Nr. N6. Donnerstag, 23. Mai 1907. 126. Jahrgang. Mbachm Zeitma PriinnmelationöpreiS: Mit Pustuerse»du»q: gai^ialiiiss »(> K, balbjälnin 15 li. Im ftontor: ganzjälirig »«^, halbjährig 11 li. 5>>r die Znstellunli ins Hau» ganzjährig 2 ll, — Iuscitlolitigebühr: ssüi lleine Inserate - bis zu 4 Zeilen 5<> k, grünere per Zeüe 12 >>: I>ei üftercii Wieberlii'luns.en per Zeile k n. Tie »Laibacher Zeilnng» erscheint täglich, mit llusnahme der Eom,- und sseiertage. Die Ndmixistratio» befi»»e» sich jlll,lnrekplah Nr. 2. die Nrbaltlun Talmatingasje Nr, 10. Sprechstunden der Nedaltii», von « bis 10 Uhr vus. mittag, Unsraiilierle Briefe werben nicht angenommen, Manuslriptc nicht zurückgestellt. Mchtcrnrtlicher Geil. Österreich und Ungarn. Im „Fremdenblatt" werden von „besonderer Seite" die Grundlagen für Die Ordiuinq der zwischen Österreich lind Ungarn schwebenden Fragen entwickelt. Vor allem — so wird ausgeführt — mnß die handelspolitische Einheit gegenüber dem Auslande auch nach 1!N7 gesichert bleibeil. Da mit diesem Zeitpunkte das Recht beider Staaten, eine Zollinie im gegenseitigen Verkehr zu errichten, praktisch verwirklicht werden kann, so sei es klar, daß die Ausübnng dieses Rechtes mit dem (Gebote der unversehrten Erhaltung des vragmatifchenBan-des zwischeil beiden Staaten in Konflikt konnnen könnte. Es wäre also jedenfalls vorteilhaft, schon heute eine Formel Zu finden, welche die Vermeidung eines solchen (Gegensatzes zn verbürgen vermöchte. Die Verwirklichnng dieses (Gedankens einer dauernden Neugestaltnng werde ferner die rechtzeitige Klärung der Fragen der Fortdauer des gemeinsamen Noteninstitnts lind der Münz-nnd Wahrlingsgemeinschaft erheischen. Tie Staats-schnldfrage köililte durch die Verpflichtung Ungarns gelöst werden, dcn Jahresbeitrag zur Ttaatsschnld innerhalb eines angemessenen Zeitraums t'apitalisch abznlöseil. wofür eine Koilzessioll bei Festsetzung des der Ablösung zngrnnde zu legenden Zinsfußes zu gelvähren wäre. Ferner müßte die Auffindung eines mehrere Quotenperio-den überdauernden Quotenschlüssels angestrebt werden. Hinsichtlich der Verzehrnngssteuern scheine eilt Ausweg, welcher die von Ungarn ans diesem Gebiete gewünschte Autonomie verwirklicht, bereits gefunden zu sein. und es sei zu hoffen, daß sich bei entsprechendem Entgegenkommen Ungarns auch die dornige Frage der Zuckersurtaxe dein nencn Verzehrungsstcucrregime einfügen lassen werde. Die Regierungen hätten sich in dem die Ausglcichsaktion beherrschenden Grundgedanken in einem Maße genähert, das die Verständigung über die Einzelfragen wesentlich erleichtert. Es wäre nnr zu wünschen, daß die Parlamente Klugheit nnd Selbstbeschränknng genng aufbringen; davou werde es abhängen, ob die nach Pfingsten wieder aufzunehmenden Ausgleichsverhaudlungen eine politische Heilsbotschaft bringen. Im „Nenen Wiener Journal" bezeichnet ein „hervorragender aktiver Staatsmann" als Aufgaben des neuen Reichsrates außer dein Ausgleiche mit Ungarn, dessen Ehancen sich dnrch die Neuwahlen gewiß nicht verschlechtert hätten, noch die Schaffung einer Alters- nnd Invaliditätsversor-gliug der Arbeiter, die Errichtnng einer Zentral-genossenschaftskasse, um dem Gewerbe wie der Landwirtschaft billigen Kredit zuzuführen, die Reform der Hauszinssteuer lind Steuerung der Wohnungsnot, eine einheitliche Aktion znr Saniernng der Landesfinanzen, schließlich die Reform des Strafrechtes. Die Neichsratswahlen. In den Pfingstartikeln der Blätter nimmt die Erörterung der Frage eines etwaigen Kompromisses der Freisinnigen mit den Ehristlichsozialen bei den Stichwahlen einen breiten Raum ein. Die „Neue Freie Presse" gibt Äußerungen des Präsidenten des Reichsgerichtes Dr. Josef Unger wieder, wonach er weit weniger über die Erfolge der Sozialdcmokraten als über dcn Ausfall der Wahlen in Wien konsterniert ist. Bei der Stärke, in welcher Ehristlichsoziale nnd Klerikale in das Hans einziehen, müsse man es begrüßen, daß die Sozialdemokraten achtzig Stimmen go Wonnen haben. Es sei nicht zn besorgen, daß die Socialdemokraten in dcn militärischen Fragen sich allzu spröde verhalten werden. Sie werden der Sauerteig im Parlament sein lind dasselbe vor Versumpfung und Verflachung bewahren. Ein Kompromiß gegen die Sozialdemokraten wäre ein Verrat an der Sache der Freiheit. In der Wahl zwischen Rouge et Noir müsse jeder Freisinnige anf Ronge setzen. Das „Neue Wiener Tagblatt" spricht sehr entschieden gegen ein Wahlkompromiß der Freisinnigen mit den Ehristlichsozialen ans. Kann ein an die Wand gedrückter, geschmähter, um die politische Achtung gebrachter Bundesgenosse Hilfe leisten nnd wozu? Wegen der nationalen Gefahr? Die Sozialdemokraten sind die letzten, die nationale Probleme anfwerfen. Den Ehristlichsozialen ein Opfer an Grnndsätzen bringen, das wäre geradezu ein perverser Selbstmord. Die „Zeit" tritt für eine Neuorganisation des deutschen Bürgertums ein. Die Steine zu dein neuen Balle lägen bereit. Es brauche nur tatkräftige Männer, die das deutsche Bürgertum auf jenen Boden stellen, auf dem es seine geschichtliche Sendnng in diesem Staate voll erfüllen kann. Am 1-l. Mai seien nur morsch gewordene Parteiformen auseinandergebrochen. Nnn gelte es um ein neues zugkräftiges Programm, haltbarere, schlagfähige Organisationen zn schaffen. Gelingt dies, so mögen dann spätere Jahre vielleicht den Tag preisen, an dem eine Niederlage znm Ausgangspunkt einer politischen Wiedergeburt nnd neuer Siege des deutschen Bürgertums in Österreich geworden ist. In der „Österreichischen Volkszeitnng" befür-wortet Freiherr v. Hock das Zusammengehen der freiheitlichen Bürgerschaft mit der Sozialdemokratie bei den Stichwahlen. Der natürliche Blindes-genösse der bürgerlicheil Demokratie sei die, Demokratie der Arbeiterschaft, die Sozialoemokratie. Beide haben — ungeachtet alles sonst Trennenden — das eine Ziel gemeinsam, die Verteidigung der staatsbürgerlichen Freiheit gegen jeden llbergriff der Staatsgewalt. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" meint, das Anwachsen der Sozialdemokratie im Reichs--rate brauche die bürgerlichen dentschfreiheitlichen Parteien nicht zn erschrecken. Sie werden stark genug sein, um sich einen alisreichenden Einfluß und die entsprechende Berücksichtigung erzwingen zu können. Freilich nur dann, wenu sie alles Trennende vergessen und sich zu einer einheitlichen Partei znsanmienschließen. Das „Deutsche Volksblatt" fordert die Deutschen abermals auf, durch ein engeres Ancinander-schließen die ihnen drohenden Gefahren abzuwehren. „Eilt großer Teil der Vertretung, dcn die deutsche Wählerschaft bisher im österreichischen Parlamente besessen hatte, ist durch das allgemeine Wahlrecht einfach ekrasiert warden, indem die Kandidaten der deutschbürgerlichen Parteien unterlagen und an ihrer Stelle Sozialdemokraten gewählt wurden. Wie traurig wäre es jetzt um die Wahrung der Interessen Deutschösterreichs bestellt. Feuilleton. Wie er sein Necht suchen mußte. Von Otto O»e»?er. (Fortsetzung.) Ewald Geruer wagte die Einwendung: „Sofort, Herr Doktor? Ich weiß augenblicklich nicht —" „Nun — dann. morgen!" Er war entlasseil. Natürlich, der Anwalt war ja in seinem Recht. Sonderbar nur, daß er bei seiner anerkannten Klugheit nicht begriff, wie schwer es war, tansend Mark aufzutreiben. Gerner suchte einen ehemaligen Geschäftsfreund auf, dem er- vordem zahllose Gefälligkeiten erwiesen hatte. Der schien auch anfangs mit Freuden zu dem kleinen Dienst bereit, bis Gerner es als ehrlicher Mann für nötig hielt, ihm den ganzen Ernst seiner Lage zu schildern. Da geriet er in Verlegenheit, und machte Ausflüchte. Genall so verhielten sich ein zweiter und dritter. Eill vierter endlich zeigte sich geneigt, forderte aber anßer einem Akzept eine Sicherheit. Wie solch eilt Prozeß ausginge, könne niemand wissen. Diese Nechtsanwälte machten einem immer Hoffnungen. Das wäre ihr Geschäft. Zornrot und verbittert trat Ewald Gerner den Heimweg all. Hilf dir selbst! In wirklicher Gefahr galt nur diese Devise. Er suchte alles zusammen, was er an barem Gelde im Hause hatte. Es reichte nicht, und Mal- wine zwang ihm ihren Schmuck anf. Wie in den frühen Tageil feiller Jugend mußte er den Pfandleiher wieder aufsuchen. Aber, welch ein Marterweg war das diesmal! Welche Scham erduldete er dabei lind wie verzweifelte sein Herz über diese demütigende Notwendigkeit am Abend eines arbeitsreichen Lebens! Genug — der Anwalt bekam sein Geld. Aber Woche um Woche verging, ohne daß eine Entscheidung gefallen wäre. Nur die Höhe der gegnerischen Anspn'lchc stellte die Klageschrift inzwischen fest. Die Kurt Verntalschen Erben forderten die Rückzahlung der 50.000 Mark nebst 5 Prozent Zinsen vom Tage der Schuldkontrahierung an, also seit zwanzig Jahren. Es war zweifelhaft, ob Gcr-ners Vermögen hinreichen würde, nm diese Summe zu deckeu. Auch den Gegnern war es zweifelhaft. Daher begnügten sie sich nicht mit den bisher arrcstiertcn Werten, sondern schickten den: Schnldner anch noch den Gerichtsvollzieher ills Halls, der an Möbel und Kunstgenenstände Siegel anlegte. An diesem Tag brach Frau Malwine? mühsam bewahrte Fassung vollkommen, zusammen. AIs der Beamte ihre Schränke sich öffnen ließ nnd aus den stolzen Vorräten an Linnen, Porzellan, Kristall nnd sonstigem Hausrat nur eilt Wenigstes für den Gebrauch freigab, da schrie sie in ohnmächtiger Wut auf lind fiel in 5?rä'mpfe. Was half es, daß Ewald Gerner sich mit doppelter Energie gegen das Schicksal aufbäumte?! Kurz vor dem endlich festgesetzten Verhandlungstermin verlangte sein berühmter Anwalt noch die Angabe einiger Daten. AIs diese beschafft waren, hieß es plötzlich, die Klagebeantwortung könne nicht mehr rechtzeitig ill dle Hände des Gegners gelangen; der würde nnn wahrscheinlich nichi verhandeln lassen. So war es auch. Es mußte ein neuer Termin angesetzt werden. Ein Aufschub von vier Wochen. Tann bestätigte das Gericht den Arrest. Die Bauhandwerker und Lieferanten, die in-zwischen mit ihren Nestfordernngen anf diesen Tag vertröstet worden waren, begehrten mit kecken, zum Teil mit unverschämten Worteil auf und drohteil auch ihrerseits mit Klage. „Wir geheil ans Kammergericht", erklärte der berühmte Anwalt. „Ich empfehle Ihnen, dom Kollegen Wolf Ihre Vertretung zu geben." Der Herr Instizrat war über die Entscheidung des Landgerichts empört und verlangte tausend Mark Kostenvorschuß lind ein Ertrahonorar in derselben Höhe. Ewald Gcrner^falld einen Geldmann, der ihm gegen höchste Wucherzinsen die Summ» vorstreckte. Kaum aber hatte er das Geld weitergegeben, als ihm auch scholl die Gerichtsrechmmg für das Verfahren ill der ersten Instanz präsentiert Wurde. „Wehr' dich nicht mehr!" sagte Malwine ver-zttmfelt, „gibt alles hin — wir sind verloren." „Das Kammergericht," tröstete er- sie, „in vier Wochen —" (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 116. 1074 2)j, Mai 1907. wenn es mchl wenigstens cme Partm, die oeutsch-antisenütische. christlichsoziale Partei gebcii, würde, die dem Anstürme der roten Internationale stand zu halten vermöchte." Die „Deutsche Zeitung" plaidiert für ein Wahlkompromiß Zwischen den bürgerlichen Parteien, das nicht nur im, nationalen und Staats-intercsse, sondern auch im parteipolitischen Interesse liege. Politische Uebersicht. Laib ach, 22. Mai. Nach einer Meldung aus Paris äußert man sich dort mit Anerkennung über die gewandten und überzeugenden Ausführungen, in welchen der italienische Minister des Äußern, Tittoni, in seiner bemerkenswerten Kammerrede die vollständige Vereinbarkeit sehr freundlicher Beziehungen der einzelnen Staaten des Dreibundes mit, anderen Mächten dargelegt hat. Speziell das treffliche Verhältnis .zwischen Nom und London könnte, wie man bei diesem Anlasse bemerkt, gute Früchte auch für. die Verbesserung der Beziehungen zwischen England und Deutschland tragen. Man glaubt in Paris zu wissen, das; die italienische Diplomatie in dieser Richtung tätig ist. Über den Erfolg dieser Bemühungen vermag man sich hente noch kein Urteil zu bilden-, jedenfalls hält man es aber für. sehr wahrscheinlich, daß die italienische Diplomatie dieses Ziel mit Beharrlichkeit im Auge behalten wird. Das Gerücht, wonach die englische Negierung in ihrer Absicht, die Einschränkung der Rüstungen in der zweiten Haag e r F ried e nskonfe -r e n z zur Sprache zu bringen, schwankend geworden wäre, wird, wie man aus Paris meldet, in dortigen diplomatischen Kreisen mit Zweifel aufgenommen. AIs sicher gilt es, daß die Vertreter Frankreichs, falls England mit einem Vorschlag im bezeichneten Sinne hervortritt, ermächtigt sein werden, sich an der Erörterung dieses Gegenstandes zn beteiligen. Die aus Vertretern mehrerer Ministerien zusammengesehte Kommission für die Ve-ratuug oe5 Konfercnzprogramms wird ihre Arbeit demnächst beenden. Die Beantwortung der in der französischen Kaminer über diese Angelegenheit eingebrachten Interpellation wird in den nächsten Tagen erfolgen. In Ehren des französischen Ministerpräsidenten E16menccau, der aus Lyon nach Cler-mont-Ferrcmd gekommen war, sowie der Minister Gn y o t-De s sa i gn e und Picquart fand dort ein Bankett statt. Ministerpräsident, Cl<5men-ccan hielt eine Ansprache, in der er seiner Mitarbeiter gedachte und darauf verwies, daß sich die Negienlng bemüht habe, die Gesetze ohne Anwendung von Gewalt zur Durchführung zu bringen' fie unterdrücke nur die Treibereien der Freunde von Unruhen und insbesondere die der AntiPatrioten, die den Rat erteilen, Frankreich nicht zn verteidigen nnd im Augenblicke der Gefahr die Reihen zn verlassen. Der Ministerpräsident betonte, es gebe in der Kannner eine besonnene Majorität, me linjtande sei, sich zur Unterstützung der von der Regierung angestrebten Reformen zu vereinigen. Wir wünscheil, schloß Redner unter Beifall, daß das Vaterland in seiner Unabhängigkeit nnd seinem Ansehen erhalten bleibe. In einer Versammlung in Queens Hall, bei der Lord Roberts den Vorsitz führte, trat Lord Mil nor für allgemeine Wehrpflicht ein. Er erklärte, niemand könne sich weigern, den ernsten Mahnungen des alten Feldmarschalls Gehör zu schenken, daß eine kleine reguläre Armee, die nicht auf Unterstützung von Hilfstruppen rechnen könne, deren Existenz von dein freien, Willen des Volkes abhänge und deren Zahl unbestimmt sei, nicht zur Verteidigung Englands genüge. Er glaube nicht, daß ein verständiges Volk sich diesen Warnungen verschließet: könne. Es sei die stolze Pflicht jedes Mannes, an der Verteidigung des Landes teilzunehmen, und die Pflicht des Landes, ihn dazu zn befähigen. Lediglich die allgemeine Wehrpflicht gewähre eine genügende nationale Verteidigungskraft, und diese Wehrpflicht werde diese Nation moralisch und physisch heben. Earl Roberts fügte hinzu, daß jeder, der sich mit der Frage beschäftige, zu der Überzeugung kommen müsse, daß eine Invasion nicht zu den Unmöglichkeiten gehöre. Jeder außerhalb des englischen Reiches wisse, daß das englische Bürgerheer weder genügend organisiert, noch genügend ausgebildet sei, um sich mit den gründlich ausgerüsteten und mächtigen Armeen des Kontinents zn messen. Das einzige Volk, dem diese Erkenntnis fehle, sei das englische Volk. Tagesneuigleiten. — (Auffindung der Grabstätte Arpads.) „A Nap" weidet: In Alt-Ofon, in der Nähe der Viktoriamühle, wurden das Grab und die Überreste der Mrche, in welcher Arpad begraben wurde, aufgedeckt. Die Leiter der Ausgrabungen, die Historiker Ladislans Wekerle (oin Sohn des Mi-uisterpräsidenten) und Aleranöer Havas, erklären mit Bestimmtheit, daß das aufgedeckte Grab dasjenige Arpads sei. Die Überreste der Kirche, welche der heilige Stephalt über dem Grabe Arpads er-richten ließ, stimmen mit den bekannten Skizzen überein. Die Aufdeckung dieser Überreste und des Arpad-schen Grabes ruft in Ungarn große Freude hervor, da in diesem Jahre die Feier des 1000jährigen Todestages Arpads begangen werden wird. — (Der Hund als Erbe.) Man schreibt aus Paris: Eine Dame in gnten Verhältnissen hat jetzt ein originelles Testament hinterlassen: „In Anbetracht dessen," heißt es da, „daß mein Hund der treueste mcmer Freunde war,' mache ich ihn zum Universalerben und hinterlasse ihm mein ganzes Vermögen. Ich babe mich sehr über die Menschen zn beklagen: sie taugen nichts, moralisch und physisch. Meine Freunde waren schmählich und trügerisch, meine Freundinnen falsch nnd treulos. Von allen Geschöpfen, die mich umgaben, war es bloß mein Hund, an dein ich einige gnte Eigenschaften entdeckt habe. Ich wünsche, daß mau über mein Vermögen zn seinen Gnnsten disponiere und daß man denen, Legate aus« sehe, die für ihre Sorge um ihn seine Liebkosungen empfangen werden." — (Ein Turmbau im Meere) soll jetzt an der Küste von Kalifornien znr Ausführung gelangen. Der Platz liegt in der Nähe von Long« beach, dem Hafenorte für die Großstadt Los Angeles, für deren Einwohner wohl auch die Schaffung des Unikums hauptsächlich berechnet ist. Der Turm wird auf dem Meeresboden in neun Meter Tiefe nihen und sich in genügender Höhe über den Wasserspiegel erheben. Seine Eigenart wird darin bestehen, daß er fast ganz aus starken Glasplatten errichtet werten soll. Ein Namu von vier Quadratmetern am Boden des Turmes, zu dem ein Aufzug hinabführt, wird Gelegenheit geben, das wundervolle Tier- und Pflanzenleben ans dein Meeresboden zu beobachten, wegen dessen Reichtums diese Küste berühmt ist. — (Di1 Tagen an seinen Aus-gangspunkt zurück: hente ist die Reise um die Welt nach ^iner Berechnung, die im „Railroad Mans Ma» gazine" aufgestellt wird, gut in 50 Tagen, unter besonders günstigen Umständen sogar in 48 Tagen zu vollenden. Im einzelnen braucht man uach diesem Reiseplane: von Newyork nach Cherbourg 5 Tage, von da bio Paris 7 Stunden, von Paris bis Petersburg im Schlafwagen 2 Tage (i Stunden, von Petersburg bis Moskau 12 Stunden, von Moskau bis Irkutsk 12 Tage, von dort bis Vladivostok 5 Tage, weiter bis Kobe im Dampfer 3 Tage, von Kobe bis Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Persall. (70. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Johannes verglich immer wieder die beiden Tabellen. Und der Vater des Knaben war auch ein Verbrecher, deshalb wird ihn Cassan wohl gewählt haben. Den einen Tag das belastete Kind, den anderen den — fertigen Verbrecher. G . . S . . uud V . . S . . — vielleicht Sohn — und — Vater! Da sprang er auf und lachte laut über sich. — DaZ fehlte noch zur völligen Narrheit. Johannes, nimm dich in acht! Er schritt durch das Zimmer. Aber was denn? Daß dieser Mann und dieser Knabe vielleicht in Vezichnng miteinander gestanden! Gut, sagen wir sogar wie Vater und Sohn! Was dann weiter? Was dann weiter? Er trat vor den Glasschrank und starrte auf den Schädel Stubonsands. „Schurke, elender! Was hast da für ein Unglück angerichtet und brütest wohl jetzt noch Neues da drinnen -^" Eine Uhr schlug irgendwo. Jetzt mußte er gehen, es war die höchste Zeit! Es ist nicht gut so allein hier, und sie kommt ja doch nicht, Klärchen! Seine einzige Retterin vor dem Dunkeln allen, was gegen ihn herankroch! Ob er ohne sie je dw Kraft--------? Aber nnr fort aus diesem Raume! Es liegt da etwas in der Luft, etwas Gespenstert)aftes. Johannes ncchm seinen Hut. — Er hatte vergessen, die Tcv» bellen wieder in den Kasten zu legen. Rasch trat er vor den Tisch, die beiden letzten laaen abseits. Er nahm sie mit zitternden Händen, überflog sie noch einmal — da hörte er Tritte draußen. Johannes wcrrf einen seltsamen, lauernden Blick hinter sich, gegen das Fenster, dann raffte er die beiden Blätter auf, ließ sie mit 'einer raschen Bs« wegung in seiner Vrusttasche verschwinden. Es war Soran, der ihn abholen wollte, wie ab' gemacht war — und was kümmerten Soran diese Papiere, redete er sich selbst ein. Es war ihm über« hanpt unbequem in diesem Augenblick. Warum tritt er denn nicht ein? — Horchen, spionieren etwa? Gar seltsame Gefühle dnrchstürmten Johannes, häßliche, unendlich weit von dem Genius dieses Raumes entfernte, und auf der Brust brannten die Vlat» ter wie Fener. Er trat vor gegen die Tür. — „Wer da?" Keine Antwort, Jetzt trat er hinans — Märchen stand vor ihm, Sie lvar von seinem Erscheinen sichtlich ver» wirrt, es war, als ob sie fliehen wollte, da hielt er sie an der Hand fest. „Warnm kamen Sie nicht herein, Klärchen?" „Ich wollte nur nachsehen, ich dachte, Sie seien schon fort — dann — dann — schämte ich mich zu fliehen." Sie beugte das Haupt wie eine Schuldige. „Schämen, Klärchen? Sie sich schämen, weil Sie so barmherzig waren, mich nicht ziehen zn lassen, ohne das erlösende Wort. Kommen Sie, Klärchen, nur auf eiue Minute! Sie genügt, um über mein Schicksal zu entscheiden." Klärchen folgte ihm willenlos. „Sie haben alles gelesen? Alles? Sie wissen, wer allein die Wohltat Gundlnchs genießen durfte?" Klärchen nickte nur stumm. „Sie haben auch deu Brief Ihrer Mutter ge> lesen? Von dem letzten, das sie mit hinüber genominen? - Was denken Sie sich nnter dem letzten? -^ Was könnte es sein? — Fürchten Sie es nicht? — Auch dieses letzte nicht?" „Nein!" „Obwohl Sie es nicht kennen? Und wenn es einmal doch sich melden würde, aus dem Dunkel heraus? Auch dann nicht, Klärchen?" „Auch dann nicht." „Klärchen l" rief er in wilden: Dränge seines Erlösungsgefühles. „Die Frage ist nur, ob Sie es nicht fürchten, Johannes. Deshalb bat ich Sie ja zu lesen." „Ich, ich soll fürchten, wo Sie vertrauen? — Ich Klärchen?" Er ergriff ihre Hand und küßte sie im Überschwang seines Gefühles. „Das wäre wohl möglich!" Klärchen sprach es mit sichtlichein Bangen. Johannes erschrak, die Worte waren bedenklich. „Wie meinen Sie das, Klärchen, wie möglich?" „Ich bin nur ein Mädchen, ich weiß nicht, wie ein Mann empfindet, darum muß ich Ihnen ver« trauen, Johannes. Sie wissen jetzt alles!" (Fortsetzung folgt.) Laibacker Neituna Nr. IM 1075 23. Mai 1907. Yokohama in der Eisenbahn 11 Stunden, voll Aolo hama bis Seai'tle im Dampfer 12 Tage, von dort durch Amerika bis Newyork iin Inge 5 Tage. Für den Zeitverlust, der durch das Warten auf die nächsten Anschlüsse zwischen Dampfern und Zügen cut-steht, sind 4^ Tage zu rechnen. So koinmen im ganzen 5l) Tage heraus. Und die Gesamtkosten dieser Neife? Die 5iloinigkeit von '2920 Mark. — (A u s S ch ü I e rauf s ä tz e n.) Der Kuckuck legt Eier und glaubt damit, seinen elterlichen Pflich-ten Genüge geleistet zn haben. Wenn man die Kröte anrührt, so speit sie Gift nnd Galle. ^ Der Heriug Pflanzt sich wegen seiner Beliebtheit mit unheimlicher stjeschwindigkeit sort. ^ Man darf kein Tier quälen, anßer es ist tot. — Die Eintagsfliege lebt immer von einem Tag anf den anderen. — Die Fische sind deshalb stnmm, weil ihnen beim Sprechen das Wasser in das Maul lausen würde, Lolal- und Provinzial-Nachlichten. Von Krainburg bis Maviiiöe. Ein Flühlingsspaziergang. Von G. R, Die alte Savebrücke, die schon jahrhundertelang die beiden Savenfer bei Krainburg verbindet, war der Ausgangspunkt eines Nachmittagsspazier-ganges, den ich zn Beginn des heurigen Frühjahrs mit einem Freunde unternahm. In wenigen Minnten erreichten wir den Rand dec' Taverales nnd hatten nach Überwindung des ziemlich steilen Weges zn unserer Rechten das bekannte Gasthaus „Na Gakteju" mit den umgebenden Wirtschaftsgebäuden, Zn nnferer Linken den herrlich gelegeneu, mit schlanken Kastanienbänmen besetzten Gasthausgarten vor uns. An schönen Sommernach-Mittagen wimmelt es da von Gästen, die sich nicht nur an dein vom Hausherrn Lukas i^mid in seiner eigenen Bierbrauerei in Vischoflack gebrauten, schmackhaften Vier gütlich tun, sondern anch ihre Augen an der prächtigen Anssicht anf Krainbnrg, auf die Steiner Alpen und Karawanken weiden lassen. Gleich hinter Gatztej betreten wir das bekannte Zeier Feld. So wird die Ebene benannt, die sich vom vielbesuchten Iodociberge bis zum Großkahlenberge, das ist von St. Marein bei Krainburg bis Zwischen^ wässern, erstreckt nnd vom Zeierflusse in zlvei nn-gleiche Teile getrennt wird. Nach einigen Schritten erblicken wir auf der linken Seite der Neichsstraße, auf der wir wandern, ein größeres, einstöckiges Haus. Hier befand sich zu jener Zeit, da es noch keine Bahnen gab, ein renommiertes Wirtshaus, vulgo „Na Laborah", in dem besonders die vielen voriiberfahwnden Fuhrleute Absteigequartier nahmen. Unweit vom genannten Hause nehmen wir von der Hanptstraße Abschied nud biegen links auf die Gemeindestraße ein, die nach Mavöiöe und weiter nach Iwischenwässern führt. Bevar wir von hier aus MaviWe erreichten, brauchten wir anderthalb Stunden Zeit. Wir passierten bis dahin fünf Dörfer, die unter sich je eine Viertelstunde entfel-nr sind. Wir wollen sie nacheinander aufzahlen und über sie einige Notizen hinzu-fügen. Or eh es ist ein kleines Dorf, das sich durch schöne, gnt kultiviei-tc Gärten auszeichnet. Die Häuser stehen knapp am Savenfer. Interessant ist hier ein, Vlick ins Savetal. Man sieht, daß der Fluß zuerst rechts vom hentigen Bette seinen Lauf nehmen wollte; wahrscheinlich sties; er dabei an allzuhartes Terrain nnd mußte sich sein Bett mehr links durchbrechen. Der Turchbrnch ist ganz gnt bemerkbar, da die beiden Ufer bis auf die Entfcrnnng von ewigen Metern Breite znsammcntreten. Man hat hier wahrhaftig oinen romantischen Engpaß vor sich. Darin sind echte Edelweißblnmen zu finden: allerdings gestaltet sich das Pflücken mühsam und gefährlich. Drulovka ist größer als Orehek. In der Mitte des Dorfes erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe "n Kirchlein, dem hl. Michael geweiht, eine Filiale ^r Pfm-re St. Marcin. Drulovka wurde am 14. Juni 1AX!, gerade am Fronleichnamstage, vyn einem großen Unglück heimgesucht: Kinder zündeten öas Hans des Besitzers Cajnar an. worauf mehr als "ie Hälfte des Dorfes den Flammen zum Opfer fiel. Anch der Dnchstuhl des Turmes und der Kirche brannte ab. — Von Drulovka aus geuießt man einen herrlichen Ausblick auf dein Iodociberg, deu St. Mar-Narethenberg, anf Krainbnrg uud im Hintergrunde "nf die Oberkrainer Alpen. Das Dorf Vreg bildet anf dieser Seite die Grenze der woitcmsgcbreiteten Pfarre St. Marcin. Vevor man das Dorf erreicht, erblickt man zur Linken, nntten im Walde, eine ziemlich große Kirche mit "nem geranmigen Turme. Der Sage nach wollte man die Kn-che im Dorfe B«g selbst erbauen und begann schon mit den Maurerarbeiten. Aber' was an einem Tage vollendet wnrde, das fand man am kommenden Morgen im Walde, der Le^evje hieß, anf-gestellt, da5 ist auf dem Platze, wo die jetzige Kirche steht. Die Kirche zu Breg, der Mutter Gottes „des guten Rates" geweiht, gilt in der Umgebung als Wallfahrtskirche. Die Wänie der Kirche sind mit Zahlreichen Votivtafeln behängt, znm Zeichen, daß allda manch fromme Bitten in Erfüllung gingen. In der Kirche fieht man ein größeres, historisch beachtenswertes Gemälde. Es stellt das Dorf Breg in Flammen dar; die Bevölkerung aber zieht ans dein Dorfe der Kirche zn. Das Gemälde ruft uns den großen Brand in Erinnerung, der am Sonntage nach dem Frouleichnamstage des Jahres 1717 das Dorf Vreg vollkommen vernichtete. Wie in Drulovka, so ist auch an der dor Straße zugekehrten Außenwand der Kirche in Vreg der hl. Christoph mit dem Iesukindlein auf dem Arme zn sehen. Iama, ein kleines Dorf, gehört fchon zur Pfarre Mavöiöc. Es hat auch sein Kirchlein, das dein hl. Leonhard geweiht ist. Das Kirchlein zeichnet sich nicht dnrch Größe, wohl aber dnrch sein Alter ans, denn die ältesten, vorläßlichen Nachrichten reichen bis ins Jahr 1433 zurück, Pra«e ist ein nettes Dorf, dessen Kirche, der hl. Maria Magdalena geweiht, im Jahre 1785 als Pfarrkirche der umliegenden Dörfer bestimmt war. ^,n Pra5e besichtigten nur das Hans Nr. 24, worin der große slovenische Lyriker Simon Ienko seine Ingendjahre verbrachte. Wir sprachen mit der Schwester Simon Ienkos, die jetzt über 60 Jahre zählt nnd dem verstorbenen Dichter sehr ähnlich sieht. Sie erzählte nns verschiedenes ans dem Leben ihrer Eltern sowie ihrer Brüder und berichtete nnter anderem, sie habe noch jeht ein weißes Vrustkleid, das sie sich aus jener Leinwand habe anfelrtigen lassen, die Simon kurz vor seinem Tode für seine Hemden gekanft hatte. Mavöiöe hat eine schöne Lage knapp am Savenfer. Die Pfarrkirche ist dem hl. Paulns geweiht. Im Jahre 17«0, am 27. Juli, schlug der Blitz in die alte Kirche ein: das Feuer äscherte sie ganz ein. es blieben nnr die kahlen Manerwände übrig. Man erbaute dann eine Notkirche: der jetzige Kirchen-dan wurde im Jahre 18 tische Taktgefühl vorgeschriebener Anstanosverpflich-tnngen gegen die befreundete Partei stets Rücken» deckung, deren die letztere insbesondere am flachen Lande znr Erhaltung ihres Einflusses sehr wesentlich bednrfte. Dies alles hat die Großgrundbesitzer-kurie nur deshalb getan, weil ihr die Verhältnisse im liberalen Parteilager bekannt waren und sie genau wußte, daß in demselben Männer sitzen, welche lx'i aller Betonung und Vertretung ihres slavonisch» nationalen Staudpunktes die Einsicht bewahrten, überflüssige Härten abzuschleifen, daß aber eine zweite Gruppe intriguiere, welche sich uur von chau^ vinistischen Tendenzen leiten lasse und in Betätigung derselben auch vor einem politischen Wortbruch nicht zurückschrecke: an der Spitze dieser Gruppe stand Bü'rgermeister Hribar. Dem Einflüsse dieses letzteren ist es zuzuschreiben, daß der Pakt dadurch, daß mehrere liberale Slovencn in der vorjährigen Land' tagssitzung, ohue vorherige Absage gegen klare Vereinbarungen, in gröblichster Weise vel-stießen, in Brüche ging. Die Aufstellung des Bürgermeisters Hribar als Reichsratskandidaten ist nnn ein klarer Beweis dafür, daß der Einfluß desselben im liberalen Lager ausschlaggebend geworden sei nnd von dieser Par-tei ein billiges nnd gerechtes Vorgehen absolnt nicht zn erwarten ist. Die Liberalen waren sich dessen wohlbewußt, daß die Kandidatur Hnbars geradezu eine Kriegserklärung a,n die Deutschen bedeute: wir Wolleu sie auch als solche auffassen nnd nnser Vorgehen darnach einrichten. Ein Eintreten der Deutschen für Bürgermeister Hribar war demnach ansgeschlossen und es erübrigte, nur die weitere Frage, ob mau sich der Wahl enchal» ten oder für feinen gegnerischen Kandidaten stimmen solle. Die Parteileitung empfiehlt das letztere, das ist die Beteiligung an der Wahl zugunsten des konservativen Wahlwerbers, weil die Wahlenthal' tnng eine Begünstigung des liberalen Kandidaten bedeuten würde, ein passives Verhalten unter allen Umständen anf das politische Leben einer Partei, dnrch Züchtung von llberlänfern dmwralisierend wirkt nnd vollends eine gesunde Politik eine offene Stellungnahme erheischt. Die Verhältnisse am Laibacher Magistrat und die Gemeindewirtschaft in Laibach sind für alle In-teressenten, die nicht der herrschenden Clique ange« hören, unleidlich geworden: es sei nur auf die Handhabung des Sicherheitsdienstes, auf die parteimäßige Amtiernng. auf deu Nepotismus bei den Beamten-ernennungen, anf die Versorgung Parteiangehöri» ger mit reichlich dotierten Stellen usw. hingewiesen. An der Änderung dieser Verhältnisse h!aben alle Oppositionsparteien ein gleichmäßiges Interesse, weil ihre Angehörigen dnrch dieselben besonders in wirtschaftlicher Hinsicht anf das schwerste geschädigt werden, und es ist dahnr Pflicht dieser Parteien, einen Umschwung herumzuführen: für eine derartige Aktion kommt mit Rücksicht auf die Bedeutung, die wir der Kandidatur Hribars beimessen, in erster Linie die konservative Partei in Betracht und orgibt sich darans ganz von selbst unsere Stellungnahme bei der Stichwahl iu den Reichsrat. Aus diesen Darlegungen wolle die deutsche Wäh' lerschaft ersehen, daß der Vorschlag der Parteileitung einzig und allein den Umständen entspricht. Der Redner schließt mit dem Wunsche, daß die heu« tige Wählerversammlnng anch in diesem Sinne ent» scheide. Der Vorsitzende eröffnete hieranf die Wechsel' rede. Herr Rüting erklärte, daß er grundsätzlich einen „Schwarzen" nicht wähle und sich deshalb anch einem attfalligen Beschluß auf WM des klerikalen Wahlwerbers nicht fügen werde, woranf Herr Dr. E g e r erwiderte, daß nur die Parteien mit fester Organisation Erfolge zn verzeichnen haben und dah man mit doktrinären Grundsätzen nicht praktische Politik machen könne: dies hätten die Gegner schon längst eingesehen. Nachdem sich niemand weiter zum Worte mel-dete, brachte der Vorsitzende deu Antrag der Parted leitung zur Abstimmung, ter mit allen gegen drei Stimmen angenommen wnrde. Ter Vorsitzende schloß die Versammlung mit der Aufforderung an alle deutschen Wähler, bei der Stich. Wahl einträchtig vorzugehen. Laidacher Zeitung Nr. 116. 1076 23. Mai I'.'"'? (Militärisches.) Die Grazer „Tages.-post" meldet i Das Divisions-Artillerieregiincnt ^tr. 7 wird von Laibach nach Gra,; vorlogt werdeil, dafür wird in Laibach das Landloehr°.Nanonenrl,'giinent, Nr. 3 errichtet. Die Verlegung wird derart dnrch-geführt, das; jedes Jahr mit der Anfstellnng einer Landwchrbatterie in Lmbach zugleich eine Batterie des Divisions-Artillcrwrogimento nach Graz versetzt wird. Die erste dieser Batterien wird schon heuer im Herbste nach Graz in Garnison kommen. — (K. k. Landwehr-Stabsoffiziers-kurs.) Anl 26. Juni trifft der k. k. Landwehr-Stabsoffizierskurs nut 1 Stabsoffizier, 11 Oberoffi-hieven. 1 Unteroffizier und 7 Mann in Nassenftiß ein, nm den nächsten Tag die praktischen Übungen gegen Stein brück fortzn sehen. —K- — (V e r einf a ch u n g eil i ni Zoll v o r -merkverfahren.) Einem Wunsche der beteiligten Geschäftskreise entsprechend hat das Finanzini ni-sterinm einvernehmlich mit dem Handelsministerium probeweise für die mittelst Post aus dein Anlande zur Reparatur einlangenden Waren ein vereinfachtes Vormerlverfahren eingeführt. Dieses unterscheidet sich von dein bisherigen Verfahren im wesentlichen '-dadurch, daß es mit Ansnahme jener Fälle, in denen sich die Partei die persönliche Intervention ausdrücklich vorbehalten hat, vouAmts wegen eingeleitet wird, nnd das; dafür besoudere, gleichzeitig als Begleit-scheme dienende Vormerkscheine in Verwendung genommen werden. Das vereinfachte Verfahren wird jedoch nur dann augewendet, wenn der Charakter der Sendung als einer Neparatursware aus den Zolldokumcnten zu entnehmen ist uud zudem feststeht, daß die Scuduug weder aus punzierungspflichtigen Gegenständen noch ans solchen Waren besteht, für welche der entfallende Zoll mehr als 50 X betragen würde. Die Zollämter wurden angewiesen, den von Amts wegen aufzunehmenden Vormerlscheinen bcson^ dei-e Belehrungen bei^nschließen, ans denen sich die Parteien über die Vedentung der Vormerkscheine nnd über den von ihnen weiter zu beobachtenden Vorgang informieren können. — (Dank der Kr a in er Landwirtschaft s - G e s e l l s ch a f t.) Der Zentralausschuß der k. k. Landwirtschafts-Wesellschaft in Kraiu hat in seiner am IN, d. M. abgehaltenen Sitzuug eine Dankeskundgebung an Seine Exzellenz den Herrn Ackerbanminister Grafen A u e r s Perg beschlossen, in welcher insbesondere anf dessen Verdienste um die Hebuug der Viehzucht und Förderung der Alpcuwirt-schast hingeiviesen wird. — (Sachverzeichnis über sämtliche Patente.) Das Präsidium des k. k. Patentamtes teilt der Handels- und Genx'rbetammer in Laibach init, das; das alphabetische Sachverzeichnis über sämtliche bis !>1. Dezember 1906 in das Patentregister eingetragenen Patente als Sonderabdrnck erschienen ist und dnrch die Buch- und Kunsthandlnng von Lehmann nnd Wentzel (Panl Krebs) in Wien 1., Kärntnerstraße !^0, zum Preise von z w e i (2) Kro< nen HN beziehen ist. Auf das Erscheinen dieser Ver-ösfemlichnng, lvelche wegen der gebotenen Übersicht über die in den einZelnen technischen Gebieten von dem k. k. Patentamte seit seinem Bestände erteilten Patente den Fachkreisen und namentlich der Industrie, dem Gewerbe und auch dem Handel einen willkommene» Behelf bilden wird, machen wir hiemit aufmerksam. — (Krainischer I a g d sch utz ve re i u.) Unter dem Vorsitze seines Vorstandes des Herrn Nudolf Graf Ma^gheri fand Dienstag die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des krai-nischen Iagdschutzvereiues uuter reger Beteiligung der Mitglieder statt. Der vom Vorsitzenden erstattete Tätigkeitsbericht des Vei-einsausschusses sowie der Kassabericht mit 1341 l< Einnahmen und Ausgabeu und einem Verinögensnachweise von 10.421 X 10 Ii wurden genehmigend zur Kenntnis genommen und sodann in den Ausschuß Herr Forstmeister S ch a n t a wieder und die Herren: Oberleutnant Oskar G a l l e, Dr. Hubers S o u v a n , Josef Strzelba und Forstmeister Paul v. Zhuber-Okrog ucu an Stelle verstorbener oder eine Wiederwahl ablehnender Mitglieder gewählt. — (Veränderung im Po stdie n st e.) Der Postkontrollor Herr Richard Frener lmirde über eigeues Ansuchen von Trieft nach Laibach versetzt. ^ (Verein der Ärzte in Krain.) Die nächste ordentliche Monatsversammlnng sindet Samstag, den 25. d. M, um halb 6 Uhr abends im Lehrsaale der gynäkologischen Abteilung des Landes spitales statt. — Tagesordnung: 1.) Mitteilungen des Präsidiums. 2.) Demonstrationen (Dr. Demeter v, Bleiweis, Dr. Demüar, Dr. Plcönik). N,) Diskussion übm- die sernelle Frage. - (Vom Artillerie-Schießplätze bei Gnrkfeld.) Am 5. nnd 6. Juni findet auf dem Artillerieschießplatze nächst Gurkfeld eine kommissioneile Verhandlung behufs Ergänzung der Mietverträge über den erwähnten Schießplatz statt. —«— " (Englische Journalisten auf Reifen.) Gestern sind vierzig Mitglieder des eng? lifchcn Iournalistenvereiues in Wien eingetroffen. Sie folgteil einer Einladuug des Eisenbahnmini-steri!lM5, das bemüht ist, die Aufmerksamkeit der auswärtigen Presse auf die Reiscgebiete in Österreich zu lenken. Der Verein wird sich ill Wien zwei Tage aufhalten, die Wiener Sehenswürdigkeiten besichtigen uud an verschiedeneu festlichen Vermistaltuugeu teilnehmen. Am 24. Mai begeben sich die englischen Journalisten anf den Semmering, nach Graz und dann nach Abbazia, Pola uud Dalmatien, worauf ein Ausflug uach Bosnien und der Hercegovina folgt, Auf der Rückreise werden sie bekanntlich Trieft, die W ochein , Veldes, Villach, Klagenfurt usw. besichtigen. — (V o r t r a g von Gräfin Ledü-chowska.) Wir erhalten uachsteheiiden Bericht: Die Gründerin und Geueralleiterin der St. Petrus Clavcr-Sodalität hielt am verflossenen Dienstag iln Vereinssaale des christlich-sozialen Verbandes im Hotel „Union" den angekündigten Vortrag ab. Sie behandelte znuächst summarisch deu Fetischismus, die Meuscheufresserei, deu Sklavenhandel uud insbesondere die schimpfliche Lage der Frau in Afrika, die, ein bloßer Gegenstand der blinden Habsucht und Leidenschaft des Mannes, vou ihm wie eine Ware und wie ein Tier behandelt, verkauft, gekauft und umgetauscht wird. Dann legte fic die Gründe dar, warum sich die europäischeu Knlknrvölker nnd insbesondere oie katholischen Gläubigen für die Missionen interessieren follen, nnd besprach ferner das Missionswerk sowie das Missionsnlmosen. Die Zahl der Katholiken in Afrika ist, dank den Bemühuugeu der katholischen Missionäre, ill den letzten Jahren nm 100,000 Teeleu gestiegen. Die St. P-etrns Claver-Sodalität verfolgt den Zweck, es jedermann zu er-möglichen, an der Bekehrung der afrikauifchen Naturvölker mitzuwirken, sei es nun durch Abonnement auf die Missionszeitschrift „Echo aus Aftrila" (1 I< 50 1l jährlich), oder auf die „Kleine Afrika-Bibliothek" (1 1< jährlich), sei es durch einen Förderer-Beitrag (2 Kronen jährlich), oder durch Teilnahme an dem „Claverheller" (5 Heller monatlich). Die Clavelr-Sodalität hat durch ihre Organisation und dnrch Herausgabe ihrer Zeitschriften in sieben Sprachen, im Lanfe des vergangenen Jahres den katholischeil Missionen 214.190 15 96 I» Zugesandt. Die von, Heiligen Stuhle approbierte Franen-Kongregation, die den Kern der Sodalität bildet, hat ihren Hanptsitz in Rom und seit dem Jahre 1804 eine Niederlassung iil Salzburg: außerdem besitzt sie in Verschiedellen Ländern zahlreiche Filialen und Abgabestellen. Anch iil Laibach soll für das slovcnische Echo, das seit zn>ei Jahren erscheint, ein Zentrum geschaffen werden. Vorlänfig befindet sich die Abgabestelle für Abonnements und Almosen bei Fräulein Teubaum, Frauziskanergassc Nr. 8. — Der Vorkrag war sehr stark besucht: es wohnten ihm bei: in Vertretung des durch seine Reise nach Wien verhinderten Herrn Fürstbischofs Herr Kanonikns Dr. Lcsar mit zahl» reicheil Theologen, viele geistliche Herren, Frau Landespräsident Schwarz sowie zahlreiche Mit» glieder des Adels und des Vürgerstandes. Zum Schlüsse empfahl Herr Kanonikus Dr. Lesar ill warmen Worren den Anwesenden die St. Petrus Claver-Sodalität. ^ Es sei noch ill Erinnerung gebracht, daß der Vortrag heute um A Uhr nachmittags im gleichen Lokale zur Wiederholung gelangt. — (Z e n t e ll arfeier d e r W i e n e r Vuch ° h äildl e r - K orporatio n.) Die Korporation der Wiener Vua>, Knust- und Musikalienhändler wird demnächst ihr hundertjähriges Jubiläum feiern. Auf Grund des kaiserlichen Patentes von: 18. März 1806 wurde im Mai 1807 das Gremium der bürgerlichen Buchhändler in Wien konstituiert, das sich 1861 uach Inkrafttreten der neuen Gelmroeordunng mit den .Kunst- lind Musikalienhändlern znr jetzigen Korporation vereinigte. Diese ist nicht nnr die älteste im deutscheil Buchhandel, sondern überhaupt die älteste, heute bestehende buchhändlerische Vei-eiuiguug auf dem europäischeu Kontinent. Aus Anlaß des Jubiläums findet am 2. Juni eitle Festversammlung unter dem Vorsitz des Vorstehers, Herim Verlags-bnchhändlers Franz Deut icke, im großen Saale des Hauses der Wiener Kaufmanuschaft statt, bei welcher, nach einer Begrüßungsrede des Vorstehers, de?r Konsulent der Korporation, Herr Karl Junker, eine Festrede hallen und in dieser die Geschichte der Korporation sowie die gewerberechtliche Swllung der Wiener Buchhändler vor der Gründung ihres M-eMinms darlegeil wird. An dchnselben Tage abends veranstaltet die Korporation ein Bankett, zn dem auch mehrere Gäste aus dem Auslande eNvnr-tet werdeil. Am Vorabend wird eine gesellige Zu sammenkunft die Mitglieder der Korporation nnd ihre Angestellten im Hotel „Kontinental" vereinigen. — (Saaten st and iil K rain.) Aus ver» schiedenen Landesteilen eingelangten Berichten zufolge haben die Roggensaaten in Krain nnter der Ungunst des Wetters heuer stark gelitten. Del' Winterweizen hat sich gegen die verschiedenen schädlichen Einflüsse weit widerstandsfähiger gezeigt als der Roggen, steht infolgedessen im gesamten auch besser und läßt auf eine bessere Ernte hoffen. Die Wieseil sind durch deu abnormen Wittermigsverlauf im Wachstum zurückgeblieben, erholen sich aber zusehends. Der erste Schilitt wird im Vergleiche zn an^ deren Jahren jedenfalls bedeutend fpäter erfolgen. Der Weiustock hat namentlich iil Untertrain mehr oder llx'niger gelitten,^ in vielen Gegenden sind die Frostschäden ganz bedeutend. Die Aussichtell dürften sich uur vereinzelt noch etwas besser,,. Die Obstbämne sind zumeist schon abgeblüht. Äpfel dürfteil voraussichtlich einen besseren Ertrag abwerfen als Birnen, die allgemein lvenig Vlütenansatz hatten. -- (VIII. internationaler landwirt» schaftIicher K ongrehinWie n.) Man schl-eibt uns aus Wien unter dem 21. d. M.: Bei sehr großer Beteiliguilg vou Fachleuten und anderen Erperteil aus verschiedeneu Weltteilen, darunter auch aus Japan und China, wurde heute vormittag mn 10 Uhr im Neichsratsgebäude der VIII. internationale landwirtschaftliche Kongreß eröffnet. Der Vor. fitzende, Fürst A n e r s p crg , begrüßte die Erschienenen sowie die anwesenden Minister, vor allem Seine Erzellenz den Ackerbauminister, worauf letz-tel-er in längerer Rede versprach, dem Kongresse die größte Aufmerksamkeit, weiters der Ausführuug der beschlossenen Maßnahmen zur Hebung der österreichischen Landwirtschaft die möglichste Ünterstützuug widmen zn wollen. Laudesansschußbeisitzer Neu-man er hieß die Auwescudcn im Namen der Stadt Wien willkommen. Hieranf sprach der gewesene fran» zösische Minister Meline über das Thema „Zurück zur Scholle", während der Referent nil Ackerban-Ministerium, Hofrat Schiller, die Arbeiterfrage sowie das Verhältnis der Industrie zur Landwirt-schaft erörterte. Die Negierung müsse zur Hebung der Landwirtschaft ihr Möglichstes tun, denn uur dadurch wird die Regelung nnd Besserung der Ar-beiterverhältilisse möglich sein. Sodann sprach noch Fabriks- und. Gutsbesitzer Strakosch über den Assimilatiouseffckt bei verschiedenen Kulturpflanzen, — Da Beratlingen über alle landwirtschaftlichen Zweige gepflogeil lverden, fchritt man zur Bildung, verschiedener Sektionen, die detailliert die einzelnen Frageil zn lösen haben lverden. Im ganzen Par-lamentsgebände herrscht infolge so großer Teilnahme ein lebhaftes Treiben. -- Ans Krain sind teils aus eigenem Interesse, teils über Vcranlassnng des Ministeriums folgende Herrcu erschienen: Hofrat Go» z nni, Laudesforstinspektor Nnbbia , Oberforst-tommissär K ö n i g , Agrarkommissär Dr. L n k a n , Veterinärinspektor P avli n, Forstkommissär P a u l, Landes-Wein- nnd Obstbaukommissär G o in b a ö , Molkereiinspekror Legvart, Pfarrer Piber sowie die Besitzer Dekleva (Adclsberg) nnd Ivanöiö. — In einem weiteren Berichte unter dem 22. d. M. wird uns mitgeteilt: Die gestem gebildeten elf Sektionen werden ihre Aeratuugcn täglich bis Samstag fortsetzen. Scnnstag findet noch eine Pleuarsitznng statt, wobei die Beschlüsse der oiu-zelnen Sektionen bekanntgegeben werdeil. Am Soml/-tag lverden große Exkursionen ill verschiedeile Länder uuternomnien werden. Es sei noch hinzugefügt, das; am Kongresse auch etliche Fachleute und Erperten ans Mittelamerika teilnehmen. Alls Krain wurde auch Herr Dr. Ernst K r a m e r Hieher delegiert. —m— * (Während der Ei se n b ahn f a h r t be stöhlen.) Diesertage lvllide denl Fränlein Gabriele Rehll währeild der Fahrt von Wien nach Lai« bach ein goldener Fingerring mit einem in Herzform geschliffenen Rubin im Werte von 40s) Krollen entwendet, * (Mit glühendem Eifen gestoßen.) Ili der Schlosserwerkstätte des Herrn Martinöiö an der Nömerstraße kam es gestern nachmittag zwischen dein 19jährigen Lehrling Vinzenz Iel^evar und dem Kijährigen Leonhard Dececco zu einem Wortwechsel, worauf Ielüevar den Dececco mit einem glühenden Eifen dreilnal in den linken Oberarm stieß. Dececco erlitt so schwere Verletzungen, daß er sofort ins Spital überführt werden mußte. Laibacher Zeitung Nr. 116. 1077 23. Mai 1907. (Alis dein U n tor s uzh l> n g 5 g c f ä n li -nisso entsprunge n.) Dicscrtage ist der ülijcih-rige Vaycint Anton K'rebelj aus Qstroxno Nrdo, NcZirk Adelsbcr^, auv dein bczirt'sgerichtliaici! Go fiin^nisst' rittspruillirn, lvohin cr nx'qcn v^-schl^dcnci', auf Mcirttcn vel'iibtt'ii Tnschondirdstähk' cii^A'linsert worden Win-, ^ (Arbc i tc rt ran sp o rt.) Vorgestern sind von Loiblich aus lW Mozedonicr, Ä) Kroaten und 151 Trainer nach Ainoritd und 21 Kroaten nach Moll-drück abA'gangen. * (Ein br a unerIagd h n n d) ist znin Besitzer Jakob Miheltt- in Moste Nr. ^.1 znflclanfen. * (Gesunde») wurde eine Herrentaschenuhr saiut silberner .^ette, Telegramme ksl. l. Ttltlllalihell-KllnesPllllellz'Vultlllls. Wien, 22. Mai. Tcine Äl'ajestät der 5t aisor, in dessen Gefolge sich die Erzherzoge Franz Ferdinand, Leopold Salvator und Friedrich, der Neichs-kl'ieg5'!uinister, der Landesverteidigungsininister, sowie zahlreiche Militärattaches befanden, inspizierte heute früh im Vrucker Lager die Truppen der 5(1. Infanterieorigade und wurde am Vahichofe von zahlreichen Würdenträgern empfangen, mit denen sich-t>er Herrscher nnterhielt. Seine Majestät der >taiser driickte dem Offizierskorps seine Anerkennung über die Übnngen, die ihn vollauf befriedigten, aus und zollte der Mannschaft uud der Firhnmg der Abteilungen volles Lob. Um 10 Uhr vormittags kehrte Seine Majestät mit Gefolge wieder nach Wien zurück. Wien, 22. Mai. Das „Fremdenblatt" meldet aus Vadeu: Heute uacht starb der Bischof von Kaschau Tigismuud V u b i c s. Belgrad, 22. Mai. Bei dem Torfe Drezania ist die übcr die Morava führende Oolzbrücke in dem Angenblicke eingestürzt, als zwanzig Landlente sie Passierten, Tcr Mehrzahl derselben gelang es, sich durch Schwimmen zu retten; sechs Bäuerinnen und ein Kind fanden jedoch in den Fluten den Tod. Petersburg, 22. Mai. Die Monarchisten veröffentliäK'n bente in der „Novoje Vremjn" ein vffenes Schreiben an den Tumapräsidenten Golovm, das von vierundfünfzig Mtgliedern der Dmua unter- zeichnet ist. Sie werfen in diesem Schreiben Golovin vor, daß er trotz der absichtlichen Abwesenheit des linken Blocks erklärt hat, die Dnma mißbillige em° stimmig das Attentat anf den Kaiser. Das Schreiben schließt: „Ihre Worte über die Einstimmigkeit klingen uns wie Heuchelei und erscheinen uns unwürdig des hohen Postens, den Sie einnehmen. Wir halten es für nnsere Pflicht, dies durch eiue öffentliche' Erklärung bekannt zu machen, damit Ihre Worte Nnj> land nicht irreführen nnd nicht den wahre,, Ghairakter dieser EinstimmigtÄtserklärung verheimlichen." Verstorbene. Am 20. Mai: Alfous Pellan, Geschäftslciter, 62 I., Mcnia Thcresicl'Straße N, i'ldrHi^Lj» enräi». — Cyrill ^ustar, Schueidcrgehilfe, 21 I., Alter Viarlt 32, Selbstmord durch Erschießen. Am 2 2. Mai: Maria Kosemna, Köchin, 54 I., Krakcmerdamm 8, ^Hrcinoma vontrieuli. Im Aivilspitale: Am 20. Mai: Josef Kristof, t. t. Postoffizial. 37 I., Dleorl-l vLutrieuIi. Am 21. Mai: Helena Smertnik, Keuschlerstochter, 1 Tan., Lebensschwäche. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mitll. Üuftdruck 736 0 mm. y«l^2 U."N.^'737^0^I^7"^SN7z""stark"HM^^^^^^ " i)U. Ab. 736 7 13-0 SW. mäßig heiter > 23 l 7 U. F. ! 736-2! 13-3! windstill ! . !00 male 14 9". Wien. 23, Mai, Wettervoraussage für den 23. Mai. Fur ^tluccmarl und Kärnteu: Meist heiter, mäßige Winde, Tcmfteraturznnahme, gleichmäßig anhaltend. Für Krain: Meist heiter, mäßige Winde, warm, Gewitternei» gung; für das Küstenland: Meist heiter, mäßige Winde, warm, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Photogvaphische Apparate für «dilettante«. Wir empfehlen allen, die für Photographie, diesen anregendsten und voll jedermann leicht zu erlernenden Sport, Interesse haben, das seit 1854 bestehende Spezialhans photographischcr Vcdarfs» artilel der Firma A. Moll, k. u. k. Hoflieferant, Wien, I, Tuchlanben i>, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Wunsch unbcrechnct verschickt wird. (2451) !) erhält die Zähne rein, weiß und gesund. Viele Krankheiten würden im Keime erstickt werden, worm mun für regelmäßigen Stuhlgang sorgte; man vermeide alle unnatürlichen Abführmittel und nehme die natürliche „Franz-Josef-Bitterquelle. Seit vielen Jahr-zohnton mit ausgezeichnetem Erfolge erprobt. (1581 e) 2-1 Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt eine Abonnementseinladung auf Der Lehrmeister im Garten und Kleintierhof bei und empfehlen wir den Prospekt unseren Lesern zur besten Durchsicht; man versuche ein Probe-Abonnement und bediene sich des beigege-benen Bestellzettels. lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg (2085) Buchhandlung in Laibach. Danlsagullg. Für die mir aus Aulaß des so plötzlichen Hinschcidens meines vielgeliebten Vaters, bezw-Stiefvaters, Vruders, Schwagers, Schwiegervaters, Cousins und Onlcls, des Herrn Alfons Pcllan entgegengebrachten Beileidsbezeigungen wie auch für ! die zahlreiche Beteiligung an dem Leichenbegängnisse des unvergeßlichen Verewigten sowie für die schönen Kranzspenden danlt aus tiefstem Herzen im eigenen uud im Namen aller Verwandten , Herma Pellan. Laibach, am 22. Mai 1907. kilials ävr X. k. priv. No8torroio!ii8olisu Lroäit- ^^H^^ HHstaU lür llauäel nuü Le^vordo in I.aidaob. ^«ntolrorrentc ^2>nt- unü Vorlrant von UNelrton, vevison ^^p?^ ^^H Valnten. — Vsr^^Urun^ ^vli Depot». ^ ^oolisoilltiid«. Kurft^ an der Wiener Korse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 22. Mai 1907. Die notierten Kinse verstellen Ncki w ltroncnwätmmn. Dle Notiernna sämtlicher Altien u»d der ..Divrisen Lo!e" versteht slcli ucr <-tüell war,- Allgemeine Staatsschuld Einheitliche Rente lonv, stenrisiei, jironen (Mai-Äov.) per Knsje. . 9« ^ 98'55 detto (Jan.-Juli) per Kasse W i?> i!8 ?ü ^2°/„0. W,M!en Febr,-Aug.) per Kasse......!'i» 6< < !> ?>o i'L«/„ ö. W. Silber (April.Olt.) per Kasse......UU «5 ül,'87 1«»Uei Staatslosc 5U0 sl. 4°/„iöi ^k, !b>i-3ü t8LU er ,, K»<» sl. 4«/„liU!)l0!i1>-i0 18L4 er ,, 1W sl. . , l!54 s>< 2bl> 5> l8L4er ,, 5N fl. . . !!b4 s>< 2'K'Ü0 Dum.-Pfandlir. il 120 fl. b"/„Ä8/2i>88!) li, Staatsschuld d. i. Neichs. rate vertretenen König' reiche nnd Länder. 6s!err. Gvldrente, stfr., Guld ^, Peiltasse .... 4°/<, ll? 20 li? 4s, Nslerr. Nente in Kroncnw. stfr.. « , per Kasse. . . 4°/„ 88'«, 98>ü . betto per UUimo . , 4"/„ »8 4» L8ö( ^st. Investitillns.-Ulcnte, stfr.. »r. per Kasse . 8 >/,"/„ 88-- 88 !^0 Glst»bllhn.zlollt»schull>. »«schltltungln. Hlisabethbal,» in G., steuerfrei, zn inooa sl. , . . 4"/„ —-- —--«"nz Ivsef-Vahn /<"/» >23'U5 l»4-25 «al. Karl Lüdwin-Val)!, (dw. Stulle) «rone» . . 4"/, 97'W L^lw "Udolfbahn in Kionenwährnng, a, sleuerfr. (dil>. St.) . 4"/<> »7 8«' «8 8(! -«orarlberger Äahn, steuerfrei, «>0 Kronen . . 4"/« 98 80 89'9N 3« lta»t,schnlt>nllschlelbnn«en «l>«»stl«p,il« z«senb»l,n.AK»1en 2lifabeth.V. 2(», fl. KM. 5' //„ ^ von 400 Kronen .... 468 ?! 470'75 betto Linz.«»dwcis 200 sl. ö. N, S, I»V<"/n , . . . !»4'-437'-«tt° Salzburl, Tirol 20« . b W' N, s>n/„ , . . 42U-—432'— Geld Ware yo« Stnatt zul Zahlung übn» nowmn» llsenbnhN'Ptiotilä!»' Pbll»lllll>nlN. «»hu«. Westbnhn, Em. !8»5, 40N Kronen 4°/„. . . , öU 4< l«0 4( Hlisabethbahn 6U0 und 3U0« ?'l. 4 ab lu»/n......ttü-- «17- Msabethbahn 400 und 200« All. 4°/„........us ü» li? i>(> lfranz Josef «Bahn Em. 1884 (div, St.) Sllb. 4°/u . . V8 ?ö 98'?! Galizische Karl Ludwig'Bahn ldiv, St.) Silb. 4°/« - , 86-25 9U!i< Ung.-gllliz. Vllh" 200 fl, E. 5°/« 108 25 l10'25 ««orarlberger Bahn Em. 1884 (dlv. St.) Eilb. 4°/, . . 98'8< 888! Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/n ung, Goldrente per Kasse . m l<5 1120b 4"/l, delto per Ultimo m-sö lisCb 4°/u »ng. Rente in Kroncn- währ. stsrei per Ka!se . . 9»-8< 94 lo 4°/y detto per Ultimo «3'8« 84lN »l/,»/« detto per Kasse . »»-- «3 ^< Ung. Prämien Anl. il 100 sl. , l«4 - «97-detto K bv sl. . l«4'- >«? - Iheih-Nen, Los-4°/„ . . , , l4«?b »48 ?ö 4°/» ungar. Vrunbentl.-Oblig «»üü 94-üt 4°/u lroat. n. slav, Grunbentl.> vblig........96'— —'- Andere öffentliche Anlehen. «OK». Lant>es.Anl. (dlu.) 4«/« 9» ü> 94«, Äosn. herceg. Eisenb,-Lande«» «nlelien (div.) 4'/,°/« . 99 4< l00 4«' 5°/l, Donau Reg,-Anleihe 1878 i«3 ü< W4 L» Wiener «erlelir«-«nlelhe 4"/« 88 8, ><98s detto 1800 4°/u 8U'1< it>0l« Nnlehen der Stadt Wien . . 101 - l«2-dctto (S. od. G.) . . , 121 — !Ä^--dktto (1894) .... 8S'b5 «?t>!> detto (1898) . . . , 87-7! !j« 7« brtto (IÜ0U) , . . . 9?'N> 9«-«l dettll Ilw..«.) 1902 , 981« 99 10 Vürsebau-Anlehen uerlosb. L°/„ 88'5(> z)8 b« Vulg. Stalltlelsenb. Hyp.-Llnl, 1889 Gold .... 6''/« 118's'b l20'ß<> Bnlg. Staats. Hypothekar Anl 1892.....N°/, 1La-7.>> l21'7k Geld Ware Pfandbriefe ic. Vodenii.,allg.öst.in5oI.»l.4°/<> 88-1'^ 99- Bühm. Hypothelenbanl verl. 4«/„ 8^-ob looab ^entral°Äod.-Kred.-Nl., österr., 45 I. Verl. 4 >/»"/« . , . 1015« 102 b< Zentral Vov>Kred.°Bl., üstcrr., U5I. verl. 4°/u .... 99-K 1SU 1« Kred.°Inft,.österr., f.Verl.'Unt. ».üsfcntl.Arb,K°t.ävl.4°/» 98,> 99-Landcsb. d, Kün. Ealizien und Lobom. b?'/, I. ruclz. 4°/, 9?-2k> n»'2!> Mähr, Hupothclenb. veil. 4"/„ 98 ^0 88 1» ^,.l>sterr.Landes.Hyp.>Anst.4"/„ 99'— 100- drltll inll. 2"/« Vr, verl. 3'/,"/° 917t 92?b dett»K..Schuldsch.verl. 8>/,°/o 9l'5> 9^50 detto Verl. 4"/« 8« 9»> 89'8s Osterr..,l»gar. Nanl 5U jühr. »crl. 4°/» ö. W.....89- 10U detto 4°/» Kr.....99?ö iuu 7(^ Lparl. I. öst., 6N I. veil. 4°/« 1001< IU1 lu Eisenbahn-Prioritäts« Obligationen. sscrdlnll!>ds.Nordbahn Em. l«86 — .. —-- delto Em, 1904 —-- —-— Österr. Nordwcstb, 200 fl. S. IU2 8< 1048« LlaatLbahn b«u Fr..... 41ü lil — — Südbahi, il 2"/° Jänner»Juli buo Fr, (per St.) . . . ScL'5! 3«4 d/u Donau »Remillerunas-Lose 100 sl, «. W..... ^50- 2^0-- Serb. Prüm..«nl. v.l00Fl.2°/o 8S25 106 üz znoerzlulltch« z«st. Vildap.'Nasillla (Dombau) ü fl. 81- 23 — Nndillüse >W fl...... 485'- 44b — Llary.Lose 4» sl. K. W. . . U3' 143-- Ofcner Lusc 4« fl..... 174 . l«4>— Palffy.Lose 4» fl. K. M. . . 170-. 180- Noten Kreuz, öst. Oes. v., io sl. 45 7b 4?-?f Noten Kreuz, «na. Ges. v., 5 sl. 2?8l' iiz uu Nudolf.Lose 10 fl......«2— 72-. Lalm.Luse 40 fl. K. M. . . I83»< ,»8 :<> Veld Ware Türl. E..»..«lnl. Pram.'Oblig. 400 Fr. per Kasse , , . I8ö'l!b 193'25 detto per M. , . . i8i-?5 I8li li.>> Wiener Komm.»Lose v. 1.1874 4?»'- 486 -Oew.'Sch.d. 3°/uPrHm..Schuldv. tz. VodtNll..Anst. Gm. 1888 73- 8ö'- Aktien. Gran»poil'Vn<»rntlimunzl!l. «ussig'Tepl, Vlsenb, 5oa fl, , 241N — 2430 - Bühm. Nocdbahn I5l> sl. . . 358— »b9 - kusch« ichradcr Eisb,5W sl. KM. »035'— 8N4b- detto (lit. Il,) 2uo sl, <»er Ult. »1^7-— 1131 -Donau . Dampsschlssalirts» Ges., 1., l. l. prlu., 5UU fl. KM. »014 — ,01« - Dul'Äudenbacher Elsb. 40« Kr, 5««'— ^??-- Fcrdiulllchs.Nurdb.iono fl, KM. 5ü«1 — 0Ü75-Uemb.. sl, KM...... 4U1-— 403'- Tramway »Ges., neue Wiener, Priorität«.?lltlen 100 fl. . — — —-— Ungar. llLestbahn (Maab'Graz) 200 jl. S....... 4N«-— 4«4 75 Wl. Lolalb..U«ien.Ves. »oa sl. 2Ü0 —------- Banlen. «nglo.Österr. Vanl, 120 sl. . . 8Ui'5« 808 bl' Vantuereln, Wiener, p« Kasse —-- — — dctto pei Ultimo . . , 541 75 542 7i> B°benlr..Anst. üsterr,,20Nfl.S, 1021'— tU8s-- ^entr.'Aod..K«db, sst., 200 fl. 554'— 55«-— Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, i«o fl,, per Kasse — — —'- bett» per Ultimo übs 7 b «597t, Kreditbank allg, ung., 200 fl. . ?ul — ?6ö- Deposttrnbanl, allg., 200 fl. . 461 — 4L3 - Vslompte > Gesellschaft, nieder» bsterr., 400 Kronen . . , 573 — 574' -Giro» unb Kassenverein, Wiener, 2 1779 — Uniunbanl 200 fl...... 5N2 50 5«» 5N iUcrlchrsbanl, allg., 140^l, . 3»b-ü<1 236 !>0 zndustt!e.Bntemeh»»ng»n. Banges., aNg. »sterr,, 10» sl. , 123— 126 — Vr>ixerKl)hle!ibernb,-Ges.ioo fl, /26— 730 üy (!is!>nbllInlw,'Lrl!!N.,crste, 100fl, 189-— ^0120 „(zibemlihl^, Papiers, u. V..G. 19« - 199 — E!eltr..Ees.. allg. öfterr,, 200 sl, 440-iiN 441 5l> detto internal., 2uofl. 6llb— «2?--Hlrtenberger Patr.», Zttndh. u. Met,.Fabril 40U Kr. . . I1ü7 ^ lil»a — Licstnger Ärauerei 100 fl. . . 279 — »8t — Mo!ltai»Orsellsch.,«sterr,.alp!ne 59»-- 594 — „Puldi.Hütte", Tlegelgußttahl. F..«..O. 300 fl. ... 475— 485'— Präger Eise».Ind.»Ges. 3m. 1905, 200 sl...... «s0l»-— l!6ia - lMma'Vturanu, .Oalgo'Tarjnnrr Eiscnw, 100 sl..... 545— 54«'- Ialgo.Tari. Steinluylen il>0fl. 572— b?5 50 ,,SchlöglmühI".Pap!erf.,209sl. 35»-- »60— „Schobnica", «..«. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... b31-— 535 — ,,Steyrermühl", Papiersabril und V..0...... 454-— 45« — Trisaller «ohlenw..«. 70 sl. , 2?z>- 273— Türl. Tabalrezie.Ves, »uo Fr. per Nasse . —>— —-» betto per Ultimo 418 - 420---Wassenf..Ges., österr.. in Wien. inu fl........ 548'— z50 ö0 WaggciN'Leihanstalt, allgem., in Pest, 400 Kr..... —-— -'— Wr. Baugesellschast 100 fl. . . 158'- '«»- Wienrrberger Zl,gelf..«lt..Ves. 730 - 728- Devisen. Kni,« Zichl«» unl zcheck». Amsterdam....... 18955 18S80 Deutscht Plätze...... 117 67» II?-«?» UondllN........ «4057» 24c-8^ Italienische Banlpliihe ... 82 4ü 95-b'' Pari«......... ^70 gd 82' «ürich und Basel . . , , gh 5« 95-»»!^ Valuten. ^ulaten ..... , . li 3h< ll ^g 5o-Flllnlen.3^cke. ? ^' . . lg 14 ig,^g ^o.Marl Stücke...'?. «by 2« z« deutsche Melchöbanlnoten . . tl?-6z I1?'8i» ^talienischc Aanlnoten . . . 9b45 85-«5 «ubel°«uten ... . 8-51" 5 5»" I von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, I mMm €?• JÄÄ^y^BÄ* I, PriVat - Depots (Safe - Deposits)| I I.osen etc., ]>«viNlgerL«mV>r«chlm» d«t P»rt,i. I ^^^^_U^ Los-Versicherung. i^lbach, StrltarKWMsc.________________________yerzlwiung yon Barelulaflei srr) Konte-Korrant lal auf Gin-Konto. I