichsbantnolen . . n?-«» «17 8k» italienische Banknoten . . . 95-5,-, 8ü'?<» !)»ubel°!)iote» ... . z'^»> z 53" |.o„ Kente», SndbH^u7p^rHäte«, Autle», J •*- Cm Mayer Privat - Depots (Safe - Deposits) Lo»en etc., ««vNen und ViUiiten. | Ba,3a.3äC- -^Ulid. TTv^ecllslerg'escli.S.ft 7at*r «lgen>mjy««ch.lma d»r Fw.rf 1. (4) Los-Versicherung. Lalbacb, StritarKasNe. Varzimng vod Bareinlage« Im Konto-Korreot und luf filro-ltoti,