A'277. W2 Die „Laibllcher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Vonn- nnb Feiertage, täglich, und lostet sammt dm Beilagen im Csinptoir ganzjährig 11 fl., halb-jälsrtg 6 si. 60 lr., mit Kreuzband im Comptoir gllnft. 12 fl., halbj. 6 fl. Für die Zustellung in's Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 si., halbj. ? fl. 50 tr. InsertioN5gr!lülir fitr eine Garmond - Spal'tenzcl!? oder den Raum derselben, ist filr Imaligc Einschaltung 6 kr., für 2maligc8lr., fllr Zmaligc 10 lr.u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaüung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für 3 Mal, 1 si. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 lr. fllr 5 Mal (mit Inbegriff des Insertionsstcmpels). Amtlicher Cheil. Nach einem gestern herabgelangten Telegramme Sr. Exzellenz deö Herrn Staats-Ministers an den k. k. Statthalter in Krain, geruhten Seine ',k. k. Apostolische Majestät mit Allerhöchster Entschließung vom llttsten November l. I. den Beginn der Session für den auf den 10. Dezember 18l>2 einberufenen Landtag auf den 8. Jänner l«ll3 zu vertagen. Laibach am 2. Dezember 1862. Se. k. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. November d. I. dem Iosephstädtcr Pfarrer und Vi;c^!i. .Xlißli-xliin iii'-liln kl:»c. liii<;i!li,l.> allerguädigst zn vcr« leiben gcruht. Se. k. k. Apostolisch? Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. November o. I. dcm Domherrn «u» orm Stcinamangcrcr Domkapitel und Erzdechant zn Alsu-Lendva. Johann Kopöz, bic Titularprobstei ^li, lV-l, i ^, ^^Ivulo/lF ? beslandenen 2an> desgerichls in Pest, Emrich v. L ip o v n i h ky , zum Honorar. Ko::zipistcn der lön. ungarischen Hoftanzlei attcrgnädigst zu crueuncn. Nichtlmckichrl Thtil. Laibach, !. Dezember. Der Wunsch, es möchten den Bewolinern der Militärgrenzc. wenigstens den Zivilbewohnern konüi» tutionellc Rechte zu Tl)cil werden, welcher im Abge« orducleuhausc ausgesprochen wurde, soll nicht ga»z erfolglos geblieben sein. Wie ein Wiencr Blatt mel. dct, renkt n,ai, in Regierungskreiseit ernstlich daran, in dieser Sache etwas zu lliuu, und soll schon dem» nächst eine eigene Kommission zusammengesetzt wer' >en, die berufen wäre, gründliche Erhebungen zu pflegen, und die bezüglichen Vorschläge zu machen. ' Ueber n Momente nur an Staatsmännern, wel^e für den allgemein als nothwendig grfaluen Äusgkich die rechte Form finden. Die ,.U„g. )t,ichr." '-'ersichcrn mit Bestimmtheit, dasi neun Zehntel der befugte» Wähler den VcrfassunMreit endlich ge. schlichtet, uno alle Hiiwcrnisse hinweggeräumt scheu wollen, die diesem Ziele entgegenstehen, und daß diese nach so vielen Tauschuugcn und trügerischen Vcrspre» chungen lein Vertrauen zu jenen beuten haben, dic immer bereit sin?, cineu an schlimmen Folgen reichen Wioerstan» zn erwecken Diese Wäblcr. sagt das Organ der Hofkanzlci, sii,o ourehans unzufrieden »nit der ^^igc der Dinge und mit der Passivität ^cr Presse. Daö st»!> Aussprüche, die in Pest seit zwci Jahren nicht gcoruckt wordeu, und zeigen jcdenfall^ vo» ei' ncm Ümschivnug in dcn leitenden Regionen. In der auswärtigen Politik steht jetzt die gric-chischc Sukzesstouöfragc in erster Reihe. Es ist böchst crgöplich zu fthen. wie ^,ord Pal,nerston oaö Tuilc-rienlabiuec durch die Kau^ic'alur oes Priuzeu Alfred äugstigt. und damit Revanche an Napoleon, für jeuc Intrigue nimmt, die oicscr einst mit Eavonr spiellc. In P^riö weiß man nicht, ist cs E»glau5 ernst mit oer itattdioatnr. oocr ist sie eiu Kniff der Diploma, ten. ilin anocre Htaudioatcn, z, V, ocu Herzog von ^euchlenberg, unmöglich zn machen. Dic «Presse" sagt. Frankreich und Rußland l)«tten durch die 9tc» volutiou jene Verträge der Schupmächlc für erloschen betrachtet, welche die Prinzen der Schuymächle vom griechischen Thron miöschüc^cn, nur England war genöthigt, als Mitbewerber aufzutreten. Die Allc>!!»Ull,'c, ivc-lchc England in 0c'r ^rii'chischcll Filier scilici, Nioall-il slrllt. ist^Iso.' RllttlcDr «uiil stl'sügcli Worllalit der Verträge, oder ein englischer Prinz auf dcm Throne Griechenlands, dem cr alö Morgeugabe oic Ionischen Inseln, dicfc sichere Vürgschast sriilev Erwählnng. mitbringt; denn wcder Fr.inkreich noch Rußland befinden sich in der glücklichen ^agc, den Griechen etwas Aelmlichcö bieten zn können. Dit Agitaiion für den Prinzen Alfred ist also ein diplo» malisches Manöver, nichts weiter. Daö gelu auch daraus hervor, daß dic «Koburger Ztg," der Kan> didatur widerspricht. Das beißt so viel als, die Za< milir des Prinzen sagt sich los von dcr Intrigue, welche die engliichen Minister cinznfädcln für »üblich hallen, Prinz Att'rc) ist bekanntlich c><>r direkte Erbe dl'ö Herzogs von Koburg uuo zu seinem Nachfolger in orr Regierung der beiden dcnlschrn Händchen be 'limntt. Das offizielle Blatt oes regirrendcn Herzogs würde jenes bestimmte Dem,nti nicht abgcblii' wen.i dieser nicht vorher dic Mcinnng der Königin Vilioria eingeholt hätte. D^' sich nnn lange dabin dehnenden Debatten dcr italienischen Kammern haben noch zu leiuem Re° sultale geführt. Wie die Sachen jrßl stehen, so ist es nicht unwahrscheinlich, daß das Ministerium Nat tazzi mit heiler Haut aus dein Kampfe hervorgehen wird. Genaue Skizzen dcr gehaltenen Reden liegen bis jept nicht vor. a'Iein soviel sich nach den tclegra. phischen Auszügen urtheilen läßt. entsprach die Dc< balle nicht der Vedentung, welche man ihr im Vor. ans zn verleihen müssen glanblc. Von Paris aus soll das Ministerium ernste Winke erhalten haben, uud man soll dort auf Auflösung dcr Kammern driu. gen. Es läßt sich annehmen, daß vie Turiner 3ic> ,,iern!lg mit Frcndcn zn diesem Schritte bereit wärc. wenn man nur nicht der Kammern auf ciner andern Seite bedürfte. Die finanziellen Verlegenheiten näM' lich werden dcr Regierung von Tag zu Tag unan. genehmer. Wie man behauptet, ist cinc Anleihe von 5W Millionen bcscl>lossc,i; allein dic darüber mit verschicdeneu Bankhäusern und mich drin Hause Notb-schild erössnetn, Unterhandlnngen haben nolh zu kci-ncm Ziele geführt. In der Hihung vom 26. November hielt Rat-tazzi N Uhr 4ii Min. Auf der Ministerbank: S ch m erlin g, L a s s e r, P lcner. Sektionschef Vestcuef.. Nachdem die Frage dcr Stcnercrhöhung noch von den Abgeordneten Kaiscrfcld, Goriup . Baron Ingram, dem Fiuanzministcr und den Belichterstat« tcril Hopfen nnd Taschek beleuchtet worden . wird ^/' Art. li des Finanzgesepes unter Ablebnilng sämmtli»' cher Amcndcmcnts lediglich nach dcm Ansschußantragc angenommen. Ebenso erlangen die übrigen Artikel des Finanz« Gcsci)cs und dic folgenden «Wünsche nnd Erwcirtun« gen" mit Ausnahme des auf den Normalstaud der ^andcsgendarmeric bezüglichen, dagegen mit Bcifü« gung des von To man hinsichtlich dcr Militärgrenze beantragten Wunsches die Majorität des Hauses. D^ö Finanzgesch wird in dritter Lesnng zmu Beschluß rrbobcn. Abg. Herbst stellt in Betrachtung, daß lein weiterer Gegenstand dem Hause zur Berathung vor« liegt, andererseits aber Vrratlmngsgegcnstände von dem Herrcnhanse an das Abgeordnetenhaus g-langcn köiüicn. den Antrag: „Fi'ir c»5,l Fall, daß Vorlagc» vom Herrenbansc mit dem Antrage auf Nledri'sl'puiig riner gemisch» te» Kommisslon zurückkommen sollten, werden die betreffenden Ausschüsse ermächtigt, aus il?v".- Mitte die Mitglieder zur gedachten Kommission zn waklen." Dieser Antrag wird angenommen. Präs,: Anschließend an Dasjenige, 'vaö Dr. Herbst cdcn erwähnt hat. muß ich bcmcrlen, daß ich heute wirklich außer Stande bin, den näMen Sihnngötag zu bestimmen. Es wird davon abhält gen. wie das Herrenhaus seinc Arbeiten fördert, und ich möchte dem Hause den Antrag stcllen. daß es mir überläßt, den nächsten Situingötag zu bestim« men. nnd die einzelnen Mitglieder des Hanfes spr« zicll einzuladen, wenn die Slhung notbwendig scin wird Es wird keine Emwsndiwg gemacht, imo hier» auf die Sipuug um 2 Ul>r 4l) Min, geschlossn. Korrespondenz. Wien, 29. November. -cl. «Die Tbatsache. daß das Hrrr^ndaus in die« »ser Woche, wälmnd das Abgeordnet, nba»s täglich «Sipungeii hält, Ferien macht, bat einige Ucberra« «schung bcruorgerufen". diese Notiz in der gs^riaen Nunnner eiues sehr weit verbreiteten hirsigen Blattes ist keineswegs so yan; wörtlich zn ne'.imen, Dic «Ferien", welche sich das Herrenbans im Laufe dieser Woche machte, bestelln einfach darin, daß es keine öffentlichen Sihuugeu bielt- Sitzuik-.en ocr Fi« nanzkommisston batten täglich Statt. In der von gestern wurde die Vor!agc bezüglich der Bankaktc vollendet, indem der noch restirende Theil über die Bedccknng erledigt ward. Ich war bereits neulich in der ^'age dic Prinzipien in sebr allgemeinen Umrissen an.-udellten. von welchen das Haus bei Berathung dir^r Vorlage sich leiten ließ. Es mag genügen zn bemerken, daft dic Einzclbcstimmnngen derselben noch in der cilf:.'!. Stunde scl,r wesentliche Modifikationen llfubreu. wodllrch auä, die Drucklegung des Koilimis-sionsberichtcs verzögert wurde, um die t'isber bicr mid da milgetbeiltln. dicranf bezüglicbc» Noiizen auf il'ren wa!,ren Wertb zurückzufüln-cn. Mau sicbt der Sipun^ vom Montag in den finanziellen Kreisen besonders mit außerordentlicher Sp.n-nung entgegen. "u> dem Si?u!'gSsaale dcr nicderöstcrr, Eskompte« Gesellschaft hatte beute die feierliche Ausftlllung des Bildnisses des Herrn Präsidenten Andreas Freiherr::, ZOOO v, Baumgartner Statt, Anton Ritter v. Duck, der erste PmsidenteN'Stellvertretcr. hielt hierbei cine An« spräche, »velchc in einfachen uud schmucklosen, aber wabren uno einoriilglichen Worten cine lurzc Gc< schichte jenes bisher von oer Kritik und öffcnllichcn Meinung als mustcrgiltig hingestellten Geldinstitutes Oesterreichs gab, als dessen erster Mitbegründer Herr v. Vaumgartncr genannt werden nuiß. «Ohne Anf< «seden, ailspruch^los trat diese Anstalt, mit materiellen „Mitteln nur bescheiden ausgestattet, im Jahre 18.^3 ,in's Leben, lind hnt sich bis heule bereits zu einer „bedeutenden Geldmaclit aufgeschwungen, die ihren ^Tbeilncbmern in zweifacher Beziehung Nul)en und „ Vortbeil bringt. Ein Mal, indem sie Handelsleute „und Industrielle unterstützt, dann indem sie ibren „Aktionären anderseits e,ne untrügliche Sicherbeit für ^ibre Geloanlagc gcwäbrt, wie kaum je irgend ein «anderer mobiler Bcsil)." Heute Abend versammeln sicb Direktoren. Verwaltuiigsräthe »nd Zensoren der Anita!: aus diesem ')!»Iaß zu einem Festessen im Hotel „znm schioarzeil Nob" in der Leopolostadt. Es i»'l die Fwgc cutslanden, ob die Erhaltlings« kosten- der Filial Spitäler in Zukunft von der Bandes« stelle oder von der Kommune zu tragen sei. Dem Vernehmen nach wurde dieselbe dahin beantwortet, daß oic bereits bestehenden Filialen wie bisher von der Landcsbebör^e, die zu errichtenden aber von der Kommune erhalten werden sollen. Richard Wagner, welcher seit einigen Tagen hier weilt, um die groben seiner neuen Oper „Tristan und Isolde" zu leiten, welche in den ersten Tagen des Jänner 1Kl>> zur Aufführung kommen soll, ist fortwährend der Gegenstand zahlreicher Aufmerksam» leiten von Seite seiner freunde und Anbanger. In einer ihm zu Ehren gegebenen Soiree las er sein neuestes Libretto: «Der Meistersänger in Nürnberg", weiches die Geschichte von HauuS Sachs zum Vor» würfe hat und einer neuen Oper im komische» Style zur Unterlage dient. Die Ouvertüre wurde ebenfalls, allerdings nnr auf dem Klavier vorgetragen, und ein« zelne Nummern von ersten Künstlern unoKünstlcrin-ns>! exelülirt. Kenner einigen sich in dem Lobe dcö Wer'es uno verbürgen demselben einen durchgreifen« den Erfolg auf der Vübne. Man gibt sich der Hoff« ming hin, daß die lais Oper dem Werke bald Gele» genhcit bieten werde, die Feuerprobe zu bestehen, Oesterreich. Wien, A). November. Das Äriegsministerium hat wahrgenommen, daß uon Seile der Armeekörper der Embaltuug des vorgeschriebene!! Lolostanoes an Maunschast nicht jene Aufmri.'samkeit geschenkt wirö, welche tm Interesse des Acrars unbedingt geboten erscheint. Dic twtie Stelle steht sich veranlaßt, unterm 22. o M, zu verordnen, daß die Einhaltung dieses Standes strenge b"obachtct weroe, da im entgegen« gesäten Falle Diejenigen, welche an einer Ueberschrci» tllng Schuld tragen, zum Ersal) des verursachteii Schadens unnachsichllich würden verhallen werden. — Am 20. Nov. wurde a>: das Gefangcnbaus des k, k, Krcisgcrlchtcs Krems ein neuer Kallab ab> gegeben. Es ist dieß d dieselben den eigenen Universitäten nicht anvertraucu wollen. Einige der Billsteller sollen so weit gegangen sein. zu erklären, daß. falls die picmonlesischc Regierung ihrem dießsälligcn Vorhaben in den Weg treten sollte oder die Unterbringung ibrcr Söhne auf dcr Universität zu Padua aus anderen Gründen nicht lbunlich sei, sie gesonnen wäien, von dem Arlikcl des Züricher Fricdenovcrtrages Gebrauch zu machen, wel> cher Bürgern dcr Lombardei eie Wahl ihres Unicr-lhansvcrbandcs freistellt, und demnach um dic Auf-nayme in den österreichischen Untenhanenvcrband an» suelien würden. Der Enthusiasmus für ein einige? Italien kühlt sich eben mannigfach ab, was unter An» derm auch oic Thatsache dailhut, daß viele im sttl. lungspfiichugcn Aller befindliche Jünglinge, namcmüch aus dcr Lombardei, hielier emigrireu, um sich dem Kriegüdienslc in dcr Armee Viktor Emanncis zu cni' ziehen. (Pr.) (fatlaro, ^ö. Novciubcr. In uuscrcm bcnach' barten Äiontencgro ist dcr Bau dcr Militärstraßc zwischen Podgorica und Spuz bercitö vollendet, dic Errichtnug dcr ^)locll)üuscr jcdoch, obgleich dic Plätze dafür schon bestimmt sind, ist „och uicht in Angriff gcuommcu. Rußland fährt fort dic Montcncgrlncr zum Widcrstanoc gcgcn dcu Ban dicscr Fortö zu cr^ lliuthigcu, uud drohi dciu Fürstcn '.'citolaus, falls cr in scincr llntcrwürfigtcit gcgcuübcr dcr Pforte, ucr-harrt, mit dcm Abfalle jcincs Voltcs. Bis jetzt schciut dic Pforte jcdoch wenig gcncigt, dcu Protcitcu ^inßlandö gegen oic Anlegung d^r Blockhänscr Gchör zu gcbcu. Ucbrigcnö laim währcno dcs ^intcrs oon cincr Inangnffuaymc des projcltirtcu Äaucs ohnchiil lciuc Rcde fciu, da dcr nuwcgfamc Zustand dcr Straßcn dic Hcrbcischaffuug dcr dazll nöthigen Äia^ tcrialicu llicht gcstattct. — Dcrwijch Pascha ftcht init fcincul Arnlcclorps uoch iiniucr hart an dcr montenegrinischen Grcnzc, obwohl cr fchon fcit Woehcn fcinc Rücltchr nach dcr Hcrzcgowina aniüudigtc. — Dic französische Regierung soll dcm Fürslcn Nikolaus K0.OM Frauto zur Vcrthcilung an yilföbcdnrftigc Älontclicgrincr übcrscudct haben. — Hassau Aga-Hotti, durch s^inc Gcwaltthäligtcitcu gcgcll oic ^hristcil 1'l.lba' nicnö anc> frühcru Zcilcn bclaiutt, ist cmf Bcscht dcr Pforte ucrlMtcl und iu itcttcn nach ^mistnntnwucl, instradirt worden. (O.-D.-P.) Il-alielttsche Staaten. Aus Nom, 22. Noocm''cr, wird geschrieben: «Die feierlichen lind offiziellen Besuche, welche die Kronprinzen vou Preußeu uno England dcm Papste uud der Erstgenannte dann dem Könige vou Neapel abstatteten, sind das große Erelguiß des Tages. Es beschäftigt alle Pariricn iu gleichem Mnßc uud gewiß mit Recht. Wcdcr der Kronprinz von Preußen noch der Prinz vou Wales haben sich am Turiner Hofiagcr gezeigt, uno der Kronprinz voll Preußen ließ sich iu Ncapcl durch Nichts bewegen, auö seinem strengen Inkognito hervorzutreten. Hier hat er das-selbe gänzlich fallen gelassen. Die feierliche Aufwartung. welche dcr Eroe des preußischen Throne im Valllan gemacht hat, wird ihres Eindruckes auf die Katholiken in Preußen uicht verfehlen und die noch lrbcnoigc Wirkung der alieroings sehr vcrklausulirteu. ourch eine eben abgegebene Erklärung des Herrn von Bismark noch mehr cwgeschwächleu Ancikcnuung des Königs vou Iialirn durch dcn Berlin.r Hof, im Ryeinlandc, in Weslphalen, iu Poseil u. s. >o, wc-sentlich mildern. In dieseil lV.'.holischcn Theilen dcr preußischen Monarchie wiro man vielleicht nlln erlen-nen, oaß weiln dcr Berliner Hof den König von Italien anerkennt, derselbe doch auch nicht minder — oen Papst uno ebenso den König Franz ll. von Neapel anerkennt. Einc demonstranverc Form, um dleß anszuorncleu, koniitc gar nicht gewählt werden, und allerdings hat dcr Prinz ron Wales gemeinsam mit seinem Schwager, dem Papste die Amwartung gemacht, dcm kleinen neapolitanischen Hof dagegen leinen Besuch abgestattet. Man wird schwerlich irren, i.'eun mail diese Borgänge in Rom mit dcr gegenwärtigen Krisis in Preußcu in Bczicbmig seht und annimmt, daß, da die preußische Regierung sich plot)' lieh erinnert, ? Millionen Katholiken unter ihreu Un-lerlhancn zu habcn und sich in der Person des Krön-Prinzen gleichsam als halbkatbolischc Macht gerirt, ganz gewichtige Momente daraus bestimmend einwir» lcn mußten. Denn. daß dcr Kroupr,nz schritte von so bedculeiucr Tragweite alls eigener Initiatlpc im-tcruommeu habe, w,rd man s^wcrlich glauben." — Aus Nom, 2'i. Novciuber, schreibt man dcr „Gegenwart": Die päpstliche Regierung hat zur HinlmUmltung vickr Ä)c!ßbräuchc die Verfügung ge« troffen, daß die römischen Inden, die sich nach Vclleiri begeben, lim dort ihreu 'Auscuthalt zu nehme,,, mit einem ordnungsmäßigen Aufcnthaltsscheine versehen sein muffen, der Jedem aiif sein dießfälliges Begehren anstandslos ausgefertigt wird. Hierauf also reduzirt sich die gauze Ordonnanz, in welcher das Journal ,.^a France" ein Proskriptionsdckret gesehen uud die es ganz ernsthaft mit einem Ukasc des Ezarcn vcr« glichen hat. Grv^lniwl'.nirll. London, 2:;. November. Ein Zivilpwzcß, der vor der Queens Beuch begann, wird den eng' lischcn Blättern noch viel zu sprechen geben, Mr. Scrjcant Gloucr, ehemaliger Eigenthümer und Rc> daktcur dcs eiugegangeueu „Morni,>g Ebronicle." be^ langt den Grafeu Persigny und Mr. Villault. die bekanntlich Beide an der Spit)e des französischen Mi> liisteriums dcs Innern standeil, um die Summe von !4.'^<) Pf. St., als einen Rrst dcr ibm zugesagten Bezahlung für die im „Morning Ebroniele" crschir-il^ucn Leitartikel. Graf Pcrsigüy läugilet das Verhältniß zwischen dcr französischen Regierung und Mr. Glover nicht ab und wird also gegen die Forderung andere Einwände geltend machen, während dcr au« oere Verklagte behauptet, daß ibm dic Schuld nichts angehe. Mr. Glover dagegen sagt, er habe ciue Unterredung mit Mr. Billault in Paris gehabt, uno dcr französische Minister habe die Alitori-ät der Agenten, in deren Auftrage er die Leitung des „Ebronieic" führte, anerkannt. So gar beispiellos ist dcr Fall übrigens nicht, da sich viele heutige Zcituugslcscr uoch des Prozesses von Mr. Birch gegeil Lord Clarendon erinnern werben. Mr, B. redigirle in Dublin in den Jahren 48 und 49 „The World" im Aiü'trage lind Interesse dcs Vizelönig^ Lord Elarendon u»o griff die Feinde der Regierung mit den schmutzig, steil Persönlichkeiten au. Er war hinterdrein mit dem lrbaltcuen Solde unzufrieden und erhob gerichtliche Forderung,'!,, mit denen cr abgewiesen wnrdr. Lord Clarendon ersepte späier das aus der Staats« kassa auf die «World" verwendete Ocld aus seiner Privatkasse. Tagesbericht. Wien, 30. November. Nachdem sich das milde Herbstwcttcr erhält, ha« ben Ibrc Maj, der Kaiser uud die Kaiserin allerh. idrcn Aufcinlialt in Schönbnmn verlängert, lind wer« ocn. wenn nicht plöpUch r^chcs Wetter cuitriffr l'is zum Weibnachlsfestc duscll'st vnbleibcn. — In dei: Revieren zu Holiisch in Ungarn wir? cine große Hofjago abgehalten, welche Mittwoch den «i. Dezember begmul uno Freitags darauf geschlossen wird. Sc. Maj. dcr Kaiser, die sämmtlichen Herren Erzherzoge werden an dieser Jagd Th'.'il uehmcn, und sind dazu allch ein Theil dcs diplomatis^u Korps, viele Generale, der k. ungarische Hofka.izlcr Graf Forgach u. A. m. geladen. — Herr Bouiuux, der bisherige intcriiuistischc Leiter dcr Südbahn, überuimmt die Dliekuon an Stelle des verstorbenen Dirrktors Franceseoni, und soll derselbe sich verpflichtet habcn, an del, Auslagm beim Betriebe der Nordbahn jährlich 2 Millionen zu sparen, auch mit einem bedeutenden Kapitale sich persönlich bei der Nordbahu zu betheiligen Ueberdicß hofft mail durch diese Wahl ln dem Strri'e zwischen Nordbahn uild Sta^>sba!>il eher ein befriedigendes Resultat zu erzielen, da Herr Boutouf mit del, Pariser Hoffnungen und Wünschen genan vertraut ist. Knuste Nachrichten uud Tckgrammc. Turin, 29. Nov. lAbcuds,) In dcr beuligen Kammelsinnng bestrilt der Miiiistcr des Aeußer» die Bcschuldigung. die Allianz mit Frankreich zur alls« schließllchen Grundlage seiner äußern Politik gemacht zu haben. „In mehreren Fragen — bemerkt Du-rando — befinden wir uns in Uebereinslimmu»») '"'t England. Diese Macht läßt cö „ns ftci, ""»crcll Willen auszndrückcn. will jedoch leincn allzu rilcrilll Anlheil an einer Frage nehmen, welche^lnc ic!iglo,e Scilc hat. Wenn auch die ro"'''^/ ül"l!!' ttlüc» eitern Fortschritt gemacht hat. ," MM doch auch niä't rüekgeschritlen'. Es wä" vergeblich, von de" Besprechungen mit Rom eii'. Rc,ultal zu hoffen, und es war nothwendig, mit alle» Krallen auf Frankreich zu wirken, um die Ottupalion aufhören zu machen. Mr wollen »ns mit dem heiligen Stublc wieder vel« söhnen, aber das einzige Hinderniß di,scr Wiederver-söl'Uiiug ist die französische Okkupation. Dic Note Tvonln de Lhuys läßt eine günstige Aufnahme imscrcr Vorschläge hoffen, bevor wir die Verhandlungen we!lcr verfolgen, MMlel t>sts Ministerium die Entscheidung des ^arlamentcs." Turin, ^«, November. 8 Uhr 3!i Min. Abends. In der heutigen Kammcrsißung bcbauptet der Depu-lirle Ferrari von der Linken, cö sei schwer, nach so , zahlreichen Verletzungen des Statutes die Freiheit too? wicdcr hcvzustellcn. man mnssc von Allcm al!c Untcr-Handlungen mit Frankreich abbrechen und zur defini. tivcn Organisation Italiens schreiten, Der General Vrignonc schildert die Ursachen scmrs gemäßigten Vor-qcliens in Sullen >lnd die politische Vegeisterung der dortigen Ve^lserimg. Der Minister Depretis. der cbenialigc F^und Garibaldi's, widerlegt die von der Linken wider ib» geschleuderte» Ai'klagc». Es ,yird dcr Schluß der Debatte beantragt. Die Io»rna!c bestätigen die Gerüchte von dcr Demission des Mioistcriums. Paris, 2!) N'ooembcr. (Abends,) Die heutige „Presse" berichtet: „Mmgen wirt, in Compiögnc eiil Ministcrrall,' gebaltcn. Depeschen des Votschasters in London. Griechenland betreffend und ei» Vorschlag Nußlanks l'abeu diescn Ministerrall) veranlaßt. Nußland soll Frankreich eine gemeinschaftliche Note an das englische Cabinet erschlagen, im Falle Frank-reich dieß ablehne» sollte, würde Rußland allein ein Manifest erlassen." Dic dentige „France" glaubt, das englische Kabinet babc seine Idee» bezüglich Griechcr.lanoö modifizirt und fügt bei. Frankreich könnte es nichl dulee». daü England das Mitielmecr zn einem eng. lischc» Sce nnichc. Kurfu, 2^. N'ovcinbev. (Ueber Paris.) In Athen habrn neuerlich Demonstraiionen iinler dein ^ülfe: ,.Es lebe König Alfred!" stattgefunden. Als dic Menge vor dem englischen Gcsandtschaflshotcl vorbei» zog, dankte dcr englische Gesandte für den Andruck der Sympathie, indem er beifügte, er könnc leinc entschiedene Antwort ertheilen, und werde die Wünsche der Vevi'Ikernng nach London berichten; cr empfahl Mangling. In ^'amia wnrdc Prinz Alfred zum Könige ausgerufen. , Korsu, 29, November (Ueber Trieft.) Der, griechische Dampfer ist mit Nachrichten vom gestrigen! Tage angekommen. In ganz Griechenland haben^ große Demonstrationen zn Gunsten des Prinzen Alfrco stattgefunden. Die Flstung i/amia begrüßte die Dc> monstraiiou mit 100 Kanonenschüssen. In Alben lr»g das Volk das Bild des Prinzen durch die Straßen, i'ebehochs beim englischen Gesandten, welcher dankte' dann bei der russischen nnd französischen Gesandt' schift i^l'ufc: Es lcben Alezaiider und Napoleon, unsere Prschn^r. I» Missolnnghi lincrkanntc die Regie, rnngsbcbörle durch einen offiziellen Akt den Prinzen Alfred alc> König. In Syra haben ähnliche Demon» slraliolien staltgefunden. Petersburg, 30, N»v, Das heutige „Journal dc St. Pctcrb," schreibt: Wir iönncn bestätigen, daß Rllßland keinen Augenblick daran gedacht habe, vom Prinzipe des londoner Protokolls abzüweielien, n",-l' ches Mitglieder der Dyn^slie» der Schilpniächte ,,'l'M aricch^schrü Thron ausschließt. Nußlan^ babc dieß schon uulcrm l9. Oklobcr, früher als England, erklärt. London, 1. Dezbr. Die „Mornigpost" von htlitc hat rill Pmiscr Telegramm ans Tlirin. nach welchem Tonc.n'sa mit dcr Vildung cincs Cabinet) l'cauftragt gcwlscn sei, aber abgelehnt habe. Bemerkungen zum Pinne einer Loöcu-Ärcdit'^nstalt i,i Ur. 273 dcr „Qnlmchlr Zciiung." Der Verfasser des Aufsahcs „Kreditanstalten und Anshilfökassen für den kleinen Orunobesil) Krainü" spricht an dessen Schlnssc oen Wlinsch auo „man möge seinen Vorschlag in Elivägung zielen." Wir nclünen liierauö De» Ä»!liß zu dcr nachstehenden kritischen Priming seines Vorschlags, welcher wir einige Vc^ mcrlnngcn voransscnocn wollen. Zur Iüchligsttllnng dcr öffentlichen Vicinung ist cs vor Allem nölhig. die brzüglichc Pcsch!»ßfassll»g dcr k. k, ^alwwinhschafts' Gesellschaft i>l's Auge zu fassen I» präciser Fassnng ^"»e» sich die fraglichen Veschlüssc s» wiedergeben: Dic k. k. Lanowirthschafls-Gesellschaft hat dic Not!,, wendigkeit eine Kreditanstalt für den kleinen Grund-bcsiß einstimmig anerkannt, und mit mehr als ^ Stilnmen bcjchlonen ci,ie Petition an den am U,. Dezember vcrsammcltcn krainischcn Landtag zu richte,,, pßmit im Wcgc lines ^andcsgcsepcö dic ^aibachr^ Sparkasse ucranlaht iprrdc, dsirch Aenderung ihrer Oiatuien in dieser )iichtl!üg dem anerkannten Pc»ürf-nissc gerecht zu wcrdcn. tt>l> aber auch für den Fall uorz'.iforgen, daß auf diesen: Wcgc das gewünschte Ziel nicht erreicht werden könnic. lvnrdc dcr Zentral« Ansschuü beauftragt, dic nöthigen Materialien zu sammeln, daaut die nächste Generalversammlung die Frage cmcr selbstständigt» Voden. Kredit-Ansiall mit Rücksicht auf einen bereits ausgcarbcitc! vorznlcgeiidcn Statilteuenlwurf in deftüitivc Vcschlußfassnng ziehc. Vir halten diese Anschlüsse für ganz sachgemäß ini?cm wir cinersciis e!»e Kredita»flalt ol»nc i?ic Sparkasse für eine Unmöglichkeit halte», und andererseits dcr Zeitraum lines Jahres zu dcu bczügllchcn Vorarbeiten ciucr endlichcu Vcschlußl'assung viellcicht kaum zurc^. cheno befunden werden wird. Denn es müssen static stische Erhebungen im Lande gepflogen nnd zusammen« gestellt, es müssen über etira schon anderwärts bc< stehende ähnliche Anstalten und deren Grhahruugö N'esliltatc die genauesten Nachrichten gesamuielt, cs muß endlich durch Umfragen an maßgebenden Orten die Frage wenigstens annähernd gelöst werden, wo auf das Grnndungökapilal mit Sicherheit zn rechnen >st. Übrigens ist es allerdings nicht zn verkennen — es wird aber anch nicht verkanot — daß die Spar« kassc ein Instilnl privater Natur ist. Es handelt sich darum, dieselbe ourch dic Macht der wohlbegründeten öffentlichen Meinung zn ciner Modifikation ihrer Statuten und bisherigen Gebahrriioweise zu veranlassen. Diesel öffentlichen Mcinnng Rechnung zn tragen, wird die Sparkasse sich denn doch cinmal, und inebejonderc dann bcmüssigct sehen, wenn dieselbe in einem Landes« geseßc ihren Ausdruck gefunden baden wird. — Nach diesen Vorbcmrrkuugcu wenden wir uns zu dem in Nr,^273 der «Laib. Ztg." cntwickcltcn Plane, und müssen es ganz unumwunden bekennen, daß wir denselben für vollständig vcr< fehlt ansein, dcun cr beruht erstlich auf Vor-a us se i) u n g e», dic zuverlässig nicht in Erfül» lung gehl'li. und ist zweillnz in seineu R rsuItalen nnzu reichend. Es liegt uns ob, beide Punkte zu erweisen. Die erste Vorausscpung, auf dic der Plan bafirt ist, ist die Betheiligung der Sparkasse „mit einer namhaften Summe" au der zu gründende» Aktic»' Gesellschaft, und die Gewährung eines höhern Per-zentsayes (mit 4^2 p^l.) für die in der Sparlasse zu deponircnden 20 pCt. des zn zeichnenden Aklienka. pitals. Ist nu» ei»c derartige Tbrilnahnie unserer Sparkassa an dem beabsichtigten „Aushilfökassavcrein für dcn kleiner» Grundbesitz" zu erwarten? Ware eine solche Erwartung irgend berechtigt? Wir sagen offen: »cm. Z»w Beweise dessen erinnern wir an nur zwei ossenknndige Thatsachen. Patrioten woll teil i» Neustadtl eine Sparkasse in'ö Leben rufen; lici dc»l Mangel an Kapital hoffte man von dcr hiesigen Sparkasse rme angemesscne Unlcrstüt/nng durch Gewährung rim-6 namhafte» Kredits nnter Garantie der Stadtgeineindc Neustadt!. Die Hoff-mmg erwies sich al) riiu- rille. Das Projekt dcr Sparkasse i» Neusten inußte aufgegeben werdcu. — Ebenso vergeblich blieb das Ansuchen des Laibacher Aus hi fsla ssavcrc in s nm Gewährung eines I'öhern Kredites. — V»i diesen Prämissen läßt sich also der Eintritt dcr obcrivähnlcii crstcu Vorauüset)ung »nr im Falle einer radikalen Ncform der Statute» und des Gebahrens unferer Spm'assc erwarte», I» linclü solchco Falle wi-d aber die zur UüinstüstüliH t'l-o l,'p!t»i!si!chci>dcl,. sicollllrdluftis,"!! Pill'lisilii!»? '.'l'r Allem berufene Sparkasse ihre Pflicht seil,'!'t clfülien. und dann bedarf es keiner neuen Gesellschalt,, D!c zweite wesentliche Vor.M'.i?>epung des frag« lichen Planes ist dic Errichtung ciner Aktirnac« sells ch a f t. Wer ullscrc KapitalverhältMe irgend lcnnt. wird uns beistimme», daü dic Krci'.ung cincr solchen Aktiengesellschaft gegenwärtig hierlandö zu den Unmöglichklitm gchört. Wir haben i» dieser Nich-tllng mehrfache Umfrage bei Personen gcbaltcn, dcren gewiegtes Urtheil sich auf die genaueste Kexntniß unseres Landes gründet, und haben allseitig nur das eine verneinende Votnm gehört. Wer Kapitalien hat. pllizirl sie in ösfeüllichen Papieren mit 8 und mehr Prozent. Wie lan» man da rrwarte». daß man Aktie» subskl'ihil'e» werde, um vom fünften D'eilc dcü gezeichnetcn Vctla„cö ^ pCt. zn zishcn und in dcr Gefahr des Verlustes des gan^u Kapitals zu schwebe»? l So unmöglich also di>se Voraussepungeu, so unzu, reichend oao N'snllat. Ei» Mal ,ft oer Betrag von !()<.>.Aw ft für das Kredilbedüriiuß des gaiizen Landes, wenn dem kleinen Grundbesitzer dauernd ge» holfen werde» foil, zu gering Dann ist es nicht gcnügcuo, bloß Darlehen Hü gewähren, es soll auch die Sparsamkeit gefördert, die Kapitalbiloung (fo wie bei dem gewerblichen Aushilfskassavcreine) ermöglicht werden. Endlich ist mit ?cnl Darleihen bloß gegen Hypotheken nichts gedient. Es handelt sich um Schaffung bill ig e n Pr rs^ ,, « I kre d i ts auch für den Grnndbesiper, so >vic ihn der Handelo-niann in der Bank. der Gewerbsmann iin Aushilfe kassverden nnlß. Das alles erfüllt dcr vorgelegte Plan nicht, und deßhalb halten wir ib» nic!)t bloß für unmöglich, sondern auch für verfehlt, — Wen» aber Jemand mcinl: kritisiren sei leicht, wir sollen selbst einen andern Plan vorlegen! — dann erlauben wir uns zu erwiedern: einen solchen Plan habcn wir vollständig motlvirt und erläutert scho» vor zwei Jahre» drr Oesseittlichkeit übergebe», und der geneigte Leser findet ih» u»ter den, Titel: „Die Nothwendigkeit einer Reform der Einrichtung dcr Sparkassen" in den „Mittheilungen der k. k. Land« wirlhschaftsgesellschaft für Kram" I860 p. 12—16 und auch in Prof. Dr Stubenrauch's „Zeitschrift für iuncre Verwaltung" 1800 Nr. 4l p. 2i:j—lU. An linfcrm damaligen Plane ballen wir im Wesentlichen anch hclile noch fest. iüdcin wir »nr beifüge::, daß wir in Folqe der inzwischen angebahnten eoustitlltio-nellen Verl'ältnissc und im Hinblick auf die ii: Aussicht stehende freiere Gestaltung der Gemeinden. »a« mentlich dcr Bezirksgeuieinden (dcö Grimdpseilers dcr Autonomie!) die Veinein^evertretungcn a!5 berufene Ueberivachungsorganc der vo» u»s befürwortete!! Vc« zir^korrespondcntcn unserm Projekte einfügen. Dic guten Früchte der freier» Gestaltung werden auch hicr nichl fehlen. „In alle» Dinge» des Lebens offen« baren die Slave» ihre unverkennbare Pcfäbigung zur Selbstregieruug" sagt Bodenstctt i» seinen cbeilso interessanten als lclirreicheil „rnsnschen Fraginenten" (l«02. 2 Bände, Mit Anmerkungen von Bluntschli). Und .1» einer andern Stelle dieses Werkes sagt dcr wcitgercistc Vcn'asscr: „er l,abc bei keinem andern Volke eine so große Fähigkeit gefunden, seine Angc-legenheiteil geräuschlos ohne unnüNe Schreibereien und Formalitäten selbst zu ordnen," -- Möchte also unser Plan. dcr auf einer Reform der^ Sparkasse bcrliht. bei dieser die, aufmerksamste Würdigung finde». Unsere Sparkasse war die zweite in Oesterreich. Sie sollte die c r st c sein. dcn fort-schreitenden Bedürfnissen des Zeitgeistes, dc» Fort« schritten der Kulturentwielluug, deu veränderte» sozialen und gesellschaftliche» Verhältnisse» Rechnung zu tragen. Auch den Intentionen der hohen Negieruilg ivürdc auf diesem Wege entsprochen werden, indem das bobe S ta a ts ministe r i n in bereits mit Erlaß vom 20. November I860 in Folgc a. l). E r m qchtia. n n g v o »l 30. Oktober 1860 die k. k. Statth a I tcrcien aufforderte, dcn Spa rkassc liverwa! tu n g c n die Er« rich lung uou V orfch u ß ta ssc » für kleine G rll ,l o . », ,i 5 G e ,u e rl' sbc sl hcr auf Per« foualsredit li u s de,, vcrfügbarc >, Nc « scr v e fo» ds . U cbc rsch » ssc n dcr Spar« lasicn bc sonders zu empfehlen. — ' Laibnch i Uhr Mrg. H24. 32 ^ '!. 0 Gr. — I „ Nchm. 325.10 _j. 6. h ,, — — ^ ^^ 10 „ Abd. 326.00 .j. 4. 2 ,. — " Druck l^'5 ^crlag von Ignaz v. Klcinmayr sk Fed-?r Vamberg. — Verantwortlicher Ncoaktcur: Ignaz b. Klelnnlanr. Anhaua zur Laibacher Aeitmm. Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Vörse in Wien Den l' De^tntt'sl 1862. (sffetten. Wechsel. 5"/. M.^lliqu,« 71,.")5 ! Gil»tr.....itzl 25 b'.^l.t »!. ^ii?5) i kond n . , , 12170 «5<,nf<,ftisn , . . 7i1? 1 K.l,Duk!,lln . 5 84 Kicdll.ilti,« . . ^^^—. ! Fremde n A uzei <^ e Dl» 29. November !8«2, Dle Hfiren: P^tde, Kaufma»:'. l>»c> — Srielinci»»/ <5l'ti»>l.r. ^o» Ä,n''M. — Hr Uil)>. D Verwaliere^miu. von Tiil-sl, v'lü! !ll), Dil Hsvrr» : Pi-echll. — ^crlt'Ii»!. K.'nficiüt-. '>'^'!i Tlil'ss. — Hr C^qk.,. V'l^rcrl^-Dilillor. v^ii Tl'l,'»eco. — Hr. Hc'Ii.-r. Vss^vslk'?' .^irlltl?!-. vo» I>.ch^l!!lssll'!il. — Hr. Ol>l',iril, Pilue. Tefiiw Z'.2I,li8. (1) ^ Eillladung an die />. T'. Mitglieder des bürgerlichen! Schützen-Vereines in Laibach zu den auf den 7. und 2«. Dezember l. I. festgesetzten 2 Tombola-Spielen. —Beginn um 8 Uhr Abends. Am 2l5. Dezember l. I. findet zugleich die Direkrions - Wahl Statt, und 'wird - auch die Nechmmg i»»««, AO'!, ttüipi'esiluii^ lüllll'l'.u i>1 da>^ »UN c,i!(l „ dn- gr^ßl» Wcltausstcllunss zu London s^bm dur^ illSg zlichxetcs k, f. ü,i.'!>-. priv erstc6 alllcrifallischc^ .ni^schl mi'.' und cllallscl, vatciitivte<> Aiiatherin - Mundwasser v!,'!' H. ?!,!>>», St^dt. Tiilil'Nibcn Nr. 55»?. rioi« 1 2. 40 kr. o^V. Da dicss6 ftit !<» I^lns» l',!i.'l,s»?c '^cüüdu'lisslr sich all^ liins d,r v^l^'qllchiis!! Ko»ss>v>N!»^'!»!tt.! ftwl'HI sür Zäl»>c al>< M»!>dll>i'Ic l'lwälnl h.it. als Tl'ilttt<'-(^>ql>!st>i!lt' v^i, lirl,,!« ,,»r l^chsllii Hfrrschafl.li >l»d dl„, h^chv.rihrll» '^lil'Illimi bcniitzt wird. üininüllich al'n l>cn S>its hlch^ichtcttr, Midi^inisch l>^'.'i>r: va^ndll Pcs^'üllchl.i!l,l d»>ä' vi>>c Zlügüisst l'cw,ihrhsi<>t irird, sc> iichl'' ich >»ich jedcr wntcr» Aüpv^ls»,!^ <1>n^!>ch »l'lrhrbcn. In i!a!l'.ich bci A ü t. .striovrl' n. Iuh. .i»dl" Sochrr; >>i Wara^diü bn Haltcr, '.'ll'r-tbssci D, 3li,z0l!i. Ap^'tl,cssr; i» (yurt-feld l'ci Fried Aöoichl's. '.'lpolkicfcv; in St, in bci Iah». ?ll'otl>sstr: >" Tiiesi H>i„pldepot l'ci E r rrav a I l o, da»» l'ci 5t I i >> i , ?!v^ -lhssfr I Vl's > si c >, f, ld, i!ui^i ^ l' r o sch » c i d c r «. Cavlr V ru'siVi. Oiala»tsli.häudlcr-/in Vischl'sl^ck. Obcllr.nn. t>l> Karl Fabia»!, Avollielel; >» örz b,i ssraoz Lazzar. Z. 23tlN. (l) I« difH.n'dluiissd,sGefl'ti^ts'.iwi,dci„ tsommis, c>cr s,ch mit gulf» Zeugnisss,, allSivsiseii üuüi. ausge« »l'llimrl». Drr nllfoc,!! ^audc >>, sinrr ^smisltte,! W'i.iren« l'anollN'g war. ell'ali sc» Vl'szn^ ^r.i!ltt'il!.i. mil 2«. Nor,ml'll' l8<>2. Johann Schliber. Steinkohlen, ohne Geruch, von sehr guter Qualität, sind in Laibach fortwährend zu haben in d^-Bahnhofgasse Haus - Nr. 123. Auch wird jedeö beliebige Quantum inö Haus zugestellt. Z. 2138. (Itt) ......... Mnzeigc. frrot. li«^!> »»^f^l'l Zehntausend gcp^ls. »üt lu'heil Sllü^cl» »,!? c'cn sch^islci, Vlällrr» ucljcbrne Maul beer bäume ;ll dtit maßi^stl'l, Pilislii vin s,i»e,l A^tütrl, im Orlc ftll'sl. l,^ll in Udilic (lil'i^u 8l,n Ilolloloniic») weut'l'li. Jakob Rrmaoora. 3."2337T"""(3) """ *lm Schlosse SchernbücM Mini zu habffn. Klliscrl. Königl. priml. Die gefertigte Direktion beehrt sich, hiemit bekannt zu machen, daß in Folge des von Herrn Franz Smreker ausgesprochenen Wunsches, derselbe mit dem heutigen Tage anfhört, Vcttreter der Haupt-Agentschaft in Laibach der k. k. privil. VU«z»2«>le ^llrintit'» «N ^iourtn zu sein, und daß an seine Stelle tritt. Derselbe ist ermächtigt: Versicherungen gegen Feuersgefahr auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände, Versicherungen gegen Elementar-Schaden auf reisende Güter zu Wasser und zu Lande: so wie Anträge auf Lebensversicherungen zu übernehmen. Trieft, W. November 1862. Die Direction der k. k. pritnl. lliuniom Adriatica di Sicurtä. Mit Bezugnahme auf obige Bekanntmachung erlaubt die unterzeichnete Haupt-Agentschaft in allen obbenannten Versicherungs-Angelegenheiten sich bestens zu empfehlen, mit dem Bemerken: 1. Daß die betreffenden Prämien je nacb den verschiedenen Graden der Gefahr auf das Billigste bemessen sind, und die von der Gesellschaft gebotenen Garantien, so wie die Versicherungs'Bedingungen die vollkommenste Sicherheit darbieten. 2. Daß die k. k. priv. Nitt/l/ons ^//-iVl^,