Nr. 11. Vlänumerallonsprel«: Im «lomptolr ganzl. fl. ii, halbj. fi. b'50. Yllr die Zustellung «n« H«»? halbl- l» tr. Mit d« Post gan,j. ft. lä, halbj. fl, ?'5» Montag, 15. Jänner. 3ns«»tl«n«gebül: yllr llllne Inferat« bl» zn 4 Zellen »5> lr., größere per Zeile 8 lr.: bei ftstc»en Wiederholungen p«i Zeile » lr. 1883. Amtlicher Theil. Se. k und k. Apostolische Majestät habe» mit Allerhöchster Entschließung vom 9. Jänner d. I. den geheimen Rath Adolph Fürsien zu Schwarzenberg zum Präsidenten des Oeirathes des Post spa »cassen» umtes allergnädigst zu erneunen geruht. Pino in. p. Ee. k. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchstem Haudsch,eibe„ vom 14, Oktober v. I. dem Großgrundbesitzer Alexander Grafen Kärolyi die Wllrde eines geheimen Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Se. f. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst uuterzeichnetem Diplome dem Pensionisten Hof- und Ministerialrathe des Ministeriums des tais. Hauses und des Aeußern Julius Ritler v. Nadheluy als Ritter des Ordens der eisernen Klone zweiter Classe in Gemäßheit der Ord^nsstatuten den Freiherrnstand allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Jänner d. I. den Landesgerichtsrath bei dem Landesgerichte in Trieft Dr. Pnul Monti zum Rathe des küstenländischen vberlandesgerichte» in Trieft allergnädiust zu ernennen geruht. Pral ,ow in altrussischem Stile in schwarzem Eichenholze ge-arbeitet. Drei Stufen fuhren zur Estrade, auf welcher die Thronsessel stchen. Auf der Estrade erheben sich vier Säulen, welche ein massives Gesimse tragen, über Welchem sich ein achteckiger Thurm erhebt, der an den vier Ecken des Gesimses von vier kleineren Thürmen umgeben ist. Dies? Thürme sind verbunden durch 50 Nischen, deren jede das Wappen eines russische!' Gouvernements trägt. Ucher den Nischen am Haupt-thurme befinden sich 24 Vorsprünge mit Ornamenten in allrussischem Stile. Die Eckthüü'm wie der Hauptthurm tragen allrussische, nicht mit ausgebreiteten, sor^ dern hängenden Flügeln dargestellte Adler auf ihren Spitzn,. Die Hiuterwand ist aus rothem Sammt, mit Doppeladlern in Gold u.ch,ckt, hergestellt; die Seiten sind mit Draperien aus rolhem Sammt uud qyldenen Quasten versehen. Die ganze Höhe des Thrones beträgt 12'/, Arschin (fast 9 Meter). — Außerdem ist Herrn Wunderlich auch die Herstellung der Bänke nuo Etagocen für die Krönungsgescheül.' sowie der Fenster für die neu restaurierte Granowitaja Palata („facet-tierter Palast", von den Raute» seiner Außenseite so benannt, ein Bau aus der alten Zaren Zeit im Krcml) übertragen, und demselben ist als Lieferungszeit für den Thron der 1. April a. St., für die Fenster und Etagören der 1. Juli 1883 festgesetzt worden, so dass also — wie die „Moskauer deutsche Zeitung" meint — die Krönung wohl nicht im Frühjahre, sondern im Herbst, respective Spätsommer stattfinden dürfte. Die Tischlerarbeit am Throne, lmt Ausnahme der Dra> perien, ist auf 10 000 Rubel, die der Fenster und Etagören auf 7000 Rubel veranschlagt. vertagt worden, in welchem die Regierung mit der Vorlage über die neue Personal-Einkommensteuer auch das nöthige statistische Material überreicht habeu wird, ülcr das der Magistrat nicht verfügt und das ihm wegen des Modus der EinHebung nothwendig ist. Das genannte Blatt knüpft an diese Nachricht die Beine» knng, dass die erwähnte Vorlage bekanntlich am 15ten Jänner im Abgeordnetenhause eingebracht werden wird. Die Mittheilung der „Neuen freien Pr.sse" bedarf ^ wie die „Pol. Corr." schreibt — in mehr als einer Beziehung der Berichtigung. Die Personal-Einkommensteuer nämlich hat die Gesainmtsumme des reinen Einkommens, welches einer Person zur Verfügung steht, zur Bemessungs-Grundlage, unterscheidet sich daher principiell von tml gegenwärtig bestehenden directen Steuern, welche den Ertrag bestimmter Objecte ohne Rücksicht auf die Person zum Gegenstande haben. Statistische Daten zur P^sonal'Eiukomlnensteuer, welche der Magistrat wegen des Einhebungsmodus der projektierten Armen-fteuer für Wien beuöthigt, tönneu daher von der Re< gierung zu dem Entwürfe diefer ganz neuen Steuer noch nicht geliefert werden, sondern müssen erst durch die erste Veranlagung derselben gewonnen werden, da den Bewohnern Wiens, welche der Personal Einkom-mensteuer Pflicht unterliegen würden, diese Steuer von der Gi>sammtsumme des reinen Einkommens, welches ihnen aus ihrem in oder außerhalb Wien besiMichen Vermögen. E'.werbsunternehmungen au Renten u. s. w. zustießt, bemessen und vorgeschrieben werden soll. Insoweit die benöthigten statistischen Daten sich auf die in Wien bisher zur Versteuerung gelangenden Ertragsquellen, Realbesitz, Erwerbsunternehmungeii, stehende Bezüge, Renten, sich beziehen, so befinden sich dieselben in den jährlichen Vorschreidungs^Ausweisen, über Grund-, Hauszins-, Erwerb- und Einkommensteuer meist in den Händen des Magistrates, oder können leicht beschafft werden. Aus Budapest fchreibt man der „Pol. Corr." unterm 10. Iänn«'': Mit dem Wiederbeginne der Neichslags-VerhaudlunalN hat neuerdings reges politisches Leben in die ungarische Hauptstadt seinen Einzug gehalten. Die heutige erste Sitzung gab Anlass zu betrübenden Erörterungen. Die Schrecken des Hochwassers, welches heuer zur Abwechslung blühende Ortschaften im oberen Laufe der Donau verwüstet, halten die Gemüther in schmerzlicher Aufregung. Das arme Naab hat ungeheuren Schaden erlitten und man frägt sich mit Recht, ob denn nicht der Mangel an zweckentsprechenden Vor-sichtsmaßlegeln mit Schuld daran trägt, dafs die Katastrophe so großen Umfang gewinnen konnte. Es unterliegt denn auch keinem Zweifel, dass die infolge der Obstinenz eines Theiles der Mitinteressenten un-gelöst gebliebene Frage der Raab.Regulierung und der Nachlässigkeit der autonomen Behörden bedeutender Antheil an dem großen Unglücke zuzuschreiben ist. Die Regierung wird hier fortan ohne Rücksicht auf Soliderinteressen eingreifen und die Durchführung der Regulierung — ob sie nun einzelnen Gutsbesitzern angenehm ist oder nicht — von Staatswegen, aber auf Kosten der Anrainer, felbst in die Hand nehmen. Zum Schlüsse der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses verübte unser patentierter Antisemit eine neue Heldenthat. Dass Herr Istoczy den Selbstmord des Grafen Wimpffen zum Anlass nahm, wieder einmal eine judenfeindliche Tirade loszulassen, hat im Hause nur ungeheure Heiterkeit hervorgerufen. Das Abgeordnetenhaus hat großes vorhandenes Material aufzuarbeiten; fo wird namentlich demnächst der Wucheigesch-Enlwurf lange Debatten hervorrufen, obwohl es fraglich ist, ob mit seinen Bestimmungen den herrschenden Uebelständen auch nur im geringsten wird abgeholfen werden können. Eo lange in Ober-ungarn die slavische Vevölke ung nicht auf erziehlichem Wege von d?m verderblichen, immer mehr überhaud-nchmenden B^antweingenufse zurückgehalten wird, kann der abscheulichen Surte des Brantweinwuchers kaum gesteuert werden. Da werden hoffentlich auch die Maßregeln, welche der Unterrichtsminister initiiert hat, eher zum Ziele führen. Auch eine Anzahl kleinerer FinanzgesehEntwürfe ist noch zu erledigen. Das Oberhaus speciell hat im Laufe dieses Monates, mit dessen Schlüsse die Idemnitat abläuft, noch das Budget zu votieren; dann kommen einige der großen organischen Iustizgesetz-Entwürfe an die Reihe, die dem Hanse zum Theile bereits vorliegen, zum Theile demnächst unterbreitet werden. Der Gesetzentwurf über die große LMdesausMlMg, welche der Staat im Jahre 1K85 in Budapest veranstalten wird, gelangt in einign Tagen zur Verhandlung, Später folgt in kurzen Zwi< schemäumen der Gesetzentwurf über die Regelung des Omnibuswes'Ns in Budapest, über das Ratcnbrief-geschäft, ferner über die Schaffung von Schutzmuß-regeln gegen die Ueverversicherung, namentlich ge,^n die mobilen Agenten, und schließlich eine umfassende Vorlage über die Aenderung des gewerblichen Unterrichtes. Auch eine Vorlage, betieffeud rine bedeutende Erweiterung der Bahnhöfe in Budapest, wild in kurzer Zeit im Abgeordnetenhause eingebracht werden. Laibacher Zeitung Nr. 11 8» 15. Jänner 1883. Für das gesellschaftliche Leben Budapests waren ^r jüngsten Tage von großer Bedeutung Der ganze Huf weilte in der ungarifchen Hauptstadt und gab nebst zahlreichen großen Hofdiners ein glänzendes Ballfest, wie es seit Jahren nicht nur in Budapest, sondern auch in Wien kaum gesehen wurde. Die g?. sammle Aristokratie schien sich selbst im Bestreben, den Glanz des Festes zu erhöhen, überbieten zu wollen.! — Vielerlei Gerüchte über Denunciationen angeb« llcher Attentatsversuche wurden in den letzten Wochen hier colportiert. Thatsache ist, dass von velschiedenen Sei. ten Denunciationen gemacht wurden und dass selbstverständlich infolge dessen die Polizei ihre Wachsam^ leit verdoppelte. Es muss aber erwähnt werden, dass der Hof selbst diesen Anzeigen nicht die geringste Be< deutung zuerkannte, dass 'vielmehr an 'Allerhöchsten Stellen betont wurde, wenn irgendwo, so sei in Ungarn und speciell in Budapest das ungünstigste Ter» rain für verbrecherische Absichten, da ein Attentäter yler nicht nur die gesammte Bevölkerung ohne Ausnahme gegen sich hätte, sondern auch mit der Un« lenntnis der Localverhältnisse und der Sprache zu lämftfm hätte. — Ihre Majestäten begeben sich Mitte Jänner zu dauerndem Aufenthalte nach Wien, wo zu Ende dcs Monats große Hoffeste stattfinden werden. Die hochinteressante Rede dcs Ministerpräsidenten Tisza anlässlich der Neujahrsgratulatwn, auf welche zurückzukommen umso eher am'Platze ist, als in den ersten Tagen des Jänners die erschütternden Todesnachrichten aus Paris die Aufmerksamkeit der öffent-lichen Meinung von allem anderen ablenkten, hat in den politischen Kreisen nicht nur Ungarns, sondern, w»e hier eingelangte, verlässliche Meldungen bezeugen, auch des Auslandes die beste Wirkung hervorgerufen, da der Wert des Bündnisses mit Deutschland in den kurzen Worten Tiszas treffend und überzeugend dargelegt wurde. Man ist hier in allen Kreifen. die nur ngendwie in Rechnung zu bringen sind, völlig über-zengt, dass das Säbelrasfeln gegenüber Russland ein völlig unmotiviertes, frevles Spiel und die Kriegs» furcht lediglich als das Product üppiger Phantasie anzusehen ist. Umso missmuthiger ist man hier übe» dle Agitationen, die aus Italien gemeldet werden. Es wlrd allgemein sehnlich gewünscht, dass es der italieni« lchen Regierung gelinge, diesem Treiben energisch und sur immer ein Ende zu bereiten, und ihr in dieser vtlchtung an den Tag gelegte« Streben findet Wür« Die formelle Ernennung des Abgeordneten Karl vleronymi zum Director der ungarischen Linien l ! ^lreichisch-ungarischen Staatsbahn wird erfolgen, Ivoald sich der Vudapester VerwultungKrath der Staats« bahn constituiert haben wird. Vor Ende Jänner dürfte dles kaum der Fall sein. Vom Ausland. Der englische Geschäftsträger in Constantinopel At diesertage der Pforte die angekündigte Note über die we organ is at ion Egyp tens überreicht, und nach früheren Meldungen dürfte Aehnliches gleichzeitig bei den Eabinetten der Grußmächte geschehen sein. Ueber ble Stellung Deutschlands zu dieser Angelegenheit Wud der „Köln. Zeitung" aus Berlin berichtet: «Die deutsche Regierung hat seit Eröffnung der egyp» lfchen Frage vermieden, in den Vordergrund zu tre leu. vielmehr den meistbrtheiligten Mächten England und Frankreich in erster Linie'es überlassen, sich un-^wander zu verständigen. Aus dieser Zurückhaltung wird sie auch in Zukunft schwerlich heraustreten und nach wie vor bereit sein, denjenigen Maßregeln zuzu« Mmmen, die von England und Frankreich im Vereine "oer von England allein ohne Widerspruch Frankreichs ^r Ausführung gebracht werden. Was die Frage des ^uez-^anales angeht, deren allgemein europäischer Uralter von keiner Macht vetkannt wird, so darf da l>i« - ^ verhältnismäßig leichte Regelung hoffen, w^.. ^ ""Sends unberechtigte Ansprüche erhoben finden werde ^^len aber ernste Berücksichtigung ^„?°2 „Journal de S t.°Pete rsbourg" M ^ m "9"be des „Siöcle" entgegen, dass die fran« ick « Legierung dem Londoner Cabinet keine Vor-d?? ^ der egyptlschen Controle machen wolle, "gegen an Europa zu appellieren beabsichtige. „Es dnlz »" «^ bemerkt dazu das russische Blatt — .« 2 lmie Macht geneigt ist. Partei für eine Instil °n zu ergreifen, deren Schöpfung alle fremd geblie-R 's. l en und die sich während der kurzen Zeit ihres "rMMls weder in Egypten noch im Auslande An-t ^^"6 ä" erwerben imstande war. Europa be- i.?^ die Conttole als Ausfluss der französisch- ?Men Entente in Egypten, zu der man sich be- ?"7"uuschte. weil man sie für ein Symptom und Uu. hielt; deswegen ei hob mau keine ll ten Einwendungen gegen ihre Einfühlung. Aber n? ^""^ de"" keine Macht daran, diese Institutio->en dem Khedive oder dem britischen Cabinet auf-Flügen zu wollen." . Der griechische Patriarch in Cunstan ti n opel M. wle von dort unter dem 9. d. M gemeldet wird, "u> »eme nach Bukarest gerichtete Note,'die den Zweck hatte, ein Schisma zwischen der griechischen und rumänischen Kirche zu verhindern, noch keine Antwort erhallen. Die Meldung, dass der Patiiarch seine Demission gegeben habe, wird als unwahr bezeichnet, wohl aber wird hinzugefügt, dafs die erwähnte Angelegenheit sowie andere Fragen seine Stellung zu einer sehr schwierigen machen. Tagesneuigkeiten. — (K. k. Armee) Das „Verordnungsblatt für das k. k. Heer" meldet: Se. Majestät der Kaiser geruhten aller^nädigst den Obersten Hugo Ritter Bi-limek von Waisfolm, des Geueralstabscorfts, zum Chef des Emoeuzbureau zu ernennen; — ferner zu verleihen: dem Oberstlieutenant Heinrich Ritter von Pitreich, des Geueralstabscorps. in Dienstesuerwen« dmig im Bureau für operative und besondere General« slabsarbeiten, in Anerkennung feiner besonders vorziig« lichen und auf militärisch-wissenschaftlichem Gebiete aus» gezeichneten Leistungen taxfrei den Orden der eisernen Krone dritter Classe; — weiter: den Militär'Iuten-dantex Franz Caucig und Eduard Ooert, beide in Dienstcsverwendung im Reichs Kriegsministerium, in An-erkeuuuug ihrer vorzüglichen Dienstleistung, das Ritterkreuz des Franz-Iosef-Ordens. — (Ovation) Zu Ehren Sr. Excellenz des Herrn Generalstabschcf FML. Freiherr» v. Veck, welcher kürzlich zum Inhaber des 47. I»fai,terieregimettts ernannt wurde, fand am 10, d. M, im Prachtsaale des militär^uisseuschaftlichen und Casinovereins ein geselliger Abend der in Wien befindlichen Generalstabs-Officiere statt. Den Reigen der Toaste eröffnete Baron Beck, indem er dem zum Commandanten des 7li. Infanterie« regiments ernannten Oberst Karl Freiherrn v. Ripp herzliche Abschiedsworte zurief uud hiebei den Wert der innigen Wechselbeziehung zwischen Truppe und General« stab hervorhob. FML. Freiherr von Cornaro beglückwünschte hierauf in schwungvoller Rede unter jubelnder Zustimmung aller, Anwesenden den Chef des Generalstabes zu dem erneuerte» Beweise kaiserlicher Huld, worauf FML, Baron Beck in beredter Weise die immer mehr zunehmende Wichtigkeit des Dienstes im General« staue betonte, zu weitcrem rastlosen Streben aufforderte, um die Fahnen Oesterreichs hochzuhalten und alles „für Kaiser und Ehre« einzusetzen. Den Schluss des Abends bildete ein humoristischer Vortrag des Hauptmanns Arthur v. Sterlini. — (Die Befrei« ngWiens von den Tür« len 1683 als Diorama.) Emil Wauters (der Maler des Panoramas von Kairo am Eingang zum Prater) hat, wie die „Independance Velge" schreibt, ein großes Bild vollendet, welches am 11. Jänner nach Wien abgegangen ist. um aus Anlass des zweiten Centenuariums der Befreiung Wiens von den Türken als Diorama aufgestellt zu werden. Das Bild Herrn Wauters zeigt den König von Polen. Johann Sobieski, mit seinem Generalstab, wie er vou der Höhe dcs Kah-lenderges die Umgebungen der Hauptstadt Oesterreichs besichtigt und die Manöver controliert, welche er seiner Armee zur Ausführung aufgetragen hat. Diese Gruppe löst sich sehr kräftig von einer Laudschaft mit weitem Horizonte los. Zur Rechten tritt die Stadt mit ihren Thürmen uud Wällen aus dem Morgeimebel hervor, und man unterscheidet die Zelte des türkischen Lagers, welche nach dem Ausdruck des polnischen Helden den befestigten Umkreis wie die Reife eines Fasses umspannen, Die Landschaft ist superb durch die transparente Luft und die schöne Beleuchtung; die Silhouette Sobieskis zu Pferde zeigt viel Charakter und die Pferde oeS Ge-neralstabes sind sehr gelungen. — (Vortrag.) Der Architekt Herr Professor Alois Hauser. Mitglied der k. l. Centralcommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale uud Conservator für Wien, hat im österreichischen Museum vor einem sehr gewählten zahlreichen Auditorium eineu interessanten Vortrag über die Restaurierung des Domes zu Spa lato gehalten. Der Vortragende, welcher mit der Oberleitung der beziig. lichen ebenso bedeutungsvollen als schwierigen Arbeiten betraut ist. schilderte iu anziehender Weise die architektonischen Schönheiten des oiocletianischen Kaiserftalastes, auf dessen Ruinen die Altstadt vou Spalato mit ihren engen Gaffen unregelmäßig aufgebaut erscheint. Vou den erhaltenen Theilen des spätrömischen oiocletianischen Monumentalbaues, der durch orientalische Werkmeister errichtet und zu dem das Material selbst bis aus Ober-egyfttcn herbeigeschafft wurde, ist es namentlich das zur Kathcdiale verwendete, durch planlose Zubauten theil-weise eiilgeschlosseue uud vielfach beschädigte Mausoleum, dessen Stilformen vor dem Verfalle bewahrt und in ihrer ursprüliglicheu Reinheit durch genaue, stilgerechte Rccoustructioneu wieder hergestellt werden sollen. Der Vortragende erntete für seine lehrreichen Mittheiluuge» lebhaften Beifall. — (Postsparcassen.) Anlässlich der am l2ten Jänner in Wien stattgefundenen Eröffnung der Postsparcassen war der Andrang der Parteien bei sämmtlichen Sammelstellen Wiens rin so grußer. dass die für die erwähnte» Cassen bestimmteu Amtölucalitäte» die Menge mitunter kaum fassen konnten. Die mit del Ma Mfiarfjer Bettung 9«r. 11 90 15. Iiinner 18«3. einem zu Seiten des reichgeschmückten, hellglänzenden Chrisibcinmes nett arrangierten Tische befanden sich weitere milde Gaben für die Anstalt: Stoffe, Wäsche. Zuckerhüte, Pakete mit Neis und dergleichen mehr. Um die Ausschmückung des Christbaumes wie um das Arrangement überhaupt machten sich die Damen Frau Günz-ler, Fräulein von Naabenau und Fräulein Nichte, Fräulein Schonta, Fräulein Hans bestens verdient. Die für die armen Kleinen bestimmte Wäsche wurde, wie mau uns mittheilt, in dem mit Recht in Vorzug« lichem Nufe stehenden Mädchcninstitute Huth uon oen Schülerinnen genäht, und können wir diese Betheiligung der heranreifenden weiblichen Jugend an der Förderung der Interessen einer so eminent humanitären Anstalt, wie das Kaiserin Elisabeth°Kindersftital es ist. nur auf das freudigste begrüßen — (Aus dem Gemeinderathe.) ^Schluss des Sitzungsberichtes vom 9.d.M1 GN.Dr, Suftpan meint, der geplante Ankauf des Lycealgebä'udes durch die Stadtgemeinde werde schwerlich zustande kommen, man werde sich nur unnütz«' Arbeit machen. Wenn man an den Staat als Berechtigten im Gebäude herantritl und von ihm verlangt, er möge seine Rechte auf eine gewisse Anzahl Localitäten beschränken, so werde dies weder der Landesschulrath noch die Landesregierung befürworten. Dies thut der Staat nicht gegenüber dem Lande, er Wirb eS auch der Stadtgemeinde gegenüber nicht thun. Schwerlich wird man im Gebäude auch geeignete er« forderliche Localitäten für die Volksschule, nämlich acht Schulzimmer und eine Directionstanzlei, aufbringen können, Auch in finanzieller Richtung emftfehle sich der Ankauf nicht, da das Lycealgebäude sich in keinem guten Bauzustande befindet. Will man Markthallen im Gebäude errichten, so wird man kaum durch die Zinsen derselben die Zinsen des Capitals decken, welche? man zur Adafttiernng derselben verwendet hat. Redner meint, man möge lieber vom Lande eine Ablösungssumme neh» men und diesen Punkt zum Gegenstande weiterer Verhandlungen machen. VN. Deschmann beantragt die Verlesung des betreffenden Landtagsbeschlusses. Nachdem Schriftführer Herr Kalis denselben verlesen, erklärt GR. Deschmann, er werde sich als Landesmlsschussmitglied an der Abstimmung nicht betheiligen Weiters bemerkt GR, Desch-mann, es werben die Verhandlungen mit der Regierung wegen Ankauf des Gebäudes durch die Stadt-gemeinde keinen Erfolg haben Das Gymnasium braucht selbst größere Localitäten, da ja der Besuch des Gym» nasinms von Jahr zu Jahr zunimmt und zudem das Gymnasium, wenn das Museum aus dem Gebäude aus« zieht, auf den zu ebener Erde befindlichen großen Saal «flectiert. GR. Dr. Ritter v. Gl eiwei» . T rstenisl i findet, dass dir Angelegenheit gar nicht so dringend sei, da ja im Präliminare des Staatshaushaltes gar keine Summe für den Ankauf des Lycealgebäudes eingestellt sei. Es sei daher ganz entsprechend, wenn sich die Stadt' gemeinde mit der hohen Regierung wegen Ankauf des Lycealgebäudes auseinanderfetzt, GR. Dr. Schaffer erklärt, er werde als Landes» uusschussmitglied nicht mitstimmen, und bemerkt, dass die erforderliche Summe für den Anlauf des Gebäudes sehr leicht in den Nachtragscredit, der ja regelmäßig ein« gebracht werde, eingestellt werden kann. Es wäre doch am Platze, mit dem Lande eine Transaction zu treffen, damit die Angelegenheit nicht eine so große"Verzögerung erleidet. Referent GR. Dr. Jar nil vertheidigt eingehend die Sectiousanträge, welche bei der Abstimmung auch angenommen werden. GR. Petricic referiert namens der Finanzfection über das Gesuch der Direction de» Kaiserin Elisabeth« KinderspitalK um eiue Unterstützung und beantragt 300 fl. GR. Dr. Ritter v. Ble iwe is - Trste ni sk i beantragt, man möge der Direction des Kinderspitals die Errichtung von Fericncolomen für scrofthulöse Kinder empfehlen, da dieselben ob Mangels an guter, frischer Luft im Spitale selbst ohnehin nicht geheilt werden können, Der Gcmeinderath würde sicher für dieses Unternehmen einen Beitrag votieren. Bei der Abstimmung wild der Sectionsantrag mit dem Iusatzautrage des Dr. Ritter von Blei weis» Trfteniöki angenommen. GN Petricic referiert namenS der Finanzsec-tion über das Gesuch der „Glasbena Matica" um eine Unterstützung. Referent fagt. der Verein habe 342 Comvositionen, größtentheils heimischer Comftositeure, herausgegeben und habe jetzt eine Musikschule errichtet, in welcher 30 Schüler zu 10 Stunden wüchent« lich. untentgeltlich unterrichtet werden. Da der Verein zum Ankaufe eines Claviers eine größere Summe feinem Stammvermögen entnehmen müsste, bitte derselbe um eine Unterstützung, und die Finanzsection beantragt pro 1883 die Summe von 200 fl zu bewilligen. GN, Defchmann Wünscht bezüglich des Ausmaßes der Unterstützung, der Verein möge die Präliminarien über den Vermögensstand vorlegen. Redner fürchtet, man werde ein Präcedens schaffen, es werden auch andere Vereine um Unterstützungen ansuchen, deshalb möge die Petition in der nächsten Gemeinderaths' fitzung erledigt werden GN. Hribar sagt, die Einkünfte der „Glasbena Matica" feien sehr geringe. Die Jahresbeiträge der Mitglieder werden zur Herausgabe von Mnsikalien verwendet, und das Vermögen der „Glasbena Matica" sei mit dem der philharmonischen Gesellschaft gar nicht zu vergleichen, welche aber doch 200 fl. jährliche Subvention erhalte. In der Musikschule der „Glasbena Matica" werde durchwegs unentgeltlich unterrichtet, während bei der philharmonischen Gesellschaft doch viele Schüler auch zahlen. Redner befürwortet den Sectionsantrag, welcher bei der Abstimmung angenommen wird. — Hie. rauf wird die Sitzung, nachdem noch die bereits bekannten Bestimmungen bezüglich des Schlachtens der Schweine im Hause seitens der Gastwirte festgestellt worden, geschlossen, -x- — (Die Generalversammlung der Section „Krain" des deutsch-österr. Alpeuver-eins) findet heute, dcn 15 Jänner, abends 8 Uhr im Casino» Club locale statt. Die Tagesordnung lautet: 1.) Ansprache des Olimannes; 2.) Jahresbericht des Ausschusses; 3,) Vorlage der Gescllschaftörechnung für das Jahr 1882 und des Voranschlages für das Jahr 1883; 4.) Beschlussfassung über die vom Ausschusse beantragten Statutenänderungen; 5) Neuwahl des Ausschusses, bestehend aus 5 Mitgliedern; 6.) allfällige Anträge der Mitglieder. — Da zur Beschlussfähigkeit der Gencralversammlnng die Anwesenheit des fünften Theiles sämmtlicher Scctionömitglieder, sonach von ^ mindestens 20 Mitgliedern erforderlich ist, so wird seitens des Ausschusses um sehr zahlreiche Betheiligung ersucht. — (Thcaternachricht,) Morgen (Dienstag) findet, wie bereits gemeldet, das Benefiz des erklärten Lieblings unseres Pnblicums. des Frl, Hedwig v. Wagner statt.! Wir haben neulich schon die treffliche Wahl der „Stütze! unserer Bühne" betont, und die, wie wir hören, umfassenden Vorbereitungen seitens der Theaterfreunde für die morgige Aufführung der „Drei Paar Schuhe" sowie der in sicherer Aussicht stehende massenhafte Besuch des j Hauses werden die um die heurige Saison vielvcrdientei Benefiziantin für ihre durchwegs vorzüglichen Leistungen! bestens belohnen. — (Landschaftliches Theater.) Gestern und vorgestern gab man die neue Posse: „Eine mit! Talent" von Maierfeld und Berla. DieseS echte Wiener Stück muss. auf den Provinzboden verpflanzt, entschiedcn verlieren, doch es erwies sich immerhin auch hier noch nach Mög! chleit wirksam. Namentlich ist e? das urwüchsige, fesche Spiel des Frl, v. Wagner als! „Köchin", das diese Wiener Localposse auch ans unserer« Bühne zu halten vermochte. Recht brav waren ferner Frau Wall Hof (Witwe Nanstl) und Herr Au spitz (Meergcas). Obwohl Director Mondheim als „Be-dienter" gewissermaßen vollkommen auf seinem Platze ist. hätte man im Publicum doch gewünscht, dass Herr Ewald (ein Gast), der den Wiener Localton so vor-züglich trifft, in diesem Stücke nicht derart episodenhaft beschäftigt worden wäre, Frl. Ger main war eine „Marianla", „wie sie im Buche steht". — 08. Neueste Post. Original-Telegramme der .Laib, Zeitung" Lemberg, 14. Jänner. Aus Rücksichten auf die Sicherheit des Publicums wurde die hiesige Jesuiten. lirche für einige Tage geschlossen. Paris, 14. Jänner. Der englische Botschafter überreichte am 13. Jänner die britische Note wegen der egyptischen Frage. Nom, 14. Jänner. Das auswärts verbreitete Börsengetücht von einem Attentate auf den König von Italien ist vollkommen grundlos. Wien, 14. Jänner. (Wiener Ztg.) (3. Bulletin.) Ihre k. und l, Hoheit die durchlauchtigste ssrau Erz-Herzogin Isabella haben die Nacht hindurch gut und erquickend geschlafen, das Befinden ist ein ssinz befriedigendes, die neugeborene Prinzessin ist wohlauf. Pressburg, am 13. Jänner 1883. Dr. Gotlhardt m. p. ^ ?^e n. 14. Jänner. (Wiener Zeitunq.) Se. k. und k. Apostolisch? MajMt haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 12. Jänner d. I. in Anwendung des Grundgesetzes über die Reichsvertretung vom 21sten Dezember 1867, § 5, den geheimen Rath und General der Cavallerie a. D. Karl Grafen Grün ne. den geheimen Rath und Gutsbesitzer Theodor Freiherr« von Risenfels. den Sectionschef Alois Czedik von Briindelsberg, den Gutsbesitzer Stanislaus Nitter von Polanowski und den Präsidenten der Han. dels« und Gewerbekammer in Trieft Karl Reine lt als Mitglieder auf Lebensdauer in das Herren, haus des Reichsrathes allergnädigst zu belufen geruht. Madrid, 14. Jänner. In der Provinz Murcia wurden wiederholte Erdstöße verspürt, die jedoch nirgends Schaden anrichteten. London. 14. Jänner. Das Befinden Gladstones hat sich gebessert. Derselbe verließ gestern das Zimmer und reist Dienstag nach dem Continents___________ Theater. Heute (ungerader Tag): Die Näubcr. Trauerspiel in fünf Acten von Friedrich von Schiller. Handel und Volkswirtschaftliches. Laibach, 13. Jänner. Alls dein hentigen Marlte sind erschienen: 5 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit heu und Stroh, 15 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (18 llnbilmeter). Durchschnitts« Preise. Wf." 'PM^ N.l ll, f>. lr,j st,, kr, N,sll. Weizen Pi.Hcltolit, 7,47 8 78 Vutter pr. Kilo . -. 80 —j — Korn » 5 20 5 67 Eier pr. Stück . . — 2j - Gerste (neu) . 4,39 4 77iMilch pr. Liter . ! 8 — Hafer „ 2,93 3,13A>ndfleisch pr.Kilo -56 ^ — Halbsrucht . - . 6 ^Kalbfleisch , --48 — Heiden „ 4 06 5 55 Schweinefleisch „ ^ 46 — Hirse „ 4 87 4 98 3chöpsc»slcisch „ 28-- Kulurnz „ 5 53 5 9?,vahndcl pr, Stück ......45 Erdäpfel 100 Kilo 2 77-------Tauben „ - 16 - - Linsen pr Heltvlil. 8---------- heu 100 Kilo . . 3 03 Erbsen „ 8-------Stroh „ . . 1 96 - Fisolen „ 9------. Holz. hart., pr vier Nindsschmalz Kilo — 94------ Q.-Metcr -- - 7 - Schweineschmalz „ — 86 — — welches, „ ____4 50 Speck, frisch „ 66 — Wein, roth,, !00Lit. ., . 20 -— geräuchert „ !?5 — —Weiher . ___13 - Verstorbene. Den 13. Jänner. Maria Dovganivc, Inwohnerin, 72 I„ Ilovca Nr, 6. Altersschwäche. — Friedrich KcuZuil. derzeit Iwciugling, 17 I., Polanadamm Nr, 50, subacntc Lungen-tubcrcnlosc. Dcn 14. Jänner. Ursula Moknik, Inwohnerin, 55 I., Pctcrsstraße Nr. 23, organischer Herzfehler. Lottoziehuugen vom 13. Jänner: Wien: 81 65 36 43 40. Graz: 41 90 4 73 63. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. X .rG vYZ 3Z 2 ""3-8 7U.Mss! 732.16 4.4 windstill bewöllt ! 13. 2 ., N. 730.79 - 2.0 NW. schwach brüllt l o,0ll 9 .. Ab. 731.23! - 2,6 NW. fchwach^belvüll^ ^ ^ 7U.Mg. 730.81-3.0 O. schwach bewöllt ^ 3.90 14. 2 „ N. . 730.88 4- 0.2 windstill bewöllt Negen. 9 „ Ab.^ 732.51! - 0.6 NW. schwach bewöllt Graup. Dcn 13. trübe, fein Sonnenblick. Den 14. trübe, Thau-Wetter, etwas Regen, abends Graupenfall, Das TageSmittel der Temperatur an beiden Tagen — 3,0" nnd — 1,1°, bczichungs-weise um 0.4° unter und 1.4" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics. Allen unsern P. T, Vclannten und Freunden, von welchen wir persönlich Abschied zn nehmen nicht in der Lage warm, sagen wir bei unserm heutigen Scheiden von Laibach ein herzlich Aebewohl! Ljubomir und Elise Dragi<5. Laibach am 15. Jänner 1883. Sidonie Gerliczy de Gerlicze, gebornc Mar» quise de Gozani, gibt in ihrem und im Namen ihrer Kinder Paul, <3mil und Josef dic traurige Nachricht von dem Ableben ihres theure» und un« vcrgcsslichen Gemahls, des hochwohlgcbornen Herrn Joses Coloman Mas dß Gerta, welcher am 14. l. M. um halb 7 Uhr abends nach längerem schweren Leiden im Alter von 42 Jahren selig in dem Herrn entschlafen ist. Die Beerdigung des theueren Verblichenen findet am 16, l. M. halb 4 Uhr nachmittags vom Sterbe-hause Hcrrengasse Nr. 3 aus auf dem hiesigen Fried-Hofe lm eigenen Grabe statt. Die heil. Seelenmessen werden am 17. und 25. l. M., jedesmal 9 Uhr vormittags, in der Dom« lirche St. Nicolai in Laibach gelesen werden. Laiba ch am 15, Jänner 1883. Beerdigungsanstalt de« Franz Doberlet, Laibach. ^—-—^ISSba bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. i PASTILLEN (Verdauungszeltohen), 1 Heinrich Mattoni, Karlsbad (Böhmen). Laibacher Zeitung Nr. 11 91 15. Jänner 1883. Course au der Wiener Görse vom l3. Jänner 1883. («^0^110^0^^) «elb Ware Staats-Anlehen. S'lberrente ... „.^ II,'^ l^« Staatslos. . . 100 „ ie8«b i<>8-7b «°m°.«/„ . ß^.y^ ^^«^ ' p!^'^'^^, °.W.S! 13.75 135 55 , St»°t«.0bl. (Ung. Oftb.) no-- iio 5b »YtlV.vieg.,Lose 4°/, 1 Teme«var»Vanater . . »7-— 9?-bc b"/° ungarische......»?bv »8 5« Andere össentl. Nnlehen. Donau'Neg,'Lose 5»/o lNU fi. , Ii4'5b 115-— bto. Anleihe 1878, steuerfrel . 103'— 103 75 Nnleben b, Stadtgemeinde Wien 101 5(> 1«3'— Nnlehen b. Stabtgemeindc Wien (Silber oder Gold) ... .---------------- Plämitll'Nnl.d.Stadigem.Wien 12320 Ii2 ?o Pfandbriefe (fürioofi.) Vobcncr. allg. öfterr. 4>/,°/»Gold iib'75 119 2ß bto. in 5« „ „ 4'/, "/<> 98 9!) U»'I5> dto, in 5U „ „ 4°/„ . 93 80 94'3u dto, Prämien«Schnlbverschr.3'/u 9!) — «9 50 Oeft, Hypotbelcnbant ioj, 5'/,°/» looec. lc.i — Oeft.'ung. Ban! verl. 5°/i> . , loi 50 ici?5 blo. „ 4'/,°/,,. . »3 « 99 6 dto. „ 4°/n . . »»'40 9»e» Nng, »Un-Nobencreoit-Uctienges. in Pest in 34I.v«l. SV,°/° , — — -'— Prioritäts. Obligationen. (für laa fl.i. Hlisabeth-Weslbahn 1. Lmissson 98 7k 89'25 fferbiiianb««!ilolbbahn in Sill>. 105 25 ic,5 ?l Fran^-Iofts'Äahn.....lai lll> 1U1 7b Hali^ischc ttarl ° Ludwig »Vahn «km. IM, ,iuo N. S, 4V,»/n . , 99 50 121'— Oefterr. Nordweftbahu . . . . l(,2-70 102-90 Siebenbürger.......si 2° l»i'?5 I Oeld W^re Staatsbayn 1. Emission . . . 178-50 — — Sübbahn i^ »o/,......»84-80 135 «a „ ^5«/y......>18 «ü 118 5« Ung.'galiz. Vayn.....»2« 92 ?o Diverse Lose (per Stils). Erebitlose loo fi...... 1?1>5? I7ii — Elarv'Lose 4U fi....... 37 75 88-50 <"/^ Donau»Damvf<c>8 25 i(,»-?5 LatbacherPrämien'Nnlehln 20 fl. »35ll L4-— Ose»cr ^>.l>! ^ st...... zg 7b Ig 7t, Palfsh°z,'°s>: 40 N...... zs> no zn-75 Nöthen Kreuz, öst. Ü>es. v, io fl, 12-25 12 ?5 «ubols°Lose i<) N...... i»Lü 19 75 Salm-l!ose 40 st...... 5^— 5^53 St,«Gen^is-Lose 40ss..... 47.— 47-5» Waldstcin-Lose 20 fi..... 87-50 38>- Windischgrätz-i»ose 20 fl. . , 38.50 ,?»— Vanl - Actien (Per Vtü5). «lnglo-Qesterr. Nanl 120 fi. . . iii — »14 60 Nant'Vesellsckast, Wiener «lft fi.----------- — Bankverein, Wiener, 100 ft. . . ic>5'L0 ic>5 bO Vdncr.°Anst,,Ocst.i!00st. S.4o«/o 2,1 - 212 — Lrbt.^Änst. f. Hand u. G. luu ft. list — 284 »0 Crbt.-Anst., Nllg, Una. 200 ft, , »?3 75 2?i»5 Deposttenb,, All«, 2u0 fl. . . , 204 — 25L — liscompte^Ges., Nlcderüst. üoo fl, «50 — 8L0 — Hypolhelenb., oft. 2>»0ft. 25°/° E. —-— — — Länderbaiil öst. 2U0ft.<3. 50°/uE. —-— —>— Oestcrr.-Nng. Baul.....»3«-— 838 — Unionba»! 1U0 fi......111 «0 ml«! Be>,lehr«^al>l AUg. 140 il. . . 145-— 14»'— <^e!d War« Actien von Transport» Unternehmungen (per Stück). Mbrecht<«ahn »»0 fl. Silber , — — — — Alfelb-Fiuu>a.n.Vahn20off.Silb. 1««-5O 1«? — Aussig.'Tepl.Eisenb. «oofl.CM,-------— — Böhm. 3lordb.:ün 150 fl. . . . 170 — 172 — Westbayn 2U0 fl. . . .2«^ —«84 — Nuschtiehrader Lisb. 500 fl. LM,----------------- „ M. N) 200 fi. ,----------------- Donau « Dampfschiffahrt - Ges. Oefterr. 5uo fl, HM.....580 — 583 — DraU'lx 20»?5 „ l!inz'Äudweis 20Y fl. ... 18» — 1L9 50 ,,Slzb.2N8-25 208 75 Prag'Durer Lise^ib. i50fl.Tilb. 5460 55'— Rudolf. Oahn 200 fi. Silber , 164-— Iß4 50 Siebenbürger «iisenb. 200 ft. S, 1K8-5« iü<» — Staatseijeiidlibn 20« fl. ii, .'V, . 329 50 .«(,— O'.l», Ware Sübbahn 200 fl. Silver , . , 13» 50 137— Sild'Norbd, Aerb.,V. LOOfl.CM, 14« lic 147 — Theisi.Vahn «00 N. c>. W. . , 24« 75 24? 25 Iramwah'Oes.Mr. 170«. 8. W. 22l — 22122 „ wr., neue 70 N. . . —-— —-— Tran«port<<»«sMchast 100 fl. . I0L — 104 — TurnaU'Kraluv 205 fl. ö. W, . —— —-— llnss^nali^Eiscul,. !i0Nfl. Vild'r !K8'65 Klv— Nng.Norbostb.ihn 200 fl. Eilb« «,»50 ,5» — Nng,Westb,(Naab.Gra,)««ofl.S, ie» L0 i«3-« Industrie'Nctieu (per Stück). Vgybi und ssindberq, Visen« und Stahl-Ind. in Wien 200 fl. . —— —'— Eisenbahnw..i,'eiha. I.20llst. 40"/,, 104— IN450 „Elbcmuhl", Papiers, u. V.-G.l Ll,— l!4-.-Moittau.Gcsclls. östcrr.»alpine .! 72 ?,'. ?3'lü Prasser liisen-Ind.^Ges. 200 ff. l«2 — 1<>2-5— —>— Valuten. Ducaten........ l'S5 oa? 20'ffrancs'Stüclt..... »-50» S5iz Silber......... —'- —'— Deutsche Neichsbanlnote». , . »8 65 68 7L 3proc. Prämien-Obligationen der k. k. priv. allgem. österr. Boden-Credit-Anstalt @ Iletatngeti JaKteSt nächste Ziehung am 15. Februar 1883 Haupttreffer fl. 50000 sind stets zum Tagescourse zu haben . (263) 8—1 in der Wechselstube J- C'XAYIB la Lalbach. (5415-3) Nr. 8884. Amortisationsverfahren. Vom k. k. Landesgerichte Laibach wud bekannt gemacht: . Es sei über Ansuchen der krai-wschen Sparcasse in Laibach, einver-Mndlich mit Josef Lamouc von Planina, das Amortisationsverfahren rück-sichtlich des auf Josef Lamouc lauten-ven, angeblich entwendeten Sparcasse-büchels Nr. 89 496 im Capitalswerte von 179 fi. eingeleitet worden. Dessen werden alle jene, welche auf obiges Sparcassebüchel ein Recht zu haben vermeinen, zu dem Ende ermnert, dasselbe so gewiss binnen sechs Monaten yrergerichts anzumelden und darzu- 5'"^ "^ ^"^ das obige Sparcasse- vuchel über neuerliches Anlangen amor- '"" und für erloschen erklärt würde. .-----^5Z_^w1^Dezember 1882 ^^^2) Nr. 8717. Relicitation. Am 36. Februar 1883, vornuttags 10 Uhr, wird im Ver-yandlungssaale des k. k. Landesgerich-«s ^.achach die executive Relicitation der von Josef 0uiek am 21. März 4««1 erstandenen, in Grafenbrunn (Gmchtsbezirk Illyrisch-Fcistriz) liegenden, in der krainischen Landtafel ^and 18, Seite 80, auf Namen des "r Franz 0utek Vergewährten Rea-lttat vorgenommen nnd dieselbe dabei nothigenfalls auch unter dem Schätzungswerte per 400 si. 50 lr. hint, "ngeaeben werden. Das Vadium beträgt 10 Proc. des Schätzungswertes; die' ausführlichen Feilbietungsbedingnisse sowie das Schä-tzungsprotololl und der Landtafelauszug liegen zu jedermanns Emsicht in der hiergerichtlichen Registratur. Laibach am 26. Dezember 1882. (143—2) Nr. 1288. Bekanntmachung. Vom gefertigten ?. l. Kreisgerichte wird kundgemacht: Es fei über Ansuchen der Anna Dular von Nudolfswert äs xraog. 6ten Juli 1882, Z. 675, mit Bescheid vom 25. Juli 1882, Z. 675, die Einverleibung der Löschung des für Felix Premc haftenden Lebensunterhaltes, des für das Heiratszubringen des Franz Pucelj haftenden Pfandrechtes bezüglich des Theilbetrages pr. 175 fl.C.M.s.A. und des für die Forderung der Theresia Gregl.'iöiö alias Gregoriö von Nudolfswert für eine Nrtheilsforderung pr. 15 fi. sammt Anhang hastenden Pfandrechtes bei der Realität Rectf.-Nr. 89 und 90 aä Stadt Rudolfswert bewilliget worden. Da die hiebei interessierten, zu verständigenden Anna Pucelj verehel. Verhovnik und Anton Pavec unbekannten Auftnthaltes sind, wird denselben und deren allsälligen Rechtsnachfolgern mitgetheilt, dass denselben zur Wahrung ihrer Rechte Herr Dr. Rosina, Advocat in Nudolfswert, bestellt und demselben die für genannte Anna Pucelj verehel. Verhovnik und Anton Pavec bestimmten verschiedenen Grundbuchsrubriken zugestellt wurden. K k. Kr.nsgericht Rudolfswert, am 19. Dezember 'i882 Subscriptionen auf Ungar, rothe Kreuz - Lose EwiLssioiiJsiprei*!* ct. O,5O erste Ziehung 1. März 1883 Haupttreffer fl. 120 000 werden "bis 22. Jänner 1883 entgegengenommen in der Wechselstube (262) 3-1 J. C. MAYER in Laibacb. (173—2) Nt, 8999. Bekanntmachung. Das k. k. Landesgericht Laibach hat auf Anfuchen des Josef ()op in-betreff der auf seiner Realität im Band III, Seite 253 der krainischen Landtafel, seit mehr als 50 Jahren pfandrechtlich haftenden Forderungen, und zwar: 1.) für die Kinder der Maria Constantin Tschop aus dem Heirats-contracte ddto. 14. Mai 1748 per 1200 fl.; 2.) für Josefa Hrovatin gebome Tschop aus dem Vergleiche vom 31. August 1789 per 417 ft. 42 V-lr.; 3.) für die Anton Mesesnu'sche Veilassmasse aus dem Antheile vom 6. März 1829 per 417 ft. 42'/, kr.; 4.) für die Alex Majovii'sche Verlassmasse aus dem Schuldscheine vom 16. Oktober 1806 per 412 si.; 5.) für Theresia Tschop geborne Klemm aus dem Ehevertrage vom 26. November 1815 an Heiratsgut 500 si. und an Wiederlage 500 st.; 6.) für die Alston Mfesnu'sche Verlassmasse aus dem Vergleiche vom 19. Febr. 1829 per 114 fl. 38^ kr.; 7.) für den Franz Sibert'schen Verlafs aus dem Urtheile ddto. 27stm Oktober 1830 per 125 fl. 15 kr. f. A., — die Einleitung der Amortisierung bewilliget. Es werden daher alle diejenigen, welche auf odige Hypothekarfordcrungcn Ansprüche erheben, hiermit aufgefordert, dieselben bis 20. Jänner 1884 umso gewisser bei diesem k. k. Landesgerichte anzumelden, als sonst auf Ansuchen des Bittstellers die Amorti-sation der betreffenden Einverleibungen sowie der sich hierauf beziehenden Eintragungen und zugleich der Löschung bewilliget werden würde. Laibach am 26. Dezember 1882. (40—3) Nr. 29 025 Bekanntmachung. Den unbekannten Rechtsnachfolgern der verstorbenen Anna Gregorin verehelichte Snoj von Vrczovica und des verstorbenen Jakob Cuden von Dragomer, dann denn unbekannt wo befindlichen Anton Dolni?ar von Brezovica nnd Franz Vovk von Slivnica wird bekannt gelben, dnss die für sic bestimmten Tabnlarbescheide vom 29. Angust 1882. Z. 18,263. dem für sie unt>:r einem be« stellten Curator uä l<.0wm Herrn Doctor Zarnik, Advocat in Lmbach, zugestellt worden sind. K. k. städt.-deleg. Bezirksgericht Laibach, am 2. Dezenber 1882. (5428- 2^ Nr. 7834. Uebertragung dritter ezec. Feilbietung. Ueber Ansuchen der minderjährigen Francisca Man durch die Vurmünder Fran Johanna Ierovsek und Hcrrn Josef Sftelar (durch den Machthaber Herrn Lorenz Ierouäek von F»'istriz) gegen Icisef Cckada von Iasen wird die mil dcm Bescheide vom 20. Inni 1882. Z- l078. auf den 3. November 1882 angeordnete dritte exec. Feilbietnng der Nealuat Grundbuchs-Elnlage-Nl. 20 der Catast^l- gemrinde Iasen mit dem frnheren Anhange auf den 9. Februar 1883 , vormittag vo" 9 bis 12 Uhr, in der Gerichtswnzlei übertragen. K. k. Bezirksgericht Feistviz, am ttteu November 18.^2.